Stammdaten

Register
Amtsgericht Bielefeld HRB 38000
Eingetragen
30.12.2003
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit FlachglasHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gegenstand
Herstellung von Flachdächern und Ausführung von Flachdach-Isolierungsarbeiten jeglicher Art sowie alle damit in Verbindung stehenden Arbeiten und die Vermittlung solcher Arbeiten. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Unternehmen zu gründen, zu erwerben, sich an solchen Unternehmen zu beteiligen sowie Zweigniederlassungen oder Tochtergesellschaften im In- und Ausland zu errichten. Sie ist außerdem im Einzelfall berechtigt, Geschäfte anderer Art durchzuführen als auch die Stellung einer persönlich haftenden Gesellschafterin in Personengesellschaften zu übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Kleinebekel
seit 30.12.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sven Kleinebekel
Bielefeld
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SK-Flachdach GmbH

Bielefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die SK-Flachdach GmbH ist ein bundesweit tätiges mittelständisches Familienunternehmen, das sich auf die Erstellung und Abdichtung von industriellen Flachdächern spezialisiert hat. Im Geschäftsjahr 2023 war die SK-Flachdach GmbH an knapp 90 Projekten für namhafte Kunden beteiligt. Dabei wurden Flachdächer in einer Größe von bis zu 100.000 m 2 pro Einzelprojekt erstellt. Die Leistungen wurden sowohl mit dem eigenen Personal wie auch durch Subunternehmer erbracht.

Für die einzelnen Projekte besteht die Leistung der SK-Flachdach GmbH in der Angebotserstellung, der Arbeitsvorbereitung, der Baubetreuung und -ausführung. Darüber hinaus werden regelmäßige Wartungsarbeiten angeboten und ausgeführt.

Im Vordergrund der Projekte steht für das Unternehmen stets eine hohe Flexibilität, Qualität, Termintreue und ein konsequentes Preismanagement. Darüber hinaus wird durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse und durch Schulung der Mitarbeiter versucht, die Effektivität und Qualität der durchgeführten Arbeiten stetig zu verbessern.

Das Unternehmen hat seinen Stammsitz in Bielefeld. Weitere Niederlassungen bestehen nicht.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 zeigte die deutsche Wirtschaft Anzeichen einer Stabilisierung nach den Herausforderungen der vorhergehenden Jahre, die durch die COVID-19-Pandemie und geopolitische Spannungen, insbesondere den Ukraine-Konflikt, geprägt waren. Die Inflationsrate blieb ein zentrales Thema, wobei sie sich im Vergleich zu den Höchstständen von 2022 allmählich stabilisierte. Die daraus resultierenden und weiterhin bestehenden hohen Materialkosten im Bereich der Baubranche sorgte dafür, dass die Margen der Bauprojekte erheblich angepasst werden mussten. Projekte wurden zunehmend teurer, Starttermine verzögerten sich oder mussten sogar gestoppt werden.

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank zielte darauf ab, die Inflation zu kontrollieren, was zu einer moderaten Zinsanhebung führte. Die hohe Zinsbelastung zwang die Unternehmen zu einer Anpassung der Finanzierungskosten von Bauprojekten. Dies sorgte für eine vorsichtige Investitionsbereitschaft seitens der Unternehmen. Auf der anderen Seite stieg das Bruttoinlandsprodukt moderat an und führte zu einer Steigerung der Nachfrage im Bereich der Wohn- und Infrastruktur.

Der Fachkräftemangel sorgte auch in diesem Jahr für eine starke Investitionsentscheidung der Unternehmen. Weiterhin beeinträchtigte der Mangel im Bereich der Baubranche die Kapazitäten und die Effizienz stark. Unternehmen müssen weiterhin nach kreativen Lösungen für die Gewinnung neuer qualifizierter Mitarbeiter suchen. Die Firmen sind durch den Fachkräftemangel dazu gezwungen, im Bereich der Personalkosten wie z.B. in Weiterbildungsmaßnahmen mehr zu investieren, um bereits bestehendes Personal zu binden und als Fachkraft weiterzubilden. Um der hohen Auftragslage gerecht zu werden wird auch in diesem Jahr auf die Zusammenarbeit von Nachunternehmern gesetzt.

Geschäftsverlauf

Im Berichtsjahr 2023 wurde der Bilanzansatz der erhaltenen Anzahlungen, die offen vom Posten "Vorräte" abgesetzt werden, korrigiert und dieser Abzugsbetrag höher angesetzt. In diesem Zusammenhang werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 4,2 Mio. € ausgewiesen. Die Ertragslage der Gesellschaft ist mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 3,5 Mio. € (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 1,8 Mio. €) nicht positiv. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich somit ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 3,2 Mio. € (Vorjahr: positives Eigenkapital in Höhe von 0,3 Mio. €).

Aufgrund des negativen Eigenkapitals wurde entschieden einen externen Berater für die Beurteilung einer Fortführungsprognose im Konzept eines Sanierungsprogrammes hinzuzuziehen. Der alleinige Gesellschafter hat sich mit Datum vom 5. Dezember 2024 mit einer harten Patronatserklärung dazu verpflichtet, ab dem Zeitpunkt der Erklärung, an die Gesellschaft eine Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt 3,6 Mio. € zu erbringen, so dass im Ergebnis das negative Eigenkapital bereinigt werden kann und der Gesellschaft zugleich auch das eingetragene Stammkapital in Höhe von 0,1 Mio. € wieder zur Verfügung steht. Bis zum Zeitpunkt dieses Lageberichtes hat der Gesellschafter eine Einlage i.H.v. 2.1 Mio. EUR bezogen auf die Patronatserklärung im 1. Quartal 2025 getätigt. Die restliche Summe in Höhe von 1,5 Mio. EUR wird im Laufe des Jahres 2025 erfolgen, um das negative Eigenkapital komplett zu decken. Des Weiteren wurde die Fortführungsprognose über den weiteren Verlauf der SK-Flachdach GmbH für die nächsten 4 Jahre vorgenommen und ausgewertet. In der Aussage zur Sanierungsfähigkeit für die Firma SK-Flachdach GmbH kommt der externe Berater zu der abschließenden Einschätzung, dass die SK-Flachdach GmbH aufgrund der im Sanierungskonzept beschriebenen Sachverhalte, Erkenntnisse, Maßnahmen und plausiblen Annahmen bei objektiver Betrachtung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit saniert werden kann.

Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Gesellschaft ihren finanziellen Verpflichtungen auch in Zukunft jederzeit fristgerecht nachkommen kann.

Die wirtschaftliche Entwicklung der SK-Flachdach GmbH ist trotz der wirtschaftlich bedingten Hindernisse sowie ohne Berücksichtigung der oben genannten internen Anpassungen im Vergleich zum GJ 2022 insgesamt positiv verlaufen. Die Firma konnte im Bereich des Rohergebnisses eine Erhöhung um EUR 3,5 Mio. € auf 5,6 Mio. € erzielen.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben die Firma SK-Flachdach GmbH in mehreren Bereichen getroffen. Die erwartete Gesamtleistung konnte aufgrund von fehlenden Baugenehmigungen und teilweise auch kundenseitiger Fehlinvestitionen nicht komplett erreicht werden. Es wurden Bauaufträge in Höhe von 2,5 Mio. € nicht in 2023 realisiert. Trotzdem konnte eine Steigerung der Gesamtleistung erreicht werden

Aufgrund von attraktiveren Preiskonditionen zwischen dem Lieferanten und der SK-Flachdach GmbH sowie durch die auf dem Markt besser koordinierte Materialverfügbarkeit konnten die Kosten des Materials gesenkt werden. Des Weiteren musste der Lagerbestand aufgrund von Materialknappheit nicht drastisch erhöht und konnte wie in den vergangenen Jahren auf die normale Bestandgröße minimiert werden.

Die Lohnkosten sind im Vergleich zum GJ 2022 um 2% gestiegen. Durch die Entscheidung der SK-Flachdach GmbH mit nur ausgewählten Subunternehmern zu arbeiten, die in einer langfristigen Zusammenarbeit zu der Firma stehen, wurde der Einsatz reduziert (Verringerung um 9%). Im Vorjahr hatten von den Subunternehmern nicht erfüllte Qualitäts- und Terminvorgaben bei betroffenen Bauprojekten zu wesentlichen Mehraufwendungen für Nachbesserungen sowie zu Konventionalstrafen und somit zu einem Mehraufwand geführt, die so im Geschäftsjahr 2023 nicht angefallen sind. Des Weiteren wurden diverse Anpassungen im Bezug auf den Stundenlohn als Lösung für den Erhalt der Motivation angepasst.

Durch die Erhöhung und Anpassung von diversen Kosten sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (vor Berücksichtigung der periodenfremden Aufwendungen) in 2023 um 13% gestiegen. Zum Kostenzuwachs trugen insbesondere die Erhöhung der Beiträge für verschiedene Versicherungen, durch den erhöhten Einsatz von eigenen gewerblichen Mitarbeitern, die Übernachtungskosten als auch die Erhöhung der monatlichen Leasingraten für den Fuhrpark bei.

Durch den verringerten Einsatz von Subunternehmern konnten die Gewährleistungskosten deutlich reduziert werden.

Der Zinsaufwand hat sich um 0,2 Mio. € auf 0,4 Mio. € erhöht.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €) Erträge aus der Zuführung zu den aktiven latenten Steuern.

Die Bilanzsumme verringerte sich insgesamt um knapp 1,3 Mio. €. Ohne Berücksichtigung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags in Höhe von 3,1 Mio. € ergibt sich eine Verringerung um 4,4 Mio. Zum einen wurden die Forderungen drastisch gesenkt, aufgrund von effizienterer Anpassung im Bereich des Mahnwesens und der kontinuierlichen Überprüfung bzgl. der Einhaltung von fristgerechten Zahlungskonditionen. Des Weiteren wurden die Baustellen zum Ende des GJ 2023 im Vergleich zum GJ 2022 effektiver abgebaut. Zudem haben die korrigierten erhaltenen Anzahlungen zu der Verringerung der Vorräte um 4,0 Mio. € beigetragen.

Aufgrund des Jahresfehlbetrags wird wie oben beschrieben zum Bilanzstichtag ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag ausgewiesen.

Auf der Passivseite haben sich insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,7 Mio. € auf 3,2 Mio. € verringert.

3. Umweltschutz

Die SK-Flachdach GmbH hat sich auch weiterhin der Verantwortung im Bereich der Umwelt gegenüber verpflichtet, eingesetzte Materialien umweltfreundlich zu verwenden und zu entsorgen. Die Mitarbeiter erhalten externe und interne Schulungen nachhaltige Prozesse in die Arbeitsabläufe zu integrieren sowie moderne und innovative Technologien einzusetzen. Die Anforderungen an die Bau- und Handwerksfirmen sind auch im GJ 2023 hoch; alle verwendeten sowie entsorgenden Materialien sind zusammenzustellen und zu dokumentieren. Alle Verträge werden hier mit einer Klausel versehen dieser Verpflichtung nachzukommen.

4. Chancen- und Risikobericht

Die Firma SK-Flachdach GmbH rechnet aufgrund des dynamischen Marktumfeldes mit folgenden Chancen und Risiken:

Chancen:

1. Die Auftragslage war in dem GJ 2023 erfolgreich. Es wurden alle angenommenen Aufträge erfolgreich bearbeitet. Die Deckungsbeiträge der einzelnen Bauobjekte konnten aufgrund des Einsatzes von eigenen Mitarbeitern als auch durch den Einsatz von ausgewählten Subunternehmern positiv erreicht werden. Die Menge an Schäden, aufgrund von Qualitätsmängel durch Subunternehmer verursacht, und Gewährleistungsarbeiten sind stark minimiert worden. Durch eine verstärkte Kontrolle der Bauleitung seitens der SK-Flachdach GmbH konnten entstehende Baufehler von Subunternehmer verhindert werden und auch dadurch die Kommunikation zwischen der Bauleitung und Gewerken und von eigenen Vorarbeitern sowie Bauleitern verbessert werden.

2. Die Kalkulationen der einzelnen Baustellen im Bereich des Materials, der Lohn- und Fremdkosten sowie von sonstigen eingesetzten Kosten wurden effizienter angepasst. Es wurden in den Verhandlungen zwischen der SK-Flachdach GmbH und von langfristigen Stammlieferanten bessere Preis- und Skontokonditionen ausgehandelt. Auch Bonusvereinbarungen aufgrund von einer Mindestabnahme von Materialen wurden für die SK-Flachdach GmbH positiv angepasst. Auf der Kundenseite wurden ebenfalls diverse Skontoverhandlungen sowie Zahlungsmodalitäten angepasst.

3. Durch die fortlaufende Entwicklung von Technologien im Bereich der Dachkonstruktionen und des umweltfreundlichen als auch effizienten Einsatzes von Materialien kann die Wettbewerbsfähigkeit der SK-Flachdach GmbH gesteigert werden. Durch die Investitionen in die Entwicklung von eigenen Mitarbeitern kann die Nachfrage auf dem Markt langfristig aufrechterhalten bleiben.

4. Durch die Erhöhung von Personalkosten im Bereich von Weiterbildungsmaßnahmen können bereits vorhandene gewerbliche Mitarbeiter zu Vorarbeitern ausgebildet werden. Dem Kampf des Fachkräftemangels kann dadurch kurzfristig entgegengewirkt werden.

Risiken:

1. Auch zukünftig werden Baufirmen verstärkt mit hohen Rohstoffpreisen sowie Lieferengpässen zu kämpfen haben. Die SK-Flachdach GmbH konnte im GJ 2023 gute Einkaufspreise verhandeln, dennoch blieben die Kosten weiterhin hoch und konnten nur teilweise in den Bauaufträgen weiterberechnet werden. Demnach wird die Gewinnmarge weiterhin eng kalkuliert werden.

2. Die Menge an geplanten Bauobjekten soll seitens der SK-Flachdach GmbH auch weiterhin termingerecht eingehalten und mit einer hohen Qualität von Flachdacharbeiten seitens eigener als auch von fremden Mitarbeitern ausgeführt werden. Jedoch sorgte die konjunkturelle Schwankung auch in 2023 dafür, dass Gewerke terminiert vertraglich vereinbarte Bauobjekte sich teilweise um mehrere Monate verschoben haben und/ oder im schlimmsten Fall der Baustart abgesagt wurde. Daher konnte die SK-Flachdach GmbH im GJ 2023 eine Leistung von ca. 2.5 Mio. € nicht realisieren.

3. Wie in den Jahren zuvor stellt der Fachkräftemangel in der Bau- und Handwerksbranche eine große Herausforderung dar. Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte ist intensiv. Auch die SK-Flachdach GmbH muss stetig nach Lösungen und Ideen für die Gewinnung neuer Mitarbeiter sorgen. Bereits bestehende Mitarbeiter müssen durch eingesetzte Benifits an das Unternehmen gebunden werden. Auch Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen sorgen für eine langfristige Bindung an das Unternehmen. Solche Maßnahmen sorgen für immer wachsende Personalkosten.

4. Durch die Erhöhung von Zinsen der EZB, durch die Entstehung von Konflikten in der Welt, durch Fortführung von Kriegen und Pandemien entstehen starke Einflüsse auf die Marktsituation und dadurch auch auf die Investitionen von Gewerken. Auch in 2023 ist die Insolvenzstatistik stark gestiegen. Dadurch entstehen sowohl Einbrüche von Aufträgen als auch folglich von Forderungsausfällen.

Die SK-Flachdach GmbH beobachtet ständig die genannten Chancen und Risiken und versucht durch ein Höchstmaß an Flexibilität auf mögliche Einflüsse auf das Unternehmen zu reagieren.

5. Prognosebericht

Insgesamt schaut die Geschäftsführung der SK-Flachdach GmbH (vor Berücksichtigung des Sondereffektes bei den erhaltenen Anzahlungen bzw. den periodenfremden Aufwendungen) positiv in das Jahr 2023 zurück. Insgesamt wurden alle Ziele und Chancen, die sich die Firma gesetzt hatte, erfolgreich umgesetzt und erzielt. Nur durch die Anpassung im Bereich der periodenfremden Aufwendungen wurde ein Fehlbetrag ausgewiesen und hatte somit keinen direkten Einfluss auf das Tagesgeschäft der Firma SK-Flachdach GmbH. Die Einlage durch den Geschäftsführer soll dafür sorgen, dass eine Unterdeckung der Liquidität zu keinem Zeitpunkt eintritt. Des Weiteren soll die Einlage für die Fortführung der Gesellschaft und die Deckung des Fehlbetrags sorgen. Die Firma SK-Flachdach GmbH setzt sich langfristig das Ziel, die Eigenkapitalentwicklung stabil zu halten und kontinuierlich auszubauen.

Die Kapazitäten und die Auftragslage wurden positiv umgesetzt und es fanden kaum Nacharbeiten in Form von Gewährleistungsansprüchen statt. Dies spiegelt im gleichen Zuge die Arbeitsqualität und der Zuverlässigkeit, für was die Firma SK-Flachdach GmbH ihren USP (Markenpositionierung) gesetzt hat, wider.

Im Lagebericht des Vorjahres war für 2023 noch von einer Rohertragsmarge von über 15 % und von einem Jahresergebnis vor Steuern von TEUR 276 ausgegangen. In 2023 wurde die Prognose bei der Rohertragsmarge erreicht. Aufgrund der oben beschriebenen Effekte wurde aber ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.490 realisiert.

Für 2024 wurde von einer leichten Verbesserung der Rohertragsmarge und des Jahresergebnisses ausgegangen. Nach den vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 schließt das Geschäftsjahr mit einem leicht geringeren Rohergebnis und einem leicht positiven Jahresüberschuss ab.

Mittelfristig betrachtet geht die Geschäftsführung in das GJ 2025 von einer gleichbleibenden Auftragslage aus. Durch die Anpassung und Einsparung von diversen Kosten kann hier für das GJ 2025 ein leicht positiveres Ergebnis erzielt werden. Ebenfalls wird durch den Einsatz eines Krisenwarnsystems und der stetigen Kontrolle des Kostenmanagements eine Unterdeckung der Liquidität entgegengesteuert sowie eine Erhöhung der Marge vorgenommen werden.

 

Bielefeld, den 1. April 2025

gez. Sven Kleinebekel, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 80.305,15 94.637,67
I. Sachanlagen 80.305,15 94.637,67
1. technische Anlagen und Maschinen 18.738,15 20.194,67
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.567,00 74.443,00
B. Umlaufvermögen 3.851.291,21 8.446.675,00
I. Vorräte 2.221.890,43 6.190.268,15
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.866.355,57 7.992.024,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.588.130,07 2.219.030,42
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 41.270,71 37.376,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.036,17 34.837,52
D. Aktive latente Steuern 950.000,00 750.204,40
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.149.852,74
Summe Aktiva 8.060.485,27 9.326.354,59

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 340.416,35
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 240.416,35 2.010.706,95
III. Jahresfehlbetrag 3.490.269,09 1.770.290,60
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 3.149.852,74
B. Rückstellungen 481.219,94 241.536,91
C. Verbindlichkeiten 7.579.265,33 8.744.401,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.605.687,82 3.440.551,44
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.605.687,82 3.046.801,44
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 393.750,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 250.000,00 100.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 250.000,00 100.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.723.577,51 5.203.849,89
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.723.577,51 5.203.849,89
Summe Passiva 8.060.485,27 9.326.354,59

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.619.728,13 2.128.815,30
2. Personalaufwand 3.277.293,52 3.215.539,43
a) Löhne und Gehälter 2.520.189,64 2.443.677,63
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 757.103,88 771.861,80
davon für Altersversorgung 26.778,83 32.219,40
3. Abschreibungen 27.264,11 26.750,64
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 27.264,11 26.750,64
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.585.305,27 1.251.044,56
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 457,17 83,45
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 419.512,76 257.249,93
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -201.781,27 -856.115,21
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 199.795,60 750.204,40
8. Ergebnis nach Steuern -3.487.409,09 -1.765.570,60
9. sonstige Steuern 2.860,00 4.720,00
10. Jahresfehlbetrag 3.490.269,09 1.770.290,60

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die SK-Flachdach GmbH hat ihren Sitz in Bielefeld. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter HR B 38000 eingetragen.

Der Jahresabschluss der SK-Flachdach GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 242 ff. des HGB und des GmbH-Gesetzes und unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Gemäß § 267 Abs. 4 HGB treten die Rechtsfolgen der Merkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft noch nicht ein.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Größenabhängige Erleichterungen und Befreiungen von Angabepflichten nach dem Handelsgesetzbuch wurden bei der Aufstellung des Anhangs in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Die Aufstellungserleichterung nach § 276 Satz 1 HGB wurde in Anspruch genommen.

II. Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die einzeln oder insgesamt bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit haben können

Aufgrund einer im Geschäftsjahr 2023 vorgenommenen Korrektur des Bilanzansatzes der erhaltenen Anzahlungen, die offen vom Posten "Vorräte" abgesetzt werden, wird dieser Abzugsbetrag höher angesetzt. Im Berichtsjahr 2023 werden in diesem Zusammenhang unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 4.178.386,47 ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2023 wird ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3.490.269,09 (Vorjahr: EUR 1.770.290,60) ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich somit ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 3.149.852,74 (Vorjahr: positives Eigenkapital in Höhe von EUR 340.416,35).

Der alleinige Gesellschafter hat sich mit Datum vom 5. Dezember 2024 mit einer harten Patronatserklärung dazu verpflichtet, ab dem Zeitpunkt der Erklärung, an die Gesellschaft eine Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt EUR 3.600.000,00 zu erbringen, so dass im Ergebnis das negative Eigenkapital bereinigt werden kann und der Gesellschaft zugleich auch das eingetragene Stammkapital in Höhe von EUR 100.000,00 wieder zur Verfügung steht. Mit Datum vom 7. Januar 2025 bzw. 1. April 2025 wurden EUR 2.100.000,00 in die Kapitalrücklage eingezahlt.

Wir verweisen hierzu, und zu der Annahme, dass wir weiterhin von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgehen, auf unsere Erläuterungen im Lagebericht.

III. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1, 266 ff. HGB).

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode und grundsätzlich zeitanteilig. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den wirtschaftlichen Nutzungsdauern. Die Anwendung der amtlichen AfA Tabellen bildet nach Auffassung der Geschäftsführung den tatsächlichen Werteverzehr ab. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis EUR 250,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Geschäftsjahr sofort als Aufwand erfasst. Für Vermögensgegenstände mit einem Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird gemäß § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, der über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet worden.

Die unfertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten angesetzt worden. In die Herstellungskosten wurden Material- und Fertigungseinzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Die unfertigen Erzeugnisse wurden verlustfrei bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert bzw. mit den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken aktiviert. Pauschalwertberichtigungen wurden in Höhe von 1 % des nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestandes vorgenommen.

Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. mit den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenguthaben sind zum Nennwert angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten stellt einen Posten im Sinne des § 250 Abs. 1 HGB dar, der Aufwand der Folgejahre wird.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern, die mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt wurden.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgte unverändert zum Vorjahr.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist, unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres, in der Anlage im Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktive Latente Steuern

Für den im Geschäftsjahr und im Vorjahr eingetretenen Verlust der Gesellschaft wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 950 aktiviert. Bei der Bewertung der latenten Steuer wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.

In Höhe dieses Betrages besteht nach § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 100.000,00 ist voll eingezahlt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 250 und resultieren aus einem Darlehen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, Globalzessionen und Bürgschaft gesichert.

Der unter den Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen, bestehen im Wesentlichen aus zu Finanzierungszwecken abgeschlossenen Leasingverträgen, mit jährlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 311.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung obliegt Herrn Dipl.-Ing. Sven Kleinebekel, Bielefeld, der als alleiniger Geschäftsführer verantwortlich für sämtliche Bereiche im Unternehmen ist.

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Anzahl der Mitarbeiter

2023 2022
Kaufmännische Angestellte 9 11
Gewerbliche Mitarbeiter 33 31

Vergütung der Geschäftsführung

Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB entfällt diese Angabe.

Honorar des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der Angabe des Honorars gem. § 285 Nr. 17 HGB wird die Erleichterungsvorschrift gem. § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB angewendet.

Nachtragsbericht

Über die oben aufgeführten Sachverhalte hinaus sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt wurden.

 

Bielefeld, den 1. April 2025

gez. Sven Kleinebekel, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 44.379,12 12.931,59 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 116.014,82 0,00 0,00
160.393,94 12.931,59 0,00
242.235,76 12.931,59 0,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 57.310,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 116.014,82
0,00 173.325,53
0,00 173.325,53
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 24.184,45 14.388,11 0,00 38.572,56 18.738,15 20.194,67
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.571,82 12.876,00 0,00 54.447,82 61.567,00 74.443,00
65.756,27 27.264,11 0,00 93.020,38 80.305,15 94.637,67
65.756,27 27.264,11 0,00 93.020,38 80.305,15 94.637,67

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.05.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt.

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SK-Flachdach GmbH, Bielefeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SK-Flachdach GmbH, Bielefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SK-Flachdach GmbH, Bielefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt "Geschäftsverlauf" des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass aufgrund einer im Berichtsjahr vorgenommenen Korrektur des Ansatzes der erhaltenen Anzahlungen, die offen vom Posten "Vorräte" abgesetzt werden, dieser Abzugsbetrag höher angesetzt wird und in diesem Zusammenhang unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 4.178.386,47 ausgewiesen werden. Die Ertragslage der Gesellschaft ist mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3.490.269,09 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.770.290,60) nicht positiv. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich somit ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 3.149.852,74 (Vorjahr: positives Eigenkapital in Höhe von EUR 340.416,35). Wie in den Angaben im Anhang und im Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Halle (Westfalen), den 30. April 2025

Tomik + Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dr. Roland Tomik, Wirtschaftsprüfer

gez. Carsten Hüttemann, Wirtschaftsprüfer"

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