Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 14283
Eingetragen
28.11.2014
Branche
Wassergewinnung mit Fremdbezug zur VerteilungWassergewinnung ohne Fremdbezug zur VerteilungBetrieb von Kläranlagen
Gegenstand
Sichere und wirtschaftliche Versorgung der Allgemeinheit mit Wasser in der Stadt Minden sowie damit einhergehend die Erbringung von Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Brinkmann
seit 9.3.2026
Geschäftsführer
Prokura
Matthias Partetzke
seit 27.3.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Stadt Minden
51.00%
49.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mindener Wasser GmbH

Minden

Jahresabschluss 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 474.635,00 482.849,00
II. Sachanlagen 25.752.340,41 25.171.320,60
III. Finanzanlagen 50,00 50,00
26.227.025,41 25.654.219,60
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 186.681,59 201.819,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.620.548,92 4.388.514,13
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 805.886,06 2.928.777,10
7.613.116,57 7.519.110,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.697,06 64.208,45
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 42.565,00 1.028,18
33.929.404,04 33.238.566,69

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 8.706.363,42 8.456.363,42
9.206.363,42 8.956.363,42
B. Sonderposten für Zuschüsse Dritter 2.772.020,34 2.758.560,06
C. Rückstellungen 1.438.165,00 1.405.127,10
D. Verbindlichkeiten 20.512.855,28 20.118.516,11
33.929.404,04 33.238.566,69

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Angaben zur Form und Darstellung der Bilanz

Die Mindener Wasser GmbH hat ihren Sitz in Minden und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Oeynhausen (HRB 14283).

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 1 HGB eine kleine Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss ist gemäß § 13 des Gesellschaftsvertrags nach den gesetzlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt worden. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt worden.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gliederung der Bilanz gemäß § 266 HGB ist auf der Aktivseite um die Posten "Forderungen gegen Gesellschafter" und auf der Passivseite um die Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern", "Sonderposten für Zuschüsse Dritter" sowie "Empfangene Ertragszuschüsse" ergänzt worden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr unverändert angewendet.

II. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten und das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der entsprechenden planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Von dem Wahlrecht einer Aktivierung direkt der Herstellung eines Vermögensgegenstandes zurechenbarer Fremdkapitalkosten wird kein Gebrauch gemacht. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear unter Zugrundelegung branchenüblicher Nutzungsdauern bzw. den Vorgaben der steuerlichen Abschreibungstabellen. Bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens mit einem Wert zwischen € 250,01 und € 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis € 250,00 werden im Jahr der Anschaffung voll aufwandswirksam.

Die Pflichteinzahlung zum Beitritt in die Volksbank Herford-Mindener Land eG wird in den Finanzanlagen ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die Bewertung erfolgt zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt die erfahrungsgemäßen Risiken aus diesen Forderungen. Für Forderungen, die zweifelhaft sind, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die Bankguthaben und das Eigenkapital werden mit dem Nennwert bilanziert.

Bei den Sonderposten für Zuschüsse Dritter handelt es sich im Wesentlichen um von Kunden ab dem 31. Dezember 2002 vereinnahmte Kostenbeiträge und Baukostenzuschüsse für den Wasserhausanschluss. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter zu Gunsten der Umsatzerlöse.

Durch die Zusatzversorgung der Arbeitnehmer, die durch die Folgesicherungslösung mit der Helaba Pension Trust e. V. abgesichert sind, besteht eine unmittelbare Pensionsverpflichtung bei der Mindener Wasser GmbH zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 1.060 (Vj. T€ 1.026). Das saldierungspflichtige Deckungsvermögen wurde gem. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 1.103 (Vj. T€ 867). Nach der Saldierung (-T€ 43, Vj. T€ 159) ist der Betrag auf der Aktivseite unter aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung auszuweisen.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Project Unit Credit-Method) unter Berücksichtigung einer Anwartschafts- bzw. Rentendynamik von jeweils 1,75 % p. a. sowie erwarteter Gehaltssteigerungen von unverändert 2,5 % p. a. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der deutschen Bundesbank veröffentlichen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz betrug in 2023 1,83 %. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 54 (Vj. T€ 276).

Für die bis zum 30. Juni 2015 bestehenden Verpflichtungen für Altersversorgungsverpflichtungen (T€ 2.510; Vj. T€ 2.419) besteht ein Freistellungsanspruch aufgrund des Schuldbeitritts durch die Westfalen Weser Netz GmbH. Die Bewertung des Freistellungsanspruches erfolgte mit Anwartschaftsbarwert gemäß Projected Unit Credit Verfahren mit dem für die Handelsbilanzrückstellung maßgeblichen Rechnungszinssatz. Der verrechnete Wertansatz des Freistellungsanspruches beträgt T€ 1.490 (Vj. T€ 1.473).

Bei den Rückstellungen sind alle ungewissen Verbindlichkeiten und sonstigen bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken mit dem Erfüllungsbetrag berücksichtigt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Eine Abzinsung erfolgte ausschließlich bei Rückstellungen die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Die Rückstellungen für Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Diese sind mit der Einkommensdynamik von 2,5 % und einen Rechnungszinssatz von 1,76 % bewertet worden.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

2. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagengitter (Anlage zum Anhang) hervor.

Die wesentlichen Zugänge sind in 2023 die Investitionen in den Neubau eines Brunnens sowie die Netzsanierungen Alte Fürth, Schmiedeweg und Bierpohlweg.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus der Jahresabrechnung der Tarifkunden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Mindener Stadtwerke GmbH. Diese resultieren aus den Jahresabrechnungen für Wasser sowie aus Weiterberechnungen.

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin Mindener Holding GmbH resultieren aus der Weiterberechnung der Kapitalertragsteuer.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Erstattungen für Umsatzsteuer sowie das Vorsteuerwartekonto.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Vorauszahlungen für Lizenzen ausgewiesen. Diese werden aufwandswirksam über acht Jahre aufgelöst.

Das gezeichnete Kapital wird zu 100 % von der Mindener Holding GmbH gehalten. Die Mindener Holding GmbH hat in 2023 T€ 250 in die Kapitalrücklage eingezahlt.

Bei den Sonderposten für Zuschüsse Dritter stehen den planmäßigen Auflösungen von T€ 115 neue Zuschüsse von insgesamt T€ 128 gegenüber.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten vor allem Rückstellungen für krisenbedingte Mehrkosten sowie Kosten infolge des Hochwassers im Dezember 2023.

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

gesamt bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Kreditinstitute 15.796 834 14.962 11.624
Vorjahr 16.630 834 15.796 12.458
Lieferungen und Leistungen 611 611 0 0
Vorjahr 259 259 0 0
Verbundene Unternehmen 1.856 1.856 0 0
Vorjahr 1.025 1025 0 0
Gesellschafter 1.326 1.326 0 0
Vorjahr 1.387 1.387 0 0
sonstige 924 924 0 0
Vorjahr 817 817 0 0
20.513 5.551 14.962 11.624
Vorjahr 20.118 4.322 15.796 12.458

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Wesentlichen Abrechnungen von Investitionen.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden wie im Vorjahr hauptsächlich die Verbrauchsabrechnungen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren im Wesentlichen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Mindener Holding GmbH.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen u. a. Kundenguthaben aus der Verbrauchsabrechnung.

III. Ergänzende Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der gesamtschuldnerischen Haftung von Pensionsverpflichtungen bestehen zum 31. Dezember 2023 gem. §§ 251, 268 Abs. 7 HGB Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.490, die den im Innenverhältnis bestimmten Teil der Verpflichtung übersteigen.

Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 30.

Für 2024 sind Investitionen in Höhe von T€ 3.798 genehmigt worden.

2. Honorar des Abschlussprüfers

Für Abschlussprüfungsleistungen im Geschäftsjahr 2023 sind Honorare in Höhe von T€ 11 erfasst worden.

3. Angaben nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz

Im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG übt die MW folgende Tätigkeiten aus:

Gasverteilung

Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors

Unter der Tätigkeit Gasverteilung werden energiespezifische Dienstleistungen an verbundene Netzbetreiber ausgewiesen.

Die buchhalterische Entflechtung der Tätigkeitsbereiche gem. § 6b EnWG in der internen Rechnungslegung ist unter Einbeziehung getrennter Konten und Kostenstellen Rechnung getragen worden.

Die Zuordnung der in der Tätigkeits- Bilanz bzw. Tätigkeits- Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Werte erfolgte nach Möglichkeit direkt. Notwendige Verteilungen wurden mittels sachgerechter Umlageschlüssel vorgenommen.

Der Tätigkeitsabschluss der Gasverteilung besteht aus der Tätigkeits-Bilanz sowie Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnung.

Im Bereich der Gasverteilung haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Mindener Wasser tätigt gem. § 6 Abs. 2 EnWG Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen in Form von Personalgestellungen. Hieraus ergaben sich Erlöse in Höhe von T€ 202.

4. Organe der Gesellschaft

Hauptberuflicher Geschäftsführer Herr Christoph Meyer (M. Sc.). Er hat keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Gesellschafter

Mindener Holding GmbH, Minden (100 %)

Konzernzugehörigkeit

Die Mindener Wasser GmbH wird als Tochterunternehmen der Mindener Holding GmbH, Minden, einbezogen. Die Mindener Holding GmbH ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Darüber hinaus wird die Mindener Wasser GmbH in den Konzernabschluss der MEW Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, Minden, einbezogen. Die MEW ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Michael Buhre (Diplomverwaltungswirt, Vorsitzender des Aufsichtsrates)
Susanne Treptow (Geschäftsführerin Stadtwerke Hameln Weserbergland GmbH, stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates)
Andreas Friebe (Elektroingenieur)
Thomas Jozefiak (Berufssoldat)
Michael Jäcke (Bürgermeister)
Reinhard Pieper (Berufsschullehrer)
Christian Riepe (Abteilungsleiter Verkaufsabteilung)
Natalie Schäfer (Sachgebietsleiterin Marketing und Kommunikation)
Philipp Segler (Industriekaufmann)
Ulrich Stadtmann (Diplom-Politologe)
Tim Corinth (Kaufmännischer Leiter)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr Bezüge i. H. v. T€ 17 von der Gesellschaft.

5. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Minden, 31. März 2024

Christoph Meyer
Geschäftsführer

Nachrichten & Medien

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