Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 28236
Vorher
Arktis Gesellschaft für Telekommunikation und Datentechnik mit beschränkter HaftungARKTIS Gesellschaft für Telekommunikation und Datentechnik mit beschränkter Haftung
Eingetragen
8.11.2004
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Herstellung, Erwerb und Vertrieb von Software, Herstellung, Erwerb und Vertrieb sowie Installation und Wartung von Hardwareprodukten der Datenund Telekommunikationstechnik, der Gefahr- und Störmeldetechnik sowie von Zutritts- und Zeiterfassungssystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Sauer
seit 4.2.2025
Prokura
Till Schwitalla
seit 3.12.2024
Geschäftsführer
Prokura
Torsten Frank
seit 15.7.2019
Prokura
Turgut Tabu
seit 2.5.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ARKTIS IT solutions GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Schwedenstraße 9, 13359 Berlin
225.000 €
90.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ARKTIS IT solutions GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf,-ergebnis und Lage der ARKTIS Unternehmerische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die ARKTIS IT solutions GmbH, ein mittelständisches Systemhaus, wurde im Februar 1988 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Berlin-Spandau am Brunsbütteler Damm. Neben einer weiteren Zweigniederlassung in Gründau (nahe Frankfurt am Main} verfügt das Unternehmen über Vertriebs- und Servicestützpunkte in ganz Deutschland. Sowohl vom Berliner Hauptsitz als auch von der Gründauer Niederlassung aus werden geschäftliche Aktivitäten innerhalb Deutschlands als auch international koordiniert.

Das Unternehmen gliedert sich in zwei operative Geschäftsbereiche. Den Geschäftsbereich"IT solutions" und den Geschäftsbereich "TGA solutions". Beide Geschäftsbereiche untergliedern sich in folgende Solution Sales Kernkompetenzen:

Geschäftsbereich IT solutions:

• Communication

• IT-Infrastructure

• Media solutions

• Workplace

• Print solutions

• Ejustice

• Passive Infrastructure

Geschäftsbereich TGA solutions:

• Starkstrom

• Schwachstrom

Die Geschäftsführung besteht aus den Herren Heiko Sauer, Stephan Sauer, Turgut Tabu und Andreas Link. 100%iger Gesellschafter ist die ARKTIS Holding GmbH (ehemals COCOSOFT Systems GmbH). Hauptaufgabenbereiche der einzelnen Geschäftsführer sind, Business Development durch Herrn Heiko Sauer, Leitung Administration und Finance durch Herrn Stephan Sauer, Leitung Geschäftsbereich IT solutions durch Herrn Turgut Tabu und Leitung GeschäftsbereichTGA solutions durch Herrn Andreas Link. Prokuristen sind Herr Torsten Frank und Herr Jan Christian Hesterberg.

Die ARKTIS IT solutions GmbH ist eine Tochtergesellschaft der ARKTIS Holding GmbH mit Sitz in Berlin. Neben der ARKTIS IT solutions GmbH besitzt die ARKTIS Ho lding GmbH ebenfalls die gesamten Geschäftsanteile der PDV Systemhaus GmbH in Erfurt und der Teeservice Leipzig GmbH.

Marktentwicklung und wirtschaftliches Umfeld

Die Branche profitierte in den vergangenen Jahren von dem durch die Coronavirus-Pandemie verstärkten Digitalisierungsbedarf der Gesellschaft. So stieg aufgrund des Trends zu Homeoffice- und Homeschooling-Lösungen insbesondere der Bedarf an tragbaren Endgeräten, wie Laptops und Tablets. Daraus resultierte in den Jahren bis 2023 ein sehr starkes Umsat z- wachstum. Auch im aktuellen Jahr ist mit einem Umsatzwachstum zu rechnen, da die flächendeckende Digitalisierung wichtiger Lebensbereiche noch lange nicht abgeschlossen ist. Für 2024 kündigt der Digitalverband Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) im deutschen Markt ein Umsatzplus von 4,3 Prozent auf 224,8 Milliarden Euro an. Für 2025 wird ein Wachstum auf ähnlichem Niveau in Höhe von 4,7 Prozent auf 235,4 Milliarden Euro erwartet.

Trotz schwieriger Bedingungen entstehen weiterhin neue Arbeitsplätze. Im laufenden Jahr werden es voraussichtlich 29.000 sein, im kommenden Jahr sollen dann sogar knapp 47.000 hinzukommen. Damit würden Ende 2025 1,41Millionen Menschen in der Branche beschäftigt sein, 2005 waren es noch 810.000. Auch wenn einzelne Unternehmen zuletzt Arbeitsplätze abbauen mussten: Die Digitalbranche ist Deutschland stärkster Job-Motor. Die Beschäftigung könnte sogar noch höher sein, wenn es ausreichend Fachkräfte gäbe, denn vielfach sind Unternehmen nicht in der Lage, freie Stellen zu besetzen.

Nach einem Wachstumsknick im Nachgang der Corona-Pandemie drehen jetzt auch die Umsätze mit PCs (plus 1,1 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro) und Workstations (plus 2,4% auf 0,9 Milliarden Euro) wieder leicht ins Plus. Die Umsätze mit Servern sind einem leichten Minus von 0,3 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro noch nicht wieder im schwarzen Bereich. Bei der IT Hardware werden immer noch die Auswirkungen des Nachfrageschubs während der Corona Jahre gesehen, aber der Markt normalisiert sich zusehends. Die Integration von Kt in die Hardware wird hier in den kommenden Jahren für zusätzliche Investitionen sorgen.

Aufgrund des bundesweiten Digitalpakts, welcher Ende 2024 ausläuft, werden in Schulen die Digitalisierung weiter vorangetrieben.

Ausblickend auf die weiter steigende Nachfrage an Digitalisierung im Bereich der öffentlichen Verwaltung, Justizen und Schulen sehen wir eine positive Marktstellung unseres Unternehmens, wenn auch die Wettbewerbssituation sich in diesen Segmenten verschärft hat. Themen wie Fachkräftemangel werden uns auch in der weiteren Zukunft beschäftigen.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war für unser IT-Unternehmen von bedeutenden Entwicklungen und Erfolgen geprägt.

Im folgenden wird der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 detailliert beschrieben, einschließlich der wichtigsten Ereignisse, finanziellen Ergebnisse und strategischen Initiativen, die unser Unternehmen vorangetrieben haben.

Zwischen der Arktis IT solutions GmbH und Ihrer Muttergesellschaft, der ARKTIS Holding GmbH, besteht seit 2023 ein Ergebnisabführungsvertrag. Dadurch werden die erwirtschafteten Gewinne an die Muttergesellschaft abgeführt

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurde eine Gesamtleistung in Höhe von 52,7 Mio.€ erreicht. Dieser Wert liegt um 16,2 Mio.€ über dem des Vorjahres von 36,5 Mio. €. Die Umsatzerlöse betrugen im Wirtschaftsjahr 53 Mio.€ (VJ 36,4 Mio.€) Der Bestand an fertigen und unfertigen Leistungen verminderte sich um T€ 262,3 (VJ -1,2 Mio. €).

Unser Unternehmen konnte im Jahr 2023 ein solides Umsatzwachstum verzeichnen. Der Gesamtumsatz stieg um 46% im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Anstieg ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen:

Erweiterung des Kundenstamms:

• Gewinnung neuer Kunden in den Bereichen Öffentliche Auftraggeber, Gesundheitswesen und gehobener Mittelstand.

• Ausbau bestehender Kundenbeziehungen durch zusätzliche Dienstleistungen und Up Selling von Premium-Produkten.

Ausbau Auslandsgeschäft:

• Gewinnung neuer Verträge bei den Kunden NATO und UN

• Verstärkte Vertriebsaktivitäten in einzelnen Regionen weltweit.

Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich um 230% auf 1,3 Millionen Euro. Dies wurde durch eine Kombination aus Umsatzwachstum und Effizienzsteigerungen in unseren Betriebsabläufen erreicht.

Strategische Initiativen und Investitionen

Im Jahr 2023 haben wir mehrere strategische Initiativen umgesetzt, um unser langfristiges Wachstum zu sichern und unsere Marktposition zu stärken:

Digitalisierung und Innovation:

• Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) und Marketing wurden deutlich erhöht, um unsere selbstentwickelte digitale Gerichtssaallösung weiter auszubauen. Hier wurde speziell in weiteres Personal und Marketingstrategien investiert.

Talententwicklung:

• Ausbau neuer Schulungs- und Weiterbildungsprogramme, um die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter kontinuierlich zu verbessern.

• Rekrutierung von Top-Talenten aus der IT-Branche, um unsere Kompetenzbasis zu erweitern.

• Fortführung unseres Ausbildungsprogramms

• Ausbau des Programms für Werksstudenten in unterschiedlichen Fachbereichen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung:

• Initiativen zur Reduzierung unseres ökologischen Fußabdrucks, einschließlich der Implementierungenergieeffizienter Technologien im Bereich Fuhrpark.

• Unterstützung sozialer Projekte und gemeinnütziger Organisationen, um unseren Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.

Herausforderungen und Risiken

Trotz der positiven Entwicklung gab es auch Herausforderungen und Risiken, die bewältigt werden mussten:

Wirtschaftliche Unsicherheiten:

• Volatilität der globalen Märkte und geopolitische Spannungen, die zu Unsicherheiten in der Geschäftsplanung führten.

• Erhöhte Betriebskosten aufgrund von Inflation und gestiegenen Energiekosten.

Cybersecurity-Risiken:

• Zunahme von Cyberangriffen und Datenverletzungen, die verstärkte Investit ionen in unsere Sicherheitsinfrastruktur erforderlich machten.

• Implementierung strengerer Sicherheitsprotokolle und regelmäßige Schulungen für Mitarbeiter zur Sensibilisierung für Sicherheitsbedrohungen.

Wettbewerbsdruck:

• Intensiver Wettbewerb im IT-Sektor, der Preisdruck und die Notwendigkeit kontinuierlicher Innovationen mit sich brachte.• Ständige Anpassung unserer Geschäftsstrategie, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Fazit zusammenfassend war das Jahr 2023 ein erfolgreiches Geschäftsjahr für unser Unternehmen, geprägt von starkem Umsatzwachstum, innovativen Produkten und strategischen Fortschritten. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch in den kommenden Jahren auf diesem Erfolg aufbauen und unsere Ziele erreichen werden.

Im Geschäftsbereich TGA solutions setzten wir diverse Großprojekte fort. Zudem resultieren aus diesen Projekten oftmals bedeutende und langfristige Wartungsverträge, sowie Folgeaufträge.

Weiterhin wurde der Bereich TGA solutions im Jahr 2023 umstrukturiert. Unser Schwerpunkt liegt verstärkt auf dem Ausbau im Bereich Schwach- und Starkstrom, verbunden mit langfristigen Projekten.

Der Geschäftsbereich IT Solutions hat im Jahr 2023 eine bemerkenswerte positive Entwicklung verzeichnet. Diese Entwicklung war maßgeblich für den Gesamterfolg unseres Unternehmens und hat unsere Position als führender Anbieter von IT-Lösungen weiter gestärkt. Im Folgenden werden die wichtigsten Aspekte dieser positiven Entwicklung detailliert beschrieben.

Durch die strukturellen Veränderungen in einzelne Solutions Sales Bereiche könnte die Qualität im Ausschreibungsgeschäft im Jahr 2023 erheblich gesteigert werden.

Weiterhin wurde dieser Bereich im Vertrieb gezielt verstärkt, was zu einer Steigerung des Outputs an Angeboten und damit verbundene Zuschläge geführt hat. Es konnten bestehende Rahmenverträge wieder neu und weitere Rahmenverträge gewonnen werden.

Die positive Entwicklung im Geschäftsbereich IT Solutions im Jahr 2023 war ein entscheidender Faktor für den Gesamterfolg unseres Unternehmens. Durch innovative Produkte, gezielte Marktexpansionen und eine starke Kundenorientierung konnten wir nicht nur unseren Umsatz signifikant steigern, sondern auch unsere Marktposition festigen und die Zufriedenheit unserer Kunden erhöhen. Wir sind zuversichtlich, dass wir diesen Erfolg in den kommenden Jahren fortsetzen und weiter ausbauen können.

Unsere strategische Neuausrichtung hin zu einer verstärkten überregionalen Abdeckung des Servicenetzes, erweiterten globalen Vertriebsaktivitäten sowie der gesteigerten Umsetzung von Cross-Selling-Maßnahmen über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg, hat ARKTIS einen erhöhten Bekanntheitsgrad bei potenziellen Kunden, Partnern und Lieferanten beschert. Dies hat wiederum zu höheren Geschäftsabschlüssen geführt. Wir sind fest entschlossen, diesen erfolgreichen Kurs auch in der Zukunft fortzusetzen.

Die fortlaufende Weiterbildung und Schulung unserer Mitarbeiter ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie und wurde auch in der jüngsten Zeit konsequent bei allen Partnern fortgesetzt. Durch diese stetige Qualifizierung sind unsere Teams nicht nur im Rahmen langjähriger Partnerschaften auf dem neuesten Stand, sondern auch bei unseren neueren Partnerschaften. Dies ermöglicht es uns, immer komplexere Ausschreibungen zu bearbeiten und erfolgreich umzusetzen.

Ein zentrales Merkmal der ARKTIS-Strategie ist die interne Ausbildung von Fachkräften. Ein Großteil unserer Mitarbeiter wurde aus eigenen Ausbildungsprogrammen übernommen. Daher legen wir großen Wert auf den Ausbau und die Pflege von Netzwerken und Platt formen die uns bei der Gewinnung neuer Auszubildender unterstützen. Der Fokus auf die Aus- und Weiterbildung stellt für uns nicht nur einen entscheidenden Faktor für den zukünftigen Erfolg dar, sondern spiegelt auch die Philosophie unserer Unternehmensführung wider. Dank gezielter HR-M abnahmen in den letzten Jahren konnte die Anzahl der Bewerbungen signifikant gesteigert werden.

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die stärkere Fokussierung auf unsere Arbeitgebermarke, insbesondere durch den Einsatz von Social-Media -Kanälen wie lnstagram. Ziel ist es, gezielt das Interesse junger Talente zu wecken und ARKTIS als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.

Zudem kooperieren wir als Partnerunternehmen mit der Hochschule für Wirtschaft und Recht sowie der Beuth Hochschule und bieten in diesem Rahmen duale Studiengänge in Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre an. Darüber hinaus haben wir 2023 verstärkt in Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung investiert und verschiedene Veränderungen vorgenommen.

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im WJ 2023 im Durchschnitt 150 (VJ 156). Zum Stichtag 31.12.2023 betrug die Anzahl an Vollzeitkräften 143 (VJ 157) und die Anzahl der Auszubildenden 22 (VJ 21). Die Anzahl der Teilzeitkräfte betrug 14 Mitarbeiter (VJ 14).

Unser Kreditrahmen bei unserer Hausbank wurden um 2. Mio. € erhöht, um für das stetige Wachstum Rücklagen zu haben.

Ertragslage

Im Wirtschaftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 53 Mio. € {VJ 36,4 Mio. €) erzielt. Diese Erlöse unterteilen auf die einzelnen Geschäftsbereiche wie folgt, Geschäftsbereich IT solutions 44 Mio. € (VJ 24,4 Mio. €) und Geschäftsbereich TGA solutions von 9 Mio. € (Vj J12,1Mio €). Die Bestände der in Ausführung befindlichen Projekte verminderten sich um T€ 262 (VJ 1,2 Mio. €). Die Gesamtleistung im Wirtschaftsjahr 2023 beträgt 52,7 Mio.€. Die Entwicklung von Leistung und Umsatz der Arktis ist damit stetig.

Die Materialkosten (Aufwendungen für Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe) betrugen im WJ 39,3 Mio. € {VJ 24,4 Mio. €). Zur weiteren Verbesserung unserer Ertragsfähigkeit ist es zweckmäßig, Subunternehmen in die Leistungserbringung einzubinden. Die Kosten hierfür (in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen als "Aufwendungen für bezogene Leistungen") betragen 6 Mio. € (VJ T€ 33). Der Subunternehmereinsatz hat sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr proportional zum vorhergehenden Wirtschaftsjahr entwickelt. Dies steht u.a. im Zusammenhang mit dem hohen Projektaufkommen im Bereich Digitalpakt. Der eigene Personalaufwand beträgt 9 Mio. € (VJ 8,2 Mio.€) und liegt damit um ca. 9% über dem Vorjahresäquivalent. Die Steigerung ist bedingt durch die Neueinstellungen Gehaltserhöhung und Provisionszahlungen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen im WJ insgesamt T€ 244,7 und sind somit im Vergleich zum Vorjahr (T€ 215,2} leicht gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im WJ bei 3,8 Mio.€, gegenüber 3 Mio.€ im Vorjahr. Die 27% Erhöhung sind begründet durch steigende Energiepreise, höhere Mieten für mehr Personal und eine eigene Azubi-Werkstatt, dazu gehören auch die Kfz-Leasingkosten. Die Frachtkosten sind durch die Zunahme der Auslandsgeschäfte gestiegen, wie auch die Abschluss- und Prüfungskosten.

Das Finanzergebnis hat sich im WJ zum Vorjahr um 163% negativ verändert. Die Zinsaufwendungen liegen bei T€ 248,4 (Vorjahr T€ 101}.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt 0,7 Mio.€ (VJ 0,2 Mio.€}.

Nach Berücksichtigung der Ergebnisabführung an die Gesellschafterin ergibt sich für das WJ ein Jahresüberschuss nach Steuern von T€ 0 (VJ T€ O}.

Finanzlage

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgelegt, jederzeit eine ausreichende Liquidität zur Abwicklung unserer Geschäftsaktivitäten sowie zur langfristigen Absicherung der Investitionen zu sichern. Dabei müssen nicht nur die saisonalen Schwankungen abgedeckt werden können, sondern auch langfristiges Wachstum ermöglicht werden. Auch die vorübergehende Finanzierung von umfangreicheren langlaufenden Projekten wird abgedeckt. Im Geschäftsjahr erfolgte die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs als auch aller notwendiger Investitionen aus eigenen Mitteln, privaten Fremdmitteln und ein Kredit ggü. einem Kreditinstitut, der vollständig über eine Bürgschaft gesichert ist. Eine stets ausreichende Verfügbarkeit der Mittel war dabei zu jeder Zeit gegeben. Es standen zum Bilanzstichtagflüssige Mittel in Höhe von 2,5 Mio.€ (1,3 Mio.€) zur Verfügung.

Geldmittel in Höhe von 2,3 Mio.€ (Vj3Mio€} liegen ausschließlich in Form von Privatdarlehen aus dem Gesellschafterumfeld vor.

In 2023 besteht ein Kontokorrentkonto (T€ 80} zur Besicherung des Avalbürgschaftsrahmens. Zur Besicherung der durch Auftraggeber geforderten Bürgschaften im Zusammenhang mit der Durchführung von Projekten nach Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB} besteht ein Avalrahmenvertrag in Höhe von 2 Mi €. Von diesem sind zum Bilanzstichtag 1,8 Mio.€ an Avalen abgerufen worden.

Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben sind nicht geplant. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente (Leasing) existieren für einen Teil des Fuhrparks. Diese werden in der jetzigen Form und Höhe weitergeführt.

Das Eigenkapital in Höhe von T€ 1.161hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Im WJ wurden keinerlei Ausschüttungen vorgenommen. Die Eigenkapitalquote beträgt 6,5 %.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von T(236 (VJ T€ 137) getätigt. Diese betreffen vor allem die Anschaffung und Ergänzung von Software, Neuanschaffung Pkw, Werkzeuge und technische Anlagen und Maschinen sowie Büroeinrichtung inkl. IT-Hardware bezogen auf die Neueinstellungen sowie E-Ladesäulen, die Azubi-Werkstatteine und eine Vielzahl von kleineren Einzelinvestitionen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der ARKTIS IT solutions GmbH beträgt zum 31. Dezember 2023 17,9 Mio.€ (15,1Mio(). Wie im Vorjahr wurden bei den Vorräten die erhaltenen Anzahlungen nicht von den Vorräten abgesetzt. Der Bestand an flüssigen Mitteln und Guthaben bei Kreditinstituten hat sich auf 2,5 Mio.€ erhöht, wobei es sich an dieser Stelle nur um eine Stichtagsbetrachtung auf den 31.12.2023 handelt.

Weiterhin erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 7,0 Mio. ((VJ 4,8 Mio.€), als auch die übrigen Verbindlichkeiten auf 4 Mio. ((VJ 2,7 Mio.().

Aber auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf 8 Mio ((VJ 7,2 Mio.(), die übrigen Forderungen erhöhten sich auf 1,6 Mio.€ (Vj 1,2 Mio.€).

Auch in diesen Fällen handelt es sich aber auch nur um eine Stichtagsbetrachtung auf den 31.12.2023. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gab es in Höhe von 3,1 Mio. €.

Hiervon wurden 3 Mio.€ über Bürgschaften gesichert und 0,1 Mio.€ für Mietkäufe verwendet.

Das Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr erhöhte sich deutlich auf 0,7 Mio. € (VJ 0,2 Mio. €). Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages zur Arktis Holding, gibt es keine Steuerrückstellungen mehr ab 2023.

Zweigniederlassungen

Die Niederlassung am Standort Gründau bei Frankfurt wurde zum 31.12.2023 aufgelöst und fungiert nur noch als Vertriebs - und Servicestützpunkt.

Voraussichtliche Entwicklung und Risiken der ARKTIS

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Im Jahr 2024 sieht sich unser IT-Unternehmen mit einer Vielzahl von Risiken und Ungewissheiten konfrontiert , die unsere Geschäftsaktivität en und die Erreichung unserer strategischen Ziele beeinflussen können. Es ist essenziell, diese Risiken zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung zu implementieren. Im folgenden werden die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten für unser Unternehmen im Jahr 2024 erläutert .

Technologische Risiken

1. Cybersecurity-Bedrohungen :

Zunehmende Häufigkeit und Komplexität von Cyberangriffen, die zu Datenverlusten, Betriebsunterbrechungen und Reputationsschäden führen können.

Anhaltende Notwendigkeit, in fortschrittliche Sicherheitsmaßnahmen zu investieren und Mitarbeiter regelmäßig zu schulen

Markt- und Wettbewerbsrisiken

1. Intensiver Wettbewerb:

o Starker Wettbewerb im IT-Sektor, insbesondere durch etablierte Unternehmen.

o Risiko von Marktanteilsverlusten und Preisdruck , der die Margen beeinflussen könnte.

2. Marktdynamik:

o Veränderungen in der Kundennachfrage und Marktpräferenzen können die Nachfrage nach bestimmten Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen.

Wirtschaftliche und geopolitische Risiken

1. Globale wirt schaftliche Unsicherheiten :o Wirtschaftliche Abschwünge, Inflation und Währungsschwankungen können sich negativ auf unsere Geschäftstätigkeit und finanzielle Stabilität auswirken.

o Unsicherheit über zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die IT-Ausgaben unserer Kunden .

2. Geopolitische Spannungen:

o Politische Instabilität und Handelskonflikte können unsere internationalen Geschäftsaktivitäten und Lieferketten beeinträchtigen.

o Risiko von regulatorischen Änderungen und Handelsbarrieren, die den Marktzugang und die Geschäftsentwicklung erschweren.

Operative Risiken

1. Lieferketten- und Logistikprobleme:

o Abhängigkeit von globalen Lieferketten, die durch Unterbrechungen oder Engpässe beeinträchtigt werden können.

o Risiken durch Verzögerungen und Kostensteigerungen bei der Beschaffung von Hardware und anderen wichtigen Komponenten .

Regulatorische und rechtliche Risiken

1. Einhaltung von Datenschutzbestimmungen:

o Strenge Datenschutzgesetze und -vorschriften , wie die DSGVO, erfordern kontinuierliche Anpassungen und Investitionen in Compliance -Maßnahmen.

o Risiko von Datenschutzverletzungen und damit verbundenen rechtlichen und finanziellen Konsequenzen.

2. Regulatorische Veränderungen:

Ständige Anpassung an neue und sich ändernde gesetzliche Anforderungen und Branchenstandards.

o Risiko, dass regulatorische Änderungen unsere Geschäftsmodelle und operativen Prozesse beeinträchtigen.

Personalrisiken

1. Fachkräftemangel:

o Schwierigkeiten bei der Rekrutierung und Bindung von hochqualifizierten IT Fachkräften in einem wettbewerbsintensiven Arbeitsmarkt.

o Risiko, dass der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern die Innovationskraft und Effizienz unseres Unternehmens beeinträchtigt.

2. Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung:

o Not wendigkeit eine positive Unternehmenskultur zu fördern und wettbewerbsfähige Vergütungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten .

o Risiko einer hohen Fluktuation und des Verlusts von Schlüsselmitarbeitern.

Finanzielle Risiken

Kostenmanagement:

o Notwendigkeit, Kosten effizient zu managen und gleichzeitig in strategische Wachstumsbereiche zu investieren.

o Risiko von Budgetüberschreitungen und unvorhergesehenen Ausgaben, die die finanzielle Stabilität beeinflussen können.

2. Liquiditätsrisiken:

o Sicherstellung ausreichender Liquidität zur Finanzierung des laufenden Geschäfts und geplanter Investitionen.

o Risiko von Liquiditäts engpässen, die durch unerwartete Marktveränderungen oder operative Herausforderungen verursacht werden können.

Fazit

Unser IT-Unternehmen ist sich der vielfältigen Risiken und Ungewissheiten bewusst, die das Geschäftsjahr 2024 prägen könnten.

Durch proaktives Risikomanagement , kontinuierliche Überwachung und Anpassung unserer Strategien sowie gezielte Investitionen in Technologie und Mitarbeiter sind wir gut gerüstet, diesen Herausforderungen zu begegnen und unser langfristiges Wachstum und unseren Erfolg sicherzustellen.

Voraussichtliche Entwicklung

Im Jahr 2024 wird unser IT-Unternehmen seine erfolgreiche Entwicklung fortsetzen und sich auf strategische Wachstumsfelder konzentrieren, um seine Marktposition weiter zu stärken. Die nachfolgende Prognose skizziert die erwartete Entwicklung in den Bereichen Umsatz, Produktinnovation, Marktstrategie und organisatorische Weiterentwicklung.

Umsatzprognose

Für das Jahr 2024 erwarten wir ein weiteres solides Umsatzwachstum von stark wachsend. Im Bereich des Deckungsbeitrags 1 erwarten wir eine deutlich wachsende Steigerung. Diese Prognose basiert auf mehreren Faktoren:

1. Kontinuierliche Nachfrage nach digitalen Lösungen:

o Gewinnung weitere Rahmenverträge und Ausbau der bestehenden Verträge

o Anhaltender Bedarf an digitalen Lösungen im öffentlichen Sektor

o Geplante Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen, die speziell auf die sich wandelnden Bedürfnisse des Marktes abgestimmt sind.

2. Erweiterung des Kundenportfolios:

o Zielgerichtete Marketing- und Vertriebsaktivitäten zur Gewinnung neuer Kunden in wachstumsstarken Branchen wie Gesundheitswesen, Finanzen und öffentliche Verwaltung.

o Ausbau bestehender Kundenbeziehungen durch Cross-Selling und Up-Selling von Premi um-Produkten und -Dienstleistungen.

3. Erweiterung des Portfolios:

o Verstärkter Ausbau des Produktportfolios mit unterschiedlichen Partnern

o Aufbau Partnernetzwerke, um unsere Marktabdeckung und Servicekapazitäten zu erweitern.

Marktstrategie und Expansion

Unsere Marktstrategie für 2024 wird sich auf die Erschließung neuer Märkte und die Stärkung unserer Position in bestehenden Märkten konzentrieren:

1. Markteintritte in neue Regionen:

o Identifizierung und Erschließung von Wachstumsmärkten mit hoher Nachfrage nach digitalen Lösungen.

o Anpassung unserer Produkte und Dienstleistungen an die spezifischen Anforderungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen dieser neuen Märkte.

2. Kundenfokus und Servicequalität:

o Verbesserung der Kundenzufriedenheit durch exzellenten Service und Support.

o Durchführung regelmäßiger Kundenzufriedenheitsumfragen und Anpassung unserer Leistungen basierend auf dem Feedback unserer Kunden.

3. Marketing und Branding:

o Intensivierung unserer M arketingaktivitäten zur Stärkung unserer Marke und zur Erhöhung der Markenbekanntheit.

o Nutzung digitaler Marketingkanäle und innovativer Kampagnen, um unsere Zielgruppen effektiv zu erreichen.

Organisatorische Weiterentwicklung

Um unser Wachstum und unsere strategischen Ziele zu unterstützen, werden wir auch unsere organisatorischen Strukturen und Prozesse weiterentwickeln :

1. Mitarbeiterentwicklung:

o Einführung neuer Schulungs- und Weiterbildungsprogramme, um die Fähigkeiten und Kompetenzen unserer Mitarbeiter kontinuierlich zu verbessern.

o Förderung einer innovationsfreundlichen Unternehmenskultur, die Kreativität und Eigeninitiative unterstützt.

2. Effizienzsteigerung:

o Implementierung neuer Technologien und Prozesse zur Verbesserung der internen Effizienz und Produktivität.

o Nutzung von Automatisierung und Datenanalyse, um betriebliche Abläufe zu optimieren und Kosten zu senken.

3. Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung:

o Fortsetzung unserer Nachhaltigkeitsinitiativen zur Reduzierung unseres ökologischen Fußabdrucks und zur Förderung sozialer Verantwortung.

o Implementierung neuer Maßnahmen zur Energieeinsparung

Ausblick

/11

Das Jahr 2024 bietet zahlreiche Chancen für unser IT-Unternehmen. Durch strategische Investitionen in Innovation, geografische Expansion und organisatorische Weiterentwicklung sind wir gut positioniert, um weiterhin erfolgreich zu wachsen und unsere Marktposition zu stärken. Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Ziele erreichen und unseren Kunden auch in Zukunft erstklassige IT-Lösungen und Dienstleistungen bieten können.

 

Berlin, 30. Dezember 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 693.255,09 703.928,53
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 217.269,75 222.985,75
II. Sachanlagen 456.560,25 461.517,69
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.662,00 32.492,00
2. technische Anlagen und Maschinen 64.003,00 30.373,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 329.311,00 391.917,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 36.584,25 6.735,69
III. Finanzanlagen 19.425,09 19.425,09
1. Beteiligungen 7.025,09 7.025,09
2. Sonstige Finanzanlagen 12.400,00 12.400,00
B. Umlaufvermögen 17.126.471,18 14.389.346,30
I. Vorräte 4.992.734,48 4.773.589,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.584.986,15 8.336.748,46
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.096,02 36.924,57
2. sonstige Vermögensgegenstände 9.583.890,13 8.299.823,89
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -416.406,34 -69.637,76
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.548.750,55 1.279.008,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 44.900,60 19.424,49
Summe Aktiva 17.864.626,87 15.112.699,32

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.161.091,61 1.161.091,61
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnvortrag 911.091,61 911.091,61
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.332.336,17 2.573.543,19
C. Verbindlichkeiten 15.141.859,85 11.127.221,73
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.126.186,93 1.236.083,77
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.126.186,93 1.236.083,77
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 1.963.413,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 1.963.413,29
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 113.112,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 43.689,25
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 69.422,95
4. sonstige Verbindlichkeiten 11.902.560,72 7.927.724,67
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 10.939.623,23 7.914.454,78
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 18.465,35 13.269,89
D. Rechnungsabgrenzungsposten 229.339,24 250.842,79
Summe Passiva 17.864.626,87 15.112.699,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.015.490,84 12.153.150,99
2. Personalaufwand 8.974.440,05 8.232.008,62
a) Löhne und Gehälter 7.463.104,01 6.859.708,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.511.336,04 1.372.299,84
davon für Altersversorgung 9.256,67 9.390,33
3. Abschreibungen 244.680,80 625.863,48
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 244.680,80 215.200,72
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 410.662,76
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.801.644,87 2.994.024,58
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 18.361,11
5. Erträge aus Beteiligungen 316,33
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 774,17 6.611,65
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 248.423,01 101.232,75
davon an verbundene Unternehmen 15.936,93 13.269,89
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -511.128,95 100.152,82
9. Ergebnis nach Steuern 1.258.205,23 106.796,72
10. sonstige Steuern -61.226,10 20.332,00
11. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.319.431,33 86.464,72
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die ARKTIS IT solutions GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Register-Nummer HRB 28236 B.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 276, 288 und 293 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden von der Gesellschaft teilweise in Anspruch genommen. Die Voraussetzungen hierfür sind gegeben.

Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 ist aus den Ansätzen der Bilanz zum 31. Dezember 2022 unter Berücksichtigung der Geschäftsvorfälle für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 entwickelt worden.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Aktive Latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei der Pensionsrückstellung in der Handels- und Steuerbilanz. Die Bewertung erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz für Gewerbe und Körperschaftsteuer von insgesamt 30 %. Das Wahlrecht zur Aktivierung des aktiven Überhangs der latenten Steuern wurde nicht ausgeübt.

Im Wirtschaftsjahr 2023 ist beim Vergleich des Materialaufwandes mit dem Vorjahr folgendes zu beachten: Das Sachkonto 5200, Aufwand Fremdleistung/Lohn (TEUR 5.365), wurde im Wirtschaftsjahr 2023 von Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in die Aufwendungen für bezogene Leistungen verschoben.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde vom Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen.

Der Jahresabschluss (Gewinn- und Verlustrechnung) enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die mit dem jeweiligen Tageskurs in EUR umgerechnet wurden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/mit Ausnahme der Änderung bei der Bewertung der Waren gegenüber dem Vorjahr, fand nicht statt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr wird im Anlagespiegel gesondert dargestellt.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, planmäßig in 3 bis 4 Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, planmäßig in 3 bis 13 Jahren linear abgeschrieben.

Für in Vorjahren erworbene bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten EUR 250,00, aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, wurde in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften ein Sammelposten gebildet. Die gewinnmindernde Auflösung erfolgt linear über 5 Jahre.

Die im laufenden Geschäftsjahr erworbenen beweglichen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 800,00 (geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften in voller Höhe abgesetzt.

Die Bewertung der Beteiligungen der sonstigen Wertpapiere sowie der Genossenschaftsanteile erfolgte mit den Anschaffungskosten.

Die Waren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Hierbei wurden ab 2023 die tatsächlichen Einkaufskosten angesetzt.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen wird bei fehlender Abnahme zu Herstellungskosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit ihrem Nennwert bewertet. Dem Niederstwertprinzip wurde durch Einzelwertberichtigungen und durch Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos Rechnung getragen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erfasst im Wesentlichen Beträge, die Aufwendungen für folgende Geschäftsjahre darstellen.

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) wird mit dem Nennwert in Höhe von EUR 250.000,00 ausgewiesen.

In den Rückstellungen sind zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Die erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Zahlungsbetrag ohne Umsatzsteuer (Netto) ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Erträge vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

III. Erläuterungen zu Bilanz AKTIVA Umlaufvermögn

Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 3.656 (VJ TEUR 500).

PASSIVA

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Zusammensetzung gliedert sich wie folgt:

Gezeichnetes Kapital TEUR 250
Gewinnvortrag von Gewinnabführung TEUR 911
Eigenkapital zum 31. 12. 2023 TEUR 1.161

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellung basiert auf dem versicherungsmathematischen Gutachten der "GBG-Consulting für betriebliche Altersvorsorge GmbH", Köln, vom 10. Januar 2024. Die Berechnung erfolgte ausweislich des Gutachtens nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen der "Projected-Unit-Credit-Methode"(PUC Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienten die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Bei der Bewertung wurden ein durchschnittlicher Zinssatz von 1,74% der vergangenen zehn Jahre sowie ein Rententrend von 1% zugrunde gelegt.

Die Pensionsrückstellung beträgt TEUR 805 (VJ TEUR 854). Der Unterschiedsbetrag gern. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 5.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten TEUR 275 (VJ TEUR 103), Tantieme TEUR 53 (VJ TEUR 104), Abschluss- u. Prüfungskosten TEUR 124 (VJ TEUR 30), Gewährleistung TEUR 52 (VJ TEUR 179) und sonstige Rückstellungen, wie die Berufsgenossenschaft TEUR 14 (VJ TEUR 9) und die Schwerbehindertenabgaben TEUR 10 (VJ TEUR 0).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten

Stand 31.12.2023
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit zwischen mehr als 5 Jahren
gegenüber Kreditinstituten 3.126.186,93 1.982.268,89 1.143.918,04 0,00
Vorjahreswerte 1.236.083,77 1.236.083,77 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen 802.618,80 802.618,80 0,00 0,00
Vorjahreswerte 370.607,97 370.670,97 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.051.631,62 7.051.631,62 0,00 0,00
Vorjahreswerte 4.849.406,68 4.849.406,68 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.057.584,34 1.045.921,37 11.662,97 0,00
Vorjahreswerte 1.963.413,29 854.712,68 1.108.700,61 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 3.103.838,16 1.327.772,73 776.065,43 1.000.000,00
Vorjahreswerte 2.707.710,02 1.571.638,23 1.136.071,79 0,00
15.141.859,85 12.210.213,41 1.931.646,44 1.000.000,00
Vorjahreswerte 11.127.221,73 8.882.512,33 2.244.772,40 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betragen TEUR 944 (VJ TEUR 1.963).

Die bilanzierten Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert, außer für den Kreditvertrag ggü. der Sparkasse i.H.v. TEUR 2.978 wurde vom Geschäftsführer Heiko Sauer eine Bürgschaftserklärung über TEUR 3.300 abgegeben.

Der Hauptgesellschafter der Arktis Holding GmbH hat gegenüber den Kreditgebenden Banken weitere Bürgschaftserklärungen abgegeben. Die Höhe der Bürgschaften beträgt TEUR 13.200.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Unter dem Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsdifferenzen i.H.v. TEUR 18 (VJ TEUR 0) ausgewiesen.

Unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendung aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung i.H.v. TEUR 15 (VJ TEUR 16) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Jahresleistung von TEUR 804 (VJ TEUR 599).

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Berichtszeitraum betrug die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer:

Insgesamt 150
- davon Arbeiter 80
- davon Angestellte 62
- davon leitende Angestellte 8

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Zu Geschäftsführern bestellt sind:

- Herr Heiko Sauer, Leitung ITS, TGA, Finance/Controlling, Berlin, bis 5. Juni 2024, ab 30. September 2024

- Herr Turgut Tabu, Leitung ITS, Berlin

- Herr Andreas Link, Leitung TGA, Berlin, bis 5. Juni 2024

- Herr Stephan Sauer, Finance/Controlling, Schönfließ, bis 2. Dezember 2024

- Herr Till Schwitalla, Finance/Controlling, Berlin, ab 3. Dezember 2024

Bezüge der Organmitglieder

a. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Berichtsjahr TEUR 515 (VJ TEUR 392).

b. Pensionszahlungen an frühere Organmitglieder erfolgten erstmals im Jahr 2019. Sie betragen jährlich TEUR 75.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 60 (VJ TEUR 30). Es entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen

Ergebnisverwendung

Gemäß Gewinnabführungsvertrag wird der handelsrechtliche Gewinn an die ARKTIS Holding GmbH abgeführt.

Angaben zu Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der ARKTIS IT solutions GmbH , Berlin wird in den Konzernabschluss ihres Mutterunternehmens ARKTIS Holding GmbH, Berlin einbezogen.

 

Berlin, den 23. Dezember 2024

gez. Heiko Sauer

gez. Till Schwitalla

Bericht des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

 

Gez.

Heikoe Sauer

Till Schwitalla

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.02.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ARKTIS IT solutions GmbH, Berlin:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ARKTIS IT solutions GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ARKTIS IT solutions GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom

1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderun- gen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Der Jahresabschluss und Lagebericht der ARKTIS IT solutions GmbH für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr, wurden von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der mit Datum vom 23. April 2024 nicht modifizierte Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und Lagebericht abgegeben hat.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab.

Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 16. Januar 2025

MÖHRLE HAPP LUTHER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dodenhoff, Wirtschaftsprüfer

Wegner, Wirtschaftsprüferin

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