Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 202442
Eingetragen
5.10.1992
Branche
Großhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnEinzelhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnGroßhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Gegenstand
der Export, Import, Groß- und Einzelhandel mit Obst und Gemüse, ferner Transporte im gewerblichen grenzüberschreitenden Güterfernverkehr (EU-Verkehr)

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mike Pietschmann
seit 5.6.2021
Prokura
Holger Schmitz
seit 5.1.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

51.00% identifiziert49.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
51.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
HSWMS Holding GmbH
Germany
100.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fruchtexpress TS GmbH

Windischleuba

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

I. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Neben dem Kerngeschäft des Obst- und Gemüsegroßhandels bietet Fruchtexpress küchenfertiges Obst und Gemüse sowie Salatmischungen und Feinkostsalate aus eigener Produktion an. Neben dem Standort Altenburg wird eine Außenstelle im Großmarkt Leipzig betrieben. Der Standort Leipzig bietet keine Auslieferung. Auf dem Großmarkt treten ausschließlich Abholer als Kunden auf. Dagegen wird vom Standort Altenburg die Ware überwiegend direkt an die Kunden ausgeliefert.

Den Konsum und das Kaufverhalten in der Lebensmittelbranche nehmen wir, wie schon in den Vorjahren anhaltend, positiv wahr. Der Verbraucher verlangt gute Qualität und legt weiterhin Wert auf eine gesunde Ernährung. Nachdem die Vorjahre anteilig durch die mehrfachen und teils monatelangen Schließungen im Bereich Hotellerie und Gastronomie wegen der Corona-Pandemie belastet waren, erlebten wir im Jahresverlauf 2022 eine Fortsetzung der Belebung des Geschäfts in diesen Segmenten und eine anhaltend starke Nachfrage im Bereich unserer übrigen Kunden. Der Trend hin zu vorgefertigten und anteilig verarbeiteten Produkten hat sich weiter verstetigt, was auf den anhaltenden Personalmangel im Bereich der Gastronomie und anderer Abnehmerbranchen zurückzuführen ist.

Auch im Geschäftsjahr 2022 hatten wie schon in 2020 und 2021 die diversen Einschränkungen und Schließungen noch anteilig eine Auswirkung auf unsere Umsatzentwicklung insbesondere im ersten Quartal. Wie schon im letzten Geschäftsjahr waren derartige Entwicklungen aber in den internen Planungen bereits berücksichtigt, so dass entsprechende Vorbereitungen bereits vorab getroffen waren und keinerlei kurzfristige Maßnahmen erforderlich wurden.

Ab dem endgültigen Wegfall aller Beschränkungen im Frühjahr 2022 bewegten sich die Umsätze am Standort Altenburg deutlich und kontinuierlich nach oben. Ausgehend von den in den Vorjahren notwendigerweise umgesetzten Kosteneinsparungen und Reduktionen im Personalbestand führte dies auch in 2022 dazu, dass in Teilbereichen eine Auslastung von 100 Prozent erreicht wurde und der Auftragseingang die Kapazitäten des Unternehmens in Einzelfällen sogar deutlich überstieg. Im Zuge dieser Entwicklung wurden die zuvor bereits eingeleiteten Maßnahmen zum dauerhaften Personalaufbau fortgesetzt und die Kapazitäten in den Bereichen Logistik und Produktion weiter erhöht. Im Bedarfsfall wurde in steigendem Umfang auch wieder auf Fremdspeditionen zurückgegriffen.

Das Geschäft am Großmarkt in Leipzig zeigte sich weiterhin solide, erreichte allerdings wie auch schon im Vorjahr nicht mehr die stark überdurchschnittlichen Volumina und den Höchststand aus 2020. Obwohl dieser Standort am Großmarkt nach wie vor einen wichtigen Umsatz- und Ergebnisanteil zum Gesamtgeschäft unseres Unternehmens beisteuert, muss hier für die nächsten Jahre tendenziell mit einem kontinuierlichen Rückgang des Umsatzvolumens gerechnet werden. Aus gesamtheitlicher Sicht unseres Unternehmens schätzen wir diesen Trend allerdings nicht als problematisch ein, da es sich ursächlich mehrheitlich um eine Verschiebung bzw. Substitution des Geschäfts vom Abholer am Großmarkt hin zu anderen Kundengruppen und Absatzwegen handelt, die wir über unseren Hauptstandort in Altenburg in der entsprechenden Region bedienen können.

Die Margen- und Ergebnissituation entwickelte sich zufriedenstellend. Im Bereich der Personalkosten wurde infolge des stetig zunehmenden Wettbewerbs um Arbeitskräfte erneut flächendeckende Steigerungen des Lohnniveaus vorgenommen. Diese Maßnahmen halten wir auch die für nahe Zukunft für weiterhin erforderlich, um die wichtige Ressource Personal für unser Unternehmen zu sichern und Fruchtexpress in der Region weiterhin als führenden und attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Im Gegenzug konnten die während der diversen Lockdowns erarbeiteten Effizienz-Steigerungen und Kostensenkungen auch im Zeitraum der wieder stark steigenden Umsätze mehrheitlich beibehalten werden. Anteilig wurde im ersten Quartal 2022 noch in geringem Umfang von den Regelungen zur Kurzarbeit Gebrauch gemacht, was allerdings danach vollständig und dauerhaft entfallen ist.

Fruchtexpress als mittelständisches Unternehmen arbeitet nicht nur erfolgsorientiert, sondern sieht sich auch in einer ökologischen und sozialen Verantwortung und ist stets bestrebt, die Abläufe und Strukturen im Unternehmen zu optimieren und dem Wandel der Zeit anzupassen.

Dies geschieht im Rahmen eines Qualitätsmanagement-Systems, in dem messbare Ziele geplant werden und deren Erfüllung dokumentiert wird.

Die Ethikziele für 2022 lauteten wie folgt:

• Sponsoring ansässiger Vereine und Einrichtungen (Sportvereine, Feuerwehr, Schulen, Kindergärten)

• Weiterentwicklung von Verpackungsschalen aus nachwachsenden Rohstoffen gemeinsam mit der Firma Wellpappe in Auerswalde. Mehrere Verpackungsgrößen wurden neben der ursprünglichen Verpackungseinheit entwickelt.

• Kontinuierliche Lebensmittelspenden an die "Tafel" - Diese fanden beinahe täglich statt. Ware, die noch zum Verzehr geeignet ist, aber kurz vor dem MHD steht, oder aus Qualitätsgründen nicht mehr ausgeliefert werden kann, wird von der hiesigen "Tafel" dankend entgegengenommen.

• Vergabe von Grünpflegearbeiten und Wäschereiarbeiten an die Lebenshilfe - Unsere Außenanlagen werden von der Lebenshilfe in Windischleuba gepflegt und unsere Möppe und Geschirrtücher werden in der dortigen Wäscherei gereinigt.

Die messbaren Qualitätsziele für 2022 lauteten wie folgt:

• Senkung der Reklamationsquote unter 1,7 % - Dieses Ziel wurde mit einer Reklamationsquote von 1,91 % leider verfehlt. Dennoch ist die Reklamationsquote im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 gesunken (2,03 %).

• Erstellung täglicher Reklamationsauswertungen für alle beteiligten Abteilungen auf SQL-Basis. Diese Listen wurden von Herrn Pietschmann als Betriebsleiter am Standort Altenburg erstellt und stellen für unsere Mitarbeiter eine wichtige Informationsquelle für die tägliche Arbeit dar. Auch unter Zuhilfenahme dieser Maßnahmen will das Unternehmen das Ziel einer Reklamationsquote unter 1,7 % erreichen.

• Anschaffung einer Verpackungsmaschine für unsere Produktionsware - Damit konnte das Portfolio unserer Produkte erweitert und für die neuen sowie die bereits vorhandenen Produkte ein längeres Mindesthaltbarkeitsdatum sichergestellt werden.

• Speicherung der gesamten EDV-Daten in einer Cloud - Weitere Daten-Server, wie bspw. für das Zeiterfassungssystem, das Archivsystem und das Drucksystem, wurden in die Cloud transferiert. Im Jahr 2023 werden sämtliche Server der Fruchtexpress-Gruppe in die Cloud umgezogen sein. Durch den Umzug der IT-Landschaft kann Fruchtexpress flexibel auf die Anforderungen der Zukunft reagieren und eine bessere Verfügbarkeit der wichtigen IT-Systeme sicherstellen.

• Einführung einer Fuhrparksoftware zur Tourenoptimierung - Die Software ist fertiggestellt und kann genutzt werden. Im Jahr 2022 wurden erste Beta-Tests durchgeführt und auf weitere Bedürfnisse der täglichen Arbeitsprozesse optimiert. Die praktische Einführung der Software wird im Jahr 2023 in Zusammenhang mit der Fertigstellung "Serverumzug in die Cloud" erfolgen.

Das Geschäftsjahr 2022 war im ersten Quartal aufgrund der Corona-Krise noch spürbaren Einschränkungen der Geschäftstätigkeit ausgesetzt. Ab April 2022 erholte sich das Umsatzgeschäft deutlich mit der Folge, dass der Umsatz des Vorjahres übertroffen wurde. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahrs 2022 lagen im Vergleich zum Vorjahr in allen Monaten über den Monatswerten des Vorjahrs. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse um TEUR 6.139,8 = 31,4 % auf TEUR 25.667,9. Die Rentabilität des Geschäfts hat sich darüber hinaus infolge der Optimierung der Geschäftsprozesse weiter erhöht, was sich in der Verbesserung der Marge (100% abzgl. (Materialaufwand/ Umsatzerlöse) um 1,19 Prozentpunkte auf 34,75 % zeigt. Trotz des schwierigen Geschäftsumfeldes (Inflation, Ukraine-Krieg) konnte dank der ergriffenen Maßnahmen und Anpassungsprozesse das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von TEUR 1.324,7 (VJ TEUR 1.322,3) abgeschlossen werden. Beim Vergleich des Jahresüberschusses mit dem Vorjahr ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr zum Ausgleich der Verluste wegen der Corona-Lockdowns Überbrückungshilfen in Höhe von TEUR 610 vereinnahmt wurden.

II. Lage des Unternehmens

a) Vermögenslage

Das Gesamtvermögen hat sich um TEUR 370,1 auf TEUR 3.548,9 erhöht. Dies resultiert zum einen aus einem Anstieg der Sachanlagen (TEUR +264,3 auf TEUR 659,2), hier insbesondere durch Anschaffung von Kraftfahrzeugen. Zum anderen erhöhten sich infolge der Geschäftsausweitung die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 705,5 auf TEUR 1.538,8.

Dem gegenüber verringerten sich die liquiden Mittel um TEUR 529,2 auf TEUR 516,7. Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um TEUR 188,4 auf TEUR 104,6. Hier kommt die Vereinnahmung von Steuererstattungen in Höhe von TEUR 167,2 zum Tragen.

Die Anlagendeckung I hat sich um 114,4 Prozentpunkte auf 204,1 % verringert, weil sich einerseits das Anlagevermögen wegen der Investitionen erhöhte und andererseits infolge der Gewinnabführung das Eigenkapital sich nicht verändert hat. Dennoch ist zum Stichtag das Anlagevermögen weiterhin vollständig durch Eigenkapital finanziert.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um TEUR 117,7 = 4,3 % auf TEUR 2.841,2. Der Anteil des Umlaufvermögens am gesamten Vermögen beträgt 80,1 % (VJ 85,7 %).

10,6 % der Bilanzsumme entfallen auf Vorräte (VJ 9,9 %). Die entsprechende Quote beträgt bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43,4 % (VJ 26,2 %) und bei den liquiden Mitteln 14,6 % (VJ 32,9 %).

Die durchschnittliche Reichweite der Waren und Erzeugnisse beträgt 5 Tage (VJ 6 Tage). Das Kundenziel erhöhte sich um 6 Tage auf 22 Tage.

b) Kapitalstruktur und Finanzlage

Wir verfolgen ein konservatives Finanzmanagement mit komfortabler eigener Liquiditäts-Reserve. Kontokorrentkredite stehen zwar zusätzlich zur Verfügung in Höhe von TEUR 500, werden aber bislang nicht in Anspruch genommen.

Die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft war auch im Geschäftsjahr 2022 trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage sehr stabil. Das Eigenkapital beträgt unverändert TEUR 1.429,0. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von TEUR 1.324,7 (VJ TEUR 1.322,3) erwirtschaftet.

Das Fremdkapital erhöhte sich um TEUR 375,5 auf TEUR 2.119,6. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+ TEUR 447,5 auf TEUR 1.266,5), korrespondierend zur Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, zurückzuführen. Dem stehen insbesondere geringere Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (um TEUR -318,1 auf TEUR 58,5) gegenüberstehen.

Im Berichtsjahr wurde unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses vor Gewinnabführung (TEUR 1.324,7; VJ TEUR 1.322,3) ein positiver Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.210 (VJ TEUR 665) erwirtschaftet. Im Rahmen der Mittelverwendung auf Grund der vorgenommenen Investitionen (abzüglich Erlöse aus Anlagenverkäufen) zeigt sich ein negativer Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit von - TEUR 445,0 (VJ TEUR -162). Der Cash-Flow aus der Finanztätigkeit beträgt infolge von Konzernverrechnungen und Gewinnabführung TEUR -1.294 (VJ TEUR -971). Per Saldo hat sich der Finanzmittelfonds in Form der liquiden Mittel um TEUR 529,2 auf TEUR 516,7 verringert.

Die Eigenkapitalquote beträgt 40,3 % (VJ 45,0 %).

Größere Forderungen wurden mittels einer Kreditausfallversicherung abgesichert.

Das Unternehmen wird auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen können.

c) Ertragslage

Die Umsatzerlöse erhöhten sich infolge der Erholung nach der Corona-Krise um TEUR 6.139,8 auf TEUR 25.667,9.

Die Materialquote verringerte sich um 1,2 Prozentpunkte auf 65,3 %. Hierzu korrespondierend erhöhte sich die Marge (100% abzgl. (Materialaufwand/ Umsatzerlöse) um 1,2 Prozentpunkte auf 34,8 %.

Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr deutlich um TEUR 911,7 auf TEUR 4.350,3 gestiegen. Die Personalintensität verringerte sich demgegenüber von 17,6 % auf 17,0 % in Folge des starken Umsatzanstiegs.

Die Abschreibungen haben sich um TEUR 9,2 auf TEUR 195,9 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 758,9 auf TEUR 3.152,4. Diese Entwicklung ist dem deutlichen Umsatzwachstum geschuldet, welches einen starken Anstieg der Ausgangsfrachten (TEUR +466,6 auf TEUR 984,5) zur Folge hatte.

Das Betriebsergebnis erhöht sich um TEUR 15 auf TEUR 1.308. In Relation zur Gesamtleistung ergibt sich eine betriebliche Rendite von 4,8 % (VJ 2,7 %).

Das Finanzergebnis hat sich um TEUR -3 auf TEUR 15,8 verschlechtert.

Die neutralen Erträge betragen im Geschäftsjahr TEUR 38 und setzen sich zusammen aus Anlagenabgängen von TEUR 2 (VJ TEUR 1), Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen von TEUR 1 (VJ TEUR 1) sowie übrigen periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 35 (VJ TEUR 7).

Die neutralen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 41 (VJ TEUR 6) und setzen sich zusammen aus Forderungsverlusten von TEUR 5 (VJ TEUR 0), Zuführung zu Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 6 (VJ TEUR 0) sowie übrigen periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 30 (VJ TEUR 6).

Nach Abzug von Ertragsteuern (TEUR 5,4 aus der Auflösung latenter Steuern)) und von sonstigen Steuern (TEUR 13,0) verbleibt ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von TEUR 1.324,7 (VJ TEUR 1.322,3).

Die Eigenkapitalrentabilität ((Jahresüberschuss vor Gewinnabführung x 100) / Eigenkapital) beträgt 92,7 (VJ 92,5). Die Gesamtkapitalrentabilität ((Jahresüberschuss vor Gewinnabführung + Fremdkapitalzinsen + Ertragsteuern) * 100 / Gesamtkapital) beträgt 37,5 % (VJ 41,8 %).

Die Umsatzrentabilität bezogen auf den Cashflow (Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit x 100 / Gesamtleistung) beträgt 11,4 % (VJ 11,4 %).

Die Ertragslage ist unter Berücksichtigung der Beeinträchtigungen aus der gesamtwirtschaftlichen Situation (Ukraine-Krieg, Inflation, insbesondere hohe Energiekosten), den nicht vermeidbaren Kostensteigerungen und mit Blick auf Branchenkennzahlen als positiv zu beurteilen.

d) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Fruchtexpress TS GmbH hat sich trotz der anhaltend herausfordernden Gesamtumstände im Geschäftsjahr 2022 insgesamt als robust und erfolgreich erwiesen und zeigt, dass die von der Geschäftsführung veranlassten Anpassungsmaßnahmen geholfen haben, die Gesellschaft auf einen wirtschaftlich erfolgreichen Pfad zu führen. Der Ausblick über 2022 hinaus zeigt sich positiv angesichts anhaltend starker Kundennachfrage und kontinuierlichen Zuwächsen im Kundenstamm. Fruchtexpress konnte die Krise dauerhaft solide meistern und verfügt operativ wie bilanziell über eine gesunde und substanzstarke Ausgangslage für die zukünftige Entwicklung.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Geschäftliche und operative Chancen und Risiken

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld war im Geschäftsjahr 2022 wie bereits beschrieben nur noch anteilig durch die Einschränkungen der Corona-Krise belastet und damit in dieser Hinsicht weniger anspruchsvoll als die Jahre zuvor. Die Kostenentwicklungen und anhaltenden Engpässe im Personalbereich sorgen allerdings für stetig zunehmende Herausforderungen, denen seitens der Unternehmensführung bewusst und aktiv begegnet wird.

Umfangreiche Geschäftschancen ergeben sich aus dem Ausbau des Segments "Convenience-Produkte" und aus dem steigenden Gesundheitsbewusstsein bei der Auswahl der Lebensmittel hin zu Obst und Gemüse. Der Anteil der verarbeiteten Produkte wird nach unserer Erwartung auch zukünftig weiter ansteigen, was tendenziell zu verbesserten Margen führen kann.

Als kurz- bis mittelfristiges Ziel für die Umsatzentwicklung formuliert die Unternehmensführung die Rückkehr zum historisch bislang erzielten Höchstniveau im Bereich von EUR 30 Mio. vor Eintreten der Corona-Krise. Die jüngste Umsatzentwicklung lässt dieses Ziel binnen der kommenden zwei bis drei Geschäftsjahre als realistisch erreichbar erscheinen.

Durch die fortlaufende Ausweitung der Wertschöpfung innerhalb unseres Produktportfolios sowie durch eine fortlaufende Optimierung im Wareneinkauf wollen wir unser Jahresergebnis weiter stärken und gehen davon aus, dauerhaft Margen oberhalb der Werte in den Vorjahren erreichen zu können. Im Vertrieb wird der Fokus auf eine weitere Ausweitung der Kundenbasis gelegt und insbesondere auf Segmente, wo ausreichend hohe Mindestvolumina bei einzelnen Kunden erreicht werden können. Diese Schwelle hat sich zuletzt aufgrund der guten Auftragslage im Sinne der Kosteneffizienz tendenziell nach oben bewegt.

Dem individuell in Bezug auf unser Geschäft deutlich positiven Ausblick stehen global betrachtet weiterhin die starken Belastungen der wirtschaftlichen Entwicklung durch die internationalen Spannungen in der Ukraine und die daraus resultierende Energie- und Konjunktur-Krise entgegen. Die Tatsache, dass das gesamtwirtschaftliche Umfeld nun seit mehreren Jahren durch diverse außergewöhnliche Krisen und Belastungen geprägt wird, führt für nahezu alle Unternehmen und damit auch für Fruchtexpress zu einem hohen Maß an Unsicherheit und fehlender Transparenz in Bezug auf die weitere Geschäftsplanung. Die aktuelle Entwicklung der Energiepreise betrifft uns nur unterdurchschnittlich stark und hauptsächlich im Bereich der Logistik- und Transportkosten. Diese Mehraufwendungen können im überwiegenden Umfang an unsere Kunden weitergegeben werden. Hinweise auf bestandsgefährdende Risiken liegen allerdings trotz dieser anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Krisensituation nicht vor.

Wichtige unternehmerische Geschäftsrisiken, wie Forderungsverluste sowie Vermögens- und Haftpflichtrisiken, sind durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Dritten abgesichert.

Die oben beschriebenen Entwicklungen setzten sich tendenziell und in weiten Bereichen auch in den ersten Monaten des Jahres 2023 fort. Das Geschäft am Standort Altenburg zeigt einen erfreulichen Verlauf und erreichte in diesem Zeitraum bereits wieder in einzelnen Monaten das historische Höchstvolumen aus 2019. Die Kostenstelle Leipzig hatte hingegen gemäß unseren Erwartungen einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen und erwirtschaftete nun wieder Umsätze und Ergebnisse im Bereich der Geschäftsjahre 2017-2019.

Insgesamt erwarten wir für 2023 eine sichtbare Steigerung der Umsätze auf EUR 27,0 Mio., gehen allerdings aufgrund des deutlichen Anstiegs insbesondere des Personalaufwands von einem Jahresergebnis vor Gewinnabführung (EBIT) von EUR 1,7 Mio. aus.

b) Lieferantenrisiken

Bei der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen sind wir auch auf Fremdanbieter angewiesen. Diese Einbeziehung Dritter schafft Risiken, wie z. B. unerwartete Lieferschwierigkeiten oder die Nichteinhaltung von Qualitätsstandards.

Wir versuchen, lieferantenbezogenen Risiken durch intensive Marktbeobachtung, jederzeitige Austauschmöglichkeit eines Lieferanten durch mindestens einen weiteren Anbieter, genaue Prüfung von Lieferqualität sowie durch langfristige Lieferverträge zu begegnen. Es gibt keine Lieferanten, von denen eine Abhängigkeit besteht, die unsere Leistungsfähigkeit unseren Kunden gegenüber beeinträchtigen würde. Von den gelisteten 220 Lieferanten deckte der größte Lieferant lediglich etwa 7 % des Einkaufsvolumens ab.

c) Forderungsausfallrisiken

Wir beliefern bonitätsmäßig einwandfreie Unternehmen und pflegen mit diesen langjährigen Geschäftsbeziehungen. Bei umsatzstarken Neukunden wird deren Kreditwürdigkeit geprüft und bei "Coface" versichert. Dem entsprechend hatten wir in der Vergangenheit nur in geringem Ausmaß Forderungsausfälle zu verzeichnen.

d) Finanzielle Risiken

- Zinsänderungsrisiko

In der Mehrzahl der Fälle erfolgt die Refinanzierung der mittel- und langfristigen Investitionen durch Darlehen mit einem festen Zinssatz.

- Fremdwährungsrisiko

Wir fakturieren ausschließlich in Euro. Daher bestehen keine Fremdwährungsrisiken.

- Steuerrisiken

Die steuerlichen Außenprüfungen haben in der Vergangenheit zu keinen signifikanten Änderungen geführt.

e) Personalbeschaffung

Der Mangel an qualifizierten und ambitionierten Arbeits- und besonders Fachkräften wird immer größer. So war die Gewinnung von Kraftfahrern für den eigenen Fuhrpark zuletzt weiterhin sehr herausfordernd. Auch neue Arbeitskräfte für weniger qualifizierte Stellen, wie z. B. Produktionshelfer und Lagerarbeiter, waren in diesem Jahr weiterhin nicht leicht zu gewinnen. Allerdings hat die Geschäftsleitung die Aufgaben im Bereich der Personalbeschaffung und -Entwicklung zuletzt intern mit höchster Priorität versehen und definiert diesen Bereich als eine der Kernaufgaben für die kurz- und mittelfristige Unternehmensentwicklung. In diesem Zusammenhang wurde Mitte 2022 eine neue Stabstelle ausschließlich mit dem Fokus auf den Bereich Personalgewinnung und -entwicklung eingerichtet und mit einem neuen Mitarbeiter besetzt. Umfangreiche Maßnahmen wurden in diesem Bereich etabliert, um dem weiter angestiegenen Geschäftsvolumen entsprechend interne Ressourcen auszubauen. In der Folge konnten den vorherigen Personalengpässe in den letzten Monaten deutlich besser begegnet werden und es wurden etliche Neueinstellungen vorgenommen. Mit dem daraus resultierenden aktuell vorhandenen Personalbestand sehen wir uns in der Lage, das aktuelle Auftragsvolumen solide bearbeiten zu können. Selbst im Bereich der Kraftfahrer konnten einige Neuzugänge verzeichnet werden, so dass auch hier wieder eine ausreichend hohe Kapazität und Flexibilität vorhanden ist.

f) Einschätzung der weiteren Geschäftsentwicklung

Nach der erfolgreichen Bewältigung der Corona-Krise geht unser Unternehmen mit starker Substanz und solidem Auftragseingang in die Zukunft. Die interne Struktur nach dem Gesellschafterwechsel ist auf dauerhafte Stabilität und weitere Expansion ausgerichtet und bietet hierfür eine langfristig tragfähige Basis. Wesentliche Investitionen insbesondere im den Bereichen Produktion und Fuhrpark wurden in den Vorjahren beschlossen und wurden bzw. werden in 2022 und in den Folgejahren schrittweise umgesetzt.

Die vor einigen Jahren geplante Erweiterungsinvestition (Ausbau und Vergrößerung Lager in Windischleuba) ist weiterhin zurückgestellt. Der Bauantrag ist genehmigt und kann ohne viel Aufwand verlängert werden. Konsolidierung heißt dabei nicht Stillstand. Unsere Aktivitäten werden sich allerdings zunächst auf innere Abläufe konzentrieren.

Die dauerhafte Streichung der Samstaglieferung im November 2021 erzeugte eine spürbare Entlastung des entsprechenden Personals und damit auch der Kosten in diesen Bereichen, ohne dass ein Wegfall der betroffenen Kunden zu verzeichnen ist. So können die zuletzt wieder stark gestiegenen Auftragseingänge auch mit dem im Vergleich zu 2019 um ca. 15 Prozent reduzierten Personalbestand abgedeckt werden. Die zugehörigen Prozesse, Schnittstellen und Arbeitsabläufe werden unter Nutzung der Erkenntnisse aus den letzten beiden Jahren so optimiert, dass mit den gegebenen Mitteln der größtmögliche Erfolg erzielt wird.

g) Mindestlohn

Die Lohnpolitik wurde vorausschauend in den vergangenen Monaten so gestaltet, dass es aufgrund einer Erhöhung des Mindestlohns nicht zu einem exorbitanten Lohnkostenanstieg kommen wird. Die Auswirkungen der Erhöhung des Mindestlohns ab 01.10.2022 wurden in unserer Personalkostenplanung ausreichend früh vorweggenommen. Ein Grundsatz unserer Unternehmenspolitik besteht darin, auch unseren ungelernten Mitarbeitern in den einfachsten Tätigkeitsbereichen eine Vergütung oberhalb des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohns zukommen zu lassen. Demgemäß wurden in 2022 die Personalkosten über alle Ebenen des Unternehmens hinweg angepasst. Mit dem daraus resultierenden aktuellen Lohnniveau sehen wir uns bis auf Weiteres als konkurrenzfähig in unserem Umfeld an.

V. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten waren im Berichtsjahr nicht gegeben.

VI. Zweigniederlassungsbericht

Zweigniederlassungen werden nicht unterhalten. In Leipzig befindet sich eine Außenstelle des Unternehmens. Der Standort Leipzig bietet keine Auslieferung. Auf dem Großmarkt gibt es ausschließlich Abholer.

VII. Schlussbemerkung

Eine große Herausforderung stellt im Fruchthandel die Logistik dar. Die meisten Kunden verlangen eine tägliche Anlieferung bis 8.00 Uhr, da sie jeden Tag frische Ware benötigen und ihnen kaum gekühlte Lagerkapazitäten zur Verfügung stehen. Daraus entsteht der klassische Zielkonflikt zwischen Kostenminimierung einerseits und hoher Qualität der logistischen Leistungen andererseits. Durch das Aufkommen der immer mehr und weiter entfernt anzuliefernden Kunden von Fruchtexpress haben sich die Anforderungen an die Logistik weiter verschärft. Die Kunden erhöhen ihre Bedürfnisse und erwarten schnellere Lieferungen von tendenziell kleiner werdenden Sendungsgrößen und das bei niedrigsten Kosten.

Die Logistik ist dabei als Kostentreiber im Unternehmen zu einem Wettbewerbsfaktor geworden. Herausragende Logistik bringt Kundenzufriedenheit und sorgt im Endeffekt für mehr Gewinn im Unternehmen, wenn es uns gelingt, das Verhältnis aus Nutzen und Kosten zu maximieren. Denn die Kunden kaufen bei Fruchthändlern, wo sie ihr Obst und Gemüse am nächsten Tag in der Hand halten. Schnelligkeit lautet die Devise, doch das alles unter konstanten Anforderungen an Qualität und Nachhaltigkeit.

Die indirekte Konkurrenz des Lebensmitteleinzelhandels wird unserer Einschätzung nach preisaggressiv bleiben und somit den Verdrängungswettbewerb verstärken. Andererseits werden höhere Rohstoffpreise zu einem insgesamt höheren Preisniveau bei schnell drehenden Konsumgütern und auch bei Obst und Gemüse beitragen. Die Gefahr, dass der organisierte Lebensmitteleinzelhandel versuchen wird, seine Umsätze durch das Ausliefergeschäft zu steigern, wird bestehen bleiben.

Weiterhin wird, wie in den vergangenen Jahren, eine konsequente Qualitätspolitik mit einer permanenten Verbesserung unserer umfangreichen Serviceleistungen verfolgt. Wir gehen davon aus, dass wir uns mit dieser Betriebsphilosophie nicht nur mittelfristig, sondern auch langfristig gegenüber dem Wettbewerb differenzieren und abheben können.

In den Krisenjahren hat sich das Unternehmen als sehr robust erwiesen und konnte Erfahrungen sammeln, wie solchen Krisen zukünftig zu begegnen ist. Die Geschäftsführung geht ausgehend von dieser Entwicklung und den jüngsten Unternehmenszahlen davon aus, dass sich bis auf übliche Marktschwankungen und trotz der aktuell fundamentalen wirtschaftlichen Krisen und schwachen Prognosen langfristig der positive Trend für Fruchtexpress fortsetzen wird.

 

Windischleuba, 9. November 2023

gez. Holger Schmitz, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 700.108,00 448.680,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 40.866,00 53.710,00
II. Sachanlagen 659.242,00 394.970,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.585,00 2.107,00
2. technische Anlagen und Maschinen 72.334,00 81.667,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 554.323,00 311.196,00
B. Umlaufvermögen 2.841.248,17 2.723.515,00
I. Vorräte 376.371,71 314.535,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.948.144,86 1.363.034,11
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 304.667,38 236.592,13
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.643.477,48 1.126.441,98
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.100,00 9.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 516.731,60 1.045.945,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.561,11 6.615,20
Aktiva 3.548.917,28 3.178.810,20

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 1.429.013,93 1.429.013,93
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Bilanzgewinn 1.377.884,74 1.377.884,74
davon Gewinnvortrag 1.377.884,74 1.377.884,74
B. Rückstellungen 290.354,68 251.934,63
C. Verbindlichkeiten 1.829.283,67 1.492.172,77
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 102.156,03 70.677,11
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 102.156,03 70.677,11
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 58.541,70 376.610,42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 58.541,70 376.610,42
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.668.585,94 1.044.885,24
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.668.585,94 1.044.885,24
D. Passive latente Steuern 265,00 5.688,87
Passiva 3.548.917,28 3.178.810,20

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 9.015.225,02 7.332.949,34
2. Personalaufwand 4.350.336,17 3.438.660,78
a) Löhne und Gehälter 3.534.131,87 2.720.608,50
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 816.204,30 718.052,28
3. Abschreibungen 195.899,79 186.711,65
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 195.899,79 186.711,65
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.152.437,24 2.393.541,88
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.276,91 20.968,83
davon aus verbundenen Unternehmen 9.644,63 4.488,23
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.526,87 3.369,99
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.423,87 -2.473,99
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 5.423,87 2.473,99
8. Ergebnis nach Steuern 1.337.725,73 1.334.107,86
9. sonstige Steuern 12.988,00 11.830,00
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.324.737,73 1.322.277,86
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.377.884,74 1.377.884,74
13. Bilanzgewinn 1.377.884,74 1.377.884,74

Anhang

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 der Firma Fruchtexpress TS GmbH, Fünfminutenweg Nord 11, 04603 Windischleuba, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 202442, wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB), der Vorschriften des GmbHG und der gesellschaftsvertraglichen Regelungen aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gem. § 275 Abs. 1 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. ALLGEMEINE ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgte nach den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB). Die Grundsätze der Bilanzidentität (§ 252 Abs. 1 Nr. 1 HGB), der Bewertungsstetigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB), des Going Concern (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) sowie der Einzelbewertung (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB) wurden eingehalten.

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu vier Jahren bei immateriellen Vermögensgegenständen und von 6 bis 14 Jahren bei Sachanlagen), bewertet.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Soweit eine dauernde Wertminderung besteht, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB mit dem ihnen am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen.

Die planmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen bemessen sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände unter Heranziehung der amtlichen AfA-Tabellen.

Für Anschaffungen im Berichtsjahr wurde aus Vereinfachungsgründen bei selbständig nutzbaren, beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bis Euro 800,00 die der Abnutzung unterliegen, von dem Wahlrecht der Sofortabschreibung gem. § 6 Abs. 2 EStG Gebrauch gemacht, da diese bezüglich ihrer Größenordnung unwesentlich sind.

2. Vorräte

Die Bewertung der Vorräte (Waren) erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Marktpreis.

3. Forderungen / und sonstige Vermögensgegenstände / Rückstellungen / Verbindlichkeiten

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Allen erkennbaren Risiken ist durch angemessene Wertberichtigung Rechnung getragen worden. Für risikobehaftete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von Euro 6.666,59 (VJ Euro 6.870,81) gebildet. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusätzlich eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von Euro 5.295,40 (VJ Euro 302,52) gebildet.

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass alle Verpflichtungen und erkennbare Risiken ausreichend berücksichtigt sind. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich abgezinst. Im Berichtsjahr gab es keine Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten erfolgt die Passivierung zu ihrem Erfüllungsbetrag.

C. ANGABEN ZUR BILANZ / GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

2. Vorräte

Der Bestand an Waren und Leergut beträgt Euro 376.371,71 (VJ Euro 314.535,59).

3. Forderungen / sonstige Vermögensgegenstände / flüssige Mittel / Rechnungsabgrenzungsposten

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen Euro 1.538.845,05 (VJ Euro 833.391,34). Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen wie im Vorjahr nicht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 305 (VJ TEUR 237) und umfassen sonstige Forderungen aus Umsatzsteuer.

Der Posten flüssige Mittel enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltete ein Disagio in Höhe von Euro 0,00 (VJ Euro 0,00).

4. Latente Steuern Euro BJ Euro VJ
Aktive Latente Steuern 0,00 0,00
Passive latente Steuern 265,00 5.688,87
Saldierte latente Steuern 265,00 5.688,87

5. Eigenkapital

In dem ausgewiesenen Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von Euro 1.377.884,74 (VJ Euro 1.377.884,74) enthalten.

6. Rückstellungen

Euro BJ Euro VJ
Steuerrückstellungen 0,00 0,00
Sonstige Rückstellungen 290.354,68 251.934,63
290.354,68 251.934,63

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von Euro 232.324,68 (VJ Euro 218.099,63).

7. Verbindlichkeiten

Die Altersstruktur der Verbindlichkeiten in Abschnitt C. der Bilanz ergibt sich aus nachstehendem Verbindlichkeitenspiegel:

(Geschäftsjahr fett) / (VJ mager)

Betrag Restlaufzeit gesicherter
Euro bis 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Betrag
Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten 102.156,03 28.507,56 73.648,47 0,00 102.156,03
70.677,11 18.319,49 52.357,62 0,00 70.677,11
Erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
aus Lieferungen u. Leistungen 1.266.503,54 1.266.503,54 0,00 0,00 0,00
818.975,91 818.975,91 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gg. verbundenen UN 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gg. Gesellschafter 58.541,70 58.541,70 0,00 0,00 0,00
376.610,42 376.610,42 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten 61.451,53 61.451,53 0,00 0,00 0,00
Sozialabgaben 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus 29.034,49 29.034,49 0,00 0,00 0,00
Steuern 43.833,35 43.833,35 0,00 0,00 0,00
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 311.596,38 311.596,38 0,00 0,00 0,00
182.075,98 182.075,98 0,00 0,00 0,00
1.829.283,67 1.755.635,20 73.648,47 0,00 102.156,03
1.492.172,77 1.439.815,15 52.357,62 0,00 70.677,11

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr bestanden zum Stichtag in Höhe von Euro 1.755.635,20 (VJ Euro 1.439.815,15), mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren in Höhe von Euro 0,00 (VJ Euro 0,00). Verbindlichkeiten aus Steuern bestanden in Höhe von Euro 29.034,49 (VJ Euro 43.833,35) und aus Sozialabgaben in Höhe von Euro 61.451,53 (VJ Euro -,--).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch die Sicherungsübereignung der finanzierten Gegenstände.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen wie bereits im Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten.

8. Übrige sonstige betriebliche Erträge

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind die SV Erstattungen und Erstattungen Quarantäne mit Euro 14.686,30 (VJ Euro 108.721,07), die Überbrückungshilfe mit Euro 0,00 (VJ Euro 609.988,57) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 34.699,49 (VJ Euro 7.185,04) enthalten.

9. Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen

In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 29.507,50 (VJ Euro 5.519,46) enthalten.

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit Euro 9.644,63 (VJ Euro 4.488,23) verbundene Unternehmen.

11. Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von Euro 5.423,87 (VJ Euro 2.473,99) enthalten.

D. DARSTELLUNG DER ERGEBNISVERWENDUNG

Der Jahresüberschuss in Höhe von Euro 1.324.737,73 wurde unter Berücksichtigung des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages vom 14.06.2021 an den Gesellschafter abgeführt.

E. SONSTIGE PFLICHTANGABEN

1. Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 129 (Vorjahr: 111) und teilt sich auf folgende Bereiche auf:

Produktion 40
Lager 9
Kommission 15
Einkauf 6
Verwaltung 15
Verkauf 6
Fahrer 21
Sonstige 17
Summe 129

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEuro 1.921 (Vorjahr: TEuro 2.053) aus:

• Pachtvertrag für unbewegliches Anlagevermögen am Sitz der Gesellschaft: TEuro 1.265 (Laufzeit bis 31.03.2028);

• Pachtvertrag über Photovoltaikanlage: TEuro 33 (Laufzeit bis zum 20.09.2030);

• Mietvertrag über den Standort am Großmarkt Leipzig: TEuro 417 (Laufzeit bis zum 31.12.2026);

• Mietverträge über Büromaschinen: TEuro 47 (Laufzeit bis spätestens 28.02.2024);

• Mietverträge über sonstige Betriebsausstattung: TEuro 159 (Laufzeit bis spätestens 31.08.2025).

3. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

4. Angaben zum Mutterunternehmen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Fruchtexpress Holding GmbH, Leipzig, einbezogen.

5. Übrige Angaben

Geschäftsführer der Fruchtexpress TS GmbH ist Herr Holger Schmitz.

Auf Angabe der Organbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt.

 

Windischleuba, 9. November 2023

gez. Holger Schmitz

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2022
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 208.973,64 24.229,46 192.337,10 37.073,46 40.866,00 53.710,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 208.973,64 24.229,46 192.337,10 37.073,46 40.866,00 53.710,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.487,30 31.925,50 6.827,80 1.447,50 32.585,00 2.107,00
2. technische Anlagen und Maschinen 376.345,18 304.011,18 9.333,00 72.334,00 81.667,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.997.548,84 409.156,83 1.778.199,37 148.045,83 554.323,00 311.196,00
-74.183,30
Summe Sachanlagen 2.381.381,32 441.082,33 2.089.038,35 158.826,33 659.242,00 394.970,00
-74.183,30
Summe Anlagevermögen 2.590.354,96 465.311,79 2.281.375,45 195.899,79 700.108,00 448.680,00
-74.183,30

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.06.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Fruchtexpress TS GmbH, Windischleuba

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fruchtexpress TS GmbH, Windischleuba,

- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fruchtexpress TS GmbH, Windischleuba, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, 9. November 2023

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Hartmut Pfleiderer, Wirtschaftsprüfer

Daniel Preißler, Wirtschaftsprüfer

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