NEXTPEM GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Kremer seit 18.2.2021 | Vorstandsmitglied |
Diana Lydia Bachmann seit 13.5.2020 | Vorstandsmitglied |
Sven Diatschuk seit 24.10.2017 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HumanOptics AGErlangenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2018 bis zum 30.06.2019BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 ("Berichtsjahr") die ihm nach dem Gesetz und der Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und VorstandDer Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr in sechs Sitzungen (Präsenzsitzungen am 5. Juli, 18. Oktober, 17. Dezember 2018 und in Telefonkonferenzen am 29. und 30. November 2018 und am 20. März 2019) eingehend mit der aktuellen Geschäftslage und -entwicklung der Gesellschaft, der Risikolage, der Unternehmensplanung sowie Fragen der Finanzierung beschäftigt und die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht. Über alle wesentlichen Ereignisse hat der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend sowohl in Textform als auch mündlich informiert. Alle Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen und dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vorgelegt worden sind, wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich beraten. Auch zwischen den Sitzungen stand die Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war von einer vertrauensvollen und offenen Atmosphäre geprägt. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr keine Ausschüsse gebildet. Schwerpunkte der AufsichtsratstätigkeitDer Aufsichtsrat befasste sich im Berichtsjahr intensiv mit der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft. Zu den Themen der Aufsichtsratssitzungen zählten neben der Geschäftsentwicklung der Gesellschaft der Vertrieb des Produktes künstliche Iris, die Eigenkapitalentwicklung und eine durchgeführte Kapitalerhöhung, die strategische Budgetplanung und Vorstandsangelegenheiten. Großen Raum nahmen die Diskussionen über die strategische Wachstumsfinanzierung und Finanzierungsfragen sowie die Beteiligung eines neuen strategischen Investors an der HumanOptics ein. AbschlussprüfungDer gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellte Jahresabschluss zum 30. Juni 2019 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018/2019 wurden durch den von der Hauptversammlung am 18. Dezember 2018 gewählten und anschließend vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, im gesetzlich vorgeschriebenen Umfang geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus wurde der vom Vorstand aufgestellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaft nicht unangemessen hoch waren." Der Jahresabschluss der Gesellschaft, der Lagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sowie der Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG und der Prüfbericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht sind dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt worden. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 16. Oktober 2019 berichteten die Vertreter des Abschlussprüfers über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfungen und standen für Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung. Nach eingehender Prüfung der vorgelegten Unterlagen und Erörterung mit den Vertretern des Abschlussprüfers stimmte der Aufsichtsrat den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers zu und billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 30. Juni 2019. Damit ist der Jahresabschluss der HumanOptics AG ordnungsgemäß festgestellt. Auch der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) wurde in der Aufsichtsratssitzung am 16. Oktober 2019 eingehend erörtert und insbesondere auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Nach eigener Prüfung erhob der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht und gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der HumanOptics AG für das im vergangenen Geschäftsjahr gezeigte Engagement und die überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft.
Erlangen, im Oktober 2019 Sonja Strauß Vorsitzende des Aufsichtsrats LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018/2019DER HUMANOPTICS AG, ERLANGENDer vorliegende Lagebericht der HumanOptics AG (nachfolgend auch "Gesellschaft" oder "Unternehmen") über das Geschäftsjahr 2018/2019 (Stichtag 30. Juni) wurde nach dem deutschen Handelsrecht (HGB) erstellt. 1. GRUNDLAGENI. GESCHÄFTSMODELLDie HumanOptics AG ist auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Implantaten und Zubehör für die Augenchirurgie spezialisiert und steht in diesem Segment für höchste Qualität und Innovationskraft. Unsere wichtigsten Produkte sind Intraokularlinsen (IOL) und künstliche Iriden. Im Bereich IOL bieten wir neben konventionellen Linsen zunehmend High-End-Produkte für das Premiumsegment (Enhanced and Advanced Technology) und Spezialanfertigungen (Customized Solutions/Specialities). Hier sind wir mit einem einzigartig breit gefächerten Portfolio positioniert. Im Mittelpunkt stehen IOL, die bei der Kataraktbehandlung (grauer Star) eingesetzt werden und zudem verschiedene Fehlsichtigkeiten korrigieren, beispielsweise hohe Kurz- oder Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) und Altersweitsichtigkeit (Presbyopie). Mit unserer künstlichen Iris bieten wir eine einzigartige Lösung für Patienten, die ihre Iris teilweise oder vollständig verloren haben bzw. von Geburt an keine besitzen. HumanOptics ist gemäß den drei weltweit anspruchsvollsten Regelwerken zertifiziert: in der Europäischen Union nach den CE-Regularien, in den USA von der amerikanischen Überwachungsbehörde für Nahrungs- und Arzneimittel FDA und in China von der dortigen CFDA. Entwickelt und hergestellt werden unsere Produkte an zwei deutschen Standorten: am Hauptsitz der Gesellschaft in Erlangen (Bayern) und am Standort Sankt Augustin (Nordrhein-Westfalen). Um die hohe Qualität unserer Implantate sicherzustellen, setzen wir in der Fertigung auf extrem präzise Produktionstechnologie und äußerst hochwertige Biomaterialien. Produkte und Zubehör von HumanOptics werden weltweit vertrieben. Größter Einzelmarkt mit einem Anteil von gut einem Drittel am Gesamtumsatz ist Deutschland. Zu den wichtigsten Absatzmärkten im Ausland zählten in der Berichtsperiode China, auf das knapp ein Drittel des Geschäftsvolumens entfiel, sowie Russland, die USA, Philippinen, Frankreich und Polen. Der Inlandsmarkt wird unverändert über ein Hybrid-Vertriebssystem bearbeitet: zum einen direkt von unseren Mitarbeitern und zum anderen über Distributionspartner. In China und USA arbeiten wir mit zwei strategischen Partnern und für das übrige Auslandsgeschäft mit mehr als 40 Distributionspartnern zusammen, die auf den Vertrieb von Produkten für die Augenchirurgie in ihrer Region spezialisiert sind. Sie verfügen in ihren jeweiligen Märkten über ein umfassendes Kontaktnetzwerk sowie sehr gutes fach- und landesspezifisches Know-how. Vom HumanOptics Fachpersonal werden die Partner unterstützt und regelmäßig geschult. II. VISION 2023, ZIELE UND STRATEGIEIm Berichtsjahr haben wir in unserer Vision 2023 die wichtigsten Leitlinien von HumanOptics festgelegt. Sie lauten:
Auf dieser Basis verfolgen wir eine gezielte Expansions- und Innovationsstrategie: Wir wollen Wachstumschancen auf dem Gebiet der Speziallinsen konsequent nutzen und durch die Markteinführung neuer Produkte sowie den verstärkten Vertrieb von High-End-Lösungen mit hoher Profitabilität weitere Marktanteile gewinnen. Hierzu konzentrieren wir uns auf fünf strategische Ziele:
Verbreiterung des Marktzugangs in den USA: Um das hohe Potenzial für unsere künstlichen Iriden in den USA zu nutzen, arbeiten wir eng mit einem starken Netzwerk aus Augenchirurgie-Spezialisten zusammen und vermarkten das entsprechende Produkt CUSTOMFLEX® Artificial/r/s gemeinsam mit einem strategischen Vertriebspartner. Grundsätzlich wollen wir den US-Markt neben Deutschland und China als dritten wichtigen regionalen Pfeiler etablieren. Die erfolgreiche Markteinführung von CUSTOMFLEX® Artificial/r/s in den USA, wo wir als einziger Hersteller die FDA-Zulassung für künstliche Iriden besitzen, bildet die Basis für die weitere internationale Vermarktung dieses Produkts. Stärkung der Position in China: In dieser großen Absatzregion bauen wir unsere Marktstellung sowohl bei Standard- als auch bei Premium-IOLs weiter aus. Als Hebel dafür setzen wir auf das Netzwerk unseres strategischen Vertriebspartners. Außerdem streben wir die Zulassung und Markteinführung zusätzlicher High-End-IOLs und unserer künstlichen Iris an. Ausbau des Vertriebs im Inland und in den übrigen Schlüsselmärkten im Ausland: Wir intensivieren unsere Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten in Deutschland und nutzen das Marktpotenzial in bislang wenig erschlossenen weiteren europäischen Ländern wie Spanien und Frankreich. Außerdem verbessern wir unsere Stellung in den übrigen, bereits bearbeiteten außereuropäischen Staaten wie Russland, den Philippinen oder Vietnam und wollen selektiv weitere internationale Märkte, beispielsweise den Nahen Osten, Indien oder Südamerika, erschließen. Kontinuierliche Produktinnovationen: Wir entwickeln kontinuierlich neue Produkte oder Varianten in den Bereichen IOL und Specialities. Dabei konzentrieren wir uns vermehrt auf profitable High-End-Produkte, gute Vermarktbarkeit sowie rasche Markteinführung und erarbeiten uns dazu umfangreiches regulatorisches Know-how. Darüber hinaus verfolgen wir ausgewählte, öffentlich geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit verschiedenen Kooperationspartnern. Absicherung der Lieferkapazität für künftiges Wachstum: Durch die umfangreichen Investitionen in die Produktion im Geschäftsjahr 2017/2018 verfügen wir über ausreichende Kapazitäten für künftiges Wachstum. Durch kontinuierliche Optimierungen in den Bereichen Fertigung und Supply-Chain erhöhen wir Produktivität und Lieferfähigkeit weiter. Im Geschäftsjahr 2018/2019 haben wir wichtige Fortschritte bei der Umsetzung dieser strategischen Ziele erreicht. Details dazu enthalten die Kapitel ,Forschung & Entwicklung' sowie ,Geschäftsverlauf im Überblick' des vorliegenden Lageberichts. III. UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND STEUERUNGSSYSTEMDie HumanOptics AG wurde 1999 gegründet und ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Im Berichtsjahr wurde die Gesellschaft durch Dr. Pierre Billardon, Vorstand & CEO, vertreten. Diana Bachmann, Vice President Finance & Administration, wurde im Juli 2018 Einzelprokura erteilt. Der Vorstand bewertet die Entwicklung und Situation der Gesellschaft regelmäßig auf Basis monatlicher Auswertungen und Plan-/Ist-Vergleiche. Diese beinhalten neben den wesentlichen Positionen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung auch Informationen über die Leistung von Produktion und Vertrieb. Zusätzliche Daten und Bewertungen liefert das Qualitätsmanagement. Im Berichtsjahr wurden die Steuerungsgrundlagen durch neue Software- und Controlling-Systeme inklusive einer rollierenden Liquiditätsplanung verbessert. Die bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Steuerung unseres Unternehmens sind die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bzw. zusätzlich vor Abschreibungen (EBITDA) sowie der frei verfügbare Finanzmittelrahmen. Im Berichtsjahr stand die Cashflow-Steuerung verstärkt im Fokus. Oberstes Ziel blieb weiterhin die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft. Signifikante Abweichungen von den Planungen werden mit den verantwortlichen Mitarbeitern wie dem Senior Management Team und dem Aufsichtsrat diskutiert. Auf diese Weise werden möglicherweise entstehende Risiken frühzeitig erkannt und zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Im Sinne unserer Innovationsstrategie arbeiten wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Verbesserung unserer innovativen Produktpalette. Ziel ist es, pro Jahr mindestens ein neues Produkt auf den Markt zu bringen sowie ein Patent einzureichen. Dabei konzentrieren wir uns auf drei wesentliche therapeutische Zielgebiete: patientenindividuelle Lösungen zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten oder zur chirurgischen Behandlung von Augenerkrankungen (Aniridie) durch künstliche Iriden (Customized Solutions/Specialities), Behandlung von grauem Star (Katarakt) und von Presbyopia (Alterssehschwäche) durch High-End-Produkte (Enhanced and Advanced Technology). Im Berichtsjahr wurden insgesamt sechs Produktneuheiten oder -varianten für die Einreichung zur CE-Zertifizierung vorbereitet. Damit haben wir auch auf die neue EU-Verordnung für Medizinprodukte (MDR) reagiert, die nach einer Übergangsphase ab Mai 2020 voraussichtlich zu veränderten Zulassungsvoraussetzungen führen wird (siehe Kapitel ,Branchenbezogene Rahmenbedingungen'). Bereits eingereicht wurde unter anderem unsere innovative Trifokal-Linse TRIVA-aA, die konzipiert wurde, um den Patienten neben dem Fern- und Nah-Bereich auch gute Seheigenschaften auf mittlere Distanz anbieten zu können. Damit eignet sie sich insbesondere für die Bildschirmarbeit und andere Anforderungen eines modernen Lebensumfelds. Die innovative Intraokularlinse ASPIRA-aXA ist durch ihre 7,0-mm-XL-Optik und die Bereitstellung im preloaded Implantationssystem SAFELOADER® charakterisiert, das bequeme Implantationen durch minimale XS-Inzisionen unter Beibehaltung der OP-Routine ermöglicht. Die Hinterkammerlinse liefert eine maßgeschneiderte Lösung für die vielfältigsten chirurgischen Bedürfnisse, beispielsweise für Patienten mit weiten Pupillen. Durch den großen Durchmesser überlappen Pupille und IOL-Optik, einfallendes Licht wird somit sicher durch die Optik geleitet. Störendes Streulicht an der IOL-Optikkante wird reduziert und der direkte Lichteinfall auf die Retina vermieden. Bedingt durch den erweiterten Funduseinblick erlaubt die "Panorama-Linse" ausgezeichnete Untersuchungsmöglichkeiten von Netzhauterkrankungen und eignet sich deshalb besonders für alle entsprechenden Risikogruppen, beispielsweise die aufgrund der zunehmend alternden Bevölkerungsstruktur stark wachsende Zahl von Diabetes-Patienten. Somit stellt die in Deutschland und weiteren europäischen Schlüsselmärkten bereits erfolgreich eingeführte IOL eine ideale Basis für die langfristige verlässliche pseudophake Patientenversorgung dar. Darüber hinaus wurde die ASPIRA-aXA-Palette im Berichtsjahr bis zu -10 Dioptrien erweitert. Die Zulassungen in Asien und insbesondere in China wurden vorbereitet. Nach der erfolgreichen Einführung der CUSTOMftEX® Artificial/r/s auf dem US-amerikanischen Markt wurden 2018/2019 weitere Produktvariationen der künstlichen Iris entwickelt, insbesondere für Patienten mit braunen Iriden, die in der südlichen Hemisphäre im Vergleich zu anderen Iridenfarben dominieren. Diese standardisierte Variante wird nicht individuell angefertigt, die Patienten profitieren aber von der gewohnt hohen HumanOptics-Qualität. Sie soll in großvolumigen Absatzgebieten wie Südost-Asien mit bisher geringer Marktdurchdringung eingeführt werden. Neben Neu- und Weiterentwicklungen gehört zu den Arbeitsschwerpunkten im Bereich Technology & Innovation das Patentmanagement sowie die fortwährende Anpassung unserer Produkte an sich verändernde regulatorische Anforderungen, z. B. seitens der FDA, der CFDA oder im Rahmen der neuen EU-Verordnung für Medizinprodukte (MDR). Außerdem führen wir beispielsweise in Zusammenarbeit mit führenden Augenkliniken regelmäßig klinische Studien durch. Im Berichtsjahr haben wir unsere Kompetenzen und Kapazitäten in diesem Bereich gestärkt, da die klinische Entwicklung mit Inkrafttreten der MDR aus heutiger Sicht erheblich an Bedeutung gewinnt. Auf dem Gebiet der Grundlagenforschung arbeiten wir gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern an öffentlich geförderten Projekten. Unter anderem befassen wir uns dabei mit hoch-innovativen Produktkonzepten sowie Produktionsverfahren, Implantaten für weitere Behandlungsfelder wie dem grünen Star (Glaukom) und neuartigen Biomaterialien. 2. WIRTSCHAFTSBERICHTI. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGENa) Gesamtwirtschaftliches UmfeldDie weltweite Konjunktur hat sich in der Berichtsperiode 2018/2019 zunehmend eingetrübt. Ursächlich dafür waren nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor allem wachsender Protektionismus, die nachlassende Dynamik der chinesischen Wirtschaft, die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie die unklaren Auswirkungen des Brexits. Im zweiten Halbjahr 2018 verlor insbesondere die Konjunktur in der Euro-Zone, Großbritannien, Japan und einigen Schwellenländern deutlich an Schwung. In Summe wuchs die Weltwirtschaft laut IWF 2018 um 3,6% und damit 0,2 Prozentpunkte weniger als im Jahr zuvor. Die anhaltend hohen Risiken, die durch eine Verschärfung der Handelsstreitigkeiten und wachsende geopolitische Spannungen noch vergrößert wurden, bremsen die Konjunktur auch 2019. Daher korrigierte der IWF seine Prognosen für die globale Entwicklung im laufenden Jahr bereits dreimal nach unten und erwartete zuletzt eine Expansion um 3,2 %. Hierzu sollen die Schwellenländer mit 4,1 % und die Industrienationen mit 1,9% beitragen. Für die USA rechnet der IWF mit einem Anstieg um 2,6 % (2018: 2,9 %) und für China um 6,2 % (2018: 6,6 %). Auch der exportstarken deutschen Wirtschaft setzten die globalen Unsicherheiten im Berichtszeitraum zu. Dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge legte die Konjunktur 2018 vor allem getrieben vom inländischen Konsum und den Ausrüstungsinvestitionen um 1,5 % (2017: 2,2 %) zu, verlor jedoch sukzessive an Dynamik. Im dritten und vierten Quartal 2018 ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal jeweils leicht zurück bzw. stagnierte. 2019 musste die deutsche Wirtschaft nach einem guten ersten Vierteljahr, in dem ein Plus von 0,4 % verzeichnet wurde, einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Vorläufigen Berechnungen zufolge schrumpfte das BIP von April bis Juni im Vergleich zum Vorquartal vor allem durch weniger Exporte ins Ausland um 0,1 %. Für das Gesamtjahr 2019 prognostiziert der IWF in Deutschland nur noch einen BIP-Anstieg um 0,7 %. b) Branchenbezogene RahmenbedingungenDie deutsche Gesundheitswirtschaft konnte sich 2018 von der verhaltenen Gesamtkonjunktur weitgehend abkoppeln und spürbar expandieren. Einer aktuellen Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zufolge zählt sie zu den Wachstumsbranchen Deutschlands: Seit 2007 legte sie durchschnittlich um 4,1 % pro Jahr zu. Die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft stieg 2018 gegenüber dem Vorjahr nach Schätzungen des BMWi um 4,0 % auf 369,8 Mrd. € und trug damit 12,1 % zur gesamten deutschen Bruttowertschöpfung bei. Die HumanOptics AG ist der wichtigen Teilbranche Industrielle Gesundheitswirtschaft (IGW) und dort dem Bereich Medizintechnik/Medizinprodukte zuzuordnen. Die Bruttowertschöpfung der IGW wuchs in den letzten elf Jahren um 3,8 % p. a. und 2018 gemäß vorläufigen Berechnungen des BMWi um 2,6 %. Damit expandiert sie zwar etwas langsamer als die Gesundheitswirtschaft insgesamt, ist aber die am stärksten globalisierte Teilbranche. So erhöhten sich die Exporte der IGW seit 2007 jährlich um 5,9 %. 2018 nahmen sie um schätzungsweise 3,5 % auf 120,9 Mrd. € zu, was mehr als 92 % der Exporte der gesamten Gesundheitswirtschaft entsprach. Außerdem entwickelt sich der Bereich Medizintechnik/Medizinprodukte innerhalb der industriellen Gesundheitswirtschaft besonders dynamisch: In diesem Teilsegment erhöhte sich die Bruttowertschöpfung 2018 laut BMWi gegenüber dem Vorjahr um 5,4 % auf 15,5 Mrd. €. Anfang 2019 blieb die Stimmung in der deutschen Gesundheitswirtschaft laut einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) weiterhin auf hohem Niveau, insbesondere in der Medizintechnik. Die positive Grundeinschätzung steht auf einem soliden Fundament, da Gesundheitsleistungen in einer älter werdenden und gleichzeitig zunehmend gesundheitsbewussten Gesellschaft einen hohen Stellenwert haben. Das Bild ist aber nicht ungetrübt: Der DIHK zufolge sehen sich viele Unternehmen wegen der weiter schwelenden Handelskonflikte und des bevorstehenden Brexits mit steigenden Risiken konfrontiert und beurteilen daher vor allem ihre künftigen Exportchancen skeptischer. Mittelfristig sind die Aussichten nach Angaben des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) aber unverändert günstig. In seinem "Branchenbericht Medizintechnologien 2019" zitiert der Verband das englische Marktforschungsunternehmen Evaluate MedTech, das im Herbst 2018 einen durchschnittlichen Anstieg des weltweiten Medizintechnik-Markts um 5,6% von 405 Mrd. US$ im Jahr 2017 auf 595 Mrd. US$ im Jahr 2024 prognostizierte. Hiervon kann auch die deutsche Medizintechnik-Branche profitieren, die als besonders innovativ, wachstumsstark und zukunftsträchtig gilt: Laut BVMed liegt sie in Bezug auf Patente und Welthandelsanteil auf Platz zwei hinter den USA und erzielt rund ein Drittel ihres Umsatzes mit Produkten, die höchstens drei Jahre alt sind. Durchschnittlich investieren die forschenden MedTech-Unternehmen in Deutschland zudem rund 9% ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Mit der EU-Verordnung für Medizinprodukte (Medical Device Regulation, "MDR"), die am 25. Mai 2017 in Kraft getreten ist, hat das Medizinprodukterecht in Europa eine grundlegende Revision erfahren. Die neue Regelung löst alle bisher geltenden entsprechenden Richtlinien in der EU ab. Für Hersteller von Medizinprodukten enthält sie vielfältige zusätzliche oder zumindest striktere Vorschriften insbesondere bezüglich der Anforderungen an die klinische Entwicklung, technische Dokumentation und Marktüberwachung von Produkten. Damit steigen der notwendige zeitliche Vorlauf sowie der finanzielle Aufwand bis zum Inverkehrbringen neuer Produkte deutlich an. Dies erfordert zusätzliche Anstrengungen für die in diesem Markt tätigen Unternehmen, erhöht jedoch zugleich auch die Markteintrittsbarriere für eventuelle neue Anbieter. Für Hersteller von bereits zugelassenen Medizinprodukten gilt eine Übergangsfrist von drei Jahren, d. h. bis 26. Mai 2020, um die Anforderungen der MDR zu erfüllen. II. GESCHÄFTSVERLAUF IM ÜBERBLICK, GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS UND VERGLEICH MIT DER PROGNOSEDie HumanOptics AG erzielte im Geschäftsjahr 2018/2019 wichtige strategische Fortschritte. In der bedeutenden Absatzregion USA konnten wir unsere künstliche Iris wie geplant im Markt einführen, die Zahl der Augenchirurgen, mit denen wir kooperieren, spürbar ausbauen sowie den Vertrieb mit einem neuen Partner auf eine solide Basis stellen. In China wurde mit der Einreichung der Marktzulassung für die künstliche Iris bei den zuständigen Behörden ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Intensivierung des Vertriebs in den übrigen Auslandsmärkten kam ebenfalls gut voran: Für die EMEA-Region haben wir einen Vertriebsleiter eingestellt und in Frankreich sowie Österreich wurden neue Vertriebsvereinbarungen unterzeichnet. Auch in Kanada arbeiten wir künftig mit einem neuen, stärkeren Vertriebspartner zusammen. Zur besseren Marktdurchdringung in den Asien-Pazifik-Staaten haben wir ferner eine neue Vertriebsstrategie für Korea erarbeitet. Auch mit der Erschließung der Regionen Nahost/Afrika und Lateinamerika wurde begonnen. Mit der Vorbereitung und Umsetzung verschiedener Produktneuzulassungen und Markteinführungen haben wir im Berichtsjahr auch unsere Innovationsstrategie erfolgreich umgesetzt (siehe Kapitel ,Forschung & Entwicklung'). Das Ziel, die Liefertreue deutlich zu erhöhen, wurde auf Basis der im Vorjahr erweiterten Produktionskapazitäten ebenfalls erreicht. Der Wachstumsplan für das expansive Segment torischer Linsen, die neben der Weit- und Kurzsichtigkeit auch eine Korrektur des Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) ermöglichen, wurde vorbereitet, wodurch sich auch die Bestände erhöhten. Im Bereich Beschaffung wurde ein strategisches Sourcing-Projekt erfolgreich abgeschlossen, um die gesicherte Versorgung mit Rohlingen langfristig zu gewährleisten. Gleichzeitig kam es 2018/2019 jedoch in verschiedenen Regionen zu unerwarteten Verschiebungen: Auf dem Inlandsmarkt konnten wir den Wegfall eines Distributionspartners durch unseren erfolgreichen Direktvertrieb zwar kompensieren, aber nicht so stark wachsen wie geplant. In den USA zeigte sich, dass die Übernahme der Kosten für die Behandlung mit unserer künstlichen Iris und damit die von uns beantragte, aber noch nicht erteilte Kassenzulassung wichtiger ist als ursprünglich angenommen. Die Zahl der tatsächlich vorgenommenen Eingriffe blieb daher hinter unseren Planungen zurück. Unser Geschäft in Vietnam war durch regulatorische Themen beeinträchtigt, was zu erheblichen Umsatzausfällen führte, und in einzelnen europäischen Ländern wie Frankreich oder Spanien verzögerte sich die Markteinführung unserer ASPIRA-aXA. Hinzu kamen unerwartet starke Absatzschwankungen in China, wobei die Nachfrage dort am Jahresende wieder deutlich anzog. Aufgrund der beschriebenen Verschiebungen konnten wir unsere ursprünglichen Ziele für 2018/2019, den Umsatz um einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz zu steigern und das EBIT auf ein Niveau von -1,5 Mio. € zu verbessern, nicht erreichen. Im März 2019 haben wir unsere Prognose entsprechend nach unten korrigiert. Die dabei festgelegten Umsatz- und Ergebniserwartungen, ein gegenüber dem Vorjahr etwas verringertes Umsatzniveau und die leichte Erhöhung des operativen Verlustes, konnten wir einhalten: Der Umsatz ging im Berichtsjahr um 3,8% auf 10.679 T€ zurück, das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) blieb weitgehend stabil bei -1.756 T€ nach -1.705 T€ im Geschäftsjahr 2017/2018. Insgesamt verzögert sich unser geplantes Wachstum um ein Jahr. III. LAGEa) ErtragslageIm Geschäftsjahr 2018/2019 erzielte die HumanOptics AG einen Umsatz von 10.679 T€ nach 11.104 T€ im Vorjahr. Der Rückgang um 3,8% resultierte vor allem aus der zeitlichen Verschiebung von Geschäftsvolumina. Hiervon waren insbesondere die Umsätze in Vietnam betroffen. In Deutschland konnten Umsatzeinbußen durch den Wegfall eines Distributionspartners von unserem starken Direktvertrieb mehr als kompensiert werden. Insgesamt nahmen die Erlöse im Inland um 1,4 % auf 3.808 T€ zu und im Ausland um 6,5 % auf 6.871 T€ ab. Damit belief sich die Exportquote auf 64 % (Vj. 66 %). Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich im Berichtsjahr um 517 T€ (Vj. 390 T€), wobei es wegen der sehr unregelmäßigen Absatzentwicklung in China unterjährig erhebliche Schwankungen gab. Insbesondere im letzten Quartal kam es infolge der stark gestiegenen Nachfrage zu einem erheblichen Abbau der Bestände um 0,5 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge, die im Wesentlichen Fördergelder enthalten, verringerten sich um 12,2 % auf 256 T€. In Summe bewegte sich die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2018/2019 mit 11.452 T€ geringfügig unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 11.786 T€. Der Materialaufwand reduzierte sich nach der im Vorjahr erfolgreich umgesetzten Bereinigung des Produktportfolios um 10,5 % auf 1.097 T€, sodass die Materialkostenquote gemessen an der Gesamtleistung von 10,4 % auf 9,6 % zurückging. Die Personalaufwendungen lagen mit 7.272 T€ nur geringfügig über dem Vorjahreswert von 7.258 T€. Wegen unserer anhaltend intensiven Markterschließungs-Aktivitäten blieben die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 4.350 T€ auf hohem Niveau (Vj. 4.583 T€). Insgesamt verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in der Berichtsperiode leicht um 1,2 % auf -1.267 T€. Aufgrund der in den Vorjahren erfolgten umfangreichen Investitionen in die Produktionskapazitäten nahmen die Abschreibungen im Berichtszeitraum um 15,5 % auf 489 T€ zu, sodass wir für das Geschäftsjahr 2018/2019 ein um 3,0 % reduziertes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von -1,756 T€ (Vj. -1.705 T€) auswiesen. Nach Abzug von Zinsen und Steuern ergab sich ein Nettoergebnis von -1.885 T€ gegenüber -1.782 T€ im Vorjahr. Das entsprach einem Ergebnis je Aktie von -0,60 € (Vj. -0,58 €). b) VermögenslageDie Bilanz der HumanOptics AG verlängerte sich zum 30. Juni 2019 auf 9.775 T€. Gegenüber dem Vorjahreswert von 9.388 T€ entspricht das einem Plus von 4,1 %. Auf der Aktivseite ging das Anlagevermögen von 4.112 T€ auf 3.906 T€ zurück. Dabei verringerten sich die immateriellen Vermögenswerte von 26 T€ auf 19 T€ und die Sachanlagen von 4.086 T€ auf 3.887 T€, da die wesentlichen Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazitäten im Vorjahr abgeschlossen worden waren. Das Umlaufvermögen dagegen stieg von 5.091 T€ auf 5.787 T€. Hauptgrund waren die höheren Vorräte, die insbesondere infolge des stark schwankenden Geschäftsverlaufs in China mit schwachen Abrufen im dritten und einer hohen Nachfrage im vierten Quartal von 2.198 T€ auf 2.978 T€ zunahmen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich im Stichtagsvergleich leicht von 2.685 T€ auf 2.598 T€. Der Bestand an liquiden Mitteln lag Ende Juni 2019 bei 211 T€ nach 208 T€ am Vorjahresstichtag. Auf der Passivseite ging das Eigenkapital der HumanOptics AG auf 1.300 T€ zurück (30.6.2018: 2.185 T€). Dabei stand dem größeren Bilanzverlust eine Sachkapitalerhöhung in Höhe von nominal 50 T€ gegenüber, die der Großaktionär Medipart AG im November 2018 gezeichnet hat. Die Kapitalrücklage wurde von 702 T€ auf 1.652 T€ vergrößert. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich per 30. Juni 2019 auf 13,3 % (30.6.2018: 23,3 %). Die Rückstellungen, die im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich enthalten, beliefen sich am Ende des Geschäftsjahres auf 1.250 T€ nach 1.267 T€ am Vergleichsstichtag. Die Verbindlichkeiten nahmen per saldo von 5.936 T€ auf 7.224 T€ zu. Besonders deutlich von 2.635 T€ auf 4.734 T€ stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die wir vorwiegend zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit und des Wachstums einsetzen. Der Großteil des Zuwachses entfiel auf ein zusätzliches Darlehen in Höhe von 2.500 T€, das die Stadt- und Kreissparkasse Erlangen dem Unternehmen seit Juli 2018 zur Verfügung stellt. Im Rahmen der im Berichtsjahr durchgeführten Sachkapitalerhöhung brachte der Großaktionär Medipart AG einen Teilbetrag seiner Darlehensforderungen ein, um nicht nur die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft zu stärken, sondern auch die Verbindlichkeiten und die Zinsbelastung zu reduzieren. Dadurch verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 2.455 T€ auf 1.485 T€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt aufgrund höherer Materialeinkäufe zum Geschäftsjahresende auf 484 T€ (30.6.2018: 297 T€). Die Nettoverschuldung (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, abzüglich liquide Mittel) lag am Jahresende bei 6.353 T€ (30.6.2018: 5.227 T€). c) LiquiditätslageWesentliches Ziel des Finanzmanagements der HumanOptics AG ist die Sicherung der Liquidität. Darüber hinaus streben wir eine Optimierung der Finanzaufwendungen und -erträge an. Der laufende Finanzbedarf wird insbesondere über Bankkredite gedeckt. Am Geschäftsjahresende 2018/2019 belief sich der Kontokorrentrahmen auf insgesamt 1.500 T€ und war in Höhe von 894 T€ in Anspruch genommen. Darüber hinaus haben uns die am Unternehmen beteiligten Großaktionäre Darlehen in Höhe von insgesamt 1.830 T€ ohne Sicherheitenstellung zur Verfügung gestellt. Im Geschäftsjahr 2018/2019 flossen bei der HumanOptics AG für die laufende Geschäftstätigkeit Mittel in Höhe von insgesamt 1.843 T€ ab gegenüber 1.298 T€ im Vorjahr. Ausschlaggebend waren vor allem der größere Jahresfehlbetrag sowie der gestiegene Vorratsbestand, der das Working Capital mit 780 T€ belastete (Vorjahr: 307 T€). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ging gegenüber dem Vergleichszeitraum von 1.193 T€ auf 283 T€ zurück. Dabei reduzierten sich nach dem Abschluss der umfangreichen Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung insbesondere die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen von 1.180 T€ auf 275 T€. Im Berichtsjahr investierten wir vor allem in die Fertigungsautomatisierung, um unsere Produktivität zu steigern und das hohe Qualitätsniveau abzusichern. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf 2.110 T€ (Vorjahr: 2.400 T€). Hier standen Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten in Höhe von 2.830 T€ (Vorjahr: 2.560 T€) Auszahlungen zur Tilgung von Krediten in Höhe von 720 T€ gegenüber (Vorjahr: 160 T€). Per saldo verringerten sich die Finanzmittel im Geschäftsjahr 2018/2019 um 16 T€ (Vorjahr: 91 T€), sodass der Bestand am Ende der Periode bei 17 T€ lag (Vorjahr: 33 T€). IV. WEITERE LEISTUNGSINDIKATORENa) Mitarbeiterinnen und MitarbeiterEnde Juni 2019 beschäftigte die HumanOptics AG inklusive des Vorstands 133 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach 137 Personen ein Jahr zuvor. Dabei stand einer Reduzierung um 5 Personen in den Bereichen Produktion und Technology & Innovation ein leichter Aufbau der Belegschaft um 1 Person in Vertrieb und Marketing gegenüber. Der Vorstand wurde von zwei auf ein Mitglied verkleinert. In der Verwaltung waren unverändert acht Mitarbeiter tätig. Zusätzlich ist ein Auszubildender im kaufmännischen Bereich beschäftigt. Im Durchschnitt waren unsere Beschäftigten im Berichtsjahr 45 Jahre alt und seit acht Jahren bei HumanOptics tätig. Unsere hochqualifizierten und leistungsbereiten Mitarbeiter stellen die wesentliche Basis für den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens dar. Die Förderung ihrer Potenziale zählt daher zu den zentralen Aufgaben unseres Personalmanagements. Um die Beschäftigten an das Unternehmen zu binden und die Attraktivität von HumanOptics als Arbeitgeber zu erhöhen, bieten wir umfangreiche Möglichkeiten zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung. Außerdem pflegen wir eine Unternehmenskultur der Wertschätzung und nehmen soweit möglich auf persönliche Wünsche und private Lebensumstände Rücksicht, um zu einer möglichst guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie beizutragen. Darüber hinaus streben wir eine vielfältige Zusammensetzung unserer Belegschaft beispielsweise hinsichtlich Geschlecht, Alter sowie kultureller, ethnischer und beruflicher Hintergründe an, um für die Lösung anstehender Aufgaben auf unterschiedliche Erfahrungen zurückgreifen zu können. Am Stichtag Ende Juni 2019 setzte sich die Belegschaft aus 64 Frauen und 69 Männern zusammen. Der Anteil von Mitarbeitern mit nichtdeutscher Herkunft lag bei 22 %. b) Prozesse zum Qualitätsmanagement und zur QualitätssicherungDie HumanOptics AG steht für herausragende technische Präzision und ein Höchstmaß an Qualität und Sicherheit. Unsere Premium-IOLs werden mit Ultrapräzisionsmaschinen und einzigartigen Fertigungsverfahren wie beispielsweise der Sub-Nano Resolution Technology (SNRT) hergestellt, die für höchste Genauigkeit und Feinheit bei der Fertigung exakter Optikoberflächen steht. Zudem durchlaufen die Produkte während des Herstellungsprozesses mehrfache Prüfungen, werden von den Mitarbeitern wiederholt kontrolliert und freigegeben. Unser Ziel ist es, das hohe Qualitätsniveau der HumanOptics-Leistungen zu sichern, die Fertigungsprozesse permanent zu optimieren und die Zuverlässigkeit der Abläufe langfristig zu gewährleisten. Dafür haben wir ein umfassendes Qualitätsmanagement (QM)-System installiert, durch das sämtliche Prozesse in allen Produktionsstufen regelmäßig überprüft und gegebenenfalls verbessert werden. Regelmäßige interne und externe Audits stellen die Wirksamkeit des QM-Systems sicher und überwachen den Herstellungsprozess sowie die Produkte. Im Geschäftsjahr 2018/2019 durchliefen die Werke in Erlangen und Sankt Augustin unter anderem die jährlichen Audits nach EN ISO 13485 einschließlich der taiwanesischen GMP-Anforderungen und nach der Richtlinie 93/42/EWG für Medizinprodukte. Alle Testate wurden ohne wesentliche Abweichungen erteilt. Darüber hinaus fanden Inspektionen/Re-Zertifizierungen der chinesischen (CFDA) und der koreanischen Behörde (MFDS) statt, die ebenfalls erfolgreich absolviert wurden. 3. ABHÄNGIGKEITSBERICHTDer Vorstand der HumanOptics AG hat für das Geschäftsjahr 2018/2019 den nach §312 AktG vorgeschriebenen Bericht an den Aufsichtsrat erstattet und darin folgende Schlusserklärung abgegeben: "Ich erkläre, dass die HumanOptics AG nach den Umständen, die mir in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem in dem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die in dem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt wurde." 4. CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSEBERICHTI. CHANCENBERICHTa) Externe ChancenHumanOptics ist in der Gesundheitsbranche tätig, ein Markt der weltweit wächst -sowohl aufgrund der insgesamt alternden Gesellschaften in Europa als auch wegen der beispielsweise in Asien immer größer werdenden Mittelschicht, die zunehmend bereit ist, in die eigene Gesundheit zu investieren. Ein gutes Sehvermögen ist zudem wesentlicher Bestandteil einer hohen Lebensqualität. Durch die Behandlung mit unseren Produkten können Patienten nicht nur medizinisch, sondern auch ästhetisch und psychisch große Verbesserungen erreichen. Die daraus entstehenden Chancen wollen wir durch den verstärkten Vertrieb von High-End-Lösungen in unseren bestehenden Märkten, insbesondere in Deutschland, weiteren europäischen Ländern, China, Russland und Vietnam, sowie die Erschließung neuer Regionen wie den Nahen Osten, Indien und Südamerika ausschöpfen. Besonders großes Potenzial sehen wir derzeit für unsere künstliche Iris in den USA. Nach mehrjährigen klinischen Studien und Vorarbeiten erhielten wir am Ende des Geschäftsjahres 2017/2018 die erforderliche FDA-Zulassung und konnten unser Produkt in der Berichtsperiode in diesem hochattraktiven Markt einführen. Unsere CUSTOMftEX® Artificial/r/s ist derzeit das einzige derartige Produkt, das in den USA zugelassen ist und den dort bisher nicht abgedeckten medizinischen Bedarf adressiert. Im Rahmen einer medizinischen Studie wurden bereits über 600 erfolgreiche Operationen an zwölf Kliniken durchgeführt, seit der Markteinführung fanden weitere 120 Eingriffe statt. Dabei konnten wir uns innerhalb des sehr spezialisierten Marktes für Augenchirurgie in den USA bereits eine hohe Reputation erarbeiten. Wir schätzen, dass das Marktpotenzial für unser Produkt in den USA bei rund 150 Kliniken und 1.000 bis 1.500 Patienten pro Jahr liegt. Die tatsächliche Anzahl der Behandlungen ist stark davon abhängig, ob die Kosten dafür erstattet werden. Mit der ebenfalls im Berichtsjahr beantragten Kassenzulassung für CUSTOMFLEX® Artificial/r/s erwarten wir daher einen deutlichen Nachfrageschub. Stark wachsend sind im Zuge der demografischen Entwicklung auch IOLs zur Behebung von Alterssehschwäche (Presbyopia) sowie der Markt für multifokale Linsen. Insgesamt wächst das Segment, das wir mit unseren Produkten der Enhanced and Advanced Technology bedienen (z. B. torische Linsen zur zusätzlichen Korrektur der Hornhautverkrümmung oder IOLs zur Behandlung von grauem Star), doppelt so schnell wie die Nachfrage nach konventionellen Standardlinsen. b) Interne ChancenIndem wir uns verstärkt auf High-End-IOLs und künstliche Iriden konzentrieren, positionieren wir uns zunehmend im oberen Marktsegment. Dadurch ist HumanOptics, anders als bei technologisch weniger anspruchsvollen Produkten, einem geringeren Wettbewerb und damit auch einem vergleichsweise niedrigen Preisdruck ausgesetzt, was sich mittelfristig positiv auf die Ertragslage auswirken dürfte. Weitere positive Effekte für unser Geschäft ergeben sich aus unserem Ruf als innovatives und qualitätsorientiertes Unternehmen. Dass unsere Produkte zu 100% in Deutschland entwickelt und gefertigt werden, gilt insbesondere in den außereuropäischen Wachstumsmärkten als klares Qualitätsmerkmal. Auch die Zertifizierung unserer Produkte durch die anspruchsvollen Zulassungsverfahren in den bedeutendsten Märkten, insbesondere Europa (CE-Kennzeichnung), USA (FDA-Zertifizierung) und China (CFDA-Zulassung) führt weltweit zu Reputationsgewinnen. Vor allem aber sind diese Zertifizierungen wichtig für den Zugang zu den entsprechenden Marktpotenzialen. Auf die nach der Übergangsphase ab Ende Mai 2020 für uns maßgebliche EU-Verordnung für Medizinprodukte (MDR) und die dadurch zu erwartenden verschärften Anforderungen sind wir ebenfalls bestmöglich vorbereitet. Der im vergangenen Geschäftsjahr abgeschlossene Ausbau sowie die große Präzision unserer Produktionsanlagen ermöglichen es HumanOptics, in den kommenden Jahren kräftig zu wachsen, und bilden zugleich eine wesentliche Grundlage für die hohe Qualität unserer Produkte. II. RISIKOBERICHTAls international ausgerichtetes und tätiges Unternehmen sieht sich die HumanOptics AG regelmäßig mit Risiken und Chancen konfrontiert. Die vom Vorstand festgelegte Risikostrategie gibt vor, sich bietende Chancen konsequent zu nutzen und Risiken nur dann kontrolliert einzugehen, wenn sie überschaubar und beherrschbar sind. a) RisikomanagementsystemHumanOptics verfügt über ein Risikomanagementsystem, das eine frühzeitige Identifizierung und Analyse von Risiken ermöglicht, um diese zu steuern, zu minimieren oder wenn möglich zu vermeiden. Zudem werden geeignete Vorsorgemaßnahmen getroffen und bei Bedarf zeitnah und wirksam adäquate Gegenmaßnahmen eingeleitet. Grundlage für das System sind umfangreiche Informationen über die wirtschaftliche Entwicklung, die Liquiditätssituation, ausstehende Forderungen und weitere Kennzahlen der Gesellschaft, die regelmäßig und zeitnah erfasst und ausgewertet werden. Aufgrund der flachen Strukturen des Unternehmens mit wenigen Hierarchiestufen kann der Vorstand Risiken frühzeitig erkennen. Auch der Aufsichtsrat wird regelmäßig und zeitnah über möglicherweise entstehende Risiken unterrichtet. b) RisikenNachfolgend werden die wesentlichen für HumanOptics bestehenden Einzelrisiken dargestellt. Die Reihenfolge der Auflistung spiegelt unsere gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikomaßes für die Gesellschaft nach Berücksichtigung risikobegrenzender Maßnahmen in absteigender Reihenfolge wider. Risiko durch mangelnden Erfolg der ProdukteDie von uns entwickelten und vertriebenen Produkte genügen ausnahmslos einem hohen Qualitätsstandard und werden im Rahmen umfangreicher F&E-Aktivitäten entsprechend der aktuellen Marktanforderungen fortwährend weiterentwickelt. Dennoch besteht grundsätzlich ein bedeutendes Risiko, dass unsere Produkte nicht den geplanten Erfolg erzielen. Hierfür sind verschiedene Ursachen denkbar: So könnten Mitbewerber neue Produkte im High-End-Bereich entwickeln, die stärker nachgefragt werden als die Erzeugnisse der HumanOptics AG. Zudem besteht die Möglichkeit, dass unsere Produkte von den Zielgruppen nicht in ausreichendem Maße angenommen werden. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, betreiben wir intensive Vertriebsaktivitäten, präsentieren uns regelmäßig auf Fachmessen bzw. Kongressen und halten engen Kontakt zu unseren Abnehmern. Begleitet werden diese Maßnahmen von einer unterstützenden Öffentlichkeitsarbeit. Zusätzlich minimieren wir dieses Risiko durch ein breites Leistungsportfolio und permanente Produktentwicklungen in intensiver Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen. Allgemeine VertriebsrisikenDas Verfehlen der geplanten Absatzmengen, der kalkulierten Preise und der Kundenbedürfnisse stellen zentrale Vertriebsrisiken dar. Durch den überwiegenden Direktvertrieb in Deutschland wird dieser wichtige Markt intensiv von HumanOptics bearbeitet, was entsprechende Risiken zusammen mit den daraus resultierenden engen Kundenkontakten minimiert. Abweichungen von den Erwartungen können wir mit Hilfe unserer detaillierten Planung zeitnah erkennen und unverzüglich darauf reagieren. Im Ausland bestehen Abhängigkeiten zwischen der HumanOptics AG und den großen Distributoren. HumanOptics trägt dabei weder ein Bestands- noch ein Forderungsausfallrisiko gegenüber den Endkunden, wofür der Distributor einen Teil der jeweiligen Produktdeckungsbeiträge erhält. Zudem beruhen die Geschäftsbeziehungen auf einer beiderseitigen Exklusivität, sodass die Partner gemeinsame wirtschaftliche Interessen verfolgen. Die Gefahr des Ausfalls eines oder mehrerer Distributoren wird dadurch verringert. Auch das Risiko einer Vertragsbeendigung aufgrund möglicher politischer Sanktionen halten wir für gering, da Medizinprodukte in der Regel nicht oder nur eingeschränkt von diesen betroffen sind. Liquiditäts- und FinanzierungsrisikenDie kostenintensive Entwicklung, Produktion und der Vertrieb der HumanOptics-Produkte müssen durch nachhaltige, effiziente Verkäufe finanziert werden. Falls sich die Geschäftserwartungen über einen längeren Zeitraum nicht erfüllen, besteht ein unmittelbares Liquiditätsrisiko, das über externe Finanzierungsmaßnahmen oder die Sicherung des operativen Cashflow kompensiert werden muss. Zu den Gegensteuerungsmaßnahmen gehört unter anderem die Reduzierung des Cashflow aus Investitionen, indem wir geplante Maßnahmen verschieben oder einschränken. Verschärft werden kann das Liquiditätsrisiko durch mögliche Ausfälle im Forderungsbestand eines oder mehrerer Kunden. Um daraus eventuell resultierende finanzielle Belastungen zu begrenzen, verfügen wir über ein konsequentes Forderungsmanagement, das zur Verringerung der Ausfallquote beiträgt. Darüber hinaus tragen ein effizientes Controlling und das im Unternehmen installierte Cash Management dazu bei, das Liquiditätsrisiko zu minimieren. Da im Berichtsjahr erneut ein hoher Jahresfehlbetrag entstanden ist und wir auch im laufenden Geschäftsjahr mit einem weiteren Fehlbetrag rechnen, besteht über die grundsätzlichen Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken hinaus derzeit eine erhöhte Risikolage, die wir durch eine enge Liquiditätssteuerung und die konsequente Verfolgung unseres Mitigation-Plans zur Cashflow-Kontrolle engmaschig überwachen. Die Fehlbeträge resultierten aus bewusst durchgeführten, eng gesteuerten Maßnahmen zur Verbesserung der Marktstellung, tragen also zur künftigen Expansion der Gesellschaft bei. Die beiden Großaktionäre unterstützen den Wachstumskurs in vollem Umfang und mit substanziellen Gesellschafterdarlehen. Im Berichtszeitraum zeichnete unser Großaktionär Medipart AG eine Kapitalerhöhung gegen Einbringung eines Teilbetrags der Darlehensforderung an die HumanOptics AG in Höhe von nominal 50 T€ und trug damit zur nachhaltigen Stärkung des Eigenkapitals sowie zur Verringerung der Verbindlichkeiten bei. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2019/2020 zeichnete die Medipart AG am 9. August 2019 eine weitere Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, wodurch die Eigenkapitalbasis um 1,37 Mio. € weiter gestärkt wurde. Die HumanOptics AG verfügt bei ihren Bankenpartnern über eine vertraglich gesicherte Kreditlinie in Höhe von 1,5 Mio. €. Damit ist der Finanzierungsbedarf gemäß unserer mittelfristigen Wachstumsstrategie abgesichert. LieferrisikoAufgrund der teilweise stark expandierenden Geschäftstätigkeit unserer Abnehmer, die zu einem spürbar steigenden Bedarf an unseren Produkten führt, könnte es zu eventuellen Lieferengpässen und möglicherweise sogar Kundenverlusten kommen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken und unser eigenes Unternehmenswachstum voranzutreiben, weiten wir kontinuierlich unsere Produktionskapazitäten aus. Unter anderem wurde im Berichtsjahr erfolgreich ein strategisches Sourcing-Projekt durchgeführt. Ziel ist es, eine sichere Versorgung mit allen relevanten Materialien und Zukaufprodukten, auch im Hinblick auf die noch unklaren Auswirkungen des Brexit zu sichern. QualitätsrisikenDie von der HumanOptics AG entwickelten, produzierten und vertriebenen Produkte zeichnen sich durch einen besonders hohen Qualitätsstandard aus. Abweichungen bei einzelnen Erzeugnissen von diesem Niveau könnten erheblichen Einfluss auf den Vertrieb von einzelnen Produktgruppen oder gegebenenfalls auch des gesamten Portfolios haben, da bei Kunden oder Zulassungsbehörden generelle Zweifel an der Sicherstellung der Produktqualität entstehen könnten. Im Rahmen des umfassenden innerbetrieblichen Qualitätsmanagements haben wir entsprechende Vorkehrungen getroffen, die in vielen Bereichen die Vorgaben der Zulassungsbehörden übertreffen. Dazu haben wir unser QM/QS-Team verstärkt, um die steigenden Anforderungen der Behörden (FDA, CFDA, TÜV) bewältigen zu können. Vertriebsrisiken in ChinaChina ist für die HumanOptics AG nach wie vor der bedeutendste Auslandsmarkt. Hieraus resultieren Risiken bezüglich des dortigen Distributionspartners, mit dem wir einen hohen Anteil unseres Jahresumsatzes erzielen. Seit dem Geschäftsjahr 2017/2018 ist der chinesische Partner als strategischer Investor an der HumanOptics AG beteiligt, wodurch die Risiken erheblich reduziert werden konnten. Die enge Zusammenarbeit, beispielsweise durch die Einbeziehung des Partners in die Absatzplanungen, den kontinuierlichen Austausch über Lagerbestände oder den gemeinsamen Besuch von Fachmessen, festigt zusätzlich die Geschäftsbeziehung. Darüber hinaus bestehen grundsätzlich substanzielle Risiken in China, sollten unsere Produkte in Zukunft keine Bestätigung der entsprechenden Vertriebszulassungen durch die dortigen Behörden erhalten. Derzeit sind diese jedoch als niedrig einzuschätzen, da alle in China verkauften Produkte eine Zulassung seitens der chinesischen CFDA erhalten haben. Mittelfristiges Ziel der HumanOptics AG ist es, den Anteil des chinesischen Geschäfts am Gesamtumsatz zu reduzieren, indem wir die Expansion in den anderen von uns belieferten Regionen vorantreiben. Insbesondere in den USA rechnen wir nach der erfolgreichen FDA-Zertifizierung und der bereits beantragten Kassenzulassung der künstlichen Iris mit hohen Wachstumsraten. Aufgrund der enormen Größe des Absatzmarktes China und der anhaltend starken Nachfrage erwarten wir jedoch eine weiter lebhafte Umsatzentwicklung in diesem Land. Risiko aus steigenden ZulassungsvoraussetzungenIn nahezu allen Absatzmärkten der HumanOptics AG sind für die Einfuhr und den Vertrieb von medizinischen Produkten bestimmte Zulassungsvoraussetzungen erforderlich, die länderspezifisch variieren. Hohe Anforderungen stellen insbesondere die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA und die chinesische Behörde CFDA. In diesen Regionen kann sich der Erprobungs- und Zulassungsprozess unserer Produkte über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstrecken. In den letzten Jahren orientierten sich Zulassungsbehörden anderer Länder zunehmend an den Vorgaben der FDA und - vor allem in asiatischen Absatzmärkten - der CFDA. Durch die damit verschärften Zulassungsvoraussetzungen für neu entwikkelte Produkte bzw. Produkte, die in zusätzlichen Absatzmärkten zugelassen werden sollen, entsteht das Risiko erheblicher zeitlicher Verzögerungen bis zum Vertrieb. Für den europäischen Markt ist im Mai 2017 die neue EU-Verordnung für Medizinprodukte Medical Device Regulation (MDR) in Kraft getreten, die alle bisher geltenden entsprechenden Regelungen ablöst. Die für Hersteller von bereits zugelassenen Medizinprodukten geltende Übergangsfrist von drei Jahren läuft im Mai 2020 ab. Danach ist mit längeren Vorlaufzeiten und steigenden Aufwendungen insbesondere hinsichtlich der klinischen Entwicklung, der technischen Dokumentation und der Marktüberwachung der Produkte zu rechnen. Das konkrete Ausmaß aller mit Einführung der neuen Regelung verbundenen Zulassungsvoraussetzungen steht allerdings aktuell noch nicht fest, was die Unsicherheit in Bezug auf die daraus resultierenden Kosten erhöht. Um die entsprechenden Risiken möglichst gering zu halten, haben wir die Vorbereitungsmaßnahmen für die bereits feststehenden Anforderungen vollumfänglich getroffen und pflegen einen engen Kontakt zu den Regulierungsbehörden, um eventuell noch erforderliche Schritte möglichst frühzeitig einleiten zu können. WechselkursrisikoDie HumanOptics AG agiert weltweit. Aufgrund der internationalen Verkäufe unterliegt die Gesellschaft grundsätzlich einem mittelbaren Wechselkursrisiko, da die Fakturierung der Umsatzerlöse überwiegend in Euro erfolgt. Bei einem hohen Euro-Kurs im Verhältnis zum US-Dollar könnten unsere Produkte beispielsweise nur zu einem entsprechend niedrigeren Preis verkauft werden, was die Ertragskraft der Gesellschaft belasten würde. Dieses Risiko verringern wir durch ein Natural Hedging, indem wir die von einer Währung in eine andere zu konvertierende Summe möglichst minimieren. Abhängigkeit vom FachkräftebestandIm Fall eines gleichzeitigen Ausscheidens mehrerer erfahrender Mitarbeiter würde dem Unternehmen Experten Know-how in größerem Ausmaß verloren gehen. Wir wirken diesem Risiko durch umfangreiche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und -weiterentwicklung entgegen. Darüber hinaus unterhalten wir enge Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, um frühzeitig Nachwuchskräfte an die Gesellschaft zu binden. Etwaigen krankheitsbedingten Ausfällen begegnen wir durch eine qualifizierte arbeitsmedizinische Betreuung unserer Mitarbeiter sowie gesundheitsfördernde Maßnahmen. Zudem werden kritische Funktionen doppelt besetzt bzw. durch Stellvertreterregelungen abgesichert. Für das geplante Wachstum des Unternehmens beginnen wir frühzeitig mit der Suche nach geeignetem qualifiziertem Personal, um dem aktuell bestehenden Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken. Abhängigkeit von LieferantenDie von uns benötigten Rohmaterialien beziehen wir von ausgewählten Lieferanten. Sollten sich deren Lieferbedingungen stark zu unseren Ungunsten verändern, wären wir gezwungen, neue Beschaffungsquellen für das Material zu finden, die unseren hohen Qualitätsansprüchen genügen. Dabei entstünde die Gefahr kurzzeitiger Lieferengpässe, wenn dieser Prozess längere Zeit in Anspruch nimmt. Zudem sind bei einem Lieferantenwechsel höhere Einkaufspreise nicht auszuschließen. Beide Szenarien hätten unmittelbare Auswirkungen auf die Ertragslage des Unternehmens. Über eine entsprechende Bevorratung begrenzen wir dieses Risiko wirkungsvoll. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr ein strategisches Sourcing-Projekt abgeschlossen, um unter anderem die gesicherte Beschaffung von Rohlingen langfristig zu gewährleisten. IT-RisikenGrundlage einer modernen Arbeitsumgebung ist eine sichere, effektive IT-Infrastruktur. Die zunehmende Vernetzung der Systeme und die Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzte Informationstechnologie. Trotz diverser Sicherheitsmaßnahmen kann ein Ausfall der Systeme nicht vollständig ausgeschlossen werden. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass Kunden- und/oder Zahlungsdaten verloren gehen oder über einen längeren Zeitraum nicht zur Verfügung stehen. Sollten anhaltende Störungen in den Produktionsanlagen auftreten, könnte dies zu Lieferengpässen und in der Folge zu temporären Umsatz- und Ergebniseinbußen führen. Im Berichtsjahr wurde ein umfassendes Audit durch den Datenschutzbeauftragten durchgeführt, um die Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung zu bestätigen und Mängel im System, die zu Störungen, Verlust oder Manipulation von Daten führen können, zu finden und zu beheben. Ein von der Versicherungsgesellschaft initiierter Sicherheitstest wurde ebenfalls erfolgreich beendet, sodass mit Wirkung zum Juli 2019 eine Cyber-Versicherung abgeschlossen wurde. Zudem sind im Geschäftsjahr 2019/2020 umfangreiche Investitionen in ein neues Serverkonzept geplant, um die Verlässlichkeit des Systems weiter zu optimieren. c) GesamtrisikosituationNach Bewertung der aktuellen und künftigen potenziellen Risiken sowie unter Berücksichtigung der eingeleiteten Gegenmaßnahmen kommen Vorstand und Aufsichtsrat der HumanOptics AG zu dem Urteil, dass im Geschäftsjahr 2018/2019 sowie zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Berichts keine bewertbaren Risiken zu erkennen waren, die einzeln oder in Kombination eine Gefahr für den Bestand des Unternehmens darstellen. III. PROGNOSEBERICHTa) Erwartete Geschäftsentwicklung und ErtragslageNach den Verzögerungen im Geschäftsjahr 2018/2019 rechnet der Vorstand in der laufenden Berichtsperiode 2019/2020 mit einer Umsatzsteigerung im unteren zweistelligen Prozentbereich. Dabei gehen wir in unseren drei wichtigsten Märkten -Deutschland, China und den USA - sowie im Großteil der übrigen Absatzregionen von Zuwächsen aus. Im Inland wollen wir vor allem das Geschäft mit unserer CUSTOMFLEX® Artificiallris sowie mit High-End-IOLs wie der ASPIRA-aXA ausbauen. Erste Impulse erwarten wir uns ferner von der geplanten Markteinführung der neuen Trifokal-Linse TRIVA-aA. Auch in anderen europäischen Ländern rechnen wir mit spürbarem Wachstum, unter anderem in Spanien und Frankreich, wo sich die im Vorjahr verzögerte Markteinführung von ASPIRA-aXA nun in vollem Umfang positiv auswirken sollte. Von deutlich höheren Erlösen gehen wir außerdem in China aus. Dort sowie in anderen Schwellenländern bereiten wir die Einführung unserer künstlichen Iris vor. In den USA dürfte der Umsatz nach Erhalt der bereits beantragten Kassenzulassung für unsere künstliche Iris in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres kräftig zunehmen. Ein ähnliches Projekt wurde in Frankreich eingeführt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird 2019/2020 rund -315 T€ betragen (2018/2019: -1.267 T€). Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gehen wir von einem zwar noch negativen, aber gegenüber Vorjahr deutlich verbesserten Wert in Höhe von -823 T€ aus (2018/2019: -1.756 T€). Neben dem Umsatzwachstum profitiert die Ertragslage aus heutiger Sicht von der geplanten Effizienzsteigerung in der Produktion. Außerdem rechnen wir mit positiven Effekten durch Verbesserungen in der Absatzplanung und dem Vorratsmanagement für unser Geschäft in China. Die allgemeinen Prämissen für diese Prognose sind in den Kapiteln gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen' sowie ,Chancen- und Risikobericht' beschrieben. b) Erwartete Finanzlage und InvestitionenDas voraussichtlich nochmals negative Ergebnis wird im laufenden Geschäftsjahr sowohl unsere Finanzlage als auch die Eigenkapitalbasis belasten. Am 9. August 2019 zeichnete unser bisheriger Großaktionär Medipart AG eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital um nominal 100 T€ gegen Bareinlage in Höhe von 1.370.000 € und stärkte unsere Eigenkapitalbasis damit nachhaltig. Ende August informierte uns die Medipart AG, dass sie ihren Anteil von 73,4 % am Aktienkapital unseres Unternehmens an einen chinesischen Investor verkauft. Der Abschluss erfolgt unter dem Vorbehalt der Erfüllung der üblichen Bedingungen, einschließlich der erforderlichen Genehmigungen durch die chinesischen Behörden. Darüber hinaus verfügen wir mit der geplanten Realisierung unserer Expansionschancen in den Folgejahren über eine sehr gute Basis, um die Finanz- und Eigenkapitalsituation mittelfristig zu verbessern. Die im laufenden Jahr geplanten strategischen Maßnahmen sind weiterhin in ausreichendem Umfang finanziert. Das Investitionsvolumen wird sich 2019/2020 aus heutiger Sicht leicht über dem Vorjahresniveau bewegen. Der Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung unserer EDV-Infrastruktur und Prozessoptimierungen. c) Gesamtaussage zur voraussichtlichen EntwicklungAufgrund der Verzögerungen, die sich im Berichtsjahr 2018/2019 für unser Geschäft in verschiedenen Ländern ergaben, haben sich unsere Erwartungen um ein Jahr nach hinten verschoben. Im Geschäftsjahr 2019/2020 ist mit einem Umsatzplus im unteren zweitstelligen Prozentbereich und einer deutlichen Ergebnisverbesserung zu rechnen, wobei wir erneut einen Fehlbetrag erwarten. Dank der Kapitalerhöhung durch unseren bisherigen Mehrheitsaktionär Anfang August 2019 wurde unsere Eigenkapitalbasis gestärkt, sodass wir unsere Strategie weiterhin vorantreiben können. Im Mittelpunkt steht dabei weiterhin der weltweite Ausbau unserer Marktposition bei künstlichen Iriden und High-End IOLs mit besonderem Augenmerk auf dem Iriden-Geschäft in den USA.
Erlangen, 11. September 2019 Dr. Pierre Billardon, Vorstand & CEO 1. BILANZ ZUM 30. JUNI 2019DER HUMANOPTICS AG, ERLANGENAktiva
Anmerkung: Der in Euro aufgestellte Jahresabschluss ist zum Zweck der Übersichtlichkeit in Tausend Euro ausgewiesen. 2. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JULI 2018 BIS ZUM 30. JUNI 2019DER HUMANOPTICS AG, ERLANGEN
Anmerkung: Der in Euro aufgestellte Jahresabschluss ist zum Zweck der Übersichtlichkeit in Tausend Euro ausgewiesen. 3. KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018/2019DER HUMANOPTICS AG
4. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2018/2019DER HUMANOPTICS AG, ERLANGEN
Anmerkung: Der in Euro aufgestellte Jahresabschluss ist zum Zweck der Übersichtlichkeit in Tausend Euro ausgewiesen. ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018/2019DER HUMANOPTICS AG, ERLANGENA. RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE UND BEWERTUNGSMETHODENBei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der HumanOptics AG, Erlangen (Amtsgericht Fürth, HRB 7714), die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften freiwillig angewandt worden. Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Von den größenabhängigen Erleichterungen nach §288 Abs. 2 HGB wurde in Bezug auf bestimmte Anhangangaben Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sind mit den Anschaffungs-/Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti und vermindert um planmäßige Abschreibung bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Das übrige Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden sowohl nach der degressiven als auch nach der linearen Methode vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden abnutzbare geringwertige Anlagegüter analog §6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Abweichend hiervon wurden in Vorjahren abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter über 150,00 € bis 1.000,00 € analog § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Neuzugänge an beweglichen Anlagegütern wurden in 2018/2019 nach der linearen Methode abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Waren sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den fertigen Erzeugnissen sowie den Waren wurden zur Berücksichtigung unzureichender Gängigkeit bzw. fehlender Verwertbarkeit Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag vorgenommen, deren Höhe sich nach dem Verbrauch der letzten zwei Jahre bezogen auf den Jahresendbestand richtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 4 % gebildet. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens; bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung in diesen Fällen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ1. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND SACHANLAGENDie Gliederung zum 30. Juni 2019 und die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018/2019 sind in dem als integraler Bestandteil dieses Anhangs beigefügten Anlagespiegel dargestellt. 2. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGENDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 453.213,28 € (Vj. 563.001,54 €) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 3. FLÜSSIGE MITTELDer Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. 4. EIGENKAPITALDas gezeichnete Kapital ist zum 30. Juni 2019 eingeteilt in 3.140.000 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 €. Genehmigtes KapitalDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Dezember 2016 ermächtigt worden, in der Zeit bis zum 15. Dezember 2021 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.545.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 1.545.000 neuen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016/I). Das genehmigte Kapital 2016/I ist im Wege der Satzungsänderung von § 7 Abs. 2 der Satzung am 23. Januar 2017 in das Handelsregister eingetragen worden und beträgt derzeit noch 1.495.000,00 €. Ausgegeben werden dürfen jeweils nur Stammaktien. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der Bezugsrechtsausschluss ist jedoch nur in folgenden Fällen zulässig:
Über den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Vorstand machte von der Ermächtigung vom 16. Dezember 2016 am 30. November 2018 Gebrauch und beschloss eine Kapitalerhöhung durch Sacheinlage in Höhe von 1.000.000,00 €. Dies wurde vom Aufsichtsrat am 30. November 2018 genehmigt. Daraufhin hat der Mehrheitsaktionär Medipart AG mit Sitz in Unterägeri/ Schweiz aus dem Genehmigten Kapital 2016/I einen Teilbetrag in Höhe von nominal € 1.000.000,00 seiner Darlehensrückzahlungsforderung gegen die HumanOptics AG aus dem mit ihr am 18. Januar 2018 abgeschlossenen Kreditvertrag 01/2018 als Sacheinlage in die Gesellschaft eingebracht. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde von 3.090.000,00 € um 50.000,00 € auf 3.140.000.00 € durch Ausgabe von 50.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 € erhöht. Das Grundkapital beträgt nach der vorgenommenen Kapitalerhöhung zum 30. Juni 2019 3.140.000,00 €. Nach teilweiser Ausnutzung beträgt das genehmigte Kapital zum 30. Juni 2019 1.495.000.00 €. Die neuen Aktien wurden zu einem Ausgabebetrag von 20,00 € pro Stückaktie ausgegeben. Der den Nennwert von 1,00 € übersteigende Betrag wurde in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt, wodurch diese sich im Berichtsjahr um 950.000,00 € erhöhte. Bedingtes KapitalDas Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Dezember 2017 um bis zu 1.236.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 1.236.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie
Die neuen Aktien nehmen von dem Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen. 5. RUCKSTELLUNGENDie sonstigen Rückstellungen enthalten folgende wesentliche Positionen:
6. VERBINDLICHKEITENNachfolgend erfolgt die Darstellung der Fristigkeiten der Verbindlichkeiten in Form eines Verbindlichkeitenspiegels:
Als Sicherheit für die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Darlehen bei der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen, die zum Bilanzstichtag mit 3.840 T€ valutierten, dienen zwei Grundschulden in Höhe von insgesamt 1.367 T€ auf dem Betriebsgrundstück Westerwaldstr. 11-13, Sankt Augustin. Das in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltene Darlehen in Höhe von 2.500 T€ ist zusätzlich durch eine harte Patronatserklärung über 1.000 T€ sowie durch die Verpfändung eines Wertpapierdepots der Medipart AG bei der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen besichert. Daneben sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 894 T€ durch Sicherungsübereignung des Warenlagers sowie Abtretung von Kundenforderungen gesichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ein Darlehen der Medipart AG, Unterägeri/Schweiz. Das Darlehen wurde ohne Sicherheitenstellung gewährt und valutiert zum 30. Juni 2019 mit 1.485 T€. Die Höhe des Zinssatzes ist abhängig von der Entwicklung des 1-Monats-Euribors und betrug zum 30. Juni 2019 1,91 % p.a. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht enthalten ein Darlehen der Salt Spring Company Limited, Kow-loon/Hong Kong/China, einem Aktionär der HumanOptics AG, Erlangen. Das Darlehen ist ohne Sicherheitenstellung gewährt. Die Zinszahlungen der HumanOptics AG, Erlangen, an die Salt Spring Company Limited, Kowloon/Hong Kong/China, erfolgen monatlich. Die Höhe des Zinssatzes ist abhängig von der Entwicklung des 1-Monats-Euribors und betrug zum 30. Juni 2019 1,91 % p. a. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 127.567,62 € (Vj. 157.823,79 €) enthalten. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind in Höhe von 9.806,94 € (Vj. 5.507,10 €) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hatten im Vorjahr 1.080 T€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und 320 T€ eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht hatten im Vorjahr 345 T€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sämtliche andere Verbindlichkeiten waren im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. UMSATZERLÖSENachfolgend erfolgt eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten.
2. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEUnter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Forschungszuschüssen in Höhe von 132.054,39€ (Vj. 159.814,39 €), Zuschüsse für Personal in Höhe von 31.321,27 € (Vj. 5.428,63 €), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 9.152,71 € (Vj. 32.455,21 €) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 5.104,46 € (Vj. 11.380,56 €) ausgewiesen. 3. PERSONALAUFWANDIn der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von 1.568,36 € (Vj. 10.203,00 €) enthalten. 4. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Einstellungen in die Einzelwertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von 34.384,00 € (Vj. 59.185,97 €) sowie Kursverluste in Höhe von 26.301,51 € (Vj. 48.939,65 €). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 138.138,72 € (Vj. 1.324,33 €), im Wesentlichen für Kostenerstattungen und Gutschriften für frühere Geschäftsjahre (128 T€) sowie für Nachzahlungen an die Künstlersozialkasse aus Vorjahren (10 T€), ausgewiesen. 5. ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGENDie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen an verbundene Unternehmen (Medipart AG, Unterägeri/Schweiz) in Höhe von 38.933,04 € (Vj. 40.698,89 €). D. KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung entspricht den allgemeinen Grundsätzen. Der Finanzmittelfonds in Höhe von 17T€ enthält "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" in Höhe von 211 T€ sowie Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 194T€. Der Kontokorrentrahmen in Höhe von insgesamt 1.500 T€ ist darüber hinaus mit zwei Geldmarktkrediten in Höhe von insgesamt 700 T€ in Anspruch genommen. Die im Geschäftsjahr geleisteten Zinszahlungen betragen 145 T€, nennenswerte Zinseinnahmen sind nicht angefallen. Ertragsteuern wurden in Höhe von 14 T€ bezahlt und in Höhe von 245 T€ erstattet. Die Entwicklung der einzelnen Cashflow-Positionen im Geschäftsjahr 2018/2019 ist in der als integralem Bestandteil dieses Anhangs beigefügten Kapitalflussrechnung dargestellt. E. SONSTIGE ANGABEN1. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENAm 30. Juni 2019 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen, gegliedert nach Fälligkeiten:
2. MITARBEITERDie durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich wie folgt entwickelt:
3. AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTETeile der Produktionsanlagen an den Standorten Erlangen und Sankt Augustin sind geleast. Die dafür angefallenen Leasingaufwendungen betrugen im Berichtsjahr 479T€. Die Maßnahmen dienen der Entlastung des Refinanzierungsvolumens, wodurch sich Spielräume für weitere Investitionsmöglichkeiten ergeben. 4. ANGABEN ZUM ABSCHLUSSPRÜFERHONORARFür Abschlussprüfungsleistungen des Abschlussprüfers sind Honorare in Höhe von 22.833,71 € als Aufwand erfasst worden. Die sonstigen Leistungen des Abschlussprüfers betrugen 2.373,75 €. 5. ORGANEMitglieder des Aufsichtsrats sind:
Die Bezüge des Aufsichtsrats haben sich im Geschäftsjahr auf 50 T€ belaufen. Vorstand der Gesellschaft ist:
Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 6. ANGABEN GEMÄSS § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTGDie Medipart AG, Unterägeri/Schweiz, hat uns mit Schreiben vom 2. Februar 2012 bekannt gegeben, dass sie eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne von § 20 Abs. 4 AktG hält. Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist bei Bestehen einer Beteiligung an der Gesellschaft, die gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt wurde, der veröffentlichte Inhalt der Mitteilung anzugeben: "Hiermit geben wir bekannt, dass die Medipart AG, Zugerstraße 46, 6314 Unterägeri, Schweiz, unmittelbar und ohne Zurechnung gemäß § 20 Abs. 2 AktG die Mehrheit der Kapitalanteile und Stimmrechte an der HumanOptics AG hält und damit eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne von § 20 Abs. 4 AktG besteht." 7. NACHTRAGSBERICHTWie bereits dargelegt, ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung festzulegen. Der Vorstand machte von dieser Ermächtigung am 09. August 2019 Gebrauch und beschloss eine Kapitalerhöhung durch Bareinlage durch Ausgabe von 100.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 €. Dies wurde vom Aufsichtsrat am 09. August 2019 genehmigt. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde von 3.140.000,00 € um 100.000,00 € auf 3.240.000,00 € durch Ausgabe von 100.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 € erhöht. Der Ausgabebetrag betrug in Ansehung des Börsenkurses 13,70 € je neuer Aktie. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre wurde gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen. Die neuen Aktien sind ab dem Beginn des Geschäftsjahrs 2019/2020 gewinnberechtigt. Zur Zeichnung der neuen Aktien zum geringsten Ausgabebetrag von 1,00 € je neuer Aktie wurde alleine die Medipart AG mit Sitz in Unterägeri, Schweiz, zugelassen. Der Gesamtplatzierungspreis beträgt damit 1.370.000,00 € und wurde in vollem Umfang am 13. August 2019 in bar erbracht. Die Kapitalerhöhung wurde am 28. August 2019 im Handelsregister eingetragen. Am 30. August 2019 gab die Medipart AG als Mehrheitsaktionärin bekannt, dass sie einen Aktienkaufvertrag unterzeichnet hat, gemäß dem sie ihren Anteil von 73,4 % am Aktienkapital der HumanOptics AG an einen chinesischen Investor verkauft. F. ERGEBNISVERWENDUNGDer Bilanzverlust in Höhe von -3.506.453,20 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Erlangen, 11. September 2019 HumanOptics AG Dr. Pierre Billardon, Vorstand & CEO BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAN DIE HUMANOPTICS AG, ERLANGENPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der HumanOptics AG, Erlangen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HumanOptics AG, Erlangen, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 11. September 2019 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer Olga Resnik, Wirtschaftsprüferin |
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