Spindler GmbH & Co. KG

97076 Würzburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRA 4537
Vorher
AVW Automobilvertriebsgesellschaft Würzburg mbH & Co. KG.
Eingetragen
12.1.1998

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

5 Gesellschafter

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Kommanditist
Germany

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Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Spindler GmbH & Co. KG

Würzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Unsere Hauptgeschäftstätigkeit liegt im exklusiven Verkauf von neuen PKW und Nutzfahrzeugen der Automobilhersteller Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Seat, Cupra, Skoda, Ora und Wey sowie im Handel mit Gebrauchtfahrzeugen aller Automobilhersteller. Weiterhin gehören zu unserem Geschäftsbetrieb der Handel mit Kfz-Ersatzteilen und Zubehör, die Wartung und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen sowie die Vermittlung von Leasing-, Finanzierungs- und Versicherungsgeschäften und die kurzfristige Vermietung von Kraftfahrzeugen.

Der Absatz des Produkt- und Dienstleistungsportfolios des Unternehmens erfolgt an Einzelkunden, Sonderabnehmer wie Fahrschulen, Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Taxiunternehmen und (gewerblichen) Großkunden. Das Unternehmen agiert hier als Agent und generiert Provisionen. Ein Großteil der Provisionen und Erträge wird mit gewerblichen Kunden (Flottenmarkt) erzielt. Diese unterhalten Fahrzeugflotten ab 10 Fahrzeugen bis hin zu mehreren hundert Fahrzeugen.

Verkauf, Service und Reparatur wird in 8 Betriebsstätten in Würzburg durchgeführt:

• Im Spindler Volkswagen Zentrum Würzburg, Nürnberger Straße 108

• Im Spindler Audi Zentrum Würzburg, Nürnberger Straße 126a

• Im Spindler Service Center Würzburg, Randersackerer Straße 50

• Im Spindler Karosserie- und Lackierzentrum, Louis-Pasteur-Str. 7

• In der Spindler Cupra Garage Würzburg, Nürnberger Str. 43

• Im Spindler Skoda Zentrum Würzburg, Winterhäuser Straße 20

• Im Spindler Großkunden und Behördenzentrum, Unterer Kirchbergweg 65

• Im Spindler GWM Showroom, Louis-Pasteur-Straße 7

Die Geschäftsfelder werden in der Hauptsache durch das Produkt- und Leistungsportfolio des Volkswagen Konzerns, Käuferverhalten und die allgemeine wirtschaftliche Lage bestimmt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 0,3% (Vorjahr: Steigerung 1,9%). Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 im Durchschnitt bei 5,9% (Vorjahr: 7,9%). Die deutsche Wirtschaft erholt sich weiterhin von den Folgen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Lockdown-Zeiten, jedoch stellt der Krieg in der Ukraine weiterhin alle Teilnehmenden vor neue Herausforderungen in ungeahnter Dimension. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Jahr 2023 um 0,4% auf 5,7%.

Der Konsumklima-Index sinkt im Zeitraum Oktober 2023 bis November 2023 von -26,7 auf -28,3. Von November 2023 bis Dezember 2023 steigt der Index wieder auf -27,6.

Die aus dem Vorjahr bekannte angespannte Liefersituation im Neuwagen-Bereich konnte weitläufig auf branchenübliche Lieferzeiten zurückgeführt werden. Das jedoch sorgte im Gegenzug für rückläufige Ertragschancen, gerade auch im Gebrauchtwagenbereich.

Die Zulassungen von neuen PKW für den Zeitraum Oktober 2023 bis Dezember 2023 sinken daher mit 706,5 Tsd. Fahrzeugen gegenüber durchschnittlich 730,0 Tsd. zum Quartalsschnitt. Bei den Nutzfahrzeugen wurden mit 113.048 Fahrzeugen gegenüber 125.370 Fahrzeugen im Durchschnitt, im Quartal insgesamt 9,8 % weniger Nutzfahrzeuge neu zugelassen.

Die Besitzumschreibungen an gebrauchten PKW und Nutzfahrzeugen sind von 1,49 Mio. Einheiten durchschnittlich im Quartal auf 1,4 Mio. Einheiten (Oktober 2023 bis Dezember 2023) gesunken, dies entspricht einer Absenkung von 6,1 %.

Bei den von uns vertriebenen Marken zeigte sich beim Absatz von neuen PKW am Gesamtmarkt folgende Entwicklung:

Zulassungen Marktanteil
in %
10.12.2023 10.12.2023
Volkswagen 127.251 16,91
Audi 62.096 7,85
Skoda 44.143 6,88
Seat 12.542 1,95
Cupra 20.488 3,19
GWM 1.267 0,20
267.787 36,78

Betrachtung des Marktanalysegebietes (MAG) Würzburg:

Das Unternehmen ist seit vielen Jahren für die beschriebenen Segmente im Marktanteilsgebiet führend und behauptet sich darüber hinaus auch in der Wettbewerbssituation mit anderen Mitbewerbern. Die Stellung der Spindler GmbH & Co. KG im Markt wird auch durch die vertriebspolitische Ausrichtung der Volkswagen AG geprägt. Das Unternehmen wird durch den Hersteller aufgrund der konstant hohen Performance als strategischer Handelspartner für die Zukunft gesehen.

PKW

Zwischen Oktober und Dezember 2023 wurden im MAG Würzburg mit 2.509 Neuzulassungen 95 (3,6 %) PKW ́s weniger zugelassen als im Quartalsschnitt. Volkswagen führt mit 379 Neuzulassungen (15,1 % Marktanteil) bei einer Zunahme von 8 Fahrzeugen (2,1 %) gegenüber Quartalsschnitt die Rangfolge der Hersteller an. Audi lag mit 194 Neuzulassungen um 12 Neuzulassungen hinter dem Quartalsschnitt im Vorjahr und erreichte einen Marktanteil von 7,7 %. Skoda hat mit 177 Neuzulassungen 16 Neuzulassungen mehr als im Vorjahr und erreichte 7,1 % Marktanteil.

Cupra erreichte einen Markanteil i. H. v 5,4 % Marktanteil und lag damit vor Seat mit 2,6%. Da die Vertriebsmarken Ora und Wey des chinesischen GWM-Konzerns in 2023 nicht nur bei der Spindler GmbH & Co. KG neu in das Portfolio aufgenommen wurden, sondern auch neu im deutschen Markt waren, sind hier noch keine relevanten Marktanteile zu verzeichnen.

Nutzfahrzeuge

Der Sektor leichte Nutzfahrzeuge ist im MAG Würzburg um 3,0 % (10 Neuzulassungen) gegenüber dem Quartalsschnitt auf 339 Neuzulassungen gestiegen. VW-Nutzfahrzeuge lag mit 56 neu zugelassenen leichten Nutzfahrzeugen um 3,7 % über dem Vorjahr und erzielte einen Marktanteil von 16,5 %.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurde ein Gesamtumsatz von 42,4 Mio EUR in den letzten drei Monaten des Jahres 2023 erwirtschaftet. Dem gegenüber steht der Umsatz im Vorjahr für den Zeitraum 1.10. bis 30.09.2023 für 12 Monate mit 158,6 Mio. EUR. Damit hat sich das letzte Quartal hinsichtlich der Umsätze bezogen auf 1⁄4 des Vorjahreszeitraums leicht überproportional entwickelt.

Aufgegliedert nach Abteilungen stellen sich die Umsätze wie folgt dar:

in TEUR 10.12.2023 2022/2023 Veränderung
in %
Vergleich 10.12.2022
Neufahrzeuge und Vorführfahrzeuge 20.466,7 71.850,4 -71,5 16.451,0
Gebrauchtfahrzeuge 14.085,6 57.004,3 -75,3 11.866,0
Teile & Zubehör 3.653,9 13.329,9 -72,6 3.205,9
Kundendienst 2.744,2 11.873,5 -76,9 2.914,0
Sonstige 1.497,8 4.524,9 -66,9 1.195,5
Summe 42.448,2 158.583,0 -73,2 35.632,4

Insgesamt hat sich das letzte Quartal bei den Umsätzen im Wesentlichen erwartungsgemäß entwickelt. Dabei gab es insbesondere im Bereich der Neu- und Vorführfahrzeuge im Vergleich zum Quartalsschnitt des Vorjahreszeitraum eine etwas überproportionale Umsatzsteigerung, welche durch die deutlich kurzfristigere Lieferfähigkeit der Fahrzeuge zum Jahresende bedingt war. Auch im Vergleich zum Quartal 10-12/2022 ergeben sich in fast allen Bereichen deutliche Umsatzsteigerungen.

Die Vertriebsleistung und somit die Anzahl der Auftragseingänge wiesen ebenfalls einen positiven Trend auf im Vergleich zum Vorjahresquartal, konnten mit der Entwicklung der Auslieferungen jedoch marktbedingt nicht in gleicher Dimension Schritt halten. Das brachte eine leichte Reduzierung des Auftragsbestandes mit sich. Zum Jahresende 2023 betrug der Auftragsbestand an Neufahrzeugen 1.849 Einheiten. Im September 2023 lag dieser Wert noch bei 2.135 Einheiten.

Die Vertriebsleistungen stellten sich wie folgt dar:

in Stück 10.12.2023 10.12.2022 Ø Quartal Veränderung
Neufahrzeuge (AE) 714 690 732 24
Gebrauchtfahrzeuge 642 433 561 209
Verkaufte KD-Stunden 24.157 23.933 24.878 224

Die Veränderung bezieht sich auf das Vergleichsquartal aus 2022.

Investitionen

Im genannten Rumpfgeschäftsjahr fanden abgesehen von den Anschaffungen an Vermiet- und Vorführfahrzeugen (TEUR 1.032,0) keine größeren Investitionen statt.

Personal

Die Zahl der Mitarbeitenden (ohne Minijobber) hat sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:

31.12.2023 Vorjahr (30.09.2023)
Gewerbliche Mitarbeiter/Angestellte 347 347
Auszubildende 76 70

Die Spindler GmbH & Co. KG beschäftigte 2023 in den Monaten Oktober bis Dezember durchschnittlich 76 Auszubildende. Davon waren 53 im gewerblichen Bereich und 22 im kaufmännischen Bereich tätig.

Der Anteil an schwerbehinderten Menschen an der Gesamtbelegschaft lag zum 31.12.2023 bei 2,51 %.

Durch das sportliche Engagement im Sponsoring etablierter Sportarten wie Basketball und Fußball sowie der unternehmensweiten Teilnahme an sportlichen Events, agiert das Unternehmen sowohl sozial als auch gesellschaftlich verantwortungsbewusst.

Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Die Spindler GmbH & Co. KG hat im Jahr 2023 das aus 2019 umgesetzte verschobene Wirtschaftsjahr vom 01.10. - 30.09. wieder auf das Kalenderjahr umgestellt, wodurch sich im Berichtsjahr ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1.10. bis 31.12.2023 ergibt. Dies kann bei der Betrachtung der Vorjahresvergleichswerte zu Verschiebungen oder anderen Vergleichsgrößen führen.

3. Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

Vermögenslage

31.12.2023
TEUR
v.H. Vorjahr 30.09.2023
TEUR
v.H. Veränderung
TEUR
v.H.
6.333,8 12,9 6.123,4 13,2 210,4 3,3
Anlagevermögen
29.207,7 59,8 25.813,6 55,5 3.394,1 13,1
Vorräte
12.999,8 26,6 13.542,0 29,1 -542,2 -4,0
Forderungen
172,7 0,4 804,4 1,7 -631,7 -78,5
Flüssige Mittel
163,2 0,3 200,3 0,4 -37,1 -18,5
Sonstige Aktiva
48.877,2 100,0 46.483,7 100,0 2.393,5 5,1

Das Anlagevermögen ist investitionsbedingt zum Stichtag um TEUR 210,4 auf TEUR 6.333,8 angestiegen. Dies ist insbesondere auf den höheren Bestand an Vorführfahrzeugen zurückzuführen.

Der Anstieg bei den Vorratsbeständen (+ TEUR 3.394,1) resultiert vor allem aus dem um rd. 3,5 Mio EUR höheren Bestand an Neuwagen.

Der Bestand der Forderungen bleibt aufgrund des weiterhin hohen Geschäfts- und Umsatzvolumens auf hohem Niveau und betrifft überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Abrechnungen von Bonusgutschriften mit den Herstellern.

Finanzlage

Die Finanzlage ist als äußerst stabil zu bezeichnen. Ein täglich erstellter Liquiditätsstatus ermöglicht es, umgehend auf Veränderungen zu erwartender Zahlungsströme zu reagieren. Durch das Finanzmanagement wird sichergestellt, dass Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist, unter Ausnutzung der Skontofristen, beglichen werden und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt werden. Die Thesaurierungspolitik der Unternehmenseigentümer ist darauf ausgerichtet, die Überschüsse weitestgehend im Unternehmen zu belassen.

Die Finanzierung der Vorräte erfolgt weitestgehend über die Volkswagen Bank. Die weiteren Kreditlinien unserer Hausbanken werden lediglich zur Finanzierung von saisonalen Spitzen teilweise in Anspruch genommen. Die uns in Summe eingeräumten Kreditlinien gewährleisten eine jederzeitige Zahlungsfähigkeit, auch für Fälle unvorhergesehener, hoher Investitionen in das Umlauf- oder Anlagevermögen.

Bestehenden Rücknahmeverpflichtungen aus Leasingverträgen wurde mit der Bildung von Drohverlustrückstellungen und Verbindlichkeiten ausreichend Rechnung getragen. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten haben wir nicht getätigt.

Kapitalstruktur

31.12.2023
TEUR
v.H. Vorjahr 30.09.2023
TEUR
v.H. Veränderung
TEUR
v.H.
10.202,2 20,9 11.714,5 25,2 -1.512,3 -12,9
Eigenkapital
2.649,8 5,4 3.265,0 7,0 -615,2 -18,8
Rückstellungen
36.025,2 73,7 31.504,2 67,8 4.521 14,3
Verbindlichkeiten
48.877,2 100,0 46.483,7 100,0 2.393,5 5,1

Das Eigenkapital ist bei einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 9,6 im Wesentlichen aufgrund von gesellschaftsrechtlichen Entnahmen um TEUR 1.512,3 gesunken. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2023 20,9% (Vorjahr: 25,2 %). Die geringere Eigenkapitalquote ist bei einem annähernd ausgeglichenen Ergebnis im Rumpfgeschäftsjahr auf die gestiegene Bilanzsumme und die o. g. Entnahmen zurückzuführen.

Das Eigenkapital reicht zur vollständigen Deckung des Anlagevermögens aus und kann darüber hinaus auch zur Mitfinanzierung des Umlaufvermögens verwendet werden.

Die Rückstellungen betreffen mit TEUR 576,9 Gewerbesteuern und mit TEUR 2.072,9 sonstige Rückstellungen, deren Zusammensetzung dem Anhang zu entnehmen ist.

Die Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 24.825,3 überwiegend Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich neben Darlehen gegenüber der Sparkasse Mainfranken Würzburg (TEUR 86) im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Einkaufsfinanzierung, die auf den gestiegenen Fahrzeugbestand am Stichtag zurückzuführen sind. Die Verbindlichkeiten aus Einkaufsfinanzierung sind in voller Höhe durch Sicherungsübereignungen von Fahrzeugen abgesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben dabei in Höhe von TEUR 24.782 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von rd. TEUR 43 eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren.

Die weiteren Verbindlichkeiten betreffen Lieferungen und Leistungen (TEUR 7.507,1) sowie sonstige (TEUR 4.142,8).

Investitionen

Die Investitionen ins Anlagevermögen - ohne Vorführfahrzeuge - betrugen im Geschäftsjahr TEUR 239,8 und verteilen sich wie folgt:

Grundstücke und Gebäude TEUR 64,5
Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 107,3
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau TEUR 68,0

Die getätigten Investitionen betreffen weitestgehend nur Betriebs- und Werkstattausstattungen. Die Investitionen konnten aus dem laufenden Cashflow finanziert werden. Darüber hinaus haben wir zur Finanzierung von jahresübergreifenden Investitionen mittelfristige Bankdarlehen aufgenommen.

Bei den Vermiet- und Vorführfahrzeugen hat es im Berichtsjahr Zugänge von TEUR 1.032,0 sowie (Buchwert-) Abgänge von TEUR 726,6 gegeben.

Liquidität

Anhand einer komprimierten, vereinfachten CashFlow Betrachtung wird die Liquiditätslage analysiert:

10-12/2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten -9,6 3.044,1
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf das Anlagevermögen + 266,2 1.364,5
Veränderung der Aktiva und Passiva, soweit sie nicht die Investitions- oder Finanzierungstätigkeit betreffen (Working Capital) + 854,2 - 6.081,9
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit + 1.110,8 - 1.673,3
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit - 239,8 - 1.047,6
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit - 1.500,9 - 257,7
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -631,7 -2.978,6
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 804,4 3.783,0
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 172,7 804,4
10-12/2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
Bargeld und Schecks 7,9 6,6
Guthaben bei Kreditinstituten 164,8 797,8
172,7 804,4

Die Zu- und Abgänge von Vorführwagen sowie die Veränderung der Einkaufsfinanzierung für Fahrzeuge wurden dem operativen Geschäftsbetrieb, d.h., der laufenden Geschäftstätigkeit, zugeordnet.

Insbesondere aufgrund der positiven Veränderung des Working Capitals (+ TEUR 854,2) wird ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 1.110,8 ausgewiesen. Insgesamt vermindert sich der Finanzmittelbestand jedoch aufgrund der Investitionen (- TEUR 239,8) und der Finanzierungstätigkeit (- TEUR 1.500,9) um TEUR 631,7 auf TEUR 172,7.

Ertragslage

31.12.2023
TEUR
30.09.2023
TEUR
Betriebsergebnis 338,1 4.471,8
Finanzergebnis -299,4 -43,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 38,7 3.728,8
Ertragsteuern -48,3 -684,7
Jahresfehlbetrag/-überschuss -9,6 3.044,1

Aufgrund der Umstellung des Wirtschaftsjahres erachten wir einen direkten Vergleich der Ertragslage zum vorherigen Wirtschaftsjahr als entbehrlich. Allerdings ist im Rumpfgeschäftsjahres 2023 relativ betrachtet das Ergebnis der Vorperiode mit 12 Monaten nicht anteilig erreicht worden.

Infolge der entspannten Liefersituation entwickelte sich das Neufahrzeuggeschäft solide. Zusätzlich erwies sich das Aftersales Geschäft erneut als wichtiger Baustein, welches sich aufgrund interner Effizienzsteigerungen und Reorganisation weiter wie geplant entwickelte. Aufgrund der Geschäftsjahresumstellung bringt die separate Betrachtung des Rumpfjahres mit den Monaten Oktober bis Dezember im Vergleich zum vollständigen Vorgeschäftsjahr erfahrungsgemäß drei eher zurückhaltende Geschäftsmonate in allen Bereichen mit sich.

Die Bestände an Vorführ-, Gebraucht- und Mietfahrzeugen waren dem Markt angepasst auf solidem Niveau. Die Erhöhung des Auslieferungsvolumens im Neufahrzeugbereich, sowie die bereits erkennbare, rückläufige Bruttoertragsentwicklung im Gebrauchtwagenmarkt sorgten für angestiegene Bestandsvolumina und dadurch auch für Bestandsbereinigung in adäquatem Ausmaß.

Die Margen und Provisionssysteme seitens der Hersteller wurden in den letzten Monaten des Jahres 2023 gleichlautend der Vormonate fortgeführt. Besondere Unterstützungsmaßnahmen seitens Hersteller für die Vermarktung von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen wurden wie zum Jahresende üblich nicht in den Markt eingesteuert. Entsprechende Aktionen zur Bevorratung von Fahrzeugen für das Folgegeschäftsjahr wurden in sinnvollem Rahmen genutzt, was sich in den Bestandsentwicklungen entsprechend widerspiegelt.

Die Personalkosten entwickelten sich wie geplant mit leicht ansteigender Tendenz zu Vorjahr, was insbesondere mit den Rahmenbedingungen aus aktiven Haustarifverträgen zusammenhängt und seine Notwendigkeit in Personalgewinnung und -bindung findet.

Der Kapitalumschlag (Umsatz / Gesamtkapital) beträgt im aktuellen Geschäftsjahr 0,9 (Wirtschaftsjahr 2023 3,4). Hochgerechnet auf ein Jahr liegt der Wert jedoch etwas über dem Vorjahresniveau.

Aufgrund des durch das Rumpfgeschäftsjahr gestörten Vergleichs im Vergleich zum Gesamtjahr 2022/2023 wird auf weitere Kennzahlen verzichtet.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wie in vielen anderen Branchen, steht für die Kundenzufriedenheit auch weiterhin im Fokus. Die Kundenzufriedenheit wird anhand der weitreichend bekannten Google-Bewertungen gemessen und regelmäßig analysiert bzw. mit anderen Markenhändlern bundesweit verglichen. Hier liegen die meisten Betriebe der Spindler Gruppe (Verkauf und Service) im Vergleich zumindest gleichauf.

Die Mitarbeiterzufriedenheit nimmt einen immer höheren Stellenwert in der langfristigen Personalpolitik des Unternehmens ein. Hier wird den Mitarbeitenden - orientiert an den Unternehmenszielen - die Möglichkeit gegeben sich beruflich zu entwickeln. Der Fachkräftemangel macht sich in vielen Bereichen des Unternehmens bemerkbar, weshalb durch eine zukunftsorientierte und ausgewogene Personalentwicklung eine immanente Fluktuation vermieden und mit einer hohen Lokalisierung die Mitarbeitenden langfristig an das Unternehmen gebunden werden sollen.

Gesamtaussage

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 konnte im Vergleich zum vorherigen, vollständigen Geschäftsjahr aufgrund gesunkener Bruttoerträge, trotz erhöhten Auslieferungszahlen und sehr guten Auslastungen im Aftersales-Bereich kein vergleichbares Ergebnis erwirtschaftet werden. Lediglich die Umsätze im Kraftfahrzeughandel entwickelten sich aufgrund verbesserter Lieferbarkeit gesamtheitlich in das Positive.

Bedeutende Abweichungen zur Planung für das abgelaufene Geschäftsjahr

Im Vergleich zur Planung für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 konnte ein sichtbares Umsatzplus von fast TEUR 2.500 erwirtschaftet werden, welches aufgrund gesunkener Bruttoerträge in allen Bereichen zwar einen positiven Beitrag zum Ergebnis liefern konnte, jedoch hinter den Planungswerten zurückblieb.

III. Prognosebericht

Wesentliche Veränderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Aufgrund der weiterhin kurzfristigen Auslieferungsmöglichkeiten wird im kommenden Geschäftsjahr mit einem deutlich steigenden Absatz an Neufahrzeugen gerechnet. Hier bietet der vorhandene Auftragsbestand noch grundlegendes Potenzial, welches durch weitreichend aktionsbedingte Auftragseingänge erweitert werden kann. Dies wird jedoch weiterhin anteilig zu Lasten der Ertragschancen in Neu- und Gebrauchtwagenbereich gehen. Dabei ist erneut mit höheren Stückzahlen zur vollen Bonusausschöpfung, jedoch mit marktbedingt weiter reduzierten Bruttoerträgen zu rechnen. Im Aftersales wird davon ausgegangen, dass die solide Werkstattauslastung des Geschäftsjahres 2023 im Geschäftsjahr 2024 zumindest stabil gehalten werden kann.

Bei Mitarbeitenden und Führungskräften wird ebenfalls von einer weiterhin hohen Stabilität ausgegangen. Dies basiert u.a. auf attraktiv gestalteten Rahmenbedingungen und Benefits, einer hohen Ausbildungsquote mit guten Chancen zur Übernahme, ständigen Qualifizierungsmaßnahmen und hoher Identifikation mit dem Unternehmen. Zudem konnte die nächste Runde der Haustarifverhandlungen bereits Ende 2022 erfolgreich, mit einem für alle Mitarbeitenden attraktiven Vergütungspaket für das laufende Geschäftsjahr abgeschlossen werden.

Summa summarum wird von mindestens leicht steigenden Umsätzen im laufenden Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. Allerdings wird das erzielte Jahresergebnis des Wirtschaftsjahres 2022/2023 aufgrund erhöhten Preisdrucks in den Fahrzeugbereichen nur in deutlich abgeschwächter Dimension erreicht werden können.Aufgrund der aktuell schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation ist jedoch eine belastbare Prognose schwierig.

Bei der Prognose wird davon ausgegangen, dass Einschränkungen der Liefersituation im Laufe des Geschäftsjahres 2024 keine Bedeutung mehr haben werden und die Hersteller darauf basierend weitere attraktive Aktionen im Markt platzieren. Jedoch wird auch der hohe Preisdruck anhalten. Das anhaltend hohe Zinsniveau wird durch höhere Absatz- und dazugehörige Bestandsvolumina dem Unternehmen ebenfalls weiterhin zu schaffen machen. Sollten sich die Absatzzahlen und Bruttoerträge jedoch überdimensional positiv entwickeln, so wird dies weitere, positive Auswirkungen auf Umsatz und Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2024 haben.

IV. Chancen- und Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Der Automobilhandelsbranche immanent sind Risiken aus Preisverfall bei Gebrauchtwagen, Restwertrisiken aus Fahrzeugrücknahmeverpflichtungen sowie Ertragsrisiken durch Margendruck im Neufahrzeugbereich.

Die Risiken der zukünftigen Entwicklung werden in den zahlreichen Veränderungen des Automobilhandels gesehen. Hier werden beispielsweise die alternativen Antriebstechnologien wie Elektro, Hybrid oder Wasserstoff zwar immer mehr wahrgenommen, deren Absatz und Ertragslage gestaltet sich jedoch nach Entfall der staatlichen Förderungen maßgeblich schwieriger. Dies führt nicht zuletzt dazu, dass die grundlegenden strategischen Ausrichtungen seitens der Hersteller erneut in Frage gestellt werden. Es werden erneut neue Marken und neue Modelle im Jahr 2024 mit diesen alternativen Antrieben auf den Markt kommen, sich jedoch auch vom Markt aufgrund fehlender Chancen zurückziehen. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind derzeit noch nicht absehbar.

Die Entwicklung in Krisengebieten und Weltwirtschaft hatte drastische Auswirkungen auf die gesamte Automobilwirtschaft. Die daraus resultierende Preissensibilität aller Zielgruppen ist weiterhin spürbar. Aufgrund guter Auslastungen und fehlender Produktivkräfte ist weiterhin nicht mit einem Einsatz von Kurzarbeit zu rechnen. Das Unternehmen sieht sich gut gerüstet, die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Die zur Normalität zurückgekehrten Inflationswerte und der in Teilbereichen noch relevante Fachkräftemangel in Deutschland könnte weiterhin zu stetigem Konsum der Privathaushalte und zu verhaltener Investitionsneigung der Unternehmen führen. Jedoch bietet das weiterhin hohe Zinsniveau und die in einigen Bereichen angespannte wirtschaftliche Situation auch Raum für negative Entwicklungspotenziale.

Für unsere Branche erwarten die Experten die Rückkehr zur Normalität im Bereich der Auftragsbestände und Ertragspotenziale mit dadurch stetigen Neuzulassungen bei rund 2,8 Mio. Pkw. Daraus können für uns Umsatz- und Ertragschancen entstehen.

Ertragsorientierte Risiken:

Erhöhte Ertragsrisiken liegen bei einer hohen Auslieferungsquote wieder in der Rücknahmeverpflichtung von Leasingrückläufern, bedingt durch absinkende Restwerte aufgrund der drastischen Vergrößerung des Angebots am Markt. Zudem entstehen Risiken im Bereich der Kostenstrukturen, sollten diese erneut steigen, sowie dem aktuell noch hohen Zinsniveau.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind mit den Hausbanken ausreichend Kreditlinien vertraglich vereinbart. Es bestehen keine Währungsrisiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinflussen könnten.

Allerdings wird das Ergebnis derzeit durch die Folgewirkungen des Ukraine-Krieges und die damit verbundenen laufenden Anhebungen der EZB Zinssätze negativ belastet, da die Finanzierungskosten des Fahrzeugbestandes erheblich gestiegen sind. Aufgrund der aktuell etwas rückläufigen Inflation könnte des Zinsniveau ggf. wieder in kleinen Schritten sinken, wodurch sich auch die Finanzierungskosten des Fahrzeugbestandes wieder verringern könnten.

Chancen

Das Unternehmen greift auf ein qualitativ hochwertiges Produktportfolio des Volkswagen Konzerns sowie GWM zurück und setzt dies im Vertrieb und Service kundenorientiert ein.

Die stetige Weiterentwicklung des Portfolios mit etablierten Modellreihen - diversifiziert mit neuer Antriebstechnologie (reine e-Mobilität) und Mobilitätskonzepten unterstützen die Vertriebsaktivitäten zusätzlich positiv.

Auch die Implementierung neuer Modellreihen schließt die Portfoliolücken, die bereits durch Mitbewerber hinreichend bedient werden. Mit der Diversifizierung im Markenportfolio wird im MAG Würzburg eine breite Käuferschicht angesprochen. Die Nutzung von Gruppensynergien und Einkaufsvorteile trägt zum Ausbau der Wettbewerbsposition gegenüber Mitbewerbern bei.

Die Mitarbeitenden des Unternehmens sind qualitativ hochwertig ausgebildet und loyal zum Unternehmen.

Die aktuellen Händler- und Serviceverträge für die vertriebenen Marken und Standorte bilden die Basis für den weiteren Erfolg des Unternehmens. Das Vertragswerk bietet Chancen, stellt aber auch vor weitere Herausforderungen ob der bereits eingangs erwähnter Entwicklungen in der Automobilbranche.

Im Geschäftsjahr 2024 wird davon ausgegangen, dass wir die Marktanteile aus dem Berichtsjahr mittel- und langfristig sichern, und in Teilbereichen ausgebaut werden können.

Aufgrund der deutlich ersichtlichen Nachteile in Abwicklung, Controlling und Abschlussgenauigkeit wurde das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wieder auf das Kalenderjahr umgestellt. Hierzu wurde ein Rumpfjahr mit drei Monaten Laufzeit gebildet welches hiermit zum 31.12.2023 abgeschlossen worden ist. Die mit der seinerzeitigen Umstellung auf ein abweichendes Geschäftsjahr angedachten Vorteile in Zukauf und Vermarktung haben sich in der Vergangenheit nicht als valide herausgestellt.

Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2024 ist zunächst zurückhaltend gestartet, dennoch ist aufgrund der hohen Aktionsdichte der Hersteller und der dazugehörigen kurzfristigen Lieferbarkeiten mit positiven Entwicklungen für das Unternehmen ab dem Ende des 2. Quartal zu rechnen.

Das Servicegeschäft liegt aktuell auf Vorjahresniveau, die weitere Entwicklung ist aufgrund der unmittelbaren Verbindung zu den im vorherigen Absatz genannten Entwicklungen ebenfalls leicht positiv zu prognostizieren.

Vor dem Hintergrund der Finanzstabilität sieht sich das Unternehmen für die Bewältigung der aktuellen und künftigen Herausforderungen gut gerüstet. Offensichtliche Risiken, die eine Geschäftsfortführung der Spindler GmbH & Co. KG gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Summa summarum wird für das Geschäftsjahr 2024 mit einer erkennbaren Umsatzsteigerung, aber aufgrund des steigenden Preis- und Kostendrucks mit einem rückläufigen Jahresergebnis für das Jahr 2024 bezogen auf das ganzjährige Wirtschaftsjahr 2022/2023 gerechnet.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skontofristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich das Unternehmen überwiegend mittels Eigenmittel oder Kontokorrentlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Spindler GmbH & Co. KG, ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Dabei wird im Finanzmanagement eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Minimierung der Risiken von Forderungsausfällen dient das effektiv strukturierte Debitorenmanagement. Ebenso werden Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt.

 

Würzburg, 14. Juni 2024

Spindler GmbH & Co. KG Vertreten durch die Spindler Verwaltungs GmbH, Würzburg

diese vertreten durch die Geschäftsführer

Friederike Moritz als einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführerin der Spindler Verwaltungs GmbH

Daniel Heilig als einzelvertretungsberechtigter, Geschäftsführer der Spindler Verwaltungs GmbH

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
30.9.2023
EUR
A. Anlagevermögen 6.333.843,48 6.123.338,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 701.847,00 715.696,00
1. Software 1.917,00 2.042,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 699.930,00 713.654,00
II. Sachanlagen 5.614.356,48 5.390.002,18
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.402.912,00 1.379.692,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.539.196,20 1.606.493,80
3. Geschäfts- und Vorführwagen 2.604.269,99 2.398.283,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 67.978,29 5.533,38
III. Finanzanlagen 17.640,00 17.640,00
1. Sonstige Ausleihungen 17.640,00 17.640,00
B. Umlaufvermögen 42.380.144,30 40.160.018,40
I. Vorräte 29.207.665,55 25.813.631,52
1. In Arbeit befindliche Aufträge 283.313,77 293.821,67
2. Waren 30.318.838,91 26.273.181,64
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.394.487,13 -753.371,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.999.785,30 13.541.940,80
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.067.236,46 10.997.001,98
2. Sonstige Vermögensgegenstände 4.932.548,84 2.544.938,82
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 172.693,45 804.446,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 163.186,15 200.308,35
Bilanzsumme, Summe Aktiva 48.877.173,93 46.483.664,93

Passiva

31.12.2023
EUR
30.9.2023
EUR
A. Eigenkapital 10.202.181,83 11.714.483,50
I. Kapitalanteile 10.202.181,83 11.714.483,50
1. Kommanditisten 10.202.181,83 11.714.483,50
B. Rückstellungen 2.649.823,69 3.264.982,47
1. Steuerrückstellungen 576.882,00 875.229,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.072.941,69 2.389.753,47
C. Verbindlichkeiten 36.025.168,41 31.504.198,96
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.825.272,38 17.250.586,57
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.057.145,48 9.264.329,60
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.142.750,55 4.989.282,79
davon aus Steuern 561.464,38 1.371.800,22
Bilanzsumme, Summe Passiva 48.877.173,93 46.483.664,93

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2023 - 31.12.2023
EUR
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 42.448.199,67 158.582.960,62
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an nicht abgerechneten Leistungen -10.507,90 74.522,06
3. Sonstige betriebliche Erträge 949.910,95 2.819.048,04
4. Materialaufwand -32.737.611,51 -118.941.758,42
a) Aufwendungen für bezogene Waren -32.124.945,69 -117.727.039,31
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -612.665,82 -1.214.719,11
5. Personalaufwand -5.200.623,74 -19.906.052,56
a) Löhne und Gehälter -4.313.992,09 -16.637.730,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 886.631,65 3.268.322,27
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -266.233,84 -1.364.449,06
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.830.929,20 -16.722.139,39
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 916,17 5.281,09
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -300.306,53 -748.300,01
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -48.248,80 -684.725,60
11. Ergebnis nach Steuern 4.565,27 3.114.386,77
12. Sonstige Steuern -14.147,00 -70.262,50
13. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -9.581,73 3.044.124,27

Ergebnisverwendung

1.10.2023 - 31.12.2023
EUR
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -9.581,73 3.044.124,27
2. Gewinnverteilung auf die Kapitalkonten der Gesellschafter 9.581,73 -3.044.124,27
3. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben und Bilanzierungsgrundsätze

Die Spindler GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in 97076 Würzburg und ist beim Handelsregister A des Amtsgerichtes Würzburg unter der Nr. HRA 4537 eingetragen.

Die Gesellschaft ist als große Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a i. V. m. § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB) einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich im Anhang gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Aufgrund eines Beschlusses der Gesellschafterversammlung wurde das Geschäftsjahr der Spindler GmbH & Co. KG, Würzburg, auf das Kalenderjahr umgestellt. Das Berichtsjahr ist das Rumpfgeschäftsjahr vom 1.Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023.

Durch die Umstellung des Geschäftsjahres ist eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen insbesondere der Gewinn- und Verlustrechnung nicht sinnvoll.

II. Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung wurde nach den Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibungen werden linear ermittelt. Im Berichtsjahr zugegangene Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 ohne Umsatzsteuer werden sofort als Betriebsausgaben verrechnet sowie für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 ohne Umsatzsteuer sofort voll abgeschrieben.

Entsprechend der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes werden die Miet- und Vorführfahrzeuge trotz überwiegend kurzer Verweildauer im Vermögen der Gesellschaft im Anlagevermögen ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von sechs (PKW) bzw. neun Jahren (Nutzfahrzeuge) abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Im Bereich der Gebrauchtwagen kommt die verlustfreie Bewertungsmethode zum Ansatz. Die unfertigen Leistungen wurden mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten (§ 255 HGB) angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen.

Die übrigen Kundenforderungen werden wegen des Ausfallwagnisses, des Zinsverlustes, des Skontoabzuges und der Kosten der Beitreibung der Außenstände pauschal wertberichtigt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Dabei werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem von der Bundesbank ermittelten maßgeblichen Zinssatz abgezinst. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert ausgewiesen (Nettomethode) und werden offen von den Vorräten abgesetzt (Wahlrecht gem. § 268 Abs. 5 HGB).

III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31.12.2023

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungskosten in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Nutzungsdauer entgeltlich erworbener Firmenwert

Die Nutzungsdauer des im Geschäftsjahr 2021/2022 erworbenen Firmenwerts wurde auf 15 Jahre festgelegt. Die planmäßige Verteilung auf 15 Jahre ist durch die erwarteten Geschäftschancen über diesen Zeitraum begründet. Das Unternehmen hatte bereits eine feste Geschäftsbeziehung mit SEAT Deutschland GmbH, Weiterstadt aufgebaut. Dies ist vor allem aus den bereits erbrachten Zuschüssen zum Umbau der CUPRA-Garage ersichtlich. Außerdem hat das Unternehmen einen festen Personalstamm aufgebaut. Dies ist alles als ein gesamtheitlicher Geschäftswert zu betrachten, welcher sich erst über 15 Jahre etablieren wird.

2. Eigenkapital

Der Betrag, der im Handelsregister gem. § 175 HGB eingetragenen Einlagen ist voll einbezahlt und wird in der Bilanz unter den Kapitalanteilen ausgewiesen.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
Personalbereich 756.749,86
Rücknahmeverpflichtungen 654.457,98
Garantie und Kulanz 444.059,51
Archivierungskosten 95.300,00
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 66.810,00
Prozesskosten 41.064,34
Übrige 14.500,00
2.072.941,69

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

Gesamt
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
davon über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.825 24.782 43 0
(Vorjahr) (17.251) (17.19)7 (54) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.057 5.358 1.699 0
(Vorjahr) (9.264) (7.482) (1.782) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 4.143 4.143 0 0
(Vorjahr) (4.989) (4.989) (0) (0)
Gesamt 36.025 34.283 1.742 0
(Vorjahr) (31.504) (29.668) (1.836) (0)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen in Höhe von TEUR 24.739 gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte an den entsprechenden Vermögensgegenständen gesichert.

5. Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis wurde vollständig auf die Gesellschaftersonderkonten verteilt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023

1. Außergewöhnliche Posten

10-12/2023
TEUR
Außergewöhnliche sonstige betriebliche Erträge
Periodenfremde Erträge 45
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 154
199

2. Aufgliederung der Umsatzerlöse

10-12/2023
TEUR
Nach Tätigkeiten
Erlöse aus dem Verkauf von Neu-, Gebraucht- sowie Vorführwagen 34.552
Erlöse aus Werkstattleistungen, Kundendienst sowie dem Verkauf von Ersatzteilen 6.398
Sonstige 1.498
42.448

3. Personalaufwand

In den Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: EUR 31) enthalten.

Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Es besteht ein Haftungsverbund mit der Autohaus Spindler Kreuzwertheim GmbH & Co. KG und der Autohaus Spindler Kitzingen GmbH & Co. KG gegenüber Kreditinstituten. Zum 31.12.2023 betrugen die Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten TEUR 9.120.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

- Grundstückpachtvertrag für die Jahre 2024 bis 2031 in Höhe von TEUR 6.831.

- Aus dem Verkauf von Fahrzeugen bestehen branchenübliche Rücknahmeverpflichtungen für die Jahre 2024 bis 2029 in Höhe von TEUR 66.892.

3. Angaben zu Geschäftsführungsorganen

Zur Geschäftsführung der Gesellschaft ist die persönlich haftende Gesellschafterin, die Spindler Verwaltungs GmbH, Würzburg, berechtigt.

Geschäftsführer der Spindler Verwaltungs GmbH waren im Geschäftsjahr:

- Frau Friederike Moritz, gesamtverantwortliche Geschäftsführerin

- Herr Daniel Heilig, gesamtverantwortlicher Geschäftsführer

Die Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HBG.

4. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 10-12/2023 beschäftigt:

Gewerbliche Arbeitnehmer 83
Angestellte 320
403

5. Angaben zu persönlich haftenden Gesellschaftern:

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Spindler Verwaltungs GmbH, Würzburg, mit einem gezeichneten Kapital von EUR 26.000,00.

6. Honorar des Abschlussprüfers

Das auf das Geschäftsjahr 10-12/2023 entfallene Honorar für den Abschlussprüfer beträgt TEUR 14.

 

Würzburg, den 14. Juni 2024

gez. Friederike Moritz

gez. Daniel Heilig

Anlagespiegel

Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Stand 01.10.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software sowie Lizenzen und ähnliche Rechte 282.638,95 0,00 0,00 0,00 282.638,95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 823.446,66 0,00 0,00 0,00 823.446,66
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.106.085,61 0,00 0,00 0,00 1.106.085,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.521.979,37 64.516,30 0,00 5.533,38 2.592.029,05
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.377.352,85 107.368,32 89.883,04 0,00 6.394.838,13
3. Vermiet- und Vorführfahrzeuge 2.704.747,41 1.031.973,19 784.569,26 0,00 2.952.151,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.533,38 67.978,29 0,00 -5.533,38 67.978,29
Summe Sachanlagen 11.609.613,01 1.271.836,10 874.452,30 0,00 12.006.996,81
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 17.640,00 0,00 0,00 0,00 17.640,00
Summe Finanzanlagen 17.640,00 0,00 0,00 0,00 17.640,00
Summe Anlagevermögen 12.733.338,62 1.271.836,10 874.452,30 0,00 13.130.722,42
Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.10.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
31.12.2023
Euro
30.09.2023
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software sowie Lizenzen und ähnliche Rechte 280.596,95 125,00 0,00 280.721,95 1.917,00 2.042,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 109.792,66 13.724,00 0,00 123.516,66 699.930,00 713.654,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 390.389,61 13.849,00 0,00 404.238,61 701.847,00 715.696,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.142.287,37 46.829,68 0,00 1.189.117,05 1.402.912,00 1.379.692,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.770.859,05 106.126,92 21.344,04 4.855.641,93 1.539.196,20 1.606.493,80
3. Vermiet- und Vorführfahrzeuge 306.464,41 99.428,24 58.011,30 347.881,35 2.604.269,99 2.398.283,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 67.978,29 5.533,38
Summe Sachanlagen 6.219.610,83 252.384,84 79.355,34 6.392.640,33 5.614.356,48 5.390.002,18
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 17.640,00 17.640,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 17.640,00 17.640,00
Summe Anlagevermögen 6.610.000,44 266.233,84 79.355,34 6.796.878,94 6.333.843,48 6.123.338,18

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Spindler GmbH & Co. KG, Würzburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Spindler GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Spindler GmbH & Co. KG für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personengesellschaften im Sinne von § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personengesellschaften im Sinne von § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögens- schädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 14. Juni 2024

NORDDEUTSCHE AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hennig, Wirtschaftsprüferin

Fruggel, Wirtschaftsprüfer

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