GS Schenk Bauunternehmung GmbH

Siegelsdorfer Straße 55, 90768 Fürth, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 11024
Vorher
Objektgesellschaft Fronmüllerstraße/Fürth GmbHGS Schenk Objekt Verwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
24.4.2007
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: die Errichtung von Bauwerken aller Art, der An- und Verkauf von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten, die Durchführung der Vermietung und Verpachtung von beweglichen Anlagevermögen, sowie Leistungen eines Generalunternehmens. Rechtsgeschäfte im Sinne des § 34 c GewO sind nicht Gegenstand des Unternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Ströhlein
seit 3.5.2023
Geschäftsführer
Jörg Henning
seit 26.1.2022
Prokura
Joerg Blank
seit 26.1.2022
Prokura
Andreas Thomas Eckert
seit 29.5.2020
Prokura
Alexander Riedmann
seit 9.4.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

GS SCHENK GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GS Schenk Bauunternehmung GmbH

Fürth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Datum der Feststellung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
Finanzanlagen 8.020.516,48 6.676
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Vorräte 53.114.814,00 36.681
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -53.114.814,00 -34.443
0,00 2.238
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.123.905,45 6.459
5.123.905,45 8.697
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.326,91 63
13.152.748,84 15.436

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500
II. Kapitalrücklage 4.115,33 4
III. Bilanzgewinn 717.516,23 631
1.221.631,56 1.135
B. Rückstellungen 4.469.230,15 5.454
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.843.205,09 0
2. Andere Verbindlichkeiten 3.618.682,04 8.847
7.461.887,13 8.847
13.152.748,84 15.436

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

Vorjahr
EUR TEUR
1. Rohergebnis 23.469.146,17 25.283
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.526.111,72 -9.891
b) Soziale Abgaben -4.198.166,49 -14.724.278,21 -3.645 -13.536
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.484.328,15 -8.686
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 275.609,68 73
- davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 EUR (Vj.: 1 TEUR)
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -110.466,13 -9
- davon an verbundene Unternehmen: 96.928,19 EUR (Vj.: 0 TEUR)
- davon aus Abzinsung: 303,93 EUR (Vj.: 1 TEUR)
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -338.483,39 -630
7. Ergebnis nach Steuern 87.199,97 2.495
8. Sonstige Steuern -609,80 -50
9. Jahresüberschuss 86.590,17 2.445
10. Gewinnvortrag 630.926,06 1.186
11. Vorabausschüttung 0,00 -3.000
12. Bilanzgewinn 717.516,23 631

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die GS Schenk Bauunternehmung GmbH hat ihren Sitz in Fürth. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter HR B 11024 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie § 42 GmbHG aufgestellt.

2. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 2 HGB.

3. Die Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften sowie § 42 GmbHG. Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden teilweise in Anspruch genommen.

4. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze aufgestellt. Die Gliederung entspricht §§ 266, 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt wie in den Vorjahren das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

5. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringenden Vermerke insgesamt im Anhang aufgeführt. Die Vermerke zu Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten sind ebenfalls im Anhang aufgenommen.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Rahmen der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, unter Beachtung ergänzender Vorschriften für Kapitalgesellschaften stetig angewendet.

Aktivseite

1. Finanzanlagen sind mit ihrem Nennwert angesetzt.

2. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten für "Unfertige Bauten" beinhalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Soweit ein niedriger Wert vorlag, der diesen Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, sind Abschreibungen gem. § 253 Abs. 4 HGB vorgenommen.

Die Gesellschaft hat von ihrer Wahlmöglichkeit des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten abzusetzen, Gebrauch gemacht. Der die Vorräte übersteigende Teil der erhaltenen Anzahlungen wird auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Passivseite

4. Die Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe ihrer voraussichtlichen Verpflichtung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre lt. Abzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen entsprechend der Inflationsrate abgezinst.

5. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

IV. Angaben zu Posten der Bilanz

Aktivseite

1. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im nachstehenden Anlagenspiegel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens in der Bilanz zum 31.12.2023

(Anlagenspiegel) in EUR

Posten Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Finanzanlagen 6.676.386,27 1.975.054,37 -630.924,16 8.020.516,48
Posten Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Posten Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Finanzanlagen 8.020.516,48 6.676.386,27

2. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind solche gegen Gesellschafter in Höhe von 43 TEUR (Vj.: 0 TEUR) enthalten. Bei den Forderungen gegen Gesellschafter handelt es sich um verbundene Unternehmen i. S. d. § 271 Abs. 2 HGB.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von 0 TEUR (Vj.: 4 TEUR) mit einer Laufzeit länger als ein Jahr.

Passivseite

4. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Posten bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Andere Verbindlichkeiten 3.619 0 0 3.619
(Vorjahr) (8.847) (0) (0) (8.847)
- davon aus Steuern 159 0 0 159
(Vorjahr) (928) (0) (0) (928)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 13 0 0 13
(Vorjahr) (4) (0) (0) (4)

5. Andere Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 0 TEUR (vj.: 4.894 TEUR). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um verbundene Unternehmen i. S. d. § 271 Abs. 2 HGB.

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gemäß § 267 Abs. 5 HGB (ohne Auszubildende) beträgt im Berichtsjahr 203 davon 46 Angestellte und 157 gewerbliche Arbeitnehmer.

2. Haftungsverhältnisse (§ 251 HGB)

Zur Absicherung von Krediten ist die Gesellschaft aus dem laufenden Geschäft verbundener Unternehmen eine gesamtschuldnerische Mithaftungsverpflichtung in Höhe von 12.500 TEUR eingegangen.

Die Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen schätzen wir auf Grund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Hauptschuldner als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

3. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr gehörten der Geschäftsführung an:

Herr Hans Arnold, Geschäftsführer (bis 19.01.2023)

Herr Alexander Riedmann, Geschäftsführer

Herr Sven Ströhlein, Geschäftsführer (ab 01.05.2023)

4. Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen der GS SCHENK GmbH, Fürth, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Die Offenlegung erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

 

Fürth, 28.03.2024

gez. Alexander Riedmann, Geschäftsführer

gez. Sven Ströhlein, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

GS Schenk Bauunternehmung GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind im Bauhauptgewerbe, vorwiegend im bayerischen Raum, tätig. Unser Leis- tungsspektrum umfasst im Wesentlichen den Hochbau sowie in geringem Umfang die Ausführung von Sand- und Natursteinarbeiten. Unser Schwerpunkt liegt dabei im Ge- werbebau und im Bau für den öffentlichen Sektor (Geschosswohnungsbau).

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energie- preise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie vorher die Coronakrise - meistern können; gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben:

Das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1% auf 4%,

eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen,

unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch das politische Vorantreiben der Klimawende,

sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neu- aufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung so- wie

die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel.

Dies alles hat dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden.

Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6 %, real -9 %). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt.

Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten führte letztendlich zu einer Beschäftigung auf Vorjahresniveau (927.000).

Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so hat z.B. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, um über 60% zugelegt. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten.

Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen: Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7% (nach +16% in 2022), der Umsatz im Bauhauptgewerbe 2023 betrug 162,5 Mrd. € (real -5,3%; nominal +1,3%), nach rd. 160 Mrd.€ im Vorjahr. Dabei entwickelten sich die einzelnen Sparten (Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau) unterschiedlich.

In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab:

Im Wohnungsbau wurde in 2023 ein Umsatz von 58 Mrd. EUR (Vj. 61 Mrd. EUR) erzielt. Die Bauverbände gehen davon aus, dass 2023 etwa 271.000 WE fertiggestellt worden sind (Vorjahr: 295.300 WE). Im Jahr 2023 wurden 100.000 WE weniger genehmigt als im Vorjahr (-27 %); die Auftragspolster der Unternehmen sind damit weitgehend aufgebraucht.

Im Wirtschaftsbau lag der Umsatz in 2023 bei rd. 60 Mrd. EUR und damit über dem Umsatz 2022 mit 57 Mrd. EUR. Getragen wird das Umsatzwachstum vom Wirtschaftstiefbau (z.B. durch den Stromtrassenausbau und das Schienennetz). Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. Euro; auch hier sind die Auftragsbestände gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

Quelle: Landesverband bayerischer Bauinnungen (LBB)

2. Geschäftsverlauf

Unsere Gesamtleistung, bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung, ist in 2023 um rund 4 % niedriger ausgefallen als im Vorjahr und liegt unter Plan. Im Jahr 2023 konnten einige Projekte nicht abgenommen und realisiert werden, da sich deren Fertigstellung planmäßig ins Folgejahr verschiebt. Die Gesamtleistung besteht daher zu rund 74% aus Umsatzerlösen und zu 26% aus der Erhöhung der Bestandsveränderung an teilfertigen Bauten. Der Saldo aus Bestandserhöhungen und Bestandsminderungen lag bei 16.550 TEUR (Vorjahr Bestandabbau von 0,3 Mio. EUR).

Einhergehend mit der leicht gesunkenen Gesamtleistung hat sich der Materialaufwand - bei einem weiterhin hohen Preisniveau - ebenfalls reduziert (-3 %).

Der Rohertrag beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 23.205 TEUR (Vj: 24.705 TEUR) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr ebenfalls vermindert.

Die Personalkosten haben sich absolut betrachtet aufgrund von Tariferhöhungen, individuellen Gehaltsanpassungen und Prämienzahlungen erhöht. Die Personalaufwandsquote liegt - infolge verminderter Gesamtleistung - mit rund 23 % über dem Niveau des Vorjahres (20 %).

Die leicht geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne neutrale Aufwendungen) liegen bei reduzierter Gesamtleistung in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (rd. 13 %). Nur ein Teil der darin abgebildeten Aufwandspositionen haben Fixkostencharakter. In dem Betrag enthalten ist auch die Umlage der Muttergesellschaft die neben den operativen, laufenden Kosten, auch Kosten für den Ausbau der Digitalisierung enthält. Dem gestiegenen Betriebsaufwand und den übrigen Aufwendungen, der mit dem Bestandsaufbau einhergeht, stehen geringere Verwaltungskosten gegenüber.

Das operative Betriebsergebnis in Höhe von 341 TEUR liegt um 2.574 TEUR unter dem des Vorjahres.

Das Zinsergebnis bewegt sich mit 165 TEUR (Vorjahr 65 TEUR) über dem Vorjahresniveau und besteht sowohl aus Verzinsung des Saldos aus dem Cash-Pooling als auch der Verzinsung der Sonstigen Ausleihungen.

Das ordentliche Unternehmensergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um rd. 2.650 TEUR auf 425 TEUR gesunken. Einhergehend hat sich die Ertragssteuerbelastung korrespondierend dazu ebenfalls um rund 292 TEUR auf insgesamt 338 TEUR vermindert.

Der Jahresüberschuss hat sich um 2.358 TEUR gegenüber dem Vorjahr auf 87 TEUR vermindert und liegt deutlich unter Plan.

3. Lage

Die Lage unseres Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr sehen wir als nicht zufriedenstellend an.

Ertragslage

Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr bei leicht geringerer Gesamtleistung deutlich verschlechtert. Die notwendigen finanziellen Erhöhungen im Personalbereich sowie gestiegenen Kosten sowohl im Materialbereich als auch im Betriebsbereich haben zu einer Reduzierung des Unternehmensergebnisses geführt. Bei noch länger laufenden Altverträgen konnten die Kostensteigerungen noch nicht vollends weitergegeben werden. Durch den zunehmenden Wettbewerb merken wir insgesamt ein reduziertes Preisniveau.

Entscheidend ist bei den langlaufenden Projekten, dass zum Zeitpunkt der Fertigstellung die Projekte kostendeckend abgeschlossen werden können, d.h. dass die Erlöse alle aufgewandten Kosten übersteigen.

Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist, in der Regel unter Abzug von Skonto, zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Finanzierung des laufenden Geschäftes erfolgt über den Cash-Pool der Firmengruppe. Das Verrechnungskonto endete im Geschäftsjahr 2023 mit einer Forderung in Höhe von 43 TEUR (Vj.: Verbindlichkeit in Höhe von 4.894 TEUR) gegen die Gesellschafterin aus dem Cash-Pooling-Verfahren. Trotz der in den Finanzanlagen ausgewiesenen Projektfinanzierung mit einem Volumen von 8.020 TEUR (Vj.: 6.676 TEUR) konnte insgesamt aus dem operativen Geschäft - im Wesentlichen durch die Vorfinanzierungen der Projekte - ein positives Verrechnungskonto generiert werden.

Prozentual liegt die Eigenkapitalquote mit rd. 9 % rd. 8% über Vorjahresniveau; bei einer um 15% reduzierten Bilanzsumme. Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres soll mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Investitionsfinanzierungen erfolgen ausschließlich bei der Muttergesellschaft.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich sowohl absolut als auch prozentual erhöht und betragen rund 23% (Vj.: 16%) der Bilanzsumme.

Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr ausgereichten Projektfinanzierung im Wesentlichen stabil.

Das Anlagevermögen besteht aus einer Projektfinanzierung als Finanzanlage. Die Ausleihung ist durch eine Grundschuld gesichert.

Das Umlaufvermögen besteht in weiten Teilen aus Forderungen aus Lieferung und Leistungen, welche infolge der Projektentwicklung rd. 33% unter dem Vorjahr liegen.

Die Teilfertigen Bauten sind durch erhaltene Anzahlungen finanziert, so dass der über- steigende Betrag passivisch ausgewiesen wird.

Auf der Passivseite liegen, durch noch zu erbringende Leistungen, die kurzfristigen Rückstellungen auf Vorjahresniveau (Vj.: 4,5 Mio. €) und betragen rund 34% der Bilanz- summe (Vj.: 30%). Weiterhin tragen auf der Passivseite die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen mit 29% sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 20% zur Bilanzsumme bei.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung im Wesentlichen die projektbezogene monatliche Bauleistung sowie den daraus resultierenden Deckungsbeitrag heran. Ferner haben wir durch die laufende Fortschreibung der projektbezogenen Kosten zum Projektende sowie die Fortschreibung der Erlöse das erwartete Projektergebnis im Blick.

5. Gesamtaussage

Unsere wirtschaftliche Lage im abgelaufenen Geschäftsjahr sehen wir als nicht zufriedenstellend an. Unsere prognostizierten Zahlen konnten nicht erreicht werden.

III. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2024

Durch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und den anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt zwar der Druck auf die Baupreise allmählich nach. Andererseits bleiben aber die Einkaufspreise hoch, steigende Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge verteuern das Bauen noch einmal; hinzu kommen die anstehenden Tarifverhandlungen. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2 %.

Nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. € (nominal -5 %; unter der Annahme sinkender Baupreise: real -3 %). Verantwortlich dafür ist vor allem der Wohnungsbau, der seinen Sinkflug fortsetzen wird und mit real -13 % zu der schlechten Entwicklung beiträgt.

Die Unterauslastung im Wohnungsbau lässt den jahrelangen Kapazitätsaufbau in Personal und Geräte ins Stocken geraten: Zum ersten Mal seit 2008 werden 2024 Beschäftigte abgebaut werden, voraussichtlich etwa 30.000 auf 900.000 Beschäftigte. Nur in den Ausbaubereichen und im Ingenieur- und Tiefbau werden weiterhin Fachkräfte gesucht.

Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 um real 0,3 % geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung für 2024 auch nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3 %.

Quelle: Landesverband bayerischer Bauinnungen (LBB)

Aussichten für die GS Schenk Bauunternehmung GmbH 2024

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine Gesamtleistung unter dem Niveau des Vorjahres in Höhe von rund 55.000 TEUR. Zum Jahreswechsel 2023/2024 können wir einen Auftragsbestand von rund 37.142 TEUR verzeichnen, welcher überwiegend im Jahr 2024 umgesetzt wird. Durch den Rückgang der Investitionen im Wohnungsbau stellen wir insgesamt eine etwas rückläufige Auftragslage fest. Auch durch fehlende Wohnbauprojekte innerhalb der Gruppe hat sich der Auftragsbestand zum Jahreswechsel um rund 9.000 TEUR gegenüber dem Vorjahr vermindert.

Für 2024 planen wir einen Jahresüberschuss in der Größenordnung von rund 1.200 TEUR.

Der Auftragsbestand besteht in weiten Teilen aus Aufträgen für private Auftraggeber. Bei Aufträgen für private Bauherren legen wir besonderen Wert auf umgehende und zeit- nahe Abrechnung der erbrachten Leistungen sowie deren Bezahlung, um das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht Branchenrisiken

Die wirtschaftliche Entwicklung im Rohbau ist von der gesamtkonjunkturellen Lage abhängig. Dies gilt insbesondere auch unter Berücksichtigung des derzeit gestiegenen Zinsniveaus. Inwieweit sich der noch anhaltende Krieg in der Ukraine auf den Rohbau auswirken werden, kann unserseits derzeit nicht beurteilt werden. Weiterhin sind wir der Ansicht, dass die derzeitige Inflation und die damit verbundene Verunsicherung insgesamt eine Verlangsamung der Nachfrage verursachen werden.

Im Nachfrageverhalten können wir zum jetzigen Zeitpunkt in unserem Segment einen Rückgang feststellen.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Hierbei können wir auf einen großen Stamm an eigenen gewerblichen Facharbeitern sowie eigenen Führungskräften zurückgreifen. Um dem Fachkräftemangel entgegenzustehen, hat die Ausbildung im gewerblichen Bereich einen hohen Stellenwert in unserem Unternehmen.

Ertragsorientierte Risiken

Um für die kommenden Geschäftsjahre die positive Entwicklung des Unternehmens auszubauen, werden wir weiterhin die Kundenakquise forcieren.

Der Krieg in der Ukraine hat nur noch in ganz wenigen Einzelfällen zu Problemen auf dem Beschaffungsmarkt geführt. Bislang konnten wir in Abstimmung mit unseren Lieferanten, Nachunternehmern und Auftraggebern jeweils alternative Produkte und Lösungen abstimmen und umsetzen.

Preisrisiken und Inflation sind derzeit weiterhin schwer einschätzbar. Sofern sie nicht weitergegeben werden können, gehen diese zu Lasten des Ergebnisses.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen, Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Insolvenzbedingte Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Bei privaten Bauherren legen wir gesteigerten Wert auf die zeitnahe Abrechnung und Bezahlung der erbrachten Leistungen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen mit Skonto gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch erhaltene Anzahlungen, mittels Lieferantenkrediten, sowie aus dem Cash-Pool der Muttergesellschaft.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für das laufende Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. In Einzel- fällen wird auch von dem Instrument der Bauhandwerkersicherung Gebrauch gemacht.

Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität und Zuverlässigkeit unserer Kunden.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite, bewährte Palette von Lieferanten und Nachunternehmern zurückgreifen. Gleichwohl sind wir beim Bezug von spezifischen Produkten sowohl von der Preisentwicklung als auch von der Verfügbarkeit auf den Weltmärkten abhängig.

Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Rechtliche Risiken

Den branchenüblichen rechtlichen Risiken bei der Abwicklung von Bauprojekten wird durch eine konsequente Baustellensteuerung und Vertragsabwicklung Rechnung getragen.

Dem Thema IT-Sicherheit begegnen wir durch fortlaufende Schulung aller Mitarbeiter sowie durch Einsatz von technischen Sicherungsmaßnahmen durch unseren IT-Dienstleister.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite, bewährte Palette von Nachunternehmern zurückgreifen.

Der Ausblick für 2024 ist verhalten, wobei die gesamtwirtschaftliche Entwicklung durch uns abschließend nicht eingeschätzt werden kann. Für die GS Schenk Bauunternehmung GmbH wird derzeit ein nicht mehr so hohes Niveau wie das der vergangenen Jahre erwartet.

Durch weitere Digitalisierung zahlreicher betrieblicher Prozesse wollen wir Effizienzvorteile erzielen, die uns helfen, die Qualität zu verbessern, Abstimmungsdefizite zu vermeiden und gleichzeitig Zeit und Kosten zu sparen. Hier sehen wir für uns noch erhebliches Potential.

Das Thema "Nachhaltigkeit" werden wir in 2024 weiterbearbeiten. Erste Schritte hierzu sind eingeleitet. Die Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit ist personalintensiv und wird sich zunächst auch in den Kosten niederschlagen, bevor sich hier ein Einsparungspotential zeigen wird.

3. Gesamtaussage

Ob die weitere gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu weiteren Auftragsrückgängen oder Stornierungen führen kann, ist für uns derzeit nicht quantifizierbar. Auch könnten Forderungsausfälle und wirtschaftliche Entwicklungen die Liquidität negativ beeinflussen.

 

Fürth, 28.03.2024

gez. Alexander Riedmann, Geschäftsführer

gez. Sven Ströhlein, Geschäftsführer

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GS Schenk Bauunternehmung GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GS Schenk Bauunternehmung GmbH, Fürth, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GS Schenk Bauunternehmung GmbH, Fürth, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maß- nahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungs- nachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten in- ternen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern darge- stellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerun- gen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Erlangen, 06. August 2024

ETH Erlanger Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Schmitz, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung

Der Jahresabschluss der GS Schenk Bauunternehmung GmbH zum 31.12.2023 wurde am 25.10.2024 festgestellt.

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