Concept Laser GmbH
Rudolf-Diesel-Straße 14, 96215 Lichtenfels, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Olaf Dipl.-Ing. Siebert seit 14.5.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
General Electric Company | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Concept Laser GmbHLichtenfelsJahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens, Geschäftstätigkeit Die im Jahr 2000 gegründete Concept Laser GmbH (nachfolgend kurz: Concept Laser) mit Sitz in Lichtenfels ist ein Anbieter von Maschinen- und Anlagentechnik für den 3D-Druck von Metallbauteilen. Das patentierte LaserCUSING ® -Verfahren - ein pulverbettbasiertes Laserschmelzen von Metallen - erschließt neue Freiheiten bei der Formgebung von Komponenten und erlaubt auch die werkzeuglose, wirtschaftliche Fertigung hochkomplexer Bauteile in kleineren Losgrößen. Das Unternehmen bedient von Deutschland über ein Netz von über 24 GE Additive Vertriebs- und Servicepartnern branchenübergreifend den Weltmarkt für Laserschmelzanlagen. Concept Laser bietet ein Spektrum von kleinen Anlagen (50 x 50 x 80 mm 3 ) bis hin zu Anlagen mit Bauraum (800 x 400 x 500 mm 3 ) an. Mit der Multilasertechnik ausgestattete Anlagen von Concept Laser gehören zu den weltweit hochwertigen Laserschmelzanlagen. So setzen heute die Luft- und Raumfahrt, die Automobilindustrie, die Medizintechnik, die Dentaltechnik, der Werkzeugbau und andere Branchen strategisch auf den 3D-Metalldruck als wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Fertigungsstrategie der Zukunft unter den Vorzeichen der "Industrie 4.0". Unsere Maschinen können unter anderem für die folgenden Anwendungsgebiete genutzt werden: • Die Luft- und Raumfahrt, wo statt gefräster Teile bionische, generative Leichtbauteile zum Einsatz kommen. Wichtige Kunden sind hier Unternehmen aus dem Umfeld der NASA, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), Airbus und viele andere, • Die Automobiltechnik, von Getriebegehäusen über Autositze bis hin zu technischen Bauteilen, • Die Dentaltechnik für Zahnersatz, Implantate, Brücken und Kronen, wo weltweit Dentallabore als Dienstleister auftreten, • Die Medizintechnik, d. h. medizinische Geräte, Endoskopie, Implantate oder Orthopädie, Beispiel sind Titanplatten bei Verletzungen des Schädels, Hüft- oder Wirbelsäulenimplantate, • Maschinenbauelemente und technische Bauteile, • Turbinenbau in der Energieerzeugung, • Werkzeugbau, z. B. Einsätze zur konturnahen Temperierung, • Lifestyle-Produkte, wie: Schmuck, Mode, Schuhe oder Uhren, • Prototypenbau, wie: Rapid Prototyping oder Industrial Prototyping, sowie • Kleinserien für den Rennsport Seit Ende 2016 bis zum 31. Oktober 2022 hielt die General Electric International (Benelux) B.V., Breda, Niederlande, 75 % der Anteile an Concept Laser. Ab 1. November 2022 hält die General Electric Company, Boston, USA, 100 % der Anteile. Im Verbund mit GE wird Concept Laser die Internationalisierung der LaserCUSING ® -Technologie und den weltweiten Ausbau der Märkte in Amerika und Asien vorantreiben. 1.2 Forschung und Entwicklung Der wichtigste Pfeiler der Innovationskraft des Unternehmens ist das Team hoch-qualifizierter Mitarbeiter. Concept Laser beschäftigte zum 31. Dezember 2023 insgesamt 135 Mitarbeiter (Vorjahr: 139) im Bereich Forschung und Entwicklung. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden insgesamt TEUR 4.754 (Vorjahr: TEUR 9.668) für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten aufgewendet, was etwa 6 % der Umsätze entspricht. Des Weiteren wurden Investitionen in F&E-bezogene Sachanlagen über TEUR 1.580 getätigt. In der Zusammenarbeit mit technologisch führenden Kunden, Universitäten und Forschungsinstituten werden die Anwendungen, Weiter- und Neuentwicklungen sowie Materialforschung vorangetrieben. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 wurde die Weltwirtschaft durch hohe Inflationsraten und die damit verbundene geldpolitische Straffung belastet. Die Weltwirtschaft wurde vor allem durch die starke Binnennachfrage in den USA gestützt, jedoch blieb in China das Wachstum trotz Abkehr von der Null-Covid-Politik hinter den Erwartungen zurück. Die Konjunktur in den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften entwickelte sich heterogen und insgesamt gedämpft. 1 1. Vgl. Jahresgutachten 2023/24 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S. 15-19 In den Schwellen- und Entwicklungsländern kam es ebenfalls zu einer heterogenen Entwicklung. So zeigten asiatische Länder insgesamt ein BIP-Wachstum, während die lateinamerikanischen Volkswirtschaften sich hingegen nur schwach entwickelten. 2 2. Vgl. Jahresgutachten 2023/24 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S.21 Die konjunkturelle Entwicklung des Euro-Raums war im Jahr 2023 durch die hohen Energiepreise und anhaltenden Materialengpässe belastet, wobei die Entwicklung der Dienstleistungsbranche stabilisierend wirkte. Die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Inflationsrate im Euro-Raum ist weiter gesunken und betrug im September 2023 rund 4,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. 3. 3. Vgl. Jahresgutachten 2023/24 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S. 33-39 Die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen der stark gestiegenen Energiepreise sowie dem Fachkräftemangel aufgrund der demographischen Alterung. 4 Dadurch kam es nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zu einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,3 % 5 (2022: Anstieg um 1,8 %). Die privaten Konsumausgaben waren im Jahr 2023 aufgrund der hohen Verbraucherpreise preisbereinigt um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Auch die Konsumausgaben des Staates verminderten sich im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren um 1,7 % vor allem aufgrund des Wegfalls staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen. 6. 4. Vgl. Jahresgutachten 2023/24 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S. 1 5. Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 038 vom 30. Januar 2024 6. Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 Die deutschen Exporte verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 %, während die Importe deutlich stärker um 9,7 % rückläufig waren. Dies führte dazu, dass die Außenhandelsbilanz im Jahr 2023 mit einem Überschuss von EUR 22,2 Mrd. abschloss (Vorjahr: EUR 76,0 Mrd.). 7 7. Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 044, Seite 3 vom 5. Februar 2024 Die Inflationsrate ist im Vorjahresvergleich im Jahresdurchschnitt um 5,9 Prozentpunkte gestiegen. Sie lag damit für das Jahr 2023 unter dem historischen Höchststand von 6,9 Prozentpunkte des Jahres 2022. Diese wurde vor allem durch die hohen Energiepreise und Nahrungsmittel seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine getrieben. Zeitweise wurde die hohe Inflation durch Entlastungsmaßnahmen abgemildert. Haupttreiber für den Anstieg der Inflationsrate waren wie vorher genannt höhere Energiepreise (+5,3 %), höhere Preise für Nahrungsmittel (+12,4 %) und Waren (+7,3 %). 8. 8. Vgl. Statistisches Bundesamt Pressmitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die additive Fertigung bietet unterschiedliche Technologien und Prozesse, die auf Anwendungen wie Bioprinting bis hin zu Großbauten zielen. Der Bereich der additiven Fertigung von Metallen erreichte im Jahr 2023 ein Wachstum von etwa 10 %, während es im Vorjahr ein Wachstum von ca. 14 % gab. Laut dem AM Power Report 2024 erreichte der Marktwert im Bereich der additiven Fertigung 2023 einen Gesamtwert über EUR 10,5 Mrd. (i. Vorjahr: EUR 9,5 Mrd.) mit einer erwarteten Wachstumsrate für von ca. 14 % bis 2028. 9 9. Vgl. AMPOWER GmbH & Co. KG, AMPOWER Report 2024 Management Summary Das Pulverbettverfahren, welches von Concept Laser Maschinen verwendet wird, ist im Rahmen der additiven Fertigung von Metallen eines der etablierten Verfahren. In 2023 wurden unverändert zum Vorjahr rund 40 % der Umsätze im Bereich der additiven Fertigung mit diesem Verfahren erzielt. 2.2 Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 80.643 (Vorjahr: TEUR 52.623) erzielt. Der Anstieg von etwa 53 % entspricht damit unseren letztjährigen Erwartungen und lässt sich hauptsächlich auf die Verschiebung von einigen wesentlichen Maschinenverkäufen aus 2022 in das Jahr 2023 begründen. Im Geschäftsjahr ergaben sich Weiterbelastungen aus der Colibrium Additive Gruppe in Höhe von insgesamt TEUR 12.877 (Vorjahr: TEUR 11.671). Das EBIT (definiert als Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sowie sonstige Zinsen und ähnliche Erträge) lag bei TEUR -45.565 (Vorjahr: TEUR -54.671). Die im Vorjahr prognostizierte Verbesserung des EBIT im Vergleich zum Vorjahr im niedrigeren einstelligen Prozentbereich ist somit übertroffen. Grund hierfür war im Wesentlichen eine Verschiebung von Maschinenauslieferungen in das Jahr 2023. Unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Höhe der Umsatzerlöse und das EBIT. 2.3 Ertragslage Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Ertragslage der Gesellschaft für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 80.643 (Vorjahr: TEUR 52.623) erzielt. Unsere wesentlichen Ergebnisquellen stellen der Verkauf der LaserCUSING®-Anlagen dar. Diese machen ca. 62 % der gesamten Umsätze aus. Die Umsätze verteilen sich wie folgt:
Der deutliche Anstieg ist insgesamt auf gestiegene Verkäufe von Maschinen und dem entsprechend auf höhere Serviceumsätze im Rahmen der Installation zurückzuführen, da einige Auslieferungen aus 2022 auf das Jahr 2023 verschoben wurden. Die Maschinenverkäufe in Deutschland lagen bei TEUR 305 (Vorjahr: TEUR 3.215), in EU-Ländern bei TEUR 20.693 (Vorjahr: TEUR 5.209) sowie in Drittländern bei TEUR 29.324 (Vorjahr: TEUR 25.496). Dem gegenüber lagen die Serviceumsätze in Deutschland bei TEUR 2.640 (Vorjahr: TEUR 3.494), in EU-Ländern bei TEUR 9.148 (Vorjahr: TEUR 7.597) sowie in Drittländern bei TEUR 18.533 (Vorjahr: TEUR 7.612). Die Gesamtleistung erhöhte sich daher um insgesamt TEUR 19.804 auf TEUR 66.086. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf höhere Erträge aus Währungsumrechnung (Anstieg um TEUR 722) sowie auf Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen über TEUR 931 (Vorjahr: Keine) zurückzuführen. Darüber hinaus ergaben sich 2023 Erträge aus Forschungszuschüssen über TEUR 617 (Vorjahr: Keine). Weitere Kennzahlen stellen sich für die Periode Januar bis Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Umsatzrentabilität ist aufgrund des negativen EBIT wie im Vorjahr weiterhin negativ. Die Materialaufwandsquote blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Die Abschreibungsintensität ist gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund des Anstiegs der Gesamtleistung gesunken. Darüber hinaus wurde unter Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens eine unübliche Abwertung von Vorräten über TEUR 1.115 (Vorjahr: TEUR 1.896) erfasst. Die Personalaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 61,7 % auf 49,3 % gesunken, was ebenfalls im Wesentlichen auf die gestiegene Gesamtleistung zurückzuführen ist. Als gegenläufiger Effekt sind allgemeine Gehaltssteigerungen sowie der Anstieg der Mitarbeiteranzahl zu nennen. Der leichte Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist hauptsächlich auf gesunkene Aufwendungen aus Anlagenabgängen zurückzuführen (Rückgang um TEUR 1.058). Darüber hinaus verringerten sich die Kosten für Zeitarbeit sowie Beratungskosten insgesamt um TEUR 476. Gegenläufig dazu stiegen die Aufwendungen aus der Headquarter-Weiterbelastung um TEUR 1.207 auf TEUR 12.877 an. Die Zinsaufwendungen erhöhten sich um TEUR 6.554, im Wesentlichen aufgrund einer deutlichen Anhebung der Zinssätze auf die Cashpoolverbindlichkeiten. Insgesamt stieg der Jahresfehlbetrag im Berichtsjahr auf TEUR -52.917 (Vorjahr: TEUR -26.003). Im Vorjahr waren dabei aufgrund des unterjährig gekündigten Ergebnisabführungsvertrags Erträge in Höhe von TEUR 29.494 enthalten. 2.4 Finanzlage Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns aufgrund der Zugehörigkeit zur General Electric-Gruppe im Wesentlichen über den Cash-Pool. Insgesamt hat sich die GE-interne Cash-Pool Verbindlichkeit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 17.122 verringert, was im Wesentlichen darauf zurückzuführen ist, dass mit Gesellschafterbeschluss vom 21. August 2023 eine Einlage in die freie Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zur Stärkung des Eigenkapitals über EUR 62,5 Mio. durchgeführt wurde. Zudem hat sich der Cashflow aus dem Verkauf von Sachanlagen mit EUR 3,8 Mio. ausgewirkt. Darüber hinaus liegt eine Patronatserklärung der General Electric Company hinsichtlich der Zurverfügungstellung von finanziellen Mitteln in unbegrenzter Höhe gegenüber der Gesellschaft vor, welche bis zum 15. Mai 2026 gültig ist und damit die Nichteinhaltung der sog. goldenen Bilanzregel kompensiert. Im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurden keine langfristigen Darlehen aufgenommen. 2.5 Vermögenslage Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Vermögenslage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr.
Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.517 auf TEUR 218.626. Auf der Aktivseite ist der Rückgang im Wesentlichen durch die laufenden Abschreibungen im Anlagevermögen sowie durch Fertigstellung der unfertigen Erzeugnisse sowie Absätze von fertigen Erzeugnissen und Wertberichtigungen im Vorratsvermögen bedingt. Dem gegenüber stehen gestiegene Forderungen bedingt durch den Anstieg der Umsatzerlöse. Das Anlagevermögen reduzierte sich im Wesentlichen bedingt durch laufende Abschreibungen um TEUR 6.001. Darüber hinaus ergaben sich Abgänge mit einem Restbuchwert über TEUR 3.265 was hauptsächlich auf Verkäufe von Sachanlagen zurückzuführen ist. Gegenläufig haben sich Investitionen insbesondere in technische Anlagen und Maschinen (TEUR 5.369) ausgewirkt. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 7,6 % (Vorjahr: 3,1 %). Der Anstieg bei der Eigenkapitalquote ist im Wesentlichen begründet durch die Einlage in die freie Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB über EUR 62,5 Mio., welche im August 2023 durchgeführt wurde. Gegenläufig dazu wirkte sich ein Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von TEUR 52.917 (Vorjahr: TEUR 26.003) negativ aus. Aufgrund der Restrukturierung im GE-Konzern wurde der Ergebnisabführungsvertrag mit General Electric International (Benelux) B.V., Breda, Niederlande, außerordentlich zum 31. Oktober 2022 gekündigt. Somit bezieht sich der Jahresfehlbetrag des Vorjahres auf den Zeitraum vom 1. November bis 31. Dezember 2022. Die Verbindlichkeiten aus der Cash-Pool-Finanzierung sind mit einem Rückgang über TEUR 17.122 maßgeblich für den Rückgang auf der Passivseite verantwortlich. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die oben beschriebene Zuzahlung in die Kapitalrücklage zurückzuführen. Die Rückstellungen für Steuern betragen wie im Vorjahr Null. Gegenläufig dazu erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen um TEUR 3.354 auf TEUR 9.179, was insbesondere auf höhere Rückstellungen für Boni sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zurückzuführen ist. Die Rückstellungen für Pensionen erhöhten sich aufgrund laufender Zuführungen sowie Mitarbeitertransfers von anderen GE-Gesellschaften um TEUR 1.157 auf TEUR 3.757. Die erhaltenen Anzahlungen reduzierten sich um TEUR 6.156, was im Wesentlichen auf die Finalisierung größerer Projekte im Geschäftsjahr zurückzuführen ist. 2.6 Gesamtaussage für das Geschäftsjahr 2023 Die Gesellschaft blickt auf ein Geschäftsjahr zurück, welches weiterhin durch den von Russland geführten Krieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen Unsicherheiten und Kostensteigerungen auf den Beschaffungsmärkten geprägt wurde. Die Umsatzerlöse entwickelten sich trotzdem im Einklang mit unseren Erwartungen aus dem Vorjahr und stiegen um ca. 53 %. Das EBIT verbesserte sich 2023 deutlich um TEUR 9.106 auf TEUR -45.565. Die Geschäftsentwicklung hinsichtlich des EBIT liegt somit über unseren Erwartungen aus dem Vorjahr. Die Entwicklung ist auf die Verschiebung der Maschinenlieferungen aus 2022 in das Geschäftsjahr 2023 und somit im Geschäftsjahr 2023 realisierte Marge zurückzuführen. Des Weiteren wurde das EBIT durch Sondereffekte aus der Veräußerung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (TEUR 931; Vorjahr: Aufwand in Höhe von TEUR 1.058) sowie Forschungszuschüsse in Höhe von TEUR 617 (Vorjahr: TEUR 0) positiv beeinflusst. Die Gesellschaft zeigt sich trotz aller einhergehenden Unsicherheiten fähig, schnell Kapazitäten und Strukturen anzupassen. Durch die breite Aufstellung mit Kunden verschiedener Branchen und Industrien wird es der Gesellschaft auch zukünftig möglich sein, konjunkturellen und/oder zyklischen Bewegungen entgegenzusteuern. Dies wirkt sich in schwierigen Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft stabilisierend auf die Ertrags- und damit auch die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft aus. 3 Prognose Im ersten Quartal 2024 konnte keine Erholung der Konjunktur verzeichnet werden, was hauptsächlich auf die Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen zurückzuführen ist. Das ifo-Institut geht derzeit davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt 2024 aufgrund von Konsumzurückhaltung, gestiegenen Preisen und Zinsen sowie der schwachen Weltkonjunktur nur um ca. 0,2 % ansteigen wird. 10 10 Vgl. ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 Kalender- und saisonbereinigt ist der Auftragseingangsindex im verarbeitenden Gewerbe im März 2024 um 6,7 Punkte im Vergleich zum Dezember 2023 gesunken. 11 11 Vgl. Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/_inhalt.html 239654 Für die additive Fertigung wird insgesamt erwartet, dass sich ab 2025 eine erneute Steigerung der Wachstumsraten erzielen lassen wird. Bis 2028 rechnet man mit einem Wachstum der Branche um 13,9 % im Vergleich zu 2023. 12 12 Vgl. AMPOWER Report 2024 Auch wenn die Auswirkungen dieser Ereignisse zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unseres Berichts mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind, gehen wir davon aus, dass viele dieser Auswirkungen in Bezug auf Nachfrage, Rentabilität und Cashflows in absehbarer Zukunft anhalten werden. Solche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die erforderlichen Abhilfemaßnahmen werden vom Management auch im Geschäftsjahr 2024 überwacht und bewertet. Wir haben eine Beurteilung der Unternehmensfortführung für einen Zeitraum von 12 Monaten ab dem Datum der Aufstellung des Jahresabschlusses durchgeführt, wobei auch Ereignisse berücksichtigt wurden, die vernünftigerweise über diesen Erwartungshorizont hinaus vorhersehbar sind. Im Ergebnis wird die Gesellschaft bei Bedarf auf den Cash-Pool des GE-Konzerns zuzugreifen über ausreichende Mittel verfügen, um ihre Verbindlichkeiten bei Fälligkeit für diesen Zeitraum zu begleichen. Darüber hinaus ist geplant, eine Schwestergesellschaft rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die Concept Laser zu verschmelzen, wodurch sich das Eigenkapital um voraussichtlich EUR 67,7 Mio. erhöhen wird. Der Cash-Pool-Saldo der Schwestergesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist mit EUR 67,2 Mio. ebenfalls positiv und somit wird die Verschmelzung auch die Cash-Pool-Verbindlichkeit und die daraus resultierende Zinsbelastung bei der Concept Laser reduzieren. Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Basierend auf den oben dargestellten Annahmen rechnen wir für das Jahr 2024 insgesamt mit einem Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich sowie mit einer EBIT-Verbesserung im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Ist-Zahlen des ersten Quartals 2024 decken diese Erwartungen bereits ab. Der Auftragseingang liegt im ersten Quartal 2024 allerdings unter den Erwartungen. 4 Risikomanagementsystem, Chancen- und Risikobericht 4.1 Risikomanagementsystem Ein strukturierter und disziplinierter Ansatz im Umgang mit Risiken ist als Unternehmen, das in einer globalen und diversifizierten Organisation wie GE eingebettet ist, wichtig, um sicherzustellen, dass die strategischen Ziele erreicht werden und ausschließlich solche Risiken akzeptiert werden, die angemessen ausgeglichen werden. Ziel ist es, sowohl strategische als auch geschäftsspezifische Risiken aufzudecken, zu überwachen und durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Die Beurteilung von Risiken sowie das Risikomanagement liegen in der Verantwortung des jeweiligen Managements und werden von Risk Managern durchgeführt, die in die jeweiligen Geschäftsbereiche integriert sind. Es erfolgt keine Quantifizierung der Risiken, da dies auch zur internen Steuerung unterbleibt. Da wir wirksame Maßnahmen für die Risiken getroffen haben, erwarten wir keinen wesentlichen Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei Eintritt dieser Risiken. Die nennenswertesten Herausforderungen sehen wir für unser Unternehmen im Wachstum unserer Branche und des Unternehmens im Speziellen. Das Unternehmen wird weiter Anstrengungen unternehmen müssen, einen stabilen und qualitativen Produktionsprozess bei mittelfristigem Wachstum zu etablieren. Dem steht eine wachsende Branche des Additiven 3D-Metalldrucks gegenüber. Ein weiterer Ausbau der globalen Präsenz unseres Unternehmens sowie die Etablierung unserer Technologie und Produktqualität ist erforderlich, um an diesem Wachstum teilhaben zu können. Unseres Erachtens überwiegen die Chancen, sodass Concept Laser in Zukunft kontinuierlich wachsen kann. 4.2 Chancenbericht Die Einbindung von Concept Laser in den GE-Konzernverbund sowie die enge weltweite Verknüpfung der GE-Gesellschaften stellt die wichtigste Chance der Gesellschaft dar. Die Struktur des globalen GE-Konzerns befindet sich weltweit permanent in der Weiterentwicklung und bietet so Chancen im Hinblick auf Stabilität und Wachstum der einzelnen Tochtergesellschaften. Durch die breite Diversifizierung ist die GE-Gruppe in der Lage, Schwankungen in der Geschäftsentwicklung der einzelnen Bereiche sowie Risiken und Verluste auszugleichen. Über die interne Finanzierungstätigkeit (Cash-Pooling) werden Risiken der Fremdfinanzierung reduziert. Die GE-Gesellschaften können jederzeit schnell auf entsprechende Finanzierungsmittel zugreifen. Dies sichert die Zukunft der operativen Gesellschaften und gibt Möglichkeiten für den Ausbau von wichtigen Geschäftsbereichen. Die Luft- und Raumfahrtindustrie steigt in die 3D-Druck-Technologie ein. Derzeit werden Qualifizierungsprogramme gefahren, an deren Ende der Nachweis und die Befähigung erbracht wird, aus dem Schichtbauverfahren flugfähige Produkte herzustellen. Erste Bauteile sind bereits für die Serie qualifiziert. Aufgrund des bevorstehenden Serienstarts in diversen Bereichen der Luft- und Raumfahrt ist eine erhöhte Nachfrage nach Produktionsanlagen zu erwarten. Die Luft- und Raumfahrt ist weiterhin ein zentraler Bereich in den Investitionstätigkeiten der Gesellschaft. Dies trifft auch auf die Medizintechnik zu, speziell bei Herstellung von Implantaten bzw. Knochenersatzmaterial. Aufgrund der Qualitätssicherungssoftware QM Meltpool 3D, die die Qualität der hergestellten Bauteile schon während des Bauprozesses beurteilen kann, ist das Unternehmen für diese kommenden Anforderungen gerüstet und besitzt an dieser Stelle wichtige Alleinstellungsmerkmale, die das Unternehmen von seinen Wettbewerbern differenzieren. Diese Entwicklungen sind zudem patentrechtlich geschützt und international angemeldet. Darüber hinaus steigen weitere Schlüsselindustrien, wie die Automobilindustrie, in die Technologie ein, und auch dort sind Zuwächse bereits in naher Zukunft zu erwarten. Um die weitere Geschäftsentwicklung voranzutreiben und um das mittelfristige Umsatzwachstum umsetzen zu können, hat Concept Laser bereits im Jahr 2019 den Produktionsteil des neuen Firmengebäudes am bisherigen Standort in Lichtenfels bezogen. Das Verwaltungsgebäude konnte im Jahr 2021 in Betrieb gehen. Mit dem GE Additive Lichtenfels Campus schafft Concept Laser die strukturellen Rahmenbedingungen für das erwartete Umsatzwachstum. Concept Laser kann durch den Campus auch in Zukunft einer möglichen starken Nachfrage gerecht werden, da die neue Gebäudeinfrastruktur Erweiterungsoptionen offenlässt. Die Produktionsverlagerung der EBM-Maschinen von Schweden sowie die geplante Verlagerung der Binder-Jet-Produktion aus den USA nach Lichtenfels stellen dabei zusätzliche Chancen dar, den Standort zu stärken und weiteres Wachstum zu sichern. 4.3 Risikobericht Die folgenden Risiken sind - gemessen am Schadenspotenzial - in absteigender Bedeutung (nach Berücksichtigung von Gegenmaßnahmen) gereiht. Sie beziehen sich dabei auf das Jahr 2024. Branchenspezifische und technische Risiken Die Additive Fertigung mit metallischen Pulverlegierungen etabliert sich weltweit zu einer Schlüsseltechnologie. Wachstumsraten sind weiterhin zu erwarten und werden von auf diesen Bereich fokussierten Marktstudien prognostiziert. Aus diesem Grund wird es für unser Unternehmen eine der wesentlichen Aufgaben und Herausforderungen sein, das Wachstum, das der Markt generiert, zu bewältigen. Hierzu sind die internen Prozesse stetig an die Herausforderungen, die mit diesem Wachstum einhergehen, anzupassen und weiterzuentwickeln. Wir arbeiten auf einer neuen technologischen Plattform. Hier stehen wir immer wieder vor neuen technischen Herausforderungen, vor allem durch das hohe Wachstum der Branche bedingt. Diesen technischen Herausforderungen begegnen wir durch umfangreiche F&E-Maßnahmen, um somit einen Innovationsvorsprung gegenüber unseren Wettbewerbern zu haben. Hoch qualifizierte Mitarbeiter darüber hinaus bilden die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von Concept Laser. Um die Mitarbeiterzufriedenheit weiter auf hohem Niveau zu halten, zahlen wir Löhne und Gehälter, die in einer jährlichen Überprüfung und Anpassung im Vergleich zum Wettbewerb stehen. Weiterhin bieten wir unseren Mitarbeitern zahlreiche Sozialleistungen wie die Übernahme von Kita-Gebühren an. Dieses Risiko ist das bedeutendste Risiko für die Gesellschaft. Krieg in der Ukraine Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Die Auswirkungen des Krieges sind aufgrund der aktuell damit verbundenen hohen Ungewissheit weiterhin nur schwer abzuschätzen. Wir gehen davon aus, dass der Krieg keine wesentlichen Effekte auf unsere Umsatzerlöse haben wird, da die Gesellschaft bislang ohnehin nur geringfügige Geschäftsbeziehungen mit Russland oder der Ukraine hatte. Auf der Beschaffungsseite können Kostensteigerungen insbesondere aufgrund gestiegener Rohstoff- und Energiepreise eine negative Auswirkung auf das EBIT haben. Wir schätzen dieses Risiko als hoch ein. Betriebsrisiken Prozessrisiken, Kostenrisiken (insbesondere Energie-, Rohstoff- und Transportkosten), und IT-Risiken stellen weitere Betriebsrisiken der Gesellschaft dar. Zur Prävention dieser Risiken hat die Gesellschaft integrierte Kontrollen, Prüfungen der internen Revision und Analysen der Kostenstruktur installiert. Ein Regelwerk steuert die Vorgehensweise. Realisierten Risiken stehen zum Zwecke der Schadensbegrenzung verschiedene, global verwaltete Versicherungsabschlüsse gegenüber. Strategischen Risiken aufgrund der Marktpositionierung bzw. Geschäftsrisiken wird durch Diversifizierung Rechnung getragen. Regelmäßige Portfolio- und Plan-Ist-Analysen sollen ein regelmäßiges Monitoring gewährleisten. Wir schätzen die Betriebsrisiken insgesamt als eher hoch ein. Risiken hinsichtlich der Lieferantenstruktur Die Gesellschaft bezieht bislang wesentliche Teile für die Fertigung von einem Hauptlieferanten. Dem Risiko der Abhängigkeit von diesen Lieferanten begegnen wir mit einer geplanten weiteren Ausweitung der Lieferantenstruktur, sodass wir dieses Risiko als moderat einschätzen. Ertragsorientierte Risiken Die Additive Fertigung mit metallischen Pulverlegierungen steht am Übergang von einer Prototypenbau-Technologie zur industriell eingesetzten Produktionstechnologie. Damit verbunden ist die Abnahme von höheren Maschinenstückzahlen einzelner Kunden. Der Bedarf an Anlagen kann sich in kurzer Zeit multiplizieren. Es wird eine der wesentlichen Erfolgsfaktoren des Unternehmens werden, ob dieser Bedarf in ausreichendem Maße und Qualität bedient werden kann. Bei in Zukunft größeren Einzelaufträgen könnten Preisnachlässe gefordert werden, die einen gewissen Druck auf die Marge ausüben. Ferner könnte der interne Ausbau von Kapazitäten zu Sprungfixkosten führen, die temporär ebenfalls Auswirkungen auf die Ertragslage haben. Um dies zu vermeiden, planen wir unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage langfristig. Daher schätzen wir dieses Risiko als moderat ein. Compliance-Risiken Die Einhaltung von gesetzlichen Rahmenbedingungen stellt ein wesentliches Element der Geschäftspolitik dar. Die GE-Konzernunternehmen sind einer Vielzahl von gesetzlichen Vorgaben ausgesetzt. Die Mitarbeiter mit Kontakt zu Kunden und Lieferanten im In- und Ausland werden seitens der globalen Compliance-Abteilung in Seminaren geschult. Hierbei wird über die Regelungen des nationalen Wettbewerbsrechts sowie insbesondere des EU-Rechts informiert. Zusätzlich wird die Umsetzung der internen Anweisungen und implementierten Compliance-Prozesse durch die Compliance-Organisation unter der Leitung von Executive Compliance-Managern überwacht, so dass wir dieses Risiko als niedrig einschätzen. Risiken hinsichtlich Absatz- und Kundenstruktur Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Daher wird dieses Risiko als niedrig eingeschätzt. Weitere Finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft erwirtschaftete in den letzten sieben Geschäftsjahren Jahresfehlbeträge. Gründe hierfür waren neben den Investitionen für den Aufbau globaler Vertriebs- und Marketingstrukturen auch die Erweiterung des Geschäftsbetriebs sowie der Aufbau des Bereichs Forschung und Entwicklung sowie Kundenreklamationen. Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling des GE-Konzerns eingebunden. Die Geschäftsführung geht derzeit davon aus, dass entsprechende Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 160,5 Mio. gezahlt werden können. Die Liquidität der Concept Laser ist aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling des GE-Konzerns gesichert; die Gesellschaft wird aber auch zukünftig auf die Aufrechterhaltung dieser Maßnahmen angewiesen sein. Es liegt eine Patronatserklärung der Gesellschafterin vor, welche bis zum 15. Mai 2026 gültig ist. Darüber hinaus ist geplant, eine Schwestergesellschaft rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die Concept Laser zu verschmelzen, wodurch sich das Eigenkapital um EUR 67,7 Mio. erhöhen werden wird. Der Cash-Pool-Saldo der Schwestergesellschaft zum 31. Dezember 2023 ist mit EUR 67,2 Mio. positiv und somit wird die Verschmelzung auch die Cash-Pool-Verbindlichkeit und die daraus resultierende Zinsbelastung bei der Concept Laser reduzieren. Daher schätzen wir dieses Risiko als gering ein. Sollte es der Gesellschaft nicht gelingen, die zuvor beschriebenen Risiken zu eliminieren, bzw. sind die beschriebenen Gegenmaßnahmen nicht hinreichend wirksam, könnten diese zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Ebenso könnten die Chancen zu positiven Auswirkungen führen. Zusätzliche Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind oder die noch nicht als wesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftstätigkeit in der Zukunft beeinträchtigen. Insgesamt erwarten wir keinen Eintritt von Risiken, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Für das Geschäftsjahr 2024 sind uns derzeit keine Hinweise zu bestandsgefährdenden Risiken bekannt.
Lichtenfels, den 31. Juli 2024 Concept Laser GmbH Die Geschäftsführung Dr. Andreas Leßmann, Geschäftsführer Daniel Freudenberg, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und 264 ff. HGB (in der im Geschäftsjahr geltenden Fassung) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Dieser Jahresabschluss besteht aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang und wird um einen Lagebericht ergänzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Wir haben den Jahresabschluss aufgrund einer gesicherten Liquiditätslage unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Bezüglich der Erläuterungen zur Liquiditätslage sowie der Unternehmensplanung verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht unter 3. "Prognose" und 4.3 "Risikobericht". Die Concept Laser GmbH hat ihren Sitz in Lichtenfels. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Coburg unter der Nummer HRB 3228 eingetragen. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesen Anhang aufgenommen und erläutert. Mit Wirkung zum 10. Oktober 2022 hat der Mehrheitsgesellschafter (General Electric International (Benelux) B.V., Breda, Niederlande) die bis dahin von den Minderheitsgesellschaftern gehaltenen Anteile vollständig erworben. Mit Wirkung zum 31. Oktober 2022 hat die General Electric International (Benelux) B.V. wiederum ihre Anteile an die General Electric Company, Boston, USA, veräußert. Aufgrund der Restrukturierung im GE-Konzern wurde der Ergebnisabführungsvertrag mit General Electric International (Benelux) B.V., Breda/Niederlande außerordentlich zum 31. Oktober 2022 gekündigt. Die Finanzierung der Gesellschaft wird weiterhin über die Einbindung in das Cash Pooling des GE-Konzerns sichergestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die, im Wesentlichen unveränderten, nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Liegt der beizulegende Wert voraussichtlich dauerhaft unter dem Buchwert, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Fremdkapitalzinsen wurden in die Herstellungskosten nicht miteinbezogen. Liegt der beizulegende Wert voraussichtlich dauerhaft unter dem Buchwert, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (Gebäude 40 Jahre, Technische Anlagen zwischen 2 und 20 Jahren, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 16 Jahren) und planmäßig linear vorgenommen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter wurden ab einem Wert von EUR 250,00 bis EUR 800,00 entsprechend der steuerlichen Regelung im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Erworbene Anlagegüter, deren Anschaffungskosten größer als 800,00 EUR sind, werden planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die Vollkosten. Dabei werden neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Erfüllungsbetrag passiviert; vom Wahlrecht zur offenen Absetzung von den Vorräten wurde kein Gebrauch gemacht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen älter als ein Jahr werden um 100 % einzelwertberichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abzuzinsen. Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten zum Nominalwert bewertete Ausgaben oder Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %) und auf Basis der Heubeck "Richttafeln 2018 G". Des Weiteren wurden eine Einkommens- bzw. Rentendynamik von 3,25 % bzw. 2,15 % sowie eine durchschnittliche Mitarbeiterfluktuation von 5 % angenommen. Aufgrund von gesetzlichen Bewertungsvorschriften ergab sich bei den Pensionen ein Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre (1,82 %) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74 %). Dieser Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beläuft sich auf insgesamt TEUR 48 zum 31. Dezember 2023 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verpflichtungen mit einem voraussichtlichen Erfüllungszeitraum von mehr als einem Jahr werden fristadäquat mit den von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssätzen abgezinst. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung umfassen vor allem Personalkosten, Materialkosten, Abschreibungen und Instandhaltung der Laboreinrichtungen sowie Kosten aus vertraglich vereinbarter Technologieentwicklung. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Geschäftsjahr ergaben sich keine außergewöhnlichen Abschreibungen aufgrund der vollständigen außerplanmäßigen Abwertung von Maschinen (Vorjahr: TEUR 818). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zum 31. Dezember 2023 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 327 (Vorjahr: TEUR 193) wertberichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit TEUR 7.444 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 4.689) sowie keine sonstigen Forderungen (Vorjahr: TEUR 498). Die Restlaufzeit sämtlicher Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von TEUR 1.818 (Vorjahr: TEUR 2.190) Steuererstattungsansprüche aus der Umsatzsteuer. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen mit einer Restlaufzeit größer als einem Jahr. 3. Eigenkapital Mit Gesellschafterbeschluss vom 21. August 2023 wurde eine Einlage in die freie Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 62.500 durchgeführt. Die Zahlung erfolgte am 31. August 2023. Die Kapitalrücklage entfällt damit wie im Vorjahr in voller Höhe auf freie Kapitalrücklagen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen über TEUR 3.508 (Vorjahr: TEUR 2.517), Garantierückstellungen in Höhe von TEUR 1.445 (Vorjahr: TEUR 1.018), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 3.610 (Vorjahr: TEUR 1.888) sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Absatzgeschäften über TEUR 357 (Vorjahr: TEUR 383). 5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten gesichert.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 14.597 (Vorjahr: TEUR 14.543) sowie Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool in Höhe von TEUR 160.518 (Vorjahr: TEUR 177.640) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von TEUR 394 (Vorjahr: TEUR 491) enthalten. 6. Latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern gem. § 274 Abs. 1 HGB beruht auf temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Bilanzansatz der folgenden Bilanzposten bei einem effektiven Steuersatz von 29,13 % (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 13,30 % für die Gewerbesteuer):
Insgesamt ergibt sich ein Aktivüberhang. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Geschäftsbereichen und geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen über TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 129) sowie Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 991 (Vorjahr: TEUR 269). Darüber hinaus sind Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von TEUR 931 (Vorjahr: Keine) erfasst worden. 3. Materialaufwendungen Im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses wurde festgestellt, dass in vergangenen Perioden in der Gewinn- und Verlustrechnungsposition "Aufwendungen für bezogene Leistungen" fälschlicherweise bestimmte Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren ausgewiesen wurden. Die Korrektur des Ausweises erfolgte im Geschäftsjahr 2023. Dieser Fehler hatte sowohl in der Vergangenheit als auch im Geschäftsjahr 2023 keinen Einfluss auf die Höhe des Materialaufwandes bzw. des EBITs oder des Jahresergebnisses der Gesellschaft, die richtig dargestellt waren. Zur Erhöhung der Vergleichbarkeit wurde der Ausweis des Vorjahres in der Gewinn - und Verlustrechnung angepasst. Die Materialaufwendungen beinhalteten im Vorjahr periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.496 aufgrund einer 2022 durchgeführten Verrechnungspreiskorrektur, welche sich auf das Jahr 2021 bezog. 2023 sind keine periodenfremden Aufwendungen angefallen. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen mit TEUR 12.877 (Vorjahr: TEUR 11.671) eine Weiterbelastung von Headquarter-Kosten, Instandhaltungskosten über TEUR 3.900 (Vorjahr: TEUR 3.884), Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen über TEUR 386 (Vorjahr: TEUR 1.443), Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Aufwendungen aus uneinbringlichen Forderungen insgesamt über TEUR 414 (Vorjahr: TEUR 64), Rechts- und Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 435), Mietaufwendungen über TEUR 524 (Vorjahr: TEUR 534), Energiekosten über TEUR 1.983 (Vorjahr: TEUR 2.611), Reisekosten über TEUR 865 (Vorjahr: TEUR 666) sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 386 (Vorjahr: TEUR 625). 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 28) Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sowie TEUR 7.318 (Vorjahr: TEUR 790) Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash Pooling. 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten im Berichts- und im Vorjahr keine Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern. V. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden ebenso wie im Vorjahr keine gem. § 251 HGB anzugebenden Haftungsverhältnisse. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 1.155 (Vorjahr: TEUR 894) und teilt sich wie folgt auf:
Im Gesamtbetrag sind keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. 3. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. 4. Geschäftsführung
Die Geschäftsführer können von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit werden. 5. Bezüge der Geschäftsführung Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen. 6. Konzernverhältnisse Unsere Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der General Electric Company, Boston, USA, und wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis aufstellt. Der Konzernabschluss der Muttergesellschaft ist elektronisch in der EDGAR-Datenbank der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) abrufbar. 7. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
8. Nachtragsbericht Anfang Juni 2024 wurde eine Lagerhalle aufgrund schwerer Regenfälle zum Teil überflutet. In dieser Halle waren Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit Anschaffungskosten über ca. EUR 5,0 Mio. gelagert, während der Buchwert nach Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2023 etwa EUR 2,8 Mio. betrug. Teile, die längere Lieferzeiten haben (Anschaffungskosten über ca. EUR 1,5 Mio.), werden aktuell geprüft und einer Reinigung unterzogen. Aufgrund der festgelegten Selbstbeteiligung erwarten wir keine Versicherungsentschädigung aufgrund dieses Vorfalls. Insgesamt gehen wir davon aus, dass dieses Ereignis keine wesentlichen Auswirkungen auf unseren Produktionsplan und somit auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben wird. Weitere besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses nicht vor. 9. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 160). Darüber hinaus wurden vom Abschlussprüfer keine weiteren Bestätigungsleistungen oder sonstige Leistungen erbracht.
Lichtenfels, den 31. Juli 2024 Concept Laser GmbH Die Geschäftsführung Dr. Andreas Leßmann, Geschäftsführer Daniel Freudenberg, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Concept Laser GmbH, Lichtenfels Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Concept Laser GmbH, Lichtenfels, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht Concept Laser GmbH, Lichtenfels, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 31. Juli 2024 Deloitte
GmbH
Julius Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer Julija Bender, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss wurde am 6. August 2024 festgestellt. |
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