Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 13766
Eingetragen
18.5.2006
Branche
Erbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenKrankenhäuser (ohne Hochschulkliniken, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken)Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Gegenstand
Die Bewirtschaftung von Krankenhäusern, Seniorenheimen und anderen sozialen Einrichtungen durch die Herstellung und Lieferung von Verpflegung, den Betrieb von gastronomischen Einrichtungen und der Erbringung von sonstigen Dienstleistungen, insbesondere im Bereich der Speisenversorgung, das Gebäudemanagement und die Installation, Wartung und Instandhaltung von Elektro- und Fernmeldeanlagen und Klima- und Heizungstechnik, den Reinigungsdienst, das Betreiben von Archivräumen, das Erbringen von Schreibleistungen sowie dazugehörige Dienstleistungen. Die Gesellschaft übernimmt alle Arten von Tätigkeiten, welche zur Versorgung der in den sozialen Einrichtungen untergebrachten Personen sowie ihrer Mitarbeiter mit Dienstleistungen und Waren geeignet sind. Die Gesellschaft kann außerdem alle im Bereich der Versorgung sozialer Einrichtungen mit Dienstleistungen und Waren anfallenden Aufgaben übernehmen, Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte erwerben, belasten und veräußern. Sie kann Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden, Gewerbebauten, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Einrichtungen auf eigene oder fremde Rechnung erstellen, bewirtschaften, erwerben, veräußern oder bereitstellen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Olaf String
seit 19.7.2012
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KSC Klinik Service Center GmbH

Brandenburg an der Havel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.684,00 675,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 23.549,00 5.230,00
2. Technische Anlagen 149.962,00 174.285,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 724.380,00 897.891,00 434.709,00
918.575,00 614.899,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 79.685,26 71.721,33
2. Waren 4.301,40 83.986,66 4.621,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 133.895,12 128.732,57
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 868.629,88 1.038.033,38
davon gegen Gesellschafter: 866.523,86 € (31.12.2022: 1.030.921,76 €)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 70.584,44 1.073.109,44 80.009,94
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 32.859,66 87.479,21
1.189.955,76 1.410.597,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.102,58 21.310,94
2.122.633,34 2.046.807,45

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 198.219,84 190.755,80
III. Jahresfehlbetrag/-überschuss -172.760,24 7.464,04
50.459,60 223.219,84
B. Sonderposten aus Investitionszuschüssen
Zuwendungen der öffentlichen Hand 145.834,00 169.168,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 2.162,00
2. Sonstige Rückstellungen 567.676,49 234.478,38
567.676,49 236.640,38
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.701,88 8.637,72
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 448.228,75 513.828,30
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.634,04 24.858,38
davon gegenüber Gesellschaftern: 27.574,04 € (31.12.2022: 24.475,88 €)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20.865,37 30.258,26
davon gegenüber Gesellschaftern: 20.865,37 € (31.12.2022: 30.258,26 €)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 858.233,21 840.196,57
davon aus Steuern: 168.604,10 € (31.12.2022: 163.812,08 €) 1.358.663,25 1.417.779,23
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 7.966,67 € (31.12.2022: 6.336,60 €)
2.122.633,34 2.046.807,45

Gewinn- und Verlustrechnung 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 19.751.886,73 17.287.065,54
2. Sonstige betriebliche Erträge 108.340,39 19.860.227,12 186.186,05
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.808.728,00 1.528.261,08
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.881.350,73 4.690.078,73 2.919.787,33
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.297.779,26 10.195.273,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.378.941,77 14.676.721,03 2.217.625,45
davon für Altersversorgung: 51.064,56 € (2022: 56.513,13 €)
Zwischenergebnis 493.427,36 612.303,94
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 170.413,28 137.042,14
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 484.884,27 461.209,93
Zwischenergebnis -161.870,19 14.051,87
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 118,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 995,53 0,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.710,86 4.427,82
Zwischenergebnis -169.576,58 9.742,05
10. Sonstige Steuern 3.183,66 2.278,01
11. Jahresfehlbetrag/-überschuss -172.760,24 7.464,04

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die KSC Klinik Service Center GmbH (KSC GmbH) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 13766 P im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam eingetragen.

Der Jahresabschluss der KSC GmbH zum 31. Dezember 2023 ist unter Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) und der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist wie in den Vorjahren nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt worden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Erstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Der Jahresabschluss wurde unter Ansatz einer positiven Fortführungsprognose aufgestellt, diese stützt sich vor allem auch darauf, dass die leistungsempfangenden Konzerngesellschaften auch wirtschaftlich in der Lage sind, diese Leistungsmengen abzunehmen und zeitgerecht zu vergüten.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung gemäß ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die wesentlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern sind:

Jahre
Immaterielle Anlagegüter 5
Grundstückseinrichtungen, Einbauten, Technische Anlagen 10-15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10

Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten € 250,00 (netto) nicht übersteigen, werden vereinfachend im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand abgesetzt. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten über € 250,00, aber bis € 1.000,00 (netto) liegen, werden grundsätzlich als Sammelposten erfasst und im Jahr des Zugangs sowie in den folgenden vier Jahren zu jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Der Abgang wird zum Ablauf des fünften Jahres unterstellt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgt mit den letzten Einkaufspreisen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag bilanziert. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Zuwendungen und Zuschüsse zur Finanzierung des Anlagevermögens werden als Sonderposten aus Investitionszuschüssen passiviert und nach Maßgabe der Abschreibungen und der Aufwendungen aus Anlagenabgängen der geförderten Anlagegüter aufgelöst.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen, sie sind in Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme und nach kaufmännischer Vorsicht gebildet worden.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt:

Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten Anfangsstand Zugang Abgang Endstand
1 2 3 5 6
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.639,83 24.125,57 0,00 63.765,40
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 58.611,04 20.605,00 0,00 79.216,04
2. Technische Anlagen 370.569,40 0,00 0,00 370.569,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.435.217,46 429.358,71 34.612,09 1.829.964,08
1.864.397,90 449.963,71 34.612,09 2.279.749,52
1.904.037,73 474.089,28 34.612,09 2.343.514,92
Entwicklung der Abschreibungen
Bilanzposten Anfangsstand Abschreibungen des Geschäftsjahres Entnahme für Abgänge
1 7 8 11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.964,83 4.116,57 0,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 53.381,04 2.286,00 0,00
2. Technische Anlagen 196.284,40 24.323,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.000.508,46 139.687,71 34.612,09
1.250.173,90 166.296,71 34.612,09
1.289.138,73 170.413,28 34.612,09
Entwicklung der Abschreibungen Restbuchwerte
Bilanzposten Endstand (Stand 31.12.2023)
1 12 13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.081,40 20.684,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 55.667,04 23.549,00
2. Technische Anlagen 220.607,40 149.962,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.105.584,08 724.380,00
1.381.858,52 897.891,00
1.424.939,92 918.575,00

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von T€ 867 resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2 resultieren ebenfalls aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(3) Eigenkapital

Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

(4) Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Steuerrückstellungen 0,0 2,2
Urlaub und Überstunden 263,1 219,2
ZVK Ausgleichsbetrag 287,1 0,0
Prüfung und Beratung 17,5 15,3
567,7 236,7

(5) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Lieferungen und Leistungen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre Gesamtbetrag
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.701,88 0,00 0,00 3.701,88
(Vorjahr) (4.935,84) (3.701,88) (0,00) (8.637,72)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 448.228,75 0,00 0,00 448.228,75
(Vorjahr) (513.828,30) (0,00) (0,00) (513.828,30)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.634,04 0,00 0,00 27.634,04
(Vorjahr) (24.858,38) (0,00) (0,00) (24.858,38)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20.865,37 0,00 0,00 20.865,37
(Vorjahr) (30.258,26) (0,00) (0,00) (30.258,26)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 858.233,21 0,00 0,00 858.233,21
(Vorjahr) (840.196,57) (0,00) (0,00) (840.196,57)
Gesamtsumme 1.358.663,25 0,00 0,00 1.358.663,25
(Vorjahr) (1.414.077,35) (3.701,88) (0,00) (1.417.779,23)

(6) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Miet- und Leasingverpflichtungen, davon sind rund T€ 178 im nächsten Jahr fällig. Die daraus auf die Gesellschafterin Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel GmbH entfallenden Verpflichtungen betragen T€ 26.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Aufgliederung der Umsatzerlöse

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Catering 3.013,1 2.623,3
Reinigung 3.323,9 2.704,1
Technik 4.979,5 4.564,0
Verwaltung 3.258,6 2.695,2
Wirtschaftsdienste 4.340,5 3.928,5
Zentralsterilisation 791,9 714,1
Sonstige 44,4 57,8
19.751,9 17.287,0

(2) Periodenfremde Erträge

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 2,3.

(3) Periodenfremde Aufwendungen

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 26,8.

V. Sonstige Angaben

(1) Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

2023 2022
Köpfe Jahresdurchschnitt
Wirtschafts- und Versorgungsdienst 194,00 195,00
Medizinisch-technisches Personal 77,00 76,00
Klinisches Hauspersonal 42,00 37,00
Funktionsdienst 53,00 52,00
Technischer Dienst 37,00 37,00
Verwaltungsdienst 16,00 16,00
Sonderdienste 1,00 1,00
Aushilfen 6,00 6,00
426,00 420,00
Auszubildende Verwaltung 6,00 6,00
Auszubildende Technik 10,00 9,00
16,00 15,00
Ferienjobs Schüler/ Student 0,00 0,00
442,00 435,00

(2) Bezüge der Organmitglieder und früheren Organmitglieder

Die Geschäftsführerin wird von der Gesellschafterin Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel GmbH gestellt und erhielt von der KSC GmbH im Geschäftsjahr keine Bezüge.

VI. Geschäftsführung der Gesellschaft

Als Geschäftsführerin ist Frau Dipl. Betriebswirtin (FH) Gabriele Wolter, Brandenburg, bestellt.

VII. Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der KSC Klinik Service Center GmbH wird in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft Universitätsklinikum Brandenburg GmbH einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt wird.

Das gemäß § 285 Nr. 17 HGB vom Abschlussprüfer im Anhang auszuweisende Gesamthonorar für das Geschäftsjahr ist im Konzernabschluss der Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel GmbH enthalten.

VIII. Nachtragsbericht

Es bestehen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Berichtszeitraumes eingetreten sind.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 172.760,24 € zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Brandenburg an der Havel, den 03. April 2024

KSC Klinik Service Center GmbH

Gabriele Wolter, Geschäftsführerin

Lagebericht 2023

1. Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel GmbH (UKB GmbH) hält zum 31.12.2023 als Mehrheitsgesellschafter 51,0 Prozent der Gesellschaftsanteile an der Servicegesellschaft KSC Klinik Service GmbH (KSC GmbH). Weitere 30,0 Prozent liegen bei der Dussmann Beteiligungsgesellschaft mbH und 19,0 Prozent bei der Gebäudereinigung Brandenburg GmbH.

Die KSC GmbH erbringt Ihre Leistungen im Wesentlichen gegenüber ihrem Mehrheitsgesellschafter UKB GmbH und ist für den Organträger in den Bereichen Catering, Gebäudereinigung, Wirtschaftsdienste, Zentralsterilisation, Technik, Case Management und Schreibdienste tätig. Der Anteil des Konzerninnenumsatzes betrug im Geschäftsjahr 92,5 Prozent.

Die KSC GmbH erbrachte im Wirtschaftsjahr 2023 folgende Leistungen für Dritte:

Partner Leistung
div. Mieter im Gesundheitszentrum am Haupt- Reinigung
bahnhof Sterilisation
Reinigung
Strahlenklinik Neuruppin, Standort Brandenburg an der Havel Technische Dienstleistungen
Wirtschaftsdienste
DRK Kitas Reinigung
Ev. Kirche, Kita Reinigung
div. Arztpraxen Sterilisation von Instrumenten
Onkologische Praxis Reinigung
Pekrul, Hochstr. 16 Winterdienst

2. Geschäftsverlauf 2023

Der Geschäftsverlauf der KSC Klinik Service Center GmbH war im Geschäftsjahr 2023 von der Leistungsentwicklung der Muttergesellschaft Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel abhängig. Hier gab es eine positive Leistungsentwicklung bei der stationären Versorgung, sodass auch die zu erbringenden Leistungen der KSC GmbH angestiegen sind. Auf weiterhin hohem Niveau verbleiben die Aufträge der UKB GmbH an die Abteilung Technik für umfangreiche Renovierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen.

Weiterhin hat sich die Situation der Personalgewinnung von neuen Mitarbeitern verschärft. Es gelang im Geschäftsjahr nicht immer, freie Stellen zeitnah neu zu besetzen. In Folge wurden auch Anpassungen in der Vergütungsstruktur in Anlehnung an den TVöD im Laufe des Jahres vorgenommen.-Zusätzlich erfolgte die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie an die Beschäftigten.

In den jährlich zu vereinbarenden Pauschalen zur Abrechnung von Leistungen zwischen KSC und UKB wurden diese Anstiege in den Personalkosten berücksichtigt.

Geprägt wurde das Jahresergebnis durch eine einmalige Bildung einer Rückstellung in Höhe von 287,1 T€ im Personalbereich aufgrund einer möglichen Zahlungsverpflichtung an die Zusatzversorgungskasse ZVK. Mit Gründung der KSC im Jahr 1999 erfolgte keine Kündigung der Mitgliedschaft, sondern bestehende Ansprüche von Beschäftigten wurden weiter fortgeschrieben. Neu eingestellte Beschäftigte wurden allerdings nicht mehr bei der ZVK angemeldet. Diese unterschiedliche Behandlung von Beschäftigungsgruppen in einem Unternehmen widerspricht aber der Satzung der Zusatzversorgung, sodass jetzt eine Kündigung der ZVK zum Jahresende 2023 ausgesprochen wurde. Als Ausgleichsanspruch macht die ZVK durch ein versicherungsmathematisches Guthaben eine einmalige Forderung in Höhe von 287.059,00 € geltend, welches nun als Rückstellung berücksichtigt wurde.

Insgesamt verlief die Geschäftsentwicklung der KSC GmbH positiv, wird im Ergebnis aber durch die zu bildende Rückstellung an die ZVK negativ geprägt. Der Jahresfehlbetrag beträgt 172.760,24 € (Vorjahr Jahresüberschuss von 7.464,04 €). Der Wirtschaftsplan mit einem Jahresüberschuss von 10,0 T€ konnte somit nicht eingehalten werden, da dieser diese Rückstellung in Höhe von 287,1 T€ nicht in der Planung beinhaltete.

Die Umsatzerlöse konnten sich um 14,3 % auf 19.751,9 T€ erhöhen. Ursächlich hierfür waren Leistungssteigerungen bei der Muttergesellschaft und Anpassungen in den Abrechnungssätzen durch zu berücksichtigende höhere Personalkosten.

Unter Berücksichtigung der Anpassungen in der Vergütungsstruktur bei den Beschäftigten, der Anpassungen der Stellenstruktur an die Dienstleistungen und der Probleme in den Nachbesetzungen offener Stellen und einer Covid-Sonderzahlung in Höhe von 3,0 T€ je Vollkraft sind die Personalaufwendungen um 2.263,8 T€ gestiegen. Hier ist auch die Rückstellungen an die ZVK mit zu berücksichtigen. Der Anteil der Personalaufwendungen an den Gesamtkosten ist damit auf 73,3 % gestiegen (Vorjahr 71,1 %).

Der Materialaufwand ist um 242,0 T€ gestiegen. Ursächlich sind die Leistungsanstiege und die Inflation.

Investitionen

Aufgrund der spezifischen Geschäftstätigkeit der KSC GmbH ist der Investitionsbedarf gering. Die im Jahr 2023 vorgenommenen Investitionen betrugen 474,1 T€ für die Betriebs- und Geschäftsausstattung des Unternehmens. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen ist der gesamte Anlagenbestand von 614,9 T€ im Jahr 2023 auf 918,6 T€ gestiegen.

Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der jahresdurchschnittlich eingesetzten Vollkräfte ist im Vergleich zum Vorjahr mit 339,6 Vollkräften (Vorjahr: 329,9 VK) in Anpassung an die beauftragten Dienstleistungen gestiegen. Die Arbeitnehmerzahl (ohne Azubi und Aushilfen) am 31.12.2023 betrug 420 (Vorjahr 414).

Die KSC GmbH ist weiterhin nicht tarifgebunden.

Aus- und Weiterbildung

Im Jahr 2023 wurden 17 Auszubildende (8 im Bereich Elektrik, 2 im Bereich Anlagenmechanik, 1 in Gärtnerei und 6 in der Bürokommunikation) beschäftigt.

Ertragslage

Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein handelsrechtlicher Jahresfehlbetrag nach Steuern von - 172,8 T€ ausgewiesen. Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar (ohne Berücksichtigung der neutralen Aufwendungen und Erträge):

2022 2021 Veränderung
T€ T€ in %
Umsatzerlöse 19.751,9 17.287,1 +14,3%
+ sonstige betriebliche Erträge 85,0 162,9 -47,8%
Gesamtleistung 19.836.9 17.450.0 +13,7%
- Materialaufwand / Fremdleistungen 4.690,1 4.448,0 +5,4%
Rohertrag 15.146,8 13.002.0 +16,5%
- Personalaufwand 14.676,7 12.412,9 +18,2%
- Abschreibungen 170,4 137,0 +24,4%
+ Erträge Sonderposten 23,3 23,3 0,0%
- sonstige Aufwendungen 484,9 461,2 +5,1%
Betriebsergebnis -161.9 +14,2 >100%
Finanzergebnis -1,0 -0,0
- Steuern vom Einkommen und Ertrag 6,7 4,4
Ergebnis nach Steuern -169,6 9,8
- Sonstige Steuern 3,2 2,3
Jahresergebnis -172,8 7,5

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 durch eine Erhöhung des Sachanlagenbestandes um 303,7 T€ und einer Verringerung des Umlaufvermögens um -227,9 T€ verändert. Das Eigenkapital hat sich um en Jahresfehlbetrag von 172,8 T€ deutlich reduziert und beträgt nun 50,5 T€.

3. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

Prämissen der Erlösplanung

Die Innenumsätze wurden auf Basis einer stabilen Leistungsplanung mit dem Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel geplant. Die Pauschalen zur innerbetrieblichen Leistungsverrechnung wurden fortgeschrieben und wie folgt angepasst:

Erhöhung der Bezugskosten für die KSC aufgrund von Entwicklungen beim Mindestlohn, bei Energiekosten und durch die allgemeine Inflation.

Im Detail wurden Anpassungen im Stellenplan einzelner Bereiche aufgrund von gestiegenen Anforderungen durch das Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel berücksichtigt.

Auch bei den Außenumsätzen wurden Preisanpassungen aufgrund höherer Personal- und Sachkosten berücksichtigt.

Insgesamt werden die Umsatzerlöse mit 20.041.951 € geplant. Im Wirtschaftsplan 2024 wurden die Umsatzerlöse für die Jahre 2025 bis 2028 mit einer Steigerung von jährlich 2,75 Prozent fortgeschrieben.

Prämissen der Aufwandsplanung

Die Aufwandsplanung der KSC Klinik Service Center GmbH wird auch 2024 mit 73,2% sehr stark vom Ansatz für Personalkosten geprägt.

Der Personalaufwand berücksichtigt 448 Beschäftige mit einem Vollkräfteanteil von 350,5. Die Anpassungen im Stellenplan wurden je Dienstart und Bereich vorgenommen. Leichte Erhöhungen der Stellen sind im Bereich der Technik (+4,0 VK), bei den Schreibdiensten einschließlich Sekretariaten (+2,87 VK) und der Reinigung (+3,25 VK) vorgesehen.

Bei der Planung der Sachkosten und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden geschätzte Kostensteigerungen aufgrund von Mindestlohnerhöhung, steigenden Energiekosten und der allgemeinen Inflation angesetzt.

Insgesamt wird für 2024 ein Jahresergebnis in Höhe von 20 T€ geplant.

Strategien zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens

Weiterhin wird der Ausbau bestehender und die Akquisition neuer Geschäftsfelder durch die Leitungsebenen aller Bereiche angestrebt.

Es werden monatlich Plan-Ist-Analysen zur Kontrolle und Überwachung der Einzelergebnisse erstellt. Im Verwaltungsbereich erfolgt eine transparente Kostenumlage der durch das Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel erbrachten Dienstleistungen.

4. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die wesentlichen Chancen und Risiken resultieren aus dem Organschaftsverhältnis mit der Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel GmbH, für die der weit überwiegende Teil der Lieferungen und Leistungen erbracht wird. Dieser Anteil liegt aktuell bei 92,5 Prozent.

Mit dem Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel steht ein sicherer und stabiler Leistungsabnehmer zur Verfügung, der auch in seiner Gesellschafterstellung an einer erfolgreichen Entwicklung der KSC GmbH interessiert ist. Damit ist grundsätzlich eine stabile Auftragslage gegeben.

Andererseits besteht somit eine hohe Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung des Universitätsklinikums. Nicht auszuschließende rückläufige Fallzahlen sowie rückläufige finanzielle Mittel für Investitionen und Instandhaltungen haben direkten Einfluss auf die Auftragsvergabe und somit auf die Erlösentwicklung der KSC GmbH. Der allgemeine Kostendruck im Gesundheitswesen zwingt auch das Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, die Leistungen der KSC GmbH möglichst preisgünstig einzukaufen. Aufgrund der bestehenden Abhängigkeit schlagen sich Ertrags- und Liquiditätsrisiken der Muttergesellschaft unmittelbar auch auf die KSC durch.

Ein schwer einschätzbares Risiko bleibt weiterhin die Gefahr, künftig Tarifverträge abschließen zu müssen. Verdi wirbt weiterhin laufend um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KSC GmbH. Ein weiteres Risiko stellt die derzeitige Beschäftigung von einzelnen hochspezialisierten Mitarbeitern dar, da deren kurzfristiger Ausfall durch Krankheit u.ä. erhebliche Risiken in der Bearbeitung spezieller Themen birgt. Insbesondere ein Austritt aufgrund von Altersrente bedarf einer rechtzeitigen Einarbeitung für einen Nachfolger. Gleichzeitig ist festzustellen, dass die Personalgewinnung über alle Dienstarten und Tätigkeiten immer schwieriger wird. Hier sind Ansprachen in der Personalakquise neu zu strukturieren und ggf. neue Arbeitszeitmodelle und Ausbildungsmodelle zu entwickeln. Auch die Vergütungsstruktur ist regelhaft zu überprüfen.

Eine weitere Chance besteht für die KSC GmbH auch darin, das Leistungsangebot für Dritte auszuweiten. Allerdings ist es aufgrund der Vielzahl von Anbietern in diesen Branchen und deren Kosten- und Preisstrukturen außerordentlich schwierig, neue Marktanteile zu erschließen.

 

Brandenburg an der Havel, den 02. April 2024

KSC Klinik Service Center GmbH

Gabriele Wolter, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KSC Klinik Service Center GmbH, Brandenburg an der Havel:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KSC Klinik Service Center GmbH, Brandenburg an der Havel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KSC Klinik Service Center GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates der Muttergesellschaft für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat der Muttergesellschaft ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, am 15. Mai 2024

ETL WRG GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Robbers, Wirtschaftsprüfer

Schürmann, Wirtschaftsprüfer

Feststellung:

Der Jahresabschluss 2023 wurde am 21.06.2024 festgestellt.

Ergebnisverwendung:

Mit Beschluss vom 21.06.2024 wird der im Jahresabschluss 2023 ausgewiesene Jahresfehlbetrag auf das Geschäftsjahr 2024 vorgetragen.

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