Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 14295
Vorher
SULO Emballagen Deutschland GmbHSULO Emballagen GmbH
Eingetragen
10.12.2014
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Eisen, Stahl und NE-MetallHerstellung von Verpackungsmitteln aus Holz und von Böttcherwaren
Gegenstand
Produktion von technischen Verpackungen und Packmitteln aus Stahl und Kunststoff für feste und flüssige Füllgüter sowie Gefahrgut, ferner der Handel mit und die Vermarktung dieser Verpackungen/Packmittel, ferner der Vertrieb von Verpackungspools bzw. Mehrwegverpackungssystemen mit allen zugehörigen Peripheriedienstleistungen wie Reinigung und Rekonditionierung

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Alexander Röttger
seit 15.3.2023
Geschäftsführer
Ulrich Rohlfing
seit 15.3.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SL Packaging Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SL Packaging Holding B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SL Packaging GmbH

Herford

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SL Packaging GmbH, Herford

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SL Packaging GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SL Packaging GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 26. Februar 2024

Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Santosh Varughese, Wirtschaftsprüfer

Adrian Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 175.625,00 247.703,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.696.321,13 1.763.360,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.318.758,76 3.719.411,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 113.271,00 152.230,00
5.128.350,89 5.635.001,02
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 45.160,00 45.160,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 831.490,08 730.819,54
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 128.498,04 80.593,18
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 183.384,60 19.611,51
1.143.372,72 831.024,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 743.129,79 662.411,07
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.537.476,33 1.469.901,54
2.280.606,12 2.132.312,61
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 270.223,67 2.642.113,76
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 7.136,00 10.138,56
9.050.474,40 11.543.453,18

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 639.444,15 639.444,15
IV. Gewinn-/ Verlustvortrag (-) 4.205.106,62 48.923,23
V. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag (-) -1.053.832,50 4.156.186,28
3.815.718,27 4.869.553,66
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 192.046,00 193.330,00
2. Steuerrückstellungen 1.096.960,97 2.478.036,02
3. Sonstige Rückstellungen 618.814,39 705.738,78
1.907.821,36 3.377.104,80
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 699.549,45 1.002.053,49
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.269.585,17 1.885.523,30
3. Sonstige Verbindlichkeiten 64.166,16 79.230,94
3.033.300,78 2.966.807,73
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 293.633,99 329.986,99
9.050.474,40 11.543.453,18

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.573.684,09 18.983.052,51
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 178.224,17 -122.326,83
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 9.608,12
4. Sonstige betriebliche Erträge 232.803,37 9.188.790,81
17.984.711,63 28.059.124,61
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 11.624.295,04 13.430.279,35
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 0,00
11.624.295,04 13.430.279,35
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.196.738,40 2.450.355,87
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 434.710,82 579.324,69
davon für Altersversorgung: EUR 7.817,92 (Vorjahr: TEUR 9) 2.631.449,22 3.029.680,56
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 611.374,71 982.649,22
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.314.716,91 4.361.232,37
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19.766,04 29.418,36
davon aus der Abzinsung: EUR 3.461,00 (Vorjahr: TEUR 4)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -191.156,00 2.066.781,43
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern: EUR 36.353,00 (Vorjahr: TEUR 37)
11. Ergebnis nach Steuern -1.025.734,29 4.159.083,32
12. Sonstige Steuern 28.098,21 2.897,04
13. Jahresüberschuss/ -fehlbetrag (-) -1.053.832,50 4.156.186,28

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Hinweise

SL Packaging ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Ab. 2 HGB. Die Gesellschaft ist unter der Firma SL Packaging GmbH mit Sitz in Herford beim Amtsgericht Bad Oeynhausen unter der Handelsregisternummer HRB 14295 angemeldet.

Der Jahresabschluss der SL Packaging wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches gemäß §§ 242 ff. HGB aufgestellt und umfasst gemäß § 264 HGB die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Ergänzend werden die einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) beachtet.

Von den Aufstellungserleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Wertansätze der Schlussbilanz zum 31. Dezember 2022 wurden unverändert vorgetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Jahresabschluss wird in EURO aufgestellt.

In den folgenden Ausführungen ist der Vergleichszeitraum das Geschäftsjahr 2022. Aufgrund des Brandes am 13. Juli 2020 und dem daraus resultierenden Produktionsausfall besteht nur eine bedingte Vergleichbarkeit. Der schrittweise Wiederanlauf der Produktion hat Ende Juli 2021 begonnen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer vom 3-5 Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Abschreibungen erfolgen linear nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bei Anlagen und Maschinen von 5-20 Jahren und bei Gebäuden von 20-33 Jahren. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt der Ansatz mit dem um außerplanmäßige Abschreibungen verminderten Wert.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20% p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden [im Übrigen] zeitanteilig vorgenommen.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB, angesetzt.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden ggf. in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Für nicht gängige Rohstoffe wird eine Abwertung vorgenommen.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne, die Material- und die Fertigungsgemeinkosten sowie die Sondereinzelkosten der Fertigung. Der in den Herstellungskosten enthaltene Wertverzehr des Anlagevermögens, der der Fertigung der Erzeugnisse dient, wird durch lineare Abschreibung vom Anschaffungswert ermittelt. Für nicht gängige und technisch veraltete Erzeugnisse werden ausreichende Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Erzeugnisse sind verlustfrei bewertet. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt und am Absatzmarkt ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Auf Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Bilanzierung des Kassenbestands und des Guthabens bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennbetrag.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist zum Nennbetrag bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter der Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,86 % (Vorjahr: 1,79 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,2 % (Vorjahr: 2,0 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,2 % (Vorjahr: 2,0%) berücksichtigt. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden unternehmensspezifische alter- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt.

Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst. Als Zinssatz wurde der durchschnittliche laufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden aufgrund bestehender Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen sowie steuerlicher Verlustvorträge, sind für die sich daraus insgesamt ergebenden Steuerbelastungen passive latente Steuern und für sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastungen aktive latente Steuern gemäß § 274 HGB zu berücksichtigen. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden dabei saldiert betrachtet (Gesamtdifferenzenbetrachtung). Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird das Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB ausgeübt. Bei der Ermittlung wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz von 30,88 % verwendet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf der letzten Seite dieses Anhangs dargestellt.

Vorräte

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 831 731
Unfertige Erzeugnisse 128 81
Fertige Erzeugnisse und Waren 183 20
1.142 832

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt, wie im Vorjahr, weniger als ein Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeit der sonstigen Vermögensgegenstände beträgt, wie im Vorjahr, weniger als ein Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25 und ist voll eingezahlt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 26. September 2016 wurden TEUR 3.000 gem. § 272 Abs.2 Nr. 4 HGB in die freie Kapitalrücklage eingezahlt. Dieser Betrag wurde lt. Gesellschafterbeschluss vom 17. Dezember 2021 mit dem Verlustvortrag TEUR 563 sowie der Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 1.197 verrechnet und weist zum 31. Dezember 2021 ein Saldo von TEUR 1.239 aus. Lt. Gesellschafterbeschluss vom 12. April 2022 wurde Kapitalrücklage aufgrund der Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 2.800 um weitere TEUR 600 reduziert und weist zum 31. Dezember 2022 ein Saldo von TEUR 639 aus.

Bilanzgewinn / -verlust

Der Bilanzverlust 2023 nach § 268 Abs. 1 Sätze 2 und 3 HGB beträgt TEUR 1.054 (Vorjahr Bilanzgewinn TEUR 4.156).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde mittels eines versicherungsmathematischen Gutachtens durchgeführt.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 1 (Vorjahr TEUR 7).

Steuerrückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Rückstellung für Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag 355 1.272
Gewerbesteuerrückstellung 742 1.206
1.097 2.478

Sonstige Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Rückstellung für Personal 252 371
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 297 138
Rückstellung für Kundenboni 11 0
Rückstellung gegenüber verbundenen Unternehmen 0 162
Prüfungskosten des Jahresabschlusses 57 32
Rückstellung für Gewährleistung 3 3
620 706

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten zeigt folgender Verbindlichkeitenspiegel:

In TEUR Gesamt Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2023: 700 2023: 270 2023: 430 2023: 0
2022: 1.002 2022: 339 2022: 663 2022: 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2023: 0 2023: 0 2023: 0 2023: 0
2022: 0 2022: 0 2022: 0 2022: 0
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 2023: 2.270 2023: 2.270 2023: 0 2023: 0
2022: 1.886 2022: 1.886 2022: 0 2022: 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2023: 57 2023: 57 2023: 0 2023: 0
2022: 79 2022: 79 2022: 0 2022: 0
Summe 2023: 3.027 2023: 2.597 2023: 430 2023: 0
2022: 2.967 2022: 2.304 2022: 663 2022: 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mittels Sicherungsübereignung des Grundstücks und von technischen Anlagen und Maschinen besichert.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr TEUR 79) beinhalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr TEUR 62) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 17).

Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2023 bestehen passive latente Steuern insbesondere aus steuerlich abweichenden Bewertungen von Sachanlagevermögen.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für Sachanlagen -372 -412
-372 -412
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für immaterielle Vermögensgegenstände 49 58
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 30 24
79 82
Latente Steuerschuld (netto) -293 -330

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR TEUR
Inland 14.805 15.893
Ausland 2.788 3.103
17.593 18.996
Erlösschmälerungen Inland -19 -12
Erlösschmälerungen Ausland 0 -1
17.574 18.983
2023 2022
TEUR TEUR
Erlöse aus dem Verkauf von Emballagen (Stahlemballagen und Plastikfässer) 17.137 18.238
Lohnfertigung 0 0
Recycling 0 0
Sonstige 456 758
17.593 18.996
Erlösschmälerungen -19 -13
17.574 18.983

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 232 (Vorjahr TEUR 9.189), die im Wesentlichen aus Förderleistungen aus dem Energiekostendämpfungsprogramm TEUR 165 und aus Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 40 bestehen.

Materialaufwand

Die Materialeinsatzquote hat sich gegenüber 2022 verbessert auf 66,1% (Vorjahr 70,7%).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 4.314 (Vorjahr TEUR 4.361) und enthalten TEUR 2.043 (Vorjahr TEUR 1.864) an Ausgangsfrachten, TEUR 474 (Vorjahr TEUR 408) an Beratungsaufwand, TEUR 95 (Vorjahr TEUR 144) an IT-Beratungsaufwand, TEUR 346 (Vorjahr TEUR 497) für die Instandhaltung der Maschinen und Gebäude sowie TEUR 240 (Vorjahr TEUR 240) für Vertreterprovisionen.

V. Sonstige Angaben

Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl

Im Berichtsjahr 2023 wurden durchschnittlich beschäftigt:

Arbeiter Produktion 34
Angestellte Verwaltung 15
49

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen, zahlbar in 2024 bis 2028, in Höhe von TEUR 307.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Außerbilanzielle Geschäfte

Die ab dem Geschäftsjahr 2018 genutzte Möglichkeit einer alternative Finanzierungsform durch Auslagerung von Forderungen, wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2023 seit dem Wiederanlauf 2021 erstmals wieder genutzt, zum 31.12.23 wurde das Factoring in Höhe von TEUR 303 genutzt. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende Januar 2026.

Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer der SL Packaging GmbH sind:

 

Herr Ulrich Rohlfing, Geschäftsführer

 

Herr Alexander Röttger, Geschäftsführer

Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung, wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen mit nahestehenden Personen getätigt.

Honorare des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 46 für Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 4 für andere Bestätigungsleistungen und TEUR 5 für Steuerberatungsleistungen.

Vorgänge nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag von TEUR 1.054 im Unternehmen zu belassen und auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Herford, 26. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Ulrich Rohlfing

Alexander Röttger

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.200.203,50 0,00 0,00 0,00 4.200.203,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 424.289,99 0,00 0,00 0,00 424.289,99
4.624.493,49 0,00 0,00 0,00 4.624.493,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.982.805,24 0,00 2,89 0,00 1.982.802,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.860.664,37 37.096,23 0,00 0,00 6.897.760,60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 642.647,33 0,00 0,00 0,00 642.647,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.486.116,94 37.096,23 2,89 0,00 9.523.210,28
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 45.160,00 0,00 0,00 0,00 45.160,00
14.155.770,43 37.096,23 2,89 0,00 14.192.863,77
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.952.500,50 72.078,00 0,00 0,00 4.024.578,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 424.289,99 0,00 0,00 0,00 424.289,99
4.376.790,49 72.078,00 0,00 0,00 4.448.868,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 219.445,22 67.036,00 0,00 0,00 286.481,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.141.253,37 437.748,47 0,00 0,00 3.579.001,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 490.417,33 38.959,00 0,00 0,00 529.376,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.851.115,92 543.743,47 0,00 0,00 4.394.859,39
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8.227.906,41 615.821,47 0,00 0,00 8.843.727,88
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 175.625,00 247.703,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
175.625,00 247.703,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.696.321,13 1.763.360,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.318.758,76 3.719.411,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 113.271,00 152.230,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00
5.128.350,89 5.635.001,02
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 45.160,00 45.160,00
5.349.135,89 5.927.864,02

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der SL Packaging GmbH

1.1. Geschäftstätigkeit

Die SL Packaging GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Packmittel mit UN-Zulassung (UN = Vereinte Nationen), die für den Transport von Gefahrgut geeignet sind. Unsere UN zugelassenen Packmittel werden überwiegend für Gefahrgut verwendet, eignen sich darüber hinaus jedoch auch für andere Füllgüter. Mit unserem hauseigenem entwickeltem Fertigungskonzept realisieren wir individuelle Verpackungslösungen nach den Spezifikationen unserer Kunden unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften, insbesondere unter Bezug auf das Gefahrgutrecht. Ebenfalls haben die Wiederverwertung, die vollständige Recyclingfähigkeit unserer Packmittel und die Nachhaltigkeit bei SL Packaging GmbH einen hohen Stellenwert.

Von unserem Produktionsstandort Herford bedienen wir Kunden aus dem deutschen Markt und Kunden im europäischen Ausland. Auch Kunden in Übersee wissen um die Bedeutung unserer Gefahrgutverpackungen, die so beispielsweise ihre weitere Verwendung in den USA oder in Asien haben.

Die SL-Produkte werden ausschließlich aus spezifikationsgerechten Materialien hergestellt, deren Qualität einer permanenten Überwachung unterliegt. Die Verarbeitung unserer Rohstoffe erfolgt unter Beachtung höchster Qualitätsanforderungen. Dafür werden die SL Systeme regelmäßig nach DIN EN ISO 9001:2015 und ISO 22000:2018 überwacht und zertifiziert.

Für eine kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse und Abläufe sorgt ein praktiziertes KVP- System, dass uns beständig voranbringt und somit von Jahr zu Jahr unsere internen Prozesse optimiert. Für diese Zwecke wurde ein Umfangreiches Schulungssystem erarbeitet, in dem ein interdisziplinäres Team in Six Sigma ausgebildet wurde. Nach dem Prinzip des lebenslangen Lernens erfolgen weitere Schulungen.

1.2. Entwicklung

Im Vordergrund steht die Entwicklung von Industriefässern für unterschiedlichste Anwendungsbereiche. In ihrer langjährigen Firmenhistorie hat SL Packaging bis heute verschiedenste Fassvarianten konzipiert, die sich je nach einem vom Kunden vorgegebenen Anforderungsprofil hinsichtlich Durchmesser, Materialeigenschaften sowie zahlreicher weiterer Parameter unterscheiden. Hinzu kommen auf den jeweiligen Verwendungszweck ausgerichtete Lackiersysteme, Verschlusssysteme, Dichtungen und Deckel.

Die Entwicklungsabteilung der SL Packaging GmbH arbeitet markt- und praxisnah nicht nur an der Weiterentwicklung der Produktpalette, sondern insbesondere an der Entwicklung und Realisierung bedarfsgerechter Produkte und Verpackungslösungen. Somit wird auch in Zukunft eine Entwicklungsstellung am Markt gesichert. Weitere Entwicklungen wurden einer Auswahl an Kunden vorgestellt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der SL Packaging hat im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich an dem Ausbau der Prozesslandschaft gearbeitet und verschiedenste Modernisierungen und Anpassungen vorgenommen, um auch zukünftigen den Marktanforderungen gerecht zu werden.

Dazu befindet sich die Geschäftsführung im permanenten Austausch mit den Fachbereichen im eigenen Unternehmen und in Gesprächen mit externen Partnern, deren Rückmeldungen zur weiteren Optimierung genutzt werden.

2.2 Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wie von Institutionen wie der Europäischen Zentralbank (EZB) 1 oder dem Gesamtmetall Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie 2 veröffentlichten Einschätzungen und Prognosen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 2023 zu entnehmen ist, haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eingetrübt und verschlechtert, Auftragsvolumen sowie auch Absatz- und Umsatzwerte waren rückläufig.

2.3 Umsatz und Auftragsentwicklung

Die Auftragsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 startete planmäßig, im Laufe des 2. Quartals waren die Bedarfe der Kunden waren dann plötzlich rückläufig, was mit den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und angestoßen Kostenoptimierungsprogrammen begründet wurde. Für das Geschäftsjahr 2024 konnten bereits im Geschäftsjahr 2023 neue Vertragsabschlüsse getätigt werden, die die rückläufigen Auftragsmengen kompensieren werden.

2.4 Produktion

Die Sortiments- und Losgrößenstrukturen konnten in 2023 weiter optimiert werden. Die Kunden der SL Packaging GmbH schätzen insbesondere die Serviceorientierung und die schnellen Reaktionszeiten in Hinblick auf Produktionsmengen und Liefertermine. Die technischen und organisatorischen Maßnahmen im Rahmen des internen KVP-Programms konzentrierten sich im Wesentlichen auf Verbesserungen mit dem Ziel der Effizienzsteigerung und der Minimierung eingesetzter Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

2.5 Beschaffung

Die Materialeinsatzquote lag (im Wesentlichen bedingt durch schwankende Rohstoffpreise) im Durchschnitt bei 66,1 % der Gesamtleistung und damit unter dem Niveau des Jahres 2022 (70,7 %). Bedingt durch die Einflüsse der weltweiten Nachfrage und der allgemeinen Kostenentwicklung befand sich der Einkaufspreis für den Rohstoff Stahl im Jahr 2023 weiter auf einem durchschnittlichen hohen Niveau. Durch die variable Kunden- und Sortimentsstruktur ergeben sich nur leicht kompensierende Effekte auf die Materialeinsatzquote resultierend aus dem Produktmix.

1 Gesamtwirtschaftliche Euroraum-Projektionen von Fachleuten des Eurosystems, Dezember 2023 (europa.eu) www.ecb.europa.eu/pub/projections/html/ecb.projections202312_eurosystemstaff~9a39ab5088.de.html
2 Konjunkturbericht - Arbeitgeberverband Gesamtmetall www.gesamtmetall.de/zahlen-fakten/konjunkturbericht/

Die erprobte Beschaffungspolitik der Stahlbedarfsverteilung auf mehrere Anbieter wird weiterhin beibehalten, um den anhaltenden Konzentrationstendenzen auf der Anbieterseite zu begegnen. Um auch in Zukunft flexibel und weitestgehend unabhängig auf Preisänderungen reagieren zu können, wurden Geschäftsbeziehungen zu weiteren Stahllieferanten aufgenommen, aufrechterhalten und weiter ausgebaut. Während die physische Rohstoffbevorratung üblicherweise die Materialbedarfe für zwei bis vier Wochen abdeckt, befinden sich weitere, durch Kontrakte abgesicherte Ordermengen im Vorlauf und gewährleisten somit einen störungsfreien Produktionsbetrieb.

2.6 Investitionen

Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2023 liegt bei 0,03 Mio. EUR (2022: 0,31 Mio. EUR). Im Wesentlichen wurde in die Modernisierung der technischen Ausstattung investiert. Im Berichtszeitraum wurden weitere Investitionen geplant, die erst in Folgeperioden zur Umsetzung kommen.

2.7 Finanzierungsmaßnahmen

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag Kreditverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 700 (2021: TEUR 1.002) aus. Diese Verminderung der Kreditverbindlichkeiten wurde aus dem operativen Geschäft getilgt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen erhöhen sich zum Stichtag um TEUR 384.

2.8 Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der gewerblichen Stamm-Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr im Mittel 34 im Vergleich zu 45 im Jahr 2022. Die Anzahl der Gehaltsempfänger lag bei 15 (2022: 15).

Der Bedarf an Aus- und Weiterbildung wird im Rahmen von Inhouse-Schulungen durch eigene Mitarbeiter oder mit externer Unterstützung gedeckt. Die Weiterbildung von gewerblichen Mitarbeitern erfolgt im Rahmen regelmäßiger Kaizen-Veranstaltungen. Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit werden durch einen externen Fachbetrieb in enger Abstimmung mit der Geschäfts- und Produktionsleitung sowie dem Betriebsrat abgebildet.

2.9 Umweltschutz

Die technischen Anlagen der Gesellschaft werden nach den Genehmigungen des BImSchG betrieben und regelmäßig durch den TÜV und die internen Emissionsschutzbeauftragten überwacht. Die SL Packaging GmbH betreibt ein Umweltmanagementsystem und lässt dies regelmäßig nach DIN 14001 zertifizieren.

2.10 Geschäftsergebnis

Durch die weitere Fokussierung auf Spezialanwendungen soll mittelfristig eine weitere Margen- und damit Ergebnisverbesserung eintreten. Die SL Packaging GmbH verwendet das EBITDA als zentrale Kennzahl und interne Steuerungsgröße, um das operative Geschäft zu steuern und um die Entwicklung über mehrere Berichtsperioden beurteilen und vergleichen zu können.

Das operative Ergebnis (EBITDA) lag im Geschäftsjahr 2023 bei TEUR -614 (Vorjahr TEUR 5.435). Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -1.054 (Vorjahr TEUR 4.156 TEUR) ab.

Der Anteil der Abschreibungskosten an der Gesamtleistung liegt bei ca. 3,4 % (Vorjahr 3,5 %).

2.11. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Trotz der konsequenten Verfolgung der internen Prozessoptimierungen, die Ausweitung alternativer Beschaffungsquellen und weiteren Fokus auf die Vertriebsaktivitäten hat sich das Ergebnis vor Steuern im Berichtszeitraum um TEUR 7.468 auf TEUR -1.245 verschlechtert im Vergleich zum Vorjahr. Das geplante Jahresergebnis für 2023 wurde verfehlt.

Die Umsatzerlöse sind um 7,4 % auf TEUR 17.571 gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus der aktuellen Stahlpreisentwicklung (MEPS) in 2023, da diese Entwicklung durch Preisbindungen in die Verkaufspreise weitergegeben werden. Die bis in das vorherige Geschäftsjahr erfolgte Kompensationszahlungen durch die Versicherung, die zum Ausgleich des ausgefallenen Rohertrags durch den am 13. Juli 2020 erlittenen Brandschaden und der Wiederaufnahme der Produktion ab Juli 2021 sind im Berichtsjahr nicht mehr enthalten TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 8.865), diese wurden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Die Personalaufwandsquote in Höhe von 14,6 % (Vorjahr 10,8 %) ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was durch den oben genannten Wegfall der Kompensationszahlungen durch die Versicherung begründet ist. Unsere Mitarbeiter wurden für neue Projekte und an dem Maschinenpark kontinuierlich qualifiziert, um die Flexibilisierung der Mitarbeiter zu erhöhen.

Für die Berechnung der Personalaufwandsquote wurden Aufwendungen für Fremdpersonal in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr. TEUR 2) berücksichtigt, welche in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Aushilfen und Fremdpersonal ausgewiesen sind.

Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2023 TEUR 9.050 (Vorjahr TEUR 11.543). Das handelsrechtliche Eigenkapital beträgt 42,2% (Vorjahr 42,2%) der Bilanzsumme.

Zum Stichtag entfallen 59,1% (Vorjahr 51,4%) auf das Anlagevermögen, 12,6% (Vorjahr 7,2%) auf die Vorräte, 8,2% (Vorjahr 5,7%) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie 3,0 % (Vorjahr 22,9 %) auf liquide Mittel.

Von dem handelsrechtlich ausgewiesenen Fremdkapital entfallen 21,1% (Vorjahr 29,3%) der Bilanzsumme auf Rückstellungen, 25,1% (Vorjahr 16,3%) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und 7,7% (Vorjahr 8,7%) auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Zum Zeitpunkt des Abschlusses bestanden freie Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 1.250 (Vorjahr TEUR 1.250). Das als alternative Finanzierungsform zur Verfügung stehende Factoring wurde zum 31.12.23 mit einem Volumen von TEUR 303 genutzt.

3. Prognose- Chancen- und Risikobericht

3.1 Erwartete Entwicklung

Auf Basis der aktuell von meinungsführenden Institutionen wie der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlichten Prognosen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Verbindung mit den Prognosen führender Wirtschaftsverbände wie dem Gesamtmetall Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie geht SL Packaging von einer allgemein schwierigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in den für sie relevanten Märkten aus.

Trotz dieser Aussichten plant das Unternehmen für das Jahr 2024 und folgende seine Markt- und Wettbewerbsposition wieder aufzunehmen, auszubauen und zu festigen. Die SL Packaging befindet sich weiterhin in der Wiederhochlaufphase der Produktion und Vertriebsaktivitäten nach der Wiederaufnahme der Produktion im Jahr 2022, durch den brandbedingten Produktionsstillstand im Jahr 2021. Für die kommenden Jahre erwartet SL Packaging ein organisches Umsatzwachstum von 13 %, wobei die Entwicklung der Ertragslage im Jahr 2024 in hohem Maße von der Nachfragesituation nach Stahl-Emballagen abhängen wird.

Zu den wichtigsten Abnehmerindustrien von Open Top Fässern zählen vor allem die chemische und pharmazeutische Industrie sowie die Lebensmittelindustrie. Positive Effekte in Bezug auf die Erweiterung unseres Kundenportfolios und der Erschließung neuer Absatzmöglichkeiten erwarten wir insbesondere durch unsere im Jahr 2018 abgeschlossene und im Jahr 2022 erneut verlängerte ISO 22000 Zertifizierung für den Lebensmittelbereich. Wir planen für das Geschäftsjahr 2024 mit einer erneuten Fortsetzung der in 2018 begonnenen positiven operativen Entwicklung der Gesellschaft.

Darüber hinaus investiert SL Packaging kontinuierlich weiter in höhere Qualitätsstandards, die Verbesserung der Produktqualität und die Senkung der Produktionsausschussquoten. Im Kerngeschäftsfeld Industrial Packaging / Stahl-Emballagen plant das Unternehmen daher auch 2024 die Anzahl der Reklamationsfälle im Verhältnis zu den durchgeführten Aufträgen und auch die Quote der reklamierten Stückzahl im Verhältnis zur insgesamt verkauften Stückzahl weiter zu senken. Dabei steht eine Null Fehler Strategie im Fokus, die konsequent bei jeder internen und externen Beanstandung umgesetzt wird.

3.2 Wirtschaftliche Gefährdungspotentiale

Die Gesellschaft unterliegt den üblichen Schwankungen der industriellen Nachfrage in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld, die in ihrer Entwicklung schwierig einschätzbar sind. Diesem Marktrisiko wird durch ständige Beobachtung der Zielmärkte und einem stetigem Kundenkontakt seitens der Kundenbetreuung aktiv begegnet. Ein starker Nachfragerückgang könnte zu Unterauslastung und daraus resultierenden Verlusten führen. Die Gesellschaft ist allerdings in der Lage, Personalkapazitäten durch die Flexibilisierung von Arbeitszeiten. Somit kann auf konjunkturelle Rückgänge sehr rasch reagiert werden. Sollte das Risiko längerfristig bzw. schwerwiegender eintreten, so besteht auch die Möglichkeit, die Fixkosten des Unternehmens entsprechend anzupassen.

Neben allgemeinen wirtschaftlichen Gefahren, wie Haftungsrisiken oder Anlagenhavarie, bestehen Ergebnisrisiken durch das Marktumfeld. Die Gefährdung ergibt sich insbesondere durch fusionsbedingte Konzentrationen auf der Kunden- und Rohstoffanbieterseite.

In der durch intensiven Preiswettbewerb und geringe Margen geprägten Industrieverpackungsbranche bestehen grundsätzliche Risiken. Diese generieren sich insbesondere aus der Entwicklung von Absatzmengen und -preisen sowie den Beschaffungskonditionen für Rohmaterial und Frachten.

3.3 Risikomanagement

Entsprechend den angewendeten Prinzipien einer frühzeitigen und systematischen Identifikation von Risiken in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit ordnet die SL Packaging GmbH die Verantwortung für das Management von Risiken den jeweiligen Funktionsbereichen, in Person den jeweiligen Fachverantwortlichen, zu. Zielsetzung ist es dabei, die Möglichkeit zur Vermeidung von Risiken im Vorfeld weitgehend auszuschöpfen sowie geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zeitnah einleiten zu können und negative Auswirkungen somit zu minimieren.

Die Fachverantwortlichen sind innerhalb ihres Verantwortungsbereiches für die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Kommunikation von Risiken verantwortlich. Mit einem weiteren Marktteilnehmer wurden Beistandsvereinbarungen im Falle von unvorhersehbaren Produktionsausfällen ("Force Majeure") getroffen. Die Entwicklung der weltwirtschaftlichen Konjunktur, Wechselkurse sowie die Verknappung von Rohstoffen und Energie sind Risiken, die den Geschäftsverlauf nachhaltig beeinflussen können.

• Risiken aus Rohstoffen und Vorprodukten

Aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage können die Planungen sowie die Einstufung der Risiken für das nächste Geschäftsjahr nur mit großer Unsicherheit betrachtet werden, die Auswirkungen auf den Umsatz und die Marge sind aufgrund von Preissprüngen zurzeit nicht abschätzbar. Um das Risiko zu neutralisieren hat die SL Packaging entsprechende Preisbindungsklauseln in Ihren Angeboten verankert, die eine nachträgliche Anpassung der Kosten zulassen.

Die anhaltenden Konflikte wie in der Ukraine oder im Bereich des Roten Meeres zeigen aktuell keine weiteren Einschränkungen im Abrufverhalten der Kunden, es ist nicht bekannt, dass Rohstoffe aus den betroffenen Ländern in Vorprodukten verwendet werden. Lieferkettenverzögerungen werden weiterhin beobachtet. Dennoch steht die Geschäftsführung der SL Packaging diesbezüglich mit den Kunden & Lieferanten in Kontakt und diskutiert mögliche Risiken, die sich auch in einem weiteren Verlauf ergeben könnten.

Die SL Packaging hat bei ihren Geschäftstätigkeiten einen hohen Bedarf an unterschiedlichen Rohstoffen, die von unterschiedlichen Lieferanten bezogen und anschließend weiterverarbeitet werden. Dies betrifft vor allem Stahl und verschiedene Komponenten wie z.B. Spannringe und Verschlüsse.

Hierzu führt SL Packaging mit unterschiedlichen Lieferanten Verhandlungen, um das ihrer Ansicht nach günstigste Angebot zu erhalten. Mit einigen Lieferanten wurden Rahmenverträge mit in der Regel Befristung abgeschlossen, um die kontinuierliche Belieferung sowie eine bestmögliche Preisstabilität auf Einkaufsseite sicherzustellen.

• Gewährleistungsrisiken

SL Packaging überprüft ihre Produkte stichprobenartig vor dem Verkauf im Rahmen des internen Qualitätsmanagementsystems. Grundsätzlich kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistungspflichten mangelhafte Produkte ausgetauscht, repariert oder Kaufpreisminderungen hingenommen werden müssen. Das Qualitätsmanagementsystem wird stetig weiterentwickelt und regelmäßig durch interne sowie externe Parteien überprüft.

• Lieferrisiken bedingt durch defekte Betriebsanlagen

Die SL Packaging produziert an einem Standort in Deutschland. Auf Basis einer Analyse der Anlagen und Produktionsmittel wurden neuralgische Punkte identifiziert und sofern technisch oder betriebswirtschaftlich realisierbar entsprechende Alternativen geschaffen. Dennoch kann es bei Beschädigungen oder Zerstörungen im ungünstigsten Fall zu Lieferverzögerungen kommen. SL Packaging verfügt über eine Vielzahl von vollautomatisierten Anlagen zur Herstellung Stahl- Emballagen mit einer sehr hohen Stückzahl sowie weitere automatische Fertigungsanlagen für Verschlüsse und andere Anwendungen. Der Ausfall einer vollautomatisierten Anlage könnte zu Lieferverzögerungen führen. Diesen Produktionsrisiken begegnet SL Packaging mit dem Qualitätsmanagement und seinen definierten Prozessen, einschließlich systematischer Wartungen. Aktuell werden die Maschinen technisch erneuert und auf den neusten Stand gebracht, um zukünftig Stillstände zu vermeiden.

• Risiken durch Ausfall von Informationstechnologiesysteme

Die SL Packaging verlässt sich für die geschäftlichen und betrieblichen Tätigkeiten auf Informationstechnologie ("IT")-Systeme und Netzwerke bzw. elektronische Datenverarbeitungssysteme. In diesen Systemen und Netzwerken werden auch sensible Geschäftsinformationen und andere geschützte Informationen gespeichert und verarbeitet. Diese Systeme sind anfällig für Ausfälle durch Feuer, Überschwemmungen, Stromausfälle, Versagen von Telekommunikationseinrichtungen, Viren, Einbrüche und ähnliche Ereignisse oder Sicherheitsverletzungen. SL Packaging hat durch Implementierung fortschrittlicher Sicherheitstechnologien, interner Kontrollen, widerstandsfähiger Netzwerke und Rechenzentren sowie eines Wiederherstellungsprozesses Maßnahmen im Hinblick auf diese Risiken ergriffen.

• Personalrisiken

Auch für SL Packaging sind motivierte und qualifizierte Fach- und Führungskräfte elementar für einen nachhaltigen unternehmerischen Erfolg. Um den Risiken aus einem entsprechenden Mangel entgegenzuwirken, hat SL Packaging seinen Recruiting-Prozess optimiert und Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber umgesetzt bzw. weiterhin eingeleitet. Sowohl die internen als auch externen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten wurden nachhaltig beibehalten.

• Risiken bezogen auf die Liquidität

Die mittel- und langfristige Finanzierung der SL Packaging erfolgt über Eigenkapital und Finanzverbindlichkeiten, insbesondere Bankkredite. Die Aufrechterhaltung der externen Finanzierung ist von der Einhaltung der Covenants abhängig. Die Geschäftsleitung begegnet dem Risiko unter anderem durch das stetige Monitoring der bestehenden Forderungen sowie einer fortlaufenden Aktualisierung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Diese können regelmäßig verlängert oder bei Fremdkapitalgebern refinanziert werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dienen der kurzfristigen Finanzierung der bezogenen Lieferungen und Leistungen. Die Geschäftsleitung beurteilt aus diesem Grund die Risikokonzentration hinsichtlich ausreichender Finanzierungsquellen eher als niedrig.

• Gesamtbeurteilung

Die Geschäftsleitung beurteilt die Risikolage von SL Packaging als im Wesentlichen unverändert. Es wurden keine Einzelrisiken identifiziert, welche den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Dies gilt analog für eine Gesamtbetrachtung aller Risiken. Die für wesentliche Risiken beschlossenen Gegenmaßnahmen sowie internen Kontrollen werden regelmäßig analysiert.

• Chancen

Grundsätzlich werden die Chancen von SL Packaging im Zusammenhang mit dem Strategieprozess sowie Workshops ermittelt bzw. bewertet. Als Chancen werden solche Entwicklungen angesehen, die zu einer positiven Abweichung von der strategischen Planung und somit zu einer zusätzlichen Verbesserung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen können.

Ein wesentlicher Faktor wird hier der weitere Ausbau der Auftrags- und Kundengewinnung im weiteren Wiederanlaufprozess sein, um die optimale Produktionsauslastung zu erreichen. Hierzu werden die anstehenden Kundenausschreibungen und zusätzliche Kundenakquise genutzt werden, um das aktuelle Auftragsvolumen weiter auszubauen und zu optimieren. Erste Erfolge konnten hier bereits in 2023 für das Jahr 2024 erzielt werden.

3.4 Ausblick / Prognose

Vor dem Hintergrund der genannten Potenziale geht die SL Packaging in der Mittelfristplanung von einem durchschnittlichen organischen, inflationsbereinigten Wachstum von 13 % pro Jahr aus. Mittelfristig geht die Geschäftsführung bis zum Jahr 2025 von einem organischen Wachstumspotenzial auf ein Umsatzniveau von ca. 23 Mio. EUR aus. Gleichzeitig erwartet die Geschäftsführung in den Folgejahren eine Ausweitung des EBITDA und der EBITDA-Marge, wobei maßgebliche Treiber der Ergebnisexpansion die Optimierung Produktionsabläufen und -schritten und Kostenreduzierungen im Bereich der Materialbeschaffung sein wird. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Umsatz von rund TEUR 22.623 sowie ein EBITDA von etwa TEUR 570 erwartet.

 

Herford, 26. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Ulrich Rohlfing

Alexander Röttger

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.