Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 19128
Vorher
MDH Medien Druck Holding Aktiengesellschaftunitedprint.com AG
Eingetragen
7.12.2000
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenVerlegen von ZeitungenDruck- und Medienvorstufe
Gegenstand
Herstellung und Erbringung aller Arten grafischer Erzeugnisse und Leistungen. Alle weiteren Geschäfte auf dem Gebiet der Medien, Information und Kommunikation sind zulässig; Handel mit Material aus der Druckindustrie, insbesondere mit Papier, Pappe, Verpackungen, Druckplatten, Druckfarbe, Werbetechnik und Werbemitteln.

Historie

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Management

NameRolle
Frank Winkler
seit 6.7.2021
Vorstandsmitglied
Fabian Frenzel
seit 29.7.2019
Vorstandsmitglied
Holger Gerstenberg
seit 14.7.2014
Vorstandsmitglied
Holm Winkler
seit 14.7.2014
Vorstandsmitglied
Jan Stradtmann
seit 14.7.2014
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

unitedprint.com SE

Radebeul

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz

AKTIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 646.716,97 739.022,97
2. Geleistete Anzahlungen 85.047,91 45.807,91
731.764,88 784.830,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.161.208,51 6.465.615,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.126.634,79 1.975.825,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.019.000,51 1.112.472,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.150,75 0,00
8.310.994,56 9.553.912,52
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 462.469,13 462.459,13
2. Sonstige Ausleihungen 1,00 1,00
462.470,13 462.470,13
9.505.229,57 10.801.213,53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 661.117,57 1.027.224,71
2. Unfertige Erzeugnisse 57.393,05 140.111,46
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 11.267,56 29.342,26
729.778,18 1.196.678,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 146.496,62 305.130,96
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 911.830,35 852.983,15
3. Sonstige Vermögensgegenstände 556.534,82 1.277.846,42
1.614.861,80 2.435.960,53
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 4.291.670,45 3.225.197,93
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.524.554,39 3.118.478,06
11.160.864,82 9.976.314,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 407.882,72 315.787,28
21.073.977,11 21.093.315,76

PASSIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 120.400,00 120.400,00
II. Kapitalrücklage 379.633,97 379.633,97
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklagen 65.159,31 65.159,31
2. Andere Gewinnrücklagen 186.913,47 186.913,47
252.072,78 252.072,78
IV. Gewinnvortrag 5.235.732,61 6.543.842,61
V. Jahresfehlbetrag 0,00 -197.269,00
5.987.839,36 7.098.680,36
B. Sonderposten aus Investitionszuschüssen 1.338.678,99 1.447.418,99
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 7.479,68 4.027,00
2. Sonstige Rückstellungen 957.479,62 1.138.338,35
964.959,30 1.142.365,35
D. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 412,92 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.294.312,12 5.277.437,80
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.433.252,96 1.708.685,31
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.054.521,46 4.049.942,56
- davon aus Steuern: EUR 140.489,17 (V).: TEUR 196)
- davon Im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 56.885,02 (Vj.: TEUR 46) 12.782.499,46 11.036.065,67
E. Passive latente Steuern 0,00 368.785,39
21.073.977,11 21.093.315,76

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01. - 31.12.2019 01.01.- 31.12.2018
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 68.617.206,71 74.247.238,59
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -100.793,11 -94.897,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.482.852,12 3.397.170,48
- davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 13.919,59 (Vj.: TEUR 19)
4. Materialaufwand 73.999.265,72 77.549.512,07
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.276.189,03 23.838.528,90
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.585.291,66 8.431.583,59
34.861.480,69 32.270.112,49
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.392.416,40 17.923.739,31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.993.968,08 3.860.442,43
- davon für Altersversorgung EUR 17.667,52 (Vj.: TEUR 29)
17.386.384,48 21.784.181,74
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.475.369,69 1.984.132,06
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.513.556,06 20.477.933,79
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 94.556,04 (Vj.: TEUR 73)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 16.570,64 14.271,70
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 102.817,19 72.381,41
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.287,88 (Vj.: TEUR 1)
10. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 51.069,56 1.030.027,48
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.545,03 48.942,03
- davon an verbundene Unternehmen EUR 0 (Vj.: TEUR 0)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -400.698,17 224.980,07
- davon latente Steuern EUR -368.785,39 (Vj.: EUR -11)
13. Ergebnis nach Steuern 4.214.946,21 -184.144,48
14. Sonstige Steuern 18.274,91 13.124,52
15. Abgeführte Gewinne 4.196.671,30 0,00
16. Jahresfehlbetrag 0,00 -197.269,00

Anhang

unitedprint.com SE

Radebeul

I. Allgemeines

Die unitedprint.com SE hat ihren Sitz in Radebeul. Sie ist in das Handelsregister Dresden mit der Handelsregisternummer HRB 19128 eingetragen.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden.

Es wurden die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist wie in den Vorjahren nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt linear über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren.

Für die übrigen Anlagengruppen kommen folgende Abschreibungssätze zur Anwendung:

Gebäude und bauliche Anlagen 3,00 % - 10,00 %
Technische Anlagen und Maschinen 9,00 % - 24,00 %
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5,00 % - 40,00 %

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr bis auf EUR 1 abgeschrieben.

Alle technischen Anlagen und Maschinen, die im vollkontinuierlichen Betrieb eingesetzt werden, werden mit dem erhöhten Faktor 1,5 abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten beinhalten Einzel- und Gemeinkosten nach § 255 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB. Die Wahlrechte zur Aktivierung weiterer Kosten wurden nicht in Anspruch genommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Risiken werden auf Grundlage von Erfahrungswerten durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit kleiner 1 Jahr.

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs bzw. beilzulegendem Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Sonderposten aus Investitionszuschüssen/-zulagen

Die erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen für Anlagegegenstände werden in den Sonderposten eingestellt. Die Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse und -zulagen erfolgt über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände unter Beachtung der vorgenommenen Abschreibungen. Die anteilige Auflösung des Sonderpostens wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Rückstellungen/Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bildung der Rückstellungen erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Sammelrückstellungen werden nicht gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen amtlichen Mittelkurs in EURO umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Einzelheiten zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im angefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen wie im Vorjahr insbesondere aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich aus der Vertriebstätigkeit der verbundenen Unternehmen für die unitedprint.com SE ergeben. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind, wie im Vorjahr, keine Forderungen gegen den Gesellschafter enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Umsatzsteuerguthaben (TEUR 288), Forderungen aus Einkommensteuerguthaben (TEUR 118) sowie sonstige Vermögensgeständen (TEUR 101) ausgewiesen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2019 EUR 120.400,00 und ist eingeteilt in 120.400 Namensaktien zum Nennwert von je EUR 1,00.

Das Ergebnis des Berichtsjahres wurde aufgrund eines in 2019 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags in Höhe von TEUR 4.197 abgeführt. Der Jahresfehlbetrag des Vorjahres in Höhe von TEUR 197 wurde mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres in Höhe von TEUR 6.544 zusammengefasst. Hieraus wurde ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 1.111 an die Aktionäre ausgeschüttet. Der Restbetrag wurde in den Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 5.236 eingestellt.

Sonderposten

Investitionszulagen und -zuschüsse für Vermögensgegenstände werden in den Sonderposten eingestellt und entsprechend der Nutzungsdauer der Wirtschaftsgüter aufgelöst. In 2019 wurden TEUR 109 aufgelöst.

Sonstige Rückstellungen

Bei den ausgewiesenen Rückstellungen handelt es sich um folgende Posten:

Rückstellungen für Gewährleistungen TEUR 393
Rückstellungen für Urlaubsansprüche und Mehrarbeit TEUR 338
Rückstellungen für Prozessrisiken TEUR 151
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 45
Rückstellung für Abschluss und Prüfung TEUR 30
Gesamt TEUR 957

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen nachfolgende Restlaufzeiten auf:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag kleiner 1 Jahr größer 1 Jahr davon über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.294 7.294 - -
(Vorjahr) 5.277 5.277 - -
Verbindlichkeiten ggü verbundenen Unternehmen 4.433 4.433 - -
(Vorjahr) 1.709 1.709 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 1.055 1.055 - -
(Vorjahr) 4.050 2.570 1.480 -
12.782 12.782 - -
(Vorjahr) 11.036 9.556 1.480 -

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von insgesamt TEUR 4.028 (Vorjahr: TEUR 1.219). Diese resultieren mit TEUR 3.803 aus sonstigen Finanzverbindlichkeiten (Vorjahr: TEUR 972) sowie mit TEUR 226 aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 247). Die verbleibenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr insbesondere aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern betrugen zum 31. Dezember 2019 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 369). Diese betrafen im Vorjahr die Bewertungsunterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen im Anlagevermögen und im Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen. Aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der Unitedprint.com Holding GmbH (vormals: WML Wealth Management Legal Holding GmbH & Co. KG) wurden die latenten Steuern bei der genannten Gesellschaft erfasst und bei der unitedprint.com SE ergebniswirksam aufgelöst.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden aus der Fertigung von drucktechnischen Erzeugnissen insbesondere Magazinen, Broschüren, Plakaten, Flyern, Visitenkarten und Großformatdrucken und dem Vertrieb dieser Produkte über die nationalen und internationalen Vertriebsgesellschaften realisiert.

Die Umsätze gliedern sich nach Ländern wie folgt (Angaben in TEUR):

2019 2018
Deutschland 32.633 36.170
Frankreich 10.428 10.915
Großbritannien 5.798 6.754
Schweiz 5.226 5.375
Österreich 3.415 3.380
Spanien 2.234 2.509
Übrige Länder 8.883 9.144
68.617 74.247

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt (Angaben in TEUR):

2019 2018
Erlöse aus Druckaufträgen 67.258 72.086
Erlöse aus dem Verkauf von Produktionsabfällen 1.067 2.094
Übrige Erlöse 292 67
68.617 74.247

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere periodenfremde Buchgewinne aus Anlageverkäufen (TEUR 3.737), Erträge aus Zuschreibungen der Wertpapiere des Umlaufvermögens (TEUR 460), Schadenersatz und Versicherungsentschädigung (TEUR 360), periodenfremde Erträge aus Wettbewerbsverfahren (TEUR 89) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 80).

Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Abschreibungen auf die Wertpapiere im Umlaufvermögens belaufen sich zum Stichtag auf Grund von Wertminderungen auf TEUR 51.

Geschäftsjahresabschreibungen

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Aufwendungen aus Gewinnabführung

Aufgrund des in 2019 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags zwischen der Unitedprint.com Holding GmbH, Radebeul, und der unitedprint.com SE, Radebeul, ist die Organgesellschaft verpflichtet, den nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelten Gewinn entsprechend allen Vorschriften des § 301 AktG an den Organträger abzuführen. Zum 31.12.2019 ergibt sich ein Jahresüberschuss (vor Gewinnabführung) in Höhe von EUR 4.196.671,30, welcher vollständig an die Organträgerin abgeführt wird.

V. Sonstige Angaben

Konzernverhältnisse

Muttergesellschaft der unitedprint.com SE ist die Unitedprint.com Holding GmbH mit Sitz in Radebeul. Die Unitedprint.com Holding GmbH ging durch Umwandlung der WML Wealth Management Legal Holding GmbH & Co. KG mit Eintragung ins Handelsregister am 22. August 2019 hervor. Seit dem Geschäftsjahr 2019 existiert ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen den Gesellschaften.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Unitedprint.com Holding GmbH, Radebeul, einbezogen, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Der Konzernabschluss der Unitedprint.com Holding zum 31. Dezember 2019 wird gemäß § 315e Abs. 3 HGB, nach den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.

Gemäß § 291 HGB kommt diesem Konzernabschluss nach deutschem Recht befreiende Wirkung zu. Der Konzernabschluss enthält die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2019 die folgenden 100%igen Beteiligungen:

Sitz Eigenkapital zum 31.12.2019
[Euro]
unitedprint.com Deutschland GmbH Radebeul 243.659

Mit der unitedprint.com Deutschland GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Das Jahresergebnis der unitedprint.com Deutschland GmbH war im Geschäftsjahr 2019 entsprechend EUR 0.

Angaben über Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen

Aus den Fördermittelbescheiden für GA-Zuschüsse ergibt sich eine Mithaftung der Unitedprint.com Holding GmbH für die gewährten Zuschüsse in Höhe von 15 % der gewährten Mittel.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtung

Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen folgende Verpflichtungen für die Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen.

davon Mindestleasingzahlungen
Gesamtbetrag kleiner 1 Jahr 1 bis 5 Jahre größer 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Gebäude 171 170 1 -
(Vorjahr) 212 211 1 -
Betriebs- und Geschäftsausstattung 12 11 1 -
(Vorjahr) 40 28 12 -
183 181 2 -
252 239 13 -

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse oder weiteren finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind.

Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

2019 2018
Angestellte 192 192
Gewerbliche Arbeitnehmer 272 430
Auszubildende 21 28
485 650

Gesellschaftsorgane

Aufsichtsrat

Wolfgang Lerchl (Vorsitzender),

Cathleen Eisold (stellvertretende Vorsitzende), Geschäftsführerin der Unitedprint.com Holding GmbH, Radebeul

Romy Bitterlich, Angestellte Human Ressources, (ab 30.10.2019)

Nicole Jäger, Angestellte Shipping (bis 29.10.2019)

Vorstand

Herr Andreas Mößner, Vorstandsvorsitzender (bis 31.10.2019)

Herr Holm Winkler, Vorstandsvorsitzender (ab 01.11.2019); Vorstand Bereich Legal / HR / Finance

Herr Fabian Frenzel, Bereich Marketing (ab 01.07.2019)

Herr René Winkler, Bereich Production / Logistics / IT

Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 476 und die des Aufsichtsrats auf TEUR 11.

Nachtragsbericht gem. § 285 Nr. 33 HGB

Die in 2020 durch COVID-19 ("Corona") bedingten wirtschaftspolitischen sowie sozialen Entwicklungen betreffen auch die unitedprint.com SE, Radebeul. Da es sich für das Unternehmen um ein wertbegründendes Ereignis handelt, hat es auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 somit keine direkte Auswirkung.

 

Radebeul, den 30. September 2020

Holm Winkler, Vorstandsvorsitzender / Vorstand Bereich Legal / HR / Finance

Fabian Frenzel, Vorstand Marketing

René Winkler, Vorstand Production / Logistics / IT

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2019 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.270.489,76 158.735,14 1.399,80 0,00 4.430.624,70
2. Geleistete Anzahlungen 45.807,91 39.240,00 0,00 0,00 85.047,91
4.316.297,67 197.975,14 1.399,80 0,00 4.515.672,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 10.788.233,01 19.890,00 0,00 0,00 10.808.123,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.059.115,87 1.500,00 0,00 19.749.927,59 5.310.688,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.168.142,08 245.045,24 -1.399,80 97.225,76 5.314.561,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.150,75 4.150,75
41.015.490,96 270.585,99 -1.399,80 19.847.153,35 21.437.523,80
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 462.469,13 0,00 0,00 0,00 462.469,13
2. Sonstige Ausleihungen 170.844,15 0,00 0,00 0,00 170.844,15
633.313,28 0,00 0,00 0,00 633.313,28
45.965.101,91 468.561,13 0,00 19.847.153,35 26.586.509,69
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2019 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.531.466,79 251.046,14 1.394,80 0,00 3.783.907,73
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.531.466,79 251.046,14 1.394,80 0,00 3.783.907,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.322.617,50 324.297,00 0,00 0,00 4.646.914,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.083.290,87 563.918,31 0,00 19.463.155,69 4.184.053,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.055.670,07 336.108,24 -1.394,80 94.822,26 4.295.561,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
31.461.578,44 1.224.323,55 -1.394,80 19.557.977,95 13.126.529,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 170.843,15 0,00 0,00 170.843,15
170.843,15 0,00 0,00 0,00 170.843,15
35.163.888,38 1.476.369,69 0,00 19.557.977,95 17.081.280,12
Buchwerte
Stand am 31.12.2019 Stand 31.12.2018
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 646.716,97 739.022,97
2. Geleistete Anzahlungen 85.047,91 45.807,91
731.764,88 784.830,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.161.208,51 6.465.615,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.126.634,79 1.975.825,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.019.000,51 1.112.472,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.150,75 0,00
8.310.994,56 9.553.912,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 462.469,13 462.469,13
2. Sonstige Ausleihungen 1,00 1,00
462.470,13 462.470,13
9.505.229,57 10.801.213,53

Lagebericht zum 31. Dezember 2019

unitedprint.com SE

Radebeul

Inhaltsverzeichnis

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

2. unitedprint.com SE im Marktumfeld

3. Umsatz und Auftragssituation

4. Produktionspalette

5. Beschaffung

6. Investitionen

7. Finanzierung

8. Personal

9. Umweltschutz

10. Rechtliche Rahmenbedingungen

II. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

2. Finanzlage

3. Vermögenslage

4. Besondere Darstellungsform zur Entwicklung und Lage des Unternehmens

5. Prognosebericht

6. Angaben über die Zielgrößen zum Frauenanteil gemäß § 289a Abs. 4 HGB

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagement

2. Chancen und Risiken

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Im letzten Quartal des Jahres 2019 stagnierte die deutsche Wirtschaft. Sie befindet sich in einer Schwächephase. Im Gesamtjahr 2019 nahm die Wirtschaftsleistung um 0,6% zu. Für das Jahr 2020 befürchtet der Internationale Währungsfons wegen der Coronavirus-Pandemie eine schwerere Rezession als bislang angedacht. Demnach geht der IWF von einem Einbruch des Bruttoinlandsproduktes von 7,8 % aus. Die Prognose ist mit hoher Unsicherheit behaftet. Einflussfaktoren stellen die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus dar, der Brexit sowie ein möglicherweise drastischer Rückgang der chinesischen Konjunktur.

[Quellen: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/iahreswirtschaftsbencht-2020.html und https://www.wiwo.de/politik/konjunktur/oecd-prognose-fuer-2020-talfahrt-fuer-die-deutsche-wirtschaft/25253282.html; Abruf vom 13.03.2020/https://www.tagesschau.de/wirtschaft/iwf-prognose-corona-101.html; Abruf vom 8.7.2020]

Des Weiteren ist die Situation der globalen Finanzmärkte und anderer aufstrebender Märkte anfällig für soziale Unruhen und geopolitische Spannungen.

[Quelle: https://ec.europa.eu/info/sites/info/files/economy-finance/ip121_en.pdf; Abruf vom 13.03.2020]

Die deutsche Wirtschaft ist 2019 das zehnte Jahr in Folge gewachsen. Das Wachstum - etwas abgeschwächt - betrug 0,6% gegenüber 2,5% und 1,5% in den Jahren 2017 und 2018.

[Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/wirtschaftswachstum-2019-1712496; Abruf vom 08.07.2020]

Die Konsolidierung der Branche hält nach Angaben des Verbandes Druck und Medien in 2019 weiter an. Die Zahl der Unternehmen ist rückläufig, ebenso das Druckvolumen. Umsatz und Gewinn der Branche ist gesunken. Als größte Risiken gelten steigende Papier- und Transportkosten. Durch den enormen Wettbewerbsdruck gelingt es den Unternehmen der Branche nur bedingt, die steigenden Betriebskosten in Form von Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben. Viele Unternehmen setzen daher auf betriebliche Einsparmaßnahmen, was aufgrund der Einhaltung von Qualität und Termintreue jedoch nur begrenzt möglich ist. Die Unternehmen planen daher in Software und Prozesse zu investieren.

[Quelle:https://verlage-druck-papier.verdi.de/druck/++co++e3ac0c6a-672f-11e3-8c6d-52540059119e und https://www.bvdm-online.de/fileadmin/Jahresberichte/Jahresbericht_2019-2020.pdf; Abruf vom 08.07.2020]

2. unitedprint.com SE im Marktumfeld

Die unitedprint.com SE tritt selbst nicht direkt am Markt für Druckerzeugnisse auf. Sie beliefert ausschließlich Tochtergesellschaften, die über den Vertriebsweg Internet Druckerzeugnisse an Kunden verkaufen. Die zum Unternehmen gehörenden Vertriebsgesellschaften vertreiben die Produktpalette in 22 europäischen Ländern mit bis zu 8 verschiedenen Vertriebsmarken.

Die wesentlichen Produkte des Portfolios der unitedprint.com SE sind den klassischen Bereichen Werbemittel und Geschäftsausstattung zuzurechnen. Das Unternehmen tritt über eigene Vertriebsgesellschaften mit differenzierten Marketinginstrumenten an die relevanten Kundengruppen der Wiederverkäufer und Werbeagenturen sowie an kleine Unternehmen und zunehmend auch an Privatkunden heran.

Das Geschäftsmodell der unitedprint.com SE "printing online on demand" beruht auf dem internetbasierenden Bestellen und Auslösen von Druckaufträgen bis hin zum Onlinedesign von Druckprodukten. Über das Medium Internet kann ein wesentlich breiterer Kundenkreis erschlossen werden als dies bei regional tätigen Druckereien möglich ist. Die modernen logistischen Möglichkeiten führen dazu, dass Druckerzeugnisse im 24-Stunden-Service geliefert werden können, sodass für den Endkunden die Frage der Lokalisierung der Druckerei nahezu bedeutungslos geworden ist.

Preisverfall und Überkapazitäten sind weiterhin die Herausforderungen der konventionellen Druckereien. Die daraus resultierende Marktbereinigung ist in vielen Ländern im Gange. Diese Entwicklung ist in Europa bereits seit vielen Jahren zu beobachten

[Quelle: https://www.bvdm-online.de/fileadmin/Jahresberichte/Jahresbericht_2019-2020.pdf, Abruf vom 08.07.2020].

Die Sicherstellung der Realisierung von Discountpreisen durch eine permanente Kostenoptimierung - sowohl im Bereich des Materialeinkaufs als auch bei bezogenen Leistungen - und darüber hinaus eine permanente Prozessoptimierung bei optimaler Auslastung vorhandener Ressourcen bilden die Basis für ein nachhaltig profitables Wachstum der Geschäftstätigkeit der unitedprint.com SE. Differenzierte Online-Marketing-Strategien sind ein weiteres wichtiges Instrument für eine erfolgreiche Entwicklung der Vertriebsaktivitäten.

3. Umsatz und Auftragssituation

Das Umsatzvolumen der unitedprint.com SE ist im Geschäftsjahr 2019 rückläufig und sinkt um 7,6% auf TEUR 68.617. Grund hierfür ist der Verkauf der Nürnberger Betriebsstätte zum Ende des Geschäftsjahres 2018, die das komplette Large-Format-Printing abgedeckt hat.

Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2019 betrug TEUR 982 (Vj: TEUR 1.121). Der generell niedrige Auftragsbestand ist darin begründet, dass das Geschäftsmodell des Unternehmens auf kurzfristiger Auftragsfertigung mit kurzen Produktions- und Lieferzeiten basiert.

Das Geschäftsmodell des ausschließlichen Verkaufs von Drucksachen über den Vertriebsweg Internet reduziert die Abhängigkeiten von einzelnen Auftraggebern. So wurden mit den umsatzstärksten 10.000 Endkunden ca. 76 % der Umsätze realisiert. Der Umsatzanteil des größten Einzelkunden beträgt nur 1,3 %.

4. Produktionspalette

Schwerpunktmäßig produziert die unitedprint.com SE Werbedrucksachen und Geschäftsausstattung (Magazine, Plakate, Flyer, Broschüren, Briefbögen, Visitenkarten etc.). Die optimale Kapazitätsauslastung sowie die Konzeptionierung des wirtschaftlich optimalen Einkaufes standardisierter Leistungen standen im Vordergrund der Produktionssteuerung. Die angebotene Produktpalette wird permanent im Hinblick auf Produkte und Service den Markterfordernissen entsprechend angepasst und erweitert. Dies stellt die Basis für künftiges Umsatzwachstum dar.

5. Beschaffung

Das Auftragsvolumen an Lieferanten einschließlich der Investitionen belief sich im Berichtsjahr 2019 auf TEUR 33.404 (Vj: TEUR 31.336). Die Erhöhung der Aufträge an Spreadpartner auf TEUR 20.585 (Vj: TEUR 8.432) liegt darin begründet, dass 2019 neben technologischen vermehrt kapazitive Aufträge an Spreadpartner vergeben wurden, da der Bereich Offsetdruck, mit dem Ziel bis zum 31. Dezember 2019 zu schließen, sukzessive heruntergefahren wurde.

Die Diversifizierung der Geschäftsbeziehungen im Lieferantenbereich und die permanente Verbesserung von Einkaufskonditionen mindern die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten und stellen gleichzeitig die Basis für eine Kostenstruktur dar, die es den Vertriebsgesellschaften ermöglicht, Discountpreise anbieten zu können.

6. Investitionen

Der Fokus der Investitionen in 2019 lag mit TEUR 198 (Vj: TEUR 486) im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände, die im Wesentlichen die Investition in Software betreffen. Weitere TEUR 271 wurden in das Sachanlagevermögen; insbesondere für Büroeinrichtungen und PKW's (Vj: TEUR 842) investiert. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf TEUR 469 (Vj: TEUR 1.329). Diesen standen Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.475 (Vj: TEUR 1.984) gegenüber.

7. Finanzierung

Die Finanzierungspolitik des Unternehmens ist auf die ständige Sicherung einer angemessenen Liquidität ausgerichtet. Dabei steht die Steuerung der Liquidität der gesamten unitedprint-Gruppe im Vordergrund. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit und des weiteren Wachstums der unitedprint.com SE ist zurzeit durch Eigenmittel sichergestellt.

8. Personal

Zum Jahresende 2019 waren 394 Mitarbeiter (Vj: 606) bei der unitedprint.com SE (inkl. Auszubildende) beschäftigt. Dies entspricht einem Personalabbau von 212 Mitarbeitern.

Eine ständige Verbesserung von Prozessen kann nur mit qualifizierten und motivierten Mitarbeitern erreicht werden. Deshalb legt unitedprint.com SE großen Wert auf. eine hochwertige Aus- und Weiterbildung. Zusätzlich werden eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Maßnahmen - bis hin zur für Mitarbeiter kostenlosen physiotherapeutischen Betreuung, dem Angebot von Sportkursen und dem hauseigenen Fitnesscenter - angeboten.

9. Umweltschutz

Umweltschutz hat bei der unitedprint.com SE eine erhebliche Bedeutung. Die Einhaltung aller umweltrechtlichen Bestimmungen im Unternehmen wird ständig kontrolliert und überwacht. Bei der Produktion wird nachhaltig darauf geachtet, dass möglichst wenig Abfälle entstehen. Die unvermeidlichen Abfallprodukte werden ordnungsgemäß und unter Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen fachgerecht entsorgt.

10. Rechtliche Rahmenbedingungen

Ziel der wirtschaftlichen Aktivitäten der unitedprint.com SE ist ein profitables Wachstum unter Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Deshalb wird höchster Wert auf Datenschutz - insbesondere bei der Verarbeitung kundenbezogener Daten - gelegt. Weiterhin werden wettbewerbsrechtliche und vertragliche Geschäftsbeziehungen, auch in Zusammenarbeit mit spezialisierten Rechtsanwälten, permanent geprüft und unter Risikogesichtspunkten optimiert.

II. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

Das Ergebnis vor Ertrags- und sonstigen Steuern lag im Berichtsjahr bei TEUR 3.814 (Vj: TEUR 41). Die Vorsteuerrendite lag bei 5,6 % (Vj: 0,1 %). Der nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelte Jahresüberschuss wird auf Grund des in 2019 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages mit der Unitedprint.com Holding GmbH (vormals: WML Wealth Management Legal Holding GmbH & Co. KG) abgeführt. Das führt in 2019 unter anderem auch zur Auflösung der latenten Steuern in Höhe von TEUR 369. Nach Berücksichtigung von Ertragsteuern und sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss (vor Gewinnabführung) von TEUR 4.197. Das Ergebnis im Geschäftsjahr 2019 wurde im Wesentlichen durch den Verkauf des Maschinenparks der Offsetsparte erzielt.

Der im Vorjahr prognostizierte Umsatzrückgang für das Geschäftsjahr 2019 ist insbesondere auf Grund der Geschäftsveräußerung des Teilbetriebes in Nürnberg erwartungsgemäß eingetreten. Der EBIT zum 31. Dezember 2019 von etwa 3,7 Mio. EUR liegt mit circa TEUR 0,7 über der Vorjahresprognose. Grund hierfür ist im Wesentlichen der Verkauf von Sachanlagevermögen.

2. Finanzlage

Der Finanzmittelfond der unitedprint.com SE betrug zum Stichtag TEUR 4.525 (Vj: TEUR 3.118). Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr TEUR 2.149 (Vj: TEUR 1.938). Unter Berücksichtigung zahlungswirksamen Investitionen ergab sich ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEUR 1.002 (Vj: TEUR -2.271) durch die die Investitionen übersteigenden Anlagenabgänge und Investitionen in Wertpapiere in Höhe von TEUR 657 (Vj: TEUR 3.359). Zusätzlich erfolgte die Ablösung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 634 (Vj: TEUR 1.609) und Auszahlungen an den Unternehmenseigner in Höhe von TEUR 1.111.

Die Sicherstellung einer hohen Barliquidität stand im Berichtsjahr weiterhin im Vordergrund der Finanzaktivitäten.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Unternehmens hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr leicht um TEUR 19 auf TEUR 21.074 verringert.

Zum 31. Dezember 2019 hat das Anlagevermögen an der Bilanzsumme einen Anteil von 45,1 % (Vj: 51,2 %). Auf die Vorräte entfällt lediglich ein Anteil von 3,5 % (Vj: 5,7 %).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil an der Bilanzsumme von 7,7 % (Vj: 11,5 %).

Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom wirtschaftlichen Eigenkapital (Eigenkapital und Sonderposten) an der Bilanzsumme von 34,8 % (Vj: 40,5 %) gekennzeichnet.

Bezogen auf die Restlaufzeiten entfallen 65,2 % (Vj: 50,7 %) der Bilanzsumme auf kurzfristiges Fremdkapital.

Die Liquiditätslage im Berichtszeitraum war stabil.

Wirtschaftliches Eigenkapital und das mittel- und langfristige Fremdkapital decken mit TEUR 7.327 (Vj: TEUR 10.266) das Anlagevermögen zu 77,1 % (Vj: 95,0 %).

4. Besondere Darstellungsform zur Entwicklung und Lage des Unternehmens

Deutschland ist mit 47,6 % (Vj: 48,7 %) Umsatzanteil auch in 2019 der bedeutendste Markt. Des Weiteren tragen Länder, wie Frankreich (15,2%; Vj: 14,7 %), Großbritannien (8,5 %; Vj: 9,1 %), die Schweiz (7,6 %; Vj: 7,2 %) und Österreich (5,0 %; Vj: 4,5 %) im Berichtsjahr wesentlich zum Umsatz bei.

5. Prognosebericht

Mit fortschreitendem Verlauf des Geschäftsjahres 2020 steht die Weltgemeinschaft zunehmend unter dem Einfluss der Verbreitung des Corona-Virus. Staatliche Maßnahmen und Restriktionen zur Eindämmung des Virus bestimmen den Alltag in vielen europäischen Ländern. Wirtschaftliche Folgen dieser Entwicklung sind auch bei unitedprint.com SE zu spüren. In der 2. Märzhälfte 2020 brach der Umsatz coronabedingt auf 34 % des Vorjahreszeitraums ein. Infolgedessen meldete die Gesellschaft noch im März für einen Großteil der Belegschaft Kurzarbeit an. Zwischenzeitlich hat sich der Umsatz bis Juni wieder auf 63 % des Vorjahreszeitraumes erholt. Die weitere Entwicklung wird wesentlich davon beeinflusst werden, wie die Gesellschaft in der Lage ist, bestehende Wettbewerbsvorteile durch ausschließlich onlinebasierte wirtschaftliche Aktivitäten und Kosteneinsparungspotenziale zu nutzen. Hierbei überwiegen die Chancen die Risiken.

Zusätzlich ist es der Anspruch und die Notwendigkeit auf eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur im Bereich printing online on demand, der die Grundlage der Discountstrategie der Unternehmensgruppe bildet. Dabei stehen permanent alle Kostenpositionen angepasst an die derzeitige wirtschaftliche Situation rollierend auf dem Prüfstand.

Mit diesen Voraussetzungen hat unitedprint.com SE die Chance, auch in den nächsten Jahren weiterhin eine profitable Entwicklung in einem Wachstumsmarkt zu realisieren.

Mögliche Risiken für die Entwicklung ergeben sich im Wesentlichen aus der weiterhin nicht verlässlich abschätzbaren Weiterentwicklung der Corona-Pandemie sowie im Bereich aus dem allgemeinen Wettbewerbsumfeld.

In 2019 lag der Fokus vor allem auf der Umstrukturierung des Produktionsprozesses, deren Ziel die Schließung des Offsetdruckes war. Parallel zu dieser Schließung wurden die Geschäftsbeziehungen zu Spreadpartnern entsprechend aktiv ausgebaut und gefestigt.

Aufgrund der Kurzfristigkeit und Dynamik der bisherigen Ereignisse können die Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die Geschäftstätigkeit von unitedprint.com SE zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausreichend quantifiziert werden. Aus heutiger Sicht wird davon ausgegangen, dass die vor der Coronavirus-Krise gesetzten Ziele; eines Umsatzwachstums von circa 2% und eines Ergebnisses vor Steuern (ohne Berücksichtigung von Sondereffekten aus dem Verkauf von Anlagevermögen) in Höhe von 2-3 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2020 deutlich unterschritten werden.

6. Angaben über die Zielgrößen zum Frauenanteil gemäß § 289a Abs. 4 HGB

Am 1. Mai 2015 trat in Deutschland das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" in Kraft. Unternehmen, die entweder börsennotiert oder mitbestimmt sind, verpflichten sich, Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und obersten Management-Ebenen festzulegen.

Für die unitedprint.com SE wird ein Frauenanteil an Führungskräften im Aufsichtsrat von 30 %, im Vorstand von 0 %, in der Ebene Direktor und Geschäftsstellenleiter von 22 % und in der Ebene Teamleader, Abteilungsleiter, Head of und Manager von 30 % festgelegt. Die Zielgrößen wurden bereits umgesetzt.

III. Chancen- und Risikobericht

Chancen zu ergreifen und Risiken zu erkennen und zu analysieren, sind wichtige Faktoren unternehmerischen Handelns. Ein effektives Chancen- und Risikomanagement ist die fortwährende Aufgabe des Vorstandes und jeder einzelnen Abteilung im Unternehmen.

Die Instrumente des Risikomanagements bei der unitedprint.com SE sind essenzielle Voraussetzung, um nachhaltigen Erfolg der Gesellschaft in einem sich schnell ändernden Marktumfeld sicherstellen zu können.

Ziel ist es, durch einen systematischen Ansatz ein frühzeitiges Erkennen von Chancen und Risiken zu ermöglichen, um so proaktiv auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können.

Die Evaluierung von Marktchancen und -potentialen erfolgt kontinuierlich im Bereich Innovation und ist elementarer Bestandteil unserer Strategie. Im Fokus liegen hierbei Produktinnovationen und die Weiterentwicklung unserer Produkte.

Die Gesellschaft sieht in der Erneuerung der Websites, der Anpassung von Vertriebsstrukturen, der Produktoffensive sowie der Erweiterung ihrer Lieferantenstruktur die Chance, weitere Marktanteile erschließen zu können.

1. Risikomanagement

Das Management der einzelnen Unternehmensbereiche identifiziert und bewertet periodisch die wesentlichen Chancen und Risiken entlang der Prozesskette. Dabei werden auch externe Faktoren berücksichtigt. Bei Risiken von materieller Bedeutung werden diese unverzüglich an den Vorstand kommuniziert. Die Kontrolle, Steuerung und Bewertung erkannter Risiken erfolgt durch den Riskmanager in Zusammenarbeit mit dem Vorstand.

Die Basiskomponenten des Risikomanagementsystems der unitedprint.com SE sind standardisierte, konzernweite Planungsprozesse sowie unternehmensübergreifende Berichtssysteme. Darüber hinaus wird der Fokus auf ein unternehmensweit einheitliches System zur Risikosteuerung gelegt.

Mittels Reporting-System wird der Vorstand täglich über die Kennzahlen der Unternehmensentwicklung informiert, um direkt auf die Entwicklung der Geschäftstätigkeit reagieren zu können.

2. Chancen und Risiken

Zu den grundlegenden Risiken, mit denen die Gruppe konfrontiert ist, zählen neben dem Adressenausfallrisiko der Vertriebsgesellschaften insbesondere die Marktpreisrisiken, die Risiken aus der Orderentwicklung sowie steigende Einkaufspreise.

Adressenausfallrisiko der Vertriebsgesellschaften

Dieses Risiko wird durch die überwiegend genutzten Zahlungsarten Vorauszahlung, PayPal und Kreditkarte auf ein Minimum reduziert. Der Forderungsbestand der Vertriebsgesellschaften gegenüber Dritten (vor Wertberichtigungen) entspricht 1,7 % (Vj: 1,6 %) vom Jahresumsatz.

Wenn Zweifel an der Werthaltigkeit von Forderungen bestehen, werden Einzelwertberichtigungen bzw. Abschreibungen vorgenommen.

Marktpreisrisiken und -chancen

Der Wettbewerbsdruck im Segment web-to-print nimmt stetig zu. Dies kann zu einer Verschärfung des Preisniveaus führen. Dem entgegnet die unitedprint.com SE mit einer permanenten Optimierung der Kostenstruktur. Mit einer Differenzierung der Marketingstrategien, einer Optimierung der Prozessabläufe, einer optimierten Lieferantenstruktur und einer Standardisierung der Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern hat die Gesellschaft die Chance, in einem konjunkturell schwierigen Umfeld weiterhin Discountpreise anbieten zu können und somit weiter zu wachsen.

Rohstoffpreisentwicklung

Rohstoffpreissteigerungen können zu Ertragseinbußen führen, sofern diese nicht an die Kunden weitergegeben oder durch Prozess- und Verfahrensinnovationen kompensiert werden können.

Um die Auswirkungen der Preissteigerungen bei den Rohstoffen zu minimieren, wurden alternative Beschaffungswege aufgebaut.

Zukünftige Entwicklungen und Auswirkungen der Coronavirus-Krise

Bedingt durch die veränderte ungewisse wirtschaftliche Lage und dem damit verbundenen Absatzrisikos seit Mitte März 2020 hat unitedprint.com SE die Chance ergriffen, die Produktion auf externe Spreadpartner zu verlagern. Zur Senkung weiterer, nicht mit der Produktion verbundener Fixkosten greift die Gesellschaft auf Kurzarbeit zurück.

Zusammenfassung

Das Risikofrüherkennungssystem hat sich - auch in einem durch die Finanzmarkt- und Coronavirus-Krise geprägten Umfeld mit besonderen Herausforderungen - bewährt. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, liegen nicht vor.

 

Radebeul, den 30. September 2020

Holm Winkler, Vorstandsvorsitzender Vorstand Finance / Legal / HR

Fabian Frenzel, Vorstand Marketing

René Winkler, Vorstand Production / Logistics / IT

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die unitedprint.com SE, Radebeul

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der unitedprint.com SE, Radebeul, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der unitedprint.com SE, Radebeul, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben über die Zielgrößen zum Frauenanteil).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 4. Januar 2021

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Kulik, Wirtschaftsprüfer

Pfeiffer, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

an die Hauptversammlung gemäß § 171 Abs. 2 AktG:

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2019 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert.

Den Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung zugestimmt.

Der Aufsichtsrat stand auch über die Sitzungen hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Gegenstand der regelmäßigen Beratungen waren die Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditäts- und Beschäftigungsentwicklung der unitedprint.com SE und des Konzerns, die Finanzlage sowie die wesentlichen Beteiligungsprojekte.

Die BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dresden, hat den nach HGB-Grundsätzen festgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der unitedprint.com SE zum 31. Dezember 2019 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Die genannten Unterlagen sind vom Vorstand rechtzeitig an uns verteilt worden. Der Prüfungsbericht der BDO lag uns vor.

Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Wir werden keine Einwendungen erheben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Mitarbeitern der Konzerngesellschaften für ihre Arbeit.

 

Radebeul, den 13. April 2021

Wolfgang M. Lerchl, Aufsichtsratsvorsitzender

unitedprint.com SE

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