Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 52058
Eingetragen
19.12.2003
Branche
Herstellung von Farbstoffen und PigmentenHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und Kitten
Gegenstand
die Herstellung und der Verkauf von Titanpigmenten und Titanverbindungen sowie Produkten, die damit in Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Dr. Rang
seit 18.7.2024
Prokura
Ralf Wunder
seit 2.2.2023
Prokura
Carsten Büsing
seit 9.10.2020
Prokura
Helmut Bendig
seit 11.9.2019
Prokura
Geschäftsführer
Martin Bekker
seit 18.4.2018
Geschäftsführer
Dennis Werner
seit 19.3.2018
Prokura
James Martin Buch
seit 18.5.2016
Prokura
Ulrich Fritz Kabelac
seit 24.6.2008
Geschäftsführer
Gerald Stöffler
seit 22.1.2004
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KRONOS INTERNATIONAL INC.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

KRONOS INTERNATIONAL INC.
United States
10.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KRONOS TITAN GmbH

Leverkusen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

a. Organisation und rechtliche Struktur

Die KRONOS-Gruppe ist ein Unternehmen der chemischen Industrie und Produzent von Titandioxid. Sie steht unter der einheitlichen Leitung der KRONOS Worldwide Inc. mit Sitz in Dallas, Texas/USA als strategischer Management-Holding, die unter dem Kürzel "KRO" an der New Yorker Börse gelistet ist.

Der KRONOS-Konzern gliedert sich in einen amerikanischen und einen europäischen Teil. Die Muttergesellschaft KRONOS Worldwide Inc. hält direkte Beteiligungen an den amerikanischen Tochtergesellschaften und an der KRONOS INTERNATIONAL, INC. mit Sitz in Delaware/USA und Leverkusen.

Letztere umfasst als Zwischenholding für den europäischen Teilkonzern diverse Zentralbereiche, die als Dienstleister größtenteils technische und vertriebliche Funktionen für den gesamten Konzern wahrnehmen. Das operative Kerngeschäft liegt bei den Produktionsgesellschaften - darunter auch die KRONOS TITAN GmbH - sowie verschiedenen Vertriebsgesellschaften in Nordamerika und Europa.

b. Geschäftsbereiche

Titandioxid

Titandioxid ist ein feines weißes Pulver. Es wird aus titanhaltigen Erzen gewonnen, die in der Natur häufig vorkommen. Seine chemische Formel lautet TiO2. Titandioxid reagiert nicht mit anderen Chemikalien und ist daher eine stabile Substanz, die in vielen Industriebereichen genutzt werden kann. Angewandt in Farben und Lacken, Kunststoffen oder Dekorpapier sorgt es für leuchtende Helligkeit und verleiht Farben und Lacken hohes Deckvermögen. Seine ultraweiße Farbe, seine optischen Eigenschaften sowie seine Beständigkeit gegenüber UV-Strahlen machen TiO2 zu einem wichtigen Rohstoff in der pigmentverarbeitenden Industrie, deren weltweiter Bedarf im Jahr 2023 rund 6,8 Mio. Tonnen betrug.

Die KRONOS-Gruppe produziert über 50 verschiedene TiO2-Pigmente. Unsere Produktpalette umfasst eine Vielzahl von Leistungseigenschaften, um die spezifischen Anforderungen der Kunden weltweit zu erfüllen. Unser technischer Service bietet zusätzliche Unterstützung bei anwendungsbezogenen Problemen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die KRONOS TITAN GmbH rd. 93 % der Umsatzerlöse aus dem TiO2-Geschäft.

Als ein führender TiO2-Hersteller in Europa liefert die KRONOS Gruppe ca. 44 % ihrer weltweiten Absatzmenge in europäische Länder. Im Jahr 2023 entfielen 57 % des konzernweiten Verkaufsvolumens auf die Farben- und Lackindustrie, 30 % auf die Kunststoffindustrie, 9 % auf die Papierindustrie und 4 % auf Spezialanwendungen.

Eisensalze

Als Nebenprodukte der TiO2-Herstellung werden auch große Mengen an Eisensalzen produziert, die von der KRONOS INTERNATIONAL, INC. durch den Geschäftsbereich KRONOS ecochem vermarktet werden.

Die KRONOS ecochem Produkte werden u. a. in der Abwasserreinigung, Klärschlammentwässerung und Wasseraufbereitung, zur Herstellung von Eisenoxidpigmenten, zur Geruchsbeseitigung, zur Chromatreduktion im Zement sowie bei der Biogasentschwefelung und in der Agrarwirtschaft eingesetzt.

Mit der Veredelung und Vermarktung der Nebenprodukte aus der TiO2-Produktion leisten wir unseres Erachtens einen nachhaltigen Beitrag zur Förderung der Kreislaufwirtschaft.

c. Produktionsstandorte der KRONOS-Gruppe

Mit Produktionsstätten in Deutschland, Belgien, Norwegen, Kanada und den USA zählt die KRONOS Gruppe weltweit zu den fünf größten Herstellern von Titanoxidpigmenten.

Die zwei deutschen Werke in Leverkusen und Nordenham befinden sich im Besitz der KRONOS TITAN GmbH.

Zur KRONOS Gruppe gehört auch eine Ilmenitmine in Hauge i Dalane/Norwegen, die neben externen Kunden auch alle unsere europäischen Sulfatwerke mit Ilmenit (Titanerz) versorgt.

Titandioxid-Pigmente werden nach zwei Verfahren hergestellt: entweder nach dem Sulfatverfahren oder nach dem Chloridverfahren. Das eine Verfahren verwendet Schwefelsäure (Sulfatprozess) und das andere Chlor (Chlorprozess) als Aufschlussmittel. Die Verfahren konkurrieren nicht um dieselben Rohstoffe, weil sie unterschiedliche Anforderungen an den Titangehalt im Erz stellen.

KRONOS produziert im Werk Nordenham nach dem Sulfatverfahren und im Werk Leverkusen nach dem Chloridverfahren. Die Produktionskapazität am Standort Leverkusen beträgt rd. 175.000 Tonnen. Das Werk in Nordenham verfügt über eine Kapazität von 60.000 Tonnen.

2. Forschung und Entwicklung

Unsere Aktivitäten in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit und bilden damit die Basis für einen langfristigen und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.

Die Forschung & Entwicklung innerhalb der KRONOS Gruppe übernimmt unsere Gesellschafterin, die KRONOS INTERNATIONAL INC. An den Ergebnissen stehen uns die Nutzungsrechte zu.

Die Aufwendungen für Produkt- und Prozessentwicklung betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr rd. 15,4 Mio. € (2022: 15,3 Mio. €). Für das neue Geschäftsjahr planen wir ein Entwicklungsbudget von 12,5 Mio. €.

II. Wirtschaftsbericht

1. 1Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

a. aGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Veränderung des Bruttoinlandsprodukts 2023
%
2022
%
Welt 3,1 3,5
Euro-Zone 0,5 3,4
Deutschland -0,3 1,8
USA 2,5 1,9
Sonstige *) 4,1 4,1

Quelle: IWF, World Economic Outlook (WEO), 01/2024

*) Emerging Markets and Developing Economies gem. IWF

Als weltweit aktives Chemieunternehmen sehen wir den Wachstumstrend des globalen Bruttoinlandsproduktes (Gross Domestic Product) als wesentlichen Referenzwert für die eigene wirtschaftliche Entwicklung.

Nachdem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 zu einer globalen Rezession geführt hat, ist die Weltwirtschaft 2021 wieder gewachsen. Nach einem dynamischen Start im Kalenderjahr 2022 schwächte sich die weltwirtschaftliche Entwicklung im Laufe des Jahrs infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stark ab.

Das globale Wirtschaftswachstum hat sich 2023 gegenüber dem Vorjahr weiter verlangsamt. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) lediglich um 3,1 % (Vj: 3,5 %) zugenommen. In den Industrieländern wuchs das BIP im Durchschnitt um 1,6 % (Vj: 2,6 %), in den Schwellen- und Entwicklungsländern um durchschnittlich 4,1 % (Vj: 4,1 %).

Der IWF weist darauf hin, dass das globale Wachstum im historischen Vergleich gering ausfiel und regional sehr unterschiedlich verteilt bleibt.

Zu den belastenden Faktoren zählten insbesondere die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Hohe Inflationsraten und steigende Zinsen verringerten die Investitionsbereitschaft der Unternehmen und sorgten für Verunsicherung auf Verbraucherseite.

Weiterhin hohe Energiekosten wirkten sich in vielen Volkswirtschaften, insbesondere in Europa, negativ auf das Wachstum aus. Die nach wie vor hohen Energiepreise spiegelten die globale Konjunkturschwäche nicht in vollem Umfang wider. Insbesondere wurde der Ölpreis angebotsseitig durch mehrere Förderkürzungen seitens der OPEC+ - Länder gestützt.

b. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Produkt

TiO2 ist das mit Abstand wichtigste industriell genutzte Weißpigment. Bisher sind uns keine günstigeren gleichwertigen Ersatzmaterialien für Titandioxid bekannt.

Titandioxid zeigt unterschiedliche Merkmale, je nachdem, ob es als Pigment oder als Nanomaterial produziert wird. TiO2-Pigmentpartikel verfügen u. a. über einen sehr hohen Brechungsindex. Außerdem sind sie sehr witterungsbeständig. Titandioxid wird sowohl bei der Herstellung von weißer Wandfarbe als auch von deckenden Farbtönen gebraucht. Die ausgeprägte Fähigkeit, Licht zu brechen, macht TiO2-Pigment zu einer sehr hellen Substanz, die aus Sicht der TiO2-Branche für Verwendungen im ästhetischen Bereich besonders geeignet ist.

Nachfrage

Titandioxid ist ein sogenanntes "Quality of Life Product", das heißt, die Nachfrage nach unseren Produkten und das Preisniveau sind im Wesentlichen durch den Lebensstandard in den Abnehmerländern und damit durch die Veränderung der Bruttoinlandsprodukte bestimmt. Aus den Daten der Vergangenheit ziehen wir den Schluss, dass die langfristige Entwicklung der Gesamtnachfrage nach TiO2-Pigmenten stark mit dem Wachstum der Weltwirtschaft korreliert. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach TiO2-Produkten im langfristigen Trend jährlich durchschnittlich um etwa 2 % wächst.

Der Pro-Kopf-Verbrauch an TiO2 in den verschiedenen Weltregionen ist jedoch nicht einheitlich, sondern hängt im hohen Maße vom verfügbaren Einkommen der Bevölkerung in den Abnehmerregionen ab. Auf unsere Hauptabsatzmärkte - Westeuropa und Nordamerika - entfallen gegenwärtig jeweils rd. 14 % bzw. 15 % des globalen TiO2-Konsums. Der Marktanteil der KRONOS-Gruppe in diesen beiden Weltregionen beträgt jeweils ca. 12 % bzw. 16 %. In den großen Wachstumsregionen der Welt - insbesondere in Lateinamerika, China und Indien - ist der TiO2-Verbrauch gemessen an der Bevölkerungsdichte sehr viel geringer als in Europa oder den USA. Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg, dem Anwachsen des Mittelstandes und der fortschreitenden Urbanisierung in den Schwellenländern erwarten wir dort einen überproportionalen Anstieg der TiO2-Nachfrage in den nächsten Jahren. Wir gehen daher mittel- und langfristig von soliden Entwicklungsperspektiven für die TiO2-Branche aus.

In der kurzfristigen Betrachtung wird das TiO2-Geschäft jedoch stark von konjunkturellen Faktoren beeinflusst. Produktionsschwankungen in der TiO2-Branche sind oftmals auch die Folge von Entscheidungen der Kunden über die Höhe ihrer TiO2-Vorräte. Die Lagerhaltung der Kunden hängt dabei unter anderem von ihren Erwartungen über zukünftige Änderungen bezüglich der Verkaufspreise und der Verfügbarkeit der TiO2 Produkte ab. Dies zeigte sich auch im Jahr 2023, in dem die Auswirkungen der sich abschwächenden Konjunktur auf das Bestellverhalten unserer Kunden durchgängig spürbar blieben.

Globale Nachfrage nach TiO2-Produkten von 2020 - 2024

Mio. t/a Wachstum
(%)
2020 6,587 3,7
2021 7,424 12,7
2022 6,900 -7,1
2023 6,778 -1,8
2024 Prognose 7,376 8,8

Quelle: TZMI (TZ Minerals International) 04/2024

Nach Angaben der australischen Unternehmensberatung TZ Minerals International (TZMI) nahm die weltweite Nachfrage nach TiO2 im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr infolge des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes und der geopolitischen Unsicherheiten um rd. -1,8 % ab.

Angebot

Unser Hauptprodukt TiO2 wird in vielen Anwendungen zunehmend zum 'Commodity', also zum Massenprodukt. Der TiO2-Markt ist hart umkämpft und dementsprechend herrscht ein starker Wettbewerb, der vor allem über den Preis und die Produktverfügbarkeit sowie über die Produktqualität und den Kundenservice ausgetragen wird.

Nach tiefgreifenden Konsolidierungsprozessen in der Vergangenheit ist die TiO2- Branche oligopolistisch geprägt. Unsere globalen Hauptkonkurrenten sind:

 

1) The Chemours Company (Chemours) / USA, 2) Tronox Holdings PLC (Tronox) / GB, 3) LB Group / China und 4) Venator Materials PLC / GB.

Daneben gibt es zahlreiche überwiegend regional operierende TiO2-Hersteller.

Laut TZMI beträgt die weltweite Nominalkapazität in der TiO2-Industrie aktuell rd. 9,4 Mio. Tonnen. Davon unterhalten die fünf größten Produzenten ca. die Hälfte. Rund 52 % der globalen TiO2-Produktionskapazitäten befinden sich in China.

Bedingt durch notwendige Instandhaltungsaktivitäten und abweichende Realausbeuten erreicht die operative Kapazität aber nie die volle theoretische Nenn-Kapazität und liegt auch deutlich darunter, wenn die Kapazitäten mangels Nachfrage nicht voll ausgelastet werden können.

Die TiO2-Produktion betrug im vergangenen Geschäftsjahr weltweit 6,8 Mio. Tonnen. Die operative Kapazitätsauslastung betrug global im Durchschnitt rd. 73 % und verringerte sich damit gegenüber dem Vorjahr um rd. 8 % - Punkte (2022: 81 %).

Alle globalen Hersteller von TiO2-Pigmenten waren in 2023 von den steigenden Kosten für TiO2-Rohstoffe und Energie, dem Rückgang der Nachfrage nach TiO2-Pigmenten und den sich verschärfenden Überkapazitäten in der Branche negativ betroffen.

Der lang andauernde Abschwung in der Titandioxid-Branche hat besonders hart Venator getroffen. Das Unternehmen hat im Mai 2023 freiwillig Konkurs angemeldet, um seine Finanzen neu zu ordnen. Mitte Oktober 2023 hat Venator die selbst initiierte Finanzrestrukturierung nach Chapter 11 des US-amerikanischen Insolvenzrechts erfolgreich abgeschlossen. In der Folge der Restrukturierung wurde das Unternehmen von der Börse genommen. Um sich für den langfristigen Erfolg zu positionieren, beabsichtigt Venator nun einen Transformationsplan umzusetzen, der unter anderem vorsieht, die Produktion an den Standorten in Scarlino, Italien, und Duisburg, Deutschland, so lange auszusetzen bis sich die Marktbedingungen für TiO2-Produkte wieder verbessern. Beide Standorte verfügen über eine Gesamtkapazität von 130.000 Tonnen Titandioxid auf Sulfatbasis.

Vor dem Hintergrund eines starken Gewinneinbruchs im zweiten Quartal 2023 hat Chemours am 1. August 2023 die Herstellung von CP-Pigmenten am Standort Kuan Yin in Taiwan dauerhaft eingestellt. Das Werk verfügt über eine Jahreskapazität von rd. 160.000 Tonnen.

Nennenswerte Kapazitätserweiterungen finden vor allem in China statt. Das Land ist einer der weltweit größten Produzenten und Verbraucher von Titandioxidprodukten. Große Pigmenthersteller in China verfolgen einen aggressiven Expansionskurs. Die chinesischen TiO2-Kapazitäten erhöhen sich seit Jahren kontinuierlich. Lt. Angabe von TZMI sind in 2023 erneut rd. 400.000 Tonnen hinzugekommen. Davon entfallen 75 % auf SP-Kapazitäten. Die LB Group hat angekündigt, ihren CP-Kapazitäten in den kommenden Jahren weitere 200.000 Tonnen hinzuzufügen.

2. Personal

Am Bilanzstichtag hatte die KRONOS-Gruppe weltweit 2.196 Mitarbeiter (2022: 2.266), davon 907 (2022: 920) bei der KRONOS TITAN GmbH.

Die Gesellschaft beschäftigte 909 (2022: 923) Arbeitnehmer und 50 (2022: 52) Auszubildende.

3. Erklärung zur Unternehmensführung

Am 01. Mai 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Kraft getreten. Mit dem Zweiten Führungspositionen-Gesetz (FüPoG II) gelten seit August 2021 weitere Vorgaben für die Führungsgremien deutscher Unternehmen. Das Gesetz verpflichtet die KRONOS TITAN GmbH, für den Frauenanteil in Aufsichtsrat und Geschäftsführung (§ 52 GmbHG) und in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung (§ 36 GmbHG) Zielgrößen zu benennen. Die Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und unter den Geschäftsführern werden durch die Gesellschafterversammlung beschlossen, es sei denn, sie hat dem Aufsichtsrat diese Aufgabe übertragen.

In Aufsichtsrat und Geschäftsführung sind aktuell keine Frauen vertreten, weshalb die jeweilige Frauenquote 0 % beträgt. In der Vergangenheit ist es der Gesellschaft nicht gelungen, geeignete Kandidatinnen zu verpflichten. Aufgrund der Vertragslaufzeiten sind kurzfristig keine personellen Veränderungen in beiden Gremien zu erwarten. Daher folgte die Gesellschafterversammlung mit Beschluss vom 5. Mai 2022 den Anforderungen aus § 52 GmbHG und legte die Zielgrößen für den Frauenanteil jeweils auf 0 % bis zum 4. Mai 2027 fest.

Die Zielgrößen für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung sind von den Geschäftsführern festzulegen. Gleichzeitig müssen sie Fristen zur Zielerreichung vorgeben. KRONOS benötigt eine große Vielfalt an Mitarbeitern in unterschiedlichen Funktionen. Wichtigste Kriterien für Neueinstellungen sind persönliche Kompetenz und Qualifikation. Als Unternehmen der Chemieindustrie ist KRONOS ein technologieorientiertes Unternehmen. In den für KRONOS wichtigen naturwissenschaftlich-technischen Berufen arbeiten tendenziell weniger Frauen. Bislang konnten trotz intensiver Bemühungen nur wenige vakante Führungspositionen im Unternehmen mit Frauen besetzt werden. KRONOS hat es sich zum Ziel gesetzt, dass der aktuelle Frauenanteil in der Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung mit 10 % und in der zweiten Führungsebene mit 40 % bis 2027 beibehalten wird. Wir werden unsere Bemühungen hinsichtlich des Frauenanteils zukünftig intensivieren und Frauen mit vergleichbarer Qualifikation bei der Neubesetzung von Führungspositionen bevorzugt berücksichtigen.

Wie in der Vergangenheit war die Fluktuation im Unternehmen auch in 2023 sehr niedrig und ein großer Teil der Mitarbeiter ist bereits seit vielen Jahren bei der Gesellschaft beschäftigt. Entsprechend mussten nur im geringen Umfang Stellen neu besetzt werden.

Aufgrund der schlechten allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der damit einhergehenden Nachfrageflaute konnten wir leider Produktionseinschränkungen und Kurzarbeit in beiden Werken nicht vermeiden.

Zudem waren wir gezwungen, unsere Zentralabteilungen zu verschlanken. Durch die Vereinfachung von Abläufen, die Digitalisierung und die bewusste Anpassung von Leistungen für unsere Kunden, konnten wir rund 20 % der Stellen in unseren Zentralabteilungen weltweit reduzieren. In Leverkusen sind wir in der Lage, diesen Stellenabbau - im Einvernehmen mit dem Betriebsrat und abgefedert durch ein gut ausgestattetes Früh-Verrentungs- und Abfindungsprogramm - bis Ende 2024 umzusetzen.

4. Umweltschutz

Die KRONOS TITAN GmbH unterliegt den Umweltschutzrichtlinien und -gesetzen des Bundes und der Bundesländer sowie den internen Richtlinien und Vorgaben der Muttergesellschaft. Die Gesellschaft ist nach der DIN EN ISO 14001 (Umweltschutz) und nach der DIN ISO 9001 (Qualität) zertifiziert.

Als Unternehmen der KRONOS-Gruppe ist die KRONOS TITAN GmbH den Prinzipien der Erhaltung der Umwelt verpflichtet. Wir überprüfen kontinuierlich die Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit und ergreifen Maßnahmen, um den Energie- und Ressourcenverbrauch kontinuierlich zu senken und den Umweltschutz in den Produktionsprozessen zu verbessern.

Die Ausgaben für Rationalisierungs- und Erweiterungsinvestitionen, die auch Umweltschutzzwecken - wie etwa der Verringerung von CO 2 -Emissionen und der Energieeinsparung - dienten, beliefen sich innerhalb der Gruppe im Jahr 2023 auf rd. 11 Mio. USD. Für 2024 rechnet der Konzern mit umweltbezogenen Investitionen von ca. 28 Mio. USD.

EU Chemicals Strategy for Sustainability

Für unsere Kunden spielt das Thema "Nachhaltigkeit" eine große Rolle. Sie wollen Ressourcen sparen und ihren CO 2 -Fußabdruck verringern und legen großen Wert auf nachhaltige Produktion und Produkte.

KRONOS ist Mitglied im Verband der Chemischen Industrie (VCI) und der Titanium Dioxide Manufacturers Association (TDMA). Die TDMA ist eine Branchengruppe des European Chemical Industry Council (Cefic), der rund 29.000 Chemieunternehmen in ganz Europa repräsentiert. Die TDMA unterstützt den European Green Deal und das Bestreben Europas, so schnell wie möglich klimaneutral zu werden.

Die EU Chemicals Strategy for Sustainability ist eine Initiative im Rahmen des European Green Deal. Es handelt sich um einen umfassenden Plan, um die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in der EU zu fördern und gleichzeitig sicherzustellen, dass Chemikalien für die Kreislaufwirtschaft geeignet sind. Die TDMA wird sich hieran beteiligen.

5. Lage der Gesellschaft

a. Zielerreichung

Die Auswirkungen des Kriegs in Europa haben im Jahr 2022 die Entwicklung der Weltwirtschaft erheblich belastet. Insbesondere auf den Energie- und Rohstoffmärkten kam es zu erheblichen Preissteigerungen. Hinzu kamen steigende Zinsen und die Beeinträchtigung der weltweiten Lieferketten durch staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Im Verlauf des Jahres 2022 verschlechterte sich das wirtschaftliche Umfeld immer weiter. Viele unserer Kunden, besonders im europäischen Raum, reduzierten daher ihre Produktion, was zu verstärkten Nachfrageausfällen führte. Dies veranlasste uns schließlich, im 4. Quartal die Produktionsleistung massiv herunterzufahren.

Als im August 2022 die wirtschaftliche Krise begann, erwarteten wir eine Erholung der Lage nach wenigen Monaten und rechneten mit einer deutlichen Verbesserung. Das Geschäftsjahr 2023 verlief jedoch sehr enttäuschend. Es startete bereits im Januar und Februar mit schwachen Umsätzen. Das blieb auch für den Rest des Jahres so. Daher haben wir statt eines geplanten Gewinns einen relativ hohen operativen Verlust in 2023 erlitten.

Insgesamt war das Jahr 2023 gekennzeichnet durch einen starken Nachfragerückgang auf unseren Hauptmärkten mit einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Daher waren wir gezwungen durch Produktionskürzungen verbunden mit Kurzarbeit uns dieser Nachfrageentwicklung anzupassen. Dies führte zu einem starken Anstieg der ungedeckten Fixkosten.

Ergänzend initiierten wir ein Restrukturierungsprogramm um eine mittel- bis langfristige Kostenreduktion zu erreichen. Auch dies belastete das Ergebnis in 2023 zusätzlich. Positiv zu vermerken ist, das sich die Preise auf der Beschaffungsseite stabilisierten, bei Energien auch ein Preisrückgang zu verzeichnen war.

Insgesamt lagen die Absatzpreise und Absatzmengen für TiO2 sehr deutlich unter dem Plan- und Vorjahresniveau. Die daraus resultierenden negativen Ergebniseffekte verbunden mit der Produktionsrücknahme führten zu einem negativen EBITDA.

Per Saldo zeigt sich eine Verschlechterung des operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), das sich von rd. 28,6 Mio. € in 2022 auf rd. -23,9 Mio. € in 2023 verringerte. Die EBITDA - Marge reduzierte sich um 7,2 %-Punkte von 3,5 % im Vorjahr auf -3,7 %.

Kennzahlen 2023 2022
in Mio. € Ist Plan Abw. Ist
Umsatz *) 653,5 932,8 -279,3 814,2
EBITDA -23,9 40,9 -64,8 28,6
EBITDA - Marge -3,7 % 4,4 % -8,1 % 3,5 %
Investitionen 20,3 15,6 4,7 19,4
Kapazitätsauslastung 71,4 % 100,0 % -28,6 % 81,1 %

*) Kerngeschäft ohne Nebengeschäft

Der dargestellte Umsatz setzt sich aus Erlösen aus Produktverkäufen und den Provisionserträgen zusammen. Nicht enthalten sind Erträge aus Nebengeschäften, die nicht Gegenstand der operativen Planung sind.

Im Jahresvergleich lag das EBITDA um 52,5 Mio. € niedriger als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich von 11,3 Mio. € um 49,0 Mio. € auf -37,7 Mio. €.

Die Investitionen lagen mit 20,3 Mio. € über den Planwerten. Auch lagen sie um 0,9 Mio. € höher als im Vorjahr mit 19,4 Mio. €.

Die Kapazitätsauslastung lag im Berichtsjahr um 28,6 % unter Plan, da die erwartete positive Absatzentwicklung ausblieb und zu längeren Phasen mit Kurzarbeit führte. Die monatlichen Planproduktionsmengen wurden nie erreicht.

b. Ertragslage

Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die KRONOS TITAN GmbH aus dem Kerngeschäft einen Umsatz von 653,5 Mio. € (2022: 814,2 Mio. €) erzielen. Das entspricht einem Rückgang von 19,7 %.

Die Absatzmengen der TiO2-Pigmente haben sich gegenüber dem Vorjahr um 16 % verringert und lagen auch deutlich unter den Planwerten (23%). Der Rückgang der Absatzmengen betraf alle Weltregionen.

Ebenso erreichten die Verkaufsmengen der Nebenprodukte weder das Vorjahres- noch das Planniveau. Insgesamt führten die Mengeneffekte gegenüber dem Jahr 2022 zu einem Umsatzrückgang von rd. 148,6 Mio. €, wovon 136,0 Mio. € auf die TiO2-Pigmente entfiel.

Die TiO2-Verkaufspreise lagen um rd. 6,8 % niedriger als im Vorjahr, wobei sich der Preisverfall kontinuierlich über das Jahr vollzog. Die Verkaufspreise der TiO2-Pigmente lagen während des Jahres 2023 ebenso deutlich unter dem Planniveau. Bei den Nebenprodukten ergab sich ein anderes Bild. Besonders die Durchschnittspreise für KECO-Produkte lagen deutlich über dem Vorjahreswert und führten zu einer positiven Preisabweichung von 19,4 Mio. €. Diese positive Entwicklung konnte jedoch die negativen Preiseffekte im TiO2-Bereich nicht kompensieren. Insgesamt haben negativen Preiseffekte von 9,2 Mio. € den Umsatz gegenüber dem Vorjahr reduziert.

Negative Währungseffekte in Höhe von 2,8 Mio. € verstärkten die negative Umsatzentwicklung. Sie resultierten vornehmlich aus USD-Umsätzen.

Mit einem Umsatz aus dem Kerngeschäft von 653,5 Mio. € haben wir im Ergebnis das zum Jahresbeginn gesteckte Umsatzziel von 932,8 Mio. € um 279,3 Mio. € oder 30,0 % verfehlt.

Bruttoergebnis vom Umsatz

in Mio. € 2023 2022 Abw.
Umsatzerlöse *) 653,5 814,2 -160,7
Umsatzkosten *) -635,8 -744,8 109,0
Bruttoergebnis *) 17,7 69,4 -51,7
Brutto-Umsatzmarge *) 2,7 % 8,5 % -5,8 %

*) Kerngeschäft ohne Nebengeschäft

Das Bruttoergebnis vom Umsatz im Kerngeschäft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 51,7 Mio. € auf 17,7 Mio. € verschlechtert (2022: 69,4 Mio. €).

Der Rückgang der Umsatzkosten um 109 Mio. € resultiert überwiegend aus dem Rückgang der Absatzmengen. Die variablen Kosten pro Tonne lagen leicht unter dem Vorjahresniveau, getrieben von dem Rückgang der variablen Energiekosten. Die Bezugskosten für Rohstoffe lagen auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.

Die notwendige Anpassung der Produktion an die niedrige Nachfrage führte zudem zu einer deutlich geringeren Fixkostenabdeckung und zu weiterem Druck auf die Herstellkosten pro Tonne.

Der in 2023 gestiegenen EURO-Kurs war ursächlich für einen positiven Währungseffekt in Höhe von 3,7 Mio. €, der die Rohstoffkosten reduzierte, da die Erze in USD eingekauft werden.

Die Brutto-Umsatzmarge betrug 2,7 % und lag damit um 5,8 % Punkte unter dem Vorjahreswert.

Vertriebs- und Verwaltungskosten

Die Vertriebskosten enthalten im Wesentlichen die Kosten der Vertriebsorganisation und der Werbung. Provisionsaufwendungen und Distributionskosten werden ebenfalls unter diesem Posten ausgewiesen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr fielen die Vertriebskosten um 5,3 Mio. € von 50,4 Mio. € in 2022 auf 45,1 Mio. €. Durch den starken Rückgang der Absatzmenge verringerte sich der absolute Aufwand für Ausgangsfrachten um 3,9 Mio. €. Die durchschnittliche Frachtrate lag leicht über dem Vorjahresniveau. Die negative Entwicklung der Umsatzerlöse führte zu einer Verringerung des Provisionsaufwandes um 2,3 Mio. €.

Die Personalkosten reduzierten sich um 0,7 Mio. €. Negativ wirkte sich ein Anstieg der konzerninternen Umlagen um 0,5 Mio. € und der sonstigen Gebühren um 0,8 Mio. € aus. Die sonstigen Gebühren beinhalten primär Abstandszahlungen für vorzeitige Vertragsbeendigungen.

Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen mit 15,3 Mio. € um 1,2 Mio. € unter dem Vorjahresniveau (2022: 16,5 Mio. €). Die Pensionsaufwendungen reduzierten sich um 0,5 Mio. €, die Ausgaben für Einkaufsleistungen sanken um 0,2 Mio. €. Positiv wirkten sich auch konzerninterne Verrechnungen mit 0,4 Mio. € aus.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 2,6 Mio. € (2022: 9,7 Mio. €) und lag damit um 7,1 Mio. € unter dem Vorjahreswert.

Durch die wechselkursbedingte Neubewertung von Geldbeständen, Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung ergab sich im Vergleich zum Vorjahr per Saldo eine Verschlechterung um 9,8 Mio. €. Negativ wirkte sich auch der Restrukturierungsaufwand mit 1,2 Mio. € aus.

Positive Auswirkungen ergaben sich dagegen durch den Rückgang der abgeschriebenen Forderungen um 0,7 Mio. €, dem Rückgang der Verluste aus Anlagenabgänge um 0,2 Mio. € und dem Anstieg der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um 0,9 Mio. €. Zudem führte die Erstattung aus dem Energiekostendämpfungsprogramm zu einem Anstieg der sonstigen Erträge um 2,0 Mio. €.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis zeigt den Saldo aus Kontokorrentzinsen aus Verrechnungen mit verbundenen Unternehmen, Bankzinsen und Finanzierungsgebühren sowie Auf- und Abzinsungen von Pensions- und sonstigen langfristigen Rückstellungen.

Das Zinsergebnis verbesserte sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rd. 3,3 Mio. €. Den größten Einfluss auf diese Entwicklung hatte der Anstieg der Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen mit 2,0 Mio. €. Der Saldo aus Auf- und Abzinsungen von Rückstellungen führte zu einer Verbesserung um 1,0 Mio. €. Der Zinsertrag von Fremden und der Zinsaufwand an Fremde verbessert sich um 0,3 Mio.

Steuern von Einkommen und Ertrag

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Ertrag aus Ertragsteuern von 1,7 Mio. € auf (2022: 3,4 Mio. € Aufwand), der aus Umlagen der KRONOS INTERNATIONAL INC. als steuerlicher Organträgerin stammt.

Ergebnis vor Gewinnabführung

Das Ergebnis vor Gewinnabführung betrug -36,4 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €). Das entspricht einer Verminderung um 43,9 Mio. €.

c. Vermögenslage

Bilanz

Akiva 31.12.2023 31.12.2022
Mio. € % Mio. € %
Anlagevermögen 110,2 16,4 % 106,0 17,7 %
Vorräte 174,2 25,8 % 174,8 29,2 %
Forderungen und
sonstige VG 309,1 45,9 % 222,0 37,1 %
Zahlungsmittel 75,4 11,2 % 90,5 15,2 %
Umlaufvermögen 558,7 82,9 % 487,3 81,5 %
Aktive RAP 5,0 0,7 % 4,9 0,8 %
Σ 673,9 100,0 % 598,2 100,0 %

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
Mio. € % Mio. € %
Eigenkapital 283,4 42,0 % 283,4 47,4 %
Lfr. Rückstellungen 146,0 21,7 % 139,3 23,3 %
Lfr. Kapital 429,4 63,7 % 422,7 70,7 %
Kfr. Rückstellungen 18,6 2,8 % 23,7 4,0 %
Verbindlichkeiten 225,9 33,5 % 151,8 25,3 %
Kfr. Kapital 244,5 36,3 % 175,5 29,3 %
Σ 673,9 100,0 % 598,2 100,0 %

Am Bilanzstichtag belief sich die Bilanzsumme der Gesellschaft auf 673,9 Mio. € (2022: 598,2 Mio. €). Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte daran betrug rd. 16,4 %.

Die Eigenkapitalquote nahm ab von 47,4 % auf 42,1 %. Das langfristig gebundene Vermögen war zum Bilanzstichtag zu 257,2 % durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 267,4 %).

Aktiva

Die Bilanzsumme hat sich um rd. 75,7 Mio. € bzw. um 12,7 % erhöht.

Das Umlaufvermögen hat insgesamt um 71,4 Mio. € zugenommen. Dabei stiegen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 87,1 Mio. €. Die Vorräte haben um 0,6 Mio. € abgenommen und die Zahlungsmittel um 15,1 Mio. €.

Das Anlagevermögen hat um 4,2 Mio. € zugenommen.

Langfristige Vermögenswerte

Das Anlagevermögen der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 4,2 Mio. € auf 110,2 Mio. € erhöht (2022: 106,0 Mio. €).

Der Zugang in das Anlagevermögen lag bei 20,3 Mio. €. Die investierten Mittel wurden überwiegend für notwendige Ersatzbeschaffungen, Modernisierungsmaßnahmen, Umweltschutz und Arbeitssicherheit ausgegeben. Dem stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von 16,1 Mio. € gegenüber.

Kurzfristige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzung

Die kurzfristigen Vermögenswerte inklusive des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht und beliefen sich auf 563,7 Mio. € (2022: 492,2 Mio. €). Das entspricht einer Zunahme von 71,5 Mio. €.

Die Bestände beinhalten im Wesentlichen TiO2 Fertig- und Halbfertigwaren inklusive Handelsware sowie die zur Produktion benötigten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Ersatzteile sowie Emissionszertifikate. Am Bilanzstichtag lag das Bestandsvermögen mit insgesamt 174,2 Mio. € 0,6 Mio. € unter dem Vorjahresniveau (2022: 174,8 Mio. €). Dabei hat der Bestandswert an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um 20,4 Mio. € zugenommen. Ein gegenläufiger Effekt kommt aus der Abnahme des Bestandwertes für Fertigwaren in Höhe von 14,8 Mio. €, für Halbfertigwaren in Höhe von 1,5 Mio. € und für Emissionszertifikate in Höhe von 4,7 Mio. €.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund gestiegener Umsätze stichtagsbedingt um 16,5 Mio. € auf 80,1 Mio. € erhöht (2022: 63,6 Mio. €). Davon entfallen 16,6 Mio. € auf höhere Kundenforderungen und 0,1 Mio. € auf einen Zugang der Wertberichtigungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 73,2 Mio. € auf 221,0 Mio. € (2022: 147,8 Mio. €). Die Entwicklung dieser Position erklärt sich im Wesentlichen aus dem Cash Pooling und dem konzerninternen Nettingverfahren.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 8,1 Mio. € nahmen im Vergleich zum Vorjahr (2022: 10,5 Mio. €) um 2,4 Mio. € ab. Die Veränderung setzt sich zusammen aus einer Abnahme der geleisteten Anzahlungen in Höhe von 2,0 Mio. € und einer Abnahme der Forderungen gegen Finanzbehörden in Höhe von 0,4 Mio. €.

Die Zahlungsmittel haben seit dem letzten Bilanzstichtag um 15,1 Mio. € abgenommen und lagen am Jahresende bei 75,4 Mio. € (2022: 90,5 Mio. €). Die Entwicklung der Liquidität ist unter dem Punkt "Finanzlage" näher dargestellt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mio. € auf 5,0 Mio. € angestiegen. Der Posten umfasst die Abgrenzung von vorausbezahlten Versicherungsprämien, Erztransporten, Mietaufwendungen und sonstigen Vorauszahlungen zum Jahresende.

Passiva

Die Bilanz hat sich im Vorgleich zum Vorjahr um 75,7 Mio. € verlängert. Diese Veränderung resultiert aus einer Zunahme der langfristigen Rückstellungen in Höhe von 6,7 Mio. € und der kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 69,0 Mio. €. Das Eigenkapital bleibt konstant.

Eigenkapital

Das Eigenkapital in Höhe von 283,4 Mio. € ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert (2022: 283,4 Mio. €). Das negative Jahresergebnis in Höhe von 36,4 Mio. € wurde von der Gesellschafterin ausgeglichen.

Langfristiges Fremdkapital

Die langfristigen Rückstellungen nahmen um 6,7 Mio. € auf 146,0 Mio. € zu (2022: 139,3 Mio. €). Die Veränderung entfällt nahezu ausschließlich auf Pensionsrückstellungen. Die Höhe der Deponierückstellungen ist um 0,1 Mio. € gestiegen. Ein gegenläufiger Effekt in Höhe von 0,1 Mio. € kommt aus einer Anpassung der Rückstellung für Jubiläumsaufwendungen.

Langfristige Finanzschulden bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Kurzfristiges Fremdkapital

Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten beliefen sich auf 244,5 Mio. € (2022: 175,5 Mio. €).

Die kurzfristigen Rückstellungen haben um 5,1 Mio. € auf einen Stand von 18,6 Mio. € abgenommen (2022: 23,7 Mio. €). Davon entfallen 2,9 Mio. € auf den im Berichtsjahr als kurzfristig zu betrachtenden Anteil an der Rückstellung für das Ausgleichsbecken. Hier wurde Arbeiten zur Leerung des Beckens vorgenommen. Die Rückstellung für abzugebende Emissionsrechte hat sich aufgrund der geringeren Produktion im Berichtsjahr um 1,1 Mio. € reduziert. Die Rückstellung für Mengenrabatte hat um 1,5 Mio. € abgenommen und alle übrigen Rückstellungen stiegen in Summe um 0,4 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten waren zum Bilanzstichtag mit 225,9 Mio. € um 74,1 Mio. € deutlich höher als der Vorjahreswert von 151,8 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen dabei zum Bilanzstichtag 46,0 Mio. € (2022: 40,2 Mio. €). Die Zunahme erklärt sich aus betragsmäßig höheren Rechnungen für den Bezug von Energien und Rohstoffen aufgrund der gestiegenen Produktion am Jahresende.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 68,7 Mio. € auf 177,7 Mio. € (2022: 109,0 Mio. €). Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten waren zum Jahresende mit 2,1 Mio. € um 0,5 Mio. € niedriger als im Vorjahr (2022: 2,6 Mio. €). Dieser Effekt resultiert aus einer Abnahme des Saldos für kreditorische Debitoren in Höhe von 0,9 Mio. € und einer Zunahme des Saldos für Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden in Höhe von 0,4 Mio. €.

d. Finanzlage

Netto- Cashflow

Die wichtigste Liquiditätsquelle der Gesellschaft sind die aus der operativen Geschäftstätigkeit resultierenden Einzahlungen. KRONOS hat das Ziel, nachhaltig einen konjunkturstabilen positiven Netto-Cashflow zu erreichen. Der Netto-Cashflow zeigt, ob die notwendigen Investitionen aus der eigenen operativen Tätigkeit finanziert werden können. Da die Gesellschaft in ein konzernweites Cash-Pool-System integriert ist, werden die Veränderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten mit verbundenen Unternehmen aus der Kennzahl eliminiert. Daher weicht die folgende Darstellung der Kapitalflussrechnung von den Empfehlungen des DRSC (DRS 21) insoweit ab.

Kennzahlen 2023
Mio. €
2022
Mio. €
Brutto Cash Flow -18,8 33,9
Veränderung des Working Capital 23,8 16,3
= Cash Flow laufendes Geschäft 5,0 50,2
Veränd. Konzernforderungen/ -verbindlichk. -32,0 5,8
= Cash Flow laufendes Geschäft mit Dritten -27,0 56,0
Investitionstätigkeit laufendes Geschäft -20,2 -19,3
= Netto Cash Flow lfd. Geschäft mit Dritten -47,2 36,7
Veränd. Konzernforderungen/ -verbindlichk. 32,0 -5,8
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 0,0 -30,0
= Veränderung der Liquidität -15,2 0,9

Unser grundlegendes Ziel, Investitionen im Wesentlichen aus dem eigenen Cashflow aus dem laufenden Geschäft mit Konzernfremden zu finanzieren, haben wir im Jahr 2023 nicht erreichen können.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 5,0 Mio. €. Er setzt sich zusammen aus dem Brutto Cashflow, also dem betrieblichen Einnahmeüberschuss (-18,8 Mio. €), und den Veränderungen im "Working Capital" (+ 23,8 Mio. €), welches die übrigen operativen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten berücksichtigt.

Der Brutto Cashflow entspricht im Wesentlichen dem Ergebnis vor Gewinnabführung (-36,4 Mio. €), bereinigt um nicht zahlungswirksame Ergebnisse aus den Abschreibungen auf das Anlagevermögen (+16,1 Mio. €) und der Veränderung der Rückstellungen (+1,6 Mio. €).

Working Capital

Die Abnahme des Vorratsvermögens führte per Saldo zu einer Kapitalfreisetzung in Höhe von 0,6 Mio. €. Dabei haben die fertigen Erzeugnisse zusätzliche Mittel von 14,8 Mio. € freigesetzt, die Emissionszertifikate 4,7 Mio. € und die unfertigen Erzeugnisse 1,5 Mio. €. Dem steht eine Kapitalbindung in Höhe von 20,4 Mio. € für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe gegenüber.

Die Mittelbindung aus Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verminderte sich per Saldo insgesamt um 32,0 Mio. € (bereinigt um den Effekt aus Vorabgewinnabführung und Gewinnübernahme, der in der Cashflow-Rechnung im Finanzergebnis bzw. als "Periodenergebnis" unter dem Brutto Cashflow ausgewiesen wird). Die Veränderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten den Cashflow im Geschäftsjahr um 10,7 Mio. €. Aus den übrigen operativen Vermögenswerten und sonstigen Verbindlichkeiten resultierte eine Kapitalfreisetzung in Höhe von 1,9 Mio. €.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Im Rahmen der investiven Tätigkeit sind im Jahr 2023 Mittel in Höhe von 20,2 Mio. € abgeflossen. Das Geld wurde vornehmlich in Gebäude, Maschinen und Anlagen sowie Infrastruktur investiert.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Im Geschäftsjahr 2023 sind keine liquiden Mittel aus Finanzierungstätigkeit geflossen.

Eine Inanspruchnahme der eingeräumten Kreditlinie von 90 Mio. € war im Geschäftsjahr nicht notwendig. Am Bilanzstichtag bestanden dementsprechend keine Bankverbindlichkeiten. Die Gebühr zur Bereitstellung des Revolverkredites ist im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten.

6. Internes Steuerungssystem

Die KRONOS-Gruppe orientiert sich bei der Steuerung des Unternehmens an der Strategie und den Vorgaben aus der Konzernzentrale in Dallas, USA. Die dort erarbeiteten Rahmenvorgaben werden in der operativen Planung auf ein integriertes Unternehmensbudget übergeleitet, das grundsätzlich für ein Jahr erstellt wird. Es ergibt sich als Summe der Teilpläne aller Unternehmensbereiche und findet seine endgültige Ausformulierung als Plan-GuV und Planbilanz inklusive Finanzplan. Das Budget wird monatlich hinsichtlich des Grades der Zielerreichung überprüft. Die Abweichungsanalysen führen ggf. zu Korrekturmaßnahmen bzw. zu Maßnahmen der Zielanpassung.

7. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Als Produktionsgesellschaft ist die KRONOS TITAN GmbH im Konzern der operativen Ebene zuzuordnen. Dementsprechend basiert die interne Steuerung der Gesellschaft wesentlich auf Mengen-, Umsatz- und Ergebnisgrößen.

Die wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen sind:

Umsatz: Der Umsatz stellt den zentralen Treiber für Wachstum und eine positive Cashflow-Entwicklung dar. Absatzpreise und - mengen gehören dementsprechend zu den KPI (key performance indicators) des Unternehmens.

EBITDA: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dient als Messgröße für die Profitabilität der Gesellschaft. Sie zeigt die operative Ertragskraft, die näherungsweise dem Brutto-Cashflow entspricht, und eignet sich damit in besonderer Weise für zwischenbetriebliche Vergleiche.

Investitionen: Auf Grund der Kapitalintensität unseres Geschäfts kommt der Steuerung der Investitionen eine entscheidende Bedeutung zu.

Aus dem gleichen Grund nimmt bei den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren die

Kapazitätsauslastung (Produktionsmengen)

eine für die interne Steuerung herausragende Rolle ein.

Eine Unterauslastung der Produktionskapazitäten führt zu Leerkosten, die sich unmittelbar stark negativ auf Ergebnis und Liquidität und damit auf die Erreichung der Unternehmensziele auswirken.

III. Prognosebericht / Chancen und Risiken

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Veränderung des Bruttoinlandsprodukts 2024
%
2023
%
Welt 3,1 3,1
Euro-Zone 0,9 0,5
davon Deutschland 0,5 -0,3
USA 2,1 2,5
Sonstige *) 4,1 4,1

Quelle: IWF, World Economic Outlook (WEO), 01/2024

*) Emerging Markets and Developing Economies gem. IWF

Nach den Berechnungen des IWF wird die Weltwirtschaft im laufenden Jahr um 3,1 % zulegen. Das sind 0,2-Prozentpunkte besser als noch im Oktober angenommen, was vor allem an höheren Wachstumserwartungen für die USA und China liegt. Für 2025 wird ein Anstieg von 3,2 % erwartet.

Damit liegt das erwartete Wachstum weiter unter dem Durchschnittswert der Jahre 2000 bis 2019 von 3,8 %, wofür der IWF hohe Zentralbankzinsen, hohe Staatsschulden und das schwache Produktivitätswachstum verantwortlich macht.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass das Wachstum angesichts der weltweiten Krisen 2024 stagnieren wird. Für die Industrieländer wird mit einem Anstieg von 1,5 % (2023: 1,6 %) gerechnet. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer erwartet der IWF ein Wachstum von 4,1 % (2023: 4,1 %).

Vor allem die Wirtschaft in den beiden größten Volkswirtschaften, den USA und China, sieht der IWF als robust.

Für die Eurozone erwartet der IWF 2024 ein Wachstum von 0,9 %. Der Wirtschaftsraum habe besonders unter dem Krieg in der Ukraine gelitten und dürfte sich nun erholen. Vor allem ein stärkerer Konsum in Folge rückläufiger Energiepreise und des generell nachlassenden Preisdrucks dürften die Erholung in der Eurozone antreiben.

Im April 2024 hat der IWF aktualisierte Zahlen vorgelegt und seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft im Vergleich zum Januar leicht angehoben. Der IWF stellt ein globales Wachstum von 3,2 % in diesem Jahr in Aussicht und nennt unter anderem die robuste Entwicklung in den USA und in einigen Schwellenländern als Grund. Für Deutschland sagt der IWF allerdings nur noch ein Wachstum von 0,2 % voraus.

2. Branchenspezifische Entwicklung

Es herrscht weiterhin Rezessionsstimmung in der Chemieindustrie.

Nachdem sich das Wachstum in der chemischen Industrie weltweit in den Jahren 2022 und 2023 verlangsamt hat, rechnet der Verband der Chemischen Industrie (VCI) für 2024 mit einem leichten Anstieg der globalen Chemieproduktion (ohne Pharma) um 3,1 %. Für die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland prognostiziert der Verband eine stagnierende Produktion und einen Umsatzrückgang um 3,0 %. Die internationale Wettbewerbsposition der Unternehmen bleibt wegen hoher Energie- und Rohstoffkosten angespannt.

Die TiO2-Nachfrage sank in der zweiten Jahreshälfte 2022 weltweit um 14 %, in Westeuropa sogar um 29 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022. In 2023 stieg die Nachfrage in allen Weltregionen wieder an, blieb aber insgesamt gesehen am Jahresende unter dem Vorjahresniveau. Nach der Einschätzung der Analysten von TZMI betrug das globale Marktvolumen für Titandioxid in 2023 knapp 6,8 Mio. Tonnen (2022: 7,1 Mio. Tonnen).

Lt. TZMI wird sich die Nachfrage nach TiO2-Pigmenten weiter erholen, jedoch im Jahr 2024 das Niveau aus 2021 noch nicht wieder ganz erreichen. Im laufenden Jahr wird ein globaler TiO2-Bedarf von rd. 7,4 Mio. Tonnen prognostiziert, was bedeutet, dass die Nachfrage insgesamt um 8,8 % steigt. Unter der Annahme insgesamt leicht steigender Produktionskapazitäten erhöht sich die durchschnittliche Auslastung in der TiO2-Industrie um 3,6 % auf 76,2 %.

Für die Region Westeuropa - unserem Hauptmarkt - fällt die Marktprognose sogar noch etwas günstiger aus. Aufgrund von Nachholeffekten wird dort die Erholung der Nachfrage um knapp 10 % steigen. Aufgrund steigender chinesischer Importe nach Europa planen wir nicht mit steigenden Verkaufspreisen für unsere Pigmente.

Seit März 2023 haben sich Gas-, Strom- und Rohstoffpreise auf einem Niveau unter dem Krisenniveau des Vorjahres eingependelt. Wir erwarten, dass sich insbesondere die Preise für hochwertiges Titanerz nach unten bewegen werden.

Die dargestellte Entwicklung setzt allerdings voraus, dass die TiO2-Branche entsprechend der TZMI-Prognosen in Westeuropa wächst und sich negative Effekte des Russland-Ukraine-Kriegs und der Inflation auf den Geschäftsverlauf in Grenzen halten.

Zielprognose für 2024

Kennzahlen
in Mio. €
2024 (Plan) 2023 (Ist)
Umsatz *) 787,9 653,5
EBITDA 33,7 -23,9
EBITDA - Marge 4,3 % -3,7 %
Investitionen 19,4 20,3
Kapazitätsauslastung 100,0 % 71,4 %

*) Kerngeschäft ohne Nebengeschäft

Wir gehen davon aus, dass unser Umsatz im Jahr 2024 höher ausfallen wird als im Vorjahr, was aufsteigende Verkaufsmengen bei unseren Haupt- und Nebenprodukten zurückzuführen ist.

Unsere Planungen gehen von Absatzpreisen aus, die im Jahresdurchschnitt unter den Vorjahreswerten liegen. Auf der Basis der geplanten Geschäftsentwicklung rechnen wir unter Abwägung von Chancen und Risiken für 2024 mit einem Umsatz ohne Nebengeschäfte von 787,9 Mio. €. Das entspricht einer Zunahme von 20,6 % (2023: 653,5 Mio. €).

Für das Geschäftsjahr 2024 streben wir wieder eine vollständige Auslastung unserer operativ verfügbaren Produktionskapazitäten an. Die Investitionen werden im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig sein.

Die EBITDA-Marge wird voraussichtlich im Vergleich zum Vorjahr um 8,0 % Punkte höher ausfallen. Das liegt in erster Linie an den geplanten Umsatzerhöhungen, günstigeren Beschaffungspreisen und der Vollauslastung der Produktion mit in Folge niedrigeren Produktkosten.

Wir erwarten, dass die Durchschnittspreise für unsere wichtigsten Rohstoffe und Energien im Schnitt unter dem Durchschnittsniveau von 2023 liegen.

Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2024 entsprach bisher den Erwartungen. In unseren Planungen gehen wir von deutlichen Absatzverbesserungen in der zweiten Jahreshälfte aus. Falls dies nicht eintreten sollten, würde unsere Ergebniserwartung unter Druck geraten.

Wir beobachten laufend die Situation und prüfen, welche Anpassungsmaßnahmen ggf. einzuleiten sind.

4. Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement von KRONOS hat das Ziel, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Risiken sind für uns Ereignisse, die ein Erreichen unserer Ziele und Prognosen negativ beeinflussen. Chancen sind mögliche Erfolge, die über unsere Planungen hinausgehen.

Als wesentliche Tochtergesellschaft einer der US-Börsenaufsicht (SEC) unterliegenden Muttergesellschaft überwacht die KRONOS TITAN GmbH die Prozesse ihrer internen Kontrollsysteme ständig. Die Kontrollen sind so ausgelegt, dass eine zeitnahe Risikoüberwachung erfolgt.

Chancen- und Risikolage

Wir beschreiben nachstehend zentrale Chancen- und Risikofelder des Unternehmens, ihre wirtschaftlichen Auswirkungen und mögliche zu ergreifende Maßnahmen.

Konjunktur

In der kurzfristigen Betrachtung wird das TiO2-Geschäft stark von konjunkturellen Faktoren bestimmt. Die Ergebnisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie stark sich Konjunkturschwankungen auf unser Geschäft auswirken. Die letzten Jahre seit der Finanzkrise haben auch deutlich gemacht, dass das Auf und Ab in der TiO2-Branche im Zuge der fortschreitenden Globalisierung immer schnelllebiger und die Ausschläge, die die gesamte Wertschöpfungskette von den Abnehmerindustrien bis hin zu den Erzlieferanten durchlaufen, extrem sein können.

Die Entwicklung der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielt also eine überaus entscheidende Rolle für unsere Geschäftsentwicklung. Insbesondere die Konjunktur in den bedeutenden Wirtschaftsregionen USA, Europa und Asien bestimmt die Richtung und die Intensität der Nachfrage nach unseren Produkten. Eine globale Wirtschaftskrise mit einem Einbruch der volkswirtschaftlichen Entwicklung würde zu hohen Umsatzrückgängen mit entsprechenden Ergebniseinbrüchen führen. Aber auch regional begrenzte Rezessionen in für uns wesentlichen Absatzmärkten können den Geschäftserfolg erheblich beeinflussen.

Angesichts der anhaltenden Risiken im Zusammenhang mit der Inflation, dem Krieg in der Ukraine und dem Konflikt in Nahost halten wir es für möglich, dass sich die Konjunktur abweichend von der letzten Prognose des IWF entwickelt. Sollte sich die Weltwirtschaft schwächer entwickeln als derzeit angenommen, so hätte das möglicherweise große Auswirkungen auf die Ertragslage von KRONOS.

Die aktuelle Krise dauert nun schon seit Mitte 2022 an. Die Wirtschaftsforscher erwarten, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2024 nur schwach wachsen wird.

Insbesondere aus geo- und handelspolitischen Ereignissen entstehen Unsicherheiten für die Weltwirtschaft. Neben dem Russland-Ukraine-Krieg und dem Nahost-Konflikt sind hier unter anderem eine weitere Verschärfung der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China sowie eine weitere Eintrübung der politischen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und China zu nennen.

Große Unsicherheiten bestehen auch hinsichtlich der konjunkturellen Lage in China. Im vergangenen Jahr wuchs die chinesische Wirtschaft um 5,2 %. Für 2024 rechnet der IWF mit einem Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft von 4,6 %. Falls sich die Immobilienkrise in China weiter verschärfen sollte, könnte sich dies im ungünstigen Fall auf den gesamten Finanzmarkt auswirken und zu einer globalen Finanzkrise führen.

Sollte es im Jahresverlauf zu einer Erholung der Konjunktur kommen, und die geopolitischen Konflikte nicht weiter eskalieren, so hätte das wahrscheinlich positive Auswirkungen auf die Ertragslage und die eigene Geschäftsentwicklung.

Aufgrund unseres Produktportfolios und der breiten Kundenbasis haben wir die Möglichkeit, konjunkturelle Schwankungen in Grenzen abzufedern. Wir beobachten die Entwicklung in unseren wesentlichen Absatzmärkten fortlaufend, um zyklische Konjunkturverläufe frühzeitig zu erkennen und unsere Produktion und Kapazitäten rechtzeitig anpassen zu können.

Russland-Ukraine-Konflikt und Nahostkonflikt

Der fortdauernde Russland-Ukraine-Konflikt birgt weiterhin Risiken für die Entwicklung der globalen Konjunktur und für das Branchenwachstum sowie für die Geschäftstätigkeit der KRONOS Gruppe, insbesondere aufgrund steigender Preise und sinkender Verfügbarkeit von Energie.

In der Vergangenheit tätigte die Gesellschaft weniger als 3 % ihres Umsatzes in den Ländern Ukraine, Belarus und Russland. Seit Beginn des Krieges haben wir sämtliche Geschäftsaktivitäten in Russland und Belarus eingestellt.

Für bestehende Kundenforderungen wurde das Abwicklungs- und Zahlungsausfallrisiko bewertet und mit 1,6 Mio. € vollständig wertberichtigt.

KRONOS bezieht von Lieferanten aus den genannten Gebieten keine Materialien und Vorprodukte, daher ist die direkte Auswirkung auf Beschaffungsrisiken als sehr gering einzuschätzen.

Die Energie- und Erdgaspreise sind nach wie vor höher als vor dem Ukraine-Krieg.

Im Berichtsjahr 2023 entfielen ca. 1,5% der Gesamtverkäufe auf Israel. Die Quote verbleibt auf dem Niveau. Aus dem Nahostkonflikt entstehen für unsere Gesellschaft keine finanziellen Risiken.

Absatz

In der TiO2-Industrie resultieren Absatzrisiken vor allem aus einer steigenden Wettbewerbsintensität. Überkapazitäten am Markt als Folge des Kapazitätsausbaus in Asien führen zu einem unverändert hohen Preisdruck oder geringeren Absatzmengen, was sich negativ auf die Profitabilität auswirkt, falls die internen Kostenstrukturen nicht angepasst werden können. Der Vertrieb unserer Produkte ist weltweit über verschiedene Vertriebskanäle organisiert. Mögliche Risiken bestehen in einer unerwarteten Änderung der Nachfragestruktur, in einem zunehmenden Kostendruck im Bereich der Distribution sowie in der Nichteinhaltung von getroffenen Liefervereinbarungen. Der weltweite Warentransport stellt Importeure, Exporteure sowie Logistiker angesichts der vielfältigen Krisen in der Welt unverändert vor große Herausforderungen, um die Warenverfügbarkeit sicherzustellen. So sind beispielsweise durch die wiederholten Angriffe der Huthi im Jemen auf Containerschiffe im Roten Meer die Seefrachtraten sprunghaft angestiegen.

Bereits seit dem Sommer 2022 verzeichnen wir einen Rückgang der Auftragseingänge. Das macht es schwieriger, die Preise für unsere Produkte auf einem guten Niveau zu halten. Mit Blick auf die aktuellen Konjunkturprognosen erwarten wir, dass sich dieser Trend in 2024 nicht weiter fortsetzt, sondern wieder umkehrt.

Wir rechnen damit, dass sich die Verbrauchernachfrage im Jahr 2024 verbessern wird. Der Abbau der TiO2-Bestände ist bei den Kunden weitgehend abgeschlossen und die Kundenbestände sind historisch niedrig. Daher gehen wir davon aus, dass die Verkaufsmengen im Jahr 2024 die Verkaufsmengen von 2023 übertreffen werden. Die aktuelle Geschäftsentwicklung bestätigt diese Einschätzung. Im ersten Quartal 2024 verzeichnen wir bislang in allen wichtigen Märkten eine verbesserte Nachfrage.

Im Rahmen der Jahresplanung sind wir davon ausgegangen, dass unsere Produktionskapazität vollständig verfügbar sein wird, und dass wir sie nahezu komplett auslasten werden. Falls es krisenbedingt allerdings zu größeren Verkaufsrückgängen kommt und unsere Lagerbestände stark ansteigen sollten, werden wir dem mit einer Reduzierung der Produktionsleistung begegnen.

KRONOS steht als global agierendes Unternehmen in direkter Konkurrenz zu überwiegend größeren, ebenfalls international ausgerichteten Unternehmen. Die Wahrscheinlichkeit des kurzfristigen Auftretens neuer relevanter Wettbewerber schätzen wir als relativ gering ein, da die technologischen Markteintrittsbarrieren eher hoch sind.

Eine wachsende Bedrohung für den Wettbewerb in Europa geht von chinesischen Anbietern aus, die immer größere Mengen an TiO2 auf Chlorid-Basis anbieten. Im Jahr 2023 gerieten unsere Verkaufspreise vor allem aufgrund kostengünstiger Importe aus China zunehmend unter Druck. Wir gehen davon aus, dass dieser Preisdruck im Jahr 2024 etwas nachlassen wird, und dass aufgrund der verbesserten Nachfrage sogar ein Preisanstieg in der Branche wieder in den Bereich des Möglichen rückt.

Die Tatsache, dass viele unserer Produkte in höchst unterschiedlichen anwendungsbezogenen Prozessen zum Einsatz kommen, reduziert das Risiko des kurzfristigen Verlusts von größeren Marktanteilen. Insgesamt bietet die Internationalität unseres Geschäfts einen gewissen Risikoausgleich. Zudem wickeln wir einen Großteil davon in stabilen Volkswirtschaften ab.

Aus einer Veränderung des Wettbewerbsumfelds, etwa durch eine weitere Konsolidierung und Modernisierung der TiO2-Branche, könnten sich weitere Risiken aber auch Chancen ergeben. Grundlegenden Restrukturierungsprozesse im Marktumfeld bieten auch stets unternehmensstrategische Wachstumschancen in Form von Akquisitionen oder Mittelstandskooperationen.

Es ist unser strategisches Ziel, auch weiterhin weltweit zu den führenden Anbietern von TiO2-Pigmenten zu zählen und unser Produktportfolio durch innovative Pigmente konjunkturstabil auszubauen. Den Absatzrisiken begegnen wir durch ein konsequentes Kostenmanagement, das alle Unternehmensbereiche miteinbezieht. Über die kurzfristige Steuerung unserer Produktionsmengen und der Vorratsbestände können wir flexibel auf Veränderungen in der Kundennachfrage reagieren. In einem solchen Fall konzentrieren wir beispielsweise die Auslastung auf Produktionsstandorte mit den besten Kostenpositionen. Durch preispolitische Maßnahmen (regionale Preisdifferenzierung, Mengenrabatte etc.), Maßnahmen der Kundenbindung, innovative Produktpolitik, eine breitgefächerte Produktpalette und das intensive Bearbeiten von Märkten mit hohen Gewinnmargen versuchen wir, den Preisdruck zu lindern.

Durch den Aufbau und die Nutzung von Zentrallagern und durch die Bewertung von Logistikdienstleistern optimieren wir kontinuierlich unsere Vertriebslogistik und verringern so die Risiken in den Bereichen Logistik- und Distribution.

Produktion und Umwelt

Als Unternehmen der chemischen Industrie haben wir eine besondere Verantwortung für den Betrieb unserer Anlagen und den Schutz von Mensch und Umwelt. Produktionsbedingte Personen- oder Umweltschäden können zu Produktionsstilllegungen, Betriebsunterbrechungen oder Schadensersatzzahlungen führen.

Wir unterstützen das Ziel der EU-Chemikalienpolitik, die Sicherheit aller Beteiligten sowie den Verbraucher- und Umweltschutz zu verbessern. Unsere Produktionsstätten werden im Einklang mit gesetzlichen und umweltrechtlichen Vorschriften geführt. Unsere Produktionsprozesse unterliegen einem integrierten, nach ISO 9001 zertifizierten Qualitätsmanagementsystem, das einheitliche Standards zu den Themen Qualität, Sicherheit, Umwelt und Gesundheitsschutz festlegt.

KRONOS bekennt sich dazu, durch ständige Bewertung und fortwährende Entwicklung seinen Einfluss auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten und immer weiter zu minimieren. Unser Ziel ist es, die allgemeine Nachhaltigkeit zu verbessern und Nachhaltigkeitsaspekte in unserem Tagesgeschäft fest zu verankern. KRONOS hat Richtlinien, Prozesse und Arbeitsgruppen implementiert, die sich mit diesem wichtigen Thema im Detail beschäftigen, Ideen entwickeln und weiterverfolgen.

Die KRONOS-Gruppe veröffentlicht alle zwei Jahre einen Nachhaltigkeitsbericht auf unserer Website, um unseren Kunden, Aktionären und anderen Stakeholdern zusätzliche Informationen zu unserem Nachhaltigkeitsansatz zu liefern.

Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit von Produktions- und Umweltrisiken bei KRONOS als gering ein. Durch einen umfassenden Versicherungsschutz haben wir die Auswirkungen möglicher Schadensfälle begrenzt.

Branchenspezifische Chancen ergeben sich vor allem aus unserem breiten Produktportfolio, mit dem wir in besonderer Weise vielfältige Kundenwünsche in unterschiedlichsten Anwendungen bedienen können.

Der im Zuge der Globalisierung zunehmende Wohlstand in vielen Weltregionen lässt die Nachfrage nach Produkten steigen, in denen vermehrt qualitativ hochwertige TiO2-Pigmente zum Einsatz kommen.

In der kontinuierlichen Verbesserung der Produktqualität liegt für KRONOS daher eine große Chance, sich vom Wettbewerb abzuheben. Durch technische Verbesserungen unserer Produktionsprozesse können wir die Produktivität unserer Anlagen weiter erhöhen und so die Kosteneffizienz wirksam steigern.

Die Verwendung und Herstellung chemischer Stoffe, einschließlich TiO2, muss strengen Registrierungs-, Prüf- und Zulassungsverfahren auf der Grundlage von Vorschriften und Normen der Europäischen Union (EU) entsprechen, bevor die Stoffe innerhalb der EU hergestellt oder verwendet werden dürfen. Diese gesetzlichen Anforderungen gewährleisten, dass Chemikalien für Gesundheit und Umwelt bei ihren vorgesehenen Anwendungen unbedenklich sind.

Im Rahmen der EU-Verordnung zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP) hat die Europäische Union das Weißpigment am 18. Februar 2020 als potenziell krebserregenden Gefahrstoff eingestuft. Diese Einstufung wurde nach einer 18-monatigen Übergangsfrist am 1. Oktober 2021 rechtsgültig.

Flüssige und feste titandioxidhaltige Gemische, wie die meisten Farben, Lacke und Druckfarben, sind von der Einstufung ausgenommen. Für sie ist ein Warnhinweis grundsätzlich auf dem Etikett vorgesehen, der vor dem Einatmen lungengängiger Tröpfchen bzw. lungengängigen Staubes warnt. Pulverförmige Mischungen, wie etwa Pulverlacke, sind ebenfalls von der Einstufung erfasst.

Dagegen hatten verschiedene Hersteller und Händler geklagt.

Das Gericht der Europäischen Union (EuGH) hat am 23. November 2022 sein Urteil zur Einstufung des Weißpigments Titandioxid gesprochen. Danach ist die Einstufung von Titandioxid als "vermutlich karzinogen beim Einatmen" und die damit verbundene Kennzeichnungspflicht für den Stoff sowie pulverförmige, feste und flüssige Gemische rechtswidrig.

Partikelgrößen und -verteilung unserer TiO2-Produkte liegen außerhalb der in der Verordnung festgelegten Grenzwerte und benötigen daher keine Warnhinweise.

Unberührt von dem Urteil bleibt aber das Verbot von Titandioxid in Nahrungsmitteln. Bis zum Sommer 2022 war die Substanz als Lebensmittelzusatzstoff E 171 zugelassen und auch in Lebensmitteln wie beispielsweise Backwaren oder Dragees enthalten. Es sorgt vor allem dafür, dass Produkte besonders weiß aussehen oder glänzen, wie etwa Kaugummis. Der Einsatz als Lebensmittelzusatz ist aber nun in der gesamten EU verboten.

Beschaffung

Eine Einschränkung der Verfügbarkeit von einzelnen Rohstoffen oder starke Preiserhöhungen für Rohstoffe, die wir nicht kurzfristig oder nur anteilig an die Märkte weitergeben können, stellen aus Sicht von KRONOS wesentliche Beschaffungsrisiken dar. Daraus können mögliche Belastungen für die Ertragslage der Gesellschaft resultieren. Hier ist insbesondere der Bezug von Rutilerz und Titanschlacke (CP-Erze) zu nennen, bei dem ein gewisses Abhängigkeitsrisiko von den Hauptlieferanten besteht.

Die Rohstoffkosten insgesamt, vor allem aber die Kosten für hochwertiges Titanerz sind in den letzten Geschäftsjahren kontinuierlich angestiegen und bewegten sich auch im Berichtsjahr 2023 auf hohem Niveau.

Nach Schätzungen von TZMI lag die Nachfrage nach CP-Erzen weltweit im Jahr 2023 ca. 3,5-Prozentpunkte unter dem Niveau von 2022. Der Rückgang war vor allem auf die Schwäche der TiO2-Branche zurückzuführen, was zu einem geringeren Rohstoffverbrauch führte. Aktuelle Marktprognosen deuten darauf hin, dass 2023 die Erznachfrage wahrscheinlich ihren Tiefpunkt erreicht hat und voraussichtlich in 2024 wieder an Tempo gewinnen wird.

Um zukünftig breiter aufgestellt zu sein, werden zusätzliche Lieferanten mit ins Lieferantenportfolio aufgenommen. Wir gehen davon aus, dass unter den derzeit bestehenden und neuen Einkaufskontrakten, die Erzversorgung unserer Chloridwerke auf absehbare Zeit gesichert ist. Die KRONOS-Gruppe besitzt eine eigene Ilmenit-Mine in Norwegen, die die Erzversorgung für unsere europäischen Sulfatwerke sicherstellt.

Mittelfristig kann es global jedoch zu Versorgungsengpässen und hohem Preisdruck bei den hochwertigen Titanerzen kommen. Denn der Anteil von in China hergestellten Chloridpigmenten wird in den nächsten Jahren sprunghaft steigen und die Erznachfrage befeuern. Aufgrund der Erschöpfung bestehender Ressourcen wird natürliches Rutil zukünftig zunehmend durch aus Ilmenit hergestellte hochwertige Titanschlacke ersetzt werden müssen.

Die Invasion Russlands in der Ukraine wirkt sich auf alle Rohstoffmärkte aus. Durch die Preise für Hauptrohstoffe lastet ein großer Kostendruck auf chemischen Produkten weltweit.

Durch eine ständige Risikobeobachtung unserer wichtigsten Rohstoffe, durch unsere weltweiten Einkaufsaktivitäten und mittel- und langfristige Bezugsverträge mit ausgewählten Lieferanten, versuchen wir, die vorhandenen Risiken zu minimieren und Einkaufschancen zu nutzen. Sinkende Preise bei einzelnen Rohstoffen können unsere Margen positiv beeinflussen.

Sofern die Beschaffungsrisiken als relevant eingestuft werden, treffen wir, wenn möglich, entsprechende Gegenmaßnahmen. Dazu zählen langfristige Lieferverträge, eine strukturierte Beschaffung bei mehreren Lieferanten mit Verträgen von unterschiedlicher Laufzeit, eine Ausweitung der Lieferantenbasis und höhere Sicherheitsbestände. Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Einkauf und dem Vertrieb versuchen wir sicherzustellen, dass Mehrkosten möglichst weitgehend an die Kunden weitergegeben werden, um so die Margen stabil zu halten.

Steigende Energiekosten stellen für die KRONOS TITAN GmbH als energieintensives Unternehmen ein besonders hohes Geschäftsrisiko dar. Das trifft vor allem für Gas-, Dampf- und Stromkosten zu, aber auch für umweltpolitisch bedingte Belastungen z. B. aus dem CO 2 -Emissionshandel oder Ökosteuern, die zu erheblichen Nachteilen im internationalen Wettbewerb führen können.

Von Änderungen der Gaspreise ist im besonderen Maße der Standort Nordenham betroffen. Dort setzen wir bei der Stromversorgung auf energieeffiziente, umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplung. Ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk deckt den kompletten Strom- und Dampfbedarf dieses Produktionsstandortes ab.

Im Jahr 2023 sind die Preise für Rohstoffe und Energie nach dem starken Anstieg im Jahr 2022 wieder gesunken. Vor allem die Strom- und Gaspreise liegen jedoch noch immer erheblich über dem langjährigen Durchschnittsniveau.

Das zeitweise bestehende Risiko einer Gasmangellage in Deutschland hat sich reduziert wegen hoher Füllstände der Gasspeicher sowie einer stabilen auf LNG (Liquefied Natural Gas, verflüssigtes Erdgas) basierten Versorgung. Das Risiko könnte sich im Verlauf des Jahres 2024 wieder verschärfen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Energiepreise weiterhin auf hohem Niveau verharren.

In der Energiebeschaffung versuchen wir, uns durch eine vorausschauende Einkaufspolitik gegen Extrempreise zu schützen und möglichst alle staatlichen Regelungen für Entlastungen zu nutzen.

Zusätzlich wird in der Branche mit weiter steigenden CO 2-Zertifikatskosten gerechnet. Die KRONOS TITAN GmbH nimmt mit zwei Standorten am europäischen Emissionshandel teil.

Seit 2021 greifen für die Phase 4 des europäischen Emissionshandels Vorschriften zu einer beschleunigten Reduzierung der Emissionshöchstmenge in der Europäischen Union. Das führte zu höheren Preisen und zu geringeren Zuteilungen von Emissionszertifikaten. Eine European Union Allowance (EUA), die zum Ausstoß einer Tonne CO 2 berechtigt, wurde 2023 im Durchschnitt mit rd. 89 € (2022: 84 €; 2021: 54 €; 2020: 25 €) gehandelt.

Der Preisanstieg ist in erster Linie auf die Verschärfung des europäischen Treibhausgasminderungsziels für 2030 zurückzuführen. Um es zu erreichen, muss die EU die Zahl der für Unternehmen verfügbaren Emissionsrechte stark reduzieren. Die rückläufige Industrieproduktion in 2023 wirkte dem Preisanstieg der Emissionsrechte entgegen.

Im Dezember 2022 haben sich das EU-Parlament und der Ministerrat auf eine weitergehende Reform des europäischen Emissionshandelssystems (Emissions Trading System ETS) geeinigt. Sie soll zum 1. Januar 2024 in Kraft treten.

Vorgesehen ist, dass die Emissionen aus den vom ETS umfassten Sektoren bis 2030 um 62 % gegenüber dem Stand von 2005 zurückgehen. Bisher waren 43 % angestrebt. Um die Dekarbonisierung zu beschleunigen, wird die Anzahl der den Unternehmen jährlich kostenlos zugeteilten Zertifikate ab 2024 stark verringert.

Die Transformation des Energieversorgungssystems in Deutschland hin zu einer vollständig nachhaltigen Energieerzeugung bis zum Jahr 2050 (Energiewende) oder früher schafft viele Unsicherheiten. Wir halten es für möglich, dass es zu weiteren Änderungen an den gesetzlichen Bestimmungen in der Energieversorgung kommen kann, beispielsweise bei den Netznutzungsentgelten.

Um unseren Verpflichtungen zur Erhöhung der Energieeffizienz gerecht zu werden, haben wir ein Energiemanagementsystem implementiert, das europaweit Energieverbräuche und -kosten analysiert und daraus Einsparpotenziale ableitet. Das Energiemanagementsystem ist nach DIN ISO 50001 in Deutschland zertifiziert.

Um die Risiken und mögliche negative Auswirkungen aus Beschaffungssachverhalten besser zu steuern, wurden an den deutschen ebenso wie in den anderen KRONOS Standorten in Arbeitskreisen eigene lokale Beschaffungsstrategien entwickelt.

Diese Risikomanagementstrategien wurden hiernach auf globaler Ebene präzise abgestimmt. Über den Fortschritt in der Risikoabsicherung wird dem KRONOS-Management für jeden Standort regelmäßig berichtet.

In der KRONOS TITAN GmbH umfasst diese strategische Initiative schwerpunktmäßig den Einkauf von Erdgas, Strom und CO 2 -Zertifikaten in beiden Werken.

Wechselkurse

Aus der Veränderung von Wechselkursen ergeben sich Chancen und Risiken für unsere Wettbewerbsfähigkeit. Dies gilt insbesondere für Geschäfte in US-Dollar, die wir sowohl mit Kunden auf Exportmärkten als auch mit den Erzlieferanten machen. Dadurch entsteht insoweit ein "natürliches Hedging", als sich Einnahmen und Ausgaben in US-Dollar gegenseitig aufheben. Sofern sich größere Währungsrisiken aus geplanten Einkaufs- oder Umsatztransaktionen ergeben, werden diese bei Bedarf durch derivative Instrumente abgesichert.

Personal

Eine wichtige Basis für den langfristigen Erfolg sind kompetente und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sollten wir zukünftig nicht in der Lage sein, geeignete Fach- und Führungskräfte zu rekrutieren und zu halten, bestehen Risiken für die erfolgreiche Umsetzung unserer Strategie.

Durch geeignete Rekrutierungsmaßnahmen und Personalentwicklungsprogramme wirken wir Personalrisiken vorsorglich entgegen. Nachwuchskräfte für Führungsaufgaben zu identifizieren und vorzubereiten, ist ein wichtiges Anliegen unserer Personalarbeit. In der zielgerichteten Entwicklung und Weiterbildung unserer Belegschaft liegt dementsprechend ein Hauptschwerpunkt des Personalmanagements. Ziel ist es, konzernweit die Potenziale der Mitarbeiter frühzeitig zu erkennen und zu fördern sowie ausreichend qualifizierte Kandidaten zu haben, die mittel- und langfristig anspruchsvolle Aufgaben übernehmen können.

Deshalb erfassen wir in den jährlichen Mitarbeitergesprächen das Potenzial und den Weiterbildungsbedarf eines jeden Mitarbeiters, um die entsprechende Förderung und Qualifizierung zu ermöglichen.

Ebenso unterstützen wir eigenverantwortliches Lernen am Arbeitsplatz durch ein umfassendes Seminarangebot. Es ist unser Ziel, jungen Menschen Chancen für den Berufseinstieg zu bieten. Im Jahr 2023 wurden alle Auszubildenden der Gesellschaft nach bestandener Abschlussprüfung übernommen. Zu den personalpolitischen Maßnahmen, die wir ergreifen, um einem Mangel an qualifiziertem Personal zu begegnen, gehören auch vorbildliche Sozialleistungen und eine leistungsorientierte Vergütung sowie flexible Arbeitszeitregelungen und Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Der demografische Wandel wird das Risiko, nicht ausreichend geeignetes Fach- und Führungspersonal zu finden, mittelfristig erhöhen. Für das Jahr 2024 sehen wir die Risiken beim Personalbedarf als gering an.

Liquidität

Das Liquiditätsrisiko, d. h. das Risiko, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehenden oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen zu können, steht im Mittelpunkt unseres Risikomanagements. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel bereitgehalten, um sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können. Die Liquidität wird hauptsächlich in Form von Tages- und Termingeldanlagen vorgehalten und fortlaufend analysiert und angepasst. Der Finanzbedarf wird grundsätzlich für den europäischen Teilkonzern ermittelt und Finanzierungen werden in der Regel für die ganze Gruppe abgeschlossen. Für das Jahr 2024 sehen wir die Liquiditätsrisiken als gering an.

Als wesentliche Vereinbarung ist ein im Jahr 2021 geschlossener Kreditvertrag mit der Wells Fargo Bank zu nennen. Die eingeräumte Kreditlinie für die KRONOS TITAN GmbH liegt bei 60 Mio. EUR und hat eine Laufzeit von 5 Jahren bis zum 20. April 2026. Die weltweite Kreditlinie beläuft sich auf 225 Mio. USD. Es handelt sich um ein sogenanntes Asset-Based-Loan, bei dem das Umlaufvermögen, insbesondere Vorräte und Forderungen, als Grundlage für die Besicherung der Kreditlinie dient.

In diesem Zusammenhang schenken wir auch der Vermeidung von Kreditrisiken, d.h. der Werthaltigkeit von Forderungen, große Aufmerksamkeit. Im Rahmen eines umfassenden Forderungsmanagements erfolgen regelmäßig Bonitätsanalysen der Kunden. Für alle Kunden werden Kreditlimits festgelegt. Alles in allem ist kein erhöhtes Ausfallrisiko von Kundenforderungen bei der KRONOS TITAN GmbH zu verzeichnen.

Die Steuerung des Liquiditätsrisikos obliegt der zentralen "Treasury"-Konzernabteilung mit Sitz in Dallas, Texas / USA.

Innovation

Der Anwendungsbereich unserer Titandioxidprodukte erstreckt sich über eine Vielzahl von Absatzsegmenten. Um den wechselnden Kundenanforderungen dieser Segmente gerecht zu werden, sieht KRONOS große Potenziale in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit, welche eine kontinuierliche Anpassung an technologischen Fortschritt und Marktentwicklungen ermöglicht.

Intensives Projektmanagement sowie die frühzeitige Einbindung unserer Kunden in den Entwicklungsprozess bilden aus unserer Sicht die Grundlage für den Projekterfolg. Insbesondere versuchen wir so sicherzustellen, dass Produktentwicklungen zeitnah auf ihre Kundenorientierung hin überprüft und ggf. angepasst werden können.

Wir arbeiten kontinuierlich daran, für Mensch und Umwelt schädliche Substanzen in Produkten zu vermeiden oder zu verringern. Auf diese Weise verbessern wir unser Produktportfolio hinsichtlich Gesundheit, Umweltverträglichkeit und Vermeidung potenzieller Risiken (z. B. SVHC, Substances of Very High Concern).

Wenn ein Stoff als SVHC identifiziert wurde, wird dieser auf die offizielle SVHC-Liste der Europäischen Chemikalienagentur ECHA gesetzt. Die Liste führt die Stoffe auf, für die eine Zulassungspflicht infrage kommt. Sollten Unternehmen Erzeugnisse herstellen oder einführen, die diese SVHC in einer Konzentration von mehr als 0,1 Massenprozent enthalten, sind sie durch die sogenannte REACH-Verordnung verpflichtet, den Abnehmer über das Vorhandensein des SVHC zu informieren.

Als ein Lieferant von TMP (Trimethylolpropan), welches in der Dampfmahlung unserer Nachbehandlung als Mahlhilfsmittel verwendet wird, eine Selbstklassifizierung als "vermutlich reproduktions-toxischer" Stoff der Kategorie 2 (Verdachtsstoff) vorgenommen hat, war es für uns selbstverständlich, eine Substitutionsprüfung vorzunehmen, um TMP aus den Produktformulierungen zu entfernen.

In 2023 wurden in diesem Zusammenhang verschiedene Produktentwicklungen erfolgreich abgeschlossen, sodass bereits erste Produkte auf TMP-freie Produktversionen umgestellt werden konnten.

Diese Produkte erfüllen nun sowohl die aktuellen als auch die zu erwartenden Ökolabel-Anforderungen für pigmenthaltige Materialien, vor allem in den wichtigen und regulatorisch sensiblen Do-It-Yourself - Märkten.

Investitionen

Abgesehen von der Produktentwicklung investiert KRONOS jährlich auch in die Verbesserungen seiner Prozesse.

Im Geschäftsjahr 2023 haben wir wieder zukunftsorientierte Investitionen durchgeführt. Allerdings haben wir vor dem Hintergrund der unsicheren wirtschaftlichen Aussichten den Rotstift auch bei unseren Investitionstätigkeiten angesetzt.

Das weltweite Investitionsvolumen in der KRONOS Gruppe ist für 2023 auf ein historisch niedriges Niveau von unter 50 Mio. USD reduziert worden.

Die getätigten Investitionen verfolgten unterschiedliche Ziele wie Einhaltung behördlicher Auflagen, Kapazitätssteigerung und - modernisierung, Umweltschutz, Energieeinsparung und -rückgewinnung und die Vermeidung von CO 2 -Emissionen.

Wir werden auch weiterhin in die Zukunftssicherung unserer Werke investieren. Für 2024 planen wir mit Gesamtinvestitionen weltweit von ca. 55 Mio. USD.

Investitionen 2022 2023 2024
KRONOS weltweit Mio. $ 63,2 47,4 55,0
KRONOS TITAN GmbH Mio. € 19,4 20,3 19,4

IT und Cyber

IT- und Cyber-Risiken begegnet die Geschäftsführung durch die Anwendung verschiedener Sicherheitslösungen, durch das Vorhalten von Notfallplänen und insgesamt durch die Einbindung in die IT-Infrastruktur des KRONOS-Konzerns. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen schätzen wir die Risiken derzeit als gering ein.

Andere

Mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts haben sich insgesamt keine wesentlichen Veränderungen in der Risikoeinschätzung des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr ergeben. Insbesondere sind bestandsgefährdende Risiken und wesentliche Risiken über die oben genannten konjunkturellen Risiken hinaus, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

IV. Zusammenfassung und Ausblick

2023 war wirtschaftlich ein schlechtes Jahr für KRONOS. Seit 18 Monaten leidet das Unternehmen unter einer Absatzkrise, wie sie in der Unternehmensgeschichte so noch nicht vorgekommen ist.

Bei Umsatz und Ergebnis haben wir unsere Ziele nicht erreicht und am Ende des Jahres einen deutlichen Verlust eingefahren. Unser Umsatz aus dem Kerngeschäft lag im Jahr 2023 bei 653,5 Mio. € (2022: 814,2 Mio. €), ein Minus von rund 20 % gegenüber dem Vorjahr.

Ausschlaggebend für die rückläufige Umsatzentwicklung waren deutlich niedrigere Preise und Mengen und hohe Kosten für Rohstoffe und Energien. Der Verfall in den umsatzbedingten Margen konnte durch Einsparungen bei den Fixkosten nicht kompensiert werden.

Zurückblickend wird verständlich, wie das einzigartige Zusammenspiel verschiedener Faktoren zu der lang andauernden Krise geführt hat.

Die vorgezogene Nachfrage nach Pigmenten während der Pandemie zur Wohnungsrenovierung. Der Aufbau von Lagerbeständen an TiO2 bei unseren Kunden während der Logistikkrise, gefolgt vom unweigerlichen Abbau dieser Bestände. Der Krieg in der Ukraine, der eine Energiekrise in Europa auslöste und die Produktionskosten in der Chemieindustrie in nicht gekannte Höhen trieb. Die plötzlich aufflackernde Inflation, die den Konsum gebremst hat. Und die abrupte Zinswende der Zentralbanken, die die Baukonjunktur in Europa gerade abwürgt. Wir kennen jede dieser Faktoren aus unserer langen Historie, aber dass alle gleichzeitig und ineinander verwoben auftreten, macht die aktuelle Krise einzigartig.

Wie sich die Wirtschaft im laufenden Geschäftsjahr 2024 entwickeln wird, ist nur schwer vorherzusehen. Wir gehen davon aus, dass das Umfeld für die chemische Industrie insgesamt herausfordernd bleiben wird.

Für die TiO2-Branche rechnen wir jedoch mit einer nachhaltigen Erholung der Nachfrage in 2024. Und tatsächlich sind erste Lichtblicke erkennbar. Seit Januar hat sich unsere Auftragslage wieder spürbar verbessert.

Die positive Entwicklung wird überwiegend vom Auslandsgeschäft getragen. Es scheint so, dass Kunden wieder anfangen, Vorräte aufzubauen, um Liefer- und /oder Versorgungsengpässe zu verhindern.

Der Marktaufschwung, den wir seit Januar beobachten, hat in den letzten Wochen sogar noch an Fahrt aufgenommen. Selbst bei Vollauslastung gehen wir davon aus, dass wir im zweiten Quartal ausverkauft sein werden, und für den Rest des Jahres planen wir mit einer weiter anhaltend guten Entwicklung.

Dies ist ein bedeutender Meilenstein für unser Unternehmen, der hoffentlich das Ende des längsten Abschwungs in unserer Geschichte markiert.

Wir haben im zurückliegenden Jahr hart daran gearbeitet, die Krise aktiv zu managen. Wir haben die Produktion gedrosselt, Lagerbestände reduziert, Instandhaltung selbst durchgeführt, investive Ausgaben eingeschränkt und ein Sparprogramm aufgelegt.

Wir erwarten aus diesen schwierigen Zeiten gestärkt hervorzugehen, so wie wir es schon mehrfach in den vergangenen Jahrzehnten getan haben.

 

Leverkusen, den 11. Juni 2024

Dr. Rainer Gruber

Ulrich Kabelac

Martin Bekker

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 45.282,00 212.022,00
45.282,00 212.022,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 27.465.465,74 22.789.366,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 67.027.943,00 57.355.908,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.740.187,00 3.520.252,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.876.857,32 22.094.451,81
110.110.453,06 105.759.978,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.498,00 26.498,00
2. Sonstige Ausleihungen 27.149,77 28.990,41
53.647,77 55.488,41
110.209.382,83 106.027.488,96
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 67.022.938,38 46.647.627,68
2. Unfertige Erzeugnisse 12.037.695,20 13.553.737,11
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 76.348.798,12 91.191.149,20
4. Emissionszertifikate 18.745.874,21 23.423.726,14
174.155.305,91 174.816.240,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 80.069.287,32 63.599.835,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 220.970.770,92 147.813.775,39
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.076.997,28 10.546.913,62
309.117.055,52 221.960.524,85
III. Flüssige Mittel 75.351.758,73 90.512.607,16
558.624.120,16 487.289.372,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.044.364,95 4.859.173,73
673.877.867,94 598.176.034,83

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.001.000,00 10.001.000,00
II. Kapitalrücklage 273.447.734,40 273.447.734,40
283.448.734,40 283.448.734,40
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 134.354.030,00 127.657.156,00
2. Sonstige Rückstellungen 30.235.894,04 35.319.087,70
164.589.924,04 162.976.243,70
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 45.951.050,46 40.150.110,13
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 177.741.202,89 109.023.429,81
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.146.956,15 2.577.516,79
(davon aus Steuern T€ 803; Vorjahr T€ 400)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00; Vorjahr € 0,00) 225.839.209,50 151.751.056,73
673.877.867,94 598.176.034,83

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 661.145.198,13 830.187.508,42
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -643.307.309,72 -760.538.324,54
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 17.837.888,41 69.649.183,88
4. Vertriebskosten -45.060.257,70 -50.425.198,22
5. Allgemeine Verwaltungskosten -15.285.236,73 -16.477.464,12
6. Sonstige betriebliche Erträge 17.005.143,62 32.396.233,69
(davon Erträge aus Währungsumrechnung T€ 12.453) Vorjahr T€ 29.360)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.443.553,06 -22.711.639,72
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung T€ 11.898; Vorjahr T€ 19.045)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.120.664,34 2.117.782,02
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 7.140; Vorjahr T€ 1.490)
(davon Erträge aus Abzinsung T€ 57 Vorjahr T€ 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.880.949,61 -3.226.960,83
(davon an verbundene Unternehmen T€ 3.946; Vorjahr T€ 313)
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung T€ 1.576 Vorjahr T€ 2.532)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.678.847,01 -3.417.712,47
(davon Steuerumlagen von Organträger T€ -1.679; Vorjahr T€ 3.418)
11. Ergebnis nach Steuern -36.027.453,72 7.904.224,23
12. Sonstige Steuern -409.661,63 -413.559,32
13. Ertrag aus Verlustübernahme / Aufwand aus der Gewinnabführung 36.437.115,35 -7.490.664,91
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang 2023

I. Grundlagen

Die KRONOS TITAN GmbH hat ihren Sitz in Leverkusen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (HR B-Nr. 52058).

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Verkauf von Titandioxidpigmenten und Titanverbindungen sowie Produkten, die damit in Zusammenhang stehen. Die Gesellschaft produziert an den Standorten Leverkusen / NRW und Nordenham / Niedersachsen.

Die Gesellschaft kann sich an anderen Gesellschaften beteiligen und Geschäfte jeder Art tätigen, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar und mittelbar dienen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Grundlagen

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 HGB und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und des Anhangs beachtet worden.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB erstellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten ausschließlich Software, die längstens über 5 Jahre planmäßig linear abgeschrieben wird.

Zugänge zum Anlagevermögen werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen umfassen die Lohn- und Materialkosten zuzüglich der leistungsabhängigen Gemeinkosten, bei den Werkstattleistungen unter Zugrundelegung pauschalierter Stundensätze.

Die Abgänge werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Abgangszeitpunkt gebucht.

Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über die Nutzungsdauer zwischen 25 und 40 Jahren vorgenommen. Das bewegliche Anlagevermögen wird nach steuerlich zulässigen Höchstsätzen wie folgt planmäßig linear abgeschrieben: Technische Anlagen und Maschinen über einen Zeitraum von 10 bis 20 Jahren und andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung über einen Zeitraum von 3 bis 10 Jahren.

Bei den insgesamt unwesentlichen geringwertigen Anlagegütern wurde die ab Januar 2008 geltende steuerliche Änderung des § 6 Abs. 2 und 2a EStG auch für handelsrechtliche Zwecke übernommen. Einzelheiten sind auch unter III. 1. "Anlagevermögen" erläutert.

Die geleisteten Anzahlungen sind zu Nennwerten angesetzt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Abschlussstichtag bei voraussichtlich dauernder Wertminderung gem. § 253 Abs. 3 S. 3 HGB werden bei Bedarf vorgenommen.

Unverzinsliche Ausleihungen an Fremde werden mit dem Nennwert angesetzt.

Bei den Vorräten wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittswertmethode oder, wenn niedriger, zu den Wiederbeschaffungskosten bewertet. Ersatzteile wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von angemessenen Gängigkeitsabschlägen angesetzt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurde zu den Herstellungskosten oder den niedrigeren Reproduktionskosten vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen die nach den handelsrechtlichen Vorschriften (§ 255 Abs. 2 HGB) aktivierungspflichtigen anteiligen Aufwendungen des Jahres 2023. Die als Ausgangsbasis dienenden Standardkosten werden hierbei linear um die angefallenen Preis- und Verbrauchsabweichungen sowie die sonstigen Kosten berichtigt. Abschläge wegen verlustfreier Bewertung waren nicht erforderlich. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten bewertet. Emissionszertifikate sind zu Anschaffungskosten bewertet bzw. im Falle der unentgeltlich erworbenen Zertifikate mit ihrem Erinnerungswert angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert unter Berücksichtigung angemessener Pauschal- und Einzelabwertungen angesetzt. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde bei Kundenforderungen eine pauschale Abwertung von 1 % bei Inlandsforderungen und Auslandsforderungen vorgenommen.

Der Ansatz der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zu Nennwerten.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind ebenfalls mit dem Nennwert ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten werden unter Berücksichtigung von § 250 HGB gebildet.

Eigenkapitalpositionen sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Abgabeverpflichtung von Emissionszertifikaten wird vorrangig aus unentgeltlich erworbenen Emissionszertifikaten befriedigt. Hierdurch wird die Rückstellung niedriger angesetzt als bei vorrangiger Nutzung der entgeltlich erworbenen Emissionszertifikaten.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Es wurde die Regelung des § 253 Abs. 2 und Abs. 6 HGB zur Änderung der Bewertungsregeln für Pensionsrückstellungen angewandt. Für die Abzinsung wird ein 10-Jahresdurchschnittssatz zu Grunde gelegt. Der angesetzte Rechnungszins beträgt 1,82 % und wurde aus dem von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB für Dezember 2023 veröffentlichten Wert nach Maßgabe des in der Rückstellungsabzinsungsverordnung vorgegebenen Verfahrens bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren entnommen. Die unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ausgewiesenen Jahresabschluss- und Gnadenquartalsverpflichtungen werden weiterhin mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,74 % bewertet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00 % p.a. sowie ein Rententrend von 2,25 % p.a. (bzw. 1,00 % bei Zusagen mit garantierter Rentenanpassung) unterstellt.

Für die Jubiläumsrückstellungen wird der handelsbilanzielle Wert angesetzt. Die Rückstellungsbewertung erfolgt auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Der angesetzte Rechnungszins beträgt 1,74 % und wurde aus dem von der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB für Dezember 2023 veröffentlichten 7-Jahresdurchschnittswerts nach Maßgabe des in der Rückstellungsabzinsungsverordnung vorgegebenen Verfahrens bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren entnommen. Die voraussichtliche jährliche Erhöhung der Arbeitnehmerbezüge beträgt 3 %. Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen besteht für die im Rahmen einer Betriebsvereinbarung zugesagten Geld- und Sachzuwendungen sowie den Sonderurlaub anlässlich des 25-, 40- und 50-jährigen Dienstjubiläums.

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurden die Versorgungsverpflichtungen aus Langzeitkonten mit den deckungsgleichen Vermögenswerten in einem Demographiefonds in einer Bewertungseinheit verrechnet. Die Höhe der Verpflichtung aus dem Demographiefonds richtet sich nach der Wertentwicklung der Fondsanteile, die Bewertung erfolgt zu Zeitwerten gemäß § 253 Abs.1 S.4 HGB, welche den Anschaffungskosten entsprechen (T€ 8.841). Es erfolgt kein Ausweis in der Bilanz. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung des Fonds und der Rückstellung belaufen sich im Geschäftsjahr auf jeweils T€ 755 und werden saldiert ausgewiesen.

2014 wurde ein neuer Pensionsplan als wertpapiergebundene Zusage für Führungskräfte eingeführt. Sowohl die Gesellschaft als auch die Versorgungsberechtigten des Plans zahlen einen Beitrag in einen Fonds, wobei sich die Beiträge der Mitarbeiter individuell berechnen. Im Versorgungsfall zahlt die Gesellschaft den Wert des Fondsvermögens zum Zeitpunkt des Renteneintritts. Dieser setzt sich aus den eingezahlten Beiträgen und den Erträgen zusammen. Den Versorgungsempfängern werden die eingezahlten Beiträge garantiert. Es handelt sich dabei um eine wertpapiergebundene Zusage im Sinne von § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB, so dass die Pensionsverpflichtung in Höhe des Zeitwertes des Fondsvermögens von T€ 47 angesetzt wird. Die Anschaffungskosten der Fondsanteile belaufen sich auf T€ 42. Zulässigerweise wird eine Bewertungseinheit gebildet, welche gem. § 246 Abs. 2 HGB saldiert und somit nicht in der Bilanz ausgewiesen wird. Die Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung des Fonds und der Rückstellung belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf jeweils T€ 2 und werden saldiert ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurs, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft grundsätzlich bei der KRONOS INTERNATIONAL, INC. als Organträgerin berücksichtigt.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist Bestandteil des Anhangs und wird aus technischen Gründen dem Anhang als Anlage beigefügt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Es handelt sich um angeschaffte Lizenzen für Softwareprogramme.

Sachanlagen

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 250 werden direkt als Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegüter von € 250 bis € 800 werden in einen Sammelposten aktiviert und im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Fabrikanlagen in Leverkusen liegen auf einem Grundstück der Bayer AG, für das ein langfristiges Erbbaurecht besteht.

Finanzanlagen

Der Ausweis der Anteile an verbundenen Unternehmen betrifft Anteile an der Kronos Europe S.A./ N.V., Gent/Belgien (0,001 %) und der in unserem Besitz befindlichen Unterstützungskasse KRONOS TITAN - GmbH.

Aufstellung des Anteilsbesitzes 31.12.2023

Anteilsbesitz
%
Eigenkapital 31.12.2023
T€
Jahresergebnis 2023
T€
Inlandsbeteiligungen
Unterstützungskasse KRONOS TITAN-GmbH, Leverkusen 100,00 346 -2
% T€ T€
Auslandsbeteiligungen
Kronos Europe S.A./N.V., Gent, Belgien 0,001 106.211 -39.283

Vorräte

Die Bestände beinhalten im Wesentlichen TiO 2 -Fertigwaren und Halbfabrikate sowie die zur Produktion benötigten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Darüber hinaus werden die Emissionsrechte als separater Posten ausgewiesen. Die Anschaffungskosten liegen bei T€ 18.746 (Vorjahr T€ 23.424).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen haben insgesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit T€ 220.971 (Vorjahr T€ 147.814) ausgewiesen. Davon entfallen auf den Gesellschafter T€ 148.447 (Vorjahr T€ 89.942). Auf den Bereich Finanzierung und Cash Pooling entfällt eine Forderung in Höhe von T€ 222.613. Diese wird saldiert mit Verbindlichkeiten aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 1.642.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf T€ 1 (Vorjahr T€ 1) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 7.450 (Vorjahr T€ 7.897) enthalten.

Flüssige Mittel

Es handelt sich nahezu ausschließlich um Guthaben bei Kreditinstituten.

Eigenkapital

Das Stammkapital hält mit T€ 10.001 (= 100,00 %) die KRONOS INTERNATIONAL, INC. Es ist voll eingezahlt. Der Jahresverlust in Höhe von T€ 36.437 wurde aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die KRONOS INTERNATIONAL, INC. übertragen.

Stand 01.01.2023
T€
Einlage
T€
Entnahme
T€
Jahresergebnis
T€
Ergebnisabführung
T€
Stand 31.12.2023
T€
Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital 10.001 0 0 0 0 10.001
2. Kapitalrücklage 273.448 0 0 0 0 273.448
3. Jahresüberschuss 0 0 0 -36.437 36.437 0
283.449 0 0 -36.437 36.437 283.449

Der gemäß §268 (8) HGB ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich auf T€ 5.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellung inklusive der Verpflichtung zur Jahresabschlussleistung und zum Gnadenquartal beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 134.288. Die Rückstellung für Pensionsurlaub beträgt T€ 66.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahresdurchschnittssatz und dem 7-Jahresdurchschnittsatz beträgt insgesamt T€ 1.925. Der Betrag ist grundsätzlich ausschüttungsgesperrt, nicht aber abführungsgesperrt. Die Veränderung des Unterschiedsbetrages wird im operativen Ergebnis gezeigt.

Sonstige Rückstellungen

2023
T€
2022
T€
Rückstellungen für Kundenrabatte 6.668 8.190
Rückstellungen für die Abgabe von Emissionszertifikaten 4.134 5.275
Rückstellungen für Personalkosten 3.553 3.457
Rückstellungen für Wiederaufbereitung 1.009 783
Rückstellungen für Entsorgung 851 3.596
Rückstellungen für Transporte 480 540
sonstige kurzfristige Rückstellungen 1.933 1.839
Total kurzfristige Rückstellungen 18.628 23.680
Rückstellungen für Deponiekosten 8.172 8.888
Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen 2.635 2.751
Rückstellungen für Ausgleichsbecken 801 0
Total mittel- bis langfristige Rückstellungen 11.608 11.639
Total sonstige Rückstellungen 30.236 35.319

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie bereits im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Höhe von T€ 177.741 (Vorjahr T€ 109.023). Die Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ % T€ %
Verkäufe TiO2 605.091 91,5 773.066 93,1
Verkäufe Keco-Produkte 32.350 4,9 17.317 2,1
Verkäufe TiC 2.325 0,4 3.573 0,4
Verkäufe Halbfertigwaren 0 0,0 62 0,0
Verkäufe Sonstige 13.462 2,0 19.737 2,4
Total Verkäufe 653.228 98,8 813.755 98,0
Provisionserträge 314 0,0 403 0,0
Umsatzerlöse aus Kerngeschäft 653.542 98,8 814.158 98,0
Dienstleistungen im Konzern 2.040 0,4 2.270 0,3
Sonstige Umsatzerlöse 5.563 0,8 13.760 1,7
Umsatzerlöse aus Nebengeschäft 7.603 1,2 16.030 2,0
Total Umsatzerlöse 661.145 100,0 830.188 100,0

Die Verkäufe gliedern sich nach Regionen wie folgt:

2023 2022
T€ % T€ %
Deutschland 192.627 29,5 224.296 27,6
EU (ohne Deutschland) 227.106 34,8 285.483 35,1
Übriges Europa 46.313 7,1 91.978 11,3
Nordamerika 25.317 3,9 35.063 4,3
Restliche Welt 161.865 24,8 176.935 21,7
653.228 100,0 813.755 100,0

Von den Umsatzerlösen aus Verkäufen entfallen auf verbundene Unternehmen T€ 136.138 bzw. 20,84 % (Vorjahr: T€ 147.499 bzw. 18,13 %).

Die übrigen Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt:

2023 2022
T€ % T€ %
Deutschland 6.347 80,2 9.978 60,7
EU (ohne Deutschland) 929 11,7 5.622 34,2
Übriges Europa 519 6,6 797 4,8
Nordamerika 122 1,5 36 0,2
Restliche Welt 0 0,0 0 0,0
7.917 100,0 16.433 100,0

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Der Posten umfasst die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse und die Anschaffungskosten der verkauften Handelswaren.

Der Materialaufwand stellt sich wie folgt dar:

2023
T€
2022
T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 271.043 315.894
Aufwendungen für Handelswaren 71.608 92.695
Aufwendungen für bezogene Leistungen 153.599 199.179
496.250 607.768

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten Kosten für Energien, Fremdentsorgung sowie Fremdleistungen, die von Dritten durchgeführt wurden.

Personalaufwand

2023
T€
2022
T€
Löhne und Gehälter 61.082 62.373
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 23.230 28.595
davon Aufwendungen für Altersversorgung 11.742 16.683
84.312 90.968

Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind ausgewiesen:

2023
T€
2022
T€
Kursgewinne 12.453 29.360
Erstattung aus Energiekostendämpfungsprogramm 2.000 0
Erträge aus Weiterbelastung von Kosten 721 2.083
Periodenfremde Erträge 1.809 944
Skontoerträge 22 9
17.005 32.396

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen Aufwendungen sind ausgewiesen:

2023
T€
2022
T€
Kursverluste 11.898 19.045
Aufwendungen zur Restrukturierung 1.121 0
Einstandswerte zur Weiterbelastung von Kosten 715 2.077
Verlust aus Anlagenabgang 52 203
Pauschalwertberichtigung auf Forderungen 387 1.275
Einzelwertberichtigung auf Forderungen 271 112
14.444 22.712

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein Programm an Mitarbeiter zum freiwilligen Ausstieg aus dem Unternehmen angeboten. Das Programm beinhaltet Rentenminderungsausgleichsbeträge und Abfindungen.

Bis zum Ende des Berichtsjahres wurden Beträge in Höhe von T€ 300 ausgezahlt. Der Restbetrag in Höhe von T€ 821 steht in den sonstigen Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

2023
T€
2022
T€
Erträge
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.796 873
Erträge aus Ausbuchung weggefallener Verbindlichkeiten 0 56
Übrige Erträge 13 15
1.809 944

Der Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen entfällt überwiegend auf die Rückstellungen für Bonuszahlungen in Höhe von T€ 1.202, für Mengenrabatte in Höhe von T€ 215, für Frachtaufwendungen in Höhe von T€ 141, für den Umweltschutz in Höhe von T€ 68 und für Dienstleistungen in Höhe von T€ 54.

Periodenfremde Aufwendungen sind im Berichtsjahr nicht angefallen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Gesellschaft hatte Erträge

aus der Verzinsung von Salden mit verbundenen Unternehmen in Höhe T€ 7.140 (Vorjahr T€ 1.490)

aus der Verzinsung von Bankguthaben in Höhe von T€ 924 (Vorjahr T€ 627) und

aus der Diskontierung von Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 57 (Vorjahr T€ 0).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Gesellschaft hatte Aufwendungen

aus der Verzinsung von Salden mit verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 3.946 (Vorjahr T€ 313)

aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.576 (Vorjahr T€ 2.532)

aus der Gebühr zur Bereitstellung des Revolverkredites in Höhe von T€ 210 (Vorjahr

T€ 218)

aus Finanzierungsgebühren im Zusammenhang mit der Vergabe des Revolverkredits durch Wells Fargo in Höhe von T€ 42 (Vorjahr T€ 53).

aus sonstigen Zinsen in Höhe von T€ 107 (Vorjahr T€ 111).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft zahlt im Rahmen der steuerlichen Organschaft mit ihrer Gesellschafterin keine Gewerbe- und Körperschaftsteuer, wird aber vom Organträger per Umlage be- oder entlastet. Der Ertrag für das laufende Geschäftsjahr betrug T€ 1.679 (Vorjahr Aufwand T€ 3.418).

3. Sonstige Angaben

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2023 2022
Lohnempfänger 576 598
Angestellte 249 269
825 867
Auszubildende 44 51
869 918

Geschäftsleitung

Mitglieder der Geschäftsführung der KRONOS TITAN GmbH waren im Geschäftsjahr:

Ulrich Kabelac, Controller Global Operations,

Martin Bekker, Vice President Asset Development,

Dr. Rainer Gruber, Senior Vice President Manufacturing and Technology.

Von der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a) HGB wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB abgesehen, da kein Organmitglied von der Gesellschaft Bezüge erhält.

Die KRONOS TITAN GmbH hat einen Aufsichtsrat. Mitglieder waren im Geschäftsjahr:

Dr. Thomas Kühl (Vorsitzender), President Kronos Ecochem,

Dirk Verbouw, Controller Kronos Europe, Belgien,

Horst Becker, Betriebsratsvorsitzender (bis zum 30.06.2023)

Hamza Abdiji, Betriebsratsvorsitzender (ab dem 01.07.2023)

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 20.

Die Gesamtbezüge von ehemaligen Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen betrugen T€ 82. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sind T€ 426 zurückgestellt.

Gesamthonorar für Jahresabschlussprüfung

Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt T€ 552 und entfällt i.H.v. T€ 542 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie mit T€ 10 auf andere Bestätigungsleistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasing-Verträgen

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Fälligkeit:
innerhalb eines Jahres 980 1.048
innerhalb von 2-5 Jahren 2.408 2.418
nach über 5 Jahren 10.615 11.148
14.003 14.614

Verpflichtungen nach 2023 betreffen überwiegend Erbbauzinsen.

Bei allen Verträgen handelt es sich um Operating-Leasing, das zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führt. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Für Investitionen zum Anlagevermögen besteht ein Bestellobligo von T€ 1.965.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz

Das deutsche Mindeststeuergesetz ist am 27. Dezember 2023 in Kraft getreten. Da die Kronos Titan GmbH zu einem Konzern gehört, der mehr als 750 Mio. EUR Umsatzerlöse erzielt, ist sie grundsätzlich von diesen Regelungen betroffen. Das Mindeststeuergesetz findet bei KRONOS erst für das Geschäftsjahr 2024 Anwendung. Daher ergeben sich für das Geschäftsjahr 2023 keine Auswirkungen. Da die KRONOS INTERNATIONAL, Inc. als sog. Gruppenträger im Sinne des § 3 Abs. 1 S. 3 MinStG Steuerschuldner für die Mindeststeuer ist, werden die Erklärungen auf Ebene der KRONOS INTERNATIONAL, Inc. abgegeben.

Einbeziehung in den Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Kronos Worldwide Inc., Dallas, USA, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis aufstellt, einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist in unserem Hause erhältlich.

Weiter wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Contran Corporation, Dallas, USA, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis auf. Dieser ist über die Kronos Worldwide Internetpräsenz verfügbar.

Unter Inanspruchnahme des § 296 HGB i.V.m. § 290 Abs. 5 HGB verzichtet die Gesellschaft auf die Erstellung eines Konzernabschlusses.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Leverkusen, den 11. Juni 2024

Dr. Rainer Gruber

Ulrich Kabelac

Martin Bekker

Anlagenspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 21.740.722,92 6.530,72 13.321,51 0,00 21.733.932,13
21.740.722,92 6.530,72 13.321,51 0,00 21.733.932,13
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 154.557.304,02 4.063.796,51 0,00 2.319.464,85 160.940.565,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 476.188.783,61 11.152.265,42 5.632.442,02 11.283.982,42 492.992.589,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.484.840,92 697.948,75 196.729,41 5.463,69 21.991.523,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.094.451,81 4.391.316,47 0,00 -13.608.910,96 12.876.857,32
674.325.380,36 20.305.327,15 5.829.171,43 0,00 688.801.536,08
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.498,00 0,00 0,00 0,00 26.498,00
2. Sonstige Ausleihungen 28.990,41 0,00 1.840,64 0,00 27.149,77
55.488,41 0,00 1.840,64 0,00 53.647,77
696.121.591,69 20.311.857,87 5.844.333,58 0,00 710.589.115,98
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 21.528.700,92 173.270,72 13.321,51 21.688.650,13
21.528.700,92 173.270,72 13.321,51 21.688.650,13
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 131.767.937,28 1.707.162,36 0,00 133.475.099,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 418.832.875,61 12.715.414,84 5.583.644,02 425.964.646,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.964.588,92 1.460.096,44 173.348,41 19.251.336,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
568.565.401,81 15.882.673,64 5.756.992,43 578.691.083,02
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
590.094.102,73 16.055.944,36 5.770.313,94 600.379.733,15
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 45.282,00 212.022,00
45.282,00 212.022,00
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 27.465.465,74 22.789.366,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 67.027.943,00 57.355.908,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.740.187,00 3.520.252,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.876.857,32 22.094.451,81
110.110.453,06 105.759.978,55
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.498,00 26.498,00
2. Sonstige Ausleihungen 27.149,77 28.990,41
53.647,77 55.488,41
110.209.382,83 106.027.488,96

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KRONOS TITAN GmbH, Leverkusen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KRONOS TITAN GmbH, Leverkusen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KRONOS TITAN GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 11. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Küster, Wirtschaftsprüfer

ppa. Gerd Tolls, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates über den Jahresabschluss 2023

Der Aufsichtsrat der KRONOS TITAN GmbH hat in seiner Sitzung vom 19. September 2024 den vorgelegten und mit dem Prüfungsvermerk der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, versehenen Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 eingehend geprüft.

Es ergeben sich für den Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss. Der Aufsichtsrat billigt hiermit den vorgelegten Jahresabschluss der KRONOS TITAN GmbH zum 31. Dezember 2023.

 

Leverkusen, den 19. September 2024

KRONOS TITAN GmbH

Der Aufsichtsrat

Dr. Thomas Kühl

Hamza Abdiji

Dirk Verbouw

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 7. Oktober 2024 festgestellt.

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