Metallwarenfabrik Walter H. Becker GmbH

Anzenkirchener Straße 4, 84371 Triftern, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Landshut HRB 1194
Eingetragen
19.4.1978
Branche
Herstellung von nicht elektrischen Haushaltsartikeln aus MetallHerstellung von BüromöbelnHerstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen Metallen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Metall- und Lackierwaren aller Art, insbesondere von Möbeln aus Stahlblech. Es darf auch andere Erzeugnisse herstellen, bearbeiten, erwerben und vertreiben. Die Gesellschaft führt die Geschäfte der bisherigen Firma "Metallwarenfabrik Walter H. Becker KG" mit dem Recht auf Firmenfortführung fort.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Stärfl
seit 4.9.2020
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Anja Becker
seit 8.7.2016
Prokura
Hans-Werner Becker
seit 12.11.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

84389 Postmünster
270.000 €
54.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Metallwarenfabrik Walter H. Becker GmbH

Triftern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/23

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Metallwarenfabrik Walter H. Becker GmbH hat ihren Sitz in Triftern und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Landshut (HRB 1194).

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022/23 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den §§ 266 und 275 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Einzelne Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Als Nutzungsdauer werden überwiegend drei bzw. fünf Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände nach der linearen und degressiven (nur Altbestand) Methode vorgenommen. Zugänge ab 01.01.2008 werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben.

Im Berichtsjahr zugegangene geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 wurden in voller Höhe abgeschrieben.

Bei degressiv abgeschriebenen Vermögensgegenständen des beweglichen Anlagevermögens wird in dem Zeitpunkt auf die lineare Abschreibungsmethode übergegangen, in dem diese zu höheren Abschreibungen führt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Erhaltene Anzahlungen werden offen abgesetzt (§ 268 Abs 5 HGB).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Für bestehende Ausfallrisiken werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Ausweis der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der abzugrenzenden Beträge angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie eventueller Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Als Rechnungszinssatz wurden p. a. 1,81 % (Vorjahr: 1,77 %), als Rententrend 1,80 % sowie als Fluktuationsrate 0,00 % zugrunde gelegt.

Die Steuerrückstellungen entsprechen den zu erwartenden Abschlusszahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Die Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist nachfolgend in der Anlage 3 / 7 wiedergegeben.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf.

3. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 500.000,00. Das Stammkapital ist in voller Höhe einbezahlt. Es ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 5.424.621,41 (Vj. EUR 4.997.548,88) vorhanden.

4. Rückstellungen

Bei der Pensionsrückstellung wurde vom Wahlrecht der ratierlichen Zuführung bis zum 31.12.2024 (Art. 67 Abs. 1 EGHGB) nicht Gebrauch gemacht.

Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz ermittelt, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Hierbei wurde entsprechend § 253 Abs. 2 S. 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen.

Aus der Berechnung der Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn bzw. sieben Jahren ergibt, ergibt sich der folgende Unterschiedsbetrag:

EUR
Pensionsrückstellung 10-Jahreszins 113.129
Pensionsrückstellung 7-Jahreszins 114.311
Unterschiedsbetrag 1.182

Der sich ergebende Entlastungsbetrag in Höhe von EUR 1.182 unterliegt der Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Ansprüche aus nicht genommenen Urlaubstagen (TEUR 211) und Arbeitszeitguthaben (TEUR 116), Garantierückstellungen (TEUR 76), Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 21) sowie Rückstellungen für noch zu erbringende Leistungen (TEUR 2).

5. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit Gesamtbetrag
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 538.214,77 0,00 0,00 538.214,77
Vorjahr 710.438,79 0,00 0,00 710.438,79
2. sonstige Verbindlichkeiten 967.330,46 0,00 0,00 967.330,46
Vorjahr 927.514,70 0,00 0,00 927.514,70
1.505.545,23 0,00 0,00 1.505.545,23
Vorjahr 1.637.953,49 0,00 0,00 1.637.953,49

Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten ebenfalls eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

6. Passive latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus einem Unterschiedsbetrag bei der Abschreibung immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt.

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt TEUR 55. Davon entfallen TEUR 0 auf das laufende Geschäftsjahr.

7. sonstige finanzielle Verpflichtungen

sonstige Verpflichtungen bestehen, aufgegliedert nach Fälligkeiten, aus folgenden Verträgen:

Miet-und Leasingverträge

30.09.2023
TEUR
fällig bis 1 Jahr 552
- fällig 1 bis 5 Jahre 679
fällig über 5 Jahre 0
1.232

8. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet als Gesamtschuldnerin für an die Besitzgesellschaft Becker GmbH & Co. KG ausgereichte Darlehen. Die Darlehen sind zum Bilanzstichtag mit TEUR 664 (Vj. TEUR 792) valutiert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Abschreibungen

Im Berichtsjahr wurden auf immaterielle Vermögensgegenstände planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 80 vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen TEUR 278.

2. sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält u. a. TEUR 553 für Mieten für das betriebliche Anlagevermögen (Immobilien). Daneben sind Leasing- und Lizenzaufwendungen für Software, Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 174 enthalten.

3. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträgen sind im Berichtsjahr nur in geringfügigem Umfang vorhanden.

4. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge liegen im Berichtsjahr nur in geringfügigem Umfang vor.

5. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen i.S.d. § 285 Nr. 31 HGB

Im Berichtsjahr lagen keine außergewöhnlichen Erträge und Aufwendung vor.

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR -123 (Vj. TEUR 160) resultieren aus dem steuerlichen Verlustrücktrag in die vergangenen beiden Veranlagungszeiträume und aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Es sind Erträge aus der Auflösung latenter Steuern in Höhe von TEUR 22 enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 50 (Vj. 56) gewerbliche Arbeitnehmer sowie 51 (Vj. 49) Angestellte, davon insgesamt 2 (Vj. 2) Auszubildende.

2. Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr

Herr Dipl. Ing. (univ.) Hans-Werner Becker, Kaufmann, Postmünster

Frau Dr. Helen Carla Becker, Kauffrau, Hebertsfelden

Hinsichtlich weiterer Angaben wird von der Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

3. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre.

In der Folge des Ausbruchs des Krieges zwischen Russland und der Ukraine am 24. Februar 2022 haben sich gravierende Veränderungen insbesondere auf dem Energie- sowie auf dem Rohstoffmarkt ergeben. Obgleich die zukünftige Entwicklung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verlässlich quantifiziert werden kann, sind weitere negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht auszuschließen.

4. Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 605 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 4.819 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Triftern, 05.02.2024

Hans-Werner Becker

Dr. Helen Carla Becker

Entwicklung des Anlagevermögens

historische Anschaffungskosten
01.10.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 627.955,03 0,00 16.022,76 0,00 611.932,27
2. geleistete Anzahlungen 21.650,00 0,00 0,00 0,00 21.650,00
649.605,03 0,00 16.022,76 0,00 633.582,27
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 1.485.537,98 525.538,00 3.953,31 27.250,00 2.034.372,67
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.471.381,80 54.799,88 220.043,27 0,00 1.306.138,41
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.250,00 5.584,03 0,00 -27.250,00 5.584,03
2.984.169,78 585.921,91 223.996,58 0,00 3.346.095,11
kumulierte Abschreibungen
01.10.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 363.059,03 80.497,50 16.020,26 0,00 427.536,27
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
363.059,03 80.497,50 16.020,26 0,00 427.536,27
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 1.096.022,98 123.010,50 3.951,31 0,00 1.215.082,17
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.040.332,51 154.824,88 220.040,27 0,00 975.117,12
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.136.355,49 277.835,38 223.991,58 0,00 2.190.199,29
Buchwerte
30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 184.396,00 264.896,00
2. geleistete Anzahlungen 21.650,00 21.650,00
206.046,00 286.546,00
II. SACHANLAGEN
1. technische Anlagen und Maschinen 819.290,50 389.515,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 331.021,29 431.049,29
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.584,03 27.250,00
1.155.895,82 847.814,29

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Metallwarenfabrik Walter H. Becker GmbH, Triftern:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Metallwarenfabrik Walter H. Becker GmbH, Triftern, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Metallwarenfabrik Walter H. Becker GmbH, Triftern, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften der Satzung und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften der Satzung in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit diese Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Passau, 21. Februar 2024

CONSILIA GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schneider, Wirtschaftsprüfer

Dr. Roßmayer, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. September 2023

AKTIVA

30.09.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 184.396,00 264.896,00
2. geleistete Anzahlungen 21.650,00 21.650,00
206.046,00 286.546,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 819.290,50 389.515,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 331.021,29 431.049,29
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.584,03 27.250,00
1.155.895,82 847.814,29
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.447.553,02 2.434.073,73
2. unfertige Erzeugnisse 3.497.000,13 2.117.974,49
3. fertige Erzeugnisse 102.187,83 66.194,70
4. geleistete Anzahlungen 0,00 27.784,00
5. erhaltene Anzahlungen -1.722.860,12 -725.600,92
4.323.880,86 3.920.426,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 618.419,29 786.926,75
2. sonstige Vermögensgegenstände 518.619,92 207.741,31
1.137.039,21 994.668,06
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 613.304,44 2.258.468,38
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 42.513,54 51.414,88
7.478.679,87 8.359.337,61

PASSIVA

30.09.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnvortrag 5.424.621,41 4.997.548,68
III. Jahresfehlbetrag /-überschuss -605.317,66 427.072,73
5.319.303,75 5.924.621,41
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 113.129,00 120.514,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 45.421,71
3. sonstige Rückstellungen 485.889,89 553.602,00
599.018,89 719.537,71
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 538.214,77 710.438,79
2. sonstige Verbindlichkeiten 967.330,46 927.514,70
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 6 (Vj. TEUR 33)
- davon aus Steuern: TEUR 50 (Vj. TEUR 95)
1.505.545,23 1.637.953,49
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 54.812,00 77.225,00
7.478.679,87 8.359.337,61

Feststellungen

Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 22. März 2024 festgestellt worden.

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

2022/2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.269.418,52 16.448.046,65
2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.415.018,77 -329.405,87
3. sonstige betriebliche Erträge 92.371,51 136.285,46
16.776.808,80 16.254.926,24
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -7.919.068,41 -6.692.667,08
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.195.528,65 -550.816,26
-9.114.597,06 -7.243.483,34
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.657.472,19 -4.682.987,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -995.939,73 -1.004.636,82
- davon für Altersversorgung TEUR 11 (Vj. TEUR 17)
-5.653.411,92 -5.687.624,37
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -358.332,88 -316.670,55
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.355.471,72 -2.400.709,72
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.193,37 -4.882,23
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -23.161,95 -11.150,00
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen TEUR 2 (Vj. TEUR 6) -20.968,58 -16.032,23
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 123.378,70 -160.453,38
11. Ergebnis nach Steuern -602.594,66 429.952,65
12. sonstige Steuern -2.723,00 -2.879,92
13. Jahresfehlbetrag /-überschuss -605.317,66 427.072,73

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 - 2023 vom 01.10.2022 bis 30.09.2023

Die Walter H. Becker GmbH mit Sitz in Triftern und Zweigniederlassungen in Pfarrkirchen und Berlin produziert und vertreibt Einrichtungen für Krankenhäuser. Außerdem werden kundenspezifische Gehäuse und Bauelemente hergestellt. Der Produktbereich Krankenhauseinrichtungen gliedert sich in die Bereiche Schrankanlagen, bewegliches Mobiliar und Dentalmobiliar. Ergänzt werden diese Produkte aus eigener Fertigung durch Handelsware und auftragsbezogene Zukäufe von Geräten und Zubehör. Gute, innovative Produkte und zuverlässige Leistungen machen uns zu einem anerkannten Anbieter für diese Produktbereiche.

1. Geschäftsentwicklung und Rahmenbedingungen

Die Nachfrage in den Nachbarländern und ganz besonders im deutschen Markt hat sich für die Becker-Produkte nach der Corona-Pandemie wie erwartet stabil entwickelt. Unser Konzept, auf funktionale Aspekte bei der Produktentwicklung und Gestaltung zu setzen und die eigene Kompetenz weiter zu entwickeln um unseren Kunden ausgereifte Lösungen für Arbeitsabläufe aber auch Systementscheidungen anzubieten, hat sich bewährt und wird deshalb unverändert verfolgt. Für das kommende Jahr setzen wir in der Euro-Zone und besonders in Deutschland wie zuletzt auf stabile Märkte wenngleich uns die angespannte Finanzlage bei den Krankenhäusern zunehmend Sorge bereitet.

Vertrieb und Auftragseingang

Der Auftragseingang entwickelt sich stabil, der Auftragsbestand liegt leicht über dem Vorjahresniveau. Der Nachhol- und Erneuerungsbedarf bestimmt weiterhin den Markt und erfolgt wie zuletzt im geplanten Umfang. Die Umsetzung von einzelnen Maßnahmen kann aber aufgrund sehr unterschiedlicher Ursachen immer wieder auch verzögert erfolgen. Gründe sind dafür zum Beispiel Material- und Personalengpässe im Bau- und Ausbaubereich, Finanzierungsengpässe und leider auch grundsätzliche Struktur- und Finanzprobleme im Gesundheitssystem. Der Umsatz hat gegenüber dem Vorjahr aus den vorgenannten Gründen insgesamt abgenommen, dies gilt auch für den Exportanteil. Da sich einige Projekte verzögert haben erwarten wir im Folgejahr einen Ausgleich.

Beschaffung

Die Beschaffungskosten für den Hauptrohstoff Blech haben sich im Verlauf des Jahres auf hohem Niveau stabilisiert und liegen nun ca. 30 bis 35 % über dem Stand vor dem Beginn der Energiekrise. Bei Zubehörteilen, Hilfs- und Betriebsstoffen und Frachten mussten ebenfalls weitere Kostensteigerungen hingenommen werden. Auch die Preisentwicklungen bei Komponenten, Geräten, Maschinen und anderen angebotsbezogenen Zulieferteilen sind nicht mehr im gewohnten Maße vorhersehbar, insbesondere bei sich verändernden Laufzeiten von Projektaufträgen.

2. Ertragslage

Die Gesamtleistung lag im Geschäftsjahr 2022/2023 wieder leicht über dem Vorjahr. Das ordentliche Unternehmensergebnis sank erneut und beträgt nun -728 TEUR. Das Ergebnis nach Steuern lag bei -605 TEUR und damit erheblich unter der Prognose im Lagebericht des Vorjahres. Die Gründe liegen in den unter dem Punkt Beschaffung genannten Preisentwicklungen. Preis- und Bewertungsanpassungen im Angebot und sukzessive Ablaufverbesserungen und Anpassungs- oder Ersatzinvestitionen in Produktion und IT werden dazu beitragen die Ertragslage nachhaltig zu verbessern.

3. Vermögens- und Finanzlage

Der Anteil der Sachanlagen stieg gegenüber dem Vorjahr um 36,3 % auf 1.156 TEUR. Das Vorratsvermögen stieg im Berichtsjahr um 10,3% auf 4.324 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um 21,5% gegenüber dem Vorjahr auf 618 TEUR. Der freie Cash Flow sank auf -1.623 TEUR. Die flüssigen Mittel reduzierten sich um 72,9 % auf 613 TEUR. Die Rückstellungen verringerten sich um 16,8% auf 599 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 8,1 % auf 1.506 TEUR. Die Bilanzsumme sank um 10,5 % auf 7.479 TEUR bei einer Eigenkapitalquote von 71,1%.

4. Nachtragsbericht

Es gibt keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag über die zu berichten wäre.

5. Chancen- / Risikobericht

Um mögliche Veränderungen und Risiken zu erkennen und Chancen zu nutzen, werden die über die Jahre entwickelten Vorsorge- und Kontrollsysteme konsequent eingesetzt. Der Bereich Rechnungswesen und Controlling stellt monatlich alle relevanten Daten und Kennzahlen der Geschäftsleitung zur Verfügung, die diese bewertet und erforderliche Maßnahmen ergreift. Durch regelmäßige Besprechungen von Geschäftsleitung mit Vertrieb und Produktion und die sofortige Information der Geschäftsleitung bei wichtigen Anlässen wird sichergestellt, dass Produktrisiken, trotz aller Sorgfalt bei Konzeption und Konstruktion, frühzeitig erkannt werden und entsprechend risikomindernd eingegriffen wird. Aktuellen Marktentwicklungen gilt unsere besondere Aufmerksamkeit. Sowohl auf der Liefer- wie auf der Abnehmerseite werden die Rahmenbedingungen immer volatiler, stark beeinflusst durch die gesamten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und alle Folgen aus Energiepreisveränderungen und möglichen Verknappungen. Die zum Teil langen Vertragslaufzeiten bei Aufträgen und immer wieder deutliche Verzögerungen bei den geplanten Ablaufzeiten erschweren die Abwägung von Risiken und Chancen. Wichtig bleibt es weiterhin Verbesserungspotential im Bereich der Produkte und der ganzen Prozesskette zu erkennen und zu nutzen um mit innovativen marktgerechten Produkten und Leistungen im Wettbewerb erfolgreich zu bestehen.

6. Prognosebericht

Forschung und Entwicklung

Die Weiterentwicklung und Pflege des Produktportfolios sind unsere Aufgabenschwerpunkte. Die Grundlagen für eine erfolgreiche Marktbearbeitung werden weiterhin optimierte Arbeitsplatzgestaltung und gut abgestimmte Arbeitsprozesse mit genau dafür konzipierten Produkten sein.

Personal

Durch Aus- und Weiterbildung sichert sich das Unternehmen gut ausgebildetes Personal für die Zukunft. Vorhandene Vakanzen und Ausbildungsplätze zu besetzen bleibt eine Herausforderung.

Investitionen

Für die folgenden Geschäftsjahre sind Investitionen im Bereich Digitalisierung und in Anlagen- und Fertigungstechnik zur laufenden Produktionsverbesserung geplant.

Qualitätsmanagement

Im Jahr 2023 wurde das 16. Überwachungsaudit durch den TÜV Süd nach ISO 9001:2015 erfolgreich durchgeführt. Die im Qualitätsmanagement definierten Geschäftsprozesse und Kriterien sind ein wichtiger Teil unserer täglichen Arbeit.

Ausblick

Der Bedarf des deutschen Marktes an Produkten unseres Produktportfolios ist weiterhin stabil, da sowohl Ersatz- als auch Erweiterungsinvestitionen in den Krankenhäusern stattfinden und notwendig sind. Unser Marktsegment ist seit Jahren nur geringen Schwankungen unterworfen, deshalb erwarten wir auch längerfristig keine gravierenden Änderungen, allerdings sind Einflüsse durch Personal- und Materialengpässe im Bau- und Ausbaugewerbe und in Folge des Kriegs in der Ukraine zu erwarten. Auch immer noch zunehmende Regularien für die Auftragsabwicklung in allen Gewerken im Bereich der öffentlichen Ausschreibungen verändern die Geschäftsabläufe bereits nachhaltig und erschweren sie damit in aller Regel. In anderen Ländern erleben wir immer wieder regionale Besonderheiten. Währungsverhältnisse und politische Eingriffe beeinflussen das Einkaufsverhalten unserer Kunden.

Im europäischen Raum erschweren Regulierungen, Anmeldebestimmungen im Rahmen der Entsendung gerade auch bei kurzzeitigen Montageeinsätzen und andere vermeintliche Marktschutzmaßnahmen dauerhaft das Arbeiten. Die in der Vergangenheit schon einmal erreichte unkomplizierte Zusammenarbeit geht durch all diese Beschränkungen verloren, manchmal ist die Zusammenarbeit mit Ländern außerhalb Europas unkomplizierter möglich.

Die Infrastruktur in Deutschland und besonders die Mobilfunk- und Glasfaserabdeckung in Bayern bereitet weiterhin große Sorgen.

Die Auswirkungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für 2024 und die folgenden Jahre noch nicht abschließend einzuordnen. Es zeigen sich erhebliche Verwerfungen in der Struktur der Krankenhausfinanzierung die weiter zu Insolvenzen auch von gemeinnützigen Krankenhausgesellschaften führen. In wieweit es bald gelingt diese Verwerfungen auszuräumen oder es zur gezielten Reduzierung von Krankenhausbetrieben kommt, werden die nächsten Jahre zeigen. Bisher hatte die Gesundheitspolitik in Deutschland einen hohen Stellenwert, die Versorgung der Bürger stand im Vordergrund. Klar scheint, dass die heutige Krankenhausfinanzierung mit der seit Jahren praktizierten Abrechnung über DRGs und parallel die weitgehend staatliche Grundfinanzierung der Infrastruktur den Folgen der Corona-Pandemie nur unzulänglich gerecht wurde. Davon ausgehend ist zu erwarten, dass Bundes- und Landesregierungen (Gesundheitswesen ist größtenteils Ländersache) und unterstellte Behörden starke Eingriffe vornehmen werden. Die vielfältigen Ansatzpunkte das komplexe Gesundheitssystem neu auszutarieren bergen hohe Risiken, die Einfluss auf das Marktgeschehen haben werden.

Die deutlichen Preissteigerungen bei der Beschaffung in den Jahren 2022 und 2023 werden in die Angebotslegung eingearbeitet und können abhängig von der Wettbewerbssituation erst zeitverzögert zur Entspannung führen. Kommt es aufgrund steigender Energiepreise, auch in Folge des Kriegs in der Ukraine, zu einem weiteren Preisschub oder reißen zum Teil fragile Lieferketten erneut ab sind die Folgen nicht absehbar. Weiterhin spitzt sich die Personalsituation aber auch die damit einhergehende Kostensituation zu.

Vorausgesetzt die Rahmenbedingungen verändern sich nicht dramatisch und die Projektablaufplanungen werden nicht grundlegend auf den Kopf gestellt erwarten wir durch anstehende Projektabrechnungen eine leichte Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr.

Die Bedeutung für die Ertragslage ist aufgrund aller volatilen Rahmenbedingungen und noch nicht abgeschlossenen Kostensteigerungen schwer abschätzbar. Wir erwarten aufgrund aller getroffenen Maßnahmen eine Verbesserung und ein niedriges aber positives Ergebnis. Bei Angeboten und Aufträgen bewerten wir die damit verbundenen Begleitumstände und handeln vorsichtig unter Berücksichtigung unserer Erkenntnisse und der jeweiligen Situation.

Mit allen zum jeweiligen Zeitpunkt möglichen Maßnahmen und sinnvollen Optionen, werden wir das Unternehmen durch diese Herausforderungen führen. Die Pflege unserer guten Kundenbeziehungen und die Digitalisierung unserer Prozesse werden uns helfen durch diese Transformationszeiten zu kommen. Gerade unsere Produkte werden für gute und sichere Krankenhäuser gebraucht.

 

Triftern, 05.02.2024

Hans Werner Becker

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