RAVE Aerospace GmbH
Friedrichshafener Straße 410, 82205 Gilching, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Ostenrieder seit 19.2.2026 | Geschäftsführer |
Jeremie Zajtmann seit 4.5.2021 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Rave Aerospace, Inc. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Safran Passenger Innovations Germany GmbHWeßling-OberpfaffenhofenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Safran Passenger Innovations Germany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Safran Passenger Innovations Germany GmbH, Weßling-Oberpfaffenhofen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Safran Passenger Innovations Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 3. September 2024 EY
GmbH & Co. KG
Collie, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023
Anhang1. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. In den Vorjahren wurden Kosten, die im Zusammenhang mit noch nicht abgerechneten Fördermitteln standen, als unfertige Leistungen aktiviert. Mit Wirkung ab 1. Januar 2023 werden diese Kosten als Aufwendungen der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Die Korrektur des Vorjahres erfolgt im vorliegenden Jahresabschluss in laufender Rechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die im Vorjahr unter den unfertigen Erzeugnissen bzw. unfertigen Leistungen ausgewiesenen aktivierten Kosten in Höhe von TEUR 495 haben aufgrund der Aufwandserfassung im Berichtsjahr das Ergebnis negativ beeinflusst. In den Vorjahren wurden die Erträge aus europäischen und nationalen Förderprojekten als Umsatzerlöse ausgewiesen. Da hinsichtlich der Fördermittel kein Leistungsaustausch mit dem Fördermittelgeber vorliegt, werden diese Erträge ab dem Geschäftsjahr 2023 in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen (TEUR 1.307). Der Vorjahresbetrag (TEUR 1.281) wurde zu Vergleichszwecken von den Umsatzerlösen in die sonstigen betrieblichen Erträge umgegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. Registerinformationen Sitz die Safran Passenger Innovations Germany GmbH in Weßling-Oberpfaffenhofen beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 141647 eingetragen. Nach § 2 der Satzung ist der Zweck der Gesellschaft die Vermittlung von Beratung, Auftragsforschung, System-integration und Systembetrieb für Kommunikationsnetze mit Schwerpunkt Satelliten-kommunikation und verwandter Gebiete. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entsprechenden Änderungen sind auf der Vorseite erläutert. Die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten abzüglich handelsrechtlich zulässiger linearer Abschreibungen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern für die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen stellen sich wie folgt dar: erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zwischen drei und fünf Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung unterliegen einer voraussichtlichen Nutzungsdauer im Wesentlichen zwischen einem und sieben Jahren. Abweichend davon werden Vermögensgegenstände mit einem Wert bis zu EUR 1.000,00 sofort abgeschrieben sowie im Anlagespiegel ein Abgang unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Bestände an Handelswaren werden mit ihren Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet. Geleistete Anzahlungen setzt die Gesellschaft zu Nominalbeträgen an. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen durchgeführt. Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden die im Geschäftsjahr geleisteten Zahlungen abgegrenzt, soweit sie auf das Folgejahr entfallen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und die nach Fälligkeitszeitpunkt bzw. Höhe ungewissen Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftigen Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden, sofern vorhanden, mit dem entsprechenden Marktzinssatz (gemäß Angabe der Deutschen Bundesbank) abgezinst. Kurzfristige Rückstellungen werden nicht abgezinst. Die Abgrenzung latenter Steuern nach § 274 HGB beruht auf temporären und quasi-permanenten Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz. Ergibt sich bei Gesamtdifferenzbetrachtung ein Aktivüberhang aktiver latenter Steuern, wird dieser unter Inanspruchnahme von § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht gebildet. Steuerliche Verlustvorträge sowie Zinsvorträge bleiben unberücksichtigt, sofern auf Grundlage des Vorsichtsprinzips deren Realisierung fraglich ist. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke aus Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. 2. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr TEUR 3) umfasst EDV-Software und Lizenzen. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen und kleinere Ersatzbeschaffungen zurückzuführen. Das Sachanlagevermögen enthält mit TEUR 2.092 (Vorjahr TEUR 1.699) im Wesentlichen fertige als auch im Bau befindliche sogenannte Testracks, die zur Simulation von Neuentwicklungen in einer Echtumgebung dienen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr TEUR 151) weisen wie im Vorjahr eine Fälligkeit von unter einem Jahr auf. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 8.912 (Vorjahr TEUR 9.268). Diese betreffen mit TEUR 1.019 (Vorjahr TEUR 1.853) solche aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie Forderungen aus Cashpooling (TEUR 7.893; Vj. TEUR 7.415). Diese weisen ebenfalls wie im Vorjahr eine Fälligkeit von unter einem Jahr auf. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit TEUR 7.893 (Vorjahr TEUR 7.415) Forderungen gegen die Gesellschafterin enthalten. Mit der Konzernmuttergesellschaft besteht ein sogenanntes Cash Concentrating Agreement vom 13. Oktober 2013, welches mit dem Treasury Agreement vom 12. Juli 2018 unter Einbezug von Safran S.A., Paris, Frankreich, erweitert wurde. Demzufolge findet die Finanzierung (in Euro oder USD) über die Konzernmuttergesellschaft statt und Mehr- oder Minderbeträge werden durch kurzfristige Intercompany Kredite ("Loan") zur Verfügung gestellt. Es erfolgt eine marktübliche Verzinsung. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 174 (Vorjahr TEUR 66). Diese weisen wie im Vorjahr eine Fälligkeit von unter einem Jahr auf. Sie enthalten u. a. Umsatzsteuerforderungen und Darlehen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktive Rechnungsabgrenzung beläuft sich auf TEUR 14 (Vorjahr TEUR 73) und steht überwiegend für vorausbezahlte Versicherungsbeiträge sowie Zahlungen für Wartung und Software-Support in den kommenden Monaten. Eigenkapital Das Eigenkapital der Safran Passenger Innovation Germany GmbH (SPI-DE) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 9.333 (Vorjahr TEUR 9.841), was bei einer Bilanzsumme von TEUR 11.393 (Vorjahr TEUR 11.266) einer Eigenkapitalquote von rund 82 Prozent entspricht. Das Stammkapital beläuft sich auf TEUR 25 (Vorjahr TEUR 25). Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 1.384 (Vorjahr TEUR 1.082). Hierin sind zum Stichtag Rückstellungen für Personalverpflichtungen enthalten, die sich auf TEUR 735 belaufen (Vorjahr TEUR 580). Für ausstehende Rechnungen besteht eine Rückstellung in Höhe von TEUR 583 (Vorjahr TEUR 433). Darüber hinaus sind sonstige Rückstellungen in Höhe TEUR 66 (Vorjahr TEUR 69) angesetzt. Diese umfassen größtenteils Unterstützungsleistungen für Jahresabschluss, Prüfungskosten sowie Archivierungskosten. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Gesellschaft weist Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 129 aus (Vorjahr TEUR 89). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen wie im Vorjahr nicht. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 394 (Vorjahr TEUR 147) enthalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten (Lohn- und Kirchensteuer) in Höhe von TEUR 128 (Vorjahr TEUR 102) sowie Verbindlichkeiten zur sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr TEUR 45). Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 1. September 2017 mit der Safran Passenger Innovations, LLC Brea, Kalifornien, USA (kurz: SPI-US) ein Royalty Agreement abgeschlossen. Dieses wurde durch ein Amendment vom 1. Dezember 2019 mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2019 erweitert. Im Berichtsjahr flossen ihr aus diesem Agreement TEUR 11.849 (Vorjahr TEUR 8.785) Erlöse zu. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 1.615 (Vorjahr TEUR 1.414). Sie enthalten im Wesentlichen Erträge aus Fördermitteln TEUR 1.307 (Vorjahr TEUR 1.281), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 103 (Vorjahr TEUR 0), periodenfremde Erträge aus abgeschriebenen Forderungen TEUR 85 (Vorjahr TEUR 0) und aus der Fremdwährungsumrechnung TEUR 57 (Vorjahr TEUR 70). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 2.239 (Vorjahr TEUR 1.410). Im Berichtsjahr beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine periodenfremde Korrektur der unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 494, siehe oben. Ferner sind im Wesentlichen Raumkosten in Höhe von TEUR 475 (Vorjahr TEUR 417), verrechnete IT Kosten von TEUR 230 (Vorjahr TEUR 239) durch die SPI-US, Fahrzeugkosten von TEUR 76 (Vorjahr TEUR 67), Kosten für die Buchführung und Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr TEUR 195), Fremdleistungen von TEUR 65 (Vorjahr TEUR 37), Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung über TEUR 12 (Vorjahr TEUR 58), Werbe- und Reisekosten von TEUR 317 (Vorjahr TEUR 190) sowie Fortbildungskosten von TEUR 57 (Vorjahr TEUR 51), enthalten. 4. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen der Gesellschaft im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB bestehen insgesamt in Höhe von TEUR 453 (Vorjahr TEUR 403). Es bestehen finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten aus Miet-, Wartungs-, Dienstleistungs- und Leasingverträgen. Die daraus resultierenden Mindestzahlungen stellen sich wie folgt dar:
Die Vorteile des Abschlusses solcher Verträge gegenüber dem Kauf der betreffenden Vermögensgegenstände sind die Bilanzneutralität und die gewonnene Flexibilität. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung. Wesentliche Risiken sind nicht ersichtlich. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Verbundunternehmen bestehen nicht. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden nur Geschäfte zu marktüblichen Konditionen vereinbart. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 73 Mitarbeiter (Vorjahr 63 Mitarbeiter). Es handelt sich dabei um Angestellte. Geschäftsführung Die Geschäftsführung bestand im Berichtsjahr aus:
Die Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung unterbleibt aufgrund § 286 Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft verfügt über keinen Aufsichtsrat. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr eine 100 % Tochtergesellschaft der Galli Participations S.A.S., Paris, Frankreich, welche wiederrum eine 100 % Tochter der Safran S.A., Paris, Frankreich, ist. Bei dem Unternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, handelt es sich um die Safran S.A., Paris, Frankreich. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Frankreich erhältlich. Es wurde ein Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 erstellt. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn für das Jahr 2023 in Höhe von TEUR 9.307 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Eine steuerliche Außenprüfung für die Jahre 2018 bis 2021 ist zwischenzeitlich abgeschlossen worden. Als Ergebnis ist ein niedriger 6-stelliger Betrag zu entrichten. Nach dem Abschlussstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB eingetreten.
Weßling-Oberpfaffenhofen, den 3. September 2024 Núria Riera Díaz Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr zum 31.12.2023
Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft Gesellschaftsrechtliche Struktur Die Safran Passenger Innovations Germany GmbH (SPI-DE) mit Sitz in Weßling-Oberpfaffenhofen gehört seit 2018 zum französischen Konzern Safran S.A., Paris, Frankreich. Zusammen mit der Schwesterfirma Safran Passenger Innovations LLC (SPI-US) mit Sitz im Brea (Kalifornien, USA) bildet die Gesellschaft die Business Unit "Safran Passenger Innovations" (SPI). Organisatorische Struktur Innerhalb des Konzerns ist die SPI-DE der SPI-US zugeordnet, da bei dieser Gesellschaft alle operativen Entscheidungsträger für die Business Unit ansässig sind. SPI besteht zum Bilanzstichtag aus 542 (Vorjahr: 441) Angestellten, 84,3% davon sind in den USA angestellt und 15,7 % in Deutschland. SPI-DE ist ein vom Luftfahrt Bundesamt (LBA) zugelassener Betrieb für Entwurf und Produktion von sogenannten "European Technical Standard Order" (ETSO) Artikeln 1. Die Gesellschaft ist somit ein zugelassener POA (Production Organisation Approval) Betrieb. Zudem hat die Gesellschaft von der EASA eine ADOA (Alternative Procedures to Design Organisation Approval) Zulassung. Mit dieser wird die für den Betrieb notwendige Organisationsstruktur, Konstruktionskompetenz und die erforderlichen Ressourcen nachgewiesen. Die SPI-DE hat ein aktives System im Bereich Qualitätsmanagement (QM), das nach der Norm EN 9100 zertifiziert ist, um sicherzustellen, dass ihre Geschäftsprozesse standardisiert sind und die Qualitäts- und Entwicklungsanforderung der Luftfahrt kontinuierlich überwacht und gesteuert werden können. Geschäftstätigkeit und Geschäftsmodell 73 % der Angestellten der SPI-DE sind Ingenieurinnen und Ingenieure im Bereich der Hardware- und Softwareentwicklung für Kommunikations- und Inflight Entertainment-Systeme für Flugzeuge. Das entspricht ca. 28,3 % der Ingenieurmannschaft der SPI. Kernbeitrag von SPI-DE in diesem Bereich ist die Entwicklung und Fertigung von drahtlosen, zellularen und satellitenbasierten Kommunikationsgeräten sowie zugehöriger Software und Systeme. Zwischen der Gesellschaft und ihrer Schwesterfirma SPI-US in Kalifornien besteht ein sogenanntes Royalty Agreement. Dieses Agreement sieht eine Beteiligung an den Umsatzerlösen der amerikanischen Gesellschaft vor, was das Haupteinkommen der Gesellschaft ist. Diese Beteiligung basiert auf dem Anteil der Ingenieurbeiträge von SPI-DE an der gesamten Geschäftseinheit SPI. Dazu zählen unter anderem die Software-Entwicklung von neuen Connectivity Merkmalen, das Testing von Software-Paketen an Fluggesellschaften, die Entwicklung von innovativen luftfahrtzugelassenen Kommunikationsgeräten, die Weiterführung von Softwareentwicklungen für die drahtlose Inflight Entertainment & Communication (IFEC) sowie die Durchführung von Forschungsaktivitäten im Bereich IFEC. Weitere Einnahmequelle wird zukünftig der Verkauf von Produkten, die in kleinen Serien produziert werden, sowie die Weiterentwicklung und Wartung von bereits verkauften Anlagen und Software-Lizenzen sein. Als High-Tech-Unternehmen investiert SPI-DE jährlich in Forschung und beteiligt sich an relevanten europäischen und deutschen Förderprogrammen. Siehe dazu separater Punkt "Forschung und Entwicklung". 2. Ziele und Strategien Allgemeines Das abgelaufene Jahr stand ganz im Zeichen der Entwicklung der oben genannten neuen Technologien, die am Markt viel Zuspruch finden. Wesentliche externe Faktoren, die das operative Geschäft beeinflusst haben, gab es nicht. Forschung und Entwicklung Die SPI-DE beteiligte sich mit Partnerunternehmen aus der Wirtschaft und Wissenschaft an verschiedenen Forschungsprojekten und Studien auf deutscher und europäischer Ebene mit dem Ziel, weiterhin an der Forschung von innovativen Kommunikationstechnologien und Systemen teilzunehmen sowie Know-how für zukünftige eigene Entwicklungen zu gewinnen, v. a. im Bereich 6G (sechste Generation der Mobilfunkkommunikation), IoT (Internet of Things) und Data Mining (systematische Anwendung statistischer Methoden auf große Datenbestände) insbesondere im Hinblick auf deren Anwendungen in der Luftfahrtindustrie. Die Beteiligung an diesen Forschungsprojekten generiert eine zusätzliche Einnahmequelle, da unter bestimmten Voraussetzungen Kosten der Forschung erstattet werden. 3. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung Der Markt für Kabinensysteme und der Bedarf an IFEC-Equipment entwickelt sich geplant positiv. Die allgemeine Lage in der Luftfahrtindustrie hat sich nach einer schwierigen Phase wieder erfreulich entwickelt. Durch unterschiedliche Ursachen ist die Beschaffung von Material und die Rekrutierung von Mitarbeitern nach wie vor schwierig. Dies kann weiterhin zu Lieferverzögerungen und Kosten-steigerungen führen. Zusätzliche Ungewissheit bringen die vielen Krisenherde in der Welt. Genannt seien hier stellvertretend die Situation in der Ukraine, im Nahen Osten und in China/Taiwan. Folgen waren oder können u. a. sein, dass Rohstoffe nicht in der notwendigen Menge verfügbar sind (z. B. Titanium, welches für den Flugzeugbau benötigt wird). Die Preissteigerungen in nahezu allen Bereichen - nicht nur für Energie - könnten dennoch mit Verzögerung zu einem abnehmenden Interesse an Flugreisen führen und damit weiterhin Druck auf den Markt ausüben. Der hohe Grad an Regulierung der Branche ist eine weitere Unsicherheit. Tendenziell ist hier eher mit negativen Entwicklungen zu rechnen. Andererseits wird der Bedarf für Connectivity an Bord von Flugzeugen steigen. Die Erwartung der Passagiere nach permanenter Verfügbarkeit (WLAN und Telefonie) ist nach wie vor deutlich steigend. Ein großer Anteil an neuen Flugzeugen wird deshalb direkt seitens der Hersteller mit entsprechenden Connectivity Systemen ausgerüstet. Daher sind wir optimistisch, dass mittel- und langfristig eine weiterhin hohe Nachfrage nach unseren Produkten und Entwicklungen bestehen wird und sich das IFEC-Geschäft positiv entwickelt. Die Auftragspipeline ist für die Gesellschaft sehr gut gefüllt und es gibt vielfältige zusätzliche Anforderungen von Flugzeugherstellern (z. B. Airbus). Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es Chancen und Risiken gibt. Kurzfristig bestehen Unsicherheiten bezüglich der globalen Krisenherde und der sich daraus ergebenden Risiken für Ressourcenbeschaffung, mittel- und langfristig überwiegen die Chancen mit neuen Entwicklungen und Erwartungen an die Konnektivität. Die Gesellschaft verwendet als finanzielle Leistungsindikatoren Umsatz, Kosten und EBIT. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 verlief positiv. Das Jahr wurde mit einem Jahresüberschuss von TEUR 19 (Vorjahr TEUR 528) abgeschlossen. Ausschlaggebend für den Rückgang des Jahresüberschusses trotz höherer Royalty-Einnahmen waren höhere Personalkosten bedingt durch eine höhere Anzahl an Mitarbeitern und ein höherer Aufwand an externen Spezialisten, um die Entwicklungen der Produkte planmäßig zu entwickeln. Außerdem wurde eine ergebniswirksame Korrektur von Leistungen, die im Zusammenhang mit noch nicht abgerechneten Fördermitteln standen, durchgeführt. Siehe hierzu auch den Anhang. Ertragslage Die SPI-DE weist im Berichtsjahr Umsatzerlöse von TEUR 12.107 (Vorjahr TEUR 9.350) aus, die größtenteils mit dem genannten Royalty Agreement zusammenhängen. Die Gesellschaft erzielt darüber hinaus Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware an die Schwestergesellschaft in den USA (SPI US). Darüber hinaus gibt es keine nennenswerten weiteren Umsätze. Eine weitere Einnahmequelle stellen die Beteiligungen an nationalen und europäischen Förderprogrammen dar. Hieraus wurden im Berichtsjahr Erlöse in Höhe von TEUR 1.307 (im Vorjahr TEUR 1.281) erzielt. Diese wurden aus den Umsatzerlösen in die sonstigen betrieblichen Erträge umgegliedert, siehe hierzu den Anhang. Neben den Forschungsleistungen der Gesellschaft besteht ein wesentliches weiteres Gut aus den Mitarbeitern. Ein Großteil der Angestellten besteht aus Ingenieurinnen und Ingenieuren, die weltweit rekrutiert werden. Demnach ist der Personalaufwand einer der wesentlichen Kostenfaktoren der Gesellschaft. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 2.239 (Vorjahr TEUR 1.410). Im Berichtsjahr beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine periodenfremde Korrektur der unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 494, siehe dazu auch den Anhang. Neben den Mietverpflichtungen am Standort in Weßling sind für die Höhe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen die IT-Kosten und Kosten für Abschluss und Prüfung ausschlaggebend. Da die Gesellschaft sowohl Umsatzerlöse als auch Materialaufwendungen in USD tätigt, sind im Berichtsjahr per Saldo TEUR 45 Währungsgewinne angefallen (Vorjahr TEUR 11 Währungsgewinn). Die vorgenannten Entwicklungen führten zu einem Gewinn vor Steuern, sonstigen Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von TEUR 602 (Vorjahr TEUR 1.210). Finanzlage Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag analog zum Vorjahr über keine liquiden Mittel. Die Finanzierung erfolgt zunächst aus den oben beschriebenen Erlösquellen. Des Weiteren besteht mit der Konzernmuttergesellschaft seit Oktober 2018 ein Cash Concentrating Agreement, welches zur Sicherstellung von Liquidität dient und Mehr- oder Mindersalden auf dem Bankkonto täglich glattstellt. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Vermögenslage Bei einer Bilanzsumme von TEUR 11.393 (im Vorjahr TEUR 11.266) wird die Vermögenslage auf der Aktivseite im Wesentlichen durch Umlaufvermögen bestimmt. Insbesondere die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 8.912 (im Vorjahr TEUR 9.268) und sind im Wesentlichen durch Forderungen gegen die Konzernmuttergesellschaft aus dem Cash Concentrating Agreement geprägt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind mit TEUR 170 (Vorjahr TEUR 150) zu nennen. Das Anlagevermögen trägt mit 18 % zur Bilanzsumme bei. Die Passivseite wird dominiert vom Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 9.288 (Vorjahr TEUR 9.288). Zusammen mit dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 19 ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEUR 9.333 (Vorjahr TEUR 9.841). Die Eigenkapitalquote beträgt 82 % (Vorjahr 87 %). Die Gesellschaft hat eine stabile Vermögens- Finanz- und Ertragslage, die hauptsächlich durch Royalty Umsätze und wenige weitere Umstände - wie bereits weiter oben erwähnt - bestimmt und finanziert wird. 4. Personal und Soziales Entwicklung und Struktur In der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2023 85 (Vorjahr 70) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 62 (Vorjahr: 48) davon waren als Ingenieurinnen oder Ingenieure tätig. Per 31.12.2023 waren bei der Gesellschaft 3 Mitarbeiter mit Minijobs, 1 Student und 1 Auszubildender und angestellt. Ausblick Am Ende des Geschäftsjahrs waren bei der Gesellschaft 15 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr angestellt. Durch die erfreuliche Auftragslage plant die Gesellschaft einen weiteren Personalaufbau vor allem im technischen Bereich und der Softwareentwicklung. Aufgrund dieser Planung wird ferner erwogen, neue Räumlichkeiten in der Nähe des aktuellen Standortes zu beziehen. 5. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagement Als zertifiziertes EN 9100 Unternehmen verfügt die SPI-DE über ein etabliertes Risikomanagementsystem (RMS). Die Risiken und Chancen werden unternehmensintern dokumentiert und zur Erfassung im System an den QMR (Qualitätsmanagement Repräsentative) gemeldet. Die Risiken und Chancen werden auf zwei Ebenen ausgearbeitet: (1) auf Unternehmensebene, wobei die Verantwortung bei der Geschäftsführung liegt und (2) auf Prozessebene, wobei die Verantwortung bei den verschiedenen Prozesseignern liegt. Risiken und Chancen auf der Unternehmensebene werden regelmäßig analysiert und überwacht. Risiken auf Prozessebenen werden mindestens einmal im Jahr ermittelt und Folgemaßnahmen überwacht. Risikocontrolling Das Risikocontrolling ist fester Bestandteil der Geschäftsprozesse der Gesellschaft, um Anzeichen einer Krise oder neue Gefahrenpotentiale möglichst frühzeitig identifizieren zu können und gegebenenfalls entsprechende Abwehr- oder Minimierungsmaßnahmen einleiten zu können. Zur Frühwarnung werden definierte Kennzahlen überwacht. Durch die regelmäßige Analyse und Beobachtung dieser Kennzahlen können Abweichungen gegenüber geplanten Entwicklungen oder geplantem Budget sichtbar gemacht werden. Konkrete Risiken
Die operative Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird im Wesentlichen durch zwei externe Risikofaktoren (Geschäftsentwicklung der Schwesterfirma und Liquiditätslage der Konzernmuttergesellschaft) bestimmt. Konkrete Chancen
Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend aus den Royalty Erlösen der Schwestergesellschaft und durch das Cash Concentrating System des Konzerns. Sie ist nur in geringem Ausmaß sonstigen externen Liquiditäts- und Ausfallrisiken ausgesetzt. 6. Prognosebericht Vergleich mit der Vorjahresprognose: Die Erlöse lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr, wie erwartet, im niedrigen 8-stelligen Bereich. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag etwas unterhalb der Erwartungen, da die Entwicklung der Produkte einen höheren Aufwand erforderte und weiterhin erfordert und überdies eine ergebniswirksame Korrektur der unfertigen Erzeugnisse durchgeführt wurde, siehe dazu den Anhang. Die Erträge aus der Arbeit an Forschungsprojekten waren durch besondere Umstände etwas höher als erwartet. Die Erlöse aus der POA verzögern sich noch aufgrund interner Ressourcenknappheit (in der Hauptsache Personal). Prognose für 2024 Die Geschäftslage der Gesellschaft ist weiterhin aussichtsreich, da der Kundenstamm der SPI stetig wächst und ein gutes Niveau an Backlog besteht (Aufträge für die Zukunft). Die Gesellschaft rechnet mit Erlösen weiterhin im niedrigen achtstelligen Bereich, jedoch etwas über dem Vorjahr. Die Kosten werden durch die erwähnten umfangreichen Projekte und den weiteren Aufbau der Organisation deutlich steigen und damit über dem Niveau von 2023 liegen. Der EBIT wird im mittleren 7-stelligen negativ werden, da der erhöhte Entwicklungsaufwand naturgemäß vor den Erlösen entsteht. Die Erträge aus der Arbeit an Forschungsprojekten werden tendenziell rückläufig sein. Erlöse durch eigene Produkte aus der POA sollen erst 2025 auf niedrigem Niveau beginnen und sich ab 2026 kontinuierlich erhöhen. Die erwähnte weltwirtschaftliche Situation macht Prognosen dennoch schwierig und ungewiss. Die Gesellschaft wird weiterhin von dem Cash Pooling durch die Konzernmutter finanziert. 7. Nachtragsbericht Die steuerliche Außenprüfung für die Jahre 2018 bis 2021 ist zwischenzeitlich abgeschlossen. Es ergab sich eine Nachzahlung in niedriger 6stelliger Höhe. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Anhang.
Weßling-Oberpfaffenhofen, den 3. September 2024 Die Geschäftsführung Núria Riera Díaz |
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