Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 758247
Eingetragen
28.9.2016
Branche
Großhandel mit sonstigen Baustoffen und BauelementenGroßhandel mit Bergwerks-, Bau- und BaustoffmaschinenGroßhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
Der Groß- und Einzelhandel mit Baustoffen, Fliesen, Natursteinbelägen sowie die Vermietung von Baumaschinen und Werkzeugen aller Art (Mietpark).

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Konz GmbH

Waiblingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

KONZ GMBH, WAIBLINGEN

A. Generelle Aussagen zum Unternehmen

Die Konz GmbH (im Folgenden auch Gesellschaft bezeichnet) ist eine Tochtergesellschaft der Hermann Konz GmbH + Co. KG mit Sitz in Waiblingen. Die Konz-Gruppe besteht aus fünf überregionalen Baustoffhandelsstandorten und 2 Fliesen-Fachhandel mit insgesamt 270 Beschäftigten. Die Gesellschaft ist Mitglied der hagebau-Kooperation sowie des BDB (Bundesverband deutscher Baustoff-Fachhandel e.V.).

Die Konz GmbH ist ein überregionaler Baustoff-Fachhändler und hat ihr Haupt-Einzugsgebiet im Großraum Stuttgart. Die Konz GmbH vertreibt in sämtlichen Sortimenten die gesamte Produkt- und Dienstleistungspalette vom Keller bis zum Dach. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Tief-/Straßenbau, Garten- u. Landschaftsbau, Hochbau, Putze/Trockenbau, Dach/Fassade und Fliesen. Darüber hinaus führen wir die Sortimente Fenster/Türen/Tore und Baugeräte/Werkzeuge.

Das Komplettangebot deckt den Bedarf von mittelständischen Bauunternehmen, Handwerks- und Gewerbebetrieben und Kommunen. Zu dem Kundenkreis zählen ebenfalls private Bauherren, Renovierer und Hausbesitzer. Unsere Erfolgsfaktoren liegen in der regionalen Nähe zum Kunden, der Sortimentsgestaltung, bei unseren kompetenten Mitarbeitern und in unserer Logistik.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2020 in eine tiefe Rezension geraten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2020 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5 % niedriger als im Vorjahr. Somit ist die deutsche Wirtschaft zum ersten Mal nach zehn Jahren Wachstum in Folge rückläufig.

Im Jahr 2020 stieg die zum ersten Mal seit 2013 um 480.000 im Vergleich zum Dezember 2019. Die Corona-Krise sorgte für einen starken Einbruch am Arbeitsmarkt. Im Kampf gegen die Pandemie hat die Kurzarbeit für Stabilisierung gesorgt und eine höhere Arbeitslosigkeit verhindert. Im April des vergangenen Jahres waren fast 6 Millionen Menschen in Kurzarbeit, im Oktober waren es noch 1,8 Millionen.

Im vergangenen Jahr hielt der Aufschwung in der Bauwirtschaft an und das Bauhauptgewerbe erzielte trotz der Corona-Krise im achten Jahr in Folge einen Umsatzanstieg. In 2020 betrug der Anstieg 4,9 %.

Nach den Daten des ZBD (Zentralverband des deutschen Baugewerbes) erreichte der Umsatz im Wohnungsbau in 2020 ca. 54,3 Mrd. Euro; (+10,5 %), im Wirtschaftsbau 49,8 Mrd. Euro; (+1,2 %) und im öffentlichen Bau 38,9 Mrd. Euro; (+6,2 %).

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Corona-Pandemie hat sich nach unserer Einschätzung begünstigend auf den Absatzbereich ausgewirkt, da Baumaßnahmen verstärkt vorangetrieben wurden. Die Schließung unserer Ausstellungsflächen wirkte sich nur geringfügig aus.

Das Rohergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1.193 T€ auf 10.139 T€. Das Geschäftsvolumen konnte im Vergleich zum Vorjahr um 5.046 T€ gesteigert werden. Insgesamt beurteilen wir den Geschäftsverlauf der Konz GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr als günstig.

a) Ertragslage

Das Betriebsergebnis erhöhte sich bei leicht verbesserter Kostenstruktur deutlich um 376 T€ gegenüber dem Vorjahr. Das Jahresergebnis stieg im Berichtsjahr um 501 T€. Die Erhöhung zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus dem Anstieg des Rohertrags aufgrund der Ausweitung des Geschäftsvolumens sowie aus neutralen Effekten.

b) Finanzlage

Im Bereich des kurzfristigen Fremdkapitals erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 161. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter, im Wesentlichen aus Cash-Pool-Verpflichtungen, sind um TEUR 295 angestiegen. Dem gegenüber haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich (um TEUR 492) unter anderem aufgrund der Rückzahlung eines Darlehens (TEUR 250) verringert.

Die Gesellschaft hat im Berichtjahr insgesamt 84 T€ in das Sachanlagevermögen investiert.

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um TEUR 1.259. Unseren Zahlungsverpflichtungen konnten wir jederzeit fristgerecht nachkommen.

c) Vermögenslage

Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 113 (= 1,4 %) auf TEUR 8.015 erhöht. Diese Erhöhung resultiert unter anderem aus dem Anstieg der Posten sonstige Vermögensgegenstände, Vorräte sowie einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter.

Der Anteil des mittel- und langfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen hat sich von 10,6 % auf 9,9 % im Geschäftsjahr 2020 vermindert. Der Rückgang resultiert aus der abschreibungsbedingten Veränderung der Sachanlagen (Verminderung um TEUR 67).

Dementsprechend hat sich das mittel- und langfristige Vermögen um TEUR 40 (= 4,8 %) auf nunmehr TEUR 796 verringert.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist um TEUR 124 (= 64,6 %) auf TEUR 316 gestiegen. Die Erhöhung resultiert aus dem Jahresüberschuss 2020 in Höhe von TEUR 124.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt damit zum Abschlussstichtag 3,9 % (Vorjahr: 2,4 %) des insgesamt gestiegenen Gesamtkapitals.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung: Hierbei werden neben dem Vergleich der Umsatzerlöse auch der Umsatz pro Mitarbeiter sowie die Umsatzrendite im Zeitablauf überwacht. Der Umsatz pro Mitarbeiter erhöhte sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um ca. 8 % und hat damit unsere Erwartungen eines Umsatzes pro Mitarbeiter auf Vorjahresniveau übertroffen. Die Umsatzrendite erhöhte sich wie erwartet um 1,4 %-Punkte.

Betriebsergebnis: Das Betriebsergebnis hat sich erwartungsgemäß im Vergleich zum vergangenen Jahr um + 139 % verbessert.

4. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als ausbaufähig ein. Unsere Liquidität wird durch ein straffes Forderungsmanagement, der Überwachung der Einhaltung der Skontofristen sowie der ständigen Überwachung der Zahlungsfähigkeit durch die tägliche Überprüfung und Buchung der Geldein- und -ausgänge überwacht.

C. Prognosebericht

Die Weltwirtschaft und mit ihr die deutsche Volkswirtschaft sind durch die Corona-Pandemie in eine Rezession geraten. Die Jahresprojektion 2021, veröffentlicht durch das Bundeswirtschaftsministerium, zeigt jedoch, dass die Rezession nicht so stark ausgefallen ist wie befürchtet. Für das Jahr 2021 erwartet die Bundesregierung eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 3,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung von vor der Pandemie dürfte erst Mitte 2022 wieder erreicht werden. Ziel der Regierung ist es, die Corona-Krise zu überwinden, wirtschaftliche Erholung zu unterstützen und Strukturen zu stärken.

Die Bauwirtschaft hat dem pandemiebedingten Abschwung der Konjunkturentwicklung in Deutschland in 2020 entgegengewirkt. Für 2021 erwartet der ZDB einen Umsatz im Bauhauptgewerbe auf dem Niveau des Jahres 2020 bei ca. 140 Mrd. Euro. Für den Wohnungsbau prognostiziert der ZDB einen Umsatzwachstum von ca 3 %, jedoch wird beim Wirtschafts- und öffentlichen Bau mit einem Rückgang von 1,5 % - 2 % gerechnet.

Eine konkrete Prognose ist derzeit nicht möglich. Das Risiko besteht weiterhin darin, dass die Produktion durch Probleme bei den Baustoff- und Baumaterialzulieferern, durch Erkrankungen in den Baubelegschaften oder durch behördliche Maßnahmen gebremst wird.

Unsere Geschäftserwartungen folgen grundsätzlich dem im Baugewerbe üblichen saisonalen Konjunkturverlauf. Wir gehen davon aus, dass über das gesamte Wirtschaftsjahr gesehen die Baukonjunktur im Raum Stuttgart auch 2021 anhalten wird. Voraussetzung dafür ist, dass die Pandemie schnellstmöglich eingedämmt wird und es von staatlicher Seite her nicht länger anhaltende Maßnahmen gibt, die das Geschäftsleben weiterhin negativ beeinflussen. Bedingt durch die anhaltende Pandemie bleiben die Privatinvestitionen abzuwarten. Inwiefern Corona Auswirkungen auf die Investitionen der öffentlichen Hand hat kann derzeit noch nicht eingeschätzt werden.

Durch die begonnene Zentralisierung des Einkaufes erwarten wir Kostenvorteile bei der Warenbeschaffung und mit der Ausrichtung des Vertriebs auf die ertragsstarken Kernbereiche soll weiteres Marktpotential erschlossen werden. Höchste Priorität im laufenden Jahr wird auf eine Steigerung der Umsatzrendite gelegt. Zur Erreichung dieser Zielsetzung wird mit stabilen Personal- und Sachkosten geplant.

Für das Geschäftsjahr 2021 planen wir aufgrund der Pandemie und deren momentan nicht einschätzbaren Risiken mit etwas geringeren Umsatzerlösen als 2020. Höchste Priorität wird im Jahr 2021 auf die Steigerung des Rohertrages gelegt. Aus diesem Grund erwarten wir ein gleichbleibendes Betriebsergebnis. Der Fokus wird weiterhin auf den Ausbau und die Schulung von sehr gutem Fachpersonal gelegt. Die stetige Verbesserung interner Abläufe sowie die Digitalisierung weiterer Prozesse werden eine Hauptaufgabe in diesem Geschäftsjahr sein.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes der Gesellschaft liegt die Geschäftsentwicklung über Plan. Wir gehen davon aus, dass die geplanten Ziele erreicht werden.

D. Chancen- und Risikobericht

Chancen:

Wir begreifen die wachsenden Schwierigkeiten der Baustoffindustrie, ihre Ware zum Endabnehmer zu liefern, als Chance. Damit steigt die Bedeutung eines Händlers, wie wir es sind, diese Bedürfnisse mit einer funktionierenden und zuverlässigen Logistik zu bedienen. Dies trifft auch auf die momentane Situation der Corona Pandemie zu.

Finanzielle Risiken:

Durch die Einrichtung des Cash-Poolings für alle Konzerngesellschaften wird überschüssige Liquidität zinssparend abgeschöpft und zur Vermeidung der Inanspruchnahme von teuren Kontokorrentkrediten eingesetzt. Bonussteuerung, Bonuskontrolle sowie Überprüfung von Langsamdrehern und Altwaren sind weitere Instrumente der finanziellen Risikominimierung. Zusätzliche Instrumente der Qualitätsprüfungen wie Spannenüberwachung und Preisprüfungen wurden installiert.

Das Forderungsmanagement wird weiterhin gestrafft und die Marktunsicherheiten beobachtet.

Zinsänderungsrisiken werden durch den Abschluss von Zinsswap-Geschäften reduziert.

Beschaffungsrisiken:

Das Risiko der Materialknappheit und Lieferunfähigkeit vermeiden wir mit konzernweiten Einkaufsaktionen.

Risiken liegen momentan hauptsächlich in der pandemiebedingten Materialknappheit und den daraus resultierenden Lieferengpässen. Zusätzlich sehen wir ein Risiko in den sprunghaft steigenden Beschaffungskosten, die das Bauvolumen nachhaltig dämpfen könnten. Die genannten Risiken wirken sich bereits jetzt auf den Vertrieb aus. Vorsorge versuchen wir zu treffen, in dem wir unsere Lagerbestände tendenziell erhöhen.

Personalbezogene Risiken:

Größte Aufmerksamkeit widmen wir nach wie vor den Mitarbeitern. Es bleibt schwierig, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Personalentwicklungsmaßnahmen und eine langfristige Bindung von Mitarbeitern werden daher bei uns künftig eine noch intensivere Bedeutung als bisher gewinnen.

Pandemiebedingte Risiken:

Die Maßnahmen der Regierungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben erhebliche Auswirkungen auf das Wirtschaftsleben. Durch den Rückgang der Wirtschaftsleistung resultieren Marktunsicherheiten. Konkrete Prognosen sind aufgrund mangelnder Erfahrungen über die Dauer der Pandemie und deren mittelfristige Auswirkungen nicht möglich. Das Investitionsverhalten könnte sich verändern. Wir sind von der Krise bislang nur geringfügig betroffen, jedoch könnte sich das Investitionsverhalten ändern.

Wir haben unser Risikomanagementsystem nun darauf ausgelegt, den sich hieraus ergebenden Personal-, Absatz- und Beschaffungsrisiken mit geeigneten Maßnahmen entgegen zu treten. Die im folgenden und bereits im letzten Jahr seitens der Geschäftsführung getroffenen Vorkehrungen werden weiterhin fortgeführt, um für die eventuell bevorstehenden negativen Auswirkungen auch auf unseren Geschäftsbetrieb bestmöglich aufgestellt zu sein.

Es wurden umfangreiche Sicherheits- und Hygienemaßnahmen zum Schutze der Belegschaft und des Geschäftsbetriebes ergriffen. Um im Ernstfall unsere Liquidität zu sichern, haben wir uns umfangreich mit allen angebotenen Hilfsmöglichkeiten (wie beispielsweise KfW-Finanz-Krediten) auseinandergesetzt. Außerdem setzen wir noch stärker auf ein straffes Forderungsmanagement und versichern gegebenenfalls weitere Kunden bei unserer Warenkreditversicherung. Um mögliche Lieferengpässe zu umgehen wurden die Lagerbestände von kritischen Lieferanten aufgebaut. Zahlungszielverlängerungen und Zusatzrabatte für diese Bestellungen sind einzufordern. Zusätzlich werden alle Investitionsvorhaben nochmals geprüft, um den laufenden Geschäftsbetrieb nicht in Gefahr zu bringen. Diese Maßnahmen wurden zusätzlich zu unseren sonstigen Vorkehrungen getroffen, die wir zur Risikominimierung einsetzen.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Absicherung sehen wir keine Risiken, die die Entwicklung des Unternehmens beeinträchtigen oder dessen Bestand gefährden

 

Waiblingen, 31. März 2021

Konz GmbH

Geschäftsführung

gez. Andrea Schöllhammer

gez. Alexander Eller

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

KONZ GMBH, WAIBLINGEN

AKTIVA

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 789.832,91 830.581,37
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 32.273,28 6.128,00
II. Sachanlagen 716.559,63 784.453,37
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.424,00 11.563,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 476.589,04 542.232,08
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 232.546,59 230.658,29
III. Finanzanlagen 41.000,00 40.000,00
1. Beteiligungen 41.000,00 40.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.224.124,33 7.049.894,67
I. Vorräte 3.749.893,98 3.501.044,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.457.853,18 3.536.559,99
1. davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.326,00 16.573,01
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.377,17 12.290,54
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.347,65 21.576,85
8.015.304,89 7.902.052,89

PASSIVA

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. EIGENKAPITAL 316.025,71 192.350,03
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 1.955.039,17 1.955.039,17
III. Verlustvortrag -2.262.689,14 -1.885.927,04
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 123.675,68 -376.762,10
B. RÜCKSTELLUNGEN 582.100,00 562.700,00
C. VERBINDLICHKEITEN 7.117.179,18 7.147.002,86
1. davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 250.000,00 741.641,52
2. davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.113.559,11 4.819.272,72
8.015.304,89 7.902.052,89

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

2020
EUR
2019
EUR
1. Rohergebnis 10.139.391,61 8.946.073,34
2. Personalaufwand -5.294.343,48 -5.035.101,04
a) Löhne und Gehälter -4.361.862,32 -4.178.976,13
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -932.481,16 -856.124,91
3. Abschreibungen -134.215,25 -149.923,21
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -134.215,25 -149.923,21
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.395.326,53 -3.963.186,85
5. Erträge aus Beteiligungen 3.384,19 7.239,64
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.783,72 12.073,01
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -183.668,19 -180.883,76
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5,97 0,77
9. Ergebnis nach Steuern 147.012,04 -363.708,10
10. Sonstige Steuern -23.336,36 -13.054,00
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 123.675,68 -376.762,10

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

KONZ GMBH, WAIBLINGEN

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung der Konz GmbH, Waiblingen (Amtsgericht Stuttgart, HRB 758247) sind die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Diese liegt hierbei zwischen drei und fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- / Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen drei und 15 Jahren.

Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden analog § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder zu niedrigeren Zeitwerten, wobei für mangelnde Gängigkeit Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen werden.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 24.326,00 (i. V. EUR 16.573,01), die teilweise mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen saldiert wurden.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 112), Kundenboni (TEUR 243), Personalkosten (TEUR 149) und Jahresabschlusskosten (TEUR 58).

4. Verbindlichkeiten

Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde das Warenlager sicherungsübereignet. Außerdem besteht eine Globalzession an den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von EUR 250.000,00 (i. V. EUR 741.641,52) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben EUR 1.390.000,00 (i. Vj. TEUR 1.390) eine Restlaufzeit von über 5 Jahren, EUR 390.000,00 (i. Vj. TEUR 390) eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren und in Höhe von EUR 3.333.559,11 (im Vj. TEUR 3.039) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Weiterhin beinhalten sie i. H. v. EUR 153.739,59 (i. V. EUR 54.107,02) Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und wurden teilweise mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen saldiert.

Von den übrigen Verbindlichkeiten haben EUR 8.389,50 (i. V. EUR 0,00) eine Restlaufzeit von über einem bis fünf Jahren.

Alle anderen Verbindlichkeiten haben, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

5. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von sonstigen Rückstellungen ermittelt.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 29,48 %.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2020 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 3.411.

Die Mietverpflichtungen beziehen sich im Wesentlichen auf ein gemietetes Geschäftsgebäude. Die Leasingverpflichtungen beziehen sich auf 35 Kraftfahrzeuge und 15 Gabelstapler. Die genannten Maßnahmen dienen der Entlastung des Refinanzierungsvolumens. Von den Mietverpflichtungen betreffen TEUR 498 verbundene Unternehmen.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Personalaufwand

Im Posten Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 22.438,68 (i. V. EUR 0,00) enthalten.

C. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft nach § 73 AO für Steuerschulden des Organträgers Hermann Konz GmbH + Co. KG, Waiblingen. Eine Inanspruchnahme wird unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungsdatum gewonnenen Erkenntnisse als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.

Zusätzlich bestehen zum Stichtag Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB in Höhe von EUR 600.000,00 aus der gesamtschuldnerischen Haftung im Zusammenhang mit einem von Gesellschaften der Konz-Gruppe abgeschlossenen Kreditvertrag. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingestuft, da es derzeit keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass den Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nicht nachgekommen wird.

2. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigen Arbeitnehmer beträgt:

Anzahl
Leitende Angestellte 3
Angestellte 71
Gewerbliche Arbeitnehmer 38
112

Organ der Gesellschaft

Geschäftsführer sind:

Andrea Schöllhammer, Waiblingen

Alexander Eller, Weinstadt

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

3. Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft, der Hermann Konz GmbH + Co. KG, Waiblingen, zum 31. Dezember 2020 einbezogen, den diese für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

D. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in der Gesellschafterversammlung vom 22.06.2021 den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 123.675,68 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Waiblingen, 30. März 2021

Konz GmbH

Geschäftsführung

gez. Andrea Schöllhammer

gez. Alexander Eller

Angabe nach § 328 Abs. 1a S. 1 HGB:

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2020 erfolgte am: 22.06.2021.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2020
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2020
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
13.518,62 28.039,28 0,00 0,00 41.557,90
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 138.733,01 0,00 0,00 0,00 138.733,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.158.782,10 81.985,25 0,00 141.653,94 2.099.113,41
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 230.658,29 1.888,30 0,00 0,00 232.546,59
2.528.173,40 83.873,55 0,00 141.653,94 2.470.393,01
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 40.000,00 1.000,00 0,00 0,00 41.000,00
40.000,00 1.000,00 0,00 0,00 41.000,00
2.581.692,02 112.912,83 0,00 141.653,94 2.552.950,91
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2020
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
7.390,62 1.894,00 0,00 9.284,62
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 127.170,01 4.139,00 0,00 131.309,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.616.550,02 128.182,25 122.207,90 1.622.524,37
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.743.720,03 132.321,25 122.207,90 1.753.833,38
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.751.110,65 134.215,25 122.207,90 1.763.118,00
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2020
EUR
31. Dez. 2019
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
32.273,28 6.128,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.424,00 11.563,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 476.589,04 542.232,08
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 232.546,59 230.658,29
716.559,63 784.453,37
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 41.000,00 40.000,00
41.000,00 40.000,00
789.832,91 830.581,37

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Konz GmbH, Waiblingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Konz GmbH, Waiblingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Konz GmbH, Waiblingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 31. März 2021

Lohrmann Riehle Durach Mazars GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. HELMUT LOHRMANN, WIRTSCHAFTSPRÜFER

gez. LISA-KATRIN LOHRMANN, WIRTSCHAFTSPRÜFERIN

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