ES Abwicklungs GmbHLiquidiert

92421 Schwandorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Amberg HRB 504
Vorher
GUTRE GmbH Elektromechanik
Eingetragen
31.7.1980
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
ist die Herstellung und der Vertrieb von elektromechanischen Artikeln aller Art, sowie der Handel mit neuen und gebrauchten Maschinen, Werkzeugen, technischen Anlagen und sonstigen Gütern, die der Herstellung von elektromechanischen Artikeln dienen.

Historie

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Management

NameRolle
Ewald Schwammberger
seit 23.4.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

92507 Nabburg
60.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

GUTRE GmbH Elektromechanik

Wackersdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht

   Lagebericht
 
Das Unternehmen

Die GUTRE GmbH Elektromechanik befasst sich innerhalb der Unternehmensgruppe Trepte mit der Herstellung von elektromechanischen Artikeln aller Art, sowie die Entwicklung neuer Produkte. Der Vertrieb geschieht ausschließlich bei der GUTRE GmbH in Wackersdorf.

Zum Erfolg der GUTRE GmbH Elektromechanik tragen 27 Beschäftigte am Produktionsstandort in Wackersdorf und etwa 130 Beschäftigte der Tochterfirma am Produktionsstandort in Tschechien bei.

Gesamtwirtschaftliche und branchentypische Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Konjunktur schwächte im Jahr 2011 ab.

Auf Grund der Auftragslage war der Personalbestand stabil.

Entwicklung der Absatzmärkte

Das Absatzgebiet der Gesellschaft erstreckt sich auf ganz Europa. Schwerpunkte sind Deutschland, Schweiz, Frankreich und Österreich.

Der Markt für Wickelgüter wächst. Neue Märkte im Geschäftsfeld Fotovoltaik sind in den letzten Jahren hinzugekommen.

Angaben zum Produktionsbereich

Die Produktionsstandorte befinden sich im Zentrum Europas, in Wackersdorf in der mittleren Oberpfalz und im 90 km entfernten Holysov in Tschechien. Die zentrale Lage der Produktionsstandorte und deren technische Ausstattung sind sehr gut geeignet die Marktposition der Gesellschaft zu verfestigen.

Bei der Gutre GmbH handelt es sich neben der Gutre s.r.o in Tschechien um eine von zwei Produktionsfirmen innerhalb der Gruppe.

Die Gutre s.r.o ist die Produktionsfirma für Wickelgüter. Alleinabnehmer für die produzierten Produkte ist die Gutre GmbH. In Wackersdorf wurde bis zum 3. Quartal 2011 die Produktion wegen ineffizienzen in der tschechischen Produktion wieder erhöht. Es werden hauptsächlich Kleinserien gefertigt. Schwerpunkt ist auch die Produktentwicklung und die Herstellung der Serienreife.

Auftragslage

Die Auftragslage verbesserte sich im Jahr 2011 um rund 10%. Die Umsatzerlöse konnten zwar um 10% gesteigert werden. Die Auftragseingänge stagnierten aber im 2. Halbjahr 2011.

Die voraussichtliche Auftrags- und Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2012 wird wegen des Einbruchs im Bereich Fotovoltaik um ca. 50% niedriger ausfallen. Für 2013 wird mit einem leichten Anstieg gerechnet.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage:

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2011 betrafen im Sachanlagebereich und im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände, im Wesentlichen den Bereich Maschinen und maschinengebundene Werkzeuge,  Anlagegüter der Betriebs- und Geschäftsausstattung, sowie die Anschaffung eines Pkw`s.

Dabei standen den Zugängen in Höhe von 213,8 TEUR, Abgänge in Höhe von TEUR 7,8 und Abschreibungen in Höhe von 108,3 TEUR gegenüber. Die Erhöhung der Finanzanlagen um 121,0 TEUR resultiert aus der Aktivierung von Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen, die vorrangig zu Gunsten eines Kreditinstitutes verpfändet ist somit nicht mit der Pensionsrückstellung saldiert werden kann.

Die Verminderung des Umlaufvermögen um 835,6 TEUR resultiert aus dem Abbau des Vorratsvermögens um 482,2 TEUR, einer Minderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 299,3 TEUR, einer Verminderung der liquiden Mittel um 30,5 TEUR sowie ein Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 21,4 TEUR. Demgegenüber stand eine Erhöhung der sonstigen Forderungen um 2,8 TEUR.

Der Rechnungsabgrenzungsposten verminderte sich um 5,0 TEUR.

Finanzlage:

Das Eigenkapital beträgt unverändert zum Vorjahr 0,00 Prozent der Bilanzsumme. Die bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft beträgt 453,9 TEUR.

Die Rückstellungen erhöhten sich um 152,8 TEUR. Die Bankverbindlichkeiten verminderten sich um insgesamt 62,8 TEUR. Dabei standen den planmäßigen Tilgungsleistungen in Höhe von 163,8 TEUR eine Erhöhung der Kontokorrentverbindlichkeiten um 172,0 TEUR gegenüber.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um 398,9 TEUR, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um 1.087,6 TEUR. Die Steigerung der sonstigen Verbindlichkeiten um 27,9 TEUR ist das Resultat aus der Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um 35,2 TEUR sowie der kreditorischen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 14,2 TEuro, sowie der Verminderung von Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt um 14,5 TEUR, der Verbindlichkeiten soziale Sicherheit um 2,9 TEUR und der Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer um 4,8 TEuro.

Ertragslage:

Die Umsatzerlöse stiegen um 844,4 TEUR oder 9,66 Prozent.

Der Betriebsaufwand hat sich aufgrund der rückläufigen Auftragseingänge im 2. Halbjahr 2011 um 444,4 TEUR vermindert, wobei einer Verminderung beim Materialaufwand um 522,7 TEUR, eine Erhöhung bei den Personalkosten um 64,3 TEUR gegenübersteht.

Die planmäßigen Abschreibungen verminderten sich um 12,0 TEUR und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 24,2 TEUR.

Die Umsätze sind zwar im Geschäftsjahr 2011 weiter gestiegen. Dies hatte aber noch keine positive Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Die Vermögenslage hat sich durch das negative Ergebnis 2011 verschlechtert, eine Stabilisierung wird frühestens im Geschäftsjahr 2013 erwartet. Die bilanzielle Überschuldung kann aufgrund der Umsatzeinbrüche im Jahr 2012 nicht ausgeglichen werden.
Aufgrund des starken Auftragsrückgangs in der Fotovoltaikbranche im Jahr 2012 ist mit einer Verschlechterung der Ertragslage zu rechnen.
Durch den erwartenden Anstieg der Auftragseingänge im Jahr 2013 kommt es jedoch zu einem erhöhten Finanzbedarf für den notwendigen Aufbau des Vorratsvermögens.

Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2011 war wenig zufriedenstellend. Das Geschäftsergebnis war negativ. Organisatorische Mängel führten zu der derzeitigen schlechten Ertragslage.

Forschung und Entwicklung

Als Spezialist für Wickelgüter für die Elektro- und Autoindustrie sowie für Medizin-, Antriebs-, Steuerungs- und Regeltechnik unternimmt die GUTRE GmbH Elektromechanik laufend Aktivitäten, aus denen neue- oder weiterentwickelte Produkte an Wickelgütern und Kleintransformatoren entstehen.

Risiken

Zur Früherkennung von Risiken setzt das Unternehmen die Standard-Berichterstattung in der Trepte Gruppe ein. In regelmäßigen innerbetrieblichen Besprechungen werden zudem aktuelle Vorkommnisse und die möglichen Folgen diskutiert und abgeschätzt. Auch werden regelmäßig externe Berater mit einbezogen.

Falls erforderlich werden umgehend entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Vermeidung, Minderung und der verantwortungsbewusste Umgang mit den verbleibenden Risiken ist Aufgabe aller Mitarbeiter, insbesondere aller Führungskräfte.

Organisatorische Mängel in der Vergangenheit führten zu der derzeit schlechten Ertragslage. Negative Cash Flows aus der operativen Tätigkeit verschlechterten zusehends die Finanzlage. Die Knappheit der liquiden Mittel konnte trotz entsprechender Maßnahmen wie Factoring nicht verbessert werden. Die noch verbleibende Chance ist der vollständige Umbau der Organisation und die Effizienzsteigerung der Produktion bei der Gutre s.r.o. Hierzu scheidet der bisherige Geschäftsführer Herr Herbert Trepte zum 28.02.2013 aus der Geschäftsführung aus. Herr Ewald Schwammberger hat seit 01.01.2013 die Leitung der Geschäftsführung übernommen. Ihm zur Seite steht weiterhin der Geschäftsführer Herr Thomas Trepte. Weitere personelle Veränderungen sind geplant. Die neue Geschäftsführung hat bereits ein neues Unternehmenskonzept vorgestellt und wird dieses die nächsten Monate mit einer Prioritätenliste einführen.

Vertriebs- und Marktrisiko

Die Umsätze sind zwar im Geschäftsjahr 2011 gestiegen, jedoch ist im Jahr 2012 mit einem erheblichen Einbruch der Umsätze, wegen dem starken Nachfragerückgang in der Fotovoltaikbranche, zu rechnen. Dies kann zu einer gefährdenden Belastung führen. Durch die Einstellung eines vertrieblich versierten Geschäftsführers zum 01.01.2013 verbessern sich die Aussichten dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

Die Akquisition von Neukunden sowie die Pflege und Betreuung der Stammkunden erfolgt im wesentlichen durch die Vertriebsabteilung der Gesellschaft, unterstützt durch freie Handelsvertreter.

Liquiditätsrisiko

Die Liquiditätslage konnte mit Hilfe der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Kreditinstituten und der Einführung von Factoring für eine bedeutende Anzahl an Kundenforderungen stabilisiert werden. Eine zusätzliche Liquiditätsbelastung könnte durch einen starken Umsatzrückgang auf die Gesellschaft zukommen. Eine weitere Liquiditätsbelastung wird mit einem erneuten Anstieg der Umsätze, durch den Aufbau von Vorratsvermögen, auf die Gesellschaft zukommen.

Sollte es nicht gelingen, die benötigten finanziellen Mittel zu organisieren, so würde dies erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage haben. Es könnten weniger Aufträge angenommen werden, was zu einer Schwächung des Ertrages und somit zu einer langsameren Erholung der Vermögenslage führen würde.

Betriebsrisiko

Da die Fa. GUTRE GmbH ein produzierendes Unternehmen ist besteht ein erhöhtes Risiko für Unfälle.

Durch umfangreiche Unfallverhütungsvorschriften und -maßnahmen wird das Betriebsrisiko jedoch deutlich begrenzt. Die laufende Wartung, Instandsetzung und Prüfung der bestehenden Anlagen sowie entsprechende Qualitätssicherungssysteme unterstützen die genannten Maßnahmen.

Produktrisiko

Unsere Produkte werden überwiegend in andere Fertigprodukte eingebaut. Durch die hohen Qualitätsansprüche unserer Kunden bestehen natürlich immer Gewährleistungsrisiken, die aber durch ein konsequentes Qualitätsmanagement erheblich eingeschränkt werden können.

Produkthaftungsrisiken sind zum Teil versicherungsmäßig gedeckt. Es sind keine Einzelrisiken aufgetreten für die im Jahresabschluss 2011 bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen werden mussten.

Wie in jedem technisch orientierten Unternehmen, bedürfen unsere Produkte einer ständigen Weiterentwicklung. Diesen Trend zu verschlafen könnte bestandsgefährdende Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Dies ist uns bewusst und wir engagieren uns ständig in konsequenter und partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Kunden für eine technische Weiterentwicklung unserer Produkte und Produktionsverfahren.

Beschaffungsrisiko

Wir sind durch die hohen Ansprüche unserer Kunden sehr stark von der Lieferqualität unserer Lieferanten abhängig. Hinzu kommt der permanente Preisdruck der sich aus den Gegebenheiten des Absatzmarktes ergibt. Wir versuchen diesem Risiko durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten zu begegnen.

Etwas Sorge bereiten die sehr stark gestiegenen Rohstoffpreise, vor allem bei Kupfer.

Durch eine geeignete Lieferantenauswahl aller wichtigen Zukaufteile wird das Beschaffungsrisiko begrenzt. 

Betriebsübergabe / Nachfolgeregelung

Der derzeit geschäftsführende Gesellschafter wird voraussichtlich 2014 die Leitung der Unternehmensgruppe an seine Söhne abgeben.

Für Dauer der Übergabe wurde ein Beratungsunternehmen beauftragt um die Übergabe zu betreuen.

Fazit:

Unser Unternehmen sieht sich weiterhin einer Ertragsproblematik ausgesetzt. Einschränkungen bestehen durch die eingeschränkte Liquidität. Die starken Umsatzeinbrüche 2012 wurden in dieser Härte nicht erwartet. Sofortige Reaktionen und Kosteneinsparungen können möglicherweise ein weiteres Verlustjahr abwenden. Bei den gefallenen Umsätzen war die Liquidität gerade noch ausreichend. Ein erwarteter Umsatzanstieg im Jahr 2013 dürfte nur schwer ohne Zuführung weiterer liquider Mittel finanzierbar sein.
Eine Konsolidierung ist dringend notwendig. Der notwendige Umbau der Unternehmensgruppe ist seit 01.01.2013 angestoßen.

Nachtragsbericht

Die Auftragsbücher weisen derzeit einen Bestand für 2013 von 4,6 Mio. Euro aus. Bis zum 31.12.2012 wurden Umsätze von über 7,0 Mio. Euro erzielt. Nach derzeitiger Lage (feste Aufträge / vielversprechende Verhandlungen) wird für 2013 mit einem Umsatz von mindestens 7,8 Mio. Euro und für 2014 mit einem Umsatz von 8,4 Mio. Euro gerechnet.

Zukünftige Entwicklung und Chancen

Entwicklung der Rahmenbedingungen

Die Konjunkturdynamik nimmt ab März 2012 wieder Fahrt auf.
Die Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung des Bereichs Elektrotechnik/-mechanik sind als Positiv zu bewerten.

Für die GUTRE GmbH bedeutet dies eine langsame Erholung der Auftragseingänge.

Entwicklung der GUTRE GmbH Elektromechanik

Für 2012 plant die GUTRE GmbH Investitionen in Höhe von 70.000,00 Euro.
Der Personalbestand wird im Bereich Produktion um ca. 20% verringert werden.
Die Produktionsleistung wird in 2012 um ca. 20% verringert.
Der Produktionsstandort in Tschechien soll an die Produktionseffizienz des Standortes in Wackersdorf herangeführt werden. Dadurch wird eine Verbesserung der Deckungsbeiträge erwartet.

Wackersdorf, den 28. Februar 2013

GUTRE GmbH Elektromechanik

Die Geschäftsführer

Herbert Trepte                                     Thomas Trepte

Bilanz

Aktiva

31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Anlagevermögen 496.234,09 398.617,98
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 61.817,50 74.770,00
II. Sachanlagen 311.451,59 321.847,98
III. Finanzanlagen 122.965,00 2.000,00
B. Umlaufvermögen 2.999.643,70 3.830.218,24
I. Vorräte 2.154.253,06 2.636.406,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 844.431,85 1.162.365,85
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -10.279,47 9.644,32
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 958,79 31.446,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.690,44 15.701,40
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 453.896,59 286.736,40
Bilanzsumme, Summe Aktiva 3.960.464,82 4.531.274,02

Passiva

31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
II. Gewinnrücklagen 71.580,86 71.580,86
III. Bilanzverlust 585.477,45 418.317,26
davon Verlustvortrag 418.317,26 582.439,69
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 453.896,59 286.736,40
B. Rückstellungen 476.727,00 323.972,00
C. Verbindlichkeiten 3.483.737,82 4.207.302,02
davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 2.430.155,31 3.185.123,27
Bilanzsumme, Summe Passiva 3.960.464,82 4.531.274,02

Anhang

A/ Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2011 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB für kleine Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die auf den Jahresabschluss angewandten Darstellungsgrundsätze sind beibehalten worden.
Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

B/ Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Soweit Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB bestehen, sind diese gemäß § 268 Abs. 7 HGB im Anhang angegeben.

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gründe entgegen.

Die bilanzielle Überschuldung in Höhe von 453.896,59 Euro ist vollständig durch stille Reserven im Anlagevermögen gedeckt. Eine detaillierte Aufstellung der stillen Reserven ist unter "Punkt C Angaben zu den Posten der Bilanz" ersichtlich.

Die Vermögensgegenstände sind einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden.
Vorhersehbare Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden bzw. bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind, wurden berücksichtigt.

Gewinne wurden nur berücksichtigt, soweit diese am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge sind unabhängig von denn Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss erfasst.

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurde von der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse ausgegangen. Es wurde von der linearen sowie der degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht. Vermögensgegenstände des beweglichen Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von € 1.000,00 werden nach steuerlichen Vorschriften abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu gleitenden Durchschnittspreisen oder dem niedrigeren Einkaufspreis unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet.

Die Bewertung der Fertigerzeugnisse erfolgt retrograd vom Verkaufspreis.

Die Forderungen sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erforderliche Einzelwertberichtigungen wurden durchgeführt. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine ausreichende Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rücklagen wurden gemäß Gewinnverwendungsbeschluss gebildet. Es handelt sich hierbei um Erträge aus steuerfreien Investitionszulagen.

Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen angesetzt. Der Differenzbetrag der neuen Rückstellungsbewertung nach Handelsrecht zum Stichtag 31.12.2009 zum bisher errechneten Rückstellungsbetrag wird auf 15 Jahre verteilt. Der Rückstellungsbetrag zum Stichtag 31.12.2011 wird mit dem Wert der Rückdeckungsversicherung saldiert. Eine Rückdeckungsversicherung wurde vorrangig zu Gunsten eines Kreditinstitutes verpfändet. Eine Saldierung mit der Pensionsrückstellung ist somit nicht möglich. Diese Rückdeckungsversicherung wird im Aktiva ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Fremdwährungen wurden zum jeweiligen Tageskurs bei Entstehung der Verbindlichkeiten bilanziert, sofern am Stichtag kein höherer Wert zugrunde zu legen war.

C/ Angaben zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit den historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist in einem Anlagenspiegel dargestellt.

Stille Reserven im Anlagevermögen

Anlagegut                                                                
1.
2.
3.
 
 
 
< 2005
 2005-2008
> 2009
 
Maschinen
 
 
        84.800,00 €
            106.437,00 €
 
P. E. Eigentumb Gutre GmbH
         296.680,00 €
 
 
 
technische Anlagen
 
        92.500,00 €
 
 
Gutre GmbH
 
         781.000,00 €
 
 
 
Kfz
 
 
             500,00 €
              33.184,00 €
 
Büroeinrichtung
 
           56.000,00 €
          4.700,00 €
 
 
Betriebsausstattung
 
        11.350,00 €
 
 
Gutre s.r.o
 
         390.200,00 €
 
 
 
Werkzeuge
 
 
        27.500,00 €
              43.796,00 €
 
maschinengeb. Werkzeuge
 
          2.000,00 €
              18.953,00 €
 
EDV-Anlagen
 
 
        45.000,00 €
 
 
Software/Lizenen
 
 
 
                1.968,00 €
 
EDV Büroeinrichtung
 
 
                8.782,00 €
 
Betriebs/Geschäftsausstattung
 
                9.496,00 €
 
Anzahlung
 
 
 
              27.188,00 €
 
Wertminderung/Verschrottung
-        100.000,00 €
 
 
 
Zeitwert 31.12.2010
 
      1.423.880,00 €
      268.350,00 €
            249.804,00 €
 1.942.034,00 €
+ Buchwert Zugänge 2011
 
 
 
78.268,00 €
./. Planmäßige Abschreibung
 
 
 
 
93.218,89 €
= Zeitwert 31.12.2011
 
 
 
 
1.927.083,11 €
./. Buchwert lt. Anlag
 
 
 
 
375.867,09 €
Stille Reserve 31.12.2011
 
 
 
 
 1.551.216,02 €

Umlaufvermögen

Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und die Guthaben bei Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von €  0,00 (VJ € 21.399,00).

Rückstellungen

Art der Rückstellung
Stand zum
Stand zum
Veränderung in
Veränderung in
 
31.12.2011
31.12.2010
 
 
 
TEuro
TEuro
TEuro
%
Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen
299,3
136,9
162,4
118,6
Pensionsrückstellungen
299,3
136,9
162,4
118,6
Sonstige Rückstellungen
177,4
187,0
-9,6
-5,1
Gewährleistung
47,8
44,0
3,8
8,6
Abschluss- und Prüfungskosten
33,7
24,4
9,3
38,1
Sonstige Rückstellungen
95,9
118,7
-22,8
-19,2
Rückstellungen gesamt
476,7
323,9
152,8
47,2

Sonstige Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Urlaub                             38.897,00 €
IHK Beitrag                          128,00 €
Berufsgenossenschaft        8.000,00 €
Aufbewahrung                 48.900,00 €

Verbindlichkeiten 

Art der Verbindlichkeit
Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit
davon mit einer Restlaufzeit
davon mit einer Restlaufzeit
 
zum 31.12.2011
kleiner 1 J.
1 bis 5 J.
größer 5 J.
 
TEuro
TEuro
TEuro
TEuro
gegenüber Kreditinstituten
1.810,9
1.132,9
195,0
483,0
aus Lieferungen u. Leistungen
994,2
994,2
0,0
0,0
gegenüber verb. Unternehmen
431,6
131,6
0,0
300,0
gegenüber Gesellschaftern
87,9
12,4
-0,1
75,6
sonstige Verbindlichkeiten
159,1
159,1
0,0
0,0
Summe
3.483,7
2.430,2
194,9
858,6

Es bestanden folgende Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr:

PE Elektronik s.r.o                            0,00 €
Gutre s.r.o                                74.871,76 €

Die Firma Gutre s.r.o. weist in der Bilanz zum 31.12.2011 Forderungen gegenüber der Firma Gutre GmbH in Höhe von 375.578,32 € aus. Bei der Differenz in Höhe von 300.706,56 € zum Saldo der Firma Gutre GmbH in Höhe von 74.871,76 € handelt es sich um die Rückbelastung der zuviel berechneten Leistungsminuten. Dies wurde bei der Firma Gutre s.r.o. im Wirtschaftsjahr 2012 berichtigt.

Diese sind in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber HTV GmbH & Co. KG wurde bereits unter der Position " Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind folgende Sicherheiten bereitgestellt worden:

Bank
Verbindlichkeiten
 
Sicherheiten
Höhe TEURO
Oberbank
58.340,27 €
 
selbstschuldnerische Bürgschaft Herbert Trepte
Buchgrundschuld (Grundpfandrecht)
100,0
100,0
Sparkasse
265.086,46€
 
selbstschuldnerische Bürgschaft Herbert und Angelika Trepte
selbstschuldnerische Bürgschaft
Herbert Trepte
Verpfändung LV Nr. 95 067 372 Herbert Trepte
Verpfändung LV Nr. 58-7980772 Angelika Trepte
Verpfändung LV Nr. 23733421 005
Sicherungsübereignung PKW BMW SAD-UN 66
510,0
14,0
VR Bank
Burglengenfeld
697.705,20 €
 
Briefgrundschuld (Grundpfandrecht) Forderungsabtretung Lebensversicherung
Buchgrundschuld ( Grundpfandrecht)
Bürgschaften (selbstschuld./Ausfall)
Forderungsabtretung => Globalabtretung
86,9 30,8
1.086,3
587,9
Raiffeisenbank
Weiden
465.259,16 €
 
selbstschuldnerische Bürgschaft Herbert Trepte
Sicherungsübereignung Warenlager
500,0

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen nicht in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing-, Mietkauf- und Mietverträgen belaufen sich zum 31. Dezember 2011 auf € 173.589,91 (VJ: € 310.527,42).

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Leasing Kfz                    14.391,37 €
Leasing Maschinen          80.168,14 €
Mietkauf Maschinen           6.310,40 €
Miete                              72.720,00 €

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Vom Steueraufwand in Höhe von insgesamt 88,69 € entfallen -3,12 € auf das Vorjahr.

E/ Ergänzende Angaben

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt € 167.160,19.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Verlustvortrag aus dem Vorjahr ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von € 585.477,45.

Der Bilanzverlust in Höhe von € 585.477,45 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Die Geschäftsführung und Vertretung wurde von Herrn Herbert Trepte und Herrn Thomas Trepte, Wackersdorf, wahrgenommen.

Vergütung der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleistete Tätigkeit im Berichtsjahr wurden den Geschäftsführern 78.432 € gewährt.

Angaben zu den Arbeitnehmern

Die durchschnittliche Anzahl beschäftigter Mitarbeiter betrug:

Arbeiter    13         /   Angestellte    14

Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG / 264c Abs. 1 HBG

Gegenüber Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte
Betrag
Ausleihungen
0,00
Forderungen
0,00
Verbindlichkeiten
387.932,80 €

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen

Die Firma Gutre hält 100% der Anteile an der Sarl Gutre France Hagenau. Es liegen keine weiteren Daten vor, da diese Vorratsgesellschaft nicht mehr aktiv tätig ist. Der Buchwert beträgt 2,0 TEuro.

Wackersdorf, den 28. Februar 2013

GUTRE GmbH Elektromechanik

Die Geschäftsführer

Herbert Trepte                                        Thomas Trepte

sonstige Berichtsbestandteile


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 28.02.2013 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

   Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GUTRE GmbH Elektromechanik für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Weiden, 28. Februar 2013

KMWP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dipl. Kfm. Wolfgang Wagner, Wirtschaftsprüfer

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