Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 208666
Eingetragen
26.2.2001
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Turbinen
Gegenstand
die Produktion und der Verkauf von Laser-, Distanz- und Positioniergeräten und artverwandter Komponenten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
József Szabó
seit 23.6.2025
Geschäftsführer
Prokura
Marc Vogel
seit 23.6.2025
Prokura
Tobias Kühne
seit 14.5.2025
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hilti AktiengesellschaftLIE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hilti Aktiengesellschaft
Liechtenstein
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HILLOS GmbH

Jena

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Einführung

Die HILLOS GmbH ist ein ehemaliges Joint Venture zwischen der Hilti Aktiengesellschaft und der JENOPTIK Optical Systems GmbH. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die 50% der Anteile von der Hilti AG erworben. Somit ist die Gesellschaft eine 100%iges Tochterunternehmen der Hilti Aktiengesellschaft, Liechtenstein.

Die Hilti AG unterhält in ihrer Funktion als Konzernobergesellschaft Produktions- und Entwicklungsunternehmen in Europa, Amerika und Asien und ist weltweit mit Vertriebsorganisationen, Vertriebspartnern und Agenten vertreten. Die Hilti Gruppe erreichte in 2023 mit rund 34.000 MitarbeiterInnen einen Jahresumsatz von rund 6,5 Mrd. CHF. 1

2. Darstellung des Geschäftsverlaufes

2.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Im Jahr 2023 ist die Weltwirtschaft um 3,4% 2 gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt hat in Deutschland um 0,1% 3 abgenommen. Das Volumen des für Hilti relevanten Baugewerbes reduzierte sich allerdings um 0,2% (Bruttowertschöpfung der Bauindustrie). 4

2.2 Markstellung der Gesellschaft

Die Hillos GmbH fertigt am Standort Jena für die Baubranche optische Lasermessgeräte wie 3D Scanner, Total Stationen, Rotationslaser und Distanzmessgeräte sowohl für die Hilti AG als auch in zunehmendem Maße für einen weiteren Kunden. Die Hillos GmbH ist ein Auftragsfertiger und betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung.

2.3 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 konnte eine Umsatzsteigerung von 6% gegenüber dem Vorjahr erreicht werden. Das Wachstum betraf die Rotationslaser und die Distanz Messgeräte in der Eigenfertigung sowie die Endkonfektionierung. Der Umsatz im Segment Total Stationen ist ebenfalls erwartungsgemäß gewachsen. Ein leichter Umsatzrückgang ist bei den Scannern entgegen der Planung eingetreten.

2.4 Beschaffung

Anfang 2023 war die Lage an den Rohstoffmärkten noch sehr angespannt. Der Krieg in der Ukraine hatte seine Fortsetzung. Die Hillos GmbH konnte die Versorgung mit Rohstoffen und Komponenten das ganze Jahr über sicherstellen. Um die Risiken verzögerter oder ausfallender Lieferungen an Komponenten zu minimieren, wurden Ende 2022 entsprechende Lagerbestände aufgebaut. Im Laufe des Jahres 2023 reduzierten sich die Lieferzeiten für Waren aus Asien jedoch merklich und es konnten die Bestände reduziert werden.

Die Preise für Elektronik- und Zerspan Komponenten stiegen gegenüber dem Vorjahr deutlich an.

1 Quelle: Hilti AG, www.hilti.group, Medienmitteilung vom 15.03.2024
2 Quelle: IMF, www.imf.org, Inflation Peaking amid Low Growth, Januar 2023
3 Quelle: Statistisches Bundesamt, www.destatis.de, Pressemitteilung zum BIP 2023
4 Quelle: Statistisches Bundesamt, www.destatis.de, Pressemitteilung zum BIP 2023

2.5 Produktion

Die intern verarbeiteten Vorgabestunden erhöhten sich um 7,4% in 2023 gegenüber dem Vorjahr. Die Auslastung befand sich somit weiter auf hohem Niveau. Bei einigen Produkten lagen temporäre Kapazitätsengpässe vor. Entsprechende Maßnahmen zur kurz- und längerfristigen Lösung wurden definiert und erfolgreich implementiert.

Durch Rationalisierungsmaßnahmen konnten die Produktionszeiten reduziert werden.

Das Zukaufgeschäft wurde im Jahr 2023 fortgeführt. Der erwartete Planwert für 2023 ist leicht unterschritten worden.

2.6 Kostenentwicklung

Im Berichtsjahr stiegen die Werkskosten (ohne Material), primär getrieben durch inflationäre Effekte an. Wachstumsabhängig entstanden zudem höhere Ausgaben insbesondere im Personalbereich. Tariflich bedingte Erhöhungen waren im Berichtsjahr deutlich spürbar. Kapazitätsspitzen wurden über Leiharbeiter ausgeglichen. Die Abschreibungen erhöhten sich durch Kapazitätsaufbauten. Die stark gestiegenen Marktpreise für Strom hatten negative Auswirkungen auf die Mietnebenkosten, die entfallene EEG-Zulage führte sogar zu einer geringfügigen Kostenentlastung.

2.7 Investitionen

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 von insgesamt TEUR 3.004 (VJ TEUR 814) betreffen überwiegend Anzahlungen für den neuen Produktionsstandort in Jena. Weitere Details sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

2.8 Personal- und Sozialbereich

Der Personalstand des Berichtsjahres betrug 81 MitarbeiterInnen (Vj. 81) im Jahresdurchschnitt. Die Belegschaft gliederte sich in 51 männliche Angestellte (Vj. 49) und 30 weibliche Angestellte (Vj. 32).

2.9 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

2.9.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der Geschäftsentwicklung wurde ein Kennzahlensystem mit finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren implementiert, welche regelmäßig monatlich ausgewertet werden. Bei den finanziellen Leistungsindikatoren handelt es sich im Wesentlichen um die Produktivitätsentwicklung der Nettokosten sowie des generierten Produktionsumsatzes.

Die Eigenkapitalrentabilität hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 7,0% (Vj. 7,2%) betragen.

2.9.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den nicht finanziellen Leistungsindikatoren wird die Liefertreue ausgewertet. Die Liefertreue an unsere Abnehmer lag im ersten halben Jahr unter unserem Zielniveau. Hauptursache war die sehr erfolgreiche Markeinführung eines Neuproduktes bei gleichzeitig limitierter Kapazität. Im 2. Halbjahr hat sich die Versorgung sukzessive verbessert und stabilisiert, der erfolgreiche Kapazitätsaufbau hat entsprechende Wirkung gezeigt.

3. Darstellung der Lage

3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um 4,2% gestiegen. Auf der Aktivseite der Bilanz erhöhte sich das Anlagevermögen um TEUR 2.414, das Umlaufvermögen hat um TEUR 1.197 abgenommen. Während die Forderungen angestiegen sind (TEUR +2.841), haben sich die Vorräte deutlich reduziert (TEUR -4.038).

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital durch den nicht ausgeschütteten Jahresüberschuss um TEUR 1.199. Die Verbindlichkeiten haben um TEUR 184 abgenommen, die Rückstellungen hingegen zusammen um TEUR 199 zugenommen.

Zum Bilanzstichtag sind die Vermögenswerte zu 12% (VJ: 5%) im langfristigen Bereich und zu 88% (VJ: 95%) im kurzfristigen Bereich gebunden. Die Eigenkapitalquote beträgt 55% (VJ: 57%).

Den kurzfristigen Forderungen von TEUR 6.069 (VJ TEUR 4.133) stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.813 (VJ TEUR 5.760) gegenüber.

3.2 Finanzlage

Die Finanzierung des Unternehmens ist durch ein Darlehen der Hilti Dienstleistung AG in Höhe von 7,0 Mio. EUR sichergestellt.

Der Cashflow aus der laufenden betrieblichen Tätigkeit ist im Geschäftsjahr 2023 mit rund 2.659 T€ deutlich positiv. Die Erhöhung des bestehenden Darlehensführte zu einem positiven Cashflow von TEUR 1.250. Bei der Investitionstätigkeit kam es zu einem Mittelabfluss von TEUR 3.004.

3.3 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 ist der Umsatz um 5,98% auf 44,3 Mio. EUR (Vj. 41,8 Mio. EUR) gestiegen. Die Erlöse von Zukaufprodukten sind dabei um 66,1% auf 1,3 Mio. EUR (Vj. 3,7 Mio. EUR) zurückgegangen.

Der Wareneinsatz hat sich leicht unterproportional erhöht.

Der Personalaufwand hat sich in 2023 insbesondere aufgrund inflationsbedingter Anpassungen sowie der ausbezahlten Inflationsausgleichsprämie um TEUR 910 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insbesondere wegen der Umsatzsteigerung und den gestiegenen Aufwendungen für Arbeitnehmerüberlassung deutlich erhöht.

Aufgrund der bestehenden Darlehen hat sich das Zinsergebnis um TEUR 271 verschlechtert.

Insgesamt ergibt sich ein Jahresergebnis von TEUR 1.199 (Vj. TEUR 1.156).

4. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Hillos GmbH, Jena fertigt im Wesentlichen für die Konzernmutter. Sie ist damit teilweise abhängig von der Innovations- und Entwicklungstätigkeit sowie bestimmten Entscheidungen der Muttergesellschaft.

Aufgrund der aktuellen Lage der Weltwirtschaft, stellen die Verknappung von Rohmaterialien auf den Beschaffungsmärkten sowie Störungen der Transportwege Risiken dar, die sich sowohl auf die Einkaufspreise als auch auf die Versorgungslage auswirken können. Derzeit liegen allerdings keine wesentlichen Materialengpässe vor. Insgesamt spüren wir eine sehr deutliche Entspannung der Verfügbarkeiten.

Die Energie- und Komponentenversorgung, die für das Betreiben unserer Produktion essenziell ist, scheint momentan in Deutschland sichergestellt zu sein. Probleme könnten sich jedoch durch eine weitere Eskalation des Ukraine-Konfliktes oder der Spannungen zwischen USA und China ergeben. In diesem Falle könnten die Versorgungsthemen aus den Vorjahren wieder aufleben bzw. in noch schärferer Form auftreten. Insofern wäre wieder mit steigenden Preisen zu rechnen.

Steigende Kosten können sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der Hillos GmbH auswirken. Insbesondere durch den inflationsgetrieben hohen Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie entstehen sehr deutliche Zusatzbelastungen. Ebenso ist der Preisdruck bei zugekauften Leistungen sehr hoch.

Steigende Abschreibungen aufgrund von Investitionen für Kapazitätserweiterung werden sich vorübergehend negativ auf das Ergebnis auswirken, da das hier geplante Wachstum momentan nicht in vollem Umfang realisiert werden kann.

Die stark gestiegenen Zinssätze trüben die Stimmungslage im Bausektor Deutschlands und anderer Länder deutlich ein. Zudem sind die Preise für Bauleistungen und -güter auf sehr hohem Niveau. Diese beiden Effekte haben die Baukosten nochmals deutlich erhöht und führen in der Folge zu Nachfragerückgängen in der Bauindustrie.

Sonstige entwicklungsbeeinträchtigende Risiken, insbesondere bestandsgefährdender Natur, liegen derzeit nicht vor und sind auch innerhalb eines Prognosezeitraums von zwei Jahren nicht zu erwarten.

Chancen ergeben sich für die Hillos GmbH insbesondere durch die weitere Fokussierung auf hochkomplexe und wertschöpfungsintensive Produkte sowohl für die Muttergesellschaft als auch für Kunden im Bereich des Drittgeschäft.

Durch die ständige Verbesserung der internen Prozesse erwarten wir einen positiven Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität. Die Nutzung internationaler Beschaffungsmärkte unterstützt zudem die Sicherung der Liefer- und Wettbewerbsfähigkeit.

5. Voraussichtliche Entwicklung

Für 2024 erwartet der Hilti-Konzern ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich in Lokalwährungen. 5

Die Wachstumsaussichten der Hillos GmbH liegen für das Jahr 2024 unter Konzern-Level. Wir rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit einem leichten Umsatz- und Ergebnisrückgang. Das Negativwachstum ist vor allem durch Phase-out Produkte begründet.

Aufgrund der geplanten Investitionen in den neuen Produktionsstandort, besteht für 2024 ein erhöhter Finanzierungsbedarf, welcher neben dem Gesellschafterdarlehen durch den Abbau des Vorratsvermögens finanziert werden soll.

Der Schwerpunkt der Hillos GmbH im Jahr 2024 ist der Neubau am neuen Standort in Jena und die weitere Integration in die Konzernstrukturen des Hilti-Konzerns.

 

Jena, den 19. Juli 2024

Der Geschäftsführer

Philipp Makrutzki

5 Hilti AG, www.hilti.group, Medienmitteilung vom 17.03.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.200,00 3.520,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.994,00 61.884,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 449.573,00 227.861,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 821.255,00 865.975,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.477.316,26 192.894,56
3.751.138,26 1.348.614,56
3.766.338,26 1.352.134,56
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.599.910,36 18.662.986,79
2. Unfertige Erzeugnisse 1.409.320,01 1.252.967,42
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.166.711,29 1.294.377,95
4. Geleistete Anzahlungen 2.637,05 6.263,02
17.178.578,71 21.216.595,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.303.829,83 2.476.043,16
2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.588.799,85 0,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 826.152,12
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.176.312,28 830.780,17
6.068.941,96 4.132.975,45
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.338.068,85 2.433.431,03
26.585.589,52 27.783.001,66
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 2.928,58
30.351.927,78 29.138.064,80

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 3.545.974,17 3.545.974,17
III. Gewinnvortrag 12.372.621,64 11.216.523,02
IV. Jahresüberschuss 1.199.282,07 1.156.098,62
17.142.877,88 15.943.595,81
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 127.797,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.055.579,29 984.656,12
1.183.376,29 984.656,12
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlicheiten aus Lieferungen und Leistungen 4.813.290,94 5.760.032,83
2. Verbindlicheiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.148.312,48 0,00
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 6.392.796,52
4. Sonstige Verbindlichkeiten 64.070,19 56.983,52
- davon aus Steuern EUR 58.316,33 (Vj. EUR 43.810,60) 12.025.673,61 12.209.812,87
30.351.927,78 29.138.064,80

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 13.109.761,59 11.024.336,18
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.520.351,69 -3.725.099,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -835.558,10 -5.355.909,79 -720.767,73 -4.445.867,40
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen gen -588.452,94 -397.549,47
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.798.825,41 -4.353.024,08
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.793,00 38.896,38
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 3.793,00 (Vj. EUR 38.896,38)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -254.391,26 -19.475,94
- davon an verbundene Unternehmen EUR 251.791,26 (Vj. EUR 18.639,94)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 2.600,00 (Vj. EUR 836,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -916.693,12 -691.217,05
8. Ergebnis nach Steuern 1.199.282,07 1.156.098,62
9. Jahresüberschuss 1.199.282,07 1.156.098,62

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Jena und ist beim Amtsgericht Jena unter HRB 208666 eingetragen. Sie ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den relevanten Vorschriften des Gesetzes für die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 sind die bislang von der JENOPTIK Optical Systems GmbH, Jena gehaltenen 50% Gesellschaftsanteile auf die HILTI Aktiengesellschaft, Schaan (Fürstentum Liechtenstein) übergegangen. Damit ist die Hillos GmbH zum Bilanzstichtag eine 100%ige Tochtergesellschaft der Hilti Aktiengesellschaft, FL-Schaan. Die im Vorjahresabschluss bilanzierten Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen und werden fortan als Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen.

Zudem wurde die Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen entgegen dem Vorjahr vom Umsatzkostenverfahren auf das Gesamtkostenverfahren umgestellt. Die Vorjahresbeträge wurden entsprechend angepasst, um die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahresausweis herzustellen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens und die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet und auf der Grundlage der erwarteten Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden von Dritten erworbene Software und Lizenzen ausgewiesen. Der Abschreibungsberechnung liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Software und Lizenzen 3 - 5 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 10 Jahre

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250 werden als Sofortaufwand erfasst.

Der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten (zu gewogenen Durchschnittspreisen) bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Wegen Qualitätsminderung und mangelnder Gängigkeit werden Abwertungen vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die anteilige Abschreibung des Anlagevermögens. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden durch die Abwertung berücksichtigt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert, bei zweifelhaften Forderungen gekürzt um Einzelwertberichtigungen, angesetzt.

Latente Steuern ergeben sich aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanzwerten bei den einzelnen Bilanzposten, die unter Anwendung des lokalen Steuersatzes von 31,58 % bewertet werden. Die temporären Differenzen betreffen im Wesentlichen handels- und steuerrechtlich abweichende Wertansätze beim Umlaufvermögen, bei den sonstigen Rückstellungen und abweichenden Nutzungsdauern von Handel- und Steuerrecht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergaben sich ausschließlich aktive latente Steuern. Auf deren Aktivierung wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle bei Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betreffen die Jubiläumsrückstellungen und werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag der ersten Erfassung bewertet und bilanziert. Am Bilanzstichtag werden die Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs neu bewertet. Sofern die Restlaufzeit der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten kleiner als ein Jahr ist, werden unrealisierte Kursgewinne und -verluste erfolgswirksam berücksichtigt.

Steuerliche Auswirkungen nach Inkrafttreten des Mindeststeuergesetzes und nach ausländischen Mindeststeuergesetzen sind aufgrund der derzeitigen Datengrundlage nur schwer abzuschätzen. Aufgrund des anzuwendenden Gewinnsteuersatzes für die Gesellschaft kann, falls überhaupt, von einer vergleichsweise geringen Auswirkung ausgegangen werden.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Im Anlagenspiegel ist die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.589 betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin Hilti AG.

In den im Vorjahr ausgewiesenen Forderungen gegen Unternehmen, mit denen Beteiligungsverhältnis besteht von TEUR 826 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 780 gegen die Gesellschafterin Hilti AG und mit TEUR 46 gegen die Jenoptik AG enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Ausstehende Rechnungen aus Lieferungen/Leistungen 312 370
Sonstige Personalkosten (Leistungsentlohnung/ Berufsgenossenschaft) 246 115
Gleitzeit-/Überstundenguthaben/Urlaub 96 96
Jubiläumszahlung 112 117
Garantieverpflichtungen 289 287
Summe 1.055 985

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin Hilti AG mit TEUR 148 und sonstige Verbindlichkeiten aus Darlehen gegenüber der Hilti Dienstleistung AG mit TEUR 7.000. Die Darlehensgeberin hat eine Nichtfälligkeitserklärung abgegeben, wonach die Finanzierung bis zum 31. Dezember 2024 sichergestellt wird.

Die im Vorjahr ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis bestanden gegenüber den damaligen Gesellschaftern und resultierten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 643 und Darlehen mit TEUR 5.750.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsgewinnen (TEUR 73, Vj. TEUR 141) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 258, Vj. TEUR 229).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Währungsverlusten (TEUR 95, Vj. TEUR 173).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 198 (Vj. TEUR 163). Darüber hinaus bestehen finanzielle Verpflichtungen § 285 Abs. 3a HGB aus bereits abgeschlossenen Bestellungen für Vorräte in Höhe von TEUR 9.949 und für Sachanlagen in Höhe von TEUR 33. Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren 81 Mitarbeiterinnen (Vorjahr 81) im Jahresdurchschnitt beschäftigt. Die Belegschaft gliederte sich in 51 männliche Angestellte (Vorjahr 49) und 30 weibliche Angestellte (Vorjahr 32).

Geschäftsführung

Seit Juli 2019 ist Herr Philipp Makrutzki, Dipl. Wirtschaftsingenieur, Jena zum Geschäftsführer bestellt.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 a HGB wird unter Verweis auf die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Im Zuge der vollständigen Übernahme der Anteile an der Hillos GmbH durch die Hilti AG erfolgt im Jahr 2024 eine schrittweise Loslösung von JENOPTIK. Dies bedingt eine Umstellung des ERP- System zum Jahreswechsel 2023/2024. Ebenfalls werden die Shared-Services im Bereich des Finanz- und Personalwesen und der IT in Richtung der Hilti AG bzw. in die Eigenständigkeit verlagert. Der finale Schritt wird im Jahr 2025 mit dem Umzug an einen neuen Standort in Jena erfolgen; Die dafür notwendigen Vorbereitungen werden das Jahr 2024 maßgeblich beeinflussen.

Muttergesellschaft

Die Gesellschaft ist nunmehr 100%iges Tochterunternehmen der Hilti Aktiengesellschaft, Schaan, Liechtenstein. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zur Hilti Aktiengesellschaft, Schaan und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die Hilti Aktiengesellschaft, Schaan, stellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf; dieser ist dort erhältlich.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Geschäftsführer schlägt der Gesellschafterin vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.199.282,07€ auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Jena, 19. Juli 2024

Der Geschäftsführer

Philipp Makrutzki

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
01. Jan. 2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.000.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000.000,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 78.770,29 19.120,00 0,00 0,00 97.890,29
1.078.770,29 19.120,00 0,00 0,00 1.097.890,29
II. SACHANLAGEN
1. Bauten auf fremden Grundstücken 296.835,87 0,00 0,00 0,00 296.835,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.474.880,78 324.261,06 798.254,93 22.500,00 2.023.386,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.485.473,91 183.531,32 1.370.861,84 170.394,56 5.468.537,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 192.894,56 2.477.316,26 0,00 -192.894,56 2.477.316,26
9.450.085,12 2.985.108,64 2.169.116,77 0,00 10.266.076,99
10.528.855,41 3.004.228,64 2.169.116,77 0,00 11.363.967,28
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.000.000,00 0,00 0,00 1.000.000,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75.250,29 7.440,00 0,00 82.690,29
1.075.250,29 7.440,00 0,00 1.082.690,29
II. SACHANLAGEN
1. Bauten auf fremden Grundstücken 234.951,87 58.890,00 0,00 293.841,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.247.019,78 125.049,06 798.254,93 1.573.813,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.619.498,91 397.073,88 1.369.289,84 4.647.282,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.101.470,56 581.012,94 2.167.544,77 6.514.938,73
9.176.720,85 588.452,94 2.167.544,77 7.597.629,02
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.200,00 3.520,00
15.200,00 3.520,00
II. SACHANLAGEN
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.994,00 61.884,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 449.573,00 227.861,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 821.255,00 865.975,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.477.316,26 192.894,56
3.751.138,26 1.348.614,56
3.766.338,26 1.352.134,56

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hillos GmbH, Jena

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hillos GmbH, Jena, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hillos GmbH, Jena, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 20. August 2024

MÜNCHENER WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT GMBH

Sickinger, Wirtschaftsprüfer

Rappl, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Auf der Gesellschafterversammlung vom 27. August 2024 wurde beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von € 1.199.282,07 auf neue Rechnung vorzutragen.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 27. August 2024 festgestellt.

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