Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 22415
Eingetragen
24.8.2015
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Die Verwaltung von Beteiligungen an Gesellschaften und anderen Vermögensgegenständen, insbesondere die Übernahme der Geschäftsführung als persönlich haftende Gesellschafterin der Otto Duffner GmbH & Co. KG (Hauptgesellschaft). Gegenstand der Hauptgesellschaft ist das Halten und Verwalten von Beteiligungen an verbundenen Unternehmen mit dem Ziel der Einflussnahme auf die geschäftliche Entwicklung, die Erbringung von Geschäftsführungsleistungen, Verwaltungsund Buchhaltungsleistungen, Vermietung und Verpachtung von eigenem Anlagevermögen, insbesondere Betriebsund Geschäftsausstattungen. Gegenstand der Hauptgesellschaft ist darüber hinaus die mittelbare oder unmittelbare Entwicklung und Produktion, der Vertrieb von und der Handel mit Hauskommunikationsanlagen, Gebäudeautomatisierungs- und Telekommunikationssystemen aller Art, insbesondere Türcontrolsystemen sowie die Erbringung umfassender Serviceleistungen hierfür (insbesondere Planung, Errichtung und Wartung derartiger Anlagen).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Otto Duffner
seit 14.10.2015
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Otto Duffner Verwaltungs-GmbH

Genthin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzern-Lagebericht

der Otto Duffner Verwaltungs-GmbH

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell des Konzerns

Die Geschäftstätigkeit der Otto Duffner Group besteht in der Entwicklung, Produktion und Vermarktung innovativer Produkte und Anwendungslösungen für die moderne Gebäudekommunikation und Systemtechnik in Wohn- und Gewerbegebäuden.

Basierend auf dem Kerngeschäft der Tür- und Gebäudekommunikation bieten die TCS-Gesellschaften integrierte Teil- und Gesamtlösungen für die Automatisierung, Zutrittskontrolle, Überwachung sowie Information und Sicherheit in Wohnhäusern, Wohnanlagen und gewerblich genutzten Gebäuden.

Darüber hinaus werden Design- und Projektierungsleistungen für Architekten, Planer, Vertriebspartner sowie Errichter angeboten. Mit einem weiterführenden Serviceangebot für Betreiber, Nutzer, Systemintegratoren und Elektroinstallateure wird das Leistungsangebot stetig erweitert.

Die Produktion erfolgt hauptsächlich an zwei Standorten in Deutschland sowie in Shanghai/China.

Bei der TCS Asia in Hong Kong ruht die Geschäftstätigkeit seit September 2021. Im Geschäftsjahr einigten sich die Anteilseigner darauf, dass die Gesellschaft weder verkauft noch fortgeführt werden soll, sondern die Löschung dieser Legal Entity angestrebt wird. Die noch zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel der Gesellschaft sollen für entstehende Abwicklungskosten aufgewendet werden. Deshalb wurde die TCS Asia im Januar 2022 aus dem Konzernkreis der Otto Duffner Group entkonsolidiert und ist nicht mehr Teil des Konzernabschlusses 2022. Aufgrund der Unwesentlichkeit der TCS Asia besteht die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses zum Vorjahr jedoch weiterhin.

2. Forschung und Entwicklung

Die Otto Duffner Group betreibt die Neu- und Weiterentwicklung ihrer Produkte mit eigenen Mitarbeitern unter der Leitung der TCS TürControlSysteme AG und in Abstimmung mit OEM/ODM Partnern. Im Bedarfsfall werden zusätzlich externe Dienstleister und Entwicklungspartner eingebunden. Insgesamt ist der Aufwand für die Entwicklung mit dem Zugang der immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1.417 TEUR (Vorjahr (Vj.) 1.097 TEUR) abgebildet.

Die Produktentwicklungen im Jahr 2022 unterlagen weiterhin der umfangreichen Digitalisierung der gesamten Produktpalette für die Gebäudekommunikation- und Gebäudesystemtechnik. Einen Schwerpunkt bildete hierbei weiterhin die Cloud und App -Entwicklung für die digitale und mobile Gebäudekommunikation. Weiterhin wurde sowohl die Entwicklung von Hard- und Softwareplattformen für IP-Produkte als auch die Integration von IP-Telefonie und mobile Endgeräten für der Tür- und Gebäudekommunikation fokussiert.

Die kontinuierliche Weiterführung der bewährten und im Markt eingeführten Produktpalette für Neubau und Renovation sowie die Gewährleistung des Ersatzbedarfes für die millionenfach eingesetzter TCS Produkte schafft Wettbewerbsvorteile. Die Erweiterung der Anwendungsvielfalt digitalisierter Produktlösungen mittels Schnittstellen für die Anbindung an Fremdsysteme erschließt weitere Potentiale.

Daneben ist der Erhalt des BFSZ-Siegels für zwei laufende Entwicklungsprojekte im Geschäftsjahr ein Beleg für die vorliegende Innovationskompetenz im Konzern.

3. Mitarbeiter

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beschäftigten durchschnittlich 282 (Vj. 290) Mitarbeiter im Geschäftsjahr.

4. Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr entfielen die wesentlichen Investitionen auf umfangreiche Produktentwicklungen, die als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.417 (Vj. TEUR 1.091) aktiviert wurden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022 war weiterhin durch negative Einflüsse der Corona Pandemie sowie des Ukrainekrieges geprägt. Insbesondere durch den langen Lockdown in Shanghai in der ersten Jahreshälfte hatte sich die Liefertermintreue gegenüber unseren Kunden etwas verschlechtert. Dennoch war der Konzern durchgehend lieferfähig. Ferner konnten, neben der Gebäudekommunikation, im Geschäftsjahr erstmals sechsstellige Umsätze durch größere Auftragsprojekte aus dem neuen Produktportfolio ENTRY des Geschäftsbereiches Building & Architecture sowie weitere Zuwächse im Exportgeschäft generiert werden.

Die Umsätze der Otto Duffner Group werden zu 59,3% (Vj. 58,4%) im Inland erwirtschaftet. Nach dem pandemiebedingten Branchenrückgang zeigte sich der Heimatmarkt auf Wachstumskurs. Der Konzern konnte seine Marktposition ausbauen und erwartete eine deutlich positivere Geschäftslage ggü. dem Vorjahr. Insgesamt konnte der Konzern das geplante Umsatzziel von TEUR 27.471 mit TEUR 27.717 (Vj. TEUR 26.330) um 1% übertreffen. Daneben wurde das geplante adjusted EBITDA 1 -Ziel von TEUR 2.517 mit TEUR 2.233 einerseits um 11% verfehlt, andererseits das EBITDA aus dem Vorjahr mit TEUR 1.262 um 77% deutlich gesteigert.

Die Liefertermintreue von Warenlieferungen ggü. unseren Kunden hat sich im Jahr 2022 etwas verschlechtert. In Bezug auf den durch TCS bestätigten Termin wurde übers Jahr durchschnittlich 80% (Vj. 84%) aller Positionen pünktlich oder vorzeitig ausgeliefert. Die Garantiequote lag im Jahr 2022 bei durchschnittlich 0,97% und ist damit im Vergleich zum Vj. (1,19%) ebenfalls gesunken. Das Jahresziel von 1,0% wurde übertroffen.

Die Performance der chinesischen und österreichischen Unternehmen lag über dem Plan, während die serbischen und deutschen Unternehmen im Rahmen der Erwartungen abschnitten. Die Geschäftsergebnisse der indischen und türkischen Firmen fielen nicht wie geplant aus, weil sich die Verfügbarkeit marktfähiger IP-Produkte erneut verzögerte und keine großen Projekte mit dem bestehenden Portfolio gewonnen werden konnten. Trotz dieser Herausforderungen konnte durch implementierte Sparmaßnahmen ein negatives Ergebnis bei TCS Indien vermieden und der Verlust bei TCS Türkei auf TEUR 2,6 (Vj. TEUR 27) begrenzt werden.

Abschließend kann als Gesamtaussage festgehalten werden, dass die Otto Duffner Group im Jahr 2022 trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie und den Ukrainekrieg erfolgreich agierte. Trotz Schwierigkeiten wie dem Lockdown in Shanghai blieb der Konzern durchgehend lieferfähig und erreichte seine Umsatzziele, unterstützt durch Wachstum in neuen Geschäftsbereichen. Regionale Unterschiede in der Performance beeinflussten das Gesamtergebnis, doch insgesamt erzielte der Konzern ein positives Jahresergebnis.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

A. Ertragslage

Die Umsatzerlöse konnten mit TEUR 27.717 (Plan TEUR 27.471, Vj. TEUR 26.330) die Erwartungen erfüllen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände, die in 2022 aktiviert wurden, beliefen sich auf TEUR 1.417 (Vj. TEUR 1.323). Hinzu verzeichnete der Konzern einen Abgang aus der Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 500 TEUR (Vj. TEUR 0), weil ein langjähriges Entwicklungsprojekt nicht mehr weiterverfolgt wird.

Die Materialaufwandsquote(Verhältnis Materialaufwand zu Gesamtleistung) erhöhte sich und lag bei 31,0 % (Plan 29,9%, Vj. 30,9%), weil die Material-, Transport- und Logistikkosten mit dem Ende der Pandemie sich nicht wie erwartet verringerten, sondern mit dem Ausbruch des Ukrainekriegs weiterhin auf einem hohem Niveau verblieben.

Insgesamt wird ein Konzernergebnis vor Anteilen Dritter von TEUR 1.544 (Plan TEUR 1.706, Vj. TEUR 520) ausgewiesen.

B. Finanzlage

Zu Beginn des Jahres 2021 wurde ein Investitionsdarlehen in Höhe von 3.200 TEUR zur weiteren Entwicklung des digitalisierten Produktportfolio, der Digitalisierung und Automatisierung der Produktion sowie der Unternehmensprozesse aufgenommen. Zum Ende des Jahres 2022 waren ca. 83% des geplanten Investitionsvorhaben realisiert und das Projekt in 2023 abgeschlossen und wird nun planmäßig abgeschrieben.

Im Gesamtkonzern weist die Otto Duffner Group zum Ende des Geschäftsjahres 2022 flüssige Mittel in Höhe von TEUR 693 (Vj. TEUR 949) aus, denen kurzfristige Bankverbindlichkeiten von TEUR 2.433 (Vj. TEUR 2.363) und langfristige Bankverbindlichkeiten von TEUR 5.282 (Vj. TEUR 5.920) gegenüberstehen.

Die Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebs erfolgt hauptsächlich über die TCS TürControlSysteme Aktiengesellschaft. Die Giroverbindlichkeiten aus den Kontokorrentlinien waren zum Stichtag in Höhe von TEUR 414 ungenutzt.

Insgesamt stehen der Gruppe Kreditlinien in Höhe von TEUR 1.700 zur Verfügung.

Im Rahmen der Kapitalflussrechnung für das abgelaufene Geschäftsjahr zeigt sich eine deutliche Veränderung in den verschiedenen Bereichen des Cashflows. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stieg signifikant auf TEUR 2.921 (Vj. TEUR 647). Dieser Anstieg resultiert vor allem aus einem über 1 Mio. EUR höheren Periodenergebnis.

Im Bereich der Investitionstätigkeit verzeichnete der Konzern einen Cashflow von TEUR 1.858 (Vj. TEUR -2.554). Dies ist auf TEUR 605 geringere Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen zurückzuführen.

Beim Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wurde ein Wert von TEUR -1.649 festgestellt (Vj. TEUR 1.194). Dies ist die Rückführung bestehender Darlehen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 1.368 (Vj. TEUR 1.024).

C. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist durch die hohen Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte/-leistungen sowie in die weitreichende Digitalisierung der Unternehmensprozesse gekennzeichnet. Des Weiteren wurde zur Wahrung der Lieferfähigkeit, im Zuge der weltweit gestiegen Liefer- und Beschaffungsrisiken, weiterhin in die Aufstockung des Lagers respektive in die Aufrechterhaltung eines hohen Lagerbestandes investiert.

Die Bilanzsumme beläuft sich am 31. Dezember 2022 auf TEUR 25.725 und erhöhte sich damit im Geschäftsjahr um TEUR 914, weil das Eigenkapital durch den Jahresüberschuss ansteigt und gleichzeitig insb. die Rückführung von Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten realisiert wurde.

Das Anlagevermögen beträgt am Geschäftsjahresende TEUR 12.460 und macht damit 48% der Bilanzsumme aus. Hierin enthalten sind selbst erstellte immaterielle Vermögengegenstände von TEUR 5.308. Der Anlagendeckungsgrad I liegt bei 1,05.

Das Eigenkapital wird in Höhe von TEUR 13.145 ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote konnte ggü. des Vorjahres von 47% auf 51% erhöht werden, weil ein positiver Jahresüberschuss inkl. Minderheitenergebnis erwirtschaftet wurde.

III. Prognosebericht

Die zukünftigen Geschäftsaussichten sind von zahlreichen unsicheren Rahmenbedingungen geprägt, die aus verschiedenen Faktoren wie dem Ukrainekrieg, der Corona-Pandemie, der Energiekrise, der europäischen Leitzinsentwicklung, globalen Beschaffungslogistikproblemen für elektronische Komponenten und politischen Entscheidungen zur Investitions- und Klimapolitik resultieren. Die Konjunkturprognose des Zentralverband Deutsches Baugewerbe für 2023 deutete bereits Ende 2022 darauf hin, dass steigende Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten die Nachfrage nach Bauleistungen dämpfen werden, was zu einem Verlust an Schwung für die Baukonjunktur führt. Diese veränderten Rahmenbedingungen haben die Aussichten für die Bauwirtschaft deutlich verschlechtert und trüben die Aussichten für die Baukonjunktur im Jahr 2023 ein.

Auf der "Heinze-Baukonjunktur 2023" im September 2023 bestätigte der Marktbericht zum Wohnungsbau, dass die Genehmigungen für den Bau von Mehrfamilienhäusern einen leichten Anstieg bis Mitte 2022 erlebten, seither jedoch bis zum ersten Halbjahr 2023 kontinuierlich zurückgefallen sind, wobei ein Rückgang um 25,3% im Vergleich zu 2022 verzeichnet wurde. Die Prognose für 2023 deutet darauf hin, dass der Tiefpunkt des Abschwungs in der Baukonjunktur erreicht ist, jedoch ohne Aussicht auf eine Rückkehr zum Niveau vor der Krise. Es wird eine moderate Erholung erwartet, obwohl die Fertigstellungen unter den erwarteten Werten liegen, jedoch stabilere Trends zeigen. Für 2024 wird nach diesem Tiefpunkt in 2023 erwartet, dass potenziell moderate Zuwächse eintreten könnten, bedingt durch gesunkene Kosten, stabile Zinserwartungen und moderate Förderanreize.

Die Geschäftserwartung für 2023 aufgrund der geänderten, rückläufigen Konjunkturlage und der dadurch adjustierten Konzerntätigkeiten neu evaluiert. Im Rahmen dieser neuen Planung wurden die alten Zielvorgaben aus der Planung 2022 sowie aus der Folgeplanung im ersten Halbjahr 2023 aufgegeben. Seither zielt diese aktuelle Planung der Otto Duffner Group bis zum Ende des Jahres 2023 darauf ab, einen Umsatz in Höhe von TEUR 24.667, ein adjusted EBITDA in Höhe von TEUR 838 und eine adjusted EBITDA-Marge von mind. 3% zu erreichen. Für das Geschäftsjahr 2024 plant der Konzern eine adjusted EBITDA-Marge von 7% sowie ein Umsatzwachstum von 11% ggü. dem Geschäftsjahr 2023.

IV. Chancen- und Risikobericht

Unser Risikomanagement zielt darauf ab, alle relevanten internen und externen Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten. Diese Bewertung berücksichtigt sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch die potenziellen Auswirkungen, um Prioritäten für die Risikosteuerung festzulegen. Entsprechende Maßnahmen zur Risikominderung werden entwickelt und implementiert, um die Wahrscheinlichkeit des Eintretens von Risiken zu reduzieren und ihre Auswirkungen zu begrenzen. Eine kontinuierliche Überwachung und regelmäßige Berichterstattung über die Risikolage sind integraler Bestandteil unseres Prozesses. Darüber hinaus ist die Sicherung der finanziellen Stabilität durch angemessene Risikovorsorge und Liquiditätsplanung ein zentrales Ziel, um die langfristige Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens zu gewährleisten.

1. Absatz- und umfeldbezogene Chancen & Risiken

Die Bauaktivitäten werden durch globale, politische und pandemiebedingte Rahmenbedingungen, Materialknappheit, hohe Preisanstiege, den Fachkräftemangel und steigende Hypothekenzinsen gebremst. Trotz dieser Herausforderungen bleiben die Bau- und Renovierungsaktivitäten im Wohnungsbau auf einem hohen Niveau. Trotz der Herausforderungen, die den Bausektor bremsen, bleiben die Bau- und Renovierungsaktivitäten im Wohnungsbau auf einem hohen Niveau. Etwa 66% des Bauvolumens im Hochbau (Stand 2022) entfallen auf die Modernisierung und Renovierung, was die anhaltende Nachfrage in diesem Bereich verdeutlicht. Die verbleibenden 34% des Bauvolumens sind dem Neubau zuzuordnen. Gewöhnlich verlaufen die Entwicklungen im Bereich der Modernisierung und Renovierung im Gegensatz zum Neubau, wobei ihre Dynamik von einer Vielzahl an Faktoren und Rahmenbedingungen beeinflusst wird.

In gleichem Maße erachtet die Geschäftsleitung auch die Risiken für die Entwicklung des Gebäudekommunikationsmarktes. Steigende Preise und unvorhersehbare Lieferzeiten für Vorprodukte sowie erheblich gestiegene Logistikkosten beeinträchtigen die Geschäftsplanung erheblich. Angesichts dieser erschwerten Rahmenbedingungen basieren die Planungen auf dem Ziel, die Konzernumsätze und das Konzernergebnis im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr auf Basis des bestehenden Produktportfolios zu sichern.

Die Chancen für zusätzlich positive Entwicklungen bei Umsatz und Ertrag können die Markteinführungen der neuen - innovativen und digitalisierten - Produktserien für die Gebäudekommunikation im Herbst bewirken. Dies setzt voraus, dass die Verfügbarkeit der dafür benötigten Elektronikkomponenten gegeben ist. Ferner können neben der Gebäudekommunikation weiterhin Projekte für das Produktportfolio ENTRY resp. für den Geschäftsbereich Building & Architecture gewonnen werden. In diesem Geschäftsbereich liegt ein hohes Wachstumspotential, das mit weiteren Ressourcen ausgestattet, zukünftig weiterbearbeitet und erschlossen werden soll.

2. Chancen & Risiken von Aufbau- & Ablauforganisation

Insbesondere in vergangenen und kommenden Geschäftsjahren sind erhöhte Risiken in der Beschaffung und Logistik präsent. Preissteigerungen, die Energiekrise, unsichere Lieferzusagen, Ausfälle bei Lieferungen und die herausfordernde Logistik stellen eine erhebliche Belastung für die interne Organisation dar.

Durch verschiedene Anpassungen in der Organisation und den Prozessen konnte dennoch im Verlauf des Geschäftsjahres ein geordneter Ablauf in sämtlichen Unternehmenseinheiten gewährleistet werden. Die Investitionen in Digitalisierung und interne Prozessoptimierung, finanziert durch Darlehen, trugen und tragen dazu bei, die Unternehmenseinheiten in Deutschland nachhaltig zu entlasten und effizienter zu gestalten. Die Anpassungen in der Organisation bezüglich Beschaffung und Produktion im Konzern haben die Geschäftsabläufe auf die schwierigen Rahmenbedingungen vorbereitet und neu organisiert, was eine stabilere Basis geschaffen hat. Dabei werden weiterhin die Standortvorteile aller Unternehmenseinheiten implizit bei der Beschaffung genutzt. Gleichzeitig wurden Vertriebsaktivitäten neu ausgerichtet, um trotz des schwierigen Marktumfeldes weiteres Wachstum zu ermöglichen. In Indien und der Türkei wurden zudem gezielte Einsparungen und strukturelle Anpassungen vorgenommen.

3. Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch einen moderaten, gezielten Stellenabbau sowie den Verzicht auf weitere allgemeine Lohnerhöhungen im Konzern im zweiten Halbjahr 2023 und ersten Halbjahr 2024 werden vorerst bedeutende Anstiege der Personalkosten aufgrund der aktuellen Geschäftslage vermieden. Zur Reduzierung des Drucks auf die Personalkosten aufgrund geringer Kapazitätsauslastung und Auftragslage wurde bei der größten Unternehmenseinheit in Deutschland im dritten Quartal 2023 Kurzarbeit genutzt. Diese Option bleibt bis ins erste Quartal 2024 offen, wird jedoch derzeit nicht in Anspruch genommen.

Angesichts der oben erläuterten Risiken hinsichtlich der Konjunktur, des Absatzmarktes und des Beschaffungsmarktes sowie zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit erhöhte sich der Lagerbestand im ersten Halbjahr 2023 erneut um ca. 11% bzw. 816 TEUR im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 mit TEUR 8.940 TEUR (Vorjahr 2021: TEUR 7.777). Der erneute Anstieg des Lagerbestandes konnte aufgrund des ungeplanten Absatzrückgangs im ersten Halbjahr nicht aufgehalten werden. Deshalb konnte der ursprünglich geplante Lagerabbau bislang nicht realisiert werden, sodass vorerst die Zunahme des Working Capitals maßgeblichen Einfluss auf die Liquidität ausübt. Die bereits angepasste Disposition in der Beschaffung als Folge der neuen Geschäftsplanung wirkt zeitlich verzögert und wird frühestens zum Ende des laufenden Jahres bzw. im Folgejahr 2024 zu einem wesentlichen Abbau des Lagerbestandes führen können.

Im Februar 2023 wurde zusätzlich ein Darlehen in Höhe von 1,2 Mio. EUR aufgenommen, um die Kontokorrentlinien zu entlasten und die Betriebsmittelfinanzierung zu unterstützen. Dieses Darlehen hatte die primäre Absicht, die Zinskosten zu stabilisieren. Jedoch bedingt die erneute Zunahme der Kapitalbindung in den Vorräten weiterhin die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien und Darlehen. Diese Kreditlinien sind ungekündigt, werden kontinuierlich überwacht und durch ausreichende Sicherheiten abgesichert. Gemäß der Finanzplanung sind diese Kreditlinien ausreichend dimensioniert. Zusätzlich nimmt der Konzern im November ein weiteres Darlehen in Höhe von 1 Mio. EUR zur langfristigen Betriebsmittelfinanzierung auf. Dadurch können flüssige Mittel wieder für die laufende Geschäftstätigkeit zurückgeführt werden, die kurzfristig für die unerwartete Erhöhung des Lagerbestands aufgrund des unerwarteten Umsatzrückgangs im 1. Halbjahr 2023 eingesetzt wurden.

Die seit 2022 fortlaufenden Zinserhöhungen der EZB verursachen im Konzern in 2023 ggü. dem Vorjahr zusätzliche Zinsaufwände in Höhe von ca. TEUR 55. Diese wurden sowohl in neuen Geschäftsplanung als auch in den fortlaufenden Finanzplanungen berücksichtigt.

Des Weiteren bestehen für den Konzern aufgrund seiner internationalen Standorte und Geschäftsaktivitäten in Fremdwährung fortlaufenden Wechselkursrisiken, die ständig beobachtet und insbesondere beim EUR/CNY täglich überwacht werden.

Die Geschäftsführung überwacht kontinuierlich die Risikolage des Unternehmens und sieht nach derzeitiger Einschätzung ausreichende Liquidität sowie keine erkennbaren bestandsgefährdenden Risiken.

 

Genthin, 31. Oktober 2023

Otto Duffner Verwaltungs-GmbH

Geschäftsführung

Otto Duffner

1 Das adjusted EBITDA (Earnings before interest tax, depreciation and amortization) dient als wesentliche Steuerungsgröße der Otto Duffner Group und berechnet sich wie folgt: Adjusted EBITDA= Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen abzgl. Aktivierte Eigenleistungen und Verlusten aus dem Abgang immaterieller Vermögensgegenstände.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.024.896,50 1.401.305,00
2. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte 79.371,42 64.899,75
3. Geleistete Anzahlungen 214.200,00 116.500,00
4. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 4.283.179,38 3.616.874,51
5.601.647,30 5.199.579,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.816.450,71 1.922.869,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.237.008,89 1.357.943,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 865.648,24 808.825,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.792.199,19 1.826.086,93
5.711.307,03 5.915.724,53
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere 389,28 61.036,35
2. Sonstige Ausleihungen 1.146.893,80 1.135.952,62
1.147.283,08 1.196.988,97
12.460.237,41 12.312.292,76
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.846.842,04 3.103.090,74
2. Unfertige Erzeugnisse 1.102.258,72 1.078.304,99
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.928.702,50 3.490.173,03
4. Geleistete Anzahlungen 61.750,83 105.003,47
8.939.554,09 7.776.572,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.817.959,47 2.901.129,74
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 54.361,12 250.184,16
3. Sonstige Vemögensgegenstände 602.124,96 487.575,96
3.474.445,55 3.638.889,86
III. Wertpapiere 850,62 8.209,45
IV. Flüssige Mittel 693.147,91 948.691,23
13.107.998,17 12.372.362,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 156.490,07 126.520,25
25.724.725,65 24.811.175,78

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Konzernbilanzgewinn 9.179,06 7.832,85
III. Nicht beherrschende Anteile 13.076.557,36 11.584.104,76
13.110.736,42 11.616.937,61
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 34.213,55 51.320,32
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 189.469,93 6.852,57
2. Sonstige Rückstellungen 1.269.614,33 1.507.852,11
1.459.084,26 1.514.704,68
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.543.784,44 8.283.282,77
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 190.869,33 154.404,81
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.368.186,51 1.024.258,78
4. Sonstige Verbindlichkeiten 816.421,61 868.929,31
9.919.261,89 10.330.875,67
E. Rechnungsabgrenzungsposten 10.250,00 10.250,00
F. Passive latente Steuern 1.191.179,53 1.287.087,50
25.724.725,65 24.811.175,78

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 27.716.537,04 26.329.910,37
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 501.024,74 379.625,50
3. andere aktivierte Eigenleistungen 1.600.594,13 1.323.220,70
4. sonstige betriebliche Erträge 601.689,59 475.395,25
30.419.845,50 28.508.151,82
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs, und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.914.060,97 8.308.431,47
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 338.147,56 346.465,91
9.252.208,53 8.654.897,38
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.491.390,54 10.430.504,48
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.745.147,84 1.665.051,72
12.236.538,38 12.095.556,20
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.439.051,78 1.612.849,53
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 17.240,31
1.439.051,78 1.630.089,84
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.596.936,82 5.172.529,29
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.273,67 20.959,41
10. Beteiligungserträge 109.570,32 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 244.393,40 245.986,62
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 190.447,40 195.487,44
13. Ergebnis nach Steuern 1.592.113,18 534.564,46
14. sonstige Steuern 48.489,61 14.998,97
15. Konzernjahresüberschuss 1.543.623,57 519.565,49
16. Ergebnis nicht beherrschender Anteile 1.474.969,49 454.092,00
17. Gutschrift auf Kapitalkonto 67.307,86 63.964,33
18. Gewinnvortrag 7.832,84 6.323,69
19. Konzernbilanzgewinn 9.179,06 7.832,85

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Bilanzierungsvorschriften

Die Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, Genthin (Amtsgericht Stendal, HRB 22415), ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, Genthin, ist persönlich haftender Gesellschafter ohne Einlage der Otto Duffner GmbH & Co. KG, Genthin. Da der Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, Genthin, das Recht zusteht, die Mitglieder der Geschäftsführung bei der Otto Duffner GmbH & Co. KG, Genthin, zu bestellen und sie gleichzeitig Gesellschafter ist, hat sie nach § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB einen Konzernabschluss zu erstellen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs erstellt. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit sind die für die einzelnen Posten geforderten Zusatzangaben in den Konzernanhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung des Konzernabschlusses, entspricht - soweit wie möglich - dem Jahresabschluss der TCS TürControlSysteme AG, Genthin, da diese die wesentliche operative Gesellschaft der TCS-Gruppe ist. Hinsichtlich der Liquiditätslage verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht unter II.2.B Finanzlage und IV.3 Finanzwirtschaftliche Risiken.

B.Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB die Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, Genthin, als Mutterunternehmen (Nr. 1) sowie folgende (Tochter-) Unternehmen einbezogen:

2.

Otto Duffner GmbH & Co. KG, Genthin, 2022: Eigenkapital TEUR 2 und Jahresüberschuss TEUR 67

3.

TCS TürControlSysteme AG, Genthin (Nr. 2 gehören 98,1% des Kapitals), 2022: Eigenkapital TEUR 10.402 und Jahresüberschuss TEUR 902

4.

TCS Intelligent Building Technology Co. Ltd., Shanghai / China (Nr. 3 gehören 100% des Kapitals), 2022: Eigenkapital TEUR 2.438 und Jahresüberschuss TEUR 998

5.

TCST Building Solutions India Private Limited, Vashi / Indien (Nr. 3 gehören 100% des Kapitals), 2022: Eigenkapital TEUR -53 und Jahresüberschuss TEUR 1

6.

TCS TürControlSysteme GmbH, Lanzenkirchen / Österreich (Nr. 3 gehören 75% des Kapitals), 2022: Eigenkapital TEUR 818 und Jahresüberschuss TEUR 362

7.

TCS S.E. Europe, Vrsac / Serbien (Nr. 3 gehören 90% des Kapitals), 2022: Eigenkapital TEUR 705 und Jahresüberschuss TEUR 11

8.

TCS Kapi Iletisim Ve Bina Otomatizasyon Ticaret LTD Sirketi, Istanbul / Türkei (Nr. 3 gehören 90% des Kapitals), 2022: Eigenkapital TEUR -78 und Jahresfehlbetrag TEUR -3

Die TCS (Asia) Co. Ltd., Hongkong /China wurde im Januar 2022 entkonsolidiert und stellt ggü. dem Vorjahr kein (Tochter-)Unternehmen im Konsolidierungskreis mehr dar. Die Geschäftstätigkeit dieser Gesellschaft ruht seit Ende 2021. Die Löschung dieser Gesellschaft erfolgt im November 2023.

Aufgrund der Einbeziehung in diesen Konzernabschluss ist die Otto Duffner GmbH & Co. KG, Genthin, von der Verpflichtung, ihren Jahresabschluss offen zu legen, nach § 264b HGB befreit.

Die Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, Genthin, ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der Otto Duffner GmbH & Co. KG, Genthin.

C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde.

Mit Ausnahme von TCST Building Solutions India Private Limited, Vashi / Indien, die ihren Jahresabschluss zum 31. März erstellen muss, deckt sich bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der Stichtag der Jahresabschlüsse mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022. Für die TCST Building Solutions India Private Limited, Vashi / Indien, wurde auf den 31. Dezember 2022 ein Zwischenabschluss erstellt.

Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der Erwerbsmethode, die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert. Wegen der fehlenden Kapitalbeteiligung der Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, Genthin, an der Otto Duffner GmbH & Co. KG, Genthin, entfällt eine Kapitalkonsolidierung auf dieser Ebene. Da alle Unternehmen neu gegründet wurden, wurden auf Ebene des Teilkonzerns Otto Duffner GmbH & Co. KG, Genthin, alle sich zum 1. Januar 2018 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) ergebenden aktiven und passiven Unterschiedsbeträge in den Gewinnvortrag bei den Anteilen anderer Gesellschafter gebucht. Im Rahmen der Gründungsstruktur von TCS-Shanghai waren ursprünglich Anteile an Minderheitsgesellschafter vergeben worden. Im Oktober 2021 entschied sich das Hauptunternehmen jedoch, die verbleibenden 10% der Anteile zu erwerben, wodurch die Minderheitsgesellschafter vollständig ausgekauft wurden. Dieser Vorgang führte zur Entstehung eines passivischen Unterschiedsbetrags mit Charakter eines Eigenkapitalpostens. Dieser Betrag wird nun über einen Zeitraum von drei Jahren linear abgeschrieben und findet entsprechende Berücksichtigung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Da die Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, Genthin, an der Otto Duffner GmbH & Co. KG, Genthin, nicht beteiligt ist, ist das Eigenkapital des Teilkonzerns Otto Duffner GmbH & Co. KG, Genthin, als Anteile anderer Gesellschafter auszuweisen.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung der konzerninternen Schuldverhältnisse im Jahresabschluss der einbezogenen Unternehmen wurden erfolgswirksam eliminiert. Währungsbedingte Aufrechnungsdifferenzen wurden grundsätzlich ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen, einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen, voll konsolidiert.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Anlageverkäufen wurden aus Wesentlichkeitsgründen nicht eliminiert. Zwischenergebnisse im Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungen wurden eliminiert. Aus Gründen der Vereinfachung wurde hierbei auf die Eliminierung von Währungsdifferenzen verzichtet.

Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen.

Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen der ausländischen Gesellschaften werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum Kurs zum Erstkonsolidierungszeitpunkt in Euro umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Berechnung des Eigenkapital erfolgt nach historischen Wechselkursen. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten ausländischer Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des Eigenkapitals von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, wurden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet.

D. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden die nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze der Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, Genthin, angepasst.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Selbst geschaffene Werte (Entwicklung von Prototypen und fertig entwickelte Prototypen) werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Nach Abschluss der Entwicklung werden die Prototypen über die voraussichtliche Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. zehn Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zwischen drei und 30 Jahren wie folgt in Jahren vorgenommen. Grundstücke, grundstücksähnliche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken: 10-30, Technische Anlagen und Maschinen: 3-14, Andere Anlagen Betriebs-, und Geschäftsausstattung: 3-14.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, sofern nicht die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren (Niederstwertprinzip). Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen kalkulatorischen Stückkosten, die auf der Basis der geplanten Normalbeschäftigung und Auslastung ermittelt worden sind. Die kalkulatorischen Stückkosten enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung (z. B. Werkzeugkosten). Die eliminierungspflichtigen kalkulatorischen Kostenbestandteile wurden durch pauschale Zu- und Abschläge bei den Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Gängigkeitsabschläge wurden in angemessenem Umfang vorgenommen. Fremdkapitalzinsen wurden in die Bewertung der Herstellungskosten nicht mit einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten, abzüglich Pauschalwertberichtigungen und Einzelwertberichtigungen, für spezielle, einzelbewertbare Ausfallrisiken angesetzt.

Flüssige Mittel enthalten die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive latente Steuern umfassen auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvortragsmöglichkeiten, sofern mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist. Aktive latente Steuern gem. § 274 Abs. 1 HGB wurden nicht aktiviert. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden mit latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen verrechnet und zusammengefasst ausgewiesen.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

I. Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs und in der Anlage dargestellt.

Von den Entwicklungskosten des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von TEUR 1.485 wurden 1.417 TEUR den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens zugeführt.

2. Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 92 (Vj. TEUR 91) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.

3. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Eigenkapital

Zum Abschlussstichtag unterliegen TEUR 3.588 der Ausschüttungssperre i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB, resultierend aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens von TEUR 5.308 (Vj. TEUR 5.018) abzüglich darauf entfallender passiver latenter Steuern von TEUR 1.513 (Vj. TEUR 1.430).

Zum Abschlussstichtag weist das Unternehmen einen passivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 34 (Vj. TEUR 51) aus. Dieser resultiert aus dem Anteilserwerb von TCS-Shanghai im Oktober 2021. Dieser wird mit Beginn des Geschäftsjahre 2022 über linear über drei Jahre abgetragen respektive bis zu seiner vollständigen Auflösung jährlich über die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit TEUR 17 zugeschrieben.

Auf die nicht beherrschenden Anteile entfallen zum Abschlussstichtag TEUR 13.103 (Vj. TEUR 11.584).

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus der Zusage von Boni und Preisnachlässen in Höhe von TEUR 439 (Vj. TEUR 546), Gewährleistungen in Höhe von TEUR 243 (Vj. TEUR 259), Abschluss- u. Prüfungskosten in Höhe von TEUR 100 (Vj. TEUR 120) und Personal- und Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 406 (Vj. TEUR 358).

6. Verbindlichkeiten

Gesamt
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
TEUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vj.) 7.543,5 2.285,6 4.119,9 1.138,0
(8.283,2) (2.363,4) (4.411,8) (1.508,0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 190,9 190,9 0 0
(154,4) (154,4)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.368,2 1.368,2 0 0
(1.024,3) (1.024,3)
Sonstige Verbindlichkeiten 816,4 816,4 0 0
(868,9) (868,9)
Summe 9.919 4.661 4.120 1.138
(10.331) (4.411) (4.412) (1.508)

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 5.067 und betrifft Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die durch Sicherungsübereignung von Gebäuden, Maschinen, Anlagen und Vorräten sowie Globalzession von Forderungen besichert sind. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften teilweise branchenüblichem Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt in TEUR zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
Verbindlichkeiten aus Steuern 243 245
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 11 13
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 563 611
Summe 817 869

7. Passive latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen im Konzernabschluss und den steuerrechtlichen Wertansätzen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Forderungen und sonstigen Rückstellungen im jeweiligen landesrechtlichen Jahresabschluss ermittelt.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden länderspezifischen Steuersatz. Bei einbezogenen inländischen Kapitalgesellschaften beträgt der Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer insgesamt 27,8 %, bei der Muttergesellschaft 15,825 %. Der Gewerbesteuersatz der einbezogenen inländischen Personengesellschaft beträgt 12,6 %. Die länderspezifischen Steuersätze der ausländischen Tochtergesellschaften liegen zwischen 15 % und 26 %.

Die sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wurde als passive latente Steuer angesetzt. Des Weiteren wurden latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen entsprechend § 306 HGB gebildet.

Die passiven latenten Steuern sich in TEUR wie folgt entwickelt und zusammengesetzt:

31.12.2021 Veränderung 31.12.2022
Passive latente Steuern aus Einzelabschlüssen 1.540 -85 1.455
Verrechnung aktiver latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen -253 -11 -264
Summe 1.287 -96 1.191

II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Der Konzern erzielt im Wesentlichen Umsatzerlöse mit dem Absatz von Gebäudekommunikationssystemen, die im Jahr 2022 TEUR 27.716 (Vj. 26.330) betrugen. Dabei wurden 59,3% der Umsätze im Inland (TEUR 16.441, (Vj. TEUR 15.371)), 19,0% im europäischen Ausland (TEUR 5.252, (Vj. TEUR 4.950)) und 21,7% in Drittländern (TEUR 6.022, (Vj. TEUR 6.001)) erzielt.

2. Andere aktivierte Eigenleistungen

Der Posten beinhaltet die Aktivierung der im Geschäftsjahr angefallenen Entwicklungsleistung in Höhe von insgesamt TEUR 1.601 (Vj. TEUR 1.323), die hauptsächlich bei der TCS AG entstanden sind. Die "andere aktivierte Eigenleistungen" beinhalten zudem die Aktivierung der von dem chinesischen Tochterunternehmen zugekauften Entwicklungsleistung im Bereich der Access, Soft- und Hardwareplattformen zur Integration der IP-Produkte in die Gebäudekommunikation und deshalb gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB Satz 2 HGB anzugeben.

3. Sonstige betrieblicher Erträge

Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 25.

4. Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 15 (Vj. TEUR 11) enthalten.

5. Sonstiger betrieblicher Aufwand

Die Aufwendungen beinhalten Ergebnis aus Entkonsolidierung von TCS Asia in Höhe von TEUR 451 (Vj. TEUR 0) sowie Verluste aus Abgängen immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 500 (Vj. TEUR 0).

Aufwände aus Währungsumrechnung im Vorjahr in Höhe von TEUR 152.

6. Steuern

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 96 (Vj. Aufwendungen TEUR 121). Ergebnisanteile nicht beherrschende Anteile und Überleitung aus Einzelgesellschaften

7. Die Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile setzen sich wie folgt zusammen:

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an TEUR
Jahresüberschüssen 2.191
Jahresfehlbeträgen -649
Summe 1.542

D. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Hinsichtlich der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB verweisen wir auf die Ausführungen bei B.

2. Personal

Die durchschnittliche Zahl der im Konzern während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

31.12.2022 FTE 31.12.2021 FTE
Angestellte 172 179
Gewerbliche Arbeitnehmer 110 111
282 290

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (TEUR 527).

4. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Kassenbestände und Bankguthaben in Höhe von TEUR 612, Wertpapiere in Höhe von TEUR 1 sowie kurzfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.306.

5. Ergänzende Angaben zum Eigenkapitalspiegel

Am Bilanzstichtag unterliegen TEUR 1.196 (Vj. 1.287), aufgrund der Zunahme latenter Steuern und der Aktivierung der selbsterstellten immaterieller Vermögensgegenstände, der Ausschüttungssperre an die nicht beherrschenden Anteile.

6. Organe des Mutterunternehmens

Geschäftsführer ist Otto Duffner, Schönwald, Dipl.-Ingenieur (FH). Der Geschäftsführer erhält für seine Tätigkeit keine Vergütung. Hinsichtlich der von der TCS TürControlSysteme AG gewährten Bezüge wird § 286 Abs. 4 iVm § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB in Anspruch genommen.

Der Geschäftsführung wurden von einer Tochtergesellschaft im Berichtsjahr Darlehen (langfristige Ausleihungen > 5Jahre) in Höhe von TEUR 623 (Zugang von TEUR 5 im Berichtsjahr durch Krediterhöhung) gewährt.

Die Kredite sind mit 1,12% des ausstehenden Kreditbetrages verzinst. Besicherungen bestehen keine.

7. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers für die Abschlussprüfungsleistungen beläuft sich insgesamt auf TEUR 54, wovon TEUR 24 für den Einzelabschluss der TCS AG und TEUR 30 auf den Konzernabschluss der Otto Duffner Verwaltungs-GmbH entfallen.

8. Konzernzugehörigkeit

Die Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, Genthin, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger eingereicht.

9. Gewinnverwendung

Die Gesellschaft trägt den Bilanzgewinn 2022 der Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, dem Mutterunternehmens des Konzerns, in Höhe von TEUR 1,3 auf neue Rechnung vor.

10. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine Anpassung der Zahlen des Jahresabschlusses oder eine zusätzliche Berichterstattung erfordern würden.

 

Genthin, 31. Oktober 2023

Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, Genthin

Geschäftsführung

Otto Duffner

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

(Anlage zum Konzernanhang)

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.180.063,69 0,00 1.420.493,12 251.478,24
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.104.707,98 64.779,50 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 116.500,00 97.700,00 0,00 0,00
4. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 3.722.208,44 1.417.425,89 499.642,78 -251.478,24
8.123.480,11 1.579.905,39 1.920.135,90 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich auf fremden Grundstücken 3.162.002,67 5.250,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.535.397,44 48.747,50 136.986,95 223.198,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.692.898,66 304.889,73 63.665,57 19.824,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.826.086,93 209.135,22 0,00 -243.022,96
14.216.385,70 568.022,45 200.652,52 0,00
III. Finanzanlagen
2. Wertpapiere 81.904,36 418,29 59.243,93 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.135.952,62 12.648,55 1.707,37 0,00
1.217.856,98 13.066,84 60.951,30 0,00
23.557.722,79 2.160.994,68 2.181.739,72 0,00
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Änderung Konsolidie - rungskreis Unterschiedsbetrag aus Währungsum - rechnung 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 2.011.048,81
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 -336,63 1.169.150,85
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 0,00 0,00 214.200,00
4. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 0,00 0,00 4.388.513,31
0,00 -336,63 7.782.912,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich auf fremden Grundstücken -21.890,05 583,87 3.145.946,49
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.074,24 4.672.431,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -12.982,30 85.167,76 5.026.132,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 1.792.199,19
-34.872,35 87.825,87 14.636.709,15
III. Finanzanlagen
2. Wertpapiere 0,00 -6,24 23.072,48
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 1.146.893,80
0,00 -6,24 1.169.966,28
-34.872,35 87.483,00 23.589.588,40
Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.778.758,69 627.880,74 1.420.487,12
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.039.808,23 50.307,83 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 0,00 0,00 0,00
4. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 105.333,93 0,00 0,00
2.923.900,85 678.188,57 1.420.487,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich auf fremden Grundstücken 1.239.133,64 111.709,61 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.177.454,06 320.025,98 63.102,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.884.073,47 329.127,62 41.178,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
8.300.661,17 760.863,21 104.280,44
III. Finanzanlagen
2. Wertpapiere 20.868,01 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
20.868,01 0,00 0,00
11.245.430,03 1.439.051,78 1.524.767,56
Abschreibungen
Änderung Konsolidierungskreis
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 986.152,31
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 -336,63 1.089.779,43
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 0,00 0,00 0,00
4. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 0,00 0,00 105.333,93
0,00 -336,63 2.181.265,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich auf fremden Grundstücken -21.889,81 -542,34 1.329.495,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 -1.044,40 3.435.422,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -12.982,30 -1.443,55 4.160.484,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
-34.872,11 -3.030,29 8.925.402,12
III. Finanzanlagen
2. Wertpapiere 0,00 1.061,53 22.683,20
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 1.061,53 22.683,20
-34.872,11 -2.305,39 11.196.891,75
Restbuchwerte
31.12.2022
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.024.896,50 1.401.305,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 79.371,42 64.899,75
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 214.200,00 116.500,00
4. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 4.283.179,38 3.616.874,51
5.601.647,30 5.199.579,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich auf fremden Grundstücken 1.816.450,71 1.922.869,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.237.008,89 1.357.943,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 865.648,24 808.825,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.792.199,19 1.826.086,93
5.711.307,03 5.915.724,53
III. Finanzanlagen
2. Wertpapiere 389,28 61.036,35
3. Sonstige Ausleihungen 1.146.893,80 1.135.952,62
1.147.283,08 1.196.988,97
12.460.237,41 12.312.292,76

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
T€
2021
T€
I. Operativer Bereich
Konzernjahresüberschuss 1.544 520
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.439 1.613
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens 0 17
- Abnahme der Rückstellungen -40 -212
+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge 483 5
- Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -747 -305
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 346 -1.290
+ Zinsergebnis 222 225
- sonstige Beteiligungserträge -110 0
+ Ertragssteueraufwand/ertrag 190 195
- Ertragssteuerzahlungen -406 -168
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.921 600
II. Investitionsbereich
- Auszahlungen für Investitionen in das sonstige immaterielle Anlagevermögen -1.580 -1.260
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 96 7
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -568 -1.156
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 64 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -2 -149
+ Erhaltene Zinsen 22 21
- Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0 -17
+ Erhaltene Ausschüttungen 110 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.858 -2.554
III. Finanzierungsbereich
- Ein-/Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter (Saldo) -166 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 212 3.152
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -1.451 -1.712
- Gezahlte Zinsen -244 -246
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.649 1.194
IV. Veränderung der liquiden Mittel
+/- Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -586 -760
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -90 268
- Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -86 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 150 642
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -612 150

Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
Konzernbilanzgewinn
Summe
Stand am 01.01.2021 25.000,00 3.973,18 31.323,68
Umgliederung Jahresergebnis 0,00 -3.973,18 0,00
Ausschüttung/Entnahme 0,00 0,00 0,00
Änderung im Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 1.509,16 1.509,16
Stand am 31.12.2021 25.000,00 1.509,16 32.832,84
Umgliederung Jahresergebnis 0,00 -1.509,16 0,00
Ausschüttung/Entnahme 0,00 0,00 0,00
Änderung im Konsolidierungskreis (-) 0,00 0,00 0,00
Ergebnis aus Änderungen des Konsolidierungskreis
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 1.346,22 1.346,22
Stand am 31.12.2022 25.000,00 1.346,22 34.179,06
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
Auf nicht beherrschende Anteile entfallen - de Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung
Auf nicht beherrschende Anteile entfallen - de Gewinne/ Verluste
Stand am 01.01.2021 9.081.074,70 256.973,27 1.508.637,35
Umgliederung Jahresergebnis -1.508.637,35 0,00 1.508.637,35
Ausschüttung/Entnahme -62.500,00 0,00 0,00
Änderung im Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 219.363,11 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 580.556,33
Stand am 31.12.2021 7.509.937,35 476.336,38 3.597.831,03
Umgliederung Jahresergebnis -3.597.831,03 0,00 3.597.831,03
Ausschüttung/Entnahme -100.000,00 0,00 0,00
Änderung im Konsolidierungskreis (-) 182.181,24 0,00 0,00
Ergebnis aus Änderungen des Konsolidierungskreis 0,00 0,00 -450.684,01
Währungsumrechnung 0,00 -64.698,14 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 1.925.653,50
Stand am 31.12.2022 3.994.287,56 411.638,24 8.670.631,55
Nicht beherrschende Anteile Summe
Summe
Konzerneigenkapital
Stand am 01.01.2021 10.846.685,32 10.878.009,00
Umgliederung Jahresergebnis 0,00 0,00
Ausschüttung/Entnahme -62.500,00 -62.500,00
Änderung im Konsolidierungskreis 0,00 0,00
Währungsumrechnung 219.363,11 219.363,11
Konzernjahresüberschuss 580.556,33 582.065,49
Stand am 31.12.2021 11.584.104,76 11.616.937,61
Umgliederung Jahresergebnis 0,00 0,00
Ausschüttung/Entnahme -100.000,00 -100.000,00
Änderung im Konsolidierungskreis (-) 182.181,24 182.181,24
Ergebnis aus Änderungen des Konsolidierungskreis -450.684,01 -450.684,01
Währungsumrechnung -64.698,14 -64.698,14
Konzernjahresüberschuss 1.925.653,50 1.926.999,72
Stand am 31.12.2022 13.076.557,36 13.110.736,42

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, Genthin

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, Genthin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Otto Duffner Verwaltungs-GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 26. Januar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer

ppa. Viktor Hromek, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 29. Januar 2024 gebilligt.

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