Logwin Solutions Network GmbHLiquidiert

Stockstädter Straße 12, 63762 Großostheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 11808
Eingetragen
18.3.1982
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungPaket- und Expressdienste
Gegenstand
Erbringung und Vermittlung von logistischen Dienstleistungen im weitesten Umfang, insbesondere von Speditions-, Fracht- und Lagergeschäften im In- und Ausland. Die Gesellschaft ist zu allen hiermit zusammenhängenden Geschäften und Maßnahmen berechtigt.

Historie

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Management

NameRolle
Simon Bulut
seit 20.6.2017
Prokura
Axel Steiner
seit 11.5.2017
Prokura
Florian Stransky
seit 11.5.2017
Prokura
Peter Prusaczyk
seit 11.5.2017
Geschäftsführer
Michael Stönner
seit 14.10.2016
Prokura
Petra Backer
seit 29.6.2016
Prokura
Mario Neumann
seit 10.12.2015
Prokura
Torsten Gehrels
seit 25.11.2014
Geschäftsführer
Lutz Bonat
seit 7.7.2014
Prokura
Walter Dahm
seit 18.4.2012
Prokura
Matthias Seltmann
seit 11.11.2011
Prokura
Manfred Schneider
seit 11.11.2011
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Logwin Solutions Network GmbH

Großostheim (vormals: Aschaffenburg)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz zum 31.12.2016

Logwin Solutions Network GmbH, Aschaffenburg

Aktiva

Anhangsposition 31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,2    
Entgeltlich erworbene Lizenzen und Software   8.404,00 42.727,00
II. Sachanlagen 1,2    
1. Bauten auf fremden Grundstücken   402.752,00 528.227,00
2. Technische Anlagen und Maschinen   505.436,00 615.148,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   3.573.073,00 1.149.644,00
4. Anlagen im Bau   180.800,00 35.063,00
    4.662.061,00 2.328.082,00
    4.670.465,00 2.370.809,00
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte 1,3    
1. Hilfs- und Betriebsstoffe   637.975,75 393.474,91
2. Unfertige Leistungen   202.616,15 103.901,36
    840.591,90 497.376,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1,4    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   7.116.575,86 7.261.109,86
2. Forderungen gegen Gesellschafter   3.415.000,00 0,00
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen   19.026.410,31 34.460.984,57
4. Sonstige Vermögensgegenstände   635.630,52 760.911,03
    30.193.616,69 42.483.005,46
III. Kassenbestand   733,76 13.576,07
    31.034.942,35 42.993.957,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5 22.305,83 187.609,95
    35.727.713,18 45.552.376,75

Passiva

     
Anhangsposition 31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Eigenkapital      
I. Stammkapital 6 1.542.200,00 1.542.200,00
II. Kapitalrücklage 7 3.415.000,00 0,00
III. Gewinnrücklage 8 42.800,00 42.800,00
IV. Bilanzgewinn   0,00 16.329.999,00
    5.000.000,00 17.914.999,00
B. Rückstellungen 1,9    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   4.169.934,00 4.410.744,00
2. Sonstige Rückstellungen   7.307.746,09 8.548.834,93
    11.477.680,09 12.959.578,93
C. Verbindlichkeiten 1,10    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   15.647.484,44 12.611.989,88
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter   28.560,00 30.948,33
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   2.752.579,15 1.037.924,70
4. Sonstige Verbindlichkeiten   819.238,76 996.935,91
davon aus Steuern EUR 285.968,63 (im Vorjahr: EUR 290.857,67)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 13.878,31 (im Vorjahr: EUR 29.424,09)      
    19.247.862,35 14.677.798,82
D. Rechnungsabgrenzungsposten 11 2.170,74 0,00
    35.727.713,18 45.552.376,75

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2016

Logwin Solutions Network GmbH, Aschaffenburg

Anhangsposition 2016
EUR
2015
EUR
1. Umsatzerlöse      
1a. Umsatzerlöse (einschließlich Einfuhrumsatzsteuer, Zölle und Warennachnahmen) 15 153.735.841,70 151.917.074,17
1b. Abzüglich:      
Einfuhrumsatzsteuer, Zölle und Warennachnahmen   -9.013.737,09 -7.697.740,22
    144.722.104,61 144.219.333,95
2. Sonstige betriebliche Erträge 16 2.315.006,31 3.485.657,31
3. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe   -4.739.056,66 -5.363.292,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen   -89.775.729,85 -90.905.974,27
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter   -20.940.405,72 -24.363.209,44
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   -3.796.147,94 -4.763.130,62
davon für Altersversorgung TEUR -142 (VJ TEUR 329)      
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -806.008,23 -679.421,31
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17 -25.386.425,88 -27.918.454,36
EBIT   1.593.336,64 -6.288.491,24
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18 164.166,16 228.537,71
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 150 (VJ TEUR 228)      
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18 -263.299,62 -295.328,59
davon an verbundenen Unternehmen TEUR 66 (VJ TEUR 67)      
9. Ergebnis vor Steuern   1.494.203,18 -6.355.282,12
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   0,00 0,00
11. Vororganschaftliche Steuererstattungen 19 37.616,42 0,00
12. Von der Organträgerin gutgeschriebene Steuern 20 0,00 100.000,00
13. Ergebnis nach Steuern   1.531.819,60 -6.255.282,12
14. Sonstige Steuern   -59.338,91 -59.206,77
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn (VJ Erträge aus Verlustübernahme) 26 -1.472.480,69 6.314.488,89
Jahresüberschuss   0,00 0,00
17. Entnahme aus der Kapitalrücklage   0,00 16.329.999,00
18. Bilanzgewinn   0,00 16.329.999,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Logwin Solutions Network GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft stellt einen Lagebericht gemäß § 289 HGB auf. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind gesetzlich vorgesehene Angaben zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung überwiegend im Anhang dargestellt.

Am 23. Juli 2015 trat das BilRUG in Kraft. Die Vorschriften des Gesetzes sind verpflichtend ab dem 1. Januar 2016 anzuwenden und wurden entsprechend im Jahresabschluss der Logwin Solutions Network GmbH umgesetzt. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgte nicht. Dadurch ist eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen teilweise nur eingeschränkt möglich. Auf die Einschränkung wird im entsprechenden Posten hingewiesen. Die Logwin Solutions Network GmbH, mit Sitz in Aschaffenburg, ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Aschaffenburg unter HRB 11808 eingetragen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Es gilt der Gesellschaftsvertrag vom 17. Dezember 1981, mit letzter Änderung vom 06. Februar 2014.

Der mit der Logwin Holding Aschaffenburg GmbH, mit Sitz in Aschaffenburg (Amtsgericht Aschaffenburg HRB 10415), seit dem 21. Mai 2008 bestehende Ergebnisabführungsvertrag wurde zum 31. Dezember 2016 gekündigt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 17. Januar 2017.

Die Logwin Solutions Network GmbH war im Geschäftsjahr 2016 im ertragsteuerlichen Organkreis der Logwin Holding Aschaffenburg GmbH eingebunden.

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung und Vermittlung von logistischen Dienstleistungen im weitesten Umfang, insbesondere von Speditions-, Fracht- und Lagergeschäften im In- und Ausland. Die Gesellschaft ist zu allen hiermit zusammenhängenden Geschäften und Maßnahmen berechtigt.

(1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Neben der Berücksichtigung der Änderungen durch BilRUG sind die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegegenstände, mit Ausnahme geringwertiger Software, sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Erworbene, im Einzelfall geringwertige Software wird im Anschaffungsjahr vollständig als Aufwand verrechnet.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen des übrigen Anlagevermögens erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear. Der Abschreibungsbetrag wird "pro rata temporis" ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden gegebenenfalls vorgenommen.

Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Tabelle zu entnehmen:

Jahre
Lizenzen und Software 3-5
Bauten auf fremden Grundstücken, Mietereinbauten 4-25
Technische Anlagen und Maschinen 5-14
Sonstige technische Anlagen, Maschinen und Fahrzeuge 4-11
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-25

Die Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen Leistungen sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Erkennbaren Risiken wird durch Einzel- und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Auf Forderungen, die älter als 180 Tage sind, wurde eine pauschalierte Einzelwertberichtigung gebildet.

Pauschalwertberichtigungen werden in Höhe von 1 % des nach Berücksichtigung der oben beschriebenen Einzelwertberichtigungen verbleibenden Forderungsbetrages gebildet.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Folgende Bewertungsannahmen liegen sowohl den Pensionsverpflichtungen als auch den weiteren personalbezogenen Rückstellungen zu Grunde (soweit anwendbar):

Angaben
in %
2016 2015
Rechnungszinssatz p.a. (10 Jahresdurchschnitt): 4,01 % N/A
Rechnungszinssatz p.a. (7 Jahresdurchschnitt): N/A 3,89 %
Gehaltstrend p.a.: 2,00 % 2,50 %
BBG-Trend p.a.: 2,00 % 2,50 %
Rentendynamik p.a. (im 3-Jahres-Rhythmus): 1,60 % 1,75 %

Der Rechnungszinssatz ist gemäß § 253 Abs. 2 HGB n.F. der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahr, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bis zum Jahresabschluss 2015 ist für diesen Zins gemäß § 253 Abs. 2 HGB a.F. der Durchschnitt der vergangenen sieben Geschäftsjahre anzuwenden gewesen.

Als Basis für die biometrischen Rechnungsparameter hat die Gesellschaft in Bezug auf die Fluktuation einen nach Altersgruppen spezifizierten Satz in einer Bandbreite von 0 -18,5 % angewandt.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Jubiläumszuwendungen wurden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 ff. HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz gemäß der RückAbzinsVO der Deutschen Bundesbank abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Alle anderen Rückstellungen sind in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Bei der Bewertung werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken Rechnung und wurden bei bestehen einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz gemäß der RückAbzinsVO der Deutschen Bundesbank abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Forderungen gegen verbundene und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen innerhalb der Logwin-Gruppe und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden bei Bestehen einer Aufrechnungslage im Sinne des § 387 BGB miteinander saldiert.

Die Umrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag, unter Berücksichtigung des Realisations-, Anschaffungskosten- und Imparitätsprinzips bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Von dem Aktivierungswahlrecht für latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Erläuterungen zur Bilanz

(2) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Wesentliche Investitionen sind der Einkauf von Wechselkoffern (TEUR 2.008) und LKW (TEUR 181), die für ein Anfang 2017 anlaufendes Neugeschäft mit einem wichtigen Bestandskunden (Inter-Center-Verkehr) angeschafft wurden.

In den Abschreibungen sind Abschreibungen auf geringwertige Anlagengegenstände in Höhe von TEUR 28 (im Vorjahr: TEUR 34) enthalten.

(3) Vorräte

in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Hilfs- und Betriebsstoffe 638 393
Unfertige Leistungen 203 104
Insgesamt 841 497

Bei den Hilfs- und Betriebsstoffen handelt es sich im Wesentlichen um Bestände an Kleiderstangen in Höhe von TEUR 495 (im Vorjahr: TEUR 248) und Paletten in Höhe von TEUR 104 (im Vorjahr: TEUR 86). Die Paletten werden in einem Lademittelpool geführt, der im Rahmen des Lademitteltauschgeschäftes als Vorratsvermögen inventarisiert geführt wird.

Die unfertigen Leistungen betreffen Leistungen der Gesellschaft im Bereich der Lohnveredelungsverkehre, die zum Bilanzstichtag nur zum Teil erbracht wurden.

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in TEUR 31.12.2016 - davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 31.12.2015 - davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.117 - 7.261 -
Forderungen gegen Gesellschafter 3.415 - 0 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.026 - 34.461 -
Sonstige Vermögensgegenstände 636 - 761 -
Insgesamt 30.194 - 42.483 -

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 288 (im Vorjahr: TEUR 143).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 4.925 (im Vorjahr: TEUR 3.632) Forderungen aus dem Clearing und Cash-Pooling überwiegend gegen die Logwin AG, Grevenmacher, Luxemburg, sowie aus Darlehen mit TEUR 8.139 (im Vorjahr: TEUR 18.154) gemäß Darlehensvertrag vom 03. August 2009 mit letztem Nachtrag Nr. 28 vom 30. Juni 2016. Das Darlehen wird mit 1,2 % p.a. verzinst. Das Darlehen ist bis auf weiteres gewährt und jederzeit kündbar. Eine Tilgung des in Anspruch genommenen Darlehens im Ganzen oder in Teilbeträgen ist jederzeit möglich. Eine rollierende Inanspruchnahme von zurückgeführten (Teil-) Beträgen ist in Abstimmung mit der Darlehensgeberin möglich.

Darüber hinaus besteht eine Forderung in Höhe von TEUR 5.725 (im Vorjahr: TEUR 6.226) aus einem Factoring-Vertrag mit der Logwin Finance GmbH, Aschaffenburg. Im Rahmen dieses Vertrages werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte der Logwin Solutions Network GmbH an die Logwin Finance GmbH abgetreten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 237 (im Vorjahr: TEUR 135).

Im Vorjahr waren Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 6.314 in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten.

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 3.415 betreffen einen Einlageanspruch aufgrund einer durchgeführten Einzahlung in die Kapitalrücklage.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus der Lademittelpoolverwaltung in Höhe von TEUR 82 (im Vorjahr: TEUR 173) sowie Umsatzsteuerforderungen mit TEUR 538 (im Vorjahr: TEUR 409). Des Weiteren waren im Vorjahr Forderungen aus weiterberechneten Handlingskosten im Logistikbereich in Höhe von TEUR 132 enthalten.

(5) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 22 (im Vorjahr: TEUR 188) werden Kraftfahrzeugsteuern, Miet- und Wartungsverträge in Höhe von TEUR 18 (im Vorjahr: TEUR 180) für das Folgejahr ausgewiesen. Des Weiteren sind Disagio in Höhe von TEUR 4 (im Vorjahr: TEUR 8) aus dem Mietkauf von Lkw und Anhängern enthalten.

(6) Stammkapital

Das Stammkapital der Logwin Solutions Network GmbH beträgt unverändert TEUR 1.542. Zum Stichtag wird die Logwin Solutions Network GmbH zu 100 % von der Logwin Solutions Holding Deutschland GmbH, Aschaffenburg, gehalten.

(7) Kapitalrücklage

Mit Beschluss vom 10. Oktober 2016 wurde eine Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 3.415 beschlossen. Am 10. Januar 2017 erfolgte die Einlage durch teilweise Abtretung und Verrechnung mit der bestehenden Darlehensforderung der Gesellschaft an die Logwin AG, Grevenmacher, Luxemburg, gemäß Nachtrag Nr. 29 vom 10. Januar 2017.

(8) Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen enthalten Auflösungsbeträge aus Aufwandsrückstellungen in Höhe von TEUR 43, die in 2010 nach BilMoG unmittelbar, d.h. erfolgsneutral, direkt in den Gewinnrücklagen erfasst wurden.

Der Jahresüberschuss unterliegt keiner Ausschüttungssperre, weil der Unterschiedsbetrag der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 532 durch die nach einer Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen vollständig abgedeckt ist.

Rückstellungen

in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.170 4.411
Sonstige Rückstellungen 7.308 8.549
Insgesamt 11.478 12.960

Der Wertansatz der Pensionsrückstellungen gem. § 253 HGB beträgt TEUR 4.170 (im Vorjahr: TEUR 4.411). Die Veränderung beinhaltet TEUR 169 (im Vorjahr: TEUR 192) Aufwand aus der Abzinsung der Verpflichtung. Bei einer Bewertung mit dem 7 Jahresdurchschnittssatz beträgt der Wertansatz TEUR 4.702. Dies ergibt einen Unterschiedsbetrag von TEUR 532.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Ausstehende Eingangsrechnungen 3.827 3.377
Verpflichtungen im Personalbereich 2.400 3.569
Gewährleistungen 439 382
Kundenboni 295 268
Rückbauverpflichtungen aus Mietverträgen 190 415
Archivierungskosten 85 85
Jahresabschlusskosten / Wirtschaftsprüfung 49 66
Drohverluste Mietverpflichtungen 0 227
Übrige Risiken 23 160
Insgesamt 7.308 8.549

Die Verpflichtungen im Personalbereich betreffen im Wesentlichen Abfindungen und Freistellungskosten, Tantiemen und Prämien, Urlaubs- und Restfreizeitansprüche sowie Jubiläumsgelder.

Laut versicherungsmathematischem Gutachten beträgt der Wertansatz der Jubiläumsrückstellungen gem. § 253 HGB per 31. Dezember 2016 TEUR 496 (im Vorjahr: TEUR 534). Der Aufwand aus der Veränderung der Abzinsung für Jubiläumsverpflichtungen beträgt TEUR 20 (im Vorjahr: TEUR 22).

Die Rückbauverpflichtung aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 190 (im Vorjahr: TEUR 415) betreffen Rückbaumaßnahmen einer angemieteten Anlage, die an den Vermieter zurückgegeben wird. Rückstellungen für Kundenboni betreffen vertragsabhängige Umsatzrückvergütungen an Kunden, sowie Maluszahlungen aus Kundenverträgen, welche im Folgejahr zur Auszahlung kommen. Die im Vorjahr enthaltene Drohverlustrückstellung für Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 227, für die Unterauslastung und den Leerstand von Lagerhallen im Geschäftsbereich Retail Network, wurde in 2016 verbraucht.

(9) Verbindlichkeiten

in TEUR 31.12.2016 - davon mit Restlaufzeit 31.12.2015 - davon mit Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.647 15.647 - 12.612 12.612 -
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 29 29 - 31 31 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.753 2.753 - 1.038 1.038 -
Sonstige Verbindlichkeiten 819 673 146 997 788 209
- davon aus Steuern (286) (286) (-) (291) (291) (-)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (14) (14) (-) (29) (29) (-)
Insgesamt 19.248 19.102 146 14.678 14.469 209

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen keine.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 29 (im Vorjahr: TEUR 31) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen mit TEUR 1.239 (im Vorjahr: TEUR 1.015) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 1.472 die Gewinnabführung aus dem Ergebnisabführungsvertrag.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer sowie sozialen Abgaben in Höhe von TEUR 300 (im Vorjahr: TEUR 320) und Verbindlichkeiten aus der Lademittelpoolverwaltung in Höhe von TEUR 219 (im Vorjahr: TEUR 248) enthalten.

Des Weiteren beinhalten die sonstigen Verbindlichkeiten die Finanzierung eines Mietkaufvertrages vom 14. März 2013 mit TEUR 89 (im Vorjahr: TEUR 127), davon TEUR 52 (im Vorjahr: TEUR 90) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und einem Leasingvertrag vom 12. Mai 2015 mit TEUR 119 (im Vorjahr: TEUR 143), davon TEUR 94 (im Vorjahr: TEUR 119) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der Mietkaufvertrag vom 28. November 2011 (im Vorjahr: TEUR 35) ist im laufenden Geschäftsjahr ausgelaufen.

(10) Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Flexibilisierung des durch Anlagevermögen gebundenen Kapitals wurden mit mehreren Unternehmen entsprechende Operating-Leasing-Verträge für Lager und Bürogebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Fuhrpark abgeschlossen. Zur Vermeidung einer Lieferantenabhängigkeit wurde auf eine entsprechende Verteilung geachtet.

Die Gesellschaft hat mittelbar über eine Konzerngesellschaft einen Factoring-Vertrag abgeschlossen.

Im Rahmen des Factorings erfolgt anstatt einer direkten Bezahlung der verkauften Forderungen die Bereitstellung einer Kreditlinie in Höhe der angedienten Forderungen. Durch das Factoring in Verbindung mit der Kreditlinie besteht somit zum einen als flexible Finanzierungsform die Möglichkeit, kurzfristige Liquidität bei Bedarf zu erhöhen. Zum anderen werden aufgrund der Factoring-Vereinbarung die Risiken aus den Forderungen, insbesondere das Ausfallrisiko, auf die Factoring-Gesellschaft übertragen.

(11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

in TEUR 31.12.2016
Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen 18.059
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen (937)
Bestellobligo für Investitionen 2.759
Bestellobligo für Dienstleistungen 4
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen (0)
Insgesamt 20.822

Die zukünftigen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden wie folgt fällig:

in TEUR 31.12.2016
fällig in 1 Jahr 10.522
fällig 1 bis 5 Jahre 10.300
fällig über 5 Jahre 0
Insgesamt 20.822

(12) Haftungsverhältnisse

Es bestehen zum Stichtag keine Haftungsverhältnisse.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(13) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst.

Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung des § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nicht vergleichbar. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB des BilRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 153.969 TEUR ergeben.

In der Logwin Solutions Network GmbH verteilen sich die Umsätze (einschließlich Einfuhrumsatzsteuer, Zölle und Warennachnahmen) wie folgt:

in TEUR. 2016 2015
Netzwerk 117.097 115.004
Logistik 8.626 11.528
Transport 26.466 25.385
Vermietung und Verpachtung, sonstige Erlöse 1.547 0
Insgesamt 153.736 151.917
- davon periodenfremd (-13) (261)

Die Umsatzerlöse lassen sich geographisch nach folgenden Regionen aufteilen:

in TEUR 2016 2015
Deutschland 103.298 102.451
Türkei 7.594 6.491
Frankreich 4.945 5.371
Tunesien 4.143 4.444
Mazedonien 6.169 6.244
Österreich 5.107 5.055
Schweiz 3.069 3.059
Spanien 3.409 3.086
Andere 16.002 15.716
Insgesamt 153.736 151.917

(14) Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2016 2015
Vermietung und Verpachtung 0 1.199
Nebenerlöse aus Weiterberechnungen von Betriebskosten und Paletten 0 1.199
Sonstige Erträge 916 32
- davon Erträge aus Währungsumrechnungen (2) (9)
Periodenfremde Erträge 1.399 1.056
- davon Erträge a. der Auflösung von Rückstellungen (1.029) (627)
- davon Erträge aus Schadensfällen (27) (258)
- davon sonstige übrige betriebliche Erträge periodenfremd (343) (171)
Insgesamt 2.315 3.486

Die Erträge aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von TEUR 942 sowie die Nebenerlöse aus Weiterberechnungen in Höhe von TEUR 605 werden auf Grund der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB ab 2016 in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen aus Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 297 (im Vorjahr: TEUR 0), für Personalkosten in Höhe von TEUR 299 (im Vorjahr: TEUR 340) und für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 334 (im Vorjahr: TEUR 164).

Die sonstigen übrigen betrieblichen Erträge periodenfremd enthalten im Wesentlichen Gutschriften aus Änderungen von Leasingverträgen aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 188.

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2016 2015
Mieten und operatives Leasing 8.583 10.044
Leiharbeitskräfte / Personalgestellung 5.090 5.272
Instandhaltung/Wartung und Reparaturen 3.121 3.107
Konzernumlagen 2.734 2.359
EDV Nutzung- und Entwicklungskosten 2.246 3.634
Aufwendungen für Schäden 704 499
Aufwendungen für Versicherungen 597 587
Kommunikation und Büromaterial 518 519
PKW Kosten 425 514
Abschreibungen auf Umlaufvermögen und Wertberichtigungen 372 110
Sonstige Personalaufwendungen 307 326
Rechts- und Beratungskosten 265 315
Sonstige 306 467
- davon Aufwand aus Währungsumrechnungen (15) (14)
Periodenfremde Aufwendungen 118 165
- davon Aufwand aus dem Mehrverbrauch von Rückstellungen (81) (165)
- davon Aufwand Güterschäden periodenfremd (37) (0)
Insgesamt 25.386 27.918

Bedingt durch die Neudefinition des BilRUG wurden in diesem Jahr TEUR 2.066 Miet- und Leasingkosten, die zur Erzielung von Umsätzen erbracht wurden, unter den bezogenen Leistungen, statt in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt.

(16) Zinsergebnis

in TEUR 2016 2015
Zinsen und ähnliche Erträge 164 229
- davon aus verbundenen Unternehmen (150) (228)
- davon aus Steuererstattungen (13) (0)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -263 -295
- davon an verbundene Unternehmen (-66) (-67)
- davon aus Abschreibung von Disagio (-4) (-8)
- davon aus der Abzinsung von Finanzierungsleasingverbindlichkeiten (-4) (-2)
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen (-189) (-215)
Insgesamt -99 -66

Die Abzinsung von Rückstellungen betreffen die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen mit TEUR 169 (im Vorjahr: TEUR 192) und Rückstellungen für Jubiläumszahlungen in Höhe von TEUR 20 (im Vorjahr: TEUR 23).

(17) Vororganschaftliche Steuererstattungen

Die Steuererstattungen in Höhe von TEUR 38 (im Vorjahr: TEUR 0) im Geschäftsjahr betreffen Gewerbesteuererstattungen aus dem Jahr 2008, vor Einbindung in den ertragsteuerlichen Organkreis der Logwin Holding Aschaffenburg GmbH.

(18) Von der Organträgerin gutgeschriebene Steuern

Im Vorjahr wurden von der Organträgerin die in 2014 belasteten Steuern in Höhe von TEUR 100, nach Eingang des Steuerbescheides, an die Gesellschaft gutgeschrieben.

(19) Ergebnisabführungsvertrag

Der ansonsten auszuweisende Jahresüberschuss (im Vorjahr: Jahresfehlbetrag) wird aufgrund des bis einschließlich 31. Dezember 2016 mit der Logwin Holding Aschaffenburg GmbH, Aschaffenburg, bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an diese abgeführt.

Sonstige Angaben

(20) Konzernzugehörigkeit

Die Logwin Solutions Network GmbH wird über die Logwin AG, Grevenmacher, Luxemburg (Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen), in den Konzernabschluss der DELTON AG, Bad Homburg v.d.H., einbezogen. Die DELTON AG ist das Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Beide Gesellschaften veröffentlichen gemäß § 325 HGB ihren Konzernabschluss, der entsprechend den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt wird, im Bundesanzeiger.

(21) Beschäftigte

Beschäftigte 2016 2015
Im Jahresdurchschnitt am Jahresende Im Jahresdurchschnitt am Jahresende
Kaufmännischer Bereich 269 260 298 283
Gewerblicher Bereich 357 335 407 371
Insgesamt 626 595 705 654
Auszubildende 31 39 30 33

Die Mitarbeiteranzahl wurde gemäß § 267 Abs. 5 HGB ermittelt.

(22) Mitglieder und Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2016 an:

Torsten Gehrels Geschäftsführer
Jan Warnecke Geschäftsführer

Die Gesellschaft macht gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben zu den Gesamtbezügen der Mitglieder der Geschäftsführung.

Im Geschäftsjahr und den vorangegangenen Geschäftsjahren wurden keine Vorschüsse und/oder Kredite an die Mitglieder der Geschäftsführung und/oder an ehemalige Organmitglieder gewährt.

(23) Mitglieder des Aufsichtsrates

Als Aufsichtsratsmitglieder waren für das Geschäftsjahr 2016 bestellt:

Dr. Antonius Wagner Mitglied des Executive Committee der Logwin AG, Vorsitzender
Sebastian Esser Chief Financial Officer der Logwin AG, Stellvertretender Vorsitzender
Stefan Stöhr * Betriebsstellenleiter

* Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmervertreter

Der Aufsichtsrat erhält neben den Erstattungen von Auslagen keine weiteren Vergütungen.

(24) Honorare des Abschlussprüfers

Auf die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet und auf die Angabe im Konzernabschluss der DELTON AG, Bad Homburg v. d. H., verwiesen.

(25) Nachtragsbericht

Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

 

Aschaffenburg, den 31. März 2017

Logwin Solutions Network GmbH

Die Geschäftsführung

Torsten Gehrels

Jan Warnecke

Entwicklung des Anlagevermögens (in EUR)

Anschaffungskosten
Vortrag zum 01.01.2016 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2016
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Lizenzen und Software 1.851.486,46 5.254,47 0,00 959.431,28 897.309,65
  1.851.486,46 5.254,47 0,00 959.431,28 897.309,65
Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.353.414,31 33.248,65 0,00 0,00 2.386.662,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.912.141,34 4.771,58 0,00 13.560,10 1.903.352,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.544.278,35 2.920.801,53 35.063,00 1.266.072,55 11.234.070,33
4. Anlagen im Bau 35.063,00 180.800,00 -35.063,00 0,00 180.800,00
  13.844.897,00 3.139.621,76 0,00 1.279.632,65 15.704.886,11
Anlagevermögen gesamt 15.696.383,46 3.144.876,23 0,00 2.239.063,93 16.602.195,76
kumulierte Abschreibungen
Vortrag zum 01.01.2016 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand am 31.12.2016
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Lizenzen und Software 1.808.759,46 15.885,47 935.739,28 888.905,65
  1.808.759,46 15.885,47 935.739,28 888.905,65
Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.825.187,31 158.723,65 0,00 1.983.910,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.296.993,34 111.430,58 10.507,10 1.397.916,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.394.634,35 519.968,53 1.253.605,55 7.660.997,33
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  11.516.815,00 790.122,76 1.264.112,65 11.042.825,11
Anlagevermögen gesamt 13.325.574,46 806.008,23 2.199.851,93 11.931.730,76
Buchwert
Stand am 31.12.2016 Stand am 31.12.2015
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Lizenzen und Software 8.404,00 42.727,00
  8.404,00 42.727,00
Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 402.752,00 528.227,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 505.436,00 615.148,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.573.073,00 1.149.644,00
4. Anlagen im Bau 180.800,00 35.063,00
  4.662.061,00 2.328.082,00
Anlagevermögen gesamt 4.670.465,00 2.370.809,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

(1) Grundlagen der Gesellschaft

Die Logwin Solutions Network GmbH (nachfolgend: "Gesellschaft") ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Logwin Solutions Holding Deutschland GmbH, Aschaffenburg, und über diese in das Geschäftsfeld Solutions der Konzernobergesellschaft Logwin AG, Grevenmacher, Luxemburg, eingebunden. Sitz der Gesellschaft ist Aschaffenburg.

Mit der Logwin Holding Aschaffenburg GmbH bestand bis zum 31. Dezember 2016 ein Ergebnisabführungsvertrag, der mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 gekündigt wurde. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2016 im ertragsteuerlichen Organkreis der Logwin Holding Aschaffenburg GmbH, Aschaffenburg, eingebunden.

Geschäftsmodell

Logwin-Konzern

Der Logwin-Konzern bietet seinen Kunden weltweit Logistik- und Transportlösungen. Er fokussiert sich auf die Geschäftsfelder Air + Ocean und Solutions und verbindet so die Vorteile einer international aufgestellten Logistikgruppe mit denen eines flexiblen Mittelständlers.

Die logistischen Leistungen in den Geschäftsfeldern Air + Ocean und Solutions kombiniert der Logwin-Konzern kundenspezifisch und steuert die Logistikketten zwischen Lieferanten und Abnehmern je nach Bedarf in Teilen oder als Komplettlösung. Für seine Kunden übernimmt der Logwin-Konzern Supply Chain Management, Warehousing, Value Added Services und Transporte auf der Straße, der Schiene sowie per Luft- oder Seefracht. Bei der Leistungserbringung bedient sich der Logwin-Konzern eigener Netzwerke. Eine weltweit einheitliche IT-Infrastruktur mit eigenen Rechenzentren in Europa und Asien unterstützen weltweit einheitliche Prozesse, einfache Kundenanbindungen und gewährleisten die Einhaltung der Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Compliance.

Die Logwin AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Mehrheitsaktionärin ist die DELTON Vermögensverwaltung AG, Bad Homburg v. d. Höhe.

Geschäftsfeld Solutions

Das Geschäftsfeld Solutions entwickelt als Spezialist für Kontraktlogistik individuelle Kunden- und Branchenlösungen vor allem im Retail- und Konsumgüterbereich sowie in der industriellen Kontraktlogistik mit den Schwerpunkten Chemie und Automotive - von Supply Chain Management über Transport, Warehousing und logistische Mehrwertdienste bis hin zu kompletten Outsourcing-Projekten. Des Weiteren unterhält das Geschäftsfeld ein Spezialnetzwerk unter anderem für Kunden aus dem Fashion- und Konsumgüterbereich.

Die Gesellschaft unterteilt sich in die Sparten Netzwerk, Transport und Logistik. Das Netzwerk umfasst überwiegend die Transportaktivitäten zur Distribution von hängenden und liegenden Textilien sowie Lifestyle-Gütern in Deutschland. Hierbei handelt es sich um ein offenes Spezialtransportnetzwerk, das in diesem Bereich zu den Marktführern in Deutschland zählt und zusammen mit weiteren Kooperationspartnern im Ausland ein europaweites Netzwerk bildet. Die Leistungen des Netzwerkes bestehen in der Regel aus der Abholung beim Kunden, dem Umschlag im Abholdepot, der Verladung in den Linienfernverkehr auf das Zustelldepot, der Entladung im Zustelldepot sowie der Zustellung über den Nahverkehr an den Empfänger.

Der Bereich Transport besteht neben geschlossenen Fahrtendiensten für namhafte Modelabel, aus den von Deutschland aus initiierten Transporten mit Spezialequipment von/nach Osteuropa sowie einigen Mittelmeerländern. Hier werden für Kunden Sendungen im Sammel- und Stückgutverkehr transportiert.

Im Bereich Logistik werden neben klassischer Lagerhaltung auch die Kommissionierung, Etikettierung, Aufbereitung etc. durchgeführt; überwiegend für Kunden in den Bereichen Textilien, Kosmetik und Lifestyleprodukten.

Im Jahr 2016 unterhielt die Gesellschaft Zweigniederlassungen an den Standorten Aschaffenburg, Berlin, Hamburg, Kassel, Karlsfeld, Langenfeld, Melle, Mönchengladbach, Nürnberg und Renningen. Für das Jahr 2017 ist die Eröffnung einer Niederlassung in Granschütz bei Leipzig geplant.

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter lag zum Stichtag 31. Dezember 2016 bei 634 Mitarbeitern (per 31. Dezember 2015: 687 Mitarbeiter) inklusive 39 Auszubildenden (per 31. Dezember 2015: 33 Auszubildende). Im Jahresdurchschnitt wurden 657 Mitarbeiter (im Vorjahr: 735 Mitarbeiter) inklusive 31 Auszubildende (im Vorjahr: 30) beschäftigt. Der Rückgang in Anzahl der Mitarbeiter ist vor allem auf die in 2015 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen.

Relevante Märkte, Marktposition und Wettbewerber

Die Gesellschaft erwirtschaftet etwa 2/3 ihrer Umsätze im nationalen Markt. Vergleiche hierzu auch die Aufteilung der Umsätze in der Anhangsangabe unter (15) Umsatzerlöse.

Die Gesellschaft erbringt ihre logistische Dienstleistung in einem hart umkämpften Marktumfeld und positioniert sich als Teil eines mittelständisch geprägten, international agierenden Konzerns am Markt.

Ziele und Strategie

Die strategischen Initiativen der Gesellschaft erstrecken sich auf verschiedene Bereiche. Wesentliche Bedeutung hat die Steigerung der Qualität der Dienstleistungen, welche ein wesentliches Merkmal in der Kundenbeziehung darstellt. Gegenüber dem Vorjahr konnte in 2016 eine Verbesserung der Qualität erzielt werden, 97% aller Sendungen wurden in 2016 innerhalb 72 Stunden beim Endempfänger zugestellt. In 2015 wurden 93% aller Sendungen in max. 72 Stunden zugestellt. Neben der Sicherstellung einer hohen Qualität spielen effiziente Prozesse eine wesentliche Rolle. Dies beinhaltet die Weiterführung von Projekten zur Effizienzsteigerung im Netzwerk und umfasst alle wesentlichen Produktionsprozesse, möglicherweise Anpassungen der Netzwerkstruktur sowie Kooperationen mit Marktteilnehmern. Die Einführung neuer Produkte, z. B. der Bikelogistik, ist für die Gesellschaft ein weiteres wichtiges Kernthema um den Saisonalitäten der Fashionbranche entgegenzuwirken.

(2) Wirtschaftsbericht

(2.1) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Deutsche (Logistik-)Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaft wuchs im Jahr 2016 um rund 1,9 %. Der private Konsum und die Investitionen bewegten sich ebenfalls auf einem stabilen Niveau. Getragen wurde diese Entwicklung unter anderem von der gestiegenen Beschäftigtenzahl sowie von Lohnsteigerungen, die für Kaufkraftzuwächse bei den privaten Haushalten sorgten. Dem gegenüber lieferte der deutsche Außenhandel trotz insgesamt stabiler Entwicklung keine zusätzlichen Impulse für die Logistikwirtschaft.

Wettbewerb und Markt

In allen relevanten Bereichen war das Logistikgeschäft im Jahresverlauf 2016 von einem zunehmend herausfordernden Markt- und Wettbewerbsumfeld gekennzeichnet. Dies erforderte einerseits einen hohen Einsatz zur Absicherung bestehender Kundengeschäfte und andererseits intensive Bemühungen profitable Neugeschäfte zur Realisierung des angestrebten Wachstums zu gewinnen.

(2.2) Geschäftsverlauf und Beurteilung durch die Geschäftsführung

Grundsätzlich ist das Geschäftsjahr der Gesellschaft wesentlich durch die Sommer- und Wintersaison im Textilgeschäft geprägt. Während die Sommerware üblicherweise von Mitte Januar bis Anfang März transportiert wird, umfasst die Wintersaison von Ende Juli bis Anfang Oktober einen längeren Zeitraum. Im Jahr 2016 zog sich die Wintersaison bis Anfang Dezember, dies resultierte in höheren Mengen als im Vorjahr. Im Kerngeschäft, dem Textilbereich, besteht bei den angebotenen Leistungen eine Abhängigkeit von klimatischen Bedingungen und dem damit verbundenen Einfluss auf das Käuferverhalten.

Die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Umsatzerlöse im Bereich Transport beruhen vornehmlich auf Neukunden und Geschäftserweiterungen im Bereich Netzwerk. Hier konnte der nachteilige Trend der rückläufigen Hängeware und des wachsenden Online-Marktes durch einen punktuellen Ausbau des Volumens mit bestehenden Key-Kunden entgegengewirkt werden. Auch trägt die deutlich gesteigerte operative Qualität und Zuverlässigkeit in der Gesellschaft zu einem stärkeren Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft bei. Im Bereich der Logistik zeigen sich rückläufige Umsätze durch den Verlust eines Großkunden.

Das Jahresergebnis der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2016 deutlich durch die in 2015 eingeleiteten Kostensenkungen entlastet. Hier konnten Einsparungen, vor allem im Bereich der Personal- und Frachtaufwendungen erreicht werden. Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des deutlich verbesserten Ergebnisses und einer deutlichen Übererfüllung des Ergebnisziels als sehr zufriedenstellend eingestuft.

(2.2.1) Ertragslage

Umsatzentwicklung

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2016 einen Bruttoumsatz von TEUR 153.736 (im Vorjahr: TEUR 151.917) erzielt. Der Anstieg des Umsatzes in Höhe von TEUR +1.819 (1,2%) resultiert überwiegend aus der veränderten Zuordnung von sonstigen betrieblichen Erträgen aufgrund geänderter Bilanzierungsrichtlinien (BilRUG). Operativ konnte das Umsatzniveau des Vorjahres gehalten werden. In der Logistik zeigen sich rückläufige Umsätze, während im Netzwerk die Bemühungen der Neukundenakquise erste Erfolge zeigen.

Komponenten der Ergebnisrechnung

Das Ergebnis vor Steuern liegt bei TEUR +1.494 (im Vorjahr: TEUR -6.355). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich eine Ergebnisverbesserung um TEUR +7.849. Wesentliche Faktoren für die Ergebnisverbesserung sind die um TEUR 4.390 gesunkenen Personalaufwendungen, welche das Resultat der in 2015 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen sind. Im Bereich der bezogenen Leistungen konnte durch eine bessere Auslastung des Nah- und Fernverkehrs eine Reduzierung der Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.130 erreicht werden. Das Finanzergebnis liegt bei TEUR -99 (im Vorjahr: TEUR -67).

Da die Gesellschaft aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft nicht Trägerin der Steuerlast ist, verbesserte sich das Ergebnis nach Steuern von TEUR -6.255 im Vorjahr auf TEUR 1.532.

Als eine zentrale Kennzahl zur Steuerung des Unternehmens dient innerhalb des Logwin-Konzerns das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie die daraus abgeleitete EBIT-Marge (EBIT / Umsatzerlöse). Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 verbesserte sich das EBIT von TEUR -6.288 im Vorjahr um 7.881 TEUR auf TEUR 1.593. Die EBIT-Marge verbesserte sich von -4,1 % auf 1,0 %.

(2.2.2) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Gesellschaft weist eine Eigenkapitalquote von 14% (im Vorjahr: 39%) aus. Der Rückgang erklärt sich im Wesentlichen durch die Ausschüttung des aufgelaufenen Bilanzgewinns in Höhe von TEUR 16.330, der eine erneute Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 3.415 gegenüberstand.

Investitionen

Das Unternehmen hat in 2016 Investitionen in Höhe von TEUR 3.145 (im Vorjahr: TEUR 1.050) getätigt. Im Wesentlichen erfolgten Investitionen in Wechselkoffer, Scanner, operatives IT-Equipment, GPS-Ortungssystem und LKW.

Im Jahr 2017 sind Investitionen in Höhe von TEUR 7.232 geplant. Neben Ersatzbeschaffungen für LKW, Wechselkoffer, Scanner und sonstige Transportmittel sind Investitionen in ein neues Geschäft mit einem wichtigen Bestandskunden geplant.

Liquidität

Die Gesellschaft hat über die Logwin Finance GmbH einen Factoring-Vertrag mit der Targo Commercial Finance (ehemals GE Capital AG), Mainz, abgeschlossen. Über diese Vereinbarung stehen der Gesellschaft in Abhängigkeit vom jeweiligen Forderungsbestand zusätzliche liquide Mittel von bis zu TEUR 8.000 zur Verfügung, welche zum Stichtag nicht in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus verfolgt die Gesellschaft ein straffes Working Capital Management zur Reduzierung gebundener finanzieller Mittel z. Bsp. durch Abschluss von Operating-Leasing Verträgen für Lager und Bürogebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Fuhrpark.

Das Unternehmen ist in das konzerninterne Cash-Pooling der Logwin AG eingebunden und finanziert sich bei Bedarf über ein konzerninternes Darlehen. Hierdurch ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Gesellschaft hat der Logwin AG ein Darlehen begeben, das in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 in Höhe von TEUR 8.139 als Forderung ausgewiesen ist.

(2.2.3) Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2016 TEUR 35.728 (im Vorjahr: TEUR 45.552).

Die wesentliche Veränderung der Aktiva resultiert aus dem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 15.435. Diese steht im Zusammenhang mit der Ausschüttung des Bilanzgewinns aus 2015, welche auch im Wesentlichen zur Veränderung der Passiva führt. Der Anstieg des Anlagevermögens um TEUR 2.300 ist auf Investitionen in Wechselkoffer und LKW zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr stichtagsbedingt um TEUR 3.035. Bedingt durch die Ausschüttung des aufgelaufenen Bilanzgewinns an die Muttergesellschaft verringert sich das Eigenkapital um TEUR 12.915.

(3) Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Für das Geschäftsjahr 2017 wird ein moderat ansteigendes EBIT erwartet. Die erwartete Steigerung des Ergebnisses ist im Wesentlichen auf weitere Effizienzsteigerungen und diverse Neugeschäfte zurückzuführen.

(3.1.1.) Voraussichtliche Entwicklung der relevanten Märkte

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Marktsituation im Kerngeschäft auch in den nächsten Jahren herausfordernd bleiben wird, da der Textilmarkt die Auswirkungen des Internetzeitalters immer mehr zu spüren bekommt und sich auch in den nächsten Jahren noch weiter verändern wird. Die hohen Wachstumsraten des Internethandels bzw. der Internetuser bleiben nicht ohne Wirkung auf die traditionellen Warenströme bzw. den stationären Handel. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass der Trend der rückläufigen Mengen bei der Hängeware und der damit verbundenen Abwanderung ins Paket weiterhin bestehen bleiben wird, die Paketdienstleister bleiben hier größte Wettbewerber. Daneben eröffnet die zunehmende Bedeutung des Vertriebsweges über das Internet auf Seite des Kunden auch die Möglichkeit, bestehende Geschäftsbeziehungen auszuweiten und neue Kundengruppen zu gewinnen, z. B. der B2C Transport von Fahrrädern.

Die Gesellschaft konzentriert sich auf folgende Aktivitäten:

Fokussierung auf das Kerngeschäft mit dem Ziel Kundenerhalt durch hohe Qualität der erbrachten Leistungen

Erhöhung der Produktivität in den wesentlichen Leistungsprozessen durch Implementierung von Instrumenten zur proaktiven Steuerung

Erhöhung der Netzwerkauslastung durch gezielte Verkaufsprojekte mit hohem Synergiepotenzial

Variabilisierung der Kostenstruktur zur Reduktion der saisonalen Risiken

Optimierung der Netzstruktur unter Nutzung weitestgehend bestehender Infrastrukturen innerhalb von Logwin und/oder anderen Partnern

Stärkung der dezentralen Ausrichtung hinsichtlich operativer und vertrieblicher Verantwortung

Die Gesellschaft geht in 2017 davon aus, dass Mengenrückgänge im Textilgeschäft durch die Hinzunahme anderer Geschäfte und Branchen kompensiert werden können. Dadurch sollte sich das Umsatzniveau auf Basis des Jahres 2016 festigen.

(3.1.2.) Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Umsatzerwartung

Die Gesellschaft geht für das Jahr 2017 von einem stabilen Umsatzniveau aus. Dabei wird die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2017 eine wesentliche Rolle spielen. Neukundengeschäft und Wachstum bei Bestandskunden sollen belebend wirken. Auslaufende Sonderprojekte können demgegenüber dämpfend wirken.

Im Jahr 2017 wird es zu vereinzelten Neueinstellungen in den Niederlassungen kommen. Dennoch soll das Kostenniveau durch ein enges Monitoring und dem gezielten Abbau von Frachtkosten weiter reduziert werden. Auch laufen in den kommenden Jahren langfristige Dienstleistungsverträge aus, was der Gesellschaft weitere Möglichkeiten zur Kosteneinsparung verschafft.

Ergebniserwartung

Die Gesellschaft strebt, unter den oben beschriebenen Voraussetzungen, im Jahr 2017 eine moderate Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 an. Aufgrund des erwarteten stabilen Umsatzniveaus wird entsprechend mit einer moderaten Steigerung der EBIT-Marge gerechnet.

Die erfolgreich eingeleitete Entwicklung sollte im Jahr 2017 durch eine moderate Ergebnisentwicklung fortgesetzt werden. Die Unsicherheit über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und einzelner Marktsegmente wie Textil und Bekleidung können die Erreichung der angestrebten Ertragsentwicklung gefährden.

Liquiditätsentwicklung

Die Gesellschaft geht nach aktueller Planung im Jahr 2017 von einem negativen Netto-Cashflow aus. Wesentlich werden hierzu Investitionen in Sachanlagen für Neugeschäfte und Ersatz beitragen. Für das Working Capital soll weiterhin ein intensives Management betrieben werden.

Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend genannten Vorbehalten. Zusätzlich wird die Prognose durch die im folgenden Risiko- und Chancenbericht gemachten Aussagen ergänzt.

(3.2) Risikobericht

(3.2.1) Risikomanagementsystem

Ziele und Strategie

Der Logwin-Konzern verfügt zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Unternehmensführung und zur Umsetzung der festgelegten Risikopolitik über ein konzernweites Risikomanagementsystem. Aufgrund der engen Einbindung der Logwin Solutions Network GmbH in den Login-Konzern sowie der vielfältigen Leistungsbeziehungen zwischen den Unternehmen des Logwin-Konzerns ist das Risikomanagement der Gesellschaft Bestandteil des konzernweiten Risikomanagements. Das Risikomanagementsystem bildet einen wichtigen Teil des Planungs- und internen Kontrollsystems und ist damit ein wesentliches Element der Unternehmensführung und -steuerung. Übergeordnetes Ziel der Risikopolitik der Logwin AG ist es, Risiken, die zu einer negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können oder die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig und systematisch zu identifizieren, um diese im Vorfeld zu vermeiden oder negative Konsequenzen durch die zeitnahe Einleitung von Gegensteuerungsmaßnahmen minimieren zu können. Die systematische Identifikation und Analyse von Chancen ist nicht Bestandteil des konzernweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems. Ihre Identifikation und Wahrnehmung ist durch die fortlaufende enge Überwachung der Geschäftstätigkeit auf den verschiedenen Management-Ebenen des Logwin-Konzerns sichergestellt.

Struktur und Prozess

Das Risikomanagement wird durch konzernweit geltende Vorgaben und Regelungen, die in einer Richtlinie zum Risikomanagement dokumentiert sind, gewährleistet. Neben der ordentlichen Berichterstattung in vorgegebenen Intervallen stellt die Sofortberichterstattung wesentlicher neu auftretender Risiken einen integralen Teil des Risikomanagementsystems dar. Die Steuerung der Risiken obliegt je nach Größenordnung den Risikoeignern selbst, den jeweiligen Leitungsebenen innerhalb der Geschäftsfelder oder dem Executive Committee. Durch die klar definierten Prozesse und Verantwortlichkeiten wird nicht nur die Bearbeitung aller identifizierten Risiken gewährleistet, sondern auch die Information des Executive Committee und des Verwaltungsrats der Logwin AG über alle wesentlichen Risiken sichergestellt.

Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Neben der Richtlinie zum Risikomanagement regelt eine konzernübergreifende Bilanzierungsrichtlinie den Rechnungslegungsprozess als weitere Ausprägung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Der Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft folgt, wie im gesamten Logwin-Konzern, der dezentralen Organisation. Es findet eine Überwachung zum einen in Bezug auf die Abschlussvorbereitung, (z. B. die Terminplanung und Aufgabenverteilung, die Einholung von Saldenbestätigungen oder die Bewertung von Rückstellungen) und zum anderen in Bezug auf die Abschlusserstellung (z. B. durch vielfältige, zum Teil systemgestützte Abstimmungs- und Plausibilitätskontrollen) statt. Außerdem ist die Konzern-Revision der DELTON AG in ausgewählten Fällen in die Überwachung der Einhaltung der Bilanzierungsrichtlinie eingebunden.

(3.2.2) Risiken

Überblick

Für die Gesellschaft als international tätiges Logistikunternehmen bestehen gesamtwirtschaftliche Risiken ebenso wie Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit. Des Weiteren können finanzielle Risiken, rechtliche, regulatorische sowie sonstige Risiken Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen. Der Logwin-Konzern hat - den gesetzlichen Vorgaben entsprechend und mit dem Ziel einer frühzeitigen und systematischen Identifikation und Steuerung von Risiken, die zu negativen Ergebnis- oder Prognoseabweichungen führen können oder die Existenz gefährden - ein umfassendes Risikomanagementsystem eingerichtet.

Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich das Risikomanagementsystem als unzureichend oder unwirksam herausstellt und sich unerkannte Risiken bzw. Negativentwicklungen im Rahmen der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verwirklichen oder nicht schnell genug erkannt werden, um ihre Verwirklichung zu vermeiden. Hierdurch könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigt werden.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Entwicklung der Weltwirtschaft und des Welthandels hat maßgebliche Bedeutung für die Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen und somit für die Unternehmensentwicklung der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist hierbei insbesondere von der europäischen Wirtschaftsentwicklung geprägt. Deshalb bestehen in der weltweiten konjunkturellen Entwicklung und insbesondere der Konjunktur des Euroraums wesentliche Risiken.

Eine deutliche Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik vor allem der deutschen Volkswirtschaft sowie in Wirtschaftsbereichen vor allem der Textilwirtschaft oder bestimmten Segmenten des Groß- und Einzelhandels würde für die Gesellschaft zu einem Rückgang der Nachfrage der Kunden nach Logistikdienstleistungen führen, der für die Gesellschaft weitere Anpassungsmaßnahmen erforderlich machen könnte.

Die Gesellschaft überwacht die relevanten gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen mit dem Ziel, die Auswirkungen negativer gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen frühzeitig zu antizipieren und die Folgen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch eine Steuerung des jeweiligen Exposures und soweit möglich Anpassungen des Geschäftsmodells zu minimieren.

Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die in den folgenden Abschnitten näher erläutert werden.

Markt- und Kundenrisiken

Kundenseitige Kostensenkungsprogramme führen in vielen Fällen gegenüber den Logistikdienstleistern zu einem verschärften Kostenbewusstsein und damit verbunden zu Forderungen nach Preisreduktionen. Die Folgen können auch eine Überprüfung bestehender Logistikverträge und Neuausschreibungen sein. Es besteht das Risiko für die Gesellschaft, dass durch diese kundenseitigen Maßnahmen die Ertragssituation negativ beeinflusst wird.

Dank der hohen Qualität der Dienstleistungen sowie der in den vergangenen Jahren erzielten Kosteneinsparungen sieht sich die Gesellschaft auch weiterhin in der Lage, den steigenden Anforderungen gerecht zu werden und gegenüber den Wettbewerbern zu bestehen.

In verschiedenen Kundenverträgen werden Haftungs- oder Investitionsrisiken auf die Gesellschaft als Dienstleister übertragen oder die Vereinbarung von Konventionalstrafen für nicht vertragsgerechte Leistungserbringung zur Voraussetzung der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen gemacht. Hieraus können deutlich über gesetzliche Gewährleistungsrisiken hinausgehende Risiken entstehen, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in erheblichem Maße negativ beeinflussen könnten. Die Gesellschaft minimiert diese Risiken durch ein umfassendes Controlling auf Auftrags- und Niederlassungsebene. Darüber hinaus werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses eventuelle Risiken frühzeitig identifiziert und diesen unverzüglich entgegengesteuert.

Beschaffungsrisiken

Insbesondere im Zusammenhang mit Transportdienstleistungen besteht das Risiko steigender Treibstoffpreise. Ausgehend von dem aktuell niedrigen Niveau besteht das Risiko eines mittelfristigen deutlichen Wiederanstiegs, der zu einer unvorhergesehenen und teilweise sehr kurzfristig eintretenden Verteuerung der bezogenen Leistungen führen kann.

Ein großer Teil der erbrachten Dienstleistungen wird in der Gesellschaft über den Einsatz von Subunternehmern erbracht. Es bestehen aber trotzdem Risiken hinsichtlich einer Unterauslastung von vorgehaltenem Frachtraum. Ein deutlicher Anstieg der Subunternehmerkosten kann ebenfalls erhebliche negative Auswirkungen auf die Ertragssituation der Gesellschaft haben, wenn die höheren Kosten nicht in vollem Umfang und zeitgerecht an die Kunden weitergegeben werden können. Ferner können sich Leerstandsrisiken von angemieteten oder anderweitig vorgehaltenen Logistikimmobilien nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Die Gesellschaft begrenzt diese Risiken durch entsprechende Vertragsgestaltungen sowie der kontinuierlichen Überwachung der laufenden Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus gelingt es durch die eingespielten internen Prozesse, möglichst schnell und flexibel auf ständig verändernde Gegebenheiten zu reagieren.

Ebenfalls bedeutend für eine reibungslose Erbringung ihrer Transport- und Logistikdienstleistungen an den verschiedenen Standorten des Unternehmens ist die Verfügbarkeit von entsprechend qualifizierten Arbeitskräften zu wettbewerbsadäquaten Konditionen. Für den Fall, dass an Standorten des Unternehmens geeignete Arbeitskräfte nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sein sollten, besteht das Risiko, dass die Gesellschaft ihre Dienstleistungen aufgrund erhöhter Personalkosten nicht vereinbarungsgemäß oder nur auf wirtschaftlich nicht auskömmliche Weise erbringen kann. Dies gilt insbesondere für den Bereich der qualifizierten Logistikfachkräfte. Dies könnte sich negativ auf die kurz- oder mittel- und langfristige Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft auswirken. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch intensive und systematische Personalbeschaffung sowie vielfältige Maßnahmen zur Entwicklung und Förderung ihrer Mitarbeiter. Darüber hinaus wird beispielsweise durch die Teilnahme an Recruiting-Messen die Bekanntheit von Logwin als attraktivem Arbeitgeber gesteigert.

Technische Risiken

Für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Gesellschaft sind Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit von IT-Infrastruktur und -Anwendungen von entscheidender Bedeutung. IT-Risiken bestehen durch den möglichen Ausfall von operativen und administrativen IT-Systemen, die die Geschäftsabwicklung erheblich beeinträchtigen und im Falle länger anhaltender Unterbrechungen oder entsprechender Reichweite existenzbedrohend für den gesamten Logwin-Konzern sein könnten. Zur Begrenzung der IT-Risiken erfolgt eine kontinuierliche Überwachung möglicher Gefährdungen der Datensicherheit und der IT-Infrastruktur durch den Logwin-Konzern. Zudem wird die gesamte Software des Konzerns regelmäßig aktualisiert und geprüft, um mögliche Sicherheitsrisiken zu beseitigen und Funktionalitäten zu erweitern.

Der Ausfall technischer Anlagen wie automatisierter Lagertechnik für Flurförderfahrzeuge und -anlagen oder Materialflussrechnern kann für die Gesellschaft neben Umsatzausfällen, Haftungs- und Gewährleistungsrisiken für Schäden und Qualitätsmängel nach sich ziehen. Durch die regelmäßige Wartung sowie stetige Verbesserung der technischen Anlagen und Maschinen gelingt es der Gesellschaft, diese Risiken zu minimieren.

Finanzielle Risiken

Liquiditätsrisiken

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft als Logistikunternehmen erfordert die Inanspruchnahme von Krediten, Factoring und von kreditähnlichen Finanzierungsformen, z. B. im Rahmen von kurz- und mittelfristigen Anmietungen oder Leasing von Infrastruktur, Transportequipment und sonstigen technischen Geräten und Anlagen. Ein anhaltend eingeschränkter Zugang zu Finanzierungsmitteln und Garantielinien, eine nicht ausreichende Verfügbarkeit geeigneter Forderungen zur Veräußerung im Wege des Factoring oder eine nachhaltige Verteuerung der oben genannten Finanzierungsinstrumente könnte zu erheblichen Liquiditäts- und Ergebnisrisiken für die Gesellschaft führen.

Die Gesellschaft steuert das Liquiditätsrisiko, indem täglich die aktuelle Liquiditätssituation überwacht wird. Anhand von Liquiditätsplanungen wird der zukünftige Bedarf ermittelt und regelmäßig analysiert, ob die Gesellschaft in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Fälligkeiten zu begleichen. Des Weiteren begrenzt die Gesellschaft sein Liquiditätsrisiko durch ein striktes Working Capital-Management sowie durch die Finanzierung über verschiedene Finanzquellen.

Kreditrisiken

Es bestehen Kreditrisiken aus Kundenbeziehungen. Diesen Risiken wird durch Bonitätsprüfungen und einer restriktiven Vergabe von Zahlungszielen begegnet. Darüber hinaus bestehen für einen Großteil der Kunden Warenkreditversicherungen.

Für drohende Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden Wertberichtigungen vorgenommen.

Rechtliche und regulatorische Risiken

Die Gesellschaft führt im Rahmen grenzüberschreitender, internationaler Güterverkehre für seine Kunden verschiedene Zoll- und Umsatzsteuerverfahren durch. Die Durchführung solcher Verfahren und die dafür erforderliche Abgabe von Zoll- oder Steuererklärungen sind mit Risiken verbunden. Dies gilt besonders dann, wenn die Gesellschaft für die Vollständigkeit und Richtigkeit solcher Erklärungen bspw. als Gesamtschuldner haftet. Insbesondere dann, wenn der Kunde in diesen Fällen nicht in der Lage ist, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, bestehen hieraus erhebliche Risiken für die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Zur Begrenzung dieser Risiken erfolgt die Abwicklung dieser Prozesse durch entsprechend qualifiziertes Personal. Darüber hinaus trägt das bestehende interne Kontroll- sowie Risikomanagementsystem dazu bei, möglichen Gefährdungen frühzeitig zu begegnen.

Weiterhin unterliegt die Gesellschaft im Rahmen seiner Leistungserbringung sowie beim Betrieb eigener Anlagen den gültigen Gesetzen sowie rechtlichen Regeln und Vorschriften, wie beispielsweise Transportlizenzen, Arbeitssicherheitsregeln und Arbeitsschutz. Auflagen und Lizenzerfordernisse können die Transport- und Logistiktätigkeiten beschränken.

Es ist zu erwarten, dass der Logistik- und Transportsektor zumindest in Deutschland und der EU in den nächsten Jahren in den Fokus umwelt- und klimaschutzbezogener Richtlinien und Gesetze rückt. Diesbezüglich bestehen Risiken, dass die hier aus erwachsenden Kostensteigerungen nur teilweise durch Effizienzsteigerungen aufgefangen oder in Form höherer Preise an die Kunden weitergegeben werden können. Dies könnte erhebliche Nachteile für das Ergebnis und die Finanzlage der Gesellschaft nach sich ziehen. Fortlaufende Überwachung und systematische Prüfungen durch die Überwachungsorgane und insbesondere durch die Qualitätsmanagement-Beauftragten der Gesellschaft stellen die frühzeitige Identifikation und Eliminierung dieser Risiken sicher.

Sonstige Risiken

Für die Gesellschaft besteht ein Risiko, dass aus Pflichtverletzungen des Managements Schadensersatzansprüche resultieren. Darüber hinaus bergen dolose Handlungen wie Diebstahl, Betrug, Untreue, Unterschlagung von Zahlungsmitteln und Korruption - begangen von eigenen Mitarbeitern - ein hohes Gefahrenpotenzial und können zu erheblichen materiellen und Reputationsschäden führen. Das interne Kontrollsystem des Logwin-Konzerns ist darauf ausgerichtet, solche Risiken möglichst zu minimieren. Des Weiteren hat der Logwin-Konzern einen Verhaltenskodex definiert, mit dem Ziel die Integrität des Verhaltens seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu fördern und Situationen vorzubeugen, die nicht mit diesen Grundsätzen zu vereinbaren sind.

(3.2.3) Chancen

Markt- und Kundenchancen

Eine langsamere Verschiebung der Warenstruktur (Hänge- zur Liegeware) und der damit verbundenen Nachfrage nach Transporten würde zu einem positiven Umsatzeffekt führen. Die starke Marktposition im nationalen Bereich der Hängeware eröffnet weitere Kundenkontakte im internationalen Bereich und bietet Logwin die Chance, dadurch zusätzliches Geschäft mit seinen europäischen Partnern zu gewinnen.

Beschaffungschancen

Der überwiegende Einsatz von Subunternehmern eröffnet auf der Beschaffungsseite neue Einsparpotenziale. Durch gezielte Umstellungen von Vergütungsstrukturen können die Subunternehmer in der Konsolidierung der von Logwin übergebenden Ware mit Frachten Dritter besser ausgelastet werden. Aus den sich hieraus ergebenden Synergieeffekten können weitere Einsparmöglichkeiten entstehen.

Technische Chancen

Infolge des verstärkten Einsatzes von modernen IT Systemen können weitere Effizienzsteigerungen erfolgen. Insbesondere der steigende Technisierungsgrad in den operativen Prozessen birgt diverse Optimierungsmöglichkeiten.

(3.3) Bewertung der derzeitigen Chancen- und Risikoposition

Als Ergebnis unserer Analyse von Risiken, Gegenmaßnahmen, Absicherungen und Vorsorgen sind auf Basis der gegenwärtigen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft vorhanden.

Insgesamt beurteilen wir die Chancen und Risiken als ausgewogen, wobei Chancen und Risiken sich in der heutigen Beurteilung der Geschäftsführung gegenüberstehen.

(3.4) Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Logwin Solutions Network GmbH beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken, wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden, eintreten, so können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen.

Die Logwin Solutions Network GmbH übernimmt keine Verpflichtung, die hierin enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Erklärung zur Unternehmensführung

Für den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung hat der Aufsichtsrat gem. § 36 GmbHG i.V.m. § 289a Abs. 4 i.V.m. Abs. 2 Nr. 4 HGB Zielgrößen für den Frauenanteil festzulegen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft legt für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung keine Mindestquote (Zielgröße 0 %) fest. Eine Frist für die Erreichung dieser Zielgröße braucht nicht festgelegt zu werden. Eine Überprüfung der Zielgröße erfolgt zum 31. Dezember 2017.

Für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung hat die Geschäftsführung nach § 36 GmbHG i.V.m. § 289a Abs. 4 i.V.m. Abs. 2 Nr. 4 HGB ebenfalls Zielgrößen für den Frauenanteil festzulegen. Die Gesellschaft hat nur eine Führungsebene unter der Geschäftsführung. Die Geschäftsführung der Gesellschaft legt für den Frauenanteil in der Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von 5 % fest. Die Frist zur Erreichung dieser Zielgröße wird entsprechend der gesetzlichen Vorgaben mit 2 Jahren festgelegt, also bis zum 05. Mai 2017.

 

Aschaffenburg, den 31. März 2017

Logwin Solutions Network GmbH

Die Geschäftsführung

Torsten Gehrels

Jan Warnecke

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Logwin Solutions Network GmbH, Aschaffenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Logwin Solutions Network GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 31. März 2017

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pürsün Wirtschaftsprüfer

Zoller Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2016

der Logwin Solutions Network GmbH

Der Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat die Geschäftsleitung bei der Führung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Diese hat den Aufsichtsrat im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen über die Lage, die Geschäftsentwicklung, die Organisationsstruktur sowie die strategische und operative Planung unterrichtet. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen der Geschäftsleitung hat der Aufsichtsrat, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung erforderlich war, nach Prüfung und Beratung seine Zustimmung erteilt. Durch die regelmäßige Information des Aufsichtsrats durch die Geschäftsführung konnte der Aufsichtsrat seiner Überwachungsfunktion nachkommen.

Die Geschäftsleitung hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Logwin Solutions Network GmbH zum 31. Dezember 2016 nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussunterlagen und der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses haben den Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Logwin Solutions Network GmbH geprüft. Das Ergebnis der Prüfung hat keinen Anlass zu Einwendungen gegeben. Der Aufsichtsrat stimmt mit dem Ergebnis der Abschlussprüfung überein und hat den aufgestellten Abschluss gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2016 geleistete Arbeit.

 

Aschaffenburg, den 3. Mai 2017

Dr. Antonius Wagner, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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