Becker + Armbrust GmbH
Tobias-Magirus-Straße 100, 15236 Frankfurt (Oder), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johannes Behrens seit 9.1.2026 | Prokura |
Robert Enge seit 17.9.2024 | Geschäftsführer |
Nancy Halbing seit 12.7.2024 | Prokura |
Gerold Münster seit 7.2.2022 | Geschäftsführer |
Moritz Lindner seit 20.3.2017 | Prokura |
Thomas Jakob Becker seit 22.4.2013 | Geschäftsführer |
Annemarie, geb. Jester Becker seit 13.10.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Becker + Armbrust GmbHFrankfurt (Oder)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023I. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Chancen- und Risikobericht IV. Prognosebericht I. Grundlagen und Geschäftsmodell des UnternehmensDie Becker + Armbrust GmbH bietet als drittgrößte operative Gesellschaft der Jakob Becker Gruppe seit mittlerweile mehr als drei Jahrzehnten vornehmlich in den Bundesländern Brandenburg und Berlin ihre Entsorgungsdienstleistungen an. Mit ihren bestehenden Niederlassungen in Frankfurt / Oder, Ludwigsfelde, Eisenhüttenstadt, Kolkwitz (OT Krieschow), Berlin, Fürstenwalde, Bad Belzig (OT Schwanebeck) und Königs Wusterhausen besitzt die Gesellschaft hervorragende infrastrukturelle Voraussetzungen, um den unterschiedlichsten Kundenbedürfnissen innerhalb der Bereiche Industrie, Gewerbe, Kommunen und Privathaushalte Rechnung tragen zu können. Dabei umfasst ein in den letzten Jahren sukzessiv erweitertes Dienstleistungsspektrum im Wesentlichen die folgenden Bereiche:
Während die operativen Tätigkeiten zur Erbringung der unterschiedlichsten Entsorgungsdienstleistungen sowie diverse Verwaltungsleistungen in den einzelnen Niederlassungen der Becker + Armbrust GmbH dezentral abgewickelt werden, hat man aus Effizienzgründen zentrale betriebliche Funktionsbereiche wie strategisches Management, Controlling, Finanzen, Finanzbuchhaltung, Einkauf, IT, Qualitätsmanagement sowie Recht und Versicherung in die geschäftsleitende Holding der Jakob Becker Gruppe ausgelagert. Bereits seit einigen Jahren sind die beiden Tochtergesellschaften Feigel Umwelt-Service GmbH und BER GmbH über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge an die Becker + Armbrust GmbH angebunden. Die Feigel Umwelt-Service GmbH fungiert dabei als Spezialdienstleister in den Segmenten Kanaldienstleistungen und Sonderabfallentsorgung und betreibt zudem verschiedene Abfallbehandlungsanlagen. In der am Standort Ludwigsfelde ansässigen Beteiligungsgesellschaft BER GmbH werden hingegen die Aktivitäten im Bereich der Elektronikschrottaufbereitung gebündelt. Nach der erfolgreichen Integration der zum 01. Januar 2022 übernommenen ARNDT-Umweltpraxis GmbH können im Bereich der gefährlichen Abfälle nun vermehrt Aufträge zur Beseitigung von Kontaminationen, Tankreinigungen, der Rückbau von Anlagen in kontaminierten Bereichen sowie die Verpackung und Einordnung von Chemikalien an den Anfallstellen abgewickelt werden. Im Berichtsjahr konzentrierte sich die Geschäftsleitung vor allem auf die Fertigstellung des neuen Standorts in Kolkwitz (OT Krieschow). Im Dezember 2023 konnte die aufgrund der Rekultivierungsmaßnahmen ehemaliger Braunkohlelagerstätten geplante Verlagerung des bisher genutzten Standorts somit erfolgreich abgeschlossen werden. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene RahmenbedingungenIm Jahr 2023 mussten die Unternehmen wiederum unter schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen agieren. Trotz einer langsamen Erholung von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und den massiven Preissteigerungen im Bereich der Energiekosten infolge des von Russland geführten Angriffskrieges gegen die Ukraine sorgten neue Herausforderungen wie die Eskalation bestehender bzw. neuer Kriege für weitere Unsicherheiten. Geopolitische Ereignisse wie der neu entfachte Konflikt im Nahen Osten sowie die bestehenden Spannungen zwischen den USA und China belasteten die Entwicklung der Weltwirtschaft und können zu neuen Energiekrisen und verstärkter Fluchtmigration führen. Zudem bremsten hohe Inflationsraten und ein signifikanter Anstieg der Zinsen die Wachstumsdynamik der weltweiten Konjunktur entsprechend ein. Aus der Gemeinschaftsdiagnose der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute vom März 2024 geht hervor, dass der Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts im Berichtsjahr 2,7% betrug und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres lag. Auf nationaler Ebene bescheinigen die Experten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute der deutschen Wirtschaft eine schwache Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr und bezeichnen diese im internationalen Vergleich sogar als angeschlagen. Dies belegen auch die Daten des Statistischen Bundesamts mit einem um 0,2% unter dem Vorjahreswert liegendenpreisbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP). Ein höheres Zinsniveau innerhalb eines inflationären Umfelds entfaltete dabei auch im Inland negative Wirkungen auf die Investitionstätigkeit und das Konsumverhalten der Bürger. Eine spürbare Eintrübung der Baukonjunktur und eine geringere Nachfrage nach Bauleistungen in Deutschland lassen sich auf gestiegene Materialkosten und unterbrochene Lieferketten zurückführen. Die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt war im Verlauf des Jahres 2023 von einer zunehmenden Arbeitskräfteknappheit geprägt. Dies wird sich aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland in den kommenden Jahren noch spürbar verschärfen. Längst herrscht eine große Diskrepanz zwischen dem Bedarf der Unternehmen an qualifizierten Mitarbeitern und dem Angebot auf dem Arbeitsmarkt, was auch der Verschiebung des Verhältnisses von Erwerbstätigen zu Ruheständlern geschuldet ist. Dabei fehlen nicht nur qualifizierte Fachkräfte sondern zunehmend auch Arbeitskräfte aller Qualifikationsstufen. Die Suche nach Mitarbeitern mit adäquaten Fähigkeiten und Kenntnissen stellt die Unternehmen bereits seit geraumer Zeit vor größere Herausforderungen. Neben einer schwächelnden Konjunktur wirkten sich auch erhöhte Krankenstände entsprechend negativ auf den Arbeitsmarkt aus. Insgesamt weist die Gemeinschaftsdiagnose der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute die Anzahl der Erwerbstätigen im Inland mit 45,9 Mio. aus. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt führte im Vorjahresvergleich zu einer leicht erhöhten Arbeitslosenquote in Höhe von 5,6%. In den kommenden Jahren stehen die Unternehmen der Entsorgungsbranche bezüglich der Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ökologie vor weiteren großen Herausforderungen. Da Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft bereits seit vielen Jahren auf der Agenda der Marktteilnehmer in der Branche stehen, gilt es mit aller Kraft den erforderlichen Umbau der Wirtschaft diesbezüglich aktiv mitzugestalten. Dabei sehen sie die systemische Einführung der Circular Economy in allen Bereichen als eine große Chance, um das Klima und die Umwelt nachhaltig zu schonen. Mit dem Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft als fundamentaler Bestandteil des sogenannten europäischen Green Deals sind neben den Unternehmen selbst auch die Behörden und die Verbraucher gleichermaßen gefordert ihren Beitrag zur Erreichung der ambitionierten Ziele zu leisten. Dabei soll eine Vielzahl an Maßnahmenpaketen das übergeordnete Ziel eines klimaneutralen Europas bis zum Jahr 2050 sicherstellen. Insbesondere die Reduzierung der Netto-Treibhausgasemissionen, die dauerhafte Entkoppelung des Wirtschaftswachstums von der Ressourcennutzung, der Schutz der Menschen vor umweltbedingten Risiken sowie die Wiederherstellung der Biodiversität müssen in diesem Kontext mit aller Kraft vorangetrieben werden. Die Kreislaufwirtschaft kann einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung nachhaltiger Wirtschaftsstrukturen leisten. In diesem Kontext ist jedoch auch die Politik gefordert, zeitnah verlässliche Rahmenbedingungen mit praxistauglichen Lösungen zu schaffen. Nur so können die vorhandenen Standortdefizite des rohstoffarmen Industriestandortes Deutschland entsprechend gemindert werden. Die Abfallwirtschaft und das Abfallrecht haben sich in den letzten Jahren mit einer Vielzahl an gesetzlichen Änderungen zu einer immer komplexer werdenden Materie entwickelt, was die Unternehmen der Entsorgungsbranche bei der Umsetzung der zum Teil komplexen juristischen Sachverhalte zunehmend fordert. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat es in vielen Bereichen Änderungen bzw. Neujustierungen im Abfallrecht gegeben. Exemplarisch kann man an dieser Stelle die Mehrwegangebotspflicht im Rahmen der Änderung des Verpackungsgesetzes (VerpackG2), die europaweiten Änderungen der Gefahrgutvorschriften für den Straßenverkehr (ADR), die EU-Batterieverordnung sowie die nach mehrjährigen Diskussionen in Kraft getretene Mantelverordnung nennen. Hinzu kamen neue gesetzliche Anforderungen und entsprechende Berichtspflichten im Rahmen des Inkrafttretens des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) ab 01. Januar 2023 und des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) am 02. Juli 2023 sowie die Ausweitung der Mautpflicht zum 01. Dezember 2023. All diese und noch weitere nicht genannte neue Anforderungen stellen bei einer zeitnahen, ordnungsgemäßen Umsetzung enorme Herausforderungen und auch erhebliche Kosten für die Unternehmen und hierbei insbesondere für die mittelständischen Marktteilnehmer dar. 2. GeschäftsverlaufNachdem die Becker + Armbrust GmbH in 2022 das erfolgreichste Geschäftsjahr ihrer Firmengeschichte absolviert hat, konnte die Gesellschaft im Berichtsjahr den positiven Trend der vergangenen Jahre nicht weiter fortsetzen. Signifikante Umsatzverluste gehen einerseits auf Folgeeffekte des Ukrainekonfliktes und der damit verbundenen Energiekrise sowie andererseits auf fehlendes Projektgeschäft infolge einer rezessiven wirtschaftlichen Entwicklung im Land Brandenburg zurück. Hierbei konnten insbesondere rückläufige Umsätze aus Leistungen im Umfeld von Großbaustellen und der Tesla Gigafactory nicht entsprechend kompensiert werden, so dass die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer Betriebsleistung in Höhe von TEUR 69.496 um TEUR 17.126 (-19,8%) deutlich hinter dem Vorjahresniveau zurückgeblieben ist. Dabei entfielen rund TEUR 67.860 auf die Umsatzerlöse, TEUR 19 auf Bestandsveränderungen und TEUR 1.617 auf die sonstigen betrieblichen Erträge. Zudem erschwerte der zunehmende Arbeits- und Fachkräftemangel die Abwicklung des operativen Geschäfts. Um dieser Entwicklung entsprechend zu entgegnen, wurde die Vernetzung der Personal- und Führungsarbeit zwischen den Teilkonzernen Becker + Armbrust GmbH und Becker Umweltdienste GmbH weiter verbessert. Auch in den Bereichen Vertrieb und Stoffstrommanagement sollen übergreifende Verantwortungsbereiche für zusätzliche Synergien sorgen. Innerhalb des operativen Betätigungsfeldes der Becker + Armbrust GmbH erwiesen sich im Berichtsjahr wiederholt die Segmente Rohr- und Kanaldienstleistungen und sonstige Dienstleistungen als leistungsstärkste Segmente. Trotz vorhandener Schwierigkeiten und einer im allgemeinen schwachen Auftragslage konnte die Niederlassung Frankfurt / Oder im Rahmen der Dienstleistungen für die Tesla Gigafactory den Leistungsumfang weiterentwickeln. Dabei wurde der Schwerpunkt von der nachlassenden Baustellenaktivität nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts auf andere Dienstleistungen im Rahmen der Werksentsorgung verlegt. Während die Zwischenlagerung und Verwertung von Abwässern aus der Lackiererei künftig in werkseigenen Anlagen von Tesla erfolgen soll, konnten neue Dienstleistungen entlang des Einbaus der Energiezellen in die Fahrzeuge (Entpacken der angelieferten Akkumulatoren sowie Behandlung und Transport der Verpackungen aus Holz) übernommen werden. In der Niederlassung Eisenhüttenstadt konnte im Berichtsjahr die Betriebsleistung weiter ausgebaut werden. Eine im 4. Quartal 2023 erreichte Genehmigungserweiterung am Standort soll künftig für deutliche Verbesserungen im operativen Geschäftsbetrieb sorgen. Die Niederlassung Ludwigsfelde hatte gegenüber dem Vorjahr insbesondere durch Verluste von Großaufträgen und rückläufiger Wertstofferlöse und dabei vornehmlich im Bereich PPK erhebliche Umsatzverluste zu verzeichnen. Zudem sind aufgrund von Personalknappheit die Aufwendungen für Leiharbeitnehmer erheblich gestiegen, was insgesamt zu einem deutlich hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Jahresergebnis führte. Aufgrund dieser Situation wurden im Berichtsjahr weitere erforderliche Maßnahmen zur Restrukturierung eingeleitet. Dabei lag der Fokus insbesondere auf Veränderungen in den Prozessen, der Logistik, der Anlagentechnik und der Infrastruktur. Die Geschäftsführung sieht weiterhin an dem größten und anlagenintensivsten Standort der Becker + Armbrust GmbH in Ludwigsfelde das größte Wachstumspotenzial. Schwierig gestaltet sich jedoch nach wie vor die Rekrutierung von qualifizierten und leistungsfähigen Mitarbeitern. Aufgrund der Nähe zu Berlin und auch der Gigafactory von Tesla in Grünheide konkurrieren viele Arbeitgeber nun verstärkt um die knappe Ressource Personal in dieser Region. Im Dezember 2023 konnten die operativen Tätigkeiten der Niederlassung Cottbus planmäßig an den neu errichteten Standort Kolkwitz (OT Krieschow) verlagert werden. Die fortschreitende Flutung eines ehemaligen Braunkohletagebaus und der dadurch entstehende Cottbuser Ostsee sowie das damit verbundene Erlöschen der Betriebsgenehmigung am Altstandort waren die Gründe für die Errichtung eines neuen Betriebsstandortes. Mit dem vollzogenen Umzug wurde auch der Name der Niederlassung von Cottbus auf Lausitz geändert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Ergebnis der Niederlassung auch von den rückläufigen Wertstofferlösen im Bereich PPK sowie dem Verlust von Großaufträgen negativ beeinflusst, so dass die gesteckten Ziele nicht erreicht werden konnten. In der Niederlassung Fürstenwalde wurden die Planziele im Berichtsjahr deutlich verfehlt, was insbesondere auf rückläufige Schrotterlöse zurückzuführen ist. Hier konnte die Niederlassung in den Vorjahren von dem Bauvorhaben der Tesla Gigafactory in Grünheide profitieren. Bei der auf Kunststoffrecycling spezialisierten Niederlassung PAV in Königs-Wusterhausen haben sich die prozessualen Veränderungen sowie die durchgeführten technischen Verbesserungen weiter positiv auf die Standortentwicklung ausgewirkt. Der Preisverfall in der Kunststoffvermarktung und der wirtschaftlich bedingte Rückgang der Nachfrage nach Rezyklaten führte jedoch zu einem rückläufigen Geschäftsvolumen, so dass die Niederlassung im Ergebnis sowohl im Vorjahresvergleich als auch hinter der Planerwartung zurückgeblieben ist. Am Standort der Biogasanlage in Schwanebeck wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die Baugenehmigung für den Ersatzneubau des Vorlagebehälter sowie den Rückbau des Bestandsbehälters erteilt. Die Umsatzentwicklung dieser Anlage wurde im Berichtsjahr durch die Ausnahmesituation an den Energiemärkten im ersten Quartal zunächst positiv beeinflusst. Im weiteren Verlauf des Jahres sorgte jedoch dieser fehlende positive Strompreiseffekt bei annähernd gleich hohen Gestehungskosten für ein deutlich hinter den Erwartungen zurück gebliebenes Ergebnis. Die beiden bereits seit vielen Jahren erfolgreich am Markt agierenden Tochtergesellschaften Feigel Umwelt-Service GmbH und BER GmbH sind über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge an die Becker + Armbrust GmbH angebunden. Bei der Feigel Umwelt-Service GmbH konnte im Berichtsjahr der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigert werden, so dass die Gesellschaft zum Bilanzstichtag ein nahezu auf Planniveau liegendes Ergebnis ausweist. Dabei galt es auf eine veränderte Auftragslage bei einem Großkunden entsprechend zu reagieren. Dies ist insbesondere durch die Akquisition weiterer Dienstleistungen im Bereich Havarie-Management gelungen. Darüber hinaus konnte die Gesellschaft vom Anstieg der zu entsorgenden Mengen an gefährlichen Abfällen partizipieren. Somit konnten Mengen- und Umsatzverluste in anderen Segmenten erfolgreich kompensiert werden. Im Berichtsjahr wurden zudem die Voraussetzungen geschaffen, das bereits bei einem Großkunden erfolgreich realisierte Havarie-Konzept auch anderen Kunden als Dienstleistung anbieten zu können. Die im Bereich der Elektronikschrottaufbereitung tätige BER GmbH konnte das Geschäftsjahr erneut mit einem deutlich über den geplanten Werten liegenden Ergebnis abschließen. Die ARNDT-Umweltpraxis GmbH baute das Standardgeschäft der Verpackung und Verwertung von Chemikalien insbesondere bei Instituten, Laboren, Schulen und Universitäten weiter erfolgreich aus. Fehlende größere Projekte im Bereich Tank- und Industriereinigung sowie bei der Schadstoffsanierung und fehlendes Personal sorgten trotz einer Ergebnisverbesserung gegenüber den Vorjahreswerten für eine Verfehlung der gesteckten Planziele. In der zweiten Jahreshälfte ist es jedoch gelungen neues Fachpersonal zu gewinnen. Zum Jahresbeginn 2023 sind die beiden Geschäftsführer und ehemaligen Gesellschafter der ARNDT-Umweltpraxis GmbH, Herr Andreas Arndt und Herr Michael Heilmann, planmäßig aus dem Unternehmen ausgeschieden. Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr von Herrn Christian Sommer ausgeübt, welcher bereits im Vorjahr zum Geschäftsführer bestellt wurde. Am 31. Dezember 2023 waren in der Becker + Armbrust GmbH 370 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 361 Mitarbeiter), davon 244 gewerbliche Arbeitnehmer, 116 Angestellte sowie 10 Auszubildende. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt verschärft sich zunehmend und zwingt die Unternehmen die Personalarbeit verstärkt in den Fokus zu rücken. Ein sich spürbar verschärfender Arbeits- und Fachkräftemangel erschwert die Suche nach qualifizierten und leistungsfähigen Mitarbeitern auch in der Entsorgungsbranche erheblich. Mittlerweile sehen die Geschäftsführung und die Personalleitung der Becker + Armbrust GmbH die Situation am Arbeitsmarkt als ein großes Hemmnis für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung an. Um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern, rückt neben der Akquise gut ausgebildeter Fachkräfte auch die Bindung des vorhandenen qualifizierten Personals immer mehr in den Vordergrund der Personalarbeit. a) ErtragslageDen nachfolgenden Ausführungen über die Ertragslage der Gesellschaft liegt die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens zugrunde.
Ein Rückgang der Betriebsleistung um 19,8% auf TEUR 69.496 verbunden mit einem um 25,5% verminderten Materialaufwand in Höhe von TEUR 41.241 führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem im Vergleich zum Vorjahr um 9,7% verminderten Rohergebnis in Höhe von TEUR 28.256. Unter Berücksichtigung der Erhöhungen bei den Personalaufwendungen um TEUR 1.005 und bei den Abschreibungen um TEUR 72 sowie Reduzierungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.099 errechnet sich ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR -1.067. Die vorgenannten Effekte sowie ein Finanzergebnis in Höhe von TEUR 1.187 (davon aus den Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen mit der Feigel Umwelt-Service GmbH TEUR 1.236 und mit der BER GmbH TEUR 185 sowie Beteiligungserträge von der Clean-Kanalsanierung GmbH in Höhe von TEUR 75) führten letztendlich zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 121. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie der sonstigen Steuern verbleibt ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 176. Das Ergebnis vor Zins, Steuer, Abwertung und Abschreibung (EBITDA) lag im Berichtsjahr bei TEUR 2.918, was einer EBITDA-Marge von 4,20% (Vorjahr: 6,76%) entspricht. b) FinanzlageDie Eigenkapitalquote der Becker + Armbrust GmbH hat sich zum Bilanzstichtag im Vorjahresvergleich um 0,77% (absolut) auf nunmehr 47,28% vermindert. Bei einer leicht verminderten Bilanzsumme und einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 176 sorgte die in 2023 erfolgte Gewinnausschüttung für eine Reduzierung bei Eigenkapital und Eigenkapitalquote. Die Gesellschaft weist im Branchenvergleich jedoch nach wie vor eine äußerst komfortable Eigenkapitalausstattung aus. Im Bereich des Fremdkapitals besitzt die Becker + Armbrust GmbH zum 31. Dezember 2023 insgesamt 58 Darlehen bei 3 verschiedenen Kreditinstituten. Im Berichtsjahr wurden 28 Finanzierungen komplett getilgt und 17 neue Darlehen bei Kreditinstituten mit einem Volumen von insgesamt TEUR 5.029 aufgenommen. Unter Berücksichtigung der vorgenommenen Tilgungen in Höhe von TEUR 2.855 ergibt sich zum Bilanzstichtag ein im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.174 erhöhter aggregierter Darlehensstand. Die langjährige reibungslose Zusammenarbeit mit den externen Refinanzierungspartnern möchte die Becker + Armbrust GmbH auch in Zukunft so beibehalten. Ergänzend zu den externen Finanzierungsangeboten bietet die Holding der Becker-Firmengruppe ihren Tochtergesellschaften flexible Möglichkeiten der Mittelanlage bzw. Mittelaufnahme zu attraktiven Konditionen. Insgesamt wurden Investitionen in Höhe von TEUR 5.239 (Vorjahr: TEUR 8.969) getätigt. Dabei entfielen TEUR 5.224 auf Investitionen in das Sachanlagevermögen und TEUR 15 auf Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände. Der größte Teil der Investitionen innerhalb der Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.539 wurde in Gebäude und Anlagen im Bau sowie Außenanlagen investiert. Dabei entfielen im Wesentlichen TEUR 1.743 auf die Errichtung des neuen Betriebsgrundstückes in Kolkwitz sowie TEUR 401 auf weitere Ausbauarbeiten an der Biogasanlage in Schwanebeck. Weitere Schwerpunkte bildeten im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in den Fuhrpark in Höhe von TEUR 1.175, in Maschinen und Betriebsvorrichtungen in Höhe von TEUR 725 und in diverse Behältersysteme in Höhe von TEUR 595. Die restlichen Investitionen innerhalb der Sachanlagen verteilen sich auf Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattungen (TEUR 94), auf geleistete Anzahlungen (TEUR 56) sowie auf Geringwertige Wirtschaftsgüter (TEUR 39). Während bereits in der Jahresplanung für 2023 ein positives Cash-Flow-Statement mit TEUR 509 verabschiedet wurde, erhöhte sich der Finanzmittelfonds gemäß Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem vorherigen Bilanzstichtag lediglich um TEUR 48. Trotz einer defensiven Investitionstätigkeit entfaltet das enttäuschende Ergebnis aus dem operativen Geschäft an dieser Stelle deutliche Wirkung. Dennoch war die Becker + Armbrust GmbH im Berichtsjahr jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. c) VermögenslageDie Bilanzsumme der Becker + Armbrust GmbH betrug am 31. Dezember 2023 TEUR 41.924 und lag damit 2,8% unter dem Vorjahreswert von TEUR 43.151. Auf der Aktivseite resultiert dies aus einer Minderung des Umlaufvermögens um 14,0% im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 15.093 sowie einem um 4,8% erhöhten Anlagevermögen auf nunmehr TEUR 26.750.
Innerhalb des Anlagevermögens waren Steigerungen bei den immateriellen Vermögensgegenständen um TEUR 9, bei den Grundstücken und Geschäftsbauten um TEUR 5.065 und bei den technischen Anlagen und Maschinen um TEUR 629 zu verzeichnen. Dem standen Minderungen bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen um TEUR 690 und bei den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau um TEUR 3.789 gegenüber. Die Reduzierung des Umlaufvermögens resultiert aus Minderungen bei den Vorräten um TEUR 34, bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.397, bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 521 und bei den Forderungen gegen beteiligte Unternehmen um TEUR 26. Dem standen Erhöhungen bei den sonstigen Vermögensgegenständen um TEUR 227 und beim Kassenbestand bzw. Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 289 gegenüber. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrug TEUR 25 und aktive latente Steuern werden in Höhe von TEUR 56 ausgewiesen. Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages in Höhe von TEUR 176 und der Verteilung des Jahresergebnisses 2022 errechnet sich auf der Passivseite ein reduziertes Eigenkapital in Höhe von TEUR 19.824. Die Rückstellungen beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 4.024, während sich die Verbindlichkeiten insgesamt um TEUR 910 auf TEUR 18.076 erhöhten. Dabei waren Anstiege der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 2.415 und der Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen um TEUR 95 zu verzeichnen. Dem standen Minderungen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 350, bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 1.158 und bei den sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 91 gegenüber. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenInnerhalb der Jakob Becker Gruppe werden zur Steuerung der derzeit 29 Konzerngesellschaften im Wesentlichen die nachfolgend aufgeführten finanziellen Leistungsindikatoren herangezogen:
Trotz einer zunehmenden Dynamik an vielen Märkten inklusive auftretender Preis- und Mengenschwankungen sehen wir unser langjährig bestehendes Reporting-System als geeignetes Steuerungsinstrument sowohl für das Management der Holding als auch für die Verantwortlichen der operativen Einheiten an. Differenzierte unterjährige Plan-Ist-Abweichungsanalysen erlauben dabei eine gezielte und zeitnahe Identifizierung von kritischen Kosten- bzw. Erlösfaktoren in den einzelnen Niederlassungen, Profitcentern und bei Kostenträgern. Innerhalb der letzten Dekade konnte die Betriebsleistung der Becker + Armbrust GmbH um durchschnittlich 5,5% gesteigert werden, während die mittlere gewichtete Umsatzrendite im gleichen Zeitraum 1,5% betrug. Sowohl das Jahresergebnis in Höhe von TEUR -176 als auch der Cash-Flow in Höhe von TEUR 3.808 verfehlten jedoch im Berichtsjahr die geplanten Werte deutlich. Die Investitionstätigkeit lag im Berichtsjahr mit TEUR 5.239 deutlich unter der durchschnittlichen Investitionstätigkeit der letzten drei Geschäftsjahre (TEUR 6.035). 4. GesamtaussageInsgesamt konnte die Becker + Armbrust GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht an die positive Entwicklung der Vorjahre anknüpfen. Im Berichtsjahr musste die Gesellschaft deutliche Umsatzverluste infolge einer rezessiven wirtschaftlichen Entwicklung im Land Brandenburg sowie einem stark rückläufigen Projektgeschäft verkraften. Zudem haben auch Folgeeffekte des Ukrainekonfliktes und die damit verbundene Energiekrise die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflusst. Erschwert wurde das operative Geschäft auch zunehmend durch den sich verschärfenden Arbeits- und Fachkräftemangel. Vor allem überproportional gestiegene Personalkosten belasteten die Gewinn- und Verlustrechnung über Gebühr. Insgesamt gesehen konnte die Ertragslage der Gesellschaft die Erwartungen in keinerlei Hinsicht erfüllen. Hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage lässt sich konstatieren, dass eine langjährig positive Geschäftsentwicklung in den letzten Jahrzehnten und eine defensive Ausschüttungspolitik der Gesellschafter im Branchenvergleich für eine nach wie vor hervorragende Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft sorgen. Für ihre Kunden hat die Becker + Armbrust GmbH ihre Dienstleistungspalette im Entsorgungsbereich seit ihrer Gründung im Jahr 1990 kontinuierlich weiterentwickeln können. Rund um das Thema Entsorgung gilt die Gesellschaft in den Bundesländern Brandenburg und Berlin seit vielen Jahren als verlässlicher Partner.
Trotz der im Rahmen von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen abgeführten Ergebnisse der Feigel Umwelt-Service GmbH und der BER GmbH sowie dem Beteiligungsertrag von der Clean-Kanalsanierung GmbH ist es der Becker + Armbrust GmbH im Berichtsjahr nicht gelungen ein positives Ergebnis auszuweisen. Die gesteckten Planziele für das Jahr 2023 wurden sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis deutlich verfehlt. III. Chancen- und RisikoberichtDie Geschäftsaktivitäten der Becker + Armbrust GmbH sind mit Risiken aber auch mit Chancen verbunden, wobei die Risiken sowohl durch externe Faktoren als auch durch das eigene Handeln im unternehmerischen Alltag hervorgerufen werden können. Im Bereich der allgemein kaum beeinflussbaren Risiken sind vor allem die zunehmenden geopolitischen Spannungen, klimabedingte Extremwetterereignisse, weitere Pandemien, Terroranschläge oder auch Turbulenzen auf den Finanzmärkten anzuführen. Zudem beeinflussen Lieferengpässe, hohe Energie- und Rohstoffpreise, ein außerordentlich schneller technologischer Wandel sowie die voranschreitende Digitalisierung die wirtschaftliche Entwicklung in allen Branchen erheblich. Insgesamt ist eine fundierte Abschätzung des Umfangs und der Dauer von wirtschaftlichen Folgen aus diesen genannten und weiteren Risikofaktoren mit starken Unsicherheiten behaftet. Die Risiko- und Chancenlage für die Firmen der Jakob Becker Gruppe wird auch weiterhin von einem dynamischen Marktumfeld in der Entsorgungsbranche geprägt. Dabei sieht das Management neben den bereits genannten und als wesentlich erachteten allgemeinen Risiken auch den Umgang mit Veränderungen der branchenbezogenen Rahmenbedingungen innerhalb der Entsorgungswirtschaft und der damit einhergehenden Vielzahl an jährlichen Neuerungen innerhalb der Gesetzgebung als wichtige Aufgabe einer verantwortungsvollen Risikopolitik an. Im Bereich der operationalen Risiken stuft man innerhalb der Jakob Becker Gruppe auch die im Folgenden beschriebenen Risikofelder als wesentlich ein:
Die beschriebenen Risiken und auch derzeit noch nicht bekannte Risiken können die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft jederzeit nachhaltig beeinflussen oder auch negativen Einfluss auf bereits getroffene Prognosen haben. Mit den Möglichkeiten des integrierten Risikomanagementsystems werden die Verantwortlichen der Becker + Armbrust GmbH in die Lage versetzt die wesentlichen Risiken frühzeitig zu identifizieren, entsprechend zu bewerten sowie auf veränderte Risikolagen angemessen reagieren zu können. Um eine verantwortungsvolle Risikopolitik zur Erreichung der gesetzten finanziellen und strategischen Unternehmensziele entsprechend sicherstellen zu können, muss ein adäquater Umgang mit vorhandenen Unsicherheiten sowie eine zeitnahe Umsetzung von Maßnahmen zur Risikoreduzierung stets im Vordergrund stehen. Dabei sollte ein vorausschauendes und effizientes Risikomanagement mit einer aktiven Risikosteuerung stets dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit folgen und den Fokus auf die wesentlichen Risiken richten, wobei das Eintreten von Risiken auch trotz umfangreicher Analysen niemals ausgeschlossen werden kann. In der Jakob Becker Gruppe werden überschaubare Risiken kontrolliert eingegangen, um damit verbundene Wachstumspotenziale und Ertragschancen auch entsprechend nutzen zu können. Zudem ermöglicht ein konsequentes Erschließen neuer Chancen die Sicherung sowie den Ausbau der eigenen Wettbewerbsfähigkeit. Bei der Verfolgung der Hauptziele einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes und der Bestandssicherung wird ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken angestrebt, wobei die Sicherung der kurz- und langfristigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften stets im Vordergrund steht. Zur Erreichung einer angemessenen Risikokultur und einem wirkungsvollen Risikomanagement definiert die Holding der Jakob Becker Gruppe mit Prozessvorgaben, Richtlinien und Vorschriften die wesentlichen Regelungen für die verschiedenen Fachabteilungen der Unternehmen des Konzerns, welche in dem Handbuch zum Internen Kontrollsystem (IKS, Stand 31.12.2022) verankert sind. Zu deren Einhaltung und permanenten Überprüfung sind in allen wichtigen Entscheidungsfeldern des Unternehmens entsprechende Kontrollmechanismen implementiert. Die Erstellung des Konzernabschlusses wird zentral durch die Holding der Jakob Becker Gruppe durchgeführt. Des Weiteren stellt das Berichtswesen ein wesentliches Element zur laufenden Überwachung der wirtschaftlichen Risiken dar. Dabei werden neben der externen Berichterstattung auch speziell an die Bedürfnisse eines mittelständischen Unternehmens angepasste monatliche interne Auswertungen in Form diverser Abweichungsanalysen erstellt. Diese nutzen die Entscheidungsträger auf verschiedenen Ebenen des Konzerns zur Analyse und Diskussion der wesentlichen Finanzkennzahlen und möglichen Abweichungen von den geplanten Werten. Mit Hilfe dieser Reporting-Systeme und den damit verbundenen Berichtsprozessen können auch unterjährig auftretende Risiken zeitnah lokalisiert bzw. entsprechend untersucht werden. Unter Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen innerhalb der einzelnen Risikofelder und unserer Stellung im Markt sieht die Geschäftsführung in ihrer Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancenlage im Berichtsjahr keine Risiken als existent an, die sowohl als lokal auftretende Einzelrisiken als auch als konzernübergreifende Risiken die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigen könnten oder als existenzgefährdend einzustufen wären. IV. PrognoseberichtAufgrund anhaltender und nach wie vor ungeklärter geopolitischer Spannungen mit den entsprechenden Auswirkungen auf das makroökonomische Umfeld unterliegen die Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 auch weiterhin hohen Unsicherheiten. Schwierige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen mit den bestehenden Inflations- und Rezessionsrisiken, hohen Zinsen, Material- und Lieferengpässen, einem zunehmenden Fachkräftemangel und deutlich steigenden Lohnkosten gestatten derzeit keinen zu optimistischen Ausblick. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen geht die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose in ihrer Frühjahrsprojektion von leicht verbesserten Aussichten für die Weltkonjunktur aus. Dabei veranschlagt sie für das aktuelle Jahr ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,5% und für das darauffolgende Jahr 2025 ein Wachstum von 2,6%. Bezüglich der Inflationsraten erwarten die Experten einen deutlichen Rückgang in 2024 auf 2,6% und prognostizieren für das Folgejahr eine Entwicklung in Richtung der 2%-Marke. Für die deutsche Wirtschaft rechnen die Ökonomen mit Steigerungen des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts für 2024 um 0,1% und für 2025 in Höhe von 1,4% sowie Arbeitslosenquoten von 5,8% für das Jahr 2024 und 5,5% für das Folgejahr. Trotz eines insgesamt enttäuschend verlaufenen Geschäftsjahres ging die Geschäftsführung mit einer optimistischen Grundhaltung in die Jahresplanung 2024. Im Planansatz für das Geschäftsjahr 2024 (TEUR 1.166) wurden gegenüber der Jahresplanung des Vorjahres bereits um 27,0% (TEUR 248) erhöhte Ertragserwartungen berücksichtigt. Dies ist insbesondere auf erhöhte Gewinnerwartungen für die Beteiligungsgesellschaften zurückzuführen. Im Vergleich zu den Ist-Werten des Jahres 2023 geht die Geschäftsführung der Becker + Armbrust GmbH in ihrer Jahresplanung für das Jahr 2024 von einer um TEUR 221 gestiegenen Betriebsleistung in Höhe von TEUR 69.717 und einem um TEUR 1.343 verbesserten Jahresergebnis in Höhe von TEUR 1.166 aus. Die leichte Erhöhung der Betriebsleistung im Planansatz für 2024 resultiert dabei im Wesentlichen aus Mehrumsätzen infolge durchgeführter Preisanpassungen zu Beginn des neuen Geschäftsjahres, welche deutlich verminderte Erlöse aus Projektgeschäften und der Sekundärrohstoffvermarktung entsprechend überkompensieren. Nachdem im Dezember 2023 die operativen Tätigkeiten der Niederlassung Cottbus planmäßig in den neu errichteten Standort Kolkwitz (OT Krieschow) verlagert wurden, sollte der Rückbau des ehemaligen Betriebsstandortes der Niederlassung Cottbus im Jahr 2024 planmäßig abgeschlossen werden. Bei den drei über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge an die Becker + Armbrust GmbH angebundenen Tochtergesellschaften Feigel Umwelt-Service GmbH, BER GmbH und ARNDT-Umweltpraxis GmbH (zum 01. Januar 2024) geht die Geschäftsführung in der Jahresplanung 2024 von in Summe gegenüber dem Vorjahr um TEUR 310 verbesserten Ergebnisbeiträgen in Höhe von TEUR 1.731 aus. Erweiterungen der bereits bestehenden Geschäftsführungen wurden zu Beginn des Jahres 2024 mit den Bestellungen von Herrn Johannes Behrens bei der Feigel Umwelt-Service GmbH und bei der ARNDT-Umweltpraxis GmbH vorgenommen. Die Clean-Kanalsanierung GmbH sollte sich wie in den Vorjahren auch weiterhin als rentable Beteiligung erweisen. Nach einem außergewöhnlich schlechten Start ins aktuelle Geschäftsjahr wurden die verabschiedeten Planziele bisher deutlich verfehlt und die Geschäftsführung der Becker + Armbrust GmbH steht vor enormen Herausforderungen zur kurz- bzw. mittelfristigen Konsolidierung der Gesellschaft. Als Hauptursachen für diese negative Entwicklung sind der spürbar ins Stocken geratene Bausektor in Berlin, die beobachtbaren Rückgänge im produzierenden Gewerbe, rückläufige Erlöse aus der Vermarktung von Wertstoffen sowie deutliche Personalkostensteigerungen anzuführen. Zudem hat sich in den ersten Monaten des Jahres 2024 ein erhöhter Einsatz von Leiharbeitern infolge des zunehmenden Arbeitskräftemangels negativ auf die Ergebnisentwicklung ausgewirkt. Die Tochtergesellschaften Feigel Umwelt-Service GmbH, BER GmbH und ARNDT-Umweltpraxis GmbH sind hingegen gut in das Geschäftsjahr 2024 gestartet, so dass bei allen drei Gesellschaften die Planerwartungen bisher übertroffen wurden. Aufgrund der guten Marktstellung der Becker + Armbrust GmbH, der überdurchschnittlich guten Eigenkapitalausstattung sowie der Einbindung in den Konzernverbund geht die Geschäftsführung vor dem Hintergrund der hervorragenden Infrastruktur davon aus, die Gesellschaft nach Konsolidierung mittelfristig auf den Wachstumspfad zurückführen zu können.
Frankfurt / Oder, im Juli 2024 Annemarie Becker Thomas Becker Jens-Christian Sommer Gerold Münster Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Frankfurt/Oder, den 04.07.2024 Annemarie Becker Thomas Becker Gerold Münster Jens-Christian Sommer Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar 2023 - 31. Dezember 2023
Frankfurt/Oder, den 04.07.2024 Annemarie Becker Thomas Becker Gerold Münster Jens-Christian Sommer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023AnhangI. Allgemeine Angaben zum UnternehmenDie Becker + Armbrust GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt / Oder. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt / Oder unter HRB 424 FF eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des JahresabschlussesDer vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB als große Kapitalgesellschaft einzustufen. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel und Verbindlichkeitenspiegel). Für die Bilanz wird das gesetzliche Gliederungsschema des § 266 HGB verwendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze wurden beibehalten. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, vollständig im Anhang aufgeführt. Der Ausweis der Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen der Becker-Gruppe orientiert sich am Konsolidierungskreis der Jakob Becker GmbH & Co. KG, Mehlingen (Konzernholding). III. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Beim beweglichen Sachanlagevermögen erfolgten die Abschreibungen linear, im Zugangsjahr zeitanteilig. Im Geschäftsjahr angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 800,00 EUR wurden in voller Höhe abgeschrieben. Bei den Anlagegegenständen, bei denen zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen wurden entsprechend dem Grad der Fertigung zu den angefallenen Herstellungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wurde durch Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihrem Nominalwert bewertet. Die aktive Rechnungsabgrenzung betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Latente Steuern ergeben sich zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen. Die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wurden unverrechnet angesetzt. Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 10 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene Rechnungszinsfuß von 1,82% (VJ.: 1,78%) angesetzt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellung wurde der 10-Jahres-Durchschnittssatz verwendet (ehemals 7-Jahres-Durchschnittssatz). Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 558 unterliegt nach § 253 (6) S. 2 HGB einer Ausschüttungssperre. Der Wertansatz der bestehenden Pensionsrückstellung erfolgt gemäß des IDW Rechnungshinweis: Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen (IDW RH FAB 1.021). Der Ansatz der Pensionsrückstellung folgt dem Primat der Aktivseite. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren einzelnen Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, wie er von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. IV. Angaben zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023 ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB in der Anlage zum Anhang dargestellt. FinanzanlagenDer Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB gliedert sich wie folgt:
1) vor Ergebnisabführung 2) Angaben betreffen das Geschäftsjahr 2023 3) Angaben betreffen das Geschäftsjahr 2022 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen:
Forderungen gegen beteiligte Unternehmen bestehen:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die Forderungen gegen beteiligte Unternehmen sind vollständig, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Aktive RechnungsabgrenzungDie aktive Rechnungsabgrenzung beträgt TEUR 25 und setzt sich wie folgt zusammen:
Latente SteuernFür temporär abweichende Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz wurden folgende latente Steuern gebildet:
Bei der Bewertung wurde ein Steuersatz von rund 29,7% zu Grunde gelegt. Der Betrag in Höhe von TEUR 56 ist ausschüttungsgesperrt. EigenkapitalDie Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Das Stammkapital in Höhe von 15.000.000,00 EUR wird zu 100% von der Jakob Becker GmbH & Co. KG, Mehlingen gehalten und ist voll eingezahlt. PensionsrückstellungenDer Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen betrug zum Stichtag TEUR 374. Für die Pensionsverbindlichkeit existiert eine Rückdeckungsversicherung, die gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Verpflichtung in der Bilanz saldiert ausgewiesen wird. Der beizulegende Zeitwert des Anspruchs aus der Rückdeckungsversicherung beträgt TEUR 307. Im Finanzergebnis wurden entsprechend die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Aufzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen saldiert. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung beträgt TEUR 11, während sich der Ertrag aus der Rückdeckungsversicherung auf TEUR 9 beläuft. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Personalkosten (TEUR 382), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 49), Entsorgungskosten (TEUR 183), Instandhaltungen (TEUR 104), Rückbauverpflichtungen (TEUR 308), ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 582), Archivierungskosten (TEUR 20) sowie Sonstige (TEUR 144) gebildet. VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem als Anlage beigefügten Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen:
Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen bestehen:
Haftungsverhältnisse nach § 251 HGBDie nach § 251 HGB anzugebenden Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 4.227 entfallen auf Verbindlichkeiten aus Gewährleistungs- und Ausführungsverträgen. Auf Grund der fortlaufenden Erfüllung der verbürgten Vertragsverhältnisse schätzen wir die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme derzeit als gering ein. Sonstige finanzielle VerpflichtungenSonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich wie folgt:
V. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich nach ihren Tätigkeitsbereichen wie folgt:
Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 fast ausschließlich im Inland erzielt worden. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus:
Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen:
Zinsen und ähnliche AufwendungenIn den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 11 enthalten. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Ertragsteuern in Höhe von TEUR 9 entfallen mit TEUR 18 auf das Ergebnis des laufenden Jahres, mit +10 auf Steuererstattungen für Vorjahre sowie Aufwendungen aus latenten Steuern TEUR 2. VI. Sonstige AngabenUnternehmensorganeIm Geschäftsjahr waren zum Geschäftsführer bestellt:
Frau Annemarie Becker und Herr Thomas Becker sind einzelvertretungsberechtigt. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Geschäftsführerbezüge betrugen TEUR 353. Anzahl der MitarbeiterDie nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen durchschnittlich beschäftigt:
AbschlussprüferhonorareDer Honoraraufwand des Abschlussprüfers, der FWP EURO AUDIT GmbH, Worms, beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 27 und betrifft ausschließlich die Abschlussprüfungsleistungen. KonzernverhältnisseDer Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Jakob Becker GmbH & Co. KG, Mehlingen, als oberster Muttergesellschaft einbezogen. Dieser wird nach den gesetzlichen Bestimmungen beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht. Der Konzernabschluss, der nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird, kann dort eingesehen werden. Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der Becker + Armbrust GmbH nach § 291 HGB gibt es dadurch nicht. Sonstige AngabenMit der Feigel Umwelt-Service GmbH, als beherrschtem Unternehmen, ist am 11.12.2003 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen worden, der am 22.12.2003 ins Handelsregister eingetragen wurde. Dieser Vertrag wurde am 29.09.2021 geändert. Tag der Eintragung war der 20.10.2021. Mit der BER GmbH, als beherrschtem Unternehmen, ist am 15.12.2017 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem 01.01.2018 abgeschlossen worden, der am 19.01.2018 ins Handelsregister eingetragen wurde. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme von EUR 41.923.510,71 sowie einem Jahresfehlbetrag von EUR 176.470,02 festzustellen und den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt/Oder, den 04.07.2024 Annemarie Becker Thomas Becker Gerold Münster Jens-Christian Sommer Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB zum 31.12.2023der Becker + Armbrust GmbH
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Von den Verbindlichkeiten sind insgesamt TEUR 7.686 durch Sicherungsübereignungen, Grundschulden, Bürgschaften und Abtretungen gesichert. Diese entfallen in voller Höhe auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Becker + Armbrust GmbH PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Becker + Armbrust GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Becker + Armbrust GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Worms, den 19. Juli 2024 FWP
EURO AUDIT GmbH
Theo Reiß, Wirtschaftsprüfer GesellschafterbeschlussDie Jakob Becker GmbH & Co. KG mit Sitz in Mehlingen, vertreten durch deren Komplementärin, die Becker Verwaltungs-GmbH, diese wiederum vertreten durch ihre Geschäftsführerin Frau Annemarie Becker und ihren Geschäftsführer Herrn Thomas Becker, ist alleinige Gesellschafterin der im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt/Oder unter HRB424 FF eingetragenen Becker + Armbrust GmbH mit Sitz in Frankfurt/Oder.Unter Verzicht auf die Einhaltung aller durch Gesetz und Satzung für die Einberufung einer Gesellschafterversammlung vorgesehenen Formen und Fristen beschließt die Gesellschafterin was folgt:
Weitere Beschlüsse werden nichtgefasst.
Mehlingen, den 25.09.2024 Annemarie Becker Thomas Becker |
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