Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 207208
Vorher
MKM Mansfelder Kupfer und Messing GmbH
Eingetragen
19.10.1993
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Erzeugnissen und jeweiligen Legierungen aus Kupfer und weiteren Nichteisen-Metallen, sowie die Vornahme aller damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Michele Manfredi
seit 17.3.2026
Geschäftsführer
Falk Hartmann
seit 25.6.2025
Prokura
Christian Troyke
seit 25.6.2025
Prokura
Christian Gerding
seit 4.7.2023
Prokura
Christian Böhme
seit 27.1.2023
Prokura
Thorsten Wolff
seit 25.7.2022
Prokura
Frank Beiderwellen
seit 12.1.2022
Prokura
Marco Calamia
seit 12.1.2022
Prokura
Prokura
Kakha Avaliani
seit 20.1.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

KME SE
Germany
38.349.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KME Mansfeld GmbH

Hettstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bericht des Aufsichtsrats

der KME Mansfeld GmbH

Sehr geehrte Damen und Herren,

Allgemeine Information

Im Aufsichtsrat hat es keine personelle Veränderung gegeben.

Der Stangenbereich der KME Mansfeld GmbH (nachfolgend "Unternehmen") inklusive des zugehörigen Grundbesitzes wurde mit Wirkung zum 1. April 2023 in ihre 100%ige Tochtergesellschaft, die KM Copper Bars GmbH, eingebracht.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Die Aufsichtsratsmitglieder haben die Geschäftsführung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 kontinuierlich überwacht und sind von der Unternehmensleitung regelmäßig über die Entwicklung der Geschäfte, die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Investitionsvorhaben unterrichtet worden. Das Hauptaugenmerk wurde auf die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 sowie die ersten Monate des Jahres 2024 einschließlich Ausblick gelegt. Neben seinen gesetzlich vorgegebenen Aufgaben hat sich der Aufsichtsrat vornehmlich mit der Verbesserung der Geschäftsergebnisse befasst.

Die Geschäfte, zu denen die Zustimmung des Aufsichtsrats nach Gesetz oder Satzung erforderlich war, wurden durch den Aufsichtsrat überprüft und die Zustimmung wurde erteilt.

Der Aufsichtsrat hat die nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegende Beratungs- und Aufsichtsfunktion wahrgenommen.

Prüfung des Jahresabschlusses

Die von der Gesellschafterversammlung zum Prüfer des Abschlusses des Geschäftsjahres 2023 bestellte Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 geprüft. Der Abschlussprüfer hat als Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Die Abschlussunterlagen wurden in der Sitzung am 25. März 2024 vom Abschlussprüfer in ihren wesentlichen Ergebnissen vorgestellt und umfassend vom Aufsichtsrat erörtert.

Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen und genehmigt den von der Gesellschaft aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterin, den Jahresabschluss 2023 zu genehmigen.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeitern für ihre Leistungen und ihr großes Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr und den Vertretern der Arbeitnehmer für ihre konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

 

Osnabrück, 25. März 2024

Für den Aufsichtsrat

Diva Moriani, Vorsitzende

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss der KME Mansfeld GmbH, Hettstedt, (Gesellschaft oder KME M) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Hettstedt, Lichtlöcherberg 40, und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Stendal unter HRB 207208 eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Erweiterung des Gliederungsschemas der Gewinn- und Verlustrechnung dient der klaren Darstellung der Auswirkungen des zu Beginn des Geschäftsjahres 2020 begründeten Organschaftsverhältnisses mit der Gesellschafterin der KME SE, Osnabrück sowie des zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 begründeten Organschaftsverhältnisses mit der Tochtergesellschaft der KM Copper Bars GmbH, Hettstedt.

Die Gesellschaft hat kostenmindernde Verkäufe von Elektroenergie im Geschäftsjahr als Umsatzerlöse ausgewiesen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Diesbezüglich gab es gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um Anschaffungskostenminderungen, bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen über drei bis acht Jahre vermindert. Der in Vorjahren entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird unter Bezug auf § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten (im steuerrechtlich erforderlichen Mindestumfang), vermindert um Anschaffungskostenminderungen und Abschreibungen.

Die Abschreibungen erfolgen linear auf der Grundlage der pro-rata-temporis-Regel.

Die Nutzungsdauern betragen für:

Gebäude bis zu 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 20 Jahre.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Erforderliche Wertminderungen sind berücksichtigt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten zuzüglich angemessener Teile der Gemeinkosten bewertet. Die Unfertigen und Fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den Einzelkosten angemessene Teile der Gemeinkosten entsprechend der steuerrechtlich zulässigen Herstellungskostenuntergrenze einbezogen werden. Dabei erfolgt eine getrennte Betrachtung für den Metall- und den Bearbeitungswert. Für die Metallbewertung wird grundsätzlich das LIFO-Verbrauchsfolgeverfahren angewendet.

Die im Bestand befindlichen Mengen an Metallen werden durch wertgleiche Absatzpreise zu gesicherten Anschaffungskosten bewertet. Insoweit findet eine Modifikation bzw. Abwandlung des klassischen LIFO-Verbrauchsfolgeverfahrens statt. Hierdurch erfolgt eine der Sicherungsstrategie des Unternehmens entsprechende Abbildung der Metallbestände.

Die sonstigen Metalle werden einzeln bewertet.

Bei der Beachtung des Niederstwertprinzips bilden neben den Anschaffungskosten die Marktpreise zum Bilanzstichtag jedes einzelnen Metalls die Bewertungsobergrenze. In diesem Sinne werden die aktuellen Marktpreise für Metalle an der London Metal Exchange (LME) als Marktpreise herangezogen.

Die Bewertung der übrigen Hilfs- und Betriebsstoffe (mit Ausnahme der Metalle) erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips im Fall sinkender Anschaffungspreise und oder fehlender Verwertbarkeit.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung abgesetzt, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt. Für risikobehaftete Forderungen werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (soweit nicht Teil einer Bewertungseinheit) sowie unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die innerhalb der nächsten drei Monate nach dem Bilanzstichtag nachgeholt werden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, sofern die Restlaufzeit ein Jahr nicht überschreitet. Fremdwährungsanzahlungen mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten werden zu dem Erfüllungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, sofern die Restlaufzeit ein Jahr nicht überschreitet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, bei denen sich ausgleichende Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, wird die Einfrierungsmethode angewandt.

Im Rahmen der von der Gesellschaft vorgenommenen Geschäfte bestehen grundsätzlich Risiken aus Metallpreisentwicklungen (insbesondere Kupfer). Diesem Risiko wird durch die Gesellschaft mittels Metallpreisfixierungen sämtlicher bestehender Mengen (Ein- und Verkaufsmengen) entgegengewirkt. Die Basis dafür bildet die tägliche Kompensation von physischen Einkaufs- und Verkaufsgeschäften als Natural Hedging. Hiervon abweichende Mengen der täglichen Geschäfte werden unter Einschaltung von Brokern innerhalb der KME-Gruppe als derivative Warentermingeschäfte (Sicherungsgeschäfte) preislich abgesichert. Der Grundsatz besteht in der Kurzfristigkeit dieser Geschäfte, die im Wesentlichen die täglichen Schwankungen ausgleichen sollen. Die Gesellschaft verfügt über keine Bestände an Sicherungsgeschäften, die spekulativen Charakter tragen. Für die Grund- und Sicherungsgeschäfte zur Metallpreisabsicherung werden Bewertungseinheiten gebildet. Die Verwaltung und Abwicklung der vorgenommenen Absicherungen und unmittelbaren Beziehungen zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft werden über eine EDV-gestützte Vertragsbestandsführung für Grund- und Sicherungsgeschäfte erfasst.

Die Umsatzerlöse beinhalten im Geschäftsjahr den Verkauf von im Vorjahr vertraglich beschaffter und nicht benötigter Elektroenergie.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen und Umbuchungen des Geschäftsjahres im Bruttoanlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hat zum 01. April des Geschäftsjahres eine Einbringung des Geschäftsfeldes Stangen in die Tochtergesellschaft KM Copper Bars GmbH, Hettstedt (KMCB) vorgenommen. Die KME Mansfeld ist die alleinige Gesellschafterin der KMCB. Der Anteilswert beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 12.100. Das Eigenkapital dieser Tochtergesellschaft, gemäß Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023, beträgt TEUR 12.008. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 0 (Ergebnisabführungsvertrag). Mit Beginn des Geschäftsjahres 2023 begründete die KME Mansfeld GmbH ein Organschaftsverhältnis mit der Tochtergesellschaft KMCB.

Die EURL MKM France, Limonest, Frankreich, hat ihre Tätigkeit im Laufe des Geschäftsjahres 2019 eingestellt und befindet sich in der Abwicklung. Die Löschung aus dem Unternehmensregister wird noch im 1. Halbjahr 2024 erwartet. Daraus erwartet die Gesellschaft keine wesentlichen Risiken.

Im Geschäftsjahr 2016 erwarb die KME M eine Beteiligung an der AML S.p.A., Quargnento, Italien, in Höhe von 24,24 %, die zum Bilanzstichtag unverändert gehalten wird. Das Eigenkapital dieser Gesellschaft, gemäß letztem vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022, beträgt am TEUR 5.181. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 beträgt TEUR 923.

Vorräte

Der vorhandene Metallbestand wird zu tatsächlichen historischen Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der Sicherungsbeziehungen der Gesellschaft werden die historischen Anschaffungskosten zu entsprechenden wertgleichen Absatzpreisen bewertet. Insoweit bestehen keine stillen Reserven.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 9.467 (Vorjahr: TEUR 23.238) sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Gegen die Gesellschafterin, die KME SE, Osnabrück, bestanden infolge des in 2019 erfolgten Gesellschafterwechsels fortgeführte Darlehensforderungen im Vorjahr von TEUR 51.251, die zu marktüblichen Konditionen ausgereicht wurden. Deren vollständige Tilgung erfolgte im Mai 2023 in der Art, dass die Berücksichtigung im Verrechnungskonto mit der Gesellschafterin erfolgte. Darin enthalten sind aufgelaufene Zinsen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 1.264 (Vorjahr: TEUR 2.901).

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft auf einem Verrechnungskonto gegen die KME SE, Osnabrück, insgesamt einen Anspruch von TEUR 162.386 (Vorjahr: TEUR 118.504) aus. Die Verzinsung des Anspruches erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Insgesamt bestehen gegen die Gesellschafterin KME SE damit Forderungen in Höhe von TEUR 162.386 (Vorjahr: TEUR 169.755).

Weiterhin weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag auf Verrechnungskonten gegen die Tochtergesellschaft KM Copper Bars GmbH, Hettstedt, insgesamt einen Anspruch von TEUR 3.531 (Vorjahr: TEUR 0) aus. Die Verzinsung des Anspruches erfolgt zu marktüblichen Konditionen. Darüber hinaus bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu marktüblichen Preisen von TEUR 10.245 (Vorjahr: TEUR 0).

Weiterhin bestehen gegen Schwesterngesellschaften innerhalb der KME-Gruppe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu marktüblichen Preisen von TEUR 15.704 (Vorjahr: TEUR 28.415).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Gegen die AML S.p.A., Quargnento, Italien, bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 622).

Die Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen gegen Finanzamt 3.053 168
Forderungen gegen Factoringgesellschaft 1.947 3.721
Forderungen aus Schadenersatz 968 1.348
Übrige 438 801
6.406 6.038

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Gebühren für die Finanzierung des Working Capitals von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 124), für die das Aktivierungswahlrecht nach § 250 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen wurde, Wartungsgebühren in Höhe von TEUR 110, Versicherungen von TEUR 45 und Lizenzkosten in Höhe von TEUR 28.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 38.349.

Steuerrückstellungen

Im Geschäftsjahr sind Rückstellungen für sonstige Steuern mit TEUR 114 (zum 31. Dezember 2022: TEUR 29) angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 4.228), Rückstellungen aus dem Personalbereich (TEUR 3.300), Rückstellungen für Ein- und Verkauf (TEUR 768), Rückstellungen für Reparaturen und Instandhaltung (TEUR 298), Rückstellungen im Rahmen des Umweltschutzes (TEUR 231) sowie übrige Rückstellungen (TEUR 395).

Angaben zu Altersteilzeitrückstellungen

Die Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen basiert auf der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode. Den Berechnungen liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

31.12.2023 31.12.2022
in % in %
verwendeter Rechnungszins 0,99 0,43
Anwartschaftstrend Mitarbeiter 2,5 % (jährlich) 2,5 % (jährlich)

Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich aus der Bewertung der Altersteilzeitrückstellung eine Minderung der bilanziellen Rückstellung. Der Ausweis der Minderung erfolgte unter dem Personalaufwand und bezogen auf den Zinsanteil (TEUR 2) im Finanzergebnis. Der sich laut Gutachten zum Bilanzstichtag ergebende Rückstellungswert in Höhe von TEUR 1.403 wurde passiviert, da die Gesellschaft von einer 100%igen Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ausgeht. Das zum Stichtag zur Absicherung bestehende Deckungsvermögen mit Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 924 (aktueller Sicherungswert der Termingeld- und Kontokorrentguthaben der Gesellschaft: TEUR 1.432) ist mit der Altersteilzeitrückstellung saldiert ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

31. Dezember 2023
Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.846 0 26.846
(Vorjahr) (12.810) (6.250) (19.060)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 20.932 0 20.932
(Vorjahr) (38.580) 0 (38.580)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 137.067 1 137.068
(Vorjahr) (179.535) (13) (179.548)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 780 0 780
(Vorjahr) (5.967) 0 (5.967)
Sonstige Verbindlichkeiten 8.265 0 8.265
(Vorjahr) (6.453) 0 (6.453)
193.890 1 193.891
(Vorjahr) (243.345) (6.263) (249.608)

Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2020 in die Finanzierung der Gesellschafterin, der KME SE, Osnabrück, einbezogen worden. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wurde der Kreditrahmen in Höhe von TEUR 146.629 in Anspruch genommen. Davon sind im Rahmen von Reverse-Factoring-Transaktionen TEUR 120.124 unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 20.255 unter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Weiterhin besteht eine Darlehensverbindlichkeit über TEUR 6.250, die als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen ist. Als Sicherheit wurde durch die Gesellschaft das Vorratsvermögen, im Wesentlichen auf dem Firmengelände in Hettstedt lagernd, übertragen. Weiterhin dienen auf dem Firmengelände befindliche Maschinen und Anlagen als Sicherheit.

Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten im Wesentlichen erhaltene Kundenanzahlungen von TEUR 21.494, die mit Mehrwertsteuer-Verrechnungen auf Kundenanzahlungen TEUR 562 verrechnet werden.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten an Schwestergesellschaften innerhalb der KME-Gruppe aus Lieferungen und Leistungen zu marktüblichen Preisen von TEUR 596 (Vorjahr: TEUR 873). Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 5.094) betreffen sonstige Verbindlichkeiten aus dem mit Wirkung zum 1. Juli 2020 abgeschlossenen Ordinary Multicurrency Account Agreement mit der KME SRL, Florenz, Italien. Die Verzinsung erfolgte zu markt- üblichen Konditionen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten an Factor 6.776 3.295
Kreditorische Debitoren 896 833
Verbindlichkeiten aus Steuern 571 2.304
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 8 6
Übrige 14 15
8.265 6.453

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Bleche/Bänder 449.973 65,7 565.656 69,5
Metallhandel 173.495 25,3 112.454 13,8
Hilfs- und Kuppelprodukte 35.339 5,2 17.105 2,1
Stangen/Profile 28.474 4,1 117.434 14,4
Drähte/Seile 0 0,0 6.527 0,8
Erlösberichtigungen (2.357) (0,3) (4.559) (0,6)
684.924 100,0 814.617 100,0

Sie verteilen sich auf folgende Absatzmärkte:

2023 2022
% %
Inland 47,0 49,2
Europäische Union (ohne Inland) 27,5 27,0
Übriges Ausland 25,5 23,8
100,0 100,0

Die Gesellschaft konzentrierte sich im Geschäftsjahr ausschließlich auf die Herstellung von Halbzeugen aus Kupfer und Kupferlegierungen.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung von TEUR 12.668, übrige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.720, Erträge aus der Auflösung von nicht verbrauchten Rückstellungen von TEUR 660 sowie Erträge aus Schadenersatzansprüchen in Höhe von TEUR 284 enthalten. Weiterhin sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 257 ausgewiesen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung von TEUR 10.572, Aufwendungen für Ausgangsfrachten von TEUR 9.041, Aufwendungen aus Instandhaltungen von TEUR 8.890, Aufwendungen aus Konzernumlagen von TEUR 4.450, Aufwendungen für Versicherungen von TEUR 3.589, Aufwendungen für Kreditbeschaffung in Höhe von TEUR 3.098, Aufwendungen für Provisionen von TEUR 1.838, Aufwendungen für Beratungsleistungen von TEUR 947 und Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 32 enthalten. Weiterhin sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 136 und Verluste aus Anlagenabgängen von TEUR 41 ausgewiesen.

Der Posten der GuV - Sonstige Steuern - ist seit dem Geschäftsjahr 2020 aufgrund einheitlicher Regelungen im KME-Konzern als Bestandteil des Postens - sonstige betriebliche Aufwendungen - mit TEUR 280 ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz oder ausländischen Mindeststeuergesetzten werden derzeit noch untersucht. Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich hieraus keine Auswirkungen. Derzeit werden bei der Gesellschaft auch für zukünftige Geschäftsjahre keine Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetzt oder ausländischen Mindeststeuergesetzen erwartet.

V. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

a.) Factoring von Kundenforderungen

Der im Geschäftsjahr 2013 begründete Factoringvertrag wurde in vorigem Geschäftsjahr erweitert und modifiziert und auch im Geschäftsjahr beibehalten. Zum Stichtag sind TEUR 7.838 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgetreten. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2020 ein weiterer Factoringvertrag abgeschlossen. Hier sind zum Stichtag TEUR 11.463 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgetreten. Die Gesellschaft erwartet aus dem Factoring keine wesentlichen Risiken. Zweck und Vorteile dieser Factoringverträge liegen neben der direkten Verfügbarkeit liquider Mittel in der Übertragung von Ausfallrisiken an die Factoringgesellschaft.

b.) Verpflichtungen aus Leasingverträgen

Die Gesellschaft hat langfristige Verträge über die Nutzung von Kraftfahrzeugen, Gabelstapler und Büro- und Kommunikationsmittel abgeschlossen. Die Vorteile und Risiken aus diesen Leasingverträgen entsprechen branchentypischen Gegebenheiten.

Die zu erwartenden Zahlungsmittelabflüsse gliedern sich folgendermaßen:

Restlaufzeit weniger als ein Jahr: TEUR 778
Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren: TEUR 1.370
Verpflichtung gesamt: TEUR 2.148.

Weiterhin hat die Gesellschaft einen langfristigen Vertrag über die Nutzung von Versorgungsanlagen für technische Gase abgeschlossen. Die Vorteile und Risiken aus diesem Vertrag entsprechen branchentypischen Gegebenheiten.

Die zu erwartenden Zahlungsmittelabflüsse gliedern sich folgendermaßen:

Restlaufzeit weniger als ein Jahr: TEUR 226
Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren: TEUR 903
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: TEUR 414
Verpflichtung gesamt: TEUR 1.543.

Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB stellen sich wie folgt dar:

a) Haftungsverhältnisse

Bürgschaften

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Aval-Bürgschaften in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 500).

Deckungsvermögen

Zum 31. Dezember 2023 besteht ein Deckungsvermögen für Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von TEUR 924 (Vorjahr: TEUR 2.035).

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Bestellobligo

Das Bestellobligo am 31. Dezember 2023 für ausstehende Investitionen im Anlagevermögen belief sich auf TEUR 3.547 und für ausstehende Rohstoffkäufe auf TEUR 3.707.

c) Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Art/Kategorie Nominalbetrag Beizulegender Zeitwert Buchwert (sofern vorhanden) in Bilanzposten (sofern in Bilanz erfasst)
TEUR TEUR TEUR
Devisentermingeschäfte GBP Ein- und Verkauf 4.298 4.299 -8 Sonstige Rückstellung (Rückstellung für drohende Verluste)
USD Ein- und Verkauf 31.615 31.677 -175 Sonstige Rückstellung (Rückstellung für drohende Verluste)
Warentermingeschäfte Metall
Einkauf 39.314 38.983
Verkauf 25.422 25.138

Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um Geschäfte in den Währungen US-Dollar (USD) und Britisches Pfund (GBP). Die zum Stichtag nicht realisierten Verluste aus Devisentermingeschäften wurden durch eine entsprechende Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gemäß § 249 Abs. 1 HGB in Höhe von TEUR 8 und TEUR 175 gebildet, nicht realisierte Gewinne aus Devisentermingeschäften wurden aufgrund des Realisationsprinzips gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht berücksichtigt. Für die Bewertung der Devisentermingeschäfte wurde eine Mark-to-Market-Bewertung, berechnet auf Basis des Referenzkurses der Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, zum Bilanzstichtag berücksichtigt.

Bei den Warentermingeschäften handelt es sich um Terminkontrakte an der LME im Rahmen von Metallpreissicherungsgeschäften. Ziel ist die Sicherung der zum Bilanzstichtag vorhandenen Kupfermenge vor zukünftigen volatilen Kupferpreisentwicklungen. Da es sich bei den zugrundeliegenden Geschäften um geschlossene Positionen handelt, ergab sich keine bilanzielle Berücksichtigung. Die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme werden sich voraussichtlich im nachfolgenden Geschäftsjahr 2024 ausgleichen. Die Zeitwerte ermitteln sich als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen Handelspreise an der LME am Bilanzstichtag.

d) Bewertungseinheiten

Bewertungseinheiten wurden für den zukünftigen Absatz und die Beschaffung von Kupfer und sonstigen Metallen gebildet.

Metallpreisrisiko/Portfolio Hedge

Für den zukünftigen Absatz von Metall wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 25.422 und für die zukünftige Beschaffung ein Betrag in Höhe von TEUR 39.314 in die Bewertungseinheit einbezogen. Insgesamt wurde ein Metallpreisrisiko für 3.732 t mittels Warentermingeschäften an der London Metal Exchange (LME) abgesichert.

Aufgrund der systemseitigen Verwaltung der jeweiligen physischen Bezugs- und Absatzgeschäfte (Grundgeschäfte) wurden für deren planbaren Umfang und deren zeitlichen Anfall Bewertungseinheiten gebildet.

e) sonstige Haftungsverhältnisse für eigenen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten innerhalb der KME-Gruppe

Die KME Mansfeld finanziert sich zum Bilanzstichtag zum einen aus einer der KME-Gruppe zur Verfügung stehenden Working-Capital-Kreditlinie von EUR 460 Mio. (Vorjahr: EUR 330 Mio.). Die Working-Capital-Kreditlinie wird durch ein internationales Bankenkonsortium zur Verfügung gestellt. Der Konsortialführer ist die Deutsche Bank AG. Die Kreditlinie hat eine Laufzeit bis November 2025. Die KME SE, die KME Mansfeld und einige weitere Konzerngesellschaften sind Vertragspartner des Kreditvertrags. Im Rahmen dieser Finanzierung haften die beteiligten Gesellschaften gesamtschuldnerisch.

Aufgrund der einheitlichen Konzernfinanzierungsstrategie in der KME-Gruppe und der finanziellen Ausstattung der Gesellschaften wird mit einer Inanspruchnahme der gewährten Garantien und der übrigen Haftungsverhältnisse nicht gerechnet.

Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2023 wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 656 Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beschäftigt.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (einschließlich der Auszubildenden) gliedert sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt auf:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 463 547
Angestellte 193 219
656 766
Auszubildende 56 56
712 822

Organe der Gesellschaft

a) Mitglieder der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Claudio Pinassi, Rosignano Marittimo (LI), Italien, Geschäftsführer, CEO

Herr Kakha Avaliani, 3PA London, Großbritannien, Geschäftsführer, CCO.

Die Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

b) Mitglieder des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr bzw. zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses aus nachfolgenden Personen:

Arbeitgebervertreter

Frau Diva Moriani (Vorsitzende)

Beruf: Stellvertretende Vorsitzende Verwaltungsrat der KME Group S.p.A.

Herr Marco Miniati (stellvertretender Vorsitzender)

Beruf: CAO - geschäftsführender Direktor der KME SE

Herr Pierpaolo Di Fabio

Beruf: CFO - geschäftsführender Direktor der KME SE

Frau Alessandra Pizzuti

Beruf: Anwältin KME Gruppe

Arbeitnehmervertreter

Herr Ronny Wehling

Beruf: Rettungssanitäter

Herr Christian Klopfer

Beruf: Industriemechaniker

Die Bezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 betragen TEUR 23.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der KME SE, Osnabrück, einbezogen. Im Konzernanhang der KME SE erfolgt die Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers. Daher nimmt die KME Mansfeld GmbH die Befreiungsmöglichkeit des § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der KME SE, Osnabrück, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt.

Die KME SE wird in den Konzernabschluss der KME Group S.p.A., Mailand / Italien, einbezogen, welcher den Anforderungen des § 291 Abs. 2 HGB entspricht und als für die KME SE befreiender Konzernabschluss im Unternehmensregister offengelegt wird.

Die KME Mansfeld wird in den Konzernabschluss der Quattroduedue S.p.A., Mailand, Italien, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird beim Milan Chamber of Commerce hinterlegt.

Die Gesellschaft wird in den IFRS-Konzernabschluss der KME Group S.p.A., Mailand/Italien, einbezogen. Der in Englisch übersetzte IFRS-Konzernabschluss der KME Group S.p.A. wird im deutschen Unternehmensregister veröffentlicht. Insoweit unterbleibt die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts der KME Mansfeld GmbH gemäß § 290 i. V. m. § 291 HGB.

Nachtragsbericht

Am 20. Februar unterzeichnete die KME SE ein Business Combination Agreement (BCA) mit der The Paragon Fund III GmbH & Co. KG (Paragon) und der SDCL EDGE Acquisition Corparation (SEDA). Hierbei soll zunächst die gemeinsame Tochtergesellschaft der KME SE Gruppe und Paragon, die cunova GmbH, von der SEDA erworben werden.

In diesem Zusammenhang soll zudem der Geschäftsbereich "Aerospace" der KME Mansfeld GmbH an die cunova GmbH verkauft werden. Der Geschäftsbereich erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 19,0 Mio.

Ergebnisabführung/Verwendung des Ergebnisses

Das sich im Geschäftsjahr ergebende Jahresergebnis in Höhe von TEUR 65.899 wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die KME SE, Osnabrück, abgeführt. Der Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 8.542 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Hettstedt, den 22. März 2024

Claudio Pinassi, Geschäftsführer, CEO

Kakha Avaliani, Geschäftsführer, CCO

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KME Mansfeld GmbH, Hettstedt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KME Mansfeld GmbH, Hettstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der KME Mansfeld GmbH, Hettstedt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt 4 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 22. März 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Schwarz, Wirtschaftsprüfer

Victoria Elwerr, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 354.763,00 710.189,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 166.666,00 206.666,00
521.429,00 916.855,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 11.689.524,04 14.633.921,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.683.898,00 31.699.308,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.529.780,00 5.931.348,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.349.103,74 690.283,33
40.252.305,78 52.954.860,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.099.911,62 31.409,05
2. Beteiligungen 1.641.796,86 1.641.796,86
13.741.708,48 1.673.205,91
54.515.443,26 55.544.921,74
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.610.008,28 13.034.641,73
2. Unfertige Erzeugnisse 24.335.646,28 52.531.463,57
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 15.208.272,69 24.101.657,95
61.153.927,25 89.667.763,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.467.326,21 23.237.747,79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 191.865.936,82 198.170.315,25
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 622.041,07
4. Sonstige Vermögensgegenstände 6.405.503,18 6.037.692,50
207.738.766,21 228.067.796,61
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.462.284,47 11.964.572,73
274.354.977,93 329.700.132,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 246.162,95 379.355,13
329.116.584,14 385.624.409,46

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 38.349.000,00 38.349.000,00
II. Kapitalrücklage 79.000.000,00 79.000.000,00
III. Gewinnvortrag 8.542.069,78 8.542.069,78
125.891.069,78 125.891.069,78
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 114.375,15 29.200,00
2. Sonstige Rückstellungen 9.219.833,04 10.095.702,35
9.334.208,19 10.124.902,35
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.845.937,94 19.059.987,65
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 20.932.496,69 38.580.486,95
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 137.067.860,63 179.548.218,10
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 779.948,65 5.966.776,05
5. Sonstige Verbindlichkeiten 8.265.062,26 6.452.968,58
davon aus Steuern: EUR 571.204,93 (Vorjahr: EUR 2.303.612,01)
193.891.306,17 249.608.437,33
329.116.584,14 385.624.409,46

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 684.923.531,33 814.616.610,76
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -37.100.669,16 32.712.645,90
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 48.685,84
4. Sonstige betriebliche Erträge 16.269.162,16 23.938.943,35
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 12.667.660,30 (Vorjahr: EUR 14.208.206,60)
664.092.024,33 871.316.885,85
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 487.046.371,84 704.106.188,67
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.625.777,59 3.950.855,53
491.672.149,43 708.057.044,20
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 41.663.620,23 44.459.188,87
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.937.463,61 8.687.017,05
davon für Altersversorgung: EUR 46.636,13 (Vorjahr: EUR 94.273,04)
49.601.083,84 53.146.205,92
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.502.557,66 10.521.095,38
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 51.008.923,32 59.437.022,34
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 10.572.479,18 (Vorjahr: EUR 15.986.939,62)
64.307.310,08 40.155.518,01
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.504.973,71 12.147.106,14
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 17.326.187,00 (Vorjahr: EUR 12.120.817,24)
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 2.106.416,23 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.776.767,58 7.326.615,19
davon Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 2.080,00 (Vorjahr: EUR 9.145,87)
davon an verbundene Unternehmen: EUR 3.706.016,90 (Vorjahr: EUR 3.715.488,57)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 29.782,39 -25.887,66
13. Ergebnis nach Steuern 65.899.317,59 45.001.896,62
14. Aufwendungen aus Gewinnabführung 65.899.317,59 45.001.896,62
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Ziele und Strategien

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.3 Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

b) Forschung und Entwicklung

c) Qualitätsmanagement

d) Nachhaltigkeit

3.1 Prognosebericht

3.2 Risikobericht

3.3 Chancenbericht

4. Erklärung zur Unternehmensführung

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Das Kerngeschäft der KME Mansfeld GmbH besteht in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Erzeugnissen aus Kupfer, Kupferlegierungen und weiteren Nichteisen-Metallen.

Die KME Mansfeld GmbH ist einer der größten europäischen Hersteller von Halbzeugen aus Kupfer und Kupferlegierungen, welche an ca. 1.000 Kunden in über 65 Ländern geliefert werden. Wir können auf eine langjährige Erfahrung in der Kupferverarbeitung zurückgreifen.

Wir entwickeln maßgeschneiderte Produktlösungen und Servicekonzepte im Segment der Standardprodukte und nach Kundenwünschen. Dabei verfolgen wir ein nachhaltiges Wachstum und eine nachhaltige Wertsteigerung unseres Unternehmens. Unsere Wettbewerbsstärke ziehen wir aus der Produktentwicklung, dem Marketing und der Technologiekompetenz in den Kernbereichen Schmelzen, Legieren, Gießen, Umformen, Oberflächenbehandlung, Konfektionierung sowie aus unserer Service- und Kundenorientierung.

Als Ausgangsmaterial für unsere Produktpalette setzt die KME Mansfeld GmbH hauptsächlich Kupferkathoden, Kupferschrotte sowie andere Legierungsmetalle ein. Die Realisierung des Kundengeschäftes der KME Mansfeld GmbH erfolgt als Vollgeschäft und zu fast 50 % als Beistellgeschäft, d. h. unsere Kunden bleiben Eigentümer des Metalls und die KME Mansfeld GmbH fungiert als Umarbeiter von Rohmaterial zu Halbzeugen.

Die Produktion gliedert sich, nach der Einbringung des Stangengeschäftes in die Tochtergesellschaft KM Copper Bars GmbH, Hettstedt zu Beginn des II. Quartals 2023, in die zwei operativen Produktionsbereiche Band sowie Bleche & Platten. Die Produktionsbereiche werden von zentralen Vertriebs-, Instandhaltungs-, Dienstleistungs- und Verwaltungsfunktionen unterstützt.

Im Zuge der seit dem Unternehmenserwerb im Frühjahr 2019 weiter fortschreitenden Integration der KME Mansfeld GmbH in die KME Gruppe ist die Produktion und der Verkauf von Produkten der Bereiche Band sowie Bleche & Platten verstärkt für den Konzernbereich ausgerichtet worden.

1.2 Ziele und Strategien

Ziel der Integration in den KME Konzern ist es, die Leistungsfähigkeit der Unternehmen durch die Nutzung von Synergien zu stärken. Die zukünftige Strategie wird darauf ausgerichtet sein, jede der relevanten Werke anhand ihrer spezifischen Produktionsstärken zu differenzieren.

Die weiter fortschreitende Kooperation verschiedener Unternehmen der KME-Gruppe bringt nicht nur für den Standort Hettstedt wesentliche Vorteile, sondern auch für den Markt von Kupferhalbzeugen und damit insbesondere für unsere Kunden. Mit fokussierten Werken in einem starken Produktionsverbund, gebündelter Forschungs- und Entwicklungskompetenz sowie weltweiter Präsenz in allen Märkten ist eine starke Unternehmensgruppe entstanden, die eine führende Rolle im internationalen Wettbewerb spielt.

Im Standort in Hettstedt wird sich künftig auf den Walzbereich für industrielle Anwendungen aus Reinkupferqualitäten konzentriert.

Die Marktposition wird zusätzlich durch weitere Automatisierungen und Produktivitätssteigerungen gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit bei Standard-Produkten verbessert. Entwicklungsprojekte im Bereich der Prozessoptimierung und Produktentwicklungen gemeinsam mit Kunden im Bereich Forschung und Entwicklung sind ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg.

Aufgrund des demographischen Wandels bildet die Schaffung eines attraktiven Arbeitsumfelds zur Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern eine wesentliche Voraussetzung für die Zielerreichung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem Deutschland im Jahr 2022 die unmittelbaren ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie weitgehend überwunden hatte, ist es gemäß dem Jahreswirtschaftsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) für die deutsche Wirtschaft im Laufe des vergangenen Jahres gelungen, Versorgungsengpässe zu vermeiden und auf rückläufige Energiepreise hinzuwirken. Vor dem Hintergrund mittelbarer Folgen der andauernden russischen Aggression gegen die Ukraine, der gestiegenen (Leit-)Zinsen, relativ schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, eines hohen Krankenstands, aber auch zunehmender struktureller Herausforderungen hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent abgenommen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2024 weiterhin mit einem unterdurchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von jahresdurchschnittlich +3,1 Prozent. Erstmals seit Längerem hält der IWF Aufwärts- und Abwärtsrisiken für gleichverteilt. Eine Erholung wird für das Welthandelsvolumen erwartet, von +0,4 Prozent im Jahr 2023 auf +3,3 Prozent im Jahr 2024. Auch wenn dies weiterhin unterhalb des langfristigen Handelswachstums liegt, dürfte die stark in globale Wertschöpfungsketten eingebundene deutsche Wirtschaft hiervon profitieren.

Für das Gesamtjahr 2024 erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 0,7 Prozent. Das BIP-Wachstum im Euro-Raum dürfte in 2024 1,1 % betragen.

Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2024 einen Zuwachs des preisbereinigten BIP um 0,2 Prozent. Der Anstieg der Verbraucherpreise dürfte sich auf 2,8 Prozent verringern.

In ihrer Jahresprojektion teilt die Bundesregierung mit, dass sich zu Beginn des Jahres 2024 die deutsche Volkswirtschaft weiterhin in einem schwierigen Fahrwasser befindet. Die Stimmung in der Wirtschaft, gemessen am ifo Geschäftsklima, dem Einkaufsmanagerindex der Industrie oder dem GfK Konsumklimaindex, liegt zum Jahreswechsel 2023/24 weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Vor allem die wieder steigenden Reallöhne und die robuste Arbeitsmarktentwicklung dürften eine binnenwirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf befördern. Dagegen bleibt die Perspektive für den Außenhandel angesichts vielfältiger geopolitischer Krisen und Spannungen sowie der nachwirkenden, wachstumsdämpfenden Effekte der geldpolitischen Straffungen bei wichtigen Handelspartnern verhalten.

Der Jahreswirtschaftsbericht zeigt Maßnahmen der Bundesregierung in zehn spezifischen Handlungsfeldern auf. Dazu gehört die Stärkung der Investitionstätigkeit; hierfür hat die Bundesregierung unter anderem gezielte steuerliche Anreize für private Investitionen im Rahmen des Wachstumschancengesetzes vorgeschlagen. Zur Unterstützung der Innovationsfähigkeit ist die Stärkung der Forschungszulage vorgesehen. Um technologische Souveränität und wirtschaftliche Resilienz zu unterstützen, fördert die Bundesregierung den Aufbau von Wertschöpfung in Schlüsselbereichen wie Batterien und Halbleitern. Gleichzeitig setzt die Bundesregierung zur Diversifizierung von Handels- und Lieferketten auf breitere Handelsbeziehungen. Für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes stellt die Ausweitung des Angebots erneuerbarer Energien eine zentrale Voraussetzung dar.

Die Preisbildung für Kupfer erfolgt vor allem an der London Metal Exchange (LME), die für die Metallindustrie als weltweite Leitbörse gilt und die u. a. sowohl die physische Abwicklung als auch Kurssicherungsgeschäfte ermöglicht. Der in ihrem Handelsgeschäft gebildete Preis hat Richtfunktion und ist sowohl im Einkauf als auch im Verkauf vertragliche Preisbasis.

Zum Jahresbeginn notierte der Kupferpreis bei 8.400 USD/to. Nach einer Abkehr der chinesischen Führung von ihrer strikten Null-Covid-Strategie stieg der Kupferpreis im Januar auf sein Jahreshoch von 9.550 USD/to an, da mit einer kräftigen Konjunkturerholung gerechnet wurde. Da die erwartete Konjunkturerholung in China jedoch ausblieb und es auch weltweit Konjunktursorgen gab, fiel der Kupferpreis in der Folge bis Oktober auf sein Jahrestief bei 7.850 USD/to. Aufgrund einer steigenden Nachfrage vor allem im wichtigsten Abnehmerland China stieg der Kupferpreis zum Jahresende wieder auf 8.475 USD/to und notierte damit nur etwas höher als zu Jahresbeginn. 1

2.2 Geschäftsverlauf

Der für die Produkte der KME Mansfeld GmbH relevante Absatzmarkt ist im Jahresverlauf der allgemeinen Wirtschaftslage gefolgt. Die avisierten Absatzziele wurden verfehlt und lagen mit einer Absatzmenge (nicht finanzieller Leistungsindikator) von 67 Tausend Tonnen, bereinigt um ausgegliedertes Stangengeschäft, deutlich unter Vorjahresniveau.

1 LME Copper official prices graph

Im Bereich Bleche und Bänder war eine deutliche Minderung der Umsatzerlöse zu verzeichnen war, wobei eine Steigerung im Umarbeitungsgeschäft gegenläufig wirkte. Auch im Metallhandel zeigte sich ein signifikanter Anstieg der Umsatzerlöse. Weiterhin war eine deutliche Steigerung übriger Umsatzerlöse zu verzeichnen, die vornehmlich aus Dienstleistungserbringung gegenüber Firmen am Standort resultieren.

Die vorhandenen Aufträge erfüllen die Produktionskapazitäten nicht vollständig und entsprechende Maßnahmen der Kapazitätsanpassungen sind umgesetzt worden.

Wir erwarten eine temporäre Unterauslastung in durchschnittlicher Höhe von 30%, gehen aber von einer Erholung der Lieferketten im Jahr 2024 aus. Die Marktteilnehmer erwarten einen entsprechenden Anstieg der Bedarfe zur zweiten Hälfte des Jahres.

Im Laufe des Jahres 2023 konnte das Marktsegment "Aerospace" erfolgreich ausgebaut werden. KME liefert hier in nennenswertem Umfang Kupferprodukte für Antriebskomponenten an die Raumfahrtindustrie. Zum weiteren Ausblick wird auf den Nachtragsbericht im Anhang der Gesellschaft verwiesen.

Deutschland hat sich mit ca. 47 % Anteil an unseren Umsatzerlösen als der wichtigste und größte Markt etabliert. Insgesamt war der Umsatz hier um 20 % gegenüber dem Vorjahresniveau gesunken, auch bedingt durch die Ausgliederung des Stangengeschäftes. Dies ist auch Ausdruck zunehmender Integration in die Wertschöpfungskette der KME-Gruppe. In der Europäischen Union (ohne Deutschland) zeigte sich ein Rückgang von ca. 14 %. Außerhalb Europas betrug der Rückgang ca. 10 %, jeweils durch die Ausgliederung des Stangengeschäftes beeinflusst. Als Folge dessen hat der außereuropäische Markt im Vergleich zum deutschen Markt leicht an Bedeutung gewonnen.

2.3 Lage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr von Mio. EUR 814,6 auf Mio. EUR 684,9 abgesunken. Hier wirkte sich im Wesentlichen die Reduzierung der Absatzmenge von 124,9 Tausend Tonnen in 2022 auf 71,9 Tausend Tonnen in 2023 aus. Der Materialaufwand sank dazu jedoch überproportional zu den Umsatzerlösen um 30,6 % auf Mio. EUR 491,7. Im Ergebnis wird ein um Mio. EUR 9,2 höheres Rohergebnis erzielt (Rohergebnis = Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf Mio. EUR 16,3, davon betrugen die Erträge aus Währungsumrechnung Mio. EUR 12,7. Des Weiteren werden in den sonstigen Erträgen, Erträge aus der Auflösung für nicht verbrauchte Rückstellungen von Mio. EUR 0,7 ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 8,4 auf Mio. EUR 51,0 gesunken. Hiervon betrugen die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Mio. EUR 10,6. Die verwendeten Finanzinstrumente wurden zum Stichtag einer Marktbewertung unterzogen. Im Ergebnis wirken sich diese positiv auf das Jahresergebnis aus.

Ein wichtiger finanzieller Leistungsindikator für die Steuerung der KME Mansfeld GmbH innerhalb der konzerninternen Reportingrichtlinien der KME-Gruppe ist die Wertschöpfung FAB (Added Value based on Scorporo). Diese ergibt sich aus dem Umsatz (fakturierter Umsatz abzüglich Aufwendungen für Skonto und Bonus) abzüglich des internen Metallwertes (LME zuzüglich Prämie). Die Veränderung des Added Value im Vorjahresvergleich stellt sich wie folgt dar:

in Mio. EUR 2023 2022 Veränderung
Wertschöpfung (=FAB) 160,3 135,2 18,5 %
Ergebnis vor Steuern (=EBT) 65,9 45,0 46,4 %

Das Ergebnis vor Steuern zeigt sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 20,9 erhöht und liegt bei einem Gewinn von Mio. EUR 65,9. Für diese Entwicklung sind mehrere Faktoren verantwortlich. Das Absinken des Verkaufsvolumens und des damit verbundenen Umsatzes in Verbindung mit einer nachhaltig positiven Preisentwicklung sowie vorteilhaften Produkt- und Kundenmixeffekten konnte die fehlenden Erlöse überkompensieren. Die Wertschöpfung pro Tonne, bereinigt um das im Geschäftsjahr abgegangene margenmindere Stangengeschäft, lag ca. 64,7 % über dem Vorjahresniveau. Ebenfalls haben Kostenanpassungsmaßnahmen geholfen, die Umsatzverluste auszugleichen und zu einem verbesserten Ergebnis beizutragen. Erträge aus abgehendem Anlagevermögen und Anteilsverkäufen wurden in Höhe von insgesamt Mio. EUR 0 (Vorjahr: Mio. EUR 7,6) realisiert. Im Vorjahr war dadurch noch das Ergebnis vor Steuern maßgeblich geprägt. Die Personalkosten wurden unter anderem auch in 2023 durch Tariferhöhung und Sonderzahlungen beeinflusst. Diese konnte aber durch volumenbedingte Personalanpassungen infolge Ausgliederung des Stangengeschäftes kompensiert werden. Der Personalaufwand blieb mit Mio. EUR 49,6 um Mio. EUR 3,5 unter dem Vorjahresniveau.

Zusammenfassend konnte das EBT in 2023 die Erwartungen voll erfüllen. Die Nettowertschöpfung konnte trotz der reduzierten Absatzmenge gegenüber dem Vorjahr um 18,5 % gesteigert werden. Ein leicht sinkender Anteil am EBT ist auf das Zinsergebnis entfallen, maßgeblich geprägt durch das Volumen der Zinserträge, insbesondere im Verbundbereich der KME im Umfang von Mio. EUR 17,3 gegenüber steigenden Finanzierungskosten im Umfang von Mio. EUR 6,4.

b) Finanzlage

Die KME Mansfeld GmbH verfügt über eine darlehensgebundene Finanzierung der Vorräte (Borrowing Base), sowie eine Factoring-Finanzierung, die einen Übergang des Ausfallrisikos der verkauften Forderungen auf den Factor beinhaltet. Die Finanzierungsverträge beinhalten die für ihre Art üblichen Sicherheiten und Regelungen. Die Finanzierungsverträge beinhalten die für ihre Art üblichen Sicherheiten und Regelungen. Die Inanspruchnahme von Letter of Credit zur Einkaufsfinanzierung im Sinne der Verlängerung von Zahlungszielen erhöhte sich volumenbedingt von Mio. EUR 124,5 im Vorjahr auf Mio. EUR 140,4 zum Bilanzstichtag. Demgegenüber steht ein Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Insgesamt konnte die Gesellschaft jederzeit ihrem Finanzbedarf gerecht werden.

Neben dem Bestand an liquiden Mittel steht der Gesellschaft eine Borrowing Base-Finanzierung auf Gruppenebene zur Verfügung. Die für den KME-Konzern insgesamt bestehenden Kreditlinien von Mio. EUR 460 wurden durch KME Mansfeld zum Bilanzstichtag in Höhe von Mio. EUR 146,6 (Vj.: Mio. EUR 143) in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft kann auf eine Factoring-Linie auf Gruppenebene in Höhe von Mio. EUR 226,5 zurückgreifen, hiervon wurden zum Bilanzstichtag Mio. EUR 19,3 in Anspruch genommen. Die Mittelabflüsse aus der im vorstehenden Abschnitt beschriebenen Minderung der Verbindlichkeiten aus Einkaufsfinanzierung (Letter of Credit) wurden konzernintern insbesondere an die KME SE weitergegeben und resultieren in kurzfristigen Forderungen. Hieraus bestehende Mittel dienen der laufenden Finanzierung der Gesellschaft.

Der Umfang der Investitionen im Sachanlagevermögen wurde gegenüber 2022 (Mio. EUR 4,7) auf Mio. EUR 3,5 gemindert. Die durchgeführten Investitionen betrafen dabei sowohl Ersatzinvestitionen als auch Investitionen zur Erhöhung der Fertigungstiefe und der Produktivitätssteigerung sowie Erneuerung der technischen Infrastruktur (Umweltschutzanlagen, IT-Hardware etc.). Demgegenüber standen wesentliche Investitionen in das Finanzanlagevermögen infolge der Ausgliederung des Stangengeschäftes von Mio EUR 12,1.

Das Unternehmen nutzt die Möglichkeiten zur kurz- und langfristigen Finanzierung im Rahmen des zur Verfügung stehenden Finanzierungs-Portfolios. Ein ständiges Monitoring der Liquiditätsposition auf Konzernebene, in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Gesellschaften, stellt eine ausreichende Liquidität sicher. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Liquidität im gesamten Geschäftsjahr 2023 gesichert war und auch für 2024 aufgrund von weiterhin bestehenden Kreditlinien sowie des konzernweiten Cash-Managements keine Liquiditätsprobleme erwartet werden.

c) Vermögenslage

Im Geschäftsjahr verringerte sich das Anlagevermögen um Mio. EUR 1,0. Den im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen von Mio. EUR 15,6 standen Abschreibungen von insgesamt Mio. EUR 7,5 gegenüber. Darüber hinaus wurde das Sachanlagevermögen um Mio. EUR 9,1 insbesondere durch den Abgang des Stangengeschäftes, gemindert, dem steht ein Zugang in den Finanzanlagen von Mio. EUR 12,1 gegenüber.

Die Vorräte fielen um Mio. EUR 28,5 niedriger aus als im vorangegangenen Jahr. Dies ist begründet mit volumenbedingt deutlich verringertem Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen.

Der Bestand der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände hat sich um Mio. EUR 20,3 vermindert. Während sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von Mio. EUR 23,2 auf Mio. EUR 9,5 verringerten, verminderten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von Mio. EUR 198,2 auf Mio. EUR 191,9. Hier spiegelt sich im Wesentlichen die fortschreitende Einbindung der Gesellschaft in die Wertschöpfungskette der KME-Gruppe wider. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen von Mio. EUR 6,0 auf Mio. EUR 6,4 und die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sanken um Mio. EUR 0,6. Der Betrag der Forderungen aus Factoring verringerte sich volumen- und stichtagsbedingt von Mio. EUR 3,7 auf Mio. EUR 1,9.

Zum Bilanzstichtag blieb das Eigenkapital unverändert gegenüber dem Vorjahr. Dies ist begründet durch einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft KME SE.

Im Geschäftsjahr 2023 verminderten sich die gesamten Verbindlichkeiten um Mio. EUR 55,7. Wesentlicher Treiber dafür war eine geringere Lieferantenverbindlichkeit exklusive Kreditlinien in Form von Letter of Credit zur Einkaufsfinanzierung. Weiterhin verminderten sich Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen um Mio. EUR 17,6. Dies ist im Wesentlichen durch volumenbedingt geringere Vorfinanzierung unserer Kunden begründet.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Minderung der Verbindlichkeiten zu einer leichten Erhöhung der Eigenkapitalquote der KME Mansfeld GmbH geführt hat. Die Eigenkapitalquote ist deshalb auf 38,2 % (Vj.: 32,6 %) gestiegen. Das Eigenkapital finanziert sowohl das langfristig gebundene Vermögen als auch Teile des Umlaufvermögens.

2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die organisatorisch und personell weiter fortschreitende Integration des Standortes in Hettstedt in die KME- Gruppe war im Geschäftsjahr 2023 einer der Schwerpunkte im HR-Management. Zum Jahresende waren bei der KME Mansfeld GmbH 679 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 61 Auszubildende, beschäftigt (Vorjahr 851 einschließlich 61 Auszubildende). Die Verringerung der Personalzahlen resultiert aus der Übertragung des Produktionsbereiches Stangen & Profile an die eigenständige Tochtergesellschaft, die KM Copper Bars GmbH zum 1. April 2023. Jede einzelne Mitarbeiterin und jeder einzelne Mitarbeiter der KME Mansfeld GmbH trug mit seinen Ideen und seinem persönlichen Engagement zum Erfolg des Unternehmens bei. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr verfolgte Personalstrategie wurde aus der Unternehmensstrategie der KME Mansfeld GmbH abgeleitet. Die sich ständig wandelnden und steigenden Anforderungen des globalisierten Marktes erfordern eine daran ausgerichtete Personalarbeit und Personalstruktur. Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine der wertvollsten Ressourcen für das Unternehmen.

Mit der Schaffung attraktiver Berufsperspektiven unterstreichen wir unsere Zielsetzung, junge Fachkräfte zu binden und der ständigen Abwanderung aus der Region entgegenzutreten. Für Studentinnen und Studenten unterschiedlichster Fachrichtungen bieten wir vielfältige Möglichkeiten, praktische Erfahrungen zu sammeln. Auch für die zukünftige Entwicklung offeriert die KME Mansfeld GmbH engagierten und motivierten Studenten die Chance eines Traineeprogramms, einer Tätigkeit als Werksstudent oder der Anfertigung praxisbezogener Abschlussarbeiten. Die Gewinnung und Bindung von jungen Fach- und Führungskräften ist ein zentraler Faktor der gegenwärtigen und zukünftigen Personalarbeit der KME Mansfeld GmbH.

Die kontinuierliche und bedarfsgerechte Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein weiterer zentraler Bestandteil unserer Personalpolitik. Schwerpunkte der Weiterbildung waren unter anderem Vertriebs- und Qualitätsschulungen, Spezialisierungslehrgänge für Anwendersoftware, Fremdsprachenausbildungen, die Arbeitssicherheit sowie arbeitsplatz-bezogene Maßnahmen. Durch diese Maßnahmen erlangten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue Kenntnisse und Fähigkeiten für ihre beruflichen Tätigkeiten und erhöhten somit die personengebundenen Wissensbestandteile.

Die Ausbildung ist ein weiterer Schwerpunkt der Personalarbeit in unserem Unternehmen. 61 Auszubildende in unternehmenstypischen Ausbildungsberufen erhielten in 2023 in der modernen Ausbildungsstätte der KME Mansfeld GmbH die Qualifizierung für eine erfolgreiche Zukunft bei uns. Durch Messen, Tag der offenen Tür usw. konnten alle für das zukünftige Geschäftsjahr vorgesehenen Ausbildungsplätze zum Jahresende 2023 besetzt werden.

Bei der KME Mansfeld GmbH ist die Chancengleichheit von Frauen und Männern eine Selbstverständlichkeit. Als Produktionsunternehmen der Kupferhalbzeugindustrie bietet die KME allerdings eine Vielzahl von Arbeitsplätzen, die branchenbedingt mit hohen körperlichen Anforderungen und Schichtarbeit verbunden sind. Erwartungsgemäß bewerben sich Frauen aufgrund dieser Voraussetzungen eher selten. Die Bezahlung für Männer und Frauen richtet sich nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie und ist bei gleicher Einstufung identisch. Das Equal- Pay-Prinzip ist in unserem Unternehmen gelebte Praxis. 1 % unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind teilzeitbeschäftigt, davon sind 5 männlich.

Die Ziele des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in unserem Unternehmen sind ausgerichtet auf das physische Wohlbefinden und ein gutes Arbeitsklima am Arbeitsplatz sowie die Vermeidung von arbeitsbedingten Unfällen und berufsbezogenen Erkrankungen. Um diese Ziele zu erreichen, sind permanente Verbesserungen und stetige Anpassungen in Bezug auf Technik, Organisation und Verhalten erforderlich. Neben dem betrieblichen Gesundheitsmanagement wurden Schwerpunkte auf regelmäßige Sicherheitsbegehungen sowie auf Schichtdialoge zum Arbeitsschutz und zur Arbeitssicherheit gelegt. Hierdurch konnten wir die Belegschaft für diese Themen weiter sensibilisieren und die Anzahl der Arbeitsunfälle auf niedrigem Niveau nahezu halten.

b) Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung sind bei der KME Mansfeld GmbH wesentliche Elemente, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten bzw. Wettbewerbsvorteile auf Basis der Unternehmensstrategie zu erlangen.

Alle Entwicklungsaktivitäten haben das Ziel, die Produkte und deren Eigenschaften im Sinne unserer Kunden weiterzuentwickeln und unsere Fertigungsprozesse unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Ressourcenschonung und Energieeffizienz zu optimieren.

Die in den Produktionsbereichen angesiedelten Entwicklungsprojekte der KME Mansfeld GmbH befassen sich im Wesentlichen mit anwendungsorientierter Forschung und ingenieurtechnischer Entwicklung und konzentrierten sich vordergründig auf Aspekte zur Leistungssteigerung, zur Prozessoptimierung, als auch auf Schwerpunkte zur Technologieentwicklung. Parallel dazu unterstützt die Entwicklungsabteilung auch in beratender Funktion die technologische Weiterentwicklung der unterschiedlichen Fertigungsprozesse, dem bereichsübergreifenden Know-how Transfer, die gezielte Auswahl von Werkstoffen und die Vorbereitung bzw. die verantwortliche Umsetzung von Investitionsvorhaben. Im Berichtsjahr wurden drei Mitarbeiter im Bereich Technologie/Entwicklung beschäftigt. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich insgesamt auf TEUR 503.

Entwicklungsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2023 waren:

Koordinierung und Projektleitung Forschungsprojekt ",H4Cu"

Herstellen von Hohlprofilen über die ASCON-Technologie für die automotive Vorserienentwicklung

"Koordinierung und Projektleitung Forschungsprojekt "PurCo" zur Entwicklung von multifunktionalen Filtern für Metallschmelzen mit TU Freiberg

Förderprojekt zur Dekarbonisierung der Kupferhalbzeugherstellung im Rahmen des Kohleausstiegprogramms.

c) Qualitätsmanagement

Es ist Anspruch der KME Mansfeld GmbH, die Fertigungsprozesse kontinuierlich zu verbessern, um sowohl die wachsenden Anforderungen des Marktes erfüllen zu können als auch unsere Kostenposition und die unserer Kunden gegenüber den Wettbewerbern zu festigen. Wesentliches Ziel ist, mit speziell auf die einzelnen Produktionsbereiche zugeschnittenen Produktionslenkungs- und Steuerungssystemen die Durchlaufzeiten zu verkürzen und dadurch eine höhere Qualität unserer Prozesse sowie neue Lösungen zu erreichen. Dies ermöglicht eine Verbesserung der Flexibilität und Liefertreue gegenüber unseren Kunden.

Die Qualität unserer Produkte ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg unseres Unternehmens. Die KME Mansfeld GmbH hat diesbezüglich einen umfassenden Qualitätsansatz entwickelt, nicht nur um die Qualität ihrer Produkte und Prozesse zu sichern, sondern auch kontinuierlich zu steigern.

Unser Qualitätsmanagementsystem umfasst alle Geschäftsprozesse von der Anfrage bis zur Auslieferung des fertigen Produkts sowie die Abläufe in Service- und Verwaltungsbereichen. Besonderen Wert legen wir dabei auf die Messbarkeit und Transparenz der Qualität. Der Verbesserung der Kundenzufriedenheit als vorrangiges Qualitätsziel messen wir dabei eine besondere Bedeutung bei. Alle Produkte werden nach weltweiten Standards sowie Spezifikationen entsprechend detaillierter Kundenanforderung gefertigt und geprüft, da sie höchsten Anforderungen genügen und sich nicht selten in Extrembereichen beweisen müssen.

Im Jahr 2016 wurde die KME Mansfeld GmbH (damals MKM Mansfelder Kupfer und Messing GmbH) erstmalig nach der Norm ISO/TS 16949:2009 zertifiziert. Bereits seit 1993 besteht die Zertifizierung nach der Norm ISO 9001:2008.

Anfang 2017 wurde die Neuzertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001:2015 und IATF 16949:2016 umgesetzt. Die Anforderungen der neuen Normenfassungen wurden in 2017 bewertet und eingeführt. Ab Oktober 2017 wurde das QM-System voll wirksam implementiert. Sowohl das QM-Handbuch als auch entsprechende Verfahrensanweisungen wurden entsprechend den Anforderungen dieser Normfassungen permanent aktualisiert.

In 2018 fand dazu ein planmäßiges Transition Audit durch die Zertifizierungsgesellschaft LRQA (Lloyd's Register Quality Assurance) statt. Das Audit wurde ohne Abweichungen bestanden, womit die Wirksamkeit des QM-Systems bestätigt wurde.

Im Ergebnis der Neuzertifizierung wurden die Zertifikate nach IATF 16949:2016 und ISO 9001:2015 mit Zertifizierungsdatum 25. September 2018 ausgestellt.

In 2023 fand das planmäßige Überwachungsaudit durch die Zertifizierungsgesellschaft LRQA statt. Das Audit wurde bestanden und die Wirksamkeit des QM-Systems bestätigt. Das für KME Mansfeld wichtigste Qualitätsziel, die Aufrechterhaltung der Zertifizierung, konnte im Jahr 2023 voll umfänglich erfüllt werden. Beide Zertifikate gelten uneingeschränkt bis zum 05. September 2024.

d) Nachhaltigkeit

Die Übernahme von Verantwortung in Hinblick auf Menschen und Umwelt ist eines der Leitprinzipien von KME. Arbeits- und Umweltschutz sind neben Qualität und Kundenorientierung als gleichrangige Werte in der Unternehmenspolitik verankert. Die KME-Gruppe verfügt dafür über ein integriertes Managementsystem, das neben dem Umwelt- und Arbeitsschutz auch das Qualitätsmanagement und den effizienten Einsatz von Materialien und Energie umfasst. Zur kontinuierlichen Verbesserung werden Ziele definiert und deren Erreichung durch Präventionsprogramme vorangetrieben und kontrolliert. Neben den bereits genannten Kennzahlen Strom- und Gasverbrauch wurden im Berichtsjahr weitere eher qualitative Zielsetzungen formuliert. Zusätzlich wurden im Rahmen von zwei Master-Studienarbeiten erste produktgruppenspezifische Carbon Footprints in den Product Unit's (PU's) Strip und KMCB (ehemals PU Bars & Profiles) ermittelt. Diese zu spezifischen Product Carbon Footprints (PCF) weiterzuentwickeln und die PU Sheets & Plates einzubinden, ist ein Schwerpunkt der zukünftigen Tätigkeiten. Das Management ist verantwortlich für die Verbesserung der Arbeitssicherheit, der Gesundheitsvorsorge, des betrieblichen Umweltschutzes und der energiebezogenen Leistung des Unternehmens und wird dabei von allen Mitarbeitern unterstützt. Die gesetzlichen Bestimmungen und behördlichen Auflagen stellen dabei für uns nur Mindestanforderungen dar.

Wir haben uns verpflichtet, unsere AGU-Leistung durch ein integriertes Managementsystem gemäß ISO 14001, ISO 50001, ISO 45001, ISO 9001 und IATF 16949 kontinuierlich zu verbessern. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten planmäßig die Überprüfungsaudits des Umwelt- und Energiemanagementsystems gemäß der Normen DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001 durch die Zertifizierungsgesellschaft LRQA. Hierzu gehören neben dem sparsamen Umgang mit Ressourcen sowie dem Bestreben, die Energieeffizienz unserer Prozesse zu optimieren, auch regelmäßige Überprüfungen und Verbesserungen unserer technischen Einrichtungen zur Vermeidung bzw. Verminderung der Umweltauswirkungen, der Steigerung der Energieeffizienz unserer Verfahren, sowie von Verletzungen oder Erkrankungen. Die finale Zertifizierung gemäß ISO 45001 wurde Ende 2023 begonnen und konnte im Januar 2024 erfolgreich abgeschlossen werden.

Bei der Gestaltung von Unternehmensprozessen und beim Betreiben unserer technischen Anlagen sind wir bestrebt, Material- und Energieverbräuche stetig zu verringern und durch eine optimale Ressourcennutzung den Einsatz der besten verfügbaren Produktionstechnologien und die Anwendung innerbetrieblicher Recyclingmaßnahmen die umwelt- und energiebezogene Leistung unserer Geschäftstätigkeit nachhaltig zu verbessern und den Schutz unserer Mitarbeiter sicher zu stellen. Ferner nutzen wir Möglichkeiten, um Abfälle zu vermeiden, zu vermindern oder wiederzuverwerten. Durch die regelmäßige Ermittlung und Bewertung betrieblicher Aspekte und Kennzahlen und die Ableitung spezifischer Ziele tragen wir unserer Verantwortung im Umgang mit Risiken und natürlichen Ressourcen Rechnung und stellen die Überprüfung der Wirksamkeit unserer Maßnahmen sicher. Kurz- und mittelfristig wollen wir durch Einbindung von erneuerbaren Energien unseren unternehmensbezogenen Carbon Footprint senken und die KME Mansfeld GmbH unabhängiger von den Preisschwankungen auf den Energiemärkten machen. Zusätzlich erarbeiten wir im Rahmen eines Transformationskonzeptes Maßnahmen und Projekte, um die klimapolitischen Ziele einer klimaneutralen Produktion entsprechend den Vorgaben der KME-Gruppe zu erreichen. Deren Umsetzung bilden einen weiteren Schwerpunkt der kommenden Geschäftsjahre.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die in diesem Kapitel getroffenen Aussagen basieren auf unserer Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung am globalen Kupfermarkt. Die Grundlage unserer Einschätzung bilden dabei Analysen von Wirtschaftsforschungsinstituten, Branchenverbänden sowie eigene Marktanalysen. Der von uns betrachtete Prognosezeitraum beträgt ein Jahr.

Der allgemeine konjunkturelle Ausblick für das kommende Jahr ist durch ein schwieriges Marktumfeld und relativ instabile Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Nachdem die Steigerung des Bruttosozialproduktes in 2023 in Europa im langfristigen Vergleich mittelmäßig ausfiel, sind die Vorzeichen für das Jahr 2024 nur geringfügig besser. Nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes wird die deutsche Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 nur um etwa 1% wachsen, in 2023 war sie real um 0,3 % gesunken. Hauptgründe für die allgemeine Lage sind höhere Zinsen als in den Vorjahren, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und instabile Lieferketten. Dazu kommen im deutschen Markt sowohl spezifische und hausgemachte Probleme der Industriepolitik als auch innenpolitische Unsicherheiten im Zuge des jüngsten Bundesverfassungsgerichtsurteils zum Bundeshaushalt, die sich dämpfend auf die Investitionsneigung der Unternehmen auswirken.

Die deutsche Baubranche befindet sich aktuell in einer schwierigen Situation mit negativer Tendenz. Ungünstige Finanzierungsbedingungen für Bauprojekte bremsen weiterhin die Baukonjunktur. Das Bauvolumen 2023 verringerte sich preisbereinigt um gut ein Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Jahr wird ein Rückgang von real 1,5 % prognostiziert. Eine deutliche Entspannung zeigt sich allerdings bei der Preisentwicklung. Die extrem hohe Dynamik hat sich abgeschwächt, so dass der Preisdruck von der Materialseite entfallen ist. Ursächlich dafür sind die weitgehend aufgelösten Materialengpässe.

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe setzte ihren abwärts gerichteten Trend des letzten Quartals 2023 im neuen Jahr fort. Bei den Auftragseingängen der Industrie aus dem Inland deutete sich in zentralen Bereichen zuletzt eine Stabilisierung an; die schwache Auslandsnachfrage, vor allem aus dem Euroraum, belastet aber weiterhin. Mit einer Erholung der Industriekonjunktur ist erst im weiteren Verlauf des Jahres zu rechnen, wenn es zu einer binnenwirtschaftlichen Belebung und wieder anziehenden Exporten kommt.

In Bezug auf unsere spezifische Marktsituation zeigt sich ein vergleichbares Bild. Unsere Kunden haben den Lagerbestand massiv reduziert und somit ihr Working Capital deutlich entlastet. Die erhöhten Zinsen werden wahrscheinlich noch zu weiteren Mengenanpassungen in den Lägern führen, obwohl dies im Widerspruch zu der benötigen Flexibilität in einem volatilen Markt steht.

Die Margenentwicklung ist im Mittelstand tendenziell rückläufig. Das führt auch dazu, dass bewusst Risiken in der Lieferfähigkeit in Kauf genommen werden. Umso mehr wird nun auf eine optimierte, flexible Lieferkette gesetzt, welche die Schwankungen der Nachfrage ausgleichen.

Die leichte Belebung im Auftragseingang und der Anfragetätigkeit zu Beginn des neuen Jahres ist positiv zu sehen und sollte sich - von einem sehr niedrigen Niveau kommend - in den nächsten Monaten fortsetzten. Einen Boom werden wir im Jahr 2024 jedoch nicht verzeichnen, dafür gibt es aktuell keine Signale. Gerade der aufstrebende Bereich der Elektromobilität leidet derzeitig unter einem Entscheidungsstau der Politik. Infrastrukturprojekte und Neuzulassungen sind deutlich unter den Erwartungen geblieben. Die Bauindustrie leidet extrem unter einem Auftragsmangel und erwartet hier kurzfristig keine Besserung.

Insgesamt erwarten wir in 2024 eine Auftragslage mit leicht erhöhten Volumina und einem erneut höherwertigen Produktportfolio mit gestärkten Deckungsbeiträgen pro Einheit. Beim EBITDA und Jahresergebnis rechnen wir für 2024 mit einem vergleichbaren Ergebnis wie im Geschäftsjahr 2023. Allerdings lassen sich nicht alle ergebnisbeeinflussenden Faktoren in ausreichendem Maße prognostizieren. Insbesondere Effekte im Hinblick auf die gesellschaftspolitische Dynamik und daraus erwachsenen Unsicherheiten, zum Beispiel im Hinblick auf das Wachstumschancengesetz, können nicht vollumfassend in unserem Budget berücksichtigt werden.

3.2 Risikobericht

Risiken sind bei der KME Mansfeld GmbH als Ergebnisse unvorteilhafter Ereignisse definiert, die dazu führen können, die Geschäftsentwicklung negativ zu beeinflussen und damit als unerwünschte und ungeplante Ereignisse zu einer Verschlechterung der Geschäftslage führen und sind damit ein integraler Bestandteil der wirtschaftlichen Aktivitäten. Die Risiken sind in einem auf unsere geschäftlichen Aktivitäten abgestimmten Risikomanagementsystem erfasst. Das frühzeitige Erkennen dieser Risiken und die Beobachtung ihrer Entwicklung sind von besonderer Bedeutung.

Das Ziel besteht darin, negative Einflüsse aus dem Eintreten dieser Risiken durch geeignete Gegenmaßnahmen weitestgehend zu begrenzen. Hierzu werden die relevanten Risiken strukturiert erfasst und anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und betriebswirtschaftlichen Bedeutung klassifiziert und bewertet. Bei Bedarf, mindestens aber jährlich erfolgt eine Überprüfung und ggf. Ergänzung und Neubewertung der relevanten Risiken.

Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesse und umfasst alle Geschäftsfelder und Bereiche und unterscheidet die Risiken nach deren Bedeutung in den Unternehmenskernprozessen Versorgung und Produktion, Finanzen und Finanzierung, Absatzsituation der Produkte sowie den Risiken in den Unterstützungsprozessen wie Informations- und Kommunikationstechnik, der Betriebssicherheit, dem Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie dem Personalressort.

Die KME Gruppe hat für die verschiedensten Risiken, die existenzbedrohend sind, Versicherungen abgeschlossen und die KME Mansfeld GmbH weiter integriert.

1) Branchenrisiken

Versorgung und Produktion

Die Versorgung unserer Produktionsanlagen mit Vormaterial und die Verfügbarkeit dieser Anlagen sind für die KME Mansfeld GmbH von größter Bedeutung. Daher werden die Ereignisse, die unsere Produktionsprozesse materiell einschränken, als wesentliche Risiken betrachtet und ihnen wird mit entsprechenden Maßnahmen begegnet.

Die Versorgungssicherheit unseres mengenmäßig wichtigsten Vormaterials Kupferkathoden gewährleisten wir durch Einkaufsverträge mit mehreren Kathodenlieferanten aus unterschiedlichen Ländern. Auf diese Weise ist es uns gelungen, das Risiko von Produktionsbeeinträchtigungen durch mögliche Lieferausfälle bei unseren Kathodenlieferanten auf ein Minimum zu reduzieren.

Einher mit der Versorgungssicherheit geht die Gewährleistung einer hohen Verfügbarkeit unserer Produktionsanlagen. Unterbrechungen im Fertigungsprozess stellen je nach Umfang ein erhebliches wirtschaftliches Risiko für das Unternehmen dar. Die erfolgreiche Umsetzung dieses Zieles und die gleichzeitig hohe Verfügbarkeit der Anlagen erfordern ein gutes Zusammenspiel zwischen Produktion- und Servicebereichen. Zur Abwendung möglicher Störungen des Fertigungsablaufes sind umfangreiche Alarm- und Gefahrenabwehrpläne der KME Mansfeld GmbH vorhanden und unsere Mitarbeiter wurden und werden im Rahmen dieser Pläne durch diesbezügliche Übungen geschult.

Absatz

Es besteht neben dem Versorgungs- und Produktionsrisiko ein Absatzrisiko. Wir beurteilen dieses Risiko als "hoch". Das Substitutionsrisiko hat sich im vergangenen Jahr zwar nicht weiter verschärft, kann aber weiterhin nicht als erledigt angesehen werden. Hinzu kommen die Risiken aus den handelspolitischen Entwicklungen auf dem Weltmarkt sowie weitere Unsicherheiten, welche sich auch weiterhin aus den Auswirkungen des Russland- Ukraine-Konfliktes ergeben und deren Dauer und Intensität weiterhin nicht absehbar sind.

2) Umfeldrisiken

Energie

Durch bestehende bzw. neu abgeschlossene Lieferverträge sichern wir uns gegen zusätzliche Kostenbelastungen und Risiken aufgrund von schwer prognostizierbaren Preisentwicklungen ab. Durch die sich nach wie vor komplex gestaltende Energierechtslage und sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen lassen sich Veränderungen bei Kostentreibern wie der Strom- und Energiesteuer oder den übrigen Netzentgelt-Umlagen nur schwer prognostizieren. Auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in der Fassung 2021 (EEG 2021) wird stromkostenintensiven Unternehmen in Deutschland im Rahmen der besonderen Ausgleichregelung eine Begrenzung der EEG-Umlage gewährt. Die Gesellschaft erfüllt auf Basis der geltenden gesetzlichen Regelungen alle Voraussetzungen und hat diese Begrenzung wie in den Vorjahren auch für das Jahr 2023 beantragt und durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt bekommen. Der von der Bundesregierung für Mitte 2022 avisierte vollständige Entfall der EEG-Umlage wird sich über die für die KME Mansfeld GmbH bestehende Teilbegrenzung hinaus tendenziell positiv auf unsere Energiekosten auswirken. Die Wahrscheinlichkeit einer nachträglichen Rückforderung für in den Vorjahren gewährte EEG-Begrenzung halten wir nach aktuellem Stand für unwahrscheinlich. Da eine solche Rückforderung für die Gesellschaft jedoch eine erhebliche Kostenbelastung darstellen würde, bewerten wir dieses Szenario als mittleres Risiko.

Für die von der KME Mansfeld GmbH betriebenen Produktionsanlagen stellt Elektroenergie einen sehr bedeutsamen Einsatzfaktor dar, dessen Beschaffungskosten die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts entscheidend beeinflussen. Wir verfolgen deshalb grundsätzlich das Ziel, in allen Bereichen und über alle Prozesse die Energieeffizienz zu steigern und die Energiekosten zu begrenzen. Um weitere Energieoptimierungspotenziale zu nutzen, wurde das bestehende Energiemanagementsystem weiter ausgebaut und nach der DIN EN ISO 50001:2018 zertifiziert. Auf der Grundlage einer von der Geschäftsführung bestätigten Energiepolitik wurden strategische und operative Ziele benannt, die in konkreten Projekten umgesetzt werden. Unter Nutzung von Energiekennzahlen steht hier der ständige Verbesserungsprozess im Vordergrund.

Die Medien Elektroenergie und Erdgas werden von der KME Mansfeld GmbH über einen Energiebeschaffungsdienstleister und verschiedene Energieversorger an der Energiehandelsbörse eingekauft. Hier besteht kein gleichzeitiger Absicherungsposten auf der Verkaufsseite.

Durch die langfristige Beschaffung des Gesamtbedarfes Strom für das Jahr 2023 war die KME Mansfeld GmbH gegen die Preissteigerungen am Strommarkt abgesichert, und konnte sogar von den hohen Stromhandelspreisen profitieren. Aufgrund eines geringeren Stromverbrauchs konnten die bereits vertraglich gesicherten Strommengen, welche nicht benötigt wurden, zu höheren Preisen am Markt veräußert und unsere Strombezugskosten verringert werden. Die Anpassungen der staatlich verursachten Netzentgeltumlagen (EEG, KWKG, StromNEV, Offshore-Netzumlage) hatten für die KME Mansfeld GmbH kaum Auswirkungen, da weiterhin durch die Inanspruchnahme der gesetzlichen Ausgleichsregelungen (besonders § 64 EEG) die Kosten begrenzt werden konnten. Die aktuell an den internationalen Energiebörsen für die Folgejahre 2024 ff notierten Terminmarktpreise stellen jedoch für uns als energieintensives Unternehmen ein bedeutendes Risiko weiter steigender Energiekosten dar, die wir in unserer zukünftigen Produktkalkulation berücksichtigen. Mit Einführung des nationalen Brennstoff- Emissionshandels (BEHG) und der damit verbundenen CO 2 -Abgabe auf fossile Brennstoffe (Benzin, Diesel, Erdgas) im Januar 2021 ist in den nächsten Jahren mit steigenden Kosten für Erdgas zu rechnen, da unser Erdgaslieferant, für den vom BEHG betroffenen Anteil unseres Erdgasbedarfs entsprechende CO 2 -Zertifikate erwerben muss. Dies führte für die KME Mansfeld GmbH zu einer erhöhten Kostenbelastung in 2023. Auch im Jahr 2024 steigt die CO 2 -Abgabe nochmals von zuvor 30 Euro/to auf 45 Euro/to. Mit dem Ende der Einführungsphase des BEHG in 2025 ist mit einem Zertifikatspreis von bis zu 65 Euro/to CO 2 zu rechnen. Inwiefern die staatlichen Einnahmen aus dem nationalen Emissionshandel zu einer dauerhaften Senkung der Strompreise führen wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

Im Zuge des "New European Green Deal" der EU-Kommission und der damit verbundenen Verschärfung der europäischen Klimaziele Ende 2020 ist auch in Deutschland mit verstärkten Anstrengungen zur Erreichung der nationalen Klimaziele zu rechnen. Dies wird unmittelbare Auswirkungen auf die derzeitig geltenden Gesetze im Energiebereich haben, da die Reduzierung und Vermeidung von CO 2 -Emissionen stärker in den Fokus rücken wird.

Aufgrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen, der schnellstmöglichen Abkehr von fossilen Brennstoffen in Deutschland und der unsicheren Versorgungssituation im Zuge der aktuellen Sanktionspolitik durch den Krieg in der Ukraine, muss die KME Mansfeld GmbH weiter mit schwer kalkulierbaren Energiekosten und unter Umständen auch mit Einschränkungen des Geschäftsbetriebes rechnen. Die Substitution von Erdgas ist für die KME Mansfeld GmbH hierbei eine der größten Herausforderungen, der sich die Gesellschaft im Rahmen regionaler Projekttätigkeiten aktiv stellt.

3) Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzen und Finanzierung

Metallpreisveränderungen und Währungskursschwankungen stellen ein generelles Risiko beim Metallein- und -verkauf dar. Durch die Absicherung von Termin- und Metallgeschäften wird diesem Risiko bei der KME Mansfeld GmbH entgegengewirkt. Metallüberhänge werden täglich durch Terminkontrakte abgesichert. Gleiches geschieht mit dem Abschluss von Kassa- und Devisentermingeschäften zur Absicherung von Fremdwährungsgeschäften. Sämtliche Sicherungsgeschäfte erfolgen nach festgelegten konzerninternen Regeln, welche ständig den aktuellen Erfordernissen angepasst und ausschließlich mit kompetenten Partnern durchgeführt werden, um das Ausfallrisiko zu reduzieren bzw. erst gar nicht aufkommen zu lassen. Wir schätzen die Auswirkungen dieser Risiken als hoch ein.

Die Finanzierung der KME-Gruppe und damit auch der Gesellschaft hängt von der Einhaltung der laufenden Kreditbedingungen, insbesondere dem Einhalten bestimmter Covenants auf Konzernebene der KME SE ab. Bei einem Verstoß gegen diese Covenants können Kredite fällig gestellt und neu verhandelt werden.

Die Versorgung mit Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres über die KME-Gruppe sichergestellt. Die Gesellschaft verfügt über einen adäquaten Finanzierungsspielraum. Dieser bemisst sich auf Basis der jährlichen Absatz- und Produktionsplanung und der sich daraus unterjährig ergebenden Vorgaben. Ein Abweichen von den Planungsprämissen kann zur Einengung des Liquiditätsspielraumes führen.

Auf der Grundlage unserer Geschäftspolitik werden die in unseren Produkten enthaltenen Metallanteile den Kunden zu im Vorhinein vereinbarten Preisen bzw. zum jeweiligen Marktpreis berechnet. Die im Vorhinein getroffenen Preisvereinbarungen werden auf täglicher Basis grundsätzlich gedeckt. Soweit dieses nicht durch physische Metalleinkäufe möglich ist, werden die offenen Positionen durch entsprechende Terminkontrakte geschlossen.

Ausfälle von ausstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch eine Warenkreditversicherung bzw. andere Sicherungsinstrumente wie beispielsweise Bankgarantien weitestgehend eliminiert.

Kreditrisiken gegenüber Vertragspartnern werden systematisch bei Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Darüber hinaus wird das Kreditrisiko durch geeignete Formen der Besicherung vermindert.

Währungsrisiken werden konzerneinheitlich zunächst aufgrund von natürlich geschlossenen Positionen gegeneinander aufgerechnet, d. h. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in einer bestimmten Fremdwährung werden mit Verbindlichkeiten in derselben Fremdwährung saldiert. Die Differenzbeträge werden grundsätzlich durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Sonstige Risiken

Umweltschutz, Recht und organisatorische Aspekte

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass sich umweltrechtliche oder regulatorische Bestimmungen verschärfen und dadurch entsprechende Kosten entstehen oder es zu Einschränkungen bei der Vermarktung von Produkten kommt. Umweltrisiken, die aus der möglichen Nichteinhaltung von Richtwerten resultieren, können ebenso wie Verstöße gegen Auflagen zu rechtlichen Konsequenzen führen.

Bezüglich der Einhaltung der relevanten Gesetze, Auflagen und Verordnungen aus dem Umweltbereich sind von der Geschäftsführung die entsprechenden Maßnahmen erlassen, welche auch eventuellen Störungen entgegenwirken.

Gesunde und motivierte Mitarbeiter sind ein wesentlicher Schlüssel zu einem erfolgreichen Geschäftsbetrieb. Deshalb besitzen Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge einen hohen Stellenwert. Damit verbunden ist die notwendige Qualifikation der Mitarbeiter über entsprechende Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung.

Wesentliche Risiken sind identifiziert und quantifiziert und werden so weit wie möglich durch entsprechende Maßnahmen beherrscht. Das Unternehmen besitzt für potenzielle Gefahren über bestehende Unternehmensversicherungen diesbezüglich Versicherungsschutz.

Gerichts-, Schieds- und Schadenersatzforderungen, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben können, sind nicht anhängig bzw. angedroht. Für allgemeine rechtliche Risiken wurden angemessene Rückstellungen gebildet.

Gesamtbewertung der Risikolage: Basierend auf den uns zur Verfügung stehenden Informationen kann kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand der KME Mansfeld GmbH zu gefährden. Wir sind überzeugt, dass die KME Mansfeld GmbH mit ihrem Risikomanagementsystem über ein geeignetes System zur Beherrschung der relevanten Risiken verfügt. Im Berichtszeitraum sind keine wesentlichen Risiken eingetreten. Es haben sich keine besonderen strukturellen Veränderungen in den Risiken der KME Mansfeld GmbH ergeben.

3.3 Chancenbericht

Kupfer ist das meistgehandelte und meistgenutzte Industriemetall der Welt und ein weiterer Anstieg der Nachfrage nach Kupfer wird prognostiziert.

Die KME-Gruppe sieht im Kupfermarkt großes Potential aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und weltweiten Vernetzung, der Elektromobilität und des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Mit der kontinuierlichen Erweiterung des Mobilfunkstandards 5G sind erhebliche infrastrukturelle Ausbauten erforderlich, welche positiven Einfluss auf den Bedarf an Kupferkomponenten haben werden. Hybrid- und Elektrofahrzeuge besitzen einen zwei- bis vierfach so hohen Kupferanteil wie konventionelle Fahrzeuge und auch die nötigen Investitionen in die Lade- und Netzinfrastruktur benötigen mehr Kupfer.

Auch Offshore- und Onshore- sowie Photovoltaikanlagen haben einen bis zu neunmal höheren Kupferanteil im Vergleich zur herkömmlichen Erzeugung. Daraus lassen sich weitere Nachfragezuwächse für die nächsten Jahre ableiten. Der Umsatz der globalen Windenergieindustrie für Ausrüstung wie Generatoren, Verkabelung etc. wird weiterhin wachsen. Dabei ist zu beachten, dass die Erzeugung elektrischer Energie mit Wind und Sonne etwa die dreifache Menge an Kupfer zum Einsatz bringt im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung. Einige der bedeutendsten globalen Trends spielen sich in wichtigen Märkten von KME ab, u.a. die Elektrifizierung der Antriebsstränge in der E-Mobilität. Motorisierung und Automation schreiten voran und die Entwicklung neuer Effizienzstandards führt zu einem Mehrbedarf von Kupfer. Außerdem gewinnt der Bereich Smart Home/Elektrotechnik weiter an Bedeutung. Zudem zeigen sich im Wachstumsmarkt "Aerospace" deutlich erhöhte Bedarfe an Kupferprodukten. KME Mansfeld GmbH kann hier von aktuellen Entwicklungen in der Raumfahrtindustrie profitieren.

Die KME Mansfeld GmbH verbessert fortlaufend alle Bereiche in Bezug auf prozessrelevante Unternehmensstrukturen und der damit verbundenen Aufdeckung von Schwachstellen im Produktions- und Verwaltungsablauf. Hierin besteht ein erhebliches Potenzial zur Verbesserung der Produktivität und Effizienz. Die Analyse der Logistikprozesse und deren Optimierung sowie die Realisierung von Synergien im KME Unternehmensverbund birgt ein beachtliches Kosteneinsparungspotenzial.

4. Erklärung zur Unternehmensführung

Mit Gesellschafterbeschluss vom 1. April 2022 wurde für den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung je eine Zielgröße für den Frauenanteil von 33,3 % festgelegt. Der Zeitraum der Umsetzung dieser Zielquoten läuft bis zum 1. April 2027.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 besteht der Aufsichtsrat aus 2 Frauen und 4 Männern, dies entspricht einem Anteil von 33,3 %. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Geschäftsführung von insgesamt zwei Mitgliedern wahrgenommen, der Frauenanteil beträgt 0 %.

Für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung wurden mit Geschäftsführungsbeschluss vom 1. April 2022 Zielquoten für den Frauenanteil von jeweils 20,0 % festgelegt. Der Zeitraum der Umsetzung läuft bis zum 1. April 2027.

Im Geschäftsjahr 2023 betrug die Frauenquote in der ersten Führungsebene nach der Geschäftsführung und in der zweiten nachfolgenden Führungsebene jeweils 0 %.

Dank der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung dankt auch im Namen des Gesellschafters allen Mitarbeitern und Mitarbeiterrinnen, den Arbeitnehmervertretern für die im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit und das erbrachte Engagement bei der Bewältigung der Aufgaben sowie unseren Kunden und Lieferanten für die kooperative Zusammenarbeit.

 

Hettstedt, den 22. März 2024

Claudio Pinassi, Geschäftsführer CEO

Kakha Avaliani, Geschäftsführer CEO

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.