Bostik GmbH
Industriestraße 3, 33829 Borgholzhausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Laetitia Maud Kolb-Garreau seit 8.4.2026 | Geschäftsführer |
Jan-Niklas Dr. Keil seit 8.4.2026 | Prokura |
Dirk Wittkötter seit 5.11.2024 | Prokura |
Wolfgang Schaal seit 15.4.2024 | Geschäftsführer |
Simon Meingast seit 4.4.2024 | Prokura |
Michael Lukas seit 3.1.2024 | Prokura |
Mike Beuhne seit 3.1.2024 | Prokura |
Martin Eing seit 3.1.2024 | Prokura |
Edwin Rogg seit 3.1.2024 | Prokura |
Daniel Kerling seit 2.11.2023 | Prokura |
Dirk Pospischill seit 18.3.2022 | Prokura |
Richard Riepe seit 25.8.2017 | Prokura |
Olaf Memmen seit 10.4.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Arkema Participations | 80.00% |
Arkema France | 20.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bostik GmbHBorgholzhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aufgrund der Verschmelzungen im Geschäftsjahr 2023 ist eine Vergleichbarkeit zu den Vorjahreszahlen nur bedingt möglich. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Bostik GmbH mit Sitz in Borgholzhausen im Handelsregister des Amtsgerichts Gütersloh unter der Nummer HRB 4939 eingetragen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Bostik Technology GmbH mit Sitz in Schwepnitz, die Bostik Aerosols GmbH mit Sitz in Albertshausen und die Fixatti GmbH mit Sitz in Klettgau-Grießen rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf die Bostik GmbH verschmolzen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten aktiviert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, planmäßig linear auf Grundlage der voraussichtlich betrieblichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Immaterielle Vermögensgegenstände wir entgeltlich erworbene Nutzungsrechte von Handelsmarken, Produktrezepturen und das Wettbewerbsverbot werden über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Für übernommene Kundenstämme wird eine Nutzungsdauer von bis zu 15 Jahren angenommen. Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 wurden im Geschäftsjahr 2023 in voller Höhe abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Bei dauerhafter Wertminderung wird eine entsprechende Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Die Kosten der allgemeinen Verwaltung und die Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten abzüglich Wertberichtigungen zur Abdeckung des Kreditrisikos sowie für zu erwartende Skontoabzüge bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angesetzt. Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Als Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Die Posten des Eigenkapitals werden zum Nennwert erfasst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck im Sinne des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) und unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Der zu Grunde gelegte Rechnungszinsfuß für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2022 beträgt 1,83 % (Vj. 1,79 %). Es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Ferner wurden ein Entgelttrend von 3,00 % (Vj. 3,00 %) und ein Rententrend von 2,50 % (Vj. 2,50 %) angenommen. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 143 (Vj. TEUR 639). Der Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre, jedoch keiner Abführungssperre (siehe BFM-Schreiben vom 23. Dezember 2016). Entsprechende versicherungsmathematische Gutachten liegen vor. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeitlaufzeit von über einem Jahr sind mit dem für ihre Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Latente Steuern sind auf Ebene der Gesellschaft aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Gesellschafterin nicht zu bilanzieren. Die Umrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung_mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr erfolgte gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Im Rahmen des 2022 getätigten Asset-Deals in Höhe von TEUR 11.045 zur Übernahme des Ashland Business und der zeitgleichen Anpassung der Transferpreisrichtlinie wurde im Februar 2023 eine Zahlung, die zu nachträglichen Anschaffungskosten für den erworbenen Ashland-Kundenstamm in Höhe von TEUR 27.060 führt, an die Bostik Adhesives Ltd., Stafford/UK, geleistet Die Bostik GmbH hat am 16. Mai 2023 die Polytec PT GmbH mit Sitz in Karlsbad erworben. Bei der Polytec PT GmbH handelt es sich um ein deutsches Unternehmen, das sich auf Klebstoffe für Batterien und Elektronikanwendungen spezialisiert hat. Der Unternehmenserwerb fand am 1. Juni 2023 statt. Angaben zum Anteilsbesitz:
Forderungen Die gesamten Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 19.969 (Vj. TEUR 29.166) und resultieren mit einem Saldo von TEUR 4.085 (Vj. TEUR 24.834) aus dem Verrechnungskonto bzw. Cashpool mit ARKEMA Frankreich, Colombes/Frankreich. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen über TEUR 146 (Vj. TEUR 140) gegen die Gesellschafterin ARKEMA GmbH, davon TEUR 146 aus der Weiterbelastung von Kosten. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 535 (Vj. TEUR 535) und wird zu 100 % von der ARKEMA GmbH, Düsseldorf, gehalten. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Kundenboni in Höhe von TEUR 14.738 (Vj. TEUR 11.141), ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 14.551 (Vj. TEUR 3.964), Personalrückstellungen (Prämien, Jubiläen, Altersteilzeit, Resturlaub, Rentenversicherung, Abfindungen, Berufsgenossenschaft), in Höhe von TEUR 5.325 (Vj. TEUR 3.700) sowie Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.098 (Vj.TEUR 942). Bei den in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Altersteilzeitrückstellungen wurde gemäß § 246 Abs. 2 HGB Deckungsvermögen verrechnet. Die Summe der zu sichernden Wertguthaben beträgt per Jahresende TEUR 329 (Vj. TEUR 140). Die Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert von TEUR 175 (Vj. TEUR 106). Es handelt sich dabei um auf dem Abwicklungskonto hinterlegte Beträge. Verbindlichkeiten
Alle Verbindlichkeiten sind, abgesehen von üblichen Eigentumsvorbehalten, ungesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 63.159 (i. Vj. TEUR 15.551) und gehören mit TEUR 9.012 (i. Vj. TEUR 14.378) zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenüber der Gesellschafterin besteht eine Verbindlichkeit von TEUR 1.377 (i. Vj. TEUR 1.587). Hiervon resultiert ein Betrag von TEUR 27 (i. Vj. TEUR 5) aus Lieferungen und Leistungen. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Zur Entlastung der Liquidität sind Operating-Leasing-Verträge für Kraftfahrzeuge abgeschlossen worden. Den Vorteilen aus nicht gebundenem Kapital stehen Risiken aufgrund der längerfristigen Vertragsbindung entgegen. Die Gesamtheit der Operating-Leasing-Verträge ist in der Aufstellung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen berücksichtigt. Haftungsverhältnisse Aus der Übertragung der Pensionsverpflichtung an die Allianz Pensionsfonds AG, Stuttgart, vom 20. Dezember 2007, haftet die Gesellschaft als bisheriger Schuldner weiterhin gesamtschuldnerisch für die übertragenen Rentenverpflichtungen. Zum Ausgleich einer Unterdeckung des Allianz Pensionsfonds hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2018 eine Ausgleichszahlung von TEUR 159 geleistet. Im Geschäftsjahr 2023 und für die Folgejahre erwartet die Gesellschaft keine Ausgleichszahlungen aus einer Unterdeckung, da die Kriterien und Parameter für eine Unterdeckung derzeit nicht gegeben sind. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Nicht marktübliche Geschäfte Nicht marktübliche Geschäfte gemäß § 285 Nr. 21 HGB wurden nicht getätigt. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von TEUR 160.901.118 (Vj. TEUR 136.729) im Inland und in Höhe von TEUR 82.654.331 (Vj. TEUR 52.475) im Ausland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen TEUR 1.513 (Vj. TEUR 461) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, TEUR 3.140 Erträge aus dem Verkauf von AV (Grundstück Steinbrink) sowie TEUR 467 (Vj. TEUR 199) Erträge aus Entschädigungen enthalten. Bei den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und bei Entschädigungen i.H.v. TEUR 78 handelt es sich um periodenfremde Erträge. Die Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 60 (Vj. TEUR 51). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 51.153 (Vj. TEUR 31.970) und beinhalten im Wesentlichen Kosten der Warenabgabe (Frachten u. Zölle, Lagerkosten, Provisionen) in Höhe von TEUR 11.419 (Vj. TEUR 10.365), Management Fees TEUR 17.608 (Vj. TEUR 9.934), Werbe- u. Reisekosten TEUR 1.665 (Vj. TEUR 2.030), Aufwand für Fremdpersonal TEUR 3.213 (Vj. TEUR 1.140 ), EDV-Kosten TEUR 2.298 (Vj. TEUR 1.784 ), Fahrzeugkosten (Leasing, Reparaturen, Versicherungsprämien) in Höhe von TEUR 1.644 (Vj. TEUR 971 ), Entsorgungs- u. Umweltkosten TEUR 926. (Vj. TEUR 988) und andere sonstige betriebliche Aufwendungen. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen TEUR 115 (Vj. TEUR 64). Aufgrund der Verschmelzung ergab sich zudem ein Verlust in Höhe von TEUR 3.265. Zinsaufwendungen- und Erträge In den Zinsaufwendungen wurde im Geschäftsjahr ein Betrag von TEUR 1.886 (Vj. TEUR 171) berücksichtigt, welcher sich hauptsächlich aus der Auf-/ Abzinsung langfristiger Rückstellungen sowie dem Zinsaufwand der Kontokorrentkonten ergibt. Steuern vom Einkommen und Ertrag Der Ausweis betrifft die Körperschaftsteuerbelastung im Zusammenhang mit der Niederlassung Wöllersdorf in Österreich, sowie vororganschaftliche Vorgänge in Deutschland. Für innerorganschaftliche Sachverhalte in Deutschland fallen aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Arkema GmbH als Organträgerin keine Ertragsteuern auf Ebene der Bostik GmbH an. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 6.898.351,79 (Vj. EUR Jahresüberschuss 1.581.863,55 ) wird im Rahmen des am 17. November 2015 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages von der ARKEMA GmbH, Düsseldorf, ausgeglichen. Sonstige Angaben Geschäftsführung Olaf Memmen, Kaufmann, Bremen Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für Geschäftsführer sind zum 31. Dezember 2023 unter den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von. TEUR 645 ausgewiesen. An ehemalige Geschäftsführer wurden im Geschäftsjahr 2022 Versorgungsbezüge in Höhe von TEUR 37 als betriebliche Altersversorgung ausgezahlt. Beirat Der Beirat besteht aus den folgenden Mitgliedern: Wolfgang Schaal, Köln Piotr Dabrowski, Wroclaw, Dolnoslaskie, Polen Olaf Memmen, Bremen Laetitia Kolb-Garreau, Krefeld Die Beiratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr für ihre Beiratstätigkeit keine Bezüge. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den befreienden Konzernabschluss im Sinne des § 291 HGB der ARKEMA S.A. mit Sitz in Colombes / Frankreich, als höchste Konzernspitze, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Der kleinste Konzernkreis liegt auf Ebene der Arkema GmbH, Düsseldorf, welche jedoch aufgrund der befreienden Wirkung des Konzernabschlusses der ARKEMA S.A. selbst keinen Konzernabschluss aufstellt. Vom deutschen Recht abweichende Wertansätze ergeben sich im französischen Konzernabschluss bei den immateriellen Wirtschaftsgütern, den Pensionsrückstellungen und den latenten Steuern. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung 2023 TEUR 212. Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Steuerberatungsleistungen TEUR 31. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Am 27. März 2024 hat der Vorstand der Bostik-Gruppe die Geschäftsführung der Bostik GmbH über seine Entscheidung informiert, den Standort Schwepnitz bis Ende 2025 im Rahmen einer industriellen Reorganisation innerhalb der Gruppe zu schließen, und sie gebeten, diese Maßnahme entsprechend umzusetzen. Aus Sicht der Geschäftsführung der Bostik GmbH ergibt sich keine Auswirkung auf den Jahresabschluss 2023 und auf die dort dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
Borgholzhausen, 28. März 2024 Bostik GmbH Die Geschäftsführung gez. Olaf Memmen Entwicklung des Anlagevermögens in 2023
Lagebericht zum Jahresabschluss 31. Dezember 20231 Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 ARKEMA weltweit und in Deutschland Als Designer von Materialien und innovativen Lösungen gestaltet die ARKEMA Gruppe Rohstoffe für neue Verwendungszwecke, die zur Leistungssteigerung ihrer Kunden beitragen. In den Geschäftsbereichen Adhesive Solutions, Advanced Materials, Coating Solutions und Intermediates und mit weltweit anerkannten Marken verzeichnete die ARKEMA Gruppe im Jahr 2022 einen Jahresumsatz von 11,55 Mrd. Euro. Dabei wird die ARKEMA Gruppe durch das gemeinsame Engagement ihrer weltweit rund 21.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt und ist in 55 Ländern tätig. In den Forschungszentren in Nordamerika, Frankreich und Asien wird der Schwerpunkt auf Innovationen in den Bereichen Leichtbauwerkstoffe, erneuerbare Rohstoffe, Energieerzeugung und -speicherung, Wasseraufbereitung, Elektronik und Hausisolierung gelegt. Die ARKEMA GmbH stellt zum einen in den eigenen Produktionsniederlassungen chemische Erzeugnisse her, die weltweit direkt oder indirekt über Schwestergesellschaften verkauft werden. Zum anderen betreut ARKEMA GmbH den Vertrieb der von Schwestergesellschaften produzierten Erzeugnisse in Deutschland. Die Faktura der Kunden findet in der Regel direkt bei den Schwestergesellschaften statt, so dass die ARKEMA GmbH in diesen Fällen als Handelsvertreter agiert. Die ARKEMA GmbH ist außerdem Holdinggesellschaft für Gesellschaften der ARKEMA Gruppe. Die ARKEMA GmbH hat die 1,4953% Beteiligung der ARKEMA Participation S.A. an der Bostik GmbH mit notarieller Beurkundung vom 30. März 2023 per Kaufvertrag übernommen und ist nun alleinige Gesellschafterin. 1.2 BOSTIK in Deutschland Die Hauptaktivitäten der Bostik GmbH liegen im Bereich innovativer und nachhaltiger Kleb- und Dichtstoffsysteme für Bau und Industrie. Die umfangreiche Produktpalette für Handel, Handwerk und Industrie wird neben Eigenproduktion in Borgholzhausen, Leer, Wiesmoor, Albertshausen und Schwepnitz von Bostik Schwestergesellschaften in den Niederlanden, Schweden, England, USA und Frankreich komplettiert. Die Verkaufsgebiete umfassen im Wesentlichen Deutschland, Österreich, Schweiz und die Tschechische Republik. Die Bostik GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der ARKEMA GmbH, Düsseldorf. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Bostik Technology GmbH mit Sitz in Schwepnitz, die Bostik Aerosols GmbH mit Sitz in Albertshausen und die Fixatti GmbH mit Sitz in Klettgau-Grießen rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf die Bostik GmbH verschmolzen. Aufgrund der Verschmelzungen sind Vergleiche zum Geschäftsjahr 2022 nur bedingt aussagekräftig. Die Bostik GmbH hat mit Wirkung zum 1. Juni 2023 die Polytec PT GmbH mit Sitz in Karlsbad, die auf die Herstellung von Klebstoffen für Batterien und Elektronikanwendungen spezialisiert ist, erworben. 1.2.1 Produktion Die sechs Produktionsniederlassungen stellen folgende Erzeugnisse her:
Der größte Standort der Gesellschaft ist Borgholzhausen, an dem Kleb- und Dichtstoffe, Spachtelmassen, wasserbasierte Klebstoffe für den Baubereich sowie Produkte für industrielle Kunden hergestellt werden. Am Standort Wiesmoor wurden bis zur Übernahme durch das Werk in Borgholzhausen Spachtelmassen und Epoxidharz-Klebstoffe hergestellt. Am Standort Leer werden wasserbasierte Grundierungen hergestellt. Im Jahr 2021 wurde die Produktion auf bitumenbasierte Beschichtungen, welche im Wesentlichen in denselben Anlagen hergestellt werden, erweitert. Darüber hinaus werden PMB-Produkte aus 25 kg-Säcken in Kleingebinde umgefüllt. Im Jahr 2023 wurde die wasserbasierte Linie sowie die Pressure Pack Linie in Albertshausen automatisiert. In 2023 betrug die produzierte Menge ca. 74.660 Tonnen; ca. 3.459 Tonnen weniger als in 2022. Insbesondere die Mengen im PMB-Bereich verringerten sich aufgrund der Schließung des Standortes Wiesmoor um 3.160 Tonnen. 1.2.2 Personal- und Sozialbereich Die Zahl der zum Jahresende befristet und unbefristet beschäftigten Mitarbeiter inklusive Auszubildende ist, aufgrund der Verschmelzungen, auf 579 (im Vorjahr 438) deutlich angestiegen. Davon entfallen 90 Mitarbeiter auf den Standort Albertshausen (ex-Bostik Aerosols GmbH), 63 auf den Standort Schwepnitz (ex Bostik Technology GmbH) und 25 auf den Standort Klettgau-Grießen (ex-Fixatti GmbH)). Gemäß der Planung des Jahres 2022 sind die Mitarbeiterzahlen der Standorte Borgholzhausen und Leer stabil geblieben. Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2023 9 Ausbildungsplätze besetzt (davon entfällt ein Ausbildungsplatz auf den Standort in Leer). 1.2.3 Corporate Social Responsibility (CSR) Der Vorstandsvorsitzende der ARKEMA-Gruppe hat 2023 eine übergeordnete Charta für gesellschaftliches Engagement definiert. Darauf aufbauend wurden Policies für Gesundheit, Sicherheit, Umwelt und Qualität, Innovation und Wohlbefinden am Arbeitsplatz formuliert. Es ergeben sich für alle Unternehmen der Gruppe 3 übergeordnete Ziele im Sinne unserer Corporate Social Responsibility (CSR): innovative Lösungen für nachhaltige Entwicklung bei unseren Kunden, verantwortungsvolles Management unserer industriellen Aktivitäten sowie ein offener Dialog und enge Beziehungen zu den Stakeholdern. Das Engagement im Bereich CSR wird regelmäßig von außerfinanziellen Rating- Agenturen und unseren Kunden auf der Grundlage von ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Governance) bewertet. Diese Ratings, die vor allem für Investoren relevant sind, bestätigen die Angemessenheit des Engagements und stufen uns als eine der leistungsstärksten Gruppen in unserem Sektor ein. ARKEMA hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, das auf dem SBT-Ansatz (Science Based Target) basiert. Es sieht vor, die Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2) um 48,5% und die Scope-3-Emissionen um 54% im Vergleich zu 2019 bis 2030 zu reduzieren. Bei der ARKEMA GmbH werden sowohl absolute als auch spezifische Indikatoren bezüglich der CO 2 -Emmissionen verfolgt. 1.2.4 Gesundheit, Sicherheit und Umwelt Um unsere wesentlichen Ziele vollständig umsetzen zu können, war eine Neubewertung des Stands der Umsetzung unserer Safety Essentials unerlässlich. Diese Beurteilung machte deutlich, dass der Fokus richtig gesetzt wurde: Neben Arbeitssicherheit und Umweltschutz ist die Prozesssicherheit ein weiteres Unternehmensziel. Der Weltsicherheitstag fand Ende April statt. Die Produktion wurde in einem vorgegebenen Zeitrahmen stillgelegt, um das Thema Sicherheit in den Vordergrund zu rücken. Neben klassischen Arbeitssicherheitsthemen war auch der Gesundheitsschutz Gegenstand des Programms. Das CARE-Programm wurde erfolgreich weitergeführt. Ziel ist es, die Anzahl der geschulten Mitarbeiter sukzessive zu erhöhen. Es fanden umfangreiche Ersthelfer-Schulungen statt, an denen Mitarbeiter aus allen Bereichen teilgenommen haben. Die Schulungen werden nach zwei Jahren erneut angeboten. Das gruppenweite Motto "Sicherheit immer im Sinn" gilt weiterhin. Ein entsprechendes Besuchervideo wurde standortspezifisch erstellt, um auch konzernfremde Personen entsprechend zu sensibilisieren. 1.2.5 Forschung und Entwicklung In der Forschungs- und Entwicklungsorganisation am Standort Borgholzhausen waren per 31. Dezember 2023 18 Mitarbeiter beschäftigt. Forschung und Entwicklung in Borgholzhausen wird in den Technologien Polymer Modified Binders (Spachtelmassen-, Fliesen- und Abdichtungstechnik), Butyl und Butylextrudate, Water Based- sowie Hybrid-Adhesives und Labelingglues durchgeführt. Zudem werden standortübergreifende F&E Aktivitäten für EMEA im Bereich PMB (Lithiumcarbonataustausch) gesteuert. In der Forschungs- und Entwicklungsorganisation am Standort Schwepnitz waren per 31. Dezember 2023 drei Mitarbeiter beschäftigt. Forschung und Entwicklung in Schwepnitz wird in den Technologien Polyurethan-Schäume, PU- Dicht- und Klebstoffe und Silikondichtstoffe durchgeführt. Auf EMEA-Ebene wird eng mit dem R&D Center für Sealing und Bonding in Oosterhout, Niederlande, zusammengearbeitet. 1.3 Rahmenbedingungen 1.3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in der deutschen Wirtschaft verringerte sich in 2023 nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes um 0,3%. Die Entwicklung war geprägt vom weiterhin krisenbedingten Umfeld. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt um 2,0 % deutlich zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel geringere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Die chemische Industrie schaut erneut auf ein schwieriges Jahr zurück. Nach Mitteilung des Verbandes der Chemischen Industrie sank die produzierte Menge in der deutschen Chemischen Industrie (ohne Pharma) um 11%. Mit rund 230 Milliarden Euro lag der Branchenumsatz 12 Prozent niedriger als im Vorjahr. Besonders kräftig fiel der Rückgang im Inlandsgeschäft aus. Die Verkäufe sanken um 16 Prozent auf 86 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz lag mit 144 Milliarden Euro 10 Prozent niedriger als im Vorjahr. Zum Umsatzrückgang haben auch rückläufige Chemikalienpreise beigetragen. Die Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte waren 2023 durchschnittlich rund 1 Prozent günstiger als im Vorjahr. 1.3.2 Entwicklung der Branche Im vergangenen Jahr hatten wir prognostiziert, dass das Jahr 2023 ein durchwachsenes Jahr für die Baubranche werden würde. Herausforderungen wie Baustoffmangel, hohe Baustoffpreise, steigende Zinsen und die damit einhergehende geringere Nachfrage von Bauleistungen sollten die Branche prägen und die Baukonjunktur im Jahr 2023 negativ beeinflussen. Insbesondere im Wohnungsbau sahen die Prognosen für 2023 - trotz ambitionierter Ziele der Bundesregierung - nicht rosig aus und auch ein Rückgang der Anzahl der Beschäftigten wurde erwartet. Doch seitdem ist viel passiert. Wie sich die Baukonjunktur unter Einfluss der politischen und wirtschaftlichen Lage auf das Bauwesen konkret entwickelt hat, lesen Sie im Folgenden. Die reale Entwicklung der Baubranche von Januar bis September 2023 sah wenig rosig aus. Laut Statistischem Bundesamt ergibt sich folgendes Bild: Umsatz im Bauhauptgewerbe, Januar bis September 2023:
Auftragseingang im Bauhauptgewerbe, Januar bis September 2023:
Auch im Jahr 2023 wurde die Bauwirtschaft weiterhin maßgeblich von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und den damit einhergehenden Herausforderungen beeinflusst. Steigende Energiepreise und die zunehmende Inflation verstärkten die bereits angespannte wirtschaftliche Situation. Laut Statistischem Bundesamt fiel die Inflationsrate im November 2023 auf den niedrigsten Stand seit August 2021, bewegt sich aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Verbraucherpreise im November 2023 um 3,2 Prozent, was die anhaltende Tendenz zu einer hohen Inflation in Deutschland seit Juli 2021 unterstreicht. Die weltwirtschaftliche Lage macht eine Planung unmöglich. Die Material- und Energiepreise jagen einen Rekord nach dem anderen. Laut ifo-Institut sind im Oktober 2023 22,2 Prozent der befragten Unternehmen von Stornierungen im Wohnungsbau betroffen. Die Auftragsstornierungen im Wohnungsbau erreichen damit einen neuen Höchststand. "Es wird immer schlimmer, mehr und mehr Projekte scheitern am gestiegenen Zinsniveau und den teuren Baupreisen", so Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. Die Anzahl der Baugenehmigungen geht laut den Angaben des Statistischen Bundesamts drastisch zurück:
Von Januar bis August 2023 wurden 69.100 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum genehmigt - dies entspricht einem Rückgang von 28,3 Prozent. Besonders bemerkbar macht sich der Negativtrend bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Das Ziel der Bundesregierung, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu errichten, wurde bereits 2022 deutlich verfehlt. Laut Destatis wurden 2022 lediglich 295.300 Wohnungen fertiggestellt. Berechnungen des ifo Instituts zufolge kann das Ziel auch 2023 nicht erreicht werden. Das Institut rechnet mit einer Fertigstellung von rund 245.000 Wohnungen. Grund hierfür seien vor allem die "erhebliche Verteuerung der Finanzierung und der Bauleistungen". Im Talk mit ARD-Moderatorin Sandra Maischberger im September 2023 stellte Bauministerin Klara Geywitz klar, dass das Wahlversprechen, 400.000 neue Wohnungen pro Jahr, in dieser Legislaturperiode nicht eingehalten wird (Quelle: WELT). Das Versprechen sei schon von Anfang an sehr ambitioniert gewesen und aufgrund der aktuellen strukturellen Probleme und Zinssteigerungen im Jahr 2023 nicht mehr umsetzbar. 2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.1 Sonstige wichtige Vorgänge Rückwirkend zum 1. Januar 2023 wurden die Gesellschaften Bostik Technology GmbH, Bostik Aerosols GmbH und Fixatti GmbH auf die Bostik GmbH verschmolzen. Es ergab sich ein Verschmelzungsverlust in Höhe von TEUR 3.265, der innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird. Aufgrund der Verschmelzungen sind Vergleiche zum Geschäftsjahr 2022 nur bedingt aussagekräftig. Mit der Gesellschafterin ARKEMA GmbH wurde ein Gewinnabführungsvertrag vereinbart, der seit dem 1. Januar 2016 wirksam ist. Im Zusammenhang mit einer steuerlichen Betriebsprüfung hat die frühere umsatzsteuerliche Organträgerin und Gesellschafterin Total Deutschland GmbH, Berlin, in 2016 Korrekturen bei der Umsatzsteuer für steuerliche Sachverhalte der Jahre 2004 bis 2010 bei der Bostik GmbH vorgenommen und daraus resultierende Zahlungen an die Finanzbehörden getätigt. Eine Anstrengung einer Erstattung durch die Bostik GmbH von Seiten der Total Deutschland GmbH ist bislang nicht erfolgt. Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass Erstattungsansprüche gerechtfertigt sind, da die Total Deutschland GmbH damals umsatzsteuerliche Organträgerin war und somit verantwortlich ist. In diesem Zusammenhang ist daher zum Vorjahresbilanzstichtag sowie zum aktuellen Geschäftsjahresende keine Rückstellungsbildung erfolgt. Im Rahmen des 2022 getätigten Asset-Deals in Höhe von TEUR 11.045 zur Übernahme des Ashland Business und der zeitgleichen Anpassung der Transferpreisrichtlinie der Bostik-Gruppe, hat die Bostik GmbH an die Bostik Adhesives Ltd., Stafford / UK (heute Bostik Ltd.) im Februar 2023 nachträgliche Anschaffungskosten für den erworbenen Kundenstamm in Höhe von TEUR 27.060 geleistet. 2.2 Ertragslage Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 28,8% auf 243.564 TEUR (Vorjahr: 189.201 TEUR, Erhöhung um 18,0%). Die Gesamtleistung stieg somit gegenüber dem Vorjahr um 58.782 TEUR bzw. 31,34% an (Vorjahr: Anstieg um 22.040 TEUR bzw. 13,35%). Die Prognose vom letztem Jahr mit einem konstanten Umsatz ist folgerichtig. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die Verschmelzungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr (1.063 TEUR) um 3.601 TEUR (Vorjahr -4.079 TEUR) auf 4.664 TEUR gestiegen. Aufgrund der Verschmelzungen und teilweise sinkender Rohstoffpreise im Vergleich zum Vorjahr, liegt das Rohergebnis von 95.290 TEUR um 39,41% (Vorjahr -3,3%) über dem Vorjahreswert. Dabei sank die Materialeinsatzquote im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,92% (Vorjahr Anstieg 3,7%). Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 8.528 TEUR (Vorjahr 4.896 TEUR). Dies ist unter anderem mit den Verschmelzungen, in geringem Ausmaß mit den Gehaltssteigerungen sowie der Zuführung einer Rückstellung für Abfindungen zu begründen. Die Abschreibungen erhöhten sich um 5.457 TEUR (231,2%, Vorjahr: Erhöhung um 537 TEUR bzw. 29,5%). Die Erhöhung hängt mit den Verschmelzungen, der Aktivierung industrieller Projekte und der mit den nachträglichen Anschaffungskosten des Ashland-Kundestammes verbundenen Abschreibung zusammen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund der Verschmelzungen um 60% auf 51.153 TEUR (Vorjahr: Reduzierung um 5,8%) gestiegen. Darüber hinaus ist eine Erhöhung der sonstigen Aufwendungen in Zusammenhang mit dem neuen Mietvertrag der Hauptverwaltung und mit gruppeninternen Weiterbelastungen im Rahmen des SAP-Projektes zu begründen. Das Finanzergebnis hat sich aufgrund eines neuen Darlehens für die Polytec PT Akquisition um 1.697 TEUR (Vorjahr 102 TEUR) reduziert. Insgesamt ergibt sich ein negatives Ergebnis vor Steuern und vor Verlustübernahme von 6.784 TEUR. Wir hatten im Vorjahr mit niedrigeren Umsatzerlösen von ca. 182 MEUR und einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von ca. 10,9 MEUR (davon 3,7 MEUR von ex-Ashland) gerechnet. Diese Prognose (vor Verschmelzung) haben wir aufgrund einer geringeren Steigerung der Marge als geplant und aufgrund eines stärkeren Rückgangs des Umsatzes (zurückzuführen auf die schwierige Marktsituation) nicht erreicht. Auf Basis des seit 2016 mit der ARKEMA GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages wird für 2023 ein Verlust von 6.898 TEUR ausgeglichen. 2.3 Finanzlage 2.3.1 Darstellung der Finanzlage Die Bostik GmbH ist im Rahmen eines internationalen Cashpool-Systems in die Finanzierungsstruktur der ARKEMA Gruppe eingebunden. Freie Geldmittel werden bei der Konzernmuttergesellschaft in Frankreich kurzfristig angelegt. Die Eigenkapitalquote hat sich im Geschäftsjahr von 48% (Vorjahr) auf 38% verringert. Die Gesellschaft finanziert sich über ihren Cashflow bzw. zeitweise über kurzfristig von der Muttergesellschaft bereitgestellte Finanzmittel, um ggf. längere Zahlungsziele an Kunden zu überbrücken und benötigt somit keine externe Fremdfinanzierung. Im Rahmen der Polytec PT Akquisition hat Bostik GmbH ein langfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 53.000 mit ARKEMA France, Colombes/Frankreich, abgeschlossen. Das Kontokorrentguthaben ist mit 4.272 TEUR (Vorjahr 26.234 TEUR) im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das Guthaben setzt sich aus 4.085 TEUR (Vorjahr 24.834 TEUR) Cashpool-Guthaben und 187 TEUR (Vorjahr 1.400 TEUR) Bankguthaben zusammen. 2.3.2 Investitionen Im Januar 2023 wurde am Standort Borgholzhausen die Automatisierung unserer Abfülltechnik und Palettierung im Bereich WBA/MS-Liquid in Betrieb genommen. Hierdurch wurde die Produktionskapazität der Bereiche MS-Liquid und WBA deutlich gesteigert. Die Anlage wurde zudem im März um eine weitere automatische Beutelabfüllanlage erweitert, um auch hier die Kapazität zu erhöhen und diese Verpackungsform auch für neue Produkte anbieten zu können. Am Standort Schwepnitz wurde im Mai eine Automatisierung der Pressure-Pack- Produktionslinie in Betrieb genommen. Durch dieses Projekt konnte der Verpackungsaufwand an der Linie deutlich reduziert und die Produktivität gesteigert werden. Durch die Installation einer Photovoltaikanlage am Standort Albertshausen im Mai 2023 konnten nicht nur die Kosten für Energie am Standort gesenkt werden, sondern es wird durch eine Einsparung von 60 t CO 2 pro Jahr im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung auch ein substanzieller Beitrag zur Verringerung der Umweltbelastung geleistet. Das Projekt zur Erneuerung der Gastanks erlaubt es, den Betrieb sicher für die Zukunft aufzustellen. In diesem Zusammenhang wurde die komplette unterirdische Gastankanlage erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Aufgrund von nicht vorhersehbaren Erschwernissen verlängerte sich die Umsetzung des Projektes. Im November 2023 konnte die neue Gastankanlage jedoch erfolgreich abgenommen und in Betrieb genommen werden. Des Weiteren wurde im Jahr 2023 die Zusammenlegung unserer Aktivitäten am Standort Borgholzhausen und die Verschmelzung zur Bostik GmbH umgesetzt. In diesem Zusammenhang wurden die an unser bestehendes Gelände in Borgholzhausen angrenzenden Grundstücke Industriestraße 9 und Industriestraße 11 übernommen. Im Juni wurde dann die Produktion unserer Epoxidharz- Klebstoffe, welche bisher in unserem Werk in Wiesmoor stattfand, in Borgholzhausen in Betrieb genommen. Im September folgte der Start der Produktion auf der Pulver-Spezial Anlage, welche bisher ebenfalls in Wiesmoor stattgefunden hat. Innerhalb von Borgholzhausen wurden zudem die Extrusionsanlagen, welche bisher an unserem Standort am Steinbrink in Borgholzhausen angesiedelt waren, in die neue Produktionshalle an der Industriestraße 11 verlagert. Parallel wurden alle Büroarbeitsplätze von unseren Standorten "An der Bundesstraße 16" und "Steinbrink 11" in das neue Verwaltungsgebäude an der Industriestraße 11 umgezogen. Im Oktober fand zudem die Zusammenführung und Vereinheitlichung der Produktionsysteme der bisherigen Bostik GmbH mit den Firmen Bostik Technology GmbH in Schwepnitz, Bostik Aerosols GmbH in Albertshausen und Fixatti GmbH in Klettgau-Grießen zur Bostik GmbH mit Hauptsitz an der Industriestraße 3-11 in Borgholzhausen durch die Einführung eines neuen globalen SAP-Systems an allen Standorten statt. Dies ermöglicht in Zukunft eine einheitliche Berichtserstellung für alle Aktivitäten der Betriebe. Verschiedene weitere Investitionen betrafen im Wesentlichen Verbesserungen im Bereich Umwelt und Sicherheit, die Erneuerung und Verbesserung der vorhandenen Automatisierungstechnik, die Effizienzsteigerung in Produktions- und Verwaltungsbereichen und Ersatzinvestitionen in kritischen Bereichen. 2.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme von 200.190 TEUR (Vorjahr 105.247 TEUR) hat sich um 94.943 TEUR erhöht. Die Summe der immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen ist im Wesentlichen durch die nachträglichen Anschaffungskosten des Ashland-Kundenstammes um 23.056 TEUR (Vorjahr 11.827 TEUR) gestiegen. Nach der Verschmelzung der Fixatti GmbH und der Akquisition der Anteile von Polytec PT GmbH sind die Anteile an verbundenen Unternehmen von 11.814 TEUR (Vorjahr) auf 55.120 TEUR gestiegen. Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr im Bereich der Vorräte um 10.839 TEUR (Vorjahr Rückgang um 5.719 TEUR) erhöht. Die Forderungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 1.041 TEUR (Vorjahr Rückgang um 3.759 TEUR) erhöht. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen ergab sich einen Anstieg um 5.285 TEUR (Vorjahr 1.003 TEUR). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind um 214 TEUR (Vorjahr 1.798 TEUR) gestiegen. Im Bereich der sonstigen Rückstellungen ergab sich eine Erhöhung um 15.976 TEUR (Vorjahr 2.170 TEUR), die im Wesentlichen auf die Verschmelzungen und Optimierungsmaßnahmen zurückzuführen ist. Die Forderungen aus Ergebnisabführung an die Gesellschafterin ARKEMA GmbH wird in Höhe von 6.898 TEUR (Vorjahr Verbindlichkeit 6.408 TEUR) unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. 2.5 Gesamtaussage Aufgrund der schwierigen Marktsituation im Baubereich und teilweise im Industriebereich wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Verlust erwirtschaftet. Der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung beläuft sich auf 6.898 TEUR und liegt damit 8.480 TEUR unter dem Vorjahreswert (Jahresüberschuss 1.582 TEUR). 3 Chancen- und Risikobericht Interne Kontroll- und Risikomanagementsysteme zur Vermeidung möglicher Risiken sind sowohl auf Gruppenebene als auch auf Ebene unserer Gesellschaft etabliert und werden regelmäßig aktualisiert. 3.1 Wirtschaftliche Chancen und Risiken Wesentliche positive oder negative Einflüsse auf den Abnehmermärkten, insbesondere wegen der derzeitig generellen Unsicherheit über die künftige konjunkturelle Entwicklung, sind schwer abzuschätzen. Aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der Einbindung der Gesellschaft über den Cashpool in den Konzernkreis der Muttergesellschaft ist der Fortbestand des Unternehmens gesichert. Als Produzent von chemischen Produkten ist die Bostik GmbH den branchenüblichen Chancen und Risiken auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten ausgesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden im Wesentlichen innerhalb der Gruppe gesichert, so dass hieraus für die Bostik GmbH keine wesentlichen Risiken entstehen. Risiken aus den immer noch gestörten Lieferketten und der Energiepreissituation werden regelmäßig analysiert. 3.2 Rechtliche Risiken Im Zusammenhang mit einer steuerlichen Betriebsprüfung hat die frühere umsatzsteuerliche Organträgerin und Gesellschafterin Total Deutschland GmbH Korrekturen bei der Umsatzsteuer für die Jahre 2004 bis 2010 vorgenommen und daraus resultierende Zahlungen an die Finanzbehörden getätigt. Inwieweit Total eine Erstattung von Bostik GmbH anstrengen wird, ist derzeit nicht absehbar. Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass solche Ansprüche nicht gerechtfertigt wären und hat deswegen hierfür keine Rückstellung gebildet. 3.3 Sonstige Risiken Die für die Bostik GmbH als Produzent chemischer Erzeugnisse bestehenden und vorhersehbaren Risiken in den Bereichen Produkthaftung, Umweltschutz, Kreditrisiko und anderer Schadensfälle wurden und werden durch die abgeschlossenen branchenüblichen Versicherungen deutlich reduziert. 4 Prognosebericht Explodierende Baustoffpreise, knappes Baumaterial, Fachkräftemangel und eine hohe Inflation - die unsichere weltwirtschaftliche Lage macht eine genaue Konjunkturprognose für die Bauwirtschaft im Jahr 2024 schwierig. Seit Anfang 2022 gibt es das "Bündnis bezahlbarer Wohnraum" als Projekt der Ampel-Koalition. Am 25. September 2023 fand der zweite Bündnistag statt, der den Bericht "Maßnahmen der Bundesregierung für zusätzliche Investitionen in den Bau von bezahlbarem und klimagerechtem Wohnraum und zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft" hervorbrachte. Hier sind einige der dort festgehaltenen Maßnahmen: Für den sozialen Wohnungsbau sollen den Ländern von 2022 bis 2027 Programmmittel in Höhe von insgesamt 18,15 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Nachhaltiges Bauen soll in den Fokus rücken. Dabei wird der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes hinsichtlich des CO 2 -Ausstoßes für Baumaterialien, Flächen und Energie betrachtet. Für den Umbau von Gewerbeimmobilien zu Wohnraum sollen 2024 und 2025 insgesamt 480 Millionen Euro Programmmittel im Rahmen eines neuen KfW-Förderprogramms bereitgestellt werden. Die Heizwende soll vorangetrieben werden, indem Hauseigentümer beim Einbau neuer, klimafreundlicher Heizungsanlagen durch die BEG-Sanierungsförderung finanziell unterstützt werden. Für das serielle und modulare Bauen sollen in Zukunft einmal erteilte Typengenehmigungen bundesweit gelten. All diese Maßnahmen sollen das große Ziel, 400.000 Wohnungen pro Jahr fertigzustellen, unterstützen. Verschiedene Prognosen zeigen allerdings, dass dieses Ziel in naher Zukunft nicht erreicht werden wird: Für 2023 erwartet der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) die Fertigstellung von 271.000 Wohneinheiten. Im Jahr 2024 rechnet der Verband nach den derzeitigen Investitionsbedingungen nur noch mit der Fertigstellung von 235.000 Wohnungen. Das ifo Institut prognostiziert sogar noch niedrigere Zahlen: Seinen Berechnungen zufolge werden 2024 lediglich 210.000 Wohnungen fertiggestellt. Für das Jahr 2025 rechnet es mit einer Fertigstellung von rund 175.000 Wohnungen in neuen Wohngebäuden. Am 6. Dezember 2023 verkündete der ZDB seine Prognosen für die Bauwirtschaft im Jahr 2024. 2024 soll der Umsatz laut ZDB im Bauhauptgewerbe real um 3 Prozent sinken. Der nominale Umsatz von 162,5 Milliarden Euro im Jahr 2023 soll im Jahr 2024 auf 154,4 Milliarden Euro fallen. 2024 soll außerdem die Anzahl der Beschäftigten um ganze 30.000 Mitarbeitende deutlich sinken. Das hätte zur Folge, dass die Anzahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe unter die Marke von 900.000 Beschäftigten fallen würde. Laut ZDB leide insbesondere der Wohnungsbau unter den weltwirtschaftlichen Folgen und verzeichne seit einem Jahr einen permanenten Auftragsrückgang, welcher sich auch 2024 nicht dem Ende zuneigt. Im Bereich Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau hingegen ist 2024 insgesamt mit einer leicht aufsteigenden Tendenz zu rechnen. Folgende Entwicklung sieht der Verband voraus: Realer Umsatz im Wohnungsbau: 2023: -10,6 Prozent 2024: -13,3 Prozent Realer Umsatz im Wirtschaftsbau: 2023: -2,0 Prozent 2024: +2,7 Prozent Realer Umsatz im öffentlichen Bau: 2023: -1,8 Prozent 2024: +2,7 Prozent Schubert-Raab, Präsident des ZDB, fordert die Bundesregierung auf, für das kommende Jahr 2024 schnell Planungssicherheit zu schaffen. Seine Forderungen konzentriert sich besonders auf die Sicherstellung der Budgetierung für Schlüsselbereiche wie Wohnungsbau, Infrastruktur sowie Klima- und Energiewende. Außerdem fordert er: "Wir brauchen zügig grünes Licht für die Investitionen und Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld ab April 2024, um die Beschäftigten halten zu können. Insgesamt brauchen wir eine Wirtschaftspolitik, die für vernünftige und verlässliche Rahmenbedingungen sorgt. Dazu gehören auch konkurrenzfähige Steuern, eine Abgabenlast von maximal 40 % und wettbewerbsfähige Energiepreise." Baustoffmangel, hohe Baustoffpreise, steigende Zinsen, die damit einhergehende geringere Nachfrage von Bauleistungen und vieles mehr wirkt sich negativ auf die Baukonjunktur im Jahr 2024 in Deutschland aus. Insbesondere im Wohnungsbau sind - trotz ambitionierter Ziele der Bundesregierung - die Prognosen für das kommende Jahr nicht rosig. Zudem wird ein deutlicher Rückgang der Anzahl der Beschäftigten erwartet. Insgesamt rechnen wir auf Basis dieser Prognosen für 2024 mit leicht wachsenden Umsatzerlösen von insgesamt ca. 250 MEUR. Für 2024 erwarten wir einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von ca. 15,5 MEUR. Diese Verbesserung soll im Wesentlichen durch eine Margenverbesserung und Fixkostenkontrolle erzielt werden. Es ist geplant, das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens im Jahr 2024 konstant zu halten. Beim nichtfinanziellen Leistungsindikator, der Unfallrate, ist das Ziel der Gesellschaft, eine Unfallrate von unter 1,5 für 2024 zu erreichen.
Borgholzhausen, 28. März 2024 Bostik GmbH Die Geschäftsführung gez. Olaf Memmen BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bostik GmbH, Borgholzhausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 9. April 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
gez. Dirk Jessen, Wirtschaftsprüfer gez. Nathalie M. Schucht-Funk, Wirtschaftsprüfer/in Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde 12.06.2024 festgestellt. |
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