Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 32248
Eingetragen
23.12.2020
Branche
Herstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und StrickmaschinenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
der Verkauf, die Vermietung und der Vertrieb von Maschinen - insbesondere Füll- und Verarbeitungsmaschinen für die Lebensmittelindustrie -, der Verkauf von Verpackungsmaterial sowie die Erbringung von Serviceleistungen und der Vertrieb von Ersatzteilen und Verbauchsmaterialien für Maschinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bernhard Holthaus
seit 4.2.2026
Prokura
Zeljko Horvath
seit 13.4.2022
Geschäftsführer
Prokura
Thomas Hennemann
seit 13.4.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura
Markus Mohr
seit 23.12.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tetra Holdings GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tetra Holdings GmbH

Hochheim am Main

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Tetra Holdings GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Tetra Holdings GmbH, Hochheim am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern- Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Tetra Holdings GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 30. Oktober 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kemmerich, Wirtschaftsprüfer

Mühleck, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 651.902,00 835.942,63
2. Geschäfts- oder Firmenwert 106.919.860,35 120.794.563,05
107.571.762,35 121.630.505,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.053.879,31 30.632.665,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.584.063,18 21.409.599,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.958.587,68 6.982.389,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.263.576,90 10.327.013,73
64.860.107,07 69.351.667,65
172.431.869,42 190.982.173,33
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.056.210,64 6.457.563,49
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 157.602.204,03 186.640.322,14
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.960.076,98 11.135.698,23
4. Geleistete Anzahlungen 1.256.929,29 5.999.396,72
181.875.420,94 210.232.980,58
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.262.071,78 20.060.278,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 168.597.057,86 152.365.595,90
3. Sonstige Vermögensgegenstände 21.592.271,85 16.456.498,33
221.451.401,49 188.882.372,31
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.386.826,03 199.642,18
404.713.648,46 399.314.995,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 284.181,75 302.988,25
577.429.699,63 590.600.156,65

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Kapitalrücklage 119.095.100,00 119.095.100,00
III. Nicht beherrschende Anteile 13.815,20 13.815,20
IV. Bilanzverlust -6.164.122,36 -5.435.232,05
112.995.922,03 113.724.812,34
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 41.172,00 40.627,00
2. Steuerrückstellung 1.766.866,61 1.128.747,88
3. Sonstige Rückstellungen 32.278.589,48 30.365.037,33
34.086.628,09 31.534.412,21
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 165.794.759,04 181.519.391,62
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.365.964,35 20.335.363,72
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 235.311.275,27 229.860.267,36
4. Sonstige Verbindlichkeiten 11.875.150,85 13.625.909,40
430.347.149,51 445.340.932,10
577.429.699,63 590.600.156,65

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 721.144.867,94 624.094.451,66
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -28.772.220,31 23.466.019,02
3. Sonstige betriebliche Erträge 8.113.323,49 2.651.625,00
700.485.971,12 650.212.095,68
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 506.111.541,78 453.020.812,36
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.362.616,72 23.175.969,34
528.474.158,50 476.196.781,70
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 72.416.178,13 73.968.353,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 12.246.263,83 13.324.090,85
84.662.441,96 87.292.444,12
6. Abschreibungen
Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 23.942.299,27 24.684.124,01
23.942.299,27 24.684.124,01
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 60.922.271,44 59.317.414,43
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 392.528,64 709.487,39
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.986.787,95 3.032.181,26
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 915.239,17 690.161,11
11. Ergebnis nach Steuern -1.024.698,53 -291.523,56
12. Sonstige Steuern -295.808,22 121.248,58
13. Jahresfehlbetrag -728.890,31 -412.772,14
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -5.435.232,05 -5.022.459,91
15. Bilanzverlust -6.164.122,36 -5.435.232,05

Konzern-Kapitalflussrechnung 2022

2022 2021
EUR EUR
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -728,9 -412,8
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 23.942,3 24.684,1
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens 0,0 0,0
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.914,1 3.515,4
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die -/+ nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.722,1 -34.799,3 *
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -18.495,3 15.550,7 *
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -3.784,0 -265,9
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.594,3 2.322,7
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 915,2 690,2
-/+ Ertragsteuerzahlungen/-erstattungen -2.747,8 -3.278,3
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.887,8 8.006,8
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 8.037,7 2.423,1
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -9.645,7 -10.402,9
- Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen 0,0 0,0
+ Erhaltene Zinsen 392,5 709,5
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.215,5 -7.270,3
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 3.501,5 200,0
- Gezahlte Zinsen -2.986,8 -3.032,2
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 514,8 -2.832,2
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.187,1 -2.095,5
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 199,6 2.295,2
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.386,8 199,6
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Zahlungsmittel, d.h. Barmittel, täglich fällige Sichteinlagen (z.B. Guthaben bei Kreditinstituten) 1.386,8 199,6
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.386,8 199,6

* Enthält die Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool, welcher sich außerhalb des Konzerns befindet

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Mutterunternehmen
Entwicklung des Konzerneigenkapitals Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn / -verlust Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 31. Dezember 2020 51.129,19 119.095.100,00 -5.022.459,91 13.815,20 114.137.584,48
Konzernfehlbetrag 0,00 0,00 -412.772,14 0,00 -412.772,14
Stand 31. Dezember 2021 51.129,19 119.095.100,00 -5.435.232,05 13.815,20 113.724.812,34
Konzernfehlbetrag 0,00 0,00 -728.890,31 0,00 -728.890,31
Stand 31. Dezember 2022 51.129,19 119.095.100,00 -6.164.122,36 13.815,20 112.995.922,03

Konzernanhang zum 31. Dezember 2022

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Registergericht: Wiesbaden
Firmenname laut Registergericht: Tetra Holdings GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hochheim am Main
Registereintrag: Letzter Eintrag 19.04.2024
Registernummer: HRB 24128

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses haben wir Davon-Vermerke, die wahlweise auch in der Konzernbilanz oder Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen werden können, im Anhang dargestellt.

Information zum Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Tetra Holdings GmbH wurden die folgenden Unternehmen nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung einbezogen:

Nr. Name Sitz Gehaltene Anteile von der Muttergesellschaft Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
1. Tetra Holdings GmbH, Hochheim am Main Frankfurter Straße 85, 65239 Hochheim am Main Muttergesellschaft
2. Tetra Pak Processing GmbH, Glinde Wilhelm-Bergner- Straße 9 c, 21509 Glinde 100% 07.04.2005
3. Tetra Pak GmbH, Hochheim am Main Frankfurter Straße 85, 65239 Hochheim am Main 100% 01.11.2020
4. Tetra Pak Produktions GmbH, Hochheim am Main Frankfurter Straße 85, 65239 Hochheim am Main 100% 01.11.2020
5. Tetra Pak Processing Equipment GmbH, Hochheim am Main Frankfurter Straße 85, 65239 Hochheim am Main 90% 08.12.2020

Der Konzernabschluss hat zugleich befreiende Wirkung gem. § 264 Abs. 3 HGB für die Gesellschaften zu 2 bis 5.

Die im Vorjahr im Konsolidierungskreis enthaltene Tetra Pak Management GmbH, Hochheim am Main, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2022 auf die Tetra Holdings GmbH verschmolzen. Der Konsolidierungskreis hat sich dadurch reduziert und umfasst 5 Unternehmen.

Mit Vertrag zum 8. Dezember 2020 hat die Tetra Laval International SA, Pully Schweiz, 90% der Anteile an der Tetra Pak Processing Equipment GmbH, Hochheim am Main, erworben und als sonstige Zuzahlung in die Kapitalrücklage der Tetra Holdings GmbH, Hochheim, eingelegt. Im Rahmen dieser Einlage- und Erwerbsvorgänge ist ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von EUR 138,7 Mio. entstanden.

Konsolidierungsgrundsätze

Alle einbezogenen Unternehmen besitzen einen einheitlichen Abschlussstichtag zum 31. Dezember und bilanzieren nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Hierbei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wurde, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich.

Konsolidierung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträgen und Aufwendungen, Eliminierung von Zwischengewinnen

Forderungen, Verbindlichkeiten einschließlich Eventualverbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge, konzerninterne Umsätze sowie wesentliche Zwischenergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden, sofern vorhanden, im Rahmen der Konsolidierungsbuchungen eliminiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend § 253 Abs. 3 Satz 4 i.V.m. Satz 3 HGB über einen Zeitraum von 10 Jahren (von 2020 bis 2029) abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für bewegliche Anlagegüter werden die lineare und für Zugänge bis 2009 die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Der Übergang von der degressiven zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Die Bewertung des Grundvermögens der Tetra Pak Produktions GmbH am Standort Limburg an der Lahn erfolgte mit den Zeitwerten. Die Abschreibung des Unterschiedsbetrages zwischen dem Zeitwert und den Buchwerten der Gebäude und Außenanlagen erfolgt linear über die verbleibende Restnutzungsdauer.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse ist zu Herstellungskosten mit den nachgewiesenen Einzelkosten sowie den notwendigen Gemeinkosten und Abschreibungen erfolgt, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. Der Nachweis der Herstellungskosten wird durch Kalkulationsunterlagen geführt. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet.

Die Bewertung der Handelswaren ist zu Anschaffungskosten auf der Grundlage von Durchschnittspreisen oder zu niedrigeren Marktpreisen erfolgt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, gemindert Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risiken der Werthaltigkeit wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestände und Bankguthaben werden mit dem Nennwert ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert passiviert worden.

Die Verpflichtungen aus den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für eigene Mitarbeiter wurden zum 30. November 2015 auf einen Pensionsfonds und eine Unterstützungskasse ausgelagert.

Aufgrund der Durchführung über den mittelbaren Versorgungsträger Unterstützungskasse besteht dauerhaft ein Passivierungswahlrecht gem. Art. 28 EGHGB, bezogen auf eine mögliche Unterdeckung der Pensionsverpflichtung. Nach der Konstruktion der Zusage, d.h. insbesondere der kongruenten Bindung der Versorgungsleistungen an die Leistungen der von der Unterstützungskasse abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung, ist die neue Unterstützungskassenversorgung als sog. "wertpapiergebundene Zusage" i.S. von § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB anzusehen. Nach dieser Regelung bestimmt sich der Verpflichtungsumfang der Versorgungsverpflichtung ausschließlich nach dem Zeitwert der Wertpapiere, d.h. hier dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung.

Für den gemeinsamen Pensionsplan mit der cethetherm Wärmetauschersysteme GmbH, Glinde, tritt die Tetra Pak Processing GmbH, Glinde, den ehemaligen Mitarbeitern gegenüber als Gesamtschuldner auf. Für diese Verpflichtungen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Nach der Konstruktion der Rückdeckungsversicherung ist eine Kongruenz der Versorgungsleistung und der Rückdeckungsversicherung gegeben, insbesondere besteht keine Unterdeckung. Die Pensionsverpflichtungen werden deshalb mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung bilanziert. Da die Rückdeckungsversicherungen verpfändet werden, sind die beiden Bilanzpositionen nach § 246 Abs. 2 HGB miteinander zu saldieren.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen) gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Für den Überhang aktiver latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese nicht zu aktivieren.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die im Anhang ausgewiesenen Davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus den Zugängen im Konsolidierungskreis des Jahres 2020 und einem Geschäfts- oder Firmenwert, der in einem neu konsolidierten Unternehmen entstanden ist. Auf die Nutzung des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts wirken vielfältige Einflussfaktoren teils gegenläufig ein. Wir konnten daher seine Nutzungsdauer nicht verlässlich schätzen und legen deshalb für die planmäßige Abschreibung die standardisierte Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf einen unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Betrag von TEUR 9.595 (Vj. TEUR 9.857) wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 118.657 (Vj. TEUR 118.035) aus dem Cashpool der Tetra Pak Gruppe. Weitere Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 49.577 (Vj. TEUR 34.331) aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die beigefügte Eigenkapitalver- änderungsrechnung gem. DRS 22 hingewiesen.

Das gezeichnete Kapital von TEUR 51 entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Anteile anderer Gesellschafter

Der Ausweis betrifft die Anteile der außenstehenden Gesellschafter der Tetra Pak Processing Equipment GmbH, Hochheim am Main.

Bilanzverlust

Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag von TEUR 5.435 (Vj. TEUR 5.022) enthalten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag für Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB wurde wegen der Auslagerung der Pensionsverpflichtungen in den Vorjahren vollständig aufgelöst.

Durch Vereinbarung vom 11. Januar 2000 hat die Tetra Pak Processing GmbH, Glinde, einen Schuldbeitritt zu Pensionsverpflichtungen der cethetherm Wärmetauschersysteme GmbH, Glinde, für ehemalige Mitarbeiter und Rentenempfänger des Geschäftsbereiches der Gesellschaft erklärt. Im Jahr 2018 wurden für diese Verpflichtungen kongruente Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die verpfändet werden. Die Bewertung erfolgt deshalb mit dem Aktivwert der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für noch zu erbringende Leistungen und Garantien TEUR 3.666 (Vj. TEUR 2.072), für Personal TEUR 8.848 (Vj. TEUR 8.100), Kundenboni TEUR 6.240 (Vj. TEUR 6.223) sowie ausstehende Rechnungen TEUR 13.525 (Vj. TEUR 13.970) gebildet.

Für künftige Jubiläumsleistungen wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 813 (Vj. TEUR 799) gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsleistungen erfolgte nach der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) nach den Grundsätzen der Versicherungsmathematik. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschaftsentwicklung sowie eventueller Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Rechnungszinssatz beträgt 1,44 % (Vj. 1,35 %), der Gehaltstrend 2,75 % (Vj. 2,75 %) und der Beitragsbemessungsgrenze-Trend 2,25 % (Vj. 2,25 %).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und sind nicht besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von TEUR 7.693 (Vj. TEUR 7.873) enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 57.110 (Vj. TEUR 55.060) aus Lieferungen und Leistungen sowie einem Intercompany-Darlehen in Höhe von TEUR 178.202 (Vj. TEUR 174.700).

Saldierung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögen

Zwischen beitragsorientierten Direktzusagen sowie den Versorgungszusagen für die ehemaligen Mitarbeiter der cethetherm Wärmetauschersysteme GmbH, Glinde und den abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen besteht Leistungskongruenz. Es liegt eine Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 HGB vor, da die Rückdeckungsversicherungen an die betreffenden Mitarbeiter verpfändet werden.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden - 53.204
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände = beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 53.204

Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte zum geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zum 31. Dezember 2022.

Saldierte Aufwendungen und Erträge aus der Anpassung der verrechneten Schulden und Zeitwerte der Vermögensgegenstände gegenüber den Beträgen aus dem Vorjahr belaufen sich auf TEUR 639.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat diverse Miet- und Leasingverträge für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Büroräume abgeschlossen. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den Jahren 2023 bis 2031 zu zahlenden Beträge auf insgesamt TEUR 8.344 (Vj. TEUR 13.116). Die Leasingverträge enden zwischen einem und zehn Jahren. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Leistungen nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Nachstehend wird die Erlösgliederung des aktuellen Geschäftsjahres im Vergleich zur Vorperiode dargestellt.

2022 2021
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse
Verpackungsmaterial 566.819 78,6 501.164 80,3
Projekte 76.433 10,6 58.552 9,4
Technischer Service 32.311 4,5 28.464 4,6
Ersatzteile 37.250 5,2 33.681 5,4
Abfüllanlagen 39.047 5,4 25.963 4,2
Übrige 18.841 2,6 17.422 2,8
770.701 106,9 665.247 106,6
Erlösschmälerungen - 49.556 - 6,9 -41.152 - 6,6
721.145 100,0 624.094 100,0

Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen im Inland erwirtschaftet.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Gewinne aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 4.089 (Vj. TEUR 364), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen bzw. Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.198 (Vj. TEUR 1.263) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 76 (Vj. TEUR 135).

Aufwendungen für Altersversorgung

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung beinhalten Aufwendungen aus der Altersversorgung in Höhe von TEUR 1.393 (Vj. TEUR 2.659).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 130 (Vj. TEUR 119).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten solche von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 351 (Vj. TEUR 710).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.985 (Vj. TEUR 3.032).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand enthält Steuernachzahlungen/-erstattungen für Vorjahre bzw. Auflösungen von Steuerrückstellungen für Vorjahre von TEUR 1.146 (Vj. TEUR -22).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Gesellschaften sind an den Cashpool der Tetra Pak Gruppe angeschlossen. Aufgrund der Organisations- und Vertriebsstrukturen erfolgen Beschaffungs- und Vertriebsaktivitäten regelmäßig über Gruppengesellschaften im In- und Ausland. Aus diesem Grund werden mit Ausnahme von Finanzierungsvorgängen sämtliche Transaktionen als operative Cashflows behandelt. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

Erläuterungen zum Konzern-Eigenkapitalspiegel

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt. Der am Bilanzstichtag im Einzelabschluss ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 25.932 der Tetra Holdings GmbH steht den Gesellschaftern grundsätzlich vollständig zur Ausschüttung zur Verfügung.

Sonstige Angaben

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 25.932 des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 813 , davon sind 302 gewerbliche Mitarbeiter.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 170 (Vj. TEUR 106) für den Konzernabschluss. Weitere Leistungen des Abschlussprüfers gem. § 285 Nr. 17 HGB sind im Geschäftsjahr nicht angefallen.

Konzernverhältnisse

Das Mutterunternehmen der Tetra Holdings GmbH ist die Tetra Laval International S.A., Pully, Schweiz, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen darstellt. Der Konzernabschluss der Tetra Laval International S.A. wird am eingetragenen Firmensitz der Tetra Laval International S.A., Pully, Schweiz hinterlegt.

Die Tetra Holdings GmbH erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Dieser wird im Unternehmensregister offengelegt.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Bei der aufgrund von Covid-19 ausgelösten Pandemie lässt sich eine Rückkehr zur Normalität beobachten. Wesentliche Risiken für den Geschäftsverlauf des Konzerns bestehen in diesem Zusammenhang nicht. In Folge des Ukraine-Russlandkriegs ergibt sich für den Konzern ein vorübergehender Anstieg der Energie- und (Roh-)Materialpreise. Kundenseitig können wir eine zunehmend zögerliche Haltung bei größeren Investitionen erkennen. Bislang hat dies jedoch zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf unsere Ertragslage, insbesondere im Projektgeschäft, geführt.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

 

Herr Stephan Karl, Master International Marketing

 

Herr Gabor Fülöp, Master Economist specialized in Economic Law (bis 02.03.2022)

 

Frau Dr. Heike Schiffler, Dr. phil. Kommunikationsforschung und Phonetik (bis 02.03.2022)

 

Herr Thomas Hennemann, Diplom Betriebswirt (FH) (ab 02.03.2022)

 

Herr Robert Swan, Head of Holdings (ab 02.03.2022 bis 30.06.2023)

 

Herr Martin Mario Lemay, Chartered Professional Accountant and Certified Management Accountant (ab 21.09.2023)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Gesamtjahr 2022 beliefen sich auf TEUR 852.

 

Hochheim am Main, 29. Oktober 2024

Geschäftsführung

Stephan Karl

Thomas Hennemann

Martin Mario Lemay

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022

Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2022 Zugang Umbuchungen Abgang Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.967.737,32 0,00 0,00 23.008,13 1.944.729,19
2. Geschäfts- oder Firmenwert 138.747.031,34 0,00 0,00 0,00 138.747.031,34
140.714.768,66 0,00 0,00 23.008,13 140.691.760,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 68.350.417,55 8.098,72 226.977,02 0,00 68.585.493,29
2. Technische Anlagen & Maschinen 137.371.484,99 1.002.078,73 1.092.512,92 15.233.007,67 124.233.068,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.429.655,96 2.264.043,63 114.284,95 836.326,24 44.971.658,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.327.013,73 6.371.476,02 -1.433.774,89 3.001.137,96 12.263.576,90
259.478.572,23 9.645.697,10 0,00 19.070.471,87 250.053.797,46
400.193.340,89 9.645.697,10 0,00 19.093.480,00 390.745.557,99
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2022 Abschreibung lfd. Jahr Abgang Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.131.794,69 184.040,63 23.008,13 1.292.827,19
2. Geschäfts- oder Firmenwert 17.952.468,29 13.874.702,70 0,00 31.827.170,99
19.084.262,98 14.058.743,33 23.008,13 33.119.998,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.717.752,34 1.813.861,63 0,00 39.531.613,97
2. Technische Anlagen & Maschinen 115.961.885,94 5.687.604,43 14.000.484,58 107.649.005,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.447.266,29 2.382.089,88 816.285,55 38.013.070,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
190.126.904,57 9.883.555,94 14.816.770,13 185.193.690,38
209.211.167,55 23.942.299,27 14.839.778,26 218.313.688,56
Nettobuchwert
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 651.902,00 835.942,63
2. Geschäfts- oder Firmenwert 106.919.860,35 120.794.563,05
107.571.762,35 121.630.505,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.053.879,31 30.632.665,20
2. Technische Anlagen & Maschinen 16.584.063,18 21.409.599,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.958.587,68 6.982.389,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.263.576,90 10.327.013,73
64.860.107,07 69.351.667,65
172.431.869,42 190.982.173,33

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Konzerns

a. Allgemeine Informationen zum Konzern

Die Tetra Holdings GmbH, gegründet im Jahr 1963 ist ein Konzern mit eingetragenem Hauptsitz in Hochheim/Main. Gegenstand der Tetra Holdings GmbH ist das Halten von Mehrheitsbeteiligungen sowie der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen und Vermögen aller Art. Zudem ist die Tetra Holdings GmbH in der Forschung und Entwicklung im Bereich von Verpackungsmaterial, Rohstoffen für Verpackungen sowie in der Einrichtung und Unterhaltung von Laboratorien für die internationalen Tetra Pak-Produktionsunternehmen tätig und übernimmt die Auswertung von nationalen und internationalen Vorschriften sowie Entwicklungen im Bereich von Lebensmittelverpackungen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Tetra Pak GmbH, Tetra Pak Produktions GmbH, Tetra Pak Processing GmbH und die Tetra Pak Processing Equipment GmbH als Tochterunternehmen in die Tetra Holdings GmbH integriert.

Die Tetra Holdings GmbH ist Teil des weltweit tätigen Tetra Pak-Konzern.

b. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Das Geschäftsmodell des Konzerns besteht im Bereich "Packaging" in der Herstellung und dem Vertrieb von Verpackungsmaterial sowie die Lieferung, Installation und Wartung von Abfüll- und Vertriebsanlagen. Im Bereich "Processing" ist die Projektierung, Herstellung und der Vertrieb von Maschinen, Entwicklung von Prozesslinien und Anlagen für die Lebensmittelindustrie, deren Herstellung sowie deren Vertrieb Gegenstand der Geschäftstätigkeit. Zudem werden Serviceleistungen an Maschinen erbracht. Dabei werden die in den Neuanlagen verbauten Hauptkomponenten sowie die dazugehörigen Ersatzteile überwiegend von anderen Konzerngesellschaften hergestellt.

Um unseren Kernabsatzmarkt Deutschland adäquat bedienen zu können, unterhalten wir Bürostandorte in Hochheim am Main, Glinde bei Hamburg und Germering nahe München, sowie ein Büro und eine Produktionsstätte für die Herstellung von Eis in Edertal in der Nähe von Kassel, ein Forschungslabor in Stuttgart und ein Produktionswerk für Verpackungsmaterial in Limburg an der Lahn.

c. Forschung und Entwicklung

Sämtliche Analysen und Ergebnisse aus der Forschung und Entwicklung der Tetra Holdings GmbH stehen ausschließlich dem Auftraggeber, der Tetra Pak International S.A., zur Verfügung. Eine Verwendung für eigene (Konzern-) Zwecke unterbleibt.

II. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Die deutsche Wirtschaft wuchs im Jahr 2022 um 1,9 %, während die Weltwirtschaft im gleichen Zeitraum um 3,5 % wuchs. Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang. Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe (Quelle: Statistisches Bundesamt; Pressemitteilungen Nr. 020 vom 13.01.2023)

Im Allgemeinen ist der Konzern eher unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen. Dies zeigte sich während der Pandemie. Während das Verpackungsmaterial weiterhin von einem robusten Konsum profitierte, spiegelte sich im Maschinengeschäft die deutlich verlängerten Lieferzeiten wider. Steigende Rohmaterialkosten unserer Kunden und steigende Zinsen, die sich bereits während des zweiten Halbjahres 2022 widerspiegelten, führten zu einer anhaltenden Investitionszurückhaltung unserer Kunden.

Das Geschäft unserer Kunden im Lebensmittelbereich ist vergleichsweise resilient gegenüber der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Der Markt für Nahrungsmittel und somit auch der Markt für Kartonverpackungen und Verpackungen im Allgemeinen wird, sowohl in Deutschland als auch im europäischen Umfeld, von den großen Handelsketten, Vollsortimentern und Discountern dominiert. Die steigende Inflation erhöht den Preisdruck auf Konsumenten, Handel und Hersteller weiter. Die Themen Innovationen, Nachhaltigkeit, Image sind neben dem Preisgefüge die treibenden Kräfte im Kampf um Umsatz und Kundenbindung.

III. Geschäftsverlauf

Corona-Pandemie

Der Ausbruch der Pandemie hatte sich in 2020 und 2021 unterschiedlich auf unsere Geschäftsbereiche ausgewirkt. Durch ein aktives Risikomanagement konnten jedoch starke negative Auswirkungen vermieden werden. Beispiele sind verstärkte Hygienevorschriften an den einzelnen Standorten, insbesondere im Werk Limburg, Zutrittskontrollen, aktive Nutzung von Heimarbeit, Reduktion von Reisetätigkeiten sowie die aktive Zusammenarbeit mit Behörden. Aufgrund der anhaltenden Pandemie wurden auch im Geschäftsjahr 2021 die bewährten Schutzmaßnahmen aufrechterhalten. Im Jahr 2022 stabilisierte sich die Lage weiter und führte zurück zu einem normalen Produktionsbetrieb und Serviceeinsätzen bei unseren Kunden.

Packaging Solutions

Im Bereich Verpackungsmaterial führte der Ausbruch der Pandemie zu einem Bevorratungseffekt bei unseren Kunden im Jahr 2020, um deren Produktion sicher zu stellen. Dieser Effekt erhöhte die Verpackungsmaterialmengen in 2020 und kehrte sich in 2021 ins Gegenteil. Das Jahr 2022 enthielt keine solche außergewöhnlichen Effekte und führte zurück zu einer gewöhnlichen Auslastung. Die Verkaufsmengen stiegen dadurch leicht im Vergleich zum Vorjahr. Durch die stark gestiegenen Kosten aufgrund von Energie- und Rohmaterialknappheit mussten die Verkaufspreise unterjährig deutlich angehoben werden.

Im Bereich der Füllmaschinen kam es durch Lieferengpässe zu Verschiebungen von Projekten in das Jahr 2023. Auch die ersten eingeplanten Umbauten von Füllmaschinen auf verbundene Kappen (Tethered Caps) mussten verschoben werden.

Processing Solutions

Der Auftragseingang 2022 blieb auf einem normalisierten Niveau leicht hinter Vorjahr, aber deutlich besser als zu Beginn der Corona-Pandemie und den Lockdown. Allerdings wurden alle Entscheidungen uns bekannter Großinvestitionen unserer Kunden gestoppt oder weiter verschoben und fanden nicht wie geplant in den Jahren 2020-2022 statt. Auch der Umsatz nahm weiter zu (+TEUR 17.633) nachdem sich dieser im Vorjahr bereits von dem niedrigen Niveau während der Pandemie erholt hatte. Zudem wurde ein Großprojekt in Höhe von über EUR 40 Mio. während des Jahres finalisiert.

Service

Im Technischen Service verfolgte die Gesellschaft ihr Geschäftsmodell wie in den Vorjahren mit starkem Fokus auf Wartungsverträge, technische Verbesserungen existierender Anlagen (sog. Upgrades) sowie den Ersatzteilverkauf weiter. Im Vergleich zu 2021 konnte der Umsatz dadurch weiter deutlich, um rund 10 %, gesteigert werden. Die Wachstumsraten fielen etwas höher aus als im Jahr zuvor, nachdem auch die letzten Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie fielen.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter verringerte sich weiter von im Vorjahr 847 Mitarbeiter auf 813 Mitarbeiter. Neueinstellungen werden weiterhin vorsichtig und stets mit Fokus auf hohe Qualifikation vorgenommen.

Konzern-Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Die Leistung des Konzerns wird wesentlich anhand der Gesamtleistung und des Jahresergebnisses gemessen.

Anhand der Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich die Ertragslage wie folgt dar:

2022 2021
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 721.145 104,2 624.094 96,4
Bestandsveränderung -28.772 -4,2 23.466 3,6
Gesamtleistung 692.373 100,0 647.560 100,0
Materialaufwand -528.474 -76,3 -476.197 -73,5
Personalaufwand -84.662 -12,2 -87.292 -13,5
Abschreibung -23.942 -3,5 -24.684 -3,8
Sonstiger Betriebsaufwand -60.626 -8,8 -59.439 -9,2
./. sonstige betriebliche Erträge 8.113 1,2 2.652 0,4
Betrieblicher Aufwand -689.592 -99,6 -644.960 -99,6
Betriebsergebnis 2.781 0,4 2.600 0,4
Finanzergebnis -2.594 -0,4 -2.323 -0,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 186 0,0 277 0,0
Ertragssteuern -915 -0,1 -690 -0,1
Jahresergebnis -729 -0,1 -413 -0,1
Veränderung
TEUR %
Umsatzerlöse 97.051 15,6
Bestandsveränderung -52.238 < -100,0
Gesamtleistung 44.813 6,9
Materialaufwand -52.277 11,0
Personalaufwand 2.630 -3,0
Abschreibung 742 -3,0
Sonstiger Betriebsaufwand -1.187 2,0
./. sonstige betriebliche Erträge 5.461 >100,0
Betrieblicher Aufwand -44.632 6,9
Betriebsergebnis 181 6,9
Finanzergebnis -271 11,7
Ergebnis vor Ertragsteuern -91 -32,9
Ertragssteuern -225 32,6
Jahresergebnis -316 76,5

Nachstehend wird die Erlösgliederung in den einzelnen Bereichen des aktuellen Geschäftsjahres dargestellt.

2022 2021
TEUR % TEUR %
Packaging Solutions 565.687 78,4 493.300 79,0
Processing Solutions 75.935 10,5 58.302 9,4
Service 60.683 8,4 55.070 8,8
Other 18.841 2,6 17.422 2,8
Umsatzerlöse 721.145 100,0 624.094 100,0

Die Umsatzerlöse erhöhten sich um TEUR 97.051 auf TEUR 721.145 und wurden im Wesentlichen im Inland erwirtschaftet. Die Prognose von EUR 650 Mio. bis EUR 700 Mio. wurde somit übertroffen. Das prognostizierte Konzernergebnis von EUR 10 Mio. bis EUR 15 Mio. konnte nicht erreicht werden. Das Berichtsjahr 2022 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 729 (im Vorjahr: TEUR 413) ab.

Die Materialaufwandsquote beträgt 76,3% (im Vorjahr: 73,5%). Die Personalaufwandsquote beträgt 12.2% (im Vorjahr: 13,5%).

Das Berichtsjahr 2022 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 729 (im Vorjahr: TEUR 413) ab.

Die nachstehende Aufstellung zeigt die Vermögenslage und die Kapitalstruktur des Konzerns in verdichteter Form.

2022 2021
TEUR % TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen 172.432 29,9 190.982 32,3
Vorräte 181.875 31,5 210.233 35,6
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 221.451 38,4 188.882 32,0
Flüssige Mittel 1.387 0,2 200 0,0
Rechnungsabgrenzung 284 0,0 303 0,1
577.430 100,0 590.600 100,0
Kapital
Eigenkapital 112.996 19,6 113.725 19,3
kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 464.434 80,4 476.875 80,7
577.430 100,0 590.600 100,0
Veränderung
TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen -18.550 -9,7
Vorräte -28.358 -13,5
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 32.569 17,2
Flüssige Mittel 1.187 >100,0
Rechnungsabgrenzung -19 -6,2
-13.171 -2,2
Kapital
Eigenkapital -729 -0,6
kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten -12.442 -2,6
-13.170 -2,2

Das Anlagevermögen ist von TEUR 190.982 auf TEUR 172.432 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die erfolgten Abschreibungen (TEUR 13.293) auf den bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwert zurückzuführen, welcher überwiegend aus dem Beteiligungserwerb der Tetra Pak GmbH, der Tetra Pak Produktions GmbH und Tetra Pak Processing Equipment GmbH (90 %) im Jahr 2020 entstanden ist.

Die Vorräte betragen insbesondere aufgrund laufender Großprojekte TEUR 181.875, während die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag TEUR 221.451 betrugen. Der Rückgang begründet sich hauptsächlich aus der Finalisierung eines großen Projekts von über TEUR 40.000, welches im Vorjahr in den Vorräten berücksichtigt war. Dem stehen kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten von TEUR 464.434 gegenüber. Hierin enthalten sind erhaltene Anzahlungen von Kunden, hauptsächlich im Rahmen der erwähnten Großprojekte in Höhe von TEUR 165.795 sowie konzerninterne Darlehen von TEUR 178.202. Insgesamt zeigt sich eine gute Finanzierung des Konzerns durch erhaltene Anzahlungen, was insbesondere für das Anlagenbaugeschäft ein wichtiger Faktor ist.

Die Deckung der im Wesentlichen aus unfertigen Leistungen bestehenden Vorräte (TEUR 157.602) durch erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR 165.795) bewegt sich mit 105,2 % (Vorjahr: 97,3 %) auf hohem Niveau. Schwankungen sind bedingt durch den Grad der Fertigstellung einer Anlage und dem daraus resultierenden nächstmöglichen Zeitpunkt für eine weitere Anzahlungsrechnung. Kurzfristige Liquidität ist jederzeit gewährleistet durch den Anschluss an das europäische Cash-Pooling der internationalen Tetra Pak-Gruppe sowie mehrere konzerninterne Darlehen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände nehmen um TEUR 32.569 auf TEUR 221.451 zu. Die Erhöhung im Wesentlichen kommt aus höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber externen Lieferanten von TEUR 11.171 und verbundenen Unternehmen von TEUR 11.789.

Die Gesellschaft weist weiterhin ein solides Eigenkapital in Höhe von TEUR 112.996 auf.

Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten bewegen sich mit TEUR 464.434 um TEUR 12.442 unter dem Vorjahr, wobei sich die wesentlichen Positionen aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR 165.795), Konzern- und Gesellschafterdarlehen (TEUR 178.202) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 57.110) ergeben.

Insgesamt ergibt sich eine stabile Vermögenslage sowie Kapitalstruktur. Zum Bilanzstichtag weist der Konzern trotz des negativen Jahresergebnisses eine Eigenkapitalquote von 19,6 % auf.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung weist einen positiven operativen Cashflow in Höhe von TEUR 1.888 aus (Vorjahr TEUR 8.007). Für die Investitionstätigkeit des Konzerns ergibt sich ein negativer Cashflow von TEUR 1.215 (in 2021: TEUR -7.270), welcher sich insbesondere aus Auszahlungen für Anlagevermögen ergibt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist aufgrund der Erhöhung eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von TEUR 3.502 positiv (TEUR 515, Vorjahr TEUR -2.832). Gezahlte Zinsen von TEUR 2.987 stehen der Erhöhung gegenüber. Insgesamt erhöht sich der Finanzmittelbestand von TEUR 200 im Vorjahr auf TEUR 1.387.

IV. Unternehmerische Verantwortung

Mitarbeiter

Tetra Pak wurde mit der Geschäftsidee gegründet, dass der Wert einer Verpackung höher sein soll als die Kosten, die sie verursacht. Die "People Idea" - das Konzept Mensch bedeutet, dass Einsatz und Fähigkeiten einer jeden Person mehr wert sein sollte, als die Kosten, die sie verursacht, und dass der Wert, den der Mitarbeiter bzw. die Mitarbeiterin aus der Arbeit bei und für Tetra Pak erhält, höher sein sollte als das, was er/sie in das Unternehmen investiert. Es beruht auf Gegenseitigkeit.

Der Konzern sieht seine Mitarbeiter als wichtigste Ressource und reagiert damit auf den demographischen Wandel und den damit weiter voranschreitenden Fachkräftemangel. Der Konzern unterstützt das Wohlbefinden sowie die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz mit dem Ziel, arbeitsbedingte Unfälle und Krankheiten auf null zu reduzieren und eine vielfältige Belegschaft und eine integrative Kultur zu gewährleisten, in der alle Mitarbeitende lernen, wachsen und sich entfalten können. (Quelle: Tetra Pak Sustainability Report 2022 und 2023).

Umweltschutz

Der Umweltschutz und die Nachhaltigkeit unserer Produkte haben im Konzern einen hohen Stellenwert. Der respektvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen, Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Energie gehört zur Unternehmenskultur. Wir betrachten den Umweltschutz ganzheitlich und versuchen in jeder Phase von der Beschaffung, Entwicklung, Produktion, Versand bis hin zur Entsorgung / Recycling diesem Anspruch gerecht zu werden. Wir fordern die Mitarbeiter auf allen Wertschöpfungsebenen auf, das Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt aktiv mitzugestalten.

Der Umweltschutz ist wesentlicher Bestandteil der weltweiten Tetra Pak-Strategie "Leading the sustainability transformation". Die Ziele sind es dabei mit kohlenstoffarmen Kreislaufwirtschaftslösungen führend zu sein und die Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verbessern.

Der Energieverbrauch ist dabei der größte Treiber für den CO 2 -Ausstoß innerhalb unserer Wertschöpfungskette. Daher haben wir uns selbst auferlegt, unseren Energiebedarf zu 100 % aus erneuerbaren Ressourcen bis zum Jahr 2030 zu beziehen.

Die wesentlichen Treiber für die Erreichung unserer Klimaziele sind die folgenden:

Entwicklung von nachhaltigen und umweltschonenden Verpackungen

Reduzierung des Energieverbrauchs innerhalb unserer gesamten Wertschöpfungskette

Nutzung von erneuerbaren Energien

Ermunterung unserer Lieferanten zur Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes

Unterstützung unserer Kunden bei der Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes

Steigerung der Recycling-Quoten

(Quelle: Tetra Pak Sustainability Report 2022 und 2023)

V. Chancen und Risikobericht

Chancen:

Das Management sieht Chancen auf dem Weg der Flexibilisierung, Effizienzsteigerung und kontinuierlichen Anpassung an Marktgegebenheiten die Erfolge für künftige Jahre abzusichern. Unsere Aktivitäten in den zurückliegenden Jahren verdeutlichen, dass sich die Gesellschaft in einem sehr schwierigen Umfeld bewähren konnte. Durch die kontinuierliche Anpassung der Unternehmensorganisation und die Expansion in neue Marktsegmente wie z.B. der Einstieg in das Geschäft für Anlagen zur Eindampfung und zum Trocknen von Milch, Molke und Babynahrung sehen wir nach wie vor die Weichen für die kommenden Jahre auf strategischer Basis richtiggestellt. Die voranschreitende Konsolidierung unserer Kunden wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen und Investitionen infolge von Umstrukturierungen sowie Verlagerungen von Produktionen zur Folge haben.

Die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Nachhaltigkeit bieten Möglichkeiten des weiteren Wachstums. Verpackungsprodukte werden vermehrt auf noch umweltfreundlichere Varianten umgestellt, beispielsweise pflanzenbasierende Rohstoffe, Papierstrohhalme, angebundene Kappen. Im Bereich der Abfüll- und Verfahrenstechnik wird die Nachfrage weiter in Richtung ressourcenschonender Technik gehen, um den Verbrauch von beispielsweise Strom, Gas und Wasser weiter zu verringern.

Risiken:

Die Gesellschaft weist in ihrem Konzernabschluss zum 31.12.2022 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 729 (Vj. TEUR 413) sowie ein Eigenkapital von TEUR 112.996 (Vj. TEUR 113.725) aus. Die Geschäftsführung geht daher von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

Der Konzern finanziert sich durch mehrere Intercompany-Darlehen (Stand zum 31.12.2022: TEUR 178.202, Vj. TEUR 174.700) mit der Tetra Laval Finance & Treasury Ltd und ist in den gemeinsamen Cash-Pool für alle finanziellen Transaktionen mit der Tetra Pak GmbH, Hochheim/Main, eingebunden. Die jeweiligen Verträge haben eine unbefristete Laufzeit und sind kurzfristig kündbar. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung laufen die Verträge ungekündigt fort.

Nach unserer internen Bewertung ergeben sich für unser Geschäft keine besonderen Risiken aus der Finanzierung der wesentlichen Vermögensposten, der Forderungen sowie der unfertigen Leistungen. Für Ausfallrisiken bei den Forderungen werden ausreichend Wertberichtigungen gebildet, Liquiditätsrisiken sind durch die Einbindung in das Cash- Pooling der Tetra Pak Gruppe jederzeit abgesichert.

Besondere Risiken im Umweltschutz oder der Arbeitssicherheit sehen wir nicht. Wir gehen daher insgesamt davon aus, dass keine bestandsgefährdenden Risiken oder solche Risiken vorhanden sind, die einen wesentlichen Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und den Fortbestand des Unternehmens haben. Unsere Entwicklung ist jedoch wesentlich bedingt durch die konjunkturellen Schwankungen im Investitionsgüterbereich. Hierauf können wir nur reagieren, indem wir unser Geschäft auf veränderte Bedingungen einstellen und flexibel gestalten. Weitere wesentliche Risiken, die unser Geschäft in den kommenden Jahren signifikant beeinflussen werden, zeichnen sich aktuell nicht ab.

Auf der Ebene der Tochterunternehmen lässt sich für die Tetra Pak GmbH sowie die Tetra Pak Produktions GmbH festhalten, dass nur geringe finanzwirtschaftliche, leistungswirtschaftliche und Umfeld- bzw. Branchenrisiken bestehen. Für die beiden Gesellschaften existiert ein Vertriebs- bzw. Fertigungsvertrag mit der Tetra Pak International SA, Pully, Schweiz, welcher der Tetra Pak GmbH ("Low Risk Distributor") sowie der Tetra Pak Produktions GmbH ("Low Risk Manufacturer") vereinbarungsgemäß eine Marge in Höhe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen nebst Gewinnaufschlag bzw. eine marktgerechte Vergütung auf der Grundlage des eingesetzten Kapitals vorsieht, unabhängig von Markt-, Absatz-, Lager-, Produktions-, Beschaffungs- sowie Einkaufrisiken.

Für die Tetra Pak Processing GmbH sowie die Tetra Pak Processing Equipment GmbH sehen wir Risiken im Auftragseingang. Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden bei Großprojekten hat in Folge der Pandemie sowie stark anziehender Preise und Zinsen nachgelassen. Große Projekte (> EUR 10 Mio.) wurden so gut wie nicht entschieden und konnten somit nicht gewonnen werden.

VI. Risikomanagement

Die Leistung des Konzerns wird wesentlich anhand der Gesamtleistung und des Jahresergebnisses gemessen. Im Berichtsjahr erhöhte sich die Gesamtleistung um 6,9 %, das Ergebnis liegt weiterhin mit -0,1 % Umsatzrentabilität auf leicht negativem Niveau.

Das konzerninterne Risikomanagementsystem umfasst sowohl eine regelmäßige Evaluierung strategischer Risiken für das Unternehmen als auch eine individuelle Evaluierung von Risiken für signifikante Geschäftsvorgänge wie beispielsweise bei der Abwicklung von Großprojekten.

VII. Prognosebericht

Die Geschäftsentwicklung der folgenden Jahre wird deutlich durch die Großereignisse Pandemie und Ukraine Krieg und dessen Folgen geprägt.

Die Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben weiter zugenommen. Lieferengpässe, steigende Rohmaterialkosten, allgemeine Inflation und Zinssorgen belasten die Investitionsneigung unserer Kunden. Entscheidungen zu großen Projekten werden weiterhin zurückhaltend getroffen. Das Geschäft der kleineren und mittelgroßen Projekte sowie das Verpackungsmaterialgeschäft entwickeln sich auf stabilem Niveau. Das Geschäft mit Serviceleistungen und Ersatzteilen wächst weiter.

Des Weiteren muss dafür gesorgt werden, die steigenden Kosten in der Lieferkette weiterzugeben. Auch für Tetra Pak ist es notwendig, teilweise deutliche Preiserhöhungen in bislang ungewohnter Höhe durchzuführen.

Mittel- und langfristig sehen wir weiterhin eine rückläufige Tendenz für die klassischen Molkereisegmente und im Bereich der klassischen Getränkeherstellung sowie positive Tendenzen in den pflanzenbasierten Milchersatzprodukten, wie Hafer- oder Mandelgetränken. Langfristig erwarten wir auch wieder eine zunehmende Zahl von Großprojekten, da die Konsolidierung in der lebensmittelproduzierenden Industrie fortschreitet und zu immer größeren Betrieben führt, speziell in den Bereichen Käse, Eiscreme und Trocknung.

Die veränderte Gesetzgebung zur Nachhaltigkeit (wie Papierstrohhalme und angebundene Kappen) wird weitere Möglichkeiten im Markt bieten. Altanlagen werden umgebaut und Neuanlagen installiert werden. Neue Verschlussmodelle wurden entwickelt und werden ausgerollt.

Auch wird die fortschreitende Digitalisierung Einfluss auf die Steuerungssysteme von Produktionsanlagen haben und Investitionen sowie neue Wartungsprodukte zur Effizienzsteigerung mit sich bringen.

Für das Jahr 2023 rechnen wir mit steigenden Umsatzerlösen von rund EUR 730 Mio. bis EUR 770 Mio. bei einem leicht positivem Konzernergebnis von ca. TEUR 100 bis TEUR 1.000.

Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir mit Konzernumsatzerlösen in Höhe von EUR 750 Mio. bis EUR 800 Mio. Zudem erwarten wir einen Konzernjahresüberschuss, welcher sich in einer Bandbreite von EUR 1 Mio. bis EUR 3 Mio. bewegen wird. Im darauffolgenden Jahr 2025 erwarten wir einen gleichbleibenden Umsatz bei leicht verbessertem Konzernjahresüberschuss von EUR 2 Mio. bis EUR 5 Mio.

 

Hochheim am Main, 29. Oktober 2024

Geschäftsführung

Stephan Karl

Thomas Hennemann

Martin Mario Lemay

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