Vermittlungstätigkeiten für Beherbergungsdienstleistungen
Juragent Aktiengesellschaft
Hubertusallee 14, 14193 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frederik Hoelbl seit 12.9.2011 | Vorstandsmitglied |
Raphael Alexander Weinberger seit 12.9.2011 | Vorstandsmitglied |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Juragent AktiengesellschaftBerlinJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Lagebericht zum 31. Dezember 20061. GesellschaftsdatenDie Juragent Aktiengesellschaft hat die finanzielle Beteiligung an der gerichtlichen und außergerichtlichen Geltendmachung von Rechtsansprüchen Dritter, die Erbringung von Dienstleistungen für Angehörige rechts- und steuerberatender Berufe sowie den Erwerb und die Verwaltung von Vermögenswerten aller Art, die Beteiligung an anderen Unternehmen und auch an Einzelgeschäften anderer Unternehmen zum Geschäftsgegenstand. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Das Grundkapital beträgt 2.045.200,-- Euro. Das Geschäftsjahr läuft vom 1.1. bis zum 31.12. eines jeden Jahres. 2. Markt- und BranchensituationIn der sich mehr und mehr etablierenden Branche der Prozesskostenfinanzierung haben sich seit etwa 1997, im Wesentlichen aber erst ab dem Jahr 2000 einige wenige Anbieter am Markt platziert. Neben der seit 1999 bestehenden Juragent AG sind dies im Wesentlichen vier Tochtergesellschaften von großen Versicherungsunternehmen. Nach vorsichtigen Schätzungen ist davon auszugehen, dass jährlich etwa 30.000 Verfahren * allein wegen des Kostenrisikos nicht geführt werden. Das bedeutet, dass allein in Deutschland auf berechtigte Forderungen in Höhe von ca. 2,0 Mrd. Euro jährlich verzichtet wird. Ein Grund für den Verzicht auf einen Rechtsstreit sind die nicht unerheblichen Prozesskosten und die Ungewissheit, über einen möglicherweise langjährigen Zeitraum Liquidität für eine Klage aufbringen zu müssen. Aus dieser Realität leitet sich einerseits der grundsätzliche Bedarf nach der Prozesskostenfinanzierung als Dienstleistung ab. Darüber hinaus wird andererseits auch das Marktvolumen deutlich, wenn unterstellt werden kann, dass jährlich mehr als 2,0 Mrd. Euro an Forderungen entstehen. Neue Geschäftsfelder sind in der Spezifizierung von Kompetenzfeldern erkannt und werden systematisch erschlossen; dazu im Detail weiter unten zu Prozessbeschaffung. Die Markteinschätzung wird offensichtlich auch von anderen geteilt. Nachdem Ende 2003 der Juragent Prozesskostenfonds I mit einem Zeichnungsvolumen von rund 5,0 Mio. Euro geschlossen werden konnte, erfolgten die Platzierung des Juragent Prozesskostenfonds II (2004) mit einem Kommanditkapital von 16,5 Mio. Euro (prospektiert mit 15,0 Mio. Euro zzgl. 10 %), des Juragent Prozesskostenfonds III (2004/2005) von 31,2 Mio. Euro (prospektiert mit 30,0 Mio. Euro zzgl. bis zu 50 %) sowie seit August 2005 des Juragent Prozesskostenfonds IV (bis 31.12.2006 erreichte Zeichnungssumme: 26,5 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung eines Vervielfältigers von 10 ergibt sich ein für die Prozesskostenfonds zu finanzierendes Streitwertvolumens von 787,0 Mio. Euro. Die Zeichneranzahl in allen Prozesskostenfonds beläuft sich insgesamt auf mehr als 6.100. Diese Zahl dokumentiert eindrucksvoll, dass neben der Vielzahl der eigenen Aktionäre auch die Fondszeichner von der Idee der Prozessfinanzierung überzeugt sind. 3. Geschäftsentwicklung 20063.1. Allgemeines Im Geschäftsjahr 2006 konnten die sich abzeichnenden Entwicklungen des Geschäftsjahres 2005 fortgesetzt werden. Die Juragent AG übernimmt das gesamte operative Geschäft gemäß Geschäftsbesorgungsvertrag für nunmehr vier Prozesskostenfonds. Mit fortschreitendem Vertrieb des Prozesskostenfonds III Anfang 2005 entschied der Vorstand, keine "eigenen" Verfahren mehr zu finanzieren, sondern die gesamte Tätigkeit der Gesellschaft auf die Geschäftsbesorgung für die Fonds auszurichten. 3.2. Risikomanagement Die Gesellschaft hat vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren deutlich erhöhten Volumina (insbesondere potentielles Streitwertvolumen, Prozessanzahl, Geldfluss) ein Risikomanagementsystem eingerichtet, dass der besonderen Risikostruktur der Gesellschaft in angemessener Weise Rechnung trägt. Eine umfangreiche schriftliche Dokumentation aller internen Arbeitsprozesse und der damit verbunden Aktivitäten und Handlungsanweisungen liegt vor. Die volle Funktionsfähigkeit hat das System im Geschäftsjahr 2006 erreicht. 3.3. Neue Prozesse Das durch die Juragent AG finanzierte Streitwertvolumen konnte bis zum 31.12.2006 um ca. 34 Mio. Euro erweitert werden. Diese Erhöhung ist ausschließlich auf den Abschluss von weiteren Verfahren zurückzuführen, die von den Prozesskostenfonds I bis III finanziert werden. Für den Prozesskostenfonds IV sind noch keine Verträge über zu finanzierende Verfahren abgeschlossen worden. Insgesamt finanziert die Juragent AG damit ein Gesamtstreitvolumen von ca. 213 Mio. Euro zum Jahresende. Darüber hinaus sind in der Zukunft für die Prozesskostenfonds I bis IV stichtagsbezogen noch weitere 591 Mio. Euro an Streitvolumen zu beschaffen (die neuen Prozesse für den Fonds I dienen der Optimierung des Ergebnisses des Fonds). * Quelle: Süddeutsche Zeitung 3.4. Prozessbeschaffung Die Prozessbeschaffung ist im abgelaufenen Geschäftsjahr aus den Erfahrungswerten der Anfangsjahre, wissenschaftlich begleitet durch erste mögliche statistische Erhebungen und fundierte Studien der Forschungsstelle der Humboldt-Universität Berlin analysiert und verfeinert sowie systematisiert worden. Das öffentliche Verständnis für das Produkt "Finanzierung von Prozessen / Prozesskostenfinanzierung" ist auf Grund des immer noch jungen Marktes noch nicht in ausreichendem Maß gegeben. Das liegt unter anderem aber auch am Verständnis des deutschen Rechtssystems an sich, indem der Rechtsanwalt als Organ der Rechtspflege unabhängig sein soll - und das natürlich auch für den Kapitaleinfluss gelten soll. Daraus ergab sich Handlungsbedarf, um das Produkt "Prozessfinanzierung" neben dem bereits sehr gut platzierten Branding "Juragent" einer weiteren inhaltlichen Erklärung zuzuführen. Diese Ansprache ist gegenüber den entsprechenden Multiplikatoren strukturell und methodisch individuell verfeinert worden. Dabei ist zwischen dem "Vertrieb des Produktes" Prozesskostenfinanzierung zum einen und der Akquisition von Prozessen an sich zu unterscheiden. Beides kann parallel, aber auch völlig unabhängig voneinander geschehen. Zielgruppen und Märkte sind bereits gebildet, deren Ansprache ist intensiviert und soll mit dem kommenden Geschäftsjahr durch die personelle Veränderung im nunmehr auch juristisch vertretenen Vorstandsbereich noch intensiver durchgeführt werden. Im Einzelnen sind folgende Zielgruppen und damit einhergehend Märkte definiert:
Neben der verfeinerten Herausarbeitung der Zielgruppen ist die ganz individuelle Produktplatzierung mit dem Ziel der nachhaltigen Erhöhung des Bekanntheitsgrads und Verfestigung des Produktes in der gesellschaftsrechtlichen Systematik sowie der Bekanntmachung des besonderen Geschäftsmodells der Juragent AG als Geschäftsbesorgerin der Fonds weiter intensiv zu verfolgen. In der Prozessauswahl wurde die Bildung eines verfeinerten Mix aus der weiteren Diversifizierung von großvolumigen Einzelprozessen und der Spezifizierung bestimmter Prozessgruppen in einem unternehmenseigenen Rating weiterentwickelt. Die erprobte intensive Prüfung der eingereichten Fälle vor Übernahme der Prozesskostenfinanzierung wird beibehalten, um eine möglichst Erfolg versprechende Auswahl im Rahmen der subjektiven Einschätzbarkeit treffen zu können; somit ebenso die Hereinnahme von Prozessfinanzierungsanfragen ab einem Streitvolumen von cirka 500 TEuro, um die zeit- und kostenintensive Prüfstruktur intern und mit externer Begleitung sicherzustellen. Die von der Humboldt-Universität zu Berlin eingerichtete Forschungsstelle ist neben der wissenschaftlichen Erforschung des immer noch nicht statistisch unterlegbaren Geschäftsfeldes der Prozesskostenfinanzierung noch intensiver eingebunden worden. In der Akquisition von Prozessen sind auf die Zielgruppen und Märkte die medialen und Marketinginstrumentarien in einem Plan und Budget sowie der Etablierung einer eigenen Pressestelle im eigenen Unternehmen zugeschnitten worden. Damit einhergehend wurde fortlaufend die Umsetzung und Intensivierung der begleitenden werblichen und medialen Maßnahmen optimiert; dies ist entsprechend personell untermauert worden. Zum einen sind alle wesentlichen Veranstaltungen im abgelaufenen, aber auch ganz konkret im laufenden Jahr durch personelle Präsenz in Form von Messeständen besetzt. Zum anderen wird das Branding "Juragent", das im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich am Markt platziert werden konnte, gegenüber den entsprechenden Multiplikatoren strukturell und methodisch in individueller Ansprache geführt. Dies soll im laufenden Geschäftsjahr inhaltlich und personell weiter intensiviert werden. Im Geschäftsjahr 2006 war die Juragent AG wie im Vorjahr beispielhaft auf dem Deutschen Anwaltstag sowie dem Deutschen Insolvenzrechtstag vertreten. Verstärkt war der Auftritt auf Fachtagungen und Fachmessen und ist erweitert im laufenden Geschäftsjahr von den europäischen Juristentagen bis hin zur EXPO Real in München geplant. Weiterhin sponsert die Gesellschaft mit dem medialen Partner Handelsblatt die Golfturnierserie "German Business" um nachhaltig - wie bereits im Vorjahr begonnen - einen größeren Bekanntheitsgrad zu erreichen. Handlungsgrundsatz ist natürlich das Networking der Entscheider auf dem Platz, das zunehmend auch in Deutschland eine sehr wichtige Rolle spielt. Dieses Anliegen wird auch in der Unterstützung der Verleihung des Innovationspreises der deutschen Wirtschaft fortgeschrieben. Flankiert werden diese Maßnahmen durch einen neuen Internetauftritt, auf dem die Unternehmenspräsentation der Gesellschaft abrufbereit hinterlegt ist. Der neue Auftritt ist transparent und vor allem auf die beschriebenen Zielgruppen und Märkte exakt zugeschnitten. Rückmeldungen von Medien und Pressevertretern zu den Maßnahmen sind in wachsendem Umfang zu verzeichnen. 3.5. Mitarbeiterentwicklung Die Juragent AG beschäftigt neben den beiden Vorständen derzeit sechs fest angestellte Mitarbeiter, die für die Auftragsbearbeitung zuständig sind. Diese Tätigkeit umfasst neben der Betreuung der im Bestand befindlichen eigenen Prozesse der AG auch die Begleitung der gesamten Akquisitions-, Prüf- und Abwicklungstätigkeiten für die Prozesse der Fonds I bis IV. Die Anzahl der fest angestellten Mitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert und entspricht der Planung, die vorsah, lediglich freiwerdende Stellen neu zu besetzen. Wichtig waren die Neubesetzung des altersbedingt vakant gewordenen Vorstandsbereiches und die Aufteilung die entsprechenden Geschäftsfelder. Das neue Vorstandsmitglied ist Volljurist und zeichnet für die Prozessbeschaffung und die damit eng verzahnte Unternehmenskommunikation verantwortlich. Für die juristische Vorprüfung der Prozessfinanzierungsanfragen wird weiterhin neben der externen Prüfung auf einen überregionalen Pool von Anwälten, Gutachtern, Steuerberatern und weiteren Fachleuten zurückgegriffen. Die Juragent AG versucht sich in diesem Bereich immer weiter zu optimieren. So konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere pensionierte Richter in das Prüfsystem der Gesellschaft eingebunden werden. 4. Vermögens- und Finanzlage4.1. Kapitalbedarf Mit der Fokussierung der Gesellschaft auf das Geschäftsbesorgungsgeschäft für die angeschlossenen Fonds übernimmt die Juragent AG mit der vertraglichen Verpflichtung auch die entsprechende Erbringung finanzieller Leistungen. Darunter fällt insbesondere der Ausgleich der Prozesskosten. Der notwendige Kapitalbedarf wird stets mit dem durch die Fonds gedeckten Finanzierungsvolumen abgestimmt, so dass es grundsätzlich nicht zu einer Kapitalunterdeckung kommen kann. 4.2. Erträge / Aufwendungen Besonders zu beachten war im Geschäftsjahr 2006 die Entwicklung der Juragent AG im Geschäftsbesorgungsgeschäft. Nachdem die Prozesskostenfonds I bis III bereits bis 2005 geschlossen wurden, konnten für die Geschäftsbesorgung für den mit 26,5 Mio. Euro anplatzierten Prozesskostenfonds IV im Geschäftsjahr 14,2 Mio. Euro nach 7,9 Mio. Euro im Vorjahr an Umsatzerlösen generiert werden. Die Erlöse aus finanzierten Prozessen verminderten sich von rund 0,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 0,4 Mio. Euro. Dieser Umsatzrückgang ist darauf zurückzuführen, dass die sich in der Endphase befindlichen Verfahren nicht in dem Maß zu positiven Urteilen führten als die zu Beginn des Geschäftsjahres 2006 erkennbar gewesen ist. Als Gegenposten zu den vereinnahmten Erlösen aus den jeweiligen Geschäftsbesorgungsverträgen hat die Gesellschaft unter Beachtung einer sehr konservativen Beurteilung zum Ausgleich Rückstellungen dotiert, um die finanziellen Mittel im Unternehmen zu binden. Diese Vorsicht ist vor dem Hintergrund der Laufzeit der finanzierten und noch zu finanzierenden Prozesse sowie dem Volumen an Streitwerten auch sachgerecht. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wirken sich insbesondere Vertriebskosten, Werbekosten sowie die Aufwendungen aus den Garantieverträgen für die Fonds I-IV aus. Mit dem Jahresüberschuss 2005 wurden die Verlustvorträge aus den Vorjahren vollständig aufgefüllt, sodass das Eigenkapital buchmäßig wieder voll intakt hergestellt worden ist. Für das Geschäftsjahr 2005 konnte darüber hinaus in 2006 eine Dividende an die Anteilseigner ausgezahlt werden. 4.3. Stand der Prozessfinanzierung am Stichtag Die Gesellschaft weist am Stichtag ein Streitwertvolumen aus eigenen Prozessen in Höhe von 25 Mio. Euro und an Fondsprozessen in Höhe von 188 Mio. Euro auf. Die Entwicklung der erfolgreichen Beendigung der Prozesse ist gemessen an den Erwartungen und Planungen noch deutlich steigerungsfähig. Wie im Vorjahr berichtet, sollte sich aus Gründen, die die Gesellschaft nicht zu vertreten hatte, die Abwicklung eines wesentlichen Prozesses aus dem Geschäftsjahr 2004 in das Geschäftsjahr 2005 verzögern. Hintergrund war, dass der gerichtlich bestellte und von allen Parteien akzeptierte Gutachter aufgrund einer Erkrankung nicht in der Lage war, seinen Verpflichtungen nach zu kommen. Erst Anfang 2005 war es möglich, dass sich die Parteien auf einen neuen Gutachter einigten, der zwar unverzüglich seine Arbeit aufnahm, aber aufgrund der Komplexität des Sachverhalts wohl erst im Geschäftsjahr 2007 das Ergebnis seiner Tätigkeit vorlegen wird. Auch bei den anderen Prozessen zeigte sich, dass die Zeit bis zur endgültigen Entscheidung der Sachverhalte zu optimistisch geplant war, so dass insgesamt nicht der zu Beginn des Jahres erhoffte und geplante Erlös realisiert werden konnte. 5. BörsengangDurch die Hauptversammlung ist die Unternehmensleitung verpflichtet worden, alle erforderlichen Schritte für einen Börsengang einzuleiten. Diese sind gemacht und es ist vorgesehen, nach positiver Prüfung durch die BaFin noch im 3. Quartal des laufenden Jahres 2007 an die Börse zu gehen. 6. Chancen und Risiken6.1. Ausrichtung des Unternehmens Entscheidend für den Erfolg der Gesellschaft wird die Quote gewonnener Prozesse sein. Schwerpunkt ist und bleibt daher die Prüfung der Prozesse und der Bonitäten der etwaigen Klagegegner. Dieser Bereich unterliegt einer ständigen Kontrolle und einem permanenten Verbesserungsprozess. Aufgrund der immer größeren Streitwertvolumina gilt es zukünftig, insbesondere diesen Bereich zu stärken und weiterhin zu optimieren, Risiken zu splitten, um trotz der höheren Anzahl der Prozesse eine ordnungsgemäße Abwicklung und eine Risikominimierung zu gewährleisten. Parallel dazu ist die Qualität und die Strategie der Prozessbeschaffung permanent aktuell zu justieren und eine ständige Marktbeobachtung sicherzustellen. Dann hat die Gesellschaft große Chancen, ihr Produkt großflächig als Dienstleistung etablieren zu können. Die aktuelle Rechtssprechung des BGH zur Möglichkeit für deutsche Juristen, erfolgsorientiert zu arbeiten, kann dieses Produkt nur befördern, da es zusätzlich mediale Aufmerksamkeit erlangt und das Produkt für den Laien erklärbar machen hilft. Das herausragende und vorrangige Ziel der Juragent AG liegt in der Akquisition der Prozesse, um möglichst zeitnah das erforderliche Streitwertvolumen vertraglich binden zu können. Da das Potenzial für Prozessfinanzierungen enorm ist und jährlich auf mehrere Milliarden Euro in Europa geschätzt wird, sieht sich die Juragent AG nach wie vor und sehr überzeugt in der Lage, die gesetzten Ziele zu erreichen. Die Juragent AG steht allerdings immer noch erst am Anfang einer weiteren expansiven Entwicklung, die aber erst einen geringen Teil des möglichen Marktpotenzials der Gesellschaft abdeckt. 6.2. Umsatz- und Ertragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2007 wird ein Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2006 erwartet. Im Laufe des Geschäftsjahres 2007 ist die Emission eines weiteren Prozesskostenfonds geplant, nachdem der Prozesskostenfonds IV (nach Verlängerung über den 31.12.2006 hinaus) geschlossen wird; die Geschäftsführung des Fonds geht davon aus, dass das prospektierte Zeichnungsvolumen vom 30,0 Mio. Euro auf Grund der negativen Berichterstattung in einigen Printmedien nicht erreicht wird. Darüber hinaus erwartet die Gesellschaft den verbindlichen Abschluss weiterer Verfahren; insbesondere des Verfahrens, dessen Entscheidung sich aufgrund des Gutachterwechsels auch über das Ende des Jahres 2006 weiter hinaus verzögerte. 6.3. Risiken Die Innenstruktur, die Organisationseinbindung und -abstimmung sowie alle darauf aufbauenden Methoden und Prozesse sind vor dem Hintergrund des weiteren Wachstums der Juragent AG laufend weiter zu optimieren. Ein detaillierter Planungs- und Steuerungsprozess sowie ein systematisches Risikomanagement sollen in Zukunft die Förderung des unternehmerischen Handelns gewährleisten. Die erforderlichen Instrumentarien sind vorhanden, können aber letztlich nicht mit letzter Sicherheit die Erfolgsaussichten der Prozesse erkennen und vor allem steuern lassen. Darin liegt eines der Risiken in dem Produkt selbst; das Management hat keine Einflussmöglichkeit auf den Ausgang der Prozesse, die die Gesellschaft in Vorleistung finanziert. In der Vergangenheit ist dieses Risiko sehr deutlich geworden, indem doch weniger Vergleiche als geplant abgeschlossen worden sind und auch positiv geprüfte Prozesse verloren wurden. Längere Instanzenwege sind so entstanden und deshalb lassen Erfolge auch länger auf sich warten. Das mindert aber nicht die Erfolg versprechenden Chancen. Deshalb ist die Prüfung an Hand eines unternehmensinternen Ratings auf zur Zeit nur angenommener wissenschaftlicher Grundlage ein essentieller ausbaupflichtiger Baustein im Unternehmen. Dabei muss neben der juristisch versierten Handhabung eine ständige Marktbeobachtung stattfinden, die sich an politischen und juristischen Parametern orientiert. Hierzu muss die Präsenz und die Lobbyarbeit verstärkt werden. Problematisch gestaltete sich die Einschätzung der beschriebenen Risiken, da letztlich keinerlei verlässliche Daten vorhanden sind, auf die sich die Gesellschaft stützen könnte. Dazu ist das Geschäftsfeld noch zu jung. Außer den latenten, geschäftstypischen Risiken wie Nachfragerückgängen und insbesondere Forderungsausfällen sind in der gegenwärtigen Situation des Unternehmens keine weiteren spezifischen Risiken zu erkennen.
Berlin, 31.03.2007 Mirko Heinen, Vorstandsvorsitzender Anette Ehlers, Vorstand Bilanz zum 31. Dezember 2006Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2006
ANHANG zum 31. Dezember 2006A. AllgemeinesDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2006 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 265 bis 278 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256 HGB und den für Kapitalgesellschaften geltenden besonderen Ansatz- und Bewertungsbestimmungen der §§ 269 bis 274a HGB sowie §§ 279 bis 283 HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr beibehalten und entsprechen dem Grundsatz der Unternehmensfortführung, dem Vorsichts- und Realisationsprinzip sowie den Grundsätzen der Bewertungsstetigkeit, Einzelbewertung und Periodenabgrenzung. Die im Folgenden genannten Bilanzierungsmethoden zu den Vorräten und der Prozesskostenrückstellung (sonstige Rückstellungen) führt zu einer tendenziell frühen Erfassung der Aufwendungen und späteren Erfassung der Erträge. Dies ist bei der Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu beachten. B. Erläuterungen und ergänzende Angaben zur BilanzDie immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die Sach- und Finanzanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit erforderlich, vermindert um Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der handels- und steuerrechtlichen Vorschriften ausschließlich nach der linearen Methode. Den Abschreibungssätzen liegen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen zwei und 25 Jahren zugrunde. Auf Zugänge beweglicher Anlagegüter wird der anteilig auf den Zeitraum der betrieblichen Nutzung im Zugangsjahr entfallende Jahresabschreibungsbetrag verrechnet. Abschreibungen auf Abgänge erfolgen ebenfalls zeitanteilig für den Zeitraum der Nutzung im Geschäftsjahr bis zum Abgangszeitpunkt. Geringwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr in vollem Umfang abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt. Das Anlagevermögen wird durch ein EDV-gestütztes Anlagenverzeichnis geführt, das die nach handels- und steuerrechtlichen Grundsätzen erforderlichen Angaben enthält. Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens zeigt der als Anlage 1 diesem Anhang beigefügte Anlagenspiegel. Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen bestehen aus Beteiligungen an folgenden Gesellschaften:
Sofern kein Ergebnis des letzten Geschäftsjahres angegeben wird, liegen die Daten nicht vor. Unter den Beteiligungen wird eine 23,56%ige Beteiligung am insgesamt 1.061 TEuro betragenden Grundkapital der in 2000 gegründeten Brain Support AG, Leipzig, ausgewiesen. Aufgrund des durch die Geschäftstätigkeit weiter bestehenden Risikos einer dauernden Wertminderung wurden die in Vorjahren vorgenommenen Wertberichtigungen auf einen Erinnerungswert von 2,00 Euro beibehalten. Die unter den Vorräten unverändert zum Vorjahr ausgewiesenen unfertigen Leistungen werden unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung mit den für die laufenden Prozessfinanzierungen entstandenen Kosten bewertet. Hierbei handelt es sich um die Kosten der Prozessfinanzierung in Form der übernommenen Prozess- und Gerichtskosten. Im Einzelfall erfolgte eine Abwertung aufgrund der nicht abschätzbaren Erfolgsaussichten. Der Posten wird unverändert zum Vorjahr beibehalten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Soweit notwendig, wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind 334 TEuro (31.12.2005: 395 TEuro) ausgewiesen, die rechtlich erst nach dem Stichtag entstehen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus laufenden Verrechnungen. Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, weisen 2,00 Euro (31.12.2005: 0,0 TEuro) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Steuererstattungsansprüche in Höhe von 1.215 TEuro (31.12.2005: 554 TEuro) ausgewiesen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 77 TEuro (31.12.2005: 52 TEuro) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Gesellschaft hat im November und Dezember 2006 insgesamt 10.000 Stück eigene Aktien zu Anschaffungskosten von 147.978,13 Euro erworben, um mit diesen Aktien ggf. strategische Investoren zu binden. Durch die Ausgabe von Gratisaktien (siehe unten) beträgt die Zahl der Aktien zum 31.12.2006 20.000 Stück und stellt somit 20.000,00 Euro bzw. 0,98 % des Grundkapitals dar. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe des Nominalbetrages angesetzt. Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, angesetzt. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Das gezeichnete Kapital ist in Höhe des satzungsmäßig vereinbarten Betrages zum Nennwert von je 1 Euro/Stückaktie angesetzt. Das genehmigte Kapital beträgt 511.300,00 Euro. Im Geschäftsjahr 2006 wurde durch den Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 28.11.2006 das Grundkapital von 1.022.600,00 Euro durch Entnahmen aus der Kapitalrücklage um 1.022.600,00 Euro auf 2.045.200,00 Euro erhöht. Es ist eingeteilt in 2.045.200 Stück nennwertloser Stückaktien zu je 1,00 Euro, die auf den Inhaber lauten. Die Kapitalrücklage resultiert aus den in den Geschäftsjahren 2000 und 2003 durchgeführten Kapitalerhöhungen, bei denen auf die neuen Aktien ein Agio erhoben wurde. Aufgrund des Beschlusses der außerordentlichen Hauptversammlung vom 28.11.2006 wurde die Kapitalrücklage von 4.547.800,00 Euro um 1.022.600,00 Euro auf 3.525.200,00 Euro reduziert. Die Rücklage für eigene Anteile wurde korrespondierend zum Erwerb von 10.000 eigenen Aktien zu Lasten des Bilanzgewinns gebildet. Die anderen Gewinnrücklagen valutieren in Höhe des durch gemeinsamen Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat im Vorjahr eingestellten Betrages sowie dem unter Berücksichtigung des Ergebnisverwendungsvorschlags des Vorstands für das aktuelle Geschäftsjahr bereits erfassten Betrages. Unter dem Genussrechtskapital werden insgesamt 755 Genussscheine mit Eigenkapitalcharakter ausgewiesen, die in den Vorjahren ausgegeben wurden. Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung aller Umstände gebildet und sichern erkennbare Risiken in ausreichender Höhe ab. Die Steuerrückstellung des Vorjahres, die ausschließlich auf Gewerbesteuer des Erhebungszeitraums 2005 entfiel, wurde bestimmungsgemäß verbraucht. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Einzelnen die folgenden Posten:
Die Rückstellung für Prozesskosten enthält die erwarteten Aufwendungen aus finanzierten und noch zu finanzierenden Prozessen, zu denen die Gesellschaft im Falle des Unterliegens herangezogen wird. Der Posten enthält eigene und fremde Rechtsanwalts-, Gerichts- und sonstige Kosten nach Verrechnung mit bisher geleisteten Zahlungen unter Berücksichtigung einer von der Gesellschaft unter vorsichtigen kaufmännischen Gesichtspunkten geschätzten Erfolgsquote. Neben den aus finanzierten und noch zu finanzierenden Prozessen resultierenden primären Aufwendungen enthält die Rückstellung auch sekundäre Kosten aus dem derivativen Prozessfinanzierungsgeschäft als Geschäftsbesorger. Hierunter werden die notwendigen Aufwendungen für die Akquisition, Prüfung, Begleitung, Verwaltung und Abwicklung zukünftiger Prozesse verstanden, zu deren Finanzierung die Gesellschaft aufgrund der vertraglichen Bindung aus den Geschäftsbesorgungsverträgen verpflichtet ist. Die Bewertung dieser in den Rückstellung für Prozesskosten integrierten weiteren Komponente erfolgt nach einer ausgesprochen konservativen kaufmännischen Beurteilung der potentiellen, zukünftig anfallenden Beträge. Für noch zu finanzierende Prozesse wurde bei unveränderter methodischer Bemessungsgrundlage der Bewertungsmaßstab verringert, woraus eine Ergebnisverbesserung um 1,6 Mio. Euro resultiert. Da im Jahr 2006 Leistungen für die Prozessaquisition erbracht wurden, geht die Geschäftsführung für die Zukunft von geringeren noch ausstehenden Kosten aus. Daneben werden Rückstellungen für eigene Prozessrisiken gebildet (50 TEuro, 31.12.2005: 74 TEuro). Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehalte gesichert. Auf eine detaillierte Ermittlung der besicherten Beträge wurde verzichtet. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten, Arten und Besicherungen ergibt sich aus dem diesen Anhang als Anlage 2 beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. C. Erläuterungen und ergänzende Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungVon den Umsatzerlösen entfallen 383 TEuro (2005: 668 TEuro) auf das Eigengeschäft und 14.177 TEuro (2005: 27.865 TEuro) auf Geschäftsbesorgungen für die Erste bis Vierte Juragent GmbH & Co. Prozesskostenfonds KG. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen bewegen sich im Rahmen der betriebsspezifischen Übung. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 7 TEuro (2005: 254 TEuro) auf Stückzinsen und 0,8 TEuro (2005: 1,2 TEuro) auf Zinsen an verbundene Unternehmen. Außerordentliche Posten oder periodenfremde Posten waren nicht bzw. nur in geringfügigem Umfang zu verzeichnen. Der ausgewiesene Gewinn-/Verlustvortrag in Höhe von 38 TEuro resultiert aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres von 396 TEuro abzüglich der Gewinnausschüttung in Höhe von 356 TEuro. D. Sonstige AngabenIm Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit können im Wesentlichen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen: Im Rahmen der Geschäftsbesorgung bestanden am 31. Dezember 2006 Bürgschaftsverpflichtungen für nahestehende Unternehmen in Höhe von 10,5 Mio. Euro (31.12.2005: 4,6 Mio. Euro). Des Weiteren bestanden Bürgschaftsverpflichtungen i.H.v. 105 TEuro gegenüber Leasinggesellschaften. Darüber hinaus bestehende Haftungsverhältnisse für fremde Dritte in Höhe von 1.050 TEuro sowie für ein Aufsichtsratsmitglied. Weiterhin bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von ca. 203 TEuro (2005: 211 TEuro). Im Jahresdurchschnitt waren fünf (2005: sechs) Mitarbeiter beschäftigt, von denen zwei Arbeitnehmer im Sinne des § 285 Nr. 7 sind. Zu Vorständen sind bestellt:
Die Vergütungen für die Vorstände betragen im Geschäftsjahr 294 TEuro. Dem Vorstand wurden Darlehen von 15,2 TEuro zu einem Zinssatz von 4 % p.a. sowie kurzfristige Vorschüsse in Höhe von 20,8 TEuro gewährt. Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Der Aufsichtsrat erhielt im Geschäftsjahr 2006 eine Gesamtvergütung in Höhe von 43 TEuro. Der Aufstellung des Jahresabschlusses liegt der Vorschlag des Vorstands über die Ergebnisverwendung zugrunde. Danach soll aus dem Bilanzgewinn ein Betrag von 280.000,00 Euro an die Aktionäre ausgeschüttet, ein Betrag von 200.000,00 Euro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt und der verbleibende Betrag von 488,31 Euro auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Berlin, 31. März 2007 Mirko Heinen, Vorstandsvorsitzender Anette Ehlers, Vorstand Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2006
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2006
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Juragent Aktiengesellschaft, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen und mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Anhang hin. Dort wird im Abschnitt "Erläuterungen und ergänzende Angaben zur Bilanz" die Bewertung der Rückstellung für Prozesskosten beschrieben. Bei der Dotierung dieser Rückstellung bestehen Bewertungsspielräume.
Hannover, den 23. April 2007 KSB
INTAX TREUHAND GmbH
Dittmar, Wirtschaftsprüfer Ammermann, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, der Aufsichtsrat hat die Arbeit und die Vorhaben des Vorstands im Berichtszeitraum 2006 intensiv begleitet und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Pflichten wahrgenommen. Der Vorstand wurde bei der Leitung des Unternehmens von den Aufsichtsratsmitgliedern intensiv beraten, und die Geschäftsführung wurde kontinuierlich überwacht. In allen Entscheidungen, die für das Unternehmen im Geschäftsjahr 2006 von grundlegender Bedeutung waren, insbesondere in diejenigen von strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung für das Unternehmen, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand informierte das Gremium regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend insbesondere über die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft und der Prozesskostenfonds, wesentliche Geschäftsereignisse und die zukünftige Unternehmensplanung. Die Berichterstattung beinhaltete zudem regelmäßige Auswertungen der wesentlichen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und die aktuelle Fondsentwicklung. Über Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats nach Gesetz, Satzung oder geltender Geschäftsordnung des Vorstands bedürfen, wurden in den Sitzungen und im Umlaufverfahren die nötigen Beschlüsse herbeigeführt. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende im vergangenen Geschäftsjahr in engem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden, um sich fortlaufend üsber die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie über Geschäftsvorfälle von besonderer strategischer Bedeutung informieren zu lassen. Tätigkeit des AufsichtsratsDie Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2006 fanden am 16.03.2006, 12.07.2006, 29.08.2006 und 28.11.2006 statt. Es wurden vor allem die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft, die zukünftige Planung sowie die Weiterentwicklung der AG intensiv mit dem Vorstand erörtert. Der Aufsichtsrat, satzungsgemäß bestehend aus sechs Mitgliedern, war zu jeder Sitzung vollständig anwesend. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2006 gab es folgende Wechsel in der Besetzung des Aufsichtsrats: Per Beschluss des Amtsgerichts Charlottenburg vom 14.05.2006 wurde Herr Prof. Dr. Schwintowski zum Aufsichtsrat bestellt, nachdem Herr Braun am 31.03.2006 aus Altersgründen als Aufsichtsratsvorsitzender aus dem Gremium ausgeschieden ist. In der Sitzung vom 12.07.2006 wurde Herr Prof. Dr. Schwintowski zum neuen Vorsitzenden gewählt. Nach Beendigung des Geschäftsjahres 2006 haben die folgenden Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand der Gesellschaft stattgefunden: Herr Prof. Dr. Schwintowski hat am 28.02.2007 sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der Juragent AG niedergelegt. Gemäß einer Bundesgerichtshofentscheidung verstößt die gleichzeitige wissenschaftliche Beratung mit einer Tätigkeit im Aufsichtsrat gegen § 113 AktG. Um die wissenschaftliche Kompetenz als Berater, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der von ihm geleiteten Forschungsstelle "Finanzierung von Gerichtsprozessen" an der Humboldt-Universität zu Berlin weiterhin zur Verfügung stellen zu können, hat sich Herr Prof. Dr. Schwintowski dazu entschieden, aus dem Gremium auszuscheiden. Mit Wirkung vom 22. Mai 2007 wurde Herr Gruttmann zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Somit besteht der Aufsichtsrat aktuell aus satzungsgemäß sechs Mitgliedern: Dr. Heinrich Wohlfart (Vorsitzender, vormals langjähriger stellvertretender Vorsitzender), Stefan Kopf (stellvertretender Vorsitzender), Wolfgang Gierk, Claudius Lang, Dr. Ingo Seidermann und Wilhelm Gruttmann. Der Aufsichtsrat hat Frau Anette Ehlers mit Wirkung vom 12.02.2007 zum neuen Mitglied des Vorstands berufen. Zum gleichen Termin schied Herr Heinz Stöppel aus dem Unternehmen aus. Ihm dankt der Aufsichtsrat an dieser Stelle für sein Engagement herzlich. Im Bedarfsfall wurden auf telefonischem Wege die notwendigen Beschlüsse getroffen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand im abgelaufenen Geschäftsjahr auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt. Hierbei hat er sich umfassend über die aktuelle Geschäftsentwicklung, insbesondere über die Fonds und die Auslandsaktivitäten informiert. Prüfung des JahresabschlussesDie KSB INTAX TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, hat den Jahresabschluss der Juragent AG für das Geschäftsjahr 2006 einschließlich des Berichts zur Lage der Gesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Prüfungsvermerk versehen. Der Lagebericht, die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden in der bilanzfeststellenden Sitzung am 22.05.2007 eingehend besprochen und geprüft. An diesen Erörterungen nahm der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen berichtete und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung ohne Einschränkung zu. Der Aufsichtsrat erhob nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts zur Lage der Gesellschaft keine Einwendungen und billigte den vom Vorstand nach HGB aufgestellten Abschluss. Der Jahresabschluss der Juragent AG für das Geschäftsjahr 2006 ist damit ordnungsgemäß festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands, für das Geschäftsjahr 2006 wiederum eine Dividendenausschüttung vorzunehmen, haben wir uns angeschlossen. Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Juragent AG sowie dem Vorstand für ihren unermüdlichen persönlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2006 und wünscht für die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres 2007 viel Erfolg.
Berlin, im Mai 2007 Dr. Heinrich Wohlfart, Vorsitzender des Aufsichtsrats GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAGDer Vorstand legte dem Aufsichtsrat den Vorschlag in Bezug auf die Verwendung des Bilanzgewinns, den er der Hauptversammlung unterbreiten will, vor:
Aus dem sich nach Verrechnung des Jahresüberschusses in Höhe von 590.800,35 Euro mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 37.666,09 Euro ergebenden Betrag von 628.466,44 Euro wurden 347.978,13 Euro vorab in die Gewinnrücklagen eingestellt, um eine angemessene Eigenkapitalquote in Bezug auf das Geschäftsvolumen zu erzielen (davon 147.978,13 Euro in die Rücklage für eigene Aktien und 200.000,00 Euro in andere Gewinnrücklagen). Der danach verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 280.488,31 Euro soll wie oben beschrieben verwendet werden.
Berlin, 31.03.2007 Mirko Heinen, Vorstandsvorsitzender Anette Ehlers, Vorstand |
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