Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 727449
Eingetragen
25.9.2008
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenGroßhandel mit WerkzeugmaschinenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von und der Handel mit Kaltfließ- und Halbwarmfließpressteilen und sonstigen einschlägigen Artikeln

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Hummel
seit 28.6.2023
Geschäftsführer
Isabel Sophie Vosseler
seit 30.12.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

78554 Aldingen, Klippeneckstraße 5
1.980.000 €
99.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vosseler GmbH

Aldingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.862,00 32.069,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 784.840,00 823.756,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 949.444,23 1.035.554,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 274.032,20 315.121,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 134.856,47 6.120,00
2.143.172,90 2.180.551,43
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 346.478,46 346.478,46
2.499.513,36 2.559.098,89
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.438.401,33 1.518.254,73
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.573.212,77 1.482.778,39
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 619.760,05 393.952,36
4.631.374,15 3.394.985,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.263.748,84 1.571.671,51
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 828.451,55 1.049.066,10
3. Sonstige Vermögensgegenstände 483.065,81 414.411,94
2.575.266,20 3.035.149,55
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 404,73 75,16
7.207.045,08 6.430.210,19
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 58.295,36 28.993,90
9.764.853,80 9.018.302,98

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 705,59 705,59
III. Gewinnrücklagen 222.136,29 222.136,29
IV. Gewinnvortrag 348.617,86 478.270,35
V. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 287.475,89 -129.652,49
2.858.935,63 2.571.459,74
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 0,00 61.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 581.519,78 368.883,17
581.519,78 429.883,17
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.619.381,36 4.448.145,86
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.007.559,49 901.462,75
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 296.434,68 246.756,54
4. Sonstige Verbindlichkeiten 397.960,36 416.032,42
6.321.335,89 6.012.397,57
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.062,50 4.562,50
9.764.853,80 9.018.302,98

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 16.920.838,58 15.900.639,99
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.316.242,07 775.641,00
18.237.080,65 16.676.280,99
3. Sonstige betriebliche Erträge 145.973,58 321.299,23
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -9.004.490,08 -7.765.967,68
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -933.479,69 -1.289.252,04
-9.937.969,77 -9.055.219,72
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.915.904,29 -3.933.577,58
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -786.696,97 -813.793,71
-4.702.601,26 -4.747.371,29
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegen-stände des Anlagevermögens und Sachanlagen -428.443,09 -556.446,36
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.825.409,87 -2.600.019,54
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.770,86 17.673,51
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -183.486,67 -177.449,39
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.447,86 484,81
11. Ergebnis nach Steuern 327.362,29 -120.767,76
12. Sonstige Steuern -39.886,40 -8.884,73
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 287.475,89 -129.652,49

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Vosseler GmbH mit Sitz in Aldingen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 727 449 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 II HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und fünf Jahren.

Die Sachanlagen werden entsprechend den betriebsindividuellen Nutzungsdauern, die den steuerlichen Sätzen angelehnt sind, linear und planmäßig abgeschrieben. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen zwei und fünfzig Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten im Sinne von § 255 II HGB bewertet. In keinem Fall wurden Zinsen in die Herstellungskosten einbezogen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis der aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Materialgemein- und Fertigungsgemeinkosten, der angemessenen Kosten der allgemeinen Verwaltung und der Wertverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt wurden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit dem Nennbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für den durchschnittlichen Skontoaufwand ist eine Pauschalwertberichtigung und daneben für Posten, mit deren Eingang nicht mehr oder nur teilweise zu rechnen ist, sind Einzelwertberichtigungen in Höhe des Ausfallrisikos gebildet worden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennbeträgen angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB). Mit dem Nennbetrag ist auch der Kassenbestand angesetzt.

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimme Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen der Drohverlustrückstellung ermittelt. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 27,38 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. In 2022 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 I S. 2 HGB nicht aktiviert.

Unter den sonstigen Rückstellungen sind alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe nach ungewisse Schulden mit Beträgen berücksichtigt und bewertet, wie sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind (§ 253 I 2 HGB).

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I S. 2 HGB).

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs für den Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Forderungen werden gegebenenfalls mit dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag, Verbindlichkeiten mit dem höheren Briefkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konnten im Wesentlichen übernommen werden.

III. ANGABEN ZUR BILANZ

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist nachfolgend (Anlage A) dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 II HGB).

Gegenüber Gesellschaftern bestanden zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von EUR 326.731,99 (Vorjahr: EUR 312.662,19).

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 777.660,70 (Vorjahr: EUR 857.269,94).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 50.790,86 (Vorjahr: EUR 60.000,00) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen betragen EUR 581.519,78 (Vorjahr: EUR 368.883,17) Es handelt sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Personalkosten (EUR 201.398,03), Gewährleistungen (EUR 165.000,00), Abschluss und Prüfungskosten (EUR 92.096,23) und Rückzahlungsverpflichtung Überbrückungshilfe (EUR 74.448,14) .

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten (§ 268 V 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022 bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahre von mehr als fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.619.381,36 2.481.627,03 900.130,22 1.237.624,11
Vorjahreswerte 4.448.145,86 2.018.370,80 1.232.650,06 1.197.125,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.007.559,49 1.007.559,49 0,00 0,00
Vorjahreswerte 901.462,75 901.462,75 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 296.434,68 296.434,68 0,00 0,00
Vorjahreswerte 246.756,54 186.756,54 60.000,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 397.960,36 397.960,36 0,00 0,00
Vorjahreswerte 416.032,42 416.032,42 0,00 0,00
6.321.335,89 4.183.581,56 900.130,22 1.237.624,11
Vorjahreswerte 6.012.397,57 3.522.622,51 1.292.650,06 1.197.125,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 4.619 durch Grundpfandrechte, Sicherungsübereignung von Maschinen und Betriebs und Geschäftsausstattung, Raumsicherungsübereignung des Warenlagers sowie Abtretung einer Forderung besichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen EUR 241.330,08 (Vorjahr: EUR 203.152,44).

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 31.296,19 53.006,08
Kreditorische Debitoren 346.788,37 359.560,46
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 19.875,80 3.465,88
397.960,36 416.032,42

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von EUR 335.808.88.

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften i.H.v. EUR 878.470,63 (Vorjahr: TEUR 176), davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 878.470,63 (Vorjahr: TEUR 176).

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen, weil das verbundene Unternehmen auf Grund seiner derzeitigen Ertragslage zur Rückzahlung seiner Verbindlichkeiten in der Lage ist.

IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 532,00 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 0,01 (Vorjahr: EUR 35,27).

In der Position "Soziale Aufwendungen und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 21.158,93 (Vorjahr: EUR 25.206,87) enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit EUR 2.790,86 (Vorjahr: EUR 3.000,00) verbundene Unternehmen.

V. SONSTIGE PFLICHTANGABEN

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:

Name Beteiligungsquote in % Währung Eigenkapital Jahresergebnis
Vosseler Presswerkzeuge GmbH Aldingen 51,0 TEUR -128 44
Vosseler Umformtechnik GmbH Hildburghausen 90,0 TEUR 2.179 476

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 82 (Vorjahr: 84) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 58 gewerbliche Arbeitnehmer und 24 Angestellte (§ 285 Nr. 7 HGB).

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch:

Isabel Vosseler, Geschäftsführerin, Villingen-Schwenningen

Michael Hagmann, Geschäftsführer, Berlin (bis 31. Mai 2023)

Markus Hummel, Geschäftsführer, Vöhrenbach (ab 1. Juni 2023)

Die Schutzklausel gem. § 286 IV HGB wurde in Anspruch genommen.

Bedingt durch den aktuell noch andauernden Krieg in der Ukraine bestehen gewisse Unsicherheiten und Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Aus heutiger Sicht kann daher nicht völlig ausgeschlossen werden, dass es künftig zu Umsatzrückgängen und damit einhergehend auch zu einer Verschlechterung der Ertrags- und Liquiditätslage kommen kann. Trotz dieser Unsicherheit rechnet die Gesellschaft jedoch auch künftig mit einer ausreichenden Liquiditätsausstattung. Insofern wird bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden unverändert von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Zu weiteren Vorgängen und Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg verweisen wir ergänzend auf die Risikoberichterstattung im Lagebericht.

§ 285 Nr. 34 HGB Ergebnisverwendungsvorschlag:

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn von EUR 636.093,75 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Aldingen, 9. August 2023

Vosseler GmbH

Isabel Vosseler, Geschäftsführerin

Markus Hummel, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2022 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 601.342,25 0,00 27.988,00 573.354,25
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.140.706,20 0,00 0,00 4.140.706,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.259.984,67 200.142,62 3.590,39 13.456.536,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.568.061,03 39.978,47 23.504,66 2.584.534,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.120,00 128.736,47 0,00 134.856,47
19.974.871,90 368.857,56 27.095,05 20.316.634,41
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 346.478,46 0,00 0,00 346.478,46
20.922.692,61 368.857,56 55.083,05 21.236.467,12
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2022 Zuführungen Auflösungen 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 569.273,25 22.207,00 27.988,00 563.492,25
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.316.950,20 38.916,00 0,00 3.355.866,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.224.430,44 286.252,62 3.590,39 12.507.092,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.252.939,83 81.067,47 23.504,66 2.310.502,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
17.794.320,47 406.236,09 27.095,05 18.173.461,51
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
18.363.593,72 428.443,09 55.083,05 18.736.953,76
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.862,00 32.069,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 784.840,00 823.756,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 949.444,23 1.035.554,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 274.032,20 315.121,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 134.856,47 6.120,00
2.143.172,90 2.180.551,43
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 346.478,46 346.478,46
2.499.513,36 2.559.098,89

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

I. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Vosseler GmbH ist als Zulieferer in der Kalt- und Halbwarmumformung und CNC-Bearbeitung für die Branchen Automotive, Maschinenbau und Hydraulikindustrie tätig. Die wichtigsten Produkte sind Überwurfmuttern und Sonderteile u.a. für den Karosseriebau und der Verzahnungstechnik. Die Fertigungstechnik setzt voraus, dass die zu fertigenden Teile in großen Serien am Markt benötigt werden.

Der Austausch von Erkenntnissen in der Fertigungstechnologie mit der Tochtergesellschaft in Hildburghausen (Vosseler Umformtechnik GmbH) erzeugt über die Gesellschaften hinweg Synergieeffekte, die sich in der wirtschaftlichen Herstellung der Teile widerspiegeln. Die Vosseler Presswerkzeuge GmbH ist ebenfalls eine Tochter der Vosseler GmbH. Diese Verbundenheit hat den Vorteil, dass auf eine sehr lange Erfahrung in der Herstellung von Presswerkzeugen zurückgegriffen werden kann. Diese Faktoren sind die Grundlage des unternehmerischen Erfolgs und ergeben Wettbewerbsvorteile gegenüber den Mitbewerbern. Ziel ist es, die Technologie und die Verfahrenstechnik in der Kalt- und Halbwarmumformung weiterzuentwickeln und somit den Vorsprung zu halten bzw. auszubauen.

Die Vosseler GmbH hat das Zertifikat für Qualitätsmanagement nach IATF 16949:2016 / EN ISO 9001:2015, ein Managementsystem zum Arbeitsschutz- und Gesundheitsschutz nach OHSAS 18001:2007 sowie über ein Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2015 und DIN EN ISO 45001:2018.

2. Zweigniederlassungen

Die Vosseler GmbH hat keine Zweigniederlassungen.

3. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschung im eigentlichen Sinne, da auftragsbezogen gefertigt wird. In Form eines gruppenübergreifenden "Anfragemeetings" werden Entwicklungsvorhaben unserer Kunden analysiert und bewertet. Hierbei werden Trends und Marktpotentiale erkannt und einer genaueren Analyse unterzogen. Innerhalb der Konstruktionsabteilung, welche innerhalb der Vosseler Presswerkzeuge GmbH angesiedelt ist, werden angefragte Bauteile simuliert.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2022 war stark geprägt von dem Ukraine-Krieg und dessen wirtschaftlichen Auswirkungen (hohe Inflation, steigende Energiepreise, etc.) auf die Wirtschaft. Die Entwicklung der Kosten bei borlegiertem Walzdraht hat sich im Jahr 2022 weiter erhöht.

(Quelle: www.schraubenverband.de/downloads/Vormaterial)

2. Geschäftsverlauf

a) Branchensituation und gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2022 aufgrund der Auswirkungen des Ukraine Krieges von hoher Inflation und somit von weiteren Preissteigerungen gekennzeichnet. Eine Weitergabe der Preiserhöhungen von unseren Lieferanten war weitestgehend möglich. Der Umsatz konnte im Jahr 2022 auf EUR 16,9 Mio. gesteigert werden.

b) Restrukturierung

In 2022 wurden die im Jahr 2021 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen weiter vorangetrieben. Aufgrund der vorangetriebenen Restrukturierungsmaßnahmen konnte trotz der herausfordernden konjunkturellen Lage eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 erreicht werden.

Die Vosseler-Gruppe ist mit viel Rückenwind aus dem Markt in das Jahr 2022 gestartet. Die Neubesetzung verschiedener Schlüsselpositionen (bspw. Personalabteilung, Vertrieb, Einkauf, etc.) hat die Geschäftsentwicklung bestärkt. Der Einkaufserfolg konnte im Jahr 2022 auf > 600 TEUR (gruppenübergreifend) gesteigert werden.

Aufgrund der Neuausrichtung des Vertriebs konnten verschiedene Kundenbeziehungen ausgebaut werden. Im Jahr 2022 hat die Vosseler-Gruppe das Auftragsvolumen mit Bestandskunden erhöhen und Neukunden für sich gewinnen können. Eine Weitergabe der Preiserhöhungen seitens unserer Lieferanten war weitestgehend möglich.

Im 2. Quartal 2023 hat sich die wirtschaftliche Lage eingetrübt und belastet den Auftragsbestand und somit auch das Ergebnis der Vosseler-Gruppe. Um dieser negativen Entwicklung entgegenzuwirken wurden bereits geeignete Maßnahmen ergriffen, welche zu einer deutlichen Kostenreduktion führten. Darüber hinaus wurden die ersten Schritte einer standortspezifischen Strategie in die Wege geleitet, welche zu weiteren Kosteneinsparungen führen und zu einer nachhaltigen Marktposition beitragen werden.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a) Ertragslage

Das Jahresergebnis hat sich von einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 130 im Vorjahr auf einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 287 im Berichtsjahr, um TEUR 417 verbessert.

Die Gesamtleistung erhöhte sich im Jahr 2022 um 8 %. Diese Steigerung ergibt sich aus einer Umsatzsteigerung i. H. v. 6 % und einer Erhöhung der Bestandsveränderung i.H.v. 39 % als Folge einer Vorratsproduktion aufgrund bevorstehender Energiepreiserhöhungen ab 2023.

Der Materialaufwand hat sich im Jahr 2022 um 10 % erhöht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf eine Steigerung der Umsätze und einer weiteren Preissteigerung des Kaltstauchdrahtes gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verringert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 9 % gestiegen. Im Wesentlichen ist diese Steigerung auf verstärkten Aufwand in der IT-Landschaft und weiteren Beraterleistungen zur Abarbeitung der Sanierungsmaßnahmen zurückzuführen.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Das Unternehmen verfügt grundsätzlich über einen solventen Kundenstamm. Zur Reduktion des Ausfallrisikos sind die Kundenforderungen über eine Warenkreditversicherung versichert. Kritische Kunden müssen im Voraus ihre Ware bezahlen. Daher sind Forderungsausfälle die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der Zahlungsfrist gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich das Unternehmen im Wesentlichen aus den liquiden Mitteln und über das Kontokorrent.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Größere Neu- und Ersatzinvestitionen werden über Darlehen oder Finanzierungsleasing vorgenommen.

Die bestehenden Darlehen wurden weiterhin planmäßig getilgt.

Die Vosseler-Gruppe verfügt über ein wöchentliches Liquiditätsreporting (13-Wochen Liquiditätsplanung), um bei eventuellen Auffälligkeiten kurzfristig Maßnahmen ergreifen zu können. Im Berichtszeitraum war die Vosseler-Gruppe durchfinanziert und auch innerhalb der 13-Wochen Liquiditätsplanung verfügt die Gruppe über ausreichend Liquidität.

Investitionen

Die getätigten Investitionen im Berichtszeitraum 2022 belaufen sich hauptsächlich auf Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Im Berichtsjahr wurde in eine neue Maschine zur Messung des Reibbeiwertes und in die Instandhaltung des bestehenden Maschinenparks investiert.

c) Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist im Berichtsjahr gesunken, da die planmäßigen Abschreibungen das Investitionsvolumen übersteigen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen ist auf die Vorproduktion einiger Produkte zurückzuführen, welche aufgrund der im Vergleich zu 2023 deutlich geringeren Stromkosten noch in 2022 produziert wurden. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind dagegen leicht niedriger als im Vorjahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind stichtagsbedingt gesunken, die sonstigen Vermögensgegenstände sind dagegen angestiegen.

Die in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltenen Darlehen wurden planmäßig getilgt und reduzierten sich um 13 %. Die höhere Inanspruchnahmen der Kontokorrentlinien hatten einen gegenläufigen Effekt. Insgesamt verbleibt ein Anstieg von 4 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Stichtag 31. Dezember 2022 um 12 % erhöht.

Insgesamt hat sich die Bilanzsumme um 8 % erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt unverändert 29 %.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des operativen Geschäfts werden verdichtete Zahlen aus der Finanzbuchhaltung und dem ERP-System herangezogen. Grundsätzlich werden Auftragseingang, Umsatz aber auch die Liquidität überwacht und bewertet.

Monatlich wird die Umsatzentwicklung und die Entwicklung des Rohergebnisses gegenüber der Planung überwacht und bewertet.

Der Auftragsbestand betrug zum Jahresende EUR 8,6 Mio. (Vj. EUR 12,5 Mio.).

Der Cashflow war im Berichtsjahr mit -555 TEUR negativ, was unter anderem auf die hohen Kosten der Restrukturierung und einer auftragsbezogenen Vorproduktion für das Jahr 2023 zurückzuführen ist.

5. Gesamtaussage

Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2022 wird seitens der Geschäftsleitung trotz der herausfordernden konjunkturellen Lage als zufriedenstellend eingeschätzt. Im 2. Quartal 2023 hat sich die generelle wirtschaftliche Lage eingetrübt. Innerhalb der Vosseler-Gruppe wurden geeignete Maßnahmen ergriffen, welche zu einer deutlichen Kostenreduktion führten. Die Ausarbeitung und damit einhergehende Umsetzung einer standortspezifischen Strategie wird zu einer zukünftigen positiven Geschäftsentwicklung beitragen.

III. PROGNOSEBERICHT

Seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges und die damit einhergehenden Konsequenzen (Inflation, höhere Energiekostenpreise, etc.) hat sich die Geschäftsentwicklung bereits im 2. Halbjahr 2022 eingetrübt.

Das Jahr 2023 ist von Stahlpreisreduktionen aufgrund einer gesunkenen Nachfrage geprägt. Im 1. Halbjahr 2023 konnte die Vosseler - Gruppe bereits einen Einkaufserfolg von größer 600 TEUR erzielen.

Mit der Einstellung eines technischen Geschäftsführers zum 1. April 2023 wird die Neuausrichtung der Vosseler-Gruppe weiter vorangetrieben.

Der rückläufige Auftragsbestand belastet das Ergebnis der Vosseler GmbH in 2023.

Für das Jahr 2023 rechnen wir bei rückläufigen Umsätzen mit einem leicht negativen Ergebnis.

IV. RISIKOBERICHT

Das Risikomanagement hat innerhalb der Vosseler-Gruppe einen hohen Stellenwert. Als Unternehmen sind wir mit einer Vielzahl von möglichen Risiken konfrontiert, welche einen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.

Die Geschäftsleitung wird regelmäßig über Risiken informiert, welche die Geschäftsentwicklungen maßgebend beeinflussen könnten und steuert aktiv dagegen an. Zur Identifikation, Bewertung und Dokumentation der wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken verwendet unsere Gesellschaft ein Risikomanagementsystem, das durch die folgenden Prozesse gekennzeichnet ist:

Unternehmerische Entscheidungen werden auf der Basis von Projektvorlagen getroffen, in denen Chancen und Risiken im Einzelnen dargestellt werden. Darüber hinaus werden im Rahmen der Unternehmensplanung, der jährlichen sowie der unterjährigen Planung die Chancen und Risiken aller Geschäftsaktivitäten beurteilt und daraus Zielerreichungs- und Risikobegrenzungsmaßnahmen abgeleitet. Mit den Materiallieferanten werden, soweit möglich, Kontingentsvereinbarungen getroffen, die eine mittelfristige Preisplanung möglich machen und Bonusvergütungen gewährleisten.

Über das Berichtssystem werden alle Entscheidungsträger rasch und umfassend über den Grad der Zielerreichung sowie über Markt- und Wettbewerbsveränderungen informiert. Durch die permanente Beobachtung kritischer Erfolgsfaktoren werden Abweichungen frühzeitig erkannt, sodass entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Zur Kontrolle der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft ist ein Planungs- und Berichtswesen mit monatlicher Analyse der Plan- und Istwerte installiert, damit frühzeitig auf Fehlentwicklungen reagiert werden kann.

Risiken

Neben der Gewinnung und dem Erhalt von Fachkräften sind die größten Herausforderungen der Umgang mit den Nachwehen der Corona-Pandemie und vor allem dem Ukraine-Krieg mit den steigenden Energiepreisen und Unsicherheit auf der Nachfrageseite.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sowie die Auswirkungen des Strukturwandels in der Automobilbranche könnten zu einer Abweichung von der Prognose führen, die das Unternehmen in seiner positiven Entwicklung beeinträchtigen kann. Konjunkturelle Einbrüche oder Verschiebungen bzw. Stornierungen von Aufträgen innerhalb der Automobilindustrie können zu einer Reduktion von Kundenaufträgen führen. Um den Schwankungen innerhalb der Automobilbranche entgegenzuwirken, werden gezielt Kunden aus dem Non-Automotive aufgebaut.

Liquiditätsengpässe bei unseren Kunden können zu Forderungsausfällen führen. Der Liquiditätsstatus wird auf täglicher Basis überwacht. Mittels einer 13-Wochen Liquiditätsplanung wird bei eventuellen Auffälligkeiten kurzfristig gegengesteuert. Mittels eines zweiwöchigen Mahnwesens und eine entsprechende wöchentliche Überwachung der Debitoren und Kreditoren wird diesem Risiko ebenfalls entgegengewirkt.

Die Gesellschaft ist nicht in wesentliche Gerichts- oder Schiedsverfahren verwickelt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten.

Wie jedes Unternehmen ist auch unsere Gesellschaft mit Gewährleistungsansprüchen konfrontiert. Zur Absicherung derartiger Risiken haben wir ausreichend Rückstellungen gebildet. Den möglichen Teil der Risiken haben wir zusätzlich durch entsprechende Versicherungen wirtschaftlich und sinnvoll abgedeckt.

Weitergehende besondere Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

V. Chancenbericht

Die größten Chancen das angestrebte Umsatzziel zu erreichen oder zu übertreffen, liegen in dem Ausbau der Non-Automotive Kunden und in der Umstellung der Fertigung bei den Premium-Herstellern in der Automotive-Branche hinsichtlich Gleichteilen. Um den Umsatzschwankungen in den letzten Jahren entgegenzuwirken ist ein Ausbau von Non-Automotive Kunden zwingend notwendig.

Die Umstellung auf die Plattformfertigung führt zu einem erhöhten Bedarf an Gleichteilen, was wiederum der Fertigungstechnologie in der Umformtechnik entgegenkommt. Große Serien können in der Umformung kostengünstiger produziert werden.

Materialpreissteigerungen sowie umweltpolitische Aspekte wie beispielsweise Ressourceneffizienz führen dazu, dass die Fertigungstechnologie der Massivumformung gegenüber der Zerspanungstechnologie an Attraktivität gewinnt, was sich zukünftig positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken wird.

Trotz der in 2023 sich abzeichnenden negativen konjunkturellen Lage, überwiegen innerhalb der Vosseler-Gruppe die Chancen die Risiken. Die bereits eingeleitete Neuausrichtung der Vosseler-Gruppe führte zu einer Effizienzsteigerung innerhalb der Prozesse und zu Reduktion der Kosten. Der intensivierte Kontakt zu unseren Lieferanten und auch Kunden wird zu einer positiven Geschäftsentwicklung beitragen.

Die Umsetzung einer standortspezifischen Strategie wird mittel- und langfristig weitere Kosteneinsparungen mit sich bringen und zu einer nachhaltigen Marktposition führen.

Aufgrund der intensivierten und ausgebauten Kundenbeziehungen wird sich die Geschäftslage des Unternehmens, unter der Voraussetzung einer stabilen gesamtwirtschaftlichen Lage, langfristig wieder verbessern.

 

Aldingen, 11. August 2023

Vosseler GmbH

Isabel Vosseler, Geschäftsführerin

Markus Hummel, Geschäftsführer

Zum Zwecke der Offenlegung wird der Jahresabschluss im Rahmen der Offenlegungserleichterungen nach § 326 ff. HGB gekürzt wiedergegeben. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Vosseler GmbH, Aldingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vosseler GmbH, Aldingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vosseler GmbH, Aldingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Eislingen, 16. August 2023

ESWICON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holzwarth, Wirtschaftsprüfer

Kottmann, Wirtschaftsprüfer

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