KURZ Entsorgung West GmbH
Selbe AdresseBeseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der Abfallbewirtschaftung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Igor Burgardt seit 9.10.2025 | Prokura |
Silas Koch seit 18.3.2025 | Prokura |
Benedikt Kurz seit 6.6.2024 | Prokura |
Martin Breitenberger seit 25.1.2021 | Prokura |
Alexander Bersch seit 9.10.2019 | Prokura |
Stephan Soult seit 9.10.2019 | Prokura |
Peter Kurz seit 9.3.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Peter Gerhard KurzKurz Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kurz Entsorgung GmbHLudwigsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft begann das Geschäftsjahr 2023 mit positiven Erwartungen. Tatsächlich war das Jahr jedoch von einer wirtschaftlichen Stagnation bei weiterhin zwar rückläufiger, aber hoher Inflationsrate gekennzeichnet. Diese sich selbst verstärkende Entwicklung liegt in einer Reihe zusammenhängender Probleme begründet. Mit ausgelöst durch den Ukraine-Konflikt, führten hohe Energiepreise zu geringer Kaufkraft, schlechter Baukonjunktur und geringer Industrieproduktion. Auch die relativ geringe Dynamik der Weltwirtschaft bei starker Konkurrenz führte zu wenig Nachfrage und sogar einem Rückgang im traditionell starken Export. Gleichzeitig mündet das Inflationsgeschehen in deutlich steigende Personalkosten. Hinzu kommen von den Wirtschaftsakteuren und auch Haushalten zunehmend als unzuverlässig empfundene Rahmenbedingungen im Inland. Die in den Vorjahren bestehende Pandemiesituation spielte für die Geschäftstätigkeit 2023 keine wesentliche Rolle mehr. Entsprechend der gesamtwirtschaftlichen Abkühlung hat sich das in den Vorjahren bestehende sogenannte Lieferkettenproblem abgeschwächt. Der Bezug von Investitionsgütern sowie von Bau- und Handwerkerleistungen ist mit Blick auf die Verfügbarkeit spürbar einfacher geworden. Weiterhin langwierig sind jedoch Planungs- und Genehmigungsverfahren, während die Preise auf höchste Niveaus angestiegen sind. Einhergehend mit der allgemeinen Teuerung belastet das in der Folge eingetretene hohe Zinsniveau die Investitions- und Finanzierungstätigkeit der Unternehmen. Eine zusätzliche Unsicherheit ist gegen Ende des Jahres durch den kurzfristigen Ausfall von Fördermitteln infolge des Haushaltsstreits der Bundesregierung während laufender Investitionsprozesse eingetreten. 2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Die Preise für Sekundärrohstoffe lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 insgesamt auf niedrigerem Niveau als im Vorjahr. Der teilweise dramatische Preisverfall für Altpapier und Kunststofffolien hatte zum Ende des Jahres 2022 hineingesetzt, um sich im Lauf des zweiten Quartals 2023 wieder auf einem etwas höherem Niveau, rund 70 % unter dem Durchschnitt vor der Talfahrt, einzupendeln. Der Preis für geschredderte Papier-Akten (vor allem für die Herstellung von Tissue-Papier nachgefragt) ist im Vorjahresvergleich um über 40 % im Mittel gefallen. Die Preise für Stahlschrott waren 2023 weniger volatil, lagen jedoch rund 10 % unter dem Vorjahresmittel. Der Markt für aussortierte Hartkunststoffe blieb schwierig. Um das gesetzlich geforderte Recycling umzusetzen, mussten Zuzahlungen an die Abnehmer geleistet werden. Der erzielbare Preis für Holzhackschnitzel war im Lauf des Vorjahres 2022 kontinuierlich gesunken, um 2023 in einer spiegelbildlichen Entwicklung wieder langsam anzusteigen, bei ungefähr gleichem Jahresmittel. Die Lage auf dem Markt zur thermischen Verwertung (Verbrennung zur Gewinnung von Strom und Wärme) gemischter Abfälle blieb 2023 dagegen weiterhin entspannter als in den Vorjahren, bei nochmals leicht niedrigerem Preisniveau (Kosten) als im Jahr 2022. Vor diesem Hintergrund war die erzielbare Rohertragsmarge aus erhaltenen Entsorgungsentgelten, ausgekehrten Gutschriften für den Ankauf werthaltiger Abfälle, Aufwendungen für nachgelagerte Entsorgungsleistungen sowie Verkaufserlösen für werthaltige Abfälle der deutschen Entsorgungswirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 erheblich unter Druck, dies vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. 3. Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr Die Kurz Entsorgung GmbH ist unverändert an sechs Standorten in den Wirtschaftsregionen Stuttgart, Heilbronn-Franken-Hohenlohe und Karlsruhe-Nordbaden als Entsorgungs- und Recyclingbetrieb mit den Geschäftsbereichen Gewerbeabfallentsorgung, Containerdienst, Kommunalservice sowie Sonderabfallentsorgung tätig und führt darüber hinaus Management- und zentrale Dienstleistungen für die KURZ Gruppe durch. Tochtergesellschaften befassen sich außerdem an vier weiteren Standorten mit dem Betrieb von Sortier- und Behandlungsanlagen für Gewerbe- und Verpackungsabfälle sowie mit der Akten- und Datenträgervernichtung. Mit der neu gegründeten Tochterfirma KURZ Entsorgung West GmbH und der FRASSUR GmbH sowie der KURZ Muldendienst West GmbH ist die Kurz Entsorgung GmbH in der Metropolregion Frankfurt (Rhein-Main-Gebiet) seit der zweiten Jahreshälfte des abgelaufenen Geschäftsjahres im selben Geschäftsfeld tätig. Der Bereich Gewerbeabfallentsorgung/Containerdienst stellt weiterhin die umsatzstärkste Sparte dar. Das Geschäftsjahr ist in der Gewerbeabfallentsorgung angesichts der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und branchenspezifischen Problemen nicht wie geplant verlaufen. Die Zahl der Kundenkontakte und die entsorgte Abfallmenge haben stagniert. Die in den Vorjahren durch Preisanpassungen erhöhten Kundenpreise haben durch den starken Wettbewerb im Mittel leicht nachgegeben, während der Umsatz mit der Vermarktung angekaufter, aussortierter oder veredelter werthaltiger Abfälle (Sekundärrohstoffe) deutlich zurückgegangen ist. Im dritten Quartal bestand durch Ausbleiben der saisonalen Hochkonjunktur im Kundensegment Bau und Handwerk zeitweise eine Überkapazität. Im Endeffekt konnten die durch die jüngsten Entwicklungen hohen Personal- und Betriebskosten noch nicht aufgefangen werden. Der Bereich Kommunalservice (Abfuhr- und Entsorgungsleistungen für öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger sowie Duale Systembetreiber) bildet die zweitgrößte Sparte. Die bestehenden Aufträge, einschließlich des Neugeschäfts, liefen sämtlich konstant. Die Umsatzsteigerungen durch vertragliche Preisanpassungsklauseln sind im erwarteten Umfang eingetreten, während die Treibstoffkosten leicht abgesunken sind. Die hohen Personalkosten haben diese positiven Effekte jedoch weitgehend überdeckt. Im Geschäftsjahr konnten durch die Teilnahme an Ausschreibungen wiederum Verträge für die Folgejahre gewonnen werden. Das Geschäftsjahr 2023 ist für den Bereich Sonderabfall aus operativer Sicht sehr erfolgreich verlaufen. Es konnten deutlich mehr Kunden bedient werden. Sowohl der Umsatz als auch die entsorgte Tonnage haben entsprechend erheblich zugenommen. Das Ergebnis war durch den Abbau von Altbeständen an gefährlichen Abfällen durch Einmalkosten belastet, ohne die der Deckungsbeitrag noch knapp negativ ausgefallen wäre. Das Geschäft mit der Sortierung von Leichtverpackungen aus dem gelben Sack bzw. der gelben Tonne für Duale Systembetreiber verlief 2023 mit geringerer Auslastung und daher geringerem Deckungsbeitrag als im Vorjahr. Es konnten im Geschäftsjahr jedoch deutlich mehr Verträge für das Folgejahr abgeschlossen werden. 4. Ertragslage Die Umsatzerlöse aus dem Entsorgungsgeschäft sind mit 46.233 T€ im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,3 % gestiegen. Das Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) konnte im Berichtsjahr in Relation zur Gesamtleistung auf 62,7% gesteigert werden, da insbesondere geringere Fremdleistungen bezogen worden sind. Absolut war das Rohergebnis um 2.410 T€ höher als im Vorjahreszeitraum. Die Materialaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 1.580 T€ gesunken. Insbesondere die in den Materialaufwendungen enthaltenen Energiekosten und Fremdleistungen für Logistik und Transport sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Die Materialeinsatzquote hat sich insgesamt in Relation zur Gesamtleistung positiv entwickelt. Der Personalaufwand, hat sich durch den im Jahresdurchschnitt um 29 Personen höheren Personalbestand und allg. Lohn- und Gehaltserhöhungen erhöht. Die Personalaufwandsquote in Relation zur Gesamtleistung beträgt 38,3% (Vorjahr: 33,2%). Die weitere Erhöhung des Abschreibungsaufwands auf 3.406 T€ gegenüber 3.161 T€ im Vorjahr ist den vergleichsweise hohen Investitionen in Sachanlagen von rd. 5.265 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr geschuldet. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war vor allem eine Erhöhung der laufenden Kfz-Kosten und der Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen zu verzeichnen. Das Finanzergebnis wird durch die Gewinnabführung des Tochterunternehmens Kurz Recycling GmbH geprägt. Das Ergebnis aus der Gewinnabführung blieb mit 897 T€ hinter dem Vorjahr mit 1.579 T€ zurück. Die Erträge aus sonstigen Beteiligungen blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Finanzergebnis fiel unter Berücksichtigung höherer Zinsaufwendungen mit 687 T€ im Vergleich zum Vorjahr mit 1.521 T€ geringer aus. Insgesamt wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein unter den Erwartungen liegendes Ergebnis erzielt. Das erzielte EBIT (einschließlich Beteiligungserträge) von -1.085 T€ war geringer als im Vorjahr mit 753 T€. Das EBITDA reduzierte sich ebenfalls von 3.913 T€ im Vorjahr auf 2.321 T€ im Berichtsjahr. 5. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich um rund 1.975 T€ auf 26.834 T€ erhöht, hauptsächlich bedingt durch die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen und der einhergehenden Investitionsfinanzierung. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen wird unter anderem die Ergebnisabführung des Tochterunternehmens Kurz Recycling GmbH ausgewiesen, die trotz der erfreulichen Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr geringer ausgefallen ist als im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalsituation ist gegenüber dem Vorjahr stabil und hat sich jedoch durch das im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Ergebnis in absoluter Höhe verschlechtert. Die Eigenkapitalquote verminderte sich auf rd. 9,7 % (Vorjahr rd. 14,9 %). Der operative Cash Flow hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Es konnte ein Zahlungsmittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.746 T€ (Vorjahr: 1.606 T€) erzielt werden. Ein Teil der Investitionsauszahlungen konnte infolge dessen aus dem laufenden Cash-Flow finanziert werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich infolge der Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien und Darlehensinanspruchnahmen erhöht. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist insgesamt als geordnet zu beurteilen. Auch strukturell ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen. Die Fremdkapitalquote ist mit 90,3% im Vergleich zum Vorjahr (85,1%) angestiegen. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Ertragslage für das Geschäftsjahr 2023 entsprach nicht unseren Erwartungen an den Geschäftsverlauf. Negative Ergebnisbeeinflussungen bei der Kurz Entsorgung GmbH konnten nicht im zeitlichen Gleichlauf mit Preiserhöhungen kompensiert werden. Der Ergebnisbeitrag der Kurz Recycling GmbH fiel im Vergleich zum Vorjahr geringer aus. Die Vermögens- und Finanzlage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt zufriedenstellend entwickelt. Bis zur Erstellung des Lageberichts hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage weiter stabilisiert. 7. Finanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die interne Unternehmenssteuerung werden Größen wie Umsatzerlöse, Rohergebnis, EBIT (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Beteiligungserträgen), operativer Cashflow und die Eigenkapitalquote herangezogen. Die Kennzahlen sind im Lagebericht an den entsprechenden Stellen erkennbar bzw. erwähnt. 8. Chancen und Risiken Das Chancen- und Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu gewährleisten. Die Kernbereiche des Risikomanagements bilden die strategische und operative Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen, das interne Kontrollsystem sowie das Risikofrüherkennungssystem. Die Gesellschaft bewegt sich in einem dynamischen Marktumfeld, in dem sich kontinuierlich Chancen eröffnen. Diese systematisch zu erkennen und zu nutzen - und dabei unnötige Risiken zu vermeiden - ist ein wesentlicher Faktor für die nachhaltige Geschäftsentwicklung. Chancen bestehen unverändert durch das sehr breite Leistungsspektrum, die Kundenstruktur mit sehr breiter Risikostreuung, die gute Marktpräsenz sowie die ständige Erweiterung des Vertriebsgebietes. Unverändert besteht auch die Chance auf Realisierung höherer Margen durch Erhöhung der Bearbeitungstiefe bei zusätzlichen Abfallsorten, einhergehend mit dem Mengenwachstum. Risiken bestehen weiterhin durch den starken Wettbewerb in den Bereichen Gewerbeabfallentsorgung und Kommunalservice, die starke Konzentration der Marktbegleiter, die hohe Verkehrsdichte sowie den weiterhin sehr angespannten Arbeitsmarkt und eklatanten Mangel an Berufskraftfahrern. Ausfallrisiken werden durch Bonitätsprüfungen unserer Auftraggeber begrenzt. Überwiegend bestehen langjährige Geschäftsverbindungen mit gut einschätzbarem Risiko. Ein großer Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht gegenüber der öffentlichen Hand. Fremdwährungsrisiken sind nicht vorhanden, da wir ausschließlich im Euro-Raum tätig sind. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen wird durch die Vorhaltung von liquiden Mitteln und durch Darlehens- und Kontokorrentlinien begegnet. Im Unternehmen liegen derzeit keine berichtspflichtigen Einzelrisiken vor, auch aus dem Zusammenwirken von weniger bedeutenden Einzelrisiken sind keine erheblichen negativen Konsequenzen zu befürchten. Es ist sichergestellt, dass zum einen Risiken früh erkannt, bewertet, und zum anderen bei Eintritt eines Risikofalls entsprechende Maßnahmen getroffen werden können. Es sind abschließend derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können. 9. Ausblick Die notwendige Bedingung für die erfolgreiche Leistungserbringung des Unternehmens besteht im Halten bzw. in der Erweiterung des Kundenstamms und der entsprechenden Rahmenverträge. Hinreichende Bedingung ist dazu der konkrete Bedarf an Entsorgungsdienstleistungen respektive ein tatsächliches Aufkommen an Produktions-, Verpackungs- und Haushaltsabfällen im Rahmen dieses Auftragsbestandes. Insofern ist der Ausblick einerseits grundsätzlich geprägt von der verhaltenen Stimmung der deutschen Wirtschaft mit Blick auf Produktion und Konsum. Andererseits konnte der Auftragsbestand zum Zeitpunkt der Berichtsabfassung in den klassischen Geschäftsfeldern des Bereichs Entsorgung und Recycling bereits in erheblichem Umfang erweitert werden. Es werden positive Effekte durch die Ertragsmargen des Neugeschäfts sowie aufgrund der Fixkostendegression erwartet. Wir erwarten im laufenden Geschäftsjahr 2024 ein Umsatzniveau von rd. 49 Mio. EUR bei einem deutlich verbesserten EBIT von rd. 0,2 Mio. EUR (vor Ergebnisabführung). Bei den Personalaufwendungen erwarten wir in Folge allg. Lohn- und Gehaltssteigerungen und der weiteren Personalbestandserhöhung einen etwas höheren Aufwand als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden sich im laufenden Geschäftsjahr umsatzbedingt und in Folge von Preissteigerungen insbesondere bei den umsatzreagiblen Kosten für den Fuhrpark leicht erhöhen. Zur Nutzung der Geschäftschancen sind wiederum Investitionen in Fuhrpark und Anlagentechnik an mehreren Betriebsstandorten geplant. Die Finanzierung der Investitionen ist aus Mitteln des Cashflows und mit Projektfinanzierungsmitteln geplant.
Ludwigsburg, 9. August 2024 Die Geschäftsleitung Gez. Peter Kurz BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Die Firma Kurz Entsorgung GmbH hat ihren Sitz in Ludwigsburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der HRB Nr. 200868 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des Gesellschaftsvertrags und des GmbH-Gesetzes beachtet. Größenabhängige Erleichterungen wurden bei der Erstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch genommen. Soweit Ausweisänderungen vorgenommen wurden, wurden die Vorjahreswerte zur Vergleichbarkeit entsprechend angepasst. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266, 275 Abs. 2 HGB unter Beachtung rechtsformabhängiger Besonderheiten. Die Gesellschaft ist nach den in § 267 HGB bezeichneten Größenklassen eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB und der §§ 268 - 274 a HGB und der Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256 a HGB erstellt. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Im Einzelnen erfolgt die Bewertung grundsätzlich wie folgt: Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, welche nach der betriebsüblichen Nutzungsdauer bemessen werden, angesetzt. Die Zugänge werden unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Von Zugängen wird die Abschreibung zeitanteilig (pro rata temporis) vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden als sofortiger Aufwand ohne Erfassung im Anlageverzeichnis verbucht und Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden zusammengefasst (Pool) aktiviert und unter Berücksichtigung einer Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Finanzanlagen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Liquide Mittel Liquide Mittel und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Rückstellungen Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag und bis zur Jahresabschlusserstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre und Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Pensionsrückstellungen werden mit dem versicherungsmathematischen Barwert nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) angesetzt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungen Für Ausgaben oder Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand oder Ertrag nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden Rechnungsabgrenzungen vorgenommen. Latente Steuern Für zukünftige Steuerbe- oder -entlastungen, durch Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten die sich in der Zukunft ausgleichen werden, werden aktive oder passive latente Steuern angesetzt. Steuerliche Verlustvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern berücksichtigt. C. Angaben zu Posten der Bilanz 1. Aktivseite Die Entwicklung der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibung ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Des Weiteren ist aus dem Anlagespiegel die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der vorgenommenen Abschreibungen ersichtlich. Die erworbenen Geschäfts-/Firmenwerte werden aufgrund langfristiger Kundenbeziehungen über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Die Entwicklung und Gliederung des Finanzanlagevermögens ist unter Angabe der vorgenommenen Abschreibungen aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind nicht abgesichert. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände weisen unverändert Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr auf. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.331.955,13 (Vorjahr EUR 1.491.417,82) und der Anspruch auf die Ergebnisabführung gegen die Kurz Recycling GmbH von EUR 897.140,37 (Vorjahr EUR 1.579.487,95) enthalten. Unter der Position sonstige Vermögensgegenstände sind Forderungen von EUR 168.041,87 (Vorjahr EUR 181.339,70) ausgewiesen, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstanden sind. Für zukünftig entstehende Steuerentlastungen durch Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen wurden unter Berücksichtigung eines Steuersatzes von 29,13 % (Vorjahr 29,13 %) aktive latente Steuern gebildet. Die Position aktive latente Steuern entwickelte sich wie folgt:
Für in den nächsten fünf Geschäftsjahren erwartete Steuerminderungen durch am Abschlussstichtag bestehende steuerliche Verlustvorträge wurden in Höhe der voraussichtlichen Steuerminderungen aktive latente Steuern gebildet. Die Position aktive latente Steuern entwickelte sich wie folgt:
Ein der Höhe der aktiven latenten Steuern entsprechender Betrag des Gewinns oder der frei verfügbaren Rücklagen unterliegt gem. § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre. 2. Passivseite Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 1.600.000,00 und ist voll einbezahlt. Im Bilanzgewinn ist der Jahresfehlbetrag von EUR -1.113.302,73 (Vorjahr Jahresüberschuss EUR 318.415,27) enthalten. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen:
Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte nach der Projected Unit Credit Method (PUC). Als Rechnungszins wurden 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) auf Basis des 10-Jahresdurchschnitts angesetzt und als Sterbetafel kamen die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zum Ansatz. Als Einkommenstrend wurden 0,00 %, als Inflationstrend 0,00 % und als Rententrend 0,00 % berücksichtigt. Unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses von 1,74 % (Vorjahr 1,44 %) auf Basis des 7-Jahresdurchschnitts würde die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen EUR 1.416.144,00 statt EUR 1.395.126,00 betragen. Der Unterschiedsbetrag aus der Anwendung des höheren Zinssatzes beträgt EUR 21.018,00; ein entsprechender Teil des Gewinns sowie der frei verfügbaren Rücklagen ist gem. § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Die Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurde mit dem Zeitwert von EUR 364.446,00 (Vorjahr EUR 329.938,00) des zuzuordnenden Planvermögens gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Die Anschaffungskosten entsprechen dem Zeitwert. Der in der Zuführung zur Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthaltene Zinsanteil EUR 24.685,00 (Vorjahr: EUR 24.169,00) ist in der Gewinn und Verlustrechnung unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" mit ausgewiesen. Der Ertrag aus dem Planvermögen von TEUR 4,7 (Vorjahr TEUR 0,6) wurde gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem Zinsaufwand verrechnet. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere folgende Rückstellungen enthalten:
Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten ist aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 15.750 (Vorjahr: TEUR 13.178) sind durch Sicherungsübereignung von Sachanlagen, durch Grundschulden auf Immobilien verbundener Unternehmen, durch gesamtschuldnerische Mitverpflichtungen von verbundenen Unternehmen und der Gesellschafterin sowie einer selbstschuldnerischen Bürgschaft von TEUR 400 einer nahestehenden Person besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit Ausnahme der nicht einzeln ermittelten Verbindlichkeiten aus Leistungen weitestgehend durch im Einzelnen nicht ermittelte Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 268.839,28 (Vorjahr EUR 233.635,59). D. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Abschlussstichtag bestanden in der Bilanz nicht ausgewiesene Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB durch Mitverpflichtungen für Bankkredite und Leasing-Verpflichtungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 20.945 (Vorjahr TEUR 15.452). Die Vermögens- und Finanzlage der verbundenen Unternehmen und der Gesellschafterin ist geordnet. Die Unternehmen verfügen über positives Eigenkapital, erzielten im abgelaufenen Geschäftsjahr positive Ergebnisse und sind ihren finanziellen Verpflichtungen im abgelaufenen Geschäftsjahr fristgerecht und vollständig nachgekommen. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Unternehmen eine weitere positive Entwicklung ihrer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Aus diesen Gründen ist nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen. Am Abschlussstichtag bestanden folgende in der Bilanz nicht ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen von wesentlicher Bedeutung:
Die Gesellschafterin hat in 2014 auf ein Darlehen von TEUR 500 mit Besserungsschein verzichtet. Das Darlehen lebt in vom Ergebnis abhängigen Teilbeträgen wieder auf, wenn die Gesellschaft Gewinne erzielt und kein Verlustvortrag mehr besteht. Im Geschäftsjahr 2023 lebte das Darlehen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 125) wieder auf. E. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 46.232.767,44 (Vorjahr: EUR 45.212.762,02) verteilen sich nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt (Angaben in TEUR):
In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 39,4 (Vorjahr TEUR 37,2) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten den außerordentlichen Aufwand von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 125) durch das teilweise Wiederaufleben eines Darlehens der Gesellschafterin. Die sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 31,9 (Vorjahr TEUR 15,0). In den Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Zinsaufwendungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5,3 (Vorjahr TEUR 3,6) ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten den Ertrag aus der Zuführung zu aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 434,7 (Vorjahr TEUR 0,2) und den Aufwand aus der Auflösung von aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr TEUR 69,4). F. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Geschäftsführer)
Geschäftsführer Geschäftsführer der Gesellschaft sind:
Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit Vergütungen an Geschäftsführer Die Angabe der Höhe der Vergütungen an Geschäftsführer und ehemalige Geschäftsführer sowie deren Hinterbliebene wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Anteilsbesitz Am Abschlussstichtag hielt die Gesellschaft Anteile an folgenden Gesellschaften:
Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Firma Kurz Holding GmbH mit Sitz in Ludwigsburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB Nr. 206299, einzubeziehen. Die Firma Kurz Holding GmbH, Ludwigsburg, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Firma Kurz Holding GmbH, Ludwigsburg, wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvereinbarung Mit der Kurz Recycling GmbH mit Sitz in Ludwigsburg (Amtsgericht Stuttgart, HRB 104758) wurde am 23.05.2016 mit Wirkung ab 2016 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen und am 14.06.2016 in das Handelsregister eingetragen. Der Vertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und kann mit einer Frist von 6 Monaten zum Ende des Geschäftsjahres gekündigt werden. Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag war am Abschlussstichtag nicht gekündigt. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. Anlage zum Anhang Der Anlagespiegel ist als Anlage beigefügt. G. Unterzeichnung des Jahresabschlusses
Ludwigsburg, 9. August 2024 Gez. Peter Kurz
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.08.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kurz Entsorgung GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kurz Entsorgung GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kurz Entsorgung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 9. August 2024 HWS
GmbH & Co. KG
Gez. Martin Helmich, Wirtschaftsprüfer Gez. Robert Voith, Wirtschaftsprüfer |
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