Steinbach & Schäfer Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jannis Herwig Friedag seit 11.5.2021 | Prokura |
Arne Strawe seit 27.7.2018 | Geschäftsführer |
Colin Schlüter seit 13.12.2011 | Geschäftsführer |
Stephan Bayer seit 19.3.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
10 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 10 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
sofatutor GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023sofatutor GmbH der mit Sitz in BerlinGeschäfts- und RahmenbedingungenRechtliche InformationenDie sofatutor GmbH, Berlin, ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Sitz der Gesellschaft ist die Grünberger Straße 54 in 10245 Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter HRB 112531 B. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gesellschaft wurde 2008 gegründet. GeschäftstätigkeitSofatutor ist eine Lernplattform für Schüler von der 1. bis zur 13. Klasse. Der Lernstoff, basierend auf den Lehrplänen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie der USA und Großbritannien, wird durch Erklär- und Übungsvideos vermittelt. Neben Lernvideos bietet sofatutor interaktive Übungen und Arbeitsblätter zum Download an, um das Erlernte zu festigen und die Vorbereitung auf Prüfungen zu unterstützen. Das Unternehmen richtet den Vertrieb seiner Leistungen sowohl an Endkunden als auch an Geschäftskunden sowie öffentliche Auftraggeber. Forschung und EntwicklungDas Unternehmen hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in sein Produktangebot investiert. Ein Hauptaugenmerk lag dabei auf der Entwicklung sowie des Markteintritts eines Produktangebots für die frühkindliche Entwicklung, genannt "sofatutor KIDS" sowie eines kostenpflichtigen Produkts für Lehrer, um Lehrmaterialien im Unterricht anbieten zu können. Weiterhin wurden digital produzierte Lehrinhalte von durchschnittlich 61 Mitarbeitern im Bereich Content eigenproduziert und den Kunden zur Verfügung gestellt. Bilanzseitig macht das Unternehmen weiterhin vom Wahlrecht des Ansatzes selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (interne Aufwendungen sowie Fremdleistungen) Gebrauch. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 3.460 TEUR (Vorjahr: 3.511 TEUR) an Entwicklungskosten aktiviert. Die vorgenommenen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betrugen im Jahr 2023 1.143 TEUR (Vorjahr: 660 TEUR). Die Aufwendungen für die Entwicklung der Lernplattform, wurden wie in den Vorjahren nicht aktiviert. Die dafür angefallenen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betrugen im Jahr 2023 2.332 TEUR (Vorjahr: 2.121 TEUR). WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas Statistische Bundesamt ermittelte im Januar 2024 für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 in Deutschland einen Rückgang in Höhe von 0,3 % ggü. dem Vorjahr1. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geht davon aus, dass das BIP des Jahres 2024 über dem Vorjahresniveau (+1,3 % in Deutschland, 1,5 % im Euroraum YoY) liegen könnte. Obwohl sich die Energieversorgungslage im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat, ist das weltwirtschaftliche Umfeld derzeit mit Blick auf die weiterhin hohe Inflation und die geopolitischen Unsicherheiten weiterhin risikobehaftet2. Die SARS-CoV-2 Pandemie sowie die damit verbundene Digitalisierung von Schülern/Schulen hat die Adoption von Online Education-Lösungen in den Jahren 2020 bis 2022 stark beschleunigt und diese Entwicklung wird nicht mehr rückgängig gemacht werden. Der weltweite, digitale EdTech-Markt 2024 wird auf rund 169,3 Mrd. Euro3 geschätzt. Insbesondere B2C-Geschäftsmodelle sollen hier auch in Zukunft weiterhin stark an Akzeptanz gewinnen. GeschäftsverlaufDie zentralen Leistungsindikatoren sind der Umsatz sowie das Jahresergebnis. Die sofatutor GmbH konnte in Bezug auf die Umsatzerlöse im Jahr 2023 wie geplant ein weiteres Wachstum verzeichnen. Der Umsatz stieg von 28.515 TEUR auf 33.683 TEUR (+18,12 %). Der Endkundenbereich unterliegt weiterhin einem deutlichen Wachstum; das B2B- sowie B2G-Geschäft zeigt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund geringerer Nachfrage rückläufig. Aufgrund der Finanzierung des starken Wachstums und dem Markteintritt in die USA im Geschäftsjahr 2023 und den damit verbundenen hohen Aufwendungen im Personal- sowie Marketingbereich erzielte das Unternehmen ein Jahresergebnis in Höhe von - 840 TEUR (2022: 796 TEUR). Die für 2023 prognostizierten Umsatzerlöse wurden leicht verfehlt, wobei das prognostizierte Jahresergebnis übererfüllt wurde. MitarbeiterentwicklungDas Unternehmen beschäftigte im Jahresdurchschnitt 214 Mitarbeiter (Vorjahr: 208 Mitarbeiter). Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageGegenüber dem Vorjahr hat sich die Gesamtleistung der sofatutor GmbH um 5.334 TEUR verbessert. Dies ist durch die Steigerung der Umsatzerlöse (+5.168 TEUR ggü. Vorjahr) insbesondere im Endkundengeschäft aufgrund von Mengeneffekten zu begründen. Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1.427 TEUR. Der Anstieg des Personalaufwands resultiert aus der Erhöhung des durchschnittlichen Gehalts pro Mitarbeiter, der sich hauptsächlich aufgrund einer Änderung des Abteilungsmix ergibt. Die Steigerung der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+5.289 TEUR ggü. Vorjahr) werden maßgeblich durch Marketingaufwendungen (+3.513 TEUR ggü. Vorjahr) bestimmt. Diese Effekte führen dazu, dass sich das Jahresergebnis von +796 TEUR im Jahr 2022 auf -840 TEUR im aktuellen Geschäftsjahr verschlechtert hat. FinanzlageDer Finanzmittelbestand der sofatutor GmbH ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 427 TEUR auf 5.370 TEUR leicht gesunken. Davon entfällt ein Betrag von EUR 22.568, auf zugriffsbeschränkte Mietkautionen. Die positive geschäftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt und insbesondere die positive Entwicklung von Abonnementbuchungen im Endkundengeschäft führten dazu, dass ein positiver operativer Cashflow (3.046 TEUR, Vorjahr: 3.511 TEUR) erzielt werden konnte. Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten betrug -3.514 TEUR, Finanzierungstätigkeiten wurden nicht unternommen. Die Kapitalrücklage bleibt gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Unternehmen hat zum Stichtag keine Darlehensverbindlichkeiten aufzuweisen. Die Eigenkapital-Quote beträgt 19,21 %. VermögenslageDas Anlagevermögen ist im Geschäftsjahr von 5.897 TEUR auf 8.063 TEUR gestiegen. Dies ist vor allem auf Investitionen in selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte begründet. Das Geschäft schlägt sich in 328 TEUR höheren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (4.447 TEUR per 31.12.2023) und einem um 1.959 TEUR gestiegenen passiven Rechnungsabgrenzungsposten durch die Umsatzrealisierung entsprechend der Laufzeit der Abonnements (13.560 TEUR per 31.12.2023) nieder. Die liquiden Mittel haben sich um 427 TEUR leicht reduziert. Die sonstigen Verbindlichkeiten des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr sanken um 92 TEUR gegenüber dem Vorjahr. Infolge der Aktivierungen von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen sind die passiven latenten Steuern im Geschäftsjahr um 666 TEUR gestiegen. Der Bestand an aktiven latenten Steuern ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Insgesamt ist die Bilanzsumme um 9,55 % auf 22.768 TEUR gewachsen. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtChancenDas Unternehmen hat zum Ende 2022 seinen Markteintritt in Großbritannien sowie in die USA erfolgreich absolviert. Es ist geplant, eine weitere Expansion in diesen Märkten in den kommenden Jahren durchzuführen und dadurch weitere Erlöse zu generieren und so das Unternehmen noch internationaler aufzustellen. Neben der regionalen Erweiterung der Absatzmärkte zielt das Unternehmen darauf ab, im kommenden Geschäftsjahr das bereits in der Vermarktung befindliche frühkindliche Produktangebote im deutschsprachigen Markt weiter zu etablieren, um die Zielgruppe bereits frühzeitig zu erreichen und das Produktangebot nach unten hin abzurunden. Zudem investiert das Unternehmen weiterhin in die Entwicklung von Produkterweiterungen für das Hauptprodukt in den Kernmärkten im deutschsprachigen Raum. Dadurch kann die Attraktivität des Kernprodukts mit dem Ziel der Gewinnung weiterer Marktanteile gesteigert werden. RisikenWie bisher sind die kontinuierliche Überwachung und das Management von Risiken zentrale Aufgaben des Management-Teams der sofatutor GmbH. Es sind Controlling-Instrumente implementiert, die fortlaufend Aufschluss über potenzielle Planabweichungen geben und stetig weiterentwickelt werden. Die folgenden Risiken sind nach der Bedeutung für die Gesellschaft absteigend geordnet. Strategische Risiken entstehen für die sofatutor GmbH aus dem Wettbewerb mit Unternehmen, die Teilleistungen des Produktportfolios der sofatutor GmbH erbringen. Wettbewerber könnten in der Lage sein, Teilleistungen anzubieten, die denen der sofatutor GmbH überlegen sind. Dazu gehören Videoplattformen und andere interaktive Lernplattformen; insbesondere auch, wenn diese von klassischen Schulbuchverlagen gestartet oder unterstützt werden und damit unter Umständen auf inhaltliche und finanzielle Ressourcen zurückgreifen können, die die Möglichkeiten der sofatutor GmbH übersteigen. Dies könnte bei der sofatutor GmbH zu einer geringeren Kundenanzahl führen und somit geringere Umsatzerlöse und ein vermindertes Jahresergebnis zur Folge haben. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt. Markt- und Vertriebsrisiken entstehen aus Preisänderungen in den diversen Marketingkanälen der sofatutor GmbH. Wird der Wettbewerb um Werbeplätze für die Zielgruppen stärker, können die Preise steigen, was zu höheren Akquisekosten führen kann. Daraus könnten erhöhte Aufwendungen resultieren und infolgedessen das Jahresergebnis sinken. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt. Aus der Zusammenarbeit mit diversen externen Dienstleistern in den Bereichen IT und Payment bestehen in diesem Bereich gewisse Abhängigkeiten. Daraus könnten sich beispielsweise durch Konditionsänderungen oder die Beendigung der Zusammenarbeit für die Gesellschaft höhere Aufwendungen als geplant ergeben und dadurch das Jahresergebnis verringern. Entsprechende Vertragsgestaltungen sowie zum Teil Multiple-Sourcing-Strategien sorgen dafür, dass Abhängigkeiten jedoch so gering wie möglich ausfallen bzw. minimiert werden. Das Risiko wird als gering eingeschätzt. Um ihre Dienstleistungen zu erbringen, ist die sofatutor GmbH außerdem auf automatisierte Prozesse angewiesen, deren Zuverlässigkeit von der Funktionsfähigkeit und Stabilität der ihnen zugrunde liegenden technischen Infrastruktur abhängen. Ausgefallene Server können zur (meist kurzfristigen) Nicht-Erreichbarkeit des Leistungsangebots der sofatutor GmbH führen. Die eingesetzten Server sowie die dazugehörige Hard- und Software sind von entscheidender Bedeutung für den erfolgreichen und reibungslosen Verlauf der Geschäftstätigkeit. Die sofatutor GmbH arbeitet durch kontinuierliche Weiterentwicklungen ständig an der Sicherheit ihrer Systeme und ihres Netzwerks. Die bisherigen Maßnahmen (beispielsweise interne Prozesse sowie Auswahl von qualifizierten Dienstleistern) haben sich als wirkungsvoll erwiesen. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass zukünftig Störungen eintreten können. Das Risiko wird daher als gering eingeschätzt. Weiterhin bestehen Ausfallrisiken, d. h. dass eine Partei ihren (monetären) Verpflichtungen gegenüber der sofatutor GmbH nicht nachkommt. Das Management hat hierfür einen Forderungsmanagementprozess implementiert, es ist jedoch davon auszugehen, dass weiterhin insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gewissen Ausfallrisiken unterliegen werden. Das Zahlungsverhalten der Kunden unterliegt einem engen Monitoring. Dennoch könnten sich daraus weitere Zahlungsausfälle ergeben, was zu einem geringeren Jahresergebnis führen könnte. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt. Währungsrisiken bestehen derzeit nach Ansicht der Geschäftsführung nur in sehr geringem Umfang. Bisher bieten nur sofatutor.ch und us.sofatutor.com die Möglichkeit, in Fremdwährung zu zahlen. Allerdings ist der Anteil dieser Kunden noch gering im Vergleich zum auf Euro-Basis abrechnenden Markt. Originäre oder derivative Kurssicherungsgeschäfte werden nicht vorgenommen. Preisänderungsrisiken: Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich aufgrund von Schwankungen Marktpreise ändern und dadurch die Umsatzerlöse negativ beeinflusst werden. Nach derzeitiger Einschätzung der Geschäftsführung bestehen durch die derzeitige Inflation keine wesentlichen Risiken hinsichtlich des Absatzes der Gesellschaft. Daher wird das Risiko von Preisänderungen als sehr gering eingeschätzt Liquiditätsrisiken: Um Liquiditätsrisiken zu begegnen, erfolgen sowohl eine langfristige Liquiditätsplanung als auch eine regelmäßige kurz- sowie mittelfristige Liquiditätsbetrachtung. Die Ziele bestehen darin, eine möglichst genaue und zuverlässige Planung der Zahlungsflüsse zu erreichen und damit die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen sowie die frühzeitige Identifikation möglicher Liquiditätsengpässe, was ein Gegensteuern ermöglicht. Die sofatutor GmbH bilanziert zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 unter Berücksichtigung der prognostizierten operativen Cashflows ausreichende liquide Mittel. Liquiditätsrisiken bestehen generell im Zusammenhang mit der Verfolgung einer Wachstumsstrategie und konkret im Hinblick auf die Abhängigkeit der Erlöse von der Weiterentwicklung der Markt- und Konkurrenzsituation. Die Liquidität wird laufend eng überwacht und prognostiziert. Kurzfristige Budgetanpassungen könnten jederzeit vorgenommen werden. Das Risiko wird als gering eingeschätzt. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden von der Geschäftsführung als gering angesehen, da bei Abschluss eines Abonnements in einem Großteil der Fälle die Leistung für ein gesamtes Jahr im Voraus berechnet wird, sodass mit Ausnahme der Risiken aus allgemeinen Umsatzrückgängen keine oder nur sehr geringe Risiken aus Zahlungsstromschwankungen gesehen werden. Prognose / Voraussichtliche EntwicklungFür 2024 wird ein weiteres Wachstum erwartet. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Nachfrage im Jahr 2024 weiterhin hoch sein wird; weiterhin ist es jedoch schwer abzuschätzen, ob die Skalierung der Umsätze insbesondere in den USA vor dem Hintergrund von Marketingbudgetreduzierungen im nordamerikanischen Markt erreicht werden wird. Die Entwicklung im B2B-/B2G-Geschäft prognostiziert die Geschäftsführung leicht positiv aufgrund von möglichen positiven politischen Rahmenbedingungen. Dadurch wird für das Jahr 2024 insgesamt ein leichter Anstieg der Umsatzerlöse erwartet. Die Gesellschaft strebt nach derzeitiger Planung für 2024 an, nach Steuern, Abschreibungen und Zinsen ein leicht negatives Jahresergebnis zu erreichen, dies ist insbesondere durch die Erhöhung der Marketingbudgets sowie die aufgrund der Umsatzrealisierung zeitverzögerte Erfassung der Absätze zu begründen. Gesamtaussage der GeschäftsführungInsgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Verlauf des Geschäftsjahres 2023 und die wirtschaftliche Lage der sofatutor GmbH als positiv. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Wachstum und leicht negatives, jedoch besser als prognostiziertes Ergebnis erreicht. Auf Basis aktueller Erkenntnisse geht die Geschäftsführung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen über zukünftige Entwicklungen beruhen auf Einschätzungen der Geschäftsführung nach bestem Wissen und Gewissen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses. Die Aussagen sind naturgemäß einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Die tatsächlichen Ergebnisse können daher von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn eine der genannten oder anderen Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.
Berlin, den 6. Dezember 2024 Stephan Bayer, Geschäftsführer Colin Schlüter, Geschäftsführer Arne Strawe, Geschäftsführer 1 DESTATIS: Bruttoinlandsprodukt 2023, Pressemitteilung Nr. 019 2 Sachverständigenrat Wirtschaft: Aktualisierte Konjunkturprognose für 2024 und 2025, veröffentlicht im Frühjahrsgutachten 2024 (März 2024) 3 Statista Meldung zum weltweiten Online Bildungsmarkt BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und der geltenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) erstellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen in § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gesellschaft hat ihren Jahresabschluss unter Zugrundelegung der Going-Concern-Prämisse gemäß § 252 Abs. 1 Nummer 2 HGB aufgestellt. Die Zugänge zum Anlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Das Anlagevermögen, soweit abnutzbar, wurde um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer, in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen, der Vermögensgegenstände bemessen und erfolgten nach der linearen Methode. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Sätze 1 und 2 und Abs. 2a HGB bewertet. Einbeziehungswahlrechte für die Berücksichtigung von den allgemeinen Verwaltungsgemeinkosten wurden ausgeübt. Zu den Entwicklungskosten zählten Kosten, die im Zusammenhang mit der Entwicklung von Lernvideos, Übungen, Lerntexten sowie weiteren Inhalten angefallen sind. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens sowie immaterielle Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens sowie immaterielle Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 251 bis EUR 1.000 wurden im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten aktiviert und über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu den Anschaffungskosten bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zu Nennwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Aktivierung der Forderungsansprüche aus den Abonnementverträgen erfolgt mit Vertragsabschluss, da die Gesellschaft einen Zahlungsanspruch für den gesamten Abonnement-Zeitraum hat. Der Ansatz der Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte zu Nennwerten. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. In Übereinstimmung mit § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden aktive und passive latente Steuern unverrechnet in der Bilanz angesetzt. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus der Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge aus Vorjahren in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung nach § 274 Abs.1 Satz 4 HGB. Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen. Der Steuersatz beträgt 30,18% Die Rückstellungen sind in der Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge angesetzt worden und berücksichtigen sämtliche zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Erläuterungen zur Bilanz AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist, dargestellt. Im Geschäftsjahr wurden die Herstellungskosten für intern produzierte Lernvideos und Übungen als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände im Anlagevermögen aktiviert und über eine Restnutzungsdauer von 7 Jahren abgeschrieben. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus fälligen Beitragsforderungen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Geschäftsjahr Wertberichtigungen in Höhe von EUR 6.534.311 (Vorjahr: EUR 5.557.849) vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Liquide MittelDie liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 auf EUR 5.369.661,68 (Vorjahr: EUR 5.796.919). Davon entfällt ein Betrag von EUR 22.568 auf zugriffsbeschränkte Mietkautionen (im Vorjahr EUR 22.554). Aktive latente Steuern Die sofatutor GmbH hat zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 aktive latente Steuern unter Inanspruchnahme des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe von EUR 4.591.609 (Vorjahr: EUR 4.591.609) aktiviert. Die aktiven latenten Steuern wurden nach § 274 Abs. 1 Satz 4 HGB in Höhe der voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre erwarteten steuerlichen Verlustverrechnung in Höhe des für Kapitalgesellschaften mit Sitz in Berlin geltenden Ertragssteuersatzes von 30,18% gebildet. EigenkapitalGezeichnetes Kapital Das Stammkapital ist zum Bilanzstichtag vollständig eingezahlt. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag EUR 27.317.238 (Vorjahr: EUR 27.317.238). Ausschüttungssperre In Höhe der aktivierten selbst geschaffenen Vermögensgegenstände und der aktiven latenten Steuern besteht gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre. Dies bedeutet, dass Bilanzgewinne und/oder Rücklagen aus dem Eigenkapital nur insoweit an die Gesellschafter ausbezahlt werden dürften, als ein frei für Ausschüttungen zur Verfügung stehendes Eigenkapital noch mindestens dem Betrag der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände von EUR 7.398.515 (Vorjahr: EUR 5.081.833) zuzüglich der aktiven latenten Steuern von EUR 4.591.609 (Vorjahr: EUR 4.591.609) und abzüglich der passiven latenten Steuern von EUR 2.232.502 (Vorjahr: EUR 1.566.475) entsprechen würde. Somit ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von EUR 9.757.622 (Vorjahr: EUR 8.106.968). RückstellungenDie Sonstigen Rückstellungen von EUR 1.050.501 (Vorjahr: EUR 821.032) enthalten im Wesentlichen die zu erwartenden Kosten für noch nicht genommenen Urlaub des Personals sowie Bonuszahlungen in Höhe von EUR 345.778 (Vorjahr: EUR 313.285), Berufsgenossenschaftsbeiträge in Höhe von EUR 13.500 (Vorjahr: EUR 12.000), die Ausgleichsabgabe nach dem Schwerbehindertengesetz in Höhe von EUR 40.320 (Vorjahr: EUR 22.800), ausstehende Aufwandsrechnungen in Höhe von EUR 488.751 (Vorjahr: EUR 309.934) und Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 2023 in Höhe von EUR 64.158 (Vorjahr: EUR 52.750). Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten in Höhe von EUR 94.832 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 197.723 und entfallen vollständig auf Sonstige Verbindlichkeiten. Passive Rechnungsabgrenzungsposten In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag (aktivierte Forderungsansprüche aus den Abonnementverträgen) in Höhe von TEUR 1.443 (Vorjahr: TEUR 2.966) enthalten, für die die Zahlungsverpflichtung nach dem Bilanzstichtag besteht. Passive latente SteuernDie passiven latenten Steuern in Höhe von EUR 2.232.502 (Vorjahr: EUR 1.566.475, Zugang i.H.v. EUR 666.027) betreffen die Abweichung zwischen der Handels- und Steuerbilanz aufgrund der Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände und wurden in Höhe des für Kapitalgesellschaften mit Sitz in Berlin geltenden Ertragssteuersatz von 30,18% gebildet. Entsprechend dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB wurden die aktiven und passiven latenten Steuern unverrechnet angesetzt. Gewinn- und Verlustrechnung Die anderen aktivierten Eigenleistungen von EUR 3.460.013 (Vorjahr: EUR 3.510.897) resultieren aus der Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände. Die Sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 809.446 (Vorjahr: EUR 592.330) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Schadensersatzleistungen von an Kunden weiterberechneten Kosten der Forderungseinziehung EUR 577.012 (Vorjahr: EUR 397.781). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für ausgebuchte Forderungen in Höhe von EUR 2.514.648 (Vorjahr: EUR 2.025.378) sowie Aufwand für Einstellungen in die Wertberichtigungen auf Forderungen von EUR 976.462 (Vorjahr: EUR 873.959). Sonstige AngabenAngaben nach § 264 Abs. 1a HGB
GeschäftsführungDie Geschäftsführung wird durch folgende Personen wahrgenommen:
Herr Bayer, Herr Schlüter und Herr Strawe sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die nach § 285 Nr. 9a HGB geforderte Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wird gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. MitarbeiterIm Geschäftsjahr betrug die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Mitarbeiter:
Bei der Berechnung der durchschnittlichen Zahl der beschäftigten Mitarbeiter wurden die drei Geschäftsführer exkludiert. Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen zum 31.12.2023 folgende sonstigen finanziellen Verpflichtungen (in EUR):
Vorschlag zur ErgebnisverwendungEs wird vorgeschlagen, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 839.777 auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, den 6. Dezember 2024 Stephan Bayer, Geschäftsführer Colin Schlüter, Geschäftsführer Arne Strawe, Geschäftsführer sonstige Berichtsbestandteile
Berlin, 6. Dezember 2024 gez. S. Bayer C. Schlüter A. Strawe Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 13.02.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die sofatutor GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der sofatutor GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der sofatutor GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse § entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und § vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus § identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. § gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. § beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. § ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. § beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. § beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. § führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 27. Januar 2025 Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Ralf Bierent, Wirtschaftsprüfer Danijela Mijatov, Wirtschaftsprüferin |
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