Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 25724
Vorher
ES FOR IN SE
Eingetragen
15.9.2014
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Gegenstand
Energiebeschaffung und die Energieeinsatzoptimierung - also das Energiemanagement sowie Energiedienstleistungen jeglicher Art einschließlich die mögliche Beteiligung an Unternehmen rund um das Thema Energie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philipp Thielke
seit 17.4.2018
Prokura
Vorstandsmitglied
Prokura
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ES · FOR · IN SE

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

ES·FOR·IN SE (nachfolgend kurz ES·FOR·IN) wurde als europäische Aktiengesellschaft mit Standort in Essen im September 2014 gegründet. Nach dem Aufbau von Personal, Geschäftsprozessen und IT-Systemen im Jahr 2015 ist ES·FOR·IN seit 2016 als unabhängiger, digitaler Energiedienstleister und Energieoptimierer für Strom und Gas im Energiemarkt aktiv.

Kunden der ES·FOR·IN sind energieintensive Industrieunternehmen, Stadtwerke, Betreiber von konventionellen Kraftwerken, erneuerbaren Energieanlagen und Batterien sowie Energieversorger im B2C-Bereich. Das Kerngeschäft ist die digitale, vollautomatisierte Flexibilitätsvermarktung Strom aus Kundenanlagen. Durch Nutzung von Trading-Algorithmen erfolgt eine strompreisorientierte Optimierung von Stromverbrauchen und flexiblen Anlagen in den kurzfristigen Strommärkten. Die Vermarktung der Flexibilität findet aktuell an den Energiebörsen im auktionsbasierten und kontinuierlichen Handel statt und soll im 2. Halbjahr 2024 marktübergreifend auch für Systemdienstleistungen angeboten werden. Ein Algotrading zur Optimierung von Flexibilitäten aus Gas ist ebenfalls im Einsatz. Das Vertriebsgeschäft mit Kurzfristprodukten für Strom und Gas ergänzt das Serviceportfolio von ES·FOR·IN. Zusätzlich werden ein direkter Marktzugang sowie die Übernahme des Bilanzkreis- und Portfoliomanagements einschließlich Marktkommunikation angeboten. Für regenerative Erzeugungseinheiten übernimmt ES·FOR·IN die Direktvermarktung von Windparks, Biomasse- und Biogasanlagen und bietet durch eine ergänzende Flexibilitätsvermarktung weiteres Optimierungspotential für die Anlagenbetreiber.

Aktuell ist die Gesellschaft in Deutschland und Österreich im Strom und Gasgeschäft und den Niederlanden im Stromgeschäft tätig sowie im Stromgeschäft in UK offiziell registriert. Das Unternehmen setzt seit dem Jahr 2020 eine konsequente Wachstumsstrategie um. Im Berichtsjahr erfolgten alle offiziellen Registrierungen für den Markteintritt in Frankreich und Belgien.

Mit seiner Produktpalette und intelligenten Technologien unterstützt ES·FOR·IN aktiv die Energiewende, die aufgrund der angespannten weltpolitischen Lage einen hohen Stellenwert in Europa einnimmt. Die Nutzung von Flexibilitäten stabilisiert europäische Energieflüsse durch kurzfristigen Ausgleich von inhärenten Prognosefehlern einer weiter zunehmenden erneuerbaren Stromerzeugung.

Gleichzeitig reduziert die Flexibilitätsvermarktung signifikant den CO 2 -Ausstoß, da ein Hochfahren von konventionellen Kraftwerken verhindert wird. Diese indirekte CO 2 -Vermeidung wird über eine jährliche Zertifizierung durch den TÜV Rheinland offiziell bestätigt.

Das Unternehmen ist zum Abschlussstichtag weiterhin als große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB einzustufen und hat damit die für eine große Kapitalgesellschaft geltenden Rechtsfolgen zu erfüllen.

B. Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 hat sich die geopolitische Lage mit der Eskalation des Gaza-Konflikts in Israel und dem andauernden russischen Angriffskrieg auf die Ukraine erneut verschärft. Trotz sinkender Rohstoff- und Energiepreise sowie einer Normalisierung der globalen Wirtschaftsströme verzeichnet die weltweite Konjunktur zurückgehende Auftragseingänge und hat in Deutschland im Vergleich zum restlichen Europa in eine Rezession geführt. 1 Vergleichsweise hohe Energiekosten infolge staatlicher Umlagen zur Finanzierung der deutschen Energiewende führten zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen im industriellen Sektor.

Laut WKO-Statistik lag das BIP der Eurozone im Berichtsjahr einem Plus von nur noch 0,5% erneut unter dem Vorjahreswert von 3,4%. Mit einem Minus von 0,3% befindet sich Deutschland am oberen Ende des letzten Drittels. In den sonstigen Vertriebsländern von ES·FOR·IN betrugen die BIP-Veränderungen für die Niederlande +0,1% und für Österreich -0,7%. 2

Die angespannte weltpolitische Lage und pessimistische konjunkturelle Entwicklungen haben den Energiebedarf beeinflusst. Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist der Stromverbrauch in Deutschland im Jahr 2023 mit -3,3% gegenüber dem Vorjahr erneut gesunken. Der Rückgang war insbesondere in den ersten drei Quartalen des Jahres zu beobachten. Erst im 4. Quartal hat sich die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr leicht erholt. 3 Der Strombedarf war in allen Verbrauchergruppen rückläufig, fällt aber mit 5,2% 4 im industriellen Sektor am stärksten aus. Der Gasverbrauch ging um 4,3% 5 zurück und betraf überwiegend die Bereiche Industrie und Gewerbe/Handel/Dienstleistungen. Neben der schwachen Konjunktur hat auch ein reduzierter Heizbedarf durch den milden Winter zu einem verminderten Gaseinsatz geführt. Eine vergleichbare Entwicklung trat in den europäischen Nachbarländern auf.

Mit Beginn des Jahres 2023 wurden in Deutschland staatliche Eingriffe wirksam (Laufzeitverlängerung für konventionelle Anlagen 6 und Kernenergie 7 sowie Fixierung von Preisgrenzen 8 ), die den Markt wieder entspannt haben. Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg waren im Krisenjahr 2022 Energiepreise und Volatilitäten vorübergehend stark angestiegen.

1 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/12/11-weltwirtschaft.html
2 https://www.wko.at/statistik/eu/europa-wirtschaftswachstum.pdf
3 https://www.bdew.de/media/documents/Stromverbrauch_Vgl_2022_2023_online_o_quartalsweise_Sld_18012024.pdf
4 https://www.bdew.de/media/documents/Nettostromverbrauch_nach_Verbrauchergruppen_Entw_10J_online_o_dw_jaehrlich_FS_24012024.pdf
5 https://www.bdew.de/media/documents/Jahresbericht_2023_final_18Dez2023_V2.pdf
6 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/braunkohle-reserve-winter-100.html
7 https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2022/kw45-dc-atomgesetz-freitag-917474
8 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/strom-gaspreis-bremse.html

Weiterhin haben eine milde Wetterlage, der fortschreitende Ausbau von erneuerbarer Erzeugung sowie eine verstärkte Versorgung Europas mit LNG 9 bei gleichzeitig zurückgehendem Gasbedarf im Bereich Industrie und Gewerbe zu einer nachhaltigen Marktberuhigung beigetragen.

Erstmalig entfiel der größte Anteil an der deutschen Stromerzeugung mit über 50%5 auf erneuerbare Energien mit einem Rekordzuwachs bei Photovoltaik. Nach den Spitzenpreisen im Ausnahmejahr 2022 fielen die Preise für Energie wieder unter das Niveau des Jahres 2021. Beispielsweise ist der an der EPEX Spot Börse gehandelte Phelix-Base-Preis für das Marktgebiet Deutschland/Österreich von 235€/MWh für das Jahr 2022 auf 72€/MWh im Berichtsjahr gesunken, was einem Rückgang von fast 69% entspricht. 10 Die Notierungen für Spitzenlast und Schwachlast sanken analog. Vergleichbare Entwicklungen zeigten sich ebenfalls in der Intraday Auktion sowie im kontinuierlichen Intraday-Handel.

Für die Flexibilitätsvermarktung im Strommarkt sind vor allem die Preisspreads der Intraday-Auktion und die des kontinuierlichen Intraday-Handels entscheidend. Sie sind parallel zum Strompreisniveau gesunken. Gleichzeitig war infolge der hohen regenerativen Erzeugung eine höhere Preisvolatilität im Intradaymarkt gegeben, die die Vermarktungspotenziale in der Flexibilitätsvermarktung steigen ließ. Mit dem vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien und einer damit einhergehenden Prognoseungenauigkeit bei gleichzeitigem Rückgang der Grundlasterzeugung aus Kohle ist tendenziell mit weiter steigenden Handelsvolumen und Preisvolatilitäten auch für Flexibilität im Intraday-Markt zu rechnen.

Der Gasmarkt reagierte ähnlich. Eine durchgängig sichere Erdgasversorgung durch vermehrte Lieferungen aus westeuropäischen Quellen und LNG-Bezüge 9 sowie ein geringerer Verbrauch 5 haben die Day Ahead-Notierungen von durchschnittlich 127€/MWh 11 und teilweisen Spitzenwerten von 316 €/MWh 12 im Jahr 2022 auf durchschnittlich 41€/MWh 11 im Jahr 2023 sinken lassen. Damit lag der Preisrückgang beim Gas mit durchschnittlich 68% über dem für Strom.

9 https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2024/20240104_Gasversorgung2023.html#:~:text=Das%20LNG%20%2DTerminal%20in%20Stade,I.NG%20%2DT erminals%20nach%20Deutschland%20importiert
10 https://www.ffe.de/veroeffentlichungen/deutsche-strompreise-an-der-boerse-epex-spot-im-jahr-2023/

11 https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilun gen/DE/2024/20240104_Gasversorgung2023.html# :~: text=Gaspreise%20gesunken,um%20die%2030%20Euro%2FMWh.
12 https://www.ffe.de/veroeffentlichungen/deutsche-strompreise-an-der-boerse-epex-spot-im-jahr-2022/

C. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Das Berichtsjahr 2023 ist das achte aktive Geschäftsjahr für ES·FOR·IN und war stark durch den internationalen Ausbau der Geschäftsprozesse geprägt.

Kerngeschäftsfeld Flexibilitätsvermarktung

Im Berichtsjahr hat ES·FOR.IN das vertragliche Geschäftsvolumen durch neue Kunden mit unterschiedlichen Anlagenklassen (u.a. Batterien, Renewables, Gaskraftwerke, Solaranlagen von Prosumern), erweiterte Aktivitäten für Bestandskunden sowie einen regelmäßigen Review von kundenspezifischen Optimierungslogiken kontinuierlich gesteigert.

Parallel dazu, hat ES·FOR·IN über die Flexibilitätsvermarktung Strom die indirekte Reduzierung von CO 2 -Emissionen von 363.267 Tonnen (2022) auf 690.347 Tonnen (2023) erhöht, was das starke Wachstum der Gesellschaft unterstreicht.

Damit senken die Kunden von ES·FOR·IN nicht nur ihre Energiekosten, sondern tragen auch mittelbar zur CO 2 -Reduktion und zum Klimaschutz bei.

Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie wurden der Markteintritt in Frankreich und Belgien vorbereitet.

Kerngeschäft Digital Services

Das vertragliche Strom- und Gasliefergeschäft ist ebenfalls gewachsen. Neben Neukunden haben auch die Bestandskunden im B2C-Bereich ihre Anzahl von zu versorgenden Haushalts- und Gewerbekunden nach der allgemein schwierigen Lage im Krisenjahr 2022 wieder deutlich erhöht. Gleiches gilt für den Bereich der sonstigen Energieservices und IT-Dienstleistungen (letztere über das Tochterunternehmen IT24/7SOLUTIONS GmbH).

Alle angebotenen Dienstleistungen sind in den aktuell aktiven Ländermärkten Deutschland, Österreich und den Niederlanden aufgesetzt, der technische Aufbau für den französischen und belgischen Markt erfolgte im Berichtsjahr.

Wie im Vorjahr sind auch im Jahr 2023 keine Kunden aus der Flexibilitätsvermarktung oder im Liefergeschäft unterjährig abgewandert.

Expansion und Innovation

ES·FOR·IN treibt das strategische Ziel einer europäischen Marktführerschaft in der Flexibilitätsvermarktung inklusive des Anstrebens einer deutschen Vorreiterstellung konsequent voran. Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie fand im Jahr 2023 der Marktaufsatz für Frankreich und Belgien statt. Gemäß den daraus abgeleiteten Anforderungen erfolgte im Berichtsjahr ein gezielter Personalaufbau. Weiterhin wurden Marketingaktivitäten ausgeweitet sowie in die Skalierbarkeit und Cyber-Sicherheit der IT-Plattform investiert. Mittlereile ist die Gesellschaft damit neben dem Kernmarkt Deutschland in vier weiteren europäischen Intraday-Märkten präsent.

Zum 31.12.2023 beläuft sich die vertraglich kontrahierte Kundenflexibilität der ES·FOR·IN auf mehr als 2 GW, die sich aus verschiedenen Anlagenklassen wie Gas, Batterien, Industrieanlagen, Renewables, E-Boiler usw. zusammensetzt. Neue innovative Vermarktungsformen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmalig auch eine Flexibilitätsvermarktung von Windanlagen, Dieselgeneratoren und Prosumern ermöglicht.

Die Gesellschaft hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr ein zukunftsweisendes Decision-Support-Tool entwickelt, welches täglich die beste Vermarktungsstrategie von flexiblen Assets über verschiedene Märkte (kontinuierlicher Intradayhandel vs. Erbringung von Systemdienstleistungen für den Netzbetreiber) aufzeigt. Dieser neue Service wird seit dem 4. Quartal 2023 in einem Pilotprojekt mit einzelnen Kunden getestet und ist insbesondere auf einen marktübergreifenden Einsatz von Großbatterien zugeschnitten. Passend dazu, hat ES·FOR·IN im Herbst 2023 den Ausbau der Flexibilitätsvermarktung als "One shop"-Lösung für seine Kunden beschlossen. Ab dem Jahr 2024 wird das Unternehmen die Flexibilitätsvermarktung als Komplettlösung über alle Märkte und Produkte - Intradaytrading und Systemdienstleistungen wie Primärregelleistung/Sekundärregelleistung anbieten.

Erfolgsmessung und Steuerung

Die Erfolgsmessung und die Steuerung des Unternehmens finden über zielgerichtete Kennzahlen statt. Neben dem monatlichen Reporting zum finanziellen Ergebnis und zur Geschäftsentwicklung erfolgt ein tägliches Reporting zu ausgewählten Kennzahlen an das Management-Team.

Ergebnisentwicklung

Der Jahresumsatz im Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf 336.461 TEUR und ist im Vergleich zum Vorjahr mit 674.076 TEUR deutlich gefallen. Wesentliche Ursache sind stark gefallene Strom- und Gaspreise infolge staatlicher Eingriffe und einer deutlichen Entspannung der Energiemärkte infolge einer stabilen europäischen Gasversorgung. Insgesamt wird der preisgetriebene Rückgang der Umsatzerlöse teilweise kompensiert, da das Geschäft mit Bestandskunden und mit Neukunden bezüglich kontrahierter Serviceverträge und der Kundenanzahl weitergewachsen ist.

Trotz Kundenwachstums und Ausdehnung des Geschäftsvolumens bei Bestandskunden in der Flexibilitätsvermarktung und bei den Digital Services konnte der Rohertrag aufgrund einer temporären staatlichen Marktregulierung sowie der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Europa nicht gesteigert werden. Eine staatlich verordnete Preisobergrenze für Strom und Gas sowie die Laufzeitverlängerungen von Kohle- und Atomkraftwerken, ein milder Winter mit hoher Windeinspeisung sowie stark fallende Preise in den Kurzfristmärkten nach dem Krisenjahr 2022 führten zu geringen Margen in der Flexibilitätsvermarktung. Zusätzlich haben internationale Lieferkettenprobleme den deutschen Wirtschaftsstandort belastet, was im Berichtsjahr zu einer vorübergehend schwächeren Verfügbarkeit von Kundenanlagen für die Flexibilitätsvermarktung, temporärer Unterbrechung des Geschäftsbetriebs sowie zur Verschiebung von Onboarding-Termin von neuen Kunden in das Jahr 2024 geführt hat. Mit 4.458 TEUR liegt der Rohertrag um fast 25% unter dem Vorjahreswert mit 5.923 TEUR.

Ein wesentlicher Treiber auf der Kostenseite ist vor allem der Anstieg der Personalaufwendungen um 453 TEUR (+16%) infolge von Mitarbeitereinstellungen für das geplante beschleunigte Geschäftswachstum. Durch den Ausbau der IT-Systeme haben sich die Abschreibungen um 83 TEUR (+29%) erhöht. Die sonstigen betrieblichen Kosten sind mit einem Plus von 411 TEUR (+23%) ebenfalls deutlich angestiegen, sie beinhalten den laufenden IT-Support - insbesondere für IT-Security und die weitere Skalierung der IT-Plattform für einen europaweiten Rollout - sowie expansionsbedingt höhere Ausgaben für Beratung, Recruiting und Investor-Relations-Maßnahmen . Die aus dem beschleunigten Wachstum resultierenden gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Aufsatzkosten für neue Märkte konnten aufgrund der geänderten Marktlage, temporärer technischer und wirtschaftlicher Probleme auf Kundenseite nicht vollständig aus dem operativen Geschäftsergebnis finanziert werden. Nach Abzug der Kostenpositionen weist ES·FOR·IN trotz Kundenwachstums in der Flexibilitätsvermarktung und bei den digitalen Energieservices im Jahr 2023 ein negatives Jahresergebnis von -1.188 TEUR aus. Im Vergleich zu dem Rekordergebnis des Vorjahres mit einmaligen Krisengewinnen ist das eine Ergebnisverschlechterung von -2.197 TEUR, die insbesondere auf den Entfall von Rekordmargen des Ausnahmejahres 2022 und höhere Wachstumskosten zurückzuführen ist.

Die kumulierten Anlaufverluste aus dem Unternehmensaufbau betragen zum 31.12.2023 -3.075 TEUR nach -1.887 TEUR zum 31.12.2022. Sie sind seit der Gründung durch jährliche Eigenkapitalzuführungen der Gesellschafter stets überkompensiert worden. Die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr von 4.654 TEUR (2022) auf 10.965 TEUR (2023) erhöht und stellt eine gesunde Basis für das zukünftiges Unternehmenswachstum dar.

Liquidität

Die Finanzierung von ES·FOR·IN erfolgt seit der Gründung im überwiegenden Maße durch die Gesellschafter und das laufende Geschäft. Alle bisherigen Wachstumsinvestitionen der letzten 3 Jahre wurden aus eigenen Mitteln finanziert.

Im 2. Quartal 2023 sind der Gesellschaft über eine Kapitalerhöhung liquide Mittel in Höhe von 7,5 Mio. Euro zugeflossen. Das zusätzliche Kapital wurde dem gezeichneten Kapital und den Kapitalrücklagen zugeführt, um während der weiteren Wachstumsphase eine angemessene Eigenkapitalquote der Gesellschaft sicherstellen. An der Finanzierungsrunde haben sich alle bestehenden Gesellschafter beteiligt. Zusätzlich wurde zu diesem Termin auch die SEB Bank als ein weiterer strategischer Investor aus dem Green Tech-Bereich mit einer Minderheitsbeteiligung in den Kreis der Gesellschafter aufgenommen.

Im Berichtsjahr bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Ein existierender Avalkredit in Höhe von 2 Mio. Euro bedient von ES·FOR·IN zu hinterlegende Sicherheiten an z.B. Direktvermarktungskunden mit 50% Barhinterlegung. Die Liquidität für den operativen Betrieb war im Berichtsjahr jederzeit positiv gesichert, es bestand kein Finanzierungsbedarf. Die liquiden Mittel betrugen zum 31.12.2023 26.414 TEUR gegenüber 32.781 TEUR im Vorjahr. Der Rückgang resultiert aus geringeren Vorauszahlungen von Kunden infolge der gegenüber dem Vorjahr signifikant gesunkenen Energiepreise.

Personal

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 29 Mitarbeiter (Vorjahr: 25) und zum Jahresende 33 Mitarbeiter in den Bereichen Vertrieb/Geschäftsentwicklung, Beschaffung/Operations/Abrechnung, IT/Organisation und Unternehmensentwicklung/Controlling sowie Marketing/Finanzen/Personal beschäftigt. Unterstützungsprozesse außerhalb des Kerngeschäfts waren weiterhin an Dienstleister vergeben und sind digital vernetzt, so z.B. die Jahresabschlusserstellung an eine externe Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Anteile an der im Mehrheitsbesitz befindlichen Tochtergesellschaft IT24/7SOLUTIONS GmbH (IT24/7) wurden am Ende des Berichtsjahres von 90% auf 100% aufgestockt. Das Geschäftsjahr 2022 wurde mit einem leicht positiven Jahresergebnis abgeschlossen. Der aktuelle Abschluss war bis zur Fertigstellung des Jahresabschlusses der ES·FOR·IN noch nicht erstellt. Es wird trotz signifikanter Investitionen in digitale Geschäftsprozesslösungen für ES·FOR·IN und Drittkunden mit einem ausgeglichenen Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 gerechnet. Das zum Jahreswechsel 2017/2018 erworbene IT-Unternehmen mit Standorten in Essen und Teltow im Großraum Berlin beschäftigt derzeit bis zu 12 Mitarbeiter. Die Belegschaft ist infolge des internationalen Geschäftsausbaus der ES·FOR·IN ebenfalls gewachsen. Neben den IT-Services für ES.FOR.IN vermarktet IT24/7 auch digitale Lösungen an Drittkunden und Stadtwerke.

D. Prognose der weiteren Entwicklung der Gesellschaft einschließlich Chancen- und Risikobericht

Chancen

Mit dem Kernprodukt Flexibilitätsvermarktung leistet ES·FOR·IN einen wichtigen Beitrag zu einer erfolgreichen Energiewende. Der angebotene Service ermöglicht eine intelligente Anpassung der Energienachfrage an eine zunehmend volatilere Erzeugung auf der Angebotsseite, was sich mit einem Anteil von 53% der Erneuerbaren an der deutschen Stromerzeugung gegenüber 44% im Jahr 2022 13 mit weiter zunehmender Volatilität zeigt. In Erwartung einer längerfristig angespannten Lage auf den Energiemärkten, verstärkt durch die Neuordnung der politischen Weltlage und einem voranschreitenden Ausbau erneuerbarer Erzeugung, wird die Attraktivität der Flexibilitätsvermarktung vermutlich unverändert hoch sein bzw. weiter an Bedeutung gewinnen

Auf der Kundenseite ermöglicht ES·FOR·IN so zugleich die Optimierung von Energiekosten, gepaart mit dem Imagegewinn, auch auf Verbraucherseite indirekt zur CO 2 -Einsparung beizutragen. Dabei unterscheidet sich ES·FOR·IN aufgrund seiner umfassenden Produktpalette und der langjährigen Erfahrung in der marktübergreifenden Optimierung von Flexibilitäten bzw. Energiekosten für nahezu alle Arten von Stromverbraucher und Anlagentypen von potenziellen Wettbewerbern. Die Gesellschaft ist mittlerweile neben dem Kernmarkt Deutschland in vier weiteren europäischen Märkten aktiv. In den im Berichtsjahr 2023 neu aufgesetzten Auslandsmärkten Frankreich und Belgien wird ab Mitte 2024 mit dem Start des operativen Geschäfts gerechnet.

Die zugehörige Steuerungstechnik, mit der die in der Flexibilitätsvermarktung befindlichen Kundenanlagen angesprochen werden, ist für verschiedene europäische und außereuropäische Märkte patentiert.

Die ES·FOR-IN-Geschäftsprozesse einschließlich zugehöriger Kundenschnittstellen sind digitalisiert und können bei Bedarf vollständig remote gesteuert werden. Die Neukundenakquise erfolgt zumeist digital oder auf Fachmessen bzw. Branchentreffen. Mittels Kaltakquise und einem automatisierten digitalen Marketingsupport-System spricht ES·FOR·IN ein breites Kundenpotential an, welches mit fortschreitender Internationalisierung kontinuierlich wächst. Zielgerichtete Marketinginitiativen im Bereich Social Media in Form von Videos, Podcasts und Blogbeiträgen haben die Bekanntheit der Marke "ES·FOR·IN" sichtbar gesteigert. Dies belegen neben der kürzlich erfolgten Aufnahme von ES·FOR·IN in der "Global Cleantech 100 list" 14 und die Einstufung von ES·FOR.IN im ZfK-Ranking als Nr. 2 15 in der Vermarktung von Batteriesystemen, auch regelmäßige Kooperationsanfragen von etablierten Playern der Energiewirtschaft.

13 https://www.bdew.de/media/documents/Jahresbericht_2023_final_18Dez2023_V2.pdf
14 https://i3connect.com/gct100/the-list/2024
15 https://www.zfk.de/unternehmen/marktuebersicht/direktvermarkter-aufbruchstimmung-technologie-besonders-um

Risiken und Risikomanagement

Die im operativen Geschäft der Gesellschaft benötigte IT-Infrastruktur wird insbesondere über die Tochtergesellschaft IT24/7 bereitgestellt wird. Alle energiewirtschaftlichen Softwareanwendungen laufen über externe "Tier 3"-Rechenzentren und sind durch ein redundant ausgelegtes Betriebsmodell gesichert. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr mit einem externen Berater relevante Anforderungen gemäß den Verordnungen "KRITIS" und "NIS2" erarbeitet und mit der Implementierung begonnen.

Das Risikomanagement fokussiert sich auf finanzielle Risiken aus Kurzzeitprodukten, die die Gesellschaft für ihre Kunden im Day-Ahead- und Intradaymarkt handelt. Terminmarktgeschäfte werden nicht getätigt. Energielieferungen an Kunden erfolgen nur nach Erhalt von Vorauszahlungen. Neben dem Abschluss einer Kundenausfallversicherung werden bei Bedarf auch zusätzliche Sicherheitsleistungen von Kunden einbehalten. Zu den täglichen Routinen gehört die Überwachung von kurzfristig auftretenden Kreditrisiken (bei stark ansteigenden Energiepreisen oder Liefermengen im jeweiligen Berichtsmonat) sowie Zahlungsverhalten und Bonität der Kunden. Steuerung und Überwachung der Liquidität erfolgen durch eine tagesscharfe monatliche und quartalsbasierte Finanzplanung. Unter Berücksichtigung bestehender Zahlungsziele werden Zahlungseingänge von Kunden und Ausgaben der ES·FOR·IN gegenübergestellt und täglich überwacht. Für das laufende Geschäft besteht kein Finanzierungsbedarf.

Die regelmäßige Ergebnissteuerung und -analyse erfolgt u.a. durch ein tägliches Reporting aus dem eigenen Energy Trading und Risk Management-System (ETRM-System). Zusätzlich werden wesentliche KPIs über einen regelmäßigen Controlling-Report dem Management-Team zur Verfügung gestellt. Mit dem im Berichtsjahr 2023 gestarteten Datawarehouse-Projekt wird das Management-Reporting weiter automatisiert und auf tagesaktuelle Dashboard-Ansichten in Power BI umgestellt. Eine Hochrechnung zum voraussichtlichen Monatsergebnis wird auf Basis von aufgelaufenen Istwerten kontinuierlich aktualisiert. Das buchhalterische Monatsergebnis liefern die betriebswirtschaftlichen Auswertungen in Datev, welche zu den Ergebnissen des ETRM- Systems überleitbar sind. Das Controlling erstellt eine monatliche Berichterstattung an die Anteilseigener, die zum Quartalsende auch ein ESG-Reporting beinhaltet. Die regelmäßige Berichterstattung an den Aufsichtsrat findet quartalsweise statt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt in Zusammenarbeit mit einer externen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft. Diese steht auch unterjährig bei der Erfassung neuer Sachverhalte beratend zur Verfügung. Die Prüfung des Jahresabschlusses erfolgt separat durch die EBS GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg.

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Gesellschaft signifikant verbessertes und positives Jahresergebnis, das in die aktuelle Mittelfristplanung eingegangen ist. Im vergangenen Geschäftsjahr hat sich erneut gezeigt, dass eine Produktpalette aus Flexibilitätsvermarktung und Digital Services das Kundeninteresse für beide Bereiche weckt. Beim Rohertrag erwartet ES·FOR·IN eine Verdreifachung gegenüber dem Jahr 2023 mit einer aktuellen Kontrahierungsquote von 70%. Die Neukunden in der Flexibilitätsvermarktung und für Digital Services laufen stabil im operativen Betrieb. Auch das Bestandskundengeschäft soll durch ein vielfältiges und wachsendes Serviceangebot sowie die Rückkehr von Kapazitäten, die im Jahr 2023 temporär nicht zur Verfügung standen, wachsen. Zusätzlich konnte die Flexibilitätsvermarktung durch Bereitstellung zusätzlicher Kundenkapazitäten ausgebaut werden. Daneben erfolgt die kontinuierliche Optimierung der KI-gestützten Handelsalgorithmen, um Produkte und Ergebnisse der Flexibilitätsvermarktung kundenindividuell stetig zu verbessern und um kurzfristig auf geänderte Marktgegebenheiten zu reagieren.

Das noch zu kontrahierende Geschäft beinhaltet neben dem deutschen Kernmarkt auch Neugeschäft in den Auslandsmärkten. Ferner sind erste Margen aus dem Go-live der neuen marktübergreifenden "One-Stop-Shop-Flexibilitäts"-Lösung aus kombinierter Handels- und Regelenergievermarktung berücksichtigt, die von den Kunden bereits jetzt aktiv nachgefragt wird. Dem noch offenen Geschäftsvolumen steht eine vielfältige Sales Pipeline mit einer angemessenen Diversifizierung des Kunden- und Anlagenportfolios gegenüber. Für verschiedene Projekte der Sales Pipeline laufen bereits konkrete Vertragsverhandlungen; mit entsprechenden Vertragsunterzeichnungen ist in Kürze zu rechnen. Für den nächsten Internationalisierungsschritt läuft aktuell der Auswahlprozess zu den neu zu erschließenden Märkten im Jahr 2024.

Es wird unterstellt, dass im Geschäftsjahr 2024 alle Expansionskosten auf Jahresbasis wieder vollständig aus dem operativen Ergebnis finanziert werden können. Die Planung beinhaltet zusätzlichen Personalaufbau, höhere Kosten für Marketing und Vertrieb sowie Investitionen in den IT-Aufsatz für eine weitere Internationalisierung. Die Planung wurde nach Vorlage und Diskussion durch den Aufsichtsrat im Dezember 2023 verabschiedet.

Auf der Liquiditätsseite ist ES·FOR·IN durch die weitere Kapitalerhöhung von 7,5 Mio. Euro (2023) durch finanzstarke Gesellschafter und ohne Verschuldung für eine beschleunigte Expansion gut aufgestellt. Die aktuelle Diskussion um die Sicherheit der Energieversorgung und eines angemessenen wirtschaftlichen Wachstums am Standort Deutschland zeigt, dass die Flexibilitätsvermarktung parallel zur Umsetzung einer neuen Kraftwerksstrategie ständig an Bedeutung gewinnt.

Mit dem Wiederaufflammen des Nah-Ost-Konflikts zusätzlich zum bestehenden Ukrainekrieg hat sich die weltpolitische Lage wiederum verschärft. Auch die Auswirkungen aus den amerikanischen Präsidentschaftswahlen im Herbst 2024 könnten zu einer weiteren Eskalation beitragen. Mögliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und damit gegebenenfalls auch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ES·FOR·IN waren bei der Aufstellung des Lageberichts Ende März 2024 nicht abschätzbar.

E. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Gemäß den Vorschriften des § 312 AktG wurde vom Vorstand ein Bericht über die Beziehungen zu den verbundenen Unternehmen erstellt, der mit folgender Erklärung abschließt:

"Wir erklären hiermit, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Weiterhin erklären wir, dass andere berichtspflichtige Rechtsgeschäfte und Maßnahmen der ES-FOR-IN SE weder vorgenommen noch unterlassen wurden."

 

Essen, den 31. März 2024

Christian Hövelhaus, Vorstand

Christoph Gardlo, Vorstand

(Amtsgericht Essen, HRB 25724)

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.501.295,00 1.310.377,00
2. geleistete Anzahlungen 162.601,98 162.601,98
1.663.896,98 1.472.978,98
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 284.906,00 226.075,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 697.147,25 627.147,25
Summe Anlagevermögen 2.645.950,23 2.326.201,23
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 31.168,54 36.053,32
2. geleistete Anzahlungen 0,00 3.576,00
31.168,54 39.629,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.258.815,99 1.284.479,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.922.542,62 1.911.169,11
3. sonstige Vermögensgegenstände 5.008.142,60 6.027.746,40
8.189.501,21 9.223.395,42
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 26.414.213,15 32.780.625,03
Summe Umlaufvermögen 34.634.882,90 42.043.649,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 154.778,70 124.527,16
37.435.611,83 44.494.378,16

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 698.087,00 636.855,00
II. Kapitalrücklage 13.342.101,00 5.903.638,00
III. Verlustvortrag 1.886.875,45 2.895.968,27
IV. Jahresfehlbetrag 1.188.159,04 1.009.092,82-
Summe Eigenkapital 10.965.153,51 4.653.617,55
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.121,16 0,00
2. sonstige Rückstellungen 369.087,50 371.230,00
370.208,66 371.230,00
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.913.627,94 5.316.297,04
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 7.913.627,94 (EUR 5.316.297,04)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.335.632,62 31.327.463,62
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 9.335.632,62 (EUR 31.327.463,62)
3. sonstige Verbindlichkeiten 8.847.831,46 2.822.644,95
- davon aus Steuern EUR 929.732,81 (EUR 45.605,03)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.779,57 (EUR 4.560,33)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 8.847.831,46 (EUR 2.822.644,95)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.157,64 3.125,00
37.435.611,83 44.494.378,16

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 336.461.226,07 647.076.237,23
2. Gesamtleistung 336.461.226,07 647.076.237,23
3. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens 2.278,71 0,00
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 597,27 10.585,49
c) übrige sonstige betriebliche Erträge 98.785,56 92.235,96
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR -497,55 (EUR 8.644,13)
101.661,54 102.821,45
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 328.984.832,46 639.962.183,36
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.016.993,90 1.191.061,02
332.001.826,36 641.153.244,38
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.897.785,22 2.504.638,59
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 444.305,83 384.654,20
- davon für Altersversorgung EUR 3.369,69 (EUR 1.244,10)
3.342.091,05 2.889.292,79
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 371.446,08 288.440,38
7. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten 86.281,05 76.857,79
b) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 72.823,92 56.232,10
c) Reparaturen und Instandhaltungen 268.182,62 224.405,81
d) Fahrzeugkosten 113.275,96 124.970,17
e) Werbe- und Reisekosten 200.409,14 304.938,67
f) Kosten der Warenabgabe 6.144,83 11.557,59
g) verschiedene betriebliche Kosten 1.421.026,81 940.109,83
h) Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellung in die Wertberichtigung zu Forderungen 27.198,91 0,00
i) übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 9.890,68 55.287,97
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -1.329,32 (EUR 29.006,44)
2.205.233,92 1.794.359,93
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 207.535,99 29.551,96
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 17.304,17 (EUR 18.800,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 33.611,94 71.749,34
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.900,29 0,00
11. Ergebnis nach Steuern -1.185.686,04 1.011.523,82
12. sonstige Steuern 2.473,00 2.431,00
13. Jahresfehlbetrag 1.188.159,04 -1.009.092,82

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ES·FOR·IN SE
Firmensitz laut Registergericht: Essen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Essen
Register-Nr.: HRB 25724

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

II. ANGABEN ZUR BILANZ

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 1.923 TEUR (Vorjahr: 1.911 TEUR) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 177 TEUR (Vorjahr: 31 TEUR) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 1.745 TEUR (Vorjahr: 1.880 TEUR). Alle Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Erst nach dem Abschlussstichtag entstandene sonstige Vermögensgegenstände über noch nicht abziehbare Vorsteuerbeträge belaufen sich auf 1.193 TEUR (Vorjahr: 3.341 TEUR).

Grundkapital

Das Grundkapital von 698.087 EUR ist eingeteilt in 698.087 Stück nennwertloser Namensaktien. Im Berichtsjahr wurde im Zuge des Beschlusses der Hauptversammlung vom 6. April 2023 das Grundkapital der Gesellschaft von 636.855 EUR um 61.232 EUR auf 698.087 EUR erhöht.

Der ES·FOR·IN Holding GmbH mit Sitz in Essen gehören 56,23 % der Aktien der Gesellschaft (392.517 Stück) und damit sowohl mehr als der vierte Teil der Aktien als auch eine Mehrheitsbeteiligung i.S.d. § 16 Abs. 1 AktG.

Die verbleibenden Gesellschaftsanteile werden von der ERAME Equity GmbH mit Sitz in Essen (19,06 % und 133.029 Stück), von der SET Holding III Cooperatief U.A. mit Sitz in Amsterdam (13,32 % und 92.978 Stück), von der Skandinaviska Enskilda Banken AB mit Sitz in Stockholm (7,02 % und 48.987 Stück) sowie von der Green Fortress GmbH mit Sitz in Sulzberg (4,38 % und 30.576 Stück) gehalten.

Entwicklung der Kapitalrücklage

In die Kapitalrücklage wurde im Geschäftsjahr ein Betrag von 7.438.463 EUR eingestellt. Die Kapitalrücklage hat sich dadurch von 5.903.638 EUR auf 13.342.101 EUR erhöht. Die Erhöhung wurde durch die Hauptversammlung am 6. April 2023 beschlossen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalaufwendungen, betreffend das abgelaufene Geschäftsjahr.

Latente Steuern

Es bestehen keine temporären Differenzen, auf welche latente Steuern zu bilden wären. Bezüglich zum Stichtag vorhandener steuerlicher Verlustvorträge wurde das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht ausgeübt.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Berichtsjahr Vorjahr
Umsatz in TEUR Umsatz in TEUR
Flexibilitätsvermarktung und Liefergeschäft Strom 239.588 429.853
Flexibilitätsvermarktung und Liefergeschäft Gas 93.326 213.673
Energiedienstleistung 2.703 3.157
Sonstige Erlöse 844 393
Summe 336.461 647.076
Geographisch bestimmter Markt Berichtsjahr Vorjahr
Umsatz in TEUR Umsatz in TEUR
Deutschland 187.871 305.690
EU-Ausland 148.590 341.269
Drittland 0 117
Summe 336.461 647.076

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer/innen

Die nachfolgenden Arbeitnehmer/innengruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmer/innengruppen Zahl
Angestellte 25,00
Leitende Angestellte 4,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer/innen beträgt damit 29,00

IV. ERGÄNZENDE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen bis längstens zum 31. Oktober 2026 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den Mietverträgen für die Büroräume und Garagen sowie aus Leasingverträgen für Fahrzeuge von insgesamt 423 TEUR (im Vorjahr: 266 TEUR).

Die Zusammensetzung kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden

Bis ein Jahr 1 bis 5 Jahre Gesamt
EUR EUR EUR
aus Mietverträgen für Geschäftsräume 127.926,12 239.441,30 367.367,42
aus Leasingverpflichtungen für Fahrzeug 28.785,37 26.688,15 55.473,52
Gesamt 156.711,49 266.129,45 422.840,94

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Christian Hövelhaus, Essen ausgeübter Beruf: Vorstand Gesamt & Finanzen
Christoph Gardlo, Brunnthal ausgeübter Beruf: Vorstand Operations

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Christoph Ostermann, Sulzberg ausgeübter Beruf: Unternehmer bei der Green Fortress GmbH, Sulzberg
Engelbert A. Heitkamp, Essen ausgeübter Beruf: Unternehmer bei der ERAME Equity GmbH, Essen
Dr. Klaus Kasper, Essen ausgeübter Beruf: Ingenieur
Anton Arts, Amsterdam ausgeübter Beruf: Unternehmer bei der SET Holding III Cooperatief U.A., Amsterdam
Markus Hokfelt, Täby ausgeübter Beruf: Investment Director bei der Skandinaviska Enskilda Banken AB, Stockholm

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Christoph Ostermann.

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Angabe zu den Bezügen des Geschäftsführungsorgans unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 % der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname/Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
EUR EUR
IT24/7SOLUTIONS GmbH, Essen 100% 42.000,55 148.295,59

Das Jahresergebnis sowie das Eigenkapital bezieht sich auf den letzten vorliegenden Jahresabschluss der IT24/7SOLUTIONS GmbH zum 31. Dezember 2022.

Honorare des Abschlussprüfers

Die Angaben zu den für das Geschäftsjahr 2023 berechneten Gesamthonoraren des Abschlussprüfers, der EBS GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, erfolgen im Rahmen des Konzernabschlusses der ES·FOR·IN Holding GmbH.

Konzernzugehörigkeit

Die ES·FOR·IN SE wird in den Konzernabschluss der ES·FOR·IN Holding GmbH (kleinster und größter Kreis) einbezogen. Der Konzernabschluss wird durch die Einreichung beim Betreiber des Unternehmensregisters offengelegt.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor den gesamten Verlust auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Essen, der 31. März 2024

Christian Hövelhaus

Christian Gardlo

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 17. Mai 2024 festgestellt.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.035.820,92 472.052,02 0,00 3.612,00 2.511.484,94
2. geleistete Anzahlungen 162.601,98 3.612,00 0,00 -3.612,00 162.601,98
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.198.422,90 475.664,02 0,00 0,00 2.674.086,92
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 436.091,71 150.012,61 20.703,82 0,00 565.400,50
Summe Sachanlagen 436.091,71 150.012,61 20.703,82 0,00 565.400,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 627.147,25 70.000,00 0,00 0,00 697.147,25
Summe Finanzanlagen 627.147,25 70.000,00 0,00 0,00 697.147,25
Summe Anlagevermögen 3.261.661,86 695.676,63 20.703,82 0,00 3.936.634,67
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 725.443,92 284.746,02 0,00 0,00 1.010.189,94
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 725.443,92 284.746,02 0,00 0,00 1.010.189,94
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 210.016,71 86.700,06 16.222,27 0,00 280.494,50
Summe Sachanlagen 210.016,71 86.700,06 16.222,27 0,00 280.494,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 935.460,63 371.446,08 16.222,27 0,00 1.290.684,44
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.501.295,00 1.310.377,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 162.601,98 162.601,98
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.663.896,98 1.472.978,98
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 284.906,00 226.075,00
Summe Sachanlagen 0,00 284.906,00 226.075,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 697.147,25 627.147,25
Summe Finanzanlagen 0,00 697.147,25 627.147,25
Summe Anlagevermögen 0,00 2.645.950,23 2.326.201,23

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ES·FOR·IN SE, Essen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ES·FOR·IN SE, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ES·FOR·IN SE, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 17. Mai 2024

EBS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Christian Entringer, Wirtschaftsprüfer

Volker Bahlburg, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung des Vorstands überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle wichtigen Entscheidungen eingebunden und hat sämtliche Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat mündlich und schriftlich regelmäßig und zeitnah über alle wesentlichen Themen der Geschäftsentwicklung, die aktuelle Ertragssituation sowie über mögliche Risiken und deren Management. Weiterhin informierte und erörterte der Vorstand den Aufsichtsrat fortlaufend über alle anstehenden Entwicklungen, Perspektiven und Entscheidungen.

Im Geschäftsjahr 2023 kam der Aufsichtsrat zu fünf ordentlichen Aufsichtsratssitzungen am 24. April / 15. Mai / 5. Juli / 19. September und 7. Dezember 2023 zusammen. Drei Sitzungen (Mai, Juli und September) wurden als Videokonferenz abgehalten; zwei Sitzungen fanden als Präsenzveranstaltung (April und Dezember) statt.

Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat in jeder Sitzung über

Markt- und Kundenentwicklungen,

Ergebnissituation im Vergleich mit der Jahresplanung,

die finanzielle Lage -vor allem zur Liquidität - sowie über Risiken und deren Management,

strategische Ausrichtung des Unternehmens, das internationale Wachstum sowie interne Unternehmensentwicklungen,

Personalplanung und aktuelle Personalbesetzungen sowie

sonstige wesentliche Projekte und Angelegenheiten.

In der Dezember-Sitzung wurde zudem die Planung für das Geschäftsjahr 2024 hinterfragt, diskutiert und beschlossen.

Im Weiteren wurde in der Dezember-Sitzung auch der Erwerb der restlichen Anteile an der Tochtergesellschaft IT24/7SOLUTIONS GmbH in Höhe von 10% beschlossen (HR-Eintrag 02.01.2024).

Der Jahresabschluss 2023 wurde dem Aufsichtsrat in der Sitzung am 17. Mai 2024 durch den Wirtschaftsprüfer Herrn Hendrik Rentzsch (EBS Treuhand GmbH WPG StBG, Hamburg) anhand des Prüfungsberichts und weiterer Unterlagen erläutert. Der Prüfungsbericht war im Vorfeld an die Mitglieder des Aufsichtsrats verschickt worden.

Im Anschluss an die Diskussion der Ergebnisse hat der Vorstand hat dem Aufsichtsrat abschließend empfohlen, den Abschluss zu billigen und dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands zuzustimmen.

Nach eingehender Prüfung der aufgeführten Unterlagen

Jahresabschlusses 2023,

Lagebericht des Vorstandes,

Abhängigkeitsbericht für die ESFORIN SE und

Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzergebnisses

hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und dem Wirtschaftsprüfungsbericht zugestimmt.

Der Jahresabschluss 2023 der ES·FOR·IN SE ist damit festgestellt. Der zum 31. Dezember 2032 ausgewiesenen Jahresverlust in Höhe von TEUR -1.188 wird auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat beschloss ferner den festgestellten Jahresabschluss 2023 den Aktionären in der anschließenden Hauptversammlung am 15. Mai 2024 zur billigenden Kenntnisnahme vorlegen.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023:

Herr Markus Hökfelt verstärkt ab dem 06. April 2023 als ordentliches Mitglied den Aufsichtsrat der ES FOR·IN·SE. Die Wahl erfolgte auf der Hauptversammlung am gleichen Tag. Der entsprechende HR-Eintrag erfolgte am 14. Mai 2023.

Abschließend danke ich im Namen des Aufsichtsrates dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich geleistete Arbeit, auch unter den erschwerten Bedingungen der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage. Mit großem Engagement und hervorragender Leistung haben alle Teammitglieder maßgeblich zur weiteren Entwicklung und dem Erfolg des Unternehmens beigetragen.

 

Essen, den 15. Mai 2024

Für den Aufsichtsrat der ES·FOR·IN SE

Christoph Ostermann, Vorsitzender des Aufsichtsrates

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