Herstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen Metallen
Otto Lehmann GmbH
Berliner Straße 21, 93073 Neutraubling, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anton Hingerl seit 12.1.2026 | Prokura |
Sebastian Engelskirchen seit 8.7.2025 | Geschäftsführer |
Andreas Kornprobst seit 8.4.2025 | Prokura |
Andreas Batzl seit 19.1.2023 | Geschäftsführer |
Korbinian Pauer seit 19.1.2023 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (5)
| Name | Anteil |
|---|---|
I***** A**** | 20.00% |
F**** E** | 19.17% |
B****** S******** | 14.17% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Otto Lehmann GmbHEigenbeteiligung | 10.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
10 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 10 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Wurst Schneestoppsysteme GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Otto Lehmann GmbHNeutraublingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtA. Grundlagen 1. Geschäftsmodell Das Unternehmen stellt ziegel- und markenunabhängiges Bedachungszubehör für den europäischen Raum her und betreibt eine leistungsfähige Feuerverzinkerei. Alleiniger Unternehmenssitz ist Neutraubling. Es wird keine Zweigniederlassung betrieben. 2. Forschung/Entwicklung/Qualitätsmanagement Um das Wissen und Verständnis für den Markt für Montagesysteme mit Fokus auf Dachhaken für Photovoltaikanlagen zu erweitern, wurde eine umfassende Marktrecherche- und Analyse sowie eine Wettbewerbsanalyse in Auftrag gegeben. Ziel ist es, eine detaillierte Übersicht über den Markt, einschließlich aktueller Trends, potenzieller Wachstumschancen und möglicher Herausforderungen zu gewinnen. In der Produktionsentwicklung von Aufdachmodulhaltern wurde eine nachhaltige Verbesserung erreicht, welche sich sowohl in der Steigerung der Fertigungseffizienz als auch in der Reduzierung des Materialeinsatzes zeigt. Dank dieser Fortschritte konnte eine höhere Produktivität erzielt werden, während gleichzeitig Ressourcen geschont und Kosten gesenkt wurden, ohne dass dabei qualitative Einschränkungen zu verzeichnen waren. Zusammen mit der aus zwei Mitarbeitern bestehende Forschung- und Entwicklungsabteilung arbeitet der hauseigene und modern ausgestattete Werkzeugbau kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Montage- und Befestigungssysteme für Solarenergieanlagen. Um den wachsenden Anforderungen der modernen Anlagen als auch den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, liegt der Fokus auf einer weiteren Erhöhung der Produktqualität bei gleichzeitiger Kostenreduzierung. Gleichzeitig wird das gesamte Produktportfolio zukunftsgerichtet erweitert. Als Normenausschuss-Teilnehmer ist das Unternehmen zudem aktiv an der Neufassung der österreichischen ÖNorm B3418 für Schneeschutzsysteme sowie der DIN 18199 für PV-Montagesysteme auf Dächern beteiligt. Die aktuellen Zertifikate des TÜV SÜD in Verbindung mit dem Qualitätsmanagement-System wurden im Jahr 2021 für drei Jahre verlängert. Das nächste interne Überwachungsaudit steht im November 2024 an. Maßnahmen zur Zertifizierung des Unternehmens nach DIN EN ISO 9001:2015 wurden im Geschäftsjahr weiterverfolgt. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Weltwirtschaft war im Jahr 2022 durch eine Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Der russische Einmarsch in der Ukraine, die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe und Energie, die hohe Inflation sowie die damit einhergehende restriktive Geldpolitik der Zentralbanken wirken sich belastend auf das weltweite Wachstum aus. Während sich viele Volkswirtschaften von den verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie langsam erholten, setzte die rapide Verbreitung des Virus in China nicht nur die dortige Wirtschaft, sondern die gesamten internationalen Lieferketten enorm unter Druck. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) legte das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 3,4 % zu (Vorjahr 6,2 %). Während im Euroraum ebenfalls ein Anstieg um 3,5 % (Vorjahr 5,3 %) verzeichnet werden konnte, verlangsamte sich die Entwicklung in Deutschland. Nach einem Anstieg des BIP von 2,6 % im Jahr 2021, betrug das Wachstum im Berichtsjahr nur noch 1,9 %. 2. Branchenentwicklung Das Dachdeckerhandwerk erzielte nach Auskunft des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks im Jahr 2022 einen Gesamtumsatz von 12,95 Milliarden Euro, was einen Zuwachs von 13,6 % oder 1,55 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr bedeutete. Angesichts von Preissteigerungen von durchschnittlich knapp 20 % bei wichtigen Baustoffen, Energie und Personal ist der Gesamtumsatz der Betriebe allerdings real um rund 6 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Neben den Preissteigerungen kämpfte die Branche mit dem anhaltenden Fachkräftemangel sowie der Suche nach neuen Auszubildenden. Dem Statistischen Bundesamt zufolge verzeichnete das Bauhauptgewerbe aufgrund der wirtschaftlichen Situation im Jahr 2022 einen Rückgang des realen, preisbereinigten Auftragseingangs von 9,6 %. Der für das Dachdeckerhandwerk relevante Wohnungsbau musste sogar Einbußen von 16,5 % hinnehmen. Die maßgebliche Beteiligung des Dachdeckerhandwerks an der Energiewende lässt die Branche jedoch optimistisch nach vorne blicken. Für das Erreichen der gesteckten Klimaziele ist eine deutliche Zunahme der Maßnahmen bei der energetischen Gebäudesanierung und bei der Errichtung von PV-Anlagen unabdingbar. 3. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 war aufgrund der enormen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten erneut herausfordernd. Der Preisanstieg für Rohstoffe und Energie sowie der Anstieg der Bauzinsen haben für einen Nachfrageeinbruch im gesamten Bausegment gesorgt. Dies wirkte sich auch auf Teilbereiche unseres Produktportfolios aus. Ein steigendes Bewusstsein für die Verwendung von erneuerbaren Energien und einer autarken Energieversorgung sorgten aber weiterhin für eine hohe Nachfrage nach Aufdachmodulhalter zur Befestigung von PV-Anlagen auf Dächern. Insgesamt konnte der Jahresüberschuss auf 10.336,4 TEUR gesteigert werden. 4. Lage a.) Ertragslage Der Trend zur Erzeugung von erneuerbarer Energie im privaten wie im gewerblichen Sektor und die damit einhergehende Nachfrage nach Photovoltaik- und Solarenergieanlagen sorgten im Berichtsjahr für eine hohe Nachfrage nach Aufdachmodulhalter. Aufgrund der rückläufigen Auftragslage beim Wohnungsneubau war jedoch bei den klassische Bedachungsartikel ein Nachfragerückgang zu verzeichnen, sodass es produktübergreifend zu einem Absatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr kam. Dennoch war das Geschäftsjahr 2022 von einer guten Auftragslage gekennzeichnet. Im Berichtsjahr konnten die Umsatzerlöse preisgetrieben auf 66.879,9 TEUR erhöht werden. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von 15.748,8 TEUR bzw. 30,8 %. Dem gegenüber stehen jedoch teils stark gestiegene Preise für Rohstoffe. Für Stahl musste im Vergleich zum Vorjahr 54,6 % mehr bezahlt werden. Die Einkaufspreise für Bleche (+27,2 %) und Zink (+47,6 %) erhöhten sich ebenfalls signifikant. Aufgrund einer vorausschauenden Einkaufspolitik war trotz globaler Lieferengpässe die Versorgungssicherheit für Rohstoffe zu keiner Zeit in Frage gestellt. Die stark gestiegenen Einkaufspreise konnten über Preisanpassungen unserer Produkte zum Teil an die Kunden weitergegeben werden. Daher ist der Umsatzanstieg im Wesentlichen von den höheren Kundenpreisen getragen. Der Rohertrag lag im Berichtsjahr bei 40.336,4 TEUR und damit 6.917,6 TEUR bzw. 20,7 % höher als im Vorjahr. Das Geschäftsjahr 2022 endet mit einem Jahresüberschuss von 10.336,4 TEUR (Vorjahr 6.804,7 TEUR), was auch auf die verbesserte Umsatzrentabilität zurückzuführen ist. b.) Finanzlage Die für den Neubau der Verzinkerei und für die Modernisierung bestehender Maschinen und Anlagen getätigten Anzahlungen in Höhe von 6.259,7 TEUR konnten ohne die Aufnahme von Fremdkapital geleistet werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen demnach zum Bilanzstichtag 859,7 TEUR und wurden planmäßig getilgt. Die fortschreitende Digitalisierung von Unternehmensprozessen machte zudem Investitionen in Lizenzen für Software in Höhe von 74,9 TEUR notwendig. Weitere Investitionen in Höhe von 696,0 TEUR flossen insbesondere in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Das gute Geschäftsjahr führte trotz der getätigten Investitionen zu einer sehr guten Liquidität im Unternehmen. c.) Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 14.143,7 TEUR auf 54.746,5 TEUR im Berichtsjahr. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 61,64 % (Vorjahr 60,01 %). d.) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter Im Durchschnitt waren mit 302 Personen (294 Mitarbeiter + 8 Auszubildende) 22 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr beschäftigt. Die Anzahl der durchschnittlich im Unternehmen beschäftigten Leiharbeiter stieg von 28 Personen im Vorjahr auf 35 Personen im Jahr 2022. Unsere Mitarbeiter stellen das wertvollste Gut unseres Unternehmens dar. Erst Ihr Know-How und Ihre jahrelange Branchenerfahrung sorgen dafür, dass das Unternehmen auch in einem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld gut aufgestellt ist. Dieser Einsatz wird honoriert. Neben einer tariflichen Lohn- und Gehaltsstruktur werden auch die sozialen Leistungen fortlaufend erweitert. Insbesondere die Einführung eines Jobfahrrades und die Bezuschussung bei der Benutzung des öffentliche Personennahverkehr stellen nicht nur einen Mehrwert für die Mitarbeiter dar, sondern entlasten auch unsere Umwelt. Betriebsinterne Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge, ein betriebliches Wiedereingliederungsmanagement und die finanzielle Unterstützung bei der Teilnahme am Firmenfitness fördern die körperliche und geistige Gesundheit der Mitarbeiter. Eine laufende Überprüfung der Arbeitsplätze reduziert zudem das Unfall- und Gesundheitsrisiko. Das internen Schulungsmanagement trägt dazu bei, dass das betriebliche und das individuelle Wissen bewahrt und stetig ausgebaut wird. Nachhaltigkeit und Umweltschutz Im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsmanagements leistet wir unseren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens. Um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und den positiven Einfluss auf die Gesellschaft kontinuierlich auszubauen, wird Nachhaltigkeit bei allen wesentlichen Entscheidungen stets mit einbezogen. Bei der Planung und dem Bau der neuen Verzinkerei wird entsprechend darauf geachtet, dass die zukünftigen Belastungen für die Umwelt und für unsere Mitarbeiter so gering wie möglich sind. Modernste Wärmetauscher sorgen zukünftig dafür, dass die im Produktionsprozess entstehende Abwärme beinahe vollständig zurückgewonnen und umgehend in der Produktion wieder eingesetzt wird. Die Energierückgewinnung beträgt ca. 1000 kW.Darüber hinaus wird neben der bereits bestehenden Photovoltaikanlage auf dem Werk I auch auf dem Neubau der Verzinkerei eine PV-Anlage mit einer Leistung von 500 kWp entstehen. Mit dem neu entstandenen Blockheizkraftwerk können weitere 260 kW Strom erzeugt werden. Der selbst erzeugte Strom wird dabei nicht nur für die Produktion, sondern auch für unseren Fuhrpark verwendet. Mehr als 90 % der eingesetzten Stapler und Gabelhochhubwägen werden zukünftig mit Strom betrieben. Das im Zuge des Neubaus der Verzinkerei ebenfalls entstehende Bürogebäude, welches Sozialräume, Büros und Schulungsräume beinhaltet, wird nach den höchsten, aktuell gültigen energetischen Anforderungen gebaut (BEG / KfW-Effizienzgebäude 40). Beim bestehenden Verfahren des Feuerverzinken bleibt der Rohstoffkreislauf weitgehend geschlossen, da alle entstehenden Reststoffe wie Hartzink, Zinkasche oder verbrauchte Salzsäure durch betriebseigene Verfahren oder in der chemischen Industrie wieder aufbereitet werden. Beide Feuerverzinkungsanlagen verfügen über einen geschlossenen Prozess-Wasserkreislauf. Die Vermeidung von CO 2 -Emissionen gegenüber früheren Produktionsverfahren lag auch im Jahr 2022 bei rund 800 Tonnen oder über 65 %. Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produktionsprozesse in der Bauartikelfertigung sorgt dafür, dass wir wertvolle Ressourcen und Energie einsparen. C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht Die Entwicklung im Russland-Ukraine-Krieg, die Rohstoff- und Energiepreise sowie die Inflation werden im Jahr 2023 die wichtigsten Unsicherheitsfaktoren für die Wirtschaft sein. Wenngleich die Konjunkturprognosen daher volatil bleiben werden, so ist der Trend zu einem weiteren Rückgang des weltweiten Wirtschaftswachstums erkennbar. Die vom IWF im Februar 2023 veröffentlichten Wachstumsprognosen zeigten ein weltweites Wirtschaftswachstum von 2,9 % sowie 0,7 % im Euroraum und 0,1 % in Deutschland. Neuste Zahlen vom April 2023 zeigen hingegen vor allem für die deutsche Wirtschaft ein anderes Bild. Während das erwartete weltweite Wirtschaftswachstum für das Jahr 2023 vom IWF auf 2,8 % nach unten korrigiert wurde, erwartet man im Euroraum nun ein Wachstum von 0,8 %. Für Deutschland wird hingegen sogar eine Rezession erwartet, da das Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich um 0,1 % schrumpfen wird. Die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation wird auch weiterhin dafür sorgen, dass die Preise am Rohstoff- und Energiebeschaffungsmarkt hoch bleiben. Mit einem Rückgang ist lediglich für kurze Zeiträume und bei einzelnen Positionen zu rechnen. Aufgrund der anhaltenden Inflation und der angespannten Marktsituation werden zudem die hohen Erzeugerpreise nur noch bedingt an die Kunden weitergereicht werden können. Die weiterhin hohen Kosten für Baumaterialien und die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen sorgen auch bei den privaten Bauvorhaben am heimischen Markt für eine rückläufige Entwicklung. Gemäß Statistischem Bundesamt reduzierte sich die Zahl der Baugenehmigungen für Wohngebäude im Januar und Februar 2023 um 23,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit einem weiteren Rückgang ist zu rechnen. Der enorme Einbruch der Bauvorhaben wird sich auch auf unsere Bauartikelproduktion auswirken. In Abhängigkeit der Lagerbestände ist ein zeitlich nicht vorhersehbarer Produktionsstopp einzelner Artikel möglich. Aufgrund der noch gefüllten Auftragsbücher wird für das Geschäftsjahr 2023 mit einem guten Ergebnis gerechnet. 2. Risikobericht a.) Risikomanagementsystem Detailliert aufbereitete Abweichungs- und/oder Deckungsbeitrags-Veränderungs-Mengen-Analysen münden als Frühwarnsysteme seit Jahren in das Risikomanagement CONTROL. Dieses stellt sicher, dass die Geschäftsführung wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten kann. Die Frühwarnsysteme werden permanent erweitert und verfeinert. Ziel des Risikomanagements ist die laufende Identifizierung und Bewertung von Chancen und Risiken. b.) Risiken Beschaffungs- und Absatzmarkt Die wesentlichen Risiken der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens liegen in der relativen Abhängigkeit von der Entwicklung der Baukonjunktur sowie der vom Staat geforderten Energiewende, welche unter anderem den weiteren Ausbau von PV-Anlagen auf Gebäuden beinhaltet. Weiterhin steigende Baupreise und -zinsen könnten die Nachfrage am Markt für Wohnungsbau noch weiter verringern. Energetische Sanierungen und der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien könnten ebenfalls aufgrund der steigenden Kosten und ausbleibenden staatlichen Förderprogramme zum Erliegen kommen. Ein Rückgang der Nachfrage nach Bedachungsartikel ist nicht auszuschließen. Umfangreiche Marktrecherchen- und Analysen helfen jedoch dabei, etwaige Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Die Preisentwicklung vieler Rohstoffe am Beschaffungsmarkt ist weiterhin durch eine große Volatilität gekennzeichnet. Eine vorausschauende Einkaufspolitik und langfristige Lieferverträge reduzieren das Risiko. Weiter bestehen naturgemäß Debitorenrisiken einschließlich Abwicklungsrisiken, die durch Geschäftsart und -volumen bedingt sind. Im Geschäftsfeld Entwässerungstechnik sind wir nach wie vor mit einem Preisdruck konfrontiert, dem wir zuvorderst mit qualitativ hochwertigen Ausführungen zu begegnen versuchen. Dennoch können Marktanteilsverluste nicht ausgeschlossen werden. Die Entwicklung der Energiepreise muss stringent beobachtet werden. Weiter muss versucht werden, regelmäßigen Lohntarifsteigerungen mit konsequenten Rationalisierungsmaßnahmen zu begegnen. Plagiate Mit der anhaltend hohen Nachfrage nach erneuerbaren Energien und der damit verbundenen Möglichkeit der wirtschaftlichen Wertschöpfung auf diesem Markt, steigt auch die Zahl der Unternehmen, die sich durch marktunübliche oder illegale Vorgehensweisen beteiligen wollen. Der von uns produzierte Aufdachmodulhalter zählt hinsichtlich seiner Qualität und der Einsatzmöglichkeit auf dem Dach zu den Premiumprodukten. Eingetragene Patente und eine regelmäßige Marktanalyse sorgen dafür, dass Plagiate aufgedeckt und vom Markt genommen werden. Eine lückenlose Bekämpfung von Plagiaten ist jedoch aufgrund eines zunehmenden Marktwachstums nicht möglich. Kosten Neubau der Verzinkerei Durch den Neubau der Verzinkerei sind auch wir direkt vom Preisanstieg bei Waren und Dienstleistungen betroffen. Trotz sorgfältiger Planung kann ein Anstieg der Kosten aufgrund der aktuellen Marktlage nicht ausgeschlossen werden. Bei abgeschlossenen Gewerken musste bereits ein Kostenanstieg festgestellt werden. Eine interne Projektgruppe sorgt jedoch für eine ständige Überwachung des Neubaus hinsichtlich Ablauf- und Kostenentwicklung. Russland-Ukraine-Konflikt Ein Andauern des Russland-Ukraine-Konflikts könnte zu weiteren Problemen am Beschaffungsmarkt für Energie und Rohstoffe führen. Zudem besteht das Risiko von weiteren Sanktionen und entsprechenden Gegenmaßnahmen. Weitere Beeinträchtigungen bei der Gasversorgung und eine Verschärfung von Lieferengpässen könnten sich sowohl auf unsere Produktion als auch die unserer Lieferanten auswirken. Die Lage in der Ukraine und deren wirtschaftliche Auswirkungen wird fortlaufend analysiert, kann jedoch aufgrund der sich schnell ändernden Sachlage nicht vollständig bewertet werden. Sonstige Risiken Produktrisiken sind prinzipiell vorhanden, können aber aufgrund intensiver Entwicklungsarbeit und wegen eines ausgefeilten produktbezogenen Qualitätsmanagement-Systems nahezu ausgeschlossen werden. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz von Virenscannern, Firewall- und Intrusion-Prävention-Systemen. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Hinsichtlich der IT-Sicherheit besteht aufgrund der rasant fortschreitenden Entwicklung ein Restrisiko, das nicht vollständig zu beherrschen ist. Dem drohenden Fachkräftemangel wird durch ein aktives Personalmanagement und verstärkte Anstrengungen im Ausbildungsbereich begegnet. 3.) Chancenbericht Der im Rahmen der Klimawende vom Staat geforderte Umstieg auf die Verwendung von erneuerbaren Energien bei Neubauten sowie bei der energetischen Sanierung von Bestandsimmobilien, kann, bei entsprechender staatlicher Unterstützung und den entsprechenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, weiter für eine hohe Nachfrage nach Aufdachmodulhaltern sorgen. Durch die geplante Produktionserweiterung im Zuge der Beteiligung bei der AyTec Automation GmbH kann diese Nachfrage zukünftig noch schneller bedient werden. Voraussichtlich wird die neue Verzinkerei zum Jahresbeginn 2024 in Betrieb genommen. Zudem wird die räumliche Verknüpfung des bisherigen Werkes mit dem Neubau für weitere Synergieeffekte sorgen, wodurch sich schlussendlich finanzielle Einsparungen ergeben werden. Die in diesem Zusammenhang entstehende Verbesserung des Arbeitsumfeldes wird sich weiter positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirken. Durch die neu entstehenden, modern ausgestatteten Schulungsräume wird das interne Schulungsmanagement weiter ausgebaut werden können. Der schrittweise Ausbau des digitalen Dokumentenmanagement-Systems sowie neue standardisierte Prozesse in den einzelnen Fachabteilungen erlauben eine effizientere und arbeitsplatzunabhängige Arbeitsweise. Die Einführung einer neuen Kommunikationssoftware wird zudem die internen wie externen Kommunikationsmöglichkeiten verbessern.
Neutraubling, 12.06.2023 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAngaben zur Identifikation der Gesellschaft
Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Otto Lehmann GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Seit dem Jahresabschluss 2016 werden die Bestimmungen des HGB i. d. F. des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes umgesetzt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Die Wertangaben dieses Anhangs erfolgen in TEUR. Die im Bericht erfassten Kennzahlen sind kaufmännisch gerundet. Dies kann in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte nicht exakt zur angegebenen Summe addieren und sich Prozentangaben nicht aus den dargestellten Werten ergeben. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Bericht das generische Maskulinum verwendet. Diese Formulierung schließt ausdrücklich alle Geschlechteridentitäten ein. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden an den handels- und steuerrechtlichen Vorschriften ausgerichtet. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bewertet. Zugänge zum Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Aktivierte Eigenleistungen werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Einzelkosten und unter Einbeziehung notwendiger Gemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Abschreibungen auf Geschäfts- und Fabrikgebäude erfolgen gemäß § 7 Abs. 4 und 5 EStG. Die planmäßigen Abschreibungen der übrigen Sachanlagen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in der Regel in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis 150,00 EUR werden ab dem 01.01.2008 analog § 6 Abs. 2 EStG aktiviert und sofort in voller Höhe abgeschrieben. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten über 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR wird ein jahrgangsbezogener Sammelposten gebildet, der gleichmäßig auf 5 Jahre abgeschrieben wird. Es handelt sich dabei um die sogenannte "Pool-Abschreibung" gemäß § 6 Abs. 2 a EStG. Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Vorräte (Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Waren) erfolgte zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten. Es wurde das Niederstwertprinzip beachtet. Innerhalb der Rohstoffe wurde für den Teilbereich "Zink im Kessel" als Grundlage zur Ermittlung der Anschaffungskosten wegen den volatilen Einstandspreisen bei nahezu konstanter Bestandsmenge die Bewertung nach der Lifo-Methode angewandt. Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB zwischen der Bewertung nach der Lifo-Methode und dem Marktpreis beträgt zum Bilanzstichtag 943.306,00 EUR. Ein grundlegender Wechsel der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Einzelkosten und unter Einbeziehung notwendiger Gemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Auf die verlustfreie Bewertung wurde geachtet. In den Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind grundsätzlich mit Nominalbeträgen dargestellt. Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit angemessenen Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen in Höhe der Erfüllungsbeträge gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen durchgeführt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden laufzeitadäquat mit den Zinssätzen der Deutschen Bundesbank abgezinst. Verbindlichkeiten wurden mit Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Bildung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgte in handelsrechtlich zulässigem Umfang. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Gliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. Vorräte Die Vorräte beinhalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 5.808,8 TEUR (Vorjahr 4.575,9 TEUR), unfertige Erzeugnisse in Höhe von 3.051,7 TEUR (Vorjahr 2.871,8 TEUR) sowie Fertigerzeugnisse und Handelswaren in Höhe von 4.420,6 TEUR (Vorjahr 3.317,9 TEUR). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den am Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben 0,0 TEUR (Vorjahr 0,0 TEUR) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen späteren bestimmten Zeitraum darstellen. Disagiobeträge sind nicht enthalten. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Otto Lehmann GmbH beträgt 5.130 TEUR. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen betragen 6.422,1 TEUR (Vorjahr 5.985,6 TEUR). Als Bewertungsverfahren wurde die projected unit credit (puc) Methode unter Berücksichtigung der Sterbetafeln "Richttafeln RT 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Bei der Bewertung wurden folgende Annahmen zum 31.12.2022 gemacht:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag, welcher für die Ausschüttung gesperrt ist. Der Unterschiedsbetrag für die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 300.216,00 EUR und ergibt sich wie folgt:
Sonstige Rückstellungen betreffen im wesentlichen Jubiläumszuwendungen, Resturlaub, Arbeitszeitkonten, Sonderzahlungen an das Personal, Aufbewahrungskosten, Jahresabschlusskosten sowie Pfand für Transportmittel. Verbindlichkeiten Die Strukturierung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen späteren bestimmten Zeitraum darstellen. Disagiobeträge sind nicht enthalten. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Otto Lehmann GmbH beträgt 5.130 TEUR. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen betragen 6.422,1 TEUR (Vorjahr 5.985,6 TEUR). Als Bewertungsverfahren wurde die projected unit credit (puc) Methode unter Berücksichtigung der Sterbetafeln "Richttafeln RT 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Bei der Bewertung wurden folgende Annahmen zum 31.12.2022 gemacht:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag, welcher für die Ausschüttung gesperrt ist. Der Unterschiedsbetrag für die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 300.216,00 EUR und ergibt sich wie folgt:
Sonstige Rückstellungen betreffen im wesentlichen Jubiläumszuwendungen, Resturlaub, Arbeitszeitkonten, Sonderzahlungen an das Personal, Aufbewahrungskosten, Jahresabschlusskosten sowie Pfand für Transportmittel. Verbindlichkeiten Die Strukturierung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel.
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 859,7 TEUR (Vorjahr 964,9 TEUR) bestehen Besicherungen durch Grundpfandrechte und/oder Sicherungsübereignung. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 66.879,9 TEUR (Vorjahr 51.131,1 TEUR) erzielt, die sich wie folgt aufteilen:
Die Position Sonstige Umsatzerlöse beinhaltet Handelswaren, Abfälle, Naßbeschichtung, Mieterträge, Konzernumlage sowie gewährte Kundenskonti. Aktivierte Eigenleistungen Die aktivierten Eigenleistungen beinhalten im Wesentlichen Leistungen bei der Erstellung von eigengenutzten Werkzeugen. Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge enthalten, die von außergewöhnlicher Größenordnungoder außergewöhnlicher Bedeutung sind:
Materialaufwand Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 26.712,8 TEUR (Vorjahr 17.708,6 TEUR), Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von 56,4 TEUR (Vorjahr 57,9 TEUR) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 2.404,7 TEUR (Vorjahr 1.655,5 TEUR). Personalaufwand / Mitarbeiter Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter beliefen sich im Berichtsjahr auf 14.225,7 TEUR (Vorjahr 13.360,2 TEUR). Die sozialen Abgaben sowie Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betrugen 3.352,3 TEUR (Vorjahr 2.952,5 TEUR). Im Durchschnitt des Berichtsjahres wurden 302 Mitarbeiter beschäftigt, die sich wie folgt aufteilen:
Abschreibungen Im Berichtsjahr betrugen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 95,6 TEUR (Vorjahr 84,0 TEUR) und auf Sachanlagen 1.084,5 TEUR (Vorjahr 1.106,7 TEUR). Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in Höhe von 50,1 TEUR (Vorjahr 41,5 TEUR) abgeschrieben. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen beinhalten Beteiligungserträge in Höhe von 300,0 TEUR (Vorjahr 300,0 TEUR) sowie Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 2,9 TEUR (Vorjahr 2,9 TEUR). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Aufwendungen für Zinsen für kurzfristige Verbindlichkeiten beliefen sich auf 8,1 TEUR (Vorjahr 8,1 TEUR) und für langfristige Verbindlichkeiten auf 133,7 TEUR (Vorjahr 146,0 TEUR). Zudem entstand ein Zinsaufwand an verbundene Unternehmen in Höhe von 36,2 TEUR (Vorjahr 2,8 TEUR). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie sonstige Steuern Die Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für die Gewerbesteuer und die Körperschaftsteuer. Auf das laufende Berichtsjahr entfielen dabei Aufwendungen in Höhe von 3.768,7 TEUR (Vorjahr 2.502,1 TEUR). Periodenfremde Aufwendungen für Steueraufwendungen aus vorangegangenen Geschäftsjahren beliefen sich auf 1,4 TEUR (Vorjahr 0,4 TEUR). Unter den sonstigen Steuern sind Grund- und Kraftfahrzeugsteuer ausgewiesen. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in folgender Höhe:
Honoraraufwand des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse der Otto Lehmann GmbH für Verpflichtungen von verbundenen Unternehmen gegenüber. Anteilsbesitz Die Otto Lehmann GmbH besitzt zum 31.12.2022 Anteile an verbundenen Unternehmen. Name, Sitz, Höhe des Kapitalanteils, Eigenkapital und Ergebnis der Beteiligungsgesellschaften werden wegen der sich daraus ergebenen erheblichen Nachteile gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB nicht offengelegt. GewinnverwendungsvorschlagAusgehend vom Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 10.336.354,33 EUR und unter Einbeziehung des Gewinnvortrages in Höhe von 7.880.557,00 EUR und der Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 3.083.601,93 EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 15.133.309,40 EUR. Beirat und Geschäftsführung schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 15.133.309,40 EUR eine Gewinnausschüttung von 1.026.000,00 EUR vorzunehmen. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 14.107.309,40 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Organe Geschäftsführer war im Geschäftsjahr: • Herr Franz Ehl Der Beirat bestand im Geschäftsjahr aus: • Herrn Frank Fürböck, Qualitätsfachmann (Vorsitzender des Beirats) • Frau Martina Theml, Verwaltungsangestellte • Herrn Herbert Mundt, ehem. Prokurist Vergütung der Geschäftsführer Wir verweisen auf die Schutzvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB. Diese wurde in Anspruch genommen, da nur ein Geschäftsführer Bezüge in der Gesellschaft erhält. Ohne die Anwendung dieser Schutzklausel ließen sich die Bezüge des Geschäftsführers feststellen. Dem Beirat wurden keine Vergütungen bezahlt. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresende Mit dem Ziel die Produktionskapazitäten in der Bauartikelfertigung zu steigern, ist die Otto Lehmann GmbH Mitte des zweiten Quartals 2023 eine stille Beteiligung in Höhe von 2.300 TEUR eingegangen. Mit Wirkung zum 01.01.2023 wurde Herr Andreas Batzl zum Geschäftsführer der Otto Lehmann GmbH bestellt.
Neutraubling, 12.06.2023 OTTO LEHMANN GMBH Franz Ehl, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2023 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Otto Lehmann GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Otto Lehmann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Otto Lehmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und für die Überwachung Verantwortlichen für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Ergolding, 14.06.2023 Michael Hundseder, Wirtschaftsprüfer |
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