Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 736457
Eingetragen
3.2.2011
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenGroßhandel mit Flurförderzeugen und Fahrzeugen a. n. g.Großhandel mit sonstigen Maschinen
Gegenstand
Handel mit Flurförderzeugen und Maschinen aller Art, deren Vermietung und Wartung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sascha Krauter
seit 4.9.2023
Prokura
Anette Pieckert
seit 1.12.2014
Prokura
Karsten Pieckert
seit 3.2.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Karsten Pieckert
Lerchenstr. 37, 72186 Empfingen
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stapler Center Pieckert GmbH

Empfingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 02.01.2023 bis zum 01.01.2024

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Stapler Center Pieckert GmbH mit Sitz in Empfingen ist ein mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen, das sich auf ganzheitliche Intralogistiklösungen spezialisiert hat. Das Unternehmen bietet ein umfassendes Leistungsportfolio an, das den Verkauf, die Vermietung und die Wartung von Flurförderzeugen umfasst. Zusätzlich unterstützt die Gesellschaft ihre Kunden bei der Entwicklung maßgeschneiderter Transport- und Lagerlösungen.

Zu den wichtigsten Zielgruppen zählen Gewerbe-, Industrie- sowie öffentliche Auftraggeber. Mit langjähriger Marktkenntnis, einem modernen Mietfuhrpark und hoher Servicequalität hat sich die Gesellschaft als zuverlässiger Partner im süddeutschen Raum etabliert. Das Unternehmen betreibt Niederlassungen in Empfingen, Karlsruhe, Stuttgart und Weinstadt.

Die Unternehmensgeschichte reicht bis ins Jahr 1997 zurück. Wichtige Meilensteine der Entwicklung sind unter anderem die Umwandlung in eine GmbH im Jahr 2011, der kontinuierliche Ausbau des Betriebsgeländes, die Eröffnung mehrerer Niederlassungen sowie der Aufbau einer spezialisierten Service- und Digitalunit.

1.2 Forschung und Entwicklung

Eigene Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht durchgeführt. Die Gesellschaft beobachtet jedoch kontinuierlich technologische Entwicklungen und Trends in der Intralogistik, um diese bei Bedarf zeitnah in die betrieblichen Abläufe oder das Leistungsportfolio zu integrieren.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage im Jahr 2023 war von einer Vielzahl makroökonomischer Herausforderungen geprägt. Weltweit führten geopolitische Spannungen, insbesondere der Ukrainekrieg und Konflikte im Nahen Osten, zu Verwerfungen in Handel und Lieferketten. Zudem beeinträchtigten hohe Energiepreise und anhaltende Inflationssorgen das globale Investitionsklima.

In Deutschland schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr 2023 real um -0,3 %. Die Inflationsrate lag mit durchschnittlich 5,9 % deutlich über dem Ziel der Europäischen Zentralbank.

Die Europäische Zentralbank reagierte mit mehreren Leitzinserhöhungen, sodass der Hauptrefinanzierungssatz im Jahresverlauf auf 4,5 % anstieg. Dies führte zu höheren Finanzierungskosten für Unternehmen, erschwerte Investitionsentscheidungen und dämpfte das Kreditwachstum im Mittelstand.

Trotz dieser Rahmenbedingungen blieb der deutsche Arbeitsmarkt stabil. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt bei rund 5,7 %.

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Intralogistikbranche zeigte sich 2023 resilient. Der zunehmende Bedarf an flexiblen, digitalen und nachhaltigen Lösungen im innerbetrieblichen Materialfluss führte zu einer stabilen bis wachsenden Nachfrage.

Laut dem VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik verzeichnete der Markt für Flurförderzeuge ein Wachstum von rund 4,5 %. Besonders dynamisch entwickelte sich der Bereich der Elektroflurförderzeuge, die mittlerweile mehr als 75 % der Neuzulassungen ausmachen. Auch automatisierte Transport- und Lagersysteme gewannen weiter an Bedeutung.

Das Mietgeschäft legte mit jährlichen Wachstumsraten zwischen 6 % und 8 % weiter zu. Gleichzeitig stieg die Bedeutung von Serviceverträgen und Wartungspauschalen.

2.3 Geschäftsverlauf

Das Rohergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 9.778 (Vorjahr: TEUR 9.587) und konnte damit trotz leicht rückläufigem Umsatz gesteigert werden. Die positive Entwicklung resultierte insbesondere aus einer guten Auslastung im Service- und Mietgeschäft sowie aus einer verbesserten Kostenstruktur beim Materialaufwand.

Saisonale Einflüsse waren im Jahresverlauf wie in den Vorjahren spürbar, insbesondere mit verstärkter Nachfrage in den Frühjahrs- und Sommermonaten.

2.4 Ertragslage

Die Ertragslage der Stapler Center Pieckert GmbH war im Geschäftsjahr 2023 geprägt von einem stabilen operativen Geschäftsverlauf und einer im Branchenvergleich soliden Profitabilität.

Rohergebnis 2023: TEUR 9.778 (Vorjahr: TEUR 9.587)
EBIT 2023: TEUR 1.082 (Vorjahr: TEUR 1.744)
Jahresüberschuss 2023: TEUR 1.067 (Vorjahr: TEUR 1.730)

Das Rohergebnis konnte trotz Umsatzrückgang gesteigert werden, was auf eine effiziente Kostenstruktur und die stärkere Ausrichtung auf margenstarke Service- und Mietleistungen zurückzuführen ist. Der Rückgang des EBIT resultierte im Wesentlichen aus höheren Personalaufwendungen und Investitionen in Digitalisierung und Fuhrparkmodernisierung.

Die Nettoumsatzrendite lag bei rund 4,9 % (Vorjahr: 7,6 %). Damit bleibt die Gesellschaft profitabel und im Branchenvergleich wettbewerbsfähig. Im Jahresabschluss dokumentiert sich eine nachhaltige Ertragskraft, die eine solide Grundlage für weiteres Wachstum bildet.

2.5 Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin sehr stabil.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 4.309 (Vorjahr: TEUR 3.171) und stiegen damit um 36 %. Der Anstieg spiegelt die starke Innenfinanzierungskraft wider.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war deutlich positiv und deckte die im Geschäftsjahr vorgenommenen Investitionen in Höhe von rund TEUR 289 vollständig ab. Somit konnten alle Investitionen aus eigenen Mitteln finanziert werden, eine externe Kreditaufnahme war nicht erforderlich.

Die Finanzierungsstruktur ist geprägt durch eine hohe Eigenfinanzierungskraft, langfristige Gesellschafterdarlehen und nicht beanspruchte Kreditlinien. Covenants bestehen nicht. Im Jahresabschluss dokumentiert sich eine geordnete Finanzlage mit hoher Flexibilität.

2.6 Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 01.01.2024 deutlich auf TEUR 12.714 (Vorjahr: TEUR 9.194), ein Zuwachs von rund 38 %.

Eigenkapital: TEUR 8.083 (Vorjahr: TEUR 7.516)
Eigenkapitalquote: ca. 63,6 % (Vorjahr: 81,7 %)
Rückstellungen: TEUR 1.508 (Vorjahr: TEUR 1.858)
Verbindlichkeiten: TEUR 1.546 (Vorjahr: TEUR 3.340)

Auf der Aktivseite resultierte der Anstieg der Bilanzsumme vor allem aus dem Ausbau der Vorräte und dem deutlichen Anstieg der liquiden Mittel. Auf der Passivseite blieb die Eigenkapitalbasis stark, während Verbindlichkeiten deutlich zurückgeführt wurden.

Im Jahresabschluss spiegelt sich damit eine robuste Vermögenslage wider: hohe Liquidität, starke Eigenmittelbasis und niedrige Fremdkapitalquote.

3. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst hätten.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognose

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Bundesregierung ein leicht positives BIP-Wachstum von 0,3 %. Die Intralogistikbranche bleibt insgesamt auf Wachstumskurs, getrieben von Nachhaltigkeit, Elektromobilität und Automatisierung.

Die Gesellschaft rechnet mit einer stabilen Geschäftsentwicklung und einem Rohergebnis leicht über Vorjahresniveau.

4.2 Chancenbericht

Die Stapler Center Pieckert GmbH sieht sich in einem Marktumfeld mit zahlreichen positiven Perspektiven.

Ein zentraler Wachstumstreiber ist die fortschreitende Elektrifizierung in der Intralogistik. Immer mehr Kunden entscheiden sich für energieeffiziente, emissionsarme Flurförderzeuge.

Darüber hinaus ergeben sich Chancen durch die Automatisierung logistischer Prozesse sowie durch die Digitalisierung der Serviceleistungen, die Effizienzsteigerungen und eine stärkere Kundenbindung ermöglichen.

Die zunehmende Nachfrage nach Fullservice- und Mietmodellen eröffnet der Gesellschaft wiederkehrende Ertragsquellen. Zudem begünstigen staatliche Förderprogramme für Elektromobilität und Digitalisierung Investitionsentscheidungen der Kunden.

4.3 Risikobericht

Das Unternehmen verfügt über ein etabliertes Risikomanagementsystem.

Marktrisiken: Konjunkturelle Schwächen können die Nachfrage belasten.

Kosten- und Preisrisiken: Schwankungen bei Energie- und Rohstoffpreisen erfordern eine aktive Beschaffungspolitik.

Lieferkettenrisiken: Globale Engpässe können Verfügbarkeit und Lieferfähigkeit beeinträchtigen.

Personalrisiken: Der Fachkräftemangel stellt eine Herausforderung dar, wird aber durch Aus- und Weiterbildung sowie attraktive Arbeitsbedingungen abgefedert.

Technologierisiken: Die Digitalisierung erfordert kontinuierliche Investitionen in IT-Sicherheit und Datenschutz.

Die Risiken werden von der Geschäftsführung als beherrschbar eingeschätzt. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht.

5. Nachhaltigkeitsbericht

Nachhaltigkeit ist fest in der Unternehmensstrategie verankert.

Ökologische Verantwortung: Einsatz emissionsarmer Flurförderzeuge, Umstellung der Serviceflotte auf Elektrofahrzeuge, Betrieb eigener Photovoltaikanlagen, Investitionen in langlebige und energieeffiziente Betriebsmittel.

Ökonomische Verantwortung: Stabile Eigenkapitalquote, hohe Liquidität und nachhaltige Finanzpolitik sichern die Investitions- und Zukunftsfähigkeit.

Soziale Verantwortung: Förderung der Mitarbeiter durch Weiterbildung, Gesundheitsprogramme, Arbeitsplatzsicherheit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Durch diesen integrierten Ansatz stärkt die Gesellschaft ihre ESG-Positionierung und unterstützt zugleich ihre Kunden bei der Erreichung eigener Nachhaltigkeitsziele.

 

Empfingen, den 30.06.2024

gez. Karsten Pieckert, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

1.1.2024
EUR
1.1.2023
EUR
A. Anlagevermögen 533.010,00 521.924,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.252,00 46.852,00
II. Sachanlagen 517.608,00 475.072,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 517.608,00 475.072,00
III. Finanzanlagen 150,00
B. Umlaufvermögen 10.601.956,53 12.189.973,88
I. Vorräte 5.510.118,58 5.366.977,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.158.619,17 2.514.983,08
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.933.218,78 4.308.013,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.008,00 1.634,50
Summe Aktiva 11.136.974,53 12.713.532,38

Passiva

1.1.2024
EUR
1.1.2023
EUR
A. Eigenkapital 8.082.999,07 7.515.688,99
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Bilanzgewinn 7.982.999,07 7.415.688,99
davon Gewinnvortrag 7.415.688,99 6.185.796,18
B. Rückstellungen 1.507.745,73 1.857.706,52
C. Verbindlichkeiten 1.546.229,73 3.340.136,87
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 500.000,00 1.000.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 500.000,00 1.000.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.046.229,73 2.340.136,87
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.046.229,73 2.340.136,87
Summe Passiva 11.136.974,53 12.713.532,38

Gewinn- und Verlustrechnung

2.1.2023 - 1.1.2024
EUR
2.1.2022 - 1.1.2023
EUR
1. Rohergebnis 9.865.502,51 10.383.632,66
2. Personalaufwand 4.542.006,04 4.440.970,31
a) Löhne und Gehälter 3.967.665,16 3.876.609,41
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 574.340,88 564.360,90
3. Abschreibungen 220.832,06 121.567,53
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 220.832,06 121.567,53
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.632.199,15 3.348.115,64
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65.914,81
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 240,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 454.116,98 728.975,86
8. Ergebnis nach Steuern 1.082.023,09 1.744.003,32
9. sonstige Steuern 14.713,01 14.110,51
10. Jahresüberschuss 1.067.310,08 1.729.892,81
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.415.688,99 6.185.796,18
12. Ausschüttung 500.000,00 500.000,00
13. Bilanzgewinn 7.982.999,07 7.415.688,99

Anhang

Allgemeine Angaben

Die Stapler Center Pieckert GmbH hat Ihren Sitz in Empfingen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (HRB 736457).

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft erstreckt sich vom 2. Januar 2023 bis zum 1. Januar 2024 und weicht damit geringfügig vom Kalenderjahr ab.

Der Jahresabschluss der Stapler Center Pieckert GmbH wurde auf Grundlage des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach § 266 HGB, die der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - ebenfalls um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und sowohl linear als auch degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgte in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führte. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 3 und 25 Jahren angesetzt. Die Anschaffungskosten geringwertiger Wirtschaftsgüter wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt.

Der Ansatz der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten sowie die aktivierungspflichtigen Gemeinkosten.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit, niedrigeren Wiederbeschaffungskosten und verlustfreier Bewertung ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert bilanziert.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesene, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Das Eigenkapital wurde mit dem Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen betreffen die noch nicht veranlagten Steuern des laufenden Jahres.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Erläuterung zur Bilanz

Das Anlagevermögen setzt sich wie nachfolgend dargestellt zusammen:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 02.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2024
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 246.978,94 246.978,94
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 246.978,94 246.978,94
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.103.904,76 231.768,06 1.335.672,82
Summe Sachanlagen 1.103.888,76 231.768,06 1.335.656,82
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 150,00 150,00
Summe Finanzanlagen 0,00 150,00 150,00
Summe Anlagevermögen 1.350.867,70 231.918,06 1.582.785,76
kumulierte Abschreibung 02.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 01.01.2024
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 200.126,94 31.600,00 231.726,94
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 200.126,94 31.600,00 231.726,94
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 628.832,76 189.232,06 818.064,82
Summe Sachanlagen 628.832,76 189.232,06 818.064,82
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 828.959,70 220.832,06 1.049.791,76
Buchwert Geschäftsjahr 01.01.2024
EUR
Buchwert Vorjahr 01.01.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.252,00 46.852,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 15.252,00 46.852,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 517.608,00 475.072,00
Summe Sachanlagen 517.608,00 475.072,00
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 150,00 0,00
Summe Finanzanlagen 150,00 0,00
Summe Anlagevermögen 533.010,00 521.924,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis ein Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert EUR 100.000,00 und wird zum Nennwert ausgewiesen.

Überleitung des Bilanzgewinns:

01.01.2024
EUR
01.01.2023
EUR
Bilanzgewinn zu Beginn des Geschäftsjahres 7.415.688,99 6.185.796,18
Vorabausschüttung -500.000,00 -500.000,00
Jahresüberschuss 1.067.310,08 1.729.892,81
Bilanzgewinn am Ende des Geschäftsjahres 7.982.999,07 7.415.688,99

Rückstellungen

Die Rückstellungen beliefen sich zum 1. Januar 2024 insgesamt auf TEUR 1.508 (Vorjahr: TEUR 1.858).

Die Steuerrückstellungen betragen TEUR 559 (Vj. TEUR 403) und entfallen im Wesentlichen auf Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 319 sowie auf Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 240.

Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich auf TEUR 948 (Vj. TEUR 1.454) und betreffen überwiegend Rückstellungen für Personalaufwendungen, insbesondere Urlaubsansprüche sowie Überstunden- und Gleitzeitguthaben. Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für innerhalb von drei Monaten nachzuholende Instandhaltungsmaßnahmen, für Gewährleistungsverpflichtungen sowie für Abschluss- und Prüfungskosten. Ferner wurden Rückstellungen für die Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten nach HGB und AO gebildet. Kleinere Beträge entfallen auf weitere Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten beliefen sich zum 1. Januar 2024 insgesamt auf TEUR 1.546 (Vorjahr: TEUR 3.340).

Davon entfallen TEUR 617 (Vj. TEUR 1.967) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr aufweisen. Gegenüber Gesellschaftern bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 500 (Vj. TEUR 1.000), ebenfalls mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten beliefen sich auf TEUR 429 (Vj. TEUR 373). Darin enthalten sind insbesondere Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 398 (Vj. TEUR 288) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 15 (Vj. TEUR 13). Auch diese sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen oder geografischen Märkten wurde unter Hinweis auf die Erleichterungsvorschrift des § 288 Abs. 2 HGB unterlassen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 797). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem einmaligen Effekt im Jahr 2022 („Anpassung BP“ in Höhe von TEUR 739), der im Berichtsjahr nicht erneut anfiel.

Im Berichtsjahr 2023 ergaben sich die sonstigen betrieblichen Erträge insbesondere aus Erlösen aus Sachanlageverkäufen (TEUR 14), Erträgen aus der Herabsetzung pauschaler Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 3) sowie Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen (TEUR 1). Die verbleibenden Erträge betreffen verschiedene kleinere Positionen.

Damit bewegen sich die laufenden sonstigen betrieblichen Erträge 2023 im Rahmen des üblichen Geschäftsbetriebs; die außergewöhnliche Höhe im Vorjahr war durch den genannten einmaligen Effekt geprägt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 3.632 (Vorjahr: TEUR 3.348).

Der Schwerpunkt liegt auf den Miet- und Pachtaufwendungen für Betriebsgebäude und Einrichtungen, die insgesamt TEUR 2.520 (Vj. TEUR 2.189) ausmachen. Zusätzlich wurden Mieten für bewegliche Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 1.360 erfasst.

Weitere wesentliche Aufwendungen betreffen:

• Kfz-Kosten (Versicherungen, Betrieb, Reparaturen, Leasing): ca. TEUR 280 (Vj. TEUR 260)

• Energie- und Raumkosten (Strom, Heizung, Wasser, Reinigung, Instandhaltung): ca. TEUR 63 (Vj. TEUR 69)

• IT-Aufwendungen (Wartung Hard-/Software, Programme, Internet/Telefon): ca. TEUR 248 (Vj. TEUR 283)

• Werbe-, Repräsentations- und Bewirtungskosten: ca. TEUR 151 (Vj. TEUR 139)

• Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten: TEUR 47 (Vj. TEUR 20)

• Buchführungs- und Abschlusskosten: TEUR 82 (Vj. TEUR 84)

• Forderungsverluste: TEUR 34 (Vj. TEUR 11).

Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen diverse kleinere Einzelpositionen (Beiträge, Versicherungen, Bürobedarf, Fortbildungskosten, Abfallentsorgung u. a.).

Die Position spiegelt insgesamt die laufenden betrieblichen Kosten für Gebäude, Fahrzeuge, IT und Verwaltung wider. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf höhere Miet- und Pachtaufwendungen sowie auf gestiegene Forderungsausfälle zurückzuführen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 454 (Vorjahr: TEUR 729).

Die Aufwendungen gliedern sich im Wesentlichen wie folgt:

• Körperschaftsteuer: TEUR 212 (Vj. TEUR 298)

• Solidaritätszuschlag: TEUR 12 (Vj. TEUR 16)

• Gewerbesteuer: TEUR 213 (Vj. TEUR 269)

• Kapitalertragsteuer: TEUR 16 (Vj. TEUR 0)

• Solidaritätszuschlag auf Kapitalertragsteuer: TEUR 1 (Vj. TEUR 0)

Im Vorjahr waren darüber hinaus Steuernachzahlungen für Vorjahre enthalten, insbesondere Körperschaftsteuer (TEUR 135), Solidaritätszuschlag (TEUR 6) sowie eine Gewerbesteuernachzahlung (TEUR 5).

Außerordentliche Steueraufwendungen oder -erstattungen, die über die dargestellten Positionen hinausgehen, lagen im Geschäftsjahr nicht vor.

Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den im Geschäftsjahr 2023 erzielten Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.067 wie folgt zu verwenden: Ausgehend von einem Bilanzgewinn zu Beginn des Geschäftsjahres von TEUR 7.416 und unter Berücksichtigung einer bereits geleisteten Vorabausschüttung in Höhe von TEUR 500 ergibt sich ein Bilanzgewinn von insgesamt TEUR 7.983. Dieser Bilanzgewinn wird gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung auf neue Rechnung vorgetragen.

Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Gesamt
TEUR
davon im folgenden Geschäftsjahr fällig
TEUR
aus Mietverträgen 2.564 2.564
aus Leasingverträgen 87 87
Summe 2.651 2.651
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.591 1.591

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft hat Kfz-Leasingverträge abgeschlossen. Diese tragen zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Die bestehenden Leasingvereinbarungen weisen Restlaufzeiten von bis zu drei Jahren auf. Weitere nicht bilanzierte Geschäfte mit wesentlicher Bedeutung für die Finanzlage der Gesellschaft bestehen nicht.

Gesamtbezüge der Unternehmensorgane

Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer unterbleiben unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Im Geschäftsjahr wurde die Geschäftsführung durch

- Herrn Karsten Pieckert

wahrgenommen.

Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres durchschnittlich beschäftigt:

Personen
Leitende Angestellte 4
Angestellte 23
Gewerbliche Arbeitnehmer 29
Gesamt 56

Unterzeichnung des Jahresabschlusses

Bestätigung/Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB.

 

Empfingen, den 30. Juni 2024

Stapler Center Pieckert GmbH

vertreten durch den Geschäftsführer

gez. Karsten Pieckert

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Stapler Center Pieckert GmbH, Empfingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stapler Center Pieckert GmbH, Empfingen, - bestehend aus der Bilanz zum 1. Januar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 2. Januar 2023 bis zum 1. Januar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stapler Center Pieckert GmbH für das Geschäftsjahr vom 2. Januar 2023 bis zum 1. Januar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 1. Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 2. Januar 2023 bis zum 1. Januar 2024 und

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 1. Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 2. Januar 2023 bis zum 1. Januar 2024 und

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammen

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 30. Juni 2024

RTS Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KG
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