VascoMed GmbH
Hertzallee 1, 79589 Binzen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mercedes Flores seit 4.6.2025 | Prokura |
Martin Hugo Julius Weishaar seit 20.12.2024 | Prokura |
Hubertus Dornieden seit 20.12.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Micro Systems International AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VascoMed GmbHBinzenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die VascoMed GmbH ist Hersteller von Kathetern und Kathetersystemen für die Elektrotherapie des Herzens. Wir entwickeln, produzieren und vertreiben Produkte auf verschiedenen Gebieten der Kathetertechnologie. Der weltweite Absatz von Produkten erfolgt hauptsächlich über den größten Abnehmer, die Biotronik SE & Co. KG, Berlin. Wie alle Unternehmen im Bereich der Medizintechnik betreffen auch uns gesellschaftspolitische und volkswirtschaftliche Einflussfaktoren wie die Änderungen und Entwicklungen in den Gesundheitssystemen in unseren Märkten. Obwohl wir von wirtschaftlichen Einflussfaktoren wie konjunkturellen Schwankungen weniger abhängig sind, steigerte die Inflation die Kostenbasis und schmälerte die weltweite angespannte wirtschaftliche Lage, besonders im europäischen Raum, weiterhin unseren Absatz. Darüber hinaus führen Kostenreduzierungen in den Gesundheitssystemen zu einem anhaltend hohen Preisdruck. Forschung und Entwicklung sowie Kooperationen mit Partnern haben eine entscheidende Rolle in unserem Geschäft und sind die Grundlage für den Erhalt und den weiteren Ausbau unserer Marktposition. Wesentliche Veränderungen der Geschäfts- und Rahmenbedingungen waren die Fortführung der Verlagerung und dessen Volumenerhöhung an einen externen Lieferanten sowie der Fokus auf dessen Zulieferungen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Ertragslage Wir gingen im Lagebericht des Vorjahres von einer wieder steigenden Umsatzentwicklung aus. Das angenommene Umsatzwachstum von 10-15% wurde aufgrund anhaltender Beeinträchtigungen bedingt durch die angespannte wirtschaftliche Lage in Europa nicht erreicht. Der Umsatz lag mit TEUR 22.069 trotzdem um 6,6% über dem Vorjahresumsatz von TEUR 20.696. Die Materialeinsatzquote beläuft sich (bezogen auf die Umsatzerlöse inkl. Bestandsveränderung) im Jahr 2023 auf 43,5%, im Vorjahr auf 38,3%. Die Erhöhung ergibt sich einerseits aus Verschiebungen im Produktmix mit deutlich höherem Bestandteil an durch externe Lieferanten gefertigten Halbfertigprodukten und andererseits aufgrund erhöhter Materialpreise im Vergleich zum Vorjahr. Der Beschaffungsmarkt stellt uns weiterhin vor viele Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich der Materialknappheit an Produktionsmaterialien sowie Preisanpassungen. Diese wurden im Jahr 2023 erfolgreich bewältigt, weshalb es zu keinem Produktionsstopp kam. Engere Zusammenarbeit mit den Lieferanten, besonders mit fokussierten Bestellungsrhythmen, als auch entsprechende Planung der Produkt-Varianten waren hierbei die Hauptinstrumente. Der Personalaufwand hat sich im Jahr 2023 aufgrund des abgeschlossenen Haustarifvertrages und der damit verbundenen Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie erhöht und beläuft sich auf TEUR 9.617 (Vorjahr: TEUR 8.592). Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung im operativen Geschäft) liegt mit 40,7% demnach leicht unter dem Niveau des Vorjahres (41,4%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 3.047) um insgesamt 5,9% auf TEUR 2.866 gesunken. Diese Senkung resultiert aus geforderter Kostendisziplin und -reduzierung, die insbesondere im Bereich der personalbezogenen Kosten zu deutlichen Rückgängen führte. Insgesamt ergibt sich eine Verminderung unseres Betriebsergebnisses (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern) von TEUR 920 im Jahr 2022 auf TEUR 709 im Jahr 2023. Das Ergebnis nach Steuern liegt 2023 bei TEUR 498 (im Vorjahr bei TEUR 664). Die im Vorjahresbericht prognostizierte leichte Steigerung des Jahresergebnisses ist aufgrund der weniger stark gestiegenen Umsätze und der hohen Inflation und daraus resultierenden Kosten besonders bei Material und Personal nicht eingetreten. Das Ergebnis sank um 17,4% auf TEUR 546 (im Vorjahr bei TEUR 661). 2.2 Finanzlage Das Eigenkapital beträgt TEUR 6.819 (Vorjahr: TEUR 6.273). Die Eigenkapitalquote betrug im Berichtsjahr 56,5% und ist gegenüber dem Vorjahr (59,5%) minimal gesunken. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 31. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die bestehende Einbeziehung in das Cashpooling der Gruppe gesichert. Die Liquidität der Gesellschaft war über das gesamte Geschäftsjahr gesichert. Der Cashpool-Saldo zum 31. Dezember 2023 betrug TEUR -1.059 (Vorjahr: TEUR -231). Die zukünftige Entwicklung der Geschäftstätigkeit lässt eine gesicherte Liquidität erwarten. Darüber hinaus steht der Cashpool, auch im Hinblick auf die neu abgeschlossenen Finanzierungsverträge, weiterhin zur Verfügung. 2.3 Vermögenslage In immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr 2023 TEUR 460 investiert (Vorjahr: TEUR 309), wobei sich die Abschreibungen auf TEUR 575 (Vorjahr: TEUR 577) beliefen. Hierbei wurde dieses Jahr in erster Linie in geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau für im Jahr 2024 zu realisierende Projekte sowie Betriebsausstattungen investiert. Die Bestände der Rohmaterialien sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 2.918 auf TEUR 3.217 aufgrund des zu erwartenden Umsatzanstiegs und daraus erhöhten Sicherheitsbeständen gestiegen. Die Bestände an halbfertigen und fertigen Produkten stiegen von TEUR 2.516 im Jahr 2022 auf TEUR 4.069 im Jahr 2023. Dieses Wachstum ist einerseits durch eine Stabilisierung der Lagerbestände, inkl. eines Sicherheitsbestandes bei Sterilwaren, und andererseits durch eine Verschiebung des Produktmixes mit deutlich höherem Bestandteil an durch externe Lieferanten gefertigten Halbfertigprodukten zu erklären. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken auf TEUR 1.827 (Vorjahr: TEUR 2.032), wobei hiervon TEUR 1.241 (Vorjahr: TEUR 1.636) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen. Die Rückstellungen sind leicht angestiegen von TEUR 1.652 im Vorjahr auf TEUR 1.844 im Jahr 2023. Der Grund für den Anstieg liegt im Wesentlichen bei den Rückstellungen für Urlaubsansprüche, die um TEUR 84 angestiegen sind und der neu eingestellten Rückstellung für Schadensersatz über TEUR 87, die in Abschnitt 2.4 beschrieben ist. Die Verbindlichkeiten verzeichnen im gleichen Zeitraum einen Anstieg von TEUR 2.618 auf TEUR 3.408, insbesondere aufgrund der gestiegenen Cashpool-Verbindlichkeit. 2.4 Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage Wirtschaftliche Auswirkungen mit Bezug auf den Ukraine-Krieg und der Inflation auf die VascoMed Trotz stetiger Abschwächung der Effekte aus der Covid-Epidemie im Jahre 2023 wurden wegen der anhaltenden Unsicherheiten aufgrund des Ukraine-Krieges, dessen wirtschaftlichen Auswirkungen und der ansteigenden Inflation, verschiedene Szenarien entwickelt, um den Einfluss auf unser Geschäft abschätzen zu können. Der Fokus auf Kostensenkungsmaßnahmen musste auf Basis des als am ehesten realistisch eingestuften Szenario beibehalten werden. Im Verlauf des Jahres hatte sich die Umsatz- und Ertragssituation trotzdem stabilisiert und der Umsatz stieg in einzelnen Ländern der Vertriebsregionen der Gruppe. Die Lieferfähigkeit unserer Lieferanten war überwiegend gegeben. Aufgrund einiger Rohstoff-Engpässe und Lieferzeit-Verlängerungen wegen des Ukraine-Krieges und der daraus resultierenden Energiekrise wurden einzelne Sicherheitsbestände erhöht. Über das Jahr hinweg war die Produktion nicht wesentlich beeinträchtigt, da Lieferverzögerungen durch eine angepasste Produktionsplanung aller Varianten entgegengesteuert wurde. Wir haben keine negativen Auswirkungen im Zahlverhalten unserer Kunden festgestellt. Die Forderungen wurden laufend bedient und die Zahlungsfristen sind auf dem guten Vorjahresniveau geblieben. Davon ausgenommen war der Geschäftspartner und Kunde Acutus Medical Inc., Carlsbad/USA, welcher im November 2023 die Kündigung der Geschäftsbeziehung mitgeteilt hat. Folgend dessen wurden Rückstellungen für Schadensersatzansprüche gegenüber anderen Lieferanten für bereits begonnene Aufträge in Höhe von TEUR 87 und eine Einzelwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von TEUR 84 im Jahr 2023 ausgewiesen. Aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen ist es uns gelungen, das Geschäftsjahr 2023 mit einem deutlich positiven Ergebnis abzuschließen. Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsleitung beurteilt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens weiterhin positiv. Im Geschäftsjahr 2023 stiegen die Umsätze, was auf eine Verbesserung der weltweiten Lage hinweist. Die Auslagerung wesentlicher Produktionsschritte arbeitsintensiver, aber preissensitiver Produktgruppen ermöglicht der VascoMed, sich zukünftig mit dem am Standort vorhandenen Know-how und den Kapazitäten auf Produkte mit höherer Gewinnspanne zu konzentrieren. Die VascoMed arbeitet an der Umstellung auf die zukünftigen gesetzlichen und normativen Anforderungen durch die neue Medizinprodukte-Verordnung. 2.5 Wesentliche finanzielle Leistungskennzahlen Wir stützen uns bei der Steuerung des Geschäfts insbesondere auf die finanziellen Leistungskennzahlen Umsatzerlöse sowie Jahresergebnis. Die Entwicklung dieser Kennzahlen im Geschäftsjahr ist im Wirtschaftsbericht beschrieben, unsere Prognose für das kommende Geschäftsjahr haben wir im Prognosebericht dargestellt. 3. Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 17 Mitarbeiter beschäftigt. Die Forschungs- und Entwicklungskosten liegen mit TEUR 1.390 leicht über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 1.339). Stärkerer Fokus mit geplanten Investitionen in diesen Bereich soll im Jahr 2024 erfolgen. 4. Chancen- und Risikobericht Wir befinden uns in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld und sind damit abhängig von Marktpreisänderungen. Unser Ergebnis ist von unserer Fähigkeit abhängig, den Produktinnovationszyklen und den Preisreduktionen am Markt zu folgen. Stärker als in den vergangenen Jahren sind die regulativen Hürden und normativen Vorgaben im Zuge der Umstellung des Qualitätsmanagementsystems auf die Anforderungen aus der neuen Medizinprodukte-Verordnung und die daraus resultierenden Neuzulassungen aller Produkte eine große Herausforderung für Unternehmen wie die VascoMed GmbH. Ein nicht unerheblicher Anteil zukünftiger Kosten und Ressourcen wird weiterhin notwendig sein, diese Vorgaben zu erfüllen. Aufgrund der Auslagerung von Fertigungsaktivitäten in den USD-Raum ergibt sich ein steigendes Wechselkursrisiko. Im Berichtsjahr wurden über 90 % der Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen getätigt. Daraus ergibt sich ein Abhängigkeitsrisiko. Das Zahlungsausfallrisiko erachten wir allerdings als sehr gering. Die Kündigung durch den Partner Acutus Medical Inc., Carlsbad/USA, wird einen Einfluss auf den Umsatz im Jahr 2024 haben. Das geringe Umsatzvolumen mit Acutus Medical Inc. direkt entfällt zukünftig. Ein negativer Einfluss auf die allgemeine Umsatzlage über den größten Abnehmer, die Biotronik SE & Co. KG, Berlin. wird erwartet. Bei der ersten Prognose zum Jahreswechsel wird von einem stabilen Umsatz ausgegangen. Weitere Szenarien und mögliche kompensierende Maßnahmen werden im Rahmen verschiedener Szenarien noch evaluiert. Hinsichtlich des Liquiditätsrisikos verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt "2.2 Finanzlage". Für Produkthaftungsrisiken bestehen ausreichende Versicherungen. Rückstellungen wurden im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. 5. Prognosebericht Auch das Jahr 2024 wird geprägt sein durch die Aktivitäten zu Neuzulassungen aller Produkte gemäß Anforderungen aus der neuen Medizinprodukte-Verordnung (Medical Device Regulation; MDR). Durch die MDR und die daraus entstehenden Anforderungen sehen wir uns gezwungen, unser Geschäft weiter zu spezialisieren, uns auf Produkte mit hohem Umsatzvolumen zu fokussieren und durch bestehende und neue Kooperationen unser Wachstum bedeutend voranzutreiben. Im Jahr 2024 sollen unsere ausgelagerten Prozesse von wichtigen Produktionsschritten einiger Produktgruppen an einen externen Lieferanten weiter im Fokus bleiben. Somit schaffen wir bei VascoMed mehr Produktionskapazität für hochwertige Produkte. Diese Ausrichtung zielt auf die Absicherung zukünftiger Wettbewerbsfähigkeit. Dem Trend sinkender Preise begegnen wir neben der Auslagerung unserer weniger komplexen Produkte mit steigenden Absätzen höherwertigerer Produkte und unterstützen damit den geplanten Ausbau unserer Marktanteile in unseren Stammmärkten sowie die Erschließung neuer Märkte. Für 2024 besteht aufgrund wechselhafter Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage, beeinflusst sowohl durch den Ukraine-Krieg als auch der Inflation, weiterhin Unsicherheit über den weiteren Geschäftsverlauf. Diese verstärkt sich durch die Beendigung der Partnerschaft mit Acutus Medical Inc. Allerdings gehen wir davon aus, dass es uns auch in diesem Jahr analog 2023 gelingen wird, auf die jeweiligen Auswirkungen angemessen zu reagieren. Aufgrund der derzeitigen Materialbestände und Steuerung der Produktion erwarten wir keinen signifikanten Einbruch. Die beschriebenen Fokuspunkte werden weiterverfolgt. Schlussfolgernd erwarten wir ein herausforderndes Jahr 2024 mit einem stabilen Umsatz und damit auch stabilem Jahresergebnis, jeweils auf dem Niveau von 2023, aufgrund der zu ergreifenden Schritte wie beispielsweise unseren Kostensenkungsmaßnahmen. Für die Erreichung unserer Ziele ist die Beibehaltung bzw. Erweiterung des bisherigen Investitionsniveaus in den Bereichen Produktion, Forschung und Entwicklung notwendig. Ebenso sollen Kostenflüsse stärker in Richtung Forschung und Entwicklung laufen. Höchste Qualität ist nach wie vor das oberste Ziel.
Binzen, den 24. Juli 2024 Die Geschäftsführung Derk Trip Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023Allgemeine Erläuterungen Vorbemerkungen Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der VascoMed GmbH, Hertzallee 1, 79589 Binzen, Amtsgericht Freiburg, HRB 411576 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach dem gesetzlichen Gliederungsschema nach §§ 266 und 275 HGB aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB verwendet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Stetigkeit der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die im Vorjahr auf den Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr 2023 beibehalten. Unternehmensfortführung Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich linear über deren voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungs- und Herstellungskosten bis EUR 800,00) wurde die Regelung nach § 6 Abs. 2 EStG befolgt. Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten. Die Roh-, Hilf- und Betriebsstoffe werden mit dem gleitenden Durchschnittspreis bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden entsprechend dem Fertigungsgrad mit den angefallenen Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, der Kosten der allgemeinen Verwaltung und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Zinsen, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht aktiviert. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Dem Risiko mangelnder technischer Verwertbarkeit bzw. mangelnder Gängigkeit wird durch Wertabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert oder zu den niedrigeren Tageswerten. Alle erkennbaren Ausfallrisiken sowie allgemeine Kreditrisiken wurden berücksichtigt. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird zum Nennbetrag der Ausgaben vor dem Bilanzstichtag bewertet, die Aufwand in späteren Perioden darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Ermittlung und Saldierung latenter Steuern Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB wird nicht in Anspruch genommen. Die latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. Es wurde ein Steuersatz von 27,62 % zu Grunde gelegt. Ein aktiver latenter Steuerüberhang aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird nicht angesetzt. Pensionsrückstellungen Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der Projected- Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtung, der von den Personen bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten verdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlage werden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Der Gehaltstrend und der Rententrend werden mit 0,0 % angenommen, da die berechtigten Personen bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden sind. Die Pensionsrückstellungen wurden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei der Bewertung wurde dementsprechend ein Zinssatz in Höhe von 1,83 % zugrunde gelegt. Die zur Verrechnung mit Pensionsverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vorhandenen Vermögenswerte (Rückdeckungsversicherung) sind zu ihrem Zeitwert bewertet. Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherung beträgt zum Stichtag EUR 332.469, der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt EUR 473.655. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf EUR 5.701. Gemäß § 285 Nr. 25 Halbsatz 1 HGB betragen die verrechneten Erträge EUR 13.277. Rückstellungen für Steuern und sonstige Rückstellungen Rückstellungen für Steuern und ungewisse Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Soweit es sich um Rückstellungen mit zugrundeliegenden (Rest-)Laufzeiten von mehr als einem Jahr handelt, erfolgt eine fristadäquate Abzinsung unter Anwendung der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssätze. Außerdem werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Für die Abzinsung der Rückstellungen zum Bilanzstichtag liegt der herangezogene Zinssatz je nach Restlaufzeit zwischen 0,95 % und 1,12 %. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Jahresabschluss mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Am Abschlussstichtag werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Stichtagkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden nur zum Stichtagkurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagenspiegel Die Entwicklung der Bruttobuchwerte und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände entfallen vollständig auf erworbene Software. Sachanlagen Die Zugänge der Sachanlagen im Geschäftsjahr entfallen hauptsächlich auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (TEUR 234) und Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 108). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 31.000,00. Die Micro Systems International GmbH, Berlin, ist alleinige Gesellschafterin der VascoMed GmbH. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Personalverpflichtungen (EUR 1.236.466; Vorjahr: EUR 1.164.138), ausstehende Rechnungen und Gebühren (EUR 34.263; Vorjahr: EUR 63.693), Abschluss- und Prüfungskosten (EUR 52.800; Vorjahr: EUR 56.000), Kosten für Archivierung (EUR 37.710; Vorjahr: EUR 38.416) sowie Kosten für Rückbauverpflichtungen für Mietereinbauten (EUR 71.345; Vorjahr: EUR 52.507). Verbindlichkeiten Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit EUR 193.860 (Vorjahr: EUR 390.832) Lieferungs- und Leistungsverkehr und mit EUR 1.059.489 (Vorjahr: EUR 231.008) Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling. Haftungsverhältnisse Am 11. Mai 2023 wurden zwischen mehreren Gruppengesellschaften und einem Bankenkreis die erwähnten Finanzierungsverträge über Mio. EUR 860 mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2026 abgeschlossen, die die bisherigen wesentlichen Finanzierungsverträge ersetzen. Im Rahmen der neu abgeschlossenen Finanzierungsverträge besteht für ausgewählte Gesellschaften der Gruppe eine gesamtschuldnerische Mithaftung für die Kreditinanspruchnahme anderer beteiligter Unternehmen; unsere Gesellschaft haftet potenziell gesamtschuldnerisch. Zum 31. Dezember 2023 dienen im Rahmen der neuen Finanzierung auf Gruppenebene sämtliche Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände, Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Bankguthaben der Gesellschaft als Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten anderer Gruppengesellschaften (Inanspruchnahme zum Jahresultimo: Mio. EUR 814,7; Vorjahr: Mio. EUR 0,0). Wesentliche stille Reserven sind in den genannten Sicherheiten nicht enthalten. Im Hinblick auf die geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse der Unternehmensgruppe ist mit einer Inanspruchnahme unserer Gesellschaft aus der Mithaftung für Gruppenunternehmen nicht zu rechnen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge/Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von EUR 115.800 (Vorjahr: EUR 98.312) enthalten. Darüber hinaus sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 150.574 (Vorjahr: EUR 102.526) enthalten, die sich zum größten Teil aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen von EUR 139.873 (Vorjahr: EUR 81.113) zusammensetzen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste in Höhe von EUR 63.176 (Vorjahr: EUR 122.876) enthalten. Darüber hinaus sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 1.708 (Vorjahr: EUR 481) enthalten. Personal
Finanzergebnis
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 26.631 enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen aus der Cashpool-Verbindlichkeit in Höhe von EUR 17.634 (Vorjahr: EUR 793). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Daneben bestehen keine nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte. Nachtragsbericht Es sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Geschäfte mit nahestehenden Personen Es bestehen umfangreiche Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen, die zu 100,0 % in den Konzernabschluss der Gruppe einbezogen werden. Die wesentlichen Beziehungen zu und Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen dienen dem Vertrieb unserer Produkte im In- und Ausland und der Entwicklung von Produkten. Ebenso entwickeln wir für die nahestehenden Unternehmen neue Produkte. Die Geschäftsbeziehungen beschränken sich somit im Wesentlichen auf normale Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Organe Die VascoMed GmbH, Binzen, wurde im Jahr 2023 vertreten durch den Geschäftsführer: Derk Trip Bezüge der Geschäftsführung, Vorschüsse und Kredite Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung und der früheren Geschäftsführung werden gemäß Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Vorschüsse und Kredite an den Geschäftsführer wurden nicht gewährt, Haftungsverhältnisse zu seinen Gunsten wurden nicht eingegangen.
Binzen, den 24. Juli 2024 Die Geschäftsführung Derk Trip Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VascoMed GmbH, Binzen Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht Wir haben den Jahresabschluss der VascoMed GmbH, Binzen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VascoMed GmbH, Binzen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht Die Anhangangaben nach § 285 Nrn. 14 und 14a HGB zu den Mutterunternehmen, die einen Konzernabschluss für den größten bzw. den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellen, in den die VascoMed GmbH, Binzen, einbezogen ist, sowie zu dem Ort, wo diese Konzernabschlüsse erhältlich sind, sind unterblieben. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 25. Juli 2024 Deloitte
GmbH
Gerald Reiher, Wirtschaftsprüfer Paul Wegener, Wirtschaftsprüfer |
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