INEOS Solvents Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernhard Dr. Hüpen seit 21.5.2026 | Geschäftsführer |
Christian Alfons Rodde seit 13.3.2023 | Prokura |
Julia Marie Julitz seit 13.3.2023 | Prokura |
Frank Dipl.-Ökonom Hirschmann seit 4.10.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
INEOS Solvents SA | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 21.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
INEOS Solvents Germany GmbHMoersJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gliederung I. Geschäft und Rahmenbedingungen 1. Allgemeine Angaben 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliches Umfeld und Marktentwicklung 2. Ertragslage 3. Vermögens- und Kapitalstruktur 4. Finanzlage und Finanzinstrumente 5. Umweltschutz, Qualität und Sicherheit 6. Mitarbeiter 7. Investitionen III. Chancen- und Risikobericht IV. Prognosebericht V. Erklärung zur Unternehmensführung I. Geschäft und Rahmenbedingungen1. Allgemeine AngabenDie INEOS Solvents Germany GmbH, Moers, (ISGG) ist ein mittelständisches Unternehmen der chemischen Industrie und ist Bestandteil des INEOS-Solvents-Geschäftes innerhalb des Konzerngeschäftsbereiches INEOS Enterprises mit der INEOS Enterprises Holdings Limited, London/Großbritannien, als Führungsgesellschaft. Die ISGG gehört mit den Werken in Herne und Moers sowie dem Tanklager im Hafen Duisburg-Homberg zu den führenden Herstellern sauerstoffhaltiger Lösemittel in Europa. Darüber hinaus werden auch Feinchemikalien für Kunden der weiterverarbeitenden chemischen Industrie produziert. Die Produkte der ISGG finden Verwendung für die Herstellung von Farben, Lacken und Beschichtungen, Reifen, Handschuhen und Dichtungen, Aromen und Vitaminen, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln, Klebstoffen, Haarspray und Körperpflegemitteln sowie für Kosmetika und pharmazeutische Produkte. Die Dorox®-Produkte verfügen über ein eingetragenes Warenzeichen. Die Produktion der ISGG erfolgt im Rahmen eines Lohnverarbeitungsmodells im Auftrag der INEOS Solvents SA, Rolle/Schweiz (ISSA). Die Kosten der Lohnfertigung zuzüglich eines Gewinnaufschlages von 3,50 % werden der ISSA in Rechnung gestellt, so dass hieraus stets ein positives handelsrechtliches Ergebnis vor Finanzierungskosten erzielt wird. Die Produktion wird ergänzt durch weitere Lohnfertigungen und Dienstleistungen für andere Gesellschaften in Deutschland, z.B. für die Huntsman Products GmbH, Moers. Zusätzlich zur Rolle des Lohnfertigungsauftragnehmers ist die ISGG als Vertriebsgesellschaft (sogenannter Limited Risk Distributor oder LRD) für ausgewählte Länder tätig. Zum 1. Januar 2023 hat die ISSA die Vertriebsaktivitäten für das Exportgeschäft für Lösemittel und damit für alle Verkäufe außerhalb Deutschlands selbst übernommen. Die ISGG betreut seitdem ausschließlich die in Deutschland ansässigen Kunden. Prinzipal ist dabei weiterhin die ISSA. Bis Ende 2022 trat auch die INEOS Solvents Ethanol Ltd., London/Großbritannien (ISEL) als Prinzipal auf. Für die Aktivitäten der Vertriebsgesellschaft wird eine Marge von 1,30 % vergütet, so dass auch dieser Teil der Geschäftsaktivitäten stets positive Erträge zeigt, die somit den Ertrag aus der Lohnfertigung ergänzen. Die Übernahme des Exportgeschäfts durch die ISSA führt allerdings zu einem Umsatzrückgang und einer Reduzierung des Ergebnisses aus Vertriebsaktivitäten (LRD-Marge). 2. Forschung und EntwicklungDie ISGG betreibt keine Grundlagenforschung. Die Aktivitäten in Forschung und Entwicklung konzentrieren sich auf die kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung von Produktionsprozessen sowie auf die Verbesserung von Produkten in enger Zusammenarbeit mit den Kunden. II. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliches Umfeld und MarktentwicklungNach den negativen Auswirkungen des Russland/Ukraine-Konflikts seit 2022 mit deutlich gestiegenen Kosten für Energien hat sich der Markt für Lösemittel in 2023 nicht wesentlich verbessert. Zwar haben sich die Energiepreise im laufenden Jahr auf einem im Vergleich zu 2022 niedrigeren Niveau eingependelt, aber die wirtschaftliche Situation in der chemischen Grundstoffindustrie, die ja am Anfang der Wertschöpfungskette steht und zu der auch die Lösemittel mit den Produkten Ethanol, IPA und MEK/SBA gehören, hat sich leider im abgelaufenen Jahr nicht nachhaltig verbessert. Die im Jahr 2023 eingetretene Zinswende und die damit verbundene Zurückhaltung der Endverbraucher hat bei unseren Kunden in nachgelagerten Fertigungsstufen zu einem Nachfragerückgang geführt. Dieser marktseitige Nachfragerückgang wurde zusätzlich noch durch einen Abbau der Lagerbestände zur Freisetzung von liquiden Mitteln bei unseren Kunden verstärkt. Da sich insgesamt die Produktionskapazitäten im Markt nicht verändert haben, hat sich dieser Nachfragerückgang negativ auf die Verkaufspreise und die Gesamtmargen für unser Lösemittelgeschäft ausgewirkt. Die ISGG ist durch den Lohnverarbeitungsvertrag mit der ISSA und die damit verbundene Weitergabe der Kosten inklusive Mark-up sowie durch die Vertriebsverträge mit der ISSA und bis Ende 2022 auch mit der ISEL mit den darin vereinbarten LRD-Margen für diesen Teil ihres Geschäfts gut abgesichert. Neben diesen Aktivitäten versorgt die ISGG aber andere Unternehmen am Standort Moers mit Energien und Serviceleistungen. Nachdem sich in diesem Geschäftsfeld in 2022 ein Verlust eingestellt hatte, war es infolge der in 2023 gesunkenen Energiepreise wieder möglich, ein positives Ergebnis zu erreichen. 2. ErtragslageDas Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) stellt eine der zentralen Kennzahlen der Unternehmenssteuerung dar. Im Rahmen des Lohnfertigungsmodells führen die gesamten Aufwendungen zuzüglich eines vertraglich vereinbarten Aufschlags zu Umsatz, der ausschließlich der ISSA in Rechnung gestellt wird. Weiterhin erhält die ISGG als Limited Risk Distributor für die ISSA eine geringe prozentuale Marge auf die Umsätze aus den Verkäufen in Deutschland. Insgesamt reduzierten sich die Umsatzerlöse auf MEUR 282,8 (Vorjahr: MEUR 614,6). Seit Januar 2023 vertreibt die ISGG als LRD die Solvents-Produkte ausschließlich an Kunden in Deutschland. Alle nicht inländischen Kunden werden seit diesem Zeitpunkt durch die ISSA direkt bedient. Dies betrifft - bezogen auf das Vorjahr - etwa 35 % des Gesamtumsatzes. Innerhalb des deutschen Marktes musste durch den durch Überkapazitäten verursachten Preisverfall sowie die rückläufige Nachfrage ein Umsatzrückgang verglichen mit 2022 akzeptiert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von MEUR 2,7 auf MEUR 1,8 vermindert. Im Jahr 2023 ergaben sich Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von MEUR 0,9. Der Personalaufwand betrug MEUR 46,8 (Vorjahr: MEUR 57,0). Die Verringerung ist durch geringere Aufwendungen für Altersversorgungen begründet, die wiederum im Rahmen der Lohnverarbeitung weiterbelastet werden konnten und so insgesamt zu einem positiven Beitrag für das Rohergebnis führten, welches sich auf MEUR 67,1 (Vorjahr: MEUR 68,9) verringerte. Der Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von MEUR 9,8 auf MEUR 10,2 ist auf gestiegene Kosten bei der Werkfeuerwehr zurückzuführen. Für das Berichtsjahr ergab sich, entgegen unserer Prognose, in der wir für das Geschäftsjahr 2023 nur ein leicht höheres EBITDA als das des Geschäftsjahres 2022 vorhergesagt hatten, ein deutlich erhöhtes EBITDA in Höhe von MEUR 9,8 (Vorjahr: MEUR 1,9). Die deutliche Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den in 2023 gegenüber dem Vorjahr wieder gesunkenen Energiekosten, die zu einer verbesserten Ergebnissituation im Zusammenhang mit Kostenweiterbelastungen an Huntsman führten. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich von MEUR 3,4 auf MEUR 0,3 reduziert. Diese Entwicklung ist vornehmlich auf das infolge der Veränderung der Pensionsrückstellungen im Vorjahresvergleich reduzierte steuerbilanzielle Ergebnis zurückzuführen. Insgesamt ergibt sich ein Jahresüberschuss von MEUR 9,0 nach einem Jahresfehlbetrag von MEUR 3,7 im Vorjahr. 3. Vermögens- und KapitalstrukturDer Bestand an immateriellen Vermögensgegenständen sowie Sachanlagevermögen betrug zum Ende des Berichtsjahres MEUR 32,3 (Vorjahr: MEUR 23,8). Der Bestand erhöhte sich im Berichtsjahr durch vermehrte Investitionen in neue Anlagen. Das Darlehen an den Gesellschafter wurde auf MEUR 43,3 (Vorjahr: MEUR 28,5) erhöht. Die Ausleihung an die INEOS Enterprises Holdings II Ltd., London/Großbritannien, in Höhe von MEUR 7,1 aus dem Vorjahr wurde durch Verrechnung beglichen. Der Bestand an Wertpapieren, vorgesehen für die betriebliche Altersvorsorge, beträgt zum Bilanzstichtag MEUR 0 (Vorjahr: MEUR 4,2), da er in den INEOS Pension Trust e.V. eingebracht wurde und nun als Bestandteil der Pensionsrückstellungen gezeigt wird. Das Vorratsvermögen betrug zum Ende des Berichtsjahres MEUR 5,0 (Vorjahr: MEUR 4,9). Zum Ende des Berichtsjahres betrug der Bestand an Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen MEUR 61,8 (Vorjahr: MEUR 82,7). Davon entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte MEUR 8,0 (Vorjahr: MEUR 9,9) und auf verbundene Unternehmen MEUR 46,1 (Vorjahr: MEUR 66,5). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von im Vorjahr MEUR 6,3 auf MEUR 7,7 im Berichtsjahr erhöht. Diese Veränderungen sind einerseits durch das operative Geschäft bedingt. Andererseits ist der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ein Effekt aus der Verlagerung der Vertriebsaktivitäten des Exportgeschäfts an die ISSA. Das Eigenkapital betrug zum Ende des Berichtsjahres MEUR 24,7 (Vorjahr: MEUR 15,7). Die Erhöhung des Eigenkapitals ist bedingt durch den im Berichtsjahr erzielten Jahresüberschuss. Ein Sonderposten für Investitionszuschüsse (MEUR 5,0) wurde im Jahr 2019 erstmals angesetzt. Aus den Baumaßnahmen an der A43 in Herne und der damit verbundenen Pipelineverlegung ergab sich ein Erstattungsanspruch gegen Straßen.NRW. Die Maßnahmen wurden im Dezember 2020 abgeschlossen. Eine Auflösung des Sonderpostens erfolgt seitdem anteilig. Der Rückstellungsbestand betrug zum Ende des Berichtsjahres MEUR 98,3 (Vorjahr: MEUR 107,4). Die Verminderung war maßgeblich auf die Verminderung der Pensionsrückstellungen um MEUR 6,8 zurückzuführen. Die Veränderung ist auf neues Deckungsvermögen in Höhe von MEUR 4,7 und Übertragung einer Pensionsverpflichtung in Höhe von MEUR 1,3 sowie Zinseffekte in Höhe von MEUR 0,8 zurückzuführen. Der Verbindlichkeitsbestand betrug zum Ende des Berichtsjahres MEUR 22,4 (Vorjahr: MEUR 45,2). Davon werden MEUR 1,6 (Vorjahr: MEUR 20,4) gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. 4. Finanzlage und FinanzinstrumenteDer Cashflow (Veränderung des Zahlungsmittelfonds zum Abschlussstichtag und somit der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) betrug im Berichtsjahr MEUR -14,5 (Vorjahr: MEUR 10,6). Der operative Cashflow betrug dabei MEUR 3,4 (Vorjahr: MEUR 15,1). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug MEUR -17,4 (Vorjahr: MEUR -4,5). Zum Stichtag werden liquide Mittel von MEUR 7,7 (Vorjahr: MEUR 22,2) ausgewiesen. Die ISGG hat keine externe Finanzierung in Anspruch genommen und finanziert sich bis auf Weiteres ausschließlich über den selbst erzielten Cashflow. Die ISGG ist am 1. Juli 2019 einem Finanzierungsprogramm der INEOS Enterprises Holdings II Ltd., London/Großbritannien, beigetreten und verkauft seitdem ausgewählte Forderungen mit allen Rechten und Pflichten an die INEOS Enterprises Finance (Ireland) Ltd., Dublin/Irland. Dadurch wird eine Finanzierung bei der INEOS Enterprises Holdings II Ltd., London/Großbritannien, ermöglicht. Die damit besicherte (Fremd-)Kreditlinie beläuft sich auf insgesamt MEUR 250 mit einer Fälligkeit im Jahr 2024. Die Inanspruchnahme per 31. Dezember 2023 beträgt MEUR 93,0 (Vorjahr: MEUR 71,9). Bei dem Forderungsverkauf handelt es sich jedoch nicht um eine Vorfinanzierung. Die Zahlungseingänge der verkauften Kundenforderungen bei der INEOS Enterprises Finance (Ireland) Ltd., Dublin/Irland, werden einen Tag später an die ISGG überwiesen. Die Forderungen gegen die INEOS Enterprises Finance (Ireland) Ltd., Dublin/Irland, aus den verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31. Dezember 2023 MEUR 7,6 (Vorjahr: MEUR 29,9). Durch das genannte Finanzierungsprogramm wird die Liquiditätslage innerhalb des INEOS-Konzerns gestärkt. Der Forderungsverkauf führt jedoch zu ergebniswirksamen Finanzierungsgebühren von 0,55 % auf die Summe der verkauften Forderungen. Die ISGG ist ein Garantiegeber für ein besichertes Fremd-Darlehen innerhalb des INEOS-Konzerns, welches im November 2022 neu abgeschlossen wurde und das vorherige Fremd-Darlehen ersetzt hat. Die Gesamtverpflichtung aus diesem Darlehen per 31. Dezember 2023 beläuft sich auf MEUR 1.774,3 (Vorjahr: MEUR 1.460,7). Die Verpflichtung ist besichert über feststehende und schwebende Belastungen der Vermögenswerte der Gesellschaft. 5. Umweltschutz, Qualität und SicherheitDie ISGG ist seit vielen Jahren nach DIN ISO 9001 und 14001 sowie EMAS zertifiziert bzw. validiert. Dazu gehört, dass das integrierte Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltmanagementsystem der ISGG kontinuierlich weiterentwickelt wird. Im März 2023 und 2024 wurde dieses System von der akkreditierten Zertifizierungsgesellschaft RINA Services S.p.A., Genua/Italien, und durch einen unabhängigen Umweltgutachter erfolgreich auditiert und rezertifiziert bzw. revalidiert. Die positiven Audit-Ergebnisse bestätigen ein funktionierendes Qualitäts- und Umweltmanagement. Auch in behördlichen Inspektionen gemäß § 52 BImSchG (IE-RL, Industrieemissionsrichtlinie) und gemäß § 16 Störfall V (Seveso III) konnte sehr positiv dargestellt werden, dass die Bereiche Umweltschutz und Anlagensicherheit weitreichend entwickelt sind. Es sind an allen drei Standorten Altlasten im Boden- und Grundwasserbereich bekannt. Diese stammen hauptsächlich noch aus Zeiten, in denen die Grundstücke für Bergbau- und Kokereizwecke genutzt wurden. Die Altlasten sind in behördlichen Katastern erfasst und in Übereinstimmung mit den zuständigen Behörden werden die erforderlichen Sanierungs- bzw. Monitoringmaßnahmen durchgeführt und gutachterlich begleitet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden zwei meldepflichtige Unfälle verzeichnet. Unser Ziel, im Geschäftsjahr 2023 an beiden Standorten ohne meldepflichtige Unfälle zu produzieren, konnte entsprechend nicht erreicht werden. Im Rahmen der Verbesserung der Fort- und Weiterbildung sowie des Sicherheitsbewusstseins wurden im Berichtszeitraum das E-Learning- und Schulungs-Dokumentationssystem UWEB2000, die Unfall- und Ereignisdatenbank sowie die Near-Miss-Datenbank zur systematischen Erfassung und Bearbeitung von Beinahe-Ereignissen weiter mit Inhalten gefüllt und intensiv genutzt. Die im Jahr 2017 gestartete Sicherheitsinitiative "Incident & Injury Free" hat nach der Implementierung nach wie vor einen hohen Stellenwert und trägt durch die Weiterführung als IIF 2.0 mit den entsprechend durchgeführten Workshops und regelmäßigen Meetings eines Kernteams zur Verbesserung der Sicherheitskultur bei. 6. MitarbeiterDie ISGG beschäftigte zum 31. Dezember 2023 ohne Geschäftsführer insgesamt 512 Mitarbeiter (Vorjahr: 512). Dieser Mitarbeiterstand umfasste 44 Auszubildende (Vorjahr: 43). 7. InvestitionenDie Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Berichtsjahr TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 1) und resultierten aus dem Zukauf neuer Softwarelizenzen. Die Investitionen in Sachanlagen betrugen TEUR 9.999 (Vorjahr: TEUR 8.681). Investitionen erfolgten im Wesentlichen für Projekte im Zusammenhang mit der Energieoptimierung unserer Anlagen, dem Neubau einer Anlage zur IPA-Produktion sowie zur Verbesserung der betrieblichen Sicherheit. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgte durch Selbstfinanzierung. III. Chancen- und RisikoberichtDie ISGG ist eingebunden in das Risikomanagementsystem der weltweit operierenden INEOS-Gruppe und des Geschäftsbereichs INEOS Enterprises. Regelmäßig - etwa achtmal jährlich - finden Sitzungen mit dem Board von INEOS Enterprises statt, in denen die Geschäftsführung alle wesentlichen betriebswirtschaftlichen Daten berichtet und Entscheidungen abstimmt bzw. trifft. Die Geschäftsführung und das Board von INEOS Enterprises sind jederzeit über alle wichtigen geschäftlichen Ereignisse und Entwicklungen informiert. Zur Vermeidung von finanziellen Nachteilen aus Haftungsrisiken und Schadensfällen sind Versicherungen abgeschlossen. Die Deckungssummen und Konditionen werden jährlich überprüft. Wesentliche Risiken sind im Rahmen von INEOS-Gruppenversicherungsverträgen abgesichert, wie z.B. Haftpflicht-, Sach-, Betriebsunterbrechungs-, Lager- und Transportversicherung. Weiterhin besteht Versicherungsschutz für Management-Risiken, für Dienstreisen und Kraftfahrzeuge. Verluste aus Zahlungsunfähigkeit und -ausfällen sind nicht zu erwarten, da die ISGG diese Risiken an den Prinzipal verlagert. Das Unternehmen unterliegt den üblichen Prüfungspflichten der staatlichen Steuer- und Zollbehörden. Daraus können sich Risiken aus früheren Perioden ergeben, sollten sich bei Prüfungen negative Feststellungen ergeben. Diese Risiken können jedoch, insbesondere bei den Verbrauchssteuern, minimiert werden, da diese Risiken durch Vereinbarungen und Verträge der Gesellschaft auf andere Konzerngesellschaften übertragen werden können. Risiken, insbesondere Konjunktur-, Entwicklungs- und Absatz- sowie Produktions- und Beschaffungsrisiken, die den Fortbestand der ISGG gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Durch die Umstellung des Geschäftsmodells wurden die operativen Risiken der Gesellschaft deutlich reduziert, andererseits besteht auch eine Limitierung der Chancen. Dennoch hat die Gesellschaft auf die geänderten Rahmenbedingungen reagiert, schon allein um die Kostensituation des Geschäftsmodells zu stärken. So wurden bereits im Jahr 2022 an beiden Standorten Möglichkeiten geschaffen, die Produktion mit alternativen Energieträgern (Heizöl und Flüssiggas in Moers) zu betreiben. IV. PrognoseberichtFür das Jahr 2024 erwarten wir bedingt durch die nach wie vor gedämpfte Chemiekonjunktur keine wesentliche Veränderung der Rahmenbedingungen und damit ein weiterhin herausforderndes Umfeld. Das Risiko, dass die Energiepreise wieder ähnlich volatil werden wie in 2022, ist nach wie vor existent. Die im Jahr 2023 weiter aufgeflammte Krise im Nahen Osten hat Auswirkungen auf die von uns verwendeten rohölbasierten Rohstoffe und verlangt damit von uns eine permanente Anpassung unserer Maßnahmen, um die Ertragslage gegenüber 2023 zu verbessern. Die bereits in 2023 eingeleiteten Maßnahmen (Herstellung der Unabhängigkeit von Erdgas an beiden Standorten, Reduzierung der Fixkosten) werden wir in 2024 weiter vorantreiben, um unsere Kostenbasis nachhaltig zu reduzieren. In den ersten Monaten des Jahres 2024 zeigte sich u.a. bedingt durch Produktionsausfälle bei Konkurrenzunternehmen eine Verbesserung der Ergebnissituation, die aber leider nicht als nachhaltig angesehen werden kann, da sich die Marktbedingungen mit einem Angebotsüberhang und eine niedrige Nachfrage nicht wesentlich verändert haben. Durch das Geschäftsmodell sind wir nicht wesentlich von externen Lieferanten abhängig, so dass wir weiterhin von einer gesicherten Lieferkette ausgehen. Insgesamt gehen wir, auch durch die bereits erzielte Ergebnisverbesserung im I. Quartal 2024 gepaart mit den teilweise schon umgesetzten Kosteneinsparungsmaßnahmen, für das Gesamtjahr von einer moderaten Verbesserung unseres EBITDA gegenüber 2023 aus. Im Geschäftsjahr 2024 wollen wir an beiden Standorten ohne meldepflichtige Unfälle produzieren. V. Erklärung zur UnternehmensführungDer Gesellschafter hat mit einem Gesellschafterbeschluss vom 26.05.2023 eine Frauenquote von 0 % für die Geschäftsführung der ISGG festgelegt und beabsichtigt diese Quote auch die kommenden 5 Jahre so unverändert fortzuführen. Dieses wird wie folgt begründet: Die Geschäftsführung der INEOS Solvents Germany GmbH wird seit Oktober 2019 von Herrn Dr. Gunther Lohmer und Herrn Frank Hirschmann wahrgenommen, beide sind für die Aufgaben eines Geschäftsführers voll qualifiziert und auch ihre Arbeit in den letzten Jahren gibt dem Gesellschafter keinen Anlass, hier Änderungen vorzunehmen. Beide Geschäftsführer sind angestellte Geschäftsführer und haben unbefristete Arbeitsverträge; ein zeitlich befristeter Geschäftsführungsvertrag existiert für beide Geschäftsführer nicht. Weder Herr Dr. Lohmer noch Herr Hirschmann werden in den kommenden 5 Jahren altersbedingt die Gesellschaft verlassen, so dass auch hier nicht damit zu rechnen ist, dass eine der beiden Positionen vakant wird und neu besetzt werden muss. Die ISGG hat keinen Aufsichtsrat gebildet, von daher erübrigt sich die Festlegung eine Frauenquote für den Aufsichtsrat durch den Gesellschafter. Für die beiden Ebenen unterhalb der Geschäftsführung hat die Geschäftsführung beschlossen, die Quoten wie folgt festzulegen:
Alle Zielgrößen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits erreicht.
Moers, den 24. Mai 2024 INEOS Solvents Germany GmbH Frank Hirschmann, Geschäftsführer Dr. Gunther Lohmer, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDie INEOS Solvents Germany GmbH (ISGG) hat ihren Sitz in Moers und ist unter der Nummer HRB 12696 im Handelsregister beim Amtsgericht Kleve eingetragen. Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Nutzungsdauern liegen dabei zwischen 3 und 5 Jahren. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben dem Material und den Löhnen auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Folgende Nutzungsdauern werden dabei zugrunde gelegt:
Für geringwertige Anlagegegenstände mit einem Wert zwischen EUR 250 und EUR 1.000 wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über 5 Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Vermögensgegenstand vorzeitig aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Geringwertige Anlagegegenstände unterhalb dieser Grenze werden als Aufwand erfasst. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert angesetzt. Eine Wertberichtigung erfolgt, sofern sich Hinweise auf voraussichtlich dauernde Wertminderungen ergeben. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Bei Magazinmaterial findet die Durchschnittsbewertung Anwendung. Im Rahmen der Bewertung der Vorräte wurde im Berichtsjahr eine Abwertung auf die Bestände erfasst, die zum Stichtag auf Grund ihres Alters oder ihrer Qualität einer eingeschränkten Nutzung unterlagen. Die Forderungen sind zum Nominalwert, vermindert um die erforderlichen Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung von 0,33 % ausreichend Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die flüssigen Mittel werden mit den Nominalwerten bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) bewertet. Bei diesem Prozentsatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren der vergangenen zehn Geschäftsjahre (Vorjahr: zehn Geschäftsjahre). Der durchschnittliche Zinssatz der letzten sieben Jahre beträgt 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %). Jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,30 % (Vorjahr: 3,30 %), Rentensteigerungen von 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %) und Beitragsbemessungsgrenzensteigerungen von 3,00 % (Vorjahr: 2,50 %) wurden zugrunde gelegt. Der Zinsanteil wird im Finanzergebnis berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen sind zum Teil durch Vermögensgegenstände abgedeckt, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen). Hierzu zählen Vermögensgegenstände - im Wesentlichen Wertpapiere des Umlaufvermögens und liquide Mittel - welche im INEOS Pension Trust e.V. im Rahmen eines Contractual-Trust-Arrangements (CTA) treuhänderisch angelegt werden, sowie eine Freistellungsvereinbarung mit der Evonik Pensionskasse. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser Wert wird je nach Art des Deckungsvermögens aus Börsenkursen der Wertpapiere, Nominalwerte der Bankguthaben und Versicherungsmitteilungen der Pensionskasse abgeleitet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen im Sinne von § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Jubiläumsrückstellungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Zinssatzes der letzten sieben Jahre von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) bewertet. Jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,10 % (Vorjahr 3,30 %) wurden zugrunde gelegt. Der Zinsanteil wird im Finanzergebnis berücksichtigt. Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit den konzernintern geltenden Kursen in Euro umgerechnet; die Abweichung zu den amtlichen Kursen zum Bilanzstichtag ist unwesentlich. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr lagen nicht vor. Für Geldbestände und Bankguthaben in fremder Währung gelten vorstehende Angaben sinngemäß. III. Erläuterungen zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. Angaben zu Posten der Bilanz a) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beiliegenden Anlagenspiegel ersichtlich. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen den Gesellschafter (TEUR 43.251). b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von MEUR 10,6 (Vorjahr: MEUR 35,8) sonstige Forderungen und in Höhe von MEUR 35,5 (Vorjahr: MEUR 30,7) den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sie betreffen mit MEUR 44,5 (Vorjahr: MEUR 36,0) den Gesellschafter.
Die Teilnahme am Finanzierungskonzept des Konzerngeschäftsbereichs INEOS Enterprises und der damit verbundene Verkauf ausgewählter Forderungen an die INEOS Enterprises Finance (Ireland) Ltd., Dublin/Irland, bedingt einen Ausweis dieser Forderungen als Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Abschnitt "Außerbilanzielle Geschäfte". c) Eigenkapital Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Ausschüttungen vorgenommen. Die Gesellschaft hat einen Jahresüberschuss erwirtschaftet. d) Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Ein Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen besteht in Höhe von TEUR 5.014 (Vorjahr: TEUR 5.243). Dieser ist bedingt durch Baumaßnahmen an der A43 in der Nähe des Standortes Herne, aus denen sich ein Erstattungsanspruch der Gesellschaft gegen Straßen.NRW ergibt. Die Baumaßnahmen wurden im Dezember 2020 beendet. Seit der Fertigstellung wird dieser Sonderposten analog zur Abschreibung des Anlagegutes aufgelöst. e) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen liegen um TEUR 1.708 (Vorjahr: TEUR 7.124) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die Pensionsverpflichtungen (TEUR 105.683; Vorjahr: TEUR 107.754) und eine Freistellungsforderung zuzüglich Deckungsvermögen (TEUR 18.878; Vorjahr: TEUR 14.141) werden saldiert ausgewiesen. Von den vorhandenen Pensionsverpflichtungen mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 105.683 wurde der Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 18.878 abgesetzt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen zum Bilanzstichtag TEUR 18.382. Der bilanzierte Wert für die Pensionsverpflichtungen beläuft sich somit auf TEUR 86.805. Im Berichtsjahr wurden Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.047 mit Aufwendungen aus Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 421 zusammengefasst. Der Zeitwert des Deckungsvermögens liegt zum Bilanzstichtag mit TEUR 496 über den Anschaffungskosten. In diesem Fall dürfen Gewinne gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe des Gewinns aus Deckungsvermögen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortags mindestens diesem Wert entspricht. f) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen folgende Positionen:
g) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die nicht den Gesellschafter betreffen, umfassen wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Dienstleistungen und Kostenweiterbelastungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern umfassen Verbindlichkeiten aus dem Zukauf von Handelsware und aus Kostenweiterbelastungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 7.070). 2. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung a) Umsatzerlöse Zum 1. Januar 2023 hat die INEOS Solvents SA, Rolle, die Vertriebsaktivitäten für das Exportgeschäft für Lösemittel und damit für alle Verkäufe außerhalb Deutschlands selbst übernommen. Die ISGG betreut seitdem ausschließlich die in Deutschland ansässigen Kunden. Dies führt entsprechend zu einem Umsatzrückgang. Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten ergibt sich aus folgender Darstellung:
47 % des Umsatzes (Vorjahr: 61 %) entfallen auf den Verkauf von chemischen Produkten an konzernfremde Dritte. 7 % (Vorjahr: 9 %) des Umsatzes werden aus dem Verkauf selbsterzeugter Energien generiert. Der Anteil von Dienstleistungen beträgt 46 % (Vorjahr: 30 %), wovon 71 % (Vorjahr: 91 %) konzernintern erbracht wurden. b) Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Mit Ausnahme von periodenfremden Steuern (TEUR 356; Vorjahr: TEUR 34) und Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 1.543; Vorjahr: TEUR 320) lagen wesentliche periodenfremde Aufwendungen und Erträge für 2023 nicht vor. In den Auflösungen von Rückstellungen sind Auflösungen von Rückstellungen für Erlösminderungen in Höhe von TEUR 238 (Vorjahr: TEUR 320) enthalten. c) Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen resultieren aus einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. d) Zinsen aus Aufzinsung von Rückstellungen Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 651 (Vorjahr: TEUR 1.263) werden unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. e) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich zusammen aus TEUR 141 (Vorjahr: TEUR 1.550) Körperschaftsteuer, TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 1.746) Gewerbesteuer sowie TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 85) Solidaritätszuschlag und Kapitalertragsteuer. Ein Ertrag in Höhe von TEUR 138 (Vorjahr: Aufwand von TEUR 34) ist periodenfremd. IV. Sonstige Angaben1. Haftungsverhältnisse Für die Beteiligung an der GPDC German Pipeline Development Company GmbH, Gelsenkirchen, (GPDC) hat die Gesellschaft eine Freistellungserklärung in Höhe von TEUR 1.633 übernommen. Diese Verpflichtung ist nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung durch die GPDC voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. Die ISGG ist ein Garantiegeber für ein besichertes Fremd-Darlehen innerhalb des INEOS-Konzerns, welches im November 2022 neu abgeschlossen wurde und das vorherige Fremd-Darlehen ersetzt hat. Die Gesamtverpflichtung aus diesem Darlehen per 31. Dezember 2023 beläuft sich auf MEUR 1.774,3 (Vorjahr: MEUR 1.406,7). Die Verpflichtung ist besichert über feststehende und schwebende Belastungen der Vermögenswerte der Gesellschaft. Diese Verpflichtung ist nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung durch verbundene Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Vorteile der Pacht- und Leasingverträge sind die gegenüber einem Kauf verminderte Kapitalbindung sowie die für die Zukunft vertraglich feststehenden Aufwendungen. Möglicher Nachteil ist die Verpflichtung zur Pacht- bzw. Leasingzahlung auch bei fehlender betrieblicher Nutzung. 3. Außerbilanzielle Geschäfte Die ISGG ist am 29. August 2019 einem Finanzierungsprogramm der INEOS Enterprises Holdings II Ltd., London/Großbritannien, beigetreten und verkauft seitdem ausgewählte Forderungen mit allen Rechten und Pflichten an die INEOS Enterprises Finance (Ireland) Ltd., Dublin/Irland. Dadurch wird eine Finanzierung bei der INEOS Enterprises Holdings II Ltd., London/Großbritannien, ermöglicht. Die damit besicherte (Fremd-)Kreditlinie beläuft sich auf insgesamt MEUR 250,0 mit einer Fälligkeit im Jahr 2024. Die Inanspruchnahme per 31. Dezember 2023 beträgt MEUR 93,0 (Vorjahr: MEUR 71,9). Bei dem Forderungsverkauf handelt es sich jedoch nicht um eine Vorfinanzierung. Die Zahlungseingänge der verkauften Kundenforderungen bei der INEOS Enterprises Finance (Ireland) Ltd., Dublin/Irland, werden einen Tag später an die ISGG überwiesen. Die Forderungen gegen die INEOS Enterprises Finance (Ireland) Ltd., Dublin/Irland, aus den verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31. Dezember 2023 MEUR 7,6 (Vorjahr: MEUR 29,9). Durch das genannte Finanzierungsprogramm wird die Liquiditätslage innerhalb des INEOS-Konzerns gestärkt. Der Forderungsverkauf führt jedoch zu ergebniswirksamen Finanzierungsgebühren von 0,55 % auf die Summe der verkauften Forderungen. 4. Beteiligung an der GPDC German Pipeline Development Company GmbH (GPDC) Es besteht eine Minderheitsbeteiligung an der GPDC in Höhe von 21 %, welche wegen dauerhafter Wertminderung bereits beim Erwerb zu 100 % wertberichtigt wurde. Die GPDC weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.006 sowie ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 18.590 aus. 5. Mitarbeiter Jahresdurchschnitt der beschäftigten Mitarbeiter der Gesellschaft:
6. Mitglieder der Geschäftsführung Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 sowie bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts von folgenden Geschäftsführern vertreten: Herr Frank Hirschmann, Finance Manager INEOS Solvents, Mülheim an der Ruhr Herr Dr. Gunther Lohmer, Operations Manager INEOS Solvents, Mülheim an der Ruhr Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 7. Gesellschafter Alleinige Gesellschafterin ist seit dem 24. Februar 2014 die INEOS Solvents SA, Rolle (Schweiz). 8. Angaben zum Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für die Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 99). 9. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2015 eingebunden in den Konzernabschluss der INEOS Enterprises Holdings Limited mit Sitz in London (Großbritannien), die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist verfügbar beim Company Secretary, Anchor House, 15 - 19 Britten Street, Chelsea, London, United Kingdom, und wird beim englischen Companies House unter der Nummer 09328837 offengelegt. 10. Effekte aus der globalen Mindestbesteuerung Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar Two") sehen eine Besteuerung der weltweiten Gewinne großer Unternehmen (mit mindestens MEUR 750 Jahresumsatz) mit einem effektiven Steuersatz von mindestens 15 % vor. Technisch umgesetzt wird die globale Mindestbesteuerung über eine Primärergänzungssteuer, eine Sekundärergänzungssteuer sowie eine anerkannte nationale Ergänzungssteuer. Das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG), welches in Deutschland die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung beinhaltet, ist zum Bilanzstichtag bereits in Kraft getreten und grundsätzlich für alle Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Die INEOS Solvents Germany GmbH fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. Die Gesellschaft hat gemeinsam mit der Konzernmuttergesellschaft eine erste Analyse hinsichtlich der steuerlichen Auswirkung aus der globalen Mindestbesteuerungsregelung durchgeführt. Hieraus wurden nur unwesentliche Effekte aus der Entrichtung einer Pillar Two Top-Up Tax identifiziert. 11. Ergebnisverwendung Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Die Bilanz wurde entsprechend aufgestellt. 12. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Muttergesellschaft der ISGG, die INEOS Solvents SA in Rolle/Schweiz, weist in ihrem Jahresabschluss ein negatives Eigenkapital von MCHF -67,4 aus. Die ISGG hat Forderungen an die INEOS Solvents SA in Höhe von MEUR 43,3. Die ISGG hat sich am 8. Mai 2024 bereit erklärt, eine Nachrangigkeitsvereinbarung über einen Teil ihrer Forderungen gegen die INEOS Solvents SA (MCHF 17,2, entspricht MEUR 18,5) auszustellen und im Falle einer Insolvenz - soweit erforderlich - auf diese Forderungen zu verzichten, um höherrangige Forderungen zu bedienen. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung aus heutiger Sicht nicht zu rechnen.
Moers, den 24. Mai 2024 INEOS Solvents Germany GmbH Frank Hirschmann, Geschäftsführer Dr. Gunther Lohmer, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die INEOS Solvents Germany GmbH, Moers Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der INEOS Solvents Germany GmbH, Moers, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INEOS Solvents Germany GmbH, Moers, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt V. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt V. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 24. Mai 2024 Deloitte
GmbH
Marco Feldhoff, Wirtschaftsprüfer Thomas Neu, Wirtschaftsprüfer |
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