Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 3417
Vorher
TeBIT GmbH, technisches Beratungs- und InnovationsteamTEBIT GmbHTEBIT Präzisionstechnik GmbH
Eingetragen
3.8.1989
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die technische und innovative Beratung, die Herstellung und der Vertrieb sowie der Handel mit bzw. von Produkten aus Kunststoff und Metall, insbesondere von Präzisionsteilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jonas Wintersohle
seit 26.10.2023
Prokura
Thomas Voss
seit 6.1.2023
Geschäftsführer
Anton Chishnjak
seit 29.11.2021
Prokura
Thomas Becker
seit 27.9.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
130.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TEBIT Medical Devices GmbH

Meinerzhagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die TEBIT Medical Devices GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit dem Schwerpunkt der zerspanenden Herstellung von Komponenten und Montage von Baugruppen in der Medizintechnik (Geräte) und ähnlich anspruchsvollen Branchen. Mit Sitz in Meinerzhagen produziert und vertreibt TEBIT Medical Devices europaweit.

Für unsere international agierenden Kunden ist die TEBIT Medical Devices ein verantwortungsbewusster Partner - von der Herstellbarkeitsbewertung bis zur kundenorientierten Bedarfsplanung und -abdeckung. Produktentwicklungen unserer Kunden begleiten und optimieren wir mit unserer Fertigungs- und Prozesskompetenz.

TEBIT ist ein fester Bestandteil einer medizinischen Versorgungskette, die Patienten aus aller Welt ein sorgenfreies und besseres Leben ermöglicht.

Die TEBIT Medical Devices ist ein Teil der Unternehmensgruppe TEBIT GmbH & Co. KG. Sie ist mit über 30 Jahren das älteste Mitglied der Gruppe und Kern der erfolgreichen Entwicklungshistorie.

Im Verlauf des Geschäftsjahres kam es zu einer Erweiterung in der Gesellschafterstruktur.

Seit Ende 2023 steht die PASS Medical GmbH & Co. KG als neuer Mitgesellschafter an der Seite der TEBIT Gruppe und begleitet diese bei der strategischen Weiterentwicklung.

2. Investitionen

TEBIT Medical Devices GmbH investiert regelmäßig in modernste Fertigungsanlagen und Infrastruktur, um höchste Genauigkeit und wirtschaftliche Herstellkosten sicherzustellen.

Im Geschäftsjahr wurde insgesamt in Höhe von 1.451 T€ investiert. Davon lagen 74,1% im Bereich technische Anlagen und Maschinen.

3. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft fördert in einem branchenüblichen Umfang die technische Weiterentwicklung ihrer bestehenden Produkte und Produktionsprozesse.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

TEBIT Medical Devices GmbH ist ein seit 1988 bestehendes Unternehmen.

Der Kundenschwerpunkt liegt im Bereich medizintechnischer Geräte und ähnlich anspruchsvoller Bereiche wie optische System- oder Bestückungsanlagen.
Komplexe Geometrien, hohe Genauigkeitsanforderungen sowie genaueste Prozessverfolgung und Dokumentation sind wesentliche Erfolgsfaktoren.

Konsequent stabile Prozesse werden durch nachhaltige und verbindliche Planung sowie durch Einsatz modernster Werkzeuge und Technologien sichergestellt - entsprechend den Vorgaben der Normen und Gesetze der Medizintechnik.
Spezifische Anforderungen werden für den Bereich der Medizintechnik durch die DIN ISO 13485 und durch die seit Mai 2021 geltende EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) geregelt.

Die MDR-Einführung resultiert auch weiterhin in einem deutlich erhöhten bürokratischen Aufwand, erheblichen Kostensteigerungen für Hersteller und begrenzten Zertifizierungs-Ressourcen.

Der EU-Rechtsrahmen für Medizinprodukte in seiner aktuellen Form führt somit eine Verknappung von Produkten in der medizinischen Versorgung sowie eine spürbare Drosselung des Innovationstempos herbei. Seit Geltungsbeginn wurde die Verordnung daher bereits mehrfach überarbeitet.

Die aktuelle Änderungsverordnung (EU) 2023/607 sieht eine verlängerte Gültigkeit von Richtlinienzertifikaten, eine Verlängerung der MDR-Übergangsfristen sowie die Abschaffung der Abverkaufsfrist vor (Quelle: BVMed 2024).

TEBIT Medical Devices ist seit Jahren zertifiziert nach der DIN ISO 13485. Das Unternehmen ist kein Inverkehrbringer medizintechnischer Produkte und somit nicht unmittelbar durch die MDR betroffen.

Nichtsdestotrotz verfügt das Unternehmen über Expertise sowie interne Kompetenzen, um den MDR-spezifischen Anforderungen und Rahmenbedingungen gewachsen zu sein.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 15,8 % erhöht werden. Dabei lag das Wachstum deutlich über dem erwarteten Umsatzwachstum der deutschen Medizintechnikbranche im Jahr 2023 in Höhe von 4,8 % (Quelle: BVMed Herbstumfrage 2023).

a) Ertragslage

Ergebnisquellen
Geschäftsjahr
Vorjahr
Veränderung

T€
T€
  T€           %
Betriebsergebis
367
171
 196          114,6
Zinsergebnis
-112
-93
  19          -20,4
Jahresergebnis
193
78
 115          147,4



Das Betriebsergebnis hat sich auf 193 T€ erhöht.

Das Finanzergebnis liegt unterhalb des Vorjahresniveaus.

Abschreibungen lagen über dem Vorjahresniveau (+ 15 %).

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr von 36,8 % auf 45,1 % erhöht. Dies entspricht einer Steigerung in Höhe von 22,3%.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr im Rahmen der Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in das Anlagevermögen investiert. Die Investitionen betrafen insbesondere die Verbesserung der Fertigungsprozesse sowie die allgemeine Infrastruktur und Gebäude.

c) Vermögenslage

Wesentliche Bilanzpositionen
Geschäftsjahr
Vorjahr
Veränderung
AKTIVA
T€
T€
    T€        %
Anlagevermögen
5.721
5.531
      190       3,4
Kurzfristige Vermögenswerte
6.950
8.277
   - 1.327  -16,0
Liquide Mittel
  790
   75
      751      95,3
PASSIVA



Eigenkapital
6.067
5.114
      953      18,6
Verbindlichkeiten
7.395
8.769
    -1.374   -15,7
Bilanzsumme
13.462
13.883
     -421       -3,0



Das Anlagevermögen hat sich um 190 T€ erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich durch die Tilgung der Investitionsdarlehen absolut um 828 T€ verringert. Sie betragen 38 % der Bilanzsumme.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
· Umsatzentwicklung · EBIT / EBITDA und · Branchenentwicklung / relatives Wachstum
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzwachstum, Anteil EBIT / EBITDA und PBT heran.

4. Gesamtaussage

Wir schätzen unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als solide und gut ein.

Unser Umsatz im Berichtsjahr liegt signifikant über dem Umsatz des Vorjahres und auf dem Niveau unserer ursprünglichen Planung. Wir erwarten für die kommenden Jahre ein weiteres Umsatzwachstum auf Branchenniveau.

Die Volatilität der Beschaffungs- und Energiekosten hat sich im Berichtsjahr deutlich reduziert.

Durch die Stabilisierung des Kostenniveaus auf der Beschaffungsseite sowie durch Effizienzsteigerungen und Prozessoptimierungen konnten wir unser Ergebnis gegenüber dem Vorjahr verbessern.

Durch konsequente Anpassungen in den Kosten- und Prozessbereichen erwarten für die kommenden Jahre ein stabiles Ergebnis auf Branchenniveau.

Wir begleichen unsere Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist und vereinnahmen Forderungen innerhalb der Zahlungsziele. Zudem arbeiten wir an einer kontinuierlichen Optimierung unserer Zahlungsvereinbarungen auf der Debitoren- sowie der Kreditorenseite.

Unsere kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind durch liquide Mittel und Warenlager abgedeckt.

Die Werthaltigkeit unserer Forderungen im Verbundbereich schätzen wir als hoch ein und sehen dort aktuell keine signifikanten Risiken.

III. Prognosebericht

Laut Statistischem Bundesamt verzeichneten die etwa 1.470 Medizintechnikhersteller in Deutschland im Jahr 2022 einen Gesamtumsatz von 38,39 Milliarden Euro. Dies stellt einen Anstieg von über fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar. Der Umsatz im Inland belief sich auf 12,61 Milliarden Euro, was einer Steigerung von drei Prozent entspricht, während das Auslandsgeschäft 25,78 Milliarden Euro erzielte, ein Zuwachs von sieben Prozent.

Die Anzahl der Beschäftigten in der Branche wuchs um 3,3 Prozent und erreichte knapp 160.000 Mitarbeiter.

Trotz der positiven Branchenentwicklung müssen die erzielten Umsatzsteigerungen vor dem Hintergrund erheblicher Herausforderungen betrachtet werden.

Viele Medizintechnikunternehmen berichten von einer Verschlechterung ihrer Ertragslage aufgrund gestiegener Kosten in sämtlichen Bereichen.

Zusätzlich wird die Branche von einem zunehmenden Fachkräftemangel sowie Produktionsbehinderungen durch Lieferengpässe beeinträchtigt. Zeitgleich hat der bürokratische Aufwand, nicht zuletzt durch die Implementierung der MDR, ein alarmierendes Niveau erreicht.

Trotz vielfältiger Herausforderungen bleiben die mittel- und langfristigen Wachstumstreiber des Medizintechnikmarktes bestehen.

Zu diesen gehören die Chancen, die sich aus der demografischen Lage in entwickelten Volkswirtschaften ergeben, sowie die umfangreichen Gesundheitsinvestitionen vieler aufstrebender Länder.

Weiterhin sorgt die zunehmende Wertschätzung von Gesundheit sowie technologische Neuentwicklungen und Innovationen insbesondere auf internationalen Märkten für anhaltende Nachfrage.

Aufgrund der zuvor beschriebenen Wachstumstreiber ist zu erwarten, dass die Medizintechnikbranche ihren Wachstumspfad im Jahr 2023 fortsetzen wird.
Frost & Sullivan prognostiziert bis 2025 ein durchschnittliches jährliches Wachstum des globalen Medizintechnikmarktes von 6,3 Prozent.

Um dieses Potenzial aus Deutschland heraus weiterhin nutzen zu können, sind bestimmte Voraussetzungen notwendig. Dazu zählen ein angemessener europäischer Rechtsrahmen, der nur moderaten bürokratischen Aufwand erfordert, ein positives Innovations- und Investitionsklima in Deutschland sowie der politische Wille, in ein zukunftsfähiges, modernes und digitales Gesundheitswesen zu investieren. (Quelle: SPECTARIS Jahrbuch 2023/2024).

Trotz der wirtschaftlichen und regulatorischen Belastungsfaktoren ist es unser Ziel, ein Umsatzwachstum auf Branchendurchschnitt zu erreichen und eine stabile Entwicklung der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage sicherzustellen.

IV. Chancen- und Risikobericht

TEBIT Medical Devices strebt ein kontinuierliches Wachstum in der Medizintechnikbranche an.

Zur Erreichung dieses Ziels werden wir uns weiterhin auf die Bereiche Maschinentechnologie, Automatisierung und Digitalisierung fokussieren.

Die inflationsbedingten Kostensteigerungen sowie die anhaltende Gefahr von Material- und Energieengpässen haben sich im Berichtsjahr merklich abgeschwächt.

Allerdings bleiben diese Risiken aufgrund der weiterhin angespannten geopolitischen Lage präsent, insbesondere im Hinblick auf sanktionsbedingte Lieferkettenbelastungen und potenzielle Cyberrisiken.

Darüber hinaus geht die rückläufige Inflationsentwicklung auf einen starken Anstieg des Zinsniveaus sowie auf die Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurück.

Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, haben wir langfristige Absicherungsmaßnahmen ergriffen und betreiben ein enges Monitoring, um schnell reagieren zu können.

Darüber hinaus forcieren wir nachhaltige Maßnahmen zur Steigerung unserer Energieeffizienz und zur Realisierung unserer Kostenpotenziale.

Die Auswirkungen des aktuell hohen Zinsniveaus konnten wir durch extensive Investitionen in unsere Maschinenkapazitäten während der vorangegangenen Niedrigzinsphase minimieren.

Aufgrund der dargestellten Branchenentwicklung erwarten wir kundenseitig stärkere Bestrebungen zur Diversifizierung der eigenen Lieferantenportfolios.

Die daraus resultierenden Auswirkungen auf unser laufendes Geschäft werden von uns engmaschig beobachtet und bewertet.

Darüber hinaus setzen wir auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Kundenstamms, um potenzielle Absatz- und Umsatzveränderungen zu kompensieren.

Wir halten das Risiko von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken für gering, da wir regelmäßige Bonitätsbewertungen durchführen und ein laufendes Reporting unserer Stammkunden haben.

Aufgrund unserer finanziellen Stabilität sowie durch unsere organisatorischen und technologischen Maßnahmen, sehen wir keine wesentlichen Risiken, die unsere Entwicklung oder unseren Bestand gefährden könnten.

Meinerzhagen, 29. Februar 2024
Thomas Becker Thomas Voss

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.721.668,00 5.531.248,22
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 101.959,00 60.409,00
II. Sachanlagen 5.618.209,00 5.469.339,22
III. Finanzanlagen 1.500,00 1.500,00
B. Umlaufvermögen 7.588.596,10 8.165.213,89
I. Vorräte 3.491.790,57 3.561.250,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.306.839,25 4.529.041,56
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 789.966,28 74.921,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 41.713,93 29.223,67
D. Aktive latente Steuern 109.765,00 157.348,00
Aktiva 13.461.743,03 13.883.033,78

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.066.804,72 5.114.006,57
I. Gezeichnetes Kapital 160.333,00 130.000,00
II. Kapitalrücklage 729.750,00  
III. Gewinnrücklagen 7.011,09 7.011,09
IV. Gewinnvortrag 4.976.995,48 4.898.980,52
V. Jahresüberschuss 192.715,15 78.014,96
B. Rückstellungen 917.730,93 968.462,83
C. Verbindlichkeiten 6.477.207,38 7.800.564,38
Passiva 13.461.743,03 13.883.033,78

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.854.802,06 10.682.050,42
2. Personalaufwand 6.568.523,25 6.091.798,95
a) Löhne und Gehälter 5.341.832,11 5.079.871,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.226.691,14 1.011.927,16
davon für Altersversorgung 19.715,46 15.193,00
3. Abschreibungen 1.190.891,98 1.035.226,30
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.190.891,98 1.035.226,30
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.728.276,84 3.383.507,08
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 45,00 45,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 82.042,06 30.785,84
davon aus verbundenen Unternehmen 81.299,52 29.885,79
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 194.349,98 124.221,18
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 81.797,92 20.927,30
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 47.583,00 28.733,00
9. Ergebnis nach Steuern 173.049,15 57.200,45
10. sonstige Steuern -19.666,00 -20.814,51
11. Jahresüberschuss 192.715,15 78.014,96

Anhang

1.  Allgemeine Angaben

Die TEBIT Medical Divices GmbH, Meinerzhagen, ist eine mittelgroße  Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 HGB, so daß die Gesellschaft gem. § 316 Abs. 1 HGB prüfungspflichtig ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die aktuellen Vorschriften des HGB und die ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, des Anhangs und des Lageberichts beachtet worden.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Anhang enthält die nach den gesetzlichen Vorschriften erforderlichen Angaben und Erläuterungen. Die Gesellschaft hat die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. §§ 286 Abs. 4, 288 HGB in Anspruch genommen.

Von den größenabhängigen Erleichterungen für die Offenlegung des Jahresabschlusses gem. §§ 326, 327 HGB hat die Gesellschaft ebenfalls Gebrauch gemacht.

2. Angaben zur Buchführung

Für das Unternehmen besteht nach § 238 HGB Buchführungspflicht. Die Aufzeichnung der Geschäftsvorfälle erfolgte nach den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form (GoBD).

Angaben zur Fremdwährungsumrechnung gem. § 284 Abs.2 Nr. 2 HGB sind nicht erforderlich.

3. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe der Bildung der aktiven latenten Steuern, Zuschreibungen von Vermögensgegenständen auf den Zeitwert und Anpassungen aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts zur Verlängerung des durchschnittlichen Marktzinssatzes von 7 auf 10 Jahre nach dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung der handelsrechtlichen Vorschriften in Höhe von insgesamt 121,6 TEuro (Vorjahr: 212,0 TEuro).

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden grundsätzlich fortgesetzt, so dass eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten gegeben ist.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grund- sätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Es wurde gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit  ausgegangen (going-concern-Prinzip). Im Einzelnen gilt folgendes:

AKTIVA

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen werden linear nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßi­ger Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear vorgenommen. Die Abschreibungen basieren auf der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Zugänge im Berichtsjahr werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlage­güter mit einem Wert bis 1.000,00 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bestände der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren werden mit den aktuellen Einkaufspreisen bewertet. Teilweise mußten aufgrund der Lagerdauer Wertabschläge vorgenommen werden.

Der Bestand der Werkzeuge wird in einer permanenten Inventur aufgenommen. Es erfolgen Abschläge aufgrund der Inanspruchnahme der Werkzeuge.

Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen  werden mit den Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen sind pauschaliert in den Herstellungskosten mit 4,5 % enthalten.
Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nenn­wert, abzüglich Wertberichtigungen für individuell ermittelte Einzelrisiken sowie pauschale Risiken.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet.

PASSIVA

Bei der Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbind­lichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie werden in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben/zehn bzw. fünfzehn Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der deutschen Bundesbank gem. Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekanntgegeben werden.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4 . Bilanzerläuterungen

AKTIVA

Anlagevermögen:
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlage­vermögens sowie der kumulierten Abschreibungen ist im Anlagespiegel dar­gestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
In der Position sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 582.283,68 Euro (Vorjahr: 579.747,04 Euro) enthalten. Der Betrag beinhaltet Forderungen gegen nahestehende Unternehmen von 2.180.279,54 Euro (Vorjahr: 2.048.163,32 Euro). Weiterhin bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 48.237,63 Euro (Vorjahr: 57.434,06 Euro).

aktive latente Steuern:
Aufgrund der Neubewertung der Pensionsrückstellung und unterschiedlicher Abschreibungsmethoden in Handels- und Steuerbilanz wurden in der Handelsbilanz aktive latente Steuern ausgewiesen. Der zugrundegelegte Steuersatz beträgt 31,58%.

PASSIVA
Gezeichnetes Kapital:
Das gezeichnete Kapital wurde im Geschäftsjahr von 130.000,00 Euro auf 160.333,00 Euro erhöht. Das ursprüngliche Stammkapital inkl. der Kapitalerhöhung sind vollständig erbracht.

Kapitalrücklage
Die neuen Anteile wurden mit einem Agio in Höhe von 729.750,00 Euro ausgegeben. Der Betrag wurde in die Gesellschaft eingezahlt.

Pensionsrückstellung: 
Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgt nach der Projected Unit Credit Methode (PUCM) unter Berücksichtigung eines ursprünglichen gültigen Zinssatzes von 1,75 %. Aufgrund der Änderungen durch das  Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung der handelsrechtlichen Vorschriften erfolgte eine Anpassung des Durchschnittsbildungszeitraumes zur Feststellung des maßgeblichen Abzinsungssatzes von bisher 7 Jahre auf 10 Jahre. Dadurch ist ein Zinssatz von 1,83 % zu berücksichtigen. Der dadurch entstandene handelsrechtliche Differenzbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre (s.o.).
Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellung i.R.d. BilMoG ergab sich im Geschäftsjahr 2010 ein einmaliger zusätzlicher Rückstellungsbetrag von 133.418,00 Euro. Die Zuführung erfolgte in voller Höhe.

Bewertungseinheit:
Aufgrund der Verpfändung der Rückdeckungsversicherung sowie des Wertpapierdepots inkl. Girokonto bei der Volksbank im Märkischen Kreis e.G., Meinerzhagen, ist nach dem BilMoG eine Bewertungseinheit zwischen Pensionsrückstellung abzüglich Aktivwert der o.g. verpfändeten Vermögensgegenstände zu bilden.
Der Betrag setzt sich zum 31.12. daher wie folgt zusammen:


2023
2022

Euro
Euro
Pensionsrückstellung
904.366,00
894.784,00
Deckungsvermögen
-156.288,07
-155.775,17
Ausweis der Pensionsverpflichtung
748.077,93
739.008,83


Rückstellungen: 
In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Positionen ausgewiesen:


2023

2022

TEuro

TEuro
Rückstellung für Prämie, Urlaubs- und Krankengeld sowie Gleitzeitansprüche
64

55
Garantieverpflichtungen
38

33
Jahresabschlusskosten
19

18
Rückstellung für Aktenlagerung
25

25
Rückstellung für Berufsgenossenschaft
23

15
sonstige
0

1

169

147



Verbindlichkeiten:
Der Betrag setzt sich 2023 wie folgt zusammen:


Gesamtbetrag
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr
Verbindlichkeit. > 5 Jahre
Verbindl. mit Pfandrechten

Euro
Euro
Euro
Euro
Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute
5.146.846,72
1.694.547,56
1.238.839,22
766.937,82
Verbindl. Lieferungen+Leistungen
632.840,02
614.437,29
0,00
0,00
Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter
207.539,91
168.890,91
5.136,00
0,00
sonstige Verbindlichkeiten
489.980,73
489.980,73
0,00
0,00


Die Vorjahreswerte (2022) beinhalteten:


Gesamtbetrag
Verbindlichkeiten bis 1 Jahr
Verbindlichkeite > 5 Jahre
Verbindl. mit Pfandrechten

Euro
Euro
Euro
Euro
Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute
5.975.189,34
1.959.983,72
1.339.747,40
1.022.646,00
Verbindl. Lieferungen+Leistungen
1.111.447,05
1.111.447,05
0,00
0,00
Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter
126.495,80
84.684,80
6.248,00
0,00
sonstige Verbindlichkeiten
587.432,19
587.432,19
0,00
0,00



5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

periodenfremde Erträge und Aufwendungen:
Im Rohergebnis und in den sonstigen betrieblichen Erträge sind periodenfremde Erträge in Höhe von 12,9 TEuro enthalten. Weiterhin entstandeninsgesamt periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 17,6 T€.

Zinserträge:
Die Position weist keine Erträge aus der Abzinsung von Forderungen aus.

Zinsaufwendungen:
Der Betrag enthält Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 15,9 TEuro (Vorjahr: 16,2 TEuro).

Steuern vom Einkommen und Ertrag:
Die Steuern betreffen ausschließlich das ordentliche Ergebnis.

6. sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Bei der Volksbank in Südwestfalen e.G. besteht eine Mithaft der Gesellschaft für das nahestehende Unternehmen TEBIT Implants Technology GmbH, Meinerzhagen, in Höhe von 709.322,87 Euro (Vorjahr: 1.104.811,82 Euro).
Im Berichtsjahr war eine Erbpacht von 16,0 TEuro sowie Miete für die Nutzung von Büroräumen in Höhe von 147,3 TEuro zu entrichten. Es bestanden im Geschäftsjahr Aufwendungen für Leasingverpflichtungen für Fahrzeuge in Höhe von 36,8 TEuro sowie Miet- und Leasingaufwendungen für Geschäftsausstattung von 175,6 TEuro.

Geschäftsführer:
Thomas Becker, Meerbusch Thomas Voss, Saalhausen
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während
des Geschäftsjahres:

(ohne Geschäftsführer und

2023
2022
 Auszubildende)

Anzahl
Anzahl

Angestellte
13
13

gewerbliche Arbeitnehmer
108
100


113
113

 

Meinerzhagen, den 10. Dezember 2024

sonstige Berichtsbestandteile

gezeichnet

Thomas Becker

Thomas Voss

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 03.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die TEBIT Medical Devices GmbH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TEBIT Medical Devices GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TEBIT Medical Devices GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.

Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen.
Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren.

Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Kierspe, 6 Juni 2024
BMT Bergisch-Märkische Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Guido Benninghaus Wirtschaftsprüfer

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