Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Hanselmann & Cie. Technologies GmbH
Kanalstraße 8, 71570 Oppenweiler, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Roppelt seit 6.7.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Dr. Jochen HanselmannKillesberg Equity Management GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Murrplastik Produktionstechnik GmbHOppenweilerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020I. Tätigkeitsschwerpunkte und Absatzmärkte Die Murrplastik Produktionstechnik GmbH produziert seit über 50 Jahren Komponenten und Systeme im Bereich Energie- und Wasserkreisläufe für die Automobilindustrie sowie Statoren und Motorgehäuse für Elektrowerkzeuge, Ventile für die Haustechnik und Laufräder für die Beschlagindustrie runden das Programm ab. Die entsprechenden Spritzgussformen werden dabei innerhalb der Murrplastik Unternehmensgruppe selbst hergestellt oder von langjährigen Partnern ergänzt. Die weiterhin wichtigste Branche stellt die Automobilindustrie dar. Die Murrplastik Produktionstechnik GmbH ist im Wesentlichen auf dem inländischen Markt sowie in den Märkten des europäischen Auslands tätig. Die Gesellschaft hat eine Tochtergesellschaft in Ungarn. Sämtliche Anteile an der Murrplastik Produktionstechnik GmbH wurden mit Notartermin vom 18. Januar 2021 von der bisherigen Mehrheitsgesellschafterin (Murrplastik Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH) an den bisherigen Minderheitsgesellschafter (Killesberg Equity Management GmbH) veräußert. Damit ist das Unternehmen zum 01. Januar 2021 aus dem Murrplastik-Konzern ausgeschieden. II. Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 1. Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Corona-Pandemie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt. Im Produzierenden Gewerbe ohne Bau, das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, ging die preisbereinigte Wirtschaftsleistung gegenüber 2019 um 9,7 % zurück, im Verarbeitenden Gewerbe sogar um 10,4 %. * Die Industrie war vor allem in der ersten Jahreshälfte von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen, unter anderem durch die zeitweise gestörten globalen Lieferketten. Besonders deutlich zeigte sich der konjunkturelle Einbruch in den Dienstleistungsbereichen, die zum Teil so starke Rückgänge wie noch nie verzeichneten. Exemplarisch hierfür steht der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, dessen Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 6,3 % niedriger war als 2019. * Dabei gab es durchaus gegenläufige Entwicklungen: Der Onlinehandel nahm deutlich zu, während der stationäre Handel zum Teil tief im Minus war. Die starken Einschränkungen in der Beherbergung und Gastronomie führten zu einem historischen Rückgang im Gastgewerbe. Branche Corona hinterlässt tiefe Spuren in der weltweiten Automobilproduktion. Im Vergleich zu 2019 wurden 2020 deutlich weniger PKW produziert. So ging z. B. EU-weit die Produktion um knapp 24 % auf 9,9 Mio. Einheiten zurück. Ebenfalls zweistellige Rückgänge verzeichnet Brasilien (-26,7 % auf 2 Mio.), Indien (-17,7 % auf 2,4 Mio.), USA (-14,7 % auf 14,5 Mio.) sowie Japan (-11,4 % auf 3,8 Mio.). Das zeigen die Daten des deutschen Verbands der Automobilindustrie (VDA). Einen Rückgang unter 10 % verzeichneten Russland (- 9,1 % auf 1,6 Mio.) und China (-6,1 % auf 19,8 Mio.). * Geschäftsverlauf Die Corona-Pandemie hat die Murrplastik Produktionstechnik GmbH mit Umsatzeinbrüchen bis zu 30 % v. a. im ersten Halbjahr dramatisch belastet. Im zweiten Halbjahr konnte durch eine Stabilisierung des Marktes sowie umfangreicher interner Maßnahmen die Situation gefestigt werden. Bezogen auf das gesamte Jahr 2020 ging der Umsatz um rund 6 % zurück. Generell war das Geschäftsjahr geprägt von sehr hohen Entwicklungsleistungen, deren Umsätze in der Zukunft liegen. Weiterhin wurde das Geschäftsjahr durch hohe Aufwendungen und Leistungen der operativen Beratungsfirma des Mitgesellschafters, die sowohl den operativen Geschäftsverlauf absichern und die strategische Neuausrichtung begleiten, geprägt. 2. Lage der Gesellschaft Finanzlage und Investitionen Die Finanzlage der Gesellschaft ist insgesamt stabil und geordnet. Die Gesellschaft nimmt seit dem 1. Dezember 2020 nicht mehr am Cash-Pooling teil. Durch die erfolgte Ausgliederung und der damit verbundenen Entschuldung sowie des Aufstellens eines Finanzierungsplans sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Neustart geschaffen und die Liquiditätssituation durch ein hohes finanzielles Engagement des neuen Gesellschafters und einem privaten Darlehen aus dem Kreise der Altgesellschafter abgesichert. Im Berichtsjahr konnte ein positiver Jahrescashflow von TEUR 163 erwirtschaftet werden. Hierbei wirkt sich vor allem der Abbau der Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. Die Verbindlichkeiten (ohne gegenüber Gesellschaftern) sind nahezu konstant geblieben. Die liquiden Mittel sind um TEUR 852 gestiegen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte neben Eigenmitteln aus Gesellschaftermitteln. Im Berichtsjahr wurden Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 500 gewährt. Im Jahr 2020 hat die Gesellschaft Investitionen in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 1.515) getätigt, welche somit stark gesunken sind. Die Abschreibungen betrugen TEUR 1.047 (Vorjahr: TEUR 860). Davon betrugen außerplanmäßige Abschreibungen TEUR 224. Ertragslage Den infolge der Corona-Krise deutlich gesunkenen Umsatzerlösen (- 6,1%) standen gesunkene Material- (-11,9%) und Personalaufwendungen (- 10,2%) gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind deutlich gestiegen (+ 91,3% bzw. TEUR 2.335). Hier liegen gegenüber dem Vorjahr vor allem Aufwendungen aus Gewährleistung (+TEUR 1.016), aus drohenden Verlusten (+TEUR 485) sowie aus Rechts- und Beratungskosten (+TEUR 456) vor. Aufgrund des Forderungsverzichtes (TEUR 4.621) ergibt sich lediglich ein leicht negatives Jahresergebnis in Höhe von TEUR 16. Vermögens und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.417 auf TEUR 9.335 gemindert. Das Vorratsvermögen sank mit TEUR 1.000 deutlich. Weiterhin liegt eine deutliche Minderung des Anlagevermögens (TEUR 1.109) sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 794) vor. Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresfehlbetrag um TEUR 16 gemindert. Dies entspricht einer Quote von 20,9 % (Vorjahr: 16,8 %). Die Fremdkapitalquote beträgt 79,1 % (Vorjahr: 83,2 %). Dabei ist vor allem der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 3.872) deutlich herauszustellen. Dies ist durch den Forderungsverzicht ohne Rückzahlungsverpflichtung (TEUR 4.621) maßgeblich beeinflusst. Weiterhin haben sich die sonstigen Rückstellungen erhöht (TEUR 1.367). Dies ist vor allem auf Gewährleistungen sowie Drohverluste zurückzuführen. Entwicklungstätigkeit Die Entwicklungsschwerpunkte lagen in der Konzeption und Optimierung kundenspezifischer Werkzeug- und Produktionskonzepte. Hierbei spielten neben Prozess-Know-How und roboterunterstützen Fertigungsprozessen auch zunehmend weitere Kunststoffspritzgusstechniken wie Silikon- und Mehrkomponentenspritzguss eine wichtige Rolle. III. Chancenbericht Durch den neuen Gesellschafter, der herausragendes Branchen-Know-How mitbringt, hat die Murrplastik Produktionstechnik GmbH große Chancen in ihren Kernbereichen langfristig Erfolge zu erzielen. * Untermauert wird dies durch eine starke Entschuldung der Gesellschaft und durch Starthilfen der Altgesellschafter. Der Auftragseingang mit Produkten aus neuen Branchen ist positiv. Generell zeigt der Vertriebserfolg, dass die den Kunden angebotenen Produkte wettbewerbsfähig sind. Durch die Einbindung als Technologieunternehmen in die neue Beratungsholding bieten sich große Chancen für das Unternehmen im Bereich Digitalisierung und Automatisierung um in ihrer Branche neue Standards zu setzen. * Mit einer 50 %-Beteiligung an einer Tochtergesellschaft in Ungarn ist weiteres Wachstum in Osteuropa möglich. IV. Risikobericht Insbesondere auch aus Risikomanagementgesichtspunkten wird das Unternehmen sein Engagement auf weitere Standbeine stellen und durch Investitionen in Qualitätssicherungssysteme die Unternehmensrisiken auf ein Normalmaß reduzieren. Zu den wesentlichen finanzwirtschaftlichen Risiken zählen Liquiditätsrisiken. Eine regelmäßige Liquiditätsplanung stellt dabei die ausreichende und fristgerechte Ausstattung mit finanziellen Mitteln sicher. Etwaige bestehende Währungsrisiken sind für die Gesellschaft grundsätzlich unbedeutend, da überwiegend in Euro fakturiert wird. Zinsänderungen und deren Auswirkungen auf die Finanzierung begegnet die Gesellschaft durch mittelfristige Finanzierungen. Ausfallrisiken von Forderungen versucht die Gesellschaft durch laufende Bonitätsprüfungen und durch ein aktuelles Mahnwesen zu begegnen. Neben den vorstehend genannten Risikofaktoren könnten Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. Insgesamt gesehen, lassen sich die jeder unternehmerischen Tätigkeit immanenten Risiken nicht vollständig ausschließen. Aufgrund der gelebten Risikopolitik gehen wir jedoch davon aus, dass wir die mit unserer zu deren Beseitigung bzw. Eindämmung einleiten können, so dass aus heutiger Sicht der zukünftigen Entwicklung der Murrplastik Produktionstechnik GmbH keine wesentlichen Risiken entgegenstehen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden keine bestandsgefährdenden Risiken. V. Prognosebericht Zum Jahreswechsel hat sich die konjunkturelle Lage der Weltwirtschaft verbessert und die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen verringert, so dass die Gesellschaft optimistisch für das Jahr 2021 ist. Die Unternehmensplanung 2021 wurde sehr konservativ erstellt. Die Gesellschaft plant für das Jahr 2021 einen Umsatz von rund EUR 16,5 Mio., was einem geplanten Umsatzwachstum von 10% entspricht. Der Umsatz liegt im 1. Halbjahr 2021 34% über Vorjahr. Die Finanzierung ist durch die bereits erwähnte Ausgliederung und ausreichenden Gesellschaftermittel abgesicht. Die Neuausrichtung der Gesellschaft, die vom neuen Gesellschafter weiter vorangetrieben wird, wird auch im laufenden Geschäftsjahr zu Restrukturierungsaufwendungen und Investitionen in die digitale Zukunft führen. Daher wird insgesamt von einem negativen Jahresergebnis von rund TEUR 740 ausgegangen.
Oppenweiler, den 30.06.2021 Murrplastik Produktionstechnik GmbH Geschäftsleitung Dr. Jochen Hanselmann * : nicht geprüfte Aussagen BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020MURRPLASTIK PRODUKTIONSTECHNIK GMBH, OPPENWEILERAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2020I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Murrplastik Produktionstechnik GmbH hat ihren Sitz in 71570 Oppenweiler und ist im Handelsregister Abteilung B unter der Nummer HRB 271054 des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 i.V.m. Abs. 4 HGB auf. Der Jahresabschluss der Murrplastik Produktionstechnik GmbH wurde nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Bei der Aufstellung des Anhangs wurde überwiegend von den größenabhängigen Erleichterungen Gebrauch gemacht. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Allgemeine Angaben Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden wie folgt angewandt: Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert, und soweit abnutzbar, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, und soweit abnutzbar, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungssätze wurden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode festgesetzt. Soweit es in Einzelfällen erforderlich war, wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand gebucht. Abnutzbare bewegliche Anlagegüter im Wert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 (netto) werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung auch im handelsrechtlichen Jahresabschluss nach steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Diese Wirtschaftsgüter werden in einen Sammelposten eingestellt und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren in gleichen Jahresbeträgen abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. ihrem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen war, bilanziert. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden mit dem gleitenden Durchschnittswert unter Beachtung des Niederstwertprinzip bewertet. Die unfertigen- und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Diese umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die geleisteten Anzahlungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus einer längeren Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und bzw. oder niedrigeren Marktwerten ergeben, werden bei der Bewertung Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Nennwerten angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % (Vorjahr: 1%) Rechnung getragen. Ferner wurde eine Wertberichtigung für die am Abschlussstichtag noch skontierungsfähigen Forderungen nach Maßgabe der erwarteten Inanspruchnahme gebildet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Barwert angesetzt. Die liquiden Mittel sind zu Nominalwerten angesetzt. Sonstige Aktiva Vorauszahlungen für künftige Zeiträume sind als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten zeitanteilig abgegrenzt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital sowie die Kapital- und die Gewinnrücklagen sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle am Abschlussstichtag erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben insgesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von EUR 26.670,61 (Vorjahr: EUR 14.274,24), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstanden sind. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 1.500 und ist vollständig einbezahlt bzw. geleistet. Kapital- und Gewinnrücklagen Die Kapital- und Gewinnrücklage ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2020 betragen TEUR 172 und unterliegen einer Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Personalrückstellungen (TEUR 60), Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 1.090) sowie für drohende Verluste (TEUR 410) enthalten. Im Geschäftsjahr wurde die Berechnung der pauschalen Rückstellung für Gewährleistung geändert. Einerseits berechnet sich diese nun anhand der letzten drei Jahre um z.B. Umsatzschwankungen (wie im Berichtsjahr durch die Coronapandemie) entgegen zu wirken. Zuvor wurde lediglich das aktuelle Geschäftsjahr als Grundlage genommen. Andererseits wurde der Prozentsatz um 0,75% angehoben, da man Produkte in neuen Sortimentsbereichen produziert. Die Rückstellung fällt durch die Veränderungen um TEUR 126 höher aus. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen die in nachfolgender Tabelle aufgeführten Restlaufzeiten auf:
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten in Form der üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen in Höhe von EUR 3.662.279,18 verbundene Unternehmen. IV. SONSTIGE ANGABEN Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten besteht ein Haftungsverhältnis für nicht in der Bilanz auszuweisende Verbindlichkeit. Diese betrifft die gesamtschuldnerische Haftung für Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem gruppenweiten Cash-Pooling. Zum Bilanzstichtag bestand bei den relevanten Bankkonten jeweils ein Guthaben. Angesichts der jeweiligen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der teilnehmenden Gesellschaften war und ist auch zukünftig nicht von einer Inanspruchnahme auszugehen. Forderungsverzicht ohne Besserungsschein Im Berichtsjahr wurde zwischen der Gesellschaft und einem Gesellschafter ein endgültiger Forderungsverzicht geschlossen, welcher daher nicht wieder auflebt. Der Gesellschaft wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 4.621 erlassen. Dieser Betrag wird innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen Im Berichtsjahr liegen außerplanmäßige Abschreibungen innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 106 sowie innerhalb der technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 118 vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus verschiedenen Miet- und Pachtverträgen bestehen Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 370 p.a. (Vorjahr: TEUR 233). Sie entfallen mit TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 67) auf verbundene Unternehmen. Beschäftigte Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt folgende Mitarbeiter:
Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2020 wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: 01. Januar bis zum 13. Dezember 2020: Herr Dipl.-Ing. (BA) Ralf Hoffmann (hauptberuflicher Geschäftsführer der Murrplasitk Produktionstechnik GmbH), Oppenweiler 01. Januar bis zum 26. Januar 2020 sowie ab dem 21. September 2020: Herr Dr. Dipl. Wirtschafts-Ing. Jochen Hanselmann (hauptberuflicher Geschäftsführer der Murrplastik Produktionstechnik GmbH), Stuttgart Weiterhin waren folgende Prokuristen im Berichtsjahr bestellt: Cornelia Hölzl (hauptberufliche Geschäftsführerin bei der Murrplastik Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH), Marbach am Neckar Hans-Peter Wittek (hauptberuflicher Geschäftsführer der Murrplastik Systemtechnik GmbH), Westhausen Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsleitung sowie der Bezüge für frühere Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebenen Auf den Ausweis der Bezüge der Geschäftsleitung sowie der Bezüge der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsleitung bzw. deren Hinterbliebenen wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen gem. § 285 Nr. 11 HGB Die Gesellschaft hält zum Abschlussstichtag eine 50 % Beteiligung mit dem Nennkapital von 1.500.000 Forint (EUR 4.823) an der Murrtechnica Kft., Ungarn. Das Eigenkapital der Murrtechnica Kft. beträgt zum 31. Dezember 2020 TEUR 474 und das Jahresergebnis 2020 beträgt -TEUR 35. Konzernzugehörigkeit Die Murrplastik Produktionstechnik GmbH ist gem. § 291 HGB befreit, einen Konzernabschluss aufzustellen und stellt einen solchen auch nicht freiwillig auf. Die Murrplastik Produktionstechnik GmbH wird in den Konzernabschluss der Murrplastik Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Oppenweiler, einbezogen. Der Konzernabschluss der Murrplastik Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH (Amtsgericht Suttgart, HRB Nr. 270120) wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht. Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers sollen im Konzernanhang des zurvor erwähnten Mutterunternehmens erfolgen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Die Anteile der Murrplastik Produktionstechnik GmbH wurden mit Notartermin 18.01.2021 von der bisherigen Mehrheitsgesellschafterin (Murrplastik Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH) an den bisherigen Minderheitsgesellschafter (Killesberg Equity Management GmbH) veräußert. Damit ist das Unternehmen zum 01.01.2021 aus dem Murrplastik-Konzern ausgeschieden.
Oppenweiler, den 30. Juni 2021 Geschäftsleitung Dr. Jochen Hanselmann
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gem. §§ 325 lt. HGB BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Murrplastik Produktionstechnik GmbH, OppenweilerPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Murrplastik Produktionstechnik GmbH, Oppenweiler, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Murrplastik Produktionstechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Kassel, den 30. Juni 2021 Prof.
Dr. Ludewig u. Partner GmbH
Prof. Dr. Thomas Olbrich, Wirtschaftsprüfer Dipl.Kfm. Fritz Güntzler, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde von dem Geschäftsführer unterschrieben und am 30. Juli 2021 von der Gesellschafterversammlung unverändert festgestellt. Das Jahresergebnis wurde auf neue Rechnung vorgetragen. |
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