Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 7118
Eingetragen
5.8.2002
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Ankauf und Vertrieb von Elektronikkomponenten sowie Erbringen von sonstigen in diesem Zusammenhang stehenden Dienstleistungen, soweit hierfür keine Genehmigung erforderlich ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Carl Jesper Romell
seit 26.11.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
America II Belgium Inc.USA
80.00%
America II Europe Ltd.GBR
20.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

America II Belgium Inc.
United States
20.000 €
80.00%
America II Europe Ltd.
United Kingdom
5.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

America II Europe GmbH

Mönchengladbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Geschäftsmodell

Die America II Europe GmbH (im Folgenden "A2 Europe" oder "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Mönchengladbach, Nordrhein-Westfalen, und ist eine Tochtergesellschaft der US-amerikanischen America II Group. Die Muttergesellschaft von A2 Europe ist America II Group Holdings, Inc. (im Folgenden "A2 Holdings"), ein amerikanisches Unternehmen in Privatbesitz mit Sitz in Saint Petersburg, Florida, USA. Die All Group (kurz "A2 Group") ist ein weltweites Vertriebsunternehmen für elektronische Bauteile, dessen Hauptgeschäftsfeld der Ankauf und Wiederverkauf unbenutzter integrierter Schaltkreise ist.

In Abstimmung mit A2 Holdings trägt A2 Europe zur Definition der gemeinsamen Werte, Ziele und Strategien bei. Das Unternehmen ist für die Einhaltung der von A2 Holdings festgelegten strategischen und finanziellen Managementziele verantwortlich. Dazu gehören u. a. die langfristige Konzeption von Zielen und Strategien, die Unternehmenspolitik und die Festlegung der Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit. Die Management- und Finanzmanagementfunktionen werden zentral in den USA unter A2 Holdings wahrgenommen.

II. Wirtschaftsbericht

Bei der Planung für das Geschäftsjahr 2022 ging die A2 Europe davon aus, dass der Leistungsaustausch innerhalb der A2 Holdings auf dem Niveau des Vorjahres bleiben und der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres liegen würde. Aufgrund der anhaltenden Knappheit an elektronischen Bauteilen, die durch COVID-19, den Krieg in der Ukraine und die Spannungen zwischen China und Taiwan ausgelöst wurde, hat das Unternehmen seine Erwartungen übertroffen.

Daher stieg der Umsatz von A2 Europe im Geschäftsjahr durch den Verkauf von Waren um rund 74,8 Millionen Euro auf 128,8 Millionen Euro.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Lage des Unternehmens hat sich im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr grundlegend verbessert. Trotz der höheren Bruttomarge waren die Währungsverluste im Jahr 2022 jedoch deutlich höher (1,4 Mio. €) als im Vorjahr (0,8 Mio. €). Daher wurde ein Jahresüberschuss von 5,1 Mio. € ausgewiesen, was 3,9 % des Umsatzes entspricht, verglichen mit dem Vorjahresergebnis von 1,7 Mio. €, was 3,2 % des Umsatzes entspricht.

Die Geschäftsführung war mit der Leistung des Unternehmens im Jahr 2022 sehr zufrieden.

Ertragslage

Die Ertragskennzahlen von A2 Europe setzen sich aus Umsatz, Rohertrag (GP) und Jahresergebnis zusammen.

Die Umsatzerlöse in Höhe von 128,8 Mio. € stammen überwiegend aus Warenlieferungen und liegen um 74,8 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg der Umsatzerlöse in Verbindung mit einem entsprechenden Anstieg der Kosten der verkauften Waren (COGS) führte zu einem Bruttogewinn (Umsatzerlöse abzüglich COGS) von 12,9 Mio. € oder 10 % der Umsatzerlöse. Bereinigt um die Verrechnungspreisanpassung (24,1 Mio. €; 2021: 8,8 Mio. €) beläuft sich der Bruttogewinn auf 37,1 Mio. € (29 %) und liegt damit ebenfalls über den Schätzungen.

Der Anstieg des GP wurde jedoch durch sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 11,3 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) und Personalaufwendungen in Höhe von 2,8 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) kompensiert.

Das GP übertraf das Budget um über 100%. Günstige Veränderungen beim GP wurden teilweise durch ungünstige Veränderungen bei den Personalaufwendungen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgeglichen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestand hauptsächlich aus Währungsverlusten, die aufgrund der Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro höher ausfielen als im Vorjahr, sowie aus höheren Provisionen in Höhe von 2,2 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €), die auf den gestiegenen Umsatz zurückzuführen sind.

Weder Verrechnungspreistransaktionen in Höhe von 24,1 Mio. € noch Währungsverluste in Höhe von netto 1,4 Mio. € sind im Budget von A2 Europe enthalten, noch sind diese Transaktionen in den Analysen des Managements der Ist-zu-Budget-Ergebnisse enthalten.

Finanzielle Lage

Die wichtigsten Posten der finanziellen Lage sind folgende:

In Millionen 31/12/2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen € 12.7
Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter € 111.9
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern € 113.7
Eigenkapital € 8.8

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen auf dem Niveau des Vorjahres, da die Umsätze im Dezember 2022 ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres lagen.

Die konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten stiegen hauptsächlich aufgrund höherer Verkäufe bzw. Käufe. Der Großteil der Einnahmen von A2 Europe aus Verkäufen und Zahlungen für Vorräte und Dienstleistungen wird über konzerninterne Transaktionen finanziert.

Das Eigenkapital in Höhe von 8,8 Mio. € erhöhte sich aufgrund des Jahresüberschusses.

Finanzielle Verpflichtungen

A2 Europe war in der Lage, alle Verpflichtungen im Jahr 2022 zu erfüllen. Ein Großteil der Aktiva und Passiva wird von nahestehenden Unternehmen gehalten, und das Management ist der Ansicht, dass A2 Europe auch weiterhin alle Verpflichtungen bei Fälligkeit erfüllen wird.

A2 Holdings verfügt über die Mittel, A2 Europe zu honorieren und zu unterstützen, falls dies erforderlich sein sollte. Das Unternehmen selbst verfügt nur über minimale Barmittel (weniger als 75 T€ Ende 2022) aufgrund der soliden Unterstützung durch verbundene Unternehmen, und das Liquiditäts- und Cashflow- Risiko von A2 Europe war sehr gering. Das Unternehmen hat keine Zweifel an seiner Fähigkeit zur Fortführung des Unternehmens für einen Zeitraum von einem Jahr ab dem Datum der Veröffentlichung des Jahresabschlusses. Insgesamt werden derzeit keine Risiken gesehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2022 14 Mitarbeiter (Vorjahr: 12), die sich überwiegend aus dem Vertrieb zusammensetzen.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Entwicklung im Jahr 2023

Nach den durch die COVID-19-Pandemie verursachten Engpässen und erfolgreichen Geschäftsergebnissen im Jahr 2022 erzielte das Unternehmen im Jahr 2023 geringere Ergebnisse, die sich im Jahr 2024 wieder erholen werden. Die geringere Nachfrage im Jahr 2023 ist auf den Aufbau von Überbeständen bei den Kunden im Jahr 2022 zurückzuführen.

Wie von den Geschäftsführern erwartet, sah sich das Unternehmen mit Herausforderungen durch konkurrierende Franchiseunternehmen und unabhängige Händler konfrontiert, neben anderen unvorhergesehenen Hindernissen, wie dem Krieg in der Ukraine und den Spannungen zwischen China und Taiwan.

Diese Einschätzung entspricht den Erwartungen der World Semiconductor Trade Statistics ("WSTS"). Die WSTS rechnete für 2023 mit einem Rückgang des Halbleiterwachstums um 10,3%, das sich 2024 mit einem geschätzten Wachstum von 11,8% wieder erholen soll. 1 Der Verband der Halbleiterindustrie (Semiconductor Industry Association - SIA") erwartete ähnliche Ergebnisse, wobei für 2023 ein Rückgang um 10,3 % und für 2024 ein Wachstum von 11,9 % prognostiziert wurde. 2

In Anbetracht der Tatsache, dass sich der europäische Knappheitsmarkt dem Ende zuneigt, hat das Unternehmen die Erwartungen für 2023 im Vergleich zu den Ergebnissen für 2022 nach unten korrigiert und rechnet mit einem Gewinnanstieg ab dem dritten Quartal 2023.

Die Ist-zu-Plan-Ergebnisse für 2023 sind erheblich ungünstig ausgefallen. Sowohl der Bruttogewinn als auch der Reingewinn liegen mehr als 60 % unter dem Planwert. Der unvorhergesehene übermäßige Aufbau von Lagerbeständen durch Kunden im Jahr 2022 und der allgemein stärker als erwartete Abschwung auf dem Knappheitsmarkt mit den nachlassenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sind die Hauptgründe für diese ungünstigen Ergebnisse. Der Personalaufwand lag im Rahmen des Budgets (d. h. innerhalb von 24 %). Niedrigere Provisionen und damit zusammenhängende Personalkosten als Folge des niedrigeren GP wurden durch höher als erwartete Vergütungen für externe Verkaufsberater ausgeglichen, die größer als erwartet waren. Die sonstigen Betriebskosten lagen aufgrund der Personalkosten unter dem Budget.

Weder Verrechnungspreistransaktionen noch Fremdwährungsumrechnungsverluste sind im Budget von A2 Europe enthalten, noch sind diese Transaktionen in den Analysen des Managements zu den Ist-Budgetergebnissen enthalten.

A2 Europe erwartet derzeit, dass sich die Ergebnisse ab dem vierten Quartal 2023 verbessern werden, da die Kunden ihre Lagerbestände abbauen, und das Unternehmen erwartet ein anhaltendes Wachstum bis 2024.

1 https://www.wsts.org/76/103/WSTS-Semiconductor-Market-Forecast
2 https://www.semiconductors.org/global-semiconductor-sales-increase-0-3-month-to-month-in-april/

Entwicklung im Jahr 2024

Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass das Unternehmen weiterhin mit Herausforderungen durch konkurrierende Franchiseunternehmen und unabhängige Vertriebshändler konfrontiert sein wird, neben anderen unvorhergesehenen Hindernissen, einschließlich des Krieges in der Ukraine und der Spannungen zwischen China und Taiwan, was die Fähigkeit der Geschäftsleitung, Prognosen zu erstellen, stark beeinträchtigt. Das Management beobachtet die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kontinuierlich sehr genau, um geschäftliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und auf negative Entwicklungen zeitnah zu reagieren. Trotz dieser Einschränkungen geht das Management von einer positiven Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 aus. Diese Erwartungen sind von verschiedenen Bedingungen abhängig, unter anderem von der wirtschaftlichen Lage in Europa und der Welt. Unter Berücksichtigung der gegebenen Unsicherheiten erwartet das Management Umsatz, Rohertrag und Nettoergebnis auf dem Niveau des Jahres 2023.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Das größte Risiko für das Unternehmen liegt im Bereich des Marktes, der Fremdwährungsschwankungen und der Kundenforderungen.

Anhand eines zwölfmonatigen Planungsprozesses (ohne Verrechnungspreise) und intensiver monatlicher Abweichungsanalysen verfolgt das Unternehmen sehr zeitnah die Entwicklung der Geschäftsbereiche und der einzelnen Gesellschaften. Im Fokus stehen dabei der Umsatz, der erwirtschaftete Deckungsbeitrag, die Kosten, der Cashflow und bei signifikanten Abweichungen werden zeitnah Korrekturmaßnahmen eingefordert, um negativen Entwicklungen entgegenzuwirken und diese abzumildern oder Chancen zu nutzen.

Das Liquiditätsrisiko von A2 Europe ist sehr gering, da A2 Holdings über die Mittel verfügt, A2 Europe bei Bedarf zu honorieren und zu unterstützen. Insgesamt werden derzeit keine Risiken gesehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen zur weiteren Geschäftsentwicklung. Sie beruhen auf bestimmten Annahmen, Erwartungen und Einschätzungen und sind mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet.

Chancen erwarten wir aus dem Ausbau der eigenen Testkapazitäten, die uns einen Wettbewerbsvorteil gegenüber unseren Konkurrenten verschaffen. Wir erwarten auch Chancen durch die globale Marktexpansion und sind uns bewusst, dass der Erfolg von einer robusten Lieferkettenstrategie abhängt. Durch den Aufbau flexibler und reaktionsschneller Lieferketten wollen wir von den verschiedenen internationalen Märkten profitieren und dabei komplexe Faktoren wie Zollbestimmungen und unterschiedliche Marktpräferenzen berücksichtigen.

 

Mönchengladbach 28. März 2024

Unterschriften Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.285,00 323,00
1.285,00 323,00
1.285,00 323,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.734.678,20 12.529.578,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 111.870.738,79 35.236.442,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.180.161,29 1.912.382,32
127.785.578,28 49.678.402,88
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 64.118,88 6.459,16
127.849.697,16 49.684.862,04
127.850.982,16 49.685.185,04

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 3.670.993,22 1.930.733,55
III. Jahresüberschuss 5.094.003,09 1.740.259,67
8.789.996,31 3.695.993,22
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 3.255.041,05 1.456.668,06
2. Sonstige Rückstellungen 1.717.600,51 383.266,71
4.972.641,56 1.839.934,77
C. VERBINDLICHKEITEN 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 118.572,19 195.118,74
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 113.311.331,41 43.862.733,39
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 400.337,25 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 258.103,44 91.404,92
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 7.521,75 (Vorjahr: EUR 282,97)
- davon aus Steuern: EUR 53.921,22 (Vorjahr: EUR 79.625,94)
114.088.344,29 44.149.257,05
127.850.982,16 49.685.185,04

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 128.932.759,48 54.190.257,78
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.981.944,18 71.380,83
- davon aus Währungskurseffekten: EUR 4.799.467,77 (Vorjahr: EUR 60.986,43)
3. Materialaufwand für bezogene Waren -115.985.829,53 -47.872.812,89
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.570.034,09 -1.889.491,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -263.860,12 -179.937,38
- davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 11.054,62)
-2.833.894,21 -2.069.429,27
5. Abschreibungen auf Sachanlagen -617,78 -4.340,14
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.251.458,91 -2.421.046,69
- davon aus Währungskurseffekten: EUR 6.247.258,45 (Vorjahr: EUR 791.061,69)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.820.620,33 589.899,19
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.800.710,33 (Vorjahr: EUR 589.899,19)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -12.162,60 -12.076,71
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.557.357,87 -731.572,43
10. Ergebnis nach Steuern/ Jahresüberschuss 5.094.003,09 1.740.259,67

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

America II Europe GmbH, Mönchengladbach

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2022 erstmalig prüfungspflichtig.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: America II Europe GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Mönchengladbach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Mönchengladbach
Register-Nr.: HRB 7118

2. Angabe und Erläuterung angepasster Vorjahreszahlen

Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind, weil Ausweiskorrekturen vorgenommen wurden und die Vorjahreswerte zur besseren Vergleichbarkeit angepasst wurden. Dies betrifft folgende Posten:

Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die nicht dazu dienen dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen, werden im Umlaufvermögen ausgewiesen

Verbindlichkeiten gegenüber die Gesellschafterin werden separat ausgewiesen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber fremden Dritten werden sämtlich als solche ausgewiesen

Fehlerkorrektur betreffend die unzulässige Saldierung von Umsatzerlösen und Materialaufwand

Umgliederung von Kosten vom Personalaufwand in den sonstigen betrieblichen Aufwand soweit die Kosten nicht auf eigene Mitarbeiter entfallen.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umzurechnen. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden.

Liquide Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten hauptsächlich die das Vorjahr und das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Bei der Bewertung wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so ist eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung (Passivüberhang) als passive latente Steuern anzusetzen, für einen sich insgesamt ergebenden Steueranspruch (Aktivüberhang) besteht ein Ansatzwahlrecht. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung sind mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen zu bewerten und nicht abzuzinsen. Die ausgewiesenen Posten sind aufzulösen, sobald die Steuerbe- oder -entlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist.

C. Angaben zur Bilanz

1. Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus der Anlage 3 / 2 zu entnehmen.

2. Angabe zu Forderungen

Die Restlaufzeit sämtlicher Forderungen beträgt nicht mehr als ein Jahr (Vorjahr: nicht mehr als 1 Jahr).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen wie im Vorjahr auf sonstige Forderungen aus dem konzernweiten Finanzmanagement (Cashpooling) inklusive Verzinsung.

3. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden ausschließlich für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und entfallen im Wesentlichen auf Rabattzusagen, Haftungsansprüche, Provisionen und Boni.

4. Angabe zu Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit TEUR 78.177 (Vj.: TEUR 34.782) auf Lieferungen und Leistungen, mit TEUR 33.936 (Vj.: TEUR 9.080) auf Transferpreisanpassungen und im Übrigen auf sonstige Verbindlichkeiten aus dem konzernweiten Finanzmanagement. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren wie im Vorjahr aus dem Finanzmanagement im Konzern.

5. Latente Steuern

Passive latente Steuern resultieren aus der Fremdwährungsbewertung von Forderungen mit Laufzeit unter einem Jahr. Aktive latente Steuern resultieren aus der Fremdwährungsbewertung von Verbindlichkeiten mit Laufzeit unter einem Jahr. Der unternehmensindividuelle kombinierte Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer beträgt 29,4%. Es ergibt sich insgesamt ein Aktivüberhang. Vom Wahlrecht diesen Überhang nicht anzusetzen, wird wie im Vorjahr Gebrauch gemacht.

6. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 114 sonstige finanzielle Verpflichtungen für das Jahr 2022.

Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Mietverhältnissen.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Geographisch bestimmter Markt Umsatz 2022 Umsatz 2021
TEUR TEUR
Deutschland 61.497 26.659
Rest von Europa 48.666 23.975
Asien 6.561 2.066
Nord Amerika 12.028 1.230
Übrige Länder 181 260
Summe 128.933 54.190

E. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte - Verwaltung 1,00
Angestellte - Vertrieb 12,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 13,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 0,00

2. Namen der Geschäftsführer

Als Geschäftsführer sind bestellt:

Vorsitzender

Geschäftsführer: Frank Anthony Cavallaro ausgeübter Beruf: Kaufmann
Weitere Geschäftsführer: Carl Jesper Romell ausgeübter Beruf: Kaufmann

Für die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verwiesen.

3. Konzernzugehörigkeit

Die America II Europe GmbH wird in den Konzernabschluss der America II Europe Ltd/ London (UK) und in den Konzernabschluss der America Group Holdings, Inc./ Delaware (USA) einbezogen.

Die America II Europe Ltd/ London (UK) stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf. Der Abschluss wird im "Companies House Register" offengelegt und kann unter dessen Webseite eingesehen werden.

Die America Group Holdings, Inc./ Delaware (USA) stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der Abschluss wird entsprechend den nationalen Regelungen nicht öffentlich zugänglich gemacht.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr voraussichtlich berechnete Gesamthonorar beträgt 30 TEUR für Abschlussprüfungsleistungen.

5. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

6. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Mönchengladbach, 28. März 2024

Unterschrift

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2022 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.977,97 1.579,78 0,00 26.557,75
24.977,97 1.579,78 0,00 26.557,75
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2022 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2022
EUR EUR EUR EUR
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.654,97 617,78 0,00 25.272,75
24.654,97 617,78 0,00 25.272,75
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2022 31. Dez. 2021
EUR EUR
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.285,00 323,00
1.285,00 323,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die America II Europe GmbH, Mönchengladbach

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der America II Europe GmbH, Mönchengladbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der America II Europe GmbH, Mönchengladbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Die Gesellschaft weist in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen aus Währungskurseffekten aus. Aufgrund fehlender Nachweise können wir nicht auschließen, dass Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung unzulässigerweise miteinander saldiert wurden und der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die entsprechenden Davon-Vermerke insoweit fehlerhaft sind. Eine Quantifizierung der Auswirkungen der falschen Darstellung auf den Jahresabschluss ist daher nicht durchführbar. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 28. März 2024

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