Markgräfler Winzer eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg GnR 410009
Vorher
Bezirkskellerei Markgräflerland e.G.
Eingetragen
11.7.1952
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenAnbau von Wein- und TafeltraubenHerstellung von Traubenwein
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: die Erzeugung und der Absatz von Erzeugnissen aus Trauben nach festzulegenden Erzeugungs- , Qualitätsund Verkaufsregeln, die ein marktgerechtes Angebot sicherstellen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Friedrich
seit 1.2.2023
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Rudolf Müller
seit 12.7.2006
Vorstandsmitglied
Ulrich Höferlin
seit 12.7.2006
Vorstandsmitglied
Dietmar Wieber
seit 5.7.2006
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Markgräfler Winzer eG

Efringen-Kirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

MARKGRÄFLER WINZER EG, EFRINGEN-KIRCHEN

I. Geschäftsverlauf

Gesamtwirtschaftliche Situation

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, bestätigte sich damit das Ergebnis der Schnellmeldung vom 30. Januar 2024. "Damit hat die deutsche Wirtschaft das Jahr 2023 im Minus beendet. Im Schlussquartal bremsten die rückläufigen Investitionen die Konjunktur, während der Konsum leicht zulegte", sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. In den ersten drei Quartalen stagnierte das BIP noch weitestgehend, begleitet von anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für das gesamte Jahr 2023 haben die neuesten Berechnungen den Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt -0,1 %) bestätigt.

Investitionen bremsten die Wirtschaftsleistung

Nach dem starken Rückgang der privaten Konsumausgaben im Winterhalbjahr 2022/2023 erholten sich diese im Laufe des Jahres 2023 etwas. Gleichzeitig sank die Inflationsrate. Im 4. Quartal 2023 stiegen die privaten Konsumausgaben leicht um 0,2 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal. Positive Impulse gingen dabei von der gestiegenen Nachfrage nach Dienstleistungen aus. Auch die Konsumausgaben des Staates nahmen mit 0,3 % leicht gegenüber dem Vorquartal zu.

Die Investitionen gingen im Vorquartalsvergleich dagegen deutlich zurück: So nahmen die Bauinvestitionen preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,7 % ab, nachdem sie bereits in den beiden vorangegangenen Quartalen rückläufig waren. Die Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - gingen zum Jahresende mit -3,5 % sogar noch deutlicher zurück.

Im 4. Quartal 2023 wurden preis-, saison- und kalenderbereinigt insgesamt 1,6 % weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als im 3. Quartal 2023. Die Importe sanken mit -1,7 % noch etwas stärker. Eine verhaltene Auslandsnachfrage, anhaltende geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise machten sich besonders im schwächeren Warenhandel bemerkbar.

Bruttowertschöpfung in den meisten Bereichen im Minus

Im 4. Quartal 2023 ging die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung um 0,4 % im Vorquartalsvergleich zurück, nachdem sie in den beiden Quartalen zuvor stagniert hatte. Die stärksten Rückgänge waren im Baugewerbe (-2,6 %) und im Verarbeitenden Gewerbe (-1,4 %) zu verzeichnen. Während die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen zunahm, hatten viele andere Branchen wie der Maschinenbau, die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen sowie von Metallerzeugnissen und die chemische Industrie Einbußen zu verzeichnen. Die Bruttowertschöpfung in der Energieversorgung konnte im Vorquartalsvergleich dagegen kräftig zulegen. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie bei den sonstigen Dienstleistern kam es preis-, saison- und kalenderbereinigt zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung um jeweils 0,9 %, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Bereichen im 2. und 3. Quartal 2023 noch Zuwächse verzeichnet hatte. Leichte Anstiege verzeichneten im 4. Quartal 2023 die Unternehmensdienstleister und der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit.

Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich gesunken

Im Vorjahresvergleich war das BIP im 4. Quartal 2023 preisbereinigt 0,4 % niedriger als im 4. Quartal 2022. Preis- und kalenderbereinigt war der Rückgang mit -0,2 % niedriger, da ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als ein Jahr zuvor.

Die inländische Verwendung insgesamt sank im 4. Quartal 2023 im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 1,1 %. Insbesondere die Bauinvestitionen schrumpften gegenüber dem 4. Quartal 2022 um 2,2 %. Einfluss darauf hatte vor allem die schlechte Witterung in den Monaten November und Dezember 2023. Der Preisdruck in der Baubranche nahm hingegen weiter ab. Die Ausrüstungsinvestitionen sanken gegenüber dem Vorjahresquartal leicht um 0,4 %. Ein Grund dafür war das Ende der staatlichen Förderung gewerblicher Zulassungen von Elektrofahrzeugen zum 1. September 2023.

Die privaten Konsumausgaben sanken preisbereinigt um 0,6 %. Dabei machten sich nach wie vor die hohen Preise bemerkbar. Besonders betroffen davon waren Nahrungsmittel und Gaststättendienstleistungen, für die preisbereinigt jeweils deutlich weniger ausgegeben wurde als im Vorjahr. Nachdem die staatlichen Konsumausgaben in den ersten drei Quartalen im Jahr 2023 teilweise deutlich gesunken waren, stagnierten sie im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahresquartal.

Der Handel mit dem Ausland nahm im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich ab. Die Exporte sanken um 4,0 %, da die Ausfuhr von Waren deutlich zurückging (-5,1 %). Ursächlich waren Rückgänge in den Bereichen chemische Erzeugnisse, pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse sowie Datenverarbeitungsgeräte.

Die Importe insgesamt nahmen im selben Zeitraum mit preisbereinigt -5,6 % noch stärker ab als die Exporte. Vor allem die Einfuhr von Waren zeigte mit -8,9 % eine stark negative Entwicklung, bedingt durch Rückgänge vor allem bei Metallen, Datenverarbeitungsgeräten sowie elektrischen Ausrüstungen. Die Dienstleistungsimporte wiesen hingegen ein deutliches Plus von 5,2 % auf, dank eines deutlichen Anstiegs der unternehmensbezogenen Dienstleistungen.

Dienstleistungsbereiche steigerten ihre Wirtschaftsleistung im Vorjahresvergleich leicht, Verarbeitendes Gewerbe deutlich im Minus

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung ging im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahresquartal insgesamt um 0,3 % zurück. Dabei verlief die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich insgesamt sehr unterschiedlich. Während die Dienstleistungsbereiche insgesamt einen leichten Zuwachs verzeichnen konnten, sank die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe mit -2,2 % deutlich. Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes ging dies vor allem auf die gesunkene Wertschöpfung bei der Herstellung von Metallerzeugnissen sowie von elektrischen Ausrüstungen und im Maschinenbau zurück.

Innerhalb der Dienstleistungsbereiche konnten im 4. Quartal 2023 fast alle Branchen ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahresquartal ausweiten. Neben dem Grundstücks- und Wohnungswesen (+1,3 %) verzeichneten auch die Unternehmensdienstleister im 4. Quartal 2023 einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung (+0,5 %). Während die sonstigen Unternehmensdienstleister - trotz eines Rückgangs im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung - ihre Wirtschaftsleistung ausweiten konnten, kam es bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistern zu einem leichten Rückgang der preisbereinigten Bruttowertschöpfung. Auch der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit konnte mit +0,4 % leicht zum Vorjahr zulegen. Demgegenüber verzeichnete der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe einen Rückgang um 1,1 %. Den Einbußen im Groß- und im Einzelhandel stand dabei ein Zuwachs im Verkehrsbereich gegenüber.

Quelle: Statistisches Bundesamt: destatis

Entwicklung der Weinwirtschaft

Im Jahr 2023 wird die weltweite Weinproduktion voraussichtlich die niedrigste der letzten 60 Jahre sein.

Dies ist auf das gleichzeitige Vorliegen extrem niedriger Erntemengen in der südlichen Hemisphäre sowie in einigen wichtigen Ländern der Europäischen Union zurückzuführen.

Für die Europäische Union wird ein geringes Produktionsvolumen erwartet. Italien und Spanien verzeichnen aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen, die zu der Erkrankung an Falschem Mehltau und zu Dürre geführt haben, einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu 2022. Frankreich wird 2023 mit einem leicht über dem Fünfjahresdurchschnitt liegenden Volumen der weltweit größte Produzent sein. Erste Ernteprognosen in den USA deuten darauf hin, dass das Produktionsvolumen nicht nur höher sein wird als 2022, sondern auch über dem in den letzten Jahren beobachteten Durchschnitt liegt.

In der südlichen Hemisphäre werden die Weinproduktionsmengen voraussichtlich deutlich unter dem Niveau von 2022 liegen. Australien, Argentinien, Chile, Südafrika und Brasilien sind alle stark von ungünstigen Witterungsbedingungen betroffen.

Auf der Grundlage der gesammelten Informationen über neunundzwanzig Länder, auf die 94 % der weltweiten Produktion im Jahr 2022 entfallen, wird die weltweite Weinproduktion (ohne Säfte und Moste) im Jahr 2023 auf 241,7 Mio. hl bis 246,6 Mio. hl geschätzt, mit einer Mittelwertschätzung von 244,1 Mio. hl1. Dies entspricht einem Rückgang von 7 % gegenüber dem bereits unterdurchschnittlichen Volumen von 2022. Abbildung 1 veranschaulicht den Rückgang der weltweiten Weinproduktion nach einem stabilen Trend über vier aufeinanderfolgende Jahre. Das für 2023 prognostizierte Produktionsvolumen ist das niedrigste seit 1961 (214 Mio. hl) und liegt sogar unter dem historisch niedrigen Produktionsvolumen von 2017 (248 Mio. hl). Dieses negative Szenario ist auf deutliche Rückgänge in wichtigen weinproduzierenden Ländern in beiden Hemisphären zurückzuführen. Während auf der Südhalbkugel Australien, Argentinien, Chile, Südafrika und Brasilien Rückgänge zwischen -10 % und -30 % gegenüber dem Vorjahr verzeichneten, waren auf der Nordhalbkugel Italien, Spanien und Griechenland die Länder, die am stärksten unter den schlechten klimatischen Bedingungen während der Weinbausaison litten. Nur in den USA und in einigen EU-Ländern wie Deutschland, Portugal und Rumänien herrschten günstige klimatische Bedingungen, die zu durchschnittlichen oder überdurchschnittlichen Mengen führten.

Erneut haben extreme Witterungsbedingungen wie Frühjahrsfrost, starke Regenfälle und Trockenheit die Produktion in den Weinbauregionen der Welt erheblich beeinträchtigt. Vor dem Hintergrund eines rückläufigen Weltverbrauchs und hoher Lagerbestände in vielen Regionen der Welt könnte die erwartete niedrige Produktion jedoch zu einem Gleichgewicht auf dem Weltmarkt führen.

Europäische Union (EU)

In der Europäischen Union (EU) wird die Weinproduktion (ohne Säfte und Moste) im Jahr 2023 voraussichtlich 150 Mio. hl erreichen, was einem Rückgang um 11,2 Mio. hl gegenüber dem Vorjahr entspricht. Relativ gesehen liegt dieses geschätzte Volumen um 7 % unter dem des Jahres 2022 und um 8 % unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Insgesamt wird die Weinproduktion der EU im Jahr 2023 61 % der Weltproduktion ausmachen, was dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre entspricht. Sollte sich diese Schätzung in den kommenden Monaten bestätigen, wäre dies nach 2017 (141 Mio. hl) und 2012 (148 Mio. hl) das drittniedrigste Produktionsniveau seit Beginn des Jahrhunderts. Die vorläufigen Schätzungen für die Weinproduktion in den EU-Ländern im Jahr 2023 zeigen ein recht heterogenes Szenario mit unterschiedlichen klimatischen Bedingungen in den wichtigsten Weinbauregionen während der gesamten Vegetationsperiode. In einigen Ländern führte ein regnerisches Frühjahr zu Pilzbefall, während Stürme und Hagel Überschwemmungen, Schäden und Verluste in den Weinbergen verursachten.

In anderen Regionen, vor allem im Süden der EU, führten schwere Dürreperioden zu Wasserstress bei den Reben. Nur in wenigen Ländern herrschten günstige klimatische Bedingungen, die zu durchschnittlichen oder überdurchschnittlichen Erntemengen führten.

Im Jahr 2023 haben die Winzerinnen und Winzer in Deutschland 8,6 Millionen Hektoliter Wein und Most erzeugt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Wein- und Mosterzeugung damit 344 000 Hektoliter oder 3,9 % unter dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2022 wurden 28 000 Hektoliter oder 0,3 % weniger Wein und Most produziert.

Das Weinjahr 2023 war gekennzeichnet durch ein recht kaltes und nasses Frühjahr und eine Trockenperiode im Frühsommer. Danach folgten ausdauernde Niederschläge, lokal traten Unwetter mit Sturm und Hagel auf. Der Spätsommer war vielerorts warm, was den Pilz- und Schädlingsbefall begünstigte und zu einer raschen Reifeentwicklung der Trauben führte. Dadurch waren die Winzerinnen und Winzer mit herausfordernden Erntebedingungen konfrontiert, was einer der Faktoren für eine geringere Weinerzeugung war.

Gut zwei Drittel (68,5 %) der im Jahr 2023 erzeugten Weine waren Weißweine, knapp ein Drittel (31,5 %) Rotweine (einschließlich Roséwein und Rotling). Umgerechnet in 0,75-Liter-Flaschen ergibt die Wein- und Mosterzeugung des Jahres 2023 rund 1,1 Milliarden Flaschen.

Von der gesamten Wein- und Mosterzeugung 2023 betrug der Anteil an Prädikatswein 23,7 % (2,0 Millionen Hektoliter). Dieser Anteil war höher als 2022, als noch 21,3 % des erzeugten Weins zu Prädikatswein verarbeitet werden konnten. 2023 wurden außerdem 6,2 Millionen Hektoliter Qualitätswein (72,6 %) und 314 000 Hektoliter der Qualitätsstufen Wein oder Landwein (3,7 %) erzeugt.

In den zwei großen Weinanbaugebieten Rheinhessen (2,4 Millionen Hektoliter) und Pfalz (1,8 Millionen Hektoliter) wurden zusammen knapp die Hälfte (49,0 %) des gesamten deutschen Weins und Mosts erzeugt. Auf Platz drei folgte das Weinanbaugebiet Baden mit 1,3 Millionen Hektolitern (14,8 %). Auf dem vierten Platz lag das Weinanbaugebiet Mosel mit 1,2 Millionen Hektolitern (14,4 %), dessen Ergebnis maßgeblich durch dort ansässige große Handelskellereien geprägt ist. Diese nehmen auch Trauben von anderen Weinanbaugebieten in größeren Mengen auf, um sie zu Wein zu verarbeiten.

In den beiden flächenmäßig kleinen Anbaugebieten Hessische Bergstraße mit einer Ertragsrebfläche von 453 Hektar und Sachsen mit 519 Hektar war die Entwicklung der Weinerzeugung gegenüber dem Vorjahr positiv: Die erzeugten Mengen stiegen in Sachsen (2023: 28 900 Hektoliter) um 3 500 Hektoliter und an der Hessischen Bergstraße (2023: 34 300 Hektoliter) um 1 000 Hektoliter. Dagegen nahm die Erzeugung in allen übrigen Anbaugebieten gegenüber dem Vorjahr ab. Besonders stark war der Rückgang der Weinerzeugung gegenüber 2022 in Württemberg (2023: 819 000 Hektoliter) um 164 000 Hektoliter, in Baden (2023: 1,3 Millionen Hektoliter) um 93 000 Hektoliter und an der Mosel (2023: 1,2 Millionen Hektoliter) um 41 600 Hektoliter.

An der Ahr war die Weinerzeugung 2023 mit 49 200 Hektoliter gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 1 500 Hektoliter geringer.

Nach den endgültigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes wurden 2023 in Baden und Württemberg auf einer Ertragsrebfläche von 26 600 Hektar (ha) durchschnittlich 78,9 Hektoliter je Hektar (hl/ha) und damit insgesamt 2,1 Millionen Hektoliter (Mill. hl) Weinmost in die Keller eingebracht. Damit verhält sich die Weinmosternte ähnlich wie im langjährigen Mittel (2017-2022), allerdings liegen Ertrag und Erntemenge rund 11 % unter dem guten Vorjahreswert. Die Qualität erreichte im Mittel 84 Oechsle (°Oe).

Im Anbaugebiet Baden wurde mit 1,28 Mill. hl Weinmost eine geringere Erntemenge als im Vorjahr (-7 %) verzeichnet, die aber das langjährige Mittel um 8 % übersteigt. Der durchschnittliche Ertrag belief sich bei einer ertragsfähigen Rebfläche von 15 400 ha auf 82,6 hl/ha.

Insgesamt wurden 794 000 hl Weißmost mit einem durchschnittlichen Mostgewicht von 83°Oe geerntet, vor allem Müller-Thurgau (209 000 hl), Ruländer bzw. Grauer Burgunder (192 000 hl) und Weißer Burgunder (135 000 hl). Bei den roten Rebsorten lag die Erntemenge von insgesamt 482 000 hl leicht unter dem Vorjahr (-8 %), aber 7 % über dem langjährigen Mittel. Die Qualität erreichte 87°Oe. Den größten Anteil machte die Erntemenge von Spätburgunder mit 415 000 hl aus.

Im Anbaugebiet Württemberg belief sich die von 11 100 ha geerntete Mostmenge auf 822 000 hl. Das sind 17 % weniger als im Vorjahr und 10 % weniger als im langjährigen Mittel. Der Ertrag lag damit bei 73,9 hl/ha. Die weißen Rebsorten erzielten eine fast unveränderte Erntemenge wie im Vorjahr (266 000 hl) und überstiegen damit das langjährige Mittel um 7 %. Die Qualität erreichte hier 85°Oe. Von der am weitesten verbreiteten weißen Rebsorte Riesling wurden 141 000 hl geerntet. Bei den roten Rebsorten waren stärkere Einbußen zu verzeichnen. Die Erntemenge mit 82°Oe lag um fast ein Viertel unter dem Vorjahresniveau und 16 % unter dem langjährigen Mittel. Von den Hauptrebsorten wurden 158 000 hl Trollinger, 130 000 hl Lemberger und 86 000 hl Schwarzriesling geerntet.

Die Genossenschaft hat im Geschäftsjahr 2023 8,9 Mio. Liter Wein erzeugt. Im Durchschnitt wurde somit 100,0 ltr./ar eingelagert.

Quellen: OIV, Statistisches Bundesamt: destatis; Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Rebflächenentwicklung

2021 ha 2022 ha 2023 ha
Die von den Mitgliedern bewirtschaftete Rebfläche, für die Anlieferungspflicht besteht, betrug 893,6 888,7 914,0
Davon standen im Herbst im Ertrag 861,7 858,9 888,6

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die gesamte Rebfläche um 25,3 ha erhöht. Die Ertragsrebfläche erhöhte sich ebenfalls um 29,7 ha.

Von der Ertragsrebfläche beträgt der Anteil der Sorten Gutedel 30,6%, Müller-Thurgau 15,3%, Spätburgunder 32,6%, Weißburgunder 10,0% und Grauburgunder 5,2%.

Produktion

a) von den Mitgliedern wurden angeliefert:

2021 kg 2022 kg 2023 kg
Trauben 7.782.533 11.721.405 12.055.113

Das Ernteergebnis 2023 lag um 2,8 % über dem Vorjahr und 54,9% über dem Jahr 2022.

b) Die Erzeugung (incl. Hefe) betrug:

2021 hl 2022 hl 2023 hl
Weißwein 41.144 61.375 58.594
Rotwein 16.126 23.874 27.626
Gesamt 57.270 85.249 86.220

Von der Gesamterzeugung entfallen auf:

2021
%
2022
%
2023
%
Qualitätswein b. A. 100,0 100,0 100,0
Qualitätswein mit Prädikat 0,0 0,0 0,0
Gesamtausbeute 73,6 72,7 71,5

c) Lagerkapazität

Die Lagerkapazität für Offenweine hat sich im Geschäftsjahr nicht verändert. Die Lagerkapazität beträgt weiterhin 176.619 hl. Die Lagerstättenteile befinden sich in Efringen-Kirchen, Ballrechten-Dottingen und Ehrenkirchen.

Zum 31.12.2023 lagerten noch 92.406 hl offene Weine im Keller, so dass rechnerisch die Lagerkapazität für offene Weine zu 52% ausgenutzt ist.

Absatz- und Umsatzentwicklung

Der Absatz von Wein und Sekt im Eigengeschäft hat sich im Geschäftsjahr 2023 um +2.495 hl auf 77.511 hl erhöht. Dies entspricht einer Erhöhung von 3,3%.

Der Gesamtumsatz, inklusive Leistungserlöse verbesserte sich um +424,9 TEUR auf 14.291,4 TEUR (+3,0%).

Investitionen

Insgesamt waren bei dem Anlagevermögen Zugänge von TEUR 314,5 zu verzeichnen, die in Sachanlagen und Immaterielle Vermögengegenstände (Software) investiert wurden.

Die durchgeführten Investitionen des laufenden Jahres wurden durch Eigenmittel finanziert.

Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der Mitarbeiter beträgt im Geschäftsjahr 2023 38,8 Mitarbeiter (auf VZ umgerechnet). Im Jahr 2023 gab es 13 Neueinstellungen, davon 3 Auszubildende. Der Umsatz je Mitarbeiter beträgt TEUR 368. Für Mitarbeiter, die langjährig der Genossenschaft angehören, besteht eine betriebliche Altersversorgung.

Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Im Jahr 2021 wurde mit dem Kunden Aldi Nord ein Kontrakt über 1.150.000 Fl. Winzerglühwein geschlossen. Dieses Volumen wurde zur Vermeidung von Aromenverschleppungen nicht auf der eigenen Abfüllanlage sondern über ein Dienstleistungsunternehmen fremd gefüllt.

Im Füllvorgang kam es zu einem Hefeeintrag bei einigen Flaschen, was zu Kundenreklamationen und schließlich zum Rückruf sämtlicher im Verkehr befindlicher Mengen führte.

Die Auseinandersetzung mit dem verantwortlichen Abfüllbetrieb lies sich außergerichtlich nicht klären. Die Klage über Schadensersatz wurde vor dem Landgericht Heidelberg gestellt. Die Ladung zum ersten Gerichtstermin war auf April 2024 terminiert.

Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand

Auf Basis der Ernte 2022 waren Lieferfähigkeiten in allen relevanten Absatzkanälen für das Jahr 2023 gegeben. Das nach wie vor anhaltenden hohe Kostenniveau der Warenumschließung setzt den Rohertrag auch in 2023 unter Druck.

Im Jahr 2023 wurde eine weitere Preiserhöhung über das gesamte Sortiment umgesetzt. Diese war jedoch nicht in der Lage die gestiegenen Kosten in voller Höhe zu kompensieren. Ebenso trugen die erhöhten Preise zu einer angespannten Wettbewerbsfähigkeit bei. Relevante Preisschwellen wurden überschritten, was in einem durch hohe Inflation geprägten Konsumverzicht zu großen Herausforderungen führte.

Mit der Lese 2023 konnten wir eine marktkonforme und für unsere Struktur zuträgliche Menge einlagern.

Die Absätze der Markgräfler Winzer eG konnten sich in einem sehr herausfordernden Marktumfeld auch in 2023 behaupten.

Unsere Effizienz der internen Abläufe konnten wir durch den gezielten Einsatz von Digitalisierungsmaßnahmen weiter steigern. Hier wurden im vergangenen Jahr weitere wesentliche strukturelle Schritte implementiert und vorangetrieben.

II. Lage der Genossenschaft

1. Vermögens- und Finanzlage

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 19,4% (im Vorjahr 21,7 %).

Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme liegt mit 37,2 % (im Vorjahr 39,7 %) günstig.

Die Rücklagen einschließlich des Bilanzgewinns betragen 64,1 % (im Vorjahr 64,7 %) des Eigenkapitals.

Die Investitionen in das Anlagevermögen sind durch eigene und fremde Mittel finanziert.

2. Ertragslage

Die Ertragslage ist durch die Auszahlungsleistung bestimmt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt TEUR 7.610 Traubengelder -brutto- zur Auszahlung bereitgestellt. Eine Aufteilung nach Jahrgängen hat bisher noch nicht endgültig stattgefunden.

Das Jahresergebnis hat sich wie folgt entwickelt:

2021
TEUR
2022
TEUR
2023
TEUR
Rohergebnis 5.229 5.469 5.208
Personal- und Sachaufwand -4.433 -4.751 -4.521
Abschreibungen -533 -500 -476
=Betriebsergebnis 263 218 211
Finanzergebnis -72 -75 -71
a.o. Aufwendungen 0 0
Steuern -189 -141 -135
=Jahresüberschuss 2 2 5
Gewinnvortrag 0 0 0
= Bilanzgewinn 2 2 5

Im Jahr 2023 wurde ein um TEUR 261 verringertes Rohergebnis erwirtschaftet. Die Personal- und Sachaufwendungen sind um TEUR 230 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Abschreibungen haben sich um TEUR 24 verringert.

Das Finanzergebnis ist durch die Zinszahlungen für nicht abgerufene Traubengelder bestimmt.

1. Besondere Darstellung zur Entwicklung und Lage des Unternehmens

Der Absatz gliedert sich wie folgt:

Verkäufe im Eigengeschäft 2021
%
2022
%
2023
%
Offenwein 24,2 50,2 56,3
Flaschenwein 74,4 48,4 42,3
Sekt/Perlwein 1,4 1,4 1,4
Sonstiges 0,0 0,0 0,0
Gesamt 100,0 100,0 100,0
Eigengeschäft n. Abnehmergruppe 2021
%
2022
%
2023
%
Lebensmitteleinzelhandel 16,9 15,0 14,7
Vertriebsgesellschaften (Discount) 68,8 63,9 51,5
Fachhandel 7,1 5,6 27,1
Gastronomie 0,9 1,2 1,1
Direktabsatz 4,8 4,6 4,6
sonstiges 1,5 9,6 1,0
Gesamt 100,0 100 100
Eigengeschäft nach Sorten 2021
%
2022
%
2023
%
Weißwein 70,9 68,5 68,8
Rotwein + Weißherbst 27,7 30,1 29,8
Sekt + Perlwein 1,4 1,4 1,4
Gesamt 100,0 100,0 100,0

III. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Wir haben organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit den Fortbestand der Genossenschaft gefährdende und sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung früh erkannt werden. Nach den vorliegenden Informationen aus diesem System haben sich keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken für die Genossenschaft ergeben.

Ziel der Geschäftsführung ist, Risiken nur im überschaubaren Rahmen und adäquat zu den in Aussicht stehenden Geschäftschancen einzugehen.

Die Handhabung der einzelnen Chancen und Risiken stellt sich wie folgt dar:

Liquiditätsrisiken

Die Möglichkeit der Steuerung der Auszahlungszeitpunkte der Traubengelder, der Bestand an Bankguthaben sowie die von Banken eingeräumten Kreditlinien stellen die Liquidität auch in Zukunft bei unerwarteten Ereignissen sicher.

Beschaffungsrisiken

Den Risiken einer nicht ausreichenden Verfügbarkeit von Produkten begegnen wir durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit zuverlässigen Lieferanten. Wir bemühen uns intensiv um die Sicherstellung der bisherigen Ertragsrebfläche. Lieferengpässe aufgrund schlechter Ernten sind aber auch zukünftig nicht auszuschließen.

Absatzrisiken

Wesentliche Risiken im Absatz lassen sich nicht erkennen. Die langjährige erfolgreiche Kunden-Lieferantenbeziehung zu den bedeutendsten Absatzkanälen in Deutschland stellen hier eine wesentliche Basis dar. Dennoch besteht hieraus auch eine gewisse Abhängigkeit, welche die Ertragslage seit einigen Jahren nachhaltig negativ beeinflusst.

Betriebsrisiken

Risiken aus Betriebsunterbrechungen und Störfällen werden durch vorbeugende Wartung und, soweit wirtschaftlich vertretbar, durch einen entsprechenden Versicherungsschutz begrenzt (Feuer, Betriebsunterbrechung, Haftpflicht).

Qualitätsrisiken

Durch die Implementierung von Qualitätsstandards und die Zertifizierung der Einhaltung entsprechender Kriterien (IFS) durch eine zugelassene Audit-Gesellschaft werden diese Risiken begrenzt. Weiterhin haben wir ein Qualitätsmanagementsystem installiert, das auch die Bewirtschaftung der Reben erfasst.

Forderungsrisiken

Zur Forderungsüberwachung sind regelmäßige Kontrollen eingerichtet. So werden kurzfristig auffällige Forderungen erkannt, Überschreitungen angezeigt und kurzfristig die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet.

Rechtliche Risiken

Nennenswerte rechtliche Risiken bestehen derzeit nicht.

IT - Risiken

Die Sicherheit unseres EDV-Systems und des Datenbestandes ist durch betriebsinterne Maßnahmen sowie die Vereinbarung entsprechender Dienstleistungs- und Wartungsverträge gewährleistet.

Gesamtrisiko

Nach eingehender Prüfung sind die zuvor beschriebenen Risiken beherrschbar. Im Rahmen regelmäßiger Durchsprachen in unseren Sitzungen war und ist auch in der Risikoaggregation keine Bestandsgefährdung feststellbar.

Risiken, die zum heutigen Zeitpunkt als noch nicht signifikant eingestuft werden, sind in Beobachtung des Managements, um eine nachteilige Auswirkung, die grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden kann, zu erkennen und zu gegebener Zeit entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Chancen werden insbesondere in der guten Weinqualität, dem Kundenportfolio und den guten Kundenbeziehungen gesehen.

Im Hinblick auf die Erreichbarkeit unserer prognostizierten Umsatz- und Ergebnisziele sehen wird die dargestellten Chancen und Risiken insgesamt als ausgewogen an.

IV. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Zum 01. Juli 2024 wird mit der Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim eG eine Vertriebskooperation geschlossen, welche den LEH, Fachhandel und die Gastronomie umfasst. Eine Zusammenlegung weiterer Prozesse und Abläufe ist geplant und soll in den kommenden Monaten umgesetzt werden

V. Voraussichtliche Entwicklung

Der Start in das Jahr 2024 war, wie das Jahresendgeschäft 2023, gezeichnet von einer inflationsbedingten Kaufzurückhaltung. Dennoch waren wir in der Lage die Distribution unserer Markenlinien weiter auszubauen und sukzessive auf breitere Füße zu stellen.

Die Kosten der Warenumschließungen werden wohl nicht mehr auf das "Vor-Covid" Niveau zurückgehen. Es lassen sich aber vereinzelnd Rückgänge im Glas- & Kartonagenpreis ausmachen.

Die geplante Vertriebskooperation mit der Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim eG soll durch eine Zusammenlegung weiterer Prozesse und Abläufe in den kommenden Monaten umgesetzt werden und zu Synergieeffekten für beide Betriebe führen.

Unsere Positionierung als Anbieter von ehrlichen Weinen in einem wettbewerbsfähigen Preis- Genuss- Verhältnis wird uns auch zukünftig eine gute Wettbewerbssituation sicherstellen.

VI. Forschung und Entwicklung

wird nicht betrieben

 

Efringen-Kirchen, 11. Juni 2024

Markgräfler Winzer eG, Efringen-Kirchen

Der Vorstand

Ulrich Höferlin

Hagen Rüdlin

Dietmar Wieber

Dieter Sutter

Rudolf Müller

Andreas Friedrich

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresergebnisses geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 wurde vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet.

 

Efringen-Kirchen, 26. Juni 2024

Georg Denzer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.951.284,11 5.127.425,52
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 148.829,09 110.316,41
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 148.829,09 110.316,41
II. Sachanlagen 4.571.732,25 4.786.386,34
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 3.044.488,40 3.181.548,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.017.336,75 1.154.086,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 509.907,10 450.751,27
III. Finanzanlagen 230.722,77 230.722,77
1. Beteiligungen 64.972,77 64.972,77
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 165.750,00 165.750,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 20.617.024,50 18.579.008,67
I. Vorräte 12.096.110,22 11.118.933,42
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 526.388,44 559.654,73
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 11.569.721,78 10.559.278,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.777.156,37 6.454.365,40
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.397.057,82 6.139.173,02
2. Sonstige Vermögensgegenstände 380.098,55 315.192,38
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.743.757,91 1.005.709,85
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 14.044,60 0,00
25.582.353,21 23.706.434,19

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 9.519.371,86 9.415.367,77
I. Geschäftsguthaben 3.412.969,83 3.325.535,88
1. der verbleibenden Mitglieder 3.299.783,14 3.251.815,39
2. der ausscheidenden Mitglieder 65.129,09 69.253,09
3. aus gekündigten Geschäftsanteilen 48.057,60 4.467,40
- Rückständige fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
II. Kapitalrücklage 196.635,90 184.873,70
III. Ergebnisrücklagen 5.904.958,19 5.903.013,09
1. Gesetzliche Rücklage 1.523.444,01 1.522.444,01
2. Andere Ergebnisrücklagen 4.381.514,18 4.380.569,08
IV. Bilanzgewinn 4.807,94 1.945,10
1. Jahresüberschuss 4.807,94 1.945,10
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.390.730,00 2.069.848,33
1. Sonstige Rückstellungen 3.390.730,00 2.069.848,33
C. VERBINDLICHKEITEN 12.672.251,35 12.221.218,09
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.602.051,39 12.136.603,81
2. Sonstige Verbindlichkeiten 70.199,96 84.614,28
- davon aus Steuern: EUR 23.788,56 (Vorjahr: EUR 27.070,63)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 916,22)
25.582.353,21 23.706.434,19
D. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE 600.807,72 600.807,72
I. Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Bürgschaften 600.807,72 600.807,72

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 5.208.173,23 5.469.496,97
2. Personalaufwand -2.609.067,88 -2.867.796,90
a) Löhne und Gehälter -2.113.660,99 -2.350.161,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -495.406,89 -517.635,61
- davon für Altersversorgung: EUR 70.918,71 (Vorjahr: EUR 76.073,84)
3. Abschreibungen -476.254,03 -500.489,17
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -476.254,03 -500.489,17
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.911.495,24 -1.882.760,17
5. Zwischensumme 211.356,08 218.450,73
6. Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 900,20 895,20
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.185,58 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -77.576,43 -75.760,27
9. Finanzergebnis -71.490,65 -74.865,07
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 38.619,99 30.983,32
11. Ergebnis nach Steuern 178.485,42 174.568,98
12. Sonstige Steuern -173.677,48 -172.623,88
13. Jahresüberschuss 4.807,94 1.945,10
14. Bilanzgewinn 4.807,94 1.945,10

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Allgemeine Angaben

In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich nachstehende Veränderungen aus folgenden Gründen:

Die Markgräfler Winzer eG mit Sitz in Efringen-Kirchen ist registriert beim Amtsgericht in Freiburg i. Br. und eingetragen unter der Registernummer GnR Nr. 410009.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Bauten und bewegliche Anlagegegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Auf Bauten wurden planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen. Bewegliche Anlagegegenstände wurden linear abgeschrieben; nach dem 1.1.2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis von mehr als 1.000 € (vermindert um Vorsteuer) wurden planmäßig linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis (vermindert um Vorsteuer) von 1.000 € sind voll abgeschrieben.

Die Abschreibungsdauer des Anlagevermögens beträgt bei:

Immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 3 und 4 Jahren
Bauten und Außenanlagen zwischen 10 und 50 Jahren
Technischen Anlagen und Maschinen zwischen 4 und 20 Jahren
Betriebs und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 25 Jahren

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte mit den Anschaffungs oder Herstellungskosten. Der Wertansatz für fertige Erzeugnisse erfolgte zu den Herstellungskosten oder dem niedrigeren Marktpreis.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen abgesetzt.

Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Soweit eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr besteht erfolgt eine Abzinsung mit dem entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. BILANZ

Hinsichtlich der Angaben zu Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB handelt oder ein solcher Anteil von einer Person für Rechnung der Genossenschaft gehalten wird, wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB Gebrauch gemacht.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auch Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen in Höhe von 12.396,48 EUR, im Vorjahr 14.460,25 EUR enthalten

Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage Andere Ergebnisrücklagen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Anfangsbestand 1.522.444,01 1.521.444,01 4.380.569,08 4.379.656,87
Einstellung aus dem Bilanzgewinn Vorjahr 1.000,00 1.000,00 945,10 912,21
Endbestand 1.523.444,01 1.522.444,01 4.381.514,18 4.380.569,08

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten:

Traubengeld 2.936,4 TEUR
Resturlaubsansprüche 123,3 TEUR

Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr, mehr als 1 Jahr bzw. über 5 Jahre:

bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr über 5 Jahre
Verbindlichkeiten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
- aus Lieferungen und Leistungen 11.190.946,91 10.761.772,23 1.411.104,48 1.374.831,58 0,00 0,00
- sonstige Verbindlichkeiten 70.199,96 84.614,28 0,00 0,00 0,00 0,00

Von den Verbindlichkeiten haben insgesamt 0,00 EUR eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:

darunter gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen betreffend die Altersversorgung
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten:
Bankbürgschaften 600.000,00 600.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Mietbürgschaften 807,72 807,72 0,00 0,00 0,00 0,00

Aufgrund der dem Vorstand der Genossenschaft bekannten wirtschaftlichen Verhältnisse der Bürgschaftsnehmer geht der Vorstand derzeit nicht von einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften aus.

II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023
EUR
2022
EUR
Umsatzerlöse Wein und Sekt 13.551.313,26 13.419.689,62
Dienstleistungen 13.309,23 6.069,24
Verwertung von Erzeugnissen 2.918,40 2.225,12
Handelsware 71.540,95 71.117,44
Leistungserlöse 586.599,08 465.648,74
sonstige Umsätze 65.696,46 86.181,99
Gesamt 14.291.377,38 13.866.429,69

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Buchgewinnen in Höhe von 11.972,62 EUR enthalten.

D. Sonstige Angaben

Zur Verwendung des Ergebnisses wird folgender Vorschlag gemacht:

Der Vorstand schlägt deshalb vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 4.807,94 EUR (Bilanzgewinn) wie folgt zu verteilen: 2.000,00 EUR in die gesetzliche Rücklage und 2.807,94 EUR in die sonstigen Rücklagen.

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 15,0 8,0
Gewerbliche Mitarbeiter 19,0 4,0
34,0 12,0

Außerdem wurden durchschnittlich 3,0 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfangsbestand 882 1.538 0,00
Zugang 22 92 0,00
Abgang 47 95 0,00
Endbestand 857 1.535 0,00
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr verändert um EUR 47.967,75
Höhe des Geschäftsanteils EUR 3.100,00

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Am Rüppurrer Schloss 40

76199 Karlsruhe

Mitglieder des Vorstands:

Ulrich Höferlin

weitere Mitglieder

Hagen Rüdlin

Dietmar Wieber

Dieter Sutter

Rudolf Müller

Andreas Friedrich

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Georg Denzer - Vorsitzender

Jörg Isele - stellv. Vorsitzender

weitere Mitglieder

Georg Beisch

Lothar Meier bis 06/2023

Helmut Räuber bis 06/2023

Hansjürgen Weiß

Dieter Oswald

Gregor Schmid

Michael Lang

Martin Vetter

Andreas Stiefvater

 

Efringen-Kirchen, 6. Juni 2024

Markgräfler Winzer eG

Der Vorstand

Ulrich Höferlin

weitere Mitglieder

Hagen Rüdlin

Dietmar Wieber

Dieter Sutter

Rudolf Müller

Andreas Friedrich

Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 2. Juli 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

Entwicklung des Anlagevermögens

(in EUR)

im Geschäftsjahr
Anschaffungs-/ Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge Abgänge Anschaffungs-/ Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 313.919,43 63.634,68 0,00 377.554,11
313.919,43 63.634,68 0,00 377.554,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 11.801.077,41 7.068,56 0,00 11.808.145,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.530.276,98 70.306,03 12.500,00 12.588.083,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.242.730,34 173.532,72 63.500,38 2.352.762,68
26.574.084,73 250.907,31 76.000,38 26.748.991,66
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 64.972,77 0,00 0,00 64.972,77
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 165.750,00 0,00 0,00 165.750,00
27.118.726,93 314.541,99 76.000,38 27.357.268,54
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Geschäftsjahr Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zshg. mit Umbuchungen Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zshg. mit Abgängen Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 203.603,02 25.122,00 0,00 0,00 228.725,02
203.603,02 25.122,00 0,00 0,00 228.725,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 8.619.529,06 144.128,51 0,00 0,00 8.763.657,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.376.190,26 207.056,00 0,00 12.500,00 11.570.746,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.791.979,07 99.947,52 0,00 49.071,01 1.842.855,58
21.787.698,39 451.132,03 0,00 61.571,01 22.177.259,41
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
21.991.301,41 476.254,03 0,00 61.571,01 22.405.984,43
Buchwert Geschäftsjahr Buchwert Vorjahr
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 148.829,09 110.316,41
148.829,09 110.316,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 3.044.488,40 3.181.548,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.017.336,75 1.154.086,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 509.907,10 450.751,27
4.571.732,25 4.786.386,34
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 64.972,77 64.972,77
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 165.750,00 165.750,00
4.951.284,11 5.127.425,52

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