FERTIGBAU GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Erb seit 23.4.2024 | Prokura |
Alexander Wißler seit 29.11.2023 | Geschäftsführer |
Carsten Bolender seit 17.8.2005 | Prokura |
Martin Schwab seit 17.8.2005 | Prokura |
Michael Walter Wißler seit 17.8.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
| 49.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ulrich GmbHFuldaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Jahresabschluss 2023der Firma Ulrich GmbH1. Wirtschaftsbericht - Gegenstand des Unternehmens - Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen der Baubranche 2023 - Geschäftsverlauf der Ulrich GmbH 2023 2. Prognosebericht - Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2024 - Aussichten für die Ulrich GmbH 2024 3. Chancen- und Risikoberichte 1. Wirtschaftsbericht Gegenstand des Unternehmens Die Ulrich GmbH ist ein seit 1932 im Raum Hessen tätiges mittelständiges Bauunternehmen. Das Leistungsspektrum umfasst folgende Bereiche: Hochbau: Wohnungsbau, öffentliche Bauten, Wirtschaftsbau Ingenieurbau: Kläranlagenbau, Brückenbau Sanierungsmaßnahmen: Umbauten aller Art Die Baugewerke werden überwiegend mit eigenem, umfassend qualifiziertem Personal ausgeführt. In Spitzen werden ausgesuchte Nachunternehmer mit Teilleistungen beauftragt. Je nach Auftragslage schwanken die Anteile der genannten Bereiche an der Gesamtleistung. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Baubranche 2023 Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie vorher die Coronakrise - meistern können. Gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben: - das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1 % auf 4 %, - eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen, - unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch das politische Vorantreiben der Klimawende, - sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neuaufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie - die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel. Dies alles hat dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes "den Boden unter den Füßen weggezogen". Denn unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden. Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6 %, real -9 %). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt. Der Umsatz ist real um 5,3 % gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12 % eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1 % zu dieser krisenhaften Entwicklung bei. Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen. Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von + 220.000 Beschäftigten auf 926.700 (2022) konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 gerade einmal konstant halten (927.700). Trotz der geringen Nachfrage bemühen sich die Unternehmen, ihr Personal zu halten. Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau. Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60 % über dem Jahresdurchschnitt von 2020 und bei Bitumen um fast 75 %. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45 % über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energie intensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60 % zugelegt. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten. Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen. Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7 % (nach +16 % in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd.€ (real -5,3 %; nominal +1,3 %). In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab: Im Wohnungsbau wurden 2023 für 260.000 Wohneinheiten Baugenehmigungen erteilt. Damit wurden etwa 100.000 WE weniger genehmigt als im Vorjahr (-27 %; Mehrfamilienhäuser etwa -48.000 WE, somit -25 %; Ein- und Zweifamilienhäuser -44.000 WE, somit -41 %). Die Auftragsbestände sind 2023 real um fast 20 % zurückgegangen; die Auftragspolster der Unternehmen damit weitgehend aufgebraucht. Die Bauverbände gehen davon aus, dass 2023 etwa 271.000 WE fertiggestellt worden sind (Vorjahr: 295.300 WE). Der Umsatz im Wohnungsbau betrug bei 58 Mrd. Euro (nominal -6 %, real -12 %). Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt: Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. Euro (nominal -10 % gg. Vorjahr). Die Auftragseingänge lagen 2023 im Wirtschaftshochbau im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen. Anders der Wirtschaftsneubau: Hier hat es im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse gegeben. Projekte der Mobilitätswende und auch der Energiewende sind an den Markt gegangen, Großprojekte im Öffentlichen Nahverkehr, aber auch für den Stromtrassenbau beauftragt worden. Und die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau legte 2023 nominal um 26 % zu. Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32,4 Mrd. € (real -6 %), im Wirtschaftstiefbau bei 27,6 Mrd. € (real +5 %). Der Wirtschaftsbau insgesamt erreicht 2023 somit einen Umsatz von 60 Mrd. € (nominal +5,5 %, real -1,3 %). Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild. Insgesamt erreichte der Umsatz 2023 im öffentlichen Hochbau 9,4 Mrd. € (nominal +13 %, real fast +6 %). Im öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze dagegen leicht auf 35 Mrd. € (nominal fast +4 %, real -3 %). Insgesamt hat der öffentliche Bau damit in 2023 gut 44 Mrd. € erreicht (nominal +6 %, real -1 %). Geschäftsverlauf der Ulrich GmbH 2023 Darstellung des Geschäftsverlaufs Anfang 2023 war ein deutlicher Auftragsrückgang zu verzeichnen. Aufgrund einer angespannten Preissituation bei den Angebotsabgaben war es der Firma Ulrich GmbH nicht möglich, ausreichende Auftragsbestände zur Weiterbeschäftigung von Leiharbeiten zu generieren. Bis März 2023 konnten die eigenen Mitarbeiter dennoch fast ohne Kurzarbeit in Arbeit gehalten werden. Erst dann war es uns möglich ausreichend neue Aufträge zu akquirieren, sodass von Mitte März an wieder eine größere Zahl von Leiharbeitern beschäftigt werden konnte. Da sich die Lieferverzögerungen und Preissteigerungen durch den Ukraine-Krieg in dieser Zeit abschwächten waren wieder verlässlicherer Preisangaben auf dem Angebotsmarkt möglich. Corona spielte im Jahr 2023 eine untergeordnete Rolle. Die Baustellen konnten ohne größere Krankheitsbeeinträchtigungen durchgeführt werden. Die erhöhten Kosten für mehr Personaltransporter und Coronatests sowie Einzelzimmer bei Auswärtstätigkeiten blieben uns erhalten. Da diese sich aber in überschaubarer Größe bewegten, hatten sie kaum Auswirkungen auf das Jahresergebnis. Im Laufe des Jahres war es uns möglich, Aufträge bis in den Februar 2024 zu generieren. Bereits ab November 2023 zeichnete sich jedoch ab, dass die Preise auf dem Kalkulationsmarkt erneut deutlich sinken werden. In der Folge war es uns nicht möglich, ausreichend Folgeaufträge für 2024 zu generieren, sodass man sich Ende 2023 auf ein äußeres schwieriges Jahr 2024 einstellte. Entgegen dieser Erwartung konnten wir im Frühjahr 2024 mehrere kleinere Aufträge akquirieren, sodass wir unser Personal bis August 2024 kaum in Kurzarbeit schicken mussten und sogar noch Leiharbeiter hinzunehmen konnten. Der Markt blieb aber in der Folge, gerade bei größeren Bauprojekten, stark umkämpft. So war es uns nicht möglich, größere Aufträge mit einer Laufzeit von mehreren Monaten an Land zu ziehen, was ab Juli 2024 zu einer deutlich geringen Auslastung führte. Umsatzentwicklung In 2023 erhöhte sich die Gesamtleistung von 14.787.000,00 € auf 14.952.000,00 €. Der Umsatz im öffentlichen Hochbau erhöhte sich von 4.770.000,00 € auf 5.076.000,00 € Im Jahr 2023 fanden keine Brückenbautätigkeiten statt. Der Kläranlagenbau reduzierte sich von 1.988.000,00 € auf 840.000,00 € Investitionen Im Jahr 2023 wurden Investitionen in das Anlagevermögen mit einem Gesamtumfang von 256.486,00 € getätigt. Die wesentlichen Anschaffungskosten entfielen hierbei auf 1 Totalstation im Wert von 28.171,00 €, 1 PKW mit einem Wert von 20.200,00 €, 1 Bus im Wert von 25.636,00 € sowie Schalungen und Gerüste im Wert von 25.862,00 €. Größere Anlagenabgänge waren nicht zu verzeichnen. Leasingverpflichtungen wurden nicht eingegangen. Ebenso wurde keine Kreditfinanzierung abgeschlossen. Personalbereich Ende 2023 bestand unsere Belegschaft aus 94 Mitarbeitern. Zu diesen Mitarbeitern zählten 11 gewerbliche Auszubildende. Die Entlohnung orientierte sich im Wesentlichen nach dem Tarifvertrag des Bauhauptgewerbes. Im Jahr 2023 kam es zu keinem größeren Baustellenunfall. Vermögenslage Zum Jahresende verfügte die Fa. Ulrich über liquide Mittel in Höhe von 3.238.440,00 €. Außergewöhnliche Geschäftsvorfälle fanden nicht statt. Die Eigenkapitalquote beträgt 67,7 %. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung wurden sämtliche erkennbare Verluste über Abwertung und Rückstellung im Jahresabschluss berücksichtigt. Finanzlage Im Jahr 2023 wurden von der Fa. Ulrich keine Kontokorrentlinien in Anspruch genommen. Der in 2022 bei der Sparkasse Fulda abgeschlossene Betriebsmittelkredit in Höhe von 600.000,00 € wurde nicht in Anspruch genommen. Da sich bis Mai 2023 die liquiden Mittel deutlich erhöhten, wurde der Betriebsmittelkredit am 26.05.2023 in voller Höhe gekündigt. Der unserer Firma von Banken und Kreditversicherungen zur Verfügung gestellte Avalkreditrahmen beträgt 5.525.000,00 €. Davon wurden zum 31.12.2023 3.424.198,00 € in Anspruch genommen. Der Cash-flow beträgt 598.766,00 €. Der Cash-flow ermittelt sich wie folgt:
Sonstiges Die Fa. Ulrich GmbH ist seit 2006 durch die Zertifizierung Bau GmbH zertifiziert. 2. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2024 Durch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und dem anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt zwar der Druck auf die Baupreise allmählich nach. Andererseits bleiben aber die Einkaufspreise hoch, steigende Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge verteuern das Bauen noch einmal; hinzukommen die anstehenden Tarifverhandlungen. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2 %. Nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. € (normal -5 %; unter der Annahme sinkender Baupreise: real -3 %). Verantwortlich dafür ist vor allem der Wohnungsbau, der seinen Sinkflug fortsetzen wird und mit real -13 % zu der schlechten Entwicklung beiträgt. Die Unterauslastung im Wohnungsbau lässt den jahrelangen Kapazitätsaufbau in Personal und Geräte ins Stocken geraten. Zum ersten Mal seit 2008 werden 2024 Beschäftigte abgebaut, voraussichtlich etwa 30.000 (= 900.000 Beschäftigte). Nur in den Ausbaubereichen und im Ingenieur- und Tiefbau werden weiterhin Fachkräfte gesucht. Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 um real 0,3 % geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung für 2024 auch nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3 %. In den einzelnen Bausparten sehen die Erwartungen folgendermaßen aus: Für 2024 erwarten die Bauverbände bei weiterhin unveränderten Investitionsbedingungen die Fertigstellung von 235.000 WE. Das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von 400.000 WE ist damit in weite Ferne gerückt. Die mit dem Wachstumschancengesetz gesetzten Impulse (eine degressive Afa von 6 % für den Mitwohnungsbau und eine bessere steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen) können nicht wirken, das Gesetz steckt im Vermittlungsausschuss fest. Den Umsatz im Wohnungsbau erwarten die Bauverbände daher 2024 nur noch bei 49 Mrd. € (nominal -15 %, real -13 %). Aussichten für die Ulrich GmbH 2024 Die von 2023 nach 2024 übernommenen Auftragsrestbestände reichten lediglich aus, unsere eigenen Mitarbeiter bis Ende Februar zu beschäftigen. Der Einsatz von Leiharbeitern war in dieser Zeit nicht möglich. Auch erschien aufgrund des deutlich eingesetzten Preisverfalls in der Kalkulation eine Generierung von ausreichenden Auftragsbeständen in der Folgezeit äußerst unwahrscheinlich. Widererwartend gelang es der Fa. Ulrich, mehrere kleinere Aufträge zu generieren, die ausreichten, um ab März wieder eine stattliche Anzahl von Leiharbeitern einzusetzen. So konnte die Auslastung sukzessiv fortgesetzt werden. Eine langfristige Planung ist jedoch kaum möglich. Größere und langfristigere Aufträge sind derzeit Fehlanzeige. Obwohl ausreichende Kalkulationsprojekte vorhanden sind, wird es aufgrund des enormen Preisverfalls bei den Angebotsabgaben ab Juli 2024 schwierig, eine Weiterbeschäftigung aller Mitarbeiter zu gewährleisten. Sollte sich keine Veränderung am Markt ergeben, könnte es ab September 2024 zu Kurarbeit kommen. Die Geschäftsleitung plant eine Gesamtleistung von 13,5 Mill. € und hofft auf einen knappen Jahresüberschuss. Die Eigenkapitalquote soll auf bisherigen Stand gehalten werden. 3. Chancen- und Risikoberichte Die Ulrich GmbH hat seit mehreren Jahren Vorkehrungen für ein Risikomanagement getroffen, was sie in die Lage versetzt, eventuell auftretende Risiken rechtzeitig erkennen zu können. Die Bonität der Auftraggeber wird vor Unterzeichnung von Bauverträgen durch eine Wirtschaftsauskunftsdatei überprüft. Mit Hilfe von Leistungsmeldungen sowie wöchentlicher Baubesprechungen werden die Bauvorhaben gesteuert und kontrolliert. Die Liquidität von Lieferanten und Nachunternehmern unterliegt einer regelmäßigen Bewertung durch Bauleiter und Poliere. Der Fachkräftemangel im Handwerk stellt ein ernstzunehmendes Risiko für die Geschäftsentwicklung der nächsten Jahre dar. Der Bedarf der Ulrich GmbH an Fachkräften und Auszubildenden ist jedoch zufriedenstellend gedeckt. Erfreulicherweise konnten für den Ausbildungsbeginn ab 01.08.2024 9 Auszubildende in den Bereichen Maurer, Stahlbetonbauer und Baugeräteführer eingestellt werden. An der Aufgabe, die Gesellschaft nach außen und innen als einen attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, arbeiten wir kontinuierlich weiter, auch um das vorhandene Personal, langjährige Leistungsträger, im Unternehmen zu halten. Auch wenn die Firma Ulrich GmbH dem Fachkräftemangel bisher erfolgreich entgegenwirken konnte, macht dieser sich bei den Berührungspunkten mit Ausbaugewerken deutlich bemerkbar. Der Fachkräftemangel und die Materialverknappung bzw. lange Lieferzeiten führen zunehmend zu Problemen, Ausbau-Handwerker zu akzeptablen Preisen und termingerecht verpflichten zu können. Die hier im Lagebericht dargestellten Risiken haben derzeit weder einzeln noch kumuliert bestandsgefährdenden Charakter. Mit 2 Auftraggebern bestehen Rechtsstreitigkeiten. Das hieraus zu erwartende Risiko wurde bereits im Jahresergebnis 2023 berücksichtigt.
Fulda, den 31. Oktober 2024 gez. Dipl.-Wirt.-Ing. Michael Wißler, Geschäftsführer gez. Alexander Wißler, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss der Ulrich GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ist von der Geschäftsleitung nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff., 264 ff. HGB) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Ulrich GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken, liquide Mittel zum Nennbetrag bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 155.873,00 Euro. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge. Da die Werte, die für die Darstellung eines Brutto-Anlagengitters notwendig wären, erst ab dem 1. Januar 1994 vorgehalten werden und eine Ermittlung unverhältnismäßige Kosten verursachen würde, werden für die vor diesem Datum angeschafften Anlagegegenstände ersatzweise die Netto-Buchwerte dargestellt. Als Anschaffungs- und Herstellungskosten werden die Buchwerte des Jahres 1993 übernommen und fortgeführt (Art. 48 Abs. 5 S. 1 EGHGB). Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Als wesentliche Posten stellen sich hierbei die Guthaben gegenüber der SOKA Bau aus dem Urlaubsausgleich in Höhe von 58.762 Euro und die Steuererstattungsansprüche für Körperschaft- und Gewerbesteuer aus der Veranlagung des Vorjahres und des Geschäftsjahres in Höhe von 282.823 Euro dar. Pensionsrückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurde nach dem modifizierten Teilwertverfahren errechnet. Als Rechnungszins wurde ein Zinssatz von 1,83 % berücksichtigt. Die biometrischen Grundwerte wurden nach den Richttafeln von Klaus Heubeck für 2018 angewandt. Das Alter bei Beginn der Altersrente wurde mit 65 Jahren festgelegt. Die Option auf Teilkapitalzahlungen wurde berücksichtigt. Für die laufenden Betriebsrenten wurden keine zukünftigen Steigerungen angesetzt, da auf Grundlage der Vereinbarungen keine zusätzlichen Anpassungen an die Lohn- und Gehaltsentwicklungen vorgesehen sind. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 954 Euro. Der Zinsanteil aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 2.684 Euro wurde entsprechend der Regelungen nach § 277 Abs. 5 HGB berücksichtigt. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Eine Übersicht über die Zusammensetzung der Rückstellungen ist ebenfalls in der Anlage dargestellt. Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen In den Verbindlichkeiten sind Posten enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 Euro. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 2.159.029 Euro (Vorjahr: 1.731.499 Euro). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 113.816 Euro (Vorjahr: 254.108 Euro). Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 45.924 Euro (Vorjahr: 162.925 Euro). Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag außer den in der Bilanz sowie unter 6. des Lageberichts dargestellten Haftungsverhältnissen aus Gewährleistungs-Avalen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die für die Darstellung der Finanzlage von Bedeutung sind. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Im Geschäftsjahr 2017 wurde der wesentliche Teil des Past-Service der Pensions-Rückstellung durch die Generali Pesionsfonds AG abgelöst. Für die Aufzinsung der Verbindlichkeit wurde ein Zinssatz von 1,12 % angewandt. Hieraus wurden 2.304 Euro Zinsaufwendungen berücksichtigt. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt: Dipl.-Wirtschafts-Ing. Michael Wißler Alexander Wißler Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nr. 9 HGB wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Beurteilung der VFE-Lage und die vorgenommenen Wertansätze für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 haben. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Ergebnisverwendung ist gemäß Gesellschaftsvertrag von einem Beschluss der Gesellschafter abhängig. Da dieser Beschluss noch nicht vorliegt, wurde der Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorgetragen und als Gewinnvortrag im Eigenkapital ausgewiesen. Unterschrift der Geschäftsführung
Fulda, 31. Oktober 2024 gez. Dipl.-Wirts.-Ing. Michael Wißler gez. Alexander Wißler Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.10.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ulrich GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ulrich GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ulrich GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, 30. Oktober 2024 G+M Wirtschaftsprüfung Dr. Gebhardt + Moritz GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Diplom-Kaufmann Dr. Christian Gebhardt, Wirtschaftsprüfer |
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