Stammdaten

Register
Amtsgericht Friedberg HRB 343
Vorher
OlLES-TRIBOMET-Gleitelemente GmbH
Eingetragen
14.1.2002
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Der Vertrieb und die Herstellung von unbearbeiteten und bearbeiteten Metallen und Legierungen, insbesondere Gußteilen, Gleitlagern, Maschinen und Werkzeugen; sowie von chemischen Erzeugnissen einschließlich Planung und technischer Beratung.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Kazuhito Sato
seit 19.1.2026
Geschäftsführer
Hiroyuki Kikuchi
seit 3.8.2025
Geschäftsführer
Shuichi Yamaguchi
seit 18.7.2024
Geschäftsführer
You Okuyama
seit 22.1.2024
Geschäftsführer
Kai Metzler
seit 14.4.2014
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OILES Deutschland GmbH

Butzbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31 Dezember 2023

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31 Dezember 2023..

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Anlagenspiegel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die OILES Deutschland GmbH ("ODG"), mit Sitz in Butzbach, ist die deutsche Tochtergesellschaft der weltweit operierenden OILES Corporation mit Hauptsitz in Kanagawa/ Japan. Die OILES Corporation ist ein international operierender Hersteller von unbearbeiteten und bearbeiteten Metallen und Legierungen, insbesondere Gussteilen, Gleitlagern, Maschinen und Werkzeugen, sowie Dichtelementen, die in der Automobilindustrie, der Maschinenbauindustrie sowie dem Kraft- und Anlagenbau eingesetzt werden.

Die Geschäftstätigkeit wird vom Hauptsitz in Butzbach betrieben. Die Gesellschaft verfügt neben dem Lager in Butzbach über ein Fremdlager bei der Schwestergesellschaft OILES Czech Manufacturing s.r.o. in Kadaň/ Tschechien.

Die Produkte der Gesellschaft für den Bereich der Automobilindustrie werden überwiegend über die OILES Czech Manufacturing ("OCM") s.r.o., Kadan/ Tschechien, bezogen. Weitere Automobil- und Maschinenbaukomponenten werden von der Muttergesellschaft der OILES Corporation ("JOC"), Kanagawa/ Japan, und Maschinenbaukomponenten von der Shanghai OILES Bearing Inc. ("SOBI"), Shanghai/ China, sowie von der OILES America Corporation. ("OAC"), Concord/ Vereinigte Staaten, bezogen.

1.2. Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden im Wesentlichen im Rahmen von Kundenprojekten erbracht. In 2023 wurden durch Umstrukturierungen seitens des Managements im Mutterkonzern Strategie-Maßnahmen eingeleitet, die eine engere Entwicklungstätigkeit mit der Unterstützung des Mutterkonzerns beinhaltet. Basierend auf die Neuausrichtung wurden verschiedene Entwicklungsprojekte einer Neubewertung unterzogen. Derzeit konzentriert sich das Unternehmen auf die gemeinsam beschlossen Kernprojekte in der Entwicklung und treibt diese voran, um diese in den nächsten Jahren zur Produktionsreife zu führen.

Die Forcierung der begonnenen Projekte im Bereich der Kunststoff-/ Metallkomponenten und Metall-Ersatzprodukte für Lenksysteme konnte in 2023 insoweit fortgesetzt werden, dass das Unternehmen bei verschiedenen Kunden bereits erste Rückmeldungen und Testergebnisse erhalten hat. Ein deutscher Automobilzulieferer konnte aufgrund dieser Testergebisse bereits für ein Serienprojekt gewonnen werden. Durch weitere kurzfristige Fähigkeitserprobung erhofft sich das Unternehmen auch in diesem Jahr das Auftragsvolumen weiter auszubauen.

Das in den vergangenen Jahren forcierte Top Mount Projekt zur elektronischen Gewichtserfassung in PKWs wird aufgrund der bereits erwähnten Umstrukturierung vorerst nicht weiterverfolgt. Stattdessen wurden neue Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich Thermomanagement Wasserpumpen forciert. Neu entwickelte Gleitlager- Materialtypen sind bereits bei ausgewählten Automobilkunden präsentiert, beziehungsweise zur Erprobung versendet worden. Ergebnisse werden im ersten Quartal 2024 erwartet.

Der Gesamtbetrag der Forschung und Entwicklungskosten belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 186 und beträgt damit 0,1 % vom Umsatz.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist um -0,3 % niedriger als im Vorjahr. Gemäß den Ausführungen des statistischen Bundesamtes dämpfen, trotz der jüngsten Rückgänge, nach wie vor hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzt sich damit nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,7 % höher.

Quelle:https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

Im Hinblick auf den wirtschaftlich wichtigen europäischen Absatzmarkt stieg das BIP der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union saison- und kalenderbereinigt um 0,5 % im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr.

Quelle: https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/18507488/2-14022024-AP-EN.pdf/bd0e89a8-b0a6-0cb1-ec74-992ab92c470?version=2.0&1=1707907810744

Automobilbranche

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wird insbesondere durch die Lage und die Aussicht des weltweiten Automobilmarktes geprägt. Im Jahr 2023 verzeichnete der europäischen Automobilmarkt (Europäische Union, EFTA-Staaten sowie das Vereinigte Königreich) gegenüber dem Vorjahr einen Wachstumsanstieg im Hinblick auf neuzugelassene Fahrzeuge von 14 %. Nominell bedeutete dies eine Erhöhung der Neuzulassungen auf 12,8 Mio Fahrzeuge in 2023.

Die Erholung des europäischen Automobilmarktes verläuft jedoch weiterhin schleppend. Gemäß dem Verband der Automobilindustrie liegt der europäische Pkw-Markt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 %) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019.

So wurden im Monat Dezember 4 % weniger Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahresmonat. Maßgeblich für den Rückgang auf dem europäischen Automobilmarkt ist, nach Einschätzung des Verbandes der Automobilindustrie, der schwache deutsche Markt. Dort wurden, infolge eines Ende 2022 wirksamen Sondereffektes im Elektrosegment (Änderungen bei der Förderung von E-Autos), im Dezember 2023 insgesamt deutlich weniger Neufahrzeuge zugelassen. Die fünf größten europäischen Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Monat wie folgt: Frankreich (+15 %), Spanien (+11 %), Vereinigtes Königreich (+10 %), Italien (+6 %), Deutschland (-23 %).

Quelle:https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240118_PM_Internationale-Pkw-M-rkte-im-Jahr-2023-mit-kr-ftigem-Wachstum

Unserer Einschätzung nach, sorgte die Bereitstellung von Oiles Produkten auf hohen Service- und Qualitätsniveau, wie in den vergangenen Jahren dafür, dass das Unternehmen den Anteil an europäischen Kunden mit ca. 75% behaupten konnte. Die von den Kunden anerkannte hohe Produktqualität spiegelte sich ebenfalls durch die in 2023 beständig steigenden Abrufzahlen, nach den vorangegangenen Krisenjahren, wieder.

Industrielle Anwendungen

Der Umsatz im Sektor der industriellen Anwendungen wurde wie in der Vergangenheit fast ausschließlich mit europäischen Kunden getätigt. Das größte industrielle Marktsegment für die Oiles Deutschland sind der Bereich der erneuerbaren Energien, wie beispielsweise das Hydro-Geschäft sowie die Industriefahrzeuge.

Analyse des Geschäftsverlaufes

Der Umsatz mit Automobilkomponenten belief sich im Geschäftsjahr auf EUR 24,7 Mio. und übertraf damit die prognostizierten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 23,4 Mio. Der Umsatz mit industriellen Maschinenkomponenten stieg auf EUR 1,9 Mio. und übertraf ebenfalls den prognostizierten Umsatz von EUR 1,3 Mio. Somit wurden die prognostizierten Umsatzerlöse EUR 24,7 Mio. um EUR 1,9 Mio. deutlich übertroffen. Darüber hinaus konnte der prognostizierte Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 127 mit einem tatsächlichen Jahresüberschuss von TEUR 665 ebenfalls übertroffen werden.

Im Jahr 2023 konnten die internationalen Automobilmärkte eine allgemeine Steigerung der Neuzulassungen verzeichnen. Die in 2022 einflussnehmenden Faktoren des Ukraine Krieges und der Lockdownmaßnahmen in China traten in 2023 vermehrt in den Hintergrund, so dass sich die allgemeine Versorgungslage auf den Märkten verbesserte und sich sowohl die Produktionszahlen als auch die Neuzulassung maßgeblich erhöhten.

Auch konnten, die durch die Energiekrise entstandenen höheren Produktionskosten in einem nicht unerheblichen Teil erfolgreich an die Kunden des Unternehmens weitergegeben werden. Eine maßgebliche Senkung der Einkaufspreise, insbesondere bei den Produkten, die aus dem Mutterkonzern bezogen wurden, sorgte zusätzlich auf der Lieferanten-Seite zu einer verbesserten Ertragslage. Aufgrund dieser positiven Entwicklungen im Geschäftsjahr 2023 konnte die Oiles Deutschland einen überaus positiven Anstieg sowohl im Bereich des Umsatzes als auch des Gewinns verzeichnen.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz im Jahr 2023 von TEUR 22.857 auf TEUR 26.613. Der Umsatz mit Automobilkomponenten stieg um rd. 13,5 % auf TEUR 24.735 (Vorjahr: TEUR 21.792). Der Verkauf von industriellen Maschinenkomponenten stieg um TEUR 813 von TEUR 1.065 auf TEUR 1.878.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 297 auf TEUR 211. Dies ist überwiegend auf die Ertragsrückgänge aus Währungskursdifferenzen zurückzuführen.

Der Materialaufwand erhöhte sich auf TEUR 19.886 gegenüber TEUR 18.205 im Vorjahr. Die Bruttomarge [(Umsatzerlöse - Materialaufwendungen) /Umsatzerlöse] stieg von 20,4 % im Vorjahr auf 25,3 % im aktuellen Geschäftsjahr, welches maßgeblich auf die erhöhten Verkaufspreise, als Folge der Weiterbelastung der Energiekostenerhöhung in den Produktionsstätten des Konzernverbundes zum Kunden hin zurückzuführen war.

Die Personalaufwendungen sanken um TEUR 239 von TEUR 3.373 auf TEUR 3.133, was im Wesentlichen auf die Reduzierung der Belegschaft im Bereich Qualität und Technik zurückzuführen ist.

Die sonstigen Aufwendungen stiegen nur geringfügig um TEUR 50 von TEUR 2.437 im Vorjahr auf TEUR 2.486. Die Zinsaufwendungen sind aufgrund des erhöhten Zinsniveaus des Gesellschafterdarlehens um TEUR 207 gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Das Unternehmen erzielte nach einem negativen Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von TEUR 841 im Geschäftsjahr 2022, nunmehr ein positives Ergebnis in Höhe von TEUR 919. Nach einem Jahresfehlbetrag im Vorjahr von TEUR 956 beläuft sich der Jahresüberschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr nunmehr auf TEUR 665.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.008 auf TEUR 14.770.

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 118 auf TEUR 607 vermindert. Die Zugänge belaufen sich auf TEUR 47. Diese sind im Wesentlichen auf die Anschaffung eines Fahrzeugs und sonstiger Geschäftsausstattung zurückzuführen.

Die Lagerbestände verringerten sich um TEUR 932 auf TEUR 2.831 (Vorjahr: TEUR 3.763). Dies wurde durch den planmäßigen Abverkauf der Lagerbestände in 2023 erreicht. Die geleisteten Anzahlungen haben sich stichtagsbezogen von TEUR 172 auf TEUR 0 verringert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 517 auf TEUR 5.797 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was im Wesentlichen auf die gestiegenen Umsätze zurückzuführen ist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken gegenüber dem Vorjahr um TEUR 74 auf TEUR 78. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 26 auf TEUR 796.

Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss des Jahres 2023 in Höhe von TEUR 665 erhöht. Die Eigenkapitalquote im Jahr 2023 liegt bei einem Wert von 34,5 %. Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen vollständig ab.

Die Rückstellungen sind von TEUR 856 um TEUR 134 auf TEUR 990 gestiegen, was im Wesentlichen auf die Entwicklung der Steuerrückstellung zurückzuführen ist.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 125 auf TEUR 226 gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 267 auf TEUR 8.301 gestiegen. Dieser Anstieg ist bedingt durch die Aufnahme eines um TEUR 2.000 erhöhten Darlehens bei der Muttergesellschaft, dem eine Verringerung der Verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung verbundener Unternehmen von TEUR 1.733 entgegensteht.

Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus kurzfristigen Darlehen, die von der Muttergesellschaft gewährt werden und sich zum sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 7.000 (Vorjahr: TEUR 5.000) belaufen. Die Gesellschaft hat bei Geschäftsbanken keine eigenen Kreditlinien.

Die liquiden Mittel haben sich, insbesondere durch die Erhöhung des Gesellschafterdarlehen i.H.v. TEUR 2.000 sowie dem laufenden Jahresübeschuss, kompensiert um die Veränderung des übrigen Nettoumlaufvermögens, zum Bilanzstichtag 2023 um TEUR 1.782 erhöht und betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 4.523 (Vorjahr: TEUR 2.741). Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 34,5% (Vorjahr: 32,2%), was durch den Jahresüberschuss des Jahres 2023 in Höhe von TEUR 665 bedingt ist.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Insgesamt hat sich die Situation der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 in einem schwierigen Marktumfeld positiv entwickelt. Trotz der weithin problematischen Lage im Nahost- und Ukrainekonflikt, ist die positive Entwicklung insbesondere auf die gestiegenen Absatzzahlen auf den Automobilmärkten in Asien und Amerika zu begründen, in denen die Produkte des Unternehmens über die europäischer OEM und Tier 1 vertrieben werden. Darüber hinaus ergaben sich positive Effekte aus den bereits erwähnten verbesserten Verkaufskonditionen und den Lieferbedingungen seitens des Mutterkonzern.

4. Angaben zum internen Kontroll- und zum Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft verfügt über ein Risikomanagementsystem zur Vermeidung von Planungsabweichungen und zur Sicherstellung einer nachhaltigen positiven Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage. Sie ist in das zentrale Riskmanagement der Gruppe eingebunden.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundestamm. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Forderungsausfälle sind eher gering.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

5. Prognosebericht

Die Zielsetzung des Unternehmens für 2023 ist es einen Umsatz von EUR 26,7 Mio. und Gewinn von TEUR 250 zu erreichen. Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatz im Automobil Bereich von EUR 24,8 Mio. Im Industriebereich wird mit einem Umsatz von EUR 1,9 Mio. gerechnet.

Die Grundlage der Prognose für die moderate Entwicklung in 2024 sind die trotz der in 2023 vollständig ausgelaufenen Corona Beschränkungen sowie der rückläufigen Energiekosten, verhaltene Jahresbestellmengen der Automobilkunden.

Aufgrund der weiteren Unsicherheiten können die tatsächlichen Ergebnisse jedoch wesentlich von der Erwartung über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

6. Chancen- und Risikobericht

Die Erläuterung der nachführend aufgeführten Chancen und Risiken erfolgt entsprechend ihrer Bedeutung:

Chancen

Der intensive fachliche Austausch der vergangenen Geschäftsjahre mit den Standorten im Konzernverbund in Indien und China zu den in der EU akquirierten und entwickelten Projekten wurde auch im Jahr 2023 weiter vorangetrieben. Zusätzlich wurde im Mutterwerk in Japan eine Koordinationsstelle eingerichtet, die die weltweiten Projekte koordiniert sowie die Zielsetzungen der Unternehmensführung in regelmäßigen Meetings überprüft. Hierdurch erhofft sich der Konzern eine maßgebliche Steigerung sowohl der Umsatz- als auch der Gewinnzahlen in den folgenden Jahren.

Durch die koordinierten globalen Aktivitäten konnte das Unternehmen hier schon erste Erfolge bei einem großen europäischen Automobilzulieferer verzeichnen und ein Projekt auf sowohl dem asiatischen als auch EU Markt gewinnen, weitere Projekte sind in Aussicht gestellt und befinden sich derzeit in der Entwicklungsphase.

Das Unternehmen stellt im Unternehmensverbund weiterhin eine wichtige Säule im Bereich der Entwicklungstätigkeit und dem Austausch von Technologien dar. Durch seine Entwicklungstätigkeiten unterstützt es die Ausweitung des globalen Geschäftes der Oiles Gruppe nicht nur in Europa, sondern im gesamten globalen Verbund der Oiles. Durch den weiteren Ausbau dieser Aktivitäten erhofft sich das Unternehmen auch in Zukunft seine Position als wichtigen Partner im Konzern zu erhalten.

Die verbesserten Markbedingung in 2023 ließen das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr neben den verbesserten Abrufmengen weitere Projekte hinzugewinnen, die in den darauffolgenden Geschäftsjahren in die Serienproduktion übergehen werden und einen maßgeblichen Anteil am Unternehmensumsatz haben sollen.

Insofern können wir sagen, dass das Geschäft für diesen Sektor, gefördert durch strategisches Verkaufsmanagement, Kostenverbesserung und technische Aktivitäten, dem Unternehmen Chancen für eine mittelfristige Umsatzsteigerung bietet.

Die in den Vorjahren begonnene Konzentration auf die Marktnische im Bereich der E-Mobilität konnte in 2023 weiter ausgebaut werden. Das Unternehmen ist bereits bei einigen großen Automobilherstellern mit seinen Produkten im Bereich der Lenkungssysteme in Fahrzeugen vertreten und konnte durch die verstärke strategische Konzentration im Bereich Thermomanagement elektrischer Wasserpumpen erste Präsentationen und Prototypenanfragen verzeichnen.

Im Bereich E-Bike und der urbanen Warenbelieferungen sieht das Unternehmen weiterhin Wachstumspotential und steht wie in den vergangenen Jahren im engen Kontakt zu potenziellen Kunden. Im Umfeld der Medizintechnik war es dem Unternehmen in 2023 möglich erste Serienteile zu liefern und Gespräche über die Produktion einer kleineren Baugruppe zu führen. Eine mögliche Entscheidung für einen dementsprechenden Auftrag wird voraussichtlich in 2024 vom Kunden entschieden.

Um gegen den bestehenden Kostendruck gerade auf dem europäischen Markt langfristig zu bestehen ist das Unternehmen zusammen mit seinen Zulieferern und dem Schwesterunternehmen in Tschechien in enger Zusammenarbeit Produktionskosten senkende Maßnahmen durchzuführen. Hier wurde im Jahr 2023 entschieden vormals zu Unterlieferanten verlagerte Projekte im Bereich der PSB-Federbeinlager schrittweise nach Tschechien zu transferieren, um Logistik und interne Kosteneinsparungs-Effekte zu nutzen. Eine 2023 geplante vollautomatische Anlage für den Lenkungsbereich wurde auf das Geschäftsjahr 2025/26 verschoben, da der zuvor beschriebene Verlagerungs-Prozess einen Großteil der Kapazitäten bindet.

Risiken

Das Unternehmen sieht auch im Jahr 2024 den größten Unsicherheitsfaktor in den makroökonomischen Unwägbarkeiten. Dies kennzeichnet sich insbesondere durch den Ukraine Krieg sowie die weiterhin bestehende Unsicherheit auf dem Halbleitersektor sowie den in 2023 begonnene Nahostkonflikt welche weiterhin potentielle Risiken für steigende Kosten auf dem Energiesektor sowie mögliche Produktionssowie Logistikausfälle bergen.

Gleichzeitig kann die weiterhin unsichere Zinspolitik, Investitionen im Automobil- und Industriesektor hemmen und zu Projektausfällen führen, was sich am Ende negativ auf die Umsätze und den Gewinn des Unternehmens auswirken kann. Um hier möglichen Verlusten entgegenzuwirken, hat das Unternehmen in 2023 die geplante Reduzierung der Mietkosten sowie im Personalwesen erfolgreich umgesetzt.

Des Weiteren werden im Jahr 2024, wie auch in 2023, intensive Gespräche mit dem Mutterkonzern sowie den konzerneigenen Produktionsunternehmen zur Optimierung und damit Senkung der Fertigungskosten ein maßgebender Aufgabenbereich für das Unternehmen sein. Grundsätzlich besteht aufgrund der Einbindung in den Konzern-Verbund eine Abhängigkeit zu Mutter-& Schwestergesellschaften, die sowohl Chancen als auch Risiken in sich trägt.

In Bezug auf den industriellen Sektor steht das Unternehmen wie auch in Vorjahren weiterhin vor der Herausforderung, mit neuen innovativen Anwendungsfeldern und Materialien ein kontinuierlich stabiles Umsatzwachstum zu erzeugen. Die kontinuierliche Fortführung der strategischen Betrachtung bestehender Kunden und daraus resultierender Neuausrichtung sowie die Betrachtung lokaler Fertigungsmöglichkeiten waren bereits in den letzten Geschäftsjahren erfolgreich, so dass an dieser strategischen Ausrichtung auch in den folgenden Jahren festgehalten werden soll.

Wechselkursrisiken bestehen im Hinblick auf Bankguthaben, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten, die in Fremdwährung lauten. Diese resultieren aus der Fakturierung von Umsatzerlösen sowie dem Wareneinkauf in Fremdwährungen, wobei die von der Muttergesellschaft OILES Corporation ("JOC") bezogenen Waren mit Yen in Rechnung gestellt werden. Das Unternehmen hat Fremdwährungskonten bei Kreditinstituten in geringem Umfang und nutzt diese, um für Auszahlungen entsprechende Fremdwährungen vorzuhalten. Die Steuerung und Planung der vorgehaltenen Fremdwährungsbestände erfolgt unter Berücksichtigung der geplanten Transaktionen zum Kauf und Verkauf von Waren in fremder Währung und wird von der Geschäftsführung überwacht. Das Unternehmen verwendet keine Finanzderivate.

Zur Reduzierung des Kreditrisikos der Kundenforderungen werden diese permanent überwacht und sind in das effektive Mahnwesen eingebunden. Risiken im Forderungsbereich sind durch gebildete Wertberichtigungen berücksichtigt. Kreditversicherungen kommen nicht zum Einsatz.

Wesentliche Liquiditätsrisiken bestehen derzeit aufgrund des hohen Bestandes liquider Mittel nicht. Insgesamt sind damit zurzeit auch keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

Generelle Risiken bergen die Vielzahl von Gesetzen sowie Umweltschutz-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, die im Falle einer Nichteinhaltung die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen könnten. Die Gesellschaft ist allerdings der Meinung, dass man den Gesetzen und Vorschriften nachkommt.

Zu den generellen Risiken zählt auch die Möglichkeit eines Versagens der IT-Systeme, das ggf. geschäftsschädigend sein könnte. Zunehmende globale Bedrohungen der Informationssicherheit und komplexere, gezielte Computerkriminalität stellen ein Risiko für die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten, Abläufen und Infrastruktur dar. Obwohl diese Risiken durch eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen wie Mitarbeiterschulungen, umfassende Überwachung unserer Netzwerke und Systeme sowie die Aufrechterhaltung von Sicherungs- und Schutzmaßnahmen gemindert werden, bleiben die Mitarbeiter, Systeme, Netzwerke, Produkte, Einrichtungen und Dienstleistungen potenziell anfällig für Industriespionage oder Cyberangriffe. Je nach Art und Umfang könnten solche Bedrohungen zur missbräuchlichen Nutzung vertraulicher Informationen sowie Systeme und Netzwerke, zur Manipulation und Zerstörung von Daten, zu fehlerhaften Produkten, Produktionsausfällen und Betriebsunterbrechungen führen. Dieses würde sich wiederum negativ sowohl auf den Ruf als auch die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragslage auswirken.

 

Butzbach, 28. März 2024

OILES Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Yoshiteru Igarashi

Kai Metzler

You Okuyama

Koichi Morishige

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und Software 330,15 2.947,93
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen zur Qualitätsprüfung 457.569,87 560.542,89
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 149.397,17 162.066,11
606.967,04 722.609,00
607.297,19 725.556,93
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 2.831.106,96 3.763.128,62
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 171.931,79
2.831.106,96 3.935.060,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.797.275,47 5.280.226,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 78.232,61 152.298,53
3. Sonstige Vermögensgegenstände 796.199,54 770.129,93
6.671.707,62 6.202.655,07
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.522.793,25 2.740.929,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 136.987,14 157.722,05
14.769.892,16 13.761.924,11

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnvortrag 4.374.508,33 5.330.546,91
III. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 665.056,11 -956.038,58
5.090.693,63 4.425.637,52
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 373.874,00 399.355,00
2. Steuerrückstellungen 269.133,42 66.956,36
3. Sonstige Rückstellungen 346.687,47 389.752,08
989.694,89 856.063,44
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.375,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 226.358,10 351.613,28
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.301.079,56 8.034.387,66
4. Sonstige Verbindlichkeiten 158.690,98 94.222,21
(davon aus Steuern € 76.022,54; Vorjahr € 57.814,96)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 7.648,41; Vorjahr € 10.058,25) 0
8.689.503,64 8.480.223,15
14.769.892,16 13.761.924,11

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 26.613.019,55 22.856.866,39
2. Sonstige betriebliche Erträge 210.562,48 507.685,93
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -19.885.572,40 -18.205.339,40
-19.885.572,40 -18.205.339,40
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.716.001,75 -2.950.556,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -417.125,23 -421.968,16
(davon für Altersversorgung € 17.982,18; Vorjahr € 26.517,58)
-3.133.126,98 -3.372.524,33
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -163.324,06 -162.399,26
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.486.454,91 -2.436.643,23
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 582,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -236.244,57 -29.039,68
(davon an verbundene Unternehmen € 229.153,57; Vorjahr € 21.291,66)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -251.134,50 -112.469,00
10. Ergebnis nach Steuern 667.724,61 -953.280,58
11. Sonstige Steuern -2.668,50 -2.758,00
12. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 665.056,11 -956.038,58

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die OILES Deutschland GmbH mit Sitz in Butzbach ist beim Amtsgericht Friedberg, Hessen, unter der Registernummer HRB 343 im Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten, Davon-Vermerke sowie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt.

Die Erleichterungsvorschrift des § 288 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden in Anlehnung an steuerliche AfA-Tabellen, da diese von der betriebsindividuellen Nutzungsdauer nicht wesentlich abweichen, nach der geschätzten voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen über drei Jahre vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des immateriellen Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden, nach Maßgabe der in Anlehnung an steuerliche AfA-Tabellen ermittelten, voraussichtlichen Nutzungsdauern, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Diese entsprechen im Wesentlichen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern betragen für Anlagen und Maschinen zur Qualitätsprüfung und Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis elf Jahre. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungskosten angesetzt.

Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis zu EUR 800 wurden im Berichtsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst. Der in Vorjahren gebildete Sammelposten für Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 150 bis EUR 1.000 mit einer Abschreibung über fünf Jahre wurde planmäßig fortgeführt.

Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Waren der Gesellschaft werden mit den Anschaffungskosten unter Anwendung der Durchschnittsmethode unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Sofern die beizulegenden Werte niedriger als die Anschaffungskosten sind, werden diese angesetzt. Als solche werden, grundsätzlich die Wiederbeschaffungskosten oder die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Zudem werden alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsposten werden gem. § 256a HGB umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Diese werden zum Nennwert bewertet.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Rentenbarwert bewertet. Als Rechnungszins wurde der von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelte, durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %). Es wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Ein Rententrend wird bedingt durch einen festen Rentenbetrag nicht berücksichtigt. Die erfolgswirksame Aufzinsung wird im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes sind im operativen Ergebnis enthalten.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen) angesetzt und berücksichtigen ungewisse Verpflichtungen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2023 ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.797.275,47 5.280.226,61
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 78.232,61 152.298,53
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 796.199,54 770.129,93
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 281.836,05 280.416,05
6.671.707,62 6.202.655,07

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr vollständig aus Lieferungen und Leistungen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin Oiles Corporation, Tokio, Japan in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 77) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen (TEUR 424; Vorjahr: TEUR 481) und Mietkautionen (TEUR 282; Vorjahr: TEUR 280).

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt DM 100.000,00 (EUR 51.129,19). Eine Umstellung des gezeichneten Kapitals von DM auf Euro ist bisher nicht erfolgt.

Rückstellungen

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt zum Stichtag TEUR 374 (Vorjahr: TEUR 399), der Zinsaufwand für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 7). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB der sich zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 8). Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre. Bei einer Alternativberechnung mit einem Zinssatz von 1,70% (bei einem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre) hätte sich eine Pensionsrückstellung von TEUR 376 (Vorjahr: TEUR 408) ergeben.

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
Ausstehende Rechnungen 159.816,47 313.230,50
Prüfungs- und Steuerberatungskosten 60.000,00 37.500,00
Ausstehender Urlaub 37.000,00 38.000,00
Übrige 89.871,00 1.021,58
Insgesamt 346.687,47 389.752,08

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten (TEUR 8.686; Vorjahr: TEUR 8.480) sind unbesichert.

Die Laufzeitenstruktur der Verbindlichkeiten ist wie folgt:

Restlaufzeiten
Gesamt bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.375,00 3.375,00 0,00 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 226.358,10 226.358,10 0,00 0,00
Vorjahr 351.613,28 351.613,28 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.301.079,56 1.301.079,56 7.000.000,00 0,00
Vorjahr 8.034.387,66 8.034.387,66 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 158.690,98 158.690,98 0,00 0,00
Vorjahr 94.222,21 94.222,21 0,00 0,00
8.689.503,64 1.689.503,64 7.000.000,00 0,00
Vorjahr 8.480.223,15 8.480.223,15 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 1.301 (Vorjahr: TEUR 3.034) aus Lieferungen und Leistungen (davon gegenüber Gesellschafterin: TEUR 275; Vorjahr: TEUR 457) und mit TEUR 7.000 (Vorjahr: TEUR 5.000) aus einem Darlehen von der Gesellschafterin.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 7.275 (Vorjahr T€ 5.457), die aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 275 (Vorjahr TEUR 457) und mit TEUR 7.000 (Vorjahr: TEUR 5.000) aus einem Darlehen resultieren.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge aus der Währungsumrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie der liquiden Mittel in fremder Währung enthalten:

Realisierte Kursgewinne TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 173)
Unrealisierte Gewinne TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 0)

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen aus der Währungsumrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie der liquiden Mittel in fremder Währung enthalten:

Realisierte Kursverluste TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 50)
Unrealisierte Kursverluste TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 87)

Im Vorjahr waren in den Steuern vom Einkommen und Ertrag außergewöhnliche Aufwendungen durch die Anpassungen für laufende steuerliche Risiken in Höhe von TEUR 113 enthalten.

V. Sonstige Angaben

Mitarbeiterzahl (Jahresdurchschnitt)

Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 38 (Vorjahr: 36) Mitarbeiter (Angestellte ohne Geschäftsführer) beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der finanziellen Lage von Bedeutung sind. Aus den langfristigen Miet- und Leasingverträgen bestehen folgende Zahlungsverpflichtungen:

Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Gebäudemietvertrag Butzbach 253 1.013 0 1.266
Übrige Miet- und Leasingverträge 63 241 0 304
317 1.254 0 1.571

Der Vorteil der Miet- und Leasingverträge gegenüber einem Kauf liegt in der Schonung der Liquidität bei dennoch gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten während der Vertragslaufzeit. Das Risiko besteht in der auf die Vertragslaufzeit begrenzten Nutzungsmöglichkeit.

Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen

Bezug/Erbringung von Dienstleistungen

Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen

Abreden im Ein- oder Verkauf

Zusammenfassung der wesentlichen Geschäfte - unabhängig von deren Marktüblichkeit bzw. Marktunüblichkeit - mit nahestehenden Unternehmen und Personen nach Geschäftsarten:

Verkäufe 633.899,17 €
Einkäufe 20.185.442,54 €
Bezug von Dienstleistungen 719.942,94 €
Zinsaufwendungen 229.153,57 €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 78.232,61 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.301.079,56 €
Verbindlichkeiten im Rahmen der Finanzierungstätigkeit 7.000.000,00 €

Geschäftsführung sowie Gesamtbezüge der Geschäftsführung und ehemaliger Organmitglieder

Die Geschäftsführung der Gesellschaft besteht aus den folgenden Personen:

Herr Yoshiteru Igarashi, Bad Homburg, Technical Department,

Herr Kai Metzler, Weilmünster, Geschäftsführer Vertrieb,

Herr Hiroshi Tsuji, Prag, Tschechische Republik, Vice President OCM, (bis 14.04.2023)

Herr You Okuyama, Tokio, Japan, Assistant Manager Tokio Sales Branch, (seit 14.04.2023)

Herr Koichi Morishige, Manager of Bearing Division, Oiles Corporation, Ayase-shi, Kanagawa-Präfektur / Japan,

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen für das Geschäftsjahr TEUR 406.

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge in 2023 TEUR 49. Ferner besteht für diese eine Pensionsrückstellung, die sich auf TEUR 374 beläuft.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Oiles Corporation, Tokio, Japan, einbezogen. Es handelt sich um den Konzernabschluss für den größten Kreis und kleinsten Kreis von Unternehmen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt beim Ministry of Finance Local Finance Bureau in Tokyo, Japan, unter der Nummer 6282.

Ergebnisvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Stichtag

Nach dem 31. Dezember 2023 hat es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage gegeben.

 

Butzbach, 28. März 2024

OILES Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Yoshiteru Igarashi

Kai Metzler

You Okuyama

Koichi Morishige

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und Software 108.307,98 0,00 18.402,61 89.905,37
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen zur Qualitätsprüfung 1.578.295,59 5.164,52 0,00 1.583.460,11
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 564.654,37 41.339,89 77.568,00 528.426,26
2.142.949,96 46.504,41 77.568,00 2.111.886,37
2.251.257,94 46.504,41 95.970,61 2.201.791,74
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und Software 105.360,05 2.611,66 18.396,49 89.575,22
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen zur Qualitätsprüfung 1.017.752,70 108.137,54 0,00 1.125.890,24
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 402.588,26 52.574,86 76.134,03 379.029,09
1.420.340,96 160.712,40 76.134,03 1.504.919,33
1.525.701,01 163.324,06 94.530,52 1.594.494,55
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen und Software 330,15 2.947,93
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen zur Qualitätsprüfung 457.569,87 560.542,89
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 149.397,17 162.066,11
606.967,04 722.609,00
607.297,19 725.556,93

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die OILES Deutschland GmbH, Butzbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OILES Deutschland GmbH, Butzbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OILES Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich

der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 28. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Itsu Fujimura-Hendel, Wirtschaftsprüferin

ppa. Dennis Heering, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

27 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.