Ecclesia Industrie Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Buschmann seit 10.5.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Leitz seit 9.6.2020 | Prokura |
Claudio Schneck seit 9.6.2020 | Prokura |
Kathrin Simon seit 16.10.2018 | Prokura |
Sebastian Bailer seit 2.1.2013 | Prokura |
Tobias Bailer seit 2.8.2011 | Geschäftsführer |
Marc Sontowski seit 2.8.2011 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PS-Pension Solutions GmbHErlangenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum UnternehmenDie PS-Pension Solutions GmbH (nachfolgend "Gesellschaft") ist im Handelsregister beim Amtsgericht Fürth unter der Nr. HRB 8502 eingetragen. Die Gesellschaft ist auf unbestimmte Zeit errichtet. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist vom 01.01. bis 31.12. (erstmals zum 01.01.2024, davor Rumpfgeschäftsjahr 1.7.-31.12.2023, davor 1.7.-30.6.). Eine Vergleichbarkeit der Zahlen mit dem Vorjahr ist mit dem vorliegenden Abschluss nur eingeschränkt möglich. Das Geschäftsjahr 1.7.2022 bis 30.6.2023 wird dennoch nachfolgend als "Vorjahr" oder abgekürzt "VJ" tituliert. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.07.2023 wurden außerdem die bisherigen Beteiligungsunternehmen, die Finanzschmiede GmbH (alte HRB Nr. 16982 AG Fürth) sowie die PS Capital Partners GmbH (alte HRB Nr. 11731 AG Fürth) auf die Gesellschaft verschmolzen. Auch dies schränkt die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahresabschluss der Gesellschaft ein. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie unter Beachtung von § 42 GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung erfolgen Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorgenommen werden können, im Wesentlichen im Anhang. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die ausgewiesenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind zugleich Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sofern im Folgenden nicht anderslautend dargestellt. Bei den Angaben zum Anhang wurde von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 274a, 286 und 288 HGB teilweise Gebrauch gemacht. BilanzierungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von mehr als 250,00 Euro bis 800,00 Euro sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250,00 Euro werden nicht als Zugang im Anlagespiegel erfasst, sondern direkt über die entsprechende Aufwandsposition gebucht. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, sofern eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden mit dem Nominalbetrag ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 30,00 % bzw. 15,83 %, im Falle nur körperschaftsteuerlich zu berücksichtigender Unterschiede, im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Auf einen gesonderten Ansatz der aktiven latenten Steuern wurde verzichtet. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den Gewährleistungsrückstellungen. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. Angaben und Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist, dargestellt. FinanzanlagevermögenDie PS-Pension Solutions GmbH hat Forderungen gegenüber der mittelbar verbundenen Gesellschaft Multi Robo Advisor GmbH (kurz MRA GmbH) in Höhe von 89.250,00 Euro (VJ 366.173,73 Euro) aus Darlehensverträgen. Der Betrag hat eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr (Vorjahr mehr als ein Jahr Restlaufzeit). Für die Darlehensverträge wurde eine Rangrücktrittserklärung vereinbart. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeVon den in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenständen hat ein Teilbetrag in Höhe von EUR 156.670,35 Euro (VJ 9.714,01 Euro) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Bei den Forderungen gegenüber verbundenen und beteiligten Unternehmen 0,00 Euro (VJ 1.366.899,45 Euro) handelt es sich um Verrechnungskonten. Für die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen wurde in Höhe von 0,00 Euro (Vorjahr 741.182,84 Euro) eine Rangrücktrittserklärungen abgegeben. Die Restlaufzeit beträgt bis zu einem Jahr (0,00 Euro, Vorjahr 1.366.899,45 Euro). Im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr wurde der Ausweis der unfertigen Leistungen (Saldo 1.377.315,00 Euro, Vorjahr 1.394.828,98 Euro) in die Forderungen aus Lieferung und Leistung umgruppiert. Die Umstellung erfolgte zum Angleich an die Bilanzierungsmethoden der Mutter-Gesellschaft aufgrund der Einbindung in den Konzernabschluss. Der Ergebniseffekt aus der Umgliederung beträgt 72.500,00 Euro im aktuellen Geschäftsjahr. Forderungen und Verbindlichkeiten § 285 Nr. 9c HGB (sowie § 42 Abs. 3 GmbHG): Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern aus gewährten Darlehen (hier Verrechnungskonten) betragen 0,00 Euro (Vorjahr 39.381,54 Euro). Der Betrag wurde im Geschäftsjahr vollständig zurückgezahlt. Die Verzinsung erfolgte vertragsgemäß mit 1% aus dem jeweiligen Darlehensstand. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Der Gewinnvortrag beträgt 2.934.815,64 Euro (Vorjahr 2.255.804,53 Euro). Im Geschäftsjahr erfolgte auf Basis eines Gesellschafterbeschlusses die Einzahlung in die Kapitalrücklage, welche sich damit auf 552.224,00 Euro erhöht hat (Vorjahr 22.224,00 Euro). Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (u.a. ausstehende Urlaubsansprüche, noch nicht ausgezahlte Bonifikationen) sowie Gewährleistungsverpflichtungen (u.a. Rückzahlung von Provisionen aufgrund von Stornierung). VerbindlichkeitenDie Laufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Übersicht:
Als Sicherheit für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgetreten. Weitere Sicherheiten wurden von der PS-Pension Solutions GmbH für die Verbindlichkeiten nicht gestellt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens über 3.550,00 Euro (VJ 3.190,00 Euro) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Aus den Verschmelzungen der Finanzschmiede GmbH sowie der PS Capital Partners GmbH ergeben sich im aktuellen Rumpfgeschäftsjahr Ergebnisbelastungen von 740.403,13 Euro. Aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften aus dem Anlagevermögen ergibt sich außerdem ein Verlust i.Hv. 251.200,30 Euro. Beide Positionen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Zinsen und ähnliche Erträge In den Zinserträgen sind Erträge aus der Aufzinsung der Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von 25.589,00 Euro (Vorjahr 15.836,00 Euro) enthalten. In den Zinserträgen sind Erträge aus der Zinsrechnung für Verrechnungskonten und Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von 18.987,72 Euro (Vorjahr 29.820,86 Euro) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Zinsrechnung für Verrechnungskonten und Darlehen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.728,86 Euro (Vorjahr 25.887,33 Euro) enthalten. Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 i.V.m. § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB Die Gesellschaft hält im Finanzanlagevermögen folgende Anteile an anderen Gesellschaften:
*) Saldo Eigenkapital inkl. Jahresergebnis des
Geschäftsjahres sowie Gewinn-/Verlustvorträgen.
Konzernabschluss Die Gesellschaft ist als Mutterunternehmen gemäß § 293 Abs. 1 Nr. 1 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und -lageberichts befreit. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Ecclesia Holding GmbH (Detmold) einbezogen. Angaben zu den Organen Die Geschäftsführer der Gesellschaft zum Aufstellungszeitpunkt sind:
Bezüglich der Angabe zu § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB wird von der Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mit Gesellschafterbeschluss vom 27.02.2024 erfolgt die Bestellung von Herrn Frank Buschmann als weiteren Geschäftsführer. Die Eintragung in das Handelsregister ist beantragt. Anzahl ArbeitnehmerIm Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 76 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr 72). ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, entsprechend der gesetzlichen Regelung, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 924.970,45 Euro in voller Höhe mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 2.934.815,64 Euro zu verrechnen, und den verbleibenden Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Erlangen, den 26.04.2024 Tobias Bailer, Geschäftsführer Marc Sontowski, Geschäftsführer Frank Buschmann, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr 01. Juli 2023 bis 31. Dezember.20231.) Grundlagen unseres Unternehmens 1.1) Die PS-Pension Solutions GmbH (PS) Die PS-Pension Solutions GmbH (PS) wurde im Jahr 2001 gegründet. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Fürth unter der Nr. HRB 8502 eingetragen. Der Firmensitz ist Erlangen. Die Gründungsidee war, dem Markt der betrieblichen Altersvorsorge eine professionelle Kommunikations- und Implementierungsdienstleistung für Betriebsrentenlösungen im Rahmen des damals neu anstehenden Rechtsanspruchs des Arbeitnehmers auf Durchführung einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) nach §1a BetrAVG anzubieten. Die PS hat sich als Systempartner für die Inhaber der Geschäftsbeziehung zu den Endkunden aufgestellt. Diese Inhaber der Geschäftsbeziehung sind diejenigen, die Kontakt zu den Endkunden aus anderen Geschäftszweigen besitzen, zum Beispiel als Sach-Versicherungsmakler (Maklerhäuser, Makler, firmenverbundene Makler). Dadurch hat PS in den letzten Jahren eine Vielzahl an unterschiedlichen Kooperationspartnern an sich gebunden, so dass eine Abhängigkeit von einzelnen Partnern nicht besteht. Ergänzt wird diese Risikodiversifikation durch die unterschiedlichen Branchen, welche von der Automobilindustrie angefangen, über Outsourcing- Dienstleister, Maschinenbau, Pharmaanbieter bis hin zu Arbeitgebern aus dem sozialen Bereich, der Gesundheits- und Pflegesparte reicht. Losgelöst von allen Kooperationen tritt PS außerdem selbst am Markt als Teilnehmer auf. PS nimmt dazu an Anbieter-Ausschreibungen teil oder wird direkt von Unternehmensentscheidern angefragt, welche ihren Dienstleister wechseln möchten. Für PS-Kunden ist der Mix aus attraktiven Produkten, über die hohe Prozess- und Methodenkompetenz im Beratungsablauf bis hin zu den Nachbetreuungs- und Verwaltungsprozessen ein wichtiges Auftragskriterium. Alle Themen rund um die betriebliche Vorsorge können und werden von PS bei deren Kunden umgesetzt. Neben der klassischen bAV in allen Durchführungswegen zeigte sich in den letzten Jahren vor allem die Thematik betriebliche oder private Erwerbsunfähigkeitsabsicherung als marktrelevantes und umsatztreibendes Thema. Dabei hat PS seine Kompetenz aus der Implementierung und Kommunikation von bAV-Lösungen auf sämtliche Bausteine des Angebotsportfolios übertragen, diese aber gleichzeitig an unterschiedliche Kundenbedürfnisse angepasst. Dazu bietet PS über seine Beteiligungen weitere Dienstleistungen und Produkte neben der betrieblichen Vorsorge an, so zum Beispiel Organversorgungen, Auslagerung von Pensionsverpflichtungen, Aktuariatsdienstleistungen, arbeitgeberfinanzierte Vorsorgemodelle, digitale Beratungs- und Vertriebsinstrumente sowie die Absicherung von Familienmitgliedern und Angehörigen außerhalb der betrieblichen Vorsorge an. Während des ersten Halbjahres 2023 hat sich die Pension Solutions Group proaktiv in den am Markt laufenden Konsolidierungsprozess eingebracht. Ende Juli 2023 fanden schließlich die Vertragsunterzeichnungen mit der Ecclesia Gruppe als neuem Anteilseigner der PS statt. Der Zusammenschluss mit der Ecclesia als neuem Partner wurde von den PS-Altgesellschaftern bewusst vorangetrieben, da sich die Synergieperspektiven mit dem langjährigen Kooperationspartner Ecclesia Vorsorge Management für das gemeinsame Wachstumsziel als sehr passend abgezeichnet haben. Für PS bedeutet dieser Schritt eine weitere Stärkung auf dem Weg zu zukünftigen Wachstums- und Ergebniszielen. 2.) Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 2.1) Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland Die gesamtwirtschaftliche Lage im abgelaufenen Geschäftsjahr der PS war zum einen vom Ukraine-Krieg, zum anderen von Inflation und steigenden Zinsen geprägt. Alles in Kombination führte zu einem Abflachen des Wirtschaftswachstums, sowohl in Europa als insbesondere in Deutschland (Quelle: https://www.destatis.de, siehe Pressemitteilung Nr. 19 vom 15.1.2024 und Jahresgutachten des Sachverständigenrates für 2023/24 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/publikationen/konjunkturprognosen.html). Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 schnellten weltweit die Teuerungsraten in die Höhe. Das galt vor allem für Energie-Preise, hier konkret jedoch nur Strom und Erdgas, während flüssige KFZ-Kraftstoffe (-5% gegenüber Vorjahr) und Heizöl (-22% gegenüber Vorjahr) günstiger wurden. Auch traf die Teuerung wieder die Lebensmittelpreise mit +12,4% (Vorjahr +13,4%). Die Inflationsrate in Deutschland lag im Jahresdurchschnitt bei 5,9%. Der Verbraucherpreis-Index stieg im Dezember 2023 um 3,7% im Vergleich zum Vorjahresmonat (Quelle: https://www.destatis.de, siehe Pressemitteilung Nr. 20 vom 16.1.2024). Die Verunsicherung durch die politischen Krisen, verbunden mit steigenden Preisen, sorgte für eine deutliche Belastung der Wirtschaft, insbesondere in Deutschland: Im 4. Quartal 2023 musste Deutschland einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,4% zum Vorjahres- Quartal (preisbereinigt) verzeichnen. In den ersten Quartalen stagnierte das Wachstum, so dass auf das Gesamtjahr 2023 betrachtet das Wachstum um ca. 0,3% zurück ging (Quelle: https://www.dashboard-deutschland.de, Pressemitteilung 38 vom 30.1.2024). Trotz dieser Negativaspekte blieb der deutsche Arbeitsmarkt bis Ende 2023 hinein weitgehend stabil. Von einzelnen Insolvenzen oder Schutzschirmverfahren abgesehen, hielten die Unternehmen ihre Beschäftigten, oder suchten sogar händeringend nach qualifiziertem Personal. In vielen Bereichen ist der "Fachkräftemangel" mittlerweile zum Tagesgeschäft geworden, Ausbildungsplätze gerade im Handwerk können nicht besetzt werden. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2023 laut Bundesagentur für Arbeit bei 5,7%, was 0,3%-Punkte über dem Vorjahresmonat liegt (Quelle: https://www.arbeitsagentur.de/news/arbeitsmarkt-vorjahre). Gleichzeitig wurde das Sparen wieder attraktiv. Weltweit erhöhten die Zentralbanken als Gegenmaßnahme zu hohen Inflationsraten die Leitzinsen. Der EZB-Leitzins stand Ende Dezember 2023 bei 4,5%, wobei die letzte Erhöhung Ende September 2023 durchgeführt wurde. Seitdem wurden an der Börse bereits erste Zinssenkungen eingepreist, womit sich jedoch die Zentralbanken aufgrund der "hartnäckigen Inflation" noch zurückhalten (Quelle: https://www.onvista.de/zinsen/). Unter anderem hat die amerikanische FED für 2024 erste Zinssenkungen in Aussicht gestellt, ohne jedoch konkrete Termine und Zinsschritte zu nennen. Am Kapitalmarkt verlief das Börsenjahr bis Ende 2023 sehr positiv. Vor allem der Deutsche Aktien Index "DAX" konnte bis Ende 2023 immer weitere Hochs erklimmen (Allzeithoch am 13.12.2023 mit 16.766 Punkten, danach weiterer Anstieg bis nach 2024 hinein (Quelle: www.onvista.de). An den Rentenmärkten hingegen ist der Zinsgipfel schon überschritten, was zu einem leichten Absinken der deutschen Umlaufrendite seit Oktober 2023 (1-Jahre-Höchststand bei 2,91%) führte. Unverändert ist eine inverse Zinsstruktur mit sinkenden Renditen am langen Laufzeitende vorherrschend (Quelle: https://www.onvista.de/anleihen). 2.2) Branchensituation Die Altersvorsorgebranche, konkret vor allem das Branchensegment Lebensversicherung, litt in 2023 ebenfalls unter den Einflüssen der sinkenden Reallöhne. Insgesamt sanken die gebuchten Bruttobeiträge um 5,2% auf 92 Mrd. Euro (VJ 97 Mrd. Euro). Der Anteil der laufenden Beiträge als die für PS relevante Vergleichsgröße blieben mit einem marginalen Rückgang von -0,1% gebuchte Bruttobeiträge stabil. Hauptrückgang war im Einmalbeitragsgeschäft zu verzeichnen (-16%, auf 25,7 Mrd. Euro; Quelle: https://www.gdv.de/gdv/statistik/jahresmedienkonferenzzahlen-und-daten). Auch der Neuzugang an Verträgen blieb mit -0,7% bei 4,5 Mio. Euro recht stabil, gleiches gilt für den Bestand an Verträgen (-1,3% Rückgang in Stück, auf 84,8 Mio.) im Bereich Lebensversicherungen, Pensionsfonds und Pensionskassen (Quelle: https://www.gdv.de/gdv/statistik/jahresmedienkonferenz-zahlen-und-daten). 2.3) Wettbewerbssituation Ein mit der PS-Dienstleistung in Auszügen vergleichbares Angebot wird von verschiedenen, regional oder deutschlandweit aufgestellten Finanzdienstleistern erbracht. Konkret treten Banken, Sparkassen, Makler, Versicherungsgesellschaften, Personalberater sowie Beratungshäuser mit PS in Konkurrenz um zu beratende Firmenkunden. PS sieht sich als Multikanal-Anbieter, welcher auch zukünftig alle Beratungs- und Dienstleistungsbereiche abbilden wird. Eine Spezialisierung, wie bei einzelnen Wettbewerbern zum Beispiel nur auf die Beratung oder nur auf die Verwaltung oder eine Fokussierung auf rein digitalen Absatz, ist aus Sicht PS zukünftig im breiten Marktumfeld nicht gewünscht. PS wird seinen aktuellen und zukünftigen Kunden daher alle Beratungs- und Verwaltungsmodelle auf die Kundenwünsche zugeschnitten anbieten, von persönlich vor Ort bis voll-digital. Dabei gelingt es PS unverändert, bei Neuausschreibungen entweder des kompletten Dienstleistungspaketes oder einzelner Teilleistungen mit seiner breiten Aufstellung Mandate zu gewinnen. Die Mandatierung erfolgt dabei entweder durch die Firmenkunden oder über alte und neue Kooperationspartner, meist für Teilleistungen aus dem PS-Dienstleistungspaket. Gerade im vergangenen Kalenderjahr ist ein Anstieg der Übernahme-Transaktionen von kleineren Wettbewerbern zu verzeichnen, was dazu führt, dass sich PS sukzessive größeren Wettbewerbern gegenübersieht. Durch den vorgenannten Zusammenschluss mit der Ecclesia Gruppe sieht sich PS nun selbst als Teil eines der größten Partner am deutschen Vermittlermarkt für Versicherungsprodukte. 2.4) Entwicklung der PS im vergangenen Geschäftsjahr Das im Dezember 2022 durch die PS-Geschäftsführung initiierte Sonderprojekt für eine Optimierung hin zum nächsten Wachstumsschritt zeigte nach einem starken ersten Kalenderhalbjahr 2023 im vergangenen Rumpfgeschäftsjahr 2023 weiterhin eine positive Dynamik. Zwar konnten die kumulierten Umsatzziele aufgrund von unerwartet langen Projekt-Vorlaufzeiten nicht ganz erreicht werden, aber die PS schnitt in Summe sowohl in Beitragssumme als auch im Ergebnis innerhalb des selbst gesteckten Zielkorridors ab. Dabei war insbesondere das vierte Quartal des Jahres 2023 ein umsatz- und ergebnisstarker Zeitraum. Dies war möglich, obwohl der Zusammenschluss mit der Ecclesia als neuem Anteilseigner an verschiedenen Stellen in der PS-Unternehmensgruppe Ressourcen benötigte, um die Weichen auf die Hebung von Synergiepotentialen insbesondere in der Mandatsgewinnung zu heben. 3.) Lage unseres Unternehmens 3.1) Darstellung der finanziellen Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf der Umsatzrendite und der Personaleinsatzquote. Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Ertragsteuer, bereinigt um Sondereffekte 131,6 TEUR; VJ 2022/2023: 654,6 TEUR) im Verhältnis zur Gesamtleistung von 5,601 Mio. Euro (VJ 2022/2023: 11,717 Mio. Euro) verringerte sich von 5,6% im GJ 2022/2023 auf 2,4 % im aktuellen Geschäftsjahr. Geplant war die kumulierte Umsatzrendite für ein volles Geschäftsjahr (12 Monate) in einer Range von 6% bis 11%, so dass der Ist-Stand des Indikators nach nur 6 Monaten unter dem Zielwert liegt. Ursache ist, dass im Rumpfgeschäftsjahr verschiedene Kosten aufgrund des Integrationsprozesses in die Ecclesia Gruppe angefallen sind. Gleichzeitig lag der Umsatz noch unter dem Planwert. Die Personaleinsatzquote (Personalkosten 3,159 Mio. Euro; VJ 2022/2023: 6,398 Mio. Euro) im Verhältnis zur Gesamtleistung von 5,601 Mio. Euro (VJ 2022/2023: 11,717 Mio. Euro) hat sich zum Vorjahr von 54,6% (GJ 2022/2023) auf aktuell 56,4% leicht erhöht. Geplant war eine kumulierte Personaleinsatzquote auf Basis von 12 Monaten in einer Range von 50% bis 55%, so dass der Indikator im Ist leicht über der Ziellinie liegt. Ursache ist ein geringer als geplanter Umsatz nach nur 6 Monaten. Für das folgende Geschäftsjahr ist die Planung, die vorgenannten Leistungsindikatoren auf das Zielniveau zu heben: Das bedeutet für die Umsatzrendite vor Steuern (EBT) eine Zielrange von 5% bis 10% sowie für die Personaleinsatzquote von 50% bis 55%. Dies gilt so lange, bis gemeinsam mit der Ecclesia konzerneinheitliche Leistungsindikatoren bekannt und bei PS implementiert sind. Bei PS gibt es aktuell keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. 3.2) Ertragslage Die PS beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres am 12/2023 76 Mitarbeiter, die in 6 Monaten rund 5,6 Mio. Euro Gesamtleistung erreichten (Vorjahr 2022/2023 auf 12 Monate: 11,7 Mio. Euro). Dabei hat sich das Ergebnis pro Projekt unter anderem durch die Produkt- und Prozessfokussierung sowie der damit verbundenen Skaleneffekte durch die teilweise digitalen Beratungs- und Administrationsprozesse positiv entwickelt. Ebenso haben sich wiederkehrende Einnahmen erhöht. Das Ergebnis vor Ertragssteuern liegt bei -910 TEUR (2022/2023: +655 TEUR). Dabei ist zu berücksichtigen, dass im vergangenen Rumpfgeschäftsjahr verschiedene außerordentliche Effekte aus Verschmelzungsvorgängen im Zuge der Neuausrichtung der Unternehmens- und Beteiligungsstruktur entstanden. So wurden die bisherigen Beteiligungsunternehmen, die Finanzschmiede GmbH und die PS Capital Partners GmbH mit Wirkung zum 01.07.2023 auf die PS verschmolzen. Weiterhin wurden die Anteile an der PS Wertschutz GmbH herausgelöst und an die Muttergesellschaft verkauft, wohingegen für die Multi Robo Advisor GmbH die bisherigen Minderheitsanteile von der PS zurückgekauft wurden. Die Ergebnisbelastung aus der Summe dieser Sondervorgänge beläuft sich auf 992 TEUR. Weitere Sonderkosten durch bzw. im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Ecclesia Gruppe sind ebenfalls im EBT mit rund 50 TEUR verarbeitet. Insgesamt ergibt sich unter Herausrechnung dieser Sonderfaktoren ein bereinigtes EBT von +132 TEUR als Vergleichsbasis zum Vorjahr (+655 TEUR). 3.3) Finanzlage Die Liquidität der PS war zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres sichergestellt. PS kann auf entsprechende Liquiditätsreserven zurückgreifen. Die Zins- und Tilgungsleistungen wurden vereinbarungsgemäß erbracht. Die laufenden Ausgaben konnten aus dem Cash-Flow sowie den Liquiditätsreserven abgebildet werden. Das Forderungsmanagement der PS unterstützt dabei das Nachhalten eines zeitnahen Geldeingangs in Relation zum vertraglichen Fälligkeitstermin. Von Vorteil am Geschäftsmodel von PS ist, dass ein Großteil der Forderungen gegenüber großen, stabil aufgestellten Versicherungspartnern besteht. Diese haben ein standardisiertes Abrechnungsverfahren eingerichtet. 3.4) Vermögenslage Das Eigenkapital hat sich durch das negative Jahresergebnis zum Vorjahr in absoluten Zahlen auf 2,69 Mio. Euro vermindert (VJ 2022/2023: 3,08 Mio. Euro). Dabei ist bereits die Einzahlung in die Kapitalrücklage i.H.v. 530 TEUR berücksichtigt. Bei einer zum Vorjahr verkürzten Bilanzsumme von 7,97 Mio. Euro (VJ 2022/2023 10,11 Mio. Euro) steigt die Eigenkapital-Quote auf 33,8% (VJ 2022/2023: 30,5%). Die Summe der noch ausstehenden Einnahmen aus der Leistungserbringung haben sich im Bilanzansatz aufgrund des Produktionsanstiegs vom Vorjahreswert (2022/2023: 2,46 Mio. Euro) auf 2,7 Mio. Euro erhöht. Im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr wurde der Ausweis der unfertigen Leistungen i.H.v. 1,38 Mio. Euro (Vorjahr 1,39 Mio. Euro) in die Forderungen aus Lieferung und Leistung umgruppiert. Die Umstellung erfolgte zum Angleich an die Bilanzierungsmethoden der Muttergesellschaft aufgrund der Einbindung in den Konzernabschluss. Der Ergebniseffekt aus der Umgliederung beträgt 72 TEUR im aktuellen Geschäftsjahr. Die liquiden Mittel sind zum Vorjahr von 1,1 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro leicht gesunken. Passivisch haben sich die Bankverbindlichkeiten unter Einbezug der Tilgung von Darlehen gegenüber dem Vorjahr (2022/2023: 2,2 Mio. Euro) deutlich auf noch 1,1 Mio. Euro reduziert. 4.) Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 4.1) Prognose Ergebnisentwicklung Nach dem Rumpf-Geschäftsjahr erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 ein Umsatz- und Ergebniswachstum gegenüber dem Vorjahr. Dies soll erreicht werden, indem ein verstärkter Fokus auf Projekte in Zusammenarbeit der Ecclesia Gruppe und deren Kunden gelegt wird. Die Umsatzpotentiale aus den Bestandsprojekten sowie verschiedene Neuakquisitionen untermauern das anvisierte Umsatzniveau. Durch die fortgesetzte Kundenbedarfsfokussierung sowie durch weitere Geschäftsprozessoptimierungen erwartet PS ab dem Geschäftsjahr 2024 zusätzliche Ergebnis-Beiträge durch höhere Produktivität und höhere Projektmargen. Die PS sieht sich mit der aktuellen Personal- und Organisationsstruktur gut aufgestellt, um das Umsatzniveau über das Rumpfgeschäftsjahr hinaus nachhaltig auszubauen. Auf der Kostenseite sollen durch die hybriden Abschluss- und Beratungsprozesse die Reisekosten (inkl. Reisezeiten und KFZ-Kosten) in Relation zum Umsatz sinken, während die Kosten für IT-Prozesse, Software und Lizenzen tendenziell steigen werden. PS sieht sich mit seinen Produkten und Dienstleistungen weiterhin als wichtigen Partner für Kunden aus dem Mittelstand bis hin zum Großkonzern. Die Stärke von PS liegt in der effizienten Beratung und Kommunikation großer Belegschaften inklusive der Anmeldung und Nachbetreuung der Vorsorgesysteme. Das "Sparen" für den Ruhestand über betriebliche Vorsorgelösungen sieht PS weiterhin als ein zukunftsgerichtetes Produktfeld, da die sozialversicherungs- und steuerfreie Einzahlung verbunden mit attraktiven Arbeitgeberförderungen bei guten Vorsorgeprodukten eine solide und planbare Gesamtperformance erreichen lassen. 4.2) Risiken Eines der Risiken in der Umsetzung des vorgenannten Geschäftsplanes liegt in der Fortdauer der Unsicherheiten, vor allem in Bezug auf die Inflationsraten und die konjunkturelle Entwicklung. In diesem Zusammenhang ist nicht auszuschließen, dass einzelne PS-Kunden von wirtschaftlichen Schwierigkeiten betroffen sein könnten, zum Beispiel bei Kunden aus der Automobilindustrie und deren Zulieferern. Projektverschiebungen oder Projektabsagen können dabei bei PS zu Leerlaufkosten führen, welche aufgrund des Planungsvorlaufs nicht schnell oder nicht ausreichend durch Alternativprojekte kompensiert werden können. Der breite Branchen- und Kundenmix lässt aus Sicht von PS jedoch kein Klumpenrisiko erkennen, so dass wir dieses Risiko als niedrig ansehen. Dazu ist PS trotz der Digitalisierung vor allem auf seinen gut ausgebildeten Personalstamm angewiesen. Im Personalbereich merkt PS zuletzt deutlich, dass die Mitarbeiter eine Kompensation der gestiegenen Inflationsraten auch aufgrund der mitunter attraktiven Tarifabschlüsse in den Branchentarifverträgen oder bei relevanten, regionalen Wettbewerbern im "War of talents" erwarten. Somit kann es zu einem Anstieg der Personalkosten oder der Recuiting-Kosten über die im Businessplan eingepreisten Kostenpositionen hinauskommen. Das Risiko schätzen wir als mittel ein. Ein weiteres Risiko sieht die PS in der Kapazitätsplanung: Wenn es zu einem länger andauernden Personalausfall bei PS, zum Beispiel in für die Umsatzgenerierung relevanten Positionen kommt, kann womöglich die Umsatzmarke oder die Ergebniszielmarke nicht wie geplant erreicht werden. Um einen solchen Kapazitätsengpass zu vermeiden, versucht PS, eine gezielte und vorausschauende Personalsuche zu betreiben, wodurch wir dieses Risiko als niedrige einschätzen. Bei Investitions- und Integrationsprojekten kann im Zeitablauf ein höherer Kapitalbedarf durch neue Anforderungen entstehen. Dies gilt zum Beispiel für die Maßnahmen zur Prozessoptimierung und Digitalisierung. Hier kann es aufgrund einer höher als erwarteten Komplexität zu Zeitplan-Verschiebungen und damit zu höheren Kosten für PS kommen (z.B. bei mehr Projektstunden). Durch unsere Controlling-Maßnahmen erwarten wir, das Risiko niedrig halten zu können. 4.3) Chancen Die Notwendigkeit zur privaten Vorsorge sowie die unverändert hohe steuerliche Förderung stellen die betriebliche Altersvorsorge als zukunftsfähiges Anlageprodukt heraus. Dabei ist die betriebliche Krankenzusatzversicherung mittlerweile ergänzend in den Fokus der Arbeitgeber bei der Werbung um neue Mitarbeiter gerückt. Durch die Komplexität der verschiedenen Produkte, die richtige vertragliche Ausgestaltung sowie den Informationsbedarf der Mitarbeiter in deren verschiedenen Situationen während ihres Arbeitslebens ist eine umfassende Beratung und Betreuung ein Kernelement erfolgreicher betrieblicher Vorsorgesysteme. Damit bleibt die Chance auf Umsatz- und Ertragswachstum für PS, auch durch weitere Neumandate, bestehen. Die politischen Rahmenbedingungen bzw. deren Veränderung können in der Zukunft für PS einen zusätzlichen Wachstumsschub auslösen. Aus Sicht von PS steht fest: Die Altersvorsorge mit ihren verschiedenen Möglichkeiten ist zu komplex, um ohne Beratung und ohne spezialisierte, auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Administration auszukommen. Die besondere Chance von PS liegt in der Multiplizierbarkeit der Vertriebsprozesse. Der höchstmögliche Standardisierungsgrad in der Umsetzung der Kernkompetenz ermöglicht ein hohes Wachstumstempo beim Umsatz, während dabei die Produktionskosten weitgehend fix sind (-> siehe Risiko). Durch die digitalen Vertriebswege bietet sich hier eine große Chance, ein Umsatzwachstum ohne entsprechenden Kostenanstieg zu erzielen. Dabei kann die PS- Dienstleistung auch auf andere Produkte übertragen werden. 4.4) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind sowohl nach Anzahl, als auch der Höhe nach, nur in verschwindend geringem Umfang zu verzeichnen. PS rechnet trotz der konjunkturellen Risiken auch für das nächste Geschäftsjahr mit keinem markanten Anstieg. Lieferantenforderungen und weitere Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über Darlehen von verbundenen Unternehmen (Cash-Pooling). Für die Wachstumsfinanzierung wurde auf mittelfristige Bank-Darlehen zurückgegriffen, welche in festen Raten fristgerecht getilgt werden. Durch die Vereinbarung eines festen Zinssatzes auf niedrigem Niveau besteht für PS auf der Darlehensseite kein Zinsänderungsrisiko. Seit dem Einstieg des Gesellschafters Ecclesia besteht außerdem die Möglichkeit, innerhalb der Unternehmensgruppe Wachstumsfinanzierung zu günstigen Konditionen zu organisieren. Eine Abhängigkeit vom allgemeinen Zinsniveau oder Zinsänderungsrisiken bestehen für die PS somit nur in sehr geringem Umfang. 4.5) Fazit - Ausblick Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat deutlich gezeigt, dass die Dienstleistungsidee der PS-Unternehmensgründung nicht nur erfolgreich am Markt platziert werden konnte, sondern seitdem auch stetig weiterentwickelt wurde. Die Expertise der PS hat sich bis in die Entscheidungsebenen von Großkonzernen und Produktpartnern verbreitet, was für PS verschiedene Anfragen aus diversen Entscheider-Funktionen generiert. Die sich aus den zahlreichen Mandatierungen und Projekten ergebenden Wachstumschancen möchte PS realisieren und konnte mit dem vergangenen Geschäftsjahr dafür eine sehr gute Basis schaffen. Dabei ist es das Ziel von PS, die Rolle als einer der führenden Anbieter am deutschen Markt für die betriebliche Vorsorge-Kommunikation und -Verwaltung gemeinsam mit dem neuen Anteilseigner, der Ecclesia Gruppe, zu festigen und auszubauen. Die Nutzung von Skaleneffekten vor allem bei Großmandaten ist ein weiterer Meilenstein in der Strategie der PS, um das Umsatz- und Ertragswachstum der vergangenen Jahre fortzusetzen. Dazu bieten gerade die Digitalisierung sowie die in vielen Bereichen neu aufkommenden Software- und Prozesslösungen gute Wachstumschancen für PS, wozu PS als digitaler- und prozessaffiner bAV- und Vorsorge-Anbieter seine Marktanteile ausbauen und die eigene digitale Expertise weiter entwickeln möchte.
Erlangen, den 26.04.2024 Tobias Bailer, Geschäftsführer Marc Sontowski, Geschäftsführer Frank Buschmann, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PS-Pension Solutions GmbH, Erlangen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PS-Pension Solutions GmbH, Erlangen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PS-Pension Solutions GmbH, Erlangen, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 26. April 2024 Grant
Thornton AG
Udo Banke, Wirtschaftsprüfer Tim Neukirchner, Wirtschaftsprüfer Angaben zur FeststellungDer Jahresabschluss wurde am 24. Juni 2024 festgestellt. |
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