MV Mannheimer Verkehr GmbH

Möhlstraße 27, 68165 Mannheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 709176
Vorher
MVV Verkehr GmbH
Eingetragen
21.4.2010
Branche
Betrieb von Verkehrswegen für StraßenfahrzeugeBetrieb von Verkehrswegen für SchienenfahrzeugePersonenbeförderung im Linienverkehr auf der Straße
Gegenstand
Das Vorhalten und der Ausbau der ÖPNV/ SPNV-Infrastruktur in der Stadt Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar sowie die Überlassung der ÖPNV-Infrastruktur und des vorhandenen, für den Fahrbetrieb erforderlichen Verkehrspersonals an die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Isabel Vögele
seit 17.12.2021
Prokura
Frank Dommasch
seit 26.4.2021
Prokura
Marcus Geithe
seit 5.12.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Stadt Mannheim
99.99%
Stadt Mannheim
0.01%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

MVV GmbH
Germany
30.307.337 €
99.99%
Stadt Mannheim
Germany
2.045 €
0.01%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MV Mannheimer Verkehr GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die MV Mannheimer Verkehr GmbH (MV) mit Sitz in Mannheim ist ein abhängiges Unternehmen der MKB Mannheimer Kommunalbeteiligungen GmbH, die zu 99,99% die Anteile hält und mit der ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht. Die verbleibenden Anteile stehen im Eigentum der Stadt Mannheim. Die MV ist zuständig für die Bereitstellung und den Ausbau von Nahverkehrsinfrastruktur in der Stadt Mannheim. Des Weiteren beinhaltet der Zuständigkeitsbereich der MV die Eisenbahninfrastruktur auf der Linie Mannheim - Weinheim - Heidelberg - Mannheim (mit Ausnahme des Stadtbereichs Heidelberg) samt der Zweigstrecke von Mannheim-Käfertal nach Heddesheim. Die MV stellt diese Infrastruktur, welche neben Gleisen und elektrischen Anlagen auch Haltestellen und Betriebshöfe umfasst, der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) ebenso entgeltlich zur Verfügung wie mehrere Stadtbahnen, die bis 2004 beschafft wurden. Darüber hinaus sind zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die noch von der ehemaligen MVV Verkehr GmbH vor Gründung der rnv eingestellt worden waren, auf Basis der Arbeitnehmerüberlassung für die rnv tätig. Für diese überlassenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat die rnv die Personalbetreuungsfunktion übernommen. Da seit Gründung der rnv neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausschließlich bei der rnv angestellt werden, sinkt die Anzahl der überlassenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich. Die MV ist von der Stadt Mannheim zur Durchführung der oben genannten Aufgaben betraut. Die bisherige Betrauung hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2024. Die Gremien der Stadt Mannheim haben den Neuabschluss der Betrauung bis 31. März 2047 bereits beschlossen, jedoch unter Vorbehalt des Ergehens einer Verbindlichen Auskunft der Finanzbehörde zur Klärung verschiedener steuerlicher Rahmenbedingungen. Die Verbindliche Auskunft liegt seit Dezember 2023 vor, so dass die neue Betrauung zeitnah nach Klärung der steuerlichen Auswirkungen eingesetzt werden kann.

Darüber hinaus hat die MV die rnv mit der Instandhaltung, Erneuerung und der fachlichen Koordinierung des weiteren Ausbaus der Infrastruktur, wie z. B. Planung sowie Vergabe und Steuerung der Bauarbeiten beauftragt.

Sämtliche Verkehrsleistungen auf dem Schienennetz der MV werden von der rnv erbracht, die von der Stadt Mannheim mit der Durchführung des Personennahverkehrs im Stadtgebiet Mannheim betraut ist.

Die MV sichert die Finanzierung der Investitionen in die Infrastruktur über die MKB Mannheimer Kommunalbeteiligungen GmbH (MKB). Gerade im Hinblick auf die Neuordnung der Zuwendungen von Bund und Land, die großen Herausforderungen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und den ressourcengerechten Einsatz von Steuergeldern bedarf es dabei einer sorgfältigen und soliden Planung, um bei Bauvorhaben den vorgesehenen Finanzrahmen sowie den Zeitplan einhalten zu können.

Beide Unternehmen, die MV wie auch die rnv, sehen ihre wichtigsten Ziele im Erhalt und weiteren Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in der Metropolregion Rhein-Neckar sowie in der Positionierung des ÖPNV als umwelt-, klimafreundliche und stadtverträgliche Alternative zum motorisierten Individualverkehr. Der Schlüssel zum Erfolg ist hierbei eine gut ausgebaute Nahverkehrsinfrastruktur. Damit leisten die MV und die rnv einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der kommunalen Klimaziele ebenso wie zur Reduzierung der verkehrsbedingten Schadstoffemissionen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Branchen- und unternehmensbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Fahrgastnachfrage und Erlöse

Das Geschäftsjahr 2023 zeichnet sich durch einen deutlichen Anstieg der Fahrgastnachfrage aus. Im gesamten rnv-Verkehrsgebiet liegt die Nachfrage 14,5% über der Nachfrage im Vorjahr, die vor allem zu Jahresbeginn noch durch die Nachwirkungen von Corona geprägt war.

Die Erholung der Nachfrage dauerte im Linienbündel Mannheim etwas länger als in den Linienbündeln Heidelberg und Ludwigshafen. Im ersten Quartal 2023 lag die Nachfrage in Mannheim bei rund 86% des Vor-Corona-Niveaus, während sie in den beiden anderen Städten bei rund 92% lag. Hintergrund ist unter anderem, dass Mannheim von den Fahrplaneinschränkungen im ersten Quartal besonders stark betroffen war. Bereits ab April holte die Nachfrage im Linienbündel Mannheim aber deutlich im Vergleich zu den beiden anderen Städten auf und lag ab Mai ebenfalls durchgängig über Vor-Corona-Niveau.

Mit der Einführung des Deutschlandtickets gab es einen deutlichen Nachfragesprung. Während von Januar bis April 2023 rnv-weit monatlich rund 12 Millionen Fahrgäste befördert wurden und die Nachfrage rund 10% unter den Vor-Corona-Werten des Jahres 2019 lag, stieg die Nachfrage ab Mai, mit Ausnahme des Sommerferienmonats August, konstant über 15 Millionen Fahrgäste pro Monat und lag damit auch über der Nachfrage des Vor-Corona-Jahres 2019. Das zeigt sich besonders eindrucksvoll im Linienbündel Mannheim. Während im April 2023 noch rund 5,3 Millionen Fahrgäste zu verzeichnen waren, stieg diese Zahl im Mai auf rund 6,8 Millionen Fahrgäste an. Hierbei ist auch der Beginn der Bundesgartenschau Mitte April 2023 zu berücksichtigen.

Die aus dem Deutschlandticket resultierende Nachfragesteigerung ist vor allem am Wochenende und in Nebenverkehrszeiten erheblich. In der Hauptverkehrszeit bewegt sich die Nachfrage seit Mai in etwa auf Vor-Corona-Niveau. Dass 2023 die Fahrgastnachfrage des Vor-Corona-Jahres 2019 mit rund 173 Millionen Fahrgästen noch nicht ganz erreicht wird, liegt an den schwächeren Monaten Januar bis April.

Als Sondereffekt ist mit Blick auf Mannheim zu beachten, dass die rnv im Zusammenhang mit der Bundesgartenschau in Mannheim (14. April bis 08. Oktober 2023) rund 2 Millionen BUGA-Besucherinnen und -Besucher befördert hat. Hierbei wurden Sondereinnahmen aus dem BUGA-Kombiticket in Höhe von rund 2,2 Mio. € erwirtschaftet. Demgegenüber steht allerdings auch ein Aufwand von 4,4 Mio. € für veranstaltungsbezogene Zusatzverkehre sowie weitere Sonderaufwände bspw. für Haltestellensauberkeit und Sicherheit.

Insgesamt entwickelte sich die Fahrgastnachfrage im zweiten Halbjahr 2023 durch die bereits genannten Effekte sehr erfreulich. Im Linienbündel Mannheim wurden in 2023 rd. 69,7 Millionen Fahrgäste und damit gut 15% mehr Fahrgäste befördert als im Vorjahr. Allerdings sind dies, aufgrund des schwachen ersten Quartals, immer noch rund 5 Millionen Fahrgäste weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019. Für 2024 wird erwartet, dass sich die Fahrgastnachfrage um rund 2,5 Prozent über dem Niveau des Jahres 2019 stabilisieren wird - während in 2019 knapp 75 Millionen Menschen befördert wurden, ist in 2024 von rund 77 Millionen Linienbeförderungsfällen auszugehen. Zu beachten ist, dass die Nutzkilometer von 2019 zu 2024 um knapp 8 Prozent gestiegen sind (Angebotsausweitung), wobei die Steigerung nahezu ausschließlich die Sparte Bus betrifft.

2.1.2 Finanzierung aktuell und in Zukunft

Mit Einführung des Deutschlandtickets hat sich sowohl die Tariflandschaft als auch die Finanzierung des ÖPNV deutlich verändert. Der Anteil der Fahrgeldeinnahmen an den Gesamtkosten ist zurückgegangen und liegt im Linienbündel Mannheim 2023 noch bei gut 36%.

Die Einführung des 49-Euro-Tickets im Mai hat zu einem deutlichen Einbruch der Fahrgeldeinnahmen bei rnv und VRN sowie zu erheblichen Kannibalisierungseffekten bei allen anderen Abos, aber auch im freien Verkauf (Gelegenheitsverkehr) geführt.

Bei den rnv-Kasseneinnahmen gab es gleichzeitig eine gegenläufige Entwicklung, da die rnv zahlreiche Abonnenten von anderen Verbundpartnern, die das Deutschlandticket selbst nicht anbieten, übernommen hat. Als Maßstab für die Verbundentwicklung und für die Analyse und Prognose der Mindereinnahmen durch das Deutschlandticket sind die rnv-Kasseneinnahmen aus diesem Grund nicht geeignet.

Maßgebliche Größe für die Einnahmesituation der rnv 2023 und den nächsten Jahren ist aus genannten Gründen der Schadensausgleich, der den Verkehrsunternehmen die Mindereinnahmen durch das Deutschlandticket kompensieren soll.

Der operative ÖPNV-Betrieb im Stadtgebiet Mannheim sowie auf den Eisenbahn-Linien 5/5A/15 (OEG) wird von der rnv durchgeführt. Die nicht durch Fahrgeldeinnahmen oder Surrogate gedeckten anteiligen Kosten werden von der rnv an die MV im Rahmen der Endabrechnung weitergegeben. Insofern wirken sich die Einnahmen der rnv mittelbar auf das Ergebnis der MV aus.

Um weitere Fahrgastzuwächse zu erzielen, werden auch städtische Push-Maßnahmen benötigt. Push-Maßnahmen reduzieren den Attraktivitätsvorteil des Individualverkehrs gegenüber dem ÖPNV, indem sie das Autofahren finanziell (Parkgebühren, City-Maut etc.) und/oder zeitlich (Tempo 30-Zonen, Fahrbahnverengungen oder -reduzierungen mit entsprechender Staugefahr, weniger Parkplätze mit entsprechend längeren Suchzeiten und Laufwegen) unattraktiver machen. Die rnv setzt darauf, dass in ihrem Verkehrsgebiet auch solche Maßnahme zukünftig umgesetzt werden.

Es ist unumgänglich, dass zur Erreichung der Klimaschutzziele in den kommenden Jahren mehr Mittel in den ÖPNV fließen. Diese finanzielle Herausforderung ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden. Die Einführung des Deutschlandtickets macht nicht nur Ausgleichzahlungen für das Deutschlandticket notwendig, sondern vor allem auch mehr finanzielle Mittel zum Ausbau des Leistungsangebots und der Infrastruktur.

2.1.3 Reduziertes Leistungsangebot

Das verkehrliche Leistungsangebot der rnv musste aufgrund Personalmangels in Folge eines hohen Krankenstandes sowie einer angespannten Fahrzeugverfügbarkeit sowohl im ersten Quartal 2023 als auch erneut in zwei Schritten ab November/Dezember 2023 vorübergehend reduziert werden. Dieser reduzierte Stabilisierungsfahrplan stellte für die rnv eine Ausnahmesituation dar.

Durch den für die rnv schweren Schritt der Angebotsreduzierung des Stabilisierungsfahrplans wird das Ziel verfolgt, den Fahrgästen ein verlässliches Angebot zu bieten und kurzfristige Fahrtausfälle zu verhindern.

2.1.4 Marktumfeld

Der Trend zu flexiblen Arbeitsformen wie Home-Office oder mobiles Arbeiten hat sich nach der Pandemie verstetigt, ist aber leicht rückläufig. Obwohl sich die Zahl der Fahranlässe damit im Vergleich zu 2019 reduziert hat, konnten ab Mai 2023 konstant höhere Fahrgastzahlen als noch 2019 erreicht werden. Dies spricht dafür, dass es gelungen ist, auch neue Kundengruppen zu erschließen. Teilweise hängt dies auch damit zusammen, dass in Zeiten steigender Preise und bei gleichzeitiger Einführung des Deutschlandtickets der ÖPNV zunehmend wieder als kostengünstige Alternative wahrgenommen wird.

Erstmals seit langem ist vor dem Hintergrund der Haushaltssituation im Bund fraglich, inwieweit das frühere Bekenntnis zu einer besseren Finanzierung des ÖPNV von Bund und Ländern eingehalten wird. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob sich das Ziel der Verkehrswende auch in der Finanzierung niederschlägt und ob insbesondere seitens der Städte eine Bereitschaft besteht, die notwendigen städtischen Push-Maßnahmen (z.B. deutlich erhöhte Parkgebühren, konsequente ÖPNV-Bevorrechtigung an den Lichtsignalanlagen sowie im Verkehrsraum) umzusetzen. Insgesamt besteht mit Blick auf das Ziel der Verkehrswende die Gefahr, dass sich die Politik zu sehr auf Tarifmaßnahmen (wie das Deutschlandticket) konzentriert und dabei die Finanzierung des Angebotsausbaus vernachlässigt wird.

2.2 Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durch die rnv im Namen und Auftrag der MV zahlreiche Baumaßnahmen an den Stadtbahngleisen im Stadtgebiet Mannheims umgesetzt sowie die entsprechenden Planungen vorangetrieben.

Am 14. Februar 2023 ging der Planfeststellungsbeschluss für die Maßnahme Barrierefreier Ausbau der Haltestelle Karlsplatz ein. Die Offenlage erfolgte vom 27. März bis 11. April 2023. Im Zuge der Arbeiten soll der Knotenpunkt Karlsplatz komplett neu gestaltet werden. Der Baubeginn ist für Herbst 2024, das Bauende für Sommer 2025 vorgesehen.

Am 17. Februar 2023 wurde die Haltestelle Mannheim Rathaus/rem nach fast vier Monaten Bauzeit wieder eröffnet. Der barrierefreie Ausbau an einer Schlüsselstelle im Mannheimer Stadtbahnnetz trägt zur Stärkung des ÖPNV für kommende Ausbauprojekte bei.

Ab Ende Februar 2023 wurden auf etwa 800 Metern Länge die Gleise der Stadtbahnlinie 7 im Bereich der Mannheimer Haltestellen Ziethenstraße, Adolf-Damaschke-Ring und Talstraße begrünt. Die bisherigen Gleise wurden durch ein neuartiges Grüngleis mit sogenannten Sedum-Matten ersetzt. Damit wurde für den Haupteingang der Bundesgartenschau, der sich an der Talstraße befand, eine einladende und besonders umweltfreundliche Lösung gewählt.

Am 19. April fand eine Bürgerinformationsveranstaltung zum barrierefreien Ausbau des Haltepunkts Duale Hochschule statt, um die Bürgerschaft zu informieren. Für den barrierefreien Ausbau des Haltepunkts an der Eisenbahnstrecke der Linie 5 ist geplant, den Treppenübergang über die Seckenheimer Landstraße abzureißen und dafür einen ebenerdigen Übergang über die achtspurige Straße zu bauen, der mit einer Ampel gesichert ist. Außerdem werden die Bahnsteige verbreitert und auf 30 Zentimeter angehoben, um einen stufenfreien Einstieg in die Fahrzeuge zu ermöglichen. Der Bau soll 2026 durchgeführt werden.

Bei einer weiteren Bürgerinformationsveranstaltung am 8. Mai wurden die Ausbaupläne für die Haltestelle Bahnhof Käfertal sowie den angrenzenden rnv-Betriebshof Käfertal präsentiert. Der Bahnhof Käfertal spielt eine Schlüsselrolle im Konversionsnetz, da sich am Bahnhof Käfertal Umsteigemöglichkeiten zwischen den Linien 5, 5A, 15 sowie sechs Buslinien und seit Ende des Geschäftsjahres 2023 auch zur neuen Linie 16 nach Franklin ergeben. Das Maßnahmenpaket Konversionsnetz Mannheim umfasst verschiedene Teilprojekte zum Ausbau des Mannheimer Stadtbahnnetzes und zur Anbindung neuer Stadtquartiere, die auf Konversionsflächen entstehen. Die Leistungsfähigkeit des Knotenpunkts wird im Zuge der Baumaßnahme durch eine Erweiterung von drei auf vier Gleise gesteigert. Zudem wird der Gleisstrang in Richtung Heddesheim bis zur Brücke der B 38 zweigleisig ausgebaut. Auch werden die bislang drei Bahnsteige des viel frequentierten Bahnhofs um einen vierten ergänzt. Die Bahnsteige werden neu geordnet und vollständig barrierefrei ausgebaut. Darüber hinaus werden Fahrleitungen, Unterwerk und Stellwerk angepasst. Die Bauarbeiten an der Maßnahme Käfertal Bahnhof sollen Ende 2025 beginnen und 2027 abgeschlossen sein.

Am 17. Dezember 2023 konnte die Stadtbahnnetzerweiterung in den neuen Mannheimer Stadtteil Franklin abgeschlossen werden. Nach fast zwei Jahren Bauzeit ging die Strecke mit der neuen Linie 16 in Betrieb. Dabei ist die neue Stadtbahn der zentrale Baustein des ÖPNV-Konzepts der rnv für Franklin, das bis zum Abschluss der Arbeiten lediglich per Bus sowie On-Demand-Shuttle "fips" der rnv erschlossen war.

Bis zum Abschluss der geplanten Kapazitätserweiterung der Haltestelle Käfertal Bahnhof verkehrt die Linie 16 nur als Pendelzug zwischen der Endhaltestelle Sullivan und Käfertal Bahnhof. Ab 2027 ist auch eine umsteigefreie Verbindung über die Innenstadt und weiter bis nach Mannheim-Rheinau geplant. Seit Januar 2022 wurde die zweigleisige Strecke mit Wendeschleife auf einer Länge von etwa 1,8 Kilometern gebaut, drei neue barrierefreie Haltestellen angelegt sowie der Haltepunkt Bensheimer Straße, von welchem aus die neue Linie 16 abzweigt, barrierefrei ausgebaut. Dabei wurde im zurückliegenden Geschäftsjahr durchgehend auf der Baustelle gearbeitet. Die Arbeiten am Haltepunkt Bensheimer Straße wurden bis März 2023 abgeschlossen. Bis September 2023 konnten auch die Gleisarbeiten vollständig abgeschlossen werden, sodass bis zur Inbetriebnahme noch Fahrleitungen, Haltestellen errichtet und die Bepflanzung der Wendeschleife und der Grüngleise durchgeführt werden konnten. Trotz vieler Herausforderungen im Jahr 2023, nicht zuletzt aufgrund von Material- und Lieferschwierigkeiten, blieb das anspruchsvolle Projekt damit im Zeitplan.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die Gesamtleistung der MV sank im Geschäftsjahr 2023 um 7,2 Mio. € auf 9,0 Mio. €. Hintergrund sind die um 7,8 Mio. € auf 4,5 Mio. € gesunkenen Umsatzerlöse. Das Trassenentgelt wurde wie im Vorjahr vollständig auf 1 € abgesenkt. Die Erlöse aus der Arbeitnehmerüberlassung betragen 3,3 Mio. € (i. Vj. 11,8 Mio. €). Aus dem Erwerb des Geschäftsbetriebs der ZWM zum 01. Januar 2023 ergeben sich im Geschäftsjahr 2023 erstmalig Erlöse aus Rucksackkosten der ehemaligen ZWM-Mitarbeiter in Höhe von 0,4 Mio. € und Erlöse aus der Vermietung des ehemaligen ZWM-Betriebshofs in Höhe von 0,3 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben gegenläufig um 0,6 Mio. € auf 4,5 Mio. € zugenommen. Dem Anstieg liegen hauptsächlich höhere Ertragszuschüsse zugrunde.

01.01.- 31.12.2023
in T€
01.01.- 31.12.2022
in T€
Umsatzerlöse 4.451 12.295
Sonstige betriebliche Erträge 4.503 3.863
Gesamtleistung 8.954 16.158

Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 0,1 Mio. € auf 2,3 Mio. € (i. Vj. 2,2 Mio. €) erhöht.

Der Personalaufwand hat um 0,7 Mio. € auf 30,2 Mio. € (i. Vj. 29,5 Mio. €) zugenommen. Ursache des Anstiegs ist die Übernahme der ehemaligen ZWM-Mitarbeiter zum 01. Januar 2023 sowie die Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 2.560 € pro vollzeitbeschäftigter Person. Das Personal der MV wird an die rnv überlassen und baut sich langfristig ab.

Die planmäßigen Abschreibungen sind um 0,1 Mio. € auf 17,5 Mio. € (i. Vj. 17,4 Mio. €) angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich mit 1,5 Mio. € annähernd auf Vorjahresniveau und beinhalten hauptsächlich Aufwendungen für kaufmännische Dienstleistungen (1,0 Mio. €).

Das Finanzergebnis beträgt 37,8 Mio. € (i. Vj. 26,8 Mio. €) und setzt sich wie folgt zusammen:

01.01.- 31.12.2023
in T€
01.01.- 31.12.2022
in T€
Erträge aus Beteiligungen 47.878 34.670
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 488 528
Aufwendungen aus Verlustübernahme Zentralwerkstatt für Verkehrsmittel Mannheim GmbH, Mannheim (ZWM) 0 243
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.595 8.167
Finanzergebnis 37.771 26.788

Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Mio. € auf -4,7 Mio. € (i. Vj. -7,6 Mio. €). Der nach Abzug der sonstigen Steuern verbleibende Jahresfehlbetrag von -4,9 Mio. € wird durch eine Entnahme aus den Gewinnrücklagen in Höhe von 1,8 Mio. € gemindert, sodass nur 3,1 Mio. € aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages durch die MKB auszugleichen sind.

01.01.- 31.12.2023
in T€
01.01.- 31.12.2022
in T€
Ergebnis nach Steuern -4.738 -7.572
Sonstige Steuern -109 -81
Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme -4.847 -7.653
Entnahme aus den Gewinnrücklagen 1.766 1.766
Erträge aus Verlustübernahme 3.081 5.887
Jahresfehlbetrag nach Verlustübernahme 0 0

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

2.3.2.1 Kennziffern

Die Bilanzsumme der MV sank zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um 28,1 Mio. € auf 863,8 Mio. € (i. Vj. 891,9 Mio. €). Das Anlagevermögen verringerte sich um 23,9 Mio. € auf 780,4 Mio. € (i. Vj. 804,3 Mio. €), das Umlaufvermögen um 4,2 Mio. € auf 83,4 Mio. € (i. Vj. 87,6 Mio. €). Hintergrund des gesunkenen Umlaufvermögens sind unter anderem niedrigere Forderungen gegenüber der rnv aus der Endabrechnung der Arbeitnehmerüberlassung (-10,3 Mio. €) sowie niedrigere Forderungen aus Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag gegenüber der MKB (-8,3 Mio. €). Gegenläufig wirkt die höhere Dividendenforderung gegenüber der MVV Energie AG (+13,2 Mio. €).

Die Anlagenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 90,3% (i. Vj. 90,2%). Gegenläufig verringerte sich die Umlaufintensität gegenüber dem Vergleichszeitpunkt um 0,1 Prozentpunkte auf 9,7% (i. Vj. 9,8%).

31.12.2023 31.12.2022
Vermögensstruktur Werte
in T€
Kennzahl Werte
in T€
Kennzahl
Anlagenintensität
Anlagevermögen 780.398 90,3% 804.295 90,2%
Gesamtvermögen 863.813 891.883
Umlaufintensität
Umlaufvermögen 83.412 9,7% 87.576 9,8%
Gesamtvermögen 863.813 891.883

Im Berichtsjahr ist das Anlagevermögen zu 26,3% (i. Vj. 25,8%) durch Eigenkapital sowie zu 97,8% (i. Vj. 97,8%) durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital finanziert. Langfristiges Fremdkapital ist als langfristig finanziertes Kapital, unabhängig von der Restlaufzeit, definiert. Langfristig gebundenes Vermögen wird somit mit langfristigem Kapital finanziert.

31.12.2023 31.12.2022
Anlagendeckungsgrade Werte
in T€
Kennzahl Werte
in T€
Kennzahl
Anlagendeckung 1
Eigenkapital 205.359 26,3% 207.124 25,8%
Anlagevermögen 780.398 804.295
Anlagendeckung 2
Eigenkapital 205.359 97,8% 207.124 97,8%
+ langfristiges Fremdkapital 558.111 579.853
Anlagevermögen 780.398 804.295

Die Eigenkapitalquote beträgt 23,8% (i. Vj. 23,2%). Die Verringerung des Eigenkapitals ist auf eine Entnahme aus den Gewinnrücklagen in Höhe von 1,8 Mio. € zurückzuführen. Die Verringerung des Fremdkapitals um 26,3 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Darlehens- und Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber der MKB (-25,1 Mio. €), welche nach Eingang von Investitionszuschüssen reduziert werden konnten. Auch die Zuschuss-Verbindlichkeiten (-3,4 Mio. €) sind zurückgegangen. Gegenläufig erhöhten sich die Rückstellungen (+2,7 Mio. €).

31.12.2023 31.12.2022
Kapitalstruktur Werte
in T€
Kennzahl Werte
in T€
Kennzahl
Eigenkapitalanteil
Eigenkapital 205.359 23,8% 207.124 23,2%
Gesamtkapital 863.813 891.883
Fremdkapitalanteil
Fremdkapital 658.453 76,2% 684.758 76,8%
Gesamtkapital 863.813 891.883
Verschuldungskoeffizient
Fremdkapital 658.453 320,6% 684.758 330,6%
Eigenkapital 205.359 207.124

2.3.2.2 Investitionen

Die MV ist als Eigentümerin der Infrastruktur für Investitionen in die weitgehend an die rnv verpachteten Anlagen zuständig.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt 33,5 Mio. € in neue Sachanlagen der Streckeninfrastruktur und der Betriebshöfe investiert. Der wertmäßig größte Anteil entfällt auf die Maßnahme "Stadtbahn Benjamin Franklin Village". Hier lag das Investitionsvolumen der MV im Jahr 2023 bei 10,6 Mio. €. Auf das Projekt "Umbau Haltepunkt Bensheimer Straße" entfällt in 2023 ein Investitionsvolumen von 6,2 Mio. €. Für das Projekt "Kapazitätserweiterung Mannheim Hauptbahnhof" wurden in 2023 rund 2,3 Mio. € investiert. Weitere investive Mittel (2,0 Mio. €) flossen in die Betriebsstabilisierung der Strecke 9402 zwischen Mannheim und Heidelberg.

Zusätzlich zu den oben genannten Investitionen erwarb die MV im Rahmen des ZWM-Asset-Deals bereits bestehende Anlagegüter der ZWM in Höhe von rund 7,1 Mio. €. Auf Grundstücke und Gebäude entfallen davon 6,3 Mio. €, auf technische Betriebsanlagen wie z. B. Gleise und Fahrleitungen 0,8 Mio. €.

Die MV erhält für ihre infrastrukturellen Baumaßnahmen Zuschüsse nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG), aus dem Oberbauprogramm nach dem Landeseisenbahnfinanzierungsgesetz Baden-Württemberg (LEFG), für höhengleiche Kreuzungen nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG) sowie als Komplementärmittel von städtischer Seite. Darüber hinaus erhielt die Gesellschaft in 2023 Zuwendungen aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, vom Rhein-Neckar-Kreis und aus dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg. Im Geschäftsjahr 2023 sind der Gesellschaft Zuschüsse in Höhe von rund 42,3 Mio. € zugeflossen.

Ausstehende Zuschüsse im Rahmen des GVFG für bereits fertiggestellte Baumaßnahmen werden als Forderungen bilanziert. Zum Geschäftsjahresende umfassen diese Forderungen ein Volumen von 16,4 Mio. €. Nicht als Forderungen abgebildet sind ausstehende Zuschüsse des Landes für Baumaßnahmen, insbesondere im Rahmen des Mannheimer Konversionsnetzes, für die zum Bilanzstichtag entweder noch kein Förderbescheid vorliegt und/oder die Maßnahmen noch nicht fertiggestellt sind. Die Gesellschaft geht entsprechend auch hier in Vorfinanzierung.

2.3.2.3 Liquidität

Die Guthaben bei Kreditinstituten belaufen sich zum Stichtag auf 0,6 Mio. € (i. Vj. 0,5 Mio. €). Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten aus dem operativen Cash-Pool mit der MKB in Höhe von 56,4 Mio. € (i. Vj. 59,7 Mio. €). Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtsjahr jederzeit gegeben

2.4 Gesamtaussage zu Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Die Gesellschaft realisierte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung in Höhe von rund 9,0 Mio. € und damit rund 15,4 Mio. € mehr als in der Planung angenommen. Die Umsätze aus dem Kerngeschäft, Vermietung der Infrastruktur sowie Arbeitnehmerüberlassung an die rnv, liegen rund 3,6 Mio. € über dem Planwert. Wesentlichen Anteil daran hat die gegenüber Plan niedrigere Endabrechnung der rnv, die maßgeblich durch den Ausgleichsmechanismus des Deutschlandtickets bestimmt ist. Die sonstigen Umsätze verbessern sich um 10,2 Mio. €; hier wurde der zusätzliche Defizitausgleich planerisch abgebildet. Dieser war notwendig, weil laut Planung nach vollständiger Absenkung der Entgelte für Arbeitnehmerüberlassung und Trasse noch ein anteiliges Restdefizit der rnv auszugleichen war. Geprägt durch höhere Zuschüsse aus dem Oberbauprogramm und dem Programm höhengleiche Kreuzungen sowie ungeplante Zuschüsse für 3G-Kontrollen im ÖPNV sowie Schülerzusatzverkehre der Jahre 2020 und 2021 verbessern sich die sonstigen betrieblichen Erträge um 1,6 Mio. € gegenüber Plan.

Die Dividende der MVV Energie AG stieg gegenüber der Planung um 10 Cent / Aktie. Zusätzlich wurde für das Geschäftsjahr 2023 eine einmalige Sonderdividende von 0,30 Cent / Aktie ausgeschüttet. Dadurch ergibt sich eine Ergebnisverbesserung von rund 13,2 Mio. €.

Die Personalaufwendungen stiegen, wesentlich bedingt durch die Auszahlung eines Inflationsausgleiches, um 0,5 Mio. € gegenüber der Planung an.

Die Zinsaufwendungen zur Finanzierung der Investitionen fallen aufgrund des von der Planung abweichenden, deutlich höheren Zinsniveaus um rund 1,8 Mio. € höher aus.

Alle weiteren Positionen zusammen ergeben zusätzliche Ergebnisverbesserungen von rund 0,4 Mio. €.

Gesamthaft bedeutet dies eine Verbesserung von rund 26,7 Mio. € gegenüber dem ursprünglich geplanten Defizit von rund 31,5 Mio. €. Der Jahresfehlbetrag zum 31. Dezember 2023 beträgt 4,9 Mio. € vor Entnahme aus den Gewinnrücklagen (1,8 Mio. €) und Verlustübernahme durch die MKB (3,1 Mio. €).

2.5 Mitarbeiter

Mittelwert 01.01.- 31.12.2023 Mittelwert 01.01.- 31.12.2022
Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter gesamt 370 387
davon männlich 312 323
davon weiblich 58 64
davon Vollzeitbeschäftigte 320 331
davon Teilzeitbeschäftigte 50 56
davon kaufm. Personal 146 150
davon techn. Personal 110 102
davon Fahrpersonal (inkl. Springer) 114 135

Der Abschmelzungsprozess der Mitarbeiterzahl der MV hat sich im Berichtsjahr, trotz Übernahme der ehemaligen ZWM-Mitarbeiter zum 01. Januar 2023, kontinuierlich fortgesetzt. Waren zum 31. Dezember 2022 noch 375 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der MV beschäftigt, ist die Mitarbeiterzahl zum Geschäftsjahresende 2023 auf 362 gesunken. Die Überlassungsvereinbarung mit der rnv zur Fortsetzung des operativen Geschäfts sieht vor, Neueinstellungen nicht mehr bei der MV, sondern nur noch direkt bei der rnv vorzunehmen. Die Altersstruktur der Beschäftigten ist hierbei der entscheidende und gut planbare Faktor der aktuellen und zukünftigen Entwicklung, da die überlassenen Mitarbeiter zunehmend aus Altersgründen ausscheiden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Wirtschafts- und Mehrjahresplanung der MV ist, wie in der Vergangenheit auch, durch die stetige Verbesserung der Netzinfrastruktur geprägt.

Ertragslage

Die Gesamtleistung der MV wird auch in Zukunft durch die Personalüberlassung sowie die Vermietung der Trasse an die rnv bestimmt. Mit dem Erwerb des ZWM-Geschäftsbetriebs in 2023 sind in der Gesamtleistung der MV auch die Personalüberlassungsentgelte der übernommenen Mitarbeiter sowie die Verrechnung der Werkstätten an die rnv enthalten. In der Ertragslage ist ein geplanter zusätzlicher Defizitausgleich rechnerisch gegenüber der rnv enthalten. Dies bedeutet, dass nach derzeit geplanter vollständiger Absenkung der Entgelte für Arbeitnehmerüberlassung und Trasse in den Jahren 2024 und 2025 ein geringes Restdefizit verbleibt, das gegenüber der rnv auszugleichen ist. Die tatsächliche Notwendigkeit eines über die Reduktion der Entgelte für Arbeitnehmerüberlassung und Trasse hinausgehenden Verlustausgleichs für den Standort Mannheim bleibt jedoch der jeweiligen Spitzabrechnung vorbehalten.

Bei der rnv-Erlösplanung gibt es vor allem aufgrund der Einführung des Deutschlandtickets und der politisch ungeklärten zukünftigen Ausgestaltung des Schadensausgleichs erhebliche Unsicherheiten. Planerisch ist gemäß den abgestimmten Prämissen über den gesamten Zeitraum von 2024 - 2028 ein Schadensausgleich inklusive Nachschusspflicht verarbeitet. Bislang ist der Schadensausgleich - und auch lediglich ohne Nachschusspflicht - lediglich bis 2025 bestätigt.

Die anteiligen Erlöse der rnv gehen über die Endabrechnung in das Ergebnis der MV ein. Von daher wirkt der Schadensausgleich für das Deutschlandticket auch mittelbar im Ergebnis der MV.

Die erwarteten sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung der Rückstellung für Rückbauverpflichtungen. Der Gesamtleistung in Höhe von voraussichtlich 3,1 Mio. € stehen gemäß Wirtschaftsplan Aufwendungen für die Betriebsleistung von 48,1 Mio. € gegenüber. Der überwiegende Anteil betrifft Aufwendungen für das überlassene Personal sowie Abschreibungen für bereits in der Vergangenheit durchgeführte und zukünftig geplante Investitionen. Die geplanten Dividendenerträge (1,05 € / Aktie) aus der Beteiligung an der MVV Energie AG in Höhe von 34,7 Mio. € prägen das Finanzergebnis deutlich. Im Geschäftsjahr 2024 wird ein negatives Zinsergebnis in Höhe von rund 10,2 Mio. € erwartet. Unter Berücksichtigung der bereits genannten Dividendenerträge ergibt sich ein positives Finanzergebnis in Höhe von 24,5 Mio. €. Planerisch erreicht die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 somit ein Defizit von rund 20,5 Mio. €. Vor Ergebnisübernahme durch die MKB erfolgt eine geplante Entnahme aus der Gewinnrücklage in Höhe von rund 1,8 Mio. €. Dadurch reduziert sich der von der MKB auszugleichende Betrag auf rund 18,7 Mio. €.

Nach Abschluss der Wirtschaftsplanung wurde die Dividende der MVV Energie AG für 2024 um 0,10 € / Aktie auf 1,15 € / Aktie angehoben. Daraus resultiert eine Ergebnisverbesserung von 3,3 Mio. €.

Investitionen

Für das Geschäftsjahr 2024 belaufen sich die Brutto-Investitionen laut Planung auf 55,3 Mio. €. Demgegenüber stehen Zuschüsse in Höhe von 40,3 Mio. €, so dass daraus Netto-Investitionen für Baumaßnahmen in Höhe von rund 15,1 Mio. € resultieren.

Die geplanten Netto-Investitionen in die Erneuerung und den Ausbau der Betriebshöfe in Mannheim betragen für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt 7,8 Mio. €. Im Rahmen des Standortkonzepts sind in 2024 unter anderem Mittel für das Zentrum Innovative Mobilität (5,0 Mio. €) vorgesehen. Darüber hinaus sind folgende größere Einzelmaßnahmen (jeweils Netto-Investitionen) für das Geschäftsjahr 2024 geplant: Erneuerung der Spritzschutzanlagen / Haltestellenausstattung im Stadtgebiet Mannheim (1,8 Mio. €), Betriebsstabilisierung Strecke 9402 im Streckenabschnitt Edingen (1,6 Mio. €) sowie Gleiserneuerung in Richtung Heddesheim (1,5 Mio. €).

Bis zum endgültigen Eingang der Zuschüsse entsteht der Gesellschaft ein Vorfinanzierungsaufwand. Dieser ist planerisch als zusätzlicher Zinsaufwand abgebildet.

3.2 Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagementsystem

Das bei der MV implementierte Chancen- und Risikomanagementsystem sichert mit vierteljährlich stattfindenden Aktualisierungen des Risikoportfolios eine kontinuierliche, verlässliche und vollständige Überwachung der Unternehmenschancen und -risiken. Es dient dem frühzeitigen Erkennen sowie der Steuerung von Chancen und Risiken, die potenziell die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MV beeinflussen und trägt damit zur Absicherung der Unternehmensziele bei. Das Chancen- und Risikomanagementsystem ist ein integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung.

Zur konsequenten und systematisierten Überwachung von Chancen und Risiken setzt die MV ein auf den Unternehmenskontext angepasstes Management- und Kontrollsystem ein. Dieses bietet ein systemisches Rahmenwerk aus Richtlinie, Grundsätzen, Definitionen und Verantwortlichkeiten. Es stellt zur operativen Umsetzung ein unternehmensspezifisch aufgebautes Portal bereit, in welchem Unternehmenschancen und -risiken in allen Aspekten regelmäßig erfasst und aktualisiert sowie bedarfsgerecht ausgewertet werden können. Der Prozess beinhaltet zur Qualitätssicherung eine regelmäßige, mehrstufige Plausibilisierung.

Somit unterliegt die aktuelle Unternehmenssituation einer kontinuierlichen Chancen- und Risikobetrachtung, Risikorevision und Risikoanalyse, welche quartalsweise durch das Zentrale Risikomanagement in einem abgestimmten Chancen- und Risikobericht an die Führung des Unternehmens berichtet wird.

Chancen- und Risikoportfolio

Die einzelnen Chancen und Risiken werden jeweils mit ihrem Bruttopotenzial und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit im Hinblick auf das Unternehmensergebnis in der Wirtschaftsplanung bewertet. Dieser aus dem Produkt der beiden Werte zusammengesetzte, annualisierte Erwartungswert des gesamten Portfolios ist im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr (275 T€ Risiko) auf eine Chance von 4.114 T€ angestiegen.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 hat sich die absolute Anzahl der gemeldeten Unternehmenschancen und -risiken im Vergleich zum Vorjahr (17 Einzelsachverhalte) leicht auf 19 Einzelsachverhalte erhöht. MV führt im Risikoportfolio auch einige Risiken ohne Schadenserwartungswert; diese werden nicht in der Risikomatrix des Unternehmens abgebildet.

Grafik: Risikomatrix MV 2023

Chancen- und Risikolage

Die mittelbaren Folgen der Corona-Pandemie wirken im Chancen- und Risikoportfolio der MV weiter nach. Insbesondere die Chancen aus den Corona-Rettungsschirmen der Jahre 2021 und 2022 entwickeln sich positiv, da die Erstattungsquoten für Einnahmeverluste höher ausfallen könnten als antizipiert.

Chancen ergeben sich auch aus dem Schadensausgleich für Mindereinnahmen der Verkehrsunternehmen im Zusammenhang mit der Einführung des Deutschlandtickets. Entsprechend der aktuellen Schadensrichtlinie könnten sich höhere Ausgleichszahlungen ergeben, als in der Wirtschaftsplanung unterstellt.

Als wesentliches, wenn auch mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit angenommenes Risiko, zeigt sich der mögliche Verlust des umsatzsteuerlichen Unternehmerstatus der MV und damit der Verlust des Vorsteuerabzugs ab 2024. Im Kontext der Verbindlichen Auskunft zur neuen Betrauung aus dem Dezember 2023 wurde die Verbindliche Auskunft zur alten Betrauung aus 2009 teilweise mit sofortiger Wirkung widerrufen. Der Teilwiderruf betrifft die Absenkung der Entgelte für Arbeitnehmerüberlassung und Trasseninfrastruktur auf bis zu 1 €. Gegen den Widerruf wurde fristgerecht Einspruch erhoben. Zumindest für 2024 ist der umsatzsteuerliche Unternehmerstatus der MV noch als gesichert anzusehen. Für 2025 ff. bestehen Handlungsspielräume, das Risiko zu begrenzen.

Angestiegen ist im Geschäftsjahr 2023 das Zinsänderungsrisiko aus Cash-Pool Verbindlichkeiten gegenüber der MKB. Da die kurzfristigen Cash-Pool-Verbindlichkeiten mit dem 3-Monats EURIBOR zuzüglich einer Marge verzinst werden und der Zinssatz als Planprämisse festgelegt ist, beeinflussen Schwankungen im EURIBOR den Zinsaufwand der Gesellschaft. Aufgrund der momentan volatilen Märkte können die Annahmen aus der Wirtschaftsplanung bzw. dem Forecast verhältnismäßig schnell veraltet sein. Hierdurch steigt die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos.

Ein wesentliches Risiko im Portfolio der MV entsteht durch die Überzeichnung des Fördertopfes Grunderneuerung. Hierdurch besteht die Gefahr, dass die in der Wirtschaftsplanung des Unternehmens vorgesehenen Zuschüsse nicht oder nur vermindert bewilligt und ausgezahlt werden können.

Im Wesentlichen besteht das weitere Risikoinventar der MV aus Bestandsrisiken aus dem Fachgebiet Finanzen, die in ihrer Bewertung und in ihrem Inhalt praktisch keiner Volatilität unterliegen.

Alle im Geschäftsjahr 2023 im Portfolio geführten Risiken werden als beherrschbar angesehen. Gegenwärtig liegen keine Hinweise auf Risiken vor, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährdet haben oder künftig gefährden könnten.

4. Erklärung zum Mannheimer Corporate Governance Kodex

Die Geschäftsführung erklärt, dass den Vorgaben und Empfehlungen des Mannheimer Corporate Governance Kodex unter Berücksichtigung der gesellschaftsrechtlichen Struktur der Gesellschaft entsprochen wurde und wird. Die Beachtung des Kodex ist auch in der Zukunft beabsichtigt. Der Aufsichtsrat hat sich am 10. April 2024 dieser Einschätzung angeschlossen.

 

Mannheim, den 19. April 2024

Marcus Geithe, Geschäftsführer

Bilanz zum Stichtag 31.12.2023

Aktiva

Anhang 31.12.2023
in T€
31.12.2022
in T€
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 13 16
Sachanlagen 246.915 269.486
Finanzanlagen 533.470 534.793
Summe Anlagevermögen 780.398 804.295
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) 82.835 87.108
Flüssige Mittel (3) 577 468
Summe Umlaufvermögen 83.412 87.576
Rechnungsabgrenzungsposten 3 2
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0 10
Summe Aktiva 863.813 891.883

Passiva

Anhang 31.12.2023
in T€
31.12.2022
in in T€
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (4) 30.309 30.309
Kapitalrücklage (5) 32.753 32.753
Gewinnrücklagen (6) 142.297 144.062
Summe Eigenkapital 205.359 207.124
Fremdkapital
Rückstellungen (7) 22.573 19.885
Verbindlichkeiten (8) 635.880 664.873
Summe Fremdkapital 658.453 684.758
Rechnungsabgrenzungsposten (9) 1 1
Summe Passiva 863.813 891.883

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Anhang 01.01.-31.12.2023
in T€
01.01.-31.12.2022
in T€
Umsatzerlöse (10) 4.451 12.295
Sonstige betriebliche Erträge (11) 4.503 3.863
Gesamtleistung 8.954 16.158
Materialaufwand (12) 2.271 2.192
Personalaufwand (13) 30.186 29.458
Abschreibungen 17.507 17.358
Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) 1.499 1.510
Finanzergebnis (15) 37.771 26.788
Ergebnis nach Steuern -4.738 -7.572
Sonstige Steuern (16) -109 -81
Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme -4.847 -7.653
Entnahme aus den Gewinnrücklagen 1.766 1.766
Erträge aus Verlustübernahme 3.081 5.887
Jahresfehlbetrag nach Verlustübernahme 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der MV Mannheimer Verkehr GmbH - im Folgenden MV genannt - für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften und dem GmbHG aufgestellt. Die MV ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim Nr. HRB 709176 eingetragen.

Die Bilanz entspricht der Gliederung nach § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Angaben, für die ein Wahlrecht zum Ausweis in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang besteht, sind grundsätzlich im Anhang dargestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachstehenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Soweit die Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr vorliegen, erfolgen Wertaufholungen. Die Herstellungskosten beinhalten neben den Einzelkosten auch angemessene Bestandteile der Gemeinkosten. Darüber hinaus enthalten die Herstellungskosten von Baumaßnahmen auch Kostenbestandteile, die über den Fertigstellungsgrad der Projekte ermittelt wurden. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Abschreibungen erfolgen linear und hinsichtlich der Nutzungsdauern in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften, die nach Einschätzung der Geschäftsführung die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern widerspiegeln. Immaterielle Vermögensgegenstände werden über eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Für das Sachanlagevermögen gelten unverändert folgende Abschreibungsfristen:

Grundstücke und Bauten, Bahnkörper, Gleisanlagen, etc. 14-50 Jahre
Fahrzeuge für Personenverkehr 9-25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 10-15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-8 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 € werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Bei Anschaffungskosten von mehr als 800,00 € gilt die reguläre Abschreibung über die Nutzungsdauer des Wirtschaftsgutes.

Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt. Ausstehende Zuschüsse, für die die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, werden ebenfalls abgesetzt und als Forderung unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Erhaltene Investitionszuschüsse für Anlagen im Bau werden als Verbindlichkeit unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungswerten bilanziert, ggf. werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken mit den Nennwerten angesetzt.

Vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert.

Mit Tarifvertrag vom 06.06.2018 wurde die Einführung von Zeitwertkonten vereinbart. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MV wird damit die Möglichkeit eröffnet, bestimmte Ansprüche zur Finanzierung von späteren Freistellungszeiten von der Arbeitsleistung anzusparen. Das im Rahmen eines doppelten Treuhandmodells auf den Debeka Lebensversicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Koblenz, übertragene Vermögen dient dem Insolvenzschutz gemäß § 7e SGB IV sowie der Werterhaltungsgarantie gemäß § 7d SGB IV der Zeitwertguthaben. Als Treuhänder fungiert dabei der PensTrust e.V., Frankfurt am Main. Das Treuhandvermögen ist als sog. Planvermögen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB zu qualifizieren und zwingend mit der Versorgungsverpflichtung aus dem Zeitwertguthaben zu saldieren. Die Bewertung des Planvermögens erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert (§ 253 Abs. 1 S. 4 HGB). Ein die Anschaffungskosten des Planvermögens übersteigender Zeitwert unterliegt der Ausschüttungs- und Abführungssperre gemäß § 268 Abs. 8 S. 1 HGB. Aufgrund der Saldierungspflicht von bewertetem Planvermögen und bewerteter Rückstellung kann es zu einem Aktivüberhang kommen. Dieser Überhang ist gemäß § 246 Abs. 2 S. 3 HGB unter einem gesonderten Posten als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auszuweisen (§ 266 Abs. 2 Buchst. E HGB). Ein aus der Saldierung resultierender Passivüberhang wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie Verpflichtungen aus Sterbegeld, Jubiläen, Beihilfen und dem Demografie-Modell erfolgt nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected Unit Credit Method" (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden bei den vorgenannten Rückstellungen sowie den Rückstellungen für Zeitwertkonten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB auf den Barwert mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,83 % (i. Vj. 1,79 %) verwendet. Erträge und Aufwendungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden, wie in den Vorjahren, im Finanzergebnis ausgewiesen. Den Berechnungen liegt ein Gehalts- bzw. Rententrend zwischen 1,0 % (i. Vj. 1,0 %) p. a. bis 2,5 % (i. Vj. 2,5 %) p. a. zu Grunde.

Gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht zum Abschlussstichtag ein ausschüttungsgesperrter, jedoch nicht abführungsgesperrter Betrag in Höhe von 42.885 € (i. Vj. 229.976 €). Dieser Betrag entspricht dem Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen den Pensionsrückstellungen bewertet mit einem 10-jährigen Durchschnittszinssatz und den Pensionsrückstellungen bewertet mit einem 7-jährigen Durchschnittszinssatz.

Bei der Bewertung der Rückstellungen für Sterbegeld, Jubiläen, Beihilfen und Zeitwertkonten wurde ein Rechnungszinssatz von 1,76 % (i. Vj. 1,45 %) p. a. bzw. von 1,26 % (i. Vj. 0,84 %) p. a. bei der Rückstellung für das Demografie-Modell berücksichtigt. Den Berechnungen liegt ein Gehaltstrend in Höhe von 2,5 % (i. Vj. 2,5 %) p. a. zu Grunde.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei der Bewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden vor dem Bilanzstichtag erhaltene Zahlungen ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ansatz erfolgte zum Nennwert.

Bei den folgenden Aufgliederungen im Anhang kann es auf Grund von Rundungsdifferenzen zu Verschiebungen von +/- 1 T€ kommen.

Angaben zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Der Anlagenspiegel der MV, der dem Anhang als Anlage 1 beigefügt ist, zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten.

Die nach § 285 Nr. 11 HGB angabepflichtigen Anteile an Unternehmen können der Anteilsliste entnommen werden, die dem Anhang als Anlage 2 beigefügt ist.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 4.443 T€ (i. Vj. 14.127 T€) und umfassen im Wesentlichen Forderungen gegen die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, Mannheim, - im Folgenden rnv genannt - in Höhe von 3.778 T€ aus der Endabrechnung der Arbeitnehmerüberlassung 2023 (i. Vj. 14.068 T€).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren überwiegend aus der Dividendenforderung gegen die MVV Energie AG, Mannheim, in Höhe von 47.878 T€ (i. Vj. 34.670 T€) im Rahmen der Gewinnvereinnahmung, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entsteht. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen Forderungen gegen die MKB Mannheimer Kommunalbeteiligungen GmbH, Mannheim - im Folgenden MKB genannt - aus Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 9.146 T€ (i. Vj. 17.420 T€) sowie aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der MKB in Höhe von 3.081 T€ (i. Vj. 5.887 T€).

Der überwiegende Anteil der sonstigen Vermögensgegenstände entfällt auf Forderungen gegen das Land Baden-Württemberg für ausstehende Zuschüsse im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes in Höhe von 16.400 T€ (i. Vj. 12.884 T€).

31.12.2023
in T€
31.12.2022
in T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.443 14.127
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 60.105 57.977
(davon gegen Gesellschafter) (12.227) (23.306)
Sonstige Vermögensgegenstände 18.287 15.004
(davon aus Steuern) (818) (527)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 82.835 87.108

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

(3) Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel beinhalten ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten.

(4) Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der MV beträgt unverändert 30.309 T€. Hiervon hält die MKB 99,99 % und die Stadt Mannheim 0,01 %.

(5) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr 32.753 T€.

(6) Gewinnrücklagen

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen in Höhe von 142.297 T€ (i. Vj. 144.062 T€). Die Gewinnrücklagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Entnahme von während der Organschaft gebildeten Gewinnrücklagen um 1.766 T€ verringert.

(7) Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen (8.047 T€; i. Vj. 7.013 T€), Rückzahlungsverpflichtungen erhaltener Zuschüsse (3.717, i. Vj. 0 T€), Rückbauverpflichtungen (2.017 T€; i. Vj. 4.034 T€), ausstehende Rechnungen (729 T€; i. Vj. 566 T€) und Haftpflichtversicherungsumlagen (445 T€; i. Vj. 469 T€) enthalten.

Aufgrund der geringen Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme hat sich die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 entschieden, die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen über die nächsten Jahre aufzulösen. In einem ersten Schritt erfolgte im Geschäftsjahr 2021 eine Auflösung der Rückstellung in Höhe des Überdeckungsbetrags per 31. Dezember 2021 aus der Ausübung des Beibehaltungswahlrechtes gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2, Abs. 3 EGHGB (3.769 T€). Die verbleibende Rückstellung wird ratierlich über 3 Jahre (jeweils 2.017 T€) aufgelöst.

Aus der Saldierung des auf den Debeka Lebensversicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Koblenz, übertragenen Treuhandvermögens mit der Rückstellung für Versorgungsverpflichtungen aus Zeitwertguthaben gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 25 T€. Der beizulegende Zeitwert des Treuhandvermögens entspricht mit 471 T€ (i. Vj. 434 T€) den Anschaffungskosten. Der Erfüllungsbetrag der Versorgungsverpflichtungen aus Zeitwertguthaben beträgt 496 T€ (i. Vj. 424 T€). Dem Treuhandvermögen wurden für das Geschäftsjahr 2023 laufende Anlageerträge in Höhe von 6 T€ (i. Vj. 4 T€) gutgeschrieben.

31.12.2023
in T€
31.12.2022
in T€
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.549 7.755
Sonstige Rückstellungen 15.024 12.130
Rückstellungen 22.573 19.885

(8) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergeben sich im Wesentlichen aus Baumaßnahmen der MV. Bis 31.12.2018 verrechnete die rnv die von ihr im eigenen Namen geplanten und ausgeschriebenen Baumaßnahmen mit Fertigstellung an die MV weiter. Aus diesem Abwicklungsmodell resultieren per 31.12.2023 Verbindlichkeiten gegenüber der rnv in Höhe von 6.219 T€ (i. Vj. 6.198 T€). Seit 01.01.2019 lässt die rnv neue Baumaßnahmen der MV im Namen der MV planen und ausschreiben. Aus diesem neuen Abwicklungsmodell resultieren per 31.12.2023 Verbindlichkeiten aus bezogenen Bauleistungen in Höhe von 8.766 T€ (i. Vj. 7.661 T€). Diese wurden in Teilen über den Fertigstellungsgrad der Projekte ermittelt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 614.746 T€ (i. Vj. 639.763 T€), davon gegenüber dem Gesellschafter MKB 614.746 T€ (i. Vj. 639.763 T€). Letztere resultieren aus Finanzierungstätigkeiten der MKB im Rahmen der Cash Pooling-Verträge und der Darlehen. Darlehen in Höhe von 327.534 T€ (i. Vj. 327.534 T€) entfallen auf die Finanzierung des Kaufpreises der Aktien der MVV Energie AG.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen hauptsächlich erhaltene Zuschüsse für Bauprojekte, die sich noch in den Anlagen im Bau befinden und deshalb als Verbindlichkeit dargestellt werden (4.011 T€; i. Vj. 7.421 T€).

31.12.2023 davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022 gesamt
in T€
bis 1 Jahr
in T€
mehr als 1 Jahr
in T€
über 5 Jahre
in T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.263 15.263 0 0
(davon gegenüber Gesellschafter) (5) (5) (0) (0)
i. Vj. 15.619 15.619 0 0
(i. Vj. davon gegenüber Gesellschafter) (5) (5) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 614.746 74.157 540.589 475.591
(davon gegenüber Gesellschafter) (614.746) (74.157) (540.589) (475.591)
i. Vj. 639.763 77.113 562.650 493.613
(i. Vj. davon gegenüber Gesellschafter) (639.763) (77.113) (562.650) (493.613)
Sonstige Verbindlichkeiten 5.871 5.871 0 0
(davon aus Steuern) (239) (239) (0) (0)
i. Vj. 9.491 9.491 0 0
(i. Vj. davon aus Steuern) (277) (277) (0) (0)
Verbindlichkeiten 635.880 95.291 540.589 475.591
i. Vj. 664.873 102.223 562.650 493.613

(9) Rechnungsabgrenzungsposten

Beim passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um die Abgrenzung von Mietzahlungen für den Januar des Folgejahres.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen zum Stichtag 31.12.2023 insgesamt 145.976 T€ (i. Vj. 152.014 T€).

Hiervon entfallen auf das Bestellobligo 73.554 T€ (i. Vj. 84.434 T€) und auf Zinszahlungsverpflichtungen aus langfristigen Darlehensverträgen gegenüber dem Gesellschafter MKB 72.422 T€ (i. Vj. 67.580 T€).

Die Gesellschaft ist als Arbeitgeber Mitglied bei der Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg in Karlsruhe. Während der Zeit der Beschäftigung der Arbeitnehmer besteht für die Gesellschaft eine Umlagepflicht, die Versorgungsrentenverpflichtung betreffend. Einzelheiten hierzu regelt die Satzung der Zusatzversorgungskasse. Die Summe der umlagepflichtigen Gehälter im Geschäftsjahr 2023 beträgt etwa 21.095 T€ (i. Vj. 22.031 T€) bei einem Umlagesatz von 6,30 % (i. Vj. 6,30 %) zuzüglich Sanierungsgeld von 3,70 % (i. Vj. 3,70 %) und einem Zusatzbeitrag von 0,54 % (i. Vj. 0,54 %) aus dem ZVK-pflichtigen Entgelt, das vom Arbeitgeber alleine getragen wird.

Aufgrund der Tatsache, dass bei der Zusatzversorgungskasse nur durch kommunale und öffentlich-rechtliche Trägerschaften abgesicherte Unternehmen ihre Arbeitnehmer versichern können, ist ein Ausfallrisiko bezüglich der Leistungen gegenüber den Versicherten als sehr gering einzuschätzen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(10) Umsatzerlöse

01.01. - 31.12.2023
in T€
01.01. - 31.12.2022
in T€
Umsatzerlöse (Kerngeschäft) 3.595 11.822
Sonstige Umsätze 856 473
Umsatzerlöse 4.451 12.295

Die Umsatzerlöse aus dem Kerngeschäft in Höhe von 3.595 T€ resultieren aus der Arbeitnehmerüberlassung 3.282 T€ (i. Vj. 11.822 T€) sowie der Vermietung des ehemaligen ZWM-Betriebshofs 313 T€ (i. Vj. 0 T€) und der Trasse an die rnv. Das Trassenentgelt ist wie im Vorjahr vollständig auf 1 € abgesenkt.

Unter den sonstigen Umsätzen werden Mieterträge (432 T€; i. Vj. 473 T€) und Erlöse aus sog. Rucksackkosten (424 T€; i. Vj. 0 T€) ausgewiesen. Bei den Erlösen aus Rucksackkosten handelt es sich um den Anteil der Erlöse aus der Überlassung der per 01.01.2023 auf die MV übergegangenen ZWM-Mitarbeiter an die rnv, der den rnv-Haustarif übersteigt.

(11) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in Höhe von 2.057 T€ (i. Vj. 2.522 T€) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Davon entfallen 2.017 T€ (i. Vj. 2.017 T€) auf die anteilige Auflösung der Rückstellung für Rückbauverpflichtungen.

Darüber hinaus sind in dem Posten im Wesentlichen Erträge aus Zuschüssen für das Oberbauprogramm und das Programm höhengleiche Kreuzungen in Höhe von 1.331 T€ (i. Vj. 1.305 T€) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge in Höhe von 2.068 T€ (i. Vj. 2.523 T€). Diese betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (2.057 T€; i. Vj. 2.522 T€) sowie Buchgewinne aus Anlagenabgängen (11 T€; i. Vj. 1 T€).

(12) Materialaufwand

01.01. - 31.12.2023
in T€
01.01. - 31.12.2022
in T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0 -15
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.271 2.207
Materialaufwand 2.271 2.192

In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind Skontoerlöse in Höhe von 14 T€ (i. Vj. 27 T€) enthalten.

(13) Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt 370 Arbeitnehmer (i. Vj. 387) bei der MV beschäftigt. Hiervon waren 146 (i. Vj. 150) kaufmännische Angestellte, 110 (i. Vj. 102) gewerbliche Angestellte und 114 (i. Vj. 135) Fahrer.

01.01. - 31.12.2023
in T€
01.01. - 31.12.2022
in T€
Löhne und Gehälter 22.333 21.704
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.853 7.754
(davon für Altersversorgung) (2.435) (2.341)
Personalaufwand 30.186 29.458

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

01.01. - 31.12.2023
in T€
01.01. - 31.12.2022
in T€
Dienstleistungsverträge 1.041 1.050
Öffentlichkeitsarbeit 148 0
Beiträge, Gebühren und Versicherungen 96 88
Jahresabschlusskosten 53 47
Rechts- und Beratungskosten 28 79
Buchverluste aus Anlagenabgängen 2 123
Übriger Aufwand 131 123
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.499 1.510

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2 T€ (i. Vj. 123 T€) enthalten. Hierbei handelt es sich um Buchverluste aus Anlagenabgängen (2 T€; i. Vj. 123 T€).

(15) Finanzergebnis

01.01. - 31.12.2023
in T€
01.01. - 31.12.2022
in T€
Erträge aus Beteiligungen 47.878 34.670
(davon aus verbundenen Unternehmen) (47.878) (34.670)
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 488 528
Aufwendungen aus Verlustübernahme ZWM 0 243
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.595 8.167
(davon an verbundene Unternehmen) (10.369) (7.975)
(davon aus Rückstellungsaufzinsung) (164) (174)
(davon aus Rückstellungsaufzinsung Zeitwertkonten abzüglich Anlageerträge Treuhandvermögen) (1) (1)
Finanzergebnis 37.771 26.788

Aus dem Treuhandvermögen zur Absicherung der Versorgungsverpflichtungen aus Zeitwertguthaben ergaben sich laufende Anlageerträge in Höhe von 6 T€ (i. Vj. 4 T€), die dem Treuhandvermögen gutgeschrieben wurden. Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Zeitwertkonten in Höhe von 5 T€ (i. Vj. 5 T€) wurden gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Anlageerträgen aus dem Treuhandvermögen verrechnet.

(16) Sonstige Steuern

Dieser Posten beinhaltet Grundsteuer in Höhe von 108 T€ (i. Vj. 81 T€) sowie periodenfremden Umsatzsteueraufwand in Höhe von 1 T€ (i. Vj. 0 T€).

Ergänzende Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Vergütungen für den Aufsichtsrat 22 T€ (i. Vj. 19 T€). Die Bezüge der Geschäftsführung beliefen sich auf 113 T€ (i. Vj. 110 T€).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung sind insgesamt 1.982 T€ (i. Vj. 2.019 T€) zurückgestellt, an Pensionen für besagten Personenkreis sind im Geschäftsjahr 103 T€ (i. Vj. 100 T€) gezahlt worden.

Mit der MKB besteht unverändert ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Der bestehende Ergebnisabführungsvertrag wurde aufgrund der Neufassung des § 17 Satz 2 Nr. 2 KStG mit einer Änderungsvereinbarung im Jahr 2014 an die neuen gesetzlichen Vorgaben angepasst.

Angaben gemäß § 285 Nr. 14 und 14a HGB

Der Jahresabschluss der MV wird in den Konzernabschluss der MKB, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Die MKB ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB Nr. 1742 eingetragen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die MV ist daher gemäß § 291 Abs. 2 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit.

Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Die Angaben zu dem vom Abschlussprüfer berechneten Gesamthonorar werden im Konzernabschluss der MKB angegeben.

Nachtragsbericht

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung hält die Krise in der Ukraine weiter an. Da keinerlei geschäftliche Beziehungen mit den Konfliktparteien bestehen, hat der Konflikt keinen unmittelbaren Einfluss auf den Jahresabschluss 2023. Die globalen ökonomischen und politischen Folgen sind nur schwer abschätzbar. Mittelbar wird die rnv voraussichtlich von weiter steigenden Energiepreisen (insbesondere Diesel und Strom) betroffen sein, die über die Absenkung der Entgelte für Arbeitnehmerüberlassung und Trasse auch das Ergebnis der MV belasten.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Andreas Fuchs Christopher Probst
Straßenbahnfahrer der rnv Geschäftsführer, der g1 Albstadt Betriebsführungs GmbH, Albstadt
Stephan Fuhrmann (bis 31. Dezember 2023) Dr. Birgit Reinemund
Betriebsratsvorsitzender der rnv Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der MV Freiberufliche Tierärztin
Deniz Gedik (bis 14. März 2023) Bernd Siegholt
Student Katastrophenschutz-Fachlehrer, SCARRA e.V. Mannheim
Reinhold Götz Christian Specht
Rentner Oberbürgermeister der Stadt Mannheim Vorsitzender des Aufsichtsrats der MV
Christine Grimm Dennis Ulas
Freigestellte Betriebsrätin der rnv Verkehrsplaner, Mannheim
Patrick Haermeyer (bis 25. April 2023) Meiko Weigang
Büroleiter Abgeordnetenbüro Mannheim von MdEP Michael Bloss Betriebshofmanager der rnv
Thomas Hornung Nina Wellenreuther (ab 14. März 2023)
Referent, Mannheim Studentin
Stefan Höß Heinrich Wohlfart
Betriebswirt, Mannheim Freigestellter Betriebsrat der rnv
Matthias Pitz (ab 16. Mai 2023)
Hausmann, Mannheim

Geschäftsführung

Marcus Geithe,

Rechtsanwalt

 

Mannheim, den 19. April 2024

Geschäftsführung

Marcus Geithe

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Bruttowerte 01.01.2023
in T€
Investitionen Zugänge
in T€
Abgänge
in T€
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.444 0 0
Umbuchungen
in T€
Zuschüsse Zugänge
in T€
Zuschüsse Abgänge
in T€
Zuschüsse Umbuchungen
in T€
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 0 0
kumulierte Abschreibungen
Bruttowerte 31.12.2023
in T€
Abschrei -bungen 01.01.2023
in T€
Abschrei -bungen des Geschäftsjahres
in T€
Abgänge
in T€
Umbuchungen
in T€
Abschreibungen 31.12.2023
in T€
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.444 2.429 3 0 0 2.432
Buchwerte
Nettowerte 31.12.2023
in T€
Nettowerte 31.12.2022
in T€
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 13 16
Bruttowerte 01.01.2023
in T€
Investitionen Zugänge
in T€
Abgänge
in T€
Umbuchungen
in T€
Zuschüsse Zugänge
in T€
Grundstücke u. Bauten (einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken) 39.923 8.221 -32 121 -1.981
Bahnkörper und Bauten des Schienenweges 43.390 104 0 0 0
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 332.071 23.395 -6 18.612 -49.639
Fahrzeuge für Personenverkehr 102.578 0 0 0 0
Technische Anlagen und Maschinen 33.198 1.337 -116 300 -39
Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 4.779 0 -1 1 0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33.848 7.539 0 -19.034 0
Summe 589.787 40.596 -155 0 -51.659
Gesamt immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 592.231 40.596 -155 0 -51.659
Zuschüsse Abgänge
in T€
Zuschüsse Umbuchungen
in T€
Bruttowerte 31.12.2023
in T€
Abschreibungen 01.01.2023
in T€
Abschreibungen des Geschäftsjahres
in T€
Abgänge
in T€
Grundstücke u. Bauten (einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken) 0 0 46.252 18.942 515 -32
Bahnkörper und Bauten des Schienenweges 0 0 43.494 8.103 504 0
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 5.999 0 330.432 182.687 12.113 -6
Fahrzeuge für Personenverkehr 0 0 102.578 82.350 3.308 0
Technische Anlagen und Maschinen 0 0 34.680 23.720 1.042 -114
Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 0 0 4.779 4.499 22 0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 22.353 0 0 0
Summe 5.999 0 584.568 320.301 17.504 -152
Gesamt immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 5.999 0 587.012 322.730 17.507 -152
Umbuchungen
in T€
Abschreibungen 31.12.2023
in T€
Nettowerte 31.12.2023
in T€
Nettowerte 31.12.2022
in T€
Grundstücke u. Bauten (einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken) 0 19.425 26.827 20.981
Bahnkörper und Bauten des Schienenweges 0 8.607 34.887 35.287
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 0 194.794 135.638 149.384
Fahrzeuge für Personenverkehr 0 85.658 16.920 20.228
Technische Anlagen und Maschinen 0 24.648 10.032 9.478
Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 0 4.521 258 280
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 22.353 33.848
Summe 0 337.653 246.915 269.486
Gesamt immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 0 340.084 246.928 269.502
Bruttowerte 01.01.2023
in T€
Investitionen Zugänge
in T€
Abgänge
in T€
Umbuchungen
in T€
Zuschüsse Zugänge
in T€
Zuschüsse Abgänge
in T€
Anteile an verbundenen Unternehmen 518.027 0 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 16.766 0 -1.323 0 0 0
Summe 534.793 0 -1.323 0 0 0
Gesamt Anlagen 1.127.024 40.596 -1.478 0 -51.659 5.999
Zuschüsse Umbuchungen
in T€
Bruttowerte 31.12.2023
in T€
Abschrei -bungen 01.01.2023
in T€
Abschrei -bungen des Geschäftsjahres
in T€
Abgänge
in T€
Umbuchungen
in T€
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 518.027 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 15.443 0 0 0 0
Summe 0 533.470 0 0 0 0
Gesamt Anlagen 0 1.120.482 322.730 17.507 -152 0
Abschreibungen 31.12.2023
in T€
Nettowerte 31.12.2023
in T€
Nettowerte 31.12.2022
in T€
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 518.027 518.027
Sonstige Ausleihungen 0 15.443 16.766
Summe 0 533.470 534.793
Gesamt Anlagen 340.084 780.398 804.295
Anteilsliste von MV Mannheimer Verkehr zum 31.12.2023 Stadt Land Kapitalanteil in % 1
1. Unmittelbare Beteiligung an verbundenen Unternehmen
MVV Energie AG, Mannheim 50,10
2. Mittelbare Beteiligungen an verbundenen Unternehmen (bei MVV Energie AG voll konsolidierte Tochterunternehmen)
a. National
beegy GmbH Schwalbach am Taunus Deutschland 100,00
BEG Gernsbacher Höhe UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG Mainz Deutschland 0,00
BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH Mühlhausen Deutschland 100,00
Biokraft Naturbrennstoffe GmbH Offenbach am Main Deutschland 100,00
Cerventus Naturenergie GmbH Offenbach am Main Deutschland 50,00
Cerventus Naturenergie Verwaltungs GmbH Offenbach am Main Deutschland 100,00
Consortium Solar Power Systems Single Member S.A. Athen Griechenland 100,00
Dabit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG Mainz Deutschland 94,00
DC-Datacenter-Assets GmbH (vormals MVV Energiedienstleistungen Alpha zwei GmbH) Mannheim Deutschland 100,00
DC-Datacenter-Group GmbH Wallmenroth Deutschland 100,00
DecarTec GmbH (vormals: Philipp Rass Energy GmbH) Trier Deutschland 100,00
econ solutions GmbH München (Sitz Mannheim) Deutschland 100,00
En/Da/Net GmbH Erfurt Deutschland 100,00
Energienetze Offenbach GmbH Offenbach am Main Deutschland 100,00
Energieversorgung Dietzenbach GmbH Dietzenbach Deutschland 50,00
Energieversorgung Offenbach Aktiengesellschaft Offenbach am Main Deutschland 48,42
eternegy GmbH Mannheim Deutschland 100,00
EVO Ressourcen GmbH Offenbach am Main Deutschland 100,00
Fernwärme Rhein-Neckar GmbH Mannheim Deutschland 100,00
Gasversorgung Offenbach GmbH Offenbach am Main Deutschland 74,90
Gesellschaft für Hochspannungsbau Offenbach mbH Offenbach am Main Deutschland 100,00
IGS Netze GmbH Gersthofen Deutschland 100,00
Infrastruktur Oberheimbach II GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 72,00
Infrastruktur Waldweiler GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 60,40
Infrastrukturgesellschaft Hungerberg GmbH & Co. KG Offenbach am Main Deutschland 100,00
Infrastrukturgesellschaft Veldenz GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 56,03
iwo Pellet Rhein - Main GmbH Offenbach am Main Deutschland 100,00
juwi Bestandsanlagen GmbH Wörrstadt Deutschland 100,00
JUWI GmbH Wörrstadt Deutschland 100,00
JUWI UW GmbH Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 135 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 75,45
juwi Wind Germany 162 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 80,00
juwi Wind Germany 180 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 44,80
juwi Wind Germany 221 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 223 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 230 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 247 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany Verwaltungs GmbH Wörrstadt Deutschland 100,00
Köthen Energie GmbH Köthen (Anhalt) Deutschland 100,00
MVV Alpha drei GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Alpha eins GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Alpha fünfzehn GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Biogas GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Biomethan GmbH Mannheim (Sitz Wanzleben-Börde) Deutschland 100,00
MVV Enamic GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Enamic Korbach GmbH Korbach Deutschland 100,00
MVV Enamic Ludwigshafen GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Enamic Naturenergie GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV EnergySolutions GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Grüne Wärme GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV ImmoSolutions GmbH Berlin (Sitz Mannheim) Deutschland 100,00
MVV Industriepark Gersthofen GmbH Gersthofen Deutschland 100,00
MVV Netze GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV RHE GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Trading GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Umwelt Asset GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Umwelt GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Umwelt Ressourcen GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Windenergie GmbH Mannheim Deutschland 100,00
Netzgesellschaft Köthen mbH Köthen (Anhalt) Deutschland 100,00
New Breeze GmbH Wörrstadt Deutschland 100,00
Soluvia Energy Services GmbH Offenbach am Main Deutschland 100,00
Soluvia IT-Services GmbH Kiel Deutschland 100,00
Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft Kiel Deutschland 51,00
SWKiel Netz GmbH Kiel Deutschland 100,00
SWKiel Speicher GmbH Kiel Deutschland 100,00
Umspannwerk Kirchberg 2 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 51,60
Windpark Albisheim GmbH & Co. KG Offenbach am Main Deutschland 100,00
Windpark Dirlammen GmbH & Co. KG Offenbach am Main Deutschland 100,00
Windpark Hungerberg I GmbH & Co. KG Offenbach am Main Deutschland 100,00
Windpark Hungerberg II GmbH & Co. KG Offenbach am Main Deutschland 100,00
Windpark Kirchberg GmbH & Co. KG Offenbach am Main Deutschland 100,00
b. International
AVANTAG Energy S.à.r.l. Wecker Luxemburg 100,00
Cactus Garden Solar LLC Delaware USA 100,00
Corsoleil EURL i.L. Saint Florent Frankreich 100,00
Electaparc S.A. Montevideo Uruguay 100,00
GEMdev S.r.l. Mailand Italien 70,00
JSI 01 Srl Mailand Italien 100,00
JSI Construction Group LLC Delaware USA 100,00
JSI Equipment Purchasing Inc. Delaware USA 100,00
JSI Equipment Solutions LLC Delaware USA 100,00
JSI Milford Realty Company LLC Delaware USA 100,00
JSI O&M Group LLC Delaware USA 100,00
juwi Energie Rinnovabili Srl Mailand Italien 100,00
juwi Energy Services (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 80,00
juwi Hellas Renewable Energy Sources Single Member S.A. Athen Griechenland 100,00
juwi Holding US LLC Delaware USA 100,00
juwi Inc. Delaware USA 100,00
juwi India Renewable Energies Private Limited Bengaluru Indien 100,00
juwi Philippines Inc. Pasay City Philippinen 99,99
juwi Renewable Energies (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
juwi Renewable Energies Limited London Großbritannien 100,00
juwi renewable energies Pvt. Ltd. Singapur Singapur 100,00
juwi Renewable Energies Thai Co., Ltd. Bangkok Thailand 74,40
juwi Renewable Energy Pty. Ltd. Brisbane Australien 100,00
juwi Singapore Projects Pvt. Ltd. Singapur Singapur 100,00
juwi Solar ZA Construction 1 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 80,00
juwi Solar ZA Construction 2 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 92,00
juwi Solar ZA Construction 3 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 80,00
juwi Solar ZA Construction 4 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 60,00
juwi Solar ZA O&M 1 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 49,00
juwi Solar ZA O&M 2 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
juwi Viet Nam Company Limited Hanoi Vietnam 100,00
juwi Wind LLC Delaware USA 100,00
MVV Environment Baldovie Energy Limited Dundee Großbritannien 100,00
MVV Environment Baldovie Limited Dundee Großbritannien 100,00
MVV Environment Baldovie Waste Limited Dundee Großbritannien 100,00
MVV Environment Devonport Limited Plymouth Großbritannien 100,00
MVV Environment Limited Plymouth Großbritannien 100,00
MVV Environment Ridham Limited Sittingbourne / Iwade Großbritannien 100,00
MVV Environment Services Limited Plymouth Großbritannien 100,00
Rocky Mountain Solar LLC Delaware USA 100,00
3. Sonstige mittelbare Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz der MVV Energie AG
a. National
Blue Village FRANKLIN Mobil GmbH Mannheim Deutschland 100,00
EVO Vertrieb GmbH Offenbach am Main Deutschland 100,00
JUWI Deutschland Verwaltungs GmbH (vormals: Windwärts Projektmanagement GmbH) Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Reinstedt Verwaltungs GmbH Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 126 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 127 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 128 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 200 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 204 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 218 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 220 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 224 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 225 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 226 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 228 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 232 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 70,00
juwi Wind Germany 234 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 235 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 236 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 237 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 238 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 239 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 242 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 243 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 244 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 245 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 246 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 248 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 249 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 250 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 251 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 252 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 253 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 254 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 255 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 256 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 257 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 258 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 259 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 260 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 261 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 262 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 263 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 264 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 265 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 266 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 267 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 268 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 269 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 270 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 271 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 272 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 273 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 274 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 275 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
juwi Wind Germany 276 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
luminatis Deutschland GmbH Landau in der Pfalz Deutschland 100,00
MVV Alpha zwei GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Insurance Services GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Regioplan GmbH Mannheim Deutschland 100,00
MVV Windpark Verwaltungs GmbH Mannheim Deutschland 100,00
PEJO Elektrotechnik GmbH Mannheim Deutschland 100,00
Windpark Hellenthal Wiesenhardt GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
Windwärts Betriebs- und Beteiligungsgesellschaft mbH Hannover Deutschland 100,00
b. International
Achab Wind Farm (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Adobe Creek Solar LLC Delaware USA 100,00
Alachua Solar LLC Delaware USA 100,00
Axial Basin Solar LLC Delaware USA 100,00
Baca Solar LLC Delaware USA 100,00
Belviworx (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Bench Solar LLC Delaware USA 100,00
Boxelder Creek Solar LLC Delaware USA 100,00
Cache Valley Solar LLC Delaware USA 100,00
Chapeno Solar LLC Delaware USA 100,00
Chino Valley Solar LLC Delaware USA 100,00
Coalbank Creek Solar LLC Delaware USA 100,00
Coyote Gulch Solar LLC Delaware USA 100,00
Coyote Spring Solar LLC Delaware USA 100,00
Crystal Springs Solar LLC Delaware USA 100,00
Delareyville Solar Farm (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Dolores Canyon Solar LLC Delaware USA 100,00
Dove Springs Solar LLC Delaware USA 100,00
Durbavert (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Fairforest Solar LLC Delaware USA 100,00
Hartebeest Wind Farm (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Highland Spring Solar LLC Delaware USA 100,00
Hotazel Solar Farm 1 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Hotazel Solar Farm 2 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Iron Spring Solar LLC Delaware USA 100,00
JSI Procurement Group LLC Delaware USA 100,00
JUWI Construction ZA Kapstadt Südafrika 100,00
juwi Devco Pty. Ltd. Brisbane Australien 100,00
juwi Development 01 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 04 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 06 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 07 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 09 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 10 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 11 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 14 Srl Verona Italien 100,00
juwi Development 15 Srl Verona Italien 100,00
juwi Development 16 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 17 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 18 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 19 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 20 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 21 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 22 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 23 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 24 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Development 25 Srl Mailand Italien 100,00
juwi Energy Services 2 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 80,00
juwi Solar ZA Construction 9 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 60,00
JWT Asset Co., Ltd. Bangkok Thailand 49,80
Kaip Wind Farm (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Kap Vley Wind Farm (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Kenhardt PV1 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Kenhardt PV2 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Kenhardt PV3 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Kiowa Solar LLC Delaware USA 100,00
Koppie Enkel Solar Farm (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Kronos Solar Farm 1 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Kronos Solar Farm 2 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Kronos Solar Farm 3 (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
La Garita Solar LLC Delaware USA 100,00
Marovax (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Moffat Solar LLC Delaware USA 100,00
Monarch Solar LLC Delaware USA 100,00
Moonstone Solar LLC Delaware USA 100,00
Muleshoe Solar LLC Delaware USA 100,00
Namies Wind Farm (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
North Platte Solar LLC Delaware USA 100,00
Oasis Wind Farm (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Ophir Canyon Solar I LLC Delaware USA 100,00
Ophir Canyon Solar II LLC Delaware USA 100,00
Ophir Canyon Solar LLC Delaware USA 100,00
Outeniqua Wind Farm (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Paradox Valley Solar LLC Delaware USA 100,00
Pronghorn Solar LLC Delaware USA 100,00
Rifle Gap Solar LLC Delaware USA 100,00
Saddle Mountain Solar LLC Delaware USA 100,00
San Carlos Solar LLC Delaware USA 100,00
Sierra Mojada Solar LLC Delaware USA 100,00
Sierra Vista Solar LLC Delaware USA 100,00
Silver Moon Solar LLC Delaware USA 100,00
Sky Prairie Solar LLC Delaware USA 100,00
Skyview Solar LLC Delaware USA 100,00
Snake River Solar LLC Delaware USA 100,00
South Hills Solar LLC Delaware USA 100,00
Thorn Ranch Solar LLC Delaware USA 100,00
Trifylli Iliaki Single Member S.A. Athen Griechenland 100,00
Vredendal Solar Farm (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Wildebeest Wind Farm (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
Williams Creek Solar LLC Delaware USA 100,00
Zingesele Wind Farm (Pty) Ltd. Kapstadt Südafrika 100,00
4. Mittelbare Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen der MVV Energie AG (at-Equity)
a. National
ABeG Abwasserbetriebsgesellschaft mbH Dietzenbach Deutschland 49,00
Allegro engineering GmbH Markranstädt-Thronitz Deutschland 30,00
AvanLog Solar GmbH Rosental (Sitz München) Deutschland 50,00
AVR BioGas GmbH Sinsheim Deutschland 41,50
BEEGY Operations GmbH i.L. Mannheim Deutschland 51,00
Biomasse Rhein-Main GmbH Flörsheim am Main Deutschland 33,33
Gemeinschaftskraftwerk Kiel Gesellschaft mit beschränkter Haftung Kiel Deutschland 50,00
GeoHardt GmbH Schwetzingen Deutschland 50,00
Grosskraftwerk Mannheim Aktiengesellschaft Mannheim Deutschland 28,00
Infrastruktur Donnersberg GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 22,91
Mainnetz GmbH Obertshausen Deutschland 25,10
Qivalo GmbH Mannheim Deutschland 42,50
ReNabi GmbH i.L. Mannheim Deutschland 51,00
sMArt City Mannheim GmbH Mannheim Deutschland 50,00
Solventus GmbH & CO. KG Kiel Deutschland 50,00
Solventus Verwaltungsgesellschaft mbH Kiel Deutschland 50,00
Stadtwerke Sinsheim Versorgungs GmbH & Co. KG Sinsheim Deutschland 30,00
Umspannwerk Donnersberg GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 22,91
Windpark Reinstedt Repowering GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 55,00
Windpark Worms Repowering GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 100,00
wärme.netz.werk Rhein-Neckar GmbH Heidelberg Deutschland 33,34
b. International
juwi Shizen Energy Inc. Tokio Japan 50,00
5. Mittelbare Beteiligungen an assoziierten Unternehmen der MVV Energie AG (at-Equity) - National
ESN EnergieSystemeNord GmbH Schwentinental Deutschland 25,00
Infrastrukturgesellschaft Erbes-Büdesheim GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 22,36
juwi Wind Germany 100 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 34,32
Naturenergie Main-Kinzig GmbH Gelnhausen Deutschland 50,00
Netzgesellschaft Edingen-Neckarhausen GmbH & Co. KG Edingen-Neckarhausen Deutschland 24,00
Phoenix Energie GmbH Hannover Deutschland 0,05
Stadtwerke Buchen GmbH & Co. KG Buchen-Odenwald Deutschland 25,10
Zweckverband Wasserversorgung Kurpfalz Mannheim (Sitz Heidelberg) Deutschland 51,00
b. International
juwi Shizen Energy Operation Inc. Tokio Japan 30,00
6. Sonstige mittelbare Beteiligungen der MVV Energie AG
- National
8KU GmbH Berlin Deutschland 12,50
juwi Wind Germany 129 GmbH & Co. KG Wörrstadt Deutschland 16,00
Klimaschutzagentur Mannheim gemeinnützige GmbH Mannheim Deutschland 40,00
Main-Kinzig-Entsorgungs- und Verwertungs GmbH Gelnhausen Deutschland 49,00
Management Stadtwerke Buchen GmbH Buchen-Odenwald Deutschland 25,20
RIO Holzenergie GmbH & Co. Langelsheim KG Wörrstadt Deutschland 37,55
Stadtmarketing Mannheim GmbH Mannheim Deutschland 3,09
Stadtwerke Langen Gesellschaft mit beschränkter Haftung Langen Deutschland 10,00
Stadtwerke Schwetzingen GmbH & Co. KG Schwetzingen Deutschland 10,00
Stadtwerke Schwetzingen Verwaltungsgesellschaft mbH Schwetzingen Deutschland 10,00
Stadtwerke Sinsheim Verwaltungs GmbH Sinsheim Deutschland 30,00
Stadtwerke Walldorf GmbH & Co. KG Walldorf Deutschland 25,10
Stadtwerke Walldorf Verwaltungs GmbH Walldorf Deutschland 25,10
SWT Regionale Erneuerbare Energien GmbH Trier Deutschland 51,00
Wasserversorgungsverband Neckargruppe Edingen-Neckarhausen Deutschland 25,00
WiWi Windkraft GmbH & Co. Westpfalz KG i.L. Wörrstadt Deutschland 5,32
WVE Wasserversorgungs- und -entsorgungsgesellschaft Schriesheim mbH Schriesheim Deutschland 24,50

1 Kapitalanteil am 30.9.2023 gemäß § 16 Abs. 4 AktG; Eigenkapital und Jahresergebnis nach HGB bzw. lokalen Vorschriften

2 Mehrheit der Stimmrechte

3 Keine Stimmrechtsmehrheit

4 Ergebnisabführungs-/Betriebsergebnisabführungsvertrag

5a Beherrschender Einfluss - Komplementär-GmbH übt Geschäftsführung aus

5b Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Regelungen

6 Maßgeblicher Einfluss aufgrund Gesellschaftsvertrag

7 Zugang im Geschäftsjahr

8 Werte sind im konsolidierten Teilkonzernabschluss enthalten

9 Es liegen keine Angaben vor

10 Rumpfgeschäftsjahresabschluss

11 Vorläufige Zahlen

12 Bürgerenergiegesellschaft im Konzern

13 Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MV Mannheimer Verkehr GmbH, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MV Mannheimer Verkehr GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MV Mannheimer Verkehr GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 19. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andrea Ehrenmann, Wirtschaftsprüferin

Thomas Büchler, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Über alle wichtigen Ereignisse im Unternehmen wurden wir von der Geschäftsführung regelmäßig, zeitnah und umfassend informiert. Ebenso wurden wir in sämtliche für die Entwicklung des Unternehmens bedeutende Entscheidungen eingebunden. Wir haben die Geschäftsführung im Berichtsjahr entsprechend dem Gesellschaftsvertrag überwacht und beratend begleitet.

Die Geschäftsführung informierte uns regelmäßig über Geschäftslage und -entwicklung der MV - Mannheimer Verkehr GmbH und die Entwicklung der Finanzlage. Ebenso erhielten wir Kenntnis über die Risikolage sowie über die Finanz-, Investitions- und Personalplanung wie auch die strategische Planung. Darüber hinaus haben wir die Wirtschaftsplanung für die MV - Mannheimer Verkehr GmbH für das Geschäftsjahr 2024 und die nähere Zukunft eingehend behandelt. Neben den Präsentationen und Unterlagen der Sitzungen gingen uns mündliche und schriftliche Berichte über bedeutende Vorgänge und notwendige Beschlüsse zu. Wir haben in jedem Quartal den Bericht zur aktuellen Geschäftsentwicklung erhalten, so dass wir zu jeder Zeit umfassend informiert waren.

Bei zustimmungspflichtigen Entscheidungen und Maßnahmen haben die Mitglieder des Aufsichtsrats die Beschlussvorlagen geprüft und Entscheidungen getroffen. Im Berichtszeitraum fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt.

Schwerpunktthemen der Beratungen

Beratungsschwerpunkte in den Aufsichtsratssitzungen waren der Jahresabschluss und der Lagebericht der MV - Mannheimer Verkehr GmbH für das Geschäftsjahr 2022, die Planungsprämissen für das Wirtschaftsjahr 2024 und die Mehrjahresplanung der nachfolgenden Jahre. Die Auswirkungen des Deutschlandtickets wurden ebenfalls umfassend in ihren kurzfristigen und langfristigen Folgen erörtert, und die Notwendigkeit der Unterstützung von Bund und Ländern sowie mittelfristig des kommunalen Haushalts dargestellt.

Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit der Entsprechenserklärung zur Einhaltung des Mannheimer Corporate Governance Kodex im Geschäftsjahr 2022, mit einem Werkstattbericht zur mittelfristigen Entwicklung und Finanzierung des ÖPNV. Darüber hinaus wurde der Kauf des Erbbaurechts des Grundstücks des ehemaligen Fleischversorgungszentrums, Schlachthofstraße 19, 68165 Mannheim als weiterer Schritt zur Umsetzung des Standortkonzept zur Entflechtung von Bus und Schiene behandelt.

In allen Aufsichtsratssitzungen hat die Geschäftsführung jeweils in ihrem Bericht Informationen zu aktuellen Themen zusammengestellt. Schwerpunkt waren hierbei insbesondere die laufenden und geplanten Bauvorhaben, sowie die aktuellen Geschäftsentwicklungen. Der Aufsichtsrat wurde über den Vollzug des Asset Deals als strategisches Element im Standortkonzept zur Bereinigung der Eigentumsverhältnisse in der Möhlstraße sowie über die Verschlankung der rnv-Beteiligungsstruktur durch die in 2024 anstehende Verschmelzung der ZWM auf die rnv informiert. Zudem wurde über den Stabilisierungsfahrplan zur Wiederherstellung eines zuverlässigen Fahrplans für die Fahrgäste und zum Abbau von Belastungen für das rnv-Personal berichtet.

Billigung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023 und der Lagebericht der MV - Mannheimer Verkehr GmbH wurden nach den handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) für große Kapitalgesellschaften und dem GmbHG aufgestellt. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der MV - Mannheimer Verkehr GmbH geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der MV - Mannheimer Verkehr GmbH wurden uns rechtzeitig vor den Aufsichtsratssitzungen vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat diese Unterlagen geprüft und im Beisein der Wirtschaftsprüfer umfassend erörtert. Aufgrund unserer eigenen Prüfung erheben wir keine Einwände und schließen uns den Prüfungsergebnissen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC an. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss 2023 und den Lagebericht in seiner Sitzung am 03. Juli 2024 und empfiehlt der Gesellschafterversammlung, diesen festzustellen.

Im Namen des Aufsichtsrats danke ich der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das persönliche Engagement und die erfolgreiche geleistete Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Mannheim im Juli 2024

Christian Specht, Aufsichtsratsvorsitzender

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 03.07.2024 festgestellt.

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