ENDYS GmbH Energiedatenerfassung in der Industrie
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christine Myrian Martinez Maldonado seit 3.4.2025 | Prokura |
Hermann Georg Christian Rau seit 27.3.2025 | Prokura |
Birgit Dr. Menne seit 8.9.2022 | Prokura |
Peter Dr. Schertl seit 11.3.2021 | Prokura |
Michael Dr. Schmalholz seit 18.1.2021 | Prokura |
Manja Fröhlich seit 29.10.2020 | Prokura |
Torben Müller seit 5.4.2019 | Geschäftsführer |
Thijs Theodorus Leonardus Karis seit 25.3.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Cordevigo Interim Lux Bidco S.à r.l. | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kalle GmbHWiesbadenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des UnternehmensAls oberste Holdinggesellschaft, in den die Kalle Gruppe mit der Muttergesellschaft Sixteen Gooseberry S.à r.l. einbezogen ist, fungiert die Cordevigo Interim Lux Holdco S.à r.l. in Luxemburg. Zur Kalle Gruppe gehören zum Jahresende 2022 insgesamt 23 - davon 9 inländische und 15 ausländische - Gesellschaften. Die Cordevigo Holding GmbH ist die oberste deutsche Holdinggesellschaft der Kalle Gruppe, welche mit Ausnahme der Kalle USA LLC, Gurnee, Illinois (USA) sowie deren mittelbaren Beteiligung Jif-Pak Manufacturing LLC, Vista, Kalifornien (USA), die übrigen operativen Gesellschaften umfasst. Innerhalb der Kalle Gruppe repräsentiert die Kalle GmbH, Wiesbaden, die Gesellschaft mit dem größten Umsatz. Ihre Geschäftstätigkeit umfasst vornehmlich die Entwicklung und den Vertrieb von Wursthüllen sowie die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Cellulose-Schwammtuch. Die Herstellung der Wursthüllenprodukte erfolgt hauptsächlich durch die Kalle Casings GmbH & Co. KG, Wiesbaden sowie durch die Oskutex GmbH, Georgsmarienhütte und durch die Jif-Pak Manufacturing LLC, Vista, Kalifornien (USA). Mit den inländischen Tochtergesellschaften Oskutex GmbH, Georgsmarienhütte und Kalle Auslandsbeteiligungen GmbH, Wiesbaden bestehen Ergebnisabführungsverträge. Auch mit der Botero 1 GmbH, Wiesbaden, der Kalle Management GmbH, Wiesbaden sowie der Cordevigo Investment GmbH, Wiesbaden, besteht eine Ergebnisabführungsvertragskette. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die auch zur internen Steuerung herangezogen werden, sind Umsatz und EBITDA. II. Wirtschaftliche RahmenbedingungenZu Beginn des Wirtschaftsjahres 2022 zeigte sich die globale Wirtschaftslage robust und man spürte die Fortsetzung der Erholung nach den Auswirkungen der Corona-Pandemie (BIP-Wachstum 2021 5,9% 1 , Forecast 2022 2,9% 2 ). Diese Erholung wurde gedämpft durch den Ausbruch des Krieges zwischen der Ukraine und Russland und den daraus resultierenden Einflüssen auf die Weltwirtschaft. Die Sanktionen führten zu Störungen der weltweiten Wertschöpfungsketten und erhöhten den inflationären Druck (die jahresdurchschnittliche Inflation für 2022 betrug 8,75% 3 ). Die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen führt zu erheblichen Preissteigerungen und teilweise Lieferengpässen 4 . Auch die anhaltenden Lieferengpässe hemmten den weiteren Aufschwung 5 . Auch im Jahr 2022 hat die angespannte Situation auf den Rohstoffmärkten und dem Logistikmarkt zu weiteren Kostensteigerungen für die Kalle Gruppe geführt. Die Preise für diverse Rohstoffe der Gesellschaft unterlagen extremen Steigerungen, teilweise mit Erhöhungen im dreistelligen Prozentbereich. Die anhaltenden Herausforderungen auf dem Container-Schiffmarkt sorgten für andauernde Verschiebungen in der Verschiffung unserer Waren 6 . Trotz der Herausforderungen hat sich der Wursthüllenmarkt behaupten können, denn in der Krise verzehren Konsumenten wieder vermehrt verarbeitete Wurstwaren, die in künstlichen Wursthüllen hergestellt werden. In einem Umfeld der Unsicherheit und Volatilität, welche das Verbraucherverhalten auf der ganzen Welt beeinflusst hat, bleibt die Gesamtmarktgröße unverändert (4,5 Mrd. EUR für Natur- und Kunstdarm gesamt 7 ). Der Trend (Wechsel vom Naturdarm zum Kunstdarm) hält an, aktuelle Schätzungen für die Marktgröße des Kunstdarms liegen derzeit bei 2,4 Mrd. EUR 8 bis 2,8 Mrd. EUR. Auch der Trend zum Bezug von wirtschaftlicheren Hüllenoptionen bleibt unverändert, da die Herausforderungen in der Lieferkette anhalten und die Wirtschaft weiterhin unter den Folgen von Corona, Brexit und dem Krieg in der Ukraine mit Russland leidet, was bei Kunden 9 als auch Verbrauchern zum Horten (am besten geeignet hierfür sind langlebige Produkte - meist aus dem Billigsegment) geführt hat. Die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette war wichtiger denn je. Dies zeigte sich auch im Auftragseingang der Kalle Group. Wir hatten im Durchschnitt 30% mehr Auftragseingang als für 2022 geplant war und 42% mehr als im gleichen Zeitraum im Jahr 2021. Der Devisenmarkt unterlag deutlichen Schwankungen. Der U.S. Dollar, die wichtigste Fremdwährung für die Kalle GmbH, war im Jahr 2022 volatil und notierte zwischen 0,96 USD/EUR und 1,14 USD/EUR. Am Jahresende lag der Kurs bei 1,07 USD/EUR. III. Geschäftsentwicklung 2022Wegen den vorhergenannten Preissteigerungen waren wir gezwungen, unsere Verkaufspreise anzuheben. Dies führte zu steigenden Umsätzen im Jahr 2022. Auch der Absatz lag etwas über dem Vorjahresniveau. In Summe lag der Gesamtumsatz rund 19% über dem Niveau des Geschäftsjahres 2021. Aus Sicht der Geschäftsleitung ist das Geschäftsjahr 2022 zufriedenstellend verlaufen. Die deutlich gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Transporte, sowie Energien mussten durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden. Des Weiteren wurden Projekte zur Optimierung der Abläufe realisiert, welche ebenso einen positiven Effekt auf die Ertragslage hatten. Dementsprechend konnte im Jahr 2022 ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 8,6 Mio. € erzielt werden. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Höhe von 5,1 Mio. (Vorjahr 4,6 Mio.) sind auf verschiedene Schwerpunkte ausgerichtet. Im Fokus stehen die Entwicklung von Wursthüllen mit sogenannten Transfer-Technologien, insbesondere für die Übertragung von Gewürzen und Geschmackskomponenten, die Entwicklung von Spezialitätenanwendungen z. B. bezüglich Oberflächen und Formen, der Einsatz neuer Materialien, Hüllen, die keine Konservierungsmittel, künstliche Farbstoffe und Allergene enthalten, sowie die Entwicklung von Prozesstechnologien. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Gesellschaft lag im Geschäftsjahr 2022 bei 372 Personen (Vorjahr 384). IV. ErtragslageDas Management steuert die Gesellschaft anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Insgesamt verlief das Geschäftsjahr gut; die im Vorjahr prognostizierten Ziele in Umsatz und EBITDA wurden erreicht. Das EBITDA betrug 11,9 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €) und hat sich insbesondere durch die Weitergabe der höheren Kosten an die Kunden, sowie unter anderem durch die erfolgreiche Umsetzung der für 2022 geplanten Margenprojekte, wie z.B. das Vorhaben zur Ertragsverbesserung und Energieeinsparung positiv entwickelt und liegt damit über er für 2022 gemachten Prognose. Neben den dargestellten steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren gibt es weitere nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, die von der Geschäftsführung verfolgt werden. Effiziente Herstellungsprozesse, Produktsicherheit, Ressourcenschonung, Umweltschutz und Hygiene haben einen sehr hohen Stellenwert bei unserer Arbeit. Das Geschäftsjahr 2022 schloss die Kalle GmbH mit einem Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Ergebnisabführung in Höhe von 8,7 Mio. € (Vorjahr -2,6 Mio. €) ab:
Die Gesamtleistung beinhaltet die Umsatzerlöse, die Bestandsveränderungen, die aktivierten Eigenleistungen sowie die sonstigen betrieblichen Erträge. Aufgrund des ab dem 1. Januar 2016 bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Botero 1 GmbH, Wiesbaden, beträgt der Jahresüberschuss TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). Wie erwartet, stieg der Umsatz, an. Auch das Ergebnis vor Ergebnisabführung verbesserte sich entsprechend aus oben genannten Gründen. 1. Umsatzerlöse und Gesamtleistung Die Umsätze nach Absatzregionen stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
Die wichtigste Verkaufsregion ist weiterhin Europa, gefolgt von Amerika. Der Umsatz, insbesondere im asiatischen Bereich, stieg gegenüber dem Vorjahr, durch neu hinzugekommene Aufträge, deutlich an. Am Gesamtumsatz bilden die Wursthüllen den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Kalle GmbH. Die Produktgruppen stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
Im Berichtsjahr stiegen die Umsätze in allen Produktsegmenten an. Die Verteilung auf die einzelnen Produktsegmente blieb im Vergleich zum Vorjahr gleich. Die Gesamtleistung stieg im Berichtsjahr auf 242,3 Mio. € (Vorjahr 201,8 Mio. €). 2. Aufwendungen und Erträge Der Materialaufwand stieg von 146,9 Mio. € im Vorjahr auf 169,2 Mio. € deutlich an. Hauptgründe waren hier, neben den Absatzanstieg, die globalen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie und des Krieges in der Ukraine, die die Rohstoffpreise, Energiekosten sowie die Transportkosten signifikant anstiegen ließen. Im Jahr 2022 wendete die Kalle GmbH insgesamt 5,1 Mio. € für Forschung und Entwicklung auf (Vorjahr 4,6 Mio. €). Die Personalaufwendungen betrugen 33,5 Mio. € (Vorjahr 32,0 Mio. €) und sind damit abermals gestiegen. Ein Großteil dieses Anstiegs resultiert aus der Inflationsausgleichszahlung, die im Januar 2023 an die Mitarbeiter ausgezahlt wurde. Die Löhne und Gehälter entwickeln sich analog zum Flächentarifvertrag der IG BCE. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind mit 3,4 Mio. € auf Vorjahresniveau Vorjahr 3,4 Mio. €). Die in der Gesamtleistung enthaltenen sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3,7 Mio. € (Vorjahr: 4,8 Mio. €) resultierten, neben Währungskursgewinnen in Höhe von 2,2 Mio. € (Vorjahr 1,1 Mio. €), aus periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €). Außerdem werden sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) und sonstige Erträge 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 27,6 Mio. € (Vorjahr 22,5 Mio. €) beinhalten Kosten aus dem Service Agreement der Kalle Management GmbH in Höhe von 2,2 Mio. € (Vorjahr 2,2 Mio. €), Kosten für Serviceleistungen in Höhe von 5,5 Mio. € (Vorjahr 5,0 Mio. €), Gebühren 1,8 Mio. € (Vorjahr 1,6 Mio. €), Ausgangsfrachten 8,2 Mio. € (Vorjahr 5,8 Mio. €), sonstigen Fremdleistungen und Bankspesen in Höhe von 5,0 Mio. € (Vorjahr 4,9 Mio. €). Sie beinhalten ebenso Kursverluste in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €). Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen beinhalten die Gewinnabführung der Beteiligungsgesellschaft OSKUTEX GmbH sowie die der Kalle Auslandsbeteiligungen GmbH. In Geschäftsjahr 2022 beträgt das Beteiligungsergebnis der Kalle GmbH 6,0 Mio. € gegenüber 6,2 Mio. € im Vorjahr. V. Vermögens- und Finanzlage1. Vermögenslage Die Bilanzsumme reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 263,0 Mio. € (Vorjahr 263,5 Mio. €). Das Anlagevermögen beläuft sich auf 206,9 Mio. € (Vorjahr 210,6 Mio. €). Darin enthalten sind Sachanlagen mit 34,2 Mio. € (Vorjahr 33,7 Mio. €), Immaterielle Vermögensgegenstände mit 32,9 Mio. € (Vorjahr 34,2 Mio. €) sowie Finanzanlagen mit 139,8 Mio. € (Vorjahr 142,7 Mio. €). Die Finanzanlagen bestehen im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen mit 121,8 Mio. € (Vorjahr 121,8 Mio. €). Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sowie fertigen Erzeugnissen und Waren stieg hauptsächlich wegen höherer Beschaffungskosten deutlich auf 21,6 Mio. € (Vorjahr 17,2 Mio. €). Im Zuge der gestiegenen Umsatzerlöse erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 6,6 Mio. € (Vorjahr 3,5 Mio. €) und bedingten u.a. auch den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 21,1 Mio. € (Vorjahr 17,9 Mio. €). Die Forderungen gegen die Gesellschafterin aus dem Vorjahr in Höhe von 9,4 Mio. € drehten zum Jahresende in eine Verbindlichkeit, aufgrund des positiven Jahresergebnisses in dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich auf 3,4 Mio. € (Vorjahr 3,9 Mio. €). Der Kassenstand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Jahresende mit 2,7 Mio. € um 2,0 Mio. € höher als im Vorjahr. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Botero 1 GmbH, Wiesbaden, liegt der Jahresüberschuss bei 0 € (Vorjahr 0 €). Im Geschäftsjahr 2021 beschloss die Botero 1 GmbH, Wiesbaden als Muttergesellschaft der Kalle GmbH eine Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 5.985. Diese wurde im Januar 2022 in Form einer Bareinzahlung getätigt. Die Passivseite der Bilanz ist geprägt durch langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen, darunter die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 33,7 Mio. € (Vorjahr 32,4 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 108,6 Mio. € (Vorjahr 122,9 Mio. €), die aufgrund der wirtschaftlichen Betrachtung als langfristig klassifiziert werden und eine Kündigungsfrist von einem Jahr beinhalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen blieben gegenüber dem Vorjahr mit 2,3 Mio. € nahezu identisch. Die sonstigen Rückstellungen sanken leicht um 0,1 Mio. € auf 4,4 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 156,3 Mio. € (Vorjahr 163,4 Mio. €) und Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betrugen 5,2 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind insbesondere durch die Tilgung eines Darlehens in Höhe von € 14,4 Mio. und dazu gegenläufig um € 7,2 Mio. höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gesunken. 2. Finanzlage Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag aufgrund der Ergebnisabführung unverändert 21,5 %. Die Gesellschaft finanziert sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus gruppeninterner Finanzierung. Die Finanzierungstätigkeit war einerseits geprägt durch einen hohen Tilgungsanteil an Gesellschafterdarlehen und gezahlter Zinsen aber gleichzeitig auch durch die Einzahlung der Erhöhung der Kapitalrücklage im Januar 2023, sodass daraus insgesamt ein Mittelabfluss von 14,6 Mio. € resultierte. Zum Ende des Geschäftsjahres erhöhte sich der Finanzmittelfonds um 2,0 Mio. € auf 2,7 Mio. €. Aus laufender Geschäftstätigkeit resultierte im Wesentlichen durch das positive Jahresergebnis vor Ergebnisabführung ein Mittelzufluss von 13,6 Mio. €, aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelzufluss von 3,2 Mio. € insbesondere durch die erhaltenen Einzahlungen sowie zahlungswirksamen Erträge aus Finanzanlagen und dazu gegenläufig Investitionen in das Sachanlagevermögen. Die Gesellschaft sieht sich aufgrund der Vermögens- und Finanzlage für die Zukunft insgesamt gut aufgestellt, um sich erfolgreich entwickeln zu können. VI. Risiko- und Chancenbericht sowie Maßnahmen zur Minimierung von Risiken und Nutzung von ChancenGeschäftliche Aktivitäten sind, wie jede unternehmerische Tätigkeit, einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft beeinflussen können. Soweit Chancen und Risiken quantifizierbar sind bzw. im Risikomanagementsystem quantifiziert werden, ist dies im Folgenden angegeben. Die dargestellten Risiken stellen die Risiken mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit dar. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikosituation des Unternehmens nicht wesentlich verändert. Durch die Ukraine Krise sind die globalen Versorgungsketten unter Druck geraten. Die hierdurch entstandenen Herausforderungen bezüglich der Verfügbarkeit von Materialien werden mit den Lieferanten abgestimmt und angegangen. Die daraus resultierenden Preissteigerungen werden weitergegeben, um das Ertragsniveau nicht zu gefährden. Dies ist jedoch in einigen Fällen nur zeitversetzt möglich. Trotz dieser Engpässe kam es in der Versorgung unserer Kunden bisher nicht zu signifikanten Lieferverzögerungen. Unsere Dual Sourcing Strategie hat sich bewährt, trotzdem arbeiten wir kontinuierlich an der Qualifizierung neuer Lieferanten. Die Bezugsrisiken aus der aktuellen Krise sind nach derzeitiger Einschätzung von untergeordneter Bedeutung, da der direkte Warenbezug aus den betroffenen Gebieten limitiert ist. Es können sich Risiken aus dem Ausfall von Forderungen von Kunden ergeben. Diese sind jedoch überschaubar, da die Gesellschaft den wesentlichen Teil ihrer Umsätze versichert. Ein potenzieller Forderungsausfall würde daher lediglich zu einer leichten Beeinträchtigung der Finanzlage der Gesellschaft führen. Da die Kalle Gruppe sowohl im Bereich der Wursthüllen als auch der Schwammtücher in einem breiten Produktspektrum tätig ist und darüber hinaus eine geographische Diversifikation besteht, weist die Risikolage der Kalle Gruppe ein insgesamt ausgeglichenes Chancen- und Risikoprofil auf. Ein geringerer operativer Mittelzufluss könnte zur Verringerung der Liquidität führen. Aufgrund der verfügbaren konzerninternen Finanzierung sind jedoch keine wesentlichen Risken absehbar. Als Komplementär der Kalle Casings GmbH & Co. KG, Wiesbaden, haften die Gesellschaft ihr gegenüber unbeschränkt. Nach Einschätzung des Managements ist das Risiko der Inanspruchnahme der Haftung gering, da die Gesellschaft derzeit über ausreichend Eigenkapital verfügt. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch neben weiteren Konzerngesellschaften als Garantin für die Verbindlichkeiten der Kalle Management GmbH, Wiesbaden, Cordevigo US Bidco LLC, Delaware, USA, sowie Cordevigo Interim Lux Bidco S.à r.l., Luxemburg, für das am 30. Juni 2016 (mit letzter Anpassung vom 17. Dezember 2021) für eine Dauer von 8 Jahren und 6 Monaten abgeschlossene Senior Facilities Agreement (SFA) sowie für das am 30. Juni 2016 (mit letzter Anpassung vom 17. Dezember 2021) für eine Dauer von 8 Jahren abgeschlossene Second Lien Facility Agreement (SLF). Das SFA umfasst ein Gesamtvolumen von TEUR 300.000 und das SLF ein Volumen von TEUR 55.299 und TUSD 39.968 (TEUR 92.783 zum Stichtag). Nach Einschätzung des Managements ist das Risiko der Inanspruchnahme der Haftung gering, da die vereinbarten Finanzkennzahlen (Covenants) der Kalle Gruppe in den obengenannten Kreditverträgen aufgrund der aktuellen Planungsrechnung eingehalten werden können. Die Kalle-Gruppe ist durch ein Konsortium unter Führung der Bank of Ireland plc, Dublin, Irland, sowie der Global Loan Agency Services Limited, London, Großbritannien, finanziert. Die Gesellschaft plant eine Erweiterung der Produktionskapazitäten im Bereich der Schwammtücher. In diesem Zusammenhang und weil alle Genehmigungen hierfür erteilt wurden, wurden die bestehenden Darlehen um zwei Jahre verlängert. Neben dieser Verlängerung der Laufzeit wurden auch die Covenants erleichtert. Zudem gab es eine Änderung für die Berücksichtigung der Rechnungslegungsstandards nach IFRS 16. Zur Überwachung der Covenants erstellt die Gesellschaft zum einen ein monatliches Budget für das laufende Geschäftsjahr und zusätzlich eine wöchentlich rollierende Liquiditätsplanung für die nächsten drei Monate. Auf dieser Basis stellt die Geschäftsführung die Einhaltung der Mindestliquidität sowie der Verschuldungskennziffer sicher (Verschuldung/EBITDA). Die Gesellschaft hat im Jahr 2022 alle Covenants eingehalten und geht aufgrund der aktuellen Planung davon aus, dass die Covenants im Prognosezeitraum weiterhin eingehalten werden. Im Ergebnis geht die Geschäftsführung von einer positiven Fortführungsprognose aus. Die weitere konsequente und erfolgreiche Umsetzung der Neuausrichtung der Kalle Gruppe sind Voraussetzung für eine positive Geschäftsentwicklung. Dies schließt die termingerechte Umsetzung der Erweiterung der Schwammtuchproduktion sowie die damit verbundene dauerhafte Anpassung der Gruppenfinanzierung und der zugehörigen Covenants mit ein. Unter dieser Annahme geht die Geschäftsführung mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer positiven Fortführungsprognose aus und bilanziert weiterhin unter der Fortführungsprämisse. Insgesamt geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich die Chancen und Risken durch das breite Produktspektrum und die geographische Diversifikation weitestgehend ausgleichen. Es wird weiter davon ausgegangen, dass die Planung der Kalle Gruppe für 2023 erreicht wird und damit auch alle Covenants eingehalten werden. Chancen sieht die Gesellschaft insbesondere in dem weiteren Ausbau von Value-Added-Casings. Dieses innovative Verfahren ersetzt ganze Produktionsschritte in der Wurstherstellung, indem ein direkter Übertrag von der Hülle auf die Füllung stattfindet. VII. Ausblick 20232022 war weiter geprägt durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, der andauernden Covid-19 Pandemie sowie durch Engpässe in den globalen Versorgungsketten bei gleichzeitig steigenden Preisen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass im Laufe des Jahres 2023 eine schrittweise Normalisierung der Materialverfügbarkeit und Transportfähigkeit erreicht wird und die Reduzierung der Energiekosten sich weiter fortsetzt. Oberste Priorität hat die Sicherung der Lieferfähigkeit gegenüber unseren Kunden. Die Phase der hohen Inflation wird sich stärker auf die Konsumkanäle von außerhäuslichen Lebensmitteln und Fleisch auswirken als auf den Konsum zu Hause und auf die Einzelhandelskanäle, was zugunsten von preisgünstigeren Fleischprodukten (z. B. Hot-Dog-Kategorie) geht. Wir gehen davon aus, dass Kalle in einer Position der Stärke ist, um die bevorstehenden Herausforderungen zu meistern. Auch das Jahr 2023 wird getrieben werden durch die anhaltende beispiellose Kosteninflation bei gleichzeitiger Preiserhöhung, die sich auf die Kaufentscheidungen der Verbraucher auswirkt, die damit verbundenen Folgen des Produktmixes, anhaltende Herausforderungen bei der Rohstoffverfügbarkeit, und dem unvorhersehbaren Verhalten einiger Wettbewerber. Wir gehen davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach verarbeiteten Fleischwaren in den kommenden Jahren weiter anhalten wird, im Wesentlichen getrieben durch die steigende Bevölkerungszahl, während der Konsum pro Kopf stabil bleibt. Der heutige Konsument legt einen größeren Fokus auf Fleischersatzprodukte und Produkte mit einer besseren ökologischen und ethischen Vertretbarkeit. Wir erwarten in Summe einen leichten Umsatzanstieg sowie ein leicht steigendes EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Abschreibung und Zinsen).
Wiesbaden, 03. Mai 2023 Die Geschäftsführung
1 Quelle: GDP growth (annual %) - World | Data
(worldbank.org)
Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Anhang 2022I. Anwendung der gesetzlichen VorschriftenDer vorliegende Jahresabschluss ist nach den Bestimmungen der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Gesellschaft ist unter der Firma Kalle GmbH mit Sitz in Wiesbaden im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter der Nummer HRB 24565 eingetragen. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). 1. Immaterielles Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sofern der immaterielle Vermögensgegenstand keiner Abnutzung unterliegt, wie die Marke Kalle, erfolgen keine planmäßigen Abschreibungen. Für diese Anlagegegenstände werden, wie bei Vermögensgegenständen mit begrenzter Nutzungsdauer, jährlich Werthaltigkeitstests durchgeführt, voraussichtlich dauernde Wertminderungen werden, wie bei Vermögensgegenständen mit begrenzter Nutzungsdauer, als außerplanmäßige Abschreibungen erfasst. Folgende Abschreibungsdauern kommen zur Anwendung:
2. Sachanlagen Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Sämtliche Anlagegüter werden linear pro rata temporis abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden darüber hinaus vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Für Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalisierend über einen Zeitraum von jeweils fünf Jahren mit 20% jährlich abgeschrieben. Den planmäßigen linearen Abschreibungen des Sachanlagevermögens - mit Ausnahme der Grundstücke - liegen folgende Nutzungsdauern der Vermögenswerte zugrunde:
3. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, die auf einer dauernden Wertminderung beruhen, angesetzt. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. 4. Vorratsvermögen Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Am Stichtag vorhandene niedrigere Wiederbeschaffungs- bzw. Wiederherstellungskosten werden ebenso wie vom Verkaufspreis abgeleitete niedrigere realisierbare Preise bei der Bewertung berücksichtigt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Für die Ermittlung des Gemeinkostenanteils innerhalb der Herstellungskosten ist eine Normalauslastung der Produktionsanlagen zugrunde gelegt. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Für im Einzelnen nicht erkennbare Wertminderungen sind Wertberichtigungen in angemessener Höhe vorgenommen worden. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennwerten abzüglich Einzelwertberichtigungen sowie pauschaler Wertberichtigungen wegen allgemeiner Risiken angesetzt. 6. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel werden mit dem Nominalbetrag angesetzt. 7. Latente Steuern Latente Steuern werden, sofern sie zu bilanzieren sind, grundsätzlich nicht bei der Gesellschaft, sondern bei der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organträgerin Cordevigo Investment GmbH, Wiesbaden, für die Organschaft, die mit Wirkung zum 1. Januar 2016 etabliert wurde, bilanziert. 8. Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten werden nach § 250 Abs. 1 HGB auf der Aktivseite für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag als Rechnungsabgrenzungsposten auszuweisen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. 9. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. 10. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zu Barwerten gemäß dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen mit 2,5% (Vorjahr 2,5%) und Rentenanpassungen mit 2,1% (Vorjahr 1,6%). Die Abzinsung des ermittelten Betrags erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (Vorjahr zehn), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, in Höhe von 1,79% (Vorjahr 1,87%). Der in der Zuführung zur Pensionsrückstellung enthaltene Zinsanteil in Höhe von TEUR 589 (Vorjahr TEUR 719) wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 1.468 (Vorjahr TEUR 2.104). 11. Steuerrückstellungen, sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken, drohende Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Steuerrückstellungen werden nicht bei der Gesellschaft, sondern bei der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organträgerin Cordevigo Investment GmbH, Wiesbaden, für die Organschaft, die mit Wirkung zum 1. Januar 2016 etabliert wurde, bilanziert. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. 12. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet, soweit die Entstehungskurse keinen niedrigeren Wert ergaben (bei Aktivposten) oder zu einem höheren Wert führten (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB
1) vor Ergebnisabführung 2) die Anteile an diesen Gesellschaften werden mittelbar über die Kalle Auslandsbeteiligungen GmbH gehalten, diese hält an den Gesellschaften direkt oder indirekt jeweils 100% 3) die restlichen 0,5% der Anteile werden mittelbar über die Kalle Auslandsbeteiligungen GmbH gehalten 4) die restlichen 0,1% der Anteile werden mittelbar über die Kalle Casings Verwaltung GmbH gehalten 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber den in Wiesbaden ansässigen verbundenen Unternehmen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr (Wert TEUR 2.539; Vorjahr TEUR 3.615). Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, ebenfalls eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Zum 31. Dezember 2022 bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 9.439). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.518 (Vorjahr TEUR 3.012) und Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von TEUR 686 (Vorjahr TEUR 7.431). 3. Eigenkapital Das Stammkapital in Höhe von EUR 500.000,00 (Vorjahr EUR 500.000,00) ist voll eingezahlt. Im Dezember 2021 beschloss die Botero 1 GmbH, Wiesbaden als Muttergesellschaft der Kalle GmbH eine Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 5.985. Diese wurde im Januar 2022 in Form einer Bareinzahlung getätigt. 5. Rückstellungen
6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.252; Vorjahr TEUR 2.317) haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 156.289; Vorjahr TEUR 163.396) beinhalten Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 108.582 (Vorjahr TEUR 122.932) mit einer Laufzeit von bis zu 5 Jahren, und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 47.708 (Vorjahr TEUR 40.464) mit Restlaufzeiten von bis zu 1 Jahr. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse
2. Andere aktivierte Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen enthalten im Wesentlichen Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 4), die als Aufwendungen für die Erweiterung und Inbetriebnahme von Maschinen und immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert worden sind. 3. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Fremdwährungsgewinne in Höhe von TEUR 2.182 (Vorjahr TEUR 1.066) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 423 (Vorjahr TEUR 740). Außerdem werden sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 489 (Vorjahr TEUR 497), Lieferantenboni TEUR 38 (Vorjahr TEUR 33) und sonstige Erträge TEUR 225 (Vorjahr TEUR 248) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 27.707 (TEUR 22.481) beinhalten Kosten aus dem Service Agreement der Kalle Management GmbH in Höhe von TEUR 2.158 (Vorjahr TEUR 2.221), Kosten für Serviceleistungen in Höhe von TEUR 5.529 (Vorjahr TEUR 5.009), Fremdreparaturen in Höhe von TEUR 478 (Vorjahr TEUR 462), Gebühren TEUR 1.843 (Vorjahr TEUR 1.594), Ausgangsfrachten TEUR 8.169 (Vorjahr TEUR 5.783), Reisekosten in Höhe von TEUR 263 (Vorjahr TEUR 111), Aufwand für Einzelwertberichtigungen von Forderungen TEUR 366 (Vorjahr TEUR 11 Ertrag), sonstigen Fremdleistungen und Bankspesen in Höhe von TEUR 5.039 (Vorjahr TEUR 4.856). Sie beinhalten ebenso Kursverluste in Höhe von TEUR 1.642 (Vorjahr TEUR 622). Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 522 (Vorjahr TEUR 248). 4. Personalaufwand Im Geschäftsjahr sind in den Personalaufwendungen außergewöhnliche Aufwendungen aus Abfindungen in Höhe von TEUR 496 (Vorjahr TEUR 579) enthalten. V. Sonstige Angaben1. Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl
2. Konzern Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den der Jahresabschluss der Kalle GmbH einbezogen ist, wird von der Cordevigo Interim Lux Holdco S.à.r.l., Luxemburg, jeweils zu ihrem Abschlussstichtag am 31. Dezember jeden Jahres aufgestellt und ist am Sitz der Gesellschaft, 37A, Avenue, John F. Kennedy, L-1855 Luxembourg, erhältlich. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im luxemburgischen Handels- und Firmenregister (Registre de Commerce et des Sociètès de Luxembourg, kurz: RCS) unter der Gesellschaftsnummer B-205703. Die Gesellschaft macht von der Möglichkeit der Befreiung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gemäß § 291 HGB Gebrauch und wird den Konzernabschluss der Cordevigo Interim Lux Holdco S.à.r.l., Luxemburg, zum 31. Dezember 2022 in deutscher Sprache im Bundesanzeiger offenlegen. Dieser offenzulegende Konzernabschluss wird nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie von der EU übernommen wurden, erstellt. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den der Jahresabschluss der Kalle GmbH einbezogen ist, wird von der Sixteen Gooseberry S.à r.l., Luxemburg, jeweils zu ihrem Abschlussstichtag am 31. Dezember jeden Jahres aufgestellt und ist am Sitz der Gesellschaft, 37A, Avenue, John F. Kennedy, L-1855 Luxembourg, erhältlich. Als verbundene Unternehmen gelten alle Gesellschaften, an denen die Cordevigo Interim Lux Holdco S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg, mit Mehrheit mittelbar und unmittelbar beteiligt ist. Die wesentlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsunterschiede im Vergleich zu den deutschen Rechnungslegungsvorschriften liegen bei der Erstkonsolidierung und Fortführung der Effekte aus der Kapitalkonsolidierung, insb. bei der Bewertung Geschäfts- oder Firmenwert. Die Bewertung und Kapitalisierung von Entwicklungskosten sowie die Handhabung von Leasingaufwendungen nach IFRS 16 stellen im Einzelabschluss der Gesellschaft einen erfolgswirksamen Aufwand dar. Außerdem gibt es potenziell abweichende Zinssätze und daraus resultierende Bewertungsunterschiede bei den Pensionsrückstellungen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt absatz- und beschaffungsmarktorientiert. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen können Finanzinstrumente und finanzielle Vermögenswerte sein, die erfolgsneutral oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Bei aktiven latenten Steuern besteht nach IFRS grundsätzlich eine Aktivierungspflicht. 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Als Komplementär der Kalle Casings GmbH & Co. KG, Wiesbaden, haftet die Gesellschaft ihr gegenüber unbeschränkt. Nach Einschätzung des Managements ist das Risiko der Inanspruchnahme der Haftung gering, da die Gesellschaft derzeit über ausreichend Eigenkapital verfügt. Die Aufwendungen aus der Sanierung von Altlasten gemäß Gesellschaftsvertrag der Infraserv, werden im Industriepark Kalle-Albert nach dem sogenannten Altlastenschlüssel auf verschiedene Alt-Gesellschafter der Hoechst AG bzw. deren Nachfolger umgelegt. Hierauf entfällt auf die Kalle GmbH ein Anteil von 17 Prozent. Die jährlich variierenden Beträge werden gemäß Gesellschafterbeschluss im Folgejahr festgestellt. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch neben weiteren Konzerngesellschaften als Garantin für die Verbindlichkeiten der Kalle Management GmbH, Wiesbaden, Cordevigo US Bidco LLC, Delaware, USA, sowie Cordevigo Interim Lux Bidco S.à r.l., Luxemburg, für das am 30. Juni 2016 (mit letzter Anpassung vom 17. Dezember 2021) für eine Dauer von 8 Jahren und 6 Monaten abgeschlossene Senior Facilities Agreement (SFA) sowie für das am 30. Juni 2016 (mit letzter Anpassung vom 17. Dezember 2021) für eine Dauer von 8 Jahren abgeschlossene Second Lien Facility Agreement (SLF). Das SFA umfasst ein Gesamtvolumen von TEUR 300.000 und das SLF ein Volumen von TEUR 55.299 und TUSD 39.968 (TEUR 92.783 zum Stichtag). Nach Einschätzung des Managements ist das Risiko der Inanspruchnahme der Haftung gering, da die vereinbarten Finanzkennzahlen (Covenants) der Kalle-Gruppe in den obengenannten Kreditverträgen aufgrund der aktuellen Planungsrechnung eingehalten werden können. Die in der Bilanz nicht enthaltenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6.058 (Vorjahr TEUR 6.213) betreffen das Bestellobligo aus begonnenen Investitionsvorhaben in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr TEUR 332) sowie Miet-, Leasing- und Pachtverpflichtungen von insgesamt TEUR 5.758 (Vorjahr TEUR 5.881). Die Mietverpflichtungen für Gebäude am Standort Wiesbaden, wurden bis zum Ablauf der Verträge, längste Verpflichtung bis 31. Dezember 2024, berücksichtigt. Die Mietverpflichtungen am Standort Sohren wurden bis Vertragsende, 31. Dezember 2030 berücksichtigt. Miet- und Leasingverträge wurden abgeschlossen, um zum einen Zahlungsabflüsse, die bei einem Erwerb von Gebäuden bzw. Vermögensgegenständen sofort anfallen würden, in die Zukunft zu verlagern und zum anderen das Risiko des Werteverzehrs nicht tragen zu müssen. Risiken bestehen im Wesentlichen durch die langfristige Vertragsgestaltung, die die Gesellschaft in der Flexibilität ihrer Entscheidungen einschränken kann. Zur Beschaffung liquider Mittel, die der Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit dienen, sowie zur besseren Liquiditätsplanung werden rollierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 12.629 (Vorjahr TEUR 8.919) verkauft. Da es sich um echtes Factoring handelt, entstehen aus diesen Verträgen keine Risiken für die Gesellschaft. 4. Ergebnisverwendung Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde von der Gesellschafterversammlung am 27. April 2022 festgestellt. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages wird der Gewinn des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 von der Botero 1 GmbH, Wiesbaden, übernommen. 5. Geschäftsführung Die Gesellschaft wird durch die beiden Geschäftsführer Herr Torben Müller, (Ellerstadt) und Herr Siegfried Weber (Cape Coral/Florida, USA) gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Pensionsverbindlichkeiten früherer Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 4.362 (31. Dezember 2021 TEUR 4.342). Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich im Jahr 2022 auf TEUR 329 (Vorjahr TEUR 329). 6. Nachtragsbericht Im Januar 2023 beschloss die Botero 1 GmbH, Wiesbaden, als Muttergesellschaft der Kalle GmbH eine Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 15.000. Diese wurde im Februar 2023 in Form einer Bareinzahlung getätigt. Im März 2023 wurde eine weitere Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 11.000 beschlossen. Eintritt in den chinesischen Markt Ende 2022 wurde die Kalle (Guangzhou) Supply Chain Management, Ltd (China) gegründet und im März 2023 wurde mit einem lokalen Partner ein Gesellschaftsvertrag vereinbart, um ein Unternehmen zu gründen, das ein gemeinsames Asiengeschäft durch Import, Verarbeitung, Marketing und Vertrieb der Schwammtücher von Kalle in China und anderen asiatischen Ländern aufbauen soll. 7. Abschlussprüferhonorar Angaben zum Abschlussprüferhonorar werden gemäß § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB im Konzernabschluss der Cordevigo Interim Lux Holdco S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg, vorgenommen. 8. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Als nahestehende Unternehmen sind ausschließlich 100-prozentige Tochterunternehmen der Cordevigo Interim Lux Holdco S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg, Vertragspartner der Gesellschaft. Diese Beziehungen werden auf Konzernebene konsolidiert. Eine Angabe kann daher unterbleiben. Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit sonstigen nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.
Wiesbaden, 3. Mai 2023 Torben Müller, Geschäftsführer Siegfried Weber, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kalle GmbH, Wiesbaden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kalle GmbH, Wiesbaden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kalle GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 3. Mai 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Daniel Spengemann, Wirtschaftsprüfer ppa. Samuel Artzt, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 10. Mai 2023 festgestellt. |
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