TEBIT
Medical Devices GmbH
Meinerzhagen
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis
31.12.2023
I. Grundlagen des Unternehmens
1. Geschäftsmodell
Die TEBIT Medical Devices GmbH ist ein
mittelständisches Unternehmen mit dem Schwerpunkt der
zerspanenden Herstellung von Komponenten und Montage von
Baugruppen in der Medizintechnik (Geräte) und
ähnlich anspruchsvollen Branchen. Mit Sitz in
Meinerzhagen produziert und vertreibt TEBIT Medical Devices
europaweit.
Für unsere international agierenden Kunden ist
die TEBIT Medical Devices ein verantwortungsbewusster
Partner - von der Herstellbarkeitsbewertung bis zur
kundenorientierten Bedarfsplanung und -abdeckung.
Produktentwicklungen unserer Kunden begleiten und
optimieren wir mit unserer Fertigungs- und
Prozesskompetenz.
TEBIT ist ein fester Bestandteil einer medizinischen
Versorgungskette, die Patienten aus aller Welt ein
sorgenfreies und besseres Leben ermöglicht.
Die TEBIT Medical Devices ist ein Teil der
Unternehmensgruppe TEBIT GmbH & Co. KG. Sie ist mit
über 30 Jahren das älteste Mitglied der Gruppe
und Kern der erfolgreichen Entwicklungshistorie.
Im Verlauf des Geschäftsjahres kam es zu einer
Erweiterung in der Gesellschafterstruktur.
Seit Ende 2023 steht die PASS Medical GmbH & Co.
KG als neuer Mitgesellschafter an der Seite der TEBIT
Gruppe und begleitet diese bei der strategischen
Weiterentwicklung.
2. Investitionen
TEBIT Medical Devices GmbH investiert
regelmäßig in modernste Fertigungsanlagen und
Infrastruktur, um höchste Genauigkeit und
wirtschaftliche Herstellkosten sicherzustellen.
Im Geschäftsjahr wurde insgesamt in Höhe
von 1.451 T€ investiert. Davon lagen 74,1% im Bereich
technische Anlagen und Maschinen.
3. Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft fördert in einem
branchenüblichen Umfang die technische
Weiterentwicklung ihrer bestehenden Produkte und
Produktionsprozesse.
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
TEBIT Medical Devices GmbH ist ein seit 1988
bestehendes Unternehmen.
Der Kundenschwerpunkt liegt im Bereich
medizintechnischer Geräte und ähnlich
anspruchsvoller Bereiche wie optische System- oder
Bestückungsanlagen.
Komplexe Geometrien, hohe Genauigkeitsanforderungen
sowie genaueste Prozessverfolgung und Dokumentation sind
wesentliche Erfolgsfaktoren.
Konsequent stabile Prozesse werden durch nachhaltige
und verbindliche Planung sowie durch Einsatz modernster
Werkzeuge und Technologien sichergestellt - entsprechend
den Vorgaben der Normen und Gesetze der Medizintechnik.
Spezifische Anforderungen werden für den Bereich
der Medizintechnik durch die DIN ISO 13485 und durch die
seit Mai 2021 geltende EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR)
geregelt.
Die MDR-Einführung resultiert auch weiterhin in
einem deutlich erhöhten bürokratischen Aufwand,
erheblichen Kostensteigerungen für Hersteller und
begrenzten Zertifizierungs-Ressourcen.
Der EU-Rechtsrahmen für Medizinprodukte in
seiner aktuellen Form führt somit eine Verknappung von
Produkten in der medizinischen Versorgung sowie eine
spürbare Drosselung des Innovationstempos herbei. Seit
Geltungsbeginn wurde die Verordnung daher bereits mehrfach
überarbeitet.
Die aktuelle Änderungsverordnung (EU) 2023/607
sieht eine verlängerte Gültigkeit von
Richtlinienzertifikaten, eine Verlängerung der
MDR-Übergangsfristen sowie die Abschaffung der
Abverkaufsfrist vor (Quelle: BVMed 2024).
TEBIT Medical Devices ist seit Jahren zertifiziert
nach der DIN ISO 13485. Das Unternehmen ist kein
Inverkehrbringer medizintechnischer Produkte und somit
nicht unmittelbar durch die MDR betroffen.
Nichtsdestotrotz verfügt das Unternehmen
über Expertise sowie interne Kompetenzen, um den
MDR-spezifischen Anforderungen und Rahmenbedingungen
gewachsen zu sein.
2. Geschäftsverlauf und Lage
Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 15,8
% erhöht werden. Dabei lag das Wachstum deutlich
über dem erwarteten Umsatzwachstum der deutschen
Medizintechnikbranche im Jahr 2023 in Höhe von 4,8 %
(Quelle: BVMed Herbstumfrage 2023).
a) Ertragslage
Ergebnisquellen
|
Geschäftsjahr
|
Vorjahr
|
Veränderung
|
|
T€
|
T€
|
T€
%
|
Betriebsergebis
|
367
|
171
|
196
114,6
|
Zinsergebnis
|
-112
|
-93
|
19
-20,4
|
Jahresergebnis
|
193
|
78
|
115
147,4
|
Das Betriebsergebnis hat sich auf 193 T€
erhöht.
Das Finanzergebnis liegt unterhalb des
Vorjahresniveaus.
Abschreibungen lagen über dem Vorjahresniveau (+
15 %).
b) Finanzlage
Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem
Vorjahr von 36,8 % auf 45,1 % erhöht. Dies entspricht
einer Steigerung in Höhe von 22,3%.
Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr im Rahmen der
Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in das
Anlagevermögen investiert. Die Investitionen betrafen
insbesondere die Verbesserung der Fertigungsprozesse sowie
die allgemeine Infrastruktur und Gebäude.
c) Vermögenslage
Wesentliche Bilanzpositionen
|
Geschäftsjahr
|
Vorjahr
|
Veränderung
|
AKTIVA
|
T€
|
T€
|
T€
%
|
Anlagevermögen
|
5.721
|
5.531
|
190 3,4
|
Kurzfristige
Vermögenswerte
|
6.950
|
8.277
|
-
1.327 -16,0
|
Liquide Mittel
|
790
|
75
|
751 95,3
|
PASSIVA
|
|
|
|
Eigenkapital
|
6.067
|
5.114
|
953 18,6
|
Verbindlichkeiten
|
7.395
|
8.769
|
-1.374 -15,7
|
Bilanzsumme
|
13.462
|
13.883
|
-421 -3,0
|
Das Anlagevermögen hat sich um 190 T€
erhöht.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
haben sich durch die Tilgung der Investitionsdarlehen
absolut um 828 T€ verringert. Sie betragen 38 % der
Bilanzsumme.
3. Finanzielle Leistungsindikatoren
Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser
Fokus auf:
· Umsatzentwicklung · EBIT / EBITDA und
· Branchenentwicklung / relatives Wachstum
Wir ziehen für unsere interne
Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzwachstum, Anteil
EBIT / EBITDA und PBT heran.
4. Gesamtaussage
Wir schätzen unsere Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage als solide und gut ein.
Unser Umsatz im Berichtsjahr liegt signifikant
über dem Umsatz des Vorjahres und auf dem Niveau
unserer ursprünglichen Planung. Wir erwarten für
die kommenden Jahre ein weiteres Umsatzwachstum auf
Branchenniveau.
Die Volatilität der Beschaffungs- und
Energiekosten hat sich im Berichtsjahr deutlich reduziert.
Durch die Stabilisierung des Kostenniveaus auf der
Beschaffungsseite sowie durch Effizienzsteigerungen und
Prozessoptimierungen konnten wir unser Ergebnis
gegenüber dem Vorjahr verbessern.
Durch konsequente Anpassungen in den Kosten- und
Prozessbereichen erwarten für die kommenden Jahre ein
stabiles Ergebnis auf Branchenniveau.
Wir begleichen unsere Verbindlichkeiten stets
innerhalb der Zahlungsfrist und vereinnahmen Forderungen
innerhalb der Zahlungsziele. Zudem arbeiten wir an einer
kontinuierlichen Optimierung unserer Zahlungsvereinbarungen
auf der Debitoren- sowie der Kreditorenseite.
Unsere kurzfristigen Verbindlichkeiten und
Rückstellungen sind durch liquide Mittel und
Warenlager abgedeckt.
Die Werthaltigkeit unserer Forderungen im
Verbundbereich schätzen wir als hoch ein und sehen
dort aktuell keine signifikanten Risiken.
III. Prognosebericht
Laut Statistischem Bundesamt verzeichneten die etwa
1.470 Medizintechnikhersteller in Deutschland im Jahr 2022
einen Gesamtumsatz von 38,39 Milliarden Euro. Dies stellt
einen Anstieg von über fünf Prozent im Vergleich
zum Vorjahr dar. Der Umsatz im Inland belief sich auf 12,61
Milliarden Euro, was einer Steigerung von drei Prozent
entspricht, während das Auslandsgeschäft 25,78
Milliarden Euro erzielte, ein Zuwachs von sieben Prozent.
Die Anzahl der Beschäftigten in der Branche
wuchs um 3,3 Prozent und erreichte knapp 160.000
Mitarbeiter.
Trotz der positiven Branchenentwicklung müssen
die erzielten Umsatzsteigerungen vor dem Hintergrund
erheblicher Herausforderungen betrachtet werden.
Viele Medizintechnikunternehmen berichten von einer
Verschlechterung ihrer Ertragslage aufgrund gestiegener
Kosten in sämtlichen Bereichen.
Zusätzlich wird die Branche von einem
zunehmenden Fachkräftemangel sowie
Produktionsbehinderungen durch Lieferengpässe
beeinträchtigt. Zeitgleich hat der bürokratische
Aufwand, nicht zuletzt durch die Implementierung der MDR,
ein alarmierendes Niveau erreicht.
Trotz vielfältiger Herausforderungen bleiben die
mittel- und langfristigen Wachstumstreiber des
Medizintechnikmarktes bestehen.
Zu diesen gehören die Chancen, die sich aus der
demografischen Lage in entwickelten Volkswirtschaften
ergeben, sowie die umfangreichen Gesundheitsinvestitionen
vieler aufstrebender Länder.
Weiterhin sorgt die zunehmende Wertschätzung von
Gesundheit sowie technologische Neuentwicklungen und
Innovationen insbesondere auf internationalen Märkten
für anhaltende Nachfrage.
Aufgrund der zuvor beschriebenen Wachstumstreiber ist
zu erwarten, dass die Medizintechnikbranche ihren
Wachstumspfad im Jahr 2023 fortsetzen wird.
Frost & Sullivan prognostiziert bis 2025 ein
durchschnittliches jährliches Wachstum des globalen
Medizintechnikmarktes von 6,3 Prozent.
Um dieses Potenzial aus Deutschland heraus weiterhin
nutzen zu können, sind bestimmte Voraussetzungen
notwendig. Dazu zählen ein angemessener
europäischer Rechtsrahmen, der nur moderaten
bürokratischen Aufwand erfordert, ein positives
Innovations- und Investitionsklima in Deutschland sowie der
politische Wille, in ein zukunftsfähiges, modernes und
digitales Gesundheitswesen zu investieren. (Quelle:
SPECTARIS Jahrbuch 2023/2024).
Trotz der wirtschaftlichen und regulatorischen
Belastungsfaktoren ist es unser Ziel, ein Umsatzwachstum
auf Branchendurchschnitt zu erreichen und eine stabile
Entwicklung der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage
sicherzustellen.
IV. Chancen- und Risikobericht
TEBIT Medical Devices strebt ein kontinuierliches
Wachstum in der Medizintechnikbranche an.
Zur Erreichung dieses Ziels werden wir uns weiterhin
auf die Bereiche Maschinentechnologie, Automatisierung und
Digitalisierung fokussieren.
Die inflationsbedingten Kostensteigerungen sowie die
anhaltende Gefahr von Material- und Energieengpässen
haben sich im Berichtsjahr merklich abgeschwächt.
Allerdings bleiben diese Risiken aufgrund der
weiterhin angespannten geopolitischen Lage präsent,
insbesondere im Hinblick auf sanktionsbedingte
Lieferkettenbelastungen und potenzielle Cyberrisiken.
Darüber hinaus geht die rückläufige
Inflationsentwicklung auf einen starken Anstieg des
Zinsniveaus sowie auf die Verschlechterung der
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurück.
Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, haben
wir langfristige Absicherungsmaßnahmen ergriffen und
betreiben ein enges Monitoring, um schnell reagieren zu
können.
Darüber hinaus forcieren wir nachhaltige
Maßnahmen zur Steigerung unserer Energieeffizienz und
zur Realisierung unserer Kostenpotenziale.
Die Auswirkungen des aktuell hohen Zinsniveaus
konnten wir durch extensive Investitionen in unsere
Maschinenkapazitäten während der vorangegangenen
Niedrigzinsphase minimieren.
Aufgrund der dargestellten Branchenentwicklung
erwarten wir kundenseitig stärkere Bestrebungen zur
Diversifizierung der eigenen Lieferantenportfolios.
Die daraus resultierenden Auswirkungen auf unser
laufendes Geschäft werden von uns engmaschig
beobachtet und bewertet.
Darüber hinaus setzen wir auf eine
kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Kundenstamms, um
potenzielle Absatz- und Umsatzveränderungen zu
kompensieren.
Wir halten das Risiko von Forderungsausfällen
und Bonitätsrisiken für gering, da wir
regelmäßige Bonitätsbewertungen
durchführen und ein laufendes Reporting unserer
Stammkunden haben.
Aufgrund unserer finanziellen Stabilität sowie
durch unsere organisatorischen und technologischen
Maßnahmen, sehen wir keine wesentlichen Risiken, die
unsere Entwicklung oder unseren Bestand gefährden
könnten.
Meinerzhagen, 29. Februar 2024
Thomas Becker Thomas Voss
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
5.721.668,00 |
5.531.248,22 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
101.959,00 |
60.409,00 |
| II.
Sachanlagen |
5.618.209,00 |
5.469.339,22 |
| III.
Finanzanlagen |
1.500,00 |
1.500,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
7.588.596,10 |
8.165.213,89 |
| I.
Vorräte |
3.491.790,57 |
3.561.250,86 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
3.306.839,25 |
4.529.041,56 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
789.966,28 |
74.921,47 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
41.713,93 |
29.223,67 |
| D.
Aktive latente Steuern |
109.765,00 |
157.348,00 |
| Aktiva |
13.461.743,03 |
13.883.033,78 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
6.066.804,72 |
5.114.006,57 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
160.333,00 |
130.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
729.750,00 |
|
| III.
Gewinnrücklagen |
7.011,09 |
7.011,09 |
| IV.
Gewinnvortrag |
4.976.995,48 |
4.898.980,52 |
| V.
Jahresüberschuss |
192.715,15 |
78.014,96 |
| B.
Rückstellungen |
917.730,93 |
968.462,83 |
| C.
Verbindlichkeiten |
6.477.207,38 |
7.800.564,38 |
| Passiva |
13.461.743,03 |
13.883.033,78 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
11.854.802,06 |
10.682.050,42 |
| 2.
Personalaufwand |
6.568.523,25 |
6.091.798,95 |
| a)
Löhne und Gehälter |
5.341.832,11 |
5.079.871,79 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.226.691,14 |
1.011.927,16 |
| davon
für Altersversorgung |
19.715,46 |
15.193,00 |
| 3.
Abschreibungen |
1.190.891,98 |
1.035.226,30 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
1.190.891,98 |
1.035.226,30 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
3.728.276,84 |
3.383.507,08 |
| 5.
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
45,00 |
45,00 |
| 6.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
82.042,06 |
30.785,84 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
81.299,52 |
29.885,79 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
194.349,98 |
124.221,18 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
81.797,92 |
20.927,30 |
| davon
Aufwendungen aus der Zuführung und
Auflösung von latenten Steuern |
47.583,00 |
28.733,00 |
| 9.
Ergebnis nach Steuern |
173.049,15 |
57.200,45 |
| 10.
sonstige Steuern |
-19.666,00 |
-20.814,51 |
| 11.
Jahresüberschuss |
192.715,15 |
78.014,96 |
Anhang
1.
Allgemeine Angaben
Die TEBIT Medical Divices GmbH, Meinerzhagen, ist
eine
mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v.
§ 267 HGB, so daß die Gesellschaft
gem. § 316 Abs. 1 HGB prüfungspflichtig ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
aktuellen Vorschriften des HGB und die ergänzenden
Bestimmungen des GmbH-Gesetzes über die Gliederung und
den Ausweis der Posten der Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung, des Anhangs und des Lageberichts beachtet
worden.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
Der Anhang enthält die nach den gesetzlichen
Vorschriften erforderlichen Angaben und Erläuterungen.
Die Gesellschaft hat die größenabhängigen
Erleichterungen für mittelgroße
Kapitalgesellschaften gem. §§ 286 Abs. 4, 288 HGB
in Anspruch genommen.
Von den größenabhängigen
Erleichterungen für die Offenlegung des
Jahresabschlusses gem. §§ 326, 327 HGB hat die
Gesellschaft ebenfalls Gebrauch gemacht.
2. Angaben zur Buchführung
Für das Unternehmen besteht nach § 238 HGB
Buchführungspflicht. Die Aufzeichnung der
Geschäftsvorfälle erfolgte nach den
Grundsätzen zur ordnungsmäßigen
Führung und Aufbewahrung von Büchern,
Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form
(GoBD).
Angaben zur Fremdwährungsumrechnung gem. §
284 Abs.2 Nr. 2 HGB sind nicht erforderlich.
3.
Angaben zur Bilanzierung und Bewertung
Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des
Jahresergebnisses aufgestellt. Es besteht eine
Ausschüttungssperre in Höhe der Bildung der
aktiven latenten Steuern, Zuschreibungen von
Vermögensgegenständen auf den Zeitwert und
Anpassungen aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts zur
Verlängerung des durchschnittlichen Marktzinssatzes
von 7 auf 10 Jahre nach dem Gesetz zur Umsetzung der
Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung der
handelsrechtlichen Vorschriften in Höhe von insgesamt
121,6 TEuro (Vorjahr: 212,0 TEuro).
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des
Vorjahres wurden grundsätzlich fortgesetzt, so dass
eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten gegeben ist.
Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten
trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grund-
sätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung
Rechnung. Es wurde gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB
von der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit ausgegangen
(going-concern-Prinzip). Im Einzelnen gilt folgendes:
AKTIVA
Erworbene
Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu
Anschaffungskosten bewertet und planmäßig
abgeschrieben. Die Abschreibungen werden linear nach
Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer
vorgenommen.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw.
Herstellungskosten abzüglich
planmäßiger Abschreibungen bewertet.
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden
linear vorgenommen. Die Abschreibungen basieren auf der
voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Zugänge im
Berichtsjahr werden pro rata temporis abgeschrieben.
Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert bis
1.000,00 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.
Die Bestände der
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren werden mit
den aktuellen Einkaufspreisen bewertet. Teilweise
mußten aufgrund der Lagerdauer Wertabschläge
vorgenommen werden.
Der Bestand der
Werkzeuge wird in einer permanenten Inventur
aufgenommen. Es erfolgen Abschläge aufgrund der
Inanspruchnahme der Werkzeuge.
Die Bestände an
unfertigen und
fertigen Erzeugnissen werden mit den
Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In
die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene
Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten
und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit
dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.
Fremdkapitalzinsen sind pauschaliert in den
Herstellungskosten mit 4,5 % enthalten.
Die Bewertung der
unfertigen Erzeugnisse erfolgt unter
Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades.
Der Ansatz der
Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände erfolgt zum
Nennwert, abzüglich Wertberichtigungen für
individuell ermittelte Einzelrisiken sowie pauschale
Risiken.
Der
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
werden mit dem Nennwert bewertet.
PASSIVA
Bei der Bildung der
Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und
ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung
getragen worden. Sie werden in der Höhe bemessen, die
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendig ist. Bei Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige
Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine
Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als
Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der
Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssätze der vergangenen sieben/zehn bzw.
fünfzehn Geschäftsjahre verwendet, wie sie von
der deutschen Bundesbank gem.
Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt
und bekanntgegeben werden.
Die
Verbindlichkeiten werden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
4
.
Bilanzerläuterungen
AKTIVA
Anlagevermögen:
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens sowie der kumulierten
Abschreibungen ist im Anlagespiegel dargestellt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände:
In der Position sind Forderungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von
582.283,68 Euro (Vorjahr: 579.747,04 Euro) enthalten. Der
Betrag beinhaltet Forderungen gegen nahestehende
Unternehmen von 2.180.279,54 Euro (Vorjahr: 2.048.163,32
Euro). Weiterhin bestehen Forderungen gegen Gesellschafter
in Höhe von 48.237,63 Euro (Vorjahr: 57.434,06 Euro).
aktive latente Steuern:
Aufgrund der Neubewertung der
Pensionsrückstellung und unterschiedlicher
Abschreibungsmethoden in Handels- und Steuerbilanz wurden
in der Handelsbilanz aktive latente Steuern ausgewiesen.
Der zugrundegelegte Steuersatz beträgt 31,58%.
PASSIVA
Gezeichnetes Kapital:
Das gezeichnete Kapital wurde im Geschäftsjahr
von 130.000,00 Euro auf 160.333,00 Euro erhöht. Das
ursprüngliche Stammkapital inkl. der
Kapitalerhöhung sind vollständig erbracht.
Kapitalrücklage
Die neuen Anteile wurden mit einem Agio in Höhe
von 729.750,00 Euro ausgegeben. Der Betrag wurde in die
Gesellschaft eingezahlt.
Pensionsrückstellung:
Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgt
nach der Projected Unit Credit Methode (PUCM) unter
Berücksichtigung eines ursprünglichen
gültigen Zinssatzes von 1,75 %. Aufgrund der
Änderungen durch das Gesetz zur Umsetzung der
Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung der
handelsrechtlichen Vorschriften erfolgte eine Anpassung des
Durchschnittsbildungszeitraumes zur Feststellung des
maßgeblichen Abzinsungssatzes von bisher 7 Jahre auf
10 Jahre. Dadurch ist ein Zinssatz von 1,83 % zu
berücksichtigen. Der dadurch entstandene
handelsrechtliche Differenzbetrag unterliegt einer
Ausschüttungssperre (s.o.).
Durch die Umstellung der Bewertung der
Pensionsrückstellung i.R.d. BilMoG ergab sich im
Geschäftsjahr 2010 ein einmaliger zusätzlicher
Rückstellungsbetrag von 133.418,00 Euro. Die
Zuführung erfolgte in voller Höhe.
Bewertungseinheit:
Aufgrund der Verpfändung der
Rückdeckungsversicherung sowie des Wertpapierdepots
inkl. Girokonto bei der Volksbank im Märkischen Kreis
e.G., Meinerzhagen, ist nach dem BilMoG eine
Bewertungseinheit zwischen Pensionsrückstellung
abzüglich Aktivwert der o.g.
verpfändeten Vermögensgegenstände zu
bilden.
Der Betrag setzt sich zum 31.12. daher wie folgt
zusammen:
|
2023
|
2022
|
|
Euro
|
Euro
|
Pensionsrückstellung
|
904.366,00
|
894.784,00
|
Deckungsvermögen
|
-156.288,07
|
-155.775,17
|
Ausweis der
Pensionsverpflichtung
|
748.077,93
|
739.008,83
|
Rückstellungen:
In den sonstigen Rückstellungen sind folgende
Positionen ausgewiesen:
|
2023
|
|
2022
|
|
TEuro
|
|
TEuro
|
Rückstellung
für Prämie, Urlaubs- und Krankengeld sowie
Gleitzeitansprüche
|
64
|
|
55
|
Garantieverpflichtungen
|
38
|
|
33
|
Jahresabschlusskosten
|
19
|
|
18
|
Rückstellung
für Aktenlagerung
|
25
|
|
25
|
Rückstellung
für Berufsgenossenschaft
|
23
|
|
15
|
sonstige
|
0
|
|
1
|
|
169
|
|
147
|
Verbindlichkeiten:
Der Betrag setzt sich 2023 wie folgt zusammen:
|
Gesamtbetrag
|
Verbindlichkeiten bis 1
Jahr
|
Verbindlichkeit. > 5
Jahre
|
Verbindl. mit
Pfandrechten
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Verbindlichkeiten gegen
Kreditinstitute
|
5.146.846,72
|
1.694.547,56
|
1.238.839,22
|
766.937,82
|
Verbindl.
Lieferungen+Leistungen
|
632.840,02
|
614.437,29
|
0,00
|
0,00
|
Verbindlichkeiten gegen
Gesellschafter
|
207.539,91
|
168.890,91
|
5.136,00
|
0,00
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
489.980,73
|
489.980,73
|
0,00
|
0,00
|
Die Vorjahreswerte (2022) beinhalteten:
|
Gesamtbetrag
|
Verbindlichkeiten bis 1
Jahr
|
Verbindlichkeite > 5
Jahre
|
Verbindl. mit
Pfandrechten
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Verbindlichkeiten gegen
Kreditinstitute
|
5.975.189,34
|
1.959.983,72
|
1.339.747,40
|
1.022.646,00
|
Verbindl.
Lieferungen+Leistungen
|
1.111.447,05
|
1.111.447,05
|
0,00
|
0,00
|
Verbindlichkeiten gegen
Gesellschafter
|
126.495,80
|
84.684,80
|
6.248,00
|
0,00
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
587.432,19
|
587.432,19
|
0,00
|
0,00
|
5. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
periodenfremde Erträge und Aufwendungen:
Im Rohergebnis und in den sonstigen betrieblichen
Erträge sind periodenfremde Erträge in Höhe
von 12,9 TEuro enthalten. Weiterhin entstandeninsgesamt
periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 17,6 T€.
Zinserträge:
Die Position weist keine Erträge aus der
Abzinsung von Forderungen aus.
Zinsaufwendungen:
Der Betrag enthält Aufwendungen aus der
Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 15,9
TEuro (Vorjahr: 16,2 TEuro).
Steuern vom Einkommen und Ertrag:
Die Steuern betreffen ausschließlich das
ordentliche Ergebnis.
6.
sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Bei der Volksbank in Südwestfalen e.G. besteht
eine Mithaft der Gesellschaft für das nahestehende
Unternehmen TEBIT Implants Technology GmbH, Meinerzhagen,
in Höhe von 709.322,87 Euro (Vorjahr: 1.104.811,82
Euro).
Im Berichtsjahr war eine Erbpacht von 16,0 TEuro
sowie Miete für die Nutzung von Büroräumen
in Höhe von 147,3 TEuro zu entrichten. Es bestanden im
Geschäftsjahr Aufwendungen für
Leasingverpflichtungen für Fahrzeuge in Höhe von
36,8 TEuro sowie Miet- und Leasingaufwendungen für
Geschäftsausstattung von 175,6 TEuro.
Geschäftsführer:
Thomas Becker, Meerbusch Thomas Voss, Saalhausen
Durchschnittliche Zahl der
Arbeitnehmer während
des Geschäftsjahres:
(ohne
Geschäftsführer und
|
|
2023
|
2022
|
Auszubildende)
|
|
Anzahl
|
Anzahl
|
|
Angestellte
|
13
|
13
|
|
gewerbliche Arbeitnehmer
|
108
|
100
|
|
|
113
|
113
|
Meinerzhagen, den 10.
Dezember 2024
sonstige Berichtsbestandteile
gezeichnet
Thomas Becker
Thomas Voss
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 03.07.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS An die TEBIT Medical Devices GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der TEBIT Medical
Devices GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der
TEBIT Medical Devices GmbH für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023
Und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt.
Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und
Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des
Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich
für die internen Kontrollen, die sie in
Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig
bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses
zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h.
Manipulationen der Rechnungslegung und
Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.
Des Weiteren haben sie die Verantwortung,
Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig,
anzugeben.
Darüber hinaus sind sie dafür
verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich
für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme),
die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung
eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den
anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu
ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise
für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu
können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus · identifizieren und
beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher
Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen
und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise,
die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage
für unsere Prüfungsurteile zu dienen.
Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern
resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht
aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung
des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen
oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser
jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren.
Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres
Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.
Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten
können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft
ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts
mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das
von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu
den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.
Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Kierspe, 6 Juni 2024
BMT Bergisch-Märkische Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Guido Benninghaus Wirtschaftsprüfer
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