Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 27226 HB
Eingetragen
8.5.2008
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzGroßhandel mit sonstigen Holzhalbwaren sowie Bauelementen aus HolzTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Rohholz, Holzhalbwaren und Bauelementen aus Holz
Gegenstand
Die Beratung und der Verkauf von Handelswaren aller Art, insbesondere Parkett, Terrassendielen sowie allen weiteren Holz- und Baustoffen und Zubehör sowohl stationär als auch über das Internet, Im- und Export, Groß- und Einzelhandel, Speditions- und Logistikdienstleistungen, Planung und Beratung, Montagen und Produktion von Holz und Holzfertigwaren sowie anderen Baustoffen und Möbeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julia Niemeyer
seit 4.2.2026
Prokura
Kolja Kahrs
seit 11.9.2018
Prokura
Michel Kahrs
seit 20.7.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Michel KahrsKAHRS Group GmbH+1
98.00%
K**** K****
2.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
KAHRS Group GmbH
Germany
24.500 €
98.00%
K**** K****
500 €
2.00%

Beteiligungen
Beta

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kahrs GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

Zum Geschäftsverlauf für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und zur Lage der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt:

Die Kahrs GmbH, Bremen, (im Folgenden: Kahrs) wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 07.04.2008 errichtet. Zweck des Unternehmens ist die Beratung zu und der Verkauf von Handelswaren aller Art, insbesondere Parkett, Terrassendielen sowie allen weiteren Holz- und Baustoffen und Zubehör, sowohl stationär als auch über das Internet, Im- und Export, Groß- und Einzelhandel, Speditions- und Logistikdienstleistungen, Planung und Beratung, Montagen und Produktion von Holz und Holzfertigwaren sowie anderen Baustoffen und Möbeln. Durch die Kombination verschiedener Bezugsquellen aus Import, Handel und Industrie konnte im Laufe der Jahre ein Sortiment geschaffen werden, das Kahrs in diesem Bereich zu einem absoluten Spezialisten macht. Dazu gehört, dass Kahrs auf nahezu jede bekannte Holzart zugreifen und durch Veredelung wie Hobeln, Kappen, Schleifen, Profilieren und Beschichten annähernd jeden Kundenwunsch erfüllen kann.

Zur Steuerung des Unternehmens werden bilanz-, ertrags- und liquiditätsorientierte Kennzahlen als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren verwendet, insbesondere die Vorräte, der Umsatz, die Rohertragsmarge, Personal- und Sachaufwendungen sowie das Jahresergebnis.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von einer ausgeprägten Krise dominiert. Der fortwährende Ukraine-Krieg und der im Herbst 2023 aufgeflammte Konflikt im nahen Osten haben empfindliche Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Situation gehabt. Insbesondere hat sich dies in hoher Inflation, einem starken Zinsanstieg, innenpolitischer Unsicherheit und resultierend daraus in ausgeprägter Konsumzurückhaltung, insbesondere bei investiven Gütern, manifestiert. Infolgedessen wurde das Wachstum der deutschen Wirtschaft auch 2023 weiter eingebremst. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr gesunken (Quelle: destatis.de).

Der Umsatz des Holzhandels ist 2023 im Vorjahresvergleich um 14% gesunken. Damit liegt die Marktentwicklung massiv unter dem Niveau der Vorjahre: 2020 +8%, 2021 +16%, 2022 +5% (Quelle: GD Holz). Ursächlich für die beschriebene Entwicklung ist die Kaufzurückhaltung privater Bauherren, sowohl im konstruktiven Bereich als auch im Außenbereich, aufgrund der inflationären Preisentwicklung bei gleichzeitig gestiegenen Zinsen.

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Gesamtaussage

Kahrs musste in 2023 bei leicht erhöhtem Geschäftsvolumen einen empfindlichen Rückgang im Ergebnis hinnehmen. Treiber sind neben einer reduzierten Marge erhöhte Personal- und Sachaufwendungen. Hauptursächlich ist zum einen eine Ausweitung des Geschäftsfelds in margenschwächere Bereiche (Industriegeschäft), zum anderen der weiterhin andauernde Ukraine-Krieg und dessen konjunkturelle Auswirkungen. Zusätzlich dämpft seit Herbst 2023 der Konflikt im nahen Osten die Konsumstimmung.

Das Geschäft von Kahrs ist nach wie vor geprägt durch den Internethandel, allerdings werden sukzessive weitere Sortimente und Vertriebskanäle ergänzt. Beispiele sind die Erschließung von Industriekunden sowie die Entwicklung des innovativen BLACKLABEL-Konzepts.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde in Abstimmung mit unseren Finanzierungspartnern Mitte des vergangenen Jahres durch eine spezialisieret Unternehmensberatung analysiert. Basierend darauf wurde ein Finanzierungskonzept für die Jahre 2024 und 2025 erstellt. Aktuell (Stand 1. Quartal 2024) erfüllt Kahrs die gemeinschaftlich erarbeiteten Planung.

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als nicht zufriedenstellend ein. Die Entwicklung entspricht nicht im vollen Umfang der Planung aus dem Vorjahr. Die Prognose des konstanten Umsatzes bei schwächerer Marge konnte eingehalten werden, das neutrale Ergebnis wurde mit einem Jahresfehlbetrag von 2,0 Mio. EUR verfehlt.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 0,4 Mio. EUR. Aufgrund von aktivem Bestands- und Sortimentsmanagement konnten die Vorräte gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Mio. EUR reduziert werden, ohne die Verkaufsfähigkeit zu beeinträchtigen.

Investitionen wurden im Geschäftsjahr i.H.v. 0,04 Mio. EUR getätigt.

Die bestehenden Kontokorrentlinien mussten saisonal bedingt insbesondere im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2023 in größerem Umfang in Anspruch genommen werden. Die freie Linie zum Bilanzstichtag beträgt 0,9 Mio. EUR. Die Bankverbindlichkeiten konnten um 0,2 Mio. EUR abgebaut werden.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Mio. EUR verringert, was im Wesentlichen auf einen Vorratsabbau in gleicher Höhe zurückzuführen ist.

Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des Jahresfehlbetrags um 12,8 %-Punkte auf 30,0% verringert.

Die Verbindlichkeiten sind in Summe um 0,4 Mio. EUR gesunken. Davon resultieren 0,2 Mio. EUR aus reduzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und 0,2 Mio. EUR aus verringerten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr um 1,7% gesteigert werden. Allerdings wurde die Planung aus 2022, die ein Umsatzwachstum von 38,5% vorsah, deutlich verfehlt.

Die Rohertragsmarge liegt bei 25,8% und damit um 9,8 %-Punkte unter der Rohertragsmarge des Vorjahres (35,6%). Der Margenrückgang ist im Wesentlichen auf die Hinzunahme der Kundengruppe "Industry" zurückzuführen, mit welcher lediglich unterdurchschnittliche Margen erzielbar sind. Außerdem herrschte im Markt absatzseitig aufgrund des allgemeinen Nachfragerückgangs ein grundsätzlicher Preisdruck, welcher die Marge zusätzlich negativ beeinflusste.

Das Jahresergebnis liegt mit -2,0 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahresniveau (0,2 Mio. EUR). Wesentliche Treiber sind der Rohertrag (-1,9 Mio. EUR) sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-0,7 Mio. EUR). Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist der Kostenstieg auf Beratungsaufwand (0,2 Mio. EUR), Lizenzen (0,2 Mio. EUR), sowie eine wertberichtigte Forderung (0,2 Mio. EUR) zurückzuführen.

Entwicklung

Für das Gesamtjahr 2024 erwarten die führenden Forschungsinstitute eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um lediglich 0,1%, für das Jahr 2025 um 1,4% (Quelle: https://gemeinschaftsdiagnose.de/2024/03/27/gemeinschaftsdiagnose-fruehjahr-2024/).

Die Stimmungslage in der deutschen Wirtschaft hat sich im Verlauf der ersten drei Monaten des aktuellen Jahres leicht verbessert. Eine sinkende Inflation geht mit höheren Lohnabschlüssen in der jüngeren Vergangenheit einher, was sich förderlich auf den privaten Konsum auswirkt. Nichtsdestotrotz bleiben die Aussichten, insbesondere im Handel und im Baugewerbe, trüb (Quelle: ifo Institut).

4. Risiko- und Chancenbericht

Die Zinswende, der Krieg in der Ukraine sowie der Konflikt im nahen Osten, als auch verbreitete Zweifel am wirtschaftspolitischen Kurs der Bundesregierung haben zu gedämpfter Verbraucherstimmung und Wirtschaftsdynamik geführt. Diese Situation verbessert sich nur sehr zögerlich und es besteht das Risiko, dass eine Verschärfung der weltweiten Krisenherde und weitere innenpolitische Auseinandersetzungen wieder zu spürbaren Rückschlägen in der Konsumbereitschaft führen könnten. Das wesentliche Risikopotenzial für Kahrs besteht somit in der hohen Abhängigkeit des Unternehmens von Konsumstimmung und einhergehender Nachfrage nach investiven Gütern. Unverändert stellen auch potenzielle Störungen in den weltweiten Lieferketten ein beschaffungs- und kostenseitiges Risiko dar.

Ein weiteres Risiko ist der Fachkräftemangel. Es gilt, den eigenen Mitarbeiter:innen weiterhin ein attraktiver und leistungsstarker Arbeitgeber zu sein und die hohe Ausbildungsqualität beizubehalten. Unser Absatzmarkt ist ebenfalls vom Fachkräftemangel betroffen. Zudem stellen nicht gelöste Nachfolgeregelungen in den nächsten Jahren für viele Betriebe eine Herausforderung dar.

Kernziel unseres Finanzmanagements ist die jederzeitige Sicherung der Liquidität zur Gewährleistung des täglichen Geschäftsbetriebes. Die Zahlungsfähigkeit wird permanent überwacht und ist durch die vereinbarten Kreditlinien mit unseren begleitenden Banken gewährleistet. Durch unser sehr strenges Debitoren-Management und die enge Zusammenarbeit mit unserer Warenkreditversicherung können nennenswerte Forderungsausfälle vermieden werden. Diese Politik wird konsequent weitergeführt. Soweit Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wir sehen uns für die Bewältigung künftiger Risiken solide aufgestellt.

Insgesamt sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft erkennbar.

5. Prognosebericht und Ausblick 2024

Für das laufende Jahr ist von einer gedämpften und sich nur langsam erholenden gesamtwirtschaftlichen Situation auszugehen. Dies wirkt sich unmittelbar auf den Geschäftserfolg von Kahrs aus.

Wir begegnen dem verhaltenen Geschäftsverlauf mit Innovationen im Sortiment, moderner Vertriebs- und Marketingsoftware, einem weiter intensivierten Bestandsmanagement sowie Anpassungen bei den Personalkosten. Darüber hinaus treiben wir die Digitalisierung unserer internen Prozesse konsequent voran, um sowohl die Qualität als auch die Effizienz stetig zu erhöhen.

Wir planen für 2024 mit einem leicht niedrigeren Umsatz bei deutlich verbesserter Marge. Beide Effekte sind auf die angestrebte Sortimentskonzentration zurückzuführen, da ein zunehmender Fokus auf gut kalkulierte Artikel gelegt wird und Randsortimente auslaufen. Darüber hinaus werden die in 2023 eingeleiteten Personalmaßnahmen in 2024 ihren vollen Kosteneinsparungseffekt entfalten.

Wir gehen die weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen für 2024 optimistisch an, da wir Kahrs mit den bereits eingeleiteten sowie weiteren anstehenden Maßnahmen gut aufgestellt sehen. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem gegenüber dem Vorjahr verbesserten, aber dennoch negativen Ergebnis.

 

Bremen, den 02. Dezember 2024

Kahrs GmbH

Michel Kahrs, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 700.434,20 933.668,59
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 30.016,63 53.982,47
II. Sachanlagen 648.151,98 847.270,38
III. Finanzanlagen 22.265,59 32.415,74
B. Umlaufvermögen 6.678.992,31 8.985.957,94
I. Vorräte 5.465.554,98 8.109.578,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 960.200,45 672.789,79
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 253.236,88 203.589,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 97.434,46 75.560,41
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.476.860,97 9.995.186,94

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.241.953,68 4.279.327,68
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 2.216.953,68 4.254.327,68
B. andere Sonderposten 20.995,00 37.795,00
C. Rückstellungen 569.659,02 630.949,17
D. Verbindlichkeiten 4.644.253,27 5.047.115,09
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.476.860,97 9.995.186,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.806.412,49 7.758.202,90
2. Personalaufwand 3.495.714,07 3.365.011,78
a) Löhne und Gehälter 2.872.482,09 2.822.188,97
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 623.231,98 542.822,81
3. Abschreibungen 263.395,77 416.856,90
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 263.395,77 416.856,90
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.260.767,54 3.599.667,63
5. Erträge aus Beteiligungen 1.926,73 2.999,89
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.653,95 2.218,17
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 206.799,37 104.288,56
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag -381.507,20 92.539,67
9. Ergebnis nach Steuern -2.035.176,38 185.056,42
10. sonstige Steuern 2.197,62 965,00
Jahresfehlbetrag 2.037.374,00 -184.091,42

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresfehlbetrag 2.037.374,00 -184.091,42
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.254.327,68 4.070.236,26
3. Bilanzgewinn 2.216.953,68 4.254.327,68

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Kahrs GmbH erfüllt in 2023 die Größenkriterien einer mittelgroßen Gesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Kahrs GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Bremen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Bremen
Register-Nr.: HRB 27226
HB

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden wie folgt angesetzt:

- Beteiligungen und Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt im Durchschnittsverfahren bzw. zu den niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag oder zu Herstellungskosten.

In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennwert bewertet .

Der liquiden Mittel und der Abrechnungsposten sind zum Nominalwert bilanziert.

Die Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen Auszahlungen für Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag.

Der Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des (Sach-)Anlagevermögens wird in Höhe der Anschaffungskosten für gefördertes Anlagevermögen erfolgsneutral gebildet und korrespondierend mit den Abschreibungen über den Zeitraum der jeweils maßgeblichen Nutzungsdauer des Anlagevermögens erfolgswirksam aufgelöst. Darüber hinaus wird der Sonderposten bei einem Abgang von gefördertem Anlagevermögen in Höhe des bestehenden Restbuchwertes erfolgswirksam aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassakurs zum Abschlussstichtag angesetzt.

Zur Absicherung von Währungsrisiken setzt die Gesellschaft Devisentermingeschäfte ein. Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte in Fremdwährung bestanden externe Devisentermingeschäfte im Nominalwert von TEUR 423. Die Devisentermingeschäfte und die Fremdwährungsverbindlichkeiten werden jeweils zu einer Bewertungseinheit in Form von Mirco Hedges zusammengefasst. Ihre jeweilige Effektivität wurde anhand der Critical-Term-Match-Methode ermittelt. Damit wird eine vollständige Wirksamkeit festgestellt. Infolgedessen sind durch Anwendung der Einfrierungsmethode zum Bilanzstichtag hierfür keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand, mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Änderung, nicht statt.

Die Forderungen gegen/Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen wurden im Berichtsjahr erstmals unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen/

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Vergleichswerte des Vorjahres und die Davon-Vermerke wurden nicht angepasst.

Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel und Abschreibung

Die Abschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer als einem Jahr beträgt 0 TEUR (Vj. 0 TEUR).

Angaben zu Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 3 TEUR (Vj. 3 TEUR) gegen Gesellschafter aus sonstigen Forderungen und in Höhe von 8 TEUR (Vj. 0 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen.

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 62 TEUR (Vj. 100 TEUR) enthalten.

Angaben zu den Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.

Summe bis 1 Jahr Über 1 Jahr Davon über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.199.660,99 2.998.732,84 200.928,15 0,00
(Vorjahr: 3.374.725, 23 2.952.499,59 422.225,64 0,00)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 533.521,48 533.521,48 0,00 0,00
(Vorjahr: 771.009,55 771.009,55 0,00 0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 696.885,35 696.885,35 0,00 0,00
(Vorjahr: 516.959,75 516.959,75 0,00 0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.039,41 19.039,41 0,00 0,00
(Vorjahr: 0,00 0,00 0,00 0,00)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 195.146,04 28.829,78 0,00
166.316,26
(Vorjahr: 384.420,56 33.153,61 0,00)
351.266,95
4.644.253,47 0,00
4.313.197,85 331.055,42
(Vorjahr: 5.047.115,09 0,00)
4.591.735,84 455.379,25

Sicherheiten:

Zu 1: Sicherheitsabtretung von Forderungen, Sicherungsübereignung Vorräte sowie Anlagevermögen sowie Bürgschaften.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung i.H.v. 39 TEUR (Vj. 52 TEUR).

Unter dem Posten Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 5 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.H.v. 58 TEUR (Vj. 127 TEUR).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für das Jahr 2024 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von 93 TEUR.

Für das Jahr 2025 bestehen insgesamt Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen i.H.v. 77 TEUR und für die Jahre 2026 bis 2029 i.H.v. 111 TEUR.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen i.H.v. 704 TEUR für das Jahr 2024.

Für die Jahre 2025 bis 2028 bestehen insgesamt Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen i.H.v. 2.099 TEUR.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag i.H.v. 2.037.374,00 EUR zzgl. Gewinnvortrag i.H.v. 4.254.327,68 EUR, mithin 2.216.953,68 EUR, auf neue Rechnung vorzutragen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer beträgt im Geschäftsjahr 67 (Vj. 72) Mitarbeiter, davon 27 (Vj. 29) gewerbliche Arbeitnehmer, 33 (Vj. 38) Angestellte und 7 (Vj. 5) Auszubildende.

Name des Geschäftsführers

Die Geschäftsführung erfolgte durch

Herrn Michel Kahrs, Ritterhude

Herrn Simon Pesdicek, Ottersberg (bis 30. März 2024)

Herrn Henning Degenhardt, Bremen (bis 30. März 2024)

Der Geschäftsführer Michel Kahrs ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Zum Abschlussstichtag beliefen sich die von der Gesellschaft an die Geschäftsführung ausgereichten Darlehen auf 62 TEUR. Die Kredite sind mit einem Zinssatz von 1 % p. a. zu verzinsen.

Unternehmensrisiken

Die Ukraine-Krieg und die Energiewende haben 2023 einen spürbaren negativen Einfluss ausgeübt. Ein signifikanter Nachfragerückgang, die Auswirkungen der Zinswende, sowie eine deutlich gestiegene Inflation belasten das Geschäft seitdem erheblich.

Daher werden aktuell Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung und zur Liquiditätssicherung, wie z.B. moderner Vertriebs- und Marketingsoftware, Kostensenkungen (insbesondere bei Investitionen, sonstigen betrieblichen Aufwendung und Personal) und eine reduzierte Kapitalbindung (insbesondere durch Vorräte) verfolgt. Darüber hinaus wurde bereits ein Einstellungsstopp beim Personal angeordnet.

 

Bremen, 02. Dezember 2024

Michel Kahrs, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
AK 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchg. AK 31.12.2023
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 46.775,27 0,00 0,00 0,00 46.775,27
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 719.892,71 17.871,00 0,00 0,00 737.763,71
766.667,98 17.871,00 0,00 0,00 784.538,98
II Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.771.737,50 22.818,15 76.794,50 0,00 1.717.761,15
1.771.737,50 22.818,15 76.794,50 0,00 1.717.761,15
III Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 10.401,49 10.401,49
2 Beteiligungen 6.000,00 0,00 0,00 0,00 6.000,00
3 Sonstige Ausleihungen 20.717,90 0,00 10.316,41 -10.401,49 0,00
4. Genossenschaftsanteile 5.697,84 166,26 0,00 0,00 5.864,10
32.415,74 166,26 10.316,41 0,00 22.265,59
Anlagevermögen insgesamt 2.570.821,22 40.855,41 87.110,91 0,00 2.524.565,72
Abschreibungen
Abschreib. 01.01.2023 Zugänge Abgänge Abschreib. 31.12.2023
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 46.774,27 0,00 0,00 46.774,27
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 665.911,24 41.836,84 0,00 707.748,08
712.685,51 41.836,84 0,00 754.522,35
II Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 924.467,12 221.558,93 76.416,88 1.069.609,17
924.467,12 221.558,93 76.416,88 1.069.609,17
III Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2 Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3 Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen insgesamt 1.637.152,63 263.395,77 76.416,88 1.824.131,52
Buchwerte
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.015,63 53.981,47
30.016,63 53.982,47
II Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 648.151,98 847.270,38
648.151,98 847.270,38
III Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.401,49 0,00
2 Beteiligungen 6.000,00 6.000,00
3 Sonstige Ausleihungen 0,00 20.717,90
4. Genossenschaftsanteile 5.864,10 5.697,84
22.265,59 32.415,74
Anlagevermögen insgesamt 700.434,20 933.668,59

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der Jahresabschluss wurde wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk am 02. Dezember 2024 erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kahrs GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kahrs GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kahrs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Anhang und Lagebericht, dass dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Lagebericht ist bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 2. Dezember 2024

Clostermann & Jasper Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
(Siegel)

gez. Stuber, Wirtschaftsprüfer

gez. Gampper, Wirtschaftsprüfer"

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