Trinkgut Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH

Edekaplatz 1, 47445 Moers, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 12033
Vorher
Trink & Co Deutsche Getränke-Holding GmbHTrinkgut Deutsche Getränke-Holding GmbH
Eingetragen
6.10.2004
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
Das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Gesellschaften sowie die Erbringung von Dienstleistungen an diesen Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Peter Wagener
seit 24.1.2019
Geschäftsführer
Dirk Neuhaus
seit 10.3.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG
Germany
2.100.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG

Moers

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Amtsgericht Kleve, HRA 5133

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.340.767,96 17.833.718,86
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.000.967,00 7.127.475,70
26.341.734,96 24.961.194,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.475.695,34 113.250.450,78
2. technische Anlagen und Maschinen 25.406.809,89 26.315.948,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 152.998.432,21 144.835.459,24
4. andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke 169.122.949,28 59.552.501,60
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.194.702,45 125.512.514,84
439.198.589,17 469.466.874,46
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.931.574,69 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 6.250,00 30.097.776,21
3. Beteiligungen 1.417.335,99 1.411.756,46
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 1,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 44.377.608,54 0,00
6. sonstige Ausleihungen 153.061,96 229.870,64
53.885.832,18 31.739.404,31
519.426.156,31 526.167.473,33
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.411.163,80 7.116.968,24
2. unfertige Erzeugnisse 743.327,87 567.473,72
3. fertige Erzeugnisse und Waren 216.279.710,15 205.254.305,51
225.434.201,82 212.938.747,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 135.735.489,97 106.269.168,38
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr EUR 35.963.017,03 (Vj. EUR 21.087.618,15)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 56.692.464,26 53.926.140,70
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.225.085,22 6.099.508,94
4. sonstige Vermögensgegenstände 134.084.847,42 130.878.291,54
334.737.886,87 297.173.109,56
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 220.414.969,47 174.419.326,93
davon gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht EUR 216.151.638,29 (VJ EUR 169.975.074,63)
780.587.058,16 684.531.183,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.168.521,54 18.893.734,22
D. Aktive latente Steuern 14.501.455,52 11.526.764,20
1.332.683.191,53 1.241.119.155,71

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kommanditkapital 50.000.000,00 50.000.000,00
II. Rücklage Kommanditistin 424.524.639,14 317.048.948,05
III. Nicht beherrschende Anteile -87.586,46 -95.051,09
IV. Kapital stiller Gesellschafter 60.000.000,00 60.000.000,00
534.437.052,68 426.953.896,96
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 23.056.322,00 23.448.940,00
2. Steuerrückstellungen 10.302.707,23 18.286.547,23
3. sonstige Rückstellungen 189.836.215,88 165.456.163,89
223.195.245,11 207.191.651,12
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 71.999.980,34 75.000.091,32
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 4.499.980,34 (VJ. EUR 75.000.091,32)
davon mit einer Restlaufzeit von über einem und bis zu fünf Jahren EUR 36.000.000,00 (VJ. EUR 0,00)
davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren EUR 31.500.000,00 (Vj. EUR 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 460.692.525,55 432.140.327,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 460.692.525,55 (Vj. EUR 432.140.327,84)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.282.424,08 72.808.315,35
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 16.282.424,08 (Vj. EUR 72.808.315,35)
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 16.282.424,08 (Vj. EUR 72.565.060,57)
4. sonstige Verbindlichkeiten 22.585.705,64 21.482.562,44
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 22.585.705,64 (Vj. EUR 21.482.562,44)
davon aus Steuern EUR 434.764,72 (Vj. EUR 3.266.127,14)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.593,51 (Vj. EUR 4.246,45 )
571.560.635,61 601.431.296,95
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.490.258,13 5.542.310,68
1.332.683.191,53 1.241.119.155,71

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 - 31.12.2021

01.01.2021 - 31.12.2021 01.01.2020 - 31.12.2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse
a) Umsatzerlöse aus Warengeschäft 5.744.174.000,00 5.522.195.000,00
b) Umsatz Sonstige 230.208.058,30 207.443.373,21
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 190.444,42 -444.809,50
3. sonstige betriebliche Erträge 89.393.816,60 72.576.717,27
6.063.966.319,32 5.801.770.280,98
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.824.575.943,49 4.611.065.945,74
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 246.734.401,62 236.841.881,14
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 395.827.068,02 374.575.126,84
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 84.315.549,10 79.665.411,18
davon für Altersversorgung EUR 3.499.651,29 (Vj EUR 4.419.044,87)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 74.233.023,92 73.643.093,65
davon außerplanmäßig EUR 806.346,00 (Vj. EUR 1.299.072,00)
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die im Konzern üblichen Abschreibungen überschreiten 3.291.733,55 4.800.000,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 327.941.322,77 310.656.890,30
8. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 13.802.112,52 -5.000.000,00
9. Erträge aus Beteiligungen 30.267,30 54.045,00
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 8.976,98 32.925,20
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 936.939,10 1.091.505,11
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 380.807,44 (Vj. EUR 411.465,82)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 14.792.500,00 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.396.017,64 4.991.457,38
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 643.035,14 (Vj. EUR 911.418,13) Vj 911418,13
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 19.772.781,74 25.472.726,19
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 2.974.691,32 (Vj. EUR 7.016.704,11)
15. Ergebnis nach Steuern 83.864.273,37 76.236.223,87
16. sonstige Steuern 1.446.608,24 570.398,12
17. Jahresüberschuss vor Dritten 82.417.665,13 75.665.825,75
18. Gutschrift auf Verbindlichkeitenkonto des Kommanditisten -84.934.509,41 -82.017.368,10
19. Belastung auf Rücklagenkonten 2.524.308,91 6.359.006,98
20. nicht beherrschende Anteile -7.464,63 -7.464,63
21. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Konzernanhang für 2021

Allgemeine Hinweise

Die EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG (nachfolgend EDEKA Rhein-Ruhr) mit Sitz in Moers ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kleve unter HRA 5133 eingetragen.

Der Konzernabschluss der EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG zum 31.12.2021 ist unter Anwendung der Konzernrechnungslegungsvorschriften der §§ 290ff. HGB aufgestellt worden.

Gemäß § 297 Abs. 1 HGB besteht der Konzernabschluss aus der Konzernbilanz, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der Konzernabschluss wird gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 244 HGB in Euro aufgestellt.

Der EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG - Konzern wird als Teilkonzern in den gesetzlichen Konzernabschluss der EDEKA Rhein-Ruhr Holding GmbH, Moers, einbezogen.

Aufgrund § 314 Abs. 3 HGB wurde unter Berücksichtigung des Datenschutzes im Konzernabschluss auf die Angabe der Organbezüge verzichtet.

Konsolidierungsgrundsätze

Die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellte Rechnungslegung des Mutterunternehmens und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgt einheitlich auf den Stichtag 31. Dezember.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt auf Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen ursprünglich Tochterunternehmen bei der Rechtsvorgängerin EDEKA Rhein-Ruhr Holding GmbH geworden ist. Bei der Kapitalkonsolidierung wird für die Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen die Neubewertungsmethode nach § 301 HGB angewendet. Bis 2009 erworbene Tochterunternehmen wurden zulässigerweise nach der Buchwertmethode auf den Zeitpunkt des Anteilserwerbs abgebildet. Nach der Neubewertungsmethode werden die Wertansätze der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wurde, wenn er auf der Aktivseite entstand, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entstand, als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Die Erstkonsolidierung erfolgt jeweils zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung eines Tochterunternehmens in den Konzernabschluss, soweit auf dessen Einbeziehung vorher nach § 296 HGB verzichtet wurde.

Bei Vorräten und Anlagevermögen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie den Ertrags- und Aufwandsposten wurden die zwischen den einbezogenen Gesellschaften entstandenen Geschäftsvorfälle im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung nach § 304 HGB, der Schuldenkonsolidierung nach § 303 HGB sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 HGB heraus gerechnet.

Die Konsolidierung nach der at Equity-Methode erfolgt nach der Buchwertmethode auf den Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen als assoziiertes Unternehmen einzustufen ist. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Einzelabschlüssen dieser Gesellschaften entsprechen denen im Konzernabschluss.

In den Konzernabschluss werden aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen entsprechende latente Steuereffekte - soweit sich die Unterschiedsbeträge in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen - mit dem zukünftigen zu erwartenden Steuersatz von 16,5 % einbezogen.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben dem Mutterunternehmen EDEKA Rhein-Ruhr 20 (31.12.2020: 15) Tochterunternehmen und 1 (31.12.2020: 2) assoziiertes Unternehmen.

Im Berichtsjahr wurden folgende Gesellschaften neu gegründet:

EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Bochum mbH, Moers

EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Düren mbH, Moers

EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Ratingen mbH, Moers

EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Rhede mbH, Moers

EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Wülfrath mbH, Moers

Neukauf Handelsgesellschaft mbH, Moers

Die erstmalige Einbeziehung der Unternehmen in den Konzernabschluss erfolgte zum Gründungszeitpunkt.

Im Berichtsjahr wurden zudem die Manganit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Moers, in die EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Düsseldorf mbH, Moers, umbenannt und die EBS European Services AG i.L., Rorschach, Schweiz endgültig liquidiert. Die Picnic GmbH, Düsseldorf, zählt aufgrund der Reduzierung der Beteiligung nicht mehr zu den assoziierten Unternehmen.

Die Vergleichbarkeit der beiden aufeinander folgenden Konzernabschlüsse wird hierdurch nicht eingeschränkt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Der Konzernabschluss wurde unter Berücksichtigung der vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und ihr Abgang im Folgejahr unterstellt, soweit sie nicht wegen Unwesentlichkeit (bei Anschaffungskosten bis EUR 250,00) in den Aufwendungen ausgewiesen werden.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und die Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. bereits bei vorübergehender Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Im Fall der außerplanmäßigen Abschreibung erfolgt eine Wertaufholung, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen (§ 253 Abs. 5 HGB). Abweichend davon werden zu verrechnende Vermögensgegenstände gem. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird unter Beachtung des Barwertmodells ermittelt.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der at Equity-Methode mit Hilfe der Buchwertmethode angesetzt. Der Wertansatz der Beteiligungen und der Unterschiedsbetrag werden zu dem Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. In den Folgejahren werden die Beteiligungsansätze um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen, um Fortschreibungen des Unterschiedsbetrages und um Ergebnisauswirkungen aus der Zwischenergebniseliminierung fortgeschrieben. Im Anlagespiegel werden ergebniswirksame Folgekonsolidierungen als Zuschreibungen oder als Abschreibungen dargestellt (Nettoausweis).

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkostenzuschläge für Fertigungs- und Verwaltungskosten nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 255 Abs. 2 HGB. Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus gesunkenen Beschaffungspreisen, Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Risikobehaftete Posten sind durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen berücksichtigt; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge (1%) auf die nicht einzelwertberichtigten, risikobehafteten Nettoforderungen erfasst.

Die liquiden Mittel sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Ausgaben, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Sofern sich bei der Ermittlung der Steuerauswirkungen von temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen und von in den nächsten fünf Jahren zu erwartenden nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen ein aktiver Steuerabgrenzungsposten ergibt, wird von dem Wahlrecht der Aktivierung dieser Steuerentlastung Gebrauch gemacht. Die sich ergebenen Steuerbe- und -entlastungen werden dabei verrechnet angesetzt. Eine Abzinsung dieser Beträge erfolgt nicht.

Die Rücklagen der Kommanditistin umfassen den bei der Ausgliederung entstandenen über die Kommanditeinlage hinausgehenden Kapitalanteil.

Einlagen stiller Gesellschafter werden im Eigenkapital ausgewiesen, wenn sie längerfristig und nachrangig sind, die stille Einlage an einem Verlust bis zur vollen Höhe der Einlage teilnimmt und hinsichtlich des Ergebnisanteils gesetzliche Kapitalerhaltungsvorschriften unberührt bleiben.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (1,87 %). Änderungen des Abzinsungssatzes zwischen zwei Bilanzstichtagen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden verrechnet; entsprechend wird mit zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend ihrer Restlaufzeit abgezinst. Bei dem verwendeten Abzinsungssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre. Änderungen des Abzinsungssatzes zwischen zwei Bilanzstichtagen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwandes wird angenommen, dass die Änderung des Zinssatzes zum Ende der Periode eingetreten ist.

Die Rückstellungen für drohende Verluste aus Mietverhältnissen werden einzeln mit einem Erfolgsbeitrag aus der Belieferung der die Objekte betreibenden Einzelhändler von unverändert 3,0 % des Umsatzes auf Basis von Vollkosten berechnet.

Bei der passivierten Rückstellung für Kosten der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen wird wegen Unwesentlichkeit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von einer Berücksichtigung künftiger Preissteigerungen und einer Abzinsung abgesehen.

Risiken aus Haftungsverhältnissen werden auf Basis von Einzelfällen berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Einnahmen, die Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind als passiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Die Bandbreiten der Nutzungsdauern der Anlagenklassen gestalten sich wie nachfolgend aufgeführt:

Jahre
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2-18
Geschäfts- oder Firmenwert 10-15
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10-33
Technische Anlagen und Maschinen 3-15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2-28
Andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke 2-33

Der Geschäfts- oder Firmenwert stammt mit TEUR 3.001 (31.12.2020 TEUR 6.145) aus den einbezogenen Einzelabschlüssen und resultiert aus im Rahmen der Übernahme von Einzelhandelsstandorten gezahlten Aufgeldern. Aus dem Erwerb der Beteiligung an der Trinkgut Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH, Moers, wird zum 31.12.2021 ein Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 0 (31.12.2021 TEUR 982) ausgewiesen. Die Abschreibung der Firmenwerte erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 10 bis 15 Jahren. Diese Nutzungsdauer berücksichtigt die diesen Einzelhandelsstandorten zuzurechnende Mietvertragsdauer und spiegelt damit den tatsächlichen Werteverzehr des Geschäfts- oder Firmenwertes zutreffend wider.

Auf assoziierte Unternehmen entfiel im Vorjahr ein Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 30.536. Zum Bilanzstichtag besteht aufgrund der Entkonsolidierung des assoziierten Unternehmens kein Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung mehr.

Angaben zum Anteilsbesitz

Angaben zum Beteiligungsbesitz EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG Moers

Anteilsbesitzliste:

Gesellschaft, Sitz Kapitalanteil in %
A Mutterunternehmen
EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG, Moers
B Tochterunternehmen
1 allfrisch Unterstützungskasse e.V., Moers 2) -
2 BACKGENUSS GmbH, Straelen 1 , 4) 100,0
3 Bildungsnetzwerk RR GmbH, Straelen 1) 100,0
4 Büsch GmbH, Moers 1 , 4) 100,0
5 EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Bochum mbH, Moers 1) 100,0
6 EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Düren mbH, Moers 1) 100,0
7 EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Düsseldorf mbH, Moers 1) 4) 100,0
8 EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Ratingen mbH, Moers 1 , 4) 100,0
9 EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Rhede mbH, Moers 1) 100,0
10 EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH & Co. KG, Moers 1 , 4 , 5) 100,0
11 EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Wülfrath mbH, Moers 1) 100,0
12 EDEKA Grundstücksgesellschaft Herzogenrath mbH & Co. KG, Moers 1 , 4 , 5) 94,0
13 Fleischhof Rasting Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Moers 1 , 4) 100,0
14 Marktkauf Einzelhandelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH, Moers 1 , 4) 100,0
15 Neukauf Handelsgesellschaft mbH, Moers 1 , 4) 100,0
16 Schnellkauf Handelsgesellschaft mbH, Moers 1 , 4) 100,0
17 t-log trinklogistik GmbH, Moers 1 , 4) 100,0
18 Traugott Simon Brau- und Vertriebsgesellschaft mbH, Köln 1 , 4) 100,0
19 Trinkgut Getränkeeinzelhandel GmbH, Moers 1 , 4) 100,0
20 Trinkgut Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH, Moers 1 , 4) 100,0
C Assoziierte Unternehmen
1 KSW Lizenzrechte Verwaltungs-GmbH, Wachtberg 3) 25,0

1 Tochterunternehmen, die gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB einbezogen werden.
2) Zweckgesellschaften, die gemäß § 290 Abs. 2Nr. 4 HC® einbezogen werden.
3) Assoziiertes Unternehmen bewertet nach der at Equity-Methode
4) Die Gesellschaft macht vor dem Hintergrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss von Erleichterungen der §§ 264 Abs. 3 HGB bzw. 264b HGB Gebrauch.
5) Unbeschränkt haftender Gesellschafter ist das Mutterunternehmen oder ein anderes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen. § 313 II Nr. 6 HGB

Darüber hinaus werden noch stille Beteiligungen an der EDEKA-Handelsgesellschaft Hessenring mbH, Melsungen, und der Stroetmann Food GmbH & Co. KG, Münster, gehalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr resultieren im Wesentlichen aus Forderungen mit Darlehenscharakter gegenüber den selbstständigen Einzelhändlern.

Rechnungsabgrenzungsposten

Hierin enthalten sind hauptsächlich Baukostenzuschüsse. Zudem werden im Voraus geleistete Mietzahlungen ausgewiesen.

Latente Steuern

Der Berechnung wird grundsätzlich ein Steuersatz von insgesamt 16,5 % Ertragssteuern zugrunde gelegt. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 14.501 (31.12.2020 TEUR 11.527) werden im Wesentlichen für Unterschiedsbeträge zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen der sonstigen Rückstellungen und der Pensionsrückstellungen gebildet.

Die aktiven latenten Steuern entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

TEUR
Stand 31. Dezember 2020 11.527
Zuführung 2.974
Stand 31. Dezember 2021 14.501

Kommanditkapital

Das Kommanditkapital des Mutterunternehmens beträgt EUR 50.000.000,00.

Rücklagen

Die Rücklagen stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

31.12.2020 Zuzahlung von Gesellschaftern in die Rücklagen 31.12.2021
EUR EUR EUR
Kommanditrücklage 317.048.948,05 107.475.691,09 424.524.639,14
317.048.948,05 107.475.691,09 424.524.639,14

Die Kommanditistin hat im Geschäftsjahr im Wege des Schütt-aus-hol-zurück-Verfahrens einen Betrag in Höhe von 110.000.000,00 € in die Rücklagen eingestellt.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer betragen TEUR 2.054. Die laufenden Bezüge ehemaliger Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2021 belaufen sich auf TEUR 263.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,87%) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 1.657. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,0 % berücksichtigt. Die künftige Anpassung der Versorgungsbezüge wurde mit 2,0 % p.a. eingerechnet.

Das ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene und rückgedeckte Vermögen (Deckungsvermögen i.S.d. § 298 Abs. 1 i.V.m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wird mit seinem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 22.891 mit den Rückstellungen verrechnet. Die Anschaffungskosten betragen TEUR 22.687. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Erfüllungsbetrag der zu verrechnenden Schulden. Es handelt sich um kongruent rückgedeckte Direktzusagen mit Verpfändung der Rückdeckungsversicherung. Im Geschäftsjahr 2021 wurden Zinsaufwendungen und Zinserträge von TEUR 81 verrechnet.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen (TEUR 10.303) entfallen mit TEUR 3.840 auf Körperschaftsteuer, mit TEUR 211 auf Solidaritätszuschläge, mit TEUR 5.752 auf Gewerbesteuer sowie mit TEUR 500 auf Sonstige Steuern.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für drohende Verluste, ungewisse Verbindlichkeiten, Mietnebenkosten und Wiederherstellungsverpflichtungen aus Mietverträgen, ausstehende Rechnungen, Personalverbindlichkeiten, Rücknahmeverpflichtungen für Eigenleergut sowie Haftungsverbindlichkeiten. Die Zuführung zu den Sonstigen Rückstellungen erfolgt nach der Nettomethode. Bei der Ermittlung der Kosten- und Preissteigerungen wurde angelehnt an betriebsinterne Erfahrungen von einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2 % ausgegangen.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 72.000, TEUR 31.500 haben Restlaufzeiten von über 5 Jahren.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen branchenüblichen Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, soweit sie auf Gesellschafter entfallen (TEUR 16.282), resultieren aus dem verbleibenden Gewinnanspruch des Geschäftsjahres 2021 (nach Berücksichtigung der Einlage von EUR 70,0 Mio.), der rechtlich erst mit der Feststellung des Jahresabschlusses entsteht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus dem Warengeschäft setzen sich wie folgt zusammen:

2021 2020
Mio. EUR Mio. EUR
Großhandelsumsätze 3.934,2 3.731,7
Einzelhandelsumsätze 1.068,8 1.076,8
Herstellungsumsätze 741,1 713,7
5.744,1 5.522,2

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 89.394) beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 56.474, die insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 11.474) und den Erträgen aus Wertaufholungen (TEUR 34.272) resultieren. Gewinne aus Anlagenabgängen belaufen sich auf TEUR 9.759.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 327.941) sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.409 enthalten. Sie betreffen mit TEUR 3.740 Zuführungen zu den Mietrückstellungen, mit TEUR 3.344 Verluste aus Anlagenabgängen und mit TEUR 105 Aufwendungen aus Vorjahren.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 1.778.442 und setzen sich wie folgt zusammen:

Mietobligo Leasing
TEUR TEUR
≤ 1 Jahr 255.143 823
> 1 Jahr und < 5 Jahre 737.399 602
> 5 Jahre 784.475 0
1.777.017 1.425

Ein über das geschäftsübliche Maß hinausgehendes Bestellobligo besteht nicht.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen insgesamt Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 190.493 (Vorjahr TEUR 176.367), die ausschließlich aus Bürgschaften resultieren.

Für die risikobehafteten Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften werden entsprechende Rückstellungen gebildet.

Aufgrund des guten Informationsstandes über die Finanzierungsverhältnisse der Darlehensnehmer, zugunsten derer die Haftungsverhältnisse eingegangen wurden, gehen wir bei den hier ausgewiesenen Haftungsverhältnissen von einem sehr geringen Risiko aus.

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft ist die persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) berechtigt und verpflichtet. Sie ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Persönlich haftende Gesellschafterin:

EDEKA Rhein-Ruhr Handelsstiftung e.K.

(AG Kleve HRA 5132, Stiftungskapital TEUR 250)

Vertreten durch ihre Vorstände:

Dirk Neuhaus (Sprecher) Einkauf, Vertrieb, Expansion, Bau/Technik/Einrichtung - Vollsortiment, Regieeinzelhandel Vollsortiment, Unternehmenskommunikation, Fleisch- und Wurstproduktion und -handel
Marco Schäfer ab 01.02.2022 IT/EDV, Digitalisierung
Peter Wagener Finanzen und Controlling, Personal, Recht / Vertragswesen / Immobilienverwaltung, Betriebswirtschaft / Controlling SEH, Backwarenproduktion -und -vertrieb, Logistik, Organisation, Vertrieb SEH Getränkefachmärkte, Bau / Technik / Einrichtung - Getränkefachmärkte, Regieeinzelhandel Getränkefachmärkte

Die Vorstandmitglieder sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit, soweit sie nicht für sich selbst, sondern als Vertreter eines Dritten handeln.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Aufwand Ertrag
TEUR TEUR
Warengeschäft 641.589 486.878
Mietgeschäft 18.495 18.554
sonstige Dienstleistungen 30.585 141.759
Finanzgeschäfte 3.468 1.906
694.137 649.097

Die Erträge aus den Geschäften mit nahestehenden Personen wurden im Wesentlichen mit selbstständigen Einzelhändlern sowie mit assoziierten Unternehmen erzielt. Die Aufwendungen wurden im Wesentlichen mit Gesellschaften der EDEKA ZENTRALE Gruppe getätigt.

Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer:

Anzahl
Kaufmännische Arbeitnehmer 7.714
Gewerbliche Arbeitnehmer 6.387
14.101

Daneben wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 443 Auszubildende beschäftigt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr angefallene Gesamthonorar beträgt TEUR 507 und entfällt auf

Abschlussprüfungsleistungen TEUR 505

andere Bestätigungsleistungen TEUR 2.

Gesellschafterstruktur

An der Muttergesellschaft ist zu 100,0 % die EDEKA Rhein-Ruhr Holding GmbH, Moers, als Kommanditistin beteiligt. Komplementärin ohne Einlage ist die EDEKA Rhein-Ruhr Handelsstiftung e.K., Moers.

Die EDEKA Rhein-Ruhr eG, Moers, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, dem die EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG, Moers, als Enkelunternehmen angehört. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des Bundesanzeigers offengelegt.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Moers, 28.02.2022

EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG, Moers

Vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin:

EDEKA Rhein-Ruhr Handelsstiftung e.K.

Dirk Neuhaus

Marco Schäfer

Peter Wagener

Entwicklung des Anlagevermögens 2021

Anschaffung- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 162.360.433,67 13.817.109,54 3.440.041,43 0,00 172.737.501,78
2. Geschäfts- oder Firmenwert 94.070.382,21 1) 0,00 65.735.447,28 0,00 28.334.934,93
256.430.815,88 13.817.109,54 69.175.488,71 0,00 201.072.436,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 133.054.500,14 8.251.809,47 41.323.564,33 195.658,53 100.178.403,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 81.682.358,42 3.434.906,51 248.909,72 611.366,24 85.479.721,45
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 525.057.085,00 55.485.001,39 47.449.147,34 971.010,81 534.063.949,76
4. Andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke 139.939.034,81 63.231.506,59 835.232,72 56.640.446,29 258.975.754,97
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 125.512.514,84 17.262.154,52 73.161.485,04 -58.418.481,87 11.194.702,45
1.005.245.493,21 147.665.378,38 163.018.339,15 0,00 989.892.532,44
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 7.931.574,69 0,00 0,00 7.931.574,69
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 60.097.776,21 0,00 60.091.526,21 0,00 6.250,00
3. Beteiligungen 1.411.756,46 5.579,53 0,00 1.417.335,99
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.541.424,67 0,00 0,00 0,00 1.541.424,67
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 59.170.108,54 0,00 0,00 59.170.108,54
6. Sonstige Ausleihungen 1.151.196,64 0,00 76.808,68 0,00 1.074.387,96
64.202.153,98 67.107.262,76 60.168.334,89 0,00 71.141.081,85
1.325.878.463,07 228.589.750,68 292.362.162,75 0,00 1.262.106.051,00
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 144.526.714,81 7.931.864,44 3.061.845,43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 86.942.906,51 2) 3.127.121,05 64.736.059,63 1)
231.469.621,32 11.058.985,49 67.797.905,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.804.049,36 2.320.948,41 2.422.289,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 55.366.410,42 4.948.444,33 242.117,72
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 380.221.625,76 45.722.429,96 44.876.594,94
4. Andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke 80.386.533,21 10.182.215,73 715.768,72
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
535.778.618,75 63.174.038,43 48.256.770,68
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 30.000.000,00 0,00 30.000.000,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.541.423,67 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 14.792.500,00 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 921.326,00 0,00 0,00
32.462.749,67 14.792.500,00 30.000.000,00
799.710.989,74 89.025.523,92 146.054.675,74
Kumulierte Abschreibungen
Umbuchungen Zuschreibungen 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 149.396.733,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 25.333.967,93
0,00 0,00 174.730.701,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 19.702.708,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 174,53 0,00 60.072.911,56
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 -1.943,23 381.065.517,35
4. Andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke -174,53 0,00 89.852.805,69
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
0,00 -1.943,23 550.693.943,27
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 1.541.423,67
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 14.792.500,00
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 921.326,00
0,00 0,00 17.255.249,67
0,00 -1.943,23 742.679.894,69
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.340.767,96 17.833.718,86
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.000.967,00 7.127.475,70
26.341.734,96 24.961.194,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.475.695,34 113.250.450,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.406.809,89 26.315.948,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 152.998.432,21 144.835.459,24
4. Andere Anlagen, Einbauten in fremde Grundstücke 169.122.949,28 59.552.501,60
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.194.702,45 125.512.514,84
439.198.589,17 469.466.874,46
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.931.574,69 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 6.250,00 30.097.776,21
3. Beteiligungen 1.417.335,99 1.411.756,46
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 1,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 44.377.608,54 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 153.061,96 229.870,64
53.885.832,18 31.739.404,31
519.426.156,31 526.167.473,33

1) davon Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung 59.595.357,18 €

2) davon kumulierte Abschreibung aus der Kapitalkonsolidierung 59.595.357,18 €
3) davon Abschreibung lfd. Jahr aus der Kapitalkonsolidierung 977.779,05 €

Eigenkapitalspiegel Konzern EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG, Moers

in EUR

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteil Rücklage der Kommanditistin Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand am 31.12.2020 50.000.000,00 317.048.948,05 0,00 367.048.948,05
Einstellung in Rücklagen 110.000.000,00 110.000.000,00
Konzernjahresüberschuss 82.410.200,50 82.410.200,50
Entnahme aus Rücklagen (Anpassung Jahresüberschuss) -2.524.308,91 2.524.308,91 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -84.934.509,41 -84.934.509,41
Stand am 31.12.2021 50.000.000,00 424.524.639,14 0,00 474.524.639,14
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne Summe
Stand am 31.12.2020 -95.051,09 0,00 -95.051,09
Einstellung in Rücklagen
Konzernjahresüberschuss 7.464,63 7.464,63
Entnahme aus Rücklagen (Anpassung Jahresüberschuss) 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00
Stand am 31.12.2021 -95.051,09 7.464,63 -87.586,46
Kapital stiller Gesellschafter Konzern-Eigenkapital
Stand am 31.12.2020 60.000.000,00 426.953.896,96
Einstellung in Rücklagen 110.000.000,00
Konzernjahresüberschuss 82.417.665,13
Entnahme aus Rücklagen (Anpassung Jahresüberschuss) 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -84.934.509,41
Stand am 31.12.2021 60.000.000,00 534.437.052,68

Konzernkapitalflussrechnung

EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG, Moers

01.01.2021 - 31.12.2021 01.01.2020 - 31.12.2020
IST VJ
(in Mio. €) (in Mio. €)
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 82,4 75,7
+ / - Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens und Umlaufvermögen 78,5 78,6
Einfacher Cashflow 160,9 154,3
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 10,6 55,7
+ / - Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 1,7 9,4
- / + Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -50,1 26,4
+ / - Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -0,7 11,3
- / + Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -6,1 -13,4
+ / - Zinsaufwendungen / Zinserträge 0,9 1,0
- Sonstige Beteiligungserträge 0,0 -0,1
+/- Ertragsteueraufwand / -ertrag 19,8 25,5
- / + Ertragsteuerzahlungen -37,6 -27,7
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 99,4 242,4
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0,4 0,0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -13,8 -3,0
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 121,4 70,4
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -147,7 -140,8
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 14,0 3,3
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -21,3 -10,5
+ Erhaltene Zinsen 0,5 0,6
+ Erhaltene Dividenden 0,0 0,1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -46,5 -79,9
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des MU -2,5 0,0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 72,0 0,0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -75,0 -17,4
- Gezahlte Zinsen -1,4 -1,1
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0,0 -1,8
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6,9 -20,3
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 46,0 142,2
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 174,4 32,2
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 220,4 174,4
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds: 31.12.2021 31.12.2020
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 220,4 174,4
abzgl. im Bilanzausweis der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltene, jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der Liquiden Mittel gehören 0,0 0,0
220,4 174,4

Zahlungsunwirksame Investitionsvorgänge auf Finanzanlagen lagen im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 45,8 Mio. EUR vor.

Konzernlagebericht 2021

Geschäftsmodell des Konzerns

Der Konzern der EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG (nachfolgend EDEKA Rhein-Ruhr), ist als einer von sieben regionalen Großhändlern Teil des deutschlandweiten EDEKA-Verbunds, der im Bereich Lebensmitteleinzelhandel Marktführer in Deutschland ist. Im Auftrag ihres, über die EDEKA Rhein-Ruhr Holding GmbH beteiligten, genossenschaftlichen Gesellschafters, der EDEKA Rhein-Ruhr eG, erfüllt sie dessen Förderauftrag, wirtschaftlich gesunde, voll leistungsfähige Betriebe selbstständiger Unternehmer des mittelständischen Lebensmittel-Einzelhandels und verwandter Berufsgruppen zu schaffen, zu fördern und zu erhalten.

Die Geschäftsfelder des Konzerns EDEKA Rhein-Ruhr bestehen aus:

Großhandel für Lebensmitteleinzelhandels- und für Getränkefachmärkte

Betreiben von Lebensmitteleinzelhandels- und Getränkefachmärkten in Eigenregie

Produktion von Backwaren und Verkauf durch in Eigenregie betriebene Backshops

Zerlegung, Produktion und Handel von Fleisch- und Wurstwaren sowie Fisch.

Zusätzlich werden vom Konzern EDEKA Rhein-Ruhr den selbstständigen Einzelhändlern folgende Dienstleistungen zur Verfügung gestellt:

Standortplanung, -entwicklung und -sicherung von Lebensmitteleinzelhandelsobjekten und Getränkefachmärkten

An- und Vermietung von Lebensmitteleinzelhandelsobjekten und Getränkefachmärkten

Vertriebs-, Betriebs- und Fachberatung

Zentrale und regionale Einkaufsorganisation sowie Sortimentsgestaltung

Unterstützung bei Investitionen und Finanzierungen

Aus- und Weiterbildung

Serviceleistung für den selbstständigen Einzelhandel, z. B. IT und Warenwirtschaft.

Der Konzern EDEKA Rhein-Ruhr stellt den selbstständigen Lebensmitteleinzelhändlern insgesamt eine horizontale und vertikale Wertschöpfungskette zur Verfügung.

Wesentliche Großhandelsstandorte sind die Vollsortiments- und Frischelager in Hamm, Meckenheim, Moers, Oberhausen und Viersen sowie Getränkelager in Frechen, Hamm und Oberhausen. An den Standorten Meckenheim und Essen wird jeweils ein Fleischwerk betrieben; der Produktionsstandort der Bäckerei Büsch befindet sich in Kamp-Lintfort.

Das Absatzgebiet umfasst im Wesentlichen das Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Die Führung der Geschäfte des Konzerns wird von den Vorständen der Komplementärin, der EDEKA Rhein-Ruhr Handelsstiftung e.K. wahrgenommen, die in Personalunion Geschäftsführer nahezu aller Tochtergesellschaften sind.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war auch im Jahr 2021 stark vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen abhängig. Dazu kamen zunehmende Liefer- und Materialengpässe, die die deutsche Wirtschaft zusätzlich belasteten. Nach dem sehr deutlichen Einbruch im Vorjahr konnte sich die deutsche Wirtschaft dennoch erholen. Das Vorkrisenniveau ist aber nicht erreicht worden.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war gemäß den ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes preisbereinigt um +2,7 % höher als im Vorjahr (-4,6 %) und liegt damit wieder über dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,07 % (Wachstum 2011-2020) bzw. +0,95 % (Wachstum 2011- 2021). Nachdem die Wirtschaft im vorangegangenen Krisenjahr teilweise massiven Einschränkungen ausgesetzt war, erholte sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Stabilisierung resultierte zum einen aus einer im Vergleich zum Vorjahr um +4,4 % höheren Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten Zuwächse. So stieg die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister wie Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros um +5,4 %. Auch im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe gab es trotz vieler pandemiebedingter Einschränkungen einen Zuwachs von +3,0 %. Lediglich das Baugewerbe schloss das Jahr 2021 mit einem leichten Minus von -0,4 %.

Die Bauinvestitionen legten aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material nur noch um +0,5 % zu und liegen damit deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Verbraucherpreise stiegen 2021 deutlich um +3,1 % (Vorjahr +0,5 %). Die Energiepreise erhöhten sich sehr spürbar um +18,3 %. Der überdurchschnittliche Preisanstieg von Nahrungsmitteln im Vorjahr setzte sich auch im Jahr 2021 weiter fort. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg saisonbereinigt im Vorjahresvergleich auf 45,1 Mio. (Vorjahr 44,6 Mio.), liegt aber noch 0,4 % unter Vorkrisenniveau.

Nach den ersten Schätzungen des statistischen Bundesamtes nahmen die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel gegenüber dem Vorjahr weiter zu. Das Wachstum lag mit +0,7 % jedoch deutlich unter dem des Vorjahres (+5,8 %).

Laut GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) konnten alle Sortimentsbereiche bis auf Fleisch- und Wurstwaren sowie Home- und Bodycare ein positives Wachstum verzeichnen, was im deutschen Markt ein Gesamtwachstum der Fast Moving Consumer Goods (FMCG) von +1,0 % ergibt.

Lebensmittel

Bei den Molkereiprodukten ist am Markt eine überdurchschnittliche Entwicklung zu verzeichnen. Über das Jahr gesehen weisen die Weiße Linie (Milch) mit +2,7 % und die Gelbe Linie (Käse) mit +2,1 % ein ähnliches Wachstum auf. Dem gesamtdeutschen Trend folgend spiegelt sich diese Entwicklung auch im Sortiment der EDEKA Rhein-Ruhr wider: Sowohl das Sortiment der Weißen sowie der Gelben Linie verzeichneten mit einer Umsatzsteigerung von +3,3 % eine überdurchschnittliche Entwicklung. Der Umsatz der Bedientheke wuchs mit +5,1 % etwa auf Vorjahresniveau (+5,3 %).

Obst und Gemüse verzeichneten im Jahr 2021 jeweils ein Umsatzplus von +1,4 %. Damit liegt der Absatz rund 8% unter Vorjahresniveau. Die noch immer positive Entwicklung ist jedoch vor allem auf das steigende Preisniveau zurückzuführen, das den Mengenrückgang von -1,0 % gegenüber dem Vorjahr egalisiert. Die EDEKA Rhein-Ruhr erzielte im vergangenen Jahr mit +4,0 % für Obst und +3,5 % für Gemüse eine Umsatzsteigerung, die die gesamtdeutsche Entwicklung dieser Warengruppe deutlich übersteigt.

Die Warengruppe Fleisch- und Wurstwaren verzeichnete als einziger Bereich in der Kategorie Food einen rückläufigen Umsatz in Höhe von -2,8 %. Dies resultiert jedoch zu einem großen Teil aus dem Corona-Effekt, der durch die Verlagerung von Out-of-Home Konsum zum In-Home Konsum zu erheblichen Absatzsteigerungen im Vorjahr führte. Dieser Effekt hat sich im Jahr 2021 jedoch wieder umgekehrt was zu einer reduzierten Einkaufsmenge von -5,0 % im Vergleich zu 2020 geführt hat. Das Umsatzwachstum der EDEKA Rhein-Ruhr lag in dieser Kategorie mit +1,2 % deutlich über dem Marktdurchschnitt, was vor allem auf das starke Wachstum der Bedientheke zurückzuführen ist: Während der Umsatz der SB-Ware nur um +0,1 % zulegen konnte, lag das Wachstum der Bedientheke mit +1,8 % darüber.

Insgesamt war das Geschäftsjahr 2021 für das Sortiment Food ein moderates Jahr. Der gesamtdeutsche Markt konnte +1,4 % mehr Umsatz erwirtschaften. Treiber waren hier vor allem Süßwaren sowie Obst und Gemüse. Im Vergleich dazu hat EDEKA Rhein-Ruhr ein überdurchschnittliches Wachstum von +2,6 % in den vergleichbaren Sortimenten erreichen können.

Getränke

Die Getränke am deutschen Lebensmittelmarkt weisen in der Kumulation einen ähnlichen Trend (+1,8 %) wie der Food Bereich auf. Diese im Vergleich zum Vorjahr moderate Entwicklung lässt sich ebenfalls auf die Rückkehr von der Corona Pandemie umgekehrten Verlagerung von In-Home Konsum zum Out-of-Home Konsum zurückführen. Demzufolge sank das Umsatzwachstum alkoholhaltiger Getränke auf +1,0 %, während es im Vorjahr noch +15,1 % betrug. Im Vergleich dazu konnte der Umsatz von Heißgetränken um +3,5 % und der Umsatz alkoholfreier Getränke um +2,1 % gesteigert werden. Im Vergleich zum Markt wuchs der Umsatz des Getränke-Sortiments bei EDEKA Rhein-Ruhr stark an: Heißgetränke haben ein Umsatzplus von +5,7 % zu verzeichnen. Die Entwicklung bei Bieren fällt dagegen mit +0,3 % zwar moderat, jedoch deutlich stärker als am Markt (-3,8 %) aus. Ebenso bewegten sich alkoholfreie Getränke mit +5,7 % und alkoholhaltige Getränke mit +5,8 % deutlich über dem gesamtdeutschen Trend. Insgesamt ergibt sich für EDEKA Rhein-Ruhr ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum von +4,3 %.

Non-Food

Auch der Non-Food Markt im Lebensmitteleinzelhandel wird deutschlandweit vom Endverbraucher auf Kurs gehalten. Edeka Rhein-Ruhr erfährt hier ebenfalls eine moderate Steigerung (+1,8 %). Diese Entwicklung wird angeführt von Hartwaren (+5,5 %) sowie Textilwaren (+6,0 %).

Entwicklung der Umsatzerlöse

Die Konzernumsatzerlöse aus dem Warengeschäft der EDEKA Rhein-Ruhr stiegen im Geschäftsjahr 2021 um 4,0 % bzw. € 222,0 Mio. auf € 5.744,2 Mio. an. Die Umsatzentwicklung war im aktuellen Geschäftsjahr in allen Konzernbereichen von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. In allen Bereichen konnte erneut eine deutliche Umsatzentwicklung erreicht werden. Die Umsatzentwicklung 2021 liegt mit 7,9 % bzw. € 419,5 Mio. deutlich über dem geplanten Wert.

Der weit überwiegende Umsatzanteil mit mehr als 85 % wird mit selbstständigen Kaufleuten in den Vertriebsformen EDEKA, Marktkauf und trinkgut getätigt.

Die Entwicklung des Warenumsatzes in den einzelnen Bereichen stellt sich im Zeitablauf wie folgt dar:

2017 2018 2019 2020 2021
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Großhandel 4.248,2 4.427,7 4.598,7 5.122,8 5.341,4
Einzelhandel-Regie 917,7 960,7 983,4 1.076,8 1.068,8
Fleischwerk 499,6 510,4 529,6 590,3 605,2
Bäckerei 109,5 118,6 126,5 123,4 136,0
minus Innenumsatz -1.192,6 -1.230,1 -1.264,1 -1.391,0 -1.407,2
Konzernumsatz 4.582,4 4.787,3 4.974,1 5.522,2 5.744,2
Entwicklung in % 5,4% 4,5% 3,9% 11,0% 4,0%

Die Brutto-Umsatzerlöse der Vollsortimentmärkte in den Vertriebsformen EDEKA und Marktkauf nahmen in 2021 bereinigt um die geschlossenen Märkte insgesamt um 4,2 % bzw. € 257,3 Mio. zu. Diese Umsatzsteigerung entfällt mit 5,0 % bzw. € 251,8 Mio. auf die selbstständigen Einzelhändler und mit 0,5 % bzw. € 5,6 Mio. auf die in Eigenregie geführten Vollsortimentmärkte.

Der Umsatz auf vergleichbarer Fläche erhöhte sich um 2,5 % bzw. € 144,8 Mio. im Vergleich zum Vorjahr. Diese Umsatzsteigerung wurde mit 2,7 % bzw. 133,2 Mio. von den selbstständigen Einzelhändlern und mit 1,3 % bzw. € 11,6 Mio. von den in Eigenregie geführten Vollsortimentmärkten erzielt.

In den Getränkemärkten der Vertriebsform trinkgut sind die Brutto-Umsatzerlöse in 2021 bereinigt um die geschlossenen Märkte insgesamt um 4,4 % bzw. € 35,4 Mio. angestiegen. Zum Umsatzwachstum haben die selbstständigen Einzelhändler mit 4,5 % bzw. € 31,2 Mio. und die in Eigenregie geführten Getränkemärkte mit 4,0 % bzw. € 4,2 Mio. beigetragen.

Beim Umsatz auf vergleichbarer Fläche ergab sich ein Anstieg von 3,8 % bzw. € 30,3 Mio. Die selbstständigen Einzelhändler haben dabei einen Umsatzanstieg auf vergleichbarer Fläche von 3,7 % bzw.

€ 25,4 Mio. und die in Eigenregie geführten trinkgut-Getränkemärkte eine Zunahme des Umsatzes auf vergleichbarer Fläche von 4,8 % bzw. € 4,9 Mio. erzielt.

Der Brutto-Umsatz der Bäckerei Büsch mit ihren in Eigenregie geführten Verkaufsstellen hat sich in 2021 um 10,4 % bzw. € 13,4 Mio. erhöht. Beim Brutto-Umsatz auf Basis vergleichbarer Filialen wurde eine Zunahme von 5,1 % bzw. € 5,5 Mio. verzeichnet.

Das Fleischwerk Rasting erzielte in 2021 insgesamt Netto-Umsatzerlöse von € 605,2 Mio., die mit 2,5 % bzw. € 14,9 Mio. gegenüber dem Vorjahr angestiegen sind. Der Umsatz bei den vergleichbaren Kunden (601 Märkte) ist um 2,5 % gewachsen.

Entwicklung der Flächen

Die Gesamtverkaufsfläche stieg in 2021 um 0,5 % auf 1.235 tm 2 an. Dabei standen den 16 Neueröffnungen/Übernahmen mit insgesamt 33 tm 2 24 Schließungen mit insgesamt 24 tm 2 gegenüber. Unter Berücksichtigung von 18 Erweiterungen (+4,3 tm 2 ) und 15 Aufmaßkorrekturen (-7,0 tm 2 ) ergibt sich ein saldierter Nettozugang von 6 tm 2 Verkaufsfläche.

Im Regie-Einzelhandel wurden 3 Objekte mit einer Verkaufsfläche von 9 tm 2 eröffnet, während 5 Objekte mit einer Fläche von 9 tm 2 geschlossen wurden. Aggregiert über selbstständigen Einzelhandel und Regie stieg die durchschnittliche Verkaufsfläche je Vollsortiments-Objekt leicht von 1.424 m 2 zum 31. Dezember 2020 auf 1.450 m 2 zum 31.Dezember 2021 an.

Die Gesamtverkaufsflächenstruktur hat sich leicht verbessert. Es entfallen 89,8 % der Verkaufsfläche bei den Vollsortimentsgeschäften auf Objekte größer 800 m 2 und 59,5 % auf Objekte größer 1.500 m 2.

Bei den Getränkefachmärkten trinkgut verringerte sich die Verkaufsfläche um 264 m 2. Zum 31. Dezember 2021 werden insgesamt 256 Märkte mit einer Verkaufsfläche von 224 tm 2 betrieben.

Die Bäckerei Büsch hat in 2021 insgesamt 13 Filialen neu eröffnet und 3 Filialen geschlossen. Zum 31.12.2021 beläuft sich die Zahl der Verkaufstellen auf 209.

Die Flächenstruktur zum 31. Dezember der letzten drei Geschäftsjahre stellt sich folgendermaßen dar:

2019 2020 2021
Anzahl Märkte 965 961 953
Fläche in tm 2 1.223 1.228 1.235
Entw. Fläche 0,5% 0,4% 0,6%
davon Vollsortiment
Anzahl 713 705 697
Fläche in tm 2 1.002 1.004 1.011
0-Fläche in m 2 1.405 1.424 1.450
davon Getränkemärkte
Anzahl 252 256 256
Fläche in tm 2 221 224 224
Ø-Fläche in m 2 878 876 875

Entwicklung in den Geschäftsfeldern

Großhandel

Der Großhandelsumsatz ist um 4,3 % bzw. € 218,6 Mio. auf € 5.341,4 Mio. angestiegen.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde eine gegenüber dem Vorjahr um 0,05 % niedrigere Rohgewinnspanne erreicht, die bezogen auf den Umsatz zu einem um 0,55 % niedrigeren Ergebnis aus dem Warengeschäft führte.

Das Finanzergebnis hat sich deutlich verringert. Dies liegt insbesondere am negativen Zinsergebnis. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit € 103,5 Mio. unter Vorjahresniveau (€ 108,5 Mio). Das Jahresergebnis beträgt 1,6 % der Umsatzerlöse aus Warengeschäft.

Regie-Einzelhandel Vollsortiment

Der Nettoumsatz der in Eigenregie geführten Vollsortimentmärkte ist gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % bzw. € 7,6 Mio. auf € 987,0 Mio. gesunken.

Zum 31. Dezember 2021 befanden sich im Regie-Vollsortimentseinzelhandel folgende Einzelhandelsobjekte:

Die Schnellkauf Handelsgesellschaft mbH, Moers, (Schnellkauf) betreibt insgesamt 35 Einzelhandelsfilialen mit einer Verkaufsfläche von 34.030 m2.

Die Marktkauf Einzelhandelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH, Moers, (Marktkauf) führt 21 Einzelhandelsfilialen sowie zehn Getränkefachmärkte mit einer Verkaufsfläche von 133.476 m2.

Die EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH & Co. KG., Moers, betreibt 5 E-Center mit einer Verkaufsfläche von 12.034 m2.

Die EDEKA Einzelhandelsgesellschaft Ratingen mbH, Moers, führt eine Einkaufsfiliale mit einer Verkaufsfläche von 10.257 m2.

Die Einzelhandelsgesellschaft Düsseldorf mbH, Moers (vormals: Manganit Grundstückveraltungsgesellschaft mbH, Moers), betreibt ebenfalls eine Einzelfiliale mit einer Verkaufsfläche von 1.845 m2.

Vollsortiment 2017 2018 2019 2020 2021
Umsatz in TEUR 851.588 890.587 914.718 994.560 986.969
Fläche in tm 2 201 196 194 192 192
Anzahl Objekte 80 75 72 72 73
Umsatzentwicklung 24,8% 4,6% 2,7% 8,7% -0,8%

Der Regie-Einzelhandel Vollsortiment erzielte zum dritten Mal in Folge ein positives Ergebnis.

Regie-Einzelhandel Getränke

Der Nettowarenumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich um 0,4 % auf Mio. EUR 81,9. Auf vergleichbarer Fläche konnte wiederholt ein Anstieg des Nettowarenumsatzes um TEUR 2.287,9 bzw. 3,2 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden.

Per 31.12.2021 werden 31 Märkte mit einer Fläche von 25 tm 2 betrieben.

Die Umsatz- und Flächenentwicklungen der Getränkefachmärkte sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

2017 2018 2019 2020 2021
Nettoumsatz in TEUR 66.112 70.077 68.711 82.203 81.876
Fläche in tm 2 26 25 25 26 25
Anzahl Objekte 32 31 31 32 31
Umsatzentwicklung -1,9% 6,0% -1,9% 19,6% -0,4%

Das Ergebnis vor Steuern belief sich in 2021 auf € 4,6 Mio. und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um € 0,3 Mio. gesunken.

Handwerk und Produktion

Fleischsparte /Fleischhof Rasting Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Moers (nachfolgend Rasting)

Die Nettoumsatzerlöse der Rasting sind im Geschäftsjahr 2021 um € 14,9 Mio. bzw. +2,5 % auf € 605,2 Mio. angestiegen. Der Absatz dagegen verringerte sich in 2021 um 2.674 t bzw. -2,5 %. Das Umsatzwachstum konnte insbesondere in den Warengruppen Frischfleisch inkl. Geflügel (+ Mio. EUR 9,0), Handelsware Wurst (+ Mio. EUR 6,5) und Fisch (+ Mio. EUR 2,5) generiert werden.

Die Umsatz- und Tonnagenentwicklung in TEUR, in t und die Veränderung in % zum Vorjahr stellt sich im Zeitablauf wie folgt dar:

2017 2018 2019 2020 2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatz 499.585 510.383 529.586 590.271 605.178
Entwicklung in % 5,3% 2,2% 3,8% 11,5% 2,5%
Menge in t 103.224 105.125 102.991 106.454 103.780
Entwicklung in % -0,4% 1,8% -2,0% 3,4% -2,5%

Der Gesamtaufwand aus dem Warengeschäft lag mit 12,4% (+ 0,2 %-Punkte) leicht über dem Vorjahr, allerdings mit - 0,7%-Punkten unter den Planwerten für 2021. Das Jahresergebnis der Rasting beträgt € 13,0 Mio. (Vorjahr € 13,6 Mio.) bzw. 2,1 % der Umsatzerlöse.

Backwarensparte

Der Nettowarenumsatz der Backwarensparte mit ihren in Eigenregie geführten Verkaufsstellen hat sich in 2021 um 10,2 % bzw. € 12,5 Mio. erhöht.

Die Umsatzentwicklung und die Entwicklung des Filialbestandes ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

2017 2018 2019 2020 2021
Umsatz in TEUR 109.519 118.597 126.496 123.435 135.967
Entwicklung in % 4,0% 8,3% 6,7% -2,4% 10,2%
Anzahl Filialen 180 193 198 199 209

Der Gewinn der Büsch GmbH vor Beteiligungsergebnis belief sich in 2021 auf € 2,1 Mio. nach € 2,0 Mio. im Vorjahr.

Aufwands- und Ertragsentwicklung

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die interne Steuerung des Großhandelsgeschäfts sind der Umsatz, der Rohgewinn sowie die Personalkosten der Muttergesellschaft.

Das EBT ist im Vergleich zum Vorjahr um € 1,1 Mio. gestiegen und liegt bei € 102,2 Mio.

Im Berichtsjahr wurde sowohl eine Zunahme der Warenumsätze um € 222,0 Mio. auf € 5.744,2 Mio. als auch der sonstigen Umsatzerlöse um € 22,8 Mio. auf € 230,2 Mio. erzielt. Korrespondierend hierzu nahmen die Materialaufwendungen um 223,4 Mio. auf € 5.071,3 Mio. und die Personalaufwendungen um € 25,9 Mio. auf € 480,1 Mio. zu. Der negative Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen von € 238,5 Mio. (Vorjahr € 238,1 Mio.) hat sich im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich verändert. Das Finanzergebnis verbesserte sich um € 5,4 Mio. auf € -3,4 Mio., im Wesentlichen durch das positive Beteiligungsergebnis, welches überwiegend aus der Reduktion der Beteiligung an assoziierten Unternehmen resultiert.

Der Jahresüberschuss hat sich in 2021 um € 6,8 Mio. auf € 82,4 Mio. erhöht.

Ergebnis 2017 2018 2019 2020 2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
EBT 1) 53.176 50.986 59.971 101.139 102.190
Jahresüberschuss 2) 29.749 30.871 32.203 75.666 82.418
Steuerquote 44% 39% 46% 25% 19%

1) Jahresüberschuss vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
2) Jahresüberschuss vor Dritten

Investitionen

Die Investitionen liegen mit € 196,1 Mio. (Vorjahr: € 154,2 Mio.) deutlich über dem Vorjahresvolumen. Die Investitionen betreffen mit € 55,3 Mio. Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie mit € 8,3 Mio. Investitionen in Grundstücke und Gebäude. € 63,2 Mio. entfallen auf andere Investitionen in andere Anlagen und Einbauten in fremde Grundsücke, was mit den Neubauten des Zentrallagers in Oberhausen sowie der Zentrale in Moers zusammenhängt. € 17,3 Mio. entfallen auf Anzahlungen auf Anlagen im Bau. Darüber hinaus wurden Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von € 7,9 Mio. getätigt. Die Desinvestitionen belaufen sich auf € 146,3- Mio. (Vorjahr: € 60,3 Mio.). Diese entfallen mit € 38,9 Mio. auf den Verkauf von Grundstücken und Bauten auf fremden Grundstücken sowie mit € 30,1 Mio. auf die Reduzierung der Beteiligung an assoziierten Unternehmen. € 73,2 Mio. wurden aus den Anlagen im Bau weiterbelastet.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um € 91,6 Mio. auf € 1.332,7 Mio. erhöht. Auf der Aktivseite verringerte sich das Anlagevermögen um € 6,7 Mio. Der Bestand liquider Mittel nahm um € 46,0 Mio. bei einer Steigerung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um € 37,6 Mio. zu. Die Passivseite zeigt einen Rückgang der Verbindlichkeiten von € 29,9 Mio dem ein Anstieg der Rückstellungen um € 16,0 Mio entgegensteht.

Die Eigenkapitalquote ist von 34,4 % im Vorjahr auf 40,1 % zum 31. Dezember 2021 gestiegen. Insgesamt weist der Konzern damit eine für ein Handelsunternehmen gute Eigenkapitalquote auf, die für die dauerhafte Finanzierung des Geschäftsbetriebes eine gute Ausgangsbasis darstellt.

Die langfristig gebundenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu 100 % durch das Eigenkapital abgedeckt. Zum Bilanzstichtag bestehen zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von insgesamt € 150 Mio.

Finanzlage

Der einfache Cashflow hat sich gegenüber dem Vorjahr unwesentlich verändert und beläuft sich für 2021 auf € 160,9 Mio. (Vorjahr € 154,3 Mio.). Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um € 143,0 Mio. vermindert. Ursache hierfür war hauptsächlich eine Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. Die Investitionen wurden im Wesentlichen aus Eigenkapitalzuführungen der Kommanditistin in die Rücklagen finanziert. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit sichergestellt.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 71.999.980,34 75.000.091,32
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 4.499.980,34 (VJ. EUR 75.000.091,32)
davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr EUR 36.000.000,00 (VJ. EUR 0,00)
davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren EUR 31.500.000,00 (Vj. EUR 0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 460.692.525,55 432.140.327,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 460.692.525,55 (Vj. EUR 432.140.327,84)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.282.424,08 72.808.315,35
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 16.282.424,08 (Vj. EUR 72.808.315,35)
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 16.282.424,08 (Vj. EUR 72.565.060,57)
sonstige Verbindlichkeiten 22.585.705,64 21.482.562,44
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 22.585.705,64 (Vj. EUR 21.482.562,44)
davon aus Steuern EUR 434.764,72 (Vj. EUR 3.266.127,14)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.593,51 (Vj. EUR 4.246,45)

Entwicklung wichtiger Finanz- und Bilanzstrukturkennzahlen:

Jahr 2017 2018 2019 2020 2021
Bilanzsumme in TEUR 1.001.136 1.040.320 1.120.044 1.241.119 1.332.683
Eigenkapital in TEUR 292.037 321.682 441.206 426.954 534.437
Eigenkapitalquote in % 29,2 30,9 39,4 34,4 40,1
einfacher Cashflow * in TEUR 101.554 107.086 123.139 159.109 159.942

* einfacher Cashflow = Jahresüberschuss +/- Abschreibungen/ Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens

Zusammenfassend wird die Geschäftsentwicklung des Konzerns insgesamt als sehr positiv beurteilt.

Chancen- und Risikobericht

Prozess zur Steuerung der Unternehmensrisiken

Als Handels- und Produktionsunternehmen ist der Konzern EDEKA Rhein-Ruhr unterschiedlichsten Chancen und Risiken ausgesetzt. Das bestehende Chancen- und Risikopotenzial wird regelmäßig identifiziert und analysiert, um die Weiterentwicklung und das Wachstum des Konzerns zu sichern.

Das Chancen- und Risikomanagement der EDEKA Rhein-Ruhr besteht aus aufeinander abgestimmten Risikomanagement- und Kontrollsystemen, die in einem konzernweiten Risikomanagementsystem münden. Diese Systeme dienen dazu, Entwicklungen, die den Fortbestand des Konzerns gefährden, früh zu erkennen. Besonderes Gewicht haben der konzernweite Prozess zur strategischen Planung und das Berichtswesen. Die strategische Unternehmensplanung soll potentielle Chancen und Risiken mit hinreichend zeitlichem Abstand vor wesentlichen Geschäftsentscheidungen abschätzen. Im gesamten Konzern sind Berichtssysteme installiert, die sich anbahnende Risiken im Einzelhandelsumfeld, in den Einzelhandels- und Produktionsgesellschaften sowie in den Vermögensverwaltungsgesellschaften frühzeitig erkennen lassen. Die lang-, mittel- und kurzfristige Messung und Überwachung von Chancen und Risiken erfolgt durch eine Vielzahl von individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Unternehmen ausgerichteten Instrumentarien.

Im Rahmen des Risikomanagementsystems erfolgt eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der operativen Geschäftstätigkeit sowie den damit verbundenen Chancen und Risiken der einzelnen Gesellschaften. Innerhalb dieses Prozesses erstellen die Gesellschaften des Konzerns für den lang- und mittelfristigen Zeitraum strategische und für den kurzfristigen Zeitraum dezidierte Planungen, die der aktuellen Geschäftsentwicklung gegenübergestellt werden. Die Abweichungen zur Unternehmensplanung werden analysiert. Diese gesamten Ergebnisanalysen dienen dem Management als Grundlage für strategische und operative Entscheidungen sowie zur Steuerung des Konzerns. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen sowie durch den Informationsaustausch mit den selbstständigen Kaufleuten.

Das konzernweite Risikomanagementsystem wird stetig entsprechend den ermittelten Anforderungen und Rahmenbedingungen weiterentwickelt. Das Risikomanagementsystem stellt die Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung, Kommunikation und Dokumentation der Risiken sicher, um geeignete Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen treffen zu können.

Geschäftschancen und -risiken

EDEKA Rhein-Ruhr ist marktwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Der starke Wettbewerb sowie die Markenlistung der Discounter belasten die Umsatzerlöse und Rohgewinne des Lebensmitteleinzelhandels deutlich. Mit dem genossenschaftlichen Modell des von selbstständigen Kaufleuten geführten Lebensmitteleinzelhandels ist EDEKA Rhein-Ruhr insgesamt gut aufgestellt. Durch die Einbindung in die deutschlandweite EDEKA-Gruppe, die hohe Sortimentskompetenz und die permanente Optimierung der zentralen Geschäftsprozesse gelingt es, den Druck auf die Margen zu kompensieren und den angeschlossenen Einzelhändlern eine wettbewerbsfähige Gesamtleistung zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sind die Einzelhändler mit ihren individuellen, auf die Kundenbedürfnisse vor Ort zugeschnittenen Markt- und Sortimentskonzepten jeder Zeit in der Lage, sich flexibel auf die Herausforderungen des Marktes einzustellen.

Risiken für den Einzelhandel ergeben sich zudem aus der Veränderung der Alterspyramide in Deutschland, die zunehmende Vereinzelung von Haushalten in den Großstädten sowie die steigende Urbanisierung. Stetige Analysen des Einkaufsverhaltens der Kunden ermöglichen es, Trends frühzeitig zu erkennen. Die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, wie z.B. im Bereich des Online-Handels, bietet eine Chance an nachhaltigen Marktentwicklungen teilzunehmen, indem zum einen die technikaffine Generation mit dem Online-Angebot erreicht wird und zum anderen auch die Bedürfnisse der immer älter werdenden Kunden nach Versorgungssicherheit befriedigt werden. Durch das Fokussieren auf starke Marken und die konsequente Ausrichtung des Handels auf die Bedürfnisse der Kunden (Frische, Regionalität und Lokalität im Bereich Obst und Gemüse sowie in der Bedienung) wird EDEKA Rhein-Ruhr auch zukünftig ihre Marktchancen weiter ausbauen.

Eine Änderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann maßgebliche Wertberichtigungen auf Vermögenswerte, insbesondere Geschäfts- und Firmenwerte, Immobilien, Vorräte und Forderungen zur Folge haben. Dem Risiko wird durch eine regelmäßige Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögensgegenstände und der Bildung von Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen begegnet.

Operative Risiken mit negativen Auswirkungen auf die Ertragslage können sich aus der Flächenstruktur der Standorte ergeben. EDEKA Rhein-Ruhr hat im Vollsortimentsbereich leistungsfähige und gesunde Vertriebsflächenstrukturen aufgebaut. Um den Wettbewerbsvorteil langfristig zu sichern, werden vorrangig Neuflächen akquiriert, mit denen die Vorteile einer großen Sortimentstiefe und -breite realisiert werden können. Darüber hinaus wird kontinuierlich in die Modernisierung und die Aufwertung der bestehenden Verkaufsflächen investiert, um die Produktivität auf bestehender Fläche weiter zu verbessern und die Attraktivität der Standorte zu erhöhen.

Der Wettbewerb zwischen den Handelsketten um attraktive Standorte ist sehr hoch. Steigende Mietkosten tragen zu einer Ergebnisbelastung bei. Ein weiteres Risiko stellt die restriktive Handhabung der Baunutzungsverordnung durch die Kommunen dar. Diese Risiken werden reduziert, indem EDEKA Rhein-Ruhr die Entwicklung von Standorten übernimmt und die Maßnahmen frühzeitig mit den Kommunen abstimmt. Dadurch ist es möglich, die Standorte langfristig zu sichern und eine für den Einzelhandel attraktive Miete zu erzielen. Mit diesem Konzept wird auch in Zukunft die Flächenstruktur wettbewerbsfähig optimiert und eine ausreichende Zahl von neuen Standorten für EDEKA Rhein-Ruhr generiert.

Im Transport- und Logistikbereich ergeben sich geschäftstypische Risiken, die vor allem aus den gestiegenen Mautkosten, volatilen Dieselpreisen und dem Mangel an LKW-Fahrern resultieren. Zudem stellen Arbeitskämpfe mit Arbeitsniederlegungen eine Risikoposition dar. Durch eine Bündelung und optimale Auslastung der Transporte sowie Konzentration auf leistungsfähige Dienstleister werden die Risiken minimiert. Bestehende Abhängigkeiten von Dienstleistern werden zum einen durch Diversifikation und zum anderen durch die Übernahme von Tätigkeiten in Eigenregie reduziert. Zusätzliche Entlastung für die Logistik wird durch den in 2019 begonnenen und bis 2021 geplanten Lageneubau in Oberhausen - Am Waldteich - erzielt. Dem Risiko von Arbeitskämpfen wird durch intensiven Austausch mit den Gewerkschaften begegnet.

Risiken aus Versorgungsengpässen von Waren, Rohstoffen und Energien können - bedingt durch steigende Preise und Kosten - zu Umsatzeinbrüchen und Ergebnisbelastungen führen. Durch Kosten-Nutzen-Rechnungen und Soll-Ist-Vergleiche werden die Entwicklungen der Mengen, Preise und Technologien permanent beobachtet und analysiert. Zudem wird den Beschaffungs- und Einkaufsrisiken auf nationaler Ebene mit der Bündelung der Nachfragemengen sowie mit langfristiger nationaler und internationaler Einkaufsstrategie begegnet.

Risiken entstehen auch durch Lieferantenausfälle/ -insolvenzen oder Qualitätsprobleme bei Waren. Diesen Risiken wird durch die Vorgabe von Kriterien zur Lieferantenauswahl, ein breit angelegtes Lieferanten-Portfolio, die Vermeidung von Lieferantenabhängigkeiten und laufende Qualitätskontrollen bei Waren begegnet. Bei sensiblen Warengruppen wie z.B. Obst und Gemüse sowie Fleisch setzt EDEKA Rhein-Ruhr auf langjährige Beziehungen zu Landwirten in der Region.

Die Risiken im Bereich der IT und Datensicherheit resultieren vor allem aus den hohen Abhängigkeiten der Handels- und Finanzprozesse von diversen IT-Systemen. Die Risiken werden begrenzt, indem laufend Investitionen für die Einführung neuer und Verbesserung bestehender IT-Systeme sowie für die Datensicherheit getätigt werden. Darüber hinaus gewährleisten Richtlinien und Anweisungen sowie laufendes Monitoring der Prozesse die Funktionsfähigkeit und Sicherheit der redundanten IT-Systeme. EDEKA Rhein-Ruhr zählt zu den "Kritischen Infrastrukturen" (KRITIS) gemäß der Verordnung zur Bestimmung "Kritischer Infrastrukturen". Als "Kritische Infrastruktur" hat EDEKA Rhein-Ruhr nach dem IT-Sicherheitsgesetz ein Risiko- und Krisenmanagementsystem implementiert, das einen Bestandteil des allgemeinen Risikomanagements darstellt. Turnusgemäß erfolgt alle zwei Jahre eine Überprüfung der Umsetzung der Maßnahmen zur Absicherung der "Kritischen Infrastruktur" durch den Wirtschaftsprüfer.

Die Fortschreitung der Digitalisierung gilt auch im Einzelhandel als Chance zur Weiterentwicklung aller Prozesse. Der Konzern nutzt diese zur Entwicklung neuer Technologien und zum Ausbau des Online-Handels. Die Kundenakquise durch effektive Werbemaßnahmen und der Erhalt bereits bestehender Kunden durch Sicherung der Qualität steht neben der Vereinfachung der Prozesse im Markt im Fokus. Die Warenbeschaffung sowie -bereitstellung soll und wird dadurch so effizient wie möglich gestaltet.

EDEKA Rhein-Ruhr ist für die Realisierung der strategischen und operativen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Die Mitarbeiter in dem gegebenen intensiven Wettbewerb für den Konzern zu gewinnen und zu binden, ist eine dauerhafte Herausforderung. Der sich abzeichnende Fachkräftemangel im Einzelhandel und speziellen Berufsfeldern der Logistik stellt ein personelles Risiko für die Zukunftsentwicklung im Lebensmitteleinzelhandel dar, auf das EDEKA Rhein-Ruhr mit geeigneten Maßnahmen im Verbund mit den selbstständigen Einzelhändlern reagiert. Das auf allen Ebenen des Konzerns vorangetriebene Recruiting und die Personalentwicklung sichern die unverzichtbare fachliche Kompetenz der Mitarbeiter. Leadership und Mitarbeiterentwicklungsmaßnahmen bewirken, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Stufen des Unternehmens eine unternehmerische Denk- und Handlungsweise entwickeln. Durch die Gründung der Bildungsnetzwerk RR GmbH in 2019 geht EDEKA Rhein-Ruhr noch einen Schritt weiter, indem sie Qualifizierungs-, Umschulungs-, Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen selbst durchführt. Der Bau eines neuen und Risiken minimiert. Bestehende Abhängigkeiten von Dienstleistern werden zum einen durch Diversifikation und zum anderen durch die Übernahme von Tätigkeiten in Eigenregie reduziert. Zusätzliche Entlastung für die Logistik wird durch den in 2019 begonnenen und bis 2021 geplanten Lagerneubau in Oberhausen - Am Waldteich - erzielt. Dem Risiko von Arbeitskämpfen wird durch intensiven Austausch mit den Gewerkschaften begegnet.

Risiken aus Versorgungsengpässen von Waren, Rohstoffen und Energien können - bedingt durch steigende Preise und Kosten - zu Umsatzeinbrüchen und Ergebnisbelastungen führen. Durch Kosten-Nutzen-Rechnungen und Soll-Ist-Vergleiche werden die Entwicklungen der Mengen, Preise und Technologien permanent beobachtet und analysiert. Zudem wird den Beschaffungs- und Einkaufsrisiken auf nationaler Ebene mit der Bündelung der Nachfragemengen sowie mit langfristiger nationaler und internationaler Einkaufsstrategie begegnet.

Risiken entstehen auch durch Lieferantenausfälle/ -insolvenzen oder Qualitätsprobleme bei Waren. Diesen Risiken wird durch die Vorgabe von Kriterien zur Lieferantenauswahl, ein breit angelegtes Lieferanten-Portfolio, die Vermeidung von Lieferantenabhängigkeiten und laufende Qualitätskontrollen bei Waren begegnet. Bei sensiblen Warengruppen wie z.B. Obst und Gemüse sowie Fleisch setzt EDEKA Rhein-Ruhr auf langjährige Beziehungen zu Landwirten in der Region.

Die Risiken im Bereich der IT und Datensicherheit resultieren vor allem aus den hohen Ab-hängigkeiten der Handels- und Finanzprozesse von diversen IT-Systemen. Die Risiken werden begrenzt, indem laufend Investitionen für die Einführung neuer und Verbesserung bestehender IT-Systeme sowie für die Datensicherheit getätigt werden. Darüber hinaus gewährleisten Richtlinien und Anweisungen sowie laufendes Monitoring der Prozesse die Funktionsfähigkeit und Sicherheit der redundanten IT-Systeme. EDEKA Rhein-Ruhr zählt zu den "Kritischen Infrastrukturen" (KRITIS) gemäß der Verordnung zur Bestimmung "Kritischer Infrastrukturen". Als "Kritische Infrastruktur" hat EDEKA Rhein-Ruhr nach dem IT-Sicherheitsgesetz ein Risiko- und Krisenmanagementsystem implementiert, das einen Bestandteil des allgemeinen Risikomanagements darstellt. Turnusgemäß erfolgt alle zwei Jahre eine Überprüfung der Umsetzung der Maßnahmen zur Absicherung der "Kritischen Infrastruktur" durch den Wirtschaftsprüfer.

Die Fortschreitung der Digitalisierung gilt auch im Einzelhandel als Chance zur Weiterentwicklung aller Prozesse. Der Konzern nutzt diese zur Entwicklung neuer Technologien und zum Ausbau des Online-Handels. Die Kundenakquise durch effektive Werbemaßnahmen und der Erhalt bereits bestehender Kunden durch Sicherung der Qualität steht neben der Vereinfachung der Prozesse im Markt im Fokus. Die Warenbeschaffung sowie -bereitstellung soll und wird dadurch so effizient wie möglich gestaltet.

EDEKA Rhein-Ruhr ist für die Realisierung der strategischen und operativen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Die Mitarbeiter in dem gegebenen intensiven Wettbewerb für den Konzern zu gewinnen und zu binden, ist eine dauerhafte Herausforderung. Der sich abzeichnende Fachkräftemangel im Einzelhandel und speziellen Berufsfeldern der Logistik stellt ein personelles Risiko für die Zukunftsentwicklung im Lebensmitteleinzelhandel dar, auf das EDEKA Rhein-Ruhr mit geeigneten Maßnahmen im Verbund mit den selbstständigen Einzelhändlern reagiert. Das auf allen Ebenen des Konzerns vorangetriebene Recruiting und die Personalentwicklung sichern die unverzichtbare fachliche Kompetenz der Mitarbeiter. Leadership und Mitarbeiterentwicklungsmaßnahmen bewirken, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Stufen des Unternehmens eine unternehmerische Denk- und Handlungsweise entwickeln. Durch die Gründung der Bildungsnetzwerk RR GmbH in 2019 geht EDEKA Rhein-Ruhr noch einen Schritt weiter, indem sie Qualifizierungs-, Umschulungs-, Aus- bildungs-, Weiterbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen selbst durchführt. Der Bau eines neuen und modernen Bürogebäudes inmitten eines Nahversorgungszentrums mit E-Center und Trinkgut Getränkefachmarkt in Moers trägt zukünftig zur Qualität des Arbeitsplatzes bei und steigert damit auch die Attraktivität von EDEKA Rhein-Ruhr als Arbeitgeber.

Ein in den letzten Jahren eher als unwahrscheinlich eingestuftes Risiko besteht in den Folgen einer Ausbreitung von Pandemien, was nach wie vor durch das Coronavirus (COVID-19) in Europa und der ganzen Welt deutlich spürbar ist. Durch behördliche Stellen festgelegte Quarantänen in Gebieten, in denen EDEKA Rhein-Ruhr Betriebsstätten oder Läger betreibt oder in denen sich ihre Einzelhandelsstandorte befinden, Zugangsbeschränkungen sowie verschärfte Hygienemaßnahmen können erhebliche Mehrkosten entstehen. Als "Kritische Infrastruktur" im Bereich der Lebensmittelversorgung der Bevölkerung ist EDEKA Rhein-Ruhr jedoch von den ganz harten Schutzmaßnahmen wie dem shut-down nicht betroffen. Der Einzelhandel profitiert aufgrund der Schließungen der Restaurants, Bars und Kantinen sowie der Ausweitung mobiler Arbeitsangebote von der erhöhten Nachfrage vor allem im Bereich der (Grund-)nahrungsmittel sowie Hygieneartikel.

Erkrankungen eines großen Teils der Bevölkerung oder der Ausfall von Arbeitskräften durch Quarantäneanweisungen (Verdachtsfälle) können ebenso wie unvorhergesehene Hamsterkäufe der Bevölkerung zu Problemen bei der Beschaffung und Auslieferung von Waren führen. Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln wird durch entsprechende Notfallpläne und eine breit gefächerte Lieferantenstruktur gewährleistet.

Den Schutz der eigenen Mitarbeiter stellt EDEKA Rhein-Ruhr seit Beginn der Pandemie mit einem zügig umgesetzten Hygienekonzept, der strikten Trennung der Standorte sowie der Abteilungen sicher. Zudem besteht ein Angebot regelmäßiger freiwilliger Coronatests für die Mitarbeiter der Großhandlung. Beim Fleischhof Rasting erfolgen ebenfalls regelmäßige Pflichttests. Darüber hinaus stehen für die Mitarbeiter ausreichende Kontingente an FFP2- sowie OP-Masken zur Verfügung. Um die Situation im Büro vor Ort zu entspannen, wurde seitens EDEKA Rhein-Ruhr die Möglichkeit des mobilen Arbeitens geschaffen.

EDEKA Rhein-Ruhr ist finanziellen Risiken (Liquiditäts- und Zinsrisiko) ausgesetzt, die die Finanz- und Liquiditätslage negativ beeinflussen können. Über mittel- und langfristige Kreditverträge ist eine ausreichende Liquidität des Konzerns zur Abwicklung der operativen Geschäftstätigkeit jederzeit gewährleistet. Zudem trägt die konzernweite Bündelung freier Liquiditätsreserven zu einer Zinsoptimierung bei. Im Rahmen der lang- und mittelfristigen Finanzplanung wird der zukünftige Kapitalbedarf ermittelt und mit entsprechenden Verträgen abgesichert. Insbesondere wurden der Bau des neuen Zentrallagers in Oberhausen sowie der Verwaltung in Moers durch den Abschluss einer langfristigen Immobilienfinanzierung in 12/2019 abgesichert. Die Lagertechnik wurde mit Darlehensvertrag aus 12/2020 ebenfalls langfristig finanziert.

Durch entsprechende Versicherungen ist gewährleistet, dass auftretende Schadensfälle keine wesentlichen Auswirkungen auf die Liquiditäts-, Finanz- und Ertragslage haben können.

Steuerliche Risiken ergeben sich aus laufenden und ausstehenden Betriebsprüfungen. Diese Risiken werden durch den Einsatz von Experten und der Bildung von Rückstellungen erfasst.

Das Image eines Unternehmens ist sowohl für seinen Marktauftritt als auch für die Akzeptanz seiner Vertragspartner, seien es Kunden, Lieferanten, Mieter oder Vermieter relevant. Aus Imageschäden resultierenden Risiken begegnet EDEKA Rhein-Ruhr mit neuen und ständig auf die Bedürfnisse der Endverbraucher angepassten Konzepten, mit Regionalität und Qualität der Produkte. Desweiteren fördern rollierende Modernisierungen in den Märkten die Attraktivität als Lebensmittelnahversorger.

Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken

Insgesamt hat die Überprüfung unserer Chancen- und Risikopositionen ergeben, dass aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken vorhanden sind.

Prognosebericht

Bezogen auf das Warengeschäft des Konzerns wird für das Geschäftsjahr 2022 ein Rückgang der Warenumsatzerlöse um 1,3 % auf € 5,67 Mrd. erwartet.

Zudem gehen wir von einem deutlich rückläufigen prozentualen Rohgewinn aus. Die Personalkosten werden prozentual leicht zurückgehen. Insgesamt liegt das Konzernergebnis vor Steuern gemäß der Planung für 2022 deutlich unter dem Ergebnis für 2021.

Wir gehen davon aus, dass sich die positive Entwicklung der EDEKA Rhein-Ruhr und ihrer angeschlossenen selbstständigen Einzelhändler zwar weiter fortsetzt, sich jedoch die durch Covid 19 begünstigte Lage für den Lebensmitteleinzelhandel im Geschäftsjahr 2022 weiterhin normalisiert.

Aufgabe ist es weiterhin, neben der Warenverfügbarkeit auch die erhöhte Sortimentstiefe in überdurchschnittliche Umsatzzuwächse und damit verbundene Ertragssteigerungen umzusetzen. Mit einer sowohl im Vollsortiments- als auch im Getränkebereich zukunftsträchtigen Flächenstruktur mit individuell den örtlichen Verhältnissen angepassten Lebensmittel- und Getränkefachmärkten bietet EDEKA Rhein- Ruhr zusammen mit den angeschlossenen selbstständigen Kaufleuten den Verbrauchern ein attraktives Angebot, das neben konkurrenzfähigen Preisen auch Vielfalt, Frische, Service und Freundlichkeit beinhaltet.

 

Moers, den 28. Februar 2022

EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG

Vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin:

EDEKA Rhein-Ruhr Handelsstiftung e.K.

Dirk Neuhaus

Marco Schäfer

Peter Wagener

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG, Moers

Prüfungsurteile

Ich habe den Konzernabschluss der EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG, Moers, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der EDEKA Rhein-Ruhr Stiftung & Co. KG, Moers, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

hole ich ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Ich bin verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Ich trage die alleinige Verantwortung für meine Prüfungsurteile.

beurteile ich den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Hamburg, den 30. März 2022

UNIVERSA Prüfungs- und
Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hübotter, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

28 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.