Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Ökoring Handels GmbH
Dieselstraße 7, 82291 Mammendorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michelle Schlosser seit 7.4.2025 | Prokura |
Christoph Weigl seit 31.5.2007 | Geschäftsführer |
Thomas Börkey-Biermann seit 4.5.2007 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (5)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 30.00% | |
T***** B************** | 21.20% |
C******** W**** | 10.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Ökoring Handels GmbHEigenbeteiligung | 26.80% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 6 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ökoring Handels GmbHMammendorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023der Ökoring Handels GmbHA. Überblick über den GeschäftsverlaufI. Beschreibung der Geschäftstätigkeit Die Ökoring Handels GmbH, gegründet 1993, betreibt einen Großhandel mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln und Nonfood-Produkten. Bedient wird schwerpunktmäßig der Naturkostfachhandel in ganz Bayern, in angrenzenden Gebieten Österreichs sowie auch in Teilen von Südtirol. Für Nordbayern/Franken besteht zudem eine Niederlassung in Nürnberg mit Umschlaglager, in Südtirol besteht eine Kooperation mit einem Kleinverteiler. I I. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Der Naturkostfachhandel hat sich in den letzten 20 Jahren zum führenden Anbieter und Verteiler hochwertiger, insbesondere ökologisch erzeugter Lebensmittel in Deutschland entwickelt. Der Marktanteil am gesamten Bio-Lebensmittelumsatz lag 2023 bei 19,6% (Vorjahr 20,5%) (lt. Branchenreport 2024 des BÖLW, Seite 16) und lag damit 5,1% unter dem Ausnahmejahr 2020. Größter Wettbewerber ist der traditionelle Lebensmitteleinzelhandel (LEH) incl. Discounter. Das auch von Ökoring bediente Hotel- und Gastronomiegewerbe (Kundengruppe "Außerhaus-Verpflegung" incl. Caterer, Kantinen, Schulen, Kindergärten, sozialen und kirchlichen Einrichtungen) erfuhr in 2023 eine weitere Steigerung von 7,7% gegenüber dem schon stark gestiegenen Vorjahr. Die von Ökoring belieferte Branche der Bio-Hauslieferdienste (Abokisten, Ökokisten), oft mit gärtnerischem Ursprung, konnte weiter gut beliefert werden, nach extrem guten Jahren 2020 und 2021 jedoch mit einem Minus von 6,5% gegenüber 2022. III. Wesentliche Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1. Allgemeine Entwicklung
2. Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 145 Mitarbeiter beschäftigt. 3. Investitionen Die Neuinvestitionen der Ökoring Handels GmbH beliefen sich 2023 saldiert mit den Abgängen auf 803,3 T€. Die größte Einzel-Investition lag 2023 mit 248 T€ im Bereich Büroausbau (Fertigstellung) im Neubau über den Rampen. B. Darstellung der Lage der GesellschaftI. Darstellung der Vermögenslage Das Sachanlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr durch Neuinvestitionen von 639 T€ abzüglich Abschreibungen von 540 T€ und Abgängen von 11 T€ um 88T€ angestiegen, die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich um 59 T€ durch Anzahlungen auf das neue ERP-System abzüglich Abschreibungen erhöht. Das Umlaufvermögen (ohne Rechnungsabgrenzungsposten) reduzierte sich um 744 T€ gegenüber dem Vorjahr. Das Vorratsvermögen erhöhte sich dabei um 249 T€, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 316 T€. Die liquiden Mittel verringerten sich um 518 T€ von 3.927 T€ auf 3409 T€, vor allem wegen Investitionen für den Bürobereich sowie für Hard- und Software für ein neues ERP-System. Im Jahr 2023 konnten weitere Genussrechte in Höhe von 120 T€ ausgegeben werden. Wegen Beendigungen von Genussrechten durch Kündigungen im Jahr 2023 oder zum Jahresende reduzierten sich die Genussrechtseinlagen um insgesamt 31.200 €. Somit erhöhte sich der Bestand von Genussrechten zum 31.12.2023 gegenüber dem Vorjahr um 88.800 €. Im Jahr 2023 wurden keine neuen Mitarbeiter-Genussrechte ausgegeben. Das Gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2023 1.000 T€, dem stehen erworbene eigene Anteile von 288 T€ gegenüber. Die Eigenkapitalquote auf Basis des wirtschaftlichen Eigenkapitals incl. Genussrechten und Gesellschafterdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt sowie eines Privatdarlehens mit qualifiziertem Rangrücktritt unter Einschluss des Jahresergebnisses, unter Abzug der eigenen Gesellschaftsanteile der Ökoring Handels GmbH beträgt zum Bilanzstichtag 44,3 % (Vorjahr 39,2 %) der Bilanzsumme. Der Absolutbetrag des wirtschaftlichen Eigenkapitals stieg zum 31.12.2023 ggüb. dem Vorjahr um 8,3%. Die lang- und mittelfristigen Bankverbindlichkeiten erhöhten sich durch Hinzunahme von zwei GLS-Darlehen für Büroausbau und Folgedarlehen für abgelöstes GLS-LfA-Darlehen auf 1.900 T€ (Vorj. 1.433 T€). Kennzahlen zur Vermögenslage
II. Darstellung der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses Im Jahr 2023 lag der Warenumsatz (Controlling-Auswertung 12-2023, Vorjahr-Ist-Vergleich) 1,5 % über dem Vorjahr. Der Personalaufwand (incl. Nebenkosten lt. Controllingauswertung) erhöhte sich um ca. 3,8 % gegenüber dem Vorjahr und damit überproportional zum Umsatz. Die "Kosten der Warenabgabe" lt. Kostenrechnung blieben in 2023 gegenüber dem Vorjahr stabil auf 8,5% des Umsatzes. Im Geschäftsjahr 2023 weist die Gesellschaft ein Ergebnis vor Ertragsteuern von ca. 1.141,8 T€ (Vj. 1.106,8 T€) und nach Ertragsteuern von 825,1 T€ (Vj. 799,8 T€) aus. Damit liegen die beiden von uns fokussierten finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Ergebnis vor Ertragsteuern im Umsatz etwas und im Ergebnis sehr deutlich über den prognostizierten Erwartungswerten. Im Vergleich zur Entwicklung des deutschen Naturkosthandels (BÖLW Branchenreport 2024, Seite 18: Umsatz 2023 +0,2% gegenüber 2022) liegt Ökoring mit +1,5% Umsatz 2023 gegenüber 2022 etwas besser. Durch die verschiedenen Kundengruppen Naturkostläden, Abokisten, Außerhaus-Verpflegung erwies sich Ökoring auch 2023 wieder stabil entsprechend dem sich erholenden Biofachhandel. In 2023 konnte Ökoring mit nur leicht gestiegenem Umsatz gegenüber dem Vorjahr und bei dennoch gestiegenen Personalkosten (+3,8 %, Controllingauswertung, Vorjahr-Ist-Vergleich 2023) und Kosten der Warenabgabe (+1,5%) immer noch ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen. Wesentlicher Grund dafür war die Verbesserung des prozentualen Deckungsbeitrages.
III. Darstellung der Finanzlage Der Cashflow lag Ende 2023 bei 1.799 T€, der Nettocashflow bei 1.482 T€.
C. Darstellung der voraussichtlichen EntwicklungI. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung in 2024 Nach Einschätzung der Entwicklung in den einzelnen Kundengruppen und Vertriebsgebieten ging Ökoring bei der Jahresplanung im Januar 2024 von einem vorsichtig geplanten Umsatzrückgang im Gesamtjahr 2024 gegenüber 2023 um ca. -9 % aus. Dies berücksichtigt das Ausscheiden eines Großkunden ab Sept. 2024. Bis einschließlich Juli 2024 lagen die Ist-Umsätze von Ökoring gegenüber dem Vorjahr 1,1 % niedriger, jedoch 6,7% über dem Plan (Auswertung Controlling 7-2024, Vorjahr-Ist und Plan-Ist 2024). Ökoring ist weiterhin auf dem Weg, durch Ausweitung der Kundenstrukturen seine Zukunft auf mehrere Säulen zu stellen. So kann Ökoring den Verlust eines Großkunden durch die Ausrichtung der Kundenstrukturen und den steigenden Absatz-Anteil der Außer-Haus-Verpflegung weitgehend kompensieren. Den größten Teil des Umsatzes macht Ökoring mit Frischeprodukten, die mehr Erfahrung und Kompetenz in der Qualitätsführung benötigen. Dadurch kann er sich weiter als der Bio-Frischegroßhändler für Bayern profilieren und erfolgreich entwickeln. In den Folgejahren erwartet Ökoring bis 2025 eine Stagnation oder leichte Umsatzrückgänge, und ab 2026 wieder eine Rückkehr zu moderatem Wachstum. II. Ergebnisprognose für das nächste Geschäftsjahr Seit dem Beginn des Russland-Ukraine Krieges im Februar 2022 hat sich die vorher schon angestiegene Inflationsrate in Deutschland auf bis zu 10,4 % im Okt. 22 erhöht (Statistisches Bundesamt, veröffentlicht z.B. in SZ online am 29.11.22) und liegt inzwischen wieder bei verhältnismäßig niedrigen 2,3 % (Statistisches Bundesamt, destatis.de, Wert für Juli 24 ggüb Juli 23). Auch wenn im Bio-Frische-Bereich die Preise weniger anstiegen als im konventionellen, steigen inzwischen auch bei den Bioerzeugern die Kosten, weshalb regelmäßige Preisanpassungen in der ganzen Lieferkette durchgeführt werden mussten. Der anhaltende Sparwillen von großen Teilen der Bevölkerung bei hochwertigen Lebensmitteln ist auch 2024 noch spürbar, wenn auch die Wertschätzung für Bio, Regionalität und Nachhaltigkeit wieder steigt. Eine Herausforderung für Ökoring liegt in dem zu erwartenden Umsatzrückgang in 2025. Wegen eines im September 2024 ausscheidenden Großkunden erwartet Ökoring nochmals einen Umsatzrückgang in 2025 von etwa -8 bis -9 %. Ökoring bemüht sich, den Ertrag durch differenzierte Preiskalkulationen weiter leicht auszubauen sowie die Kostenseite entsprechend gut im Griff zu halten. Der Hauptkostenbereich Personal liegt Ende Juli 24 bei +4,0 % ggüb. dem Vorjahr, vor allem durch die rückwirkenden Tariferhöhungen seit Okt.2023. In der Erwartungsrechnung 2024 sind auch die weiteren tariflichen Erhöhungen in 2024 berücksichtigt, vor allem auch eine tariflich verpflichtende Einmalzahlung im Oktober 2024 von insgesamt ca. 110 T€. Andererseits werden auch nach dem geplanten Umsatzrückgang ab Oktober 2024 einige befristete Stellen nicht verlängert, wodurch eine leichte Entlastung den tariflichen Erhöhungen entgegenwirkt. Die aktuelle Erwartungsrechnung auf Basis der Ist-Zahlen bis Juli 2024 zeigt einen Umsatzrückgang für 2024, von rd. 8,5 % sowie ein Jahresergebnis vor Steuern von 276 €. Für das in 2023 gestartete IT-Projekt zur Erneuerung des ERP-Systems sind in 2024 und 2025 jeweils 250 T€ als weitere Investitionen und 250 T€ als Projektkosten eingeplant incl. Hardware-Erneuerungen, Schulungen etc. D. Risiken und Chancen der voraussichtlichen EntwicklungAus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigenden Risiken erkennbar. Den potentiell bestehenden Risiken im Rahmen der staatlich zunehmenden Hygieneanforderungen kann Ökoring entgegentreten durch das bestehende Logis-System mit der Möglichkeit der Verfolgbarkeit von Chargen. Den allgemeinen Wettbewerbsrisiken, verbunden mit Preisdumping der Marktführer begegnet Ökoring mit zunehmender Konzentration auf Regionalität und Kompetenzmarketing. Ökoring hat sich als Qualitätslieferant für Bio-Frischeprodukte im Großraum München und Bayern etabliert und erwartet mittelfristig eine steigende Umsatz- und Ertragsentwicklung. Mit Hilfe eines Kooperationspartners wird nach Südtirol geliefert, vor allem an die dort gelegenen Hotels und Gastronomie, die sich für biologische Speiseangebote entschieden haben. Dem zunehmenden Wettbewerb unter den Biogroßhändlern wegen der stagnierenden und rückläufigen Umsätze im Bio-Fachhandel begegnet Ökoring verstärkt mit Spezialisierung auf bestimmte Kundengruppen und Belieferung von kleineren Läden sowie in der Gastronomie und Außerhaus-Verpflegung. Die guten Verbindungen zu regionalen Herstellern und Erzeugern in der Landwirtschaft ermöglichen es Ökoring zudem regionale, qualitativ gute Angebote zu machen bei weitgehend stabilen Preisen. Dennoch wird Ökoring bei der vorsichtig eingeschätzten Umsatzentwicklung auch Einsparungen bei den variablen Kosten vornehmen müssen. Bei sinkenden Absatzmengen, die durch die Inflationswirkung stärker sinken als die Umsätze, wird es möglich sein, trotz weiterer leichter Lohnsteigerungen den Personaleinsatz in einigen Bereichen effektiver zu gestalten. Auch im Frachtbereich können Touren verkleinert oder saisonal reduziert werden. Um die voraussichtliche Entwicklung konkreter zu fassen, hat Ökoring eine Mehrjahresplanung unter sehr vorsichtiger Umsatzschätzung aufgestellt. Hier sieht man, dass die kommenden Jahre voraussichtlich bei Umsatzrenditen v. Steuer von unter 1% vom Umsatz liegen (Ergebnis-Erwartung 2024: 0,3% vom Umsatz, Plan-Ergebnis 2025 0,9% vom Umsatz). Die erhöhte Inflation seit dem Jahr 2022 durch den Kriegsausbruch in der Ukraine hat sich inzwischen wieder deutlich gelegt, jedoch kann Ökoring Kostensteigerungen im Personalkostenbereich, die nach wie vor anhalten, nur durch effizienteren Personaleinsatz begegnen. Auch weitere indirekte Auswirkungen des Krieges wie Verteuerung der Energiekosten haben sich wieder deutlich gelegt, so konnte Ökoring ab 2024 günstige Stromtarife mit den Stadtwerken vereinbaren. Jedoch könnten weitere Mauterhöhungen, die staatlicherseits zuletzt zum 1.7.24 nun auch für Klein-LKWs eingeführt wurden und womöglich eine Stellschraube für den Staat darstellen, an denen er leicht drehen kann, Risiken darstellen. E. Sonstige AngabenRisikomanagementziele und Finanzinstrumente Das Risikomanagementsystem umfasst alle wesentlichen Bereiche der Unternehmenssteuerung. Ziel des Systems ist die Vermeidung von Schäden sowie die Ermöglichung von Chancen. Wesentliche Risiken im Unternehmen werden identifiziert und im Risikomanagement-Prozess analysiert und bewertet. Das Ökoring-Planungssystem umfasst alle wesentlichen Bestands- und Entwicklungsgrößen des Unternehmens. Diese werden jeweils monatlich mit den Ist-Werten verglichen und analysiert. Auf dieser Grundlage sind die Entwicklung des Unternehmenserfolgs, des Eigenkapitals und der Finanzmittel jederzeit überprüfbar und planbar. Die Bereiche Lebensmittelqualität und -sicherheit werden durch eine Fachabteilung auf qualitativ hohem Niveau betreut. So konnte sich Ökoring 2022 erneut nach dem IFS Food Standard zertifizieren lassen und verfügt damit auch über den Qualitätstandard der namhaften Lebensmittelketten und -hersteller. Preisänderungsrisiken, die z.B. durch verstärkten Wettbewerb entstehen können, werden durch Qualitätssteigerung, Ausweitung des Kundenservice sowie durch eine verstärkte Spezialisierung ausgeglichen. Außerdem wird das Risiko des Preisverfalls bereits in der Deckungsbeitrags¬ und Umsatzplanung berücksichtigt. Ausfallrisiken bei Forderungen werden durch ausreichende Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand sowie durch ein permanentes Forderungsmanagement abgedeckt. Zudem werden alle Neukundenkontakte bzgl. ihrer Bonität über Bürgel-Online abgefragt. Die Gesellschaft betreibt weiterhin ein aktives Liquiditätsmanagement auf Basis von detaillierten Unternehmens- und Finanzplanungen. Es besteht kein grundsätzliches Liquiditätsrisiko. Durch die vorgesehene Thesaurierung des Jahresergebnisses 2023 haben sich die finanziellen Reserven nochmals deutlich erhöht. So konnte ein Nachrang-Darlehen mit Eigenkapital-Charakter über ursprünglich 1 Mio. € in 2021, 2022 und 2023 um jeweils 250 T€ reduziert werden, ohne Einbußen an Reserven zu bewirken. Durch die stetig zunehmenden Genussrechtsbeteiligungen und durch die Thesaurierung von mindestens 80% der Gewinne kann Ökoring die wachstumsbedingten Kapitalbindungen durch Steigerung der Kunden-Forderungen und der Lagerbestände angemessen nachkommen. Zudem werden die schon langjährig bestehenden Genussrechte mit Eigenkapitalcharakter immer weiter ausgebaut, da die Nachfrage nach solchen Beteiligungen im Umfeld des Unternehmens und darüber hinaus weiter besteht. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote stieg zum Ende 2023 auf 44 % (Vj. 39%). Auf Grund der untergeordneten Bedeutung von Fremdwährungspositionen kann das Kursänderungsrisiko vernachlässigt werden. Insbesondere der fast ausschließliche Import aus dem Euro-Raum verringert ein Währungsrisiko erheblich. Ein Zinsänderungsrisiko ist auf Grund von langfristigen Zinsbindungen bei den verzinslichen Schulden mittelfristig nicht gegeben. Bilanz für OffenlegungszweckeAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Ökoring Handels GmbH, MammendorfAmtsgericht München, HRB 103187Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Ökoring Handels GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG wurde die Bilanz um die Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" erweitert. Des Weiteren wurde die Bilanz um die Posten "Genussrechtskapital" ergänzt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Bilanzierung und BewertungBilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bauten auf fremden Grund und Boden wurden im Februar 2013 fertig erstellt. Die Herstellungskosten beinhalten direkt zurechenbare Zinsen für Fremdkapital. Aktivierte Kosten für grundstücksgleiche Rechte (Erbbaurechte) werden nach der Laufzeit der Erbbaurechtsverträge abgeschrieben. Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 aber nicht mehr als EUR 800,00 wurde das Wahlrecht zur Sofortabschreibung ausgeübt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten - Ausleihungen zum Nennwert oder niedrigeren beizulegenden Werten Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei den Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1% der Forderungen eingestellt. Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der abzugrenzenden Beträge angesetzt. Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Angabe zu Forderungen Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 11.201,59 (Vorjahr: EUR 17.055,67). Genussrechtskapital Das Genussrechtskapital beträgt zum 31.12.2023 EUR 1.861.700,00. Davon sind zum 31.12.2023 EUR 10.000,00 gekündigt, der Ausweis dieser Genussrechte erfolgt unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Laufzeit der Genussrechte ist unbestimmt, eine Kündigung ist frühestens zum Ende des 7., 8. oder 9. vollen Kalenderjahres möglich; ansonsten verlängert sich die Laufzeit um ein Kalenderjahr. Bei den Genussrechtsbedingungen für die Mitarbeiterbeteiligung beträgt die Laufzeit 6 volle Kalenderjahre. Die Gewinnbeteiligung erfolgt bei allen Genussrechten durch eine Mindestausschüttung (Grundverzinsung) und eine gewinnabhängige Verzinsung. Durch die Grundverzinsung darf sich kein Jahresfehlbetrag ergeben, die Verzinsung erfolgt nur aus Jahresüberschüssen. Werden in den Folgejahren Jahresüberschüsse erzielt, ist das durch Verlust reduzierte Genussrechtskapital bis zum Nennbetrag wieder zu erhöhen, bevor eine anderweitige Gewinnverwendung vorgenommen wird. Die Genussrechte gewähren keine Mitgliedschaftsrechte. Eine Beteiligung am Liquidationserlös erfolgt nicht. Die Genussrechte sind frühestens wie folgt fällig:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden in voller Höhe abgesichert. Des Weiteren bestand zur Absicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Globalabtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an bestimmte Einzelkunden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten ein Darlehen in Höhe von TEUR 100, das mit 3 % p. a. verzinst wird und mit einer Frist von sechs Monaten zum Monatsende kündbar ist sowie ein weiteres Darlehen in Höhe von TEUR 200 mit einer Verzinsung von 3 % p. a. und einer Laufzeit bis zum 30.04.2028. Latente Steuern Passive Latente Steuern:
Die Steuerlatenzen beruhen auf Unterschieden durch die Abschreibungen auf den entgeltlich erworbenen Firmenwert, auf Computer Soft- und Hardware sowie einer geänderten Bewertung der Beteiligungen aufgrund einer steuerlichen Außenprüfung. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem für die Gesellschaft anzuwendenden Steuersatz in Höhe von 27,05%. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Seit 2011 bestehen zwei Erbbaurechtsverträge mit einer Laufzeit von ursprünglich 60 Jahren, der jährliche Erbbauzins beträgt TEUR 41,3. Sonstige Angaben Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält 100% der Geschäftsanteile an der Leergut Logistik Mammendorf GmbH. Diese Gesellschaft weist am 31.12.2022 ein Eigenkapital in Höhe von EUR 229.182,37 aus, das Jahresergebnis 2022 betrug EUR 57.214,88. Mitglieder der Geschäftsführung
Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge nimmt die Gesellschaft die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl belief sich im Geschäftsjahr auf 145 (Vorjahr: 144), davon 78 (Vorjahr: 74) gewerbliche Mitarbeiter und 67 (Vorjahr: 70) Angestellte. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 825.119,77 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.662.506,84 auf neue Rechnung vorzutragen.
Mammendorf, 4. September 2024 Thomas Börkey-Biermann, Geschäftsführer Christoph Weigl, Geschäftsführer Anlagenspiegel für OffenlegungszweckeAnschaffungs- und Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
ln dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verküzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Ökoring Handels GmbH Mammendorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ökoring Handels GmbH, Mammendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ökoring Handels GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erster Halbsatz HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der von Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 4. September 2024 TREUHAND
UNION GMBH
Schmid, Wirtschaftsprüfer Mayerhanser-Marx, Wirtschaftsprüfer Festgestellt: Der Jahresabschluss wurde am 25. Oktober 2024 festgestellt. |
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