Heismann Drehtechnik GmbH & Co. KG.Liquidiert

42551 Velbert, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRA 20928
Eingetragen
18.1.2005

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Heismann Drehtechnik GmbH & Co. KG.

Velbert

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht zum 31.12.2018

der Heismann Drehtechnik GmbH & Co.KG

A. Das Geschäftsmodell

Die Heismann GmbH & Co. KG besteht seit 1918. Mit durchschnittlich 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden Klein- und Großserien für die unterschiedlichsten Industriebereiche wie Automobil-, Elektronik-, Freizeitbereich, Weiße Ware sowie den Maschinenbau gefertigt. Im Automotivbereich sind wir ein spezialisierter Zulieferer im Bereich der Aktorik und Sensorik sowie der Abgastechnologie und vielen weiteren Bauteilen für die Automobilindustrie. Baugruppen runden unser umfangreiches Programm ab; dabei legen wir sehr hohen Wert auf optimale Planung unserer Fertigungsanlagen, die ständigen Prozessoptimierungen unterliegen.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die positive Gesamtentwicklung setzte sich in 2018 fort, wenngleich etwas weniger dynamisch als im Vorjahr. Diese Entwicklung wird weiterhin durch den direkten und indirekten Export getragen.

2. Branchenentwicklung / Kunden

Die Erhebung des Jahres 2018 des Verbandes der Deutschen Drehteile-Industrie bestätigt unsere Beobachtungen der langsam abschwächenden wirtschaftlichen Entwicklung. Der Auftragseingang sank im Verlauf des Jahres ab, wohingegen die Kosten beim Materialeinkauf stiegen.

3. Marktanteile

Der Anteil der von uns an die Automobilindustrie gelieferten Produkte beträgt ca. 75%, von dem ca. 39% den weltweiten Markt betreffen.

Von den vorwiegend innerhalb Deutschlands getätigten Lieferungen betragen die Elektroindustrie und der Freizeitbereich 7%; 7% des Umsatzes gehen in den Maschinenbau. Die verbleibenden 11% verteilen sich auf andere Branchen.

4. Umsatz-/Preis-/Mengenentwicklung

Im Jahre 2018 haben wir den Umsatz um 9,9% ausbauen können. Gleichzeitig setzte sich der zunehmende Trend der Ausgaben von 2016 und 2017 weiter fort; so nahmen der Materialaufwand um 13,9% und die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 8% zu. Die Automobilindustrie verzeichnet weiterhin erhebliche Mengensteigerungen. Die Verkaufspreise konnten aufgrund der Mengensteigerungen nicht überall stabil gehalten werden.

5. Auftragsentwicklung

Wir konnten in 2018 einen deutlichen Zuwachs verzeichnen. Vor allem im 3. Quartal gab es eine deutliche Erhöhung. Dies galt für alle Branchen. Für 2019 gehen wir von einer gleichbleibenden bis sinkenden Entwicklung aus.

6. Produktpolitik

Das Fertigungsprogramm der Produkte hoher Präzision und Komponenten wurde auch im Jahr 2018 erfolgreich ausgeweitet. Dieser Bereich zeichnet sich durch große Stückzahlen und Langfristverträge mit unseren Kunden aus. Im Speziellen geht der Trend weiter zu kleinen Baugruppen, auf zum Teil von Heismann selbst hergestellten Anlagen im Bereich Füge- und Rissprüftechnik und Handlings-Systemen.

Der Handel von Dreh- und Normteilen trägt in einem nicht unerheblichen Umfang zum Gesamtergebnis bei.

7. Investitionen

Im Jahre 2018 wurden Investitionen in den Bereichen Verwaltung, Produktion und Produktionsumfeld getätigt. Kapazitätserweiterungen und automatisierte Weiterbearbeitung standen hierbei im Vordergrund.

8. Finanzierungsmaßnahmen/-vorhaben

Maschineninvestitionen, die über 50.000,-- Euro liegen, werden überwiegend geleast. Dies hält uns die Möglichkeit offen, bei kleineren Ersatzbeschaffungen und bei möglichen nicht vorhersehbaren Situationen flexibler zu sein.

9. Personalbereich

Auch in diesem Jahr haben wir unseren Mitarbeiterstamm weiter erhöht. Er beträgt zum Bilanzstichtag 133 Mitarbeiter, inklusive Auszubildende ohne Geschäftsführung.

10. Wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Weitere Implementierung des Qualitätsgedankens bzw. der Philosophie von Heismann in die gewachsenen Strukturen.

11. Geschäftsergebnis

2018
TEUR
2017
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
Betriebsergebnis 1.955 1.129 1.492 1.309
Finanzergebnis -156 -213 -222 -278
Neutrales Ergebnis - 50 -555 0 0
Jahresergebnis 1.448 237 1.036 824

Aufgrund des deutlichen Umsatzwachstums und der in Relation zum Umsatz gesunkenen Betriebs- und Verwaltungskosten verbesserte sich das Jahresergebnis bei nahezu unveränderten Vertriebskosten und übrigen Aufwendungen deutlich um 1.211 TEUR.

C. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage und Kapitalvergleich

Der Anlagendeckungsgrad I (Eigenkapital x 100 / Anlagevermögen) beträgt 33,9 % (Vorjahr: 32,7%). Das lang- und mittelfristige Vermögen hat um 184 TEUR (2,8 %) abgenommen und das kurzfristige Vermögen hat sich im Saldo um 123 TEUR (2,1 %) erhöht.

Die Nettoverschuldung (Fremdkapital ohne Rückstellungen ./. flüssige Mittel) beträgt zum Ende des Berichtszeitraumes 8.370 TEUR und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr (7.981 TEUR) erhöht. Das lang- und mittelfristige Fremdkapital hat sich um 409 TEUR (4,9 %) erhöht; wohingegen sich das kurzfristige Fremdkapital insbesondere aufgrund der niedrigeren Rückstellungen um 470 TEUR (11,6 %) vermindert hat.

Die Eigenkapitalquote hat relativ um 0,1%-Punkte zugenommen. Dies ist auf die um 61 TEUR geringere Bilanzsumme zurückzuführen. Unter Einbeziehung des lang- und mittelfristigen Teils der Gesellschafterdarlehen (3.075 TEUR) liegt die Eigenkapitalquote bei 41 %. Absolut beträgt das sogenannte wirtschaftliche Eigenkapital 5.075 TEUR.

2. Finanzlage

a. Cash-flow

Aufgrund des erhöhten Jahresüberschusses verbesserte sich der Cash-flow unter Berücksichtigung niedrigerer Abschreibungen und reduzierter Rückstellungen von 1.592 TEUR in 2017 auf 1.702 TEUR im Jahr 2018.

b) Stichtagsliquidität

Die Stichtagsliquidität hat sich in allen drei Stufen verbessert. Dies liegt auf der einen Seite an den um 123 TEUR verminderten kurzfristigen Verbindlichkeiten und auf der anderen Seite an den um 347 TEUR niedrigeren Rückstellungen zum Bilanzstichtag.

3. Ertragslage

Im Jahr 2018 wurde eine EBITDA-Quote von rd. 9,3% (bezogen auf die Umsatzerlöse, Vorjahr 7,5%) erzielt.

Der Rohertrag zeigt absolut einen leichten Zuwachs, in Relation zum Umsatz kam es zu einer Verminderung. Im Vergleich zur Gesamtleistung erhöhte sich der Materialanteil auf 50,5% (Vorjahr: 49,0%), gleichzeitig verringerte sich die Personalaufwandsquote auf 24,1% (Vorjahr: 26,3%). Die Gründe der Verschiebung liegen in der Entwicklung der Materialeinstandspreise.

Bei um 114 TEUR auf 12.489 TEUR gestiegenen Betriebsaufwendungen ergibt sich gegenüber dem Vorjahr ein um 826 TEUR höheres Betriebsergebnis von 1.955 TEUR.

Das negative Finanzergebnis entwickelt sich von 213 TEUR auf 156 TEUR.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Jahresüberschuss von 237 TEUR um 1.211 TEUR auf 1.448 TEUR erhöht.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung,

Betriebsergebnis und

Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertrag pro Personalaufwand, Umsatzrendite und den Cashflow heran.

Der Quotient von Rohertrag zu Personalaufwand verbesserte sich von 2,0 auf 2,1. Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr um 4%-Punkte auf 5 % gestiegen.

Aufgrund der erfreulichen Entwicklung unseres Betriebsergebnisses (+ 826 TEUR) konnten wir unsere Ertragslage verbessern.

5. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist erfreulich.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel, Forderungen und das Warenlager gedeckt.

D. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Heismann unterliegt als Automobilzulieferer zum einen den spezifischen Risiken dieser Branche, kennt zum anderen aber auch die branchenspezifischen Chancen. Diese bestehen in den komplexen technischen und logistischen Problemen der Planung, Fertigung und Inbetriebnahme im Rahmen der Serienfertigung, aber auch in den kaufmännischen Besonderheiten der ausländischen Märkte sowie den jeweiligen wirtschaftlichen und politischen Länderrisiken.

Besondere Risiken sehen wir in der Umstellung eines konventionellen Antriebs mit Verbrennungsmotor über immer häufiger nachgefragte Hybridantriebe hin zu Fahrzeugen mit einem reinen Elektroantrieb. Die Auswirkungen des Dieselskandals auf die Nachfrage und Zulassungszahlen stellen sich negativ dar. Die aktuell starke Ausrichtung auf die E-Mobilität führt bei den Zulieferern der Automobilindustrie zu großen Problemen. Auch durch bestehende Risiken aufgrund von Restriktionen in China, die nicht überschaubaren Folgen des Brexit sowie der unkalkulierbaren Politik der USA, mit den nicht einzuschätzenden Folgen ist unsere Branche belastet.

Zur frühzeitigen Erkennung von strategischen Chancen und Risiken werden alle verfügbaren internen und externen Informationsquellen ausgewertet. Die Ergebnisse werden regelmäßig innerhalb der Geschäftsleitung erörtert, um die Unternehmenstätigkeit strategisch auszurichten und die Chancen zur lang- und mittelfristigen Sicherung der Gesellschaft zukunftsorientiert zu nutzen.

Neben Langfristverträgen im Automobilbereich und neuen Kunden in diesem Bereich konnten wir im Nichtautomobilbereich unsere Großkunden weiter ausbauen.

Aufgrund der bisherigen Entwicklung in 2019 und den uneinheitlichen Aussagen gehen wir mit verhaltener Aussicht in das zweite Halbjahr 2019.

Weitere Investitionen im Bereich Produktionsanlagen sind geplant.

E. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

1. Risikobericht

a. Risikomanagementziele und -methoden:

aa) Um im Spannungsfeld zwischen Gewinnchancen einerseits und Verlustrisiken andererseits dauerhaft erfolgreich zu sein, müssen insbesondere Risiken frühzeitig erkannt und in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Gleichzeitig sollen auch im Rahmen des Planungs- und Umsetzungsprozesses die bestehenden Chancen erkannt, kommuniziert, beurteilt und genutzt werden.

ab) Die unternehmerischen Risiken bestehen insbesondere in der Abwicklung der Großaufträge, der Erneuerung der Produktpalette sowie aus Bonitäts- und Gewährleistungsrisiken.

ac) Unser Unternehmen verfügt über eine ineinandergreifende Palette von Steuerungsinstrumenten, die gewährleisten, dass Risiken identifiziert und durch geeignete Maßnahmen beherrschbar gemacht werden.

ad) Die Form des Auftragsprozesses ist in einem Qualitätssicherungshandbuch detailliert beschrieben worden. Dieses ist durch eine Zertifizierung nach IATF 16949:2016 gewährleistet.

ae) Über das regelmäßige Reportingsystem werden die zuständigen Stellen zeitnah über die Projektfortschritte und das Auftreten ungeplanter Risiken informiert.

b. Erläuterungen zu verschiedenen Risikokategorien:

ba) Es besteht ein gut strukturiertes Vertriebssystem, durch das Marktbewegungen rechtzeitig erkannt werden können, um angepasste Maßnahmen einleiten zu können.

bb) Das Bonitätsrisiko wird durch Einholung von Bonitätsauskünften und ein funktionierendes Mahnwesen eingeschränkt.

bc) Bei den Großaufträgen gibt es ein mehrstufiges Genehmigungsverfahren, dessen Umfang von der Auftragsgröße abhängt.

bd) Währungsrisiken ergeben sich nicht, da die Fakturierung vollständig und der Einkauf ganz überwiegend in EUR erfolgen.

2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Im Verkaufsbereich verzeichnen wir eine rückläufige Entwicklung. Dem müssen jetzt Reduzierungen im Aufwand folgen. Generell besteht ein recht uneinheitliches Bild auf dem Markt, von Steigerungen bis hin zu Restriktionen.

Wir bekommen unabhängig davon weiterhin neue Projekte beauftragt, bestehende werden erhöht, wohingegen andere reduziert werden. Unsere Verbindlichkeiten bedienen wir planmäßig pünktlich und nutzen alle möglichen Skontofristen. Durch höhere Fertigungstiefen erwarten wir eine weitere Stabilisierung der langfristigen Auftragssituation. Für das Jahr 2019 rechnen wir mit einem positiven Endergebnis.

3. Forschung und Entwicklung

In unseren Arbeitsgebieten finden erhebliche technische Entwicklungen statt, denen wir durch Einsatz entsprechend hoch qualifizierter Mitarbeiter Rechnung tragen. Dies ist erforderlich, um mit Neuentwicklungen den Auslauf alter Serien auszugleichen bzw. neue Kunden zu gewinnen.

 

Velbert, den 24. Juni 2019

Stephanie Arthecker, Gesellschafter-Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 5.898.980,91 6.111.144,92
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.761,00 5.330,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 13.760,00 5.329,00
II. Sachanlagen 5.885.219,91 6.105.814,92
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.976.293,77 4.153.877,77
2. technische Anlagen und Maschinen 1.457.300,99 1.532.142,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 447.746,00 415.916,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.879,15 3.879,15
B. Umlaufvermögen 6.429.359,86 6.276.642,55
I. Vorräte 3.608.150,42 3.335.259,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.934.813,54 1.952.533,44
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 886.395,90 988.849,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.261,00 872,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.329.601,77 12.388.659,47

Passiva

   
  31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 2.000.000,00 2.000.000,00
I. Kapitalanteile 256.000,00 256.000,00
1. Kapitalanteile der Kommanditisten 256.000,00 256.000,00
II. Rücklagen 1.744.000,00 1.744.000,00
B. Rückstellungen 1.072.693,00 1.420.694,80
C. Verbindlichkeiten 9.256.908,77 8.967.964,67
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.279.070,45 5.157.625,54
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.395.052,93 2.121.826,39
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.329.601,77 12.388.659,47

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Rohergebnis 14.444.235,37 13.504.716,37
2. Personalaufwand 6.929.919,71 7.385.091,04
a) Löhne und Gehälter 5.827.429,63 6.315.765,87
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.102.490,08 1.069.325,17
davon für Altersversorgung 4.311,84 -7.508,11
3. Abschreibungen 748.494,99 811.770,29
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 748.494,99 811.770,29
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.835.656,68 4.708.856,31
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.849,92 2.034,24
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 157.696,79 214.686,90
davon aus Abzinsung 10.659,39 11.542,89
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 300.602,89 124.248,59
8. Ergebnis nach Steuern 1.473.714,23 262.097,48
9. sonstige Steuern 25.883,89 25.369,89
10. Jahresüberschuss 1.447.830,34 236.727,59

Anhang zum 31. Dezember 2018

der Heismann Drehtechnik GmbH & Co. KG, Velbert

A. Allgemeines

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Heismann Drehtechnik GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Velbert. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal unter HR A 20928 eingetragen.

2. Angaben zum Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften des HGB für eine mittelgroße haftungsbeschränkte Personengesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 GHB sowie der ergänzenden Vorgaben des Gesellschaftsvertrages unter grundsätzlicher Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze erstellt.

Im Wesentlichen aufgrund der handelsrechtlichen Pflichtrückstellungen, die steuerrechtlich nicht anerkannt werden, fallen handels- und steuerrechtliches Ergebnis auseinander.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Einzelnen

Für den Jahresabschluss sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip) gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Anlagegegenstände, deren Anschaffungskosten 250,00 EUR nicht übersteigen, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 EUR und 1.000,00 EUR werden gesammelt und der Jahressammelposten insgesamt mit einem Fünftel p. a. aufgelöst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Anschaffungskostenminderungen zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet und zwar unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des jeweiligen Fertigungsgrades bewertet. Erkennbare Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, mangelnder Veräußerbarkeit oder wegen zum Bilanzstichtag gesunkener Marktpreise ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Nennbeträgen bewertet. Risikobehaftete Forderungen werden durch Bildung von angemessenen Einzelwertberichtigungen zum Niederstwert angesetzt; das allgemeine Kreditrisiko, Skonti, Mahnkosten und Zinsen werden durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Forderungen werden in EUR fakturiert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert ausgewiesen. Wertberichtigungen

waren nicht vorzunehmen.

Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert, Fremdwährungskonten mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet für bereits geleistete Zahlungen, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet. Soweit mit Kostensteigerungen zu rechnen ist, wurden diese bei langfristigen Rückstellungen entsprechend berücksichtigt. Die langfristigen Rückstellungen wurden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen bewertet. In Fremdwährung fakturierte Eingangsrechnungen werden in der Regel zum jeweiligen Tageskurs umgerechnet und bewertet. Am Bilanzstichtag bestehende Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, welcher als erste Anlage dem Anhang beigefügt ist.

2. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellung ist mit ihrem versicherungsmathematischen Barwert (Sterbetafeln Heubeck 2018 G; Zinssatz 3,21 %) unter Berücksichtigung einer Steigerungsrate des Rententrends und unter Berücksichtigung einer Verzögerung von 3 Jahren von 1,25 % angesetzt. Die Berechnung des Rückstellungsbetrages wurde vorgenommen von dem Versicherungsmathematiker Alexander Pahlitzsch. Das Gutachten vom 16. März 2019 wurde der Bilanzierung zugrunde gelegt.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 2.751,00 EUR.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Resturlaub, Gutstunden, Tantieme, Gewährleistung, Umweltschutz, unterlassene Instandhaltungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Abschluss- und Steuerberatungskosten sowie Archivierungskosten.

3. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel, welcher als zweite Anlage dem Anhang beigefügt ist.

C. Sonstige Pflichtangaben

1. Leitungsorgane

Mitglieder der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Komplementärin wurde durch Frau Stephanie Arthecker, hauptamtlich Alleingeschäftsführerin der Heismann Drehtechnik GmbH & Co. KG, wahrgenommen. Von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Angabe der Geschäftsführervergütung wird Gebrauch gemacht.

2. Komplementärin

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die ODS Obernheimer Drehteile- und Schraubenfabrik GmbH mit Sitz in Velbert. Ihr Stammkapital beträgt 25.600,00 EUR.

3. Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 267 HGB betrug 125; davon waren 22 Angestellte und 103 gewerbliche Arbeitnehmer.

4. Außerbilanzielle Geschäfte

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden, Zession von Forderungen, Sicherungsübereignung finanzierter Maschinen sowie Verpfändung eines Guthabenkontos gesichert. Der Zweck der Besicherungen liegt in der Erlangung günstigerer Finanzierungskonditionen.

Von der Gesellschaft wurden Leasingverträge abgeschlossen, die vom Volumen her nicht von nachrangiger Bedeutung sind. Sie beziehen sich insbesondere auf das Leasing von Maschinen und technischen Anlagen sowie von Firmenfahrzeugen. Der Zweck des Leasings liegt im PKW-Bereich in der Einsparung von Handlingsaufwand nach Ablauf der Nutzungszeit und im Maschinenbereich in einer risikominimierenden Mischung von Finanzierungspartnern. Aufgrund des Leasings haben wir zu unserem Vorteil vor Ende des Geschäftsjahres die Auszahlung von Anschaffungskosten von 7.579 TEUR vermeiden können. Dem steht ein Liquiditätsnachteil bzgl. der Leasingaufwendungen über die durchschnittlich 1,7-jährige Restlaufzeit von jährlich 1.206 TEUR gegenüber.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus bestehenden Leasingverträgen betragen die nach dem Bilanzstichtag zu leistenden Leasingraten bis zum Ablauf des jeweiligen Vertrages insgesamt 2.085 TEUR.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

 

Velbert, den 24. Juni 2019

Stephanie Arthecker, Gesellschafter-Geschäftsführerin

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungs kosten 1.1.2018
EUR
Zugang 2018
EUR
Umbuchung 2018 Abgang 2018
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 14.042.633,80 552.651,98 0,00 47.828,17 14.547.457,61
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 114.559,36 16.094,00 0,00 0,00 130.653,36
1. Entgeltlich erworbene Rechte 92.402,53 16.094,00 0,00 0,00 108.496,53
2. Geschäfts- und Firmenwert 22.156,83 0,00 0,00 0,00 22.156,83
II. Sachanlagen 13.928.074,44 536.557,98 0,00 47.828,17 14.416.804,25
kumulierte Abschreibungen 1.1.2018
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr 2018 Abschreibungen Geschäftsjahr 2018
EUR
Abgang 2018
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 7.931.488,88 0,00 748.494,99 31.507,17 8.648.476,70
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 109.229,36 0,00 7.663,00 0,00 116.892,36
1. Entgeltlich erworbene Rechte 87.073,53 0,00 7.663,00 0,00 94.736,53
2. Geschäfts- und Firmenwert 22.155,83 0,00 0,00 0,00 22.155,83
II. Sachanlagen 7.822.259,52 0,00 740.831,99 31.507,17 8.531.584,34
Buchwert 31.12.2018
EUR
Buchwert 31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 5.898.980,91 6.111.144,92
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.761,00 5.330,00
1. Entgeltlich erworbene Rechte 13.760,00 5.329,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 1,00 1,00
II. Sachanlagen 5.885.219,91 6.105.814,92

Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2017
EUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr 31.12.2017
EUR
Restlaufzeit über einem Jahr 31.12.2017
EUR
Verbindlichkeiten 8.969.818,35 2.841.521,06 6.128.297,29
davon gegenüber Kreditinstituten 5.157.625,54 1.431.154,64 3.726.470,90
davon gegenüber Gesellschaftern 2.121.826,39 120.000,00 2.001.826,39
31.12.2018
EUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr 31.12.2018
EUR
Restlaufzeit über einem Jahr 31.12.2018
EUR
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren 31.12.2018
EUR
Restlaufzeit über fünf Jahre 31.12.2018
EUR
Verbindlichkeiten 9.256.908,77 2.718.848,47 6.538.060,30 2.226.839,50 4.311.220,80
davon gegenüber Kreditinstituten 4.279.070,45 1.184.063,08 3.095.007,37 1.240.964,50 1.854.042,87
davon gegenüber Gesellschaftern 3.395.052,93 320.000,00 3.075.052,93 841.875,00 2.233.177,93

Pfandrechte und Sicherheiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch Grundschulden über 6.303.071,84 EUR, Sicherungsübereignungen diverser Maschinen, Globalzession von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verpfändung eines Guthabenkontos.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.07.2019 festgestellt.

Zu dem am 24. Juni 2019 aufgestellten Jahresabschluss (ohne Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen) nebst Lagebericht zum 31.12.2018 der Heismann Drehtechnik GmbH & Co. KG, Velbert wurde folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk mit Datum 28. Juni 2019 erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Heismann Drehtechnik GmbH & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Heismann Drehtechnik GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heismann Drehtechnik GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung war es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung haben wir pflichtgemäßes Ermessen ausgeübt und eine kritische Grundhaltung bewahrt. Darüber hinaus haben wir

die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht identifiziert und beurteilt, Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken geplant und durchgeführt sowie Prüfungsnachweise erlangt, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen gewonnen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben beurteilt.

Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gezogen sowie darüber, ob - auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise - eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss gekommen sind, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir haben unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise gezogen. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben beurteilt sowie die Frage, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens beurteilt.

Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durchgeführt. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise haben wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nachvollzogen und die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen beurteilt. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen haben wir nicht abgegeben. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir haben mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung erörtert sowie auch bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, falls wir solche Mängel während unserer Prüfung festgestellt haben.

 

Velbert, den 28. Juni 2019

Gummert & Partner
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Volker Gärtner, Wirtschaftsprüfer

Stephan Auhagen, Wirtschaftsprüfer

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