VielfaltMenü Hessen Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anja Meyer seit 4.2.2026 | Prokura |
Christian Nowak seit 28.10.2024 | Prokura |
Markus Grube seit 21.11.2023 | Geschäftsführer |
András Maria von Kontz seit 2.8.2021 | Geschäftsführer |
Holger Joachim Schmidt seit 2.8.2021 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VielfaltMenü GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023DER VIELFALTMENÜ GMBH, BERLINAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023DER VIELFALTMENÜ GMBH, BERLIN
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023der VielfaltMenü GmbH, BerlinRegistergericht: Amtsgericht CharlottenburgRegisternummer: HRB 232119 BI. Allgemeine Angaben Die VielfaltMenü GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter der HRB 232119 B eingetragen. Die VielfaltMenü GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des §267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Diesem Geschäftsjahr ging ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis 31. Dezember 2022 voraus. Aufgrund der unterschiedlichen Zeiträume sind die Angaben in der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr nur eingeschränkt vergleichbar. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten und - sofern abnutzbar - jeweils abzüglich aufgelaufener Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert werden, soweit notwendig, vorgenommen. Geringwertige Anlagengüter bis zu einem Anschaffungspreis von € 250 werden sofort aufwandswirksam gebucht; solche mit Anschaffungskosten über € 250 bis € 800 werden in das Anlageverzeichnis aufgenommen und sofort abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Ausleihungen zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Durchschnittskosten oder zu den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Für alle notwendigen Forderungen wurde eine Einzelwertberichtigung vorgenommen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Sofern sich bei der Ermittlung der Steuerauswirkungen von temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen unter Berücksichtigung von in den nächsten fünf Jahren zu erwartenden nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen eine aktive latente Steuer ergibt, wird von dem Wahlrecht der Aktivierung dieser Steuerentlastung kein Gebrauch gemacht. Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch unverändert zum Vorjahr künftig zu erwartende Steigerungen von Renten (jeweils 1,90 % p.a.) berücksichtigt. Die Bewertung basiert auf den biometrischen Grundlagen der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Als Zinssatz fand der von der Deutschen Bundesbank zum Stichtag veröffentlichte 10-Jahres- Durchschnittszins von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) Anwendung, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) ergibt. Die Personalrückstellung für Jubiläumszuwendungen wird unter versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Beachtung der Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Die Abzinsung der Jubiläumsrückstellung erfolgt unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Entsprechend wurde zum 31. Dezember 2023 ein Zinssatz von 1,74 % p.a. (Vorjahr 1,44 % p.a.) angewandt. Die langfristigen sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzins abgezinst. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwandes wurde angenommen, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Ende der Periode eintritt. Das Ergebnis aus Änderungen des Abzinsungssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen ist im operativen Ergebnis dargestellt. Die übrigen sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem notwendigen Erfüllungsbetrag und allen erkennbaren Risiken in ausreichendem Umfang Rechnung tragen. Von der Bildung einer Rückstellung für Kosten der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen wurde wegen Unwesentlichkeit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage abgesehen. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwandes wurde angenommen, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Ende der Periode eintritt. Das Ergebnis aus Änderungen des Abzinsungssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen ist im operativen Ergebnis dargestellt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden nach der Nettomethode passiviert. Die Bewertung der übrigen Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Bandbreite der Nutzungsdauern beläuft sich auf:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In Höhe von T€ 3.390 (Vorjahr T€ 119) haben die sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten T€ 309 (Vorjahr T€ 133) berücksichtigt im Wesentlichen Abgrenzungen für Versicherungsleistungen, Wartung, Gebühren sowie EDV-Leistungen für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte Stammkapital in Höhe von € 26.000,00 wird seit dem 1. Juli 2021 von der CERTINA Consumer Concepts AG, Grünwald, und Fiducia Holding GmbH, München, gehalten. Die Kapitalrücklage von T€ 7.043 (Vorjahr T€ 7.043) resultiert aus der zum 1. September 2009 erfolgten Verschmelzung der Bärenmenü GmbH, Berlin, auf die Gesellschaft sowie vertraglich vereinbarten Kapitalerhöhungen als Einzahlungen i. S. d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB im Juni des Vorjahres. Rückstellungen Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag von € 1.597. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht dafür eine Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen von T€ 5.202 (Vorjahr T€ 4.629) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, für Vertragsrisiken sowie ausstehende Eingangsrechnungen. Verbindlichkeiten In den Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 6.767 (Vorjahr T€ 6.664) sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr von T€ 6.140 (Vorjahr T€ 6.080), davon T€ 0 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren, enthalten. Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 326 (Vorjahr T€ 311) enthalten. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 219 (Vorjahr T€ 362) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 124 (Vorjahr T€ 70) enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit geschäftsüblichem Eigentumsvorbehalt besichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt und teilen sich auf folgende Tätigkeitsbereiche auf:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen T€ 1.928 (Vorjahr T€ 2.698). Diese resultieren im Wesentlichen aus einem Grundstücksverkauf. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 31 (Vorjahr T€ 17) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von T€ 36 (Vorjahr T€ 67) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Nachbuchung von Rechnungen des Vorjahres. V. Sonstige Erläuterungen und Angaben Nicht in der Bilanz enthaltende Geschäfte Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Sinn und Zweck der Miet- und Leasingverhältnisse ist die Nutzung von Vermögensgegenständen, die nicht im wirtschaftlichen Eigentum der Gesellschaft stehen, aber von dieser für die Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit benötigt werden. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Miete für Geschäfts- und Betriebsräume, Kopiergeräte sowie Leasingraten von Firmenfahrzeugen. Der Vorteil der Leasingverträge ("operating leasing") liegt in der anfänglich geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus den Vertragslaufzeiten ergeben, sofern die Gegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Gesellschaft hat im Rahmen eines sog. sale and lease back Geschäfts im Geschäftsjahr ein Gebäude sowie das zugehörige Grundstück an ein nahestehendes Unternehmen veräußert. Als Veräußerungspreis wurden € 1,75 Mio. vereinbart, zusätzlich enthält der Vertrag noch eine Kaufpreisanpassungsklausel beim Eintritt bestimmter Bedingungen in der Zukunft. Durch die Veräußerung des Gebäudes sowie des zugehörigen Grundstücks erzielte die Gesellschaft im Berichtsjahr einen sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von EUR 1,1 Mio. Das entsprechende Gebäude wird seit der Veräußerung von der VielfaltMenü für eine monatliche Netto-Kaltmiete in Höhe von T€ 7,3 zurückgemietet. Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 326 werden seit dem 01.07.2022 dauerhaft mit jährlich 1,5% plus 3-Monats Euribor fremdüblich verzinst. Die sonstigen Ausleihungen enthalten ein Darlehen über T€ 2.200 mit einem nahestehenden Unternehmen. Bei einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025 ist dieses mit 3% p.a. verzinst. Die sonstigen Ausleihungen enthalten Darlehen über in Summe T€ 1.000 mit nahestehenden Unternehmen, die im Berichtsjahr von einem weiteren nahestehenden Unternehmen erworben wurden. Die Verzinsung erfolgt zum 3 Monats-EURIBOR zzgl. eines Aufschlags. Aufgrund von Besicherungen der Darlehen erachtet die Geschäftsführung den Erwerb sowie die Gewährung der Darlehen als fremdüblich. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten ein kurzfristiges Darlehen über TEUR 600 mit einem nahestehenden Unternehmen. Dieses wird gemäß Vertrag mit 4,5% verzinst. Aufgrund von Besicherungen des Darlehens erachtet die Geschäftsführung dieses Darlehen als fremdüblich. Darüber hinaus bestehen keine nicht marktüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Geschäftsführung Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren folgenden Personen:
Die Gesamtvergütung der Geschäftsführer betrug im Geschäftsjahr T€ 446. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im vergangenen Geschäftsjahr durchschnittlich 1.073 Mitarbeiter (im Vorjahr 1.020). Davon waren durchschnittlich 993 (Vorjahr 936) Angestellte sowie 1 (Vorjahr 2) leitende Angestellte sowie 79 (Vorjahr 82) Aushilfen. Abschlussprüferhonorar Das auf das Geschäftsjahr entfallende Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 40. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung beabsichtigt, den Jahresüberschuss in Höhe von 3.253.635,46 € in die Gewinnrücklagen einzustellen. Ein Beschluss wurde hierzu noch nicht gefasst. Mutterunternehmen Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Certina Consumer Concepts AG, Grünwald (Kleinster und größter Konsolidierungskreis), die einen Konzernabschluss zum 31.12.2023 aufstellt. Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 kann im Unternehmensregister eingesehen werden.
Berlin, den 5. September 2024 Die Geschäftsführung Markus Grube Marcel Vogel Holger J. Schmidt Andräs Maria von Kontz Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023der VielfaltMenü GmbH, BerlinA. Grundlagen 1. Geschäftsmodell, Geschäftstätigkeit und Grundsätzliches Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der VielfaltMenü GmbH liegt in der deutschlandweiten Versorgung von Kindergärten und Schulen sowie öffentlicher Einrichtungen mit warmen und kalten Speisen. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen Betriebsrestaurants. Um sich den Herausforderungen der Kunden besser stellen zu können, ist die VielfaltMenü GmbH in Regionen gegliedert. Insgesamt betreibt die GmbH derzeit 32 dezentrale Küchen, die entweder direkt an die Einrichtungen bzw. Unternehmen gegliedert sind oder als eigene Standorte unterschiedliche Einrichtungen beliefern. Insgesamt sind in den Betrieben und an den Verwaltungsstandorten zum 31.12.2023 1.073 Mitarbeitende beschäftigt. Die VielfaltMenü GmbH ist auf Catering im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung spezialisiert - vorrangig auf die Verpflegung in Kinder- und Schuleinrichtungen sowie der Betriebsgastronomie. B. Wirtschaftsbericht 1. Rahmenbedingungen Sowohl die Gesellschaft als auch die Wirtschaft unterliegen derzeit einem starken Wandel. Durch die stetige Analyse der Marktsituation sowie die Beobachtung von Trends mit demografischen, sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen und technologischen Auswirkungen optimiert das Unternehmen seine Strategie und passt die Angebote kontinuierlich an. Im Sommer 2023 hat das Unternehmen die Charta der Vielfalt unterschrieben und positioniert sich damit klar für eine offene und wertschätzende Unternehmenskultur. Derzeit arbeiten rund 41 unterschiedliche Nationen im Unternehmen. Der Einkauf von VielfaltMenü wurde im Geschäftsjahr 2023 vollständig digitalisiert. Zum Beispiel wurde das Warenwirtschaftssystem neu aufgesetzt und der Bestellprozess digitalisiert. So können Synergieeffekte noch besser gesteuert und genutzt sowie eine noch detailliertere Rückverfolgbarkeit und optimale Auswertbarkeit gewährleistet werden. Darüber hinaus wurden Einkaufsprozesse standardisiert, um die Vorgänge effizienter zu gestalten. Aufgrund der von VielfaltMenü eingeführten Maßnahmen, wie beispielsweise dem Beschwerdemanagement sowie unterschiedlichster Feedbackmöglichkeiten, können Kundinnen und Kunden das Angebot und den Service mitgestalten. Das Unternehmen kann sich so stetig an den sich verändernden Anforderungen neu orientieren und die Erwartungen bedienen. Mit dem online Bestellsystem sowie der interaktiven App bietet VielfaltMenü den Kunden eine flexible sowie unkomplizierte Möglichkeit aus den unterschiedlichen Menüs im Speiseplan auszuwählen. Das digitale Angebot wird stetig weiter ausgebaut und an sich zukünftig verändernde Bedürfnisse angepasst. Im Jahr 2023 wurde der Entgelttarifvertrag mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) neu verhandelt und Anfang 2024 ein Ergebnis erzielt. Darüber hinaus engagiert sich VielfaltMenü in brancheninternen Verbänden, um die Gemeinschaftsgastronomie der Zukunft aktiv mitzugestalten. Zum Ende des Jahres 2023 hat das Unternehmen ein Hinweisgebersystem eingeführt und die Mitarbeitenden entsprechend im Umgang damit geschult. Darüber hinaus wurde der Geschäftspartnerkodex sowie die Grundsatzerklärung Menschenrechte veröffentlicht. Es lässt sich darüber hinaus feststellen, dass, insbesondere in den alten Bundesländern, die Einführung der Ganztagsschulen weiterhin an Schwung gewinnt und immer mehr Träger in diesen Bundesländern die Versorgung an Schulen ausschreiben. Ab 2026 gilt das Gesetz zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter (Ganztagsförderungsgesetz - GaFöG) Anwendung, beginnen mit Jahrgangsstufe 1. Damit möglichst viele Kinder am Essen teilnehmen können, bietet VielfaltMenü für Kinder mit gängigen Allergien und Unverträglichkeiten, Sonderkost an und stellt so eine zuverlässige Versorgung sicher. Im Geschäftsjahr 2023 konnte die VielfaltMenü GmbH sowohl in der Versorgung von Bildungseinrichtungen Neukunden gewinnen als auch im Bereich der Betriebsgastronomie mit dem Konzept "AusZeit". VielfaltMenü hat drei neue Kochstandorte eröffnet, und zwar zwei Betriebsrestaurants in Hamburg und Hannover sowie eine Küche in einer Kindertagesstätte in Bingen. Darüber hinaus wurden 81 neue Einrichtungen mit Ausgabeküche sowie 20 Vertragskunden im Bestandsgeschäft nach Neuausschreibung gewonnen. 2. Steuerungsrelevante Leistungsindikatoren 2. Finanzielle Leistungsindikatoren Im Geschäftsjahr 2023 basierten die interne Steuerung und die operativen Ziele primär auf den von den HGB-Zahlen abgeleiteten und ggf. um bestimmte Sondereinflüsse bereinigten Kennzahlen. Das eingesetzte Steuerungsinstrumentarium unterstützt das oberste Unternehmensziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern, und dass hieraus abgeleitete Ziel eines profitablen Umsatzwachstums. Hierzu verwenden wir unterschiedliche wertorientierte Kenngrößen. Um das operative Geschäft zu steuern, wurde sich im Berichtsjahr hauptsächlich auf die Kenngrößen Umsatzerlöse, Wareneinsatz und EBT konzentriert. Daneben wurden die Personalkosten, sonstige betrieblichen Aufwendungen und Abschreibungen zur Steuerung des Unternehmens herangezogen. Ausgangspunkt der Planungs- und Kontrollprozesse ist die Planung der VielfaltMenü GmbH. Auf einer stark verdichteten Ebene werden die künftigen Wachstums- und Profitabilitätstreiber ermittelt. Anschließend wird die Planung für kundennahe und unterstützende Funktionen detailliert. Über die detaillierten Jahresplanungen wird das Budget festgelegt, das für das Erreichen der Ziele zur Verfügung steht. Interne Umsatz- und Ergebnisprognosen finden monatlich im Business Review auf Ebene des Unternehmens, der Region sowie der einzelnen Standorte statt. Damit können die Ziele gemessen und Planabweichungen rechtzeitig festgestellt werden. Durch kontinuierliche Überprüfungen der einzelnen Gebiete werden diese Entwicklungen analysiert und der Handlungsbedarf definiert. Integrierte Planungs- und Informationssysteme bilden die Planungs-, Kontroll- und Berichtsprozesse durchgängig ab. Sie ermöglichen dem Unternehmen, aufschlussreiche Auswertungen über die unterschiedlichen Regionen hinweg vorzunehmen, die die Entscheidungsfindung unterstützen. 3. Geschäftsverlauf für das Geschäftsjahr Der deutlichen Erhöhung des Mindestlohnes sowie den gestiegenen Großhandelspreisen auf Lebensmittel konnte durch die Optimierung der internen operativen Prozesse sowie mit Preisanpassungen erfolgreich entgegengewirkt werden. Aus wirtschaftlichen Gründen wurden im Jahr 2023 vier Küchenstandorte geschlossen und die Bestandsportionen auf die umliegenden Küchenstandorte verteilt. Im Geschäftsjahr betrugen die Investitionen T€ 1.525 (im Vorjahr T€ 374). Die Investitionen betrafen zum überwiegenden Teil die Ausstattung in Küchenequipment, Einbauten sowie Investitionen für die Ausstattung der Küchen sowie IT- Equipment. Im Geschäftsjahr 2023 wurden zum Stichtag 31.12.2023 1.073 Mitarbeitende beschäftigt (Vorjahr 1.020 Mitarbeitende), 1 Leitende Angestellte (Vorjahr 2), 993 Angestellte (Vorjahr 936) und 79 Aushilfen (Vorjahr 82). Der Geschäftsverlauf der VielfaltMenü GmbH wird insgesamt als günstig beurteilt. 4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4.1 Ertragslage Bei den Vorjahreswerten handelt es sich um Angaben zu dem Rumpfgeschäftsjahr 2022. Die Angaben sind nur auf 6 Monaten bezogen, auf eine Hochrechnung wurde aufgrund der Saisonalität des Geschäfts verzichtet. Aufgrund der unterschiedlichen Zeiträume sind die Angaben in der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr nur eingeschränkt vergleichbar. Im Geschäftsjahr wurde ein Umsatz von T€ 85.709 (im Vorjahr T€ 37.300) erzielt. Wie in den Vorjahren ergeben sich die ausgewiesenen Umsatzerlöse in erster Linie aus dem Kerngeschäft des Unternehmens. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 (EUR 96,7 Mio.) wurde somit verfehlt. Es wurden weniger Neukunden gewonnen als ursprünglich geplant. Der Materialaufwand beläuft sich auf T€ 32.180 (Vorjahr T€ 15.011). Die Materialaufwandsquote betrug 37,5% (Vorjahr 40,2%). Die Senkung der Materialaufwandsquote resultiert aus den vorgenommenen Optimierungen. Der Materialaufwand ist höher als für das Geschäftsjahr geplant (EUR 28,1 Mio.), weil Kostensteigerungen bei der Beschaffung stärker ausfielen als erwartet. Der Personalaufwand beinhaltet vornehmlich die Personalkosten für die beschäftigten Mitarbeitenden. Er betrug T€ 31.731 (Vorjahr T€ 14.009). Durch Prozessoptimierungen konnte die Personalaufwandsquote von 37,5% auf 37,0% gesenkt werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen T€ 17.827 (Vorjahr T€ 11.071). Sie beinhalten vor allem Aufwendungen für Raumkosten, Bürokosten, Transportkosten, Fremdlöhne, Reisekosten, Fahrzeugkosten, Anlagenleasing, Instandhaltungsaufwendungen sowie Werbekosten. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist von 29,6% auf 20,8% gesunken. Der Senkung gegenüber dem Vorjahr ist u.a. auf die Optimierung der Dienstleistungskosten zurückzuführen. Das EBT beträgt im Geschäftsjahr 2023 4.555 T€, dieses entspricht einer EBT-Marge in Höhe von 5,3% (prognostiziert wurden EUR 4,0 Mio. mit einer Marge von 4,2%). Das bessere EBT resultiert aus geringeren sonstigen Kosten als ursprünglich geplant. 4.2. Vermögenslage Die Vermögenslage hat sich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die Bilanzsumme ist von T€ 26.632 auf T€ 29.523 gestiegen. Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus Firmengrundstücken und dem für die Ausstattung der Küchen notwendigen Equipment. Der Wert des Anlagevermögens sank auf Grund eines Objektverkaufes um T€ 732 auf T€ 5.209. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen von T€ 6.931 auf T€ 8.597. Der Anstieg der Forderungen ist saisonal bedingt. Die Eigenkapitalquote liegt bei 33,8 %. Die sonstigen Rückstellungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr (T€ 4.650) auf T€ 5.202. Maßgeblich enthalten sind Rückstellungen für Personalkosten und für Vertragsrisiken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 7.119 (Vorjahr T€ 8.206) und sind gegenüber dem Vorjahr um 13,2% gesunken. 4.3. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist stabil. Die Gesellschaft ist weiterhin nicht auf Fremdkapital von Kreditinstituten angewiesen. Der Bestand flüssiger Mittel beträgt zum Bilanzstichtag T€ 9.813 (Vorjahr T€ 11.486). Zum 31.12.2023 bestehen zwei Darlehen der Sodexo Services GmbH mit einer Laufzeit bis 2025 bzw. 2027. C. Risiko- und Chancenbericht 1. Risiken und Risikomanagement Als Risiko bezeichnet das Unternehmen die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Gegen potenzielle Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde ein Risikomanagementsystem installiert, welches derartige Risiken frühzeitig erkennbar werden lässt, damit geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Nach Wichtigkeit geordnet sehen wir folgende Risiken, beginnend mit dem Bedeutendsten: KUNDENVERLUSTRISIKO Mangelnde Qualität, Fähigkeit zur Erbringung der Dienstleistungen und nicht marktfähige Preise der Dienstleistungen können dazu führen, dass der Kunde nicht behalten wird, was möglicherweise zu Folgendem führt:
Um diesen Risiken zu begegnen, führen wir regelmäßig Kundenbefragungen durch. Darüber hinaus werden regelmäßig die Preise der Wettbewerber analysiert. So können wir frühzeitig auf veränderte Kundenbedürfnisse reagieren. LEBENSMITTELQUALITÄTSRISIKEN Die VielfaltMenü GmbH verpflegt täglich eine große Zahl von Personen. Aus diesem Grund sehen wir die Einhaltung der hohen Qualitäts- und Hygienestandards bei der Verarbeitung der eingesetzten Lebensmittel als unsere Priorität. Ein signifikanter Vorfall in diesem Bereich könnte Auswirkungen auf unsere Reputation haben. Um dem zu begegnen, wird die Qualität der Lebensmittel fortlaufend durch unser Qualitätsmanagement überwacht. ANGEBOTS- UND VERTRAGSRISIKEN Kundenverträge der VielfaltMenü GmbH sind langfristig und können jeweils zwischen fünf und zehn Jahren laufen. Ungenaue Preisannahmen, mangelnde Definition oder Detailgenauigkeit im Leistungsumfang und unzureichende Vertragsklauseln während eines Angebotsvorschlags können zu niedrigen Margen oder sogar zu Vertragsverlusten führen, entweder in der Startphase oder zu einem späteren Zeitpunkt. Bei Verträgen ohne Preisanpassungsklausel trägt die VielfaltMenü GmbH die Risiken, die im Zusammenhang mit Kostenänderungen im Rahmen der Erbringung der Dienstleistung entstehen, in voller Höhe. In diesen Verträgen gibt es ggf. keine periodischen Indexklauseln, durch die Preisanpassungen, auf Grund von gestiegenen Personal- oder Lebensmittelkosten, an unsere Kunden weitergegeben werden können. Das Fehlen einer solchen Vertragsklausel könnte erhebliche Effekte auf die Rentabilität unserer Verträge haben. Die Geschäftsleiter begegnen diesem Risiko durch Überprüfung der Relevanz und Wettbewerbsfähigkeit unseres Angebotes während der Angebotsphase sowie mit einer fortlaufenden Überwachung der Rentabilitätssituation abgeschlossener Verträge. Wo notwendig, werden Bestandsverträge nachverhandelt oder Leistungen angepasst. FORDERUNGSAUSFALLRISIKO Das Risiko in Bezug auf Kundenforderungen ist gegenwärtig. Es wird durch ein aktives Forderungsmanagement gegengesteuert. Bei den Forderungen bestehen Ausfallrisiken, denen u.a. durch Bonitätsprüfungen bei Neukunden und ein ausgeprägtes Mahnwesen begegnet wird. Die VielfaltMenü GmbH hat im Laufe des Jahres keine wesentlichen Änderungen der Auswirkungen des Kundenausfalls festgestellt. PERSONALKAPAZITÄTSRISIKO Unser Unternehmen kann nur wachsen, wenn wir ausreichend ausgebildetes Fachpersonal zur Verfügung haben. Aus diesem Grund passen wir unseren Recruiting-Prozess kontinuierlich an die Marktanforderung und -gegebenheiten an. BESCHAFFUNGSRISIKEN Dem Risiko steigender Einkaufspreise wird durch kontinuierliches Kostenmanagement entgegengesteuert. Dazu prüft unser strategischer Einkauf kontinuierlich die Preise und verhandelt diese mit den Lieferanten. Zudem hat die VielfaltMenü GmbH einen langfristigen Energiebeschaffungsvertrag abgeschlossen, wodurch anfallenden Kostensteigerungen für Gas und Strom entgegengewirkt wird. STEUERLICHE ANPASSUNGEN Ab Januar 2024 gilt, auch für die Produktion und den Service von Kita- und Schulessen, der Umsatzsteuersatz von 19% (zuvor 7%). Das Unternehmen kann die erhöhte Steuer bei Nettoverträgen an die Kundinnen und Kunden weitergeben. Für eine mögliche Lösung für Kundinnen und Kunden mit Bruttoverträgen, werden Gespräche, u.a. mit den Ämtern bzw. Trägern, geführt. Um die Politik auf die Auswirkungen im Bereich des Kita- und Schulessens aufmerksam zu machen, haben wir ein entsprechendes Positionspapier verfasst und veröffentlicht. Neben den genannten Maßnahmen besteht ein umfangreiches Reporting und die monatlichen Business Reviews mit den Geschäftsleitern und der Geschäftsführung. In wöchentlich stattfindenden Sitzungen der Geschäftsführung sowie der nächstfolgenden Ebene der Geschäftsleiter werden sowohl die aktuelle Situation als auch die absehbare und mittelfristige Entwicklung ausführlich diskutiert, bewertet und bei Bedarf Maßnahmen definiert. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sind derzeit nicht zu erkennen. 2. Chancen Chancen sieht die VielfaltMenü GmbH in der Umsetzung des Ziels, unsere Serviceleistungen jeden Tag zu verbessern. Darüber hinaus werden wir in den nächsten Jahren deutschlandweit expandieren und auch in den Bundesländern, in denen wir bisher nicht tätig sind, unsere Geschäftsfelder aufbauen. Die kommende Gesetzesänderung zur Ganztagesbetreuung von Grundschulkindern birgt für VielfaltMenü weiteres Marktpotenzial, insbesondere in den alten Bundesländern. Das Produktionsverfahren Cook & Chill, bei dem der Garprozess kurz vor Ende pausiert und erst in der Einrichtung durch Regeneration final zubereitet wird, ermöglicht frische Gerichte, die auch nach längeren Transportwegen in entsprechenden Kühlfahrzeugen mit Konsistenz, Geschmack und Nährstoffgehalt überzeugen. So kann VielfaltMenü nahezu flächendeckend in Deutschland versorgen, insbesondere auch in Randgebieten, in denen das Versorgungsangebot geringer ist. So ist eine Skalierung auch mit den bestehenden Küchenstandorten möglich. Durch den Preisdruck im Markt ist ersichtlich, dass insbesondere kleinere Caterer Schwierigkeiten haben werden, wirtschaftlich zu bestehen. VielfaltMenü sieht somit die Chance zusätzlich durch Zukäufe, Kundenübernahme und Neukundengewinnung in den jeweiligen Regionen zu wachsen. Darüber hinaus wird immer ersichtlicher, dass das Bewusstsein für das Thema Kita- und Schulverpflegung in der Politik wächst. So wurde mit Veröffentlichung der bundesweiten Ernährungsstrategie ein wichtiger Aspekt aufgenommen: Die außerhäusliche Verpflegung unterschiedlichster Altersgruppen soll als Vorbild für nachhaltigere Ernährung stehen. Allen Kindern und Jugendlichen sollen ausgewogene Mahlzeiten in Kita und Schule angeboten werden und das unabhängig vom Einkommen der Eltern. Ein vom Deutschen Bundestag eingesetzter Bürgerrat setzt sich für ein für die Eltern und Kinder kostenloses gesundes Mittagessen in Schulen und Kitas ein - finanziell getragen von der Politik. In einigen Regionen wird das Schulessen bereits ganz oder teilweise von der Stadt übernommen. In Berlin zum Beispiel müssen die Eltern keinen Beitrag für das Schulessen leisten. In Potsdam wurde ein Preisdeckel eingeführt, bei dem Mehrkosten von der Stadt getragen werden. Daraus resultiert mit großer Wahrscheinlichkeit ein Anstieg der Essenbestellungen, da nun u.a. auch Kinder aus einkommensschwächeren Familien am Essen teilnehmen können. Diese Städte werden vermutlich als Vorbild für weitere Kommunen dienen. Durch die Optimierung unseres Warenwirtschaftssystems können Synergieeffekte noch besser gesteuert und genutzt sowie eine noch detailliertere Rückverfolgbarkeit und optimale Auswertbarkeit gewährleistet werden. Anhand der Auswertungen können wir die Einkaufsprozesse noch nachhaltiger und effizienter gestalten. VielfaltMenü setzt auf Wachstum. Hierfür hat das Unternehmen im Sommer 2023 erstmalig online Marketingmaßnahmen zur Ansprache von potenziellen Neukunden, zum Beispiel über Meta, Google und Bing Ads, aktiviert. Die Anzahl der Kundenanfragen ist nach Wahrnehmung der Geschäftsführung bereits deutlich gestiegen, sodass die Maßnahmen zur Leadgenerierung weiter ausgebaut sowie für weitere Geschäftsbereiche umgesetzt werden. VielfaltMenü betreibt deutschlandweit über 30 regionale Küchenstandorte. Das ermöglicht dem Unternehmen kurze Wege, Kundennähe und einen direkten persönlichen Austausch mit den Einrichtungen vor Ort. Unsere Regionalverantwortlichen, die regionalen Küchenteams und Kundenbetreuung kennen die Region, die Partner und die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden. So kann das Unternehmen optimale Serviceleistungen erbringen. Der Vertrieb des Unternehmens ist dezentral aufgestellt - mit Vertrieblern, die direkt in der Region aktiv sind. So können potenzielle Kunden in der Region direkt angesprochen werden. Insgesamt überwiegen die Chancen der künftigen Entwicklung den Risiken. D. Prognosebericht Künftige Entwicklung der Rahmenbedingungen Ab August 2026 wird der Rechtsanspruch auf eine Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder der ersten Klassenstufe eingeführt, was für die VielfaltMenü GmbH ein nennenswertes Wachstumspotenzial birgt. Ab August 2029 hat jedes Grundschulkind in Deutschland, unabhängig von der Klassenstufe, das Recht auf eine Ganztagesbetreuung. Darüber hinaus richtet sich das Unternehmen bereits heute durch die eingeführten Projekte zum Thema Nachhaltigkeit, sowie der entsprechenden Versorgung, u.a. mit pflanzenbasierten oder auch biologischen Speisen, nach den steigenden gesellschaftlichen Anforderungen. Im 1. Quartal 2024 wurde eine Tarifeinigung mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststättenstatt (NGG) erreicht. Seit Oktober 2023 gilt für die tariflich Beschäftigten des Unternehmens der neue Vergütungstarifvertrag. Durch Vernetzungen in der Branche, dem Austausch in Verbänden sowie der Teilnahme an Gesprächsrunden gestaltet VielfaltMenü die Zukunft der Gemeinschaftsgastronomie aktiv mit und verfolgt das Ziel, die Rahmenbedingungen stetig zu optimieren. Die VielfaltMenü GmbH ist sehr gut für die Zukunft aufgestellt. Dank jahrelanger Erfahrung und Experten im Unternehmen kann auch trotz herausfordernder Marktsituation und steigender Kundenerwartung eine zuverlässige Versorgung mit fortschrittlichen Ansätzen sichergestellt werden. Auch im Geschäftsjahr 2024 werden die Kenngrößen Umsatzerlöse, Wareneinsatz und EBT von entscheidender Bedeutung für die Steuerung des operativen Geschäfts sein. Es wird mit folgenden Planzahlen gerechnet:
Der Rückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 resultiert aus einer Kombination von verlorenen Ausschreibungen sowie einer geringeren Kundenfrequenz auf Grund der Preissteigerung durch die Erhöhung der Umsatzsteuer auf 19%. E. Erklärung zur Unternehmensführung Für die VielfaltMenü GmbH liegt die aktuelle Frauenquote für die oberste Hierarchieebene (Geschäftsführung) aufgrund der laufenden Dienst- und Anstellungsverträge bei 0%. Bei der darunter liegenden Hierarchieebene liegt der Frauenanteil aktuell bei 46%. Mit Beschluss der Geschäftsführung vom 15.05.2022 wurde für die beiden Hierarchieebenen unterhalb der Geschäftsführung eine Frauenquote von mindestens 25% festgelegt. Die Gesamtzahl der Frauen in Führungspositionen im Unternehmen soll mindestens 15 betragen. Das Unternehmen beabsichtigt angesichts der gegebenen Dienst- und Anstellungsverträge mittelfristig - bis zum 31. Dezember 2023 - keine Veränderung hinsichtlich des derzeit gegebenen Verhältnisses von Frauen und Männern. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VielfaltMenü GmbH, Berlin PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der VielfaltMenü GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VielfaltMenü GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 5. September 2024 BDO
AG
Sartori, Wirtschaftsprüferin Behrendt, Wirtschaftsprüfer |
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