GUTRE GmbH
Elektromechanik
Wackersdorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
Lagebericht
Lagebericht
Das Unternehmen
Die GUTRE GmbH Elektromechanik befasst sich innerhalb
der Unternehmensgruppe Trepte mit der Herstellung von
elektromechanischen Artikeln aller Art, sowie die
Entwicklung neuer Produkte. Der Vertrieb geschieht
ausschließlich bei der GUTRE GmbH in Wackersdorf.
Zum Erfolg der GUTRE GmbH Elektromechanik tragen 27
Beschäftigte am Produktionsstandort in Wackersdorf und
etwa 130 Beschäftigte der Tochterfirma am
Produktionsstandort in Tschechien bei.
Gesamtwirtschaftliche und branchentypische
Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die Konjunktur schwächte im Jahr 2011 ab.
Auf Grund der Auftragslage war der Personalbestand
stabil.
Entwicklung der Absatzmärkte
Das Absatzgebiet der Gesellschaft erstreckt sich auf
ganz Europa. Schwerpunkte sind Deutschland, Schweiz,
Frankreich und Österreich.
Der Markt für Wickelgüter wächst. Neue
Märkte im Geschäftsfeld Fotovoltaik sind in den
letzten Jahren hinzugekommen.
Angaben zum Produktionsbereich
Die Produktionsstandorte befinden sich im Zentrum
Europas, in Wackersdorf in der mittleren Oberpfalz und im
90 km entfernten Holysov in Tschechien. Die zentrale Lage
der Produktionsstandorte und deren technische Ausstattung
sind sehr gut geeignet die Marktposition der Gesellschaft
zu verfestigen.
Bei der Gutre GmbH handelt es sich neben der Gutre
s.r.o in Tschechien um eine von zwei Produktionsfirmen
innerhalb der Gruppe.
Die Gutre s.r.o ist die Produktionsfirma für
Wickelgüter. Alleinabnehmer für die produzierten
Produkte ist die Gutre GmbH. In Wackersdorf wurde bis zum
3. Quartal 2011 die Produktion wegen ineffizienzen in der
tschechischen Produktion wieder erhöht. Es werden
hauptsächlich Kleinserien gefertigt. Schwerpunkt ist
auch die Produktentwicklung und die Herstellung der
Serienreife.
Auftragslage
Die Auftragslage verbesserte sich im Jahr 2011 um
rund 10%. Die Umsatzerlöse konnten zwar um 10%
gesteigert werden. Die Auftragseingänge stagnierten
aber im 2. Halbjahr 2011.
Die voraussichtliche Auftrags- und Umsatzentwicklung
im Geschäftsjahr 2012 wird wegen des Einbruchs im
Bereich Fotovoltaik um ca. 50% niedriger ausfallen.
Für 2013 wird mit einem leichten Anstieg gerechnet.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Vermögenslage:
Die Investitionen im Geschäftsjahr 2011 betrafen
im Sachanlagebereich und im Bereich der immateriellen
Vermögensgegenstände, im Wesentlichen den Bereich
Maschinen und maschinengebundene Werkzeuge,
Anlagegüter der Betriebs- und
Geschäftsausstattung, sowie die Anschaffung eines
Pkw`s.
Dabei standen den Zugängen in Höhe von
213,8 TEUR, Abgänge in Höhe von TEUR 7,8 und
Abschreibungen in Höhe von 108,3 TEUR gegenüber.
Die Erhöhung der Finanzanlagen um 121,0 TEUR
resultiert aus der Aktivierung von
Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen,
die vorrangig zu Gunsten eines Kreditinstitutes
verpfändet ist somit nicht mit der
Pensionsrückstellung saldiert werden kann.
Die Verminderung des Umlaufvermögen um 835,6
TEUR resultiert aus dem Abbau des Vorratsvermögens um
482,2 TEUR, einer Minderung der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen um 299,3 TEUR, einer Verminderung der
liquiden Mittel um 30,5 TEUR sowie ein Rückgang der
Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 21,4 TEUR.
Demgegenüber stand eine Erhöhung der sonstigen
Forderungen um 2,8 TEUR.
Der Rechnungsabgrenzungsposten verminderte sich um
5,0 TEUR.
Finanzlage:
Das Eigenkapital beträgt unverändert zum
Vorjahr 0,00 Prozent der Bilanzsumme. Die bilanzielle
Überschuldung der Gesellschaft beträgt 453,9
TEUR.
Die Rückstellungen erhöhten sich um 152,8
TEUR. Die Bankverbindlichkeiten verminderten sich um
insgesamt 62,8 TEUR. Dabei standen den
planmäßigen Tilgungsleistungen in Höhe von
163,8 TEUR eine Erhöhung der
Kontokorrentverbindlichkeiten um 172,0 TEUR gegenüber.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen stiegen um 398,9 TEUR, die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um 1.087,6
TEUR. Die Steigerung der sonstigen Verbindlichkeiten um
27,9 TEUR ist das Resultat aus der Erhöhung der
sonstigen Verbindlichkeiten um 35,2 TEUR sowie der
kreditorischen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
um 14,2 TEuro, sowie der Verminderung von Verbindlichkeiten
aus Lohn und Gehalt um 14,5 TEUR, der Verbindlichkeiten
soziale Sicherheit um 2,9 TEUR und der Verbindlichkeiten
aus Lohn- und Kirchensteuer um 4,8 TEuro.
Ertragslage:
Die Umsatzerlöse stiegen um 844,4 TEUR oder 9,66
Prozent.
Der Betriebsaufwand hat sich aufgrund der
rückläufigen Auftragseingänge im 2. Halbjahr
2011 um 444,4 TEUR vermindert, wobei einer Verminderung
beim Materialaufwand um 522,7 TEUR, eine Erhöhung bei
den Personalkosten um 64,3 TEUR gegenübersteht.
Die planmäßigen Abschreibungen
verminderten sich um 12,0 TEUR und die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen um 24,2 TEUR.
Die Umsätze sind zwar im Geschäftsjahr 2011
weiter gestiegen. Dies hatte aber noch keine positive
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage.
Die Vermögenslage hat sich durch das negative
Ergebnis 2011 verschlechtert, eine Stabilisierung wird
frühestens im Geschäftsjahr 2013 erwartet. Die
bilanzielle Überschuldung kann aufgrund der
Umsatzeinbrüche im Jahr 2012 nicht ausgeglichen
werden.
Aufgrund des starken Auftragsrückgangs in der
Fotovoltaikbranche im Jahr 2012 ist mit einer
Verschlechterung der Ertragslage zu rechnen.
Durch den erwartenden Anstieg der
Auftragseingänge im Jahr 2013 kommt es jedoch zu einem
erhöhten Finanzbedarf für den notwendigen Aufbau
des Vorratsvermögens.
Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres
Der Geschäftsverlauf im Jahr 2011 war wenig
zufriedenstellend. Das Geschäftsergebnis war negativ.
Organisatorische Mängel führten zu der
derzeitigen schlechten Ertragslage.
Forschung und Entwicklung
Als Spezialist für Wickelgüter für die
Elektro- und Autoindustrie sowie für Medizin-,
Antriebs-, Steuerungs- und Regeltechnik unternimmt die
GUTRE GmbH Elektromechanik laufend Aktivitäten, aus
denen neue- oder weiterentwickelte Produkte an
Wickelgütern und Kleintransformatoren entstehen.
Risiken
Zur Früherkennung von Risiken setzt das
Unternehmen die Standard-Berichterstattung in der Trepte
Gruppe ein. In regelmäßigen innerbetrieblichen
Besprechungen werden zudem aktuelle Vorkommnisse und die
möglichen Folgen diskutiert und abgeschätzt. Auch
werden regelmäßig externe Berater mit
einbezogen.
Falls erforderlich werden umgehend entsprechende
Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Vermeidung, Minderung
und der verantwortungsbewusste Umgang mit den verbleibenden
Risiken ist Aufgabe aller Mitarbeiter, insbesondere aller
Führungskräfte.
Organisatorische Mängel in der Vergangenheit
führten zu der derzeit schlechten Ertragslage.
Negative Cash Flows aus der operativen Tätigkeit
verschlechterten zusehends die Finanzlage. Die Knappheit
der liquiden Mittel konnte trotz entsprechender
Maßnahmen wie Factoring nicht verbessert werden. Die
noch verbleibende Chance ist der vollständige Umbau
der Organisation und die Effizienzsteigerung der Produktion
bei der Gutre s.r.o. Hierzu scheidet der bisherige
Geschäftsführer Herr Herbert Trepte zum
28.02.2013 aus der Geschäftsführung aus. Herr
Ewald Schwammberger hat seit 01.01.2013 die Leitung der
Geschäftsführung übernommen. Ihm zur Seite
steht weiterhin der Geschäftsführer Herr Thomas
Trepte. Weitere personelle Veränderungen sind geplant.
Die neue Geschäftsführung hat bereits ein neues
Unternehmenskonzept vorgestellt und wird dieses die
nächsten Monate mit einer Prioritätenliste
einführen.
Vertriebs- und Marktrisiko
Die Umsätze sind zwar im Geschäftsjahr 2011
gestiegen, jedoch ist im Jahr 2012 mit einem erheblichen
Einbruch der Umsätze, wegen dem starken
Nachfragerückgang in der Fotovoltaikbranche, zu
rechnen. Dies kann zu einer gefährdenden Belastung
führen. Durch die Einstellung eines vertrieblich
versierten Geschäftsführers zum 01.01.2013
verbessern sich die Aussichten dieser Entwicklung entgegen
zu wirken.
Die Akquisition von Neukunden sowie die Pflege und
Betreuung der Stammkunden erfolgt im wesentlichen durch die
Vertriebsabteilung der Gesellschaft, unterstützt durch
freie Handelsvertreter.
Liquiditätsrisiko
Die Liquiditätslage konnte mit Hilfe der
partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Kreditinstituten
und der Einführung von Factoring für eine
bedeutende Anzahl an Kundenforderungen stabilisiert werden.
Eine zusätzliche Liquiditätsbelastung könnte
durch einen starken Umsatzrückgang auf die
Gesellschaft zukommen. Eine weitere
Liquiditätsbelastung wird mit einem erneuten Anstieg
der Umsätze, durch den Aufbau von
Vorratsvermögen, auf die Gesellschaft zukommen.
Sollte es nicht gelingen, die benötigten
finanziellen Mittel zu organisieren, so würde dies
erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-
und Ertragslage haben. Es könnten weniger
Aufträge angenommen werden, was zu einer
Schwächung des Ertrages und somit zu einer langsameren
Erholung der Vermögenslage führen würde.
Betriebsrisiko
Da die Fa. GUTRE GmbH ein produzierendes Unternehmen
ist besteht ein erhöhtes Risiko für Unfälle.
Durch umfangreiche Unfallverhütungsvorschriften
und -maßnahmen wird das Betriebsrisiko jedoch
deutlich begrenzt. Die laufende Wartung, Instandsetzung und
Prüfung der bestehenden Anlagen sowie entsprechende
Qualitätssicherungssysteme unterstützen die
genannten Maßnahmen.
Produktrisiko
Unsere Produkte werden überwiegend in andere
Fertigprodukte eingebaut. Durch die hohen
Qualitätsansprüche unserer Kunden bestehen
natürlich immer Gewährleistungsrisiken, die aber
durch ein konsequentes Qualitätsmanagement erheblich
eingeschränkt werden können.
Produkthaftungsrisiken sind zum Teil
versicherungsmäßig gedeckt. Es sind keine
Einzelrisiken aufgetreten für die im Jahresabschluss
2011 bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen werden
mussten.
Wie in jedem technisch orientierten Unternehmen,
bedürfen unsere Produkte einer ständigen
Weiterentwicklung. Diesen Trend zu verschlafen könnte
bestandsgefährdende Auswirkungen auf das Unternehmen
haben. Dies ist uns bewusst und wir engagieren uns
ständig in konsequenter und partnerschaftlicher
Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Kunden für
eine technische Weiterentwicklung unserer Produkte und
Produktionsverfahren.
Beschaffungsrisiko
Wir sind durch die hohen Ansprüche unserer
Kunden sehr stark von der Lieferqualität unserer
Lieferanten abhängig. Hinzu kommt der permanente
Preisdruck der sich aus den Gegebenheiten des Absatzmarktes
ergibt. Wir versuchen diesem Risiko durch eine
partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten
zu begegnen.
Etwas Sorge bereiten die sehr stark gestiegenen
Rohstoffpreise, vor allem bei Kupfer.
Durch eine geeignete Lieferantenauswahl aller
wichtigen Zukaufteile wird das Beschaffungsrisiko
begrenzt.
Betriebsübergabe / Nachfolgeregelung
Der derzeit geschäftsführende
Gesellschafter wird voraussichtlich 2014 die Leitung der
Unternehmensgruppe an seine Söhne abgeben.
Für Dauer der Übergabe wurde ein
Beratungsunternehmen beauftragt um die Übergabe zu
betreuen.
Fazit:
Unser Unternehmen sieht sich weiterhin einer
Ertragsproblematik ausgesetzt. Einschränkungen
bestehen durch die eingeschränkte Liquidität. Die
starken Umsatzeinbrüche 2012 wurden in dieser
Härte nicht erwartet. Sofortige Reaktionen und
Kosteneinsparungen können möglicherweise ein
weiteres Verlustjahr abwenden. Bei den gefallenen
Umsätzen war die Liquidität gerade noch
ausreichend. Ein erwarteter Umsatzanstieg im Jahr 2013
dürfte nur schwer ohne Zuführung weiterer
liquider Mittel finanzierbar sein.
Eine Konsolidierung ist dringend notwendig. Der
notwendige Umbau der Unternehmensgruppe ist seit 01.01.2013
angestoßen.
Nachtragsbericht
Die Auftragsbücher weisen derzeit einen Bestand
für 2013 von 4,6 Mio. Euro aus. Bis zum 31.12.2012
wurden Umsätze von über 7,0 Mio. Euro erzielt.
Nach derzeitiger Lage (feste Aufträge /
vielversprechende Verhandlungen) wird für 2013 mit
einem Umsatz von mindestens 7,8 Mio. Euro und für 2014
mit einem Umsatz von 8,4 Mio. Euro gerechnet.
Zukünftige Entwicklung und Chancen
Entwicklung der Rahmenbedingungen
Die Konjunkturdynamik nimmt ab März 2012 wieder
Fahrt auf.
Die Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche
Entwicklung des Bereichs Elektrotechnik/-mechanik sind als
Positiv zu bewerten.
Für die GUTRE GmbH bedeutet dies eine langsame
Erholung der Auftragseingänge.
Entwicklung der GUTRE GmbH Elektromechanik
Für 2012 plant die GUTRE GmbH Investitionen in
Höhe von 70.000,00 Euro.
Der Personalbestand wird im Bereich Produktion um ca.
20% verringert werden.
Die Produktionsleistung wird in 2012 um ca. 20%
verringert.
Der Produktionsstandort in Tschechien soll an die
Produktionseffizienz des Standortes in Wackersdorf
herangeführt werden. Dadurch wird eine Verbesserung
der Deckungsbeiträge erwartet.
Wackersdorf, den 28. Februar 2013
GUTRE GmbH Elektromechanik
Die Geschäftsführer
Herbert
Trepte
Thomas Trepte
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2011
EUR |
31.12.2010
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
496.234,09 |
398.617,98 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
61.817,50 |
74.770,00 |
| II.
Sachanlagen |
311.451,59 |
321.847,98 |
| III.
Finanzanlagen |
122.965,00 |
2.000,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
2.999.643,70 |
3.830.218,24 |
| I.
Vorräte |
2.154.253,06 |
2.636.406,02 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
844.431,85 |
1.162.365,85 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
-10.279,47 |
9.644,32 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
958,79 |
31.446,37 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
10.690,44 |
15.701,40 |
| D.
nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
453.896,59 |
286.736,40 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
3.960.464,82 |
4.531.274,02 |
Passiva
|
|
31.12.2011
EUR |
31.12.2010
EUR |
| A.
Eigenkapital |
0,00 |
0,00 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
60.000,00 |
60.000,00 |
| II.
Gewinnrücklagen |
71.580,86 |
71.580,86 |
| III.
Bilanzverlust |
585.477,45 |
418.317,26 |
| davon
Verlustvortrag |
418.317,26 |
582.439,69 |
| IV.
nicht gedeckter Fehlbetrag |
453.896,59 |
286.736,40 |
| B.
Rückstellungen |
476.727,00 |
323.972,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
3.483.737,82 |
4.207.302,02 |
| davon
mit Restlaufzeit bis 1 Jahr |
2.430.155,31 |
3.185.123,27 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
3.960.464,82 |
4.531.274,02 |
Anhang
A/ Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das
Geschäftsjahr 2011 ist nach den
Rechnungslegungsvorschriften des HGB für kleine
Kapitalgesellschaften aufgestellt.
Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die
Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.
Die auf den Jahresabschluss angewandten
Darstellungsgrundsätze sind beibehalten worden.
Der Jahresabschluss vermittelt ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
B/ Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Im Jahresabschluss sind sämtliche
Vermögensgegenstände, Schulden,
Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge
enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.
Soweit Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251
HGB bestehen, sind diese gemäß § 268 Abs. 7
HGB im Anhang angegeben.
Bei der Bewertung wird von der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen weder
tatsächliche noch rechtliche Gründe entgegen.
Die bilanzielle Überschuldung in Höhe von
453.896,59 Euro ist vollständig durch stille Reserven
im Anlagevermögen gedeckt. Eine detaillierte
Aufstellung der stillen Reserven ist unter "Punkt C Angaben
zu den Posten der Bilanz" ersichtlich.
Die Vermögensgegenstände sind einzeln
bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden.
Vorhersehbare Risiken und Verluste, die bis zum
Abschlussstichtag entstanden bzw. bis zum Tag der
Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind,
wurden berücksichtigt.
Gewinne wurden nur berücksichtigt, soweit diese
am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und
Erträge sind unabhängig von denn Zeitpunkten der
entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss erfasst.
Die Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten vermindert um planmäßige
Abschreibungen angesetzt. Bei der Bemessung der
planmäßigen Abschreibungen wurde von der
voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung
der betrieblichen Nutzungsverhältnisse ausgegangen. Es
wurde von der linearen sowie der degressiven
Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht.
Vermögensgegenstände des beweglichen
Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von
€ 1.000,00 werden nach steuerlichen Vorschriften
abgeschrieben.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
erfolgte zu gleitenden Durchschnittspreisen oder dem
niedrigeren Einkaufspreis unter Beachtung des
Niederstwertprinzips.
Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten
bewertet.
Die Bewertung der Fertigerzeugnisse erfolgt retrograd
vom Verkaufspreis.
Die Forderungen sind grundsätzlich mit dem
Nennbetrag angesetzt. Erforderliche
Einzelwertberichtigungen wurden durchgeführt. Das
allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine ausreichende
Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.
Die Rücklagen wurden gemäß
Gewinnverwendungsbeschluss gebildet. Es handelt sich
hierbei um Erträge aus steuerfreien
Investitionszulagen.
Die Pensionsrückstellungen werden nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen angesetzt. Der
Differenzbetrag der neuen Rückstellungsbewertung nach
Handelsrecht zum Stichtag 31.12.2009 zum bisher errechneten
Rückstellungsbetrag wird auf 15 Jahre verteilt. Der
Rückstellungsbetrag zum Stichtag 31.12.2011 wird mit
dem Wert der Rückdeckungsversicherung saldiert. Eine
Rückdeckungsversicherung wurde vorrangig zu Gunsten
eines Kreditinstitutes verpfändet. Eine Saldierung mit
der Pensionsrückstellung ist somit nicht möglich.
Diese Rückdeckungsversicherung wird im Aktiva
ausgewiesen.
Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Betrag angesetzt und berücksichtigen alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem
Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte
über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden
die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.
Fremdwährungen wurden zum jeweiligen Tageskurs
bei Entstehung der Verbindlichkeiten bilanziert, sofern am
Stichtag kein höherer Wert zugrunde zu legen war.
C/ Angaben zu den Posten der Bilanz
Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz
zusammengefassten Anlageposten mit den historischen
Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist
in einem Anlagenspiegel dargestellt.
Stille Reserven im Anlagevermögen
Anlagegut
|
1.
|
2.
|
3.
|
|
|
|
< 2005
|
2005-2008
|
> 2009
|
|
Maschinen
|
|
|
84.800,00
€
|
106.437,00 €
|
|
P. E.
Eigentumb Gutre GmbH
|
296.680,00 €
|
|
|
|
technische
Anlagen
|
|
92.500,00
€
|
|
|
Gutre GmbH
|
|
781.000,00 €
|
|
|
|
Kfz
|
|
|
500,00 €
|
33.184,00 €
|
|
Büroeinrichtung
|
|
56.000,00 €
|
4.700,00 €
|
|
|
Betriebsausstattung
|
|
11.350,00
€
|
|
|
Gutre s.r.o
|
|
390.200,00 €
|
|
|
|
Werkzeuge
|
|
|
27.500,00
€
|
43.796,00 €
|
|
maschinengeb. Werkzeuge
|
|
2.000,00 €
|
18.953,00 €
|
|
EDV-Anlagen
|
|
|
45.000,00
€
|
|
|
Software/Lizenen
|
|
|
|
1.968,00 €
|
|
EDV
Büroeinrichtung
|
|
|
8.782,00 €
|
|
Betriebs/Geschäftsausstattung
|
|
9.496,00 €
|
|
Anzahlung
|
|
|
|
27.188,00 €
|
|
Wertminderung/Verschrottung
|
-
100.000,00 €
|
|
|
|
Zeitwert 31.12.2010
|
|
1.423.880,00 €
|
268.350,00 €
|
249.804,00 €
|
1.942.034,00
€
|
+ Buchwert
Zugänge 2011
|
|
|
|
78.268,00 €
|
./.
Planmäßige Abschreibung
|
|
|
|
|
93.218,89 €
|
= Zeitwert 31.12.2011
|
|
|
|
|
1.927.083,11 €
|
./. Buchwert lt. Anlag
|
|
|
|
|
375.867,09 €
|
Stille Reserve 31.12.2011
|
|
|
|
|
1.551.216,02 €
|
Umlaufvermögen
Die Forderungen, sonstige
Vermögensgegenstände und die Guthaben bei
Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe
von € 0,00 (VJ € 21.399,00).
Rückstellungen
Art der Rückstellung
|
Stand zum
|
Stand zum
|
Veränderung in
|
Veränderung in
|
|
31.12.2011
|
31.12.2010
|
|
|
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
%
|
Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen
|
299,3
|
136,9
|
162,4
|
118,6
|
Pensionsrückstellungen
|
299,3
|
136,9
|
162,4
|
118,6
|
Sonstige Rückstellungen
|
177,4
|
187,0
|
-9,6
|
-5,1
|
Gewährleistung
|
47,8
|
44,0
|
3,8
|
8,6
|
Abschluss- und
Prüfungskosten
|
33,7
|
24,4
|
9,3
|
38,1
|
Sonstige
Rückstellungen
|
95,9
|
118,7
|
-22,8
|
-19,2
|
Rückstellungen gesamt
|
476,7
|
323,9
|
152,8
|
47,2
|
Sonstige Rückstellungen setzen sich wie folgt
zusammen:
Urlaub
38.897,00 €
IHK
Beitrag
128,00 €
Berufsgenossenschaft
8.000,00 €
Aufbewahrung
48.900,00 €
Verbindlichkeiten
Art der Verbindlichkeit
|
Gesamtbetrag
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
|
zum 31.12.2011
|
kleiner 1 J.
|
1 bis 5 J.
|
größer 5 J.
|
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
1.810,9
|
1.132,9
|
195,0
|
483,0
|
aus Lieferungen u.
Leistungen
|
994,2
|
994,2
|
0,0
|
0,0
|
gegenüber verb.
Unternehmen
|
431,6
|
131,6
|
0,0
|
300,0
|
gegenüber
Gesellschaftern
|
87,9
|
12,4
|
-0,1
|
75,6
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
159,1
|
159,1
|
0,0
|
0,0
|
Summe
|
3.483,7
|
2.430,2
|
194,9
|
858,6
|
Es bestanden folgende Verbindlichkeiten gegenüber
verbundene Unternehmen mit einer Laufzeit bis zu einem
Jahr:
PE Elektronik
s.r.o
0,00 €
Gutre
s.r.o
74.871,76 €
Die Firma Gutre s.r.o. weist in der Bilanz zum
31.12.2011 Forderungen gegenüber der Firma Gutre GmbH
in Höhe von 375.578,32 € aus. Bei der Differenz
in Höhe von 300.706,56 € zum Saldo der Firma
Gutre GmbH in Höhe von 74.871,76 € handelt es
sich um die Rückbelastung der zuviel berechneten
Leistungsminuten. Dies wurde bei der Firma Gutre s.r.o. im
Wirtschaftsjahr 2012 berichtigt.
Diese sind in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber
HTV GmbH & Co. KG wurde bereits unter der Position "
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen
ausgewiesen.
Für die Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten sind folgende Sicherheiten bereitgestellt
worden:
Bank
|
Verbindlichkeiten
|
|
Sicherheiten
|
Höhe
TEURO
|
Oberbank
|
58.340,27 €
|
|
selbstschuldnerische
Bürgschaft Herbert Trepte
Buchgrundschuld (Grundpfandrecht)
|
100,0
100,0
|
Sparkasse
|
265.086,46€
|
|
selbstschuldnerische
Bürgschaft Herbert und Angelika Trepte
selbstschuldnerische Bürgschaft
Herbert Trepte
Verpfändung LV Nr. 95 067 372 Herbert
Trepte
Verpfändung LV Nr. 58-7980772 Angelika
Trepte
Verpfändung LV Nr. 23733421 005
Sicherungsübereignung PKW BMW SAD-UN 66
|
510,0
14,0
|
VR Bank
Burglengenfeld
|
697.705,20 €
|
|
Briefgrundschuld
(Grundpfandrecht) Forderungsabtretung
Lebensversicherung
Buchgrundschuld ( Grundpfandrecht)
Bürgschaften (selbstschuld./Ausfall)
Forderungsabtretung => Globalabtretung
|
86,9 30,8
1.086,3
587,9
|
Raiffeisenbank
Weiden
|
465.259,16 €
|
|
selbstschuldnerische
Bürgschaft Herbert Trepte
Sicherungsübereignung Warenlager
|
500,0
|
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen nicht in der Bilanz ausgewiesenen
finanziellen Verpflichtungen aus Leasing-, Mietkauf- und
Mietverträgen belaufen sich zum 31. Dezember 2011 auf
€ 173.589,91 (VJ: € 310.527,42).
Diese setzen sich wie folgt zusammen:
Leasing
Kfz
14.391,37 €
Leasing
Maschinen
80.168,14 €
Mietkauf
Maschinen
6.310,40 €
Miete
72.720,00 €
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Die Steuern betreffen ausschließlich das
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit. Vom Steueraufwand in
Höhe von insgesamt 88,69 € entfallen -3,12 €
auf das Vorjahr.
E/ Ergänzende Angaben
Vorschlag zur Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt in
Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende
Ergebnisverwendung vor:
Der Jahresfehlbetrag beträgt € 167.160,19.
Einschließlich des zu berücksichtigenden
Verlustvortrag aus dem Vorjahr ergibt sich ein
Bilanzverlust in Höhe von € 585.477,45.
Der Bilanzverlust in Höhe von € 585.477,45
wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Angaben zu den Organen der Gesellschaft
Die Geschäftsführung und Vertretung wurde
von Herrn Herbert Trepte und Herrn Thomas Trepte,
Wackersdorf, wahrgenommen.
Vergütung der Geschäftsführer
Als Vergütung für die geleistete
Tätigkeit im Berichtsjahr wurden den
Geschäftsführern 78.432 € gewährt.
Angaben zu den Arbeitnehmern
Die durchschnittliche Anzahl beschäftigter
Mitarbeiter betrug:
Arbeiter
13
/ Angestellte 14
Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG / 264c Abs. 1
HBG
Gegenüber Gesellschaftern bestehen die
nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Sachverhalte
|
Betrag
|
Ausleihungen
|
0,00
|
Forderungen
|
0,00
|
Verbindlichkeiten
|
387.932,80 €
|
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen
Unternehmen
Die Firma Gutre hält 100% der Anteile an der
Sarl Gutre France Hagenau. Es liegen keine weiteren Daten
vor, da diese Vorratsgesellschaft nicht mehr aktiv
tätig ist. Der Buchwert beträgt 2,0 TEuro.
Wackersdorf, den 28. Februar 2013
GUTRE GmbH Elektromechanik
Die Geschäftsführer
Herbert
Trepte
Thomas Trepte
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 28.02.2013
festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter
Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
GUTRE GmbH Elektromechanik für das Geschäftsjahr
vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die
Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses
und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des
Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten
Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss
unter Einbeziehung der Buchführung und über den
Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die
Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass
Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die
Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt
werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen
werden die Kenntnisse über die
Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die
Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in
Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die
Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere
Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen
geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den
ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und
vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Weiden, 28. Februar 2013
KMWP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dipl. Kfm. Wolfgang Wagner,
Wirtschaftsprüfer
|