Juki Automation Systems GmbH

Neuburger Straße 41, 90451 Nürnberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 16798
Eingetragen
20.12.1999
Branche
Großhandel mit industriellen Textil-, Näh- und StrickmaschinenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
die Handelstätigkeit mit Ausstattungszubehör von Computern insbesondere mit variablen elektronischen Zusatzteilen, insbesondere Grundlagen und Trägern für Chipkarten und ähnlichen (electronic capital equipment) einschließlich Zubehör, Ersatzteilen, Materialien, Unterlagen und damit zusammenhängenden Gegenständen sowie die Erbringung von Leistungen im Bereich der Vermarktung, der Schulung, der fachlichen Unterstützung, des Vertriebs, des Verkaufs, der Installation (nicht handwerklich) sowie sonstiger Dienstleistungen im Bereich der Ausstattung von Computern mit variablen elektronischen Zusatzteilen, insbesondere Grundlagen und Trägern für Chipkarten und ähnlichem (electronic capital equipment) inklusive des Zubehörs, der Ersatzteile, der Materialien, der Unterlagen und damit zusammenhängender Gegenstände. Die Gesellschaft wird alle erlaubten Geschäfte und Maßnahmen durchführen, die mit dem Gesellschaftszweck nach Absatz 1) unmittelbar oder mittelbar zusammenhängen oder zusammenhängen können oder diesem Gesellschaftszweck dienlich erscheinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kenji Hirohata
seit 23.1.2026
Geschäftsführer
Hiroshi Anzai
seit 6.10.2025
Geschäftsführer
Markus Gertler
seit 27.5.2025
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
JUKI CorporationJPN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

JUKI Corporation
Japan
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Juki Automation Systems GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Juki Automation Systems GmbH, Nürnberg

1. Grundlagen des Unternehmens und Geschäftsmodell

Die Juki Automation Systems GmbH mit Sitz in Nürnberg (nachfolgend "JAS GmbH") ist eine 100-prozentige Tochter der JUKI Corporation (Kabuskiki Kaisha) mit Sitz in Tokio/Japan, ein börsennotierter, japanischer Konzern (nachfolgend "JUKI Corporation") mit über 5.000 Mitarbeitern weltweit in den Geschäftsbereichen Electronic Assembly Systems und Sewing Machinery. Die JUKI Corporation gehört mit ihren Tochtergesellschaften zu den Anbietern von SMD-Bestückungsautomaten ("surface-mounted device", deutsch: oberflächenmontiertes Bauelement). Die JAS GmbH fungiert als Großhändlerin/Eigenhändlerin, die die Maschinen von der JUKI Corporation erwirbt. Die JAS GmbH ist für den Vertrieb der Produkte sowie von Computerausstattung und Zubehör, speziell variablen elektronischen Zusatzteilen, Grundlagen und Trägern für Chipkarten und ähnlichem elektronischen Zubehör, Ersatzteilen und Unterlagen zuständig. Darüber hinaus erbringt die JAS GmbH Dienstleistungen in den Bereichen Vermarktung, Schulung, fachliche Unterstützung, Software-Installation sowie sonstige Leistungen im PC-Bereich, wobei diese Dienstleistungen sowohl dem Tätigkeitsinhalt als auch dem Volumen nach lediglich als Zusatz- bzw. Hilfstätigkeiten ausgeführt werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Laut dem Statistischen Bundesamt stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 % an. Damit wuchs die deutsche Wirtschaft stärker als mit 1,4 % erwartet. Wichtigste Stütze war der private Konsum. Auch die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung halfen.

Der private Konsum ist mit einer Wachstumsrate von 4,6 % stark gestiegen. Verbraucherinnen und Verbraucher gaben fast so viel aus wie in der Zeit vor der Corona-Krise. Die Menschen holten nach, was während der Pandemie nicht möglich war: Reisen, Restaurantbesuche, Kultur, Feiern und Messebesuche. Damit konnte die deutsche Wirtschaft trotz Ukraine-Krieg, Lieferkettenengpässen und Energiepreiskrise wachsen.

Die bereits im vorigen Jahr wirkenden Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung und der robuste Arbeitsmarkt trugen hierzu bei: Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht.

(Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/wirtschaft-robust-2022-2157690)

Die deutschen Maschinenbauer haben im Jahr 2022 ihre Exporte dem Branchenverband VDMA zufolge auf einen Rekordwert gesteigert. Die Ausfuhren seien 2022 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes um nominal 6,1 % auf 192,4 Milliarden Euro gestiegen.

(Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/maschinenbau-maschinenbauer-erzielen-2022-bei-exporten-rekordergebnis/28978984.html)

2.1.2 Branchenspezifische Bedingungen

Die Juki Automation Systems GmbH zählt neben Herstellern wie Fuji Machine Manufacturing Co. Ltd. und Panasonic Corporation zu den Unternehmen der SMT-Branche. Originäre Abnehmer der SMT-Bestückautomaten und -lösungen sowie der SMT-Drucksysteme sind insbesondere Unternehmen der Industriesegmente Electronics Manufacturing Services (EMS), Industrieelektronik, Telekommunikation, Automotive, EDV und Konsumgüter.

Insgesamt hat sich der Fokus der Kunden in der Fertigung von der Fehlererkennung hin zur Fehlervermeidung verschoben; Energie- und Ressourceneffizienz spielen eine immer wichtigere Rolle. Gleichzeitig besteht ein zunehmender Trend in der Fertigungsindustrie in Richtung Industrie 4.0.

Die steigende Komplexität und Miniaturisierung der Bauelemente hat die Nachfrage nach hochentwickelten SMT-Druck- und-Bestücklösungen weiter beeinflusst.

2.2 Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern.

2.3 Geschäftsverlauf der JAS GmbH

2.3.1 Generelle Entwicklung

Die erzielten Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % erhöht. Das Unternehmen konnte im Jahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 20.394 (Vj. TEUR 19.685) erzielen. Das Jahr 2022 war beeinflusst durch die anhaltenden Auswirkungen der Pandemie, aber auch durch Lieferengpässe und Materialknappheiten. Die Absatzzahlen entwickelten sich aufgrund der Nachfrage allerdings besser als ursprünglich prognostiziert.

Das Geschäftsjahr konnte mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR -203 (Vj. TEUR -13), entgegen einem geplanten Ergebnis vor Ertragsteuern von TEUR -249, und einem Jahresfehlbetrag von TEUR 230 gegenüber dem Jahresfehlbetrag im Vorjahr von TEUR 13 abgeschlossen werden. Grund für das negative Ergebnis im Jahr 2022 waren die gestiegenen Aufwendungen für Material, Personal, Reisen und Messen, welche nicht durch die höheren Umsatzerlöse kompensiert werden konnten.

Der Materialaufwand hat sich korrespondierend zu den Umsatzerlösen entwickelt. Die Materialaufwandsquote ist von 68,6 % im Vorjahr auf 68,2 % gesunken, da sich die Einkaufspreise aufgrund von vorheriger Materialknappheit verbessert haben.

Durch die in 2017 erfolgte Übernahme der schweizerischen und der englischen Gesellschaft wurde bei der JAS GmbH ein Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert, dessen Abschreibungen sich mit TEUR 291 auf das Jahresergebnis auswirken. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2022 insgesamt einen Jahresfehlbetrag von TEUR 230.

2.3.2 Beschaffung

Durch eine frühzeitige Einbindung unserer Lieferanten in die Entwicklung unserer Produkte und Prozesse optimieren wir kontinuierlich Kosten und erzielen innovative Lösungen für unsere Kunden. Die Gesellschaft profitiert im Bereich Beschaffung von den Potenzialen des Insourcings innerhalb des Konzernkreises der JUKI Corporation. Der interne Bezug von den weltweiten Fertigungsstätten spielt weiterhin eine große Rolle und ist in einigen Bereichen weiter angestiegen.

Wesentliche Beschaffungsmärkte waren im Berichtsjahr 2022 die Regionen Europa, Japan und China.

2.3.3 Vorratsmanagement

Die JAS GmbH ist für das Vorratsmanagement selbst verantwortlich. Der Vorratsbestand unter Abzug der geleisteten Anzahlungen auf Vorräte betrug zum 31. Dezember 2022 TEUR 12.553 gegenüber TEUR 10.875 im Vorjahr.

2.3.4 Absatz

Kernabsatzmärkte sind u.a. Europa und die Türkei. Zu den Kunden gehören insbesondere Electronics Manufacturing Services (kurz: EMS)-Unternehmen sowie Hersteller aus den Branchen Automobilelektronik, Industrieelektronik, Consumer Elektronik, Telekommunikation und anderen Industriebereichen.

Der Vertrieb erfolgt im Wesentlichen durch die Gesellschaft sowie durch weitere Distributoren. Mit dem Trainings- und Support-Center der JAS GmbH vor Ort versucht die Gesellschaft, die Kunden mit dem Fachwissen zu unterstützen und entsprechend auszubilden.

Die Gesellschaft hat ihr Angebot diesbezüglich erweitert, es wird zunehmend auch "on-site Support" angeboten, um die kundenspezifischen Prozesse zu besprechen und zu optimieren.

2.3.5 Investitionen/Finanzielle Situation

Die Liquiditätsprognose der Gesellschaft erfolgt anhand eines jährlichen Finanzplans. Die Gesellschaft verfügt über keinerlei Bankkreditlinien sowie über keine Bankverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über den Konzern bzw. über die Innenfinanzierung.

Zum 31. Dezember 2022 verfügte die Gesellschaft über TEUR 2.751 liquide Mittel (Vj. TEUR 1.934). Die Eigenkapitalquote beträgt (nach Abzug des Geschäfts- oder Firmenwerts) 8,5 % (Vj. 9,6 %), ohne Abzug des Geschäfts- oder Firmenwerts 12,9 % (Vj. 15,9 %). Wesentliche Investitionen wurden im Berichtsjahr 2022 nicht getätigt.

2.3.6 Personal- und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 42 Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass sich das Unternehmen im Restrukturierungsprozess befand und offene Stellen in diesem Zeitraum nicht besetzt wurden.

2.3.7 Forschung und Entwicklung

Im Bereich der Forschung und Entwicklung ist die Gesellschaft nicht aktiv. Diese Aufgaben übernehmen andere Unternehmen innerhalb der JUKI Corporation.

2.4 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.4.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die Gesellschaft einen Umsatz von TEUR 20.394 (Vj. TEUR 19.685), der zu etwa 78 % (Vj. 81 %) durch das Maschinengeschäft und ca. 22 % (Vj. 19 %) durch das Servicegeschäft erwirtschaftet wurde. Der Umsatz im Maschinengeschäft wurde im Wesentlichen in den Branchen Automobilelektronik, Electronics Manufacturing Services (EMS), Industrieelektronik und Consumer Elektronik erwirtschaftet.

Die Umsatzerlöse haben sich um TEUR 709 bzw. um 3,6% erhöht, der Materialaufwand hat sich ebenso um TEUR 400 bzw. 3,0% erhöht. Die daraus resultierende leichte Verbesserung der Materialaufwandsquote von 68,6 % im Vorjahr auf 68,2 % im Geschäftsjahr ist im Wesentlichen auf Preissteigerungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 56 (Vj. TEUR 2.272) gegenüber dem Vorjahr.

Die Umsatzerlöse beruhen insbesondere auf der Bestückungsautomatenserie RS1. Ferner trug die Fokussierung auf die Produkte ISM Intelligent Storage Management, G-TITAN Automatic Screen Printer und RV-2 positiv zum Umsatz bei.

2.4.2 Finanzlage

Die Gesellschaft beendete das Geschäftsjahr 2022 mit einem positiven Netto-Cashflow 1 in Höhe von TEUR 278. Im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 445) hat sich dieser um TEUR 166 verschlechtert.

Die Gesellschaft deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow.

Das Net Working Capital 2 zum Stichtag beträgt TEUR -1.287 im Vergleich zu TEUR -823 am 31. Dezember des Vorjahres. Dies resultiert aus einer Steigerung der liquiden Mittel um TEUR 817 sowie einer Steigerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.786 und einer Steigerung der Vorräte um TEUR 1.472. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 3.500 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 565 gegenüber dem Vorjahr reduziert.

Zum Bilanzstichtag bestehende Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind kurzfristig und unverzinst.

Die Gesellschaft verfügt über keinen Kreditrahmen bei Kreditinstituten.

1 Netto-Cashflow = Jahresergebnis + Abschreibungen - Ertragsteuern + Rücklagenzuführung
2 Net Working Capital = kurzfristiges Vermögen - liquide Mittel - kurzfristige Verbindlichkeiten - kurzfristige Rückstellungen

2.4.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 hat sich auf TEUR 26.592 im Vergleich zu TEUR 23.006 im Vorjahr geändert. Die Gesellschaft weist zum Stichtag ein Eigenkapital von TEUR 3.435 (Vj. TEUR 3.664) aus. Die Eigenkapitalquote beträgt damit 12,9 % im Vergleich zu 15,9 % im Vorjahr.

Das Anlagevermögen beträgt TEUR 2.036 (Vj. TEUR 2.586) und damit 7,7 % (Vj. 11,2 %) des Gesamtvermögens. Wesentliche Zugänge gab es im Berichtsjahr 2022 nicht.

Das Vorratsvermögen beträgt TEUR 12.656 im Vergleich zu TEUR 11.184 im Vorjahr. Den größten Teil des Vorratsvermögens mit TEUR 12.553 (Vj. TEUR 10.875) bildet die Position Waren. Der Steigerung ist hauptsächlich auf die Steigerung der Verkaufsaktivität im Vergleich zu 2021 zurückzuführen.

Diese erhöhte Aktivität ist auch der Grund dafür, dass sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.786 erhöht haben sowie die Lieferantenverbindlichkeiten um TEUR 565 gesunken sind.

Die sonstigen Rückstellungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 506 im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 297. Die Rückstellungen für Gewährleistungen betrugen in 2022 TEUR 105.

2.4.4 Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsentwicklung der JAS GmbH zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts als zunächst eher gedämpft; dies ist auf die noch bestehenden Unsicherheiten im Rahmen der aktuellen globalen Entwicklungen zurückzuführen. Durch die Nachfrage nach unseren Produkten sehen wir auch in Zukunft die Herausforderung, den kurzfristigen Lieferwünschen unserer Kunden gerecht zu werden. Durch das Angebot der "Juki-Line-Solution" können den Kunden Komplettlösungen angeboten werden. Daher beurteilen wir die Geschäftsentwicklung insgesamt als zufriedenstellend.

3. Chancen- und Risikobericht

Im Rahmen der geschäftlichen Tätigkeit ist die Gesellschaft einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Die unternehmensinterne Risikopolitik besteht darin, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, um damit einen entsprechenden Mehrwert zu schaffen. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Das Changemanagement ist nicht Teil des Risikomanagements.

Länderrisiken

Der Geschäftsrückgang in Russland und der Ukraine infolge des Kriegsausbruchs im Februar 2022 und der nachfolgenden Sanktionsmaßnahmen wurde zwischenzeitlich durch den beträchtlichen Anstieg in anderen europäischen Ländern überkompensiert.

Die Türkei stellt für die JAS GmbH trotz des Länderrisikos ein Kernmarkt dar. Der Anteil der Verkäufe in die Türkei lag bei etwa 15 % des Gesamtumsatzes (ein Volumen von 3,0 Millionen EUR im Jahr 2022). Die Entwicklung des Geschäfts in der Türkei entspricht unseren Erwartungen. Derzeit haben wir keine Zahlungsverzögerungen bei den erwarteten Zahlungen aus der Türkei. Durch die ausschließliche Abwicklung von Transaktionen in EUR und USD wird das Fremdwährungsrisiko für das Unternehmen reduziert.

Wirtschaftliche Risiken und Chancen

Die Lage der Gesellschaft könnte durch die Auswirkungen von außergewöhnlichen externen Störfällen wie Krieg oder Naturkatastrophen beeinflusst werden. Risiken für die Gesellschaft können darüber hinaus sowohl aus dem Einbruch der Gesamtwirtschaftslage als auch aus ungünstigen Veränderungen auf den Finanzmärkten entstehen. Dies könnte natürlich Auswirkungen auf das Unternehmen haben.

Günstige Veränderungen auf den Finanzmärkten stellen eine Chance für die Gesellschaft dar. Weitere potenzielle Chancen sehen wir in legislativen und regulatorischen Veränderungen, aber auch in niedrigen Arbeitslosenzahlen und einem steigenden Realeinkommen sowie zunehmender Kaufkraft. Das kontinuierliche Wachstum der globalen Bevölkerung und damit der Anstieg zukünftiger Abnehmer der Kunden der Gesellschaft stellen langfristige strukturelle Chancen dar.

Risiken durch steigende Einstandskosten (u.a. Lohnkosten), aber auch das Risiko der Abhängigkeit von Zulieferern, sowie die Risiken aufgrund der Preisinflation und Materialknappheit werden überwacht und durch unsere entsprechenden Einkaufsstrategien vermindert.

Produktqualitätsrisiken und technologische Risiken

Produktqualitätsrisiken wird durch eine stetige Qualitätskontrolle Rechnung getragen. Wir legen einen großen Wert auf die ständige Verbesserung unserer Produkte, um dem Kunden den höchstmöglichen Nutzen zu bieten. Wir arbeiten außerdem an der Optimierung unserer Aufbau- und Ablauforganisation, um die Durchlaufzeiten in der Produktion zu verkürzen und damit die Kundenzufriedenheit zu steigern.

Die JAS GmbH stellt sich dem Thema "Industrie 4.0". Gemeinsam mit dem japanischen Headquarter werden technische Lösungen und Optimierungen erarbeitet, um dem Punkt Industrie 4.0 Rechnung zu tragen.

Kundenrisiken

Um der Abhängigkeit von einem Kundenstamm vorzubeugen, arbeiten wir fortlaufend an der Gewinnung von Neukunden. Hier sehen wir große Chancen in Marketing und Kommunikationsmaßnahmen, aber insbesondere auch in der Entwicklung neuer Produkte durch die JUKI Corporation. Darüber hinaus streben wir an, mit unseren bestehenden und neuen Produkten in neue Märkte vorzudringen.

IT-Risiken

Die Sicherheit unserer Informationssysteme hat für uns einen hohen Stellenwert. Unser Ziel ist es, unsere IT-Systeme vor unberechtigten Zugriffen zu schützen. Damit unsere Prozesse stets reibungslos funktionieren, müssen die dafür benötigten IT-Systeme dauerhaft verfügbar sein. Unsere gesamte Software wird regelmäßig aktualisiert, um mögliche Sicherheitslücken zu schließen. Zur Datensicherheit und zum Schutz gegen Datenverlust oder den Diebstahl von Daten nutzen wir entsprechende Viren- und Zugangsschutzsysteme sowie geeignete Verschlüsselungssysteme. Zusammenfassend halten wir fest, dass IT-Risiken in Zukunft einen unwesentlichen negativen Einfluss auf die Geschäfts-, Vermögens- und Ertragslage haben könnten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir aus heutiger Sicht als gering an.

Personelle Risiken

Wir sind auf qualifizierte und motivierte Beschäftigte angewiesen, um langfristig erfolgreich zu sein. Aus einer hohen Fluktuation, dem Wechsel von Fach- und Führungskräften zu Wettbewerbsunternehmen und einem damit verbundenen Know-how-Verlust können entsprechende Personalrisiken entstehen. Zusätzlich bestehen potenzielle Risiken infolge von temporären Stillstandzeiten durch Arbeitsniederlegungen oder der Schädigung durch Sabotage, Betrug oder Unterschlagung. Mit unserer strategischen Personalplanung, vielfältigen Personalbindungsmaßnahmen und individuellen Personalentwicklungsprogrammen begegnen wir diesen Risiken. Darüber hinaus setzen wir sowohl materielle als auch immaterielle Anreizsysteme ein. Mit einer langfristig orientierten Nachfolgeplanung und entsprechenden Stellvertreterregelungen minimieren wir das Risiko von kurzfristigen Personalwechseln. Zusammenfassend halten wir fest, dass Personalrisiken in Zukunft lediglich einen überschaubaren negativen Einfluss auf die Geschäfts-, Vermögens- und Ertragslage haben könnten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir aus heutiger Sicht als wenig wahrscheinlich an.

Umwelt, Personal- und Sozialbereich

Im Personalbereich bieten sich dem Unternehmen gleichfalls Chancen, die Einfluss auf Umsatz und Gewinn haben können. Hierzu gehört die Einstellung hoch qualifizierter Mitarbeiter, die niedrige Fluktuation, die erfolgreiche Förderung einer Leistungskultur und die Weiterentwicklung von bedeutenden Talenten.

Im Bereich Umweltschutz besteht vor allem das Risiko, einen höheren Energieverbrauch sowie eine größere Umweltbelastung aufzuweisen. Chancen ergeben sich im Wesentlichen durch die Reduktion der Aufwendungen für Material, Energie und Entsorgung, aber auch durch den Einfluss auf die Außenwirkung und das Marketing der Gesellschaft.

Investitions- und Finanzierungsbereich

Fremdwährungsrisiken werden durch den Handel hauptsächlich in EUR., japanischen YEN und USD gemindert.

Die Risiken aus finanziellen Verpflichtungen werden als gering eingeschätzt; Details sind im Anhang zum Jahresabschluss erläutert.

Da wir keine variabel verzinslichen Verbindlichkeiten haben, dürften Zinssatzsteigerungen die Profitabilität, Liquidität und die Finanzlage nicht beeinträchtigen. Im Berichtszeitraum wurde der Negativzins für EUR-Einlagen von Banken bei der EZB an Unternehmen weitergegeben. Es wurde schwieriger, Zinserträge aus EUR-Anlagen zu erzielen.

Ein Liquiditätsrisiko besteht grundsätzlich darin, dass die Gesellschaft möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann bzw. auf Schwierigkeiten stößt, liquide Mittel zu beschaffen, um die eingegangenen finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Um auch künftig diese Verpflichtungen bedienen zu können, wird anhand eines Finanzplans eine Liquiditätsprognose durchgeführt. Weiterhin wird mittels eines Letter of Comfort seitens der Muttergesellschaft die finanzielle Unterstützung der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2024 zugesichert.

Ein weiteres Risiko im Bereich Finanzinstrumente stellt das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. Die JAS GmbH wirkt dem durch ein aktives Forderungsmanagement entgegen. Darüber hinaus arbeitet die JAS GmbH mit verschiedenen Instituten zur Bonitätsbewertung von Kunden zusammen und hat das Ausfallrisiko für alle wesentlichen Debitoren durch eine Warenkreditversicherung abgesichert.

Im Investitionsbereich könnten der Gesellschaft unter anderem Wettbewerbsrisiken und Ertragsrisiken aus der Nichtausschöpfung von Investitionspotenzialen entstehen. Die Gesellschaft führt eine jährliche Investitionsplanung sowie ein monatliches Monitoring durch, um diese Risiken zu minimieren.

Weitere nennenswerte Chancen und Risiken sind derzeit nicht ersichtlich.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir keine wesentlichen Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdet hätten. Bei Eintritt unvorhersehbarer, außergewöhnlicher Risiken ist ein Einfluss auf die Leistungs- und Ergebnisentwicklung nicht auszuschließen. Aus heutiger Sicht sind jedoch keine wesentlichen Risiken erkennbar, die die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährden können.

Obwohl die direkten Auswirkungen der Pandemie nachgelassen haben, sind die Nachwirkungen wie Personalverfügbarkeit, Preisinflation, Materialknappheit und Probleme in der Lieferkette immer noch relevant und müssen kontinuierlich überwacht werden. Darüber hinaus müssen die Folgen der angespannten politischen Lage in Mittel- und Osteuropa weiterhin laufend überwacht und notwendige Maßnahmen wie zum Beispiel die Umsetzung von Sanktionen berücksichtigt werden, obwohl das Risiko aufgrund der geringeren Geschäftstätigkeit relativ niedrig ist. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts hat sich die Einschätzung der oben beschriebenen Risiken nicht wesentlich verändert, jedoch lässt sich derzeit nur schwer abschätzen, wie sich diese in absehbarer Zeit entwickeln und welche Auswirkungen sie haben werden. Negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit können deshalb nicht ausgeschlossen werden.

4. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten die gesetzlichen Vertreter auf Grundlage vorläufiger Abschlusszahlen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 23.800 sowie ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 11. Im Geschäftsjahr 2023 ist das Geschäftsvolumen mit Russland und der Ukraine fast auf null gesunken. Trotz der dramatischen und drastischen Veränderung des Geschäftsumfelds in Bezug auf die beiden Länder wurde der entsprechende Umsatzrückgang durch den beträchtlichen Anstieg in anderen europäischen Ländern überkompensiert.

Somit enthält der Lagebericht zukunftsbezogene Aussagen, die auf der aktuellen Prognose des Managements zur künftigen Entwicklung der Gesellschaft beruhen. Diese basieren auf Einschätzungen, die wir anhand aller uns zum jetzigen Zeitpunkt verfügbaren Informationen getroffen haben. Diese Aussagen unterliegen zudem Unsicherheiten - wie im Risiko- und Chancenbericht beschrieben -, die außerhalb der Kontrollmöglichkeit der Gesellschaft sind. Sollten die zugrunde liegenden Annahmen nichtzutreffend sein oder die beschriebenen Risiken oder Chancen eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen deutlich von den in diesem Lagebericht getroffenen Aussagen abweichen (sowohl positiv als auch negativ). Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichungsvorschriften, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

 

Nürnberg, den 10. April 2024

Die Geschäftsführung

Hiroaki Yamazaki

Hiroaki Kitaguchi

Bilanz zum 31. Dezember 2022

der Juki Automation Systems GmbH, Nürnberg

Aktiva

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.713,00 14
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.163.476,00 1.454
1.174.189,00 1.468
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 127.263,00 159
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.668,00 23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 649.804,90 850
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 64.858,40 86
861.594,30 1.118
2.035.783,30 2.586
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 12.553.277,65 10.875
2. Geleistete Anzahlungen 102.415,84 309
12.655.693,49 11.184
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.830.910,48 7.045
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.829,05 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 264.237,76 212
9.099.977,29 7.257
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.750.626,66 1.934
C. Rechnungsabgrenzungsposten 49.866,76 45
26.591.947,50 23.006

Passiva

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 3.500.000,00 3.500
III. Gewinnvortrag 139.575,14 152
IV. Jahresfehlbetrag -230.063,51 -13
3.434.511,63 3.664
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 506.161,75 297
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 743.962,92 70
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 715.375,95 1.280
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.120.347,40 17.620
4. Sonstige Verbindlichkeiten 71.587,85 75
davon aus Steuern: EUR 43.170,60 (Vj. TEUR 48)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 8.655,65 (Vj. TEUR 11)
22.651.274,12 19.045
26.591.947,50 23.006

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

der Juki Automation Systems GmbH, Nürnberg

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 20.393.965,47 19.685
2. Sonstige betriebliche Erträge 112.286,09 443
20.506.251,56 20.128
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -12.647.644,86 -12.528
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.255.129,29 -975
-13.902.774,15
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.362.055,20 -3.205
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -632.722,87 -697
-3.994.778,07
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -485.011,95 -459
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.328.365,56 -2.272
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.086,02 0
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -0,20 0
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -23.136,52 2
10. Ergebnis nach Steuern -225.728,87 -6
11. Sonstige Steuern -4.334,64 -7
12. Jahresfehlbetrag -230.063,51 -13

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Juki Automation Systems GmbH, Nürnberg

(Handelsregister B des Amtsgerichts Nürnberg HRB 16798)

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Aufstellungserleichterungen für den Anhang nach § 288 Abs. 2 HGB werden teilweise in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen sind, sind zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

1. Allgemeine Angaben

Die Bewertungsmethoden, die die Gesellschaft angewandt hat, entsprechen den gesetzlichen Vorschriften und wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über die Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten des Firmenwertes. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme, die im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbetriebes von der Juki Automation Systems AG, Solothurn/Schweiz, im Jahr 2017 übernommen wurden. Die Ertragspotenziale dieser Komponenten werden über den voraussichtlichen Zeitraum der Nutzungsdauer ausgeschöpft.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungssätze wurden nach den betriebsinternen Nutzungsdauern bemessen.

Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens betragen:

Gebäude und Gebäudeeinrichtungen 8 Jahre bis 10 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 Jahre bis 11 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 Jahre bis 13 Jahre

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erfolgt mit dem Nettobetrag.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen steuerlichen Verlustvorträgen ermittelt. Die Ermittlung des Steuersatzes erfolgt auf Basis des im Geschäftsjahr der Umkehrung der zeitlichen Bewertungsunterschiede voraussichtlich gültigen Steuersatzes. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive Steuerlatenz angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf die Bilanzierung verzichtet.

4. Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Langfristige Fremdwährungsforderungen - soweit vorhanden - werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten - soweit vorhanden - werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Für die Umrechnungen der auf ausländische Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten lagen zum Bilanzstichtag folgende Umrechnungskurse zu Grunde:

US Dollar 1,067 für Euro 1,00
Japanischer Yen 140,8 für Euro 1,00

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig.

Die Werte des Bilanzpostens Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 0). Forderungen gegen die Gesellschafterin sind in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) im Bilanzposten enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 105 (Vj. TEUR 142) sowie personalbezogene Verpflichtungen in Höhe von TEUR 214 (Vj. TEUR 30).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 21.120 (Vj. TEUR 17.620) enthalten - wie im Vorjahr - ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin und resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 94 (Vj. TEUR 69) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 68 (Vj. TEUR 88) sowie Aufwendungen für Consulting und Outsourcing Fee in Höhe von TEUR 342 (Vj. TEUR 358) enthalten.

Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält - wie im Vorjahr - keine Erträge aus verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen bestehen - wie im Vorjahr - nicht.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorperioden in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) enthalten.

V. Ergänzende Angaben

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl im Geschäftsjahr

2022 Vorjahr
Angestellte 40 46
leitende Angestellte 2 3
42 49

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverträgen fallen insbesondere jährliche Zahlungen in Höhe von TEUR 284 an, welche die Betriebsgebäude betreffen. Aus sonstigen Miet- und Leasingverträgen fallen jährliche Zahlungen in Höhe von TEUR 163 an.

Zweck und Vorteil der Verträge ist die Verbesserung der Liquidität. Aufgrund der Art und Laufzeit der Verträge sind keine besonderen Risiken erkennbar. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Angaben zu Leitungsorganen

 

Herr Hiroaki Yamazaki, Nürnberg - Geschäftsführer/Vertriebsleitung

 

Herr Hiroaki Kitaguchi, Tokyo, Japan - Vizepräsident der JUKI Automation Systems Corporation in Japan

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 230,1 in voller Höhe mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen und den danach verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Mutterunternehmen

Die Juki Automation Systems GmbH, Nürnberg, wird als 100%ige Tochtergesellschaft der JUKI Corporation (Kabuskiki Kaisha), Tokio, Japan, in deren Konzernabschluss einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis).

Der Konzernabschluss der JUKI Corporation (Kabuskiki Kaisha), Tokio, Japan, ist unter https://www.juki.co.jp/ir_e/index.html abrufbar.

 

Nürnberg, den 10. April 2024

Juki Automation Systems GmbH

Hiroaki Yamazaki

Hiroaki Kitaguchi

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1.1.2022 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 112 0 0 11 123
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.909 0 0 0 2.909
3.021 0 0 11 3.032
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 557 0 0 0 557
2. Technische Anlagen und Maschinen 148 0 0 3 151
3. Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.410 40 -310 107 1.247
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 86 99 0 -120 65
2.201 139 -310 -10 2.020
5.222 139 -310 1 5.052
Abschreibungen
1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98 14 0 112
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.455 291 0 1.746
1.553 305 0 1.858
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 398 32 0 430
2. Technische Anlagen und Maschinen 125 6 0 131
3. Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 560 142 -105 597
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
1.083 180 -105 1.158
2.636 485 -105 3.016
Buchwerte
31.12.2022 Vorjahr
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11 14
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.163 1.454
1.174 1.468
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 127 159
2. Technische Anlagen und Maschinen 20 23
3. Andere Anlagen. Betriebs- und Geschäftsausstattung 650 850
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 65 86
862 1.118
2.036 2.586

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Juki Automation Systems GmbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Juki Automation Systems GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Juki Automation Systems GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 10. April 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Hofmann, Wirtschaftsprüfer

Johannes Gräbner, Wirtschaftsprüfer

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