invenio Automation Solutions GmbHLiquidiert

Eisenstraße 9, 65428 Rüsselsheim am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 97998
Eingetragen
17.7.2018
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von Maschinen für die additive Fertigung
Gegenstand
die Entwicklung und Umsetzung von Technologien und Lösungen im Bereich der Automation und Robotik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kai F. Wißler
seit 17.7.2018
Geschäftsführer
Franz-Josef Völkl
seit 17.7.2018
Geschäftsführer
Thomas Pfeffer
seit 17.7.2018
Geschäftsführer
Johannes Kernbichl
seit 17.7.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
T***** K********
10.00%
F********** V***
10.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Invenio AG
Germany
17.500 €
70.00%
T***** K********
2.500 €
10.00%
F********** V***
2.500 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

invenio AG

Schwalbach am Taunus

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzern-Anhang Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wird unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB und der deutschen handelsrechtlichen Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften aufgestellt. Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt, soweit nicht anders vermerkt werden alle Beträge in T€ angegeben.

Die invenio AG als Mutterunternehmen mit Sitz in Schwalbach am Taunus ist unter der Geschäftsnummer HRB 9399 beim Registergericht in Königstein im Taunus eingetragen.

B. Darstellung des Konzernjahresabschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten gemäß § 267 Abs. 3 S. 1 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

C. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Zum 31.12.2022 gehören dem Konzernkreis neben der invenio AG folgende Gesellschaften an:

Gesellschaft Konsolidierung Beteiligung Eigenkapital Jahresergebnis
(in T€) (in T€)
invenio GmbH Engineering Services, Rüsselsheim am Main Voll 100% 7.244 2.088
invenio Engineers Karlsruhe GmbH, Karlsruhe Voll 100% 762 304
invenio Virtual Technologies GmbH, Pastetten Voll 51% 3.970 2.377
invenio Technical Simulations GmbH, Willich Voll 100% 816 86
invenio Systems Engineering GmbH, Schwalbach am Taunus Voll 90% -640 58
invenio Cognitive Technologies GmbH, Karlsruhe Voll 100% -1.586 -405
invenio Automation Solutions GmbH, Rüsselsheim am Main Voll 70% 650 220
invenio Healthcare Solutions GmbH, Schwalbach am Taunus Voll 77% 118 98
Keschtges Objekt GbR, Schwalbach am Taunus Voll 100% 239 394
iEQ Beteiligungs GmbH, Schwalbach am Taunus Voll 90% 19 -2
e4 qualification GmbH, Hockenheim (über iEQ Beteiligungs GmbH) At equity 45% -212 -48

Die Gesellschaft invenio Digital Systems GmbH wurde im Oktober 2022 verkauft und daher aus dem Konzernkonsolidierungskreis entfernt.

Die folgenden Tochterunternehmen der invenio GmbH Engineering Services, Rüsselsheim, hatten in den Jahren 2007 bis 2022 keine wirtschaftlichen Aktivitäten:

Gesellschaft Währung Stammkap./ Grundkap./ Kap.rücklage Kapitalanteil in % Ergebnis 2022 Ergebnis 2021
invenio Engineering Services S.L., Barcelona / Spanien 30.050,61 100,0% 0 0
invenio Corporation Engineering Services, Detroit / USA $ 10.000,00 100,0% 0 0

Die nach § 301 HGB vorzunehmende Kapitalkonsolidierung erfolgte durch Verrechnung der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen sind im Konzernabschluss gegeneinander aufgerechnet worden. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind darüber hinaus die Innenumsätze mit den hierdurch verursachten Aufwendungen der empfangenden Konzernunternehmen verrechnet worden. Darüber hinaus gehende Aufwendungen und Erträge zwischen den Konzernunternehmen wurden eliminiert.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Finanzanlagen sind mit ihrem Anschaffungswert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bilanziert.

Daneben enthält die Bilanz durch Erstkonsolidierung entstandene Firmenwerte. Die Abschreibung für Firmenwerte erfolgt planmäßig linear über 10 Jahre aufgrund stabiler Ertragskraft und einem stetig wachsenden Kundengefüge.

Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch anteilige Fertigungsgemeinkosten und anteilige Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt wurden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Aus Gründen der Rationalisierung der Bestandsbewertung wurde zum Bilanzstichtag - wie im Vorjahr - eine retrograde Bewertung der unfertigen Leistungen vorgenommen.

In allen Fällen wurde auf eine verlustfreie Bewertung geachtet.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden entsprechend dem Wahlrecht des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. In den Vorjahren wurden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen mit den Vorräten saldiert ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen, soweit erforderlich. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Zuschüsse der Agentur für Arbeit zu den AG-Anteil Sozialversicherung werden saldiert mit dem Primäraufwand ausgewiesen.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nennwerten angesetzt.

In dem Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite werden ausschließlich Zahlungen im Geschäftsjahr ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden gem. § 253 Abs. 1 HGB mit dem erwarteten Erfüllungsbetrag bewertet.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des Betrages ausgewiesen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

E. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Firmenwert

Die Firmenwerte wurden vor Geltung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) erworben. Die Firmenwertabschreibung endete bereits im Jahr 2021.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben bis auf € 27.130,15 (Vorjahr: € 24.860,15) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Grundkapital des Mutterunternehmens besteht aus Aktien. Es ist eingeteilt in 100.000 Stückaktien. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf den Namen der Aktionäre.

Pensionsrückstellungen

Die Passivierung der Rückstellung erfolgt auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem Erfüllungsbetrag nach der Projected-Unit-Credit-Methode und unter Verwendung eines Rechnungszinssatzes von 1,87 %, einem Rententrend von 2 %, einem Gehaltstrend von 0 % und der Heubeck'schen Richttafeln 2018 G.

Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung mit dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz und dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz beträgt € 24.966,00. In Höhe dieses Unterschiedsbetrages besteht eine Ausschüttungssperre.

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 wurden die Vermögensgegenstände und Schulden bezüglich der Pensionsverpflichtung verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des verrechneten Vermögensgegenstandes beträgt € 837.411. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beläuft sich auf € 1.174.760. Die Pensionsrückstellung beläuft sich nach Verrechnung mit dem Vermögenswert auf € 337.349. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen. Der Unterschiedsbetrag gem. §253 Abs. 6 HGB beträgt € 24.966,00.

Im Jahr 2022 wurde aufgrund der Ablauffrist eines Wahlrechts erstmals die Regelung des IDW RH FAB 1.021 angewendet. Dies führte handelsrechtlich zur Auflösung von Pensionsrückstellungen und u.a. neuerdings zur Aufsplittung von Zuführungen zur Rückdeckungsversicherung und dem Zinsertrag.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungspositionen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub, Mehrstunden und Tantiemen (T€ 2.802) sowie Rückstellungen für Gewährleistungen (T€ 1.582).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten und Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von einem Jahr oder kürzer. Eine Ausnahme bildet das Bankdarlehen der Keschtges Objekt GbR mit einer Restlaufzeit bis April 2024, welches mit T€ 1.136 in den Büchern steht.

Umsatzerlöse nach Bereichen

Die Konzernumsätze des Geschäftsjahres 2022 gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen:

- Entwicklung 27,5 M€
- Personaldienstleistung 10,3 M€
- Fertigung 10,5 M€
- Training / Beratung 4,4 M€
- NETTOUMSATZERLÖSE 52,7 M€

Die Konzernumsätze des Geschäftsjahres 2022 gliedern sich nach folgenden geografisch bestimmten Märkten:

- Umsätze Inland 51,0 M€
- Umsätze Ausland 1,7 M€
- NETTOUMSATZERLÖSE 52,7 M€

Zinserträge und -aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind € 24.826 aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der folgenden sieben Jahre im Gesamtbetrag von € 10.046.629,53 setzen sich wie folgt zusammen (in €):

2023 2024 2025 2026
Miete Immobilien 2.250.306,07 1.222.984,32 1.195.174,56 1.098.292,32
Leasing Maschinen 157.185,98 151.175,52 145.379,52 119.843,31
Leasing Kfz 211.408,38 81.174,39 26.961,16 0,00
Miete/Wartung Sonstige 556.970,19 33.684,73 6.139,42 0,00
Gesamt 3.175.870,62 1.489.018,96 1.373.654,66 1.218.135,63
2027 2028 2029
Miete Immobilien 977.126,92 904.802,52 895.672,31
Leasing Maschinen 12.347,91 0,00
Leasing Kfz 0,00 0,00 0,00
Miete/Wartung Sonstige 0,00 0,00 0,00
Gesamt 989.474,83 904.802,52 895.672,31

F. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Konzernkreis beschäftigten Mitarbeiter:

2022
Angestellte 478
Aushilfen 38
Auszubildende 9
Summe 525

Das assoziierte Unternehmen e4 qualification GmbH hat keine Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2022 beschäftigt.

Organe

Als Vorstand der invenio AG war im Geschäftsjahr 2022 bestellt und im Handelsregister eingetragen:

 

Dipl.-Ing. Kai F. Wißler, Schwalbach am Taunus

Als Aufsichtsratsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2022 bestellt:

 

Dipl. Ing. Alfred Keschtges (Aufsichtsratsvorsitzender)

 

Stefan Rohrer, Kaufmann

 

Christophe Permantier, Kaufmann

Auf Basis der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Darstellung der Bezüge des Vorstands für das Jahr 2021 verzichtet.

Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen im Konzern beträgt für das Geschäftsjahr T€ 25, das Honorar für Steuerberatungsleistungen im Konzern beträgt T€ 12.

Angabe nach § 264 Abs. 3 HGB

Die invenio AG stimmt der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB der invenio GmbH Engineering Services (Rüsselsheim am Main), der invenio Engineers Karlsruhe GmbH (Karlsruhe), der invenio Virtual Technologies GmbH (Pastetten), der invenio Technical Simulations (Willich) und der invenio Automation Solutions GmbH (Rüsselsheim am Main) zu.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs

Der Beginn des Kriegs um die Ukraine fällt in das Geschäftsjahr. Eine Abschätzung der wirtschaftlichen Schäden dieser Krise für die invenio-Gruppe kann momentan nicht mit hinreichender Sicherheit getroffen werden, da die Bedrohung noch andauert.

Stand Januar 2023 befanden sich noch 24 Mitarbeiter in Kurzarbeit, seit Beginn der CORONA-Pandemie in Deutschland im März 2020 waren dies zeitweise bis zu 290 Personen. Gleichzeitig ist im allgemeinen Geschäftsverkehr der von invenio bedienten Branchen bei weitem keine Normalität bzw. Verhältnisse wie vor Beginn des Kriegs eingekehrt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Schwalbach am Taunus, 05.05.2023

Dipl.-Ing. Kai Wißler, Vorstand der invenio AG

Konzern-Anlagenspiegel zum 31.12.2022

Anschaffungskosten
31.12.2021 Zugänge Konsolidierungsanpassungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterieller Vermögensgegenstände
01. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnl. 808.081,23 8.100,00 0,00 0,00 816.181,23
02. Geschäfts- oder Firmenwert 1.033.088,68 0,00 0,00 0,00 1.033.088,68
03. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 1.841.169,91 8.100,00 0,00 0,00 1.849.269,91
II. Sachanlagen
01. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten ei 4.672.027,05 0,00 0,00 0,00 4.672.027,05
02. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.316.395,38 704.120,18 0,00 304.467,95 6.716.047,61
Gesamt 10.988.422,43 704.120,18 0,00 304.467,95 11.388.074,66
III. Finanzanlagen
01. Anteile an verbundenen Unternehmen 3,00 0,00 0,00 0,00 3,00
02. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 51.114,74 0,00 0,00 0,00 51.114,74
03. Beteiligungen 22.954,00 0,00 0,00 0,00 22.954,00
04. Sonstige Ausleihungen 115.624,27 3.704,97 0,00 0,00 119.329,24
Gesamt 189.696,01 3.704,97 0,00 0,00 193.400,98
Gesamt 13.019.288,35 715.925,15 0,00 304.467,95 13.430.745,55
Abschreibungen
31.12.2021 Zugänge Konsolidierungsanpassungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterieller Vermögensgegenstände
01. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnl. 764.736,00 31.390,30 0,00 0,00 796.126,30
02. Geschäfts- oder Firmenwert 1.033.088,68 0,00 0,00 0,00 1.033.088,68
03. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 1.797.824,68 31.390,30 0,00 0,00 1.829.214,98
II. Sachanlagen
01. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten ei 1.312.794,00 71.709,00 -24.924,00 0,00 1.359.579,00
02. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.980.659,40 591.928,23 0,00 193.064,20 5.379.523,43
Gesamt 6.293.453,40 663.637,23 -24.924,00 193.064,20 6.739.102,43
III. Finanzanlagen
01. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
02. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 51.113,74 0,00 0,00 0,00 51.113,74
03. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
04. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 51.113,74 0,00 0,00 0,00 51.113,74
Gesamt 8.142.391,82 695.027,53 -24.924,00 193.064,20 8.619.431,15
Restbuchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterieller Vermögensgegenstände
01. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnl. 20.054,93 43.345,23
02. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
03. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Gesamt 20.054,93 43.345,23
II. Sachanlagen
01. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten ei 3.312.448,05 3.359.233,05
02. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.336.524,18 1.335.735,98
Gesamt 4.648.972,23 4.694.969,03
III. Finanzanlagen
01. Anteile an verbundenen Unternehmen 3,00 3,00
02. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
03. Beteiligungen 22.954,00 22.954,00
04. Sonstige Ausleihungen 119.329,24 115.624,27
Gesamt 142.287,24 138.582,27
Gesamt 4.811.314,40 4.876.896,53

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstands. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.

 

Schwalbach am Taunus, den 27.06.2023

Alfred Keschtges, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzern-Lagebericht Geschäftsjahr 2022

1) Grundlagen des Konzerns

a) Konzernstruktur und Strategie

invenio wurde 1986 gegründet und ist heute als invenio AG mit seinen elf konsolidierten Tochterunternehmen ein branchenübergreifend anerkannter Entwicklungs- und Technologiepartner für Kunden hauptsächlich aus der Fahrzeugindustrie, der Medizintechnik, dem Sondermaschinen- und Anlagenbau sowie der Haushaltsgeräteindustrie. Sie ist Teil der internationalen invenio-Gruppe mit insgesamt mehr als 1500 Mitarbeitern und wesentlichen Geschäftsaktivitäten in Deutschland, Australien und Osteuropa.

Auch im Jahr 2022 gab es keine Änderungen der Gesellschafterstruktur. invenio ist weiterhin bedacht auf ihre Unabhängigkeit als wichtige Voraussetzung eines kontinuierlichen und stabilen Wachstums. Die invenio AG mit Sitz in Schwalbach am Taunus integriert die deutschen operativen Gesellschaften der invenio-Gruppe, legt die gesellschaftsübergreifende Strategie hinsichtlich Marke, Vertrieb und Geschäftsentwicklung sowie Finanzierung fest und stellt verwaltungs-, beschaffungs- und finanzierungstechnische Werkzeuge zur Verfügung. Zwischen Vorstand und dem aktiven Management der Einzelgesellschaften sind die Entscheidungswege kurz. Somit kann die Gruppe schnell, eigenständig und sehr flexibel auf Veränderungen der Marktparameter reagieren.

b) Leistungsspektrum

Die invenio AG ist ein Engineering- und Technologielieferant. Sie bietet Produkt- und Systementwicklung von der Idee bis zur Serienfertigung inklusive Elektronik- und Softwareentwicklung, Fertigung und Automatisierung sowie Beratungsleistungen. Es werden Technologieprodukte angeboten wie die vielfach ausgezeichneten Softwarelösungen im Bereich Digital Engineering/Digital Mock-up. invenio ist als innovativer Lösungslieferant branchenübergreifend anerkannt. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Leistungen, Beratung und Schulungen in den Bereichen Konzeption und Konstruktion, Systems Engineering, Berechnung, Simulation und Versuch, Bau von Modellen, Prototypen, Vorserien und Serien sowie von Werkzeugen und Fertigungseinrichtungen einschließlich Prüf-, Montage-, Automatisierungstechnik und Robotik, Entwicklung von Elektrik- und Elektronikkomponenten, Hard- und Software inklusive Vertrieb und Verkauf, Projekt- und Prozessmanagement, Qualitäts- und Lieferantenmanagement, Beratung im Bereich kognitiver Technologien und auch im Themenfeld Medizintechnik/Healthcare. In allen genannten Bereichen stellt invenio in Abhängigkeit der Kundenbedarfe ihre Leistungen in Werk- und Dienstverträgen sowie teilweise auch in Form der Personaldienstleistung bereit.

Aus dem Geschäft mit der Beratung im Bereich Digitaler Systeme hat sich invenio in 2022 zurückgezogen.

c) Niederlassungen

Die invenio AG hat ihren Sitz in Schwalbach am Taunus. Daneben bestehen Tochterunternehmen in Karlsruhe, Pastetten, Rüsselsheim am Main, Schwalbach am Taunus und Willich bzw. Niederlassungen in Böblingen, Cham (Miltach), Hamburg, Ludwigsburg, Mannheim, München (Ismaning), Nauheim und Regensburg (Barbing).

2) Wirtschaftsbericht

a) Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die Hoffnung, Anfang 2022 die Corona Krise durch einen kräftigen Wachstumsschub der deutschen Wirtschaft zu überwinden, wurde am 24. Februar durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zunichtegemacht. Die darauffolgende Flüchtlingswelle mit über 950.000 Geflüchteten bis August 2022 sowie die Sorge der Bevölkerung vor Versorgungsengpässen belasten die Wirtschaft zu Jahresbeginn. Zwar erreicht das BIP im 3. Quartal 2022 das Vorkrisenniveau des 4. Quartals aus 2019. Der zu Beginn des Jahres erhoffte Wachstumsschub blieb jedoch aus. Im Ergebnis stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 mit einer Rate von 1,8%. Hinzu kommt eine Verschärfung der Energiekrise. Zunächst durch Preissteigerungen für Kraftstoffe, die in Kombination mit den anziehenden Preisen für Nahrungsmittel die Inflationsrate im April die 7-Prozent-Marke übersteigen lässt. Ab dem 3. Quartal, mit Blick auf den nahenden Winter, rückt der enorme Anstieg der Energiepreise weiter in den Fokus und lässt die Inflationsrate ein Rekordniveau von 10,4% erreichen. Diese Entwicklung sorgt neben erheblichen Kaufkraftverlusten auch für eine Belastung der Produktion, insbesondere in energieintensiven Industriezweigen.

Die Corona Pandemie rückt durch den Krieg in der Ukraine immer mehr in den Hintergrund, jedoch ist zu bemerken, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Omikron-Variante sich gefühlt weniger belastend auswirken, als die aus in den vorangegangenen Pandemiewellen. Insofern sind bei den pandemiebedingten Lieferstörungen Anzeichen einer Entspannung zu erkennen. Dadurch kann auch der hohe Auftragsbestand in der Industrie abgearbeitet werden. Überdies kann damit gerechnet werden, dass die privaten Haushalte einen größeren Anteil ihres Einkommens verausgaben oder Ersparnisse auflösen, um ihren Konsum zu glätten. Zusammen mit einem weiterhin robusten Arbeitsmarkt und den Impulsen durch die Entlastungspakete, insbesondere die Gaspreisbremse, dürfte dies den Abschwung dämpfen.

Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone kann im zweiten Quartal 2022 ein leichtes Wachstum von 0,7 % gegenüber dem Vorquartal verbuchen. Im dritten Quartal 2022 verlangsamt es sich jedoch auf 0,3 %. Die hohe Inflation und verschärfte Finanzierungsbedingungen wirken dämpfend auf Ausgaben und Produktion, da sie die Realeinkommen der privaten Haushalte verringern und die Kosten der Unternehmen in die Höhe treiben. Auch die Weltwirtschaft verlangsamt sich vor dem Hintergrund der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit, die vor allem aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine erwächst.

Die Auslandsnachfrage nach Produkten des Euroraums sinkt im Vergleich zum Wachstum von 9,9 % im Jahr 2021 auf 4 % im Jahr 2022 und wird sich voraussichtlich auf 3,2 % im Jahr 2023 und 3,6 % im Jahr 2024 weiter abschwächen. Verglichen mit den weltweiten Importen wird die Nachfrage nach Importen aus dem Euroraum stärker durch den Ukraine-Konflikt belastet. Dies hängt damit zusammen, dass der Handel des Euroraums zu einem relativ großen Anteil mit Russland sowie den mittel- und osteuropäischen Ländern erfolgt, die von den negativen Auswirkungen des Konflikts in besonderem Maße betroffen sind. Die Angebotsengpässe bilden sich im Laufe des Jahres jedoch allmählich zurück und es wird erwartet, dass sie sich 2023 vollständig auflösen.

Auch in der Automobilindustrie, der größten Branche des verarbeitenden Gewerbes, ist das Vor-Corona-Niveau noch nicht wieder erreicht. Das Produktionsniveau lag im Dezember zwar zum achten Mal in Folge über dem des jeweiligen Vorjahresmonats. Mit 253.700 Einheiten fertigten die deutschen Hersteller gut 2 % mehr Fahrzeuge als im Dezember des Vorjahres. Im Gesamtjahr 2022 wurden 3,4 Mio. Fahrzeuge in Deutschland produziert, knapp 11 % mehr als 2021.

Zum Jahresabschluss ist der PKW-Markt in Deutschland nochmal deutlich gewachsen: Im Dezember wurden in Deutschland 314.300 PKW neu zugelassen. Das sind 38 % mehr als im Vorjahresmonat. Im Gesamtjahr 2022 wurden somit 2,7 Mio. PKW neu zugelassen, 1 % mehr als im Vorjahr.

Die Elektro-Neuzulassungen legten im Dezember 2022 um gut 114 % gegenüber dem Vorjahresmonat zu und erreichten ein Volumen in Höhe von 174.200 Einheiten - ein neuer Rekord auf dem deutschen Markt: Nie zuvor wurden in einem Monat mehr E-PKW neu zugelassen. Der Anteil von Elektro-PKW an den Gesamtzulassungen stieg im Dezember auf ein Niveau in Höhe von 55,4 %. Damit machten E-PKW erstmals mehr als die Hälfte aller Neuzulassungen auf dem deutschen Markt aus. Der E-Anteil an den Gesamtzulassungen liegt im Jahr 2022 bei 31,4 %. Somit war fast jede dritte Neuzulassung 2022 ein E-Auto. Dabei machen rein batterieelektrische Pkw 56,5 % der E-Zulassungen im Jahr 2022 aus, Plug-In-Hybride 43,4 %.

Trotz des durchgängigen Wachstums der vergangenen Monate befindet sich das Produktionsvolumen der Automobilindustrie weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Die Produktionszahlen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 wurden 2022 um gut 26 % unterschritten.

Zu Beginn des Krieges in der Ukraine zogen Hersteller und Zulieferer der Automobilbranche Konsequenzen und stellten die Geschäfte in und mit Russland umgehend ein. Ging es zunächst um die Stabilität der Liefer- und Logistikketten und Sanktionsentscheidungen, traten später vermehrt Fragen der Energieversorgung in den Vordergrund. Die Unternehmen der Automobilindustrie haben sich inzwischen darauf eingestellt, dass Logistik und Lieferketten über einen längeren Zeitraum stark gestört sein werden. Sie arbeiten mit Hochdruck daran, die Ausfälle und Behinderungen in den Lieferketten zu kompensieren. Eine Fortsetzung der Produktion an alternativen Standorten liegt im Interesse der Kunden, der Beschäftigten, der Unternehmen und eines starken Wirtschaftsstandorts Deutschland und Europa. Im Verlauf des Jahres rücken neben des Kriegs Ukraine noch andere Themen im Mittelpunkt. Dazu zählt vor allem die immer schwieriger werdende Energie- und Rohstoffversorgung. Für die deutsche Automobilindustrie ist die sichere Versorgung mit bezahlbarer Energie ein zentrales Thema. Vor allem der industrielle Mittelstand sieht sich angesichts explodierender Gas- und Strompreise existenziellen Risiken gegenüber. Zusätzliche Probleme bereitet der anhaltende Halbleitermangel, welcher die Industrie voraussichtlich noch im Jahr 2023 begleiten wird. Um den weiter steigenden Halbleiterbedarf decken zu können, braucht es daher einen raschen Ausbau der europäischen Halbleiterproduktion. Nur so können Deutschland und Europa in diesem Bereich unabhängiger von Asien werden. Zeitgleich zu den andauernden Krisen geschieht die Transformation der Branche in die Klimaneutralität. Zusätzlich leiden, gemäß einer Umfrage des ifo-Instituts vom April 2022, 31,3 % der befragten Unternehmen in der Automobilindustrie unter Fachkräftemangel - das ist der höchste Wert seit der Wiedervereinigung.

Eine Lünendonk-Blitzumfrage im Bereich Personaldienstleistung ergab, dass die meisten Unternehmen die Umsatzrückgänge aus dem Jahr 2020 bereits im Jahr 2021 kompensieren konnten. Der für 2022 ursprünglich prognostizierte Wirtschaftsaufschwung blieb aufgrund des demographischen Wandels, Energiekrise, Inflation, anhaltender Pandemie, Krieg und Lieferkettenproblemen aus. Trotz allem kann die Personaldienstleistungsbranche auf ein überwiegend erfolgreiches Geschäftsjahr, mit einem durchschnittlichen Umsatzplus von 10,2%, blicken. Für das Jahr 2023 werden 3,9% Umsatzwachstum prognostiziert. Bedingt durch die Inflation und Lohnerhöhungen steigen die Rekrutierungskosten, wodurch die Margen sinken. So haben sich die Rekrutierungskosten pro zu besetzender Stelle in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt um 65% erhöht. Eine sinkende Verbindlichkeit unter Bewerberinnen und Bewerbern treibt die Kosten zusätzlich in die Höhe. Als Reaktion darauf wird es vermehrt zu Preiserhöhungen bei den Dienstleistern kommen. Aber auch ein Ausbau der Vertriebsaktivitäten, die Erschließung neuer Kundensegmente, zusätzliche Investitionen und Digitalisierung sollen den Herausforderungen entgegenwirken und ein effizienteres Wirtschaften ermöglichen. Da jedoch auch Kundenunternehmen mit gestiegenen Rekrutierungskosten ringen, steigt die Relevanz von Personaldienstleistungsunternehmen weiter an und können durch ihre Kernkompetenz in der Rekrutierung von Personal und besetzen von Stellen schneller und kostengünstiger agieren, als intern oft möglich.

b) Geschäftsverlauf

Nach einer positiven Geschäftsentwicklung im Quartal III und insbesondere im Quartal IV/2021 sollte sich diese Entwicklung auch in 2022 mit einem deutlichen Wachstumssprung fortsetzen.

Diese positive Dynamik wurde jedoch durch den Angriffskrieg Russlands deutlich gebremst, die Konjunktur- und Versorgungsängste führten auch auf Kundenseite zu Unsicherheiten und einer zurückhaltenden Auftragsvergabe. Insgesamt kam es im Vergleich zum von der Pandemie belasteten Vorjahr zu vermehrten Projektvergaben und einer spürbar verbesserten Auslastung. Entsprechend konnte die Kurzarbeit im Laufe des Geschäftsjahres massiv reduziert und zum Jahresende bis auf wenige Einzelfälle beendet werden. Dies führte zu einer deutlichen Steigerung der Gesamtleistung. Die Ergebnisentwicklung war auch positiv, wurde jedoch durch die vielfältigen Kostensteigerungen, vorrangig im Bereich Personal und Energie, und hohe Krankenstände gedämpft. Das deutliche Wachstum im Geschäftsjahr 2022 stützt sich ganz wesentlich auf die positive Entwicklung in der Bereichen Personaldienstleistung, Beratung und Produkte. Die Strategie der breiten Dienstleistungs-, Technologie- und Kundenbasis wurde weiterverfolgt. Ebenso wurde an der weiteren Stärkung der Leistungs- und Kundenbereiche außerhalb der Automobilindustrie festgehalten. Hierdurch konnten und können negative Entwicklungen einiger Teilbereiche durch positive in anderen Bereichen besser kompensiert werden.

Die im Laufe des Geschäftsjahres zunehmenden Konjunktursorgen führten zu einer Abschwächung der Wachstumsdynamik.

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden Performance, EBIT und Eigenkapitalquote betrachtet.

c) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Konzernleistung (Total Performance) lag in 2022 bei ca. 55,7 Mio. EUR und damit mehr als zwanzig Prozent über dem Vorjahreswert. Der Konzern-Nettoumsatz verzeichnete mit 52,6 Mio. EUR eine Steigerung von gut 19 % gegenüber dem Vorjahr. Das Konzernergebnis erhöhte sich um rund 28 % gegenüber dem Vorjahr, was unter anderem auf diverse Kostensparmaßnahmen und vor allem die weit bessere Geschäftsentwicklung zurückzuführen ist. Unter Berücksichtigung einer Dividendenausschüttung von 2 Mio. EUR im Jahr 2022 verzeichnet der invenio Konzern eine Eigenkapitalveränderung von 2,1 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote hat sich im Berichtsjahr von 59 % auf rund 62 % verbessert.

Die Liquidität ist mit 11.573 TEUR (Vorjahr 6.201 TEUR) durch nachhaltiges aktives Forderungsmanagement und Kundenvorauszahlungen am Jahresende auf einem wesentlich höheren Niveau als im Vorjahr. Die Gelder befinden sich in diversen Anlageformen von bis zu einem Jahr Laufzeit. Die laufenden Ertragssteueransprüche sind aufgrund fehlender Vorjahressteuerbescheide traditionell hoch. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind insbesondere aufgrund von gesunkenen Erstattungsansprüchen aus Kurzarbeitsmaßnahmen zum Jahresende gefallen. Die Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Umsatzsteuerverbindlichkeit zurückzuführen.

Die EBIT-Marge nahm im Jahr 2022 leicht um 0,1 % auf nun 13,2 % (Vorjahr 13,1 %) zu, bei einer Erhöhung des EBITs absolut um 1.319 TEUR, was trotz unterschiedlicher Entwicklungen der einzelnen Konzerngesellschaften auf eine in konsolidierter Sicht ähnliche Kostenstruktur des Nach-Krisenjahres hindeutet.

Die Finanzlage im Konzern ist gesichert. invenio weist eine EK-Quote von über 60 % auf und hat auch in 2022 wieder einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftet. Das Unternehmen weist weiterhin eine hohe Liquidität zum Bilanzstichtag auf, die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war und ist jederzeit gegeben.

d) Personal und Investitionen

Im Durchschnitt waren im Jahr 2022 525 Mitarbeiter im invenio-Konzern beschäftigt, in 2021 waren es noch 521 Personen. Investitionen in Höhe von 716 TEUR wurden im Wesentlichen in neue Software und IT-Hardware sowie elektrifizierte KFZ und Fertigungsmaschinen als Leasingausläufer getätigt.

3) Risikobericht sowie Risikomanagementziele und -methoden

invenio verfügt über einen eng verzahnten Strategie- und Planungsprozess. Der Prozess besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Teilprozessen, die im jährlichen Turnus durchlaufen werden: Die strategische und die operative Planung. Bei invenio wird grundsätzlich ein hohes Maß an Beständigkeit angestrebt mit der Ambition, strategische Impulse im Rahmen der regelmäßigen Überprüfungen und Zielverfolgungsgesprächen zu setzen.

Im gesamten Strategie- und Planungsprozess findet ein intensiver Austausch mit dem Risikocontrolling statt. Neben der Bewertung von internen und externen Einflussfaktoren der mittel- bis langfristigen Geschäftsentwicklung findet auch insbesondere eine Identifizierung, Dokumentation, Eliminierung oder Minimierung der wesentlichen ergebnis- und eventuell bestandsgefährdenden Risiken statt.

Das durch § 91 AktG sowie das KonTraG geforderte Risikomanagementsystem ist elementarer Bestandteil des Berichtssystems der invenio-Gruppe und gewährleistet, dass Informationen über mögliche Risiken bei Erreichen bestimmter Schwellwerte unverzüglich an die Geschäftsführung weitergeleitet werden.

Aufgrund des bestehenden Berichtswesens können mit hoher Priorität Maßnahmen zur Gegensteuerung und Bewältigung von Risiken erarbeitet und zeitnah umgesetzt werden. Das Risikomanagementsystem wird kontinuierlich erweitert und bezogen auf die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Das System ist in einem Risikomanagement-Handbuch beschrieben, welches als verbindliche Grundlage des Risikomanagements für alle Gruppengesellschaften gilt.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukrainekriegs, die Sanktionsmaßnahmen und potentielle Gegenreaktionen mit ggf. erheblichen Auswirkungen auf die weltweiten Märkte können durchaus tiefgreifender sein und noch länger wirken, als es gegenwärtig absehbar ist. Diese außergewöhnliche Unsicherheit stellt auch noch im Mai 2023 für die Geschäftsleitung einen besonderen Umstand dar, der die Prognosefähigkeit wesentlich beeinträchtigt.

Die wohl länger andauernde hohe Inflation und Rezessionsgefahren ergänzen die Risiken. Die Automobilindustrie leidet weiterhin unter der sich möglicherweise wieder verschärfenden Lieferkettenproblematik sowie den Entwicklungen in den Absatzmärkten China und USA. Da der Konzern einen nennenswerten Umsatzanteil aus dem Automobilsektor generiert, wird die konjunkturelle Entwicklung dieses Sektors den Konzernerfolg deutlich mitbestimmen.

Andererseits lässt das breit diversifizierte Geschäftsmodell von invenio Raum für viele neue Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten, die invenio teilweise auch schon thematisch besetzt hat. Insbesondere nun auch die Option der Entwicklung von Produkten, Beratung und anderen Dienstleistungen im Bereich Medizintechnik/Healthcare. Die Diversifikation des Geschäftsmodells trägt nicht zuletzt auch zur Risikotragfähigkeit des Konzerns bei.

Die Markt- und Preisentwicklung, die Entwicklung maßgeblicher Finanzierungszinssätze sowie Inflationsparameter werden als wesentliche Indikatoren laufend überprüft. Marktregulationen wie Firmenzusammenschlüsse oder Auftragsverlagerungen ins Ausland erscheinen derzeit sehr wahrscheinlich und haben direkte und unvermeidbare Auswirkungen auf die Entwicklung des Konzerns. Ebenso sind Vergabestrategien von Projekten seitens der Kunden stetigem Wandel unterworfen. Es besteht das prinzipielle Risiko, dass sich die Gesellschaften darauf angebotsseitig nicht immer schnell genug einstellen und anpassen können. In der Folge kann es zu Auslastungs- und Margenschwankungen kommen. Mögliche kundenseitige Lieferantenreduzierungsprogramme bergen die Gefahr, dass man entweder im Anbieterkreis verbleibt, man möglicherweise für eine gewisse Zeit eine vorteilhafte Konkurrenzsituation erlebt, dafür aber erfahrungsgemäß Preiszugeständnisse machen muss oder alternativ den Anbieterkreis verlässt. Diese Vorgehensweise ist heutzutage insbesondere bei Großkunden und Konzernen üblich und kann ursächlich zu größeren Umsatz- und Margenausschlägen führen.

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass zum Bilanzstichtag, als auch für den Prognosezeitraum auf Grundlage heutiger Erkenntnis keine bestandsgefährdeten Risiken für den invenio-Konzern bestehen.

4) Chancenbericht

Um wettbewerbsfähig zu bleiben und nachhaltig erfolgreich zu sein, versucht invenio stets, sich bietende Chancen frühzeitig zu identifizieren und aktiv zu nutzen. Insgesamt strebt invenio ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken an, indem es ihnen systematisch und kontrolliert begegnet.

Mit der Breite der im Konzern vereinigten Kompetenzen, Leistungsbereichen und Kundenbeziehungen bieten sich viele Möglichkeiten, positive Impulse zu setzen und zukünftige Wachstumspotentiale zu erschließen. Hierbei hilft die vielfach ausgezeichnete Innovationsstärke von invenio ebenso wie die von den Kunden geschätzte Service Excellence.

a) Qualifizierter Vorrichtungsbau für anspruchsvolle Medizinprodukte

Bei einem Ausfall medizinischer Produkte oder der falschen Dosierung von Medikamenten können schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Patienten auftreten. Unter allen Umständen sind daher funktionierende Systeme zu gewährleisten. Eine späte Verfügbarkeit der Serienprodukte für regulatorische Tests stehen jedoch oftmals der schnellen Marktzulassung und somit auch der Verfügbarkeit bei den Patienten entgegen. Mit den Handmontagevorrichtungen von invenio muss nicht auf die Fertigstellung des hochkomplexen Equipments für die Serienfertigung gewartet werden, da hier selbst bei kleinerer Stückzahl aussagekräftige Überprüfungen bis hin zu zulassungsrelevanten Tests durchgeführt werden können. Die Montagevorrichtungen stellen somit den Serienstandard der damit montierten Produkte sicher - sodass in Tests deren Robustheit und Unempfindlichkeit, auch gegen mögliche Fehlbedienungen, überprüft werden kann.

Die Montagevorrichtungen werden nach Klärung der Anforderungen, Konzeption, Konstruktion und deren Freigabe sowie der Fertigung individuell für den Kunden aufgebaut. Bei einem Factory-Acceptance-Test (FAT) wird die Einhaltung der Anforderungen nach der Inbetriebnahme von invenio vielfältig nachgewiesen. Anschließend wird das Equipment an den Kunden übergeben und mit einem Site Acceptance Test (SAT) final abgenommen. Die schnelle Verfügbarkeit des Equipments und der damit montierten Medizinprodukte ist auf die enge Verzahnung der erforderlichen Disziplinen zurückzuführen, die bei invenio alle inhouse vorhanden sind. So stammt von der Konstruktion und Entwicklung, über die Fertigung der benötigten Bauteile bis zur Montage und Inbetriebnahme des Equipments alles aus einer Hand. Alle Schritte werden außerdem von einem leistungsfähigen Qualitätsmanagement-System eingerahmt. Des Weiteren wird auch die Dokumentation zur Vorbereitung der Qualifizierung und erste Schritte der Qualifizierung selbst von den erfahrenen invenio-Mitarbeiter:innen durchgeführt. Ein weiterer Vorteil bei den Handmontagevorrichtungen ist das Anwenden eines Baukastensystems: Das Equipment kann - dank des Austausches spezifischer Einsätze - schnell auf bauartähnliche Produkte umgerüstet werden. Die universell verwendbare Grundeinheit bleibt dabei unverändert. Standardisierte Elemente zur Kraftbegrenzung und Überlasterkennung lassen sich zudem durch das Gleichteilkonzept kostengünstiger beschaffen und sind ggf. nach Abschluss des Projektes wiederverwendbar.

So können neben Zeit auch noch Kosten eingespart werden. Da mechanische Elemente mit deutlich geringerem Aufwand qualifiziert werden können, wird bei den Montagevorrichtungen soweit möglich auf Elektronik und Software verzichtet. Für entwicklungsbegleitende Tests können Applikationsmöglichkeiten für Sensoren vorgesehen werden, die nur temporär eingesetzt werden und nicht qualifiziert werden müssen.

b) Carbonfräsen mittels Robotertechnik - höchste Qualität und Effizienz

Das Fräsen von Carbon ist ein nicht allzu verbreitetes Thema und wird doch immer wichtiger. Denn der Verbundwerkstoff aus Kohlenstofffasern und Epoxidharz findet in unzähligen Bereichen Anwendung. Im Leichtbau, in der Automobilindustrie, aber auch in der Luftfahrt-Branche überzeugen die Eigenschaften des kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffes (CFK) durch ihre Leichtigkeit, Stabilität und Widerstandfähigkeit immer mehr Hersteller. invenio verfügt über eine moderne Roboterzelle, mit einem Nullpunktspannsystem, um in minimalen Rüstzeiten eine maximale Sicherheit und Flexibilität gewährleisten zu können. Das Bauteil sitzt dank des Vakuums sicher und unbeweglich in der Aufspannvorrichtung, die speziell für das jeweilige Bauteil gefertigt wird. So kann es von den verschiedensten Winkeln bestmöglich besäumt werden, um saubere Kanten des Bauteiles zu erhalten. Das hochpräzise Roboterfräsen, insbesondere in der Automobilindustrie, aber auch in zahlreichen anderen Branchen, gehört zu den Kernkompetenzen von invenio. Typische Einsatzbereiche sind die Herstellung von Einzelstücken, Versuchsmustern, Prototypen und Kleinserien. Bei der immer stärker verbreiteten Bearbeitung von Carbon für Automobil-Teile wie Türen, Seitenspiegel oder Verblendungen im Innenraum ist invenio ein erfahrener Partner und setzt bei der weiteren Verarbeitung von Carbon auf modernste Robotertechnik, um das Carbon exakt auf die Maße des Bauteiles zu besäumen. Im Gegensatz zur mühsamen, aber noch häufig praktizierten Handarbeit, überzeugt der Roboter durch seine Wiederholgenauigkeit und die hohe Qualität beim Fräsen. Zudem ist das Fräsen von Carbon sehr abrasiv, hoch explosiv und führt zu gesundheitsschädlichem Staub, der in der Roboterzelle automatisch abgesaugt wird. Er verfügt außerdem über ein diamantbeschichtetes Fräswerkzeug, das auch von unten an das Bauteil heranreicht, sodass es nicht mehrfach aufgespannt werden muss. Die sechs Achsen des Roboters und der zusätzliche Rundtisch, der mit seiner Wendigkeit als siebente Achse fungiert und simultan bewegt werden kann, bieten beim Carbonfräsen höchste Flexibilität.

c) invenio Virtual Technologies (VT) arbeitet an der virtuellen Fabrikplanung der Zukunft

Die invenio VT und die BMW Group arbeiten bereits seit vielen Jahren erfolgreich an der digitalen Zukunft der Fahrzeugentwicklung. Die invenio-Algorithmen (VT-DMU) registrieren jede Änderung im virtuellen Fuhrpark und überprüfen die Daten tagesaktuell und vollautomatisch auf geometrische Stimmigkeit. Jetzt soll die virtuelle Fabrikplanung der Zukunft auf ein neues Level gehoben werden. Ein Fertigungsstandort mit all seinen Gebäuden und technischen Einrichtungen ist so groß und komplex, dass sich Menschen darin verirren können. Auch in der virtuellen Welt ist die Komplexität kaum zu beherrschen. Die Experten wissen, dass die Herausforderung dabei vor allem in den riesigen Datenmengen (Big Data) liegt. Nur mit der Best-in-Class-Technologie wird es gelingen, komplette Fabrikhallen mit allen darin befindlichen Layout-, Logistik- und Fahrzeugdaten performant zu managen. Problematisch sind hier vor allem die Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen Gewerken, also dort, wo sich das Hallen-Layout mit den Fahrzeugdaten, mit der Logistik usw. trifft. NVIDIA Omniverse und invenio VT-DMU sind Teil der Lösung. Sie ergänzen sich perfekt, weil Omniverse die Visualisierung von zig Millionen 3D-Bauteilen übernimmt, während die invenio-Algorithmen alle geometrischen Konflikte identifizieren. Die invenio-Technologie ist einerseits extrem leistungsfähig und andererseits offen und flexibel integrierbar. Gerade die einfache Integrierbarbarkeit der Algorithmen über API's in andere Systeme, wie Omniverse, der Schlüssel zum Projekterfolg. Alle relevanten Daten der Fabrik werden an einer zentralen Stelle zusammengeführt. Wie in der Realität navigieren die Anwender durch Hallen mit allen darin verbauten Gewerken. Riesige Datenmengen von der Gebäudestruktur über die Fertigungstechnik bis hin zu den jeweiligen Bauständen der Fahrzeuge können bereits in einer frühen Entwicklungsphase virtuell begutachtet werden. Um die Qualität der Daten beurteilen zu können, berechnet VT-DMU alle geometrischen Konflikte im Hintergrund und spielt die Ergebnisse direkt in Omniverse ein. Problemstellen, wie eine Karosserie, die der Säule zu nah kommt oder eine Gitterbox, die den Zugang blockiert, werden vom Anwender auf Knopfdruck bewertet, visuell dokumentiert und direkt an die verantwortlichen Datenerzeuger weitergeleitet.

invenio und BMW gehen sogar noch einen Schritt weiter: Nicht nur die einmalige Prüfung der virtuellen Fabrik ist das Ziel, sondern die regelmäßige Kontrolle und der Abgleich von realer und virtueller Welt. Fabriken werden flexibel genutzt und unterliegen regelmäßigen Umbauten, die zu neuen Problemstellen führen können. Auch diese Problemstellen gilt es zu identifizieren und frühzeitig zu beheben. So wird die Datenqualität der virtuellen Fabrik Stück für Stück immer besser.

d) Auszeichnung für Ausbildungsförderung

In der heutigen Arbeits- und Unternehmenswelt wird es immer wichtiger, Nachwuchskräfte zu fördern und zu finden. invenio geht seit langem mit gutem Beispiel im Bereich Nachwuchsförderung voran und erhält erneut eine Auszeichnung als einer der 'Besten Ausbilder Deutschlands'. Dabei hat das Unternehmen ganze 23 von 25 möglichen Punkten in der Kategorie 'Ausbildung' geholt und gehört somit zu den Top-Ausbildungsunternehmen in Deutschland. Das Wirtschaftsmagazin Capital hat gemeinsam mit der Talentplattform 'ausbildung.de' zu einer Studie aufgerufen. Bei dieser Erhebung sind die Erfolgsfaktoren, Stärken und Chancen der Unternehmen im Bereich Ausbildung und duales Studium ermittelt worden. Auch das Engineering- und Technologieunternehmen invenio hat mit seinem umfangreichen Ausbildungsangebot für Schüler:innen und Absolvent:innen an der Befragung teilgenommen. Dabei sind Aspekte wie die Betreuung und Einbindung der Auszubildenden sowie das Lernen im Betrieb erfragt worden. Das erfolgreiche Ausbildungskonzept bei invenio macht sich in konkreten Zahlen bemerkbar: Alle Auszubildenden schaffen die Abschlussprüfung beim ersten Versuch. Neben der guten Betreuung ist die Selbstständigkeit der Nachwuchskräfte ein wichtiges Thema. Als zukunftsorientiertes Unternehmen gehören moderne Arbeitsmethoden und der Umgang mit neuen Technologien zum Standard. Themen wie Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz liegen dem Unternehmen zudem am Herzen. Deshalb wird während der Ausbildung auch besonders Wert auf die Sensibilisierung dieser Themen gelegt. In Zeiten von Fachkräftemangel und nicht besetzten Lehrstellen, kann invenio mit innovativen Konzepten überzeugen. Auf verschiedenen Social-Media-Kanälen werden zielgruppengerecht alle relevanten Informationen zu den Ausbildungsberufen kommuniziert. Für ein persönliches Kennenlernen werden zudem regelmäßig virtuelle Online-Karrieremessen und Azubi-Speed-Datings angeboten. Das Unternehmen trägt durch die Ausbildung von Nachwuchstalenten dazu bei, neue und gut ausgebildete Fachkräfte zu schaffen.

e) Deutschlands innovativste Unternehmen ausgezeichnet

Neben ausgezeichneter Kundentreue glänzt invenio mit seinem Ideenreichtum und wird von FOCUS Money zum innovativsten Unternehmen gekürt. In Zeiten der Globalisierung und neuer Technologien ist Innovation ein entscheidender Faktor, um wettbewerbsfähig zu sein und sich von Konkurrenten abzusetzen. invenio wurde bereits mit dem Deutschlandtest-Siegel prämiert und erreicht die volle Punktzahl und somit den ersten Platz in der Branche 'Industriedienstleister'. Mittels der Methodik des Social Listenings sind Online-Beiträge zu den Unternehmen in Deutschland analysiert und Aussagen zu den innovationsrelevanten Themengebieten Investitionen, Forschung und Entwicklung, Produktneuheiten, Innovationstätigkeit sowie Technologie bewertet worden.

5) Prognosebericht und Ausblick

Aufbauend auf den aufgezeigten Chancen positioniert sich invenio verstärkt im zukunftsträchtigen Wachstumsmarkt Digital Engineering mit überzeugenden Produkten und Dienstleistungen. Folgerichtig wird insbesondere in die in diesem Segment tätigen Gesellschaften und Geschäftsbereiche investiert und deren Ausbau vorangetrieben. Angesichts der Unsicherheiten im Hinblick auf den weiteren Verlauf, die Dauer sowie die tatsächlichen Auswirkungen des Ukraine-Konflikts auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sieht die Prognose des Vorstands folgendermaßen aus:

Für das Geschäftsjahr 2023 gehen wir hinsichtlich Total Performance, EBIT und Eigenkapitalquote im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 von einer in etwa stabilen Entwicklung aus. Gleichwohl ist diese Einschätzung bezüglich der aktuellen globalen Risiken mit einer hohen Unsicherheit behaftet.

 

Schwalbach am Taunus, 05.05.2023

Dipl.-Ing. Kai F. Wißler, Vorstand der invenio AG

Entwicklung des konsolidierten Eigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Gewinnvortrag Jahresüberschuss (auf das Mutterunternehmen entfallender Betrag)
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 31. Dezember 2021 = 1. Januar 100.000,0 1.200.000,0 0,00 8.024.927,0 2.843.671,5
Umbuchung Konzernjahresüberschuß 2.843.671,5 -2.843.671,5
Gewinnausschüttung in 2022 invenio AG -2.000.000,0
Gewinnausschüttung an andere Gesellschafter
Änderung Konsolidierungskreis
Konzernjahresüberschuß 2022 3.875.778,3
Sonstige
Stand 31. Dezember 2022 100.000,0 1.200.000,0 0,00 8.868.598,6 3.875.778,3
Bilanzgewinn (auf das Mutterunternehmen entfallender Betrag) Summe Eigenkapital (auf das Mutterunternehmen entfallender Betrag) Kapitalanteil anderer Gesellschafter Summe Eigenkapital
EUR EUR EUR EUR
Stand 31. Dezember 2021 = 1. Januar 10.868.598,6 12.168.598,6 1.826.643,7 13.995.242,4
Umbuchung Konzernjahresüberschuß 0,00 0,00 0,00
Gewinnausschüttung in 2022 invenio AG -2.000.000,0 -2.000.000,0 -2.000.000,0
Gewinnausschüttung an andere Gesellschafter -980.000,01 -980.000,01
Änderung Konsolidierungskreis 0,00
Konzernjahresüberschuß 2022 3.875.778,3 3.875.778,3 1.258.768,2 5.134.546,5
Sonstige 0,00
Stand 31. Dezember 2022 12.744.376,9 14.044.376,9 2.105.411,9 16.149.788,8

Konzernbilanz (HGB) für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen 4.811.314,40 4.876.896,53
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.054,93 43.345,23
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.054,93 43.345,23
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
II. Sachanlagen 4.648.972,23 4.694.969,03
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.312.448,05 3.359.233,05
2. Technische Anlagen und Maschinen einschließlich technischer Anlagen und Maschinen im Bau 671.798,08 721.848,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 664.726,10 613.887,71
III. Finanzanlagen 142.287,24 138.582,27
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - nicht konsolidiert 3,00 3,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1,00 1,00
3. Beteiligungen 22.954,00 22.954,00
4. Sonstige Ausleihungen 119.329,24 115.624,27
B. Umlaufvermögen 21.057.261,38 18.727.880,70
I. Vorräte 1.715.784,00 2.072.744,00
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.737.694,00 2.508.811,00
2. erhaltene Anzahlungen -2.021.910,00 -436.067,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.767.525,04 10.453.863,09
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.372.270,41 8.606.623,70
2. Forderungen gegen Gesellschafter o. nahestehenden Personen 0,00 0,00
3. Laufende Ertragsteueransprüche 1.050.213,18 1.186.918,70
4. Sonstige Vermögensgegenstände 345.041,45 660.320,69
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.573.952,34 6.201.273,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 271.590,25 218.214,96
Summe Aktiva 26.140.166,03 23.822.992,19

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
A. Eigenkapital 16.149.788,88 13.995.242,42
Kapitalanteil Konzerngesellschafter 14.044.376,94 12.168.598,68
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 1.200.000,00 1.200.000,00
III. Bilanzgewinn 12.744.376,94 10.868.598,68
Kapitalanteil Nicht-Konzerngesellschafter 2.105.411,94 1.826.643,74
IV. Kapitalanteil Nicht-Konzerngesellschafter 2.105.411,94 1.826.643,74
B. Rückstellungen 5.783.324,83 5.383.051,87
1. Rückstellungen für Pensionen u. ähnl. Verpflichtungen 337.349,00 512.789,00
2. Steuerrückstellungen 657.998,73 472.869,43
3. sonstige Rückstellungen 4.787.977,10 4.397.393,44
C. Verbindlichkeiten 4.207.052,32 4.444.697,90
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 833.929,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.135.750,00 1.226.250,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 711.173,20 258.602,29
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern oder nahestehenden Personen 150.000,00 150.000,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 2.210.129,12 1.975.916,61
davon aus Steuern: € 2.145.562,05 (Vj. € 1.756.911,56)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 3.009,27 (Vj. € 3.713,74)
Summe Passiva 26.140.166,03 23.822.992,19

(Alle Angaben in €)

Kapitalflussrechnung (HGB) für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

(nach indirekter Methode; DRS 21)

2022 2021
Konzernjahresüberschuss (Anteil Konzerngesellschafter) 3.875.778,34 2.843.671,59
+ Abschreibung auf Gegenstände des Sachanlage- und immateriellen Vermögens 670.103,54 665.694,51
- positives Ergebnis assoziierter Unternehmen 0,00 0,00
- Zinserträge -15.518,45 -6.486,67
+ Zinsaufwendungen 56.782,82 59.730,81
+ positiver Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 1.258.768,20 1.163.917,59
+ Ertragssteueraufwand 2.133.383,56 1.920.641,89
+ Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.234.353,29 -3.924.308,79
- Zunahme der Forderungen Gesellschafter 0,00 0,00
+ Abnahme sonstige Vermögenswerte 315.279,24 510.539,63
+ Abnahme Vorräte 356.960,00 -1.191.841,00
- Zunahme aktive Rechnungsabgrenzung -53.375,29 -32.912,92
- Abnahme Pensionsrückstellungen -99.866,00 163.518,00
+ Zunahme der sonstigen Rückstellungen 390.583,66 319.400,95
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 452.570,91 -77.912,11
+ Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00
- Abnahme erhaltener Anzahlungen -833.929,00 833.929,00
+ Zunahme sonstige Verbindlichkeiten 234.212,51 398.717,97
- Abnahme passive Rechnungsabgrenzung 0,00 0,00
- Ertragssteuerzahlungen -1.811.548,74 -1.753.631,41
= Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 9.164.538,59 1.892.669,04
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 304.467,95 332.438,64
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0,00 0,00
- negatives Ergebnis assoziierter Unternehmen 0,00 0,00
+ erhaltene Zinsen 15.518,45 6.486,67
- Auszahlung für den Erwerb von Deckungsvermögen -75.574,00 -73.720,00
- Auszahlung für Investitionen in das Sachanlagevermögen -704.120,18 -982.353,23
- Auszahlung für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -8.100,00 -8.036,20
- Zunahme Finanzanlagen -3.704,97 -55.464,79
= Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -471.512,75 -780.648,91
- Abnahme Konsolidierungsbedingte Änderungen -193.064,21 -43.808,56
- Dividende an Anteilseigner -2.000.000,08 -2.000.000,00
- gezahlte Zinsen -56.782,82 -59.730,81
- positive Dividende an andere Gesellschafter -980.000,00 -2.457.801,98
- Abnahme Verbindlichkeiten Kreditinstitute -90.500,00 -90.500,00
= Cash-Flow aus finanzieller Tätigkeit -3.320.347,11 -4.651.841,35
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 5.372.678,73 -3.539.821,22
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.201.273,61 9.741.094,83
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 11.573.952,34 6.201.273,61

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Konzernabschlussprüfers

An die invenio AG, Schwalbach am Taunus

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der invenio AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), Schwalbach am Taunus - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der invenio AG, Schwalbach am Taunus für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörterten mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Darmstadt, den 22.06.2023

Dr. Siegfried Merz, Wirtschaftsprüfer

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

2022 2021
1. Umsatzerlöse 52.650.919,33 44.280.298,30
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.228.883,00 567.671,00
3. sonstige betriebliche Erträge 1.803.188,16 1.103.059,81
4. andere aktivierte Eigenleistungen 51.421,84 211.504,80
Performance 55.734.412,33 46.162.533,91
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -5.128.415,54 -3.415.191,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.010.610,75 -1.913.527,69
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -27.551.900,69 -22.831.486,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -5.258.900,23 -5.301.164,60
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -670.103,54 -665.694,51
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.765.880,07 -6.006.344,62
9. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 7.348.601,51 6.029.124,79
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.518,45 6.486,67
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -56.782,82 -59.730,81
Finanzergebnis -41.264,37 -53.244,14
Ergebnis vor Steuern (EBT) 7.307.337,14 5.975.880,65
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.133.383,56 -1.920.641,89
Ergebnis nach Steuern (EAT) 5.173.953,58 4.055.238,76
13. sonstige Steuern -39.407,04 -47.649,58
Konzern-Jahresüberschuss 5.134.546,54 4.007.589,18
14. Auf Minderheitsgesellschafter entfallender Gewinn -1.258.768,20 -1.163.917,59
Anteile Konzern-Jahresüberschuss Konzerngesellschafter 3.875.778,34 2.843.671,59

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