Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 3183
Eingetragen
14.3.1979
Branche
Reparatur und Instandhaltung von KrafträdernReparatur und Instandhaltung von MaschinenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Reparatur von Kraftfahrzeugen und Landmaschinen sowie Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen und Landmaschinen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Huttner
seit 3.1.2020
Geschäftsführer
Werner Huttner
seit 30.1.2013
Prokura
Michael Huttner
seit 30.1.2013
Geschäftsführer
Ignaz Huttner
seit 30.8.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Florian Huttner
86153 Augsburg
140.000 DM
50.00%
Michael Huttner
86926 Greifenberg
140.000 DM
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
12.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Huttner GmbH

Scheuring

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

1.1 BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

DER AUTOHAUS HUTTNER GMBH, SCHEURING

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 813,00 1.478,50
813,00 1.478,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.571.881,11 2.675.638,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 494.039,56 497.384,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.904.006,79 3.019.367,51
6.969.927,46 6.192.389,69
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 8.951,02 8.951,02
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 250,00 250,00
3. Sonstige Ausleihungen 2.569.573,94 - 2.727.494,48
2.578.774,96 2.736.695,50
9.549.515,42 8.930.563,69
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.996,80 7.646,25
2. Waren 10.469.211,80 7.412.512,95
10.475.208,60 7.420.159,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.842.714,39 1.839.623,51
2. Sonstige Vermögensgegenstände 840.037,79 707.524,38
3.682.752,18 2.547.147,89
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
1. Kassenbestand 3.746,25 4.113,32
2. Guthaben bei Kreditinstituten 2.716.408,83 4.949.006,77
2.720.155,08 4.953.120,09
16.878.115,86 14.920.427,18
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
andere Abgrenzungsposten 13.346,00 13.346,01
13.346,00 13.346,01
26.440.977,28 23.864.336,88

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital 143.161,73 143.161,73
143.161,73 143.161,73
II. Gewinnvortrag 16.119.757,95 14.719.826,96
III. Jahresüberschuss 2.095.809,22 2.399.930,99
18.358.728,90 17.262.919,68
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.394.353,00 1.452.362,00
2. Steuerrückstellungen 229.080,00 665.241,78
3. Sonstige Rückstellungen 553.448,71 - 499.634,12
2.176.881,71 2.617.237,90
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9,05 945,64
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 9,05 (Vorjahr: EUR 945,64)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.308.757,12 1.344.142,18
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.308.757,12 (Vorjahr: EUR 1.344.142,18)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.196.937,93 1.155.871,32
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.399.662,57 1.483.220,16
- davon aus Steuern: EUR 1.056.981,55 (Vorjahr: EUR 615.799,62)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 2.739,96)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.402.622,06 (Vorjahr: EUR 1.485.609,52)
5.905.366,67 3.984.179,30
26.440.977,28 23.864.336,88

1.2 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

DER AUTOHAUS HUTTNER GMBH, SCHEURING

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 49.954.129,71 45.995.951,17
2. Gesamtleistung 49.954.129,71 45.995.951,17
3. Sonstige betriebliche Erträge 144.485,70 181.587,25
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -36.133.919,38 -32.832.341,14
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -261.889,41 -102.704,52
-36.395.808,79 -32.935.045,66
5. Rohergebnis 13.702.806,62 13.242.492,76
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.294.103,97 -5.572.955,25
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.192.372,13 -1.132.549,85
- davon für Altersversorgung: EUR 49.083,96 (Vorjahr: EUR 28.279,00)
-7.486.476,10 -6.705.505,10
7. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -924.751,65 -756.942,07
-924.751,65 -756.942,07
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.359.563,37 -2.408.876,91
9. Betriebsergebnis 2.932.015,50 3.371.168,68
10. Erträge aus Beteiligungen 187,65 186,13
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 42.079,46 43.615,39
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.925,27 720,43
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -59.331,19 -58.404,50
14. Finanzergebnis -15.138,81 -13.882,55
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -802.081,87 -935.058,50
16. Ergebnis nach Steuern 2.114.794,82 2.422.227,63
17. Sonstige Steuern -18.985,60 -22.296,64
18. Jahresüberschuss 2.095.809,22 2.399.930,99

1.3 ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1.3.1 ALLGEMEINE ANGABEN

Die Gesellschaft ist unter der Firma Autohaus Huttner GmbH mit dem Sitz in Scheuring unter der Nummer B 3183 im Handelsregister beim Amtsgericht Augsburg eingetragen.

Der Jahresabschluss wird aufgestellt nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB und des GmbHG. Die Gewinn und Verlustrechnung ist gegliedert nach dem Gesamtkostenverfahren.

1.3.2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis abgeschrieben.

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach der Maßgabe der steuerlichen Vorschriften abgeschrieben, sofern nicht handelsrechtlich ein anderer Wertansatz erforderlich ist.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte sind zu stichtagsnahen Einstandspreisen bewertet. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertung berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen werden erkennbare einzelne Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen den Nennwerten.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten zeitanteilige Vorleistungen.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Nennbetrag.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

1.3.3 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist in der Anlage A zum Anhang dargestellt.

Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert Euro 143.161,73.

Pensionsrückstellungen

Die für Pensionsverpflichtungen gebildeten Rückstellungen werden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten ermittelt. Die Bewertung erfolgte für das Jahr 2023 nach dem PUC-Verfahren unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,82 % p.a. Erwartete Lohn und Gehaltssteigerungen wurden mit 0 % berücksichtigt. Vom Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Sterblichkeit und Invalidität wurden nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heuweg angenommen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt Euro 10.239,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen wurden im Geschäftsjahr 2023 für die Körperschaft und Gewerbesteuer gebildet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen hauptsächlich auf die Rückstellungen für Personalverpflichtungen sowie für Gewährleistungsansprüche an verkauften Fahrzeugen. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, für die Prüfung des Jahresabschlusses und für steuerliche Außenprüfungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Lediglich die Verbindlicheiten gegenüber Gesellschaftern haben eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen existieren die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat eine Mithaftung für Verbindlichkeiten der Huttner GmbH & Co. Grundbesitz KG durch ein Grundpfandrecht (Euro 409.033,50) an der Gewerbeimmobilie in Scheuring übernommen. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

1.3.4 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen sind in dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in Höhe von Euro 24.870,00 (Vorjahr: Euro 26.851,00) enthalten.

1.3.5 SONSTIGE ANGABEN

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 165 Mitarbeiter beschäftigt, davon 22 Auszubildende.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 27.000,00 und entfällt auf Abschlussprüfungsdienstleistungen.

Die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB unterbleiben in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB. Forderungen gegenüber Organmitgliedern bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte geführt von Herrn Florian Huttner (Automobilkaufmann), Herrn Michael Huttner (Dipl. Wirtschaftsingenieur) und Herrn Ignaz Huttner (Maschinenbauingenieur)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Geschäftsjahr 2023 eingetreten und weder in der Gewinn und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen in Folge der anhaltenden Auswirkungen des Angriffs der Russischen Föderation auf die Ukraine vor. Zu den bisher feststellbaren Auswirkungen des Angriffs der Russischen Föderation auf die Ukraine auf unsere Vermögens, Finanz und Ertragslage verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

 

Scheuring, 18. November 2024

Die Geschäftsführer

Florian Huttner

Michael Huttner

Ignaz Huttner

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

DER AUTOHAUS HUTTNER GMBH

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.226,10 798,00 0,00 42.024,10
41.226,10 798,00 0,00 42.024,10
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.434.436,80 26.623,12 0,00 4.461.059,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.578.507,22 92.737,10 99.332,97 1.571.911,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.048.730,55 3.057.459,41 2.046.928,72 6.059.261,24
11.061.674,57 3.176.819,63 2.146.261,69 12.092.232,51
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 8.951,02 0,00 0,00 8.951,02
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 250,00 0,00 0,00 250,00
3. Sonstige Ausleihungen 2.727.494,48 42.079,46 200.000,00 2.569.573,94
2.736.695,50 42.079,46 200.000,00 2.578.774,96
13.839.596,17 3.219.697,09 2.346.261,69 14.713.031,57
ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.747,60 1.463,50 0,00 41.211,10
39.747,60 1.463,50 0,00 41.211,10
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.758.798,69 130.380,12 0,00 1.889.178,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.081.123,15 96.065,10 99.316,46 1.077.871,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.029.363,04 696.842,93 570.951,52 2.155.254,45
4.869.284,88 923.288,15 670.267,98 5.122.305,05
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
4.909.032,48 924.751,65 670.267,98 5.163.516,15
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 813,00 1.478,50
813,00 1.478,50
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.571.881,11 2.675.638,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 494.039,56 497.384,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.904.006,79 3.019.367,51
6.969.927,46 6.192.389,69
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 8.951,02 8.951,02
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 250,00 250,00
3. Sonstige Ausleihungen 2.569.573,94 2.727.494,48
2.578.774,96 2.736.695,50
9.549.515,42 8.930.563,69

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Ertragslage

2.2 Finanzlage

2.3 Vermögenslage

2.4 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1 Prognosen

3.2 Chancen und Risiken

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Autohaus Huttner GmbH ist seit über 80 Jahren ein im Bereich der Kraftfahrzeuge tätiger Handels- und Handwerksbetrieb.

Wir sind seit vielen Jahren Vertragshändler für die Marken VOLKSWAGEN und AUDI sowie Servicepartner für die Konzernmarke SKODA. Mit unseren beiden Verkaufs- und Serviceniederlassungen, einer eigenen Lackiererei sowie einer Fahrzeugvermietung verstehen wir uns als serviceorientierte Vollanbieter im Bereich der Kraftfahrzeuge.

Mehrfach wurden wir von unseren beiden Marken VOLKSWAGEN und AUDI für unsere hervorragende Serviceorientierung ausgezeichnet. Die Zeitschrift Auto Bild hat uns im Jahr 2023 zum achten Mal in Folge die Auszeichnung "Beste Autohändler Deutschlands" verliehen. Im März 2022 hat unser Autohaus eine Händlerauszeichnung für hervorragende Leistung und Verkaufserfahrung von AutoScout24 erhalten.

Der Hauptsitz der Gesellschaft befindet sich in Scheuring. In Landsberg am Lech wird eine Zweigniederlassung betrieben. Unsere Hauptabsatzgebiete sind der Landkreis Landsberg am Lech, der Landkreis Augsburg-Land und Buchloe sowie verstärkt der Landkreis Aichach- Friedberg und alle anliegenden Landkreise. Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2023 165 Mitarbeiter und davon 22 Auszubildende in unserem Unternehmen beschäftigt.

Wesentliche steuerungsrelevante Leistungsindikatoren unseres Autohauses sind Umsatz und Ergebnis, Stückzahlen im Neu- und Gebrauchtwagenverkauf sowie die verkauften Stunden im Service.

2. Wirtschaftsbericht

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank das preisbereinigte BIP um 0,3 % für das Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahreswert: +1,8 %). Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 nach wie vor geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extrem hohen Preisen für Sprit und Strom. Hinzu kamen Lieferengpässe insbesondere in der Halbleiterindustrie und der Chipproduktion sowie in den ersten drei Quartalen weiterhin erheblich steigende Verbraucherpreise. Der Arbeitsmarkt gestaltete sich aus Unternehmersicht aufgrund von besonders hohen Tarifverhandlungen und einem fortwährenden Fachkräftemangel als herausfordernd. Aufgrund dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen tat sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 insgesamt schwer und konnte die Folgen der Corona-Pandemie aus den Vorjahren nicht wie erhofft überwinden, wobei die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich verlief.

Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau, während Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut zurückgingen, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, die durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurden.

Im Berichtsjahr lag die Zahl der Pkw (Personenkraftwagen)-Neuzulassungen in Deutschland bei 2,84 Mio. Einheiten (+5,5 % zum Vorjahr) (Quelle: Kraftfahrtbundesamt). Wie das Kraftfahrtbundesamt ausführt, sind 1,38 Mio. neu zugelassene Pkw, und somit knapp die Hälfte, mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Während batterieelektrische Pkw (BEV) einen Zuwachs von +11,4 % bei den Neuzulassungen verzeichneten, waren Plug-in-Hybride mit 51,5 % und erdgasbetriebene Pkw mit -28,1 % im Vergleich zum Vorjahr stark rückläufig.

Die Neuzulassungszahlen von Pkw mit den Antriebsarten Benzin und Diesel erhöhten sich um 13,3 % bzw. 3 % auf 978.660 bzw. 486.581 Einheiten proportional zum globalen Wert. Der Anteil der benzinangetriebenen Pkw nahm dabei um 2,2 % zu und beträgt jetzt 34,4 % an den Neuzulassungen. Noch im Vorjahr war dieser Wert im Vergleich zu 2021 um 4,5 % rückläufig.

Währenddessen verringert sich wie in den drei Vorjahren der Anteil der dieselbetriebenen Pkw, und zwar auf 16,5 % (2022: 17,8%; 2021: 20,0 %; 2020: 28,1 %) der Neuzulassungen. Im Vergleich zum Vorjahr wies die Neuzulassungsbilanz des Kraftfahrtbundesamts bei den deutschen Marken eine leicht wachsende Tendenz auf. VOLKSWAGEN war die anteilsstärkste Marke und konnte ihren Marktanteil bei rund 18,2 % halten. Die Marke AUDI konnte ihren Marktanteil bei den Neuzulassungen mit 8,6 % zu 8,0 % im Vorjahr leicht erhöhen.

Diese Entwicklungen hatten und haben auch einen Einfluss auf unser Unternehmen.

2.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich im Berichtsjahr von TEUR 45.966 auf TEUR 49.954 TEUR erhöht. Somit lag der Umsatz fast wieder auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie bei TEUR 51.793 (Geschäftsjahr 2019) und um ca. TEUR 2.000 über unserer Prognose. Insbesondere ein Verkaufsplus in Höhe von 10 % bei der Stückzahl aus dem Geschäft mit Gebrauchtfahrzeugen bei einer stabilen Werkstattauslastung und einem leichten Plus bei der Stückzahl der verkauften Neufahrzeuge sind die Grundlagen für diese Entwicklung. Das Neuwagengeschäft ist unter anderem neben der immer noch bestehenden Verunsicherung der Kunden aufgrund der Dieselaffäre und der Klimaschutzdebatte und der damit einhergehenden Diskussion um Fahrverbote in Großstädten von der Erwartung steigender Preise bei sich gleichzeitig verschlechternden wirtschaftlichen Bedingungen geprägt. Dies führt zu einer spürbaren höheren Kaufzurückhaltung im Neuwagengeschäft, so dass Gebrauchtwagen länger genutzt werden. Aufgrund der längeren Nutzung von Gebrauchtfahrzeugen haben wir eine stabil hohe Auslastung im Werkstatt- und Servicebereich, da eine längere Nutzung von gebrauchten Fahrzeugen zu mehr Reparaturen führt. Seit Jahren erweisen sich unsere Umsätze im Werkstatt- und Servicebereich als renditestark und vor allem krisensicher. Zudem haben die zum Jahresende nachlassenden Lieferschwierigkeiten der Hersteller die Auslieferung neuer Fahrzeuge während des Geschäftsjahres noch deutlich verzögert, so dass viele Kunden Neuanschaffungen verschoben oder den Gebrauchtwagenmarkt verstärkt in Anspruch genommen haben. Durch die hohe Nachfrage nach gebrauchten Fahrzeugen bei rückläufigem Angebot konnten wir durch die Rücknahme von Leasingfahrzeugen zu feststehenden Restwerten von höheren Preisen im Gebrauchtwagenmarkt profitieren. Jedoch spüren auch wir die höheren Einkaufspreise bei den Gebrauchtfahrzeugen, die wir außerhalb der Leasingrücknahmen aufwenden müssen. Aufgrund des Verkaufs der vollelektrischen Fahrzeuge auf Agenturbasis im Namen der VOLKSWAGEN AG erhalten wir für den Verkauf von Elektrofahrzeugen nur eine Vermittlungsprovision. Dieses Geschäftsmodell wird sich zukünftig mit steigendem Anteil von verkauften Elektrofahrzeugen negativ auf unseren Umsatz auswirken, wobei im Endeffekt unser Ergebnis nicht groß beeinflusst wird.

Entsprechend der Entwicklung bei den Umsatzerlösen hat sich unserer Materialaufwand von TEUR 32.935 im Vorjahr r um TEUR 3.461 auf TEUR 36.396 im Berichtsjahr erhöht. Der Anstieg des Materialaufwands erfolgte aufgrund von Einkaufspreissteigerungen überproportional zu den Umsatzerlösen, so dass der betriebliche Rohertrag mit TEUR 13.558 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 14.559) um TEUR 1.001 deutlich abgenommen hat. Dies ist Ausdruck des allgemeinen Preisdrucks. Die Umsatzrendite hat sich in diesem Zug um 1,2 % auf 4,2 % verringert, während die durchschnittliche Umsatzrendite der Branche im Jahr 2023 laut Autohaus.de mit 2,2 % deutlich weiter gesunken ist.

Auch der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 % auf Grund von Gehaltsanpassungen. Der Gewährung von Inflationsausgleichsprämien und der Neueinstellung von qualifizierten Mitarbeitern auf TEUR 7.486 (Vorjahr: TEUR 6.706) angestiegen. Die Abschreibungen lagen mit TEUR 925 um TEUR 168 über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 757). Der Anstieg ist auf den Ausbau des Bestands an Vorführwagen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind trotz allgemeiner Preissteigerungen aufgrund von Einsparungen um TEUR 50 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 2.359 zurückgegangen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sind um TEUR 38 auf TEUR 144 gesunken. Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR -14) nicht wesentlich verändert und beträgt TEUR -15. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf TEUR 2.096 gegenüber TEUR 2.400 im Geschäftsjahr 2022, womit unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2023 um TEUR 500 übertroffen werden konnte.

2.2 Finanzlage

Die Kapitalausstattung und -struktur ist überwiegend geprägt durch die Eigenmittel des Unternehmens. Sie betragen nach einer unterjährigen Gewinnausschüttung zum Bilanzstichtag mit TEUR 18.359 insgesamt 69,4 % (Vorjahr: 72,3 %) der Bilanzsumme von TEUR 26.441. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme um TEUR 2.574 erhöht.

Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.177 beinhalten mit TEUR 1.394 Altersversorgungsverpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 553 und enthalten insbesondere Verpflichtungen aus nicht genommenen Urlaubsansprüchen sowie Rückstellungen für die Erbringung von Gewährleistungsarbeiten ohne rechtliche Verpflichtung.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 965 auf TEUR 2.309 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben sich durch eine teilweise Zurverfügungstellung der durch die Gewinnausschüttung erhaltenen Mittel, die unterjährige Tilgungen überkompensiert haben, auf TEUR 1.197 im Berichtsjahr (Vorjahr: TEUR 1.156) leicht erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit TEUR 2.400 zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.486) deutlich angestiegen und beinhalten im Wesentlichen kreditorische Debitoren und Steueraufwendungen.

Der Finanzmittelbestand setzt sich zum Bilanzstichtag aus Bankguthaben und Barmitteln in Höhe von 2.720 TEUR zusammen und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.233 stark verringert. Bei Kreditinstituten bestehen zudem zugesagte aber zum Stichtag nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von TEUR 777.

Der cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR -399.

2.3 Vermögenslage

Die Vermögensstruktur ist geprägt durch eine Anlagenintensität in Höhe von 26,4 % bezogen auf die Bilanzsumme (Vorjahr 25,9 %).

Im Geschäftsjahr wurden dem Sachanlagevermögen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3.177 zugeführt. Im Sachanlagevermögen entfallen TEUR 3.484 bzw. 56,3% auf unseren wechselnden Bestand an Vorführ- und Mietfahrzeugen.

Die Vorratsbestände, Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten haben in Summe gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.187 zugenommen und sind im Berichtsjahr in Höhe mit insgesamt TEUR 14.171 (Vorjahr: TEUR 9.984) ausgewiesen. Insbesondere unser Bestand an Neu- und Gebrauchtfahrzeugen hat um TEUR 3.104 gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Stückzahlen beim Einkauf von Neufahrzeugen zurückzuführen, da sich die bisher langen Lieferzeiten bei den Neuwagen gegen Jahresende abgebaut haben.

2.4 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

Unter Berücksichtigung sämtlicher, für das Geschäftsjahr 2023 maßgeblichen Sachverhalte, verlief das Geschäftsjahr 2023 positiv. Die Prognose des Vorjahres mit einem Umsatz in Höhe von Mio. EUR 47 wurde im Berichtsjahr trotz des schwierigen Marktumfelds um ca. Mio. EUR 2 übertroffen. Das tatsächliche Ergebnis in Höhe von TEUR 2.096 liegt deutlich über dem prognostizierten Ergebnis in Höhe von TEUR 1.500. Maßgebend für das bessere Ergebnis waren das gestiegene Verkaufsvolumen gegen Jahresende bei den Neufahrzeugen, gute Margen bei den Gebrauchtwagen sowie die Vollauslastung im Service durch allgemeine Anpassungen im Konsumentenverhalten und Neukundengewinnung.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1 Prognosen

Im dritten Jahr des Ukrainekriegs verläuft die weltwirtschaftliche Entwicklung nach Sektoren und Regionen sehr unterschiedlich. Mit Beginn des russischen Angriffskrieges Ende Februar 2022 und den in der Folge verhängten Sanktionen ist die wirtschaftliche Erholung durch eine sukzessive steigende Inflation und durch die Unsicherheit in Bezug auf die Energieversorgung in Deutschland beendet worden. Auf hohe staatliche Neuverschuldungen und eine insgesamt geringe private Konsumnachfrage folgte seitens der EZB ein kontinuierlich steigender Leitzins. Zudem bleibt die weltweite Sicherheitslage mit dem wiederholt eskalierenden Gaza- Konflikt seit Oktober 2023 im Nahen Osten und wirtschaftlichen sowie sicherheitspolitischen Konflikten im Pazifikraum zwischen den USA und der Volksrepublik China weiterhin angespannt.

Dennoch zeigen die ifo Konjunkturprognosen für den Sommer und den Herbst 2024, dass sich die deutsche Wirtschaft nach der Rezession im Jahr 2023 langsam erholt. Die Inflationsrate wird von 5,9 % im Jahr 2023 spürbar auf 2,2 % im Jahr 2024 und auf 1,7 % im Jahr 2025 zurückgehen, während das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 stagnieren wird und mit 0,9 % im Jahr 2025 voraussichtlich steigen wird. Zwischenzeitlich hat auch die Europäische Zentralbank agiert und erst im Juni 2024 beschlossen, den Leitzinssatz von 4 % auf 3,75 % zu senken. Im weiteren Verlauf dürften weitere Zinssenkungen folgen.

Dementsprechend dürfte der private Konsum den vorliegenden Konjunkturindikatoren zufolge zunächst noch stagnieren. Konjunkturstützend steht die Industrie mit ihrem Exportgeschäft da, während die Bauwirtschaft ihren Abwärtstrend mit einem kräftigen Rücksetzer fortsetzen dürfte. Im weiteren Verlauf des Jahres wird die gesamtwirtschaftliche Erholung im Zuge der Normalisierung der Konsumkonjunktur an Tempo gewinnen. Die Kaufkraft der privaten Haushalte dürfte weiter an Stärke zulegen, die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen sich allmählich erholen. Die Lohndynamik bleibt vorerst kräftig, und die Inflation wird im Sommer erstmals seit März 2021 unter die 2%-Marke sinken. Zwar halten die kräftigen Lohnanstiege vor allem bei den Dienstleistern den Preisdruck hoch. Allerdings begrenzt die Unterauslastung derzeit eine Weitergabe durch die Unternehmen, so dass vor allem ihre Gewinne zurückgehen dürften.

Die gesunkenen Zinsen, der stabile Arbeitsmarkt und die kräftigen Einkommenszuwächse werden der Konsumkonjunktur einen Schub verleihen und auch der Bauwirtschaft allmählich wieder auf die Beine helfen. Dabei wird unterstellt, dass die Konsumfreude wieder zunimmt und sich die Sparquote allmählich wieder normalisiert. Schließlich dürfte auch die Industriekonjunktur ihre Erholung fortsetzen und von einer steigenden globalen Nachfrage profitieren.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat ermittelt, dass im ersten Halbjahr 2024 ca. 2,1 Millionen Pkw in Deutschland neu zugelassen worden sind. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2023 entspricht dies einem Rückgang um ca. 6 %. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 lagen die Neuzulassungen nach dem ersten Halbjahr 2024 immer noch um ca. 16 % unter dem damaligen Wert. Der Abschwung ist im Wesentlichen auf die schwächer als erwartet verlaufende Entwicklung bei der Nachfrage nach Elektro-Pkw zurückzuführen. Insbesondere die Absatzzahlen für BEV entwickeln sich derzeit undynamisch, was vor allem der von der Bundesregierung abrupt beendeten Förderung geschuldet ist.

Im Geschäftsjahr 2024 streben wir Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 50 an. Ein Jahres- überschuss wird bei Erreichung unserer Zielvorgaben mit TEUR 1.400 angestrebt. Die weitere Entwicklung unseres Unternehmens schätzen wir trotz der sich eintrübenden Konjunkturaussichten und der bestehenden Inflation aufgrund unserer Marktstellung und unseres hohen Eigenkapitalanteils insgesamt als positiv ein.

3.2 Chancen und Risiken

Unser Unternehmen sieht sich mit einer Reihe von Risiken konfrontiert. Hierzu gehören zunächst die Risiken aus der allgemeinen Wirtschafts- und Branchenentwicklung sowie branchentypische Risiken, die sich aus der vertraglichen und außervertraglichen Haftung sowie üblichen kaufmännischen Risiken ergeben.

Zu den Risiken aus der allgemeinen Branchenentwicklung zählt die rückläufige Entwicklung am Markt für Neufahrzeuge u.a. aufgrund eines Kaufkraftverlusts breiter Teile der Bevölkerung, des gesellschaftlichen Trends zu mehr Umweltbewusstsein sowie der Verunsicherung unserer Käufer auf Grund der Dieselthematik.

Ein weiteres Risiko im Branchenbereich ist der Wettbewerbsdruck, der eine fast vollständige Weitergabe von Rabatten an den Kunden erfordert, sodass der Händler ertragsseitig kaum profitiert.

Marktseitige Risiken bestehen in der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen der von uns vertriebenen Marken VOLKSWAGEN und AUDI, aber auch in der Marktentwicklung. Hier ist insbesondere der Trend zu einer veränderten Mobilität als auch die zunehmende Verbreitung alternativer Antriebstechnologien zu nennen.

Als große automobile Transformation wurde seitens der Politik und der Hersteller das E-Auto ausgerufen. Gegenwärtig fahren auf Deutschlands Straßen 48,8 Millionen Pkw. Davon sind inzwischen 1,4 Millionen rein elektrisch. Das sollen - so politisch gesetzt - bis 2030 mehr als 10-mal so viele werden. 68 % der E-Auto-Nutzer hatten vor Kauf Bedenken wegen der Ladeinfrastruktur, sind aber jetzt zum Großteil zufrieden mit den Lademöglichkeiten, weil sie diese oft selbst geschaffen haben. Aber ein Großteil der Bevölkerung hat diese Lademöglichkeiten nicht und bleibt deswegen außen vor. Zudem hat die Kürzung der Förderung den E-Auto- Anteil stark reduziert, von ehemals 30 % auf unter 15 %. So bremsen die hohen Preise, die teilweise langen Lieferzeiten und bei VW das fehlende Angebot im Kleinwagenbereich die Kauflust der Deutschen aus.

Neben der seit Jahren geführten Diskussion über die Zukunftsfähigkeit des Dieselmotors hat die Aufrechterhaltung funktionierender Lieferketten erhebliche Auswirkungen für die Marke VOLKSWAGEN und AUDI. Die Hersteller versuchen in diesem Zug Kaufanreize zu schaffen, wie z.B. durch Einführung von flexiblen Leasingverträgen für Elektrofahrzeuge wie den ID.3, die Mindestlaufzeiten von 3 bis 48 Monate abdecken. Ob die Hersteller mit noch weiteren wirksamen Maßnahmen das Auslaufen der staatlichen Prämien kompensieren und das verlorene Vertrauen zurückgewinnen bzw. Unsicherheiten bei Kaufentscheidungen abbauen können, ist momentan nicht einschätzbar. Deshalb sehen wir für unseren Vertrieb im Jahr 2024 ein Risiko bei gleichzeitig besseren Konjunkturaussichten.

Risiken im personellen Bereich existieren zudem durch den Fachkräftemangel. Diesem versuchen wir durch eine hohe Ausbildungsquote und konsequenter Personalarbeit entgegenzuwirken.

Dem bestehenden Forderungsausfallrisiko tragen wir durch Kreditwürdigkeitsprüfungen mittels Einholung von qualifizierten Bankauskünften, sonstigen Wirtschaftsauskünften und laufenden Gesprächen mit unseren Kunden Rechnung, um auch in Zukunft keine wesentlichen Ausfälle verzeichnen zu müssen.

Risiken in der Konditionsgestaltung gegenüber unserem Partner ergeben sich durch unsere Herstellergebundenheit, die nun mit Inkrafttreten der GVO 330/2010 zum 01.06.2013 noch verschärft wurde. Diesem Risiko begegnen wir durch einen Zusammenschluss mit anderen Händlern auf Informationsebene und dem gemeinsamem Wareneinkauf. Im Vordergrund steht die Pflege unserer Marke "Autohaus Huttner". Im Geschäftsjahr 2018 konnten wir neue Händlerverträge für unsere Marken VOLKSWAGEN, AUDI und SKODA abschließen, die seit dem Jahr 2020 unsere Vertragsbeziehungen zu den Herstellern sichern. Gleichwohl sind die Konditionen in den neuen Verträgen teilweise vom Erreichen bestimmter Vorgaben abhängig und können daher unter aber auch über den bisherigen Konditionen liegen.

Ein Risikomanagementprozess ist fester Bestandteil unserer wertorientierten Unternehmensführung. Mit diesem Risikomanagementsystem ist sichergestellt, dass alle innerhalb des Unternehmens existierenden Risiken erfasst, bewertet und dokumentiert werden. Soweit erforderlich, werden Gegensteuerungsmaßnahmen zur Vermeidung bzw. Verminderung der registrierten Risiken eingeleitet.

Unseren Risiken aufgrund der Bindung an die Produkte der Marken VOLKSWAGEN und AUDI stehen die Chancen aus der Modellpolitik dieser beiden Marken gegenüber.

Chancen für unser Unternehmen sehen wir auch im Gebrauchtwagenhandel, da hier aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung eine stabile Entwicklung erwartet wird. Um im Gebrauchtwagenhandel in Wettbewerb mit freien Händlern treten zu können, müssen die Kompetenzen im Zukauf stark nachgefragter Modelle, der Internetvermarktung, der Hereinnahmebewertung und die Vermittlung attraktiver Gebrauchtfahrzeugfinanzierungen und Garantien gestärkt werden. Leider hat sich die Senkung der Leitzinsen durch die EZB bei unseren Endkunden noch nicht bemerkbar gemacht, da die Geschäftsbanken noch keine wesentlich besseren Finanzierungen anbieten. Gleichzeitig ist jedoch eine Konsolidierung der Gebrauchtwagenpreise, die während der Corona-Krise und danach um bis zu 130 % angestiegen sind, eingetreten. Im Geschäftsjahr 2024 werden wir wieder ein normales Preisgefüge erreichen. Auch für den Geschäftskundenbereich sehen wir aufgrund unseres Einzugsgebietes und der von uns vertriebenen Marken und Produkte sehr gute Chancen. Im Bereich der nicht gewerblichen Kunden sehen wir uns aufgrund unseres überproportional hohen Anteils an diesen Kunden gut gerüstet. Auch hier gilt es, die Kundenbeziehungen aktiv zu pflegen. Aftersales- Leistungen sehen wir in der Zukunft als den Bereich, mit den höchsten Ertragsaussichten. Risiken bestehen aber auch hier dahingehend, dass aufgrund der gestiegenen Qualität der Fahrzeuge die Serviceumfänge bei neueren Fahrzeugen und Elektrofahrzeugen zurückgehen. In diesem Fall gewinnt der Aspekt an Bedeutung, dass wir im Jahr 2023 einen erweiterten Grundstock an Kunden hinzugewinnen konnten.

Ein Weiterer wichtiger Gesichtspunkt für die zukünftige Entwicklung ist das Erfordernis nach attraktiven Finanzierungsangeboten sowohl im Neuwagen- als auch im Gebrauchtwagenhandel sowie die Erweiterung der Produktpalette im Bereich der E-Mobilität.

Zusätzlich zum "Erlebnis Autohaus" müssen wir unser Augenmerk weiterhin auf die zunehmende Digitalisierung richten, um dem wachsenden Druck der Onlinehändler Paroli bieten zu können.

Insgesamt sehen wir unser Haus gut gerüstet, um auch zukünftig erfolgreich im Markt tätig sein zu können.

 

Scheuring, 18. November 2024,

Florian Huttner

Michael Huttner

Ignaz Huttner

1.5 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Autohaus Huttner GmbH, Scheuring

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Huttner GmbH, Scheuring, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Huttner GmbH, Scheuring, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Landsberg am Lech, 18. November 2024

ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Armin Weber, Wirtschaftsprüfer

Andreas Munk, Wirtschaftsprüfer

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