Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 10045
Eingetragen
26.3.2008
Branche
Herstellung von PräzisionsstahlrohrenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Turbinen
Gegenstand
Die Herstellung von Präzisionsteilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Roland Hermle
seit 10.2.2009
Geschäftsführer
Hans Capellmann
seit 10.2.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Hans Capellmann
Rottweil, Grundstraße 30
33.33%
Roland Hermle
Gosheim, Klippeneckstraße 2/1
33.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PTS-precision GmbH

Schwerin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die PTS-precision GmbH produziert und vertreibt Getriebekomponenten für Klein- und Flachmotoren (Zahnräder, Schnecken, Spindeln, Drehteile) vornehmlich für die Automobilzulieferer- und Elektrowerkzeugindustrie. Die hauptsächlichen Anwendungen der von PTS hergestellten Produkte finden sich in Komfort-Verstellsystemen in Automotive-Produkten.

Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte in Deutschland. Die Produkte werden im Wesentlichen in Komponenten und Produkten der CVT-Unternehmensgruppe verwendet.

Die PTS-precision GmbH ist größter Drehteilehersteller im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Für die Ausübung der Geschäftstätigkeiten beschäftigt die PTS-precision GmbH erfahrene Techniker aus den Bereichen Maschinenbau und Zerspanung, die den Kunden umfangreiche Beratung und Unterstützung bei der Herstellung der Produkte geben. Prozesse in Einkauf und Vertrieb werden in Synergie mit der CVT-Unternehmensgruppe ausgeführt.

1.2. Forschung und Entwicklung (F&E)

Die PTS-precision GmbH entwickelt als Zeichnungsfertiger keine eigenen Produkte, legt dafür höchsten Wert auf die nachhaltige Entwicklung von Fertigungs- und Organisationsprozessen. Dafür steht am Standort in Schwerin modernstes Maschinen- und Prüfequipment zur Verfügung verbunden mit einer organisatorischen Eigenständigkeit.

1.3. Ziele und Strategie

Die Ziele der Gesellschaft sind in der langfristigen Strategieplanung "B52" festgeschrieben, als inhabergeführtes Unternehmen steht eine wirtschaftlich fundierte horizontale Entwicklung / Diversifikation der strategischen Geschäftsbereiche im Vordergrund und damit die langfristige Absicherung der Arbeitsplätze am Standort.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 zeigt im ersten Halbjahr eine insgesamt starke positive Entwicklung der globalen Wirtschaft, die im Sommer deutlich nachließ. Die Weltwirtschaft wuchs mit moderatem Tempo, was vor allem durch den andauernden Krieg in der Ukraine begründet werden kann. Die wirtschaftliche Stabilität hat das Niveau vor Ukraine-Krieg und Corona-Pandemie noch nicht wieder erreicht.

In vielen entwickelten Volkswirtschaften stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresverlauf, was zu einem Anstieg des Verbrauchervertrauens und höheren Konsumausgaben führte. Die Investitionstätigkeit nahm ebenfalls zu, da Unternehmen begannen, ihre verschobenen Projekte umzusetzen. Die Zentralbanken erhöhten die Zinssätze im Laufe des Jahres, um die Inflation und damit das Preisniveau zu senken. Nach der Zinserhöhung im September um 0,25 Prozentpunkte, gab es bis Ende des Jahres 2023 keine weiteren Anpassungen des Leitzinses.

Der Februar 2022 sorgte in vielen Bereichen unseres Lebens dann für eine Zeitwende. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine überschattet das Weltgeschehen seit seinem Ausbruch Ende Februar 2022 und sorgte für Paradigmenwechseln in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen. Neben der humanitären Katastrophe, den vielen Toten, Verletzten und Geflüchteten hat der Krieg auch ökonomische Folgen: Aufgrund der hohen Abhängigkeit von russischem Öl und Gas ließ allein die Angst vor möglichen Versorgungsengpässen die Preise für fossile Energieträger in die Höhe schnellen. Die Inflation sank langsam über das Jahr 2023, wobei die Energiepreise weiterhin hoch angesetzt blieben. Bis zu diesem Jahr konnten politische Maßnahmen die Ängste nicht mindern. Durch Wegfall von Subventionen ist mit weiter steigenden Energiekosten zu rechnen.

Die wirtschaftliche Entwicklung insbesondere der Automobilindustrie weltweit war weiterhin durch Lieferkettenprobleme und Produktionseinschränkungen vor allem aufgrund eines Mangels an Halbleitern geprägt. Weiterhin ist die wirtschaftliche Entwicklung der Automobilindustrie von der disruptiven Entwicklung im Bereich der Antriebstechnologie geprägt. Im Jahr 2023 wurden weltweit rund 71,1 Millionen Kraftfahrzeuge verkauft. Dies stellte einen Rückgang von 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar. Der Höchstwert lag mit über 95,6 Millionen abgesetzten Kraftfahrzeugen im Jahr 2017. Allein in China wurden im Jahr 2023 rund 26,06 Millionen Personenkraftwagen verkauft, in Deutschland waren es etwa 2,84 Millionen Fahrzeuge.

Bei der Entwicklung der EBIT-Marge zeichnen sich unterschiedliche Entwicklungen ab. Für die schon angeschlagenen Automobilhersteller wurde es nicht besser und die EBIT-Marge sank im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem die europäischen Automobilzulieferer litten dabei stark. Zusätzliche Belastungen durch politische Entscheidungen und Vorgaben auf europäischer (DSGVO) und nationaler Ebene (Klimaschutz, Energiekosten, Steuer- und Abgabenbelastung, Lieferkettengesetz) sind zusätzliche Herausforderungen für mittelständische Unternehmen.

2.2. Geschäftsverlauf

Die Auslastungs- und Umsatzplanung zeigte im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 nur marginale Abweichungen beziehungsweise geringe monatliche Verschiebungen. Der Rohertrag konnte gesteigert werden, allerdings sind die Preise für Roh- und Betriebsstoffe, Energie, bezogene Waren und Dienstleistungen sowie der Logistik weiterhin auf einem hohen Niveau.

Damit konnten im Geschäftsjahr 2023 die gesetzten Ziele nicht wie erwartet erfüllt werden. Die massiven und kurzfristigen Kostenerhöhungen beeinflusste in erster Linie alle Ergebnisgrößen.

2.3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als Unternehmensziele der PTS-precision GmbH werden im Wesentlichen Ziele der kommerziellen Aktivitäten (Kundenorientierung, Finance), Qualität, Umwelt, Sicherheit und Energie definiert.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren des Managements der PTS-precision GmbH sind der Umsatz und das Ergebnis nach Steuern. Diese Kennzahlen werden monatlich dem Management berichtet, Abweichungen analysiert und entsprechende Aktionen auf dieser Basis festgelegt.

Im Managementbericht, welcher jährlich erstellt wird, wird im Wesentlichen die Performance der PTS-precision GmbH mit den jeweiligen Prozesskennzahlen analysiert.

2.4. Wirtschaftliche Lage

2.4.1. Ertragslage

Das Rohergebnis steigerte sich im Berichtsjahr um 573 TEUR (7,4 %) auf 8.278 TEUR (VJ 7.705 TEUR).

Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 297 TEUR (10,0 %) auf 3.258 TEUR (VJ 2.961 TEUR). Im Verhältnis zum Rohergebnis nahm die Personalaufwandsquote überproportional zu, begründet in einem überproportional ansteigenden Lohnniveau in Mecklenburg-Vorpommern.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 236 TEUR (10,2 %) auf 2.564 TEUR (VJ 2.328 TEUR). Gründe für die Erhöhung sind die um 161 TEUR (18,1%) erhöhte Kosten für Werkzeuge sowie Reparaturen und Instandhaltungen infolge des vergrößerten Maschinenbestands. Die Kosten der Warenabgabe nahmen um 57 TEUR (21,6%) zu, die übrigen Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen erhöhten sich um 53 TEUR (19,0 %). Daneben war eine Erhöhung der Wertberichtigungen auf Forderungen um 62 TEUR (595,38 %) zu berücksichtigen. Die Werbekosten konnten um 79 TEUR (49,1 %) und die Raumkosten um 28 TEUR (19,0 %) gesenkt werden.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen belaufen sich im Berichtsjahr auf 2.029 TEUR und sind damit um 250 TEUR (14,1 %) höher als im Vorjahr (1.779 TEUR). Dies ist vor allem begründet durch die hohen Investitionen in neue Fertigungsmaschinen im Berichtsjahr und dem Vorjahr.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 37 TEUR (48,1 %) auf 114 TEUR.

Das Ergebnis nach Steuern verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 148 TEUR (37,8 %) auf 244 TEUR.

2.4.2. Finanzlage

Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist maßgeblich auf die Steuerung der benötigen Liquidität ausgerichtet.

Der Wert der nicht ausgenutzten Kreditlinien betrug 1.250 TEUR (VJ 1.204 TEUR).

Die flüssigen Mittel haben im Geschäftsjahr um 221 TEUR auf 152 TEUR (VJ 373 TEUR) abgenommen. Der Bestand an flüssigen Mitteln und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich um 808 TEUR auf 3.478 TEUR erhöht (VJ 2.670 TEUR).

Im Berichtsjahr konnte die Gesellschaft ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit bedienen. Damit verfügt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag über eine ausreichende Liquiditätsausstattung.

2.4.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 18.204 TEUR (VJ 18.442 TEUR) und hat sich gegenüber dem vorangegangenen Stichtag um 238 TEUR reduziert.

Der Wert der Sachanlagen betrug zum Bilanzstichtag 12.303 TEUR (VJ 12.985 TEUR). Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies eine Abnahme von 682 TEUR dar. Die Investitionen des Berichtsjahres bestanden im Wesentlichen in der Anschaffung zusätzlicher CNC-Drehmaschinen (1.305 TEUR).Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 445 TEUR auf 5.827 TEUR erhöht (VJ 5.382 TEUR).

Dabei hat sich das Vorratsvermögen in der Berichtsperiode um 38 TEUR auf 1.032 TEUR (VJ 994 TEUR) erhöht.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 628 TEUR auf 4.643 TEUR (VJ 4.015 TEUR). Dies resultiert überwiegend aus der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.030 TEUR auf 3.327 TEUR. Im Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände war eine Minderung um 401 TEUR auf 1.317 TEUR zu verzeichnen.

Das Eigenkapital erhöhte sich um 227 TEUR auf 10.722 TEUR (VJ 10.495 TEUR) gegenüber dem vorherigen Bilanzstichtag. Die Eigenkapitalquote stieg von 56,9 % auf 58,9 % an. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die Rückführung der Kreditverbindlichkeiten und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen zur Finanzierung des Anlagevermögens nahm gegenüber dem Vorjahr um 63 TEUR auf 1.655 TEUR zu (VJ 1.592 TEUR). Ursächlich hierfür ist die Auszahlung von Fördermitteln für die Maschineninvestitionen in Höhe von 410 TEUR.

Die Rückstellungen in Höhe von 376 TEUR (VJ 397 TEUR) beinhalten sonstige Rückstellungen in Höhe von 376 TEUR (VJ 397 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen haben sich um 21 TEUR reduziert.

Die Verbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr 5.445 TEUR (VJ 5.949 TEUR) und reduzierten sich um 504 TEUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich auf Grund der planmäßigen Tilgung der bestehenden Darlehen um 167 TEUR auf 4.741 TEUR (VJ 4.908 TEUR). Dem gegenüber stand die Auszahlung des Restbetrags eines im Vorjahr gewährten Darlehens.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit 514 TEUR um 298 TEUR geringer als im Vorjahr (VJ 812 TEUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich um 39 TEUR auf 191 TEUR (VJ 229 TEUR). Dies ist im Wesentlichen begründet durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Steuern.

2.4.4. Gesamtaussage

Die gesamtwirtschaftliche Lage des Unternehmens war im Jahre 2023 aufgrund der Entwicklung der steigenden Preise für Rohstoffe und Energie unter Druck und führte zu einem stark rückläufigen Ergebnis. Die Nachfrage nach Produkten der der PTS-precision GmbH stieg weiter, was zu steigenden Umsatzerlösen führte. Die Umsatzerlöse stiegen vor allem im Bereich Automotive. Die Nachfrage nach Komponenten für Powertools sank, wurde aber durch die erhöhte Nachfrage im Bereich Automotive wieder ausgeglichen. Maßnahmen zur Rohstoffkostenoptimierung wurden ergriffen, um insbesondere auf die enorme Steigerung der Materialaufwandskosten und Energiepreise zu reagieren.

3. Personal

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die PTS-precision GmbH im Jahresdurchschnitt 64 Mitarbeiter (VJ 61).

Ein Schwerpunkt des Personalmanagements liegt in der zielgerichteten Personalentwicklung und Weiterbildung der Belegschaft.

4. Risiko- und Chancenbericht

4.1. Risikomanagement und Zertifizierung

Die Bedeutung des Risikomanagements für die PTS-precision GmbH ergibt sich aus der unternehmerischen Tätigkeit, die untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden ist. Der Erfolg der Gesellschaft wird wesentlich durch das Erkennen dieser Chancen und Risiken und daraus resultierender Maßnahmen gesteuert. Ein umfassendes Risikomanagement ist somit ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens und dessen erfolgreiche Weiterentwicklung in der Zukunft.

Risiken zu erkennen und zu bewerten sowie gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einzuleiten ist eine Kernaufgabe für das Management der PTS-precision GmbH.

Das Qualitäts-Managementsystem der Gesellschaft ist für den gesamten Standort Schwerin nach der Norm ISO 9001:2015 zertifiziert. Im November 2022 wurde das letzte Audit in Form eines Re-Audits durchgeführt und daraus resultierende Maßnahmen im Dezember 2022 erfolgreich abgeschlossen.

4.2. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

4.2.1. Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung

Als national tätiges Unternehmen ist PTS-precision GmbH einer Reihe von unternehmensspezifischen Risiken ausgesetzt, die sich unter Umständen nachteilig für die Geschäftsentwicklung und somit auf die Ertrags- und Vermögenssituation auswirken können. Die PTS-precision GmbH betreibt ein aktives Risikomanagement unter anderem nach der Kinney-Methode, dass die Basis für langfristige Management-Entscheidungen darstellt.

4.2.1.1. Branchenrisiko

Die PTS-precision GmbH ist vornehmlich den aktuellen Risiken der Automobilzuliefererindustrie ausgesetzt. Deutlich weniger tangiert ist die Gesellschaft durch den disruptiven Transformationsprozess der Branche hin zur Elektromobilität, da nur ein sehr geringer Umsatzanteil auf den Bereich Motorenmanagement entfällt.

Erklärtes Ziel des Unternehmens ist es, die Gesellschaft nicht nur gegen finanzielle Risiken abzusichern, sondern die finanzielle Agilität und Flexibilität dergestalt zu stärken, um auf besondere Kundenwünsche hinsichtlich Produkte und Prozesse unabhängig und zeitnah im volatilen Umfeld des Marktes reagieren zu können.

Im langfristigen Horizont gesehen bleibt der Wunsch der Weltbevölkerung nach individueller Mobilität, ergänzend um höhere Anforderungen an die Emissionsreduktion und Sicherheit durch den Gesetzgeber und des höheren Komfortanspruches beim Automobil sehen wir das Branchenrisiko mehr als Chance als ein Risiko für das Unternehmen.

4.2.1.2. Lieferantenrisiko

Auf der Beschaffungsseite arbeitet die PTS-precision GmbH zum größten Teil mit langjährigen Partnern zusammen, die regelmäßig hinsichtlich ihrer Leistungs- und Qualitätsperformance und auf etwaige finanzielle Risiken auditiert und überwacht werden. Das Lieferantenmanagement ist in den letzten Jahren kontinuierlich dahingehend erweitert worden, um bereits im Vorfeld des Zulassungsprozesses für neue Lieferanten etwaige Qualitäts- und Finanzrisiken zu erkennen.

Die PTS-precision GmbH hat in den letzten Monaten sowohl bei Schlüsselprodukten als auch bei wichtigen Rohstoffen Zweit- und Drittlieferanten qualifiziert. Somit ist die Abhängigkeit von Einzellieferanten teilweise gegeben. Durch den weiteren Aufbau von Zweit- und Drittlieferanten versucht die Gesellschaft, dieses Risiko weiter zu minimieren.

4.2.1.3. Produkthaftung

Die PTS-precision GmbH liefert über 750 lebende Verkaufsprodukte in zwei strategischen Geschäftsfeldern an. Reklamationen und Schadensersatzforderungen sind grundsätzlich nicht auszuschließen. Durch ein ausgeprägtes Qualitätsmanagement werden diese weitestgehend ausgeschlossen. Die PTS-precision GmbH ist im üblichen Rahmen gegen dieses Risiko versichert.

4.2.1.4. Produktionstechnische Risiken

Trotz hoher sicherheitstechnischer Standards bei Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen sind Betriebsstörungen nicht auszuschließen.

Durch gezielte Neu- und Ersatzinvestitionen in geschäftsrelevante Technologien wird gegen bestimmte Ausfallrisiken vorgesorgt. Die PTS-precision GmbH ist jedoch neben der ständigen Überwachung und Anpassung von Arbeitsanweisungen und Betriebsvorschriften zur Vermeidung solcher Betriebsstörungen und Unfällen im üblichen Rahmen gegen daraus entstehende Schäden versichert. Aus dargelegten Gründen wird das Risiko als gering eingeschätzt.

4.2.1.5. Rohstoffpreisrisiko

Die Materialkosten stellen mit Abstand den größten Kostenblock dar.

Konjunkturbedingte Nachfrageschwankungen auf der Beschaffungsseite sowie regionale Vorkommnisse wie Naturkatastrophen und politische Krisen können zu erheblichen Schwankungen der Rohstoffpreise führen.

Da Preiserhöhungen an die Kunden in der Regel nur mit erheblichem Zeitverzug möglich sind, können durch gestiegene Rohstoffkosten Ergebnisrisiken resultieren.

Das Rohstoffpreisrisiko für 2024 wird bei Stählen als moderat eingestuft; das durch den Ukraine-Krieg und hohe Energiekosten bei in Deutschland produzierenden Lieferanten verursachte hohe Preisniveau wird bleiben. Bei Buntmetallen mit hohem Cu-Anteil wird das Rohstoffrisiko bedingt durch deutlich höhere Bedarfe in der E-Mobilität als hoch eingestuft. Die Verfügbarkeiten können in Einzelfällen bedingt durch Branchenrisiken zu Engpässen führen und die Preise und Lieferzeiten können sich deutlich erhöhen.

4.2.1.6. Währungskursrisiken

Der größte Teil der Rohstoff- und Wareneinkäufe erfolgt in Euro. Somit wird das Währungskursrisiko als gering eingeschätzt.

4.2.1.7. Kredit-, Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Die PTS-precision GmbH verfügt zum Bilanzstichtag über ausreichend Liquidität und Forderungen, um die Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Auch im Hinblick auf die bereits erläuterten nicht ausgeschöpften Kreditlinien befindet sich die Gesellschaft somit in einer sehr stabilen Finanzlage.

4.2.1.8. Risiken im Zusammenhang mit der globalen politischen Lage und der Standortpolitik in Deutschland

Im Jahr 2024/2025 kann die Gesellschaft verschiedenen geschäftlichen Risiken im Zusammenhang mit den globalen politischen Lagern und der Standortpolitik in Deutschland ausgesetzt sein:

• Handelspolitische Unsicherheit: Spannungen zwischen verschiedenen globalen politischen Lagern können zu erhöhter Handelspolitik und Protektionismus führen. Dies könnte zu Handelsbarrieren, Zöllen oder anderen Einschränkungen des internationalen Handels führen, was insbesondere die Geschäftsaktivitäten von Automobilzulieferern beeinträchtigen könnte. Engpässe in der Lieferkette und steigende Kosten für Rohstoffe und Komponenten könnten die Folge sein.

• Veränderungen in der Standortpolitik: Die Standortpolitik in Deutschland könnte sich aufgrund politischer Veränderungen oder wirtschaftlicher Überlegungen ändern. Dies könnte Auswirkungen auf die grundsätzliche Investitionsbereitschaft von Automobilherstellern haben und somit auch auf die Nachfrage nach Zuliefererleistungen. Eine Verlagerung von Produktion oder Forschung und Entwicklung ins Ausland könnte die Position der deutschen Automobilzulieferer schwächen. Die aktuellen politischen Rahmenbedingungen belasten massiv die Geschäftstätigkeiten am Standort Deutschland.

• Regulatorische Anforderungen: Politische Entscheidungen und Regulierungen können sich auf die Automobilindustrie und ihre Zulieferer auswirken. Insbesondere im Bereich der Umwelt- und Klimapolitik können noch strengere Emissionsstandards oder Anforderungen an Elektromobilität neue Herausforderungen und Investitionen für die Zuliefererbranche bedeuten. Die Anpassung an neue Regulierungen erfordert oft hohe Investitionen und kann die Wettbewerbsfähigkeit der Zulieferer beeinflussen.

• Technologischer Wandel: Die politischen Entwicklungen in Bezug auf den technologischen Wandel, wie beispielsweise die Förderung von Elektromobilität oder autonomem Fahren, können die Anforderungen an die Zuliefererindustrie verändern. Wenn Zulieferer nicht in der Lage sind, sich schnell genug auf neue Technologien einzustellen, könnten sie Marktanteile an Wettbewerber verlieren und in ihrer Geschäftsentwicklung behindert werden.

• Fachkräftemangel: Die politische Lage und die Standortpolitik können sich auch auf den Arbeitsmarkt auswirken. Einschränkungen bei der Arbeitsmigration oder Veränderungen in der Ausbildungspolitik könnten zu einem Fachkräftemangel in der Automobilzuliefererindustrie führen. Dies könnte die Fähigkeit der Unternehmen beeinträchtigen, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, was sich auf die Produktivität und Innovationskraft auswirken könnte.

• Ukraine Krieg: Weiterhin ausgesetzt ist die Gesellschaft den wirtschaftlichen Risiken aufgrund der Ukrainekrieges. Insbesondere ist die Gesellschaft in der Produktion aufgrund der Energiepreise direkt betroffen.

• Wirtschaftspolitik: Die aktuelle Wirtschaftspolitik Deutschlands wird 2024 ebenfalls als Risiko angesehen. Höhere Steuern und fahrlässige Entscheidungen gegen das Wohl deutscher Unternehmen tragen hier ebenfalls bei. Viele, gerade kleinere und mittelständische Unternehmen leiden darunter, da viele neue und teure Auflagen unüberlegt verabschiedet werden. Diese sind mit hohen Kosten verbunden und für viele Firmen nicht lange tragbar.

Weitere wesentliche Risiken, die unsere Gesellschaft betreffen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Auch konnten keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert werden, welche sich in absehbarer Zukunft einzeln oder in ihrer Gesamtheit negativ auf das Unternehmen auswirken können. Diese Einschätzung hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Das Unternehmen wird die möglichen Auswirkungen aus den aufgeführten Risiken beobachten und bei Notwendigkeit Maßnahmen einleiten.

4.2.2. Chancen der künftigen Geschäftsentwicklung

4.2.2.1. Produkt- und Prozessinnovationen

Die PTS-precision GmbH entwickelt als Zeichnungsfertiger keine eigenen Produkte, legt dafür höchsten Wert auf nachhaltige Innovationen bei Fertigungs- und Organisationsprozessen. Flache Hierarchien verbunden mit der Fehlerkultur bieten den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Unternehmen ein entsprechendes Innovationsumfeld.

4.2.2.2. Beschaffung

Im Beschaffungsbereich ergibt sich durch Koordinierung und Konsolidierung der Beschaffungsaktivitäten innerhalb der CVT-Unternehmensgruppe die Möglichkeit, Kosten durch Synergien einzusparen.

4.2.2.3. Märkte

Die Hauptregion für weiteres Wachstum ist weiterhin Deutschland, je nach Produktionsstandort der Automobilzuliefererindustrie profitieren wir auch vom Wachstum in NAFTA und ASEAN.

Die hohe Fertigungstiefe und Prozesskompetenz der CVT-Unternehmensgruppe bietet auch die Möglichkeit einer kurzfristig realisierbaren strukturellen Diversifikation, sofern das bestehende Marktumfeld sich exorbitant negativ entwickeln würde. Ein beherrschbares Wachstum umsetzbar aus eigener Kraft ist präferierte Zielsetzung der Geschäftsleitung.

4.2.2.4. Organisation

Optimierungen in der agilen Organisationsstruktur der PTS-precision GmbH in allen Bereichen werden je nach Kunden- oder Marktanforderung bei Bedarf vorgenommen.

Das Risikoprofil der PTS-precision GmbH hat sich im Berichtszeitraum 2023 gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Die Herstellung maßgeschneiderter Produkte mit dem Ziel, kundenspezifische Lösungen anbieten zu können, bietet Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft. Hierdurch wird erwartet, dass sich das gesamte Geschäft weiter etabliert und ausweitet.

In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement wurden im Berichtsjahr keine wesentlichen Risiken festgestellt, die als Einzel- oder Gesamtrisiko den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die Auswirkungen aus den sonstigen beschriebenen Risiken sind durch geeignete Gegenmaßnahmen nach Einschätzung der Gesellschaft kontrollierbar, so dass auch hier keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet werden.

5. Prognosebericht

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,5 % im laufenden Jahr und um 1,2 % im Jahr 2025. Die Inflationsrate wird im Jahr 2024 mit 2,5 % nur wenig niedriger liegen als im Vorjahr.

Die im Jahre 2022 aufgrund des Ukraine-Krieges drastisch gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten sind im Jahr 2023 teilweise leicht zurückgegangen, jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Für 2024/2025 sehen wir keine signifikanten Veränderungen in diesen Kostenblöcken, langfristig jedoch ein erhebliches Kostenrisiko begründet in der suboptimalen Wirtschafts- und Energiepolitik am Standort Deutschland, Restriktionen in der europäischen Gesetzgebung (Stichwort REACH-Verordnung) und möglichen zusätzlichen globalen Verwerfungen.

Sollte der Ukraine-Krieg keine weiteren Lieferkettenverwerfungen verbunden mit Produktionseinschränkungen bei unseren Kunden und deren Kunden verursachen und sich somit auch die Produktabnahme im wichtigsten Absatzmarkt Automobil weiter erholen, blickt das Unternehmen auf der Absatzseite optimistisch auf das Jahr 2024.

Sollte es auf der Beschaffungsseite zu Lieferengpässen oder Rationierungen kommen, wird eine Reduzierung der Absatzmengen in ähnlichem Maße erwartet.

Im Falle einer - trotz der oben genannten globalen Risiken - stabilen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwartet die PTS-precision GmbH für das Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr eine leichte Zunahme der Absatzmengen bei steigenden Verkaufspreisen und damit einhergehend eine leicht steigende Entwicklung des Umsatzes sowie eine leicht steigende Entwicklung des Ergebnisses nach Steuern.

Durch Akquisitionen im Neuteilgeschäft und steigende Bedarfe bei Bestandsprojekten versus die globalen Risiken werden die geplanten Investitionen auf ein Optimum in Höhe von 1,5 Mio. EUR gesetzt. Dabei liegen die Schwerpunkte auf der weiteren Optimierung der Produktion. Dadurch soll die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen weiter verbessert, sowie der Sicherheitsstandard weiter verbessert und Prozessabläufe weiter optimiert werden. Der Großteil der Investitionen wird voraussichtlich über Darlehen, Leasing- oder Mietverträge umgesetzt werden.

 

Schwerin, den 2. Oktober 2024

PTS-precision GmbH

vertreten durch die Geschäftsführer

Hans Capellmann

Roland Hermle

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 12.321.302,32 13.011.275,13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.957,00 25.819,00
II. Sachanlagen 12.303.345,32 12.985.456,13
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.470.850,32 6.684.493,32
2. technische Anlagen und Maschinen 5.277.003,00 5.625.180,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 555.492,00 511.148,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 164.634,81
B. Umlaufvermögen 5.827.345,97 5.382.025,04
I. Vorräte 1.032.348,46 993.814,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.643.384,34 4.015.070,68
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 151.613,17 373.140,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.135,88 48.583,60
Aktiva 18.203.784,17 18.441.883,77

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.722.162,05 10.495.167,14
I. Gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.240.000,00 1.240.000,00
III. Bilanzgewinn 9.422.162,05 9.195.167,14
davon Gewinnvortrag 9.195.167,14 8.820.320,09
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 1.654.708,05 1.592.216,36
C. Rückstellungen 375.838,24 396.702,32
D. Verbindlichkeiten 5.444.841,83 5.949.119,95
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.740.558,52 4.907.512,27
2. sonstige Verbindlichkeiten 704.283,31 1.041.607,68
E. Passive latente Steuern 6.234,00 8.678,00
Passiva 18.203.784,17 18.441.883,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.278.108,52 7.705.397,27
2. Personalaufwand 3.258.205,95 2.961.134,68
a) Löhne und Gehälter 2.650.147,69 2.468.730,14
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 608.058,26 492.404,54
davon für Altersversorgung 67.797,47 68.186,08
3. Abschreibungen 2.029.047,13 1.779.043,68
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.029.047,13 1.779.043,68
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.563.889,66 2.327.454,51
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.128,04 9.229,64
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 114.156,92 77.094,82
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 102.388,37 178.366,55
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.444,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 8.678,00
8. Ergebnis nach Steuern 243.548,53 391.532,67
9. sonstige Steuern 16.553,62 16.685,62
10. Jahresüberschuss 226.994,91 374.847,05
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.195.167,14 8.820.320,09
12. Bilanzgewinn 9.422.162,05 9.195.167,14

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: PTS-precision GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Schwerin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Schwerin
Register-Nr.: HRB 10045

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 bis 3 HGB auf.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften des HGB.

Ergänzend zur Gliederung der Bilanz gemäß § 266 HGB wurde nach der Position A. Eigenkapital die Position B. Sonderposten aus Zuschüssen zur Finanzierung des Anlagevermögens aufgenommen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer wurde auf Basis der steuerlichen AfA-Tabellen geschätzt. Die Abschreibung auf die Zugänge zum Anlagevermögen erfolgt zeitanteilig.

Die Behandlung der Anschaffung abnutzbarer, beweglicher Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten 1.000,00 € nicht übersteigen, folgt den steuerrechtlichen Bewertungsvorschriften des § 6 Abs. 2 und 2a EStG. Die steuerbilanziellen Vorschriften können, da der Posten insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, hier nach herrschender Meinung für die Handelsbilanz übernommen werden.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Vorräte

Die im Vorratsvermögen erfassten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt, das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen fertigen Erzeugnisse und Waren wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgte retrograd, ausgehend von den Nettoverkaufspreisen. Für Gewinn, Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie für das allgemeine Ausfallrisiko, für Kundenskonti und sonstige Abzüge wurden angemessene Abschläge berücksichtigt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel wurden im Wesentlichen mit dem Nennbetrag angesetzt.

Risiken im Forderungsbestand werden durch die Bildung angemessener Pauschal- und Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Sonderposten für Investitionszuschüsse

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet Fördermittel zur Finanzierung der Anschaffung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Dieser Bilanzposten wurde nach dem Schema des § 266 Abs. 3 HGB unter Erweiterung nach § 265 Abs. 5 HGB (Allgemeine Grundsätze der Gliederung) i.V.m. Tz. 2.1 der Stellungnahme des IDW HFA 1/1984 i.d.F. von 1990 hinsichtlich des Ausweises der aus öffentlich-rechtlichen Kassen gewährten Investitionszuschüssen gebildet.

Der Sonderposten wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens aufgelöst.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Sofern die Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufwiesen wurden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz (Aktivseite)

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt Euro 883.635,28 (Vorjahr: Euro 652.677,15).

Angaben zur Bilanz (Passivseite)

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 1.194.745,40 Euro (Vorjahr: 920.309,86 Euro).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 4.372.066,35 Euro.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

- Grundpfandrecht an den im Betriebsvermögen befindlichen Grundstücken

- Sicherungsübereignung von Maschinen

- Institutionelle prozentuale Bürgschaft der Kreditanstalt für Wiederaufbau

- Eigentumsvorbehalte

Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro bis 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
größer 5 J.
TEuro
gegenüber Kreditinstituten 4.740,6 822,0 2.723,9 1.194,7
aus Lieferungen und Leistungen 513,7 513,7 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 190,6 190,6 0,0 0,0
Summe 5.444,9 1.526,3 2.723,9 1.194,7

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 1.526.312,35 Euro (Vorjahr: 2.308.561,43 Euro).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 3.918.529,48 Euro (Vorjahr: 3.640.558,52 Euro).

Latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 6.234,00 Euro.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: - 2.444,00 Euro.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 10.071,94 Euro Leasingverpflichtungen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung (608.058,26 Euro) beinhalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 67.797,47 Euro (Vorjahr: 68.186,08 Euro).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag (102.388,37 Euro) beinhalten Erträge aus der Auflösung latenter Steuern in Höhe von 2.444,00 Euro (Vorjahr: -8.678,00 Euro).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Anzahl
Arbeiter 57,00
Angestellte 7,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 64,00

Namen der Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörten an:

Hans Capellmann

Roland Hermle

Die Anhabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
Euro
Stand bisheriger Kredite 585.179,38
Rückzahlungen im Berichtsjahr 0,00
Neuvergaben im Berichtsjahr 0,00
= neuer Kreditbestand 585.179,38

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 226.994,91 Euro.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 9.422.162,05 Euro, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden 9.422.162,05 Euro vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Schwerin, den 2. Oktober 2024

gez. Hans Capellmann

gez. Roland Hermle

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 132.065,39 0,00 14.033,08
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 132.065,39 0,00 14.033,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.281.117,46 35.074,60 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 18.584.904,11 1.318.147,38 84.919,13
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.258.465,18 140.293,34 23.860,28
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 164.634,81 5.610,00 160.000,00
Summe Sachanlagen 28.289.121,56 1.499.125,32 268.779,41
Summe Anlagevermögen 28.421.186,95 1.499.125,32 282.812,49
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 118.032,31
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 118.032,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 8.316.192,06
2. technische Anlagen und Maschinen 10.244,81 19.828.377,17
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.374.898,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -10.244,81 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 29.519.467,47
Summe Anlagevermögen 0,00 29.637.499,78
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 106.246,39 7.850,00 14.021,08 0,00 100.075,31
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 106.246,39 7.850,00 14.021,08 0,00 100.075,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.596.624,14 248.717,60 0,00 0,00 1.845.341,74
2. technische Anlagen und Maschinen 12.959.724,11 1.676.544,19 84.894,13 0,00 14.551.374,17
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 747.317,18 95.935,34 23.846,28 0,00 819.406,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 15.303.665,43 2.021.197,13 108.740,41 0,00 17.216.122,15
Summe Anlagevermögen 15.409.911,82 2.029.047,13 122.761,49 0,00 17.316.197,46
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 17.957,00 25.819,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 17.957,00 25.819,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 6.470.850,32 6.684.493,32
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.277.003,00 5.625.180,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 555.492,00 511.148,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 164.634,81
Summe Sachanlagen 0,00 12.303.345,32 12.985.456,13
Summe Anlagevermögen 0,00 12.321.302,32 13.011.275,13

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PTS-precision GmbH, Schwerin:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PTS-precision GmbH, Schwerin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PTS-precision GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss insgesamt die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, den 2. Oktober 2024

TREUGENO GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Oec. Brede, Wirtschaftsprüfer

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